Bücher mit dem Tag "bundeskanzleramt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bundeskanzleramt" gekennzeichnet haben.

15 Bücher

  1. Cover des Buches H2O - Das Sterben beginnt (ISBN: 9783442382934)
    Ivo Pala

    H2O - Das Sterben beginnt

     (65)
    Aktuelle Rezension von: ilonaL

    Ivo Pala hat eine große Möglichkeit, ein mögliches Szenarium von Terrorismus aufgegriffen, welches eines von vielen sein könnte. Ein erschreckendes Szenarium!!!

    Wie gebannt habe ich dieses Buch gelesen und mich immer wieder gefragt, ob es im Bereich des Möglichen liegen könnte und ich musste es immer wieder mit einem eindeutigen JA beantworten!

    Nicht nur der phänomenale Schreibstil, sondern auch das ganze Konzept des Buches, haben mich in den Bann gehalten, sondern auch die Fiktion an sich! Ist es denn wirklich nur Fiktion?!

    Was wissen wir schon!

    Der logische Ablauf, spannende Aktionen, aber auch menschliche Reaktionen in diesem Buch haben mich total fasziniert! Die Gier nach Macht kennt keine Grenzen, egal wer auf der Strecke bleibt!

    Dieser erste Teil schreit nach einem zweiten und diesen hat Ivo Pala mit “ Gift” betitelt. Die Spannung lässt einfach nicht nach!

    Hier kann es nur 5 Sterne geben! Einfach genial geschrieben, gebe ich meine absolute Weiterempfehlung!

  2. Cover des Buches Operation Blackmail (ISBN: 9783492264396)
    Jenk Saborowski

    Operation Blackmail

     (68)
    Aktuelle Rezension von: jasbr
    Dieser Thriller hat mich wirklich überzeugt: Die Eurobank wird erpresst und nach und nach werden Mitarbeiter in ganz Europa ermordet, um die Forderungen zu untermauern.
    Da es sich um einen grenzübergreifenden Fall handelt, wird die streng geheime Eliteeinheit ECSB hinzugezogen, die in ganz Europa Befugnisse zur Ermittlung hat.
    Die Hauptperson ist Agentin Solveigh Lang, eine Powerfrau wie sie im Buche steht. Einfach nur sympathisch!
    Das tolle an diesem Thriller ist, dass es sehr viele verschiedene Schauplätze gibt. Die Agentin reist auf der Jagd nach dem Killer und Erpresser durch halb Europa. Manchmal sind die plötzlichen Ortswechsel etwas verwirrend, allerdings steht über jedem Kapitel Tag, Uhrzeit und Ort, sodass man sich beim genauen Lesen auch sehr gut zurecht findet.
    Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Dazu tragen auch die relativ kurzen Kapitel bei. Durch die häufigen Ortswechsel bleibt die Geschichte nicht nur spannend, sondern auch kurzweilig.
    Das Buch war spannend bis zum Schluss, ein wirklich gelungener Auftakt! 
    Von Solveigh Lang möchte ich auf jeden Fall mehr lesen!
  3. Cover des Buches Die Getriebenen (ISBN: 9783827500939)
    Robin Alexander

    Die Getriebenen

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Jessica-buchmoment

    Dieses Buch hat mein Interesse geweckt, weil man ja eine doch eher oberflächliche Berichterstattung mitbekommen hat zum Thema “Flüchtlingspolitik”. Die Fakten zu den Hintergründen wurden nicht wirklich öffentlich gemacht – oder gingen zumindest an mir vorbei. Ich finde es immer schwierig, sich eine angemessene Meinung zu bilden, wenn man ein Thema nicht aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Die ganze Flüchtlingssache polarisiert an sich ja schon sehr stark und beide Seiten wollen nichts von der jeweils anderen wissen.

    “Die Getriebenen” bietet einen Einblick hinter die Kulissen und lässt einen nur erahnen, wie stressig und anstrengend die Zeit im Sommer 2015 für die Politiker gewesen sein muss.

    Robin Alexander hat dabei einen solchen Schreibstil, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Es gelingt ihm sehr gut, hierbei ein wertungsfreies Bild zu konstruieren. Es bleibt dem Leser überlassen, die entsprechenden Wertungen selbst vorzunehmen.

  4. Cover des Buches Mein deutsches Dschungelbuch (ISBN: 9783442459452)
    Wladimir Kaminer

    Mein deutsches Dschungelbuch

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Wladi schildert seine erste Lesereise im Anschluß an "Russendisko" und berichtet humorvoll und pointiert über das,. was er in der provinz erlebt hat. Das Ganze ist subjektiv von seinem Standpunkt aus geschrieben, und ihninteressiern eher die persönlichen Eindrücke als die Stadtgeschichte o.ä. Der Leser staunt, grinst und wünscht sich, daß W.K. auch seine eigene Stadt besucht hätte.
  5. Cover des Buches Zwei Sekunden (ISBN: 9783328101598)
    Christian v. Ditfurth

    Zwei Sekunden

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Anneja
    Ich lese wirklich selten Thriller, die einen wirtschaftlichen Hintergrund haben, konnte hier aber nicht widerstehen, da mir der Vorgänger einfach zu gut gefiel. 

    Kaum waren die ersten Seiten aufgeschlagen ging die Action auch schon los und man befand sich mitten im oben genannten Terroranschlag. Dieser wurde ausführlich beschrieben und vermittelte mir das Eindruck live dabei zu sein, was mir sogar fast ein wenig Angst machte. Auch im späteren Verlauf der Geschichte lässt diese Detailfülle nicht nach und hinterlässt den Eindruck, das sich hier jemand wirklich Gedanken gemacht hat. Die im Vorgänger bemängelten Sätze, welche durchweg sehr kurz gehalten waren, waren diesmal nur sehr selten zu finden. Dafür zeigte der Autor diesmal das er auch mit längeren Sätzen hervorragend umgehen konnte. 

    Ich persönlich kam sehr schnell durch das Buch, da die Schreibweise, leicht und gut verständlich war. Die wirtschaftliche Faktoren im Buch waren vorhanden, gingen jedoch fast unter, da man merkte das der Hauptaugenmerk auf Eugen de Bodt und seinen Ermittlungen lag. Diese erlebt ich dann nicht nur aus der Sicht von de Bodt, sondern auch von vielen anderen, wie seiner Kollegin Salinger oder Hauptkommissar Krüger, dessen Auftritte meist sehr unterhaltsam waren, da er sich selbst als großen Hecht sah, dies aber in keinster Weise war. 

    Dieses Mal arbeitete die Polizei mit den russischen Agenten zusammen, welche, hätte man zwischendurch nicht erwähnt das sie russische Staatsbürger sind, für mich glatt  als Einheimische durch gegangen wären. Die Namen wirken nur wenig russisch und auch sonst gibt es kaum Andeutungen auf ihr Herkunftsland. Ansonsten fand ich die Darstellung sehr interessant wie 2 Staaten miteinander arbeiten, wobei stets Misstrauen an der Tagesordnung stand. Man merkte schnell das kein Vertrauen in den Gegenüber vorhanden war, was die Ermittlungen zum Teil sogar blockierte.

    Die so genannten Bösen im Buch, erlebt man nur ein paar Mal und selbst da sind es nur kurze Abschnitte. Sie bleiben bis zum Ende ein großes Geheimnis.

    Ansonsten kann ich nur sagen, das dieses Buch pure Action war. Die Anschläge waren spektakulär, die Ermittlungen aufregend und der Druck der Staatsführer stets spürbar. Selbst der sonst sehr gefasste Eugen de Bodt geriet zwischendurch an seine Grenzen, was schon ein hartes Stück war. Dies liegt allerdings auch an seinem Privatleben, von dem ich diesmal um so mehr mitbekam und das nicht nur überraschte, sondern auch eine traurige Spur hinterließ.

    Das Herzblut des Autors spürte ich auf jeder Seite, da die vielen Positionen des Kanzleramtes oder die Details zu Bomben viel Recherchearbeit gekostet haben müssen.
    Jedoch mit einem überzeugenden Ergebnis, denn die Anschläge hätten genauso wirklich stattfinden können. Sie wurden so haargenau beschrieben und clever durchdacht, das es fast schon erschreckend war.


    Mein Fazit


    Dieser Thriller bot mir ein paar spannende und mit Nervenkitzel versehende Lesestunden, die meine Sicht auf unserer Land stark beeinflussten. Der Verzicht auf stets kurz angebundene Sätze, machte es möglich das dieser Band  emotionaler wirkte und dabei an Tiefe gewann.
  6. Cover des Buches Lockdown (ISBN: 9783421048783)
    Christoph Hickmann

    Lockdown

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  7. Cover des Buches Entscheidungen (ISBN: 9783455850741)
    Gerhard Schröder

    Entscheidungen

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Wer Politik verstehen will, muss die Menschen kennen die sie machen. In diesem Buch lernen wir einen davon kennen. Gerhard Schröder beschreibt die Anforderungen denen er sich ausgesetzt sah und wie er sie zu meistern gedachte. Er beschreibt seine Faszination am Gestalten und den Höhepunkt seiner Laufbahn. Für eine „echte“ Biografie fehlt dem Autor schlicht die Distanz zu seiner aktiven Laufbahn, zu oft wird deutlich das er seine Agenda 2010 gern noch persönlich zu Ende gebracht hätte. Die geschichtliche Bewertung seines Lebens wird wohl zu einem späteren Zeitpunkt gemacht werden. Insgesamt kein schlechtes Werk, aber wohl doch eher für Insider geeignet.
  8. Cover des Buches Hannelore Kohl (ISBN: 9783426785577)
    Peter Kohl

    Hannelore Kohl

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  9. Cover des Buches Machtwechsel (ISBN: 9783738603262)
    Joe Ahlf

    Machtwechsel

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Wuschelchen99

    Nico Jansen ist als Journalist im Kanzleramt unterwegs. Er nimmt dort an einer Fragerunde mit der Kanzlerin und den Ministern teil. Als er nach erledigter Arbeit heimlich auf der Toilette einen Joint raucht, wird plötzlich Alarm ausgelöst. Doch das ist nur die Tarnung für den Überfall einer Söldnertruppe um einen fanatischen Milliardär, welcher einen Regierungswechsel in Deutschland herbeiführen möchte. Das gesamte Kabinett und die Kanzlerin werden als Geiseln genommen. Doch Nico Jansen ist noch nicht entdeckt worden und es ist ihm sogar gelungen, heimlich zu filmen. Wird es ihm gelingen, diese Informationen an die entsprechenden Stellen um Sonderkommissar Robert Dunbeck weiter geben zu können und die drohende Eskalation zu verhindern?

    Joe Ahlf hat mit „Machtwechsel“ ein sehr interessantes Debüt geschrieben. Schon allein der Schauplatz des Bundeskanzleramtes in Berlin ist ausgezeichnet gewählt und nicht alltäglich. Wer allerdings Actiongeknalle made in Hollywood mit einem am Ende in Schutt und Asche gelegtem Berlin erwartet, liegt vollkommen falsch. Den Leser erwarten die Auseinandersetzung mit politischer Unzufriedenheit in der Bevölkerung, die Möglichkeit der Einflussnahme auf die öffentliche Meinung durch Einzelne, aber auch sehr interessante Einblicke in die Arbeit von Krisenstäben oder dem Kanzleramt. Der Autor mit seinem Insiderwissen als Berufssoldat kann viel Wissen über GSG-9 und KSK vermitteln.

    Einziger Kritikpunkt ist, dass die knallermäßige Überraschung oder der lange unbekannte, böse Mann im Hintergrund fehlte. Doch das macht das Cover, ein echter Eyecatcher mit Gewitter über dem Reichstag, locker wett.

    Ein runder, lesenswerter und spannender Politthriller made in Germany, der in keinem Bücherregal fehlen sollte. Weitere Bücher des Autors sind mit Spannung zu erwarten.

     

  10. Cover des Buches Staatsrecht (ISBN: 9783789068010)
    Dieter Schmalz

    Staatsrecht

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Schmalz` Buch für Erstsemester (die in der Regel ja "Staatrecht 1" bzw. "Staatorganisationsrecht" durchnehmen), gut zu lesen mit vielen Fällen, die auch anschaulich besprochen werden, aber das Ganze bietet für den fortgeschrittenen Leser bzw. Examenskandidaten doch zu wenig weiterführende Hinweise. Ich vergebe deshalb 3-4 Punkte, für Studienanfänger ohne Weiteres zu empfehlen!
  11. Cover des Buches Anschlag im April (ISBN: 9783942661942)
    Ulrich Cardell

    Anschlag im April

     (3)
    Aktuelle Rezension von: fredhel

    Ausgerechnet die kleine Kreisstadt Simmern in Hunsrück wird zu Mittelpunkt brisanter politischer Intrigen, als durch einen nächtlichen Brandanschlag ein Hightech-Unternehmen der Solarindustrie völlig zerstört wird und einige Tote zu beklagen sind. Leiter der Ermittlungen wird der stellvertretende Leiter der Kripo Mainz, Kriminaloberrat Manfred Brockmann, ein erfahrener und fähiger Polizist, der nur aus politischem Kalkül karrieremäßig seit Jahren auf der Stelle tritt. Plötzlich steckt er in einem riesengrossen Fall, muß mit verschiedenen Gremien des Innenministeriums zusammenarbeiten und gerät immer tiefer in einen schwarzen Strudel von Intrigen, die letztendlich nicht nur sein eigenes Leben bedrohen. 
    Per Zufall bin ich auf diesen hochspannenden Thriller gestossen. Ich mußte ihn in einem Rutsch durchlesen, weil der Autor sein Handwerk versteht und sowohl verschiedene Handlungsebenen geschickt miteinander verweben als auch sprachlich die Spannung auf einem hohen Niveau halten kann. Zum Glück wird bald ein Folgeroman mit Brockmann erscheinen, denn anscheinend hat er sein Karrieretief überwunden und man darf auf seinen Werdegang gespannt sein.
  12. Cover des Buches Vollhorst (ISBN: 9783492308946)
    Bruno Jonas

    Vollhorst

     (4)
    Aktuelle Rezension von: derMichi
    Als hauptberuflicher Kabarettist bringt der Autor eigentlich das Handwerkszeug mit, um sich stilvoll aufzuregen. Pardon, um die Probleme der Gesellschaft treffsicher und scharfsinnig bis unterhaltsam zu inszenieren, natürlich. So bleibt kaum ein Thema in diesem Buch verschont, von Bildungspolitik über Populismus bis hin zu Genderwahn und Altersvorsorge spannt er den Bogen. Und obwohl Cover und Inhaltsangabe immer wieder darauf verweisen, dass der Vollhorst eben nicht nur in der Politik anzutreffen ist, lässt es sich Jonas nicht nehmen, trotzdem immer wieder darauf anzuspielen. Gegenbeispiele gibt es kaum. Die Klischees vom Politiker, der nur auf seinen Vorteil bedacht ist und nicht einmal den kleinsten Rest Anstand besitzt, ermüden den Leser spätestens nach der dritten Wiederholung. Ja, Korruption und Käuflichkeit sind ein Problem. Aber diese Fälle widerspruchslos zum Standard zu erklären ist ein wenig zu einfach gedacht.

    Damit entpuppt sich die eigentliche Prämisse stellenweise als Mogelpackung. Pluspunkte gibt es für die Annahme, dass vielleicht alle Menschen ein bisschen Vollhorst sind, wobei Bruno Jonas sich selbst nicht ausschließt. Selbstkritik und Selbstironie als Ausgangspunkt für Kritik an der Umwelt - keine schlechte Idee. Allerdings geht er damit alles andere als konsequent um. An einigen Stellen freut man sich noch über die lustvolle Abrechnung mit mancher undurchsichtigen Instanz, während Behauptungen über vererbte Intelligenz, mit denen schon Thilo Sarrazin gewaltig aneckte, ohne jeden Quellenbeleg stehengelassen werden.

    So ist am Ende nicht klar, ob diese "scharfzüngige Satire" tatsächlich ein augenzwinkernder Blick auf eine vorteilsgeile Gesellschaft oder nur die hilflose Abrechnung mit derselben ist. Jonas grantelt mit niederbayerischem Niveau vor sich hin, hat aber genauer betrachtet nur wenig Neues zu bieten.

    Seitenzahl: 272
    Format: 11,8 x 18,8 cm, Taschenbuch (auch als gebundene Ausgabe erhältlich)
    Verlag: Piper
  13. Cover des Buches Todesbotschafter (ISBN: 9783952390634)
    Cassandra Negra

    Todesbotschafter

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Blaustern
    Die Profilerin Lea Lands arbeitet beim LKA in Berlin und sucht auf Sylt Erholung. Außerdem benötigt sie die Zeit, um den sinnlosen Tod ihres Kollegen Max Hofmann zu verarbeiten, für den sie sich die Schuld gibt. Doch währenddessen flieht in Berlin der Serienmörder Hans Wenger aus dem Krankenhaus, und sie wird zurückbeordert, da sie sich als einzige in ihn hineinversetzen kann und ihn somit aufspüren könnte. In einem anderen Strang geht im Sitzungssaal des Kanzleramtes die Bombe hoch, wofür ein Mitarbeiter der Kanzlerin verantwortlich ist. Der labile Diplomatensohn David Moosbach wurde dafür von dem Islamforscher Maulisch engagiert und missbraucht, um seine fanatischen islamischen Pläne umzusetzen. In einem weiteren Strang findet die Wissenschaftlerin Maya Hunter in einem Antiquariat einen berührenden Liebesbrief, der sie in verschiedene Städte verschlägt.
    „Todesbotschafter“ ist der zweite Band der Trilogie um die Profilerin Lea Lands, aber gegenüber dem ersten Band leider halb so spannend. Wie man schon dem Inhalt entnehmen kann, gibt es hier unzählige Handlungsstränge, die es einem, gerade anfangs, nicht leicht machen, durchzublicken, da ständig von einem zum anderen gesprungen wird. Weniger wäre hier viel mehr gewesen, und so kommt die Handlung um Lea Land leider etwas zu kurz, was sehr schade ist. Außerdem sind einige Stränge auch unnötig, da es mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun hat. Sehr viele Nebendarsteller spielen mit, von denen ausführlich erzählt wird, die wichtigen Details aber lassen auf sich vergeblich warten. Trotzdem ist alles anschaulich beschrieben, sodass man ein genaues Bild vor Augen hat, und der Schrecken des Fanatismus wird hier überdeutlich. Blutige Szenen voller Grausamkeit prägen hier die bedrückende Atmosphäre und sind nichts für zart besaitete. Das Thema ist leider hochaktuell und lässt einen erschaudern. Der Schreibstil lässt sich angenehm lesen.
  14. Cover des Buches Karambolagen (ISBN: 9783548364940)
    Hellmuth Karasek

    Karambolagen

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Peter_Waldbauer

    Das ideenärmste Buch, das man sich vorstellen kann. Karasek zählt einfach alle prominenten Namen auf, die er in seinem Journalistenleben kurz gestreift hatte. Billy Wilder, über den er eine Biographie geschrieben hatte, gleich dreimal. Steven Spielberg, Günter Grass (zweimal), Peter Handke, Friedrich Dürrenmatt, Heinz Rühmann, Romy Schneider, Marlene Dietrich, Wolf Biermann, Helmut Kohl und andere.

    Aggressives Namedropping, getragen von Geltungsbedürfnis, denn die kurzen Essays von zwei, drei Seiten sind an Banalität kaum zu überbieten. Zwei Fälle seien hierfür exemplarisch gewählt.

    Seine Begegnung mit Brigitte Bardot beschränkte sich darauf, dass er sie, den Wunschtraum seiner Jugend, beim Urlaub in St. Tropez einmal am Strand von weitem gesehen habe. Von weitem!

    Laut Karasek habe B.B. ihm zugenickt und gelächelt. Oder hat Karasek sich dies nur eingebildet? Haben zwanzig Jahre die Erinnerung womöglich verklärt?

    Karasek schlief auch nicht im Bett von Marilyn Monroe, wie er in der Kapitelüberschrift suggeriert. (Schon gar nicht gleichzeitig mit ihr, wie mancher Leser vielleicht vermuten könnte.)

    Karasek übernachtete in einer luxuriösen Bungalowsuite des Beverly Hills Hotel. Die Monroe „soll“ dort vor sechsundzwanzig Jahre auch übernachtet haben. Ob es genau die gleiche Suite-Nummer war, ist ebenso wenig bewiesen, wie die Frage, ob Maryiln Monroe in demselben Bett schlief wie Karasek.

    Die Monroe könnte zwar im Hotel abgestiegen sein, aber woanders geschlafen haben. Oder das Bett könnte in den sechsundzwanzig Jahren ausgetauscht worden sein.

    Zum Thema Bett berichtet Karasek noch stolz, er habe beim Dreh von Regisseur Woody Allen zusehen dürfen. Natürlich „eine sehr intime Szene, wo eine Frau und ein Mann miteinander ins Bett gingen“. Besagte Szene habe Woody Allen dann aber später aus dem fertigen Film herausgeschnitten, bedauert Karasek.

    Und erst sein Schreibstil. Kein verrissener Autor des Literarischen Quartetts könnte jemals so schlecht formulieren wie Karasek. Sehen Sie sich einmal diesen Satz an (Seite 91, im Kapitel über Peter Handke, es ging um eine Tagung der Gruppe 47):

    „Ich war erst zum zweiten Mal dabei und noch nicht so eingeschliffen in den Chor des als Regen über die Autoren nach der Lesung niederprasselnden Kritiker-Parlandos.“

    Wo war bloß der Lekor?

    „...in den Chor des als Regen über die Autoren nach der Lesung...“

    Wieviele Substantive (nur durch Präpositionen getrennt) will Karasek denn noch aneinanderreihen?

     Schließen wir mit den Worten von Elke Heidenreich. Die frühere Moderatorin der ZDF-Büchersendung Lesen wurde im Focus gefragt, ob sie sich vorstellen könne, Hellmuth Karasek in ihre Sendung einzuladen.
    „Nee“, antwortete sie.
    Focus: „Warum nicht?“
    Heidenreich: „Da hatten wir ja nun genug davon, all die Jahre. Das reicht erst mal.“

  15. Cover des Buches Neues von Gott (ISBN: 9783453590090)
    Funny van Dannen

    Neues von Gott

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Funnys nur selten funny Stories Am besten hat mir gefallen, wie gewisse Turbokids schon im Mutterleib angeregt durch ihre helikoptereltern Lesen und Schreiben lernen und das als Kritik an der Leistungsgesellschaft verstanden werden kann, ebenso wie die Abschnitte entlarvend sind, in denen hohle Politikerphrasen gedroschen werden, aber der Großteil der Geschichten ist einfach langweilig, weil sie einem gar nichts sagen. Junge Erwachsene, die noch längts nicht richtig erwachsen sind, findet man an anderer Stelle viel besser. Nö, nicht für mich.
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