Bücher mit dem Tag "bx"
171 Bücher
- Yann Martel
Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger 3D, 1 Blu-ray
(1.042)Aktuelle Rezension von: Fiona_CamarsEines der schönsten und ungewöhnlichen Bücher, die ich je gelesen habe. Das Setting ist merkwürdig, mit einem indischen Zoobesitzer Sohn. Die Geschichte mäandern erst hier hin und dorthin, bis plötzlich der (im Deutschen) namensgebende Schiffbruch passiert, bei dem sich der Junge auf einem kleinen Rettungsboot mit einer Handvoll bedauernswerten Tieren wiederfindet. Ungewohntes Ende. Tolle Geschichte!
- Ursula K. Le Guin
Erdsee
(225)Aktuelle Rezension von: RavendaraMein Eindruck:
Das Buch hat bei mir gemischte Gefühle hinterlassen: Es hat mich emotional nicht völlig gepackt, fühlte sich aber trotzdem wertvoll an. Statt eines mitreißenden „Page Turners“ war es eher ein Buch zum Nachdenken und Erarbeiten. Der märchenhafte, literarische Stil wirkt deutlich anders als moderne Fantasy – distanzierter, ruhiger und weniger darauf bedacht, jede Emotion ausführlich zu erklären. Genau das fand ich teilweise angenehm, weil man vieles selbst interpretieren kann. Ged als Hauptfigur ist kein Wohlfühl-Protagonist: Sein Stolz, seine Kränkbarkeit und sein Bedürfnis nach Anerkennung machten ihn für mich eher unsicher als sympathisch, auch wenn er sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt.
Besonders gefallen haben mir dagegen die philosophischen Gedanken des Buches. Themen wie Schicksal, Schweigen, Flucht oder Angriff tauchen immer wieder auf, ohne immer direkt für die Handlung wichtig zu sein, und genau das verleiht der Geschichte Tiefe. Auch die Struktur des Romans fand ich spannend: Die Welt von Erdsee fühlt sich tatsächlich wie ein Inselreich an, weil man episodisch von Insel zu Insel reist und erst nach und nach größere Zusammenhänge erkennt – fast wie in einer Fantasy-Version der Odyssee.
Stärken
🪄 Wunderschöne märchenhafte und ruhige Atmosphäre
🪄 Literarischer Stil, der sich stark von moderner Fantasy unterscheidet
🪄 Spannende philosophische Gedanken über Macht, Schicksal und Identität
🪄 Interessantes Magiesystem rund um die „wahren Namen“
🪄 Die episodische Inselstruktur passt perfekt zur Welt
🪄 Spannend zu sehen, wie viele Fantasy-Elemente hier ihren Ursprung haben könnten
🪄 Angenehm wenig emotionale Übererklärung ✨
Schwächen
⚠️ Für mich eher Arbeit als echter Lesefluss
⚠️ Ged blieb für mich über weite Strecken nicht fassbar
⚠️ Emotional oft sehr distanziert erzählt
⚠️ Wenig aktiv handelnde Frauenfiguren
⚠️ Teilweise sehr schwarz-weiß gezeichnete Welt
⚠️ Manche Elemente wirken heute einfach spürbar gealtert
Fazit & Empfehlung
„Der Magier von Erdsee“ ist für mich kein Buch, das man einfach konsumiert. Es ist eher eines, mit dem man sich beschäftigt. Ich hatte beim Lesen nicht dauerhaft Spaß, aber ich hatte trotzdem das Gefühl, dass diese Zeit gut investiert war.
Wer moderne Fantasy mit viel Tempo, Emotionen und Figurenbindung sucht, wird hier vermutlich eher kämpfen. Wer dagegen Lust auf ruhige, märchenhafte Fantasy mit philosophischen Gedanken und einem ganz eigenen literarischen Stil hat, könnte hier etwas Besonderes finden. 🌊
Ich werde Band 2 wahrscheinlich irgendwann lesen – aber erst dann, wenn ich wieder Lust habe, mir ein Buch wirklich zu erarbeiten. 😊
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🌊 Meine Buchreflektion:
Ich weiß ehrlich gesagt immer noch nicht ganz, wie ich zu diesem Buch stehe. Einerseits hat es mich längst nicht so gepackt, wie ich gehofft hatte. Andererseits hatte ich ständig das Gefühl, etwas Wertvolles daraus mitzunehmen. Es war für mich kein Buch zum Wegsuchten, sondern eher eines zum Erarbeiten. Und genau das beschreibt mein Leseerlebnis wahrscheinlich am besten.
Der Stil ist unglaublich märchenhaft und literarisch, fast schon distanziert. Man merkt einfach, dass dieses Buch vor über 50 Jahren geschrieben wurde. Vieles läuft anders als in moderner Fantasy. Gefühle werden kaum ausbuchstabiert, Figuren analysieren sich nicht ständig selbst und man bekommt längst nicht jeden emotionalen Zustand erklärt. Überraschenderweise fand ich das teilweise richtig angenehm. Heute wird man in manchen Büchern emotional ja regelrecht dauerbeschallt. Hier durfte man einfach mal beobachten und selber denken. ✨
Mit Ged hingegen wurde ich leider nicht warm. Er ist ehrgeizig, gekränkt, sucht Anerkennung und fühlt sich schnell angegriffen. Im Prinzip wirkt er auf mich wie jemand mit wenig Selbstwert, der versucht, das durch Macht und Lob von außen auszugleichen. Dass Jasper ihn permanent triggert, macht die Sache natürlich nicht besser. Le Guin beschreibt das als Stolz – ich glaube, heute würde man vieles davon anders benennen. Selbst nach seiner Entwicklung wurde er für mich eher bescheidener als wirklich sympathisch.
Was ich dagegen sehr mochte, waren die philosophischen Gedanken, die immer wieder auftauchen. Fragen nach Schicksal und Zufall, Gedanken über Schweigen, Flucht oder Angriff – solche Themen liebe ich in Büchern. Und das Schöne ist: Nicht alles muss sofort plotrelevant sein. Manche Gedanken dürfen einfach im Raum stehen. 🌙
Auch die Struktur fühlte sich besonders an. Erdsee liest sich wirklich wie ein Inselreich. Man springt von Episode zu Episode, von Insel zu Insel, fast ein bisschen wie in einer Fantasy-Version der Odyssee. Erst später erkennt man langsam größere Zusammenhänge.
- Harry Mulisch
Die Entdeckung des Himmels
(283)Aktuelle Rezension von: FerrumWas macht der Himmel, wenn er mit den Menschen unzufrieden ist? Richtig, er will seine 10 Gebote zurückholen und somit die Verbindung zur Erde auflösen. Und darum gehts, beginnend vor der Zeugung der Akteure bis hin zum großen FInale in Jerusalem.
Kaum eines der großen gesellschaftspolitischen Themen wird dabei ausgelassen, und dennoch hat man nie das Gefühl, dem hocherhobenen, moralinsaurem Zeigefinger ausgesetzt zu sein. Hat einen ewigen Ehrenplatz in meiner Bibliothek. - Louis Sachar
Löcher: Die Geheimnisse von Green Lake (Gulliver)
(837)Aktuelle Rezension von: reader25Wie bereits von einem meiner Vorgänger erwähnt war ich sehr skeptisch ob ich das Buch fertig lesen soll aber auch ich war sehr froh dass ich’s getan hab es wird Stück für Stück besser und wenn auch manchmal ein paar Durchhänger für meinen Geschmack dabei waren bereue ich keine Sekunde. Ich fand es spannend und zum nachdenken also alles erfüllt für meinen Geschmack.
- Robert Musil
Die Verwirrungen des Zöglings Törleß
(288)Aktuelle Rezension von: hufflepup_kafka„Die Verwirrungen des Zöglings Törleß“ von Rubert Musil aus dem Anaconda Verlag zeichnet sich durch eine düstere und intellektuell anspruchsvolle Atmosphäre aus. Törleß erkundet moralische und militärische Themen im Kontext einer Eliteschule und behandelt die dunklen Seiten der menschlichen Psyche. Musils Erstlingswerk könnte man demnach dem Dark Academia Genre zuordnen und es handelt sich hierbei um einen klassischen Entwicklungsroman aus dem Jahre 1906.
Törleß, zunächst motiviert und voller Tatendrang, wird mit der Zeit von Heimweh und Einsamkeit geplagt. Trost sucht er in den Briefen an und von seinen Eltern, doch dieser Trost weicht einer Depression aus Leere und Langeweile sozusagen, die er mit seinen neuen „Freunden“ Reiting und Beineberg zu kompensieren versucht. Als die drei Jungen ihren Mitschüler Basini als Dieb entlarven, der aus Geldnot seine Klassenkamerad*innen bestiehlt, sehen sie von einer Anzeige bei der Schulleitung ab und sehen stattdessen in ihm ein Ventil für ein Machtspiel aus Gewalt, Selbstjustiz und Bestrafung.
Während Beineberg und Reiting Basini vor allem körperlich wie sexuell misshandeln, beteiligt sich Törleß selbst am Machtspiel aber eigentlich nur wenig und ist viel mehr der in sich gekehrte Beobachter, in dem homoerotische Neigungen wach werden. Von dieser plötzlichen auftretenden sexuellen Begierde beschämt, flüchtet er sich zuerst in die Natur- und Geisteswissenschaften wie Mathematik, Philosophie und Psychologie, und als er darin keine Lösung findet, in das Spirituelle und Esoterische.
Bei diesem Übergang begibt sich Törleß zwischen Identitätssuche und Internatleben und verliert sich dabei in pseudo-poetischen Gedanken, die für mich als Leser einfach nur wirr und zäh waren. Einzig vom allgemein anspruchsvollen Schreibstil und zum Teil auch von den Dialogen war ich etwas angetan. Trotzdem hatte ich nicht den Eindruck, dass ich es hier mit pubertierenden Heranwachsenden zu tun habe, sondern mit Akademikern im ermüdenden, sich im Kreis drehenden und nimmer endenden Diskurs.
Alles in allem ist die Geschichte und die Figur um Törleß ein Konstrukt aus Egozentrik und Voyeurismus, mit dem ich einfach nicht warm wurde und von dem ich auch Klassiker liebenden und lesenden abrate. 2 von 5 Sternen. - Tess Gerritsen
Roter Engel
(236)Aktuelle Rezension von: blue-jenWährend die junge Ärztin Toby Harper Nachtschicht hat, taucht in der Notaufnahme ein alter Mann auf. Er redet wirr, reagiert kaum auf ihre Behandlung - und ist so schnell verschwunden, wie er aufgetaucht ist. Als im Krankenhaus ein Patient mit den gleichen Symptomen stirbt, vermutet der Pathologe Daniel Dvorak eine hochansteckende Krankheit. Die Spur der beiden Patienten führt zur Seniorenresidenz Brant Hill. Und dort stoßen Toby und Daniel auf Unvorstellbares ...
Anfangs konnte mich das Buch nicht recht packen, da es dauerte bis sich die einzelnen Personen und Handlungsstränge miteinander verbinden konnte.Zum Schluss wurde es doch noch recht spannend und eigentlich ein typischer Tess Gerritsen Thriller.
Allerdings gefiel mir nicht, dass sehr viel medizinische Fachbegriffe verwendet wurden und diese mich teilweise etwas aus dem Lesefluss holten. Ebenso hatte ich manchmal Probleme mit der Protagonistin, konnte ihre Handlungen nicht nachvollziehen.
- Minette Walters
Dunkle Kammern
(245)Aktuelle Rezension von: amigadas ist für mich das erste Buch von Minette Walters.
Ich kann momentan noch nicht sagen, ob ich noch weitere von ihr lesen werde, denn das Buch hat mich nicht wirklich überzeugt. Es passieren sehr viele Morde in diesem Buch, unabhängig von einander, die meisten in einem Wald.
Die Fotografin Jinx Kingsley erwacht nach einem Verkehrsunfall in einem Krankenhaus. Sie kann sich an nichts mehr erinnern. Sie soll sich anscheinend das Leben genommen haben.
Sie wird von der Polizei unter die Lupe genommen, und muss täglich eine Psychotherapie machen.
Ihre Eltern kümmern sich gar nicht um Jinx, lediglich ihr Vater Adam bezahlt ihren Klinikaufenthalt. Er kommt auch nur am Rande vor.
Kurz davor der Unfall geschah, wurde Jinx von ihrem Freund verlassen.Sie wollten eigentlich heiraten, hat sich aber dann für Ihre Freundin Meg entschieden.Anscheinend waren sie schon sehr lange heimlich zusammen über 11 Jahre was man später noch erfahren wird.
Jinx nahm es eher gelassen diese Trennung.
Ihre Mutter dagegen war sehr empört.Jinx war schon mal verheiratet. Sie fand ihren damaligen Mann in ihrer Wohnung vor, kaltblütig ermordet. Sie konnte gar nicht richtig hinsehen, so grausig war der Fund, sie konnte nur mehr die Polizei benachrichtigen, sie war total fertig mit den Nerven.
All dies erzählte sie ihrem Psychologen in der Klinik......
Ihr Ex Freund und Meg wurden ebenfalls ermordet aufgefunden in einem Wald......Eine ältere Dame fand den grausamen Fund als sie mit ihrem Hund einen Spaziergang machte.
Am Anfang fand ich das Buch spannend, aber es kamen in diesem Buch mehre Morde vor, was ich teilweise auch verwirrend fand, zahlreiche Personen, zuviele nach meinem Geschmack wurden untergebracht, was einen verwirrte, und auch sehr langatmig das Buch dann machte.
Der Schluss ging letztendlich ganz anders aus, als ich es mir gedacht hatte.
Für mich war das Buch am Anfang sehr spannend, der mittlere Teil verwirrend und langatmig, der Schluss war nicht vorhersehbar.
Deshalb gebe ich diesem Buch auch nur 3 Sterne.
- Art Spiegelman
Maus
(239)Aktuelle Rezension von: jacky_liestMaus von Art Spiegelman ist mittlerweile ein Klassiker der Comickultur und hat diesen Status zurecht. Spiegelman öffnet Perspektiven auf den Holocaust und das Überleben dessen, die es zuvor nur selten gab. Die Besonderheit des Comics ist dabei das Verhältnis zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie die Vater-Sohn-Beziehung. Bezeichnet ist, dass Spiegelman seinen Vater weder glorifiziert noch durchweg positiv als Helden stilisiert. Im Gegenteil: der Vater wird als manischer Zwangsneurotiker gezeichnet, dessen Verhaltensweisen sowohl die Figur Art(ie) als auch die Rezipient:innen fragend zurücklassen. Der Comic handelt von unbehandelten Trauma des Erlebten und dessen Übertragung auf die sogenannte zweite Generation. Verhandelt werden hier nicht nur geschichtliche Ereignisse, sondern auch deren Auswirkungen: ein lebenslanges und transgenerationales Trauma.
Besonders die Tiermetaphorik ist bezeichnend für den Stil des Zeichners und für die Handlung: nicht nur mit der Zeichnung der Figuren wird diese Metaphorik wiederholt aufgenommen, sondern auch innerhalb des Comics reflektiert und wiederholt in Szene gesetzt. Die Tiermetaphorik versteckt nicht, sie macht deutlich. Sie zeigt das, was sich unserer Vorstellungskraft entzieht.
Ein weiterer besonderer Aspekt des Comics ist dessen Selbstreflexion: der zeichnerische Prozess und vor allem die Umsetzung werden hier aufgezeigt und reflektiert. Besonders der zweite Band bringt dies auf den Punkt. Wie zeichnet man eine Geschichte, die man selbst nicht erlebt hat, aber dessen Auswirkungen einen geprägt und traumatisiert haben? Wie bringt man einen Diskurs zu Papier, über den so wenig gesprochen wird? Und genau setzt Spiegelman an und macht sich das Medium des Comic zunutze: er fabriziert hier eine neue Erzählung über den Holocaust, die zum Nachdenken anregt und nicht vergessen werden kann.
Maus ist ein herausragender Comic, eine emotionale Achterbahn und ein Medium gegen das Vergessen.
- Michael Crichton
Beute
(195)Aktuelle Rezension von: Tobias_DamaschkeMichael Crichton ist einer meiner Lieblingsautoren und Prey ("Beute"), das ich vor kurzem ein zweites Mal gelesen habe, beinhaltet alle Zutaten, die mich zu einem Fan des leider ja verstorbenen Mannes machen.
Kurz zur Handlung: Unser Hauptprotagonist Jack ist Informatiker und wird in die Wüste von Nevada geschickt um einem Unternehmen dabei zu helfen, Mini-Überwachungsanlagen für das Militär zu bauen. Dabei kommt die hochkomplizierte - und wie sich bald auch herausstellt, hochgefährliche - Nanotechnologie zum Zuge. Die droht dann auch schnell außer Kontrolle zu geraten und es wird schnell für alle Beteiligten deutlich, dass mehr auf dem Spiel steht als nur ihre Gehaltschecks ...
Wenn man neben der Spannung und den tollen Dialogen eine große Konstante in Chrichtons Büchern herausstellen möchte, dann wird es wohl seine sehr kritische Auseinandersetzung mit neuen Technologien und generell dem wissenschaftlichen Fortschritt sein. Dabei erhebt er aber nie den Zeigefinger und eine fundamentale Kritik am Fortschritt an sich will der Autor auch gar nicht erreichen.
Ähnlich wie bei der Gentechnik in Jurassic Park stellt aber auch die Nanotechnologie die Forscher immer wieder vor Probleme, die teilweise auch ethischer Natur sind. Chrichton spricht hier immer wieder diese Problemfelder an und führt dem Leser die Gefahren von einer verantwortungslosen Verwendung dieser Technologien vor Augen und das alles immer ein einer hochspannenden Geschichte verpackt, mit den erwähnten tollen Dialogen und gut ausgearbeiteten Charakteren."Beute" ist einer dieser Thriller, die man in einem Rutsch durchliest. Absolut zu empfehlen.
- Arundhati Roy
Der Gott der kleinen Dinge
(307)Aktuelle Rezension von: irmakvakifliArundhati Roys Der Gott der kleinen Dinge ist kein gewöhnlicher Roman. Es ist ein literarisches Kunstwerk – von der ersten Seite an spürt man, dass jedes Detail, jede Figur und jede Szene mit einer außergewöhnlichen Sorgfalt und Tiefe gestaltet wurde. Roy schreibt nicht nur über das Leben, sie erschafft es neu – in seiner schönsten, tragischsten und komplexesten Form.
Die Sprache ist poetisch und präzise zugleich. Die Beschreibungen, insbesondere zu Beginn – etwa der Garten oder die Landschaft Keralas – sind von solcher Bildkraft, dass man sie nicht einfach liest, sondern erlebt. Die Autorin gelingt es, den Leser in eine Welt zu versetzen, die sowohl fremd als auch seltsam vertraut wirkt. Man spürt förmlich die feuchte Hitze, hört die Insekten, riecht die Mangobäume.
Die Erzählstruktur ist jedoch eine Herausforderung: Der Roman folgt keiner linearen Chronologie. Stattdessen setzt sich die Geschichte wie ein Flickenteppich aus Erinnerungen zusammen – mit vielen Flashbacks und Zeitsprüngen, die manchmal bewusst verwirren. Doch genau dieses "Patchworkhafte" macht die Lektüre so intensiv: Man entdeckt Zusammenhänge erst allmählich und oft erst retrospektiv. Die Geschichte entfaltet sich wie ein Mosaik – Stück für Stück, Farbe für Farbe.
Die Charaktere sind lebendig, komplex und zutiefst menschlich. Besonders eindrucksvoll ist die Darstellung von Baby Kochamma – eine Figur voller Gegensätze: klein an Körper, aber gewaltig in Präsenz. Ihre unerfüllte Liebe zu einem Priester, ihre Verbitterung, ihre Entscheidungen – all das bleibt lange im Gedächtnis. Auch die Darstellung von Estha und Rahel, den Zwillingen, ist einfühlsam und bewegend – ihre kindliche Wahrnehmung verleiht der Erzählung eine eigene emotionale Tiefe.
Der Roman ist auch ein zeitgeschichtliches Dokument. Er nimmt uns mit in das Indien der späten 60er Jahre – mit all seinen sozialen Spannungen, kulturellen Eigenheiten, politischen Umbrüchen. Es ist eine Reise in ein Land, das gleichzeitig real und traumhaft erscheint. Roy verbindet das Persönliche mit dem Politischen, das Kleine mit dem Großen – und zeigt, dass das eine im anderen stets mitschwingt.
An einer Stelle im Buch wird über ein anderes Werk gesagt: „Darüber konnte man keinen weiteren Roman schreiben.“ Dieses Zitat passt ebenso gut auf Der Gott der kleinen Dinge. Es ist ein einzigartiges, vollkommenes Werk, das man nicht einfach „ausliest“, sondern das einen begleitet – lange nachdem die letzte Seite gelesen ist.
- Frank Goosen
Liegen lernen
(162)Aktuelle Rezension von: Lilli33Taschenbuch: 334 Seiten
Verlag: Heyne (Oktober 2002)
ISBN-13: 978-3821808543
Preis: 9,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich
Rückkehr in die 1980er Jahre
Inhalt:
Der 16-jährige Helmut lebt mit seinen Eltern irgendwo im Ruhrgebiet. Seine Jugend ist recht unspektakulär - Schule, Freunde, Musik. Bis Britta in sein Leben tritt und Helmut sich unsterblich verliebt. Eine Liebe, die ihn ein Leben lang begleiten wird.
Meine Meinung:
„Liegen lernen“ ist Frank Goosens Debütroman und lässt schon die Stärke der späteren Werke erkennen. Der Geist der 1980er Jahre lebt in diesem Roman auf. Ich wurde direkt in die damalige Zeit zurück versetzt und konnte mich in vielen der beschriebenen Szenen wiederfinden. Natürlich spielt Musik eine sehr große Rolle, aber auch Liebe und Freundschaft. Helmut versucht eher holprig, seinen Platz im Leben zu finden. Das macht ihn sehr nahbar, obwohl er mir gar nicht so recht sympathisch war.
Den Schreibstil fand ich anfangs noch sehr passend. Es wird in sehr einfachen Sätzen erzählt, wie man sie einem Sechzehnjährigen durchgehen lassen kann. Doch ändert sich dies im weiteren Verlauf nicht wesentlich, und einem gestandenen Akademiker, der aus Helmut wird, nehme ich diese einfach-kargen Sätze ein bisschen übel.
★★★★☆
- Wladimir Kaminer
Russendisko
(534)Aktuelle Rezension von: StolliRussendisko von Wladimir Kaminer, die Musik kann ich nicht ertragen, da bin ich mal gespannt auf das Buch, nun es ist sehr unterhaltsam, selten ein Buch so schnell “verputzt“.
Der übliche lockere Schreibstil von H. Kamine, viele Episoden allerdings sicher sehr übertrieben dargestellt aber im Grunde wundert man sich über nichts.
- Mark Frost
Sieben
(51)Aktuelle Rezension von: BuchdingDer junge Arzt Arthur Conan Doyle hat neben seinem Beruf eine Passion. Er schreibt gerne fantastische Unterhaltungsromane. Das Manuskript seines neuesten Werkes „Die dunkle Bruderschaft“ schickte er, wie er es mit allen seinen Manuskripten bisher tat, an alle möglichen Verlage und bekam ausschließlich Absagen. Niemand wollte den Roman über einen Zusammenschluss einflussreicher Persönlichkeiten, die sich allesamt mit Okkultismus und schwarzer Magie befassen mit dem Ziel, einem bösartigen Bewohner einer anderen Welt, ein Tor in die unsrige zu öffnen, um die Weltherrschaft zu erlangen – ernst nehmen oder gar veröffentlichen.
Doch am Weihnachtstag wird Doyle in eine Falle gelockt. Er ist bei einer Seance zugegen, die furchtbar ausartet und ihn Dinge sehen lässt, an die er nur zu gerne nicht glauben möchte. Er entkommt in letzter Sekunde und nur durch unerwartete Hilfe. Doch ab diesem Zeitpunkt ist er dem Tode geweiht, denn er wird von Mächten verfolgt, die weit über das wissenschaftliche Verständnis des Doktors hinaus gehen. Um zu überleben, muss er akzeptieren, dass es das Übernatürliche gibt und er muss jemandem vertrauen, der völlig wahnsinnig zu sein scheint und nach eigener Aussage im Auftrag von Königin Viktoria persönlich handelt. Jonathan Sparks, der neue Begleiter von Arthur Conan Doyle ist eine stets in schwarz gekleidete Gestalt mit außergewöhnlichen körperlichen und geistigen Fähigkeiten, ein Mann mit messerscharfem Verstand, einem besonderen Blick für Details und Zusammenhänge und einer nebulösen Vergangenheit. Gemeinsam nehmen sie es mit einem beängstigenden Gegner auf – der dunklen Bruderschaft.
Bereits zu Beginn fand ich die Geschichte sehr interessant und mysteriös. Was mich zunächst jedoch etwas störte, war dieser geheimnisvolle Jonathan Sparks. Durch sein irrationales Verhalten nervte er nicht nur Doyle sondern auch mich. Doch recht bald wurde dieser Charakter einer Person immer ähnlicher, die man als Leser und selbst als Nicht-Leser nur allzu gut kennt und schätzt. Wem bekannt ist, wer Arthur Conan Doyle war, dem dürfte bereits ein Licht aufgegangen sein.
Die Geschichte ist äußerst rasant und verliert nicht einem Moment lang an Tempo. Durch die ständig präsente Bedrohung fühlt man sich selbst beim Lesen immerzu gehetzt und würde dem armen Doyle liebend gern mal eine einzige Nacht ruhigen Schlafes gönnen.
Die Idee, einen bekannten Autor mit seiner berühmtesten Romanfigur gemeinsam ein fantastisches Abenteuer erleben zu lassen, ist ziemlich findig und der Autor nimmt sich die Freiheit, ein paar der Eigenheiten, die man von besagter Romanfigur kennt, auf spezielle Weise zu erklären. Das macht insbesondere die Figur des Jonathan Sparks sehr spannend – ebenso wie den bösen Gegenspieler. Denn der eine hat mit dem anderen sehr viel gemeinsam, mehr als beiden lieb ist.
Die Figur des Arthur Conan Doyle entwickelt sich vom spießigen Arzt mit Schriftsteller-Ambitionen zu einem trickreichen und mutig kämpfenden Helden - einem würdigen Partner für den geheimnisvollen Mr. Sparks im Dienst der Krone.
Es ist nicht die Geschichte um dunkle Mächte, die in unsere Welt eindringen und sie beherrschen wollen, die den Leser an das Buch fesselt. Es ist das Zusammenspiel der Figuren, die unglaubliche Entwicklung der Hauptfiguren von Fremden zu Brüdern, von Gejagten zu Gefürchteten und das bewegende Schicksal von Jonathan Sparks – das vergangene und das zukünftige.
Fazit: „Sieben“ ist ein Buch, das man mit Spannung und Spaß lesen kann und das man mit Sicherheit nicht so schnell vergessen wird. - Tess Gerritsen
Trügerische Ruhe
(188)Aktuelle Rezension von: Gedankenlabor„Trügerische Ruhe“ von Tess Gerritsen, aus dem Amerikanischen übersetzt von Andreas Jäger hat mich wirklich direkt gepackt und wie die anderen Bücher, die ich bisher von Tess Gerritsen gelesen habe sehr in Atem gehalten! Die Grundidee mit dem scheinbar friedlichen Ort Tranquility, in dem nach und nach immer mehr verstörende Ereignisse ans Licht kommen und auch passieren sorgt von Anfang an für mein Empfinden für eine beklemmende Atmosphäre. Besonders spannend war für mich persönlich wie Ärztin Claire Elliot eigentlich nur einen Neuanfang für sich und ihren Sohn sucht und stattdessen mitten in eine Reihe unerklärlicher Gewaltausbrüche gerät und sich so nicht nur mit ihren eigenen Problemen, sondern eben auch mit dem ganzen Drama der Stadt auseinander setzen muss. Claire war für mich eine sehr sympathische Hauptfigur, weil sie einerseits nicht perfekt ist, aber eben unheimlich menschlich und glaubwürdig agiert. Auch die Zusammenarbeit mit Polizeichef Kelly hat mir gefallen, weil dadurch die Ermittlungen noch lebendiger wurden und Claire auch hier weiter im Fokus blieb. Für mich persönlich konnte Tess Gerritsen die Spannung richtig gut aufbauen und auch immer wieder auf ihre Spitzen treiben und gleichzeitig die bedrückende Stimmung in dieser verschlossenen Kleinstadt greifbar machen. Neben Claire spielt auch ihr Sohn und die Mutter-Kind Beziehung eine große Rolle, was für mich der Geschichte noch eine besondere Tiefe gegeben hat.
Auch die medizinischen Aspekte konnten mich hier wieder sehr begeistern, waren allerdings teilweise etwas sehr kompliziert gestrickt, was es manchmal etwas wirr machte und was für meinen Geschmack ruhig etwas leichter hätte sein dürfen. Alles in allem gab es hier Spannung pur, von Anfang bis Ende, ein sehr atmosphärisch dichtes Örtchen und Claire als Ärztin eine tolle Protagonistin- mir hat das Buch richtig gut gefallen und ich freue mich schon sehr drauf, weitere Geschichten von Tess Gerritsen zu entdecken🤗📖 - Pauline Gedge
Das Mädchen Thu und der Pharao
(34)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer"Das Mädchen Thu und der Pharao" ist bereits das zweite Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und erneut bin ich sehr begeistert - sowohl von der story, aber vor allem von der Schreibe der Autorin. Scheinbar gehört es zu ihren Markenzeichen, dass sie den Leser bereits nach wenigen Seiten in die Thematik einführt un es damit schafft, einen historischen Roman mit einem sehr dichten Spannungsbogen zu versehen.
Zum Inhalt:
Das Mädchen Thu ist von klein unzufrieden mit den Aussichten, die sie als erwachsene Frau in dem bäuerlichen Aswat zu erwarten hat. So überredet sie ihren älteren Bruder, ihr das Schreiben heimlich beizubringen und als der Seher des Pharao eines Tages am Ufer anlegt, legt sie alles daran, dem Mann aufzuwarten, damit er sie in fremde Länder mitnehme.
Unerwartet geschieht dies auch und der Seher Hui nimmt das Mädchen unter seine Fittiche. Da es von der Mutter, die in ihrem Dorf als Hebamme und kräuterkundige Frau gearbeitet hat, das Handwerk gelernt hat, bildet er sie zum Arzt aus. Eines Tages wird er an den Hof des Pharao gerufen und nimmt Thu mit. Der Pharao ist sofort von ihr entzückt und wirbt um ihre Hand als Nebenfrau.
Am Hof des Pharo lernt Thu als neue Nebenfrau den Harem kennen und versucht, das erlernte und auch die heimlichen Interessen des Sehers umzusetzen - jedoch steht ihr ihr eigener Kopf und der Willen, respektiert zu werden dabei oft im Weg.
Fazit (Achtung: Spoiler)
Da ich der Meinung bin, dass ein Buch nur dann fünf Sterne verdient hat, wenn mir auch das Ende gut gefallen hat und ich generell der Meinung bin, dass viele Bücher gerade durch ein schlechtes Ende an Qualität verlieren, möchte ich dies bei diesem Buch besonder in den Vordergrund heben. Thu schafft es am Ende nicht, die Machenschaften und Intrigen am Hof und bei Hui dem Seher zu durchschauen und wird Opfer ihres eigenen Dickkopfs. In meinen Augen ist es sehr konsequent, da es doch eher unwahrscheinlich wäre, wenn ein Pharao eine Nebenfrau bäuerlichen Blutes nicht nur zur Nebenfrau sondern auch zur Königin erhebt. Auch finde ich, dass Pauline Gedge ihren Charakter konsequent weiter entwickelt und zeigt, dass Thu einen bestimmten Grad nicht zu überschreiten versteht.
Dass sie wieder dort endet wo sie gestartet ist, ist im Grunde das Ergebnis ihres gescheiterten Lebens und hat mir sehr gut gefallen, wenn es mich auch traurig gestimmt hat. - James Patterson
Wer sich umdreht oder lacht
(40)Aktuelle Rezension von: Linda19_7Die berühmte Sängerin Maggie Bradford verlor bereits ihre letzten beiden Ehemänner durch tragische Umstände. Doch schließlich begegnet sie dem charismatischen Fußballprofi und Schauspieler Will Bredford. Er ist aufmerksam, gut zu ihren beiden Kindern und scheint der perfekte Ehemann zu sein. Doch schon bald erkennen sie ihn nicht wieder, ein furchtbarer Albtraum beginnt…
Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen erzählt Maggie ihre Eindrücke zu ihrem Lebensweg, hinzu kommen immer wieder einblenden der Gegenwart. Zudem gibt es immer wieder auch Abschnitte während denen Wills Lebensgeschichte erzählt wird. Das macht die Geschichte so spannend, da man so schon vorher ahnt welchen Schicksalsschlag die gute Seele Maggie treffen wird. Trotzdem ist das Buch nicht langweilig, da zum Ende hin noch ein paar krasse Wendungen auf den Leser warten…
Mich hat das Buch positiv überrascht und voll in seinen Bann gezogen.
- Gabriel García Márquez
Chronik eines angekündigten Todes
(219)Aktuelle Rezension von: irmakvakifliGabriel García Márquez stellt in dieser schmalen, aber gewichtigen Erzählung eine einzige Frage ins Zentrum: Reicht es aus, etwas nicht selbst zu tun – oder wird man durch Wegsehen zum Mittäter?
In Chronik eines angekündigten Mordes erleben wir die Geschichte eines Mordes, der tatsächlich angekündigt wird – und dennoch geschieht. Die Bewohner eines kleinen Dorfes wissen davon, manche reden darüber, andere ignorieren es. Am Ende stirbt Santiago Nasar, und niemand hat etwas unternommen, obwohl alle die Möglichkeit dazu hatten.
Márquez' Stil ist zurückhaltend, fast protokollarisch. Und genau das macht den Text so eindringlich: Die Rekonstruktion der Tat wird zur Aufdeckung eines kollektiven moralischen Versagens. Jeder Charakter wird wie in einem Theaterstück eingeführt, kurz beleuchtet, befragt, und dann entlassen – als wäre es ein Gerichtsprozess, der niemals wirklich stattgefunden hat.
Die Ironie liegt im Titel selbst: eine Chronik. Als wäre alles längst festgeschrieben, unausweichlich. Und so liest sich der Roman auch – nicht wie ein Krimi, sondern wie eine Tragödie in Zeitlupe.
Ein literarisches Lehrstück über Schuld, Gleichgültigkeit und soziale Mechanismen. Prägnant, schmerzhaft, unvergesslich.
- Paul Auster
Ich glaubte, mein Vater sei Gott
(12)Aktuelle Rezension von: emeraldeyeEne Sammlung mit Geschichten aus ganz Amerika, von Paul Auster aus einer Laune heraus in einer Radiosendung initiiert. Sein Aufruf hat eine unfassbare Menge an Zuschriften nach sich gezogen, die er dann aussortiert und thematisch zusammen gefaßt hat. Die Geschichten sind sehr unterschiedlich in der Qualität und in ihren Themen, aber immer interessant, weil sie Amerika aus den unterschiedlichsten Perspektiven zeigen. Ich habe das englischsprachige Original gelesen. Sehr empfehlenswert! - Kathrine Kressmann Taylor
Adressat unbekannt
(292)Aktuelle Rezension von: herr_hyggeIn einem herzlichen Brief schreibt Max Eisenstein seinem guten Freund und Geschäftspartner Martin Schulse nach Deutschland und schildert, wie sehr er ihn und dessen Familie bereits vermisst und dass er ihn um die gute deutsche Kost und die aufblühende politische Freiheit im Land beneide, während er allein, im San Francisco des Jahres 1932, die Geschäfte in der gemeinsamen Galerie weiterführt. Martins Antwort fällt genauso herzlich aus, doch mit der Zeit wird der Ton schärfer und Max muss aus der Ferne mit ansehen, wie Deutschland seinem Volk immer feindseliger gegenübersteht und auch sein Freund Martin bleibt von der Propagandamaschinerie nicht verschont …
„Adressat Unbekannt“ von Kressmann Taylor ist ein perfektes Beispiel dafür, dass ein Buch nicht vieler Seiten oder Worte bedarf, um eine Geschichte mit einem langanhaltenden Nachhall zu erzählen. Denn dieses schmale Bändchen birgt in seinem Einband Freundschaft, Verzweiflung, einen politischen Umschwung, Zeitgeschichte, Verrat sowie Rache und ist noch dazu von einer beklemmenden Aktualität.
Ich bin tief beeindruckt von diesem Buch und bin der Meinung, dass es zur Pflichtlektüre an Schulen werden sollte. Nicht nur aus dem Grund, dass es sich schnell lesen lässt, sondern, weil es auf gut 60 Seiten sehr viel Raum für Gespräche bietet, die aufklären und wachrütteln können, aber auch klar machen, dass „NIE WIEDER“ nicht irgendwann beginnt, sondern genau jetzt.
- Jean Hegland
Die Lichtung
(42)Aktuelle Rezension von: buchstaeblichverliebtAus Gründen, die nicht näher benannt werden fällt der Strom dauerhaft aus und Krankheiten durchseuchen die Menschheit.
Auf einer Lichtung im Wald (über-)leben die Schwestern Nell und Eva und mit ihnen ihre Erinnerungen, Träume und Hoffnungen.
Die Geschwister, konfrontiert mit apokalyptischen Zuständen und persönlichen Schicksalsschlägen versuchen mit den Ressourcen der Natur und gegenseitiger Unterstützung die Zeit zu überstehen und ihr Überleben zu sichern.
- Santo Cilauro
Molwanien
(61)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderDieses Buch bietet Gute Laune pur. Es ist einfach herrlich was sich die Autoren alles einfallen haben lassen und was alles zusammen getragen worden ist. Die Bilder und die Texte sind einfach köstlich. Natürlich gibt es Molwanien nicht, aber der Reiseführer bietet einfach alles. Köstlich und immer ein super Geschenk
- Arto Paasilinna
Das Jahr des Hasen
(92)Aktuelle Rezension von: birgitdWelch wundervolles Buch.
Ich hab mich gefreut, es nach langer Zeit erneut lesen zu können.
Am Anfang steht ein Unfall, eigentlich ist das Buch eine einzige Reihe von Unfällen
Es gibt weder großartige Offenbarungen noch einen spektakulären Höhepunkt.
Kaarlo Vatanen fährt einen Hasen an, er steigt aus und sucht nach ihm.
Der Hase ist verletzt und er entscheidet sich einige Tage im Wald zu verbringen.
Das Buch stimmt nachdenklich, weil es um die Frage geht, was man in seinem Leben wirklich tun will,
Ich habe es schon früher gern gelesen, hatte es fast vergessen aber auch jetzt ist es noch immer gut























