Bücher mit dem Tag "bürger"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bürger" gekennzeichnet haben.

12 Bücher

  1. Cover des Buches In einer kleinen Stadt (Needful Things) (ISBN: 9783453433991)
    Stephen King

    In einer kleinen Stadt (Needful Things)

    (641)
    Aktuelle Rezension von: das_lesende_ich

    🌆

    𝘚𝘪𝘦 𝘸𝘢𝘳𝘦𝘯 𝘴𝘤𝘩𝘰𝘯 𝘦𝘪𝘯𝘮𝘢𝘭 𝘩𝘪𝘦𝘳


    EINE KLEINSTADT GERÄT AUSSER KONTROLLE

    Leland Gaunt, ein mysteriöser Fremder, eröffnet in Castle Rock einen Laden mit dem Namen »Needful Things«, in dem jeder das bekommen kann, wovon er schon lange träumt. Doch alles hat seinen Preis - und Gaunt bestimmt ihn, denn er kennt die verborgenen Sehnsüchte und Schwächen jedes Einzelnen.

    Der Albtraum beginnt...


    💭

    Mal wieder ein richtig starker King.

    Ich fand es toll gleich auf den ersten Seiten von King begrüßt zu werden. 

    Seite um Seite wird der Horror immer weiter in so scheinbar banale Alltagssituationen  verpackt.

    Hier hatte ich dezent „Brennen muss Salem“ Vibes. Wahnsinnig toll. 


    Außerdem regt es doch zum nachdenken an. 

    Was hätte mir Leland Gaunt verkauft? Was hätte ich bezahlt? Welchen Gefallen hätte ich Mr. Gaunt tun sollen? Und hätte ich das wirklich getan, für etwas, das ich ganz wirklich, unbedingt haben möchte?


    Ein King, den ich in Verbindung mit „Stark“ empfehle. Tolle King Kombi in Castle Rock.


    ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

  2. Cover des Buches Liebe brennt ewig (ISBN: 9783733503185)
    Rhiannon Thomas

    Liebe brennt ewig

    (132)
    Aktuelle Rezension von: Roksana

    In einem Königreich vor langer Zeit wurde eine wunderschöne Prinzessin namens Aurora geboren. Das Königspaar lud alle wichtigen Persönlichkeiten zu einem Ball zu Ehren der jungen Prinzessin ein. Doch eine wichtige Person, die Hexe Celestine haben sie nicht eingeladen, denn Celestine wurde von allen gefürchtet ... Wutentbrannt über die Verschmähung belegte Celestine Aurora mit einem Fluch...sie soll sich noch vor ihrem 18. Geburtstag mit einer Spindel in den Finger stechen und anschließend in einen langen, magischen Schlaf verfallen. Doch sie könne von einem Kuss der wahren Liebe wiederauferweckt werden. Oder etwa nicht? 

    100 Jahre später erwacht Aurora als Prinz Rodric sie wachküsst. Sie ist verwirrt, erschrocken und zugleich total verängstigt und versteht nicht wie sie 100 Jahre geschlafen haben sollte, während ihre Eltern schon lange gestorben sind. Die Prinzessin leidet ganz eindeutig unter dem Posttraumatischen Belastungssyndrom ihr wird aber keine Zeit gegeben sich an ihr neues Schicksal zu gewöhnen. Sie soll Prinz Rodric heiraten, ihre wahre Liebe und ihrem Volk somit Wohlstand bringen...doch warum liebt sie Rodric nicht? Warum hängt ihr Herz an Prinz Finnegan aus Vanhelm? Wie kann Aurora Liebe und das Wohl ihres Volkes unter einen Hut bringen, und will sie das überhaupt? Zudem entdeckt sie magische Kräfte in ihrem Inneren, die mit den majestätischen Drachen aus Vanhelm in Verbindung zu stehen scheinen. Das alles verkompliziert die Sache nur noch mehr...


    Die Geschichte von Aurora, Rodric und Finnegan finde ich wirklich interessant. Was ich allerdings absolut nicht nachvollziehen konnte, war die Geschichte um Tristan, den Rebellen, der meiner Meinung nach nur als Lückenfüller galt und nicht wirklich wichtig für die Geschichte an sich war. Aurora nervt nach einer Weile wirklich, weil sie von allem keine Ahnung zu haben scheint. Nicht Mal ihre eigenen Gefühle möchte sie sich eingestehen. Bis zu einem gewissen Punkt ist das alles ja nachvollziehbar aber sie möchte den König stürzen und auf alle Fragen antwortet sie stets mit "Ich weiß es nicht / Ich weiß nicht". Die Protagonistin habe ich nicht gemocht. Aber Rodric und Finnegan scheinen ganz tolle Charaktere zu sein. Distel, die Sängerin wurde meiner Meinung nach zu wenig vorgestellt. Sie ist zwar interessant aber schal und gar nicht tiefgründig. 

    Aufgrund der mangelnden Tiefgründigkeit der Charaktere, aber aufgrund des guten Schreibstils bekommt das Buch gerade noch so 4 Sterne (eher 3,5)🌟🌟🌟,🌟

  3. Cover des Buches Die verbotene Seite (ISBN: B08D6ZB116)
    Jamie Craft

    Die verbotene Seite

    (58)
    Aktuelle Rezension von: chris-liest

    Rezension von Die verboten Seite -Die Geschichte der Marie Fuchs, Band1- von Jamie Craft


    Am Anfang möchte ich erwähnen, dass ich ein kostenloses Lese (Hör) Exemplar bekommen habe. Dies wird mich aber in meiner Rezension nicht beeinflussen 


    Glaube nichts, was due nicht mit eigenen Augen gesehen hast


    Diesmal wieder als Buch


    Wir werden auf eine Zeitreise in das Jahr 1887 mitgenommen. Wir befinden uns in Frankfurt am Main und dürfen Einblicke in das Familienleben der Familie Fuchs haben.


    Marie ist die 17 jährige Tochter des Industriellen Anton Fuchs und seiner Frau Wilma. Zur Familie gehören noch ihr Bruder Robert und Opa Oskar.


    Marie ist mit allen Vorteilen einer reichen Familie aufgewachsen in ihrer jugendliche Naivität kann sie sich auch nichts anderes Vorstellen. 


    Sie trifft auf Clara eine junge Frau, die aus der Arbeiterklasse stammt und versucht die Welt zu ändern. Sie berichtet Marie von den Missständen in der Fabrik ihres Vaters. Da Marie das überhaupt nicht glauben kann, lässt sie sich darauf ein, in der Fabrik zu arbeiten. Dadurch kann sie nicht nur die Wirklichkeit erfahren, sondern fällt auch durch Zufall über eine Familiengeheimnis. 


    Dem geht sie natürlich mit ihrem Bruder auf dem Grund.


    Einen packende Geschichte, die uns die Kaiserzeit führt und der politische Umbruch ist auch schon überall zu spüren. Das Arbeiter Volk beginnt zu kämpfen. Natürlich hat die Geschichte aber auch genug Unterhaltungswert durch Nebengeschichten  und auch die Romantik kommt nicht zu kurz. 


    Tolles Buch, welches ich nicht gerne aus der Hand lege wollte.  Ich hoffe noch einiges aus dem Leben der Marie Fuchs zu hören.

  4. Cover des Buches Die Dämonenfängerin - Aller Anfang ist Hölle (ISBN: B0062OWR1I)
    Jana Oliver

    Die Dämonenfängerin - Aller Anfang ist Hölle

    (80)
    Aktuelle Rezension von: bibliotheka_yva

    Darum geht es:
    Im Jahr 2018 sieht Luzifer die Gelegenheit gekommen, gegenüber der himmlischen Konkurrenz Boden gut zu machen, und erhöht die Zahl der Dämonen in allen großen Städten, auch in Atlanta. Glücklicherweise werden die Menschen von Dämonenfängern beschützt, deren Job es ist, mit dieser Plage aufzuräumen. Riley ist unterwegs, um die Bürger vor Höllenbrut ersten Grades zu beschützen. Business as usual für eine Dämonenfängerazubi. Aber als ein mächtiger Geo-Dämon Rileys Routineauftrag in einer Bibliothek zunichte macht, ihr Leben und ihre Art zu leben bedroht, erkennt sie, dass sie womöglich mitten in einen Kampf zwischen Himmel und Hölle geraten ist.

    Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Rasant und flüssig erzählt und hat sich kein bisschen gezogen. Die Protagonistin ist charakterlich stark und versucht sich durchzubeißen auch in ihrem Beruf der eine reine Männerdomäne ist. Sie übernimmt Verantwortung für ihr Leben und kämpft... Beck der Trinker und Geselle, der versucht Riley beizustehen hat mich als Figur ebenso überzeugen können. Es sind natürlich noch viele Fragen offen, da es sich hier um Band 1 handelt...
    Alles in allem ein tolles Buch, das von Anfang bis zum Schluss die Spannung gehalten hat...

  5. Cover des Buches Sie wissen alles (ISBN: 9783328100324)
    Yvonne Hofstetter

    Sie wissen alles

    (5)
    Aktuelle Rezension von: LisbethR

    Untertitel:

    Wie intelligente Maschinen in unser Leben eindringen und warum wir für unsere Freiheit kämpfen müssen.


    „Die schöne neue Welt des allseits optimierten Homo oeconomicus …“ heißt es auf dem Buchumschlag und weiter: „… die schrankenlose Herrschaft von Internetgiganten und Technologiekonzernen.“ Das sind die Zutaten der spannenden Geschichte von Yvonne Hofstetter.

    Was ich erwartete, macht den zweiten Teil des Buches mit den Kapiteln Diktatur und Aufbruch aus. Doch oft ist das Unerwartete besonders interessant. In diesem Fall war das für mich die Historie von Big Data, Datenfusion und künstlicher Intelligenz. Ursprünglich vom Militär entwickelt, laufen sie in der Finanzindustrie Amok.

    Auch wenn ich nicht jedes technologische Detail verstanden habe, finde ich das Thema insgesamt sehr anschaulich und gut verständlich dargestellt. Der zunehmenden Selbstorganisation und Selbstoptimierung der Maschinen folgt die ständige Selbstoptimierung des Menschen.

    Bequemlichkeit ist das Lockmittel, des realen Informationskapitalismus, der unseren Alltag durchdringt. Und das funktioniert ausgezeichnet. Womit wir beim zweiten Teil des Buches angekommen wären. Nach dem Messen und Bewerten kommt das Beeinflussen. Es gibt nichts umsonst, es geht immer um Profit. Wir verweilen länger auf einer ausgewählten Plattform, wir nutzen kostenlose Apps mit kostenpflichtigen Zusatzfunktionen, wir kaufen die Produkte, die ganz oben auf der Liste stehen und erhalten speziell für uns ausgewählte Nachrichten.

    Wissen ist Macht.

    Wer weiß was über uns?

    Auch wenn – vielleicht dem Marketing geschuldet – die Risiken auf den ersten Blick hervortreten, geht es der Autorin ebenso um die Chancen von KI.

    Es geht darum, aus der Analyse die richtigen Schlüsse zu ziehen. Wie wollen wir unsere vernetzte Zukunft gestalten? Wie soll unsere Gesellschaft im Zeitalter der Digitalisierung aussehen? Was soll künstliche Intelligenz tun und was nicht? Wer trifft die Entscheidung, zu wessen Nutzen, welche Algorithmen eingesetzt werden?


    Ich freue mich schon auf das neue Buch von Yvonne Hofstetter.

  6. Cover des Buches DONALD TRUMP UND DAS HAARTEIL DES GRAUENS (ISBN: 9783958352933)
    Greg Sisco

    DONALD TRUMP UND DAS HAARTEIL DES GRAUENS

    (6)
    Aktuelle Rezension von: buecherwurm1310

    Seit geraumer Zeit ist er weltweit in aller Munde: Donald Trump. Beim Lesen dieses Buches erfahren wir, dass Donald Trump früher einmal ein selbstloser Wohltäter und Menschenfreund gewesen ist. Doch leider wurde er eines Tages von einem hinterhältigen Gehirnparasit befallen, der sich als Haarteil auf seinem Kopf festgekrallt hat. So wurde aus dem bescheidenen Mann ein Egomane, der wütet und rücksichtlos handelt. Dann will dieser fremdgesteuerte Mensch auch noch Präsident der USA werden. Ein fall für den ausgebrannten Dokumentarfilmer Michael Moore, der das Geheimnis der merkwürdigen Frisur ergründen und die Bürger der USA vor solch einem Präsidenten und der damit zusammenhängenden fürchterlichen Zukunft bewahren will.

    Diese Satire liest sich gut und flüssig. Man kann über die abstrusen Begebenheiten lächeln und eventuell lauthals lachen, aber oft bleibt einem auch das Lachen im Hals stecken. Trumps Einwanderungspolitik betrifft auch deutsche Schäferhunde, und die Mexikaner erhöhen freiwillig die Mauer, weil sie die flüchtenden Amerikaner nicht haben wollen.

    Wer groteske Geschichten mag, wird vielleicht seinen Spaß mit dem Buch haben, mich hat es allerdings nicht so begeistert, denn die Wirklichkeit scheint die beste Satire zu sein.

     

  7. Cover des Buches Eure Dummheit kotzt mich an (ISBN: 9783423261364)
    Rayk Anders

    Eure Dummheit kotzt mich an

    (17)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Verschwörungstheorien, Fake-News, Propaganda, Lügen und Populismus sind zurzeit allgegenwärtig. In jeder Familie gibt es einen, der beim Gespräch irgendeinen politischen Bullshit von sich gibt. Das war doch schon immer so, raunt es von denjenigen, die dem Bullshit anhängen. Klar, gab es schon immer den Onkel oder Opa, der mit reaktionären Meinungen auftrump(f)te. Und doch hat sich sowohl das Niveau als auch die Masse solcher Äußerungen drastisch erhöht.

    Rayk Anders, Journalist aus Berlin, kämpft schon seit Jahren gegen die Windmühlen der Unbelehrbaren. Auf Youtube betreibt er seinen Kanal „Armes Deutschland“. Es ist der Spagat zwischen Aufklärung über den Bullshit, der in Diskussionen und vor allem im Internet verbreitet wird und dem Versuch sich über eben diesen lustig zu machen. Das klappt nicht immer, aber Humor ist bei solch ernsten Themen eben auch fragil. Und angesichts des teils wirklich dümmlichen Diskurses, ist es manchmal auch ganz dringlich vonnöten, diesen Unsinn einfach als solchen zu deklarieren und sich darüber zu amüsieren.

    Für das ZDF hat Rayk Anders die Reportage „Verschwörungstheorien – Leben im Wahn“ gedreht. Und mit „Eure Dummheit kotzt mich an. Wie Bullshit unser Land vergiftet.“ Legt er ein Buch vor, dass einige wichtige Themen des gegenwärtigen Diskurses aufgreift. Er versucht mit Fakten zu entgegnen und die Dummheit von Verschwörungstheorien und Fake-News aufzuzeigen. Die AfD mag Rayk Anders deswegen auch nicht. Der Medienpolitische Sprecher der AfD Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz bezeichnete seine Youtube-Sendungen als „extrem linkes Propaganda-Programm, in welchem das bürgerliche Lager in einer widerlichen Art und Weise diffamiert wird.“ Alles richtig gemacht Rayk, würde ich mal sagen.

    In seinem Buch macht er einen wilden Ritt durch die verschiedenen Bereiche. Von Ernährungslügen wie „Bio ist nur Abzocke“, der Energiewende „Der Automausstieg war ein Fehler“, der rechtsradikalen Propaganda der „Invasion der Flüchtlinge“ aka „Umvolkung“ aka „Migrationswaffe“ aka „Rapefugees“, dem allgegenwärtigen Klassiker der „Lügenpresse“, der „Impflüge“ und dem „Versagen der Demokratie“. All den Ausführungen liegt das wohl von vielen schon gedachte „ich kann es alles nicht mehr hören. Es reicht mir.“ zugrunde. Und Rayk Anders trifft auch den Kern dieser ganzen Debatten: „Menschen wollen sich nicht informieren, sondern empören.“ Darauf läuft es am Ende hinaus. Ein Großteil der sogenannten alternativen Medien machen nichts anderes als Empörungsmanagement zu betreiben. Geld verdienen mit Populismus, Wut und Hass.

    Rayk Anders „Eure Dummheit kotzt mich an.“ ist uneingeschränkt empfehlenswert. Zahllose wichtige Informationen, Gedankengänge, Hinweise und Diskussionsbeträge hält das Buch bereit. Der Stil richtet sich deutlich an ein jüngeres Publikum, eben an die Generation Youtube. Insofern ist es auch ein Buch zur Politisierung und zum Medienkompetenztraining. Wobei letzteres vor allem ältere Semester dringend nötig zu haben scheinen.

    Man kann Rayk Anders sicherlich vorwerfen, mit seinem Ton erreiche er gar nicht diejenigen, die das Buch am dringendsten nötig hätten. Klar. Natürlich nicht. Aber auch bei einem anderen Ton: „Wir müssen die Sorgen der Menschen ernst nehmen“ und ähnlichem Bullshit, würde man die „besorgten Bürger“ nicht erreichen. Denn es geht nie um Tatsachen. Es geht um Empörung! Insofern geht das schon in Ordnung, auch wenn damit vielleicht nur die eigene Peergroup erreicht wird. Seis drum, wenigstens die wird erreicht. Und angesichts der Tatsache, dass das Buch auch aus sozialwissenschaftlicher Perspektive einige Volltreffer enthält, kann man sich nur freuen, dass solche Thesen eine breitere Aufmerksamkeit erlangen. Schließlich ist es dringend geboten, sich dem Populismus entgegen zu stellen.

  8. Cover des Buches Münchhausen (ISBN: 9783847245049)
    Gottfried August Bürger

    Münchhausen

    (26)
    Aktuelle Rezension von: SagMal
    Ich hatte mir von Münchhausens Lügengeschichten ehrlich gesagt viel mehr versprochen. Die Abenteuer sind zwar insgesamt ganz nett erzählt, mehr aber auch nicht. Die einzelnen Geschichten konnten mich kaum einen Moment lang fesseln und deshalb musste ich mich auch fast dazu zwingen, alles bis zum Schluss durchzulesen.
  9. Cover des Buches Die Abnormen (ISBN: B00K8BYH5K)
    Marcus Sakey

    Die Abnormen

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Ro_Ke

    Klappentext (Lovelybooks):

    In Wyoming kann ein kleines Mädchen in der Art, wie jemand seine Arme verschränkt, seine dunkelsten Geheimnisse lesen. In New York erkennt ein Mann Muster im Auf und Ab der Börse und rafft 300 Milliarden Dollar zusammen. Man nennt sie "Abnorme" oder "Geniale", Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Seit 1980 kommt ein Prozent aller Neugeborenen "abnorm" zur Welt - und seitdem ist alles anders. Einer von ihnen ist der Agent Nick Cooper. Seine Gabe macht ihn zum erfolgreichen Terroristenjäger. Er wird auf den vielleicht gefährlichsten Mann der Welt angesetzt, einen Genialen mit dem Blut vieler Menschen an den Händen. Um an ihn heranzukommen, muss Cooper gegen all seine Grundsätze verstoßen... und andere seinesgleichen hintergehen.


    Meine Meinung:

    Der Auftakt zur „Die Abnormen Trilogie“ hat mich insgesamt sehr gut unterhalten, wenn er sich auch etwas anders gestaltet hat, als ich erwartet habe.

    Die Geschichte entwickelt sich zu einem sehr spannenden Agenten-Thriller in einer Welt, die unserer in weitesten Zügen gleicht und wenig ausgeschmückte Science-Fiction-Elemente beherbergt.

    Die Ausgangsidee eines Kampfes von „Begabten vs. Unbegabten“ ist sicher nicht neu und gerade wenn man sich im „X-Men-Universum“ Zuhause fühlt, erkennt man Parallelen. Jedoch beschreitet Sakey einen Weg, der weniger auf „actionlastige Krawallszenen“ setzt, sondern die Arbeit eines begabten (Doppel-)Agenten in den Fokus rückt.

    Diesen Einsatz zu begleiten, wird zu einem interessanten Erlebnis, bei dem es überraschende Fallstricke und Wendungen gibt, allerdings hätte dem Verlauf an mancher Stelle ein etwas höheres Erzähltempo gut getan. 

    Der Schreibstil des Autors zeichnet eher wenige besonders lebhaft gestaltete Bilder in den Kopf, ist dafür aber sehr geradlinig, so dass man sehr gut folgen kann. Gleiches gilt für die Charaktere, die man zwar gut voneinander unterscheiden kann, sich jedoch nicht durch auffallende Vielschichtigkeit auszeichnen. Ich habe aber beim Zuhören nicht das Gefühl gehabt, etwas zu vermissen, so dass es für mich einen eher kleinen Kritikpunkt darstellt.

    Was mir gut gefallen hat, sind die gesellschaftskritischen Fragen, die das Hören der Geschichte immer mal wieder begleiten und mir Bezüge zu meinem „realen Umfeld“ bieten, denn wer kann sich schon von Vorurteilen freisprechen, wenn „scheinbare Andersartigkeit“ ins eigene Blickfeld gerät oder war schon selbst diesen ausgesetzt. 

    Ein Auftakt, der also auch zum Nachdenken anregt und mit genügend Potenzial im Gepäck den Blick geschickt auf seine Fortsetzungen lenkt.


    Fazit:

    Spannender Reihenauftakt, der ein interessantes Szenario vorstellt und als Agenten-Thriller gut unterhält.

  10. Cover des Buches Atramentum (ISBN: 9783954932863)
    Angelina Dixken

    Atramentum

    (3)
    Aktuelle Rezension von: LiberteToujours
    Der Wildling Farao fühlt sich in der Stadt schon immer eingesperrt - seitdem der letzte Durchgang durch die Mauern versperrt ist ist es nicht mehr auszuhalten. Er will, muss raus. Dafür ist er sogar bereit, es mit der schwarzen Festung aufzunehmen. 

    Man braucht als Leser eine Weile, um wirklich in Dixkens Werk einzutauchen. Der Schreibstil ist wunderschön, aber durch die fast schon poetische Art ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Phasenweise verliert Dixken sich ein bisschen in Trivialitäten - da muss man als Leser am Ball bleiben können. Wenn man das geschafft, sich darauf eingelassen hat, dann kann man anfangen zu genießen. Das sorgt zwar auch dafür, dass die Spannung etwas auf der Strecke bleibt, aber das muss ja auch nicht immer sein. 

    Auch Farao als Protagonisten fand ich fantastisch. Sein innerer Konflikt, seine Zerrissenheit, ist in jeder Zeile zu spüren. Er will raus, fühlt sich seiner Schwester gegenüber aber verpflichtet und doch - er hält es einfach nicht mehr aus. Keine Entscheidung scheint wirklich die richtige zu sein, wie er es auch anstellt, irgendeine Art von Unglück erwartet ihn immer. Man kann sich gut in ihn reinversetzen und weiß an vielen Stellen selbst nicht, was jetzt das klügste wäre. Dennoch ist Farao stark genug, irgendwie seinen Weg zu machen - nicht umsonst scheint er der einzige zu sein, der das Elend der Stadt beenden kann. Irgendwas besonderes ist an ihm - nur weiß er selbst nicht was.
    Im Gegensatz zu Farao bleiben alle anderen Handelnden blass und schwer greifbar. Das fand ich schade, weil wir hier wirklich vielen Figuren begegnet sind, bei denen eine nähere Betrachtung interessant gewesen wäre. Die fallen aber irgendwie einfach hintenüber. So hat man als Leser ein bisschen das Gefühl, dass Farao sich als einziger Farbklecks durch das graue Einerlei der Stadt kämpft - passt auch irgendwie zu Story, enttäuscht hat es mich dennoch.

    ACHTUNG SPOILER!
    Wirklich schwierig fand ich, dass die Geschichte einfach nicht hält, was sie verspricht. Den Drachen sucht man nämlich vergeblich. Der stellt sich letztendlich als Entität heraus, die die Köpfe der Menschen manipulieren kann, und das seit Jahrhunderten, nicht wie man nach dem Klappentext meinen würde seit ein paar Wochen.
    Versteht mich nicht falsch, ich verstehe schon dass der Drache eine Metapher ist - aber für solche Spielchen braucht man eine Leserschaft, die sich darauf einlässt. Und wenn man selbst einen echten Drachen, inklusive epischem Finale erwartet ist man vom tatsächlichen Ende einfach irgendwie enttäuscht. Das läuft natürlich dann auch eher auf einer Art Metaebene ab. 

    Alles in allem hat Atramentum mir gut gefallen - ich hätte mir nur gewünscht, dass zumindest ein paar Personen mehr Tiefe bewiesen hätten. Und ein anderer Klappentext muss definitiv her! 
  11. Cover des Buches Auf der Suche nach einer öffentlichen Moral (ISBN: 9783442150717)
  12. Cover des Buches Evolution (ISBN: 9783945986394)
    Thomas Thiemeyer

    Evolution

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Aglaya
    Nach ihrem Flugzeugabsturz in die Zukunft und der Flucht in die Berge werden Jem und seine Freunde getrennt. Während seine Freunde bei den einheimischen Menschen Zuflucht finden, muss Jem sich alleine durch die gefährliche Wildnis schlagen…

    "Der Turm der Gefangenen" ist der zweite Band der 2Evolution"-Trilogie und schliesst inhaltlich direkt an den ersten Teil an. Vorkenntnisse sind daher zum Verständnis notwendig, auch wenn die Geschehnisse von Band 1 als Prolog zusammengefasst werden. Um alles zu verstehen reicht das aber doch nicht aus.

    Die Geschichte wird in der dritten Person in der Vergangenheit aus wechselnder Sicht erzählt. Meist liegt der Fokus auf Lucie oder Jem, aber auch andere Figuren stehen immer wieder im Mittelpunkt. Beim ersten Band hatte ich angemerkt, dass man über die Figuren nur wenig erfahre, hier ist das leider nicht anders. Ich konnte sie durchaus in "sympathisch" und "unsympathisch" einordnen, aber wirkliche Eigenschaften, die sie von den anderen unterscheiden, konnte ich niemandem zuordnen. Ihr Handeln passte teilweise gut in das Bild, das ich von ihnen hatte (Marek), bei anderen wie Lucie konnte ich die Entwicklung überhaupt nicht nachvollziehen.

    Auch im zweiten Band schreitet die Handlung ohne grosse Wendungen geradelinig voran. Wie auch im ersten Band gab es zwar die eine oder andere Erkenntnis, im Grossen und Ganzen blieb die Geschichte allerdings vorhersehbar. Was ich im ersten Band noch verschmerzen konnte, da es sich um die Einführung handelte, stört mich hier nun merklich. Der zweite Band einer Trilogie ist eigentlich dazu da, die Handlung voranzutreiben und auf das grosse Finale vorzubereiten, wovon ich hier aber nicht viel gemerkt habe.

    Der zweite Band wird, wie auch der erste, von Mark Bremer gelesen, der mir auch hier gut gefallen hat. Allerdings ist mir aufgefallen, dass der Autor Thomas Thiemeyer alle seine Figuren im selben Stil mit demselben Vokabular sprechen lässt. Das ist ja in Ordnung, wenn alle dieselbe Herkunft haben, aber in "Evolution" haben wir es mit zwei Gruppen zu tun, einerseits mit den Jugendlichen aus dem 20. Jahrhundert, andererseits mit Menschen aus dem 25. Jahrhundert, sie seit 500 Jahren in einer abgeschiedenen Kommune ohne Kontakt nach aussen leben. Da erscheint es doch sehr unwahrscheinlich, dass sich die Sprache nicht entwickelt haben sollte. Auch sonst gibt es immer wieder kleinere und grösser Logiklöcher, die sich auch schon im ersten Band aufgetan hatten.

    Mein Fazit
    Etwas zu geradelinig
  13. Zeige:
    • 8
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