Bücher mit dem Tag "bulimie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bulimie" gekennzeichnet haben.

115 Bücher

  1. Cover des Buches Die Liebe von Callie und Kayden (ISBN: 9783453534575)
    Jessica Sorensen

    Die Liebe von Callie und Kayden

     (417)
    Aktuelle Rezension von: DrunkenCherry

    Der zweite Band von Callie & Kayden hat wesentlich länger gebraucht, um in Gang zu kommen als der erste. Tatsächlich ist in der ersten Hälfte kaum etwas passiert und es war mir fast schon ein bisschen zu viel Hin und Her zwischen dem Paar.

    Aber das änderte sich dann ganz plötzlich und was so ruhig anfing, wurde sehr herzergreifend und hat mich echt mitgenommen.

    Ging es im ersten Band noch mehr um Callies Probleme, geht es jetzt um Kayden, der in seiner Familie schreckliches durchlebt hat.

    Aber es geht nicht nur um die Probleme an sich – es geht auch drum, dass man sie in den Griff kriegen kann, dass man das aber auch angehen muss. Und ich liebe es, dass Jessica Sorensen Liebe hier nicht als Allheilmittel darstellt, sondern klarmacht, dass, man manchmal auch mit Profis reden muss.

    Die Charaktere entwickeln sich glaubhaft weiter. Ihre Beziehung macht sie stark, überwindet aber nicht alles. Auch wie Freundschaft hier gezeigt wird, ist einfach schön.

    Anders als im ersten Band gab es hier doch recht viele Erotikszenen, aber sie waren nicht so explizit und über dutzende Seiten erstreckt, dass ich sie überblättern wollte, sondern es hielt sich die Waage und blieb recht geschmackvoll.

    Besonders gut gefiel mir, wie Lukes Geschichte für den dritten Band der Reihe angeteasert wurde, ohne zu viel zu verraten. Er ist so ein interessanter Charakter und ich brenne schon darauf, seine und Violettes Geschichte zu erfahren. 

  2. Cover des Buches Splitterfasernackt (ISBN: 9783426784884)
    Lilly Lindner

    Splitterfasernackt

     (434)
    Aktuelle Rezension von: Soraja_liest
    Inhalt:
    Lilly Lindner erzählt von ihrem Leben. Sie erzählt von ihrem Nachbarn, der sie vergewaltigte als sie erst 6 Jahre alt war und wie sie damit versuchte umzugehen. Oder eben davon zukommen.

    Meine Meinung:
    Da es sich hier um die persönliche Geschichte von Lilly Lindner handelt, kann ich diese nicht "bewerten".
    Jedoch beeindruckte mich ihre "Sprachgewalt" auch in diesem Buch wieder. Diese allein ist ausschlaggebend für die 5 Sterne-Bewertung.

    Es handelt sich hier nicht um leichte Kost und sicherlich nicht um einen Unterhaltungsroman. Vielmehr erzählt uns die Autorin mit ihrem außergewöhnlichen und sehr berührenden Schreibstil aus ihrem Leben.
    Ich möchte nicht sagen, dass ich mit ihr mitfühlen kann oder sie und ihre Entscheidungen verstehe. Das kommt ihrer Erzählung in keinster Weise gerecht. Vielmehr möchte ich zu dem Buch sagen, dass es mich unfassbar gerührt und vor allem mitgenommen und bewegt hat. Dass Lilly Lindner die Kraft und den Mut aufgebracht hat, so viel von ihrem Innersten preiszugeben, ist beeindruckend. Davor kann man nur den Hut ziehen. Und Kraft daraus schöpfen. Und sich inspirieren lassen.

    Ich halte die Autorin für eine außergewöhnliche Frau mit einer wundervollen Begabung zum Schreiben. Und auch wenn es "schwere Kost" ist oder sein könnte, möchte ich gerne noch weitere ihrer Werke lesen.


  3. Cover des Buches Zerbrechlich (ISBN: 9783404166985)
    Jodi Picoult

    Zerbrechlich

     (385)
    Aktuelle Rezension von: lovelines

    >>Ständig brechen und zerbrechen irgendwelche Dinge. Wellen und Stimmen können brechen. Versprechen werden gebrochen. Und Herzen.<<
    …und nicht zuletzt hat Jodi Picoult mit „Zerbrechlich“ mein Leserherz nicht nur zerbrochen, nein regelrecht zertrümmert... Wir begleiten hier die an der Glasknochenkrankheit erkrankte Willow und ihre Familie, die ein ohnehin schon Hürden reiches Leben führen. Doch es kommt der Tag, da dreht Charlotte, Willows Mutter völlig am Rad... Sorry, aber anders kann ich das nicht formulieren. Von einer anfangs noch sympathischen Protagonistin entwickelte sich für mich persönlich immer mehr und mehr Unverständnis für ihre Entscheidungen, Denkweisen und Taten... Insbesondere am Ende habe ich mich ernsthaft gefragt, was Jodi Picoult mit diesem Buch bezwecken wollte... Für meinen Geschmack schafft sie hier weder Hoffnung für Betroffene, noch hinterlässt sie mir persönlich als Leser irgendetwas außer eine gehörige Portion strapazierte Nerven... Das Buch und seine ganze Thematik regen natürlich sehr zum Nachdenken an, es gibt viel zu diskutieren und die Moral wird hier auf vielfältige Weise infrage gestellt. Gerade solch ein Buch, mit dieser doch so so sensiblen Thematik hätte meiner Meinung nach eine Auflösung gebraucht, die etwas Hoffnungsvolles hinterlässt, die Betroffenen Mut macht und nicht ganz Hollywood-like emotionale Gräber schaufelt...
    An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich sagen, dass es sich hier um meine ganz persönliche Meinung und Empfindung im Bezug auf das Buch handelt! 

  4. Cover des Buches Never Too Late (ISBN: 9783736311671)
    Morgane Moncomble

    Never Too Late

     (164)
    Aktuelle Rezension von: Lili-Marie

    Nachdem mit Never Too Close gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf diese Geschichte. Allerdings muss ich sagen, dass mich diese Geschichte nicht abholen konnte.

    Die Geschichte wird aus Zoe als auch von Jason erzählt. Dazu bekommt man immer wieder Einblicke in Zoes Vergangenheit. Der Schreibstil war locker und flüssig zu lesen. Dennoch habe ich nicht richtig in die Geschichte hineingefunden.

    Jason ist ein lieber Kerl und ich mochte ihn auch aber er blieb mir doch immer fern. Mit Zoe hatte ich dann aber etwas mehr Probleme. Mit ihr bin ich überhaupt nicht warm geworden und das hat mir einiges an Lust auf dieses Buch genommen. Es ist zwar sehr schlimm und dramatisch was ihr bisher wiederfahren ist aber es war einfach zu viel. Sie erlitt ein Schicksalsschlag nach dem anderen und hatte so viele unterschiedliche Probleme, dass es teilweise echt anstrengend war die Geschichte aufmerksam zu verfolgen. Das alles hat die Geschichte für mich definitiv nicht interessanter oder spannender gemacht.

    Es wurden viele wichtige Themen angesprochen aber durch die Menge an Themen, war nicht genug Platz um jedes Thema ausgiebig zu behandeln. Das war sehr schade. Hier passt das Sprichwort „weniger ist mehr“ sehr gut. Oft habe ich gedacht „Nein, nicht das auch noch“. Einige Probleme haben sich auch sehr konstruiert angefühlt um das Buch unnötig in die Länge zu ziehen. Ich habe mich gefragt, was sie für einen Mehrwert für die Geschichte haben.

    Fazit

     Die Geschichte rund und Jason und Zoe ist zwar ganz nett aber viel zu überladen. Die wichtigen Thematiken kommen einfach viel zu kurz und das ist wirklich sehr schade. Zudem bin ich mit den Charakteren, insbesondere Zoe, nicht wirklich warm geworden was das Buch für mich sehr zäh und langwierig gemacht hat.

  5. Cover des Buches Tage mit Leuchtkäfern (ISBN: 9783548286945)
    Zoe Hagen

    Tage mit Leuchtkäfern

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Kreativer_traum

    Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und wollte es unbedingt haben, nun bin ich ehrlich froh, ein gebrauchtes gekauft zu haben. Ich fand sowohl Klappentext als auch Cover sehr toll, leider konnte mich der Inhalt nicht vollends überzeugen. 

    In "Tage mit Leuchtkäfern" geht es um den Club der verhinderten Selbstmörder. Ich fand die Idee total interessant, leider kam ich unglaublich schwer in das Buch hinein. Im Verlauf wurde es zwar besser, aber mir fehlten Gefühle, Emotionen und Gründe. Die Idee wurde meiner Meinung nach sehr oberflächlich behandelt. Schade. Insgesamt wirkte alles sehr durcheinander. Auch wenn der Schwerpunkt auf der Sicht von Ghandis Gedanken lag, fand ich die Umsetzung oft nicht passend, mir fehlt ein Bezug und Gespräche tauchten plötzlich mittendrin auf. 

    Ich gebe dem Buch trotzdem drei Sterne, weil mir das, was es gab, gefallen hat. Es wäre nur deutlich ausbaufähig gewesen. Vielmehr kann ich leider nicht sagen, weil ich mir von der Idee mehr erhofft hatte. Zugleich bereue ich es aber nicht, zu Ende gelesen zu haben. Ich habe es in einem Rutsch beendet, das muss etwas sagen.

  6. Cover des Buches Das Haus der Schwestern (ISBN: 9783442375349)
    Charlotte Link

    Das Haus der Schwestern

     (802)
    Aktuelle Rezension von: PeytonS

    Die Geschichte in der Gegenwart sowie die Geschichte rund um Frances Gray gefallen mir beide. Die Geschichten sind sehr spannend beschrieben. Die Recherchen scheinen schlüssig zu sein und ich fand es sehr interessant von der Zeit damals zu lesen. 

    Bis zum Ende bleibt es sehr spannend. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. 

    Es gibt 1 Stern Abzug für sehr lange Kapitel und dafür, dass das Ende zu in die Länge gezogen wird. Außerdem bleibt eine Sache offen, was ich sehr schade finde. 

  7. Cover des Buches Wintermädchen (ISBN: 9783473584048)
    Laurie Halse Anderson

    Wintermädchen

     (425)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Lia und Cassie waren die besten Freundinnen. Beide schworen sich in einer Silvesternacht, dass sie die dünnsten der Schule werden. Doch dann stirbt Cassie im Gateway Motel. Für Lia bricht eine Welt zusammen und sie gibt sich die Schuld an ihrem Tod. Nicht den Menschen und dem Internet, die sich ständig über sie lustig gemacht haben. Auch ihr Schwur hat nichts damit zu tun. Nicht einmal Cassies Eltern gibt sie die Schuld. Nein, sie gibt sie sich selbst. Denn sie ist damals nicht ans Telefon gegangen…

    Meine beste Freundin hat damals so von diesem Buch geschwärmt, dass ich es mir auch direkt gekauft habe. Doch leider lag es Ewigkeiten auf meinem SuB und letztes Jahr habe ich es dann geschafft, endlich dieses Buch zu lesen. Und ich habe niemals mit so einer Geschichte gerechnet.

    Vorab möchte ich noch sagen, dass ihr dieses Buch mit Vorsicht lesen solltet. In diesem Buch steht leider keine Trigger Warnung, aber das hat es dringend nötig. Denn in diesem Buch werden sensible Themen unbeschönigt dargestellt. Also spreche ich hiermit jetzt eine dicke Trigger Warnung für dieses Buch aus. Bitte nehmt diese Ernst und achtet auf euch!

    Lia ist eine sehr starke Protagonistin, die gegen ihre Dämonen kämpft. Sie leidet unter Magersucht, Depressionen und selbstverletzendem Verhalten. Dies hat mit ihrer zerbrochenen Familie zutun und mit ihrem Vater, der ihr keine Aufmerksamkeit schenkt. In diesem Buch werden Lias Gedanken unbeschönigt dargestellt, was ich auf der einen Seit sehr gut finde, da man einen guten Einblick in die Welt eines psychisch kranken Person findet. Aber auf der anderen Seite ist es triggernd für diejenigen, die selbst betroffen sind. Lia hat in diesem Buch eine sehr starke Entwicklung hinter sich, die ich bewundere. Ich glaube, ich hätte nicht die Kraft dafür.

    Cassie, Lias ehemalige beste Freundin, ist ebenfalls an Magersucht erkrankt. Kurz bevor sie im Motel starb, hat sie Lia angerufen. Beide Mädchen hatten seit Jahren keinen Kontakt mehr, daher ignorierte sie den Anruf. Die Autorin hat es geschafft, die Charaktere authentisch und lebhaft darzustellen. Sie hat recherchiert und macht somit die Geschichte lebendig. 

    Der Schreibstil von Laurie Halse Anderson hat mich tief bewegt. Sie schreibt brutal ehrlich und zeigt einem deutlich, was psychische Erkrankungen mit einem Menschen anrichten. Die Sprache der Autorin ist lebhaft und hat mich damit an die Seiten gefesselt. Das Buch habe ich sehr schnell durchgelesen, da ich immer wieder wissen wollte, wie es weitergehen wird...

    ,,Wintermädchen‘‘ ist eine Geschichte, die schonungslos ehrlich davon berichtet, dass psychische Erkrankungen kein Kinderspiel sind. Die Autorin hat die Erkrankungen sehr gut dargestellt und oft habe ich mich beim Lesen verstanden gefühlt, da ich manchmal ähnliche Gedanken habe. Das war mein erstes Buch der Autorin und bestimmt auch nicht das letzte!

  8. Cover des Buches Die Sünde der Engel (ISBN: 9783442372911)
    Charlotte Link

    Die Sünde der Engel

     (425)
    Aktuelle Rezension von: katzekatzekatze

    Ich habe mich wirklich unglaublich gequält beim Lesen dieses Buches. 

    Es war einfach so unglaublich SCHLECHT, dass ich gar nicht so richtig weiß, wo ich anfangen soll.

    Vielleicht damit, dass die Charaktere alle langweilig, flach, blass und völlig stereotyp sind. Die Storyline lebt alleine davon, dass alle immer "irgendwie so ein Gefühl" haben, das nervt einfach nur noch, weil sich die Autorin es damit echt supereinfach gemacht hat und gar nichts wirklich Sinn macht. Das hat mich beim Lesen sogar schon richtig aufgeregt.

    Die Geschichte dümpelt langweilig vor sich hin, bis sie in einem völlig abstrusen und sehr vorhersehbaren und fast schon lächerlichen Ende gipfelt. Die Charaktere, vor allem Janet, sind einfach nur unsympathisch und teilweise dumm wie Brot.

    Abgerundet wird das von einem absolut hölzernen und nur schwer zu ertragenen 0815 Schreibstil, den man vielleicht aus schlechten Fanfictions kennt. Der Funke springt einfach zu keinem Zeitpunkt über.

    Nie wieder werde ich ein Buch dieser Autorin anfassen, das war verschwendete Lebenszeit.

  9. Cover des Buches Was fehlt, wenn ich verschwunden bin (ISBN: 9783733500405)
    Lilly Lindner

    Was fehlt, wenn ich verschwunden bin

     (495)
    Aktuelle Rezension von: _Sophia_

    Mit "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" ist Lilly Lindner ein wahres Meisterwerk gelungen. Das Buch regt zum Nachdenken an und verdeutlicht seinen Lesern, wie wichtig die eigene Gesundheit, nicht zuletzt die mentale ist. Die Thematik ist sehr heftig und ab und an kommen einem die Tränen, einfach weil Aprils Schicksal einen sehr berührt. Die Aufmachung mit den Briefen ist sehr authentisch und hat mir sehr gut gefallen, da die Gefühle und Gedanken der beiden Protagonistinnen dadurch gut dargestellt werden. 

    Das Buch ist nicht ohne Grund eines meiner Lieblingsbücher und ich kann es wirklich nur jedem empfehlen!

  10. Cover des Buches Gossip Girl - Ist es nicht schön, gemein zu sein? (ISBN: 9783570302088)
    Cecily von Ziegesar

    Gossip Girl - Ist es nicht schön, gemein zu sein?

     (390)
    Aktuelle Rezension von: Simba99
    Als Fan der Fernsehrserie musste ich nun auch mal mit den Büchern beginnen. Eins vorweg, der Aufbau der Familien ist ganz anders als in der Serie. Ich hoffe das lässt drauf schließen, dass auch die Story eine ganz andere ist. Das fänd ich super!

    Der Einstieg mit dem ersten Buch war schonmal super! Bin ich mal gespannt wies weitergeht!
  11. Cover des Buches Just Listen (ISBN: 9783423716307)
    Sarah Dessen

    Just Listen

     (328)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Funkstille kann unerträglich sein.

    Vorallem wenn dieser Funke Elend zwischen dir und einer besonderen Person steht. Ein Raum zwischeneinander voller ungesagter Wörter, verloren geglaubter Hoffnung, vergoldeten Chancen.

    Und zufällig hörst du genau diese eine CD. Du erwartest viele gute Lieder. Doch genau das, was du hörst, schafft dir Platz für viel mehr als gute Lieder. 

    Erkenntnis.

    Hoffnung.

    Das, was du niemals erwartet hättest.

    Also höre gut hin. Denn wie du hörst, hörst du nichts..."

    - Durch das Buch lernte ich mit der Stille Freundschaft zu schließen. Kein Haufen Elend. Nein, sondern Medizin!

    Eure Jecquella_Higgs :)


  12. Cover des Buches Acht Wochen verrückt (ISBN: 9783492274685)
    Eva Lohmann

    Acht Wochen verrückt

     (165)
    Aktuelle Rezension von: Obst4

    Mila ist in ihrem Dasein „ver-rückt“ hat Depressionen und beginnender Burn-out - sie soll erst einmal 8 Wochen in eine Klinik die sich ihrer annimmt.
    Ihr begegnen dort unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichsten Diagnosen und auch mir als Leser gibt es Einblick in diese Art Klinik.
    Humorvoll, ergreifend und lehrreich erzählt Mila uns ihre Geschichte. Ein sehr gutes Buch 

  13. Cover des Buches Sommernachtstraum (ISBN: 9783737340182)
    Tanya Lieske

    Sommernachtstraum

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Felan
    Der Klappentext und das Cover hatten mich damals sehr angesprochen. Das Buch sieht wirklich gut aus. Ich mag die verschiedenen dunklen Farbtöne. In gebundenen Format kann es sich eindeutig sehen lassen. Wobei mein erster Gedanke beim aufschlagen war, warum ist die Schrift so riesig?!
    Sommernachtstraum von Shakespeare ist eine der wenigen Schullektüren, die wirklich gut fand. Aber die Zeit des Lesens liegt schon weit zurück und ich kann mich kaum noch an den Inhalt erinnern. Asche über mein Haupt – so geht’s mir leider mit den meisten Schullektüren. Daher habe ich mich gefreut als ich gesehen habe, dass sich Jemand dem Thema nähert und es in die heutige Zeit zu übersetzen. Irgendwie hatte ich durch den Klappentext einfach andere Vorstellungen vom Text. Die Umsetzung schwächelt aber leider an vielen Stellen.
    Der Anfang ist sehr verwirrend was vor allem an der Schwemme von Charakteren liegt, die auf einen einprasseln. Auch bei Sommernachtstraum ist das leider nicht anders. Dem Leser wird hier ein Register zur Seite gestellt, was ich sehr hilfreich fand. Ohne das Register wäre ich wohl völlig aufgeschmissen gewesen.

    Es ist interessant wie die Autorin die Geschichte gestaltet. Sie teilt die Geschichte in 5 Akte und lässt Shakespeare selbst Stellen kommentieren. Obwohl mir sowas neu war konnte es mich dennoch nicht richtig fesseln. Es gibt einfach zu viele Probleme in diesem Buch mit denen sich der Leser auseinander setzen muss. Denn die Schwemme an Charakteren bringt jeder sein eigenes Problem mit und für jeden ist Platz im Buch, wobei bei der Seitenanzahl kann man sich ja schon denken, wie viel. Es scheint mir so als wäre jedes „Problem“ in das Jugendliche geraten können in diesem Buch auftaucht. Trotz allem bleiben die Charaktere aber irgendwie schwach. Ich fand sie nicht unsympathisch, aber ich wurde auch irgendwie nicht besonders warm mit ihnen. Es fehlte ihnen irgendwie an Tiefe….


    Fazit: Mir hat das Buch nicht gefallen. Die Geschichte war mir einfach etwas zu wirr und die Charaktere blieben farblos. Vielleicht bin ich aber auch einfach zu alt für dieses Buch xD
  14. Cover des Buches Die Schöne und der Tod (ISBN: 9783442713660)
    Bernhard Aichner

    Die Schöne und der Tod

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    Bernhard Aichner hatte ich für mich nach einer Leserunde erst sehr spät entdeckt und fast alles was ich bisher vom Haymon Verlag in die Hand bekommen hatte, war sehr gut. Also habe ich mir den ersten Band seiner Krimiserie mit Max Broll besorgt ...

    Max Broll, der örtliche Totengräber, scheint mit seinem Leben eigentlich sehr zufrieden. Er organisiert Saunatreffen auf dem Friedhofsgelände und legt sich gerne mit dem Pfarrer an. Sein bester Freund ist Baroni, ein ehemaliger Fußballstar, der sowohl in Wien als auch im Dorf lebt und in Max einen Seelenverwandten gefunden hat.

     Als Max einen Anruf bekommt von seiner ehemaligen und größten Liebe, dass er ein Loch buddeln soll, weil Ihre Schwester beerdigt werden muß, bleibt ihm der Atem stehen und sein ganzes Leben zieht an ihm vorüber. Die einzigste Frau, die ihm jemals etwas bedeutet hat kommt zurück in das Dorf. Max beerdigt Ihre Schwester, ein ehemaliges Model und versucht seiner Ex soweit wie möglich aus dem Weg zu gehen, doch als die Leiche aus dem Grab gestohlen wird, geht der Täter zu weit nach Ansicht von Max. Von seinem Friedhof wird keine Leiche geklaut, die bleiben alle da und Max legt los....

    Was schräg klingt, ist auch komplett schräg. Sehr viele direkte Dialoge und hitzige Wortgefechte beleben diese Geschichte und sorgen dafür, dass Sie zu keiner Zeit langweilig wird. Der Schreibstil ist ausgezeichnet und etwas besonderes. Welche Charaktere , mit wunderbar einfachen Überlegungen gezeichnet, unkompliziert, direkt auf die Mitte, ohne Umschweife und absolut liebenswert. Da fliegen schon mal die Fäuste , vielleicht auch zu Unrecht, aber das ganze macht unheimlich viel Spaß. Kann sich Max seiner ehemaligen Lebensliebe Emma etwas entgegensetzen. Hat die schon immer in Max verliebte Hanni überhaupt eine Chance ? 

    Ich freue mich, dass ich zwar erst 10 Jahre nach Erscheinen, das ganze entdeckt habe, aber die anderen Teile von Max Broll sind schon besorgt. Klare Empfehlung an alle die mit direkten Wörtern als auch leicht vulgärem Ausdruck leben können !

     



  15. Cover des Buches Panikherz (ISBN: 9783864843396)
    Benjamin von Stuckrad-Barre

    Panikherz

     (23)
    Aktuelle Rezension von: ichundelaine
    Benjamin von Stuckrad-Barre war mir irgendwie ein Begriff - ich wusste, dass er mal was mit Anke Engelke hatte, Soloalbum geschrieben hat (fand den Film nur so mittelmäßig) und dass er ein relativ loses Verhältnis zu Drogen hat. Seit Panikherz weiß ich allerdings, dass dieser Mann zudem noch ein absolut begnadeter Erzähler ist, der sich selber schonungslos und hochgradig amüsant selber beobachten und spitzzüngig mit allen möglichen Themen ins Gericht gehen kann. Alles in Allem: genau mein Ding!

    In Panikherz taumelt man mit Benjamin durch sein wirklich chaotisches Leben: vom Klo (Bulemie), nach L.A., wieder zurück in die Rehab und als großer, eigenartiger und nuschelnder Schutzpatron: immer wieder Udo Lindenberg zu dessen Person und Werk der Autor eine enge Verbindung hat.

    18 Jahre nach seinem Debut kommt er mit einem Buch daher, in das er all die Jahre nach Soloalbum packt und von dem niemand gedacht hätte, dass er es wirklich fertig schreibt, denn Stuckrad-Barre ist ein wirklich hart kaputter Kerl.

    Es gibt biographische Bücher, bei denen mich die Selbstbezogenheit der Autoren zunehmend nervt, aber Panikherz gehört nicht dazu, denn Stuckrad-Barre vermag alles so locker flockig und ohne einen Funken Selbstmitleid oder Schuldzuweisung zu erzählen, dass es mich nicht im Geringsten stört.  Auch empfinde ich es als echten Pluspunkt, dass der Autor ebenfalls ein sehr guter Sprecher ist, was leider nicht besonders häufig vorkommt. So war ich fast ein wenig traurig, als es nach 13 CDs hieß: Abschied von Benjamin nehmen - vorerst.




  16. Cover des Buches Jägerin und Sammlerin (ISBN: 9783351037987)
    Lana Lux

    Jägerin und Sammlerin

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Mikki44

    In "Jägerin und Sammlerin" erzählt Lana Lux die infernale und zutiefst giftige Beziehung zwischen Alisa, der Tochter, und Tanya, der Mutter.

    Der Roman beginnt aus der Sichtweise von Alisa, ihren Kampf um Anerkennung, gesellschaftlichen und mütterlichen Druck, die schmerzliche Abwesenheit des Vaters, dem Alleinsein und die bulimischen Folgen, durch die der Körper und die Seele versuchen, allem gerecht zu werden. Erst nach und nach wird deutlich, wie groß die Auswirkungen der doch extrem toxischen Beziehung zur Mutter sind und Alisa in allen Entscheidungen vom eigenen Weg und der Selbstständigkeit ablenken. "Du bist nicht genug" schwebt wie eine dunkle Wolke über ihrem ganzen Leben. Zu einem späteren Zeitpunkt erfährt man auch die Geschichte von Tanya, die auch nicht so rosig ablief. Jedoch hat es Lux bis dahin schon geschafft, dass ich Tanya schütteln möchte und selbst mir als Leserin diese giftige Aura entgegenschlägt.

    Ein ganz anderes Buch als Kukolka, von dem ich so begeistert war, und doch ebenso sprachlich wie auch inhaltlich gut.

  17. Cover des Buches Die Einsamkeit der Primzahlen (ISBN: 9783499291289)
    Paolo Giordano

    Die Einsamkeit der Primzahlen

     (794)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Treffender könnte ein Buchtitel nicht sein. Es geht um die einsame Lebensgeschichte zweier junger Menschen, die nach einem tragischen Ereignis in früher Kindheit das Vertrauen in andere Menschen verlieren. Soziale Beziehungen aufzubauen und zu erhalten, bleibt für beide eine ausserordentliche Herausforderung. Wie viel kann ein Mensch ertragen, um am eigenen Schicksal nicht zu zerbrechen? Wie weit gehen Selbstbestimmung und die Verantwortung für das eigene Lebensglück? Diese Themen sind verwoben in der anrührenden Liebesgeschichte von Alice und Mattia.


    Das Buch liest sich angenehm und leicht trotz dramatischer Handlung, ich würde es literarisch jedoch nicht allzu hoch bewerten.

  18. Cover des Buches Gegessen (ISBN: 9783785725771)
    Sonja Vukovic

    Gegessen

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Lobpreisfreak
    13 Jahre - mehr als ein Drittel ihres Lebens litt die heute 32-jährige Journalistin und Mitgründerin der F.-Foundation, Sonja Vukovic, an Anorexie und Bulimie. In ihrer Autobiographie "Gegessen" gibt die Autorin dem Leser einen tiefen Einblick in ihr Seelenleben, die persönlichen Hintergründe der Krankheit, ihren Kampf mit ihr und schließlich denSieg über sie.
    Dabei schafft sie es, eine nahezu unmittelbare Nähe zwischen dem Leser und dem Geschilderten zu erzeugen, was eine unglaubliche Sogwirkung entwickelt. Oft entsteht kaum noch das Gefühl, ein Buch zu lesen, sondern viel mehr dabei gewesen zu sein. Die Tatsache, dass dies bewerkstelligt wird, ohne dass es gekünzelt literarisiert erscheint, ist ein Testament für Sonja Vukovics sprachliche Fertigkeit. Es ist spürbar, dass hier jemand hinter dem Werk steht, der mit Worten umzugehen weiß und es schafft, sprachliche Präzision und Authentizität zu vereinen. Obgleich dies nicht immer gelingt, möchte man doch die kleine Sunny nicht selten in den Arm nehmen, wenn sie nicht mehr weiter weiß, ihr helfen und ihr sagen, dass alles gut wird. Der Leser leidet mit der Protagonistin und es ist manchmal schwer vorstellbar, dass das Geschilderte tatsächlich passiert ist.  
    Umso beeindruckender ist es, zu sehen, was heute daraus geworden ist:
    Durch die biographische Arbeit, aus der Vukovics erster Bestseller "Christiane F. - Mein zweites Leben" entsprungen ist, entsteht die F.-Foundation, eine Organisation mit dem Ziel der Suchtprävention und - aufklärung, für die Sonja Vukovic bis heute als Rednerin aktiv ist.


    Es ist ein erstaunlicher Weg, den diese mutige Frau gegangen ist. Alleine, diesen Weg nachzuvollziehen, wäre es wert, ihre Biographie zu lesen. Doch durch die oft schonungslose Distanzlosigkeit, mit der die Autorin den Leser in ihre eigene Geschichte hinein nimmt, hat er nie das Gefühl, bloßer Beobachter zu sein, sondern viel mehr ihn mit ihr zu gehen.
  19. Cover des Buches Stalins Kühe (ISBN: 9783442743643)
    Sofi Oksanen

    Stalins Kühe

     (24)
    Aktuelle Rezension von: awogfli
    Wenn ich so lange mit einem Buch brauche, obwohl ich sogar Urlaub habe, dann habe ich ordentliche Probleme damit. Wie auch hier bei Stalins Kühe.

    Die Geschichte beginnt durchaus sehr spannend mit Anna, einer Aneorexie- und Bulimiekranken die sich und ihr Leben völlig ihrem sogenannten Herrn (respektive der Krankheit) unterordnet. Dabei scheut sich Sofi Oksanen auch nicht, sehr anschaulich und plastisch also auch richtig grauslich die detaillerte Beschreibung des Fress- und Kotzvorgangs einer Bulimiekranken zu schildern. Das ist harter Tobak und nichts für zarte Gemüter, gibt aber einen grandiosen Einblick in die Auswirkung der Krankheit und wie die Essensbeschaffung inklusive Vertuschung das gesamte tägliche Leben dominiert. Das ist sehr realistisch beschrieben und sehr gut.

    Weiters wird durch den typischen Oksanen Schreibstil - dekonstruierte Handlung durch Szenen- & Zeitenwechsel im Stakkato - die Rezeptionsfähigkeit des Lesers arg strapaziert und der Plot kommt äußerst langsam in Schwung. Die Haupthandlung der kranken Anna plätschert so dahin und stroboskopartig poppen zirka alle 20 Seiten für 2-4 Seiten Flashlights aus der Vergangenheit insbesondere die Geschichte der Eltern und der Großeltern von Anna auf. Diese Art der Romankonzeption durfte ich schon in Fegefeuer über mich ergehen lassen.

    Nach einer Weile hatte ich mich zumindest teilweise an die schnellen Szenenwechsel gewöhnt, konnte die Geschichte der Mutter und des Vaters mosaikartig zusammenstellen und die Handlung ging voran. Kein Wunder dass Anna an Anorexie bzw. Bulimie leidet. Schon seit frühester Kindheit muss sie die Traumata ihrer Mutter übernehmen, ständig vertuschen und verheimlichen: Jeder ist Feind, kommunistischer Spitzel, niemand darf erfahren, dass die typische finnische Anna eine estische Mutter hat, sie muss ihre Herkunft, ihre Muttersprache und ihre Identität verheimlichen, alle Frauen, die sich ein bisschen weiblich kleiden - also Röcke tragen  - sind Huren, in der Schule wird sie gemobbt, weil sie früh Busen hat.. . Sehr anschaulich wird dem Leser sehr genau und scheibchenweise der Grund für Annas Essstörung offenbart.

    Von der Idee her war es ja gut gemeint, denn durch den Oksanen Stil sollten auch gleich die Ursachen der Traumata von Annas Mutter durch diese Flashbacks aus der Vergangenheit beleuchtet werden. Leider funktionierte dies aber bei mir überhaupt nicht. Erstens weil nur alle ca 50-70 Seiten ein 2 seitiger Schnipsel der Geschichte der Großeltern aufpoppt und zweitens weil diese verzwickte Verwandschaftsstory von Verrat und Kommunismus der großelterlichen Familie einfach für mich zu wirr und zu kopmplex war, um sie so homoöpathisch in ihrer Gesamtheit zu rezipieren. Wer ist mit wem wie verwandt? Wer hat wen verraten? Wer hat wessen Hab und Gut akquiriert? Sorry ich kriegte es einfach nicht zusammen. Wenn also ein mühsamer Stilgriff nicht funktioniert und letztendlich nicht zu einem AHA-Erlebnis führt, dann ist wird die gesamte Geschichte als mühsam empfunden.

    Auch die Gegenwartsstory um die Bulimie kreist am Ende nur um sich selbst und entwickelt sich nicht weiter, wenn man vom Wechsel der Partner mal absieht, hat sich im Vergleich zum Beginn des Romans gar nichts geändert. Das ist auch langweilig. Außerdem ist der Roman viel zu lang  -echt jetzt 500 Seiten! - wobei ja die letzten 200 Seiten einfach gar nichts mehr passiert.

    Fazit: Diesmal gibt es mit Bedauern nur 2,5 Sterne wohlwollend aufgerundet auf 3, weil mir Fegefeuer gut gefallen hat und ich an diesem Roman genau demonstriert bekam, wie das Oksanen Konzept auch aufgehen kann.
  20. Cover des Buches Panikherz (ISBN: 9783462050660)
    Benjamin von Stuckrad-Barre

    Panikherz

     (107)
    Aktuelle Rezension von: Skip

    Der Schreibstil und der Autor polarisieren sicher. Mir persönlich gefällt es sehr gut. Die Worte und Sätze berauschen die Augen und den Kopf. Sehr eigen und sehr kurzweilig. 

  21. Cover des Buches Vor meinen Augen (ISBN: 9783841421210)
    Alice Kuipers

    Vor meinen Augen

     (74)
    Aktuelle Rezension von: MyBookLife

    Klappentext: 19 Minuten – und nichts ist mehr so, wie es war Das Haus kommt ihr zu groß vor, der Schultag zu lang, das Licht zu hell. Manchmal dreht sich alles und Sophies Hände werden schweißnass. Und was in aller Welt hat sie jemals mit Abigail verbunden? Ihre beste Freundin hat nur noch Partys und Jungs im Kopf und ist Sophie mit einem Mal furchtbar fremd. Verbunden fühlt sich Sophie dagegen mit der neuen Mitschülerin Rosa-Leigh. Sie schreibt Gedichte und genießt es, anders zu sein. Aber wie soll Sophie ihr näherkommen – ohne über den schrecklichen Tag zu reden? Den Tag, der alles veränderte ...

    Poetisch und mit großer Sensibilität hat Alice Kuipers, Autorin des Bestsellers ›Sehen wir uns morgen?‹, Sophies Geschichte umgesetzt. Fast wie in einem Krimi, erfährt der Leser durch Sophies Tagebuch nur Stück für Stück die furchtbare Wahrheit.

     

    Persönliche Meinung: Für mich gab es zu keinem Zeitpunkt Spannung oder etwas Unerwartetes. Die Geschichte startet schon ziemlich langweilig und wird mit der Zeit auch nicht besser. Der Schreibstil ist eigentlich ganz ok, aber inhaltlich passiert leider nichts. Das ist eigentlich schade, denn das Buch könnte sonst ziemlich gut die Message verbreiten, nach so einem Schicksalsschlag nicht den ganzen Kummer in sich selbst zu fressen, sondern sich anderen anzuvertrauen und mit jemandem zusammen den Kummer zu verarbeiten.

    Diese wichtige Message geht hier etwas unter, bei dem ganzen Teenie Kram.

    Sonst kann ich gar nicht viel mehr zu dem Buch sagen, da ja inhaltlich nicht gerade irgendetwas Spannendes vorkam.

     

    Fazit: Eigentlich eine toll versteckte Nachricht, die leider nicht wirklich zur Geltung kommt in diesem sonst ziemlich langweiligen Buch.

  22. Cover des Buches Dünn (ISBN: 9783551582959)
    Do van Ranst

    Dünn

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Raven
    Das Buch "Dünn" von Do van Ranst ist 192 Seiten lang und beim Carlsen-Verlag als Hardcoverausgabe erschienen.

    Die Leseseiten sind schön dick und das Cover finde ich sehr interessant und individuell. Die Buchqualität ist gut.

    Im Buch geht es um Fee, die von zu Hause ausreißt um zuzunehmen, nachdem ihre Mutter verstorben ist und sie ihrem Vater dafür die Schuld gibt.

    Das Buch fängt mitten im Geschehen an. Fee ist abgehauen, weil sie ihren Vater hasst und seine neue Lebensgefährtin, nachdem die Mutter gestorben ist. Fee gibt die Schuld am Tod ihrer Mutter dem Vater und mit ihrem Partner und ihrer besten Freundin hat sie sich auch noch  gestritten. Also ist sie abgehauen. Sie will unbedingt zunehmen und isst unglaublich große Mengen für unheimlich viel Geld. Es erscheint als Befreiungsakt, Emanzipation und Auflehnung gegenüber dem Vater.  In der Stadt begegnet sie seltsamen Menschen und einer Katze. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Täuschung. Mit dem Charakter von Fee konnte ich mich leider gar nicht identifizieren. Sie ist sehr naiv, leichtgläubig und begibt sich in Gefahr. Sie ist auch absolut auf sich selbst bezogen, in manchen Situationen total empathielos zB was die ausländische Freundin des Vaters betrifft und auch gegenüber Tieren, was mir absolut nicht gefiel. Ansonsten fand ich die Story aber sehr spannend. Die Geschichte ist unterteilt in 3 Abschnitte. Abschnitt 1 erzählt von ihrer Flucht, in Abschnitt 2 wird sie gefunden und Abschnitt 3 deckt dann die kompletten Zusammenhänge auf. Besonders das Ende ist sehr spannend, aufwühlend und überraschend. Das Buch erhält von mir 3,5 Sterne für eine sehr interessante Story zwischen Fiktion und Realität und einer absolut überraschenden Wendung.

    Fazit: Individuelle Story mit sehr naiven Hauptcharakter, der mich nicht überzeugen konnte, aber mit einer absolut überraschenden Wendung. Eine Geschichte auf der Grenze der Realität und Täuschung! Sehr interessant!
  23. Cover des Buches Frau Bodenschlampe (ISBN: 9783903248779)
    Bianca Schmidl

    Frau Bodenschlampe

     (35)
    Aktuelle Rezension von: dia78

    Das Buch "Frau Bodenschlampe - Abnehmen ist nichts für Mädchen" wurde von Bianca Schmidl verfasst und erschien 2018 im Verlag SchriftStella.

    Die Autorin nimmt uns mit auf den Weg des Abnehmens. Witzig, satirisch und voller augenzwinkernder Momente werden wir durch das Buch geführt. Die Protagonisten sind gut dargestellt und man kann so manche Situation nachvollziehen und auch nachfühlen.

    Die Wortwahl und der Sprachstil sind passend, sehr humorvoll und man kann sich passagenweise sehr gut hineinfühlen.

    Jeder, der gerne Bücher mit Tiefgang, aber trotzdem mit einer gewissen Ironie gerne liest, der ist mit dem Buch bestens beraten.

  24. Cover des Buches The Group (ISBN: 9783747402825)
    Christie Tate

    The Group

     (9)
    Aktuelle Rezension von: WriteReadPassion

    Inhaltserzählung:
    Ich sehnte mich zwar passiv nach dem Tod, doch ich legte mir keinen Tablettenvorrat an und abonnierte auch nicht den Newsletter der Hemlock Society, die für das Recht auf assistierten Selbstmord kämpfte.
    Ich hatte keinen Plan im Kopf, keine Methode, kein Datum. Aber ich spürte dieses Unbehagen, es pulsierte ständig im Hintergrund wie ein schmerzender Zahn. Dieser passive Wunsch, dass mich der Tod holt, fühlte sich nicht normal an. Irgendetwas an meinem Leben sorgte dafür, dass ich mich nach seinem Ende sehnte.
    Damals wusste ich nicht, dass es ein Wort gab, das mein Leiden genau beschrieb:
    Ich war einsam.

    (Seite 15/16)


    "Sie glauben, dass ich Sie nicht sehe", sagte Dr. Rosen.
    "Verstehen Sie denn nicht, das sich wirklich leide?"
    "Christie, ich verstehe es."
    "Können Sie mir helfen?"
    "Ja."
    "Was muss ich tun?"
    "Sie tun es bereits."
    "Das ist nicht genug."
    "Doch, ist es."

    (Seite 77)


    Autorin:
    Christie Tate ist eine amerikanische Schriftstellerin und lebt in Chicago. Ihre Essays und Artikel erscheinen in der beliebten »Modern Love«-Kolumne der New York Times, in The Washington Post und Chicago Tribune.

    Übersetzerin:
    Monika Kempf


    Bewertung:
    Das Cover ist toll. Was mich wieder ärgert ist die deutsche Übersetzung des Titels bzw. dessen Übernahme: Der Originaltitel lautet "Group", wieso lässt man den nicht und hängt noch ein "The" an? Einfach nervig! Auch das Zitat am Klappentext ist falsch. Dort wird geduzt, im Buch wird gesiezt.

    Das Buch stand schon vor Verkauf auf meiner Wunschliste, da ich selbst in therapeutischer Behandlung war, auch in Gruppentherapie. Daher war ich interessiert an der Erfahrung einer Fremden in einem anderen Land. Ich hatte das Buch in zwei Tagen durch. Trotz großer Kritik meinerseits hat das Buch einen Sog für mich gehabt.

    Meine ganze Kritik ist viel zu lang, um sie hier reinzusetzen. Bitte schaut daher nach Interesse meine Hauptbeiträge zu den jeweiligen Abschnitten:

    Anfang bis Seite 135

    https://www.lovelybooks.de/autor/Christie-Tate/The-Group-2805546837-w/leserunde/2996975880/2996975888/?selektiert=3014102879#thread

    https://www.lovelybooks.de/autor/Christie-Tate/The-Group-2805546837-w/leserunde/2996975880/2996975888/?selektiert=3014101486#thread


    S. 136 - S. 209

    https://www.lovelybooks.de/autor/Christie-Tate/The-Group-2805546837-w/leserunde/2996975880/2996975889/?selektiert=3014105467#thread


    S. 210 - Ende

    https://www.lovelybooks.de/autor/Christie-Tate/The-Group-2805546837-w/leserunde/2996975880/2997016440/?selektiert=3014105520#thread


    "Der hungernde Mensch verspürt keinen Hunger, bis er den ersten Bissen genommen hat", sagte er.

    (Seite 35)


    Ein sehr amerikanisches Buch von dem ersten Satz an, das mich mal mehr, mal weniger fesseln konnte. Es gibt einige große Zeitsprünge und Fehler, aber auch berührende Passagen. Eine ethisch fragwürdige Therapieart, die nicht für Traumapatienten geeignet ist, eher für leichte Alltagsprobleme. Ebenso ein fragwürdiger Therapeut, der eher als Sextherapeut erscheint als alles andere. Auch das System an sich ist sehr schockierend, ich musste oft an mich halten (in den Beitragen habe ich alles genau ausgeführt), weil vieles einfach nicht bloß anders ist, sondern sehr verwerflich - egal wo es stattfindet und mit wem!


    "Wird es mich von meinen Apfelfressattacken heilen, Rory anzurufen?"

    "Sie brauchen kein Heilmittel. Sie brauchen einen Zeugen."

    (Seite 57)


    Christies Art, mit ihren Problemen und in der Gruppe umzugehen, erinnert sehr an Borderline-Persönlichkeiten. Sie sind sehr anstrengend zu therapieren. Ich habe ein Fachbuch dazu gelesen und die Therapeuten scheuen sich zuweilen, solche Patienten anzunehmen. Warum? Diese sind sehr ausfallend, laut und fordernd. Christie zeigt es sehr gut. Ich habe Erfahrungsberichte gelesen, wie Patienten die Ärzte an Wochenenden und Urlauben am Telefon zusammenbrüllen - ähnlich wie Christie. Und sie sind auch bekannt für ihre Abhängigkeit zu den Therapeuten. Die Abgrenzung fällt hier sehr schwer. Mich hat Christie unheimlich an die Borderline-Störung erinnert, und merkwürdigerweise wird das hier mit keinem Wort erwähnt. Dabei ist das viel besser zu diagnostizieren als einzelne Depressionen. Andererseits muss man auch schreiben, dass diese Patienten auch immer viel Aufmerksamkeit wegen ihres Verhalten bekommen. Das kennen wir selbst im Alltag: Derjenige, der am lautesten schreit und immer weint, der bekommt die meisten Blicke und Hilfen. Das zeigt sich auch bei Christie, wenn ich sie mit mir vergleiche, die eher still vor sich hinleidet und sich nicht traut, ihre Bedürfnisse laut kundzugeben. Wer aktiv einfordert, bekommt auch meistens. Und da stehen solche Verhaltensmuster hilfreich zur Seite.

    Ich finde das amerikanische Therapiesystem im Großen Ganzen, so wie das hier geschildert wurde, schlecht. Ich weiß ja nicht, ob das die Regel dort ist. Aber Christies Therapiegruppe und den Therapeuten finde ich in vielen unter aller Sau. Es ist nicht alles schlecht, die Flexibilität könnte Deutschland echt mal einführen. Das fehlt total. Hier passt das Bild mit dem Stock im Hintern gut. Da ist Amerika viel weiter. Aber ich bin mehr schockiert als neugierig von Christies Erzählung herausgegangen. Mich hat schon lange kein Buch mehr so geschockt, und das auf Dauerlauf!


    Niemals habe ich mit meiner Wut etwas anderes getan, als sie herunterzuschlucken oder auszuspeien.
    Und jetzt quoll sie aus mir heraus, schmutzig und laut.

    (Seite 176)


    Für mich bleibt auch einiges ungeklärt, nicht nur wegen der großen Zeitsprünge und dem flotten Ende. Sondern auch wegen des Therapiesystems, das Christie erzählt. Ist das in Amerika so die Regel? Oder ist Dr. Rosen eine von wenigen? Auch die Frage nach der Berufsdeklarierung ist offen: Christie beschriebt Dr. Rosen als Psychotherapeut und Psychiater. Das verwirrt mich nach wie vor, denn in Deutschland gibt es diese Kombination nicht. Psychiater therapieren nicht und haben mehr mit Medizin als mit Psychologie zu tun. Ist das also auch in Amerika üblich? Auch die Leserunde hat das nicht geklärt, leider. Falls jemand da mehr weiß, bitte ich um Erleuchtung. Ich suche mich ja im Internet doof.


    Fazit:
    Für mich keine empfehlenswerte Therapie und auch kein empfehlenswerter Therapeut. Er ist trotz allem sympathisch beschrieben und ich musste manchmal über sein Verhalten schmunzeln. Auch wenn er viel unethisches tut und einiges bescheuertes und unwahres sagt, Tut und sagt er manches Mal etwas richtiges und wahres. Als Partner und Freund ist er mit Sicherheit wunderbar, da wäre ich auch dabei, aber als Psychotherapeut nicht mein Fall.


    "Wenn Sie Teil einer meiner Gruppen werden, dann möchte ich, dass Sie dort absolut alles über mich erzählen, an was Sie sich aus den Treffen von damals noch erinnern."
    "Und was ist mit Ihrer Anonymität?"
    "Sie müssen mich nicht schützen. Das ist nicht Ihre Aufgabe. Ihre Aufgabe ist es zu erzählen."

    (Seite 35)


    Ich, wir alle, können das Buch auch nicht aus unserer Sicht bewerten wie wir andere Bücher bewerten können, da das hier eine ganz andere Gesellschaft ist. Ich kann ja nicht schreiben, das Buch gefällt mir nicht, wie das alles so stattfindet, deshalb vergebe ich nur 3 Sterne. Leider tun das viele Leser, nicht nur bei diesem Buch. Da hätte Christie ja lügen und extra für ausländische Leser die jeweiligen Sachlagen anpassen müssen. Das wäre ja keine Biografie, sondern ein fiktiver Roman geworden. Ich kann nur die ganze Form der angegeben Sachlagen beurteilen, gut oder schlecht finden. Daher vergebe ich auch 4 Sterne. 

    Das Buch ist wirklich nicht für Leser außerhalb Amerikas gemacht. Die Methoden sind einfach zu kontrovers und der Schreibstil zu amerikanisch. Und die Leserschaft schmeißt leider das alles in einem Topf mit einer Biografie, die eben amerikanisch ist. Das Buch wird meiner Meinung nach hier nicht die gerechte Bewertung erhalten, die sie verdient. Man muss klar trennen können zwischen dem staatlichen System und einer wahren Erzählung. Ersteres erhält von mir 2 Sterne. Zweiteres 4 Sterne. Nur um das mal klarer Aufzuführen.

    Preislich finde ich das Buch zu teuer. Für 16,99 € bekommt man fast ein Hardcover.


    "Eine letzte Frage. Was passiert mit mir, wenn ich anfange, die Gruppe zu treffen?"
    "Alle Ihre Geheimnisse werden ans Licht kommen."

    (Seite 37)


    COVER/TITEL/AUFMACHUNG/MATERIAL  ⭐⭐⭐⭐,🌠

    AUSGABEN-FORMAT (REIHEN-/EINZEL-/HÖR-/LESEFORMAT) ⭐⭐⭐⭐⭐

    GENRE (VOM VERLAG GESETZT) ⭐⭐⭐⭐⭐

    VERLAGSPREIS (ZU TEUER/ANGEMESSEN/GÜNSTIG) ⭐⭐,🌠

    GRUNDIDEE/THEMA ⭐⭐⭐⭐⭐

    BERICHTESTIL ⭐⭐⭐⭐

    HANDLUNG/VERLAUF ⭐⭐⭐


    Mein herzlichster Dank geht an den Verlag für das Buch! Ich habe mich sehr darüber gefreut!

    Anmerkung: Auf Seite 109, Zeile 9 ist das Apostroph zu viel.


    Gelesen am 25. Juli 2021


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