Bücher mit dem Tag "camus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "camus" gekennzeichnet haben.

32 Bücher

  1. Cover des Buches Der Fremde (ISBN: 9783499253089)
    Albert Camus

    Der Fremde

     (562)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    "Der Fremde" des französischen Nobelpreisträgers Albert Camus erschien 1942 und wurde als Meisterwerk berühmt. Die Erzählung entstand parallel zu einer philosophischen Abhandlung des Schriftstellers über das Absurde.

    Die Geschichte handelt von einem jungen Franzosen, Meursault, dessen Antriebslosigkeit keine Grenzen kennt. In seinem Persönlichkeitsprofil könnten fast autistische Züge vermutet werden. Sein Verhalten führt zu einem Mord, den er aus Notwehr begeht. Das richterliche Urteil führt aufgrund mehrerer sinnloser Schüsse, die er zusätzlich abgibt, seiner fehlenden Reue und der kompletten Gefühl- und Gottlosigkeit zur Todesstrafe. Selbst der Geistliche, der ihn am Abend vor seiner Hinrichtung aufsucht, wird Zeuge einer schockierenden Gleichgültigkeit gegenüber der Welt.

    Die schlichte Sachlichkeit und Intelligenz, seine ruhige und pflichtbewusste Art machen aus dem Protagonisten trotz allem einen Menschen, den man eigentlich ganz gern hat. Darin liegt das Absurde der Geschichte.

    Der lakonische Schreibstil hat mich angesprochen und macht den kurzen Essay zu einer leicht zu lesenden Lektüre.

  2. Cover des Buches Das Phantom des Alexander Wolf (ISBN: 9783423143356)
    Gaito Gasdanow

    Das Phantom des Alexander Wolf

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Kapitel7

    Info vorab: Eine ausführlichere Version meiner Rezension ist auf meinem Blog erschienen: https://kapitel7.de/gaito-gasdanow-das-phantom-des-alexander-wolf/


    Das Phantom des Alexander Wolf zählt für mich zu den Büchern, bei denen man am Ende Schwierigkeiten hat, den einen Handlungsfaden nacherzählen zu können. Der Roman ist eine Momentaufnahme aus dem Leben der Protagonisten. Er baut keine Geschichte, er baut eine Atmosphäre.

    Diese Atmosphäre wirkt wie ein Sog. Ich bin beim Lesen geradezu durch die Seiten geflogen. Es gibt kaum welche von jenen Stellen, die sich dazu anbieten, das Buch zuzuklappen und am nächsten Tag weiterzulesen. Gasdanows Stil hat eine Melodie, die bis zum Ende trägt. Dadurch ist der Roman ein kurzweiliger Zeitvertreib, aber dennoch ist es schade, dass die Erinnerung daran am Ende so schnell verfliegt.

  3. Cover des Buches Der Fall (ISBN: 9783499253102)
    Albert Camus

    Der Fall

     (135)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Dieser im Jahr 1957 veröffentlichte schmale Band enthält die Lebensgeschichte des Pariser Anwalts Johannes Clamans. Im Stil eines Gesprächs gibt er sich in einem Zeitraum von fünf Tagen einem fiktiven Dialogpartner im Amsterdamer Hafenviertel zu erkennen. Geschildert werden der kometenhafte Aufstieg des jungen Mannes in der Pariser Gesellschaft, begünstigt durch ein Wesen, dass durch Eigenliebe, Opportunismus und einen Mangel von Empathie gekennzeichnet ist. Durch seine Zeugenschaft bei einem Suizid einer jungen Frau gerät sein Welt- und Selbstbild ins Schwanken. Er verlässt den eingeschlagenen Weg und hält nun mit Hilfe seiner Selbstanklage den Menschen den moralischen Spiegel vor. Doch ist diese Veränderung nicht durch Läuterung gekennzeichnet, sondern von dem Versuch, sich selbst zu ent- und den Gesprächspartner zu belasten, sodass dieser gezwungen wird, seine eigene Lebensbeichte abzulegen. Camus schafft es, auf knapp 120 Seiten eine große Menge von Themen anzusprechen. Liebe, Glaube und Gemeinschaft bilden hier die Pfeiler der Argumentation, welche den Leser nachdenklich und betroffen zurücklässt. Dass der Autor hierfür den Nobelpreis erhielt, ist mehr als nachvollziehbar. Ein Muss für jeden, der sich für die Triebfedern menschlichen Handelns und des "Pudels Kern" der Gesellschaft interessiert.
  4. Cover des Buches Die Pest (ISBN: 9783499006166)
    Albert Camus

    Die Pest

     (481)
    Aktuelle Rezension von: HubertM

    Zur Zeit wieder Aktuell!

  5. Cover des Buches Salzwasser (ISBN: 9783423129008)
    Charles Simmons

    Salzwasser

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Igelchen

    Erzählt wird die Geschichte des 15jährigen Michael, der mit seinen Eltern wie jedes Jahr den Sommer auf einer Halbinsel am Atlantik verbringt. Doch der Sommer 1963 ist anders. In das Nachbarhaus ziehen Mrs. Mertz und ihre zwanzigjährige Tochter Zina ein. Michael verliebt sich in Zina und ist ihren verführerischen Anspielungen ausgeliefert. Als er seine Liebe zu ihr verraten sieht, bricht seine kindliche Welt zusammen.

    Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch die Danksagung im aktuellen Roman von Benedict Wells (Hard Land). Der erste Satz aus "Salzwasser", hatte ihn für seinen ersten Satz inspiriert. Da ich die Geschichten von Benedict Wells sehr mag, war meine Neugierde geweckt.

    "Salzwasser" ist eine Coming-of-Age-Geschichte, die im Jahr 1963 spielt. Die typischen Rollenbilder von Männern und Frauen sind teilweise etwas klischeehaft. Doch ich mochte die Sprache und auch das durch die Sprache transportierte Gefühl aus dieser Zeit.

  6. Cover des Buches Das Labyrinth der Wörter (ISBN: 9783455001945)
    Marie-Sabine Roger

    Das Labyrinth der Wörter

     (616)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Eine ältere belesene Dame und ein gefühlvoller jünger Mann mit nicht so viel Wissen - ein ungleiches Paar.  Dennoch erfahren sie,  was sie verbindet, auf eine niedliche humorvolle Weise. Die alte Dame war mir sehr sympathisch. 

    So kann es im Leben kommen...Zufälle und Begegnungen, von denen man sich inspirieren lässt und nie vergisst.

  7. Cover des Buches La peste (ISBN: 2070360423)
    Albert Camus

    La peste

     (29)
    Aktuelle Rezension von: chemy
    Das Zeitalter von Seuchen und Unglück.. die Aussichtlosigkeit der Menscheit im Kontrast zu Heldentum und Irrsinn
  8. Cover des Buches Die Pest (ISBN: 9783869741536)
    Albert Camus

    Die Pest

     (11)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Parallelen zur aktuellen Pandemie, aber wesentlich geschickter und besser verpackt.


    Inhalt: In der Stadt Oran bricht die Pest aus. Angekündigt durch Ratten, nehmen die Bewohner das Problem zunächst nichts ernst. Doch als dann vermehrt Krankheitsfälle mit gleichem Verlauf auftreten, muss man reagieren.

    Die Kranken werden isoliert und so gut als möglich betreut, doch es werden immer mehr Krankheitsfälle. Das Ganze geht soweit, bis die ganze Stadt abgeriegelt wird. Nichts geht mehr raus und nichts geht mehr rein. Das führt dazu, dass auch Tarrou in der Stadt fest sitzt. Zunächst sucht er noch nach einer Möglichkeit der Abriegelung zu entkommen, aber irgendwann hilft er bei der Pflege und bleibt.

    Die Zeit ist begleitet von vielen Toten. Ein Junge, der Pater der Stadt und zum Schluss auch Tarrou. Fast unmerklich stirbt auch die Ehefrau des Arztes, der sich am Schluss als Verfasser dieser Chronik zu erkennen gibt.

    Eine Erzählung in leichter Sprache, aber mit keinem einfachen Stoff.


    Fazit: Fakt ist mal, dass ich hier etwas ganz anderes bekommen habe, als ich es erwartet habe. Aber am Ende war ich positiv überrascht. 

    Die Erzählung spielt sich komplett in ein und derselben Stadt ab. Die Stadt Oran steht in ihrer Blüte und wird durch die ausgebrochene Pest komplett ausgebremst. Es ist super gut dargestellt, wie das Leben so Stück für Stück lahm gelegt wird. Wie langsam die Erkenntnis in der breiten Masse eine Wirkung zeigt. Irgendwie habe ich mich in erschreckender Weise an die momentane Corona-Situation erinnert. Da waren so viele Parallelen zum Pandemie-Verhalten der Regierung und der Bevölkerung. - In dem Moment hat mir aber leider die Flucht aus der Realität gefehlt, die Bücher bei mir sonst hervorrufen.

    Trotzdem, es war eine nicht sehr actionreiche Handlung, aber unter Strom gehalten hat sie mich doch. Besonders das Schicksal des Reporters hat mich mitgenommen. Es musste ja nun wirklich nicht so enden.

    Ob die Pandemie, die hier beschrieben wurde, wirklich so passiert ist, konnte ich nicht heraus finden. Allerdings habe ich in Erfahrung gebracht, dass Albert Camus ein Veteran des 2. Weltkrieges war und gerade in dieser Story so eine Art Horror über den Nationalsozialismus verarbeitet hat. Demnach gehe ich mal davon aus, dass es zwar die hier beschriebene Stadt gibt, die Story selber aber frei erfunden ist.

    Der Sprecher macht einen super Job. Er hat eine lockere, fast flapsige Art, zu lesen. Das stellt die Story noch einmal in einem ganz anderen Licht dar. Wertet sie in keiner Weise ab, sondern gibt dem allem noch etwas ganz Besonderes. Der Mann beherrscht seinen Job einfach und ich glaube, ich sollte mir den Namen mal merken.

    Ein kurzes Hörvergnügen war es in jedem Fall. Aber so kann eben keine Langeweile aufkommen. - Anders als erwartet, aber in jedem Fall positiv zu bewerten.


    Ich kann das Buch nur empfehlen. Es ist nicht so lang, oder so dick, dass man da jetzt Massen an Zeit verlieren würde und am Ende ist man ob der Einfachheit doch so geflasht. - Zumindest mir ging es.

    Doch doch, tut euch das Buch an. Es ist über Spotify als Hörbuch zu bekommen, somit recht easy.

  9. Cover des Buches L'étranger (ISBN: 9782070453177)
    Albert Camus

    L'étranger

     (75)
    Aktuelle Rezension von: berenstein

    Ein Mann lebt in den Tag hinein, gleichgültig, leidenschaftslos. Eines Tages begegnet er einem Araber am Strand. Es gab eine Vorgeschichte, die die beiden verbindet, doch ist das von Belang, von Interesse? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Der Mann erschießt den Araber, es wird nicht klar, ob in Notwehr oder nicht.

    Meursault heißt der Mann, der unvermittelt (unmotiviert?) zum Mörder wurde, der mit ein paar Schüssen das Leben eines anderen auslöschte und deshalb hingerichtet werden soll. Seine Geschichte spielt im Algerien der 30er Jahre, er selbst ist französischer Abstammung. Seine Mutter wurde vor kurzem beerdigt, er beginnt eine Affäre mit einer Frau, er lässt sich von einem mutmaßlichen Zuhälter einspannen – doch warum geschieht das alles, geschieht es ihm, Meursault, das alles?

    No reason. No reason? Vielleicht.

    „Der Fremde“ ist Albert Camus‘ erster Roman und nimmt auf eindrückliche Weise vorweg, was die Philosophie des Absurden, die von Camus stark geprägt wurde, ausmachen wird. Der Roman ist äußerst sparsam und karg in seiner Sprache, rätselhaft in seiner Handlungsführung. Er bietet keine zu lösende Kriminalgeschichte, er psychologisiert nicht, er hat keine Antworten, keine (Er-)Lösungsansätze. Nichts dergleichen.

    Kein Wort zu viel, die Dinge geschehen. Und am Ende – ja, und am Ende.

  10. Cover des Buches Wie wir verschwinden (ISBN: 9783596187645)
    Mirko Bonné

    Wie wir verschwinden

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Himmelfarb
    Der mit Abstand beste deutsche Roman, den ich seit langer Zeit gelesen habe, alle Buchpreisträger (dieser Roman stand nur auf der Longlist) eingeschlossen. Mit wieviel Feingefühl Bonnè seine Protagonisten beschreibt, wie meisterlich seine Sprache ist, und wieviel Empathie er in dieses Werk legt, ist bemerkenswert. Ganz sicher wird das nicht das letzte Buch dieses großartigen Schriftstellers sein, welches ich lese!
  11. Cover des Buches Die Mandarins von Paris (ISBN: 9783644031111)
    Simone de Beauvoir

    Die Mandarins von Paris

     (39)
    Aktuelle Rezension von: ninchen1809
    Ein Meisterwerk! Simone de Beauvoir gelingt in ihrem Roman eine perfekte Verknüpfung von Zeitgeschichte (politische Entwicklung in Frankreich nach dem 2. Weltkrieg) und privater Schicksale. Der Roman spielt größtenteils in Paris, zwischendurch aber auch in den USA, Portugal oder Mexiko. Die Charaktere sind perfekt und äußerst real herausgearbeitet. Auf knapp 800 Seiten kommt aufgrund wunderbarer, zum Nachdenken anregender Dialoge und einer lebendigen Erzählweise auf keiner einzigen Seite Langweile auf. Besonders beeindruckend sind die zwei verschiedenen Erzählebenen: Zum einen die des Journalisten Henri in der dritten Form und der Psychologin Anne in der Ich-Form. Diese beiden Protagonisten führen in die Welt der Pariser Intellektuellen. Bei der Geschichte um Henri wird der Zerfall der durch die Résistance verbundenen Pariser Intellektuellen und der Niedergang des französischen Kommunismus aufgegriffen. Sein vergeblicher Kampf um die Zeitung „Espoir“ steht für ihn im Vordergrund. Die Schicksale dreier Damen, Paule, Josette und Nadine, und deren Liebe zu Henri sind in diese Geschichte verwoben. Anne, die Ehefrau einer Hauptfigur der „Mandarins“, ist nicht unmittelbar in die politischen Diskussionen einbezogen. Die Suche nach persönlichem Glück und eine schöne Liebesgeschichte spielen in Annes Leben eine weitaus größere Rolle. Sie verliebt sich in Chicago in einen Schriftsteller namens Lewis, der mit ihr sein Leben verbringen möchte, sie aber ihr „altes“ Leben in Paris nicht aufgeben will. Insgesamt eines der besten Bücher, das ich gelesen habe. 100% empfehlenswert!!!
  12. Cover des Buches Camus (ISBN: 9783499628016)
    Iris Radisch

    Camus

     (21)
    Aktuelle Rezension von: UteSeiberth
    Mit großem Interesse habe ich diese Biografie von Iris Radisch gelesen,bei der man deutlich merkt,dass sie Camus und seine
    Bücher sehr gut kennt.Es ist eine schöne Würdigung zum 100.
    Geburtstag von Camus und zeigt sein Leben,das in einer armen Gegend in Algerien beginnt bei einer Mutter,die nicht sprechen kann
    um in Paris Sartres Gegenspieler zu werden.Camus ist mir noch sympathischer geworden durch seine philosophischen und moralischen Ansichten,die ich so genau nicht gekannt hatte.
    Schade,dass er so früh verstorben ist !Wer weiß,was er noch
    alles geschrieben hätte!
  13. Cover des Buches Der Mythos des Sisyphos (ISBN: 9783644026612)
    Albert Camus

    Der Mythos des Sisyphos

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Nickmeh

    Ich muss zugeben, dass ich dieses Buch bereits vor ca. zwei Monaten fertig gelesen habe und deswegen nicht alles genaustens wiedergeben kann. Mir hat dieses Buch aber nur teilweise Spaß gemacht. Der Grundtenor lautet wohl, dass das (menschliche) Leben wohl nur wenig sinnvoll ist. Doch gerade aus diesem sinnfreien, soll man dann einen individuellen (?) Sinn entwickeln. Das menschliche Leben ist mühselig, einsam und widerspenstig, doch diese Momente auch immer wieder (erfolgreich) zu bekämpfen oder zu akzeptieren, indem man ständig in neue Rollen schlüpft, ist dann wohl doch sinnvoll. Das menschliche Leben ist gewissermaßen ein Schauspieler, der ständig in neue Abenteuer und Gegebenheiten stürzt und sich behaupten muss. 


    Letztlich ist der Selbstmord laut Camus nicht zu vertreten, weil er den "traurigen" Menschen nicht rettet und auch nicht erlöst. 

    Etwas verwirrend geschrieben und ich habe das Gefühl, dass Camus nicht zum Punkt kommt. Das liegt auch daran, dass er ständig aus anderen Werken zitiert. Vom abrupten Ende hätte ich mir dann doch ein wenig mehr gewünscht. 

  14. Cover des Buches Reisetagebücher (ISBN: 9783499221972)
    Albert Camus

    Reisetagebücher

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Und am Ende sind sie alle tot (ISBN: 9783426301302)
    Henrik Lange

    Und am Ende sind sie alle tot

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Wichmann
    Redaktioneller Hinweis: Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung der Leseprobe.

    Cover
    Kurz und prägnant in einer farbenfrohen Aufmachung verspricht das Cover Vergnügen in Comic-Art. Der Einstieg ist gelungen.

    Inhalt und Aufteilung des Buches
    Bereits das Inhaltsverzeichnis zeugt von einer Fülle an ‚bekannter‘ Literatur, die zumindest dem Titel nach einmal Auge oder Gehörgang gestreift haben sollte. Um einige zu nennen: ‚Im Westen nichts Neues‘, ‚Romeo und Julia‘ oder gar 1984. Hinter jedem Titel ist der Autorenname vermerkt, außer bei Gottes Werk ‚Die Bibel‘. Dies mag dem Umstand geschuldet sein, dass diese durch zu viele Autorenhände ging und für die Zusammenstellung alter Schriften allenfalls Flavius Josephus, bzw. die Synode von Laodicea zu benennen wäre. Allein diese Hinweise bräuchten wohl zu viel Platz auf der knappen Übersichtsseite. Im Folgenden werden zu jedem Titel zwei Buchseiten präsentiert. Eine enthält lediglich Titel und Autorenname des Werkes, die andere Seite stellt insgesamt vier Bilder mit wichtigsten Aspekte dar. Dermaßen gebrieft ist es tatsächlich möglich eine kurze Zusammenfassung widerzugeben oder zumindest zu erahnen, worum es in einem entsprechenden Werk geht. Nicht außer Acht zu lassen ist jedoch das Augenzwinkern dieser ‚Besprechungen‘, denn wirklichen Hintergrund werden sie nicht aus vier Schlagworten ziehen.
    Dem trägt auch die jeweils eine fast vollständig unbedruckte Seite Rechnung: Es geht um den schnellen Überblick, mit Augenmerk auf den kurzen Witz mit schneller Pointe.

    Zielgruppe
    Das Buch richtet sich an diejenigen, die zumindest einen Kurzüberblick erhaschen wollen auf Titel, die jederzeit als Smalltalkthema hervorgekramt werden könnten. Zeichnungen und Comic-Schrift ermöglichen den Schnellüberblick, ohne einen Schnelllesekurs für die nun unnötige Gesamtlesung des jeweiligen Buches absolviert zu haben.

    Stil
    Das Buch ermöglicht durch die Verknappung auf Wichtigstes einen schnellen Überblick im Comic-Stil, wobei die Schrift aufgrund des verwendeten Schriftfonts teils schwer lesbar ist.

    Autor
    Der Buchautor Henrik Lange veröffentlichte ebenso auf humoristische Art ‚Filmklassiker für Eilige und die Anleitung ‚Wie Sie den Schwedenkrimi des Jahrhunderts schreiben‘.

    Fazit
    Mit Humor zu verstehende Kurzübersicht wichtiger Werke.
    Ich mags.
    5 Sterne!

    Rezension von Wichmann-Reviews.de

  16. Cover des Buches Der Mensch in der Revolte (ISBN: 9783644485310)
    Albert Camus

    Der Mensch in der Revolte

     (28)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches An den Ufern der Seine (ISBN: 9783608983814)
    Agnès Poirier

    An den Ufern der Seine

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Pantoffeltier

    Ich war skeptisch was dieses Buch betrifft und hatte mich auf eine etwas trockene und mühsame Lektüre eingestellt. Sicherlich ist es keine leichte Lektüre, aber ich war trotzdem überrascht, wie gut es sich lesen lässt.

    An den Ufern der Seine ist ein akribisch recherchiertes Porträt der Pariser intellektuellen Szene von 1940-1950. Die Autorin arbeitet viele Tagebuchnotizen, Anekdoten und einige Szenen, die so gewesen sein könnten ein.

    Es hilft auf jeden Fall, sich ein wenig in der Zeit auszukennen und schon Vorkenntnisse betreffend Literatur, Politik und Geschichte zu haben. Es tauchen dutzende Namen auf, manche nur recht kurz. Die Autorin ist manchmal etwas zu erpicht all ihr angesammeltes Wissen auch mitzuteilen und verliert etwas den Faden. Die Erzählung ist chronologisch und beginnt mit den Geschehnissen des zweiten Weltkrieges und seiner Bedeutung für das französische Selbstverständnis. Obwohl es sich nur um eine Einleitung für den Hauptteil handelt, fand ich diesen Abschnitt besonders spannend. Es wird gezeigt, wie verschiedene Charaktere mit der Extremsituation in einem besetzten Land umgehen und Widerstand leisten, sich arrangieren, verzweifeln, die Augen verschließen etc. Dann widmet sich die Autorin den aufstrebenden Intellektuellen mit ihrem Ringen um moralische und politische Fragen und auch Infragestellung traditioneller Werte und Normen, besonders Sexualität und Beziehungen betreffend. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Existenzialisten um Simone de Beauvoir und Jean Paul Sartre, ihre zahlreichen Affairen, den Versuch einen dritten Weg zwischen Kommunismus und Kapitalismus zu finden.

    Sehr gut gefallen hat mir, wie die Autorin die Atmosphäre der Zeit einfängt und lebendig werden lässt. Autoren, die ich schon vorher kannte, kann ich nun viel besser einordnen und ich habe mir auch einige Lesetipps abgeholt. Gerade im letzten Drittel wurde es mir etwas zu detailliert und es folgten zu viele Daten, Namen und Fakten unzusammenhängend aufeinander. Ich hätte mir am Ende noch ein längeres zusammenfassendes Fazit gewünscht.

    Alles in allem ein lohnenswertes Buch, das jedoch Vorkenntnisse und Durchhaltevermögen erfordert.

  18. Cover des Buches Der Freund und der Fremde (ISBN: 9783462308815)
    Uwe Timm

    Der Freund und der Fremde

     (31)
    Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick
    Wie schon in seinem wundervollen Buch „ Am Beispiel meines Bruders“, spannt Uwe Timm auch in seiner neuen Erzählung den literarischen Rahmen von sich selbst, seiner eigenen Lebensgeschichte zu der Geschichte einer anderen, ihm nahestehenden Person, und verwebt sie beide zu einem einzigartigen Stück der Gegenwartsliteratur. Die nahestehende Person ist in diesem Buch sein Freund Benno Ohnesorg, der durch die tödlichen Schüsse des Berliner Polizisten Kurras während einer Demonstration gegen den Besuch des persischen Schah am 2. Juni 1967 ums Leben kam, und dessen Tod seither untrennbar mit der Radikalisierung der Studentenbewegung verbunden ist und es auch für immer bleiben wird. Uwe Timm beschreibt die gemeinsamen Jahre in einem Braunschweiger Kolleg, die enge Freundschaft, die gemeinsamen literarischen Interessen und Schreibversuche. Er lässt dabei einen Teil der deutschen Geschichte vorbeiziehen und verknüpft es, viel stärker noch als in „Am Beispiel meines Bruders“ mit einer ehrlichen Autobiographie. Der Leser erfährt vom Schicksal des Kürschnerlehrlings Timm, der nach dem frühen Tod des Vaters dessen verschuldete Firma saniert, danach aber seinem Traum folgt, ein Schriftsteller zu werden. Er liest von seinem Studienjahr in Paris, der Begegnung mit dem Existentialismus, der auch für sein politisches Leben prägend wird, und von Jahren der langsamen Radikalisierung . Uwe Timm hat für diese Erzählung, die er nach eigenen Angaben nach zahlreichen vergeblichen Versuchen erst jetzt schreiben konnte, weil er erst jetzt wagte, sie mit seiner eigenen Biographie zu verbinden, viele Menschen aufgesucht und gesprochen, die mit dem damaligen Geschehen zu tun hatten. Sogar vor der Wohnung von Kurras stand er, zog aber unverrichteter Dinge wieder ab. Dort, wo Timm Geschichte reflektiert, bleibt er immer der Dichter, mit einer wundervollen Sprache, von der man gerne noch mehr lesen würde. Nur angedeutet wird von ihm allerdings seine eigene Rolle in der Studentenbewegung; er erwähnt, dass auch er sich zeitweise in Splittergruppen und – ideologien verlor. Vielleicht lesen wird in seinem nächsten Buch etwas von diesem Teil seiner Biographie. Vielleicht aber wird auch Joschka Fischer schneller sein. Der aber ist kein Dichter. Ein absolut empfehlenswertes Buch.
  19. Cover des Buches Stark-Sturm (ISBN: 9783939832881)
    Alissa Carpentier

    Stark-Sturm

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Adieu Paris (ISBN: 9783499131592)
    Ursula von Kardorff

    Adieu Paris

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Das Buch ist interessant für denjenigen, der über das künstlerisch-kulturelle Leben in Paris des 20. Jh. etwas erfahren will. Die Autorin war in den 70er Jahren in Paris unterwegs, dokumentierte die Bauentwicklung, das Entstehen neuer und Verschwinden alter Bausubstanz. Diese Bebachtungen sind eingebettet in biographische Erzählungen: so werden Picasso, Hemingway, James Joyce, Gertrude Stein und viele andere französische Künstler und Schriftsteller vorgestellt. Als Begleitung für einen Paris-Urlaub eine recht gute Lektüre.
  21. Cover des Buches At The Existentialist Café: Freedom, Being, and Apricot Cocktails (ISBN: 9780099554882)
  22. Cover des Buches Albert Camus. Ein Lesebuch mit Bildern (ISBN: 9783499235283)
  23. Cover des Buches In den besten Jahren (ISBN: 9783644031319)
    Simone de Beauvoir

    In den besten Jahren

     (21)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Existentialimus (ISBN: 9783434535119)
    Thomas Seibert

    Existentialimus

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks