Bücher mit dem Tag "bücherbus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bücherbus" gekennzeichnet haben.

13 Bücher

  1. Cover des Buches Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist (ISBN: 9783492316347)
    Jenny Colgan

    Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist

     (236)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    --- Diese Rezension kann Spuren von Spoilern enthalten ---

    Durch Einsparung verliert Nina ihren Job als Bibliothekarin und so beschließt sie einen Bücherbus zu führen. Allerdings muss sie dafür nach Schottland ziehen. Je länger sie allerdings in Schottland lebt, desto mehr fühlt sie sich zu Hause.

    Mir hat die Geschichte durchweg gut gefallen. Beim Lesen konnte ich mir richtig gut die kleinen Dörfchen vorstellen und ich fand Nina und ihren Bücherbus sehr charmant.

    Das einzige was mich tatsächlich gestört hat, war die Liebesgeschichte. Denn anfangs bandelt Nina mit jemand ganz anderem an und ich muss sagen, die beiden haben richtig gut zu einander gepasst (bis auf den Trennungsgrund) und dann plötzlich ist da die Beziehung zu ihrem Vermieter und die hat sich leider für mich sehr unecht angefühlt. Obwohl ich als Leserin durch den Klappentext wusste, das die beiden zusammen kommen, kamen diese Gefühle für mich wie aus dem Nichts.

    Ansonsten wurde ich aber bestens unterhalten und freue mich schon auf die weiteren Teile der Reihe.

  2. Cover des Buches Die souveräne Leserin (ISBN: 9783803112545)
    Alan Bennett

    Die souveräne Leserin

     (519)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Gebundene Ausgabe: 120 Seiten

    Verlag: Wagenbach (28. August 2008)

    ISBN-13: 978-3803112545

    Originaltitel: The Uncommon Reader

    Übersetzung: Ingo Herzke

    Preis: 16,00 €


    Einfach wunderbar!


    Inhalt:

    Mehr zufällig landet die Queen im Bücherbus der örtlichen Bücherei und lernt dort Norman kennen, der in der königlichen Küche arbeitet. Um nicht unhöflich zu sein, leiht die Königin sich ein Buch aus: Der Beginn einer steilen Leserkarriere! Fortan unterhält sie sich mit Norman über Literatur, man sieht sie nur noch selten ohne Buch, sehr zum Missfallen ihrer Minister und Berater …


    Meine Meinung:

    Dies ist ein wunderbar warmherziges Büchlein über das Lesen und über die Queen, gespickt mit britischem Humor und allerlei Fakten aus der Literatur und (nicht ganz ernst zu nehmenden) Eindrücken aus dem Königshaus. Es ist herrlich amüsant zu lesen, und bestimmt findet sich jede Leserin und jeder Leser zumindest ein Stück weit darin wieder. 


    Ich habe es sehr genossen.


    Fazit: 

    Eine wundervolle Liebeserklärung an die Literatur und an die Queen - man kann es einfach nicht anders sagen.


    ★★★★★


  3. Cover des Buches Ich schreib dir morgen wieder (ISBN: 9783596297207)
    Cecelia Ahern

    Ich schreib dir morgen wieder

     (1.082)
    Aktuelle Rezension von: Sophelliest

    Ich fand schon den Anfang des Buches wirklich toll. Die Metaphern, die sich durch das ganze Buch ziehen, haben mich immer wieder zum nachdenken gebracht. Insgesamt hat mir der Schreibstil sowieso sehr gut gefallen. 


    Die Charaktere

    Ich finde es toll, wie sich Tamara entwickelt hat. Auch die Gründe, warum sie sich so verhält, wie sie sich verhält, hat für mich viel Sinn ergeben. Ich fand die Charaktere alle toll, bis auf ein paar Ausnahmen, wie z.B Marcus und ihre Tante, die mir einfach ein wenig zu toxisch waren.


    Die Story

    Die Geschichte ist ein wahres auf und ab. Ich mochte die Mischung aus Fantasy, Mystik und Selbstentwicklung. Das Ende war für mich einen Ticken zu viel und zu plötzlich. Da hätte ich mir einen größeren Spannungsbogen gewünscht.

  4. Cover des Buches Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek (ISBN: 9783453418844)
    David Whitehouse

    Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek

     (146)
    Aktuelle Rezension von: Phyria

    Der 12jährige Bobby Nusku lebt nach dem Verschwinden seiner Mutter alleine mit seinem gewalttätigen Vater, der öfter betrunken als nüchtern ist, und dessen neuer Freundin und wird von ihnen größtenteils ignoriert. Beim Warten auf die Rückkehr seiner Mutter vertreibt er sich die Zeit damit alles Mögliche zu archivieren, ob es nun Haare von ihr sind oder Stofffezen ihrer Kleider, selbst eine Liste über die Besucher im Haus führt er, damit sie nicht das Gefühl hat etwas verpasst zu haben wenn sie wiederkommt. Bobby ist alleine, isoliert und wird sogar von älteren Mitschülern gehänselt bis er Sunny trifft, der zum Cyborg werden möchte um Bobby beschützen zu können. Doch als Sunny plötzlich verschwindet ist sein einziger Halt Val und ihre Tochter Rosa, die er erst vor kurzem kennen gelernt hat. Es kommt zur Eskalation nachdem Bobby’s Vater die Beziehung missversteht, ausrastet und Gerüchte verstreut. Die einzige Möglichkeit der drei zusammen zu bleiben ist die Flucht mit dem Bücherbus den Val eigentlich nur putzen sollte. Joe, den sie unterwegs kennen lernen ist das fehlende Puzzlestück.


    Meine Meinung:

    Ein Roman, bei dem ich nicht gedacht hätte, dass er mich so packen könnte. Vor allem der bildhafte Schreibstil trägt bei dieser außergewöhnlichen Geschichte viel zum Lesevergnügen bei. Er lässt keine Langeweile aufkommen, ist so einfach, modern und doch sehr direkt mit einigen ganz tollen Zitaten. David Whitehouse schafft es die Emotionen und auch die Protagonisten dem Leser so nahe zu bringen, dass man gar nicht anders kann als diese ins Herz zu schließen, mitzufiebern und zu hoffen.

    Und doch könnte ich mir vorstellen, dass gerade die ersten 130 Seiten etwas abschreckend sein könnten, weil öfter mal Gewalt sowie Blut vorkommen und hierbei beziehe ich mich nicht nur auf Bobby’s Vater. Es gibt ein paar tragische Szenen, wie zum Beispiel die, in der Sunny zu einem Cyborg werden möchte und sich dafür von Bobby Knochen brechen lässt damit er Metalstücke eingebaut bekommt. Aber das war es auch, das mich einfach verblüfft hat, denn ist es nicht einfach nur unglaublich wie weit die Fantasie mancher Kinder gehen und wie tief doch eine Freundschaft sein kann? Auf jeden Fall muss man vor allem in diesem Abschnitt auf solche und andere Passagen gefasst sein, das Buch besitzt eben einige deprimierende Züge.

    Das Besondere an ‚Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek’ ist, dass der Roman mit dem Ende beginnt. Das bedeutet, man bekommt schon direkt am Anfang einen Auszug davon präsentiert, wie der Roman endet und so ist es umso spannender zu erfahren wie genau es zu der aufgeführten Situation, in der Val, Bobby und Rosa in ihrem Bücherbus von Polizisten umgeben sind, kommen konnte.

    Die vier Charaktere Bobby, Valerie, Rosa und Joe sind eindeutig das Herz des Romans, wobei auch der Hund Bert eine schöne Rolle spielt. Jeder von ihnen hat sein eigenes Päckchen zu tragen und es hat mich glücklich gemacht zu sehen wie perfekt sie doch eigentlich alle zueinander passen, sich ausbalancieren, füreinander da sind und auf sich acht geben. Was man von diesem Buch lernt ist vorbehaltlos, dass es bei einer Familie nicht darauf ankommt blutverwandt zu sein.


    „Familie ist dort, wo man sie findet. Eine Familie muss nicht aus einem Vater, einer Mutter, einem Sohn und einer Tochter bestehen. Familie ist dort, wo es genug Liebe gibt. Und für diese vier war es eben jene ungleiche, außergewöhnliche Gruppe von Menschen…“   


    Die Liebe kommt hier jedenfalls nicht zu kurz und es ist unbeschreiblich wie sehr sich jeder infolgedessen von ihnen weiterentwickelt. Und auch die Hoffnung ist immerzu präsent, ganz besonders bei Bobby dessen Sehnsucht nach seiner Mutter so groß ist, dass sie nicht mal in Worte zu fassen ist. Manchmal kam er mir ehrlich gesagt viel jünger vor, vielleicht sogar etwas zurückgeblieben, weil seine Aktionen so seltsam und unbedacht waren und gar nicht zu einem zwölfjährigen gepasst haben. Das liegt aber vor allem an seiner Lebenssituation, immer wieder schrecklich wie Eltern -oder in diesem Fall der Vater- in der Lage sind ihre Kinder so schlecht zu behandeln. Doch macht Bobby eine ganz tolle Entwicklung durch und das liegt größtenteils an Val. Diese Frau ist kurz gesagt der Wahnsinn, total fürsorglich und liebevoll zu ihrer behinderten (ich denke mal autistischen) Tochter Rosa und Bobby, den sie ganz schnell in ihr Herz schließt. Und auch wenn sie sich der Konsequenzen bewusst ist schreckt sie nicht davor zurück auf diese Abenteuerreise mit dem gestohlenem Bücherbus zu gehen. Ich bewundere sie und liebe ihre ruhige und weise Art. Der Exsoldat Joe war für mich eine zeitlang ein Rätsel, aber auch ihn lernt man Stück für Stück kennen und lieben. Keiner von ihnen hat eine einfache Vergangenheit, sie haben sich regelrecht durchgeschlagen, genießen nun die Freiheit miteinander und lernen darüber hinauszuwachsen. Die Angst von der Polizei gefasst zu werden ist jedoch immer vorhanden.

    Selbst Bücher kommen in diesem Roman nicht zu kurz, sie werden gelesen, zitiert, die Protagonisten ziehen Vergleiche zu ihrem eigenem Leben und lassen sich von ihnen inspirieren. Natürlich stehen sie nicht im Vordergrund, sind jedoch perfekt in diese Geschichte eingebaut und bereiten Spaß.

    Würde noch gerne anmerken, dass ich über die Kapitelnamen sehr verwundert war und was die anbelangt gibt es gegen Ende tatsächlich auch noch eine kleine, fabelhafte, selbsterklärende Überraschung über die ich einfach nur lächeln musste :)


    Fazit:

    Ein außergewöhnlicher, bewegender Roman über Familie, Liebe und Freundschaft, der mich von der ersten bis zur letzten Seite unterhalten hat. Diese Reise werde ich garantiert so schnell nicht mehr vergessen. Klare Leseempfehlung! 

  5. Cover des Buches The Little Shop of Happy-Ever-After (ISBN: 9780751553932)
    Jenny Colgan

    The Little Shop of Happy-Ever-After

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Keksisbaby

    Als Bibliothekarin liebt Nina es Bücher und Menschen zusammenzubringen, denn für jeden - davon ist sie überzeugt - gibt es das richtige Buch. Auch sie verbringt eine Menge Zeit in Geschichten. Nun aber wird ihre geliebte Bibliothek umstrukturiert und Nina ist arbeitslos. Zeit etwas Neues zu beginnen. Warum nicht einen Bücherbus? Wie es der Zufall will steht ein geeignetes Exemplar in Schottland zum Verkauf. Die Einwohner des kleinen Ortes sind auch gleich Feuer und Flamme für Ninas Idee und ehe sie es sich versieht, ist aus der Stadtpflanze ein richtiges Landei geworden. Endlich entdeckt der schüchterne Bücherwurm, dass es auch ein Leben außerhalb zweier Buchdeckel gibt und auch wenn ihr Vermieter etwas grummelig und kernig daherkommt, hat er doch so einiges zu bieten.


    „The little shop of Happy Ever After“ ist ein Wohlfühlbuch. Eine Geschichte die mich als notorische Vielleserin natürlich ansprach. Nina ist eine überaus sympathische Hauptfigur mit dem Faible jedes Buch retten zu wollen und ihm bei sich Unterschlupf zu gewähren, auch auf die Gefahr hin, dass das Haus ihrer Mitbewohner dadurch ernsthafte Statikprobleme bekommt. Einen Charakterzug, den ich aus vollstem Herzen nachvollziehen kann. Ich konnte nachempfinden, wie mutig ihr Sprung in unbekannte Gefilde war und fand es reizend, dass das Schicksal sie nach Schottland in eine kleine Ortschaft mit kauzigen, aber liebenswerten Einwohnern verschlagen hat. Von Beginn an schlug mein Herz für ihren griesgrämigen Vermieter, denn ich bin ehrlich, dem Zugführer habe ich einfach nicht über den Weg getraut. Daher war ich froh, dass sich die Liebesgeschichte, in die von mir favorisierte Richtung bewegte. Ein bisschen überzogen fand ich natürlich die Reaktion ihrer Kunden auf ein Kinderbuch, dass von einem Leben über den Dächern erzählt, aber gut, die Geschichte gehört zur Unterhaltungsliteratur und ist kein Tatsachenbericht. Ich frage mich zudem immer noch ob es wirklich so viele Bücher über das Genre Spacecowboys gibt. Wenn ja dann ist mir noch keines untergekommen. Jedenfalls ist es bewundernswert, wie Nina es schafft für jeden das passende Buch zu finden, so eine Bibliothekarin/Büchereifachverkäuferin hätte ich auch gern. Nebenbei wird sie auch aus ihrer Büchertraumwelt gerissen und sieht, dass man auch Abenteuer im wahren Leben erleben kann und sei es einfach nur die Geburt eines Lämmchen oder ein Sonnenaufgang nach einer durchfeierten Nacht.


    Mit diesem Buch kann man sich, wenn der Tag mal so richtig blöd war, einfach auf die Couch setzen und sich die Seele streicheln lassen und darüber nachdenken, welche Bücher einen selbst geprägt haben.

  6. Cover des Buches Ins Gras gebissen (ISBN: 9783548610900)
    Auerbach & Keller

    Ins Gras gebissen

     (70)
    Aktuelle Rezension von: lanzelot

    Pippa Bolle die schon mehrfach erfolgreiche Hobby-Dekektivin, die jetzt schon zum vierten Mal am Start ist um Mordfälle zu klären. Immer wieder gerät sie ungewollt in Mordgeschichten. Dieses Mal soll sie Christabel Gerstenknecht 99 Jahre alt, 2 Wochen Gesellschaft leisten. Pippa will sich als Haushüterin selbständig machen und diese Arbeit paßt irgendwie dann auch in ihr Konzept. Doch kaum ist sie im beschaulichen Altmark Deutschland angekommen geschieht, wie kann es anders sein schon ein Mord.
    Die beiden Autorinnen haben es wieder erneut durch ihren lockeren Schreibstil geschafft einen humorvollen Krimi zu schreiben. Die Charaktere sind so gut beschrieben und man kann sich sofort die resolute Christabel Gerstenknecht Besitzerin einer Gartenzwerg- Manufaktur gut vorstellen. Auch Kommissar Seeger, dem Pippa sehr behilflich ist den Mordfall zu klären und vor allen Dingen die netten Dorfbewohner die eigentlich nichts anders im Sinn haben, außer zu beobachten, wann der erste Storch in Altmark landet. Wieder ein rundherum gelungener Roman.

  7. Cover des Buches Die Souveräne Leserin (ISBN: 9783538010000)
    Alan Bennett

    Die Souveräne Leserin

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Anja_Lev
    Es ist eine nette, lustige Geschichte, die hier erzählt wird: Die Queen entdeckt in Ihrem Hof einen Bücherbus und da sie schon mal dort ist, nimmt sie aus Verlegenheit und Höflichkeit auch ein Buch mit. Nach einigen Startschwierigkeiten entwickelt sich die Queen unter Anleitung durch den Küchenjungen Norman zur begeisterten Leserin. Sie befördert Norman zum Pagen, so dass er ihr bei der Auswahl und Besprechung von Büchern zur Seite steht, während sie immer häufiger Termine abkürzt oder auch mal zu spät kommt. Leider ist dies am Hofe durchaus nicht gerne gesehen, so dass die Queen einigen Widerständen ausweichen muss und am Ende zu einem überraschenden Entschluss kommt. Jürgen Thormanns Art zu lesen passt sehr gut zu diesem Buch, sein Tonfall ist manchmal leicht ironisch und passt ebenso wie seine Aussprache gut zu den Figuren. Mti ca. 3 Stunden Hörzeit ist das Buch eine wunderbare Unterhaltung für eine längere Autofahrt, das einen häufiger schmunzeln oder auch laut lachen lässt, wenn die Queen eher bissige Kommentare abgibt, Bücher empfiehlt oder Konventionen umgeht, um zu lesen.
  8. Cover des Buches Bücher auf Rädern (ISBN: 9783492253918)
    Ian Sansom

    Bücher auf Rädern

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Forti
    Die Story um den Bibliothekar mit Knebelvertrag im öffentlichen Dienst und die verschwundenen Bibliotheksbücher fand ich an den Haaren herbei gezogen und dazu auch noch langatmig erzählt. 
    Kurzweilig wird es dann aber bei der Schilderung der Nordiren, die der englische Bibliothekar Israel in seinen ersten Wochen in Tumdrum kennen lernt. Diese sind durchweg skurril – dass sie auch liebenswert sind, erkennt Israel, der selbst sehr eigen ist, erst nach und nach.
    Das Ende fand ich relativ offen.
    Kann man mal lesen, muss man aber nicht.
  9. Cover des Buches Nur über meine Leiche! (ISBN: 9783836953955)
    Kate Klise

    Nur über meine Leiche!

     (29)
    Aktuelle Rezension von: parden

    DÜSTERE FOLGE DER GEISTERGESCHICHTE...

    Dirk Tator erhält einen anonymen Hinweis, dass der elfjährige Severin Hoffnung nicht zur Schule geht. Außerdem soll er ohne seine Eltern, dafür aber zusammen mit Bestsellerautor Ignaz Griesgram in einer alten Villa leben. Der Vorsitzende der Gesellschaft zur Rettung, Anleitung und zum Schutz irregeleiteter Kinder, kurz GRAUSIK, schreitet ein: Den Jungen steckt er kurzerhand ins Schauderburger Waisenhaus und lässt Griesgram, der behauptet, gemeinsam mit einem Gespenst ein Buch zu schreiben, in die Irrenanstalt einweisen. Aber es kommt noch schlimmer! Dirk Tator hat sich vorgenommen, Halloween abzuschaffen. Auch das Schreiben, Lesen und Erzählen von Gespenstergeschichten will er verbieten. Die Bücher sollen öffentlich verbrannt werden. 'Nur über meine Leiche!', protestiert Bibliothekar Balsam. 

    Nachdem sich der alternde Schriftsteller Ignaz B. Griesgram im vorherigen Band der Reihe mit der Tatsache arrangiert hat, dass in der alten Villa in der Friedhofsgasse 43 in Schauderburg auch ein 11jähriger Junge mit seiner Katze sowie ein 190 Jahre altes Gespenst namens Olivia C. Spence leben, haben sich die drei so verschiedenen Wesen gut zusammengerauft. Sie bewohnen jeder eine eigene Etage in der Villa mit über 30 Zimmern und kommunizieren vornehmlich über Briefe miteinander.

    Außerdem schreiben sie gemeinsam eine Fortsetzungs-Gespenster-Geschichte, für die die Abonnenten jeweils für drei Kapitel im Voraus zahlen. Das heißt: Ignaz und Olivia schreiben, während der 11jährige Severin Hoffnung für die passenden Illustrationen sorgt. Das friedliche Miteinander wird jedoch plötzlich gestört, als der Vorsitzende der Gesellschaft zur Rettung, Anleitung und zum Schutz irregeleiteter Kinder, kurz GRAUSIK, es sich nach einem anonymen Hinweis zur Aufgabe macht einzuschreiten.

    Nomen est omen, könnte man sagen, denn Dirk Tator tritt genauso auf wie es klingt, wenn man seinen Namen laut ausspricht. Er bewertet die Zustände in der Villa als nicht hinnehmbar - der Junge geht weder zur Schule noch lebt er bei einem als Vormund eingesetzten Erwachsenen. Also beschließt er kurzerhand, Severin in das ortsansässige Waisenhaus zu stecken - und Ignaz Griesgram landet in der Irrenanstalt, weil er ernsthaft behauptet, an Gespenster zu glauben. 

    Da dies gleich zu Beginn der Erzählung geschieht, spielt die Geschichte im Folgenden kaum noch in der alten Villa, sondern vor allem im Waisenhaus und in der Irrenanstalt, was trotz aller Versuche, die Briefe noch möglichst positiv zu formulieren, doch für eine recht düstere, triste Stimmung sorgt. Ja, auch diesmal wird das Geschehen nicht einfach so erzählt, sondern drückt sich durch Briefe, Radiosendungen, Zeitungsartikel u.ä. aus. Da bleibt die Autorin ihrem Stil treu.

    Aus Erwachsenensicht muss ich zudem noch einiges bemängeln, was Kindern vermutlich eher nicht auffällt. Niemand kann einfach so beschließen, dass eine Tradition wie das Halloween-Fest einfach abgeschafft wird oder auch dass an dem Tag alle Bürger sämtliche Gespenstergesichten auf einen großen Haufen werfen und diesen dann anzünden sollen. Zumindest hätte ein wenig erläutert werden müssen, wie ausgerechnet der Vorsitzende einer Gesellschaft zur Rettung, Anleitung und zum Schutz irregeleiteter Kinder ohne ein wirkliches politisches Amt plötzlich solch einen großen Einfluss haben kann.

    Was mir ebenfalls nicht wirklich schlüssig erschien ist die Tatsache, dass hier jeder ungeachtet seiner Situation (eingesperrt im Waisenhaus bzw. in der Irrenanstalt) munter und unzensiert sowohl Briefe schreiben als auch empfangen kann und hierbei auch Möglichkeiten des Ausbruchs diskutiert werden. Da hätte ich mir etwas mehr Realitätssinn erhofft...

    Alles in allem zwar auch diesmal eine nette Geistergeschichte für Kinder zwischen 10 und 12 Jahren - zudem stimmungsvoll illustriert -, aber für mich nicht ganz so überzeugend wie Band eins. 


    © Parden

  10. Cover des Buches So schnell wackelt kein Schaf mit dem Schwanz (ISBN: 9783492258722)
    Ian Sansom

    So schnell wackelt kein Schaf mit dem Schwanz

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Karin_Kehrer
    Mit einem Bus voller Bücher tingelt der weltfremde und tollpatschige Israel Armstrong durch die irische Provinz. Als er sich gerade an seine neue Heimat und die kauzigen Nordiren gewöhnt hat, spielt ihm das Schicksal einen Streich: Zufällig ist er in der Nähe, als der vermögende Inhaber eines berühmten Kaufhauses verschwindet und mit ihm eine beträchtliche Summe Geld. Israel wird verhaftet, delogiert und auch noch suspendiert. Er hat keine Wahl: Er muss auf eigene Faust versuchen, das Verbrechen aufzuklären.

    Dies ist der zweite Band um den schrulligen Bibliothekar und seinen Bücherbus. 
    Diesmal wird ihm übel mitgespielt, als er verdächtigt wird, etwas mit dem Verschwinden Mr Dixons und dessen Geldes zu tun zu haben. Hätte er nicht seinen Freund Ted, den Taxifahrer, wäre es wohl schlecht um den unbeholfenen Israel bestellt.
    Herrlich skurril sind die Figuren, sei es Israels grimmige Vermieterin oder sein Freund Ted, der dem weltfremden Israel immer wieder aus der Patsche helfen muss oder seine warmherzige Helferin Rosie.
    Lebendige Dialoge und das Spiel mit Klischees erheitern ebenfalls. Die nordirische Bevölkerung, die Vorbehalte gegen den Engländer hat, sei da nur eines davon. Das Nest Tumdrum, in dem die Story spielt, passt genau ins Ambiente und oft durfte ich mich bei einem Schmunzeln ertappen.

    Fazit: Irische Kriminalgeschichte mit Schmäh und viel Lokalkolorit!


  11. Cover des Buches Neugier ist der Katze Tod (ISBN: 9783492258173)
    Ian Sansom

    Neugier ist der Katze Tod

     (8)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches The Night Bookmobile (ISBN: 9780224089524)
    Audrey Niffenegger

    The Night Bookmobile

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Forti
    Im großen und ganzen eine schöne Geschichte über Bücher und das Lesen. Die Wendung, die das ganze aber kurz vor Ende nahm, fand ich aber nicht gut erklärt. Das ist eine der Stellen, an denen klar wird, dass es doch eine sehr kurze Geschichte ist, die ruhig etwas ausführlicher hätte sein dürfen.
    Es war aber mal etwas anderes und hat mir gefallen.Die Illustrationen der Autorin fand ich passend und stimmungsvoll.
  13. Cover des Buches Das Knistern in den Sternen (ISBN: 9783492301695)
    Jón Kalman Stefánsson

    Das Knistern in den Sternen

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Wurmli
    Diese Geschichte einer isländischen Familie ist nicht wirklich spannend. Ich fand sie nicht mal sonderlich interessant, aber was mich nicht mehr losgelassen hat, war die Schreibweise des Autors: "... was ist das denn Riesengroßes im Fenster?" "Das ist der Tag" ..., um nur ein Beispiel zu nennen. Alleine dafür lohnt sich die Lektüre, auch wenn man weder Island-Fan ist noch Familiengeschichten mag.
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