Bücher mit dem Tag "buddhismus"
143 Bücher
- Mariana Leky
Was man von hier aus sehen kann
(967)Aktuelle Rezension von: Carofii💭 M E I N U N G
Das Buch spielt in einem kleinen Dorf im Westerwald. Im Mittelpunkt stehen hierbei Luise und ihre Großmutter Selma.
Die Geschichte beinhaltet einzelne Einblicke in das Leben von Luise & Selma und behandelt die Themen Liebe, Verlust und das Erwachsenwerden. Außerdem erzählt es von besonderen Begegnungen und unscheinbaren Momenten, die Menschen für immer verändern.
Die Charaktere sind authentisch dargestellt und die Einblicke in deren Gefühlswelt mehr als gelungen.
Ich habe mich von der ersten Seite an, an dem Erzählstil und den Wortwitzen erfreut 🥰
⭐️ F A Z I T
Alles in allem ein poetischer, außergewöhnlicher und gleichzeitig humorvoller Roman, der tief geht und nachhallt.
Von mir gibts 4,5 ⭐️!
- David Safier
Mieses Karma
(5.090)Aktuelle Rezension von: StolliMieses Karma ist das erste Buch von David Safier das ich gelesen habe, es liest sich leicht und auch in einem Rutsch weg, die Protagonistin ist und bleibt unsympathisch und eigennützig (Bei mir wäre ihr Karmakonto so was von im Minus) aber insgesamt lesenswert und kurzweilig (Da ich 300 Zeichen brauche, blablabla)
- Hermann Hesse
Siddhartha
(946)Aktuelle Rezension von: MeazostroHermann Hesse schätze ich sehr, als Mensch aber auch als Autor. Es überrascht mich dabei immer wieder aufs neue, wie er seinen Schreibstiel den inhaltlichen Gegebenheiten eines Buches anpasst, ohne dabei etwas von seiner einfachen und stringenten Sprache einzubüßen, die sich sehr flüssig lesen lässt. Siddharta ist nur ein kleines Büchlein, aber das weltweit erfolgreichste und bekannteste Werk von Hesse, worin er seine eigene Auseinandersetzung mit den buddhistischen Lehren verarbeitet und aus westlicher Perspektive einen Lebensweg auf der Suche nach Erleuchtung und dem Sinn des Lebens nachzeichnet. Eine durchgehende Thematik bleibt dabei auch die eigene Erfahrungswelt von Siddharta, dem Hauptcharakter, der sich in verschiedene Situationen begibt um nicht in der Theorie zu verbleiben und seine eigenen Lehren aus der Praxis zu ziehen. Dabei zeigt er sich als allzu menschlich, indem er immer wieder in Sackgassen gerät oder Fehler aus der Vergangenheit wiederholt die er selbst zuvor verurteilte. Dies weißt wiederum auf Hesses eigene Verarbeitung der buddhistischen Lehre hin, da er damit den klassischen Erleuchtungsweg konterkarikiert. Was sich philosophisch hochtrabend anmutet ist die Idee, die aufgrund des inhaltlichen Fokussierens der Erlebniswelt sprachlich treffend auf eine poetische Erzählweise setzt und welche zum Prüfstein der Geschichte wird. So gilt Siddharta gemeinhin als Hesses "schönstes" Werk.
Gerade das war mir aber zu wenig, vielleicht hatte ich aufgrund des ihm vorauseilenden Rufes eine zu hohe Erwartung an das Buch. Aber die bloße Ästhetik kann mich nicht davon überzeugen, dass Siddharta ein besonders kluger, reflektierter oder besonnener Mann wäre, wenn er erst nach dem jahrelangen verharren in eine Situation mal über seine eigene Stellung darin nachdenkt. Ich würde sagen, wenn dass kleine Büchlein das Leben des Siddharta in seinen größten Teilen darstellt, hat der Mann recht wenig gedacht und recht wenig erlebt. Als ein Erfahrungsreicher Weiser präsentiert er sich jedoch den anderen Charakteren, was ihn für mich über fast die gesamte Strecke zum absoluten Unsymphat gemacht hat. So kam leider auch von der weltlichen Schönheit und der glaubhaften Erfahrungsreise dann doch recht wenig bei mir an. Froh über die Anregungen sei der, der in dem Werk Hesses mehr finden kann als ich, denn es ist zumindest theoretisch ein Meilenstein deutscher Literatur. - Catherine Clément
Theos Reise
(242)Aktuelle Rezension von: XirxeTheo, ein 14jähriger Junge aus Paris mit einem ungewöhnlichen Interesse an griechischer Mythologie und am alten Ägypten, leidet an einer lebensgefährlichen Krankheit. Seine vermögende und etwas skurille Tante Marthe lädt ihn zu einer Weltreise ein, die ihn zu den Religionen der Welt führen soll, mit der Hoffnung dass ihr Neffe währenddessen geheilt wird. Schwerpunkt dieses Buches ist eindeutig die Darstellung der unterschiedlichen Religionen und der Erfahrungen, die Theo damit während Gottesdiensten, Riten, Festen und ähnlichem macht. Die Menge an Fakten und Informationen, die hier präsentiert werden, ist zwar manchmal erschlagend, doch wer sich für dieses Thema interessiert, wird trotz der rund 700 Seiten keine Minute gelangweilt sein. Die Darstellung ist gut verständlich und insbesondere für Jugendliche (für die das Buch gedacht ist) und Unwissende sehr informativ. Nicht nur der aktuelle Stand der jeweiligen Religionen wird beschrieben sondern auch die Entstehung und Entwicklung bis hin zum Erscheinen dieses Buches (also Ende des letzten Jahrtausends). Die von manchen Leserinnen und Lesern genannte Oberflächlichkeit konnte ich nicht nachvollziehen: Vielleicht sollte man einfach im Auge behalten, für welche Zielgruppe dieses Buch geschrieben wurde. Und langatmig? Nun gut, wer kein Interesse für Religion aufbringt, dem sei dieses Buch auch nicht empfohlen, die Rahmenhandlung ist wirklich nur Nebensache.
- Ajahn Brahm
Die Kuh, die weinte
(139)Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertanteDieses tolle kleine Buch hab ich vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar erhalten (SPOILER).
Meine Meinung:
Insgesamt befinden sich 108 Geschichten in diesem Buch, die zum Teil im Kloster von Ajahn Brahm erzählten wurden, zum Teil im selbst passiert sind. Diese Geschichten werden in verschiedene Themen gegliedert, z.B. Perfektion und Schuldgefühle oder Glück schaffen, insgesamt sind es 12 Themen. Die Geschichten bauen manchmal aufeinander auf, manchmal gibt es Erklärungen dazu und manchmal nicht. Auch der Titel selbst ist als Geschichte vorhanden. Nicht alle Geschichten haben einen buddhistischen Kontext, dennoch kannte ich ein paar und wenige fand ich nicht so gut. Die Länge variiert, sie sind aber nie länger als 3-4 Seiten.
Fazit: Es fällt mir schwer, eine einheitliche Bewertung abzugeben, da ich manche Geschichten besser und manche weniger gut fand. Am besten kramt man das Buch immer mal wieder raus, um entweder zu einem passend Thema in seinem Leben etwas zu lesen, oder um sich inspirieren zu lassen. Empfehlen würde ich es auch für Yogalehrer u.ä., da die Geschichten gut in den Unterricht passen.
Bleiben oder Weg? Ich behalte es
- Ajahn Brahm
Der Elefant, der das Glück vergaß
(84)Aktuelle Rezension von: RadikaleResignationHabe schon das Buch "Die Kuh, die weinte" sehr gemocht, daher anschließend dieses Buch gekauft. Im Gegensatz zum anderen Buch, kam es mir vor, als wären diese Geschichten nicht so schön "selektiert". Die Geschichten sind zwar schön, aber konnten mich nicht ganz so begeistern wie die, im ersten Buch.
- Matthew Quick
Die Sache mit dem Glück
(126)Aktuelle Rezension von: misery3103„Nicht zu bekommen, was man will, ist manchmal ein großer Glücksfall.“
Nach dem Tod seiner Mutter bleibt der 39jährige Bartholomew allein zurück. Er hat keine Freunde und keine Arbeit. Da seine Mutter ihn in ihren letzten wachen Momenten Richard nannte und er in ihrer Schublade einen Aufruf Richard Geres zum Boykott der olympischen Spiele in China findet, beschließt er, dem Schauspieler zu schreiben. In den Briefen erzählt er aus seinem Leben und findet so Zufriedenheit. Doch kann er das Leben ganz allein meistern?
Die Geschichte wird allein durch Bartholomews Briefe an Richard Gere erzählt. Ihm erzählt er seinen Alltag, aber auch seine Gedanken, die er sich über die Welt macht. Der Leser erfährt so, dass der Pfarrer der Gemeinde sich von der Kirche lossagt und bei Bartholomew einzieht, dass er eine Trauerbegleiterin hat, die mehr Probleme als ihr Kunde hat, in einer Gruppentherapie Max kennenlernt, der um seine verstorbene Katze trauert und an Aliens glaubt, und dass er verliebt in die Jungthekarin seiner Bibliothek ist. Doch natürlich ist er viel zu schüchtern, um sie anzusprechen. Doch das Leben hält viele Überraschungen für ihn bereit.
Herrje, ich mochte dieses Buch. Ich mochte Bartholomew, der sich so viele Sorgen um sein Leben und die Welt macht. Ich mochte den Pfarrer, der sich trinkend und betend bei ihm einnistet. Ich mochte Max, der fluchend durch die Welt geht und um seine tote Katze weinen kann. Und ich mochte Elisabeth, die Junthekarin, weil sie Licht in Bartholomews Welt bringt.
Das Buch ist voller skurriler, aber sehr liebenswerter Charaktere und hält auch so manche Weisheit bereit. Ich möchte diese hier erwähnen, weil ich sie mir direkt rausgeschrieben habe: „Schönheit steckt in uns allen, Bartholomew. Sie versteckt sich bloß manchmal.“
- Jack Kornfield
Das weise Herz
(16)Aktuelle Rezension von: janett_marposnelWer erschöpft ist oder krank, unzufrieden oder seine Ängste respektive Süchte besiegen möchte, kann Heilung und Verständnis in der buddhistischen Psychologie finden. Als Hilfestellung für den tieferen Einblick in die Begriffe, vergleicht der Autor in seinem (Lehr)Buch hin und wieder die buddhistische Psychologie mit der westlichen Psychologie, wodurch dem westlich denkenden Menschen der Unterschied bewusster wird.
Im Laufe des Buches stellt der Autor nach dem Vorwort 26 buddhistische Prinzipien vor. Zur Einstimmung auf das Kapitel und auf die vor uns liegende buddhistische Regel gibt es zu Beginn jedes Kapitels zwei Zitate berühmter Persönlichkeiten. Trotz aller Regeln ist „Das weise Herz“ sehr praxisbezogen, denn es lebt von vielen selbst erfahrenen Geschichten, die der Autor im Laufe des Buches erzählt. Diese machen den theoretischen Teil leichter verständlich, unterstützen ihn liebevoll in seiner Aussage und heben die Weisheit des Gesagten demütig hervor. Außerdem bietet Kornfield am Ende jedes Kapitels eine Meditation als Praxisübung zur Vertiefung der behandelten buddhistischen Regel an, was den Inhalt wunderbar abrundet.
Sehr anschaulich empfand ich den persönlichen Vater-Sohn-Konflikt des Autors und dessen Lösung, der sich durch das gesamte Buch zieht und das spirituelle Wachstum des Autors und die spätere Reife im Umgang mit dem Geschehenen offenbart.
Ein absolut empfehlenswertes Buch für Suchende und Interessierte, denn „Das weise Herz“ ist genauso weise wie herzlich, da Jack Kornfields Empathie zwischen jeder Zeile leise mitschwingt. - Jonathan Landaw
Buddhismus für Dummies
(16)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDu willst mehr über den Buddhismus erfahren, ohne gleich wie ein Mönch im Himalaya leben zu müssen? Dann ist „Buddhismus für Dummies“ von Jonathan Landaw genau das richtige Buch für dich! Dieses Buch bietet dir einen umfassenden, leicht verständlichen Einstieg in die faszinierende Welt des Buddhismus.
Die Autoren, Jonathan Landaw und Stephan Bodian, führen dich durch die Grundprinzipien des Buddhismus, ohne dabei zu tief in komplexe Fachbegriffe abzutauchen. Sie erklären dir die Unterschiede zwischen den verschiedenen buddhistischen Traditionen wie dem Kleinen Fahrzeug (Hinayana) und dem Großen Fahrzeug (Mahayana) sowie dem Zen-Buddhismus und der tibetischen Schule. Du wirst schnell feststellen, dass der Buddhismus nicht einfach nur eine Religion ist, sondern vielmehr eine Lebensweise, die in vielen Facetten deinen Alltag bereichern kann.
Das Buch ist übersichtlich gegliedert und voll von humorvollen Anekdoten und praktischen Beispielen. Besonders gut hat mir die Geschichte vom leeren Boot gefallen, die veranschaulicht, wie unnötig unser Ärger oft ist. Stell dir vor, du ärgerst dich über ein Boot, das dir zu nahe kommt, nur um festzustellen, dass es leer ist. Genau so sollten wir viele Situationen betrachten: ohne unnötigen Ärger, weil wir die Absichten anderer ohnehin nicht kontrollieren können.
Ein großes Plus dieses Buches ist seine Schlichtheit und Praktikabilität. Es zeigt dir, wie du buddhistische Prinzipien wie Achtsamkeit und Mitgefühl in deinen westlichen Alltag integrieren kannst, ohne gleich nach Indien oder Tibet ziehen zu müssen. Die Autoren regen dich an, dein eigenes Leben und deine Denkweisen zu hinterfragen, was dir viele wertvolle Denkanstöße geben wird.
Allerdings gibt es auch ein paar kleine Kritikpunkte. Einige Leser fanden die Fülle an buddhistischen Strömungen und Fachbegriffen etwas überwältigend. Manchmal wirkt die Darstellung der vielen Traditionen etwas unübersichtlich, und man könnte sich wünschen, dass einige Themen tiefer behandelt würden. Doch das gehört irgendwie dazu, wenn man sich auf eine so umfassende Einführung einlässt.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Karma-Lehre und die Vorstellung von Wiedergeburt für manche Leser schwer nachzuvollziehen sind. Auch die Betonung der Meditation mag nicht jedem zusagen. Aber das Schöne am Buddhismus ist ja, dass du dir die Teile herauspicken kannst, die für dich am besten funktionieren.
Trotz dieser kleinen Schwächen ist „Buddhismus für Dummies“ ein wunderbarer Einstieg in die buddhistische Lehre. Es bietet dir nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praktische Tipps, wie du ein achtsameres und erfüllteres Leben führen kannst. Wenn du also neugierig auf den Buddhismus bist und wissen willst, wie diese alte Lehre auch dein modernes Leben bereichern kann, dann schnapp dir dieses Buch und tauche ein in die Welt des Buddha. Und vergiss nicht: Beim Lesen darfst du ruhig auch mal schmunzeln!
- David Safier
Mieses Karma hoch 2
(334)Aktuelle Rezension von: AndreaDusDaisy und Marc sterben und erleben die Wiedergeburt.
Dieses Buch hat zu 100% Kopfkino Potenzial. Alleine die Vorstellung als die beiden als Goldfische im Glas waren und ihre Kommentare abgegeben haben. Einfach herrlich. Diese Szene hat mir am allerbesten gefallen.
Ein Buch das mich als Leserin einfach mal aus dem Alltag geholt hat. Dieses Buch sollte man einfach lesen und auf sich wirken lassen. Die Vorstellung alleine das wir alle als Lebewesen wiedergeboren werden ist schon eine schöne Vorstellung. Lustig ist dann wie Buddha die Menschen wieder ins Leben holt. Gutes Karma oder schlechtes Karma, Ameise , Darmbakterie oder als Mensch?
Teil 1 fand ich gut, aber Teil 2 gefällt mir viel besser.
Die Protagonisten und Protagonistinen sich mega. Die Sprüche die hier abgegeben werden genial. Die einzelnen Wiedergeburten und Buddha der immer wieder auftaucht. So genial.
Mir hat das Buch viel Spaß gemacht zu lesen und mich ein wenig vom Alltagstrott abgelenkt auch wenn es in einigen Kapiteln seitenweise mal etwas langatmig war.
Ich hatte Spaß.
Die Geschichte ist humorvoll erzählt. Der Schreibstil ist frech, und locker geschrieben.
Das Cover ist witzig und passt zur Geschichte.
Die Kapitel sind kurz und gehen übergangslos ineinander über.
Von mir 5 Ameisen und eine 100%tige Leseempfehlung.
- Frank Berzbach
Die Kunst ein kreatives Leben zu führen
(38)Aktuelle Rezension von: dorothea84Als ich "Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen" von Frank Berzbach in die Hand nahm, war da diese unbestimmte Neugier. Vielleicht war es das Cover, das mich anzog – ich bin ein solcher Mensch, der von Äußerlichkeiten beeinflusst wird. Doch wie oft täuscht der erste Eindruck, oder? Nach nur einmaligem Lesen sah der Einband aus, als hätte er schon einige Reisen hinter sich. Das hätte mich stutzig machen sollen.
Der Inhalt begann vielversprechend, und ich fand mich darauf freuend, was das Buch zu bieten hatte. Anfangs begegnete mir eine Welt voller inspirierender Gedanken und schöner Zitate, die mich dazu anregten, über meine eigene Kreativität nachzudenken. Doch dann, je weiter ich las, desto mehr fühlte sich alles wie ein langer, zäher Spaziergang an. Kennst du dieses Gefühl, wenn du auf einer Party bist und der Smalltalk einfach nicht enden will? Genau so war es.
Berzbach hat das Buch mit Beispielen und Zitaten gefüllt, das muss man ihm lassen. Aber irgendwann fragte ich mich: Wo bleibt der Tiefgang? Warum sollte ich mich durch Seiten kämpfen, die mir letztlich nur das bestätigen, was ich ohnehin schon im Kästen gelesen habe? Es ist fast so, als wäre das Buch ein schönes Geschenk, das beim Auspacken jedoch weniger bietet, als es verspricht.
Vielleicht hatte ich einfach andere Erwartungen, und das ist in Ordnung. Bücher sind schließlich wie Menschen – nicht alle passen zu jedem. Und vielleicht findest du in diesem Buch genau das, was ich vermisst habe. Hast du es schon gelesen? Was denkst du darüber? Ich bin gespannt auf deine Meinung!
- Sogyal Rinpoche
Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben
(40)Aktuelle Rezension von: irmakvakifliSogyal Rinpoche: Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben ist ein eindrucksvolles Werk, das spirituelle Weisheit mit autobiografischen Erlebnissen und kulturhistorischen Erklärungen verbindet.
Rinpoche, als bedeutender Lehrer der tibetisch-buddhistischen Tradition, gibt in diesem Buch tiefe Einblicke in die Sichtweisen des tibetischen Buddhismus – insbesondere zu den Themen Leben, Sterben, Wiedergeburt und dem Umgang mit Vergänglichkeit. Dabei gelingt es ihm, komplexe spirituelle Lehren verständlich und zugänglich zu machen, ohne dabei an Tiefe zu verlieren.
Besonders wertvoll sind die Verknüpfungen zwischen persönlichen Erfahrungen und der religiös-philosophischen Lehre: Es geht nicht nur um Theorie, sondern auch um gelebte Praxis und spirituelle Anwendung im Alltag. Auch die Ursprünge und Quellen vieler Rituale und Konzepte werden erläutert, was das Buch zusätzlich informativ macht.
Für mich ist dieses Buch vor allem eine bereichernde Lektüre, weil es nicht dogmatisch, sondern einfühlsam und offen geschrieben ist. Wer sich für spirituelle Fragen interessiert, oder einfach einen tieferen Einblick in eine andere Kultur und Denkweise bekommen möchte, findet hier eine lohnende und sehr empfehlenswerte Quelle.
- Lama Ole Nydahl
Wie die Dinge sind
(17)Aktuelle Rezension von: honkwilliamsEine anschauliche, praktische Einführung in den Diamantweg-Buddhismus. Für totale Einsteiger geeignet. Bietet allerdings sehr wenig HIntergrundwissen. Ein Buch für Seelenfänger und solche, die es noch werden wollen. - Andreas Altmann
Triffst du Buddha, töte ihn!
(53)Aktuelle Rezension von: Mario_HackelAndreas Altmanns Buch "Triffst du Buddha, töte ihn!" ist eine Reise zu den tiefsten Fragen des Lebens, der Spiritualität und der Suche nach dem Sinn. Es ist weder ein klassischer Reisebericht noch ein reiner Ratgeber. Es ist ein Buch, das die spirituelle Sehnsucht hinterfragt und zeigt, wie Altmann sich selbst auf die Suche nach sich selbst begibt – humorvoll, kompromisslos und nachdenklich.
Altmann macht sich auf eine Pilgerreise durch Asien und beschäftigt sich mit verschiedenen spirituellen Lehren, Gurus, Meditationen und Tempeln. Statt blindem Glauben begegnet er allem mit einer erfrischenden Skepsis und einer Prise Provokation. Der provokative Titel "Triffst du Buddha, töte ihn!" kommt von einem Zen-Spruch, der dazu auffordert, auch den letzten Rest der Anhaftung loszulassen, also auch die Idealisierung eines Lehrers oder Gurus. Altmann stellt in seinem Buch immer wieder in Frage, ob wahre Erleuchtung überhaupt möglich ist und wie wichtig Authentizität und das eigene Denken auf dieser Reise sind.
Sein Schreibstil ist lebendig, witzig und teilweise auch bissig. Altmann scheut sich nicht, sowohl andere als auch sich selbst zu kritisieren. Er berichtet offen und unverblümt von seinen Erfahrungen mit verschiedenen Religionen und spirituellen Gemeinschaften. Dabei scheut er sich nicht, gängige Klischees und Widersprüche in der spirituellen Welt zu hinterfragen. Dabei bleibt er immer respektvoll, stellt aber die Ehrlichkeit und Authentizität des Suchenden in den Mittelpunkt.
Ein zentrales Thema des Buches ist die Suche nach innerer Freiheit. Dazu gehört auch, sich von starren Denkweisen und Glaubenssystemen zu lösen. Altmanns Reise zeigt, dass Erleuchtung nicht in Formeln oder vorgegebenen Wegen gefunden wird. Man muss vielmehr lernen, das Leben authentisch und eigenständig zu betrachten. Das Buch ermutigt die Leser, ihre eigene Reise anzutreten – ohne Angst vor dem Scheitern und mit der Bereitschaft, auch mal unangenehme Wahrheiten über sich selbst anzunehmen.
Altmann kritisiert, dass es in der westlichen Welt eine Art spirituelle Konsumkultur gibt. Er fordert die Leserinnen und Leser deshalb auf, mal in sich zu gehen und zu überlegen, was sie eigentlich wirklich brauchen und wollen. Er liefert keine vorgefertigten Antworten, sondern regt mit seinen Gedanken und persönlichen Erfahrungen zum Nachdenken an.
Fazit:
"Triffst du Buddha, töte ihn!" ist ein kluges, tiefgründiges und humorvoll geschriebenes Buch für alle, die auf der Suche nach spiritueller Orientierung sind, jedoch nicht blind glauben, sondern kritisch denken wollen. Andreas Altmann schafft es, die Leser zu fesseln und zum Nachdenken anzuregen, ohne den Zeigefinger zu erheben. Es ist eine inspirierende Lektüre, die zeigt, dass wahre Weisheit oft darin liegt, mutig die eigenen Fragen zu stellen – und die Antworten nicht immer allzu ernst zu nehmen.
- François Lelord
Hector und die Suche nach dem Paradies
(24)Aktuelle Rezension von: RadikaleResignationLelord schafft es aufgrund seiner professionellen Funktion als Therapeut wunderar, schwierige Themen immer wieder in neue, locker-leichte Geschichten zu verpacken. So gab es neben dem Thema Glück, Liebe und der Zeit auch die Freundschaft und Philosophie, die Hector seinem eigenen Sohn näher bringt. Hier ist er auf dem Weg zum Himalaja, die Religion wird großes Thema. Lelord schafft es immer wieder, nebenbei den eigenen Horizont zu erweitern. Danke:-)
- Sarah Kuttner
Kolumnen
(213)Aktuelle Rezension von: HoldenDer erste Teil Kuttnerscher SZ- und Musikexpress-Kolumnen, schlagfertig und meinungsstark, mit Kommentaren zu winterlicher Bekleidung, Jungs-Indierock-Bands, Rudolf Mooshammer, aktuellen Politikern undundund, einige der erwähnten Rockbands kann man jetzt (wieder-)entdecken, weil vielen von ihnen ist damals kein rechter Erfolg vergönnt gewesen ist. Angela Merkels Hängegesichtigkeit und Karriereristenfresse waren schon derber Shit, und irgendwo hat man den Eindruck, als sei die gute Frau Kuttner auch ein kleines bißchen langweilig, weil sie sich aus so vielen Sachen gar nichts macht (Rockkonzerte bzw. -festivals, Karneval, Aprilscherze usw).
- Rudyard Kipling
Kim
(40)Aktuelle Rezension von: SchlehenfeeIndien um 1890: der Waisenjunge Kim, auch genannt „kleiner Freund aller Welt“, treibt sich auf den Straßen Lahores herum, als er auf einen tibetischen Lama trifft. Kim, eigentlich ein Weißer, hilft dem Lama bei seiner Suche nach einem Fluss, der ihm Erleuchtung verschaffen soll und wird sein „chela“ (Schüler). Aber auch der Junge ist ein Suchender: ein roter Stier auf grünem Grund soll ihm zu einer wohlhabenden Zukunft verhelfen. Als Kims Prophezeiung wahr wird, wird er Teilnehmer am „Großen Spiel“, dem „Spionagekrieg“ zwischen Großbritannien und Russland um die Vorherrschaft auf dem Subkontinent und im Himalaya.
„Kim“ ist neben dem Dschungelbuch Rudyard Kiplings bekanntester Roman und wurde oft als Jugendbuch bezeichnet. Das ist es meiner Meinung aber überhaupt nicht, auch wenn der Protagonist ein Teenager ist.
Durch die Wanderung mit dem Lama erhält der Roman eine starke religiös-philosophische Thematik, unter anderem das „Rad des Lebens“ und vieles anderes aus dem Buddhismus erwähnt, wo ich mich sehr oft hilfesuchend an das Glossar wenden musste.
Dann fließen natürlich auch die zahlreichen verschiedenen Kasten, Völker, Religionen und Gebräuche Indiens ein, auch hier musste ich sehr oft hinten nachschlagen. Kipling hat mir dadurch aber ein sehr lebendigen, wenn auch exotischen Eindruck vom kolonialen Indien und den Menschen dort geschaffen. Man sieht das Gewimmel auf den Straßen, die vielen Trachten und Dialekte förmlich vor sich. Hindus, Moslems, Buddhisten und Christen haben ihre eigenen Ansichten und Ausdrücke und Kim bedient sich bei allen gleichermaßen. Doch dies bedeutete für mich, dass mir das Lesen oft nicht leicht fiel und ich mich sehr konzentrieren musste. Die meisten der religiös-philosophischen Passagen zogen sich für mich im Laufe der Handlung dann auch. Eben kein Buch für zwischendurch.
Kurzweiliger und spannender wurde es dann bei Kims Aufenthalt in der Schule und schließlich beim „Großen Spiel“. Aber auch hier werden Zusammenhänge oder Personen manchmal nur angedeutet bzw. nicht klar genannt. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Verfilmungen des Buches sich auch mehr auf dieses Thema konzentrieren.
Kim als Protagonist hat mir sehr gut gefallen. Er ist gewitzt, schlagfertig und durch seinen direkten Kontakt mit den Einheimischen sein ganzes Leben lang so ganz anders als die anderen Weißen im Buch. Dies wird in einigen Abschnitten besonders deutlich. Wenn man bedenkt, dass das Buch am Ende des Viktorianischen Zeitalters erschien, als das Empire auf dem Höhepunkt war und der Nationalismus aufblühte, muss ich Rudyard Kipling meinen Respekt dafür zollen, dass er die Einheimischen nicht von oben herab beschreibt, sondern als gleichwertig mit ihren “Kolonialherren“ und somit sehr tolerant. - Kristin Neff
Selbstmitgefühl
(8)Aktuelle Rezension von: jeanne1302Schon wieder einen Fehler gemacht, in alte Muster verfallen, oder gar traumatische Erfahrungen gemacht - das Leben läuft nicht immer glatt, aber das ist kein Grund, sich selbst mit Verachtung zu strafen.
An vielen ganz persönlichen Beispielen der Autorin wird hier schön geschildert, wie man einen besseren, liebevolleren Umgang mit sich selbst pflegt. Gerade, wenn man schweres Leid erlebt hat, ist die erste Reaktion tatsächlich sehr wütend zu werden. Wütend auf den anderen, wütend auf sich selbst, weil man vielleicht etwas zu gelassen hat, was man eigentlich garnicht möchte, viel zu lange an jemandem/etwas gehangen hat, das einem nicht gut tut. Was auch immer. Nur sich selbst dafür zu knechten und "auszupeitschen" hilft nichts. Es gilt" die Peitsche aus der Hand zu legen und sich stattdessen in eine Kuscheldecke zu hüllen", schreibt es hier.
Durch Selbstmitgefühl gehen wir durch unseren Schmerz durch, um ihn zu heilen, uns selbst zu trösten und dadurch an Energie zu gewinnen, gemachte Fehler in einem neuen Licht zu sehen und etwas im Leben zu verändern und in der Persönlichkeit zu wachsen, statt uns selbst immer selbst zu demütigen, wie "blöd" wir eigentlich waren.
Ein Buch das mir half/hilft, erlebtes Trauma/berufliche und private Enttäuschungen zu überwinden, indem ich mich nicht mehr dafür fertig machte, sondern - mal wieder - zu üben, mich selbst in den Arm zu nehmen und zu trösten, weil es sonst niemand tut/tat und durch Vergebung und Selbstmitgefühl hoffentlich jetzt den Ausweg aus einer andauernden negativen Spirale zu finden.
- Albert Kitzler
Die Weisheit der Liebe
(98)Aktuelle Rezension von: Anni-SLiebe wird häufig zu kurz definiert. Das wird einem nach dem Buch klar. Auch wie wichtig die Liebe zu uns Selbst und zu unseren Mitmenschen ist. Nie hätte ich gedacht, was auch für gesundheitliche Folgen, durch mangelnde Liebe entstehen können.
Das Buch ist sehr spannend, geordnet, verständlich formuliert, mit Quellen und Zitaten bewiesen. Es wird verdeutlicht, wie wir Liebe zu dem Leben, der Natur, dem Klang oder zu Personen finden können. Zuerst ist das wichtigste im Einklang mit sich zu kommen. Da dies nicht so einfach ist, werden im letzten Teil Anregungen gegeben, wie wir den richtigen Weg finden können.
Ich hatte mir noch nie Gedanken gemacht, wie unser Bedürfnis der Liebe entsteht. Die Vorstellung auf einmal nackt auf die Welt zu kommen und aus seiner beliebten Umgebung getrennt, kann ich mir total Schreckenhaft vorstellen.
Herr Kitzler bringt außerdem viele lehrende Zitate hinein. Es belebt die Fakten und wird zum Teil auch bildlich besser verständlich. Das Zitat: 'Der Weise kennt keinen Streit', gefällt mir besonders.
Was mir leider nicht so gefiel, waren die Wiederholungen und ab der Mitte zog sich das Buch leider ziemlich.
- Maren Schneider
Der kleine Alltagsbuddhist
(4)Aktuelle Rezension von: kassandra1010Maren Schneiders kleines Handbuch für einen sanften Buddhismus im Alltag strebt eine Erholung des Lesers dank ein paar kleiner "Achtsamkeitsregeln" an.
Anfänglich beginnt das Büchlein mit dem Buddhismus selbst und mit der Geschichte Buddhas. Das Büchlein ist dezent bebildert und man findet die klassischen Buddha-Statuen, buddhistische Mönche und diverse andere buddhistische Symbole.
Auf den Weg der "Acht Pfade" begibt man sich anschließend. Von einer kleinen Einleitung des Themas hin zu Übungen für den Leser, die er ganz für sich selbst ausüben kann um einfach und ohne großen Aufwand die Acht Pfade zu lernen.
Natürlich findet man sich als Leser selbst in einzelnen Kapiteln wieder, ob es das Multitasking im Job, oder das Rastlose im Privaten, hier findet man eine Übung oder eine Alternative dazu, ohne sich selbst großartig verbiegen zu müssen.
Ein gelungener kleiner und dezenter Ratgeber für alle, die für sich selbst etwas innere Ruhe finden.
- Master Han Shan
Wer loslässt, hat zwei Hände frei
(7)Aktuelle Rezension von: tausend_leben„Ist es möglich, dauerhaftes Glück in uns zu verankern? Können wir inneres Wohlbefinden erlangen, das nicht von äußeren Umständen abhängt? Gibt es wahres Glück das nur uns alleine gehört?“
Der faszinierende, aber für mich nicht durchweg überzeugende, Lebensweg eines Millionärs, der all seinen Reichtum verschenkte und den Sinn des Lebens suchte.
Der deutsche Ingenieur Hermann Ricker geht mit 23 Jahren nach Singapur und steigt dort zum Spitzenmanager auf. Die Mentalität der Menschen und die östliche Lebensweise faszinieren und begeistern ihn – und er lernt, sie nutzbringend im Unternehmen einzusetzen. Schon bald profitiert er vom Auftrieb der boomenden Wirtschaft und gründet sein eigenes Unternehmen. Er expandiert und erzielt Jahresumsätze in Millionenhöhe. Der Autor schreibt, schon damals sei es ihm wichtig gewesen, alles im Fluss zu halten, so dass Kunden und Lieferanten ihre Abschlüsse mit gutem Gefühl tätigten. Er meditiert und übt sich in Achtsamkeit, besucht Klöster und verinnerlicht die buddhistische Lebensweise zunehmend. Das Geld sei nachrangig gewesen. Und dennoch verdient er Millionen, besitzt Penthäuser, eine Yacht und teure Autos. Als er eines Nachts in seinem Jaguar verunglückt und nur knapp dem Tod entgeht, ändert sich sein Leben von Grundauf. Hermann Ricker beginnt, den Sinn des Lebens und seinen materiellen Reichtum zu hinterfragen. Wozu all der Reichtum, all der Besitz – wo wir doch bei unserem Tode ohnehin nichts mitnehmen können?
„Wenn wir festhalten an dem, was wir besitzen oder zu sein glauben, machen wir uns selbst zu einem Sklaven, der unaufhörlich damit beschäftigt ist, den Strom der Vergänglichkeit aufzuhalten. Wir werden zu einem Damm, der vergeblich versucht, das Wasser zu stauen, anstatt uns fröhlich und glücklich von der Strömung des Flusses tragen zu lassen. Wer aber loslässt, der hat zwei Hände frei. Loslassen macht uns frei und unabhängig. Es erlaubt uns, unsere Kraft nicht mit dem Festhalten von oder an Dingen zu vergeuden, die wir ohnehin nicht bewahren können. Stattdessen können wir sie dazu nutzen, um uns so tief wie möglich in den Fluss zu begeben.“
Er entschließt sich dazu, all seinen Besitz wegzugeben, überschreibt seine Firma seinen engsten Mitarbeitern, verschenkt sein Vermögen und seine Immobilien. Drei Gewänder, ein Paar Slipper, ein Schirm, ein Moskitozelt, Instantnudeln und Waschzeug – sein einziger verbliebener Reichtum. Aus Hermann Ricker wird der Bettelmönch Ophaso („Hell erleuchtet mit innerem Wissen“). Zwei Jahre lang lebt er allein auf Don Savan, einer Insel im Nordosten Thailands und anschließend acht Jahre lang in einem Waldtempel, meditiert – manchmal 15 Stunden am Tag – und lebt von dem, was ihm bei seinen Ausflügen aufs Festland in die Bettelschale gefüllt wird. Dabei ist er überrascht, wie selbstverständlich die Thailänder zum Geben bereit sind. Ja, das sie es sogar selbst als Geschenk ansehen, Anderen etwas geben zu dürfen.
„Ich staune, über welches Potenzial wir Menschen verfügen, wenn das Miteinander im Zentrum unseres Handelns steht“.
Wer loslässt hat zwei Hände frei. Nach diesem Prinzip ist auch das 10-jährige Mönchs-Dasein nur eine Etappe auf dem Weg des Hermann Ricker. Er möchte sein Wissen weitergeben und nach Europa tragen – unvereinbar mit dem Leben eines buddhistischen Mönches. Er lässt seine Mönchskutte los – und aus dem Mönch Ophaso wird Master Han Shan („großer Berg“). Durch eine zufällige Fügung erhält er ungenutztes Land, das er in ein Retreat Center verwandelt. In Nava Disa („Fenster zum Himmel“) möchte er Menschen auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, nach sich selbst und nach Entschleunigung unterstützen. Auch heute noch ist er für das Zentrum tätig – und trägt in Vorträgen seine gewonnene Weisheit nach Europa.
Master Han Shan lässt mich mit seinem ersten Buch (inzwischen hat er weitere zum Thema Achtsamkeit und Loslassen geschrieben) zwiegespalten zurück. Einerseits ist sein Lebensweg zweifellos beeindruckend und das Buch regt dazu an, über das eigene Leben, die eigenen Werte nachzudenken und sich zu fragen, ob man nicht viel zu viel Ballast mit sich herumträgt. Leben wir nicht tatsächlich viel zu wenig im Augenblick? Unsere Gedanken verweilen ständig in der Vergangenheit und schweifen in die unsichere Zukunft – und dadurch verpassen wir eigentlich ständig die Gegenwart – das Leben.
„Das Wissen um das Nichtwissen anzuwenden, damit richtig umzugehen, ja, sein Leben danach auszurichten, ist die hohe Kunst der Lebensführung.“
Seit Kurzem interessiere ich mich sehr für Buddhismus und Meditation. Ich bin Laie, was die buddhistische Lehre und den Buddhismus in Asien angeht. Doch ich stelle mir schon die Frage, wie es Hermann Ricker gelingen konnte, die übliche langjährige formale Mönchsausbildung auszulassen und quasi pro forma und über Nacht von einem Abt zum Mönch ernannt zu werden, zu dessen Kloster er ansonsten kaum einen Bezug hat.
Zum anderen kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich Master Han Shan irgendwie eher selbst beweihräuchert – auch wenn er gerade das Gegenteil behauptet. Während es im ersten Teil des Buches darum geht, wie gut und beliebt er als Manager war, setzt sich die zweite Buchhälfte in gleichem Stil beim Mönchs-Dasein fort. Meiner Ansicht nach geht es in all seinen Lebenslagen um seinen Erfolg, um seine Beliebtheit, um seine Weisheit. Er spricht von Energiefeldern, von Meditation, von Singapur, Thailand und dem Buddhismus – aber verbleibt dabei meines Erachtens zu sehr in Allgemeinplätzen. Irgendwie dringt das Geschriebene nicht gänzlich zu mir durch und war mir zu wenig konkret.
Ich stelle mir auch die Frage, wie Master Han Shan zu seinem jetzigen Titel gekommen ist? Hat er sich diesen selbst verliehen statt – wie normalerweise üblich – nach langer Schulung von einem Meister? Das Ablegen der Mönchskutte nach zehn Jahren ist Master Han Shan nur eine halbe Seite wert. Daher kann hier nur spekuliert werden.
Ich habe letztlich nicht den Eindruck, dass dies ein wirklich spirituelles Buch ist, das einen nah an die Lehren Buddhas bringt – sondern vielmehr das weitere Erfolgszeugnis eines relativ ich-bezogenen Managers. Denn letztlich ist er das doch nach wie vor. Das Nava-Disa-Resort klingt für mich nach einem wachsenden Unternehmen, das auf rund 200.000 Quadratmetern und in komfortablen Bungalows innere Weisheit und Frieden zu Hotelpreisen verspricht. Generell ist da ja nichts gegen einzuwenden. Aber irgendwie will das Bild, das Hermann Ricker von sich vermitteln möchte und das, das in meinem Kopf von ihm entsteht, nicht so recht zusammen passen.
Vielleicht tue ich Master Han Shan aber auch Unrecht. Immerhin positiv zu erwähnen ist, dass das Retreat Center nach eigenen Angaben auch der sozialen Unterstützung für die einheimische Bevölkerung dient. Mit den Beiträgen werden umliegende Tempel, Schulen, förderungswürdige Studenten und bedürftige Familien unterstützt und Einheimische zu überdurchschnittlichen Löhnen beschäftigt.
Es handelt sich bei diesem Buch für mich eher um einen interessanten Lebensbericht mit einigen wenigen tieferen Einblicken. Ich bereue nicht das Buch gelesen zu haben, bin aber dennoch nicht vollends von Master Han Shans Weisheit überzeugt. 3 Sterne.
Mehr Informationen zu Master Han Shan und dem Retreat Center gibt’s unter www.navadisa.com. - Hermann Hesse
Siddartha
(46)Aktuelle Rezension von: MaraOriginalIn dem Buch "Siddhartha" von Hermann Hesse, begleiten wir den jungen Siddhartha auf seiner Suche nach Vollendung.
Zuerst versucht der junge Siddhartha die Vollendung in den Lehren und Weisheiten anderer zu finden. Als er empfindet nicht das zu finden wonach er sucht, findet er einen Heiligen. Er hört sich, gemeinsam mit seinem Freund Govinda, dessen Lehre an doch auch hier findet sein Geist nicht die Zuflucht die er braucht. Hier trennen sich die Wege der Freunde, da Govinda beschließt als Mönch unter dem Heiligen weiter zu leben. Siddhartha jedoch geht weiter und empfindet zum ersten Male wahr zu nehmen was um ihn geschieht. Sieht die Natur, die Sterne, die Tiere, die Welt.
Ein märchenhafter Schreibstil schmückt dieses Buch. Es macht einfach Freude den jungen Mann auf seiner Reise zu begleiten und sich zu fragen ob er denn eines Tages sein Ziel erreichen wird. Gleichzeitig regt das Buch den Leser auch zum Nachdenken an und gibt auch gute Vorlagen die man sinnbildlich in unsere Zeit der digitalen Hektik, etwas verinnerlichen kann.
Für mich zählt dieses Buch zu den schönsten die ich bereits Lesen durfte und gehört absolut zu den must read!























