Bücher mit dem Tag "bürgerliches trauerspiel"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bürgerliches trauerspiel" gekennzeichnet haben.

12 Bücher

  1. Cover des Buches Über uns der Himmel (ISBN: 9783442383337)
    Kristin Harmel

    Über uns der Himmel

     (285)
    Aktuelle Rezension von: lauri2001

    Kate hat am 11.09.2001 ihren Ehemann bei den Anschlägen auf das Wolf Trade Center verloren. Dreizehn Jahre später ist sie, trotz ihres Freundes Dan und die Unterstützung ihrer Familie, immer noch nicht darüber hinweg. Auf einmal kommen noch sehr realistische Träume von dem Leben, dass sie geführt hätte, wäre ihr Ehemann nicht gestorben. Sie hinterfragt ihr Leben und beginnt sich für neue Dinge zu interessieren, was ihr das Gefühl gibt, dass ihr Leben noch nicht vorbei ist. Kann sie ihr Herz wieder öffnen, 13 Jahre nach dem Patrick gestorben ist?

    Mich hat das Buch sehr mitgenommen. Es zeigt, dass es natürlich nicht einfach ist, über einen schweren Verlust hinwegzukommen, sondern man hart dafür arbeiten muss. Die Figuren sind alle sehr sympathisch und ich finde die Idee mit den Träumen super. Sie ist auch toll umgesetzt worden. Ein schönes Buch, was sich absolut lohnt!

  2. Cover des Buches Emilia Galotti (ISBN: 9783518188446)
    Elke Bauer

    Emilia Galotti

     (876)
    Aktuelle Rezension von: Bionoema

    Lessing gilt als einer der Autoren der Aufklärung im 18. Jahrhundert. Eines seiner bekanntesten Werke und z.T. Mitglied des schulischen Lesekanons ist das Drama Emilia Galotti. Ich mag seinen Schreibstiel sehr gerne, auch die Themen, die er anprangert. Leider ist das Einfühlungsvermögen und die Empathie gegenüber der Figuren recht eingeschränkt, das unsere heutige Gesellschaft über diesen Punkt in der Beziehungsebene seit langem herausgewachsen ist; woran Herr Lessing vielleicht nicht ganz unschuldig ist. Daher war es für mich nicht wirklich unterhaltsam, bereichernd oder nachhallend. Dennoch ein Stück Literaturgeschichte, dass uns mal wieder vor Augen führt, wie weit wir innerhalb der letzten 250 Jahren vorangeschritten sind!

  3. Cover des Buches Theodor Fontane: Effi Briest (ISBN: 9783938484180)
    Theodor Fontane

    Theodor Fontane: Effi Briest

     (1.727)
    Aktuelle Rezension von: LeserLeserin

    Ich musst das Buch damals in der Schule lesen und es ist mir seither im Gedächtnis geblieben. Ich mag den Schreibstil und es wirkt vertraulich und doch distanziert. WIeder gerne gelesen. 

  4. Cover des Buches Kabale und Liebe (ISBN: 9783947894918)
    Friedrich Schiller

    Kabale und Liebe

     (1.196)
    Aktuelle Rezension von: mirja94

    Inhalt:

    Luise und Ferdinand lieben sich. Doch Luise entspricht nicht seinem Stand, also hat ihr Vater Angst, dass sie nur seine Mätresse sein soll. Auch Ferdinands Vater, der Präsident, ist von der Verbindung nicht begeistert und spinnt eine Intrige mit Wurm, der selbst ein Auge auf Luise geworfen hat, nach der Ferdinand mit Lady Milford verheiratet werden soll. Doch Luises Frömmigkeit macht einen Strich durch die Rechnung.

    Meinung:

    Ich bin enttäuscht, wie schlecht der Präsident und Wurm darin sind, Intrigen zu spinnen. Die Charaktere sind allesamt recht sprunghaft, das teilweise she unterhaltsam ist. Allgemein ist es ein tolles Beispiel für ein klassisches Drama.

    Fazit: 

    Wer kreative Schimpftiraden lernen will, sollte sich auf jeden Fall mit Schillers Werken befassen. Es hat mich unterhalten, wie ein aufgeführtes Theater, war sehr bildhaft.

  5. Cover des Buches Miss Sara Sampson (ISBN: 9783872912480)
    Gotthold Ephraim Lessing

    Miss Sara Sampson

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Heike110566
    Das Trauerspiel "Miss Sra Sampson" wurde 1755 uraufgeführt. Der 26-jährige Lessing schuf damit das erste bürgerliche Trauerspiel. Im Mittelpunkt des Stückes stehen die unterschiedlichen Moralauffassungen, in diesem Falle speziell in Bezug zu den zwischenmenschlichen Beziehungen, jener Zeit. Die junge Miss Sara ist in Mellefont verliebt und er in sie. Ihr Vater ist gegen diese Verbindung. Deshalb "fliehen" die beiden Verliebten aus dem Hause des Vaters. In einem kleinen Gasthaus tauchen sie unter. Sara möchte Mellefont natürlich gern heiraten, aber der schiebt die Zeremonie immer wieder hinaus, schiebt Vermächtnisgründe um eine Erbschaft, die noch geklärt werden müssen, vor. Mellefont war zuvor mit einer gewissen Marwood zehn Jahre lang zusammen, hat mit dieser sogar eine gemeinsame Tochter, war aber nie mit Marwood verheiratet. Aber auch während dieser Beziehung hatte er zwischendurch andere Affairen. Sara weiß, dass ihr Geliebter andere Frauen hatte, auch um Marwood weiß sie, aber sie findet dies normal, denn Mellefont konnte Sara ja nicht lieben, bevor sie kennenlernte. Marwood hat Mellefont aber nicht aufgegeben. Sie weiß zwar, dass er sie nicht liebt, will ihn aber dennoch, weil sie ja die Tochter haben und eine gemeinsame Ehe auch ihren gesellschaftlichen Status wieder heben würde. - Deshalb macht sie Mellefont und Sara ausfindig und folgt ihnen. Sie informiert auch Saras Vater, der auch in das Gasthaus reist. Marwood setzt darauf, dass er seine Tochter zurückholt und den Geliebten verstößt. Aber: weit gefehlt. Sir Williams liebt seine Tochter. Er vermisst sie und hat inzwischen begriffen, dass er sie nur halten kann, wenn er sie loslässt. Wenn er die Verbindung akzeptiert. Marwood, die inzwischen erfolglos versucht hat mit Hilfe ihrer Verführungs-, Überredungs- und Erpressungskünste Mellefont zurückzugewinnen, sieht ihre Felle endgültig davon schwimmen, als sie erfährt, dass Sir Williams seiner Tochter Sara vergeben hat und Mellefont als Schwiegersohn bereit ist zu akzeptieren. - Sara freut sich über diese Entwicklung, Mellefont bekommt Panikattacken, weil er Ängste vor einer endgültigen Bindung an Sara hat. Er liebt Sara, aber er liebt auch seine Freiheit. Marwood ist nicht bereit Mellefont aufzugeben. Sie ist zum Äußersten entschlossen. Die Tragödie nimmt ihren Lauf. Und diesen nimmt sie in einer inhaltlich spannend gestalteten Art und Weise. Jede der vier Hauptfiguren (Sara, Mellefont, Marwood, Saras Vater) vertritt im Grunde ein eigenes Wertesystem zum zwischenmenschlichen Leben. Das Aufeinanderprallen dieser Moralansichten führt zu den Konflikten zwischen den Handelnden. Allerdings: für meinen Geschmack dramatisiert Lessing hier einige Aspekte sehr überspitzt. Auch wenn man natürlich berücksichtigen muss, damals härtere sittliche Konventionen galten als heute. Sprachlich ist dieses Stück in einer sehr schwülstigen Art gehalten. Für viele sicher eine ungewohnte Srache, die das Erschließen der Zusammenhänge dem heutigen Leser nicht gerade erleichtert. Es ist ein Frühwerk des Nathan-Schöpfers, was man dem Stück auch anmerkt.
  6. Cover des Buches Dramen 2. Miß Sara Sampson. Philotas. Emilia Galotti. Nathan der Weise (ISBN: 9783829008778)
  7. Cover des Buches Sterbender Cato (ISBN: 9783150140086)
    Johann Christoph Gottsched

    Sterbender Cato

     (22)
    Aktuelle Rezension von: ukulelecoolia
    Gottsched setzte sich mit "Sterbender Cato" zum Ziel, die Anforderungen des Aristoteles an die Tragödie selbst möglichst gut umzusetzen. Es geht um Cato, einen Freiheitskämpfer der römischen Republik, der sich lieber selbst das Leben nehmen würde, als in einer Diktatur eines Kaisers zu leben. Zusammen mit seinen Verbündeten versucht er den Cäsar aufzuhalten und Roms Freiheit zu erhalten. Das Stück lässt sich durchgehend einfach und flüssig lesen. Die Spannung, die Gottsched aufbaut motiviert zur Lektüre. Etwas seltsam erschien mir jedoch die Überhöhung Cäsars gegenüber Cato: so erschien mir Cäsar oftmals sympathischer als Cato, der eigentliche Held, der sich oftmals als allzu stur zeigt. Die an das eigentliche Werk anschließende zeitgenössische Diskussion über die Tragödie, die in diesem Buch abgedruckt wird, ist ebenfalls interessant zu lesen. Hierin erörtert Gottsched einige Kritikpunkte anderer am "Sterbenden Cato". Ein durchaus unterhaltsames Stück, das nie überfordert und daher angenehm zu lesen ist.
  8. Cover des Buches Das deutsche bürgerliche Trauerspiel (ISBN: 9783476161161)
  9. Cover des Buches Einführung in das bürgerliche Trauerspiel und das soziale Drama (ISBN: 9783534238927)
  10. Cover des Buches EinFach Deutsch, Emilia Galotti (ISBN: 9783506222800)
    Martin. Heider

    EinFach Deutsch, Emilia Galotti

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Emilia Galotti / Minna von Barnhelm (ISBN: 9783596901388)
    Gotthold Ephraim Lessing

    Emilia Galotti / Minna von Barnhelm

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte
    „Aber so geht es den Empfindsamen! Die Liebe spielt ihnen immer die schlimmsten Streiche.“ (S. 17)

    Ach ja, was soll ich sagen? Es war mir ein Vergnügen! Literarisch lebe ich im 18. Und 19. Jahrhundert –die Aufklärung, der Sturm und Drang, die Klassik. Nun sollte das Jahr mit einer alten Bekannten von mir beginnen –Emilia Galotti - bevor die gute Minna von Barnhelm mich zu sich einlud. Und was soll ich sagen? Besser hätte das Lese-Jahr gar nicht starten können. Warum? Nun, deshalb:

    Emilia Galotti

    Lessing, ein intelligenter Aufklärer, bekannt durch seine Ringparabel, veröffentlichte 1772 Emilia Galotti als sein zweites bürgerliches Trauerspiel.

    Ein junger Prinz hat ein Auge auf die schöne Bürgerstochter Emilia Galotti geworfen, diese wiederrum ist dem jungen Grafen Appiani versprochen. Um eine Hochzeit zu vermeiden, engagiert der Prinz seinen hinterlistigen Kammerherrn Marinelli. Dieser legt seine Befugnisse etwas weitläufig aus und es kommt zum Übelsten. Danach gibt es für das unschuldige, tugendhafte Mädchen nur noch einen tragischer Ausweg.

    „Gott, was hab ich getan! (…) Eine Rose gebrochen, ehe der Sturm sie entblättert.“(S.88)

    Bürgerliche Personen als Hauptfiguren in einem anrührenden Theaterstück?   –in der damaligen Zeit eine Neuheit, die auch auf Missgunst getroffen ist.

    Dieses Stück hat Intrigen, Drama, glaubwürdige Charaktere und viel Familienliebe. Die Sprache ist verständlich, gut zu lesen (gerne auch laut, denn es ist für die Bühne geschrieben) und poetisch. Die aristotelische Dramenstruktur mit fünf Akten ist hier perfektioniert.

    „Was macht die Kunst?“ – „Prinz, die Kunst geht nach Brot.“ (S. 10) 

    Keineswegs eine Erfindung von Goethe –Nein, die jungen Stürmer und Dränger haben sich ein Vorbild an Lessing genommen und ihn immer wieder gerne zitiert. Emilia Galotti liegt beispielsweise bei Werther auf dem Tisch, als er sich das Leben nimmt.

    Minna von Barnhelm oder das Soldatenglück

    Minna ist ganz anders als Emilia, sie ist eine Adelige, verschmitzt, emanzipiert und traut sich frei heraus zu sagen, was sie denkt –Aber nicht minder stark!

    Das Lustspiel erschien 1767 und wird heute wie damals von Theatern gerne aufgeführt. Nach heutigem Ermessen könnte man dieses Stück als Romantische Komödie mit Happy End bezeichnen.

    Zeitlich gesehen befinden wir uns kurz nach dem Ende des Siebenjährigen Kriegs. Major Tellheim, ein Mann der sich schnell in seiner Ehre gekränkt fühlt, wurde unehrenhaft aus dem Militärdienst entlassen. Auch einen Arm musste er im Krieg einbüßen. Das Land Preußen möchte den Schuldschein nicht anerkennen, den er vom Land Sachsen erhalten hat, als er dem schwergebeutelten Fürstentum seine Kriegsschulden vorgestreckt hat. Nun befindet sich Tellheim mittellos in einem Gasthof, ein einziger treuer Diener begleitet ihn noch. Da trifft es sich, dass Minna, die Verlobte von Tellheim mit ihrer Zofe in genau dem gleichen Gasthof absteigt. Vor dem Krieg haben sich die Liebenden gegenseitig einen Rind und ein Versprechen gegeben. Doch Tellheim versetzt seinen –von Minna geschenkten- Verlobungsring beim Wirt. Minna erkennt nun an dem Ring, dass Tellheim in der Nähe sein muss und arrangiert ein Treffen, um ihn zur Rede zu stellen.

    „Lieben Sie mich noch, Tellheim? Ja oder Nein?“ (S.127)
    „Ah! der hat Sie nie geliebt, mein Fräulein, der eine andere nach Ihnen lieben könnte. (S.126)

    Dieser, in seinem Ehrgefühl gekränkt, da er nun viel ärmer ist als sie, nimmt sein Versprechen zurück. Nun muss sich Minna etwas einfallen lassen und benutzt dafür den von Tellheim eingetauschten Ring. Und am Ende? Zwei Glückliche Paare. Wie diese zustande kommen –lies selbst J

    Dieses Schauspiel klingt nicht nur nach hin und her, es ist auch so. Dazu bringt es einen Humor mit, der Jahrhunderte überbrücken lässt.

    „Das Herz redet uns gewaltig gern nach dem Maule. Wenn das Maul ebenso geneigt wäre, nach dem Herzen zu reden, so wäre die Mode längst aufgekommen, die Mäuler unterm Schlosse zu tragen.“ (S. 112)
    „Man spricht selten von der Tugend, die man hat; aber desto öftrer von der, die uns fehlt.“ (S. 112)

    Einzig seinen „Kriegsoptimismus“ kann man diesem Stück vorwerfen. Gleichzeitig prangert es aber auch diesen und im Besonderen die Preußische Tugend der Ehre an.

    „Der Friede hat ihnen viele entbehrlich gemacht. Und am Ende ist niemand unentbehrlich.“ (S.164)
    „Das Fräulein: Hartnäckiger Mann! Tellheim: Meine Ehre- Das Fräulein: Nein, Nein, ich weiß wohl. – Die Ehre ist – die Ehre.“ (S.169)

    Die Fischer Klassik Ausgabe

    Ich verstehe nicht recht, warum man hier das erste bürgerliche Trauerspiel –Miss Sara Sampson- nicht mit abgedruckt hat. Ich habe nachgeschaut: Es gibt in der Fischer Klassik Ausgabe kein Version der Sara Sampson, weder eigenständig noch in Verbindung mit anderen Werken. Warum nicht eine Ausgebe mit beiden Trauerstücken und die Minna einzeln? Und wenn sie schon, wie in dieser Ausgabe, Emilia und Minna zusammenstecken, warum dann nicht eine Einzelausgabe von Sara? Da bin ich wirklich verwirrt und unzufrieden. Daher nur die 4 Sterne – Die Stücke an sich sind mehr als 5 wert!

    Fazit

    Zwei von Grund auf unterschiedliche, aber nicht minder starke Frauenfiguren in der Ständegesellschaft des 18. Jahrhunderts. Ein bürgerliches Trauerspiel und ein Lustspiel (Die RomKom des Adels): 5**- Es fehlt nur noch die Dritte im Bunde Miss Sara Sampson –Leider wurde die Geschichte der Bürgerstochter nicht mit abgedruckt –Eine Fehlentscheidung vom Verlag!

     

    EMILIA GALOTTI + MINNA VON BARNHELM| Gotthold Ephraim Lessing| Fischer Taschenbuch Verlag| Fischer Klassik| 2009| 207 Seiten| 9,50 €

  12. Cover des Buches Die Räuber / Kabale und Liebe (ISBN: 9783596900329)
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