Bücher mit dem Tag "burma"
16 Bücher
- Martin Suter
Elefant
(317)Aktuelle Rezension von: ArgentumverdeIm Mittelpunkt der Geschichte steht ein sehr kleiner rosa Elefant, der im Dunkeln leuchtet, 40cm lang und 30cm hoch. Er ist eine Genmanipulation des Forschers Dr. Roux, der mit der Züchtung leuchtender Haustiere als Luxusspielzeug den großen Reibach machen möchte. Mit diesem kleinen Elefant geht es für ihn um Alles. Aber das kleine Tierchen gerät über Umwege in den Unterschlupf des Obdachlosen Schoch. Zusammen mit der Tierärztin Valerie Sommer versuchen sie, den kleinen Elefanten zu retten. Doch nicht nur Dr. Roux und sein chinesischer Kompagnon suchen nach dem Elefanten, sondern auch der burmesische Elefantenführer Kaung, der die kleine Elefantenkuh nach deren Geburt versteckt hat und in ihr ein heiliges Wesen sieht.
Der Schreibstil des Autors ist gewöhnungsbedürftig. Viele kurze Sätze, fast schon im Nachrichtenstil. Auf den ersten Blick ungewohnt zu lesen, aber interessanterweise eloquent und flüssig. Von Beginn an zieht der Autor den Spannungsbogen hoch und bis auf wenige kurze Längen gelingt es ihm, diesen zu halten. Schade ist aber, dass Gut und Böse von vornherein klar erkennbar und vorhersehbar sind. Etwas zu einseitig werden die Charaktere dargestellt und etwas zu sehr getrimmt, auf das, was sie gesellschaftlich widerspiegeln solle. Dazu kommt etwas burmesische Exotik und auch die Liebe darf nicht fehlen und schon ergibt es ein völlig unerwartetes Buch.
Mein Fazit: Auch wenn ich die Story durchaus etwas zu seicht, etwas zu schwarz und weiß empfand, habe ich das Buch in kürzester Zeit durchgelesen und mich in den kleinen Elefanten verliebt. Das Buch war definitiv mal etwas Anderes und nicht meine letzte Lektüre des Autors.
- Jan-Philipp Sendker
Das Herzenhören
(468)Aktuelle Rezension von: aliceimbuecherland14Anfangs hatte ich etwas Bedenken wegen des Schreibstils, da er für mich doch etwas gewöhnungsbedürftig war. Aber ich konnte mich nach einiger Zeit an den Schreibstil gewöhnen und bin sogar durch die Seiten geflogen.
Die Liebesgeschichte ist eine ganz besondere, so wie man sie selten liest. Ich fand sie sehr berührend und werde bestimmt noch lange daran denken.
- George Orwell
Tage in Burma
(30)Aktuelle Rezension von: PoeEA1809‚Tage in Burma‘ hätte ein guter Roman sein können. Der Autor, der jahrelang selbst im damals britischen Burma gelebt und gearbeitet hatte, wusste das Land, die Einheimischen, und auch seine eigenen Landsleute treffend zu schildern. Auch die großangelegte Intrige des korrupten einheimischen Distriktrichters U Po Kyin, die der Geschichte zugrunde liegt, ist beeindruckend dargestellt. Leider hat Orwell mit der Hauptfigur des John Flory jemanden ins Zentrum dieser Geschichte gesetzt, der in seiner Handlungsweise, speziell in seinem Werben um eine (für jeden halbwegs vernunftbegabten Leser unverkennbar) vollkommen unpassende Frau, zu oft dermaßen dumm agiert, dass mir das Vergnügen an diesem Buch allmählich vollständig vergangen ist. Wer sich gerne an Szenen ergötzt, in denen ein Mann sich zum kompletten Trottel macht und die sich wunderbar zum Fremdschämen eignen, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Meins war es leider nicht.
- Wolfram Fleischhauer
Das Meer
(50)Aktuelle Rezension von: TintenpfadDieses Buch nutzt das Krimi-Genre, um die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen durch Profitinteressen offenzulegen.
Es ist erschreckend zu sehen, wie tief Korruption in politische Entscheidungsprozesse reicht.
Die Geschichte macht die abstrakte Umweltzerstörung greifbar und regt zum Diskutieren über notwendige Systemveränderungen an. Für Menschen mit einem Sinn für Gerechtigkeit ist die Handlung eine wichtige Mahnung. - Zana Fraillon
Wenn nachts der Ozean erzählt
(18)Aktuelle Rezension von: Meine_LeseliebeIch glaube fest daran, dass es Bücher gibt, die diese Welt besser machen können. Und zu genau diesen Büchern zählt "Wenn nachts der Ozean erzählt".
Die Geschichte ist auf der einen Seite sehr sensibel erzählt, auf der Anderen aber auch brutal ehrlich, da man sich beim Lesen immer wieder vor Augen führt, dass das Ganze nicht einfach nur Fiktion ist, sondern Realität.
Zu Beginn der Geschichte wird das Leben im Lager beschrieben und man kann sich sofort das unvorstellbare Leid der Bewohner vorstellen. Für mich war besonders der Anfang sehr berührend und aufwühlend, da ich nicht wusste, dass es diese Art von Flüchtlingslager gibt und nicht glauben konnte, dass man Menschen, die ein neues Leben anfangen wollen, auch in der Realität in einigen Ländern einfach hinter Zäunen einpfercht.
Die Geschichte ist gut durchstrukturiert und so aufgebaut, dass der Leser zuerst mit der Umgebung des Camps, dann mit den Figuren vertraut gemacht wird und dann eine immer tiefere Beziehung zu den Beiden Hauptfiguren aufbaut.
Parallel dazu wird eine gewisse Spannung aufgebaut, da man genau weiß, dass etwas passieren wird, auch wenn man nicht weiß, was. Als es dann zu dieser Spannungsentladung kommt, kann man das Buch kaum aus der Hand legen, man hängt einfach an den Figuren und man will, man muss, wissen, was passiert
Während der gesamten Handlung musste ich das Buch - so komisch das jetzt auch klingen mag - immer wieder zur Seite legen, weil ich nicht glauben konnte, was ich da gerade gelesen hatte.
Die Hauptfigur des Romans ist der Junge Subhi. Ich konnte mich sehr gut mit ihm identifizieren, da man zwar einiges über ihn erfährt, auf der anderen Seite aber auch noch massenhaft Interpretationsfreiraum hat und ihn so mit Leben füllen kann. Er ist eine sehr sympathische Figur mit nachvollziehbaren Handlungen und Gefühlen, die beim Lesen zum Leben erwacht und mich berührt hat. Gleichzeitig hat er mich häufig zum Schmunzeln gebracht; Alles in allem ist er mir beim Lesen wirklich ans Herz gewachsen.
Auch Jimmie, die zweite Hauptfigur, war mir sehr sympathisch. Meiner Meinung nach war sie ein guter Gegenpart zu Subhi, da sie sich auf der einen Seite charakterlich sehr gut ergänzt haben und man auf der anderen durch sie immer wieder den Kontrast von Subhis Leben zu Unserem gesehen hat.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und passt zu dem Roman, da er Subhis etwas kindlichen Charakter widerspiegelt und trotzdem Spannung aufbaut.
"Eines Tages wird Maá erkennen, dass zurückschauen genauso wichtig ist, wie nach vorne zu schauen, ganz egal, wie viel Trauriges damit verbunden ist." Quelle: "Wenn nachts der Ozean erzählt", Zana Fraillon, cbt Verlag 2017
Fazit:
"Wenn nachts der Ozean erzählt" ist ein unglaublich berührendes, aber auch aufwühlendes Buch, dass mich sehr gefesselt hat. Ich habe mit ganzem Herzen mit den Figuren mitgefiebert und war immer wieder geschockt über das, was ich dort gelesen habe.
Auch wenn das Buch für sehr weichherzige Leser vielleicht an der ein oder anderen Stelle etwas zu krass sein kann, möchte ich den Roman eigentlich Jedem empfehlen. Ich denke, dass er bei vielen Menschen verändern könnte, was sie über Flüchtlinge denken und wie sie diese behandeln.
Für "Wenn nachts der Ozean erzählt" vergebe ich deshalb
5 von 5 Sterne!!!
Original-Rezension: https://meine-leseliebe.blogspot.com/2019/08/rezension-zu-wenn-nachts-der-ozean.html?m=1 - Johannes Klaus
The Travel Episodes
(14)Aktuelle Rezension von: WanderingBookwormIronischerweise bekam ich dieses Buch geschenkt, als eine Reise für mich endete. Meine erste große Reise, die in mir das unauslöschliche Fernweh ausgelöst hat. Als ich Anfang 2020 mit gebrochenem Weltenbummler-Herzen von Corona wieder nach Hause geschickt wurde, habe ich dieses Buch bekommen. Auf der ersten Seite steht "Willkommen zurück", und ich begann, meine Reise zumindest auf dem Papier fortzusetzen. Es wurde zum ersten Buch, in dem ich besonders schöne Sätze farbig markierte. Sätze, die von Fernweh, Begegnungen, Abenteuern und manchmal auch von Heimweh erzählten. Ich habe es sehr genossen, durch die verschiedenen Geschichten hinweg mit den verschiedensten Menschen zu reisen. Jeder Autor und jede Autorin hatte eine ganz eigene Sicht auf die Dinge, hat neue Perspektiven aufgezeigt und auf Dinge hingewiesen, die ich mir für zukünftige Reisen merken werde, um ebenso offen für das Unbekannte zu werden, wie diese Menschen.
Ich kann das Buch nur empfehlen. Es bietet Inspiration für Reisende, ein kleines Fenster für die, die Reisen wollen, aber nicht können, und einen Schubs für die, die sich nicht trauen. Auch nach drei Jahren nach wie vor einer meiner Lieblinge im Regal.
- Sascha Tegtmeier
Ich nehm dann mal das Upgrade
(6)Aktuelle Rezension von: Anna_SchwarzIch habe das Buch sehr gerne gelesen, weil ich mich mit dieser Art von Reisen, dem "flashpacking" wirklich gut identifizieren kann. Auch ich bin gerne unterwegs, gerne auch mit vollem Rucksack, aber bitte nicht im Zelt.
Das Buch fokussiert sich eher auf die Paarbeziehung der beiden als auf die Landschaft oder die Leute, aber dadurch wird sie sehr authentisch und miterlebbar.
Die Kapitel sind eher kurz und lassen sich auch zwischendurch mal schnell lesen, auch die Erklärungen oder Tipps finde ich sehr passend.
Leider hat es mich aber phasenweise nicht abholen und mitnehmen können, daher einen Stern Abzug! - Gaetano Cappelli
Ferne Verwandte
(6)Aktuelle Rezension von: HoldenCappellis wunderbarer Roman über einen Schlawiner, der durchs Leben findet, Kiffer Säufer Frauenschwarm, und doch ist das einzige, was ihn wirklich umtreibt, die Sehnsucht nach den USA. Unter der tyrannischen Großmutter Nonnilde aufgewachsen, vom Tagedieb Pit in die Freuden des Müßiggangs und des Kiffens eingeweiht, sind ihm bald alle Frauen willig (eine Verfilmung bekäme nur eine "Ab 18"-Freigabe!), triebgesteurt taumelt er durchs leben und machte so alle Phasen neuerer italienischer Geschichte mit (als Beatnik, Hippie usw.). Herlich komisch, mir wie viel Selbstironie hier die Italiener durch das gelato gezogen werden, ein großartiges Buch! - Di Morrissey
Im Land der goldenen Tempel
(6)Aktuelle Rezension von: Anna_ResslerInhalt: Nathalie und ihr Mann haben gerade ein renovierungsbedürftiges Haus an der goldenen Küste Australiens gekauft. Gemeinsam mit den Kinder ziehen sie dort ein. Dann fällt Natalie ein geheimnisvolles Kästchen in die Hände und die Suche nach der Bedeutung der Antiquität beginnt und führt Natalie bis ins geheimnisvolle Burma.
Meine Meinung: Nach einem vielversprechenden Einstieg, hat mich der Rest dieses Buches leider enttäuscht. Der Schreibstil war eher nüchtern und konnte mich nicht mitreißen. Vor allem durch die ersten zwei Dritteln des Buches habe ich mich durchkämpfen müssen. Dort wird der Leser mit Natalies Alltagsleben und ihren vielfältigen Probleme konfrontiert. Irgendwie hatte ich mir dem Klapptext nach etwas anderes erwartet. Eher zufällig findet sie Anschluss an die Burmesische Gemeinde und ich kann ihre Motive warum sie so versessen darauf war nicht immer nachvollziehen. Vor allem gab es viele Begegnungen und Zufälle über die ich einfach nur den Kopfschütteln kann. Scheinbar sind in Australien und Myanmar (ehemals Burma) alle Menschen nett und zuvorkommend und die, die es nicht sind werden zwar erwähnt aber Natalie muss ihnen nicht begegnen, weshalb sich auch der Leser nur theoretisch mit ihnen auseinandersetzen muss, diese Darstellung hat mich etwas gestört.
Die Protagonistin Natalie ist eine starke Frau, doch sie ist mir seltsam fremd geblieben, vor allem weil ich ihre Beweggründe selten nachvollziehen konnte. Sympathischer fand ich ihren Mann Mark, der sie zwar bei allem immer unterstützt hat, aber einen wesentlich klareren Blick auf die Dinge hatte. Die weiteren Personen denen der Leser im Laufe der Geschichte begegnet sind vor allem eines - nett.
Ein Pluspunkt ist die Vermittlung der Geschichte des alten Burmas, die die Autorin geschickt in ihre Handlung einfließen lässt. Auch das Land selbst, in das es Natalie am Schluss doch noch verschlägt, wird wunderbar beschrieben und man ist versucht selbst eine Reise dorthin zu unternehmen.
Mein Fazit: Ich glaube diese Art von Büchern muss man mögen, mein Fall war es leider nicht.
- Jan-Philipp Sendker
Das Geheimnis des alten Mönches
(23)Aktuelle Rezension von: dunkelbuchGeschichten und Märchen entführen in eine ferne, fremde Welt und faszinieren nicht nur Kinder. Man kann eigentlich sagen, für Märchen ist man nie zu alt. In seinem Buch bietet der Autor ein buntes Potpourri an. Viele Geschichten davon machen nachdenklich, einige bewegen, manche wirken recht fremd und irgendwie skurril, einige irritieren auch auf den ersten Schein, aber eines haben sie alle gemeinsam, sie berühren das Herz des Lesers.
- Amitav Ghosh
Der Glaspalast
(69)Aktuelle Rezension von: taigalaWir reisen in der Zeit, wir reisen in ein anderes Land: Birma.
Die Haptfigur dieses Romans erlebt ein bewegtes Leben in seinem eigenen Kulturraum. Lange geht es um den Bereich Arbeit, Familie, dann auch um das Thema Liebe. Der Autor schafft es, uns in diese Fremde mitzunehmen, uns Bilder und Eindrücke zu verschaffen, die wir hier in Deutschland in dieser Art nicht erfharen können.
Ich habe das Buch gerne gelesen, war immer wieder gespannt, wie sich der Lebensweg des Reisenden verändert. - Alina Lindermuth
Die Wahrscheinlichkeit des Zufalls
(12)Aktuelle Rezension von: lorenamlgInhalt:
Im Fokus der Geschichte „Die Wahrscheinlichkeit des Zufalls“ steht die Protagonistin Frieda. Die Geschichte wird in drei Zeitebenen erzählt: Friedas Kindheit in Kärnten, ihre Studienzeit in Wien und zum Schluss ihre lang ersehnte Reise nach Burma. Hierbei ist Frieda immer auch der Suche. Als Kind flüchtet sie sich mithilfe von Büchern in die weite Ferne. Als junge Erwachsene nach einem Leben, das sich richtig anfühlt.
Fazit:
Alina Lindermuth hat hier einen wundervollen Debütroman geschaffen. Hautnah erlebt man Friedas Leben und Entwicklung mit. Dies wird mithilfe des wundervollen und wandelbaren Schreibstils der Autorin unterstrichen. Während sie in Fridas Kindheit in einem kindlichen Stil schreibt, wird mit Friedas zunehmenden Alter auch der Schreibstil sowie die Sichten und Monologe der Protagonisten zunehmend erwachsener.
Insgesamt empfand ich das Buch selbst sehr stimmig und nicht zu weit hergeholt in Bezug auf unnatürlich geschaffene Situationen. Es ist großartig zu lesen und schafft daher ein authentischeres Gefühl. Nicht zuletzt habe ich mich in einigen Situationen wiederfinden können.
- Jan-Philipp Sendker
Herzenstimmen
(156)Aktuelle Rezension von: Stefy87Beim zweiten Band der Burma-Reihe von Jan-Philipp Sendker würde ich empfehlen, die Bücher der Reihe nach zu lesen, da man sonst gewisse Zusammenhänge nur schwer verstehen kann. Auch in diesem Band geht es mit Julia weiter. Nachdem sie nach New York zurückgekehrt ist und den Kontakt zu ihrer Familie grösstenteils abgebrochen hat, beginnt sie, eine innere Stimme zu hören, doch es ist nicht ihre eigene.
Aufgrund bestimmter Ereignisse beschliesst sie, von einem Tag auf den anderen nach zehn Jahren wieder nach Burma zurückzukehren. Dort trifft sie wieder ihren Halbbruder U Ba. Er weiss, wohin er Julia begleiten muss, damit sie herausfinden kann, wer hinter dieser inneren Stimme steckt. Auf ihrer Reise stossen sie auf eine unglaublich traurige Geschichte. Um die Stimme zum Schweigen zu bringen, müssen sie jedoch eine bestimmte Person finden: Thar Thar, einen Mann, der es in seinem jungen Leben nicht leicht hatte.
Julia wird im Laufe der Handlung zunehmend unsicher über ihre eigene Zukunft. Besonders das Ende des Buches fand ich sehr spannend, da es die Neugier auf den dritten und letzten Band weckt. Ich kann es kaum erwarten, diesen zu lesen.
Wie schon beim ersten Band empfand ich den Schreibstil als sehr angenehm und mitreissend. Jan-Philipp Sendker schreibt so mitfühlend und beinahe poetisch. Julias Geschichte berührt, denn sie ist eine erwachsene und erfolgreiche Frau, und dennoch zeigt das Buch eindrucksvoll, dass man das Glück nicht immer dort findet, wo man es erwartet.
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