Bücher mit dem Tag "buddhismus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "buddhismus" gekennzeichnet haben.

709 Bücher

  1. Cover des Buches Was man von hier aus sehen kann (ISBN: 9783832164577)
    Mariana Leky

    Was man von hier aus sehen kann

     (628)
    Aktuelle Rezension von: TinaGer

    Hier war ich, obwohl ich fast überhaupt nichts sehen konnte, mitten im Hier und Jetzt statt wie sonst im Wenn und Aber, und ich nahm Frederiks Hand, und dann krachte es laut, und ich war sicher, dass das ein Band war, ein Band, das von meinem Herzen sprang, aber es war der Hubkolben. (S 183)

    WAS MAN VON HIER AUS SEHEN KANN – Immer wenn der Kitsch zu viel wird und man denkt, jetzt geht es nicht mehr, Schluss, dann rettet Leky die Sache und erlaubt dem Leben schnöde Widrigkeit. Es geht um das Loslassen und Zupacken und die Widersprüche des Lebens. Buddhismus und Realismus passen durchaus zusammen. Die Protagonistin lernt, dass sie für die sieben Weltmeere gemacht sein und gleichermaßen vor der Haustür, im Westerwald, die Liebe ihres Lebens finden kann. Wunderbar für alle, die der Kitsch nicht schreckt.

  2. Cover des Buches Der Steppenwolf (ISBN: 9783518463550)
    Hermann Hesse

    Der Steppenwolf

     (1.239)
    Aktuelle Rezension von: Quacki24

                


     Mannometer - Harry Haller ist ja so ein unsympathischer Miesepeter :-(

    Das ganze Buch triefte für mich nur so vor Unzufriedenheit und Bitterkeit, dass ich fast Lust hatte, es wie ein Baby im Arm zu wiegen und zu sagen: "Na na na, wer will denn da gleich weinen. Es wird doch alles wieder gut."

    Klassiker sind einfach nicht so meins, auch wenn die Worte noch so kunstvoll verwoben sind. Aber ich bleibe dran, irgendwann wird auch einer für mich dabei sein.

    Zwei schöne Zitate konnte ich dennoch finden:

    "Nun, jeder hat sein Los, und leicht ist keines."

    "Mochte das nun hohe Weisheit sein oder einfachste Naivität: wer so den Augenblick zu leben verstand, wer so gegenwärtig lebte und so freundlich-sorgsam jede kleine Blume am Weg, jeden kleinen spielerischen Augenblickswert zu schätzen wußte, dem konnte das Leben nichts anhaben."
  3. Cover des Buches Die Sache mit dem Glück (ISBN: 9783463400846)
    Matthew Quick

    Die Sache mit dem Glück

     (123)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    „Nicht zu bekommen, was man will, ist manchmal ein großer Glücksfall.“

    Nach dem Tod seiner Mutter bleibt der 39jährige Bartholomew allein zurück. Er hat keine Freunde und keine Arbeit. Da seine Mutter ihn in ihren letzten wachen Momenten Richard nannte und er in ihrer Schublade einen Aufruf Richard Geres zum Boykott der olympischen Spiele in China findet, beschließt er, dem Schauspieler zu schreiben. In den Briefen erzählt er aus seinem Leben und findet so Zufriedenheit. Doch kann er das Leben ganz allein meistern?

    Die Geschichte wird allein durch Bartholomews Briefe an Richard Gere erzählt. Ihm erzählt er seinen Alltag, aber auch seine Gedanken, die er sich über die Welt macht. Der Leser erfährt so, dass der Pfarrer der Gemeinde sich von der Kirche lossagt und bei Bartholomew einzieht, dass er eine Trauerbegleiterin hat, die mehr Probleme als ihr Kunde hat, in einer Gruppentherapie Max kennenlernt, der um seine verstorbene Katze trauert und an Aliens glaubt, und dass er verliebt in die Jungthekarin seiner Bibliothek ist. Doch natürlich ist er viel zu schüchtern, um sie anzusprechen. Doch das Leben hält viele Überraschungen für ihn bereit.

    Herrje, ich mochte dieses Buch. Ich mochte Bartholomew, der sich so viele Sorgen um sein Leben und die Welt macht. Ich mochte den Pfarrer, der sich trinkend und betend bei ihm einnistet. Ich mochte Max, der fluchend durch die Welt geht und um seine tote Katze weinen kann. Und ich mochte Elisabeth, die Junthekarin, weil sie Licht in Bartholomews Welt bringt.

    Das Buch ist voller skurriler, aber sehr liebenswerter Charaktere und hält auch so manche Weisheit bereit. Ich möchte diese hier erwähnen, weil ich sie mir direkt rausgeschrieben habe: „Schönheit steckt in uns allen, Bartholomew. Sie versteckt sich bloß manchmal.“

  4. Cover des Buches Eat, Pray, Love (ISBN: 9783833309403)
    Elizabeth Gilbert

    Eat, Pray, Love

     (887)
    Aktuelle Rezension von: jannehanne

    Nach einer völlig desaströsen Scheidung und einer schmerzhaften Liebesbeziehung genießt die Autorin in Italien vor allem die Sprache und die kulinarischen Genüsse, findet später in einem indischen Ashram ihren Zugang zu Gott und letztendlich auf Bali die Liebe. Es ist eine Geschichte über die langsame Heilung einer verletzten Seele. Die Autorin schreibt unterhaltsam, aber gedanklich auch sehr anregend. Insbesondere die Passagen über Yoga fand ich, die ansonsten mit Spiritualität nicht unbedingt auf Du und Du lebt, spannend und habe ich zum Teil mehrmals gelesen. 

  5. Cover des Buches Der Elefant, der das Glück vergaß (ISBN: 9783778782514)
    Ajahn Brahm

    Der Elefant, der das Glück vergaß

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Da ich von "Die Kuh die weinte" so begeistert war, dachte ich das dieses mich genauso umhauen wird.

    Leider habe ich da falsch gedacht. Es ist in Ordnung und man kann es lesen, aber ich finde es wiederholt sich alles und ich hatte mit mehr "ohhh wie schön" Momenten gerechnet.


  6. Cover des Buches Das Einstein Enigma (ISBN: 9783946621003)
    J.R. Dos Santos

    Das Einstein Enigma

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Dini94

    Der Kryptologe Tomas Noronha wird von der iranischen Regierung beauftragt, Einsteins Dokument - die Gottesformel - zu entschlüsseln. Die CIA bekommt Wind davon und mischt bei diesem Auftrag ordentlich mit. Um Albert Einsteins Werk zu verstehen, muss Tomas sich neues Wissen aus der Physik und diverser Religionen aneignen. 

    Das Buch unterteilt sich, nach meiner Einschätzung, in 60% Erklärungen über Physik/Religion, 30% Haupthandlung (Entschlüsselung der Gottesformel) und 10% Lückenfüller (familiäre Umstände). 

    Aber keine Angst, der Autor erklärt die physikalischen Grundlagen recht simpel. Manche Absätze müssen eventuell zweimal gelesen werden.

    Wer sein Allgemeinwissen ein wenig erweitern möchte und genug von Liebesromane und Co. hat, der wird dieses Buch mögen.

  7. Cover des Buches Was man von hier aus sehen kann (ISBN: 9783864844362)
    Mariana Leky

    Was man von hier aus sehen kann

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Speechless

    Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Luise erzählt, die den Leser an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben lässt. Zu Beginn ist sie selbst noch ein Kind, im Laufe der Handlung wird sie erwachsen. Sie schildert das Leben in ihrem Dorf, das sich inmitten des Westerwalds befindet. Während sie das völlig banale Leben in der deutschen Provinz skizziert, lernt der Leser die Menschen aus ihrem Umfeld kennen, die alles andere als perfekt sind und gleichzeitig jeder für sich so notwendig, dass man sie im eigenen Leben nicht missen möchte. Man erkennt, wie wertvoll es ist, wenn man mit vollem Herzen für sich selbst, für seine Liebsten und für die Gemeinschaft da ist. Obwohl der Roman aus Luises Perspektive erzählt wird, fungiert das gesamte Dorf als Hauptperson, ohne dass die Geschichte dabei überladen oder unübersichtlich wirkt. 

    Luise erzählt von ihrer forschen Großmutter Selma und deren sonderbarer Fähigkeit den Tod in Form eines Okapis in Träumen vorherzusehen; von dem herzensguten Optiker, der ihre Großmutter seit langem liebt und unvollendete Liebesbriefe sammelt; von ihrem besten Freund aus Kindertagen, der auf tragische Art und Weise ums Leben kommt; von dessen Vater, einem aggressiven Alkoholiker, der durch den Tod seines Sohns geläutert wird; von ihren Eltern, die so viel mit sich selbst zu tun haben, das sie ihre Tochter oft übersehen; von der schwer abergläubischen Elsbeth; von der unleidigen und einsamen Marlies und von dem buddhistischen Mönch Frederik, der in Japan lebt. Diese Schilderungen schaffen herrlich lebensechte Figuren, die auf eine reizende Art schräg sind (in etwa so schräg wie der merkwürdige Körperbau eines Okapis). Eingeklammert wird die Geschichte durch die kleinen Ausmaße des Dorfes, welche lediglich einen Waldrand, einen Bach, einige wenige Läden und die Uhlheck umfassen. 

    Besonders hervorheben möchte ich den fantastischen Sprachstil der Autorin. Der ruhige und leise Sprachrhythmus, die zugleich begrenzte und allwissende Perspektive der Erzählerin und die wunderbar eigenwilligen und poetischen Vergleiche machen das Hören des Buchs zu einer echten Freude. So hatte ich mir zuvor noch nie Gedanken darüber gemacht worin die Gemeinsamkeit von Mathe und Kalbsleber besteht und auch die detaillierte Darstellung der vielen verschiedenen Situationen, in welchen man die Augen schließt und ein Nachbild vor Augen hat, begeisterte mich. Die Beschreibung von „Aufhockern“, die einem ungebeten im Nacken sitzen oder der „Verstockung“, die einen davon abhält zu tun, was man eigentlich gern täte sind für mich unglaublich lebensecht. Gefallen hat mir auch der Blick auf passende Gelegenheiten, die man bewusst ungenutzt vorbeistreichen lässt, um einen geliebten Menschen zu schützen.

    Gelesen wird das Hörbuch von der deutschen Schauspielerin Sandra Hüller, der es von Beginn an gelingt den Hörer auf sehr feinfühlige Weise mitten in das Leben der Protagonisten zu führen. So muss ihre Stimme an manchen Stellen monoton und verstockt klingen, an anderen leichtfüßig und lebensbejahend.  

    Diese Geschichte ist voller Lebensfreude, Trauer, Zusammenhalten und Verlassenwerden. Liebe, in jeder ihrer verschiedenen Formen, muss Schmerz und Tod immer wieder die Stirn bieten. Dieses Hörbuch habe ich nicht nur gehört, sondern erlebt. Viele Situationen, wie das Angerempeltwerden von den inneren Stimmen, konnte ich sehr gut nachvollziehen. Ich habe gelacht und geweint und mitgefühlt. Am Ende erscheint auch die Antwort auf die Frage, inwiefern Dinge, die man nicht sehen kann, auch nicht verschwinden können plötzlich ganz einleuchtend. Eine klare Leseempfehlung für alle, die „ein bisschen Welt“ in ihr Leben hineinlassen wollen.

  8. Cover des Buches Mieses Karma hoch 2 (ISBN: B017IMIHW0)
    David Safier

    Mieses Karma hoch 2

     (41)
    Aktuelle Rezension von: annilittle

    Eine genauso lustige Fortsetzung wie der erste Band – der »Schundepos ›Mieses Karma‹«, wie Casanova sagen würde.

     

    Nachdem ich vor einer Woche den ersten Teil beendet habe, hatte ich eigentlich nicht direkt vor, die Fortsetzung schon zu hören, aber da ich am Montag vier Stunden Zug gefahren bin und bei meinen Podcasts überall auf dem neusten Stand bin, hatte ich keine Lust groß nach etwas Neuem zu suchen und hab mich dann doch dafür entschieden. (Normalerweise lese ich auch im Zug, aber bei der Hitze und mit Maske ist es mir eindeutig zu anstrengend, zumal ich mehrmals umsteigen muss :-D)

     

    So viel Neues kann und will ich zum zweiten Part eigentlich gar nicht sagen. Es geht allerdings nicht mehr um die Fernsehmoderatorin Kim Lange, sondern um Filmstar Marc Barten und Amateurschauspielerin Daisy Becker. 

    Auch diese beiden Charaktere erleben eine ziemliche abenteuerliche Wiedergeburt, die mich ebenso gut unterhalten hat. Und wer gedacht hat, noch abstruser und witziger kann es nicht werden – falsch gedacht!

     

    Fazit: Eine ebenso lustige Geschichte wie ihr Vorgänger, die man nicht unbedingt gebraucht hätte, aber dennoch Spaß macht. Fans von David Safier werden auch bei diesem Roman nicht enttäuscht.

     

    3,5/5

  9. Cover des Buches Der Schneeleopard (ISBN: 9783498002169)
    Sylvain Tesson

    Der Schneeleopard

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Streiflicht

    Auf dieses Buch war ich so neugierig, weil mich schon der Klappentext und das Cover so neugierig gemacht hatten. Normalerweise bin ich kein Coverkäufer, aber hier war das anders. Und die Leseprobe hat dann den Rest besorgt...
    Ich kannte den Autor bisher nicht - ich bin froh, dass sich das geändert hat, denn seine Bücher nicht zu kennen, wäre ein herber Verlust für mich gewesen. Ich freue mich schon darauf, noch viel, viel mehr von ihm zu lesen. Er schreibt so tiefgründig, es ist, als könnte man als Leser direkt in seine Seele schauen. Und da gibt es so einiges zu sehen.
    Der Autor schreibt schildernd, wortgewaltig und oft poetisch-philosphisch. Wer Sprache und Worte mag, wird dieses Buch einfach nur lieben. Die Stille der einsamen Naturlandschaft, das Warten in der eisigen Kälte, die Einschränkungen der Expeditionsteilnehmer und zugleich das große Glück, seltene Tiere zu sehen - all das erlebt man hautnah mit!
    Ich habe es geliebt, wie er über seine verstorbene Mutter schreibt und über die Natur, die ihm so am Herzen liegt. Seine treffenden Vergleiche und seine feinsinnigen und fantastischen Beschreibungen sind wunderbar, sein Wissen sehr umfangreich. Ich mag es, wenn Bücher mich bereichern, wenn ich noch etwas lernen kann und wenn mein Hirn beim Lesen anfängt zu summen, weil es soviel Input bekommt. Das war bei diesem Buch so.
    Die Geschichte der Suche nach dem Schneeleoparden steht einerseits im Mittelpunkt, andererseits aber auch nicht - schwer zu beschreiben. Es ist nicht nur eine Reise zu diesen seltenen Tieren, sondern auch nach Tibet und auch eine innere Reise des Autors zu sich selbst.
    Ich kann nur sagen, dieses Buch sollte man gelesen haben!

  10. Cover des Buches Gefangen und frei (ISBN: 9783426293140)
    David Sheff

    Gefangen und frei

     (82)
    Aktuelle Rezension von: readlikejana

    Schon das Cover hat mir sehr gut gefallen und passt perfekt zum Inhalt.
    Das Buch handelt von einem zu Unrecht im Todestrakt sitzenden Mann, der den Weg zum Buddhismus findet und es dadurch schafft etwas Hoffnung zu schöpfen. Trotz des Verlustes seiner Freiheit gelinkt es Jarvis erst im Gefängnis zu sich selbst zu finden und Frieden zu schließen.
    Letztlich kann er der Todesstrafe nicht entrinnen, er macht aus der Zeit im Gefängnis trotzdem das Beste und schließt viele Freundschaften - heiratet sogar.

    Mir hat besonders gut gefallen, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt, das finde ich immer sehr besonders an Büchern und lese dann mit noch mehr Freude und Spannung. Auch wenn dieses Buch eigentlich ein trauriges Thema behandelt ist der Schreibstil voller Leichtigkeit und wissenswertem über Buddhismus. Ich habe selbst wenig Bezugspunkte zu diesem Thema, finde es aber sehr interessant und hab gern darüber gelesen.
    Für alle, die sich für echte Lebensgeschichten - insbesondere mal eine ganz andere Geschichte - interessieren, ist dieses Buch eine große Empfehlung!

  11. Cover des Buches Die Kunst ein kreatives Leben zu führen (ISBN: 9783874398299)
    Frank Berzbach

    Die Kunst ein kreatives Leben zu führen

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Siggi_Weide
    2015 habe ich mich sofort in dieses Buch verliebt! Bei Recherchearbeiten für Kreative Unternehmer hatte ich mich u. a. auch mit dem Thema "Achtsamkeit" beschäftigt. Das Buch bietet übersichtlich strukturiert und ästhetisch designed wertvolle Anregungen, wie es gelingen könnte, ein gut geführtes Leben zu gestalten.
  12. Cover des Buches Ein todsicherer Job (ISBN: 9783442542253)
    Christopher Moore

    Ein todsicherer Job

     (421)
    Aktuelle Rezension von: Marceline
    Charlie Asher tritt als erstes als sehr verwirrter, nervöser, vielleicht sogar chaotischer Mensch auf, den man sich echt nicht als Hauptperson eines Buches wünscht, da einem solche Charaktere sehr auf die Nerven gehen. Das alles lag aber nur daran, weil seine Frau, Rachel, gerade seine Tochter, Sophie, zur Welt bringt. Nachdem er sich etwas beruhigt hat, erkennt man erste Charakterzüge: Er ist sehr fürsorglich, humorvoll, keiner, der sich in den Mittelpunkt drängt. Der Autor und auch der Hauptcharakter bezeichnen diese Art Mann als Betamäänchen, das Gegenstück dazu ist natürlich das Alphamännchen.
    In diesem Betamännchengetue festigt sich Charlie und teilt auch andere Männer so ein, was einerseits ganz humorvoll sein kann, aber andererseits extrem nervig ist, wenn seitenlang von Männertypen erzählt wird. 
    Das war meiner Meinung nach aber auch das einzige an diesem Buch zu Bemängelnde.

    Nachdem Rachel  nach der Geburt Sophie verstarb, finden wir einen sehr ratlosen Charlie vor, dem die Liebe seines Lebens genommen wurde. 
    Er weiß anfangs weder mit sich selbst noch mit Sophie was anzufangen. Als er dann Tabletten gegen die Trauer nimmt und anfängt Dinge zu sehen, denkt er, dass er den Verstand verliert.
    Aber wir alle wissen, was dann kommt: Er wird Totenbote.
    Nach seinem holprigen Start als Totenbote/Helfer vom Weihnachtsmann ;) fängt sein Abenteuer an.
    Begleitet von Charakteren, die alle ihre Eigenarten haben und auch nicht verstecken, lernt man dieses Buch lieben.
    Es werden immer wieder sehr kleine Bemerkungen aufgegriffen, die vor Seiten gefallen sind, und witzig eingearbeitet.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen, ich freue mich schon drauf den zweiten Roman zu lesen.
  13. Cover des Buches Die Bibel nach Biff (ISBN: 9783442312948)
    Christopher Moore

    Die Bibel nach Biff

     (784)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    Die Bibel nach Biff beinhaltet, so wie der Untertitel schon verrät, eine mooresche Biografie des Gottessohnes. Gespickt mit allerlei religiöse Satire und einem Erzähler, der herrlich sarkastisch ist, wird die ganze Geschichte wundervoll infam. Biff, der eigentlich Levi bar Alphaeus heißt, ist dieser besondere Erzähler. Er soll endlich und gut 2000 Jahre nach seinem Tod, sein Evangelium schreiben.

    Witze auf Kosten Jesus zu machen wird wahrscheinlich dem einen oder anderen christlich-religiösen Menschen sauer aufstoßen. Humor und Religion vertragen sich nicht immer mit einander. Vor allem dort wo Fundamentalismus und Religion aufeinanderstoßen. Hier schon und genau das macht den Reiz der Geschichte aus. Aber es geht nicht nur um eine humorvolle Erzählung des turbulenten Lebens von Josh aka Jesus. Christopher Moore schafft es, ein lebendiges und authentisches Bild der Zeit vor 2000 Jahren zu zeichnen und den Leser tief in den Alltag eines einfachen jüdischen Jungens zu erzählen. Näher geht er darauf im Nachwort ein. Der geneigte Leser sollte daher auch jenes lesen. Wem nun diese göttliche Satire auf Jesus Leben gefallen hat, dem kann ich auch wärmstens John Nivens „Gott bewahre“ oder „Jesus liebt mich“ von David Safier empfehlen.

  14. Cover des Buches Theos Reise (ISBN: 9783446203426)
    Catherine Clément

    Theos Reise

     (236)
    Aktuelle Rezension von: schlumpitschi_liebt_buecher

    Als Theo von seiner Tante auf einer Reise zu den Religionen der Welt mitgenommen wird, kann er sich noch nicht vorstellen was auf ihn zukommt. Er entdeckt die Religionen von allen Seiten und macht sich sein ganz spezielles Bild von ihnen.

    Dieses Buch ist eigentlich ein Kinder- beziehungsweise Jugendbuch, aber es zeigt wunderbar die Aspekte der größeren Religionen auf und dies in einer relativ neutralen und kritischen Sichtweise. Ich finde dieses Buch sollte jeder lesen, der seinen Horizont erweitern möchte.

    Tante Marthe und Theo sind ein sehr lustiges Paar. Tante Marthe bewundere ich sehr, da sie den Mut hat, einen sterbenskranken Jungen mit auf so eine anstrengende Reise zu nehmen und sie die Geduld aufbringt ihm alles so gut sie kann zu erklären, was Theo wissen will beziehungsweise sie für wichtig erachtet.
    Sehr spannend fand ich auch die Reisebegleiter, die sich jede Etappe ändern, diese konnten unterschiedlicher nicht sein.

    Eine klare Leseempfehlung für jeden der sich mehr mit den verschiedenen Weltreligionen beschäftigen will.

  15. Cover des Buches Darkness - Wettlauf mit der Zeit (ISBN: 9783426500316)
    Douglas Preston

    Darkness - Wettlauf mit der Zeit

     (177)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Was hast du eigentlich herausgefunden, das dich bewogen hat, das Kloster in solcher Eile zu verlassen, Constance?«
    »Das ist schnell gesagt. … Ich habe mir deine Abschiedsbitte zu Herzen genommen. Ich habe Nachforschungen angestellt.«
    »Und wie macht man das in einem tibetischen Kloster?«
    »Mit Unverfrorenheit.«

     

    Endlich Frieden, Ruhe, wieder ganz zu sich kommen… Aloysius Pendergast und sein Mündel Constance haben sich für ein paar Monate in ein tibetisches Kloster zurückgezogen, um die schlimmen Vorfälle der letzten Zeit zu verarbeiten. Doch ein Spitzenagent wie Pendergast wird auch dort benötigt, denn die Mönche bitten ihn um Hilfe, weil ihnen ihre wertvollste Reliquie gestohlen wurde. Pendergast hat tatsächlich bald eine Spur, der er auf den gerade zu seiner Jungfernfahrt aufgebrochenen Luxusliner Britannia folgt. Die Überfahrt wird zu einem wahren Horrortrip, den diverse Passagiere nicht überleben werden…

     

    Auch dieser achte Band meiner aktuellen Lieblingsreihe konnte mich von der ersten Seite an fesseln. Die Kapitel im Kloster schaffen gleich die passende mystische Atmosphäre, die Neugierde nagt an mir und ich frage mich, was an dem gestohlenen Gegenstand so gefährlich sein kann, dass er niemals in falsche Hände gelangen darf. Kurz nachdem Pendergast sich auf die Fährte des Diebs gesetzt hat, ereignet sich bereits der erste Mord, dem reichlich weitere folgen werden. Ein Serienkiller auf einem Kreuzfahrtschiff ist schon eine mehr als gruselige Vorstellung, der Horror auf dem Schiff lässt sich allerdings noch steigern.

     

    Pendergast agiert so kultig wie immer, diesmal darf man sich zudem auch auf sehr viel Ermittlungsarbeit durch Constance freuen. Sie läuft so langsam aber sicher zu Hochform auf und der Schluss, der ebenfalls im tibetischen Kloster spielt, macht sehr neugierig, wie wohl ihre Zukunft aussehen wird. Auf D’Agosta musste ich in diesem Buch verzichten, die ersten Seiten im Folgeband haben mich dafür aber bereits entschädigt. Ein bisschen arg mystisch und meditativ wurde es für meinen Geschmack zwischendurch, es passte allerdings zum Thema, daher darf ich nicht wirklich meckern.

     

    Dieser Band ist als Einzelband der Reihe ausgewiesen, vom Fall her sind auch keine Vorkenntnisse erforderlich. Da die Charaktere und ihre Entwicklung aber sehr wichtig sind und es zudem immer wieder zu Querverweisen kommt, würde ich empfehlen, die Reihenfolge einzuhalten. Als Reiselektüre auf eine Kreuzfahrt würde ich das Buch vielleicht nicht mitnehmen, aber auf dem Trockenen verspricht es sehr spannende Unterhaltung.

     

    Fazit: Wieder ein sehr spannender und kultiger Band der Reihe. Schnell weiter zum Folgeband ;-)

  16. Cover des Buches Geschichte für einen Augenblick (ISBN: 9783100552204)
    Ruth Ozeki

    Geschichte für einen Augenblick

     (27)
    Aktuelle Rezension von: katzenminze

    Die Schriftstellerin Ruth lebt mit ihrem Mann und dem Kater Pesto (eigentlich Schrödinger, aber das ist zu lang) auf einer einsamen kanadischen Pazifikinsel und hat dort mit Stromausfällen und neugierigen Nachbarn zu kämpfen. Ruths demente Mutter ist vor einiger Zeit gestoben und eigentlich will sie die letzten gemeinsamen Jahre schriftstellerisch aufarbeiten, doch der Stapel an Notizen lähmt sie und es will einfach kein gescheiter Text dabei herauskommen.

    Dann findet Ruth am Stand ein Päckchen mit einem Tagebuch, einer Uhr und Briefen in japanischer Sprache. Das Tagebuch gehörte der Teenagerin Naoko, die sich hier mit Witz aber auch großer Ernsthaftigkeit ihre Probleme von der Seele schreibt. Und die sind nicht gering: Sie spricht von Mobbing, einem selbstmordgefährdetem Vater, dem traumatischen Umzug von Amerika nach Tokio und einigen Dingen mehr. Ruth beginnt sich Sorgen zu machen: Lebt das Mädchen noch? Hat sie der Tsunami von 2011 getroffen? Oder hat sich jemand all das nur ausgedacht?

    Dieser Roman ist ein wahre Schatzkiste! Ozeki verbindet auf natürliche Weise die unterschiedlichsten Themen miteinander. Ich habe etwas über Zen-Buddhismus gelernt, über Physik und japanische Kultur. Über Umweltverschmutzung, Philosophie und Inselleben. Über Krähen, Kampfflieger in Zweiten Weltkrieg und Dienstmädchencafes. Ozeki erzählt furchtbar traurige Dinge, schafft es aber den Humor dabei nicht zu verlieren. 

    Dann ist Naoko einfach unheimlich sympathisch und schreibt im teenietypischen, manchmal ungewollt witzigem Stil. Ihr Tagebuch zu lesen ist eine wahre Freude – auch wenn es immer düsterer wird. Ruths Geschichte hat nicht ganz so viel Zugkraft, aber auch sie ist eine gelungene Figur, die man einfach ins Herz schließen muss. Auch wenn natürlich niemand ernsthaft Naokos Urgroßmutter Jiko den ersten Platz der beliebtesten Figuren streitig machen kann! Eine feministisch kommunistische Nonne unbekannten Alters, die nicht viel sagt, aber wenn dann mit wahren Weisheiten aufwartet.

    Auch die Form dieses Romans ist so bunt wie sein Inhalt. Es gibt einen Haufen (sinnvolle) Fußnoten, Briefe, Übersetzungen und verschiedene Anhänge. Ganz zu schweigen davon, dass sich die Autorin selbst an prominente Stelle in den Roman hineingeschrieben hat. Wer Spaß an diesen Spielereien hat, kommt hier voll auf seine Kosten! Mein einziger Kritikpunkt ist das Ende, das sich im Gegensatz zum Rest etwas zieht.

    „Geschichte für einen Augenblick“ ist ein wunderbarer Roman mit einer Fülle an interessanten Themen und einer spannenden wie abwechslungsreichen Story, der es schafft sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. Traurig aber mit Humor. Ernst aber leichtgängig. Die vielen Seiten lesen sich locker weg und am Ende ist man traurig, dass man Ruth, Nao und Co. wieder verlassen muss. Also ein Schmöker, wie er sein soll!

  17. Cover des Buches Mieses Karma (ISBN: 9783499275357)
    David Safier

    Mieses Karma

     (5.014)
    Aktuelle Rezension von: Stella_melodie

    Kim Lange, eine karrierebewusste Moderatorin, hat endlich ihren Traum erreicht - ihr wird der deutsche Fernsehpreis verliehen. Ironischerweise an jenem Abend, an dem sie von einem Waschbecken einer Raumstation erschlagen wird. Aber zu allem Übel ist ihr Konto vom positiven Karma leer und sie wird als Ameise wiedergeboren. Sie merkt rasch, dass sie in diesem Körper nicht am Leben ihrer fünfjährigen Töchter und ihrem Mann teilhaben kann. Es gibt nur einen Ausweg: positives Karma sammeln.


    Auf unterhaltsame Weise berichtet Autor David Safier über das Leben von Kim Lange und ihren einzelnen Stationen in reinkarnierten Tierenform: Ameise, Meerschweinchen, Regenwurm uvm. Durch die humoristische Art des Schriftstellers und der einfachen Schreibweise liest sich der Roman im Vorbeigehen. Ein wirklich empfehlenswertes Buch für Zwischendurch mit spannenden Gesprächen und Gedanken zu den wahren Werten im Leben, Glück, Familie und die Hoffnung auf zweite Chancen

  18. Cover des Buches Der Jane Austen Club (ISBN: 9783442542468)
    Karen Joy Fowler

    Der Jane Austen Club

     (221)
    Aktuelle Rezension von: DaniW
    Wie der Titel schon vermuten läßt, handelt dieses Buch von sechs Menschen, die ihn ihrem Buchclub Jane-Austen-Romane diskutieren. Der Roman hat insgesamt sechs Kapitel, in denen es jeweils neben einem Werk von Jane Austen (eine kurze Inhaltsangabe der Romane befindet sich am Ende des Buches) vor allem um einen der Buchclubmitglieder geht. Die Bücher von Jane Austen sind dabei wie gesagt weniger wichtig als die fünf Frauen und ein Mann, die alle unterschiedliche Perspektiven und Lebenserfahrungen in die Diskussionen bringen. Mit jedem Kapitel erfährt der Leser so mehr von den einzelnen Personen und ihrem Leben außerhalb des Buchclubs. Und Karen Joy Fowler beschreibt anhand der diskutierten Jane-Austen-Romane auf eindringliche Weise die Kraft und Wirkung, die Bücher auf das Leben eines Einzelnen haben können. Ein sehr schönes Buch für ein gemütliches Wochenende - und Jane Austen-Fans kommen durch die zahlreichen Anspielungen noch mehr auf ihre Kosten!
  19. Cover des Buches Siddharta. (ISBN: 9780330354851)
    Hermann Hesse

    Siddharta.

     (111)
    Aktuelle Rezension von: Gedankennomade
    Siddharta habe ich bereits dreimal gelesen.
    Und jedesmal berührte er mich.
    Die Geschichte ist gut durchkomponiert, der Inhalt prägt sich ein.
    Die für mich zentrale Botschaft: Es gibt viele Wege zur Erleuchtung und jeder muss den seinen finden.

    Siddharta ist toll, der "Steppenwolf" hat mir allerdings noch besser gefallen.

    Über diesen, "Siddharta" und drei weitere Romane Hesses habe ich diese Woche auch auf meinem Blog reflektiert:
    http://gedankennomade.net/5-romane-von-hermann-hesse/
  20. Cover des Buches Mieses Karma (ISBN: 9783839812174)
    David Safier

    Mieses Karma

     (191)
    Aktuelle Rezension von: annilittle

    Merke: Wenn man in seinem Leben kein gutes Karma sammelt, wird man als Ameise wiedergeboren.

     

    Da ich seit mittlerweile 2 Jahren in Bremen wohne, wurde es endlich mal Zeit, dass ich etwas von David Safier lese. Als ich ungefähr 15 war, habe ich seinen Roman „28 Tage lang“ gelesen, der mich sehr beeindruckt hat und den ich auch gerne noch einmal rereaden möchte.

    Da er als Autor aber ja eigentlich für humorvolle Romane bekannt ist, wollte ich auch bei diesen Büchern schauen, ob sie mir gefallen.

    Da es die Hörbücher ungekürzt bei Spotify gibt, habe ich sie mir von Nana Spier und Christoph Maria Herbst vorlesen lassen, die, meiner Meinung nach, einen großartigen Job geleistet haben! Ich habe es immer auf dem Weg zur Arbeit gehört und musste oft grinsen, weil es so absurd witzige Momente gab, die ich wahrscheinlich, wenn ich es selbst gelesen hätte, nicht so intensiv erlebt hätte.

    Im Großen und Ganzen hat mir die Geschichte um die Fernsehmoderatorin Kim Lange bzw. deren Wiedergeburt gut gefallen und vor allem gut unterhalten. Das Hören hat mir Spaß gemacht und ich habe mich immer auf meine Arbeitswege gefreut, weil ich wusste, dass ich weiterhören kann.

    Allerdings hatte ich ein paar andere Erwartungen, bzw. dachte einfach, dass es sich noch in eine andere Richtung entwickeln würde, die ich nicht mal beschreiben kann… Dennoch war es für zwischendurch ein angenehmes Lese- bzw. Hörvergnügen!

     

    Empfehlenswert für alle, die eine unterhaltsame und nicht zu anspruchsvolle Lektüre suchen und gerne mal wieder richtig laut lachen möchten ;-)

     

    3,5/5

  21. Cover des Buches Mieses Karma hoch 2 (ISBN: 9783499258145)
    David Safier

    Mieses Karma hoch 2

     (302)
    Aktuelle Rezension von: Buechersmartiii

    An jenem Tag passierte etwas, das Daisy nie erwartet hätte. Sie starb. Bei einem Autounfall. Gemeinsam mit dem sexiest man alive, Hollywoodstar und Arroganz auf zwei Beinen Marc Barton. Doch anders als erwartet, ist sie nicht einfach tot oder gar in der Hölle, sondern sie wird wiedergeboren. An ihrer Seite: Marc Barton. Aber nicht als Mensch, natürlich nicht. Dafür haben die beiden viel zu viel schlechtes Karma in ihrem Menschenleben gesammelt. 

    Aber das kann doch nicht die Lösung sein, oder? Den Rest ihrer „Leben“ als Ameisen zu fristen. Nein! Das kann Daisy nicht akzeptieren, genauso wenige wie Barton. Also her mit einem Plan, wieder groß zu werden und die Liebe ihres Lebens wiederzuerobern. Blöd nur, dass Barton denselben Plan hat. Somit machen sich die beiden zusammen auf den Weg, gutes Karma zu sammeln… und auch auf den besten Weg, sich ineinander zu verlieben.


    Ich war geflasht. Das Buch hab ich mir aus einer Bücherkiste gepickt, denn mal ehrlich: So eine verrückte Story ist entweder der allergrößte Dreck oder aber einfach irre (im positiven Sinne). Und - wie man meinen Sternchen entnehmen kann - trifft auf dieses Buch letzteres eindeutig zu.

    Zu meiner Schande muss ich zugeben, den ersten Teil nicht gelesen zu haben (Asche über mein Haupt), aber no problem. Das ist absolut nicht notwendig, keinerlei Vorwissen ist nötig.


    Der Schreibstil ist zum Umfallen komisch; kleine, witzige Details, die wohl jeder aus dem Alltag kennt, werden liebevoll eingebracht und es gibt so plötzliche Wendungen, dass einem beinahe das Buch aus der Hand fällt. Durch diese einzigartige Idee in einem Buch ist alles möglich und somit sind David Safier keine Grenzen gesetzt, was er tun darf und was nicht. (*Dann brechen sie sich eben mal das Genick. Na und? Sie werden doch eh wiedergeboren*)


    Zu den Hauptpersonen könnte ich jetzt viel sagen, aber dann würde diese Rezension ein halber Roman sein und durch Spoiler sammelt man bestimmt auch mieses Karma; also nur so viel: Am Anfang sind sie witzig, aber scheiße —> dann sind sie witzig, aber okay —> dann sind sie tiefgründig —> und dann…

    Veriegelt, ich bin still!


    Empfehlung an alle, lest es einfach! Keine schwere Kost, liegt aber dennoch länger im Magen, als man für ein solch skurriles und kurioses Buch erwartet. So - have fun!

  22. Cover des Buches Der fremde Tibeter (ISBN: 9783746618326)
    Eliot Pattison

    Der fremde Tibeter

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Dekanda

    "Der fremde Tibeter" ist ein außergewöhnlicher Krimi. Das Buch dreht sich nicht nur um einen Fall, sondern taucht tief in eine andere Welt und Gedankenkonstrukte ein. Oft geht es dabei eher um das Überleben des Ermittlers in einem fragilen Umfeld. Wahrheit, Gerechtigkeit und Kompromisse spielen dabei eine große Rolle. In der Gechichte selbst werden auch die Verbrechen der Besatzer an der tibetischen Bevölkerung thematisiert.

    Ich empfehle das Buch sehr gerne an jeden, der sich auch mit einer komplexen, manchmal sperrigen Sprache, anfreunden kann und sich für andere Welten, insbesondere für Tibet, sowie den Buddhismus interessiert.


    Hauptprotagonist in dem Buch ist Shan, ein ehemaliger hochrangiger Ermittler aus Peking, der in Ungnade gefallen ist. Er wurde als Chinese in ein tibetisches Zwangsarbeitslager geschickt und knechtet mit einheimischen Gefangenen unter widrigsten Bedingungen. Im Laufe der Jahre hat er durch seine Mitinsassen den Buddhismus für sich angenommen. Er ist fremd für die Chinesen geworden und wird von den Tibetern meist als Fremder wahrgenommen.
    Durch verschiedene Umstände wird er als Ermittler in einem sehr komplexen Fall eingesetzt. Er kämpft beim Lösen des Falls um das eigene Überleben und um das seiner Mitinsassen. Dabei begegnet er aufeinanderprallenden Weltanschauungen, die sich gegenseitig ausschließen und doch einen Weg finden müssen gleichzeitigen zu existieren.

    Manche Themen in der Geschichte sind extrem komplex und fremd, dass es für mich schwer war, sie zu erfassen. Trotzdem waren sie faszinerend und mystisch und so außergewöhnlich anders, dass es mir eine Freude war darüber nachzusinnen. Manchmal musste ich Absätze zweimal lesen, um den Sinn zu verstehen, da einige Informationen zwischen den Zeilen zweier mir größtenteils fremden Kultur standen.
    Der Umgang mit den Tibetern durch die Besatzer hat mich ebenfalls mitgenommen, auch wenn ich von vielen Gräultaten im Vorfeld bereits wusste.

    Obwohl China im Allgemeinen angeprangert wird, gelingt es dem Autor Protagonisten zu schaffen, die nicht per se (chinesisch und deshalb) böse  oder gut sind. Viele besitzen Facetten und Tiefe und entwickeln sich im Laufe der Handlung

    Ich werde weitere Fälle von Shan lesen, da er mir als Protagonist ans Herz gewachsen ist und ich mehr über ihn wissen möchte.


    Fazit: 

    4,5 von 5 Sternchen (aufgerundet). Da das Buch trotz tiefgründiger und mystischer Gesellschaftskritik doch manchmal sperrig und schwer zu lesen war.  

  23. Cover des Buches Sieben Jahre in Tibet (ISBN: 9783492403993)
    Heinrich Harrer

    Sieben Jahre in Tibet

     (121)
    Aktuelle Rezension von: Buchtel

    Ich überlegte zuvor 4 von 5 Sternen zu vergeben, aber nach den grade gelesenen letzten Zeilen konnte ich nicht anders und gab 5.

    Worte aus dem Buch von Heinrich Harrer:Es ist mein großer Wunsch, mit diesem Buch ein wenig Sympathie und Verständnis zu wecken für ein Volk, dessen Wille, in Freiheit und Frieden leben zu dürfen, in der Welt so wenig Beachtung gefunden hat.

    Heinrich Harrer wurde 1912 in Österreich geboren und gehörte 1936 der Olympia-Mannschaft an. Bekannt war es zunächst als Skiläufer und Bergsteiger. Kein Wunder, das der Himalaya ihn lockte.

    Nach einer Expedition in Asien wurde er in ein indisches Internierungslager gesteckt. Nach mehreren Fluchtversuchen gelang ihm die Übersiedlung in das neutrale Tibet. Eine lange Reise auf dem Dach der Welt beginnt und Harrer setzt sich mit tibetischen Beamten, widrigen Witterungsbedingungen und der dünnen Hochlandluft auseinander. 


    Er durchwandert mehrere hundert Kilometer und überwindet viele Höhenmeter (bis zu über 6000 Meter!). Seine Reise führt ihn zur verbotenen Stadt Lharsa, die heilige Hauptstadt der Tibeter in Osttibet, Sitz des 14. Dalai Lama, dem geistigen Oberhaupt, dem Gottkönig oder auch der 14. Inkarnation Tschenresis, dem Lebenden Buddha. 

    Harrer und Kundün, der damals14-jährige Dalai Lama, kommen 1949 auf verschiedene Weisen in Kontakt miteinander. Eine lebenslange Freundschaft verbindet sie schlussendlich. 

    Die Tibeter faszinieren mich. Durch die europäischen Augen Harrers erfuhr ich in dem Buch von den sieben Jahren in Tibet, auf denen Harrer auf der Flucht war, die Gastfreundschaft und den Glauben der Tibeter kennenlernte und es schnell schaffte, unter ihnen ein Leben aufzubauen, dass er nach seinem ungewollten Fortgang aus diesem Land durch die kommunistischen Rotchinesen oft schmerzlich vermissen sollte.

    Zentral im buddhistischen Glauben steht die Überwindung des Ego. Da gibt es Mönche, die bewusst ihren Geist vom Körper trennen, Orakel, die in Trance die Geschehnisse bestimmen und eine unvergleichlich schöne Burg auf einen roten Felsen, in welcher die Inkarnation eines Gottes lebt und ein ganzes Volk segnet. 


    Harrer lebte unter den sanften Tibetern mit ihrem kindlichen Humor, in einer Umgebung, die den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt, missachtet, dennoch anderen Menschen und Religionen tolerant gegenüber aufgestellt war und den Frieden und die Harmonie liebten.

    Heutzutage scheint das tibetische Hochland als Teil von China zu bestehen, ein Gedanke von Unabhängigkeit lebt im Exil. Der Dalai Lama konnte nach Indien fliehen...

    Der Schreibstil des Buches ist eher ein langer und detailreicher Bericht. Wörtliche Rede kommt nicht vor. An manchen Stellen erschien der Text etwas langatmig. In vielen Anekdoten beschreibt der Autor von seiner Reise und seinen Erlebnissen in Lharsa. Die Aussage des Buches hat mich jedoch mitten ins Herz getroffen. Mit Spannung habe ich jede Seite gelesen. Ich habe mich in das mit Worten beschriebene tibetische Hochland und seine Menschen verliebt.

  24. Cover des Buches Dune – Der Wüstenplanet (ISBN: 9783453321229)
    Frank Herbert

    Dune – Der Wüstenplanet

     (382)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Herzog Leto, Oberhaupt des Hauses Atreides, erhält den Wüstenplaneten Arrakis zum Lehen. Arrakis ist ein lebensfeindlicher Ort, auf dem Harkonnens, Fremen und Sardaukar mehr schlecht als recht nebeneinander leben. Sie sind sich alle nicht grün, arbeiten aber am Abbau von Melange, einer Gewürzdroge, die über alle Maßen für den Planten wichtig ist, in ihren eigenen Gebieten.

    Herzog Leto will die Welt wieder zusammenbringen und lebenswert machen, doch durch eine Hinterhalt kommt alles ganz anders. Sein Sohn Paul flieht in die Wüste und verbündet sich dort mit den Fremen, um gemeinsam einen Rachefeldzug zu planen.

    Die vielen Erfindungen, die  Frank Herbert auf diesem Planeten angestellt hat, sind wirklich beeindruckend. Er hat eigene Wörter kreiert, die teilweise an den Orient angelehnt sind. Spannend sind auch die Sandwürmer, die für meine Verhältnisse gern noch mehr Raum hätten einnehmen können. Ein großes Epos, das jedoch irgendwie nicht richtig in Schwung kam. Manche Passagen zogen sich doch sehr in die Länge und plötzlich wurde man vor vollendete Tatsachen gestellt, dabei wäre das „wie“ sehr interessant gewesen. Das fand ich wirklich ein wenig schade. Auch kam dann das Ende für mich zu plötzlich. Erst ewige, jahrelange Vorbereitung und dann ist der Showdown schneller vorbei, als man Showdown sagen kann. Das fand ich sehr schade, ist das Buch mit knapp 800 Seiten doch nicht gerade kurz und auch nur Teil 1 von 6. Es hat mich leider nicht geradezu animiert auch die weiteren Teile zu lesen.

    Die Hauptfigur Paul schwebt als eine Art „Übermensch“ über allem. Er weiß alles, kann alles, und wird fast sofort akzeptiert. Er fügt sich so schnell in eine ihm unbekannte Welt ein, als hätte er nie woanders gelebt. Das hat mir nicht so gut gefallen. Gespannt bin ich dennoch auf die Neuverfilmung. Ich kann mir durchaus vorstellen, was man im Film daraus machen kann.

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