Bücher mit dem Tag "bücherregal"
319 Bücher
- George Orwell
1984
(4.288)Aktuelle Rezension von: KlaraWgDer Roman 1984 ist für mich eines dieser seltenen Bücher, die nicht nur gelesen, sondern regelrecht erlebt werden. Die düstere Welt, die George Orwell entwirft, wirkt erschreckend klar und beklemmend real – gerade weil sie so konsequent durchdacht ist.
Besonders beeindruckt hat mich, wie subtil und gleichzeitig gnadenlos das Thema Kontrolle dargestellt wird: nicht nur durch Überwachung, sondern durch Sprache, Denken und sogar Erinnerung. Die Idee, dass Realität formbar ist, wenn man sie nur oft genug neu definiert, hat mich beim Lesen immer wieder innehalten lassen.
Der Protagonist Winston ist dabei keine klassische Heldenfigur, sondern eher ein stiller Beobachter – genau das macht ihn so greifbar. Seine innere Zerrissenheit und sein vorsichtiger Widerstand spiegeln sehr gut wider, wie schwierig es ist, in einem totalitären System überhaupt noch „man selbst“ zu bleiben.
Was das Buch für mich besonders stark macht, ist seine Zeitlosigkeit. Obwohl es 1949 erschienen ist, fühlt sich vieles erschreckend aktuell an. Gerade in einer Welt, in der Information, Wahrheit und Medien eine immer größere Rolle spielen, wirkt Orwells Warnung fast schon prophetisch.
Für mich ist „1984“ kein leichtes Buch, aber ein unglaublich wichtiges. Es regt zum Nachdenken an, bleibt lange im Kopf – und verändert den Blick auf die Realität ein Stück weit. Klare Leseempfehlung.
- Walter Moers
Die Stadt der Träumenden Bücher
(3.498)Aktuelle Rezension von: claudiaZDies war mein erster Ausflug in das Universum von Zamonien und ich kann dem Autor eine überwältigendes Ausmaß an Fantasie bescheinigen. Schön fand ich auch die Illustrationen, die in meiner Taschenbuchausgabe in schwarz-weiß enthalten sind. Zu Beginn hatte ich etwas gebraucht, um in die Geschichte hinein zu finden. Doch dann hatte es mich auch gepackt. Ich hätte nicht gedacht, was man mit Büchern alles anstellen kann. Neben dem Schreiben, Lesen, Sammeln, Verkaufen spielen auch seltenere Behandlungsformen eine Rolle, z.B. die Jagd nach Büchern oder sogar das Verspeisen von Büchern.
- Walter Moers
Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär
(2.267)Aktuelle Rezension von: butterflyintheskyich bin mit dem kleinem blaubär aufgewachsen (war für mich immer das highlight beim sandmann lol) und bin schon sooo oft in der bibliothek an dem buch vorbeigelaufen. habe es jetzt endlich mitgenommen und schon beim durchblättern dachte ich mir dass das gut wird. ich mag die illustrationen sehr! man merkt auch dass der autor richtig viel spass an dem buch hatte weil manche der stories so verrückt und an den haaren herbei gezogen sind dass man nur den kopf schütteln kann (im guten sinn). ich muss aber leider auch sage dass ich es bis atlantis geschafft habe OHNE gelangweilt zu sein, als dann die lügengeschichten und wettbewerbe anfingen, bin ich etwa abgedrift. nichtsdestotrotz hatte ich viel spass :)
- Anne Frank
Gesamtausgabe
(2.752)Aktuelle Rezension von: AukjeAnne Frank, die aus einer jüdischen Familie stammt, muss während des zweiten Weltkriegs von ihrer Heimat Frankfurt am Main, 1933 mit ihrer Familie nach Amsterdam flüchten. Während dieser Zeit führt sie über zwei Jahre lang ein Tagebuch, das deutlich die Ängste und wünsche einer Jugendlichen zeigt, die in diesen schweren Zeiten aufwächst. Und wenn das nicht schon ausreicht erhält man auch noch einen guten Einblick über eine jüdische Familie, die versucht eine einigermaßen erträgliche Normalität aufrecht zu erhalten während sie versuchen zu überleben, in ständiger Angst vor den Nationalsozialisten.
Da meine 13jährige Nichte sich zurzeit mit der Zeit des zweiten Weltkriegs auseinander setzt, habe ich ihr dieses Buch gegeben und es selber nach vielen Jahren noch mal gelesen. Auch nach all den Jahren als ich es zum ersten Mal gelesen habe, hat es mich wieder sehr bewegt. Nach wie vor halte ich dieses Buch wichtig, damit Jugendliche beginnen sich mit dieser Zeit zu beschäftigen, da es ein autobiografisches Buch einer Jugendlichen ist, die sie nachvollziehen können.
- Patrick Süskind
Das Parfum
(10.264)Aktuelle Rezension von: MaggieMausHabe ich in der Schule gelesen. War eines der wenigen Bücher die ich wirklich zu Ende gelesen habe!!
Ist nicht für schwache Nerven, sehr bildhafter Schreibstil, viele Umschreibungen kann man förmlich riechen!
Aber ich kann verstehen, wenn es dem ein oder anderen zu bildhaft ist :D ich fand es sehr gut gelungen
- Christopher Paolini
Eragon. Das Vermächtnis der Drachenreiter.
(3.064)Aktuelle Rezension von: hackenohDer erste Band der Reihe hat für mich etwas ganz Besonderes. Christopher Paolini erschafft eine klassische Fantasywelt mit Drachen, Magie und einer großen Prophezeiung, schafft es aber gleichzeitig, der Geschichte eine eigene Atmosphäre zu geben. Gerade die Beziehung zwischen Eragon und Saphira trägt den Roman und macht viele Szenen sehr emotional.
Natürlich merkt man stellenweise, dass der Autor beim Schreiben noch sehr jung war. Einige Motive erinnern stark an bekannte Fantasyklassiker. Trotzdem funktioniert die Geschichte erstaunlich gut, weil sie mit viel Begeisterung und Liebe zum Detail erzählt wird.
Für mich ist „Eragon“ ein würdiger Einstieg in eine der bekanntesten Fantasyreihen der letzten Jahrzehnte und ein Buch, das viele Leser überhaupt erst für epische Fantasy begeistert hat.
- Walter Moers
Das Labyrinth der Träumenden Bücher
(1.062)Aktuelle Rezension von: JenadoIch habe das Buch mittlerweile mehrfach gelesen und finde es immer wieder spannend in diese skurrile Welt einzutauchen. Der Ideenreichtum von Moers ist spitze und die Welt fühlt sich stimmig an und es wird gefühlt nie langweilig.
Die Illustrationen sind so liebevoll und helfen noch mehr in die Geschichte zu finden. Ich würde das Buch immer wieder wärmstens empfehlen 🧡 - David Safier
Mieses Karma
(5.101)Aktuelle Rezension von: VinnyDer Klappentext klang super. Der Einstieg fiel mir zunächst etwas schwer. Als Kim dann als Ameise wiedergeboren wurden ist, ließ sich das Buch für mich leichter lesen.
Interessant fand ich, als was Kim alles wiedergeboren wurden ist. Allerdings ging mir Kims Verhalten immer mehr auf die Nerven.
Am liebsten hätte ich sie angebrüllt, damit sie es endlich gut sein lässt.
Das Ende war anders als erwartet, ich hätte ein anderes Ende besser gefunden.
Für Zwischendurch ist das Buch in Ordnung.
Von mir gibt es 2,5 von 5 Sternen.
- Douglas Adams
Per Anhalter durch die Galaxis
(3.302)Aktuelle Rezension von: AndreasWIch habe Per Anhalter durch die Galaxis gelesen, weil ich mal etwas anderes als klassische Fantasy wollte – und genau das bekommt man hier auch.
Die Geschichte startet direkt ziemlich absurd:
Die Erde wird zerstört, und der Protagonist stolpert mehr oder weniger zufällig in ein intergalaktisches Abenteuer.Und genau das beschreibt das Buch eigentlich am besten:
👉 ein chaotisches, völlig unvorhersehbares Abenteuer durch das Universum.Humor & Stil
Der Humor ist das zentrale Element.
Er ist:
- trocken
- absurd
- teilweise komplett sinnlos – aber genau das macht ihn aus
Man merkt schnell, dass das Buch sich selbst und das gesamte Genre nicht wirklich ernst nimmt.
Handlung
Die Handlung ist eher locker aufgebaut.
Es gibt kein klares „Ziel“ wie in vielen anderen Geschichten.
Stattdessen reiht sich ein verrücktes Ereignis an das nächste.Das muss man mögen.
Wenn man eine klare Story erwartet, wird man hier eher nicht fündig.
Wenn man sich aber darauf einlässt, macht genau das den Reiz aus.Charaktere
Die Figuren sind bewusst überzeichnet und teilweise komplett absurd.
Gerade dadurch bleiben sie im Kopf.
Sie funktionieren weniger über Tiefe, sondern über ihre Eigenheiten und den Humor, den sie mitbringen.
Stärken & Schwächen
+ sehr eigener, einzigartiger Humor
+ kreative und verrückte Ideen
+ leicht zu lesen– kaum klassische Handlung
– nicht jeder kommt mit dem Humor klarFazit
Per Anhalter durch die Galaxis ist kein klassischer Roman.
👉 Es ist eher ein humorvolles, chaotisches Gedankenexperiment im Gewand einer Geschichte.
Wer auf trockenen, absurden Humor steht, wird hier viel Spaß haben.
Wer eine klare, strukturierte Handlung sucht, eher weniger. - Dmitry Glukhovsky
Metro 2033
(667)Aktuelle Rezension von: InBetweenDie vermittelte Atmosphäre in diesem Roman ist beeindruckend. Das Szenario, postapokalyptisch, ist generell schon düster. Jedoch die Beschreibung des Lebens unter der Erde, in der Metro Moskaus, ist einfach bedrückend. Die Bedrückung ist beim Lesen fast spürbar. Die Storyline ist super spannend und abwechslungsreich, da an jeder Metrostation ein eigener Kosmos herrscht. Es gibt kaum Verschnaufpausen. Jedenfalls hat mich die Lektüre an einigen Stellen auch durch kleinere und mittlere moralische und philosophische Einwürfe zum Nachdenken angeregt. Das mochte ich sehr. Nicht einfach nur stumpfes Geballer und Action, Action, sondern eben auch Tiefgründiges.
- Terry Pratchett
Die Farben der Magie
(923)Aktuelle Rezension von: AndreasWIch habe Die Farben der Magie gelesen, nachdem ich die Verfilmung gesehen hatte und wissen wollte, wie Terry Pratchett diese Welt ursprünglich im Buch umgesetzt hat. Schnell wurde klar: Das hier ist keine klassische Fantasygeschichte – und genau darin liegt der Reiz.
Im Mittelpunkt stehen der eher unfreiwillige Zauberer Rincewind und der neugierige Tourist Zweiblum, die gemeinsam über die Scheibenwelt reisen und dabei von einer ungewöhnlichen Situation in die nächste geraten. Die Handlung wirkt weniger wie ein durchgehender Abenteuerplot und mehr wie eine Reihe miteinander verbundener Episoden, durch die man die Welt Schritt für Schritt kennenlernt.
Besonders auffällig ist der Humor. Die Welt selbst ist eigentlich gefährlich und komplex aufgebaut, doch die Figuren reagieren oft ganz anders, als man es von typischen Helden erwarten würde. Dadurch entstehen viele komische Situationen, ohne dass die Welt lächerlich wirkt. Im Gegenteil – gerade weil sie ernst bleibt, funktioniert der Humor.
Die Sprache ist gut verständlich und das Buch lässt sich schnell lesen, auch wenn man sich zunächst auf den besonderen Ton einlassen muss. Wer eine klassische Heldenreise mit großer Charakterentwicklung erwartet, könnte überrascht sein, denn hier steht eher das Erkunden der Welt als die Veränderung der Figuren im Vordergrund.
Fazit:
Ein unterhaltsamer Fantasyroman, der mit Genreklischees spielt, statt ihnen zu folgen. Besonders geeignet für Leser, die Fantasy mögen, aber auch Spaß an ironischen oder ungewöhnlichen Geschichten haben – unabhängig vom Alter.Einen ausführlichen Analyse-Artikel aus Autorenperspektive zu Die Magie der Farben habe ich hier veröffentlicht:
https://open.substack.com/pub/andreaswoelfel/p/was-ich-als-fantasy-autor-aus-die?r=476xu4&utm_campaign=post&utm_medium=web&showWelcomeOnShare=true
- Stephen King
Todesmarsch (Film)
(849)Aktuelle Rezension von: AtschiBObwohl ich das Buch nun das zweite Mal gelesen habe, verschlägt es mir erneut die Sprache.
Die Idee des Romans ist so unfassbar simpel. Mich beschäftigt die Brutalität der Regeln, die ebenfalls simpel sind, und der Zuschauer. Interessant fand ich die Gedanken, Ängste und auch entstandenen Freundschaften, die plötzlich sehr menschlich werden. Die entstehende Erschöpfung, Müdigkeit und die Schmerzen sind spürbar. Ich verstehe noch immer nicht, warum man sich zu solch einem Marsch anmelden kann. Ich vermisse hier Hintergründe. Warum müssen 99 Teenager sterben und scheiden nicht einfach aus? Warum findet dieser Marsch überhaupt statt? Es steckt doch ein großer personellen Aufwand dahinter.
Das Buch muss ich ersteinmal sacken lassen.
- Charles Dickens
Oliver Twist
(740)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Oliver musste sehr viele unschöne Dinge durchmachen, die den Leser mitfiebern und mitleiden lassen. Gut aufgebaute Spannungsbögen und ein sehr angenehmer Schreibstil kommen oben drauf. Hinzu kommt, dass ich den Krimi in diesem Klassiker sehr schätze, aber auch, dass gezeigt wird, dass früher alles vom Ablauf her anders war, als es heute der Fall ist. Am besten finde ich jedoch, dass nicht nur nach Olivers Vergangenheit gesucht wird, sondern dass Oliver als Charakter sehr bodenständig und höflich rüber kommt und die Grundwerte, wie sich zu bedanken, jemanden begrüßen etc. nicht unter gehen. Ein Buch, das ich sehr gerne nochmal lesen möchte und das ich hier auch sehr gerne weiterempfehle.
- Audrey Carlan
Calendar Girl - Ersehnt (Calendar Girl Quartal 4)
(505)Aktuelle Rezension von: Chrissi_liebtIn den Herbstmonaten Oktober, November und Dezember ist Mia nun frei. Keine Männer mehr - keine Aufträge. Doch ganz glücklich darf sie nicht in die Zukunft blicken. Die Vergangenheit hat Spuren hinterlassen … wenn auch nicht unmittelbar bei ihrem Leben, so hat es doch Einfluss auf ihren Alltag.
auch im letzten Band war ich begeistert von der Erzählweise der Erzählerin und konnte das Buch nur schlecht zur Seite legen. Nun stehen alle vier Bänder in meinem Regal und ich bin etwas traurig, das neue Jahr ohne Mia zu starten. - George Orwell
Farm der Tiere
(996)Aktuelle Rezension von: Papercut„Farm der Tiere“ ist eine kurze, aber außerordentlich wirkungsvolle politische Parabel. In der scheinbar einfachen Geschichte eines Bauernhofs, auf dem die Tiere die Herrschaft der Menschen abschütteln, entlarvt Orwell mit scharfem Witz und bitterer Ironie die Mechanismen von Macht, Manipulation und Verrat an Idealen. Die anfängliche Hoffnung auf Gleichheit und Gerechtigkeit weicht Schritt für Schritt einer neuen Tyrannei – subtil, logisch und erschreckend plausibel erzählt.
Besonders eindrucksvoll ist Orwells Sprache: klar, zugänglich und dennoch vielschichtig. Die Tiere sind prägnant charakterisiert und stehen symbolisch für gesellschaftliche Gruppen, ohne dabei ihre erzählerische Lebendigkeit zu verlieren. Gerade diese Einfachheit macht die Allegorie so kraftvoll; sie erlaubt Leserinnen und Lesern jeden Alters, die Geschichte zu verstehen, während ihre politische Tiefe mit zunehmender Reflexion immer deutlicher wird.
Trotz seines historischen Bezugs wirkt das Buch zeitlos. Die dargestellten Strategien der Propaganda, die Umdeutung von Regeln und die schleichende Konzentration von Macht sind auch heute noch erschreckend aktuell. „Farm der Tiere“ ist daher nicht nur Pflichtlektüre im schulischen Kontext, sondern ein Werk, das zum kritischen Denken anregt und lange nachhallt.
- Miguel de de Cervantes Saavedra
Don Quijote von der Mancha Teil I und II
(177)Aktuelle Rezension von: Lorenz1984Von allen Büchern die ich bisher gelesen habe, hat mir keines soviel Freude bereitet wie die Abenteuer dieses Ritters.
Ich habe zwar keine andere Übersetzung als die von Susanne Lange gelesen, aber ich muss sagen dass ich mir nicht vorstellen kann, dass eine bessere Übersetzung existiert.
So unendlich herrlich liest sich dieser Roman, mit der Liebe zu ihren Charakteren und Abenteuern.
Manchmal verliert sich Cervantes, bzw Don Quijote selbst in seinem Wahn und Szenen ziehen sich schier unendlich in die Länge. Trotz dieser Tatsache liebe ich diesen Roman dennoch wie kein anderes Buch und vergebe hiermit die höchste Punktzahl.
Don Quijote auf immer und ewig!
- David Safier
Jesus liebt mich
(1.367)Aktuelle Rezension von: _jamii_Marie hat das Talent, sich ständig in die falschen Männer zu verlieben. Kurz nachdem ihre Hochzeit geplatzt ist, lernt sie einen Zimmermann kennen. Und der ist so ganz anders als alle Männer zuvor: einfühlsam, selbstlos, aufmerksam. Dummerweise erklärt er beim ersten Rendezvous, er sei Jesus. Zunächst denkt Marie, dieser Zimmermann habe nicht alle Zähne an der Laubsäge. Doch bald dämmert ihr: Joshua ist wirklich der Messias. Hat Marie sich diesmal in den falschesten aller Männer verliebt?
Dieses Buch war eine reine Tortur für mich. Weder hat mir der Schreibstil zugesagt, noch traf es meinen Humor. Die Witze waren dumm und platt. Obwohl ich sonst über sehr viel lachen kann, musste ich hier immer wieder die Augen verdrehen.
Marie wäre mir eigentlich sogar sympathisch, nur leider nervt sie unglaublich. Auch mit Joshua / Jesus habe ich extreme Mühe. Die Anziehung zwischen den beiden kann ich kein bisschen nachvollziehen, dass sich Jesus zu so jemandem hingezogen fühlt, obwohl sie kein bisschen religiös ist und das auch nicht ändern will, entzieht sich vollkommen meinem Verständnis.
Je länger ich lese, umso dümmer und schwachsinniger wird die Geschichte. Sämtliche Personen nerven nur noch und ich hoffe, dass der Mist bald durch ist. Das letzte Drittel habe ich dann eher quergelesen als etwas anderes, verpasst habe ich scheinbar nichts…
Ich habe auf eine lockere, leichte und unterhaltsame Lektüre gehofft… Was ich erhalten habe, kann ich nicht in Worte fassen.
Finger weg, ich habe selten so einen Schwachsinn gelesen.
- Naomi Novik
Die Feuerreiter Seiner Majestät 02
(238)Aktuelle Rezension von: KuragelakeDrachen Prinz, eine grandiose Fortsetzung zu Drachen Brut.
Hier geht es dort weiter, wo Band Eins aufgehört hat. Die Chinesen, die ihren Himmelsdrachen wieder zurückhaben wollen. Da ein Himmelsdrache stets für einen Kaiser ist und nicht irgendeinem dahergelaufenen als Gefährte dienen sollte und schon gar nicht als Eroberungstrophäe. Schließlich sollte er Napoleon, der sich selbst zum Kaiser ernannt hatte, gehören.
Doch weder Temeraire noch Laurence wollen sich wirklich voneinander trennen, also beginnt eine abenteuerliche Reise über das große Wasser mit einem Drachentransporter nach China, um am kaiserlichen Hof vorstellig zu werden. Auf dem Weg dorthin gibt es Abenteuer, mit Seeungeheuern und Versuche, Temeraire davon zu überzeugen, dass China das bessere Land für Drachen sei.
Auch wird es gefährlich, auch wenn Napoleon nicht mit von der Partie ist. Aber es gibt politische Machtkämpfe in den chinesischen Reihen.
Was mir so besonders gefällt, ist die Beziehung zwischen Laurence und Temeraire, die weiter wächst und im Vordergrund steht.
- Douglas Adams
Das Restaurant am Ende des Universums
(665)Aktuelle Rezension von: RattusExlibricus"Wir sitzen in der Tinte", sagte Ford. "Oh", sagte Arthur. Das hörte sich für ihn wie eine Monate alte Neuigkeit an.
Kategorie: Abenteuer | Science-Fiction | Persiflage [3x gelesen]
Worum dreht sich die Handlung?: Warum man nicht versuchen sollte, einen begriffsstutzigen Getränkeautomaten dazu zu überreden, eine Tasse Tee zu produzieren, wenn genau im gleichen Moment ein unvorhergesehener Vogonenangriff um die Ecke kommt? Arthur Dent findet dies – und viele andere überlebenswichtige Informationen – mal wieder auf die schmerzhafte Art und Weise heraus. Zwischen unwahrscheinlichen bis scheinbar unmöglichen Orten, Begebenheiten und Zeitsprüngen fällt es ihm erneut schwer, die Orientierung zu behalten – vor allem wenn seine wackeren Mitstreiter munter ins Verderben preschen und er aus Mangel an Alternativen einfach mal hinterherrennt. Über allem schwebt die Frage nach der Frage aller Fragen und die Suche nach dem Mann, der das Universum regiert – aufgelockert durch gefährliche Verfolgungsjagden, künstliche Universen und tiefgreifende Erkenntnisse über die Menschheit. Zum Glück blieb zwischen all dem Trubel auch noch kurz Zeit, bei einem gemütlichen Dinner dem Universum beim Untergang zuzusehen – alles ganz harmlos und mit Showeffekt.
Große Themen im Hintergrund: Überheblichkeit, Machtgier und Ignoranz – allerdings werden diese Themen nur durch die sehr ironische Blume verkauft.
Persönliche Notiz: Diese Rezension wird etwas kürzer ausfallen, da vieles, was ich über den ersten Band geschrieben habe, auch hier zutrifft. Allerdings fand ich den ersten etwas besser.
Teilbewertung (Legende *= hat mich nicht überzeugt, **= ausbaufähig, ***=solide/gut zu lesen, ****= sehr gut/klare Empfehlung, *****= exzellent/schwer zu erreichen):
- Handlung ***
Die Ideen sind genau so überraschend und verrückt wie im ersten Band, die „Handlung“ fußt – zumindest in den ersten zwei Dritteln des Buches – auf ähnlichen Prinzipien. Allerdings hatte ich dieses Mal den Eindruck, dass die Geschichte ab und an deutlich ins Schlingern kommt. Und auch, wenn die rätselhafteren Begebenheiten gut aufgelöst werden, sind sie manchmal etwas breit getreten. Den Teil, der die Entstehung der menschlichen Zivilisation betrifft mochte ich persönlich allerdings sehr gerne – hintergründig und sarkastisch, davon hätte es gern mehr geben können.
- Aufbau **
Wer den speziellen Aufbau des ersten Bandes kennt, weiß, wo die Fallstricke liegen. Und hier hat sich das Buch – im Gegensatz zum ersten Band – leider manchmal verfangen. Es mäandert, kommt nicht zum Punkt und verliert sich in Kleinigkeiten. Trotz allem ist in der komplizierten Schleifenform und rekursiven Handlung viel Potential vorhanden. Und selbst an eher drögen Stellen läuft die Handlung doch zu rasant, um ernsthaft Langeweile aufkommen zu lassen.
- Charakterzeichnung **°
Die Charaktere sind etwas blasser als im ersten Band, teils, tauchen seltsame Stichwortgeber auf. Dennoch sind die liebenswerten Charaktere aus dem ersten Band gut wiederzufinden – auch, wenn ich es schade finde, dass nur einem davon die Möglichkeit zur Entwicklung gegeben wurde. So haben sich die üblichen Spannungsfelder und Sticheleien leider etwas abgenutzt.
- Sprache und Stil ***°
Ein großes Lob geht wieder an Sprache und Stil – durchdacht, klug, zynisch und voller Anspielungen werden immer wieder ikonische Sätze und trockener Humor geliefert, der die Schwachsinnigkeit mancher Handlungsstränge mehr als rechtfertigt. Neben verstecken Anspielungen auf physikalische Theoreme wird einem auch die Ironie des Lebens und menschlichen Seins immer wieder vorgeführt. Dabei vermittelt die Sprache trotzdem sehr lebendige Eindrücke – hier steht der zweite Band dem ersten kaum in etwas nach.
- Zielgruppe(n)
Man sollte „Per Anhalter durch die Galaxis“ auf jeden Fall gelesen und im besten Fall sehr gut gefunden haben, um dieses Buch zu mögen, da es hinter dem ersten Band leider etwas zurückbleibt. Ansonsten trifft das Buch die gleiche Zielgruppe wie der erste Band (siehe Rezension dort).
- Fazit ***
Großzügige drei Sterne für dieses Buch, das definitiv nicht schlecht war, doch mit deutlichen Schwächen hinter seinem Vorgänger zurückblieb. Die Verrücktheit wird hier ins Absurde gesteigert und die Gratwanderung, nicht den Faden zu verlieren, geht in meinen Augen manchmal schief. Nichtsdestotrotz werden relevante Fragen hintergründig und mit dem typischen, großartig-speziellen Humor besprochen und auch sonst überzeugt das Buch durch seinen Stil und seine Sprachspiele. Die Charaktere kommen etwas kurz. Für Anhalter-Fans lohnt sich das Lesen der Fortsetzung gewiss, solange man seine Erwartungen nicht zu hoch schraubt. Für Quereinsteiger nicht geeignet!
- Naomi Novik
Die Feuerreiter Seiner Majestät 01
(379)Aktuelle Rezension von: KuragelakeDrachen Brut, ist für mich ein wirklich besonderes Buch.
Es hat mir die Freude am Lesen wieder so richtig zurückgebracht.
Eine Fantasygeschichte mit Anlehnung an die Zeitgeschichte der Wirklichkeit (in dem Fall Napoleons Eroberungsversuche) hat mir wirklich sehr gut gefallen.
Was mich jedoch so gefesselt hat, war der Umgang zwischen den beiden Hauptcharakteren.
Laurence (Mariene Kapitän), der wie alle Seefahrer oder auch Fußsoldaten und nicht zum Krieg beitragende Menschen Vorurteile zu Drachen hat, bzw. zu den Reitern der Drachen.
Temeraire (Drache), der den Franzosen auf einem Schiff abgenommen wurde und so bei Laurence gelandet ist und ihn als seinen Kapitän auserkoren hat.
Die Verbindung, die zwischen den beiden entstanden ist, von Tag zu Tag, war wunderbar zu lesen. Auch wie Laurence angefangen hat, anders zu denken, vor allem als Flieger der Meinung waren, dass Laurence nicht geeignet ist (wo Sie auch irgendwie recht hatten) und ihn Temeraire wegnehmen wollten.
Doch in der kurzen Zeit, die Verbindung schon zu einem starken Band, kam fantastisch.
Auch die Reise zum Ausbildungslager und die anderen Drachen mit ihren Kapitänen, die Freundschaften, die sich bilden. Hätten einen fast in Sicherheit wiegen können, wenn da nicht Napoleon wäre, und natürlich gibt es Intrigen, Verrat und Kampf.
(Auch etwas Liebe, aber das zu meinem Glück nur kurz beschrieben.)
Natürlich gab es auch da das berühmt-berüchtigte offene Ende, schließlich ist es erst Teil Eins.
- William Goldman
Die Brautprinzessin
(490)Aktuelle Rezension von: Daniel_RogerDie Brautprinzessin von William Goldman fühlt sich zuerst an wie der Film, eine wunderschöne Fantasiegeschichte voller Abenteuer und Romantik. Beim Lesen merkt man aber schnell, dass das Buch noch eine andere Ebene hat. Es ist gleichzeitig eine Satire, die manchmal etwas gewöhnungsbedürftig ist, vor allem wenn man den Film schon kennt. Doch je weiter man liest, desto mehr wächst einem genau das ans Herz. Am Ende kann man kaum anders, als es zu lieben. Besonders die Geschichte mit den Hüten hat mich laut lachen lassen und ich habe dabei wie ein Kind gegrinst. Für mich ist es eine meisterhafte Mischung aus Humor und Fantasie.
- Isaac Asimov
Foundation
(186)Aktuelle Rezension von: SM1Die Foundation-Trilogie von Isaac Asimov besteht aus den drei Romanen "Foundation", "Foundation und Imperium" und "Zweite Foundation", welche sich widerum aus einzelnen Kurzgeschichten und Novellen zusammensetzen, die zunächst einzeln veröffentlicht wurden. Zusammen ergeben sie eine mehrere Jahrhunderte umfassende Erzählung vom unausweichlichen Untergang und Zerfall des Galaktischen Imperiums und der Entstehung eines neuen Imperiums. Da besonders am Anfang fast jedes Kapitel eine neue Geschichte mit neuen Figuren erzählt, ist es nicht immer ganz einfach, sich zurecht zu finden und den Überblick zu behalten. Doch es lohnt sich, bei der Stange zu bleiben.
Die Foundation-Trilogie wird zu Recht als "großes Zukunftsepos" und "Meisterwerk der modernen Science-Fiction" bezeichnet.
- Shaun Bythell
Tagebuch eines Buchhändlers
(220)Aktuelle Rezension von: Marco_DusslerCover:
Ich habe die deutsche Erstausgabe des BTB-Verlags von 2019 gelesen. Das Cover gibt, wie ich finde, sehr gut wieder, worum es im Buch geht. Es bietet einen interessanten, nicht zu detaillierten Einblick in das Leben eines Antiquars und Buchhändlers, wobei uns der Autor an ausgewählten Momenten teilhaben lässt.
Wir sehen die Front eines Hauses und blicken durch die Fenster in verschiedene Räume, die vollgestellt sind mit Bücherregalen und Stapeln von Büchern. In den Räumen befindet sich eine bunte Mischung aus Kunden und Angestellten, was den manchmal gemütlichen, manchmal lebhaften Alltag im Buchhandel widerspiegelt. Vor der Eingangstür steht der Besitzer – der Mittelpunkt des Buches – mit einer Kaffeetasse in der Hand.Inhalt:
Shaun Bythell beschreibt seinen Alltag mit bissigem Witz und einer ordentlichen Prise Humor. Wir begleiten den Besitzer des größten Second-Hand-Buchladens Schottlands durch das Jahr 2014. Dabei kommt auch das ländliche Idyll von Wigtown und dessen teils spleenige Bewohner nicht zu kurz. Besonders gut gefallen haben mir die Aushilfe Nicky, die gerne halb verdorbene Lebensmittel rettet und ganz eigene Vorstellungen davon hat, wie ein Buchhandel zu führen ist, sowie Sandy, der tätowierte Heide, ein wiederkehrender Stammkunde.
Darüber hinaus spielt auch die Kleinstadt Wigtown selbst mit ihrem wirklich malerischen Umland eine wichtige Rolle. Als passionierter Radsportler und Angler berichtet Bythell immer wieder von den umliegenden Wäldern, Seen und Flüssen. Trotz ihrer überschaubaren Größe verzeichnet die Stadt ein reges Kommen und Gehen von Touristen – wohl nicht zuletzt wegen der malerischen Landschaft, der beachtlichen Anzahl an Buchläden (sieben Stück) und der Wigtown Fair, einer jährlich stattfindenden Buchmesse.Umrahmt wird das Ganze durch Zitate aus George Orwells Essay Bookshop Memories. Bythell kommentiert diese zu Beginn jedes Monats (also jedes Kapitels) und zieht dabei Vergleiche zum modernen Buchhandel oder seinem Alltag.
Orwell schreibt etwa:„Es gibt immer eine Menge nicht ganz zurechnungsfähiger Verrückter, die die Straßen bevölkern, und sie neigen dazu, sich zu Buchläden hingezogen zu fühlen…“
Worauf Bythell erwidert:
„Alles in allem – zumindest in meinem Laden – hat mich der ständige Ansturm langweiliger Fragen und das unaufhörliche, zermürbende Feilschen der Kundschaft zu dem gemacht, was ich inzwischen bin.“
Fazit:
Im Großen und Ganzen hält das Buch genau das, was der Titel verspricht: In Form von Tagebucheinträgen erhält man einen ehrlichen Einblick in den Alltag, die Freuden und Sorgen eines Buchhändlers. Die teils zynische, teils ironische Schreibweise des Autors ist sicher nicht jedermanns Geschmack, mir hat sie jedoch sehr gefallen. Abgerundet wird das Ganze durch die einleitenden Zitate Orwells.
Ein kleiner Wermutstropfen ist für mich, dass Bythell manche Ereignisse kurz anspricht, aber im weiteren Verlauf nicht mehr aufgreift. Das ist wahrscheinlich der Tagebuchform geschuldet, ich fand es trotzdem etwas schade. Insgesamt halte ich Tagebuch eines Buchhändlers für ein gelungenes Werk und vergebe 4 Sterne. - Terry Pratchett
Das Licht der Fantasie
(441)Aktuelle Rezension von: AnimantCrumb„Das Licht der Phantasie“ von Terry Pratchett spielt, wie viele seiner Romane, in der Scheibenwelt und begleitet den äußerst unfähigen Zauberer Rincewind, der gemeinsam mit dem naiv-begeisterten Touristen Zweiblum von einer Katastrophe in die nächste gerät – während im Hintergrund ganz nebenbei die Existenz der gesamten Scheibenwelt auf dem Spiel steht.
Gerade dieser Kontrast macht einen großen Teil des Humors aus: Während andere Geschichten epische Helden in den Mittelpunkt stellen, stolpert Rincewind eher panisch durch die Handlung und versucht meist einfach nur zu überleben. Seine Reaktionen wirken dabei oft überraschend menschlich – Unsicherheit, Überforderung und der Wunsch, Problemen lieber aus dem Weg zu gehen, machen ihn zu einer ungewöhnlich greifbaren Figur.
Der Humor entsteht weniger durch einzelne Witze als durch die ständige Übertreibung und das absurde Zusammenspiel von Magie, Zufall und Missverständnissen. Viele Situationen eskalieren so weit, dass sie schon wieder komisch sind, ohne dabei völlig beliebig zu wirken.
Gleichzeitig wirkt die Handlung stellenweise etwas sprunghaft. Viele Ereignisse folgen schnell aufeinander, ohne dass sie immer klar miteinander verbunden sind, was den Eindruck erweckt, eher einzelne Episoden als eine durchgehende Geschichte zu verfolgen.
Auch Rincewind bleibt als Figur eher konstant. Seine Unsicherheit und sein Hang zur Flucht sorgen zwar für viele unterhaltsame Momente, lassen aber wenig Raum für eine spürbare Entwicklung im Verlauf der Geschichte.
Zudem tritt die eigentliche Bedrohung der Scheibenwelt manchmal in den Hintergrund, da der Fokus stark auf humorvollen Situationen liegt.























