Bücher mit dem Tag "bundesrepublik"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bundesrepublik" gekennzeichnet haben.

68 Bücher

  1. Cover des Buches Mein Leben (ISBN: 9783570551868)
    Marcel Reich-Ranicki

    Mein Leben

     (243)
    Aktuelle Rezension von: Stephan_Belka

    Der Meister der Literaturkritik!
    Dieses Buch nehme ich gerne an!!!

  2. Cover des Buches Unsere wunderbaren Jahre (ISBN: 9783596522521)
    Peter Prange

    Unsere wunderbaren Jahre

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte7

    Das Buch gibt sehr gute Einblicke in das Deutschland von 1948 bis in die 90er Jahre. Ein paar junge Leute werden auf ihrem Weg durch die Jahre begleitet und deren Wege kreuzen sich immer wieder. Durchaus realistische Lebenswege werden gezeichnet. 

    Man kann super eintauchen in diese Welt. Und gewinnt auch Erkenntnisse über diese Zeit.

    Ich fand das Buch total fesselnd und es hat mir sehr großen Spaß gemacht, es zu lesen. Ich war richtig traurig, als es zu Ende war.

    Die Verfilmung kann leider nicht mithalten, das Buch ist um ein Vielfaches besser.

  3. Cover des Buches Tauben im Gras (ISBN: 9783518188927)
    Wolfgang Koeppen

    Tauben im Gras

     (225)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Hier geht's zur Kurzmeinung auf meinem Blog.


    Kurzmeinung

    + beeindruckender Stil, vor allem die vielen Synonyme und bildhaften Umschreibungen, die sich auseinander entwickeln und in freien Assoziationsketten aneinander gefügt werden

    + fließende Übergänge zwischen den Perspektiven durch Verknüpfung über unvollständige Sätze oder identische Worte

    + starke Verflechtung der Perspektiven, indem die Figuren sich wechselweise begegnen


    - sprachlich so komplex, dass es sehr viel Konzentration erfordert und anstrengend zu lesen ist

    - fühlt sich ziellos an, auch wenn das Ziel, das München der Nachkriegszeit zu analysieren, durchaus erreicht wird

  4. Cover des Buches Der Baader-Meinhof-Komplex (ISBN: 9783442155972)
    Stefan Aust

    Der Baader-Meinhof-Komplex

     (307)
    Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemaus

    Während meine Mutter beim Post-oder Bankschalter anstand (ATM gab es damals noch nicht), guckte ich mir das große Poster mit all den gesuchten RAF-Gesichtern an. In jeder Bank, Geschäft, Bahnhof oder öffentlichem Amt hing dieses Plakat! Wann immer wir mit unseren Eltern aus Hamburg nach Hause nach HH-Lemsahl fuhren, wurden wir von mindestens einer Polizeikontrolle gestoppt. Am Ende wohnte die RAF nur 5 Km von meinem Elternhaus in Poppenbüttel entfernt.

    #derbaadermeinhofkomplex war das erste Buch, das mir alle Zusammenhänge der RAF darstellte.
    Es ist schon länger her, dass ich es gelesen habe, aber ich weiß noch, das es sich wie ein Krimi las. 878 Seiten Spannung pur. Allerdings erinnere ich mich auch, dass ich über Baaders seitenlangen, intellektuellen Ergüsse ohne Punkt und Komma im Gerichtssaal hinweggelesen habe.
    Danke #stefanaust

  5. Cover des Buches Die verblödete Republik (ISBN: 9783426780985)
    Thomas Wieczorek

    Die verblödete Republik

     (85)
    Aktuelle Rezension von: TheSilencer
    Ich dachte mir, ich gebe dem Miesmacher- und Pessimisten-Buch nach der Generation Doof noch eine Chance. Doof war schließlich unterirdisch.

    Wieczorek nimm in bester Tradition dieser zur Zeit hippen Bücher den Rundumschlag vor und trifft des öfteren ins Schwarze. Das macht er geschickt und gut formuliert.

    Bloß leider nimmt die Interessenkurve - mal analog zur Spannungskurve eines Romanes zu sehen - stetig ab.

    Daß wir verblöden, steht wohl außer Frage. Alleine mit der Fernbedienung einen Abend lang durch die TV-Landschaft zappen und man bekommt das kalte Grausen.
    Darüber Bücher zu schreiben, ist legitim, denke ich. 

    Aber als Leser beginnt man genau damit die Therapie. 

    Was nützt es, wenn ich Geifer-sabbernd diese Werke lese, anstatt meine Zeit in richtige Bildung zu investieren? Wenn das das Ziel des Buches war, habe ich es erreicht. Denn es war mein letztes dieser Mein-Land-ist-schlecht-Bücher.

    (Welchen Eindruck möchte Wieczorek eigentlich mit der allgegenwärtigen "Bild"-Schelte hinterlassen, war er doch mal selbst Chefreporter dieser Zeitung ... ?)
  6. Cover des Buches Abgehauen (ISBN: 9783841503299)
    Grit Poppe

    Abgehauen

     (56)
    Aktuelle Rezension von: beritjohh

    Es geht um Gonzo, die von ihrer Mutter nicht gewollt ist, weshalb sie ihre Kindheit in Heimen verbring. Da sie sich aber nicht der Norm entsprechen verhält, kommt sie in Jugendwerkhöfe der DDR und schließlich auch direkt in die Hölle, nach Torgau. Dort passieren so schlimme Sachen mit den Kinderm und Jugendliche, das man garnicht denken kann, das dies wirklich passiert ist. Als sie in einen neuen Hof gebracht werden soll, kann sie fliehen- durch Wiesen und Wälder, Hauptsache weg von da!

    Schließlich lernt sie René kennen, auch er ist weggelaufen, allerdings von seinem ganz normalen Zuhause bei seiner Mutter, da sie sich gestritten haben, und er hat auch einen Plan- er will in den Westen, über die Mauer. Gonzo freundet sich immer mehr mit dem Plan an, sodass sie das Abenteuer zusammen antreten. Schließlich schaffen sie es auch, sie müssen bloß mit vielen anderen Flüchtlingen auf das okay des Westens warten. In dieser Zeit merkt Gonzo, wer ihr mittlerweile wichtig ist, doch trotzdem kann sie den Leuten nichts von ihrer Vergangenheit erzählen, auch die Geister, die ihr schreckliches einreden, sind immer noch in ihrem Kopf. 

    Als das Okay von Genscher kommt, flippen alle aus, endlich in die Freiheit. Nach einigem, hin und her, kommt Gonza dann irgendwann endlich auch psychisch an, und vertraut sich langsam den ersten Menschen an, und trifft auch langersehnte Freundschaften wieder.

    Dieses Buch ist auf keinen Fall etwas für schwache Nerven, da gerade am Anfang, die schrecklichen Taten aus den Jugendwerkhöfen bis ins kleinste Detail beschrieben werden, sodass man sich kaum denken kann, das dies wirklich einmal geschehen ist, und dann auch noch in dem selben Land, indem wir heute immer noch leben... Trotzdessen ist es super geschrieben, ein total einfühlsamer Schreibstil, aus Sicht der Protagonistin. 




  7. Cover des Buches Die Toten von Marnow (ISBN: 9783839817667)
    Holger Karsten Schmidt

    Die Toten von Marnow

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Rose75

    Dieses Buch habe ich schon länger im Auge, weil ich das Cover sehr gelungen finde.  Der Klappentext hat einen interessanten Hintergrund versprochen und im Nachhinein auch gehalten.  Krimis mit historischen und gesellschaftsrelevanten Themen lese ich grundsätzlich sehr gerne.

    Es beginnt mit ganz normalen Mordermittlungen.  Der Familienvater Frank Elling und die kühle Außenseiterin Lona Mendt gehen den ersten Spuren nach und schon früh am Anfang wird Elling in eine missliche Lage gebracht.  Es gibt weitere Tote und alles scheint recht verworren.  Im Verlauf der Handlung ergibt sich ein Bild, dass weit in  die Zeit der DDR zurückreicht.

    Die privaten Hintergründe der  Figuren Elling und Mendt werden sehr ausführlich vorgestellt und daher gehe ich davon aus, dass hier weitere Bände folgen werden.  Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich die Reihe weiterverfolgen werde.   Beide Protagonisten waren zwar interessant, aber nicht wirklich sympathisch oder irgendwie speziell in ihrer Art. 

    Holger Karsten Schmidt ist Drehbuchautor und das spürt man auch in der Handlung.  Sie ist aufgebaut wie ein klassischer deutscher Fernsehkrimi.   

    David Nathan hat gewohnt gut vorgelesen.  Ich mag seine Stimme sehr gerne 

  8. Cover des Buches Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (ISBN: 9783103479058)
    Golo Mann

    Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    Auf den ersten Blick schreckt das Buch zum Lesen sicher so manchen ab, was nicht nur am Umfang, sondern auch am etwas sperrigen Titel liegt. Heute ist es ja geradezu modern nur wenige Jahre der Geschichte herauszugreifen oder ein einzelnes Thema. An eine solche, über Jahrzehnte reichende Darstellung wagt sich kaum mehr ein Historiker.

    Das Buch überzeugt durch seinen ungewöhnlichen Stil und die fulminante Sprache. Breit gefächert werden viele Hintergründe beleuchtet und dargestellt, die zum Verständnis der Geschichte und der Entscheidungen der Akteure wichtig sind und in anderen Geschichtswerken, die sich auf das bloße Vermitteln von Fakten beschränken fehlen. Entsprechend setzt das Buch geschichtliches Grundwissen unbedingt voraus und ist für jeden, der einmal schnell einen Einstieg erhalten möchte nicht geeignet.

    Für den Leser, der bereits ein gutes Wissensfundament hat, ist dieses Buch aber immer noch eine absolute Empfehlung.

  9. Cover des Buches Heimweg (ISBN: 9783328105763)
    Harald Martenstein

    Heimweg

     (20)
    Aktuelle Rezension von: khira_liest

    So ein Buch, wie „Heimweg“ von Harald Martenstein habe ich wirklich noch nie gelesen. Der Einsteig in die Geschichte gelang mir schnell und auch vom Schreibstil war ich sofort angetan. Das Geschehen liest sich sehr leicht, ist aber trotzdem voller kleiner Details und vor allem angefüllt mit einem sehr trockenen Humor, der mir sehr gut gefallen hat. Auch wenn ich einige Ansichten der Charaktere nicht zu 100% teile, habe ich sie doch gerne gelesen und mich mit ihnen beschäftigt. Allerdings habe ich mich beim Lesen recht bald gefragt: Was soll das Ganze eigentlich? Und ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich mich das nach Beenden des Buches immer noch gefragt habe. Genau das war für mich aber der Reiz der Geschichte, denn ich war nach dem Ende total aufgewühlt und habe noch recht lange über das Gelesene nachgedacht. Das mag ich an Büchern! Auch von der Handlung selbst war ich angetan, einfach weil sie so anders war. Viele Aspekte der Geschichte waren unfassbar traurig, einige total absurd, wieder andere still, leise und nachdenklich. Manchmal habe ich beim Lesen schmunzeln müssen, manchmal habe ich mich einfach nur unwohl gefühlt und habe mich für die Protagonisten geschämt. Was ich aber auf jeden Fall habe, ist: mitgefühlt. Und zwar von der ersten bis zur letzten Seite. 


    Was mich allerdings etwas gestört hat (und dafür kann die Geschichte und das Buch selber recht wenig) ist der Klappentext. Dort ist von einem Kriegsrückkehrer die Rede, den ein Eifersuchtsdrama erwartet, als er aus Russland wieder nach Hause kommt. Dieser Teil der Geschichte ist nach dem ersten Kapitel schon vom Tisch und auch das sogenannte Eifersuchtsdrama ist nach zwei erklärenden Sätzen Geschichte.  Was danach noch alles passiert, wird im Klappentext nicht einmal angedeutet. Denn das Buch thematisiert vor allem das Leben dieses Kriegsgefangenen nach seiner Heimkehr und zwar noch Jahre danach. Nichts davon hat allerdings mit dem Eifersuchtsdrama zu tun, auf das ich doch so gespannt war. Das fand ich recht schade, da ich den Klappentext, der falsche Erwartungen schürt, einfach nicht als passend empfinde. 


    Insgesamt ist „Heimweg“ also ein Buch, das mich verwirrt und aufgewühlt hat, weshalb ich es nicht aus der Hand legen wollte. Die Geschichte war so einzigartig und anders, dass sie mich wirklich fesseln konnte. Nach dem Ende des Buches hatte ich das dringende Bedürfnis, mit jemandem darüber zu reden, und ich finde, das müssen Bücher bewirken! Außerdem empfinde ich das Cover als äußerst gelungen und sehr ansprechend.

  10. Cover des Buches Späte Rache (ISBN: 9783404155057)
    Henrike Heiland

    Späte Rache

     (31)
    Aktuelle Rezension von: eskimo81
    In Rostock, in der Nähe der Neptunwerft wird eine Leiche gefunden. Eine junge Frau der man sämtliche Knochen gebrochen hat. Sie wurde gerädert.
    Erik Kemper wird mit der Ermittlung beauftragt, aber, ihm wird eine Frau Dr. Anne Wahlberg zur Seite gestellt. Nicht ganz glücklich mit dieser Konstellation beginnt er der Sache auf den Grund zu gehen...

    Bislang kannte ich die Autorin nicht. Ich merke, ich habe noch viel zu viele Schätze in meinem ungelesenen Stapel, die unbedingt gelesen werden müssen. Auch Henrike Heiland gehört dazu. Gut, die Idee mit Dr. Anne Wahlberg ist sehr speziell und aussergewöhnlich. Aber genau das ist das faszinierende. Ein Krimi, der nicht einfach nur 0815 ist, sondern auch mal anders. Mutig, in der Zeit von so vielen guten Krimis was neues auszuprobieren (gut, neu ist das Buch auch nicht, veröffentlicht 2006) aber trotz allem. Ich bin begeistert. Gut, der erste Band zeigt, dass die Autorin uns die Protagonisten etwas näher bringen möchte aber beim zweiten wird hoffentlich der Fokus auf die Ermittlung gelegt.

    Fazit: Ein anderer, aussergewöhnlicher Krimi der mich überzeugt hat. Fantastisch. Spannend, fesselnd und interessant. Anders aber gut. Hervorragend. Eine Autorin, die Krimiliebhaber kennen lernen müssen.
  11. Cover des Buches Kürzere Tage (ISBN: 9783518467923)
    Anna Katharina Hahn

    Kürzere Tage

     (70)
    Aktuelle Rezension von: ribanna

    Dieser Roman verknüpft in einzelnen Erzählsträngen die Leben verschiedener Personen, eigentlich von Frauen.

    Ort der Handlung ist Stuttgart, eine gutbürgerliche Wohnstraße mit gediegenen und teuren Altbauwohnungen. Wer hier wohnt, hat es geschafft. Noch nicht bis ganz nach oben, aber auf jeden Fall obere Mittelklasse. Doch die heile Welt hat Risse, die einfacheren Wohnlagen sind nicht weit, eine Bande gewalttätiger Jugendlicher streift gelegentlich durch die Gegend.

    Da ist Judith, die Professorengattin und akademisch gebildete Hausfrau. Ihre Kinder werden ganz im Sinne der Waldorfpädagogik erzogen. Kein Fernseher und kein Industriezucker. Der Ehemann ist liebevoll und treusorgend. Und doch nimmt sie heimlich Tabletten gegen die Angst, kann die Nikotinsucht nicht aufgeben und träumt von ihrem ehemaligen rücksichtslosen Macho-Freund.

    Im Haus gegenüber wohnt Leonie, die berufstätige Mutter mit ihrem beruflich so erfolgreichen und daher stets abwesenden Ehemann. Ihre Belastung durch Kinder und Beruf ist kaum zu stemmen.

    Die Rentnerin Luise Posselt wohnt mit ihrem Mann und dem alten Hund Schlamper in der Wohnung unter Judith. Den alten Leuten fallen zunehmend die alltäglichen Verrichtungen schwer.

    Dann gibt es noch Hanna, die allein erziehende und verzweifelte Mutter eines kränklichen kleinen Jungen.

    Und zuletzt Marco, ein dreizehnjähriger Junge, Mitglied der Jugendgang, die die Straße unsicher macht. Er ist der uneheliche und ungewollte Sohn einer sehr jungen Mutter, die sich wenig um ihn kümmert. Sie überlässt ihn den Misshandlungen und Demütigungen ihres Lebensgefährten.

    Das ist ein äußerst düsterer und schwermütiger Roman. So viele Lügen, Verzweiflung, Trauer und alltäglicher Frust sind kaum zu ertragen. Schon beeindruckend und sprachlich herausragend, aber nichts für depressiv veranlagte Menschen.

  12. Cover des Buches Der Zimmerspringbrunnen (ISBN: 9783442720705)
    Jens Sparschuh

    Der Zimmerspringbrunnen

     (46)
    Aktuelle Rezension von: TimoRoss

    sehr langweilig

  13. Cover des Buches Die Übernahme (ISBN: 9783406770531)
    Ilko-Sascha Kowalczuk

    Die Übernahme

     (5)
    Aktuelle Rezension von: belanahermine

    Inhalt

    Herr Kowalszuk beginnt mit ein paar kurzen Erlebnisberichten aus seinem engeren Familien-/Freundeskreis. Dann setzt er sich mit den Ereignissen kurz vor, während und in den Jahren nach der Wende auseinander. Hier wählt er eine chronologische Reihenfolge. Danach folgen Kapitel, die sich mit konkreten Fragestellungen, die uns auch heute noch, heute ganz besonders oder erst heute so richtig und die mit den Ereignissen der Wende in Zusammenhang stehen, auseinandersetzen. So geht es z. B. darum, was eigentlich ein/e "Ostdeutsche/r" ist, wie die Vergangenheitsbewältigung (Kaiserreich, Nazideutschland, BRD/DDR) erfolgte oder auch nicht erfolgte und welche Auswirkungen diese (Nicht-)Bewältigung noch heute hat, wie mit der Kultur in Ostdeutschland damals umgegangen wurde etc. Herr Kowalszuk setzt diese Entwicklungen und/oder Zustände auch in den Kontext der Welt und der fortschreitenden Globalisierung. Und so betrachtet das letzte Kapitel als Abschluss und Ausblick des Buches die Zukunft Ostdeutschlands in der Welt.

    Subjektive Eindrücke

    Das Buch hat mich an keiner Stelle enttäuscht. Auf Titel und Untertitel kann man sich absolut verlassen. Sie halten, was sie versprechen.

    Zur Zeit der Wende war ich gerade in der Abschlussphase meines Studiums, habe also alles recht bewusst mitbekommen, mir über so manches aber doch meine eigenen Gedanken gemacht. Wie überrascht war ich doch nun beim Lesen, dass hier viele dieser Gedanken so wiedergegeben, interpretiert und diskutiert wurden.

    Die Texte sind gut verständlich geschrieben, vermitteln keine "letzte Wahrheit", sondern stellen Argumente gegeneinander und versuchen, diese zu interpretieren und zu diskutieren. Der Einstieg in das Buch über kurze, wahre Erlebnisse machen Lust darauf, das Buch zu lesen, auch wenn danach eher weniger mit Erlebnisberichten als vielmehr mit faktenorientierten Auseinandersetzungen gearbeitet wird. Trotzdem wurde mir das Lesen des Buches an keiner Stelle langweilig.

    Aus meiner Sicht bietet das Buch durchaus für mehrere Generationen interessanten Lesestoff. Für Ältere ist es eine rückblickende Auseinandersetzung mit dieser Zeit. Sie können die Diskussionen mit ihren eigenen Eindrücken, Erlebnissen und Argumentationen vergleichen und vielleicht auch Justierungen vornehmen. Für Jüngere kann das Buch über die Erlebnisberichte der Eltern/Großeltern hinaus einen breitgefächerten Einblick in die Geschehnisse jener Tage/Wochen/Monate sowie Anhaltspunkte für Erklärungen heutiger Phänome liefern.

    Wir brauchen deutlich mehr solcher Bücher über die verschiedensten Aspekte unseres Lebens.

    Fazit

    Informationen, Hintergründe, Denkanstöße um die Zeit von 1989 herum, die das Davor und Danach deutlich mit einschließen. Äußerst lesenswert.

    Weitere Rezensionen von mir gibt es unter https://belanahermine.wordpress.com/category/rezension/

  14. Cover des Buches Die Nachhut (ISBN: 9783746625584)
    Hans Waal

    Die Nachhut

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Wer den Rückentext liest, wird sofort die Assoziation zu "Er ist wieder da" knüpfen. Doch der Plot klingt interessant genug, um sich einem weiteren Werk zum unerschöpflichen Thema NS-Zeit und ihre Folgen zu widmen.
    In einem unterirdischen Bunker halten auch 60 Jahre nach Kriegsende drei SS-Leute die Stellung, ohne zu wissen, dass die Schlacht schon längst geschlagen ist. Als es zu Differenzen kommt, beschließt man "aufzutauchen" und so kommt man als uniformierte Geister einer vergangenen Zeit in die heutige Welt. Die Drei beschließen, in der "Reichshauptstadt" neue Befehle zu empfangen und nach ihrer Entdeckung geht die Hatz los. Medien, Geheimdienste, Polizei, alle machen Jagd nach den Opas, die einer Welt gegenüberstehen, die sie weder verstehen noch fassen können.
    Waal macht es dem Leser nicht leicht. Während bei "Er ist wieder da" die tragikkomischen Momente überwiegen und sich das Satirische durchsetzt, ist das hier nicht ganz so einfach, denn wie auf dem Cover angekündigt, ist das Buch keinesfalls so witzig, wie man es erwartet. Im Gegenteil, manches Lachen bleibt einem im Hals stecken und das sind die stärksten Momente. Die finden sich in erster Linie bei der Behandlung dieses Themas durch die Medien und da hat es schon fast ein wenig dokumentarischen Charakter. Das Dilemma des Autors ist sein Anspruch. Auf der einen Seite diese Medienhype kritisch zu beleuchten (was ihm recht gut gelingt) und auf der anderen die absurde Ausgangssituation möglichst satirisch und "komisch" aufzubereiten. Das ist dünnes Eis und so manches Mal knackt es an der Oberfläche. Die Erzählweise aus drei Perspektiven ist nicht immer zuträglich und unterbricht oft den Fluß. Schade, dass sich Waal nicht auf einen Schwerpunkt konzentrieren konnte. So hinterlässt das Buch einen zwiespältigen Eindruck, weil man als Leser das Gefühl hat, oft nur oberflächlich in die Szenen eintauchen zu können, denn immer wenn es viel tiefer gehen könnte, zwingt man sich schon in die nächste Katastrophe.
    Die Idee, die allgemeine Wahrnehmung und der Umgang der Presse mit dem Thema Nationalsozialismus in der heutigen Zeit zu verarbeiten, ist fünf Sterne wert. Am Stil des Autors lässt sich nichts aussetzen, aber die Struktur des Buches und die Umsetzung ist irgendwas zwischen 3 und 4 Sterne. Eher drei, denn der Rezensent ist ein wenig enttäuscht, wie der gute Ansatz leichtfertig stellenweise "verschrieben" wurde.
  15. Cover des Buches Grosses Bundesverdienstkreuz (ISBN: 9783882433142)
    Bernt Engelmann

    Grosses Bundesverdienstkreuz

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    Gelesen habe ich die Ausgabe des Seibt Verlags von 1987, da dieses Buch anscheinend öfters nachbearbeitet wird in Bezug auf Aktualität der Geschichte und ich war sehr beeindruckt. Das Original erschien 1974 und ist auch heute noch ein wunderbares Beispiel, was nach und während des Krieges passiert ist und wie durchzogen von Korruption und Seilschaften damals alles war und heute noch genauso ist. Der einzige Unterschied: Damals gab es noch kein Internet und vieles konnte verborgen bleiben.

    Die Schriftform ist wunderbar einfach um eine Geschichte zu erzählen, erfinden wir einen amerikanischen Anwalt, der einen jüdischen Mandanten aus New York vertritt und sich nach München , auf die Suche nach einem Gemälde von Caspar David Friedrich begibt. Die deutschen Anwaltskollegen vermitteln eine Dolmetscherin und mit dieser rollen sie ein Stück Geschichte auf das dem Nazi-Klüngel der Nachkriegszeit auf die Spur kommt. Die Geschichte ist sehr spannend verpackt und fassungslos verfolgen wir den Weg einiger Juristen, die in Heidelberg zusammen studiert haben und während der Besetzung Polens genau wussten, wie man Geld verdient und sich in der NSDAP nach oben boxt.

    Obwohl alle Angehörigen der SS/ SO/Gestapo etc. als Verbrecher galten und einer Verbrechensorganisation zugehörig, gelang es nicht alle Kriegsverbrecher für Ihre Taten zur Verantwortung zu ziehen. Anscheinend verfügten einige über so gute Beziehungen zur CDU bis zur Generation Kanzler Kohl. Man schützte sich schließlich gegenseitig, aber es kommt noch schlimmer. Die meisten fallen auch nach dem Krieg auf die Füße und Dank Beziehungen steigen sie in die höchsten Kreise auf.

    Interessanterweise wurde der Autor damals nur von 1 Mann verklagt und gewann den 2 Jährigen Prozess gegen den Kläger. Auch Fassungslos die Geschichte eines " Hanns Martin Schleyers ", der auf die Frage warum er nicht den Autor verklagen will, antwortete " Warum sollte ich? Es ist doch alles wahr ! " 

    Die Creme de la Creme der Politiker von Strauss über Biedenkopf, Schleyer und Ries als der Unternehmer haben nie ein schlechtes Gewissen gezeigt. Ein Buch das uns ziegt, daß nicht nur heute die Politik durchsiebt von Korruption/ völlig entstelltem Realitätssinn auftrumpft, sondern daß es bereits Ende der 60 er Jahre schon ein Sumpf war.

    Nach wie vor ein Stück Geschichte und eine Empfehlung an alle die sich noch an Politiker wie Strauss, Kohl etc. erinnern. 5 Sterne !

  16. Cover des Buches Historischer Atlas Deutschland (ISBN: 9783850331951)
    Manfred Scheuch

    Historischer Atlas Deutschland

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Das politische System Deutschlands (ISBN: 9783406753213)
    Manfred G. Schmidt

    Das politische System Deutschlands

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Äxl
    Sehr anschaulich beschreibt Manfred G. Schmidt in diesem Werk das politische System Deutschlands. Er geht dabei auf einzelne Instutionen und verschiedene politische Akteure genauso ein wie auf politische Prozesse und Entwicklungen seit der Gründung der BRD 1949 und beschreibt zu dem das Grundgesetz ausführlich, einmal in seiner Intention und zum anderen in seiner umgesetzten Wirklichkeit. Was mir einzig fehlt ist eine Beschreibung der deutschen Position im Prozess der europäischen Integration, die lediglich im Kapitel zur deutschen Außenpolitik kurz Angerissen wurde. Gerade bei der Betrachtung der Rolle, die Deutschland beim europäischen Integrationsprozess spielt, sowie im Vergleich zu anderen Werken zu diesem Thema, fällt das etwas schmerzlich auf. Ansonsten gut verständlich, strukturiet und überlegt geschrieben. Empfehlenswert für alle die sich etwas mehr mit unserem Regierungssystem auseinandersetzen wollen.
  18. Cover des Buches Stumme Gewalt (ISBN: 9783596180332)
    Carolin Emcke

    Stumme Gewalt

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    "Niemals zu fordern, was wir wollen und brauchen, niemals einzuklagen, was wir für richtig halten, niemals zu erklären und zu beschreiben, wer wir sind oder sein wollen, weil wir es für unmöglich halten, dass es sich erfüllt, lässt uns selbst verkümmern." (Emcke, 2016:55)

    Carolin Emcke war Studentin, als im November 1989, Alfred Herrhausen - Vorstandssprecher der Deutschen Bank und Patenonkel von Emcke - mit einer selbstgebauten Bombe tödlich verletzt wird.  Sie reist zur Familie und versucht - wie alle im Umfeld Herrhausens - die Tat zu verarbeiten. Die RAF bekennt sich zum Anschlag, die Täter werden nie gefunden. Doch wie verarbeitet man eine Tat, die mit Schweigen quittiert wird? Wie finden die Angehörigen Ruhe, Frieden und Antworten auf ihre zahlreichen Fragen?

    Diesen Dingen begegnet Emcke mit einer Vielzahl an eigenen Fragen, Überlegungen und Gedankenspielen. Wie begegnet man der RAF? Ihrem Schweigen? Wie kann man das Konstrukt RAF begreifen? Wie (endlich) ihre zahlreichen Taten aufklären?

    Sie plädiert für einen Dialog jenseits von juristischen Konsequenzen. Ein Dialog, der eben jenen offenen Fragen - die vor allem die Angehörigen der Opfer haben dürften - begegnet, der eine gesellschaftliche Aufklärung ermöglicht und das Kapitel RAF endlich aufklärbar macht. Diese Haltung ist für sich genommen bemerkenswert, denn obwohl Emcke einen Freund an die Organisation verloren hat, ist ihr Plädoyer frei von Hass, Wut, Zorn oder anderen Gefühlsregungen, die durchaus nachvollziehbar wären. Vielmehr setzt sie sich für eine Offenheit den Tätern der RAF gegenüber ein, die wahrscheinlich nur wenige Menschen jenen gegenüber walten lassen würden, die einen Menschen durch einen anderen verloren haben und damit offenbart sie ihren eigenen Humanismus.

    Fazit: Ein beeindruckendes Buch, dass eine starke Frau offenbart, die nicht davor scheut, zu ihren Gedanken und Gefühlen zu stehen. Die einen Standpunkt, eine Meinung vertritt - die sicher nicht jedem gefällt. Empfehlenswert.

  19. Cover des Buches Labyrinth des Zorns (ISBN: 9783462040869)
    Christian v. Ditfurth

    Labyrinth des Zorns

     (14)
    Aktuelle Rezension von: lilamonalisa
    wieder mal eingelungener fall.stachelmann, inzwischen privater historischer ermittler,in bestform. ein bisschen störend vielleicht die islam bombengeschichte,aber egal. gute unterhaltung.
  20. Cover des Buches Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt (ISBN: 9783462049664)
    Helmut Schmidt

    Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Masau

    Ein kurzes, kompaktes Buch mit besten Kurzinterviews die damals in „Die Zeit“ veröffentlicht wurden. Helmut Schmidt nimmt darin Stellung zu aktuellen weltpolitischen Themen, Religion und eigenen Erfahrungen und Ansichten. Leicht wegzulesen, war innerhalb kürzester Zeit durch. Ein Muss für jeden Schmidt-Interessierten und lesenswert für andere Neugierige.

  21. Cover des Buches Wie der Sex nach Deutschland kam (ISBN: 9783886809776)
  22. Cover des Buches Schrumpft die Bundesrepublik! (ISBN: 9783861509004)
    Michael Rudolf

    Schrumpft die Bundesrepublik!

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Jaja, was sich nach der Erweiterung der Republik an ethnischen Gruppen angeschlossen hat, meine Güte, man hatte doch keine Ahnung, hätte man das gewusst und was das alles gekostet hat. Wenn man sich also jetzt, 20 Jahre nach der zwangsweisen Entstehung einer deutschen Multikultigesellschaft das Rumgeeiere innerhalb der bundesdeutschen Grenzen ansieht, klar, da kommt man doch auf die Idee, dass wir ein paar Kulturen zuviel haben. Jetzt erst fällt das auf, das sich die Franken doch in nichts von den Sachsen unterscheiden, wenn man ihre Überflüssigkeit betrachtet und ob nun die Aufnahme von zwei Millionen Anhaltern so schlimm ist, wenn man sich bspw. die Hessen ansieht - geschenkt. Es war an der Zeit, einige globale Gedanken an eine Gesundschrumpfung des Landes zu verschwenden und vielleicht auch das Für und Wider zu betrachten, die Bayern oder die Fischköppe nicht kurzerhand irgendwohin zu verschieben. Jeder vernünftige Mensch wird die Bemerkungen zu dieser Problematik keineswegs als Beleidigung einzelner Volksstämme auffassen, sondern als einen gelungenen Versuch, diese unfruchtbaren "Migrationshintergrunddiskussionen" mal ein paar Momente zu vergessen und sich über die wahren Unruhestifter in diesem Land Gedanken zu machen. Dafür ein ausgesprochen nachdrückliches Kompliment. Übrigens, das Buch ist in deutsch geschrieben, soweit mir bekannt ist, gibt es weder schwäbische, sächsische, bayerische noch sonstwelche Bearbeitungen.
  23. Cover des Buches Weggefährten (ISBN: 9783442755158)
    Helmut Schmidt

    Weggefährten

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Das Reiselesebuch Deutschland (ISBN: 9783797304049)
    Theodor Geus

    Das Reiselesebuch Deutschland

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden

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