Bücher mit dem Tag "capri"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "capri" gekennzeichnet haben.

43 Bücher

  1. Cover des Buches Azurblau für zwei (ISBN: 9783453422117)
    Emma Sternberg

    Azurblau für zwei

     (99)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Isabell Ritter ist Mitte 30, Single und hat vor kurzem ihre Anstellung in einer Buchhandlung verloren, als ihre Chefin beschlossen hatte, auszuwandern. Ihre Freunde sind inzwischen an den Rand von Berlin gezogen und haben glückliche Familien gegründet. Als Isa dann auch noch ihrem Exfreund Alex und seiner schwangeren Freundin begegnet, hadert sie mit ihrem traurigen Schicksal und ihrem unerfüllten Kinderwunsch. Ein Inserat in der Zeitung, in dem für den Sommer eine Assistentin für eine Buchautorin auf Capri gesucht wird, weckt deshalb ihr  Interesse, denn in Berlin hält Isa derzeit nichts mehr. 

    Die berühmte Autorin Mitzi Hauptmann möchte ihre Memoiren schreiben und benötigt auf Grund ihres Alters Unterstützung beim Verfassen derselbigen. In der wunderschönen Villa Azzurra am Rande eines kleinen Dorfs beginnt Mitzi von ihrem Leben zu erzählen und erinnert sich dabei an ihre Jugendliebe Johann, die sie vor 60 Jahren zuletzt gesehen hatte, denn ihre Eltern waren gegen die Verbindung. 

    Während Isa sich in ihrer freien Zeit auf Capri in den Inselpolizisten Luca verliebt, möchte sie auch Mitzi helfen, ihre Liebe zu finden und wird mit Hilfe von Luca sogar fündig. 

    "Azurblau für zwei" ist eine Sommerlektüre, die auf der Insel Capri handelt und durch die anschaulichen Beschreibungen des Inselflairs, des azurblauen Meers, den bergigen Serpentinen und dem Duft von frisch geernteten Zitronen, Feigen oder süßen Tomaten fühlt man sich bald so, als befände man selbst am Golf von Neapel. 

    Die Geschichte beginnt mit einem nachvollziehbaren Chaos in Isas Leben und man kann gut verstehen, warum sie die Chance auf eine Auszeit fernab von Berlin nutzen möchte. Auf Capri verliert der Roman allerdings an Tiefe. Die Beschreibungen von Mitzis Leben sind eher oberflächlich und unspektakulär, wenn auch der Verlust ihrer jungen Liebe tragisch ist. Die Suche nach einem späten Happy End ist unaufregend, vorhersehbar und am Ende auch etwas kitschig. 

    Isas Liebesgeschichte zeichnet sich schon bei der ersten Begegnung mit dem attraktiven Inselpolizisten ab und entwickelt sich für meinen Geschmack viel zu abrupt und wirkte aufgesetzt. Schon nach einem gemeinsamen Ausflug wurde sich die große Liebe geschworen, was selbst vor dem Hintergrund von ungetrübter Sommerlaune und "La dolce Vita" übereilt war. 

    Der Roman ist bildhaft beschrieben und das Setting auf der Insel ist wirklich schön, weder die Lebens- noch die Liebesgeschichten konnten allerdings überzeugen und berühren, so dass das Buch nicht mehr ist, als eine leicht zu lesende Strandlektüre, ohne große Emotionen oder Überraschungen. 

  2. Cover des Buches Sternenfunken (ISBN: 9783734103407)
    Nora Roberts

    Sternenfunken

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Astralelfe

    Mir gefällt die Geschichte sehr. Obwohl die Charaktere individuelle Eigenschaften haben, können sie wie eine Gemeinschaft zusammenarbeiten. Sie gehen durch dick und dünn. Im Buch eher durch 'hell und dunkel'. Sie genießen ihr Leben in vollen Zügen. Soweit es ihnen ermöglicht wird. Das ist sehr beeindruckend, wenn man bedenkt dass eine Göttin sie alle vernichten und die Sterne klauen will, worauf die Gruppe, die ganze Zeit hingearbeitet haben. Respekt~

    PS. Das einzige was ich mich Frage, wie viel Bier und Wein haben sie getrunken? Wie viele Kanister sind das? Kämpfen die auch beschwipst? 🙈🙊

  3. Cover des Buches Mitten im August (ISBN: 9783257300765)
    Luca Ventura

    Mitten im August

     (100)
    Aktuelle Rezension von: books_games_and_more

    Es ist Sommer und heiß auf Capri, Enrico Rizzi hilft seinem Vater in dessen Obst- und Gemüsegarten. 


    So fängt die Story des Krimis „Mitten im August“ von Luca Ventura aus dem Diogenes Verlag an. Dort habe ich es auch als Audiobook gehört, die Stimme von Johannes Klaußner hat mir gut gefallen und es wurde die Stimmung auch schön rüber gebracht.

    Capri, die schönste Gegend um dort zu arbeiten, findet Enrico. Er ist der ist Polizist und es passieren immer nur kleinere Delikte, bis zu dem Tag wo ein Ruderboot mit einer männlichen jungen Leiche angespült wird. Der Ermordete ist Student der Ozeanologie und Umweltschützer, von seiner Freundin fehlt jede Spur. Hat sie etwas mit dem Mord zu tun? Oder die Aktivitäten von ihm?


    Im laufe der Handlung kommt immer wieder das Thema Rettung der Meere auf den Tisch, da der Ermordete dort sehr aktiv war, sowie seine Freundin, die vermisst wird. Die Handlung wird immer aus drei Perspektiven geschrieben. Einmal aus der Sicht der Freundin die quasi alles nochmal Revue passieren lässt. Dann auch der Sicht von Enrico Rizzi, er ist jung engagiert doch man merkt, dass er noch etwas unerfahren ist im Bereich Mord. Er lebt mit seinen Eltern in einem Haus, hat aber seine eigene Wohnung dort, also typisch für viele italienische Familien, vor allem im Süden. Zu guter letzt gibt es die Sichtweise von Rizzi’s Kollegin Cirillo. Sie kommt nicht wie  Rizzi gebürtig aus Capri, sondern wurde degradiert und Strafversetzt nach Capri. Es klingt so an, dass der Grund wohl Probleme mit ihrem Temperament sind, doch genaueres wird noch nicht gesagt. 

    Die Handlung fängt sehr ruhig an und nimmt langsam fahrt auf, doch nicht soweit, dass es durch weg spannend ist. Einige Stellen ziehen sich oder sind einfach sehr ruhige Beschreibungen einer Handlung, Umgebung. 


    Es hat mir gut gefallen, doch leider konnte es mich nicht immer komplett in seinen Bann ziehen. Dennoch kann ich es jedem der Fernweh haben möchte empfehlen, denn die Landschaftsbeschreibungen sind wunderbar.


    Zitat


    Sie tauchten an den Felsen entlang, …. glitten zwischen Spalten hindurch, gelangt in  Felskammern, tauchen über Lichtung, auf die von oben das Sonnenlicht schien, und unter ihnen wogte dass Seegrass, das sie noch nie so grün leuchten gesehen hatte wie hier.


  4. Cover des Buches Der Schmetterlingsgarten (ISBN: 9783426525128)
    Marie Matisek

    Der Schmetterlingsgarten

     (51)
    Aktuelle Rezension von: nasa

    Der Schmetterlingsgarten von Marie Matisek ist ein leichter Sommerroman der sich leicht und schnell lesen lässt. Zudem entführt er einen ins schöne Italien und versprüht Sommerflair. Ich habe schon Werke der Autorin gelesen und mich auf dieses Buch gefreut. Doch ganz überzeugen konnte mich das Buch nicht.

    Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Die Beschreibungen der Flora und Fauna war sehr plastisch und hat einen im Kopf direkt nach Capri versetzt. Auch bei den Beschreibungen des Essens ist einem das Wasser im Mund zusammen gelaufen. Ansonsten plätschert die Geschichte vor sich hin. Es passiert nicht wirklich etwas. Alles ist auch sehr vorhersehbar und nichtssagend.

    Dazu kommt das auch die Protagonisten mir nicht zusagten. Weder mit Martin noch mit Lucia bin ich warm geworden. Martin war mir etwas weltfremd, schüchtern und unbedarft. Er lebt eigentlich nur für seinen Beruf und die Schmetterlinge. Lucia war mir anfangs sympathisch aber im Verlauf der Geschichte wurde sie mir zu arrogant und dickköpfig was sie eher unsympathisch wirken lässt. Die Nebencharakter waren sympathisch und haben den Italienischen Zusammenhalt und das Flair gut transportiert.

    Im großen und ganzen war das Buch ganz okay, aber nichts besonderes. Eine leichte Sommerlektüre die man mal eben nebenbei lesen kann, ohne viel Anspruch.

  5. Cover des Buches Zwischen dir und mir das Meer (ISBN: 9783499274213)
    Katharina Herzog

    Zwischen dir und mir das Meer

     (215)
    Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincess

    Zum Plot: Lena und Zoe haben ihre Mutter verloren, als sie noch sehr klein waren. In ihrer Familie weiß niemand viel über die Herkunft der Frau, die einst aus Italien nach Deutschland kam. Als eines Tages aber Mattheo mit den unglaublich schönen Augen auf der Insel Amrum auftaucht und Fotos ihrer Mutter dort lässt, ist es Zeit, diesem Rätsel auf den Grund zu gehen.

    Fazit: Ich denke, Katharina Herzog kann gar keine schlechten Bücher schreiben. Auch dieses hat sich leicht und angenehm weggelesen. Es hat mich zwar nicht zu Tränen gerührt oder mich begeistert durch die Gegend hüpfen lassen, aber es war einfach gut. Ich liebe außerdem die Farbkombination von gelb und lila im Cover!

    Empfehlung: Wieder einmal etwas für ruhige Lesestunden, einen leichten Sommertag oder auch eine Bahnfahrt. Ein schöner Roman für die wärmeren Monate oder wenn man von eben diesen träumen mag! 

  6. Cover des Buches Dolce Vesuvio. Ein Italien-Roman. (ISBN: 9783745700596)
    Astrida Wallat

    Dolce Vesuvio. Ein Italien-Roman.

     (43)
    Aktuelle Rezension von: pemberley1

    Dolce Vesuvio von Astrida Wallat

    Jüngst war ich in Italien. Genauer gesagt in Pompeji. Ich streifte durch die antiken Anlagen, nahm die Gerüche, Geräusche, und das Leben um mich herum wahr, und auch auf. In dieser Stadt, in der alles Leben vernichtet wurde, und in der heute doch so viel Leben sprießt. Ich habe die Atmosphäre des Landes und der Landschaft eingesaugt. Bin durch Geschichte gewandelt. Und habe teilgenommen an einem Alltag von Menschen, deren Leben so schnell ausgelöscht und unvorbereitet beendet wurde. Ich wurde Zeuge der letzten Sekunden im Leben von Menschen, die nur kurze Zeit später unter Lavagestein vergraben wurden, an giftigen Dämpfen erstickten, oder in heißer Lava verbrannten. Und trotzdem sah ich das Leben, das sie vorher führten, weil just diese Gegebenheiten des Vulkans dafür sorgten, alles zu konservieren, und zwar genau im Moment des Todes, der Zerstörung, und der letzten Lebensaugenblicke. Somit bekamen wir Menschen einen Einblick, der auf der Welt wohl einmalig ist. Einblicke in ein Leben vor fast 2000 Jahren, ohne Verfall. So wie es eben zur damaligen Zeit war. Ihr glaubt mir nicht? Nun gut. Ich muss zugeben, dass ich natürlich nicht körperlich in Pompeji stand (was wahrscheinlich momentan auch gar nicht sooooo wirklich möglich ist), aber das vorliegende Buch mich gedanklich genau an Ort und Stelle versetzt hat. Dazu nun mehr.

    Die Geschichte, konserviert im Buch, um sie uns zu erzählen:

    Carlotta, auch Lollo, oder manchmal gar von einem unverschämten Kommilitonen, wegen ihrer Locken, Salatkopf genannt, ist Archäologiestudentin, und bekommt die Möglichkeit, zu ihrer theoretischen Erfahrung nun auch Feldforschungserfahrung zu bekommen. Doch wie es das Schicksal so will, soll diese Erfahrung im antiken Pompeji gemacht werden. Und ist das nicht gut? Doch, natürlich ist es das. Italien. Dolce Vita! Moment mal….. da ist ja nur diese Sache, dass Lollos Mutter seit jeher eine Abneigung gegen Capri hat (warum das denn eigentlich?!). Aber auf die Mutter muss man ja eigentlich nicht hören, wenn man etwas wirklich will. Und dann schlägt das Schicksal nochmal zu, und schickt ihr ausgerechnet jenen unverschämten Kommilitonen mit in die Nähe Neapels, da dieser als Jahrgangsbester die Assistenz der Grabungsleitung übernehmen darf. Ausgerechnet Alessandro, der selbst Italiener ist, und mit seinem Charme zu spielen weiß. Zumindest bei allen anderen Frauen. Wie die beiden miteinander auskommen, ob Lollo ihn erträgt, was sie in Pompeji ausgraben, wie man italienische Lebensfreude erlebt, welche Personen noch mit Einzug halten, und warum Lollos Mutter Capri so gar nicht mag, aber vielleicht dann doch….. das ist die Geschichte, die ihr selbst ausgraben dürft, und die in einem kleinen Vulkanausbruch der Gefühle endet.

    Cover:

    Locker, sonnig, und mit Bild des Vesuvs, merkt man, dass man einen Italien Roman vor sich hat, der gleich gute Laune macht. Mir gefällt das Cover auf alle Fälle. Vielleicht auch, weil es an Zitronen, Sonne, und damit Sommer erinnert.

    Fazit und Gedanken:

    Dolce Vesuvio als Titel sagt so viel aus. Die Süße des Vesuvs, der für einige Menschen so bitter war, der Leben vernichtet hat, aber irgendwie auch wieder welches hervorgebracht hat in Form von einer wachsenden Natur. Kommt schon. Sowas kann man leicht als Symbolik für Erneuerung und Neuanfang sehen. Und vielleicht, aber nur vielleicht, ist das genau das, was unsere Titelheldin Lollo braucht. Neue Erkenntnisse, neue Sinneseindrücke. Und vielleicht muss manchmal erst ein Vulkan ausbrechen, und altes Leben vernichten, um etwas völlig Neues zu gestalten. Wie ein Leben, oder eben eine Landschaft. Die Geschichte ist zeitlos, genauso wie die Liebe, und das Leben, und diese beiden Dinge begleiten uns dann auch über die Jahrtausende hinweg, in verschiedenen Formen. Es ist keine reine Liebesgeschichte, so wie wir sie kennen. Aber es ist definitiv eine Geschichte über die Liebe. Und diese kann so viele Formen haben. Sie kann verborgen sein, oder erst ausgegraben werden. Im Stillen wachsen, oder ganz laut. Heimlich stattfinden, enttäuschen. Beim einen richtig sein, beim anderen falsch. Oder aus Vernunftgründen stattfinden. Alles in allem entscheiden unsere Liebesentscheidungen auch unsere Zukunft. Und auch darum geht es im Roman. Ein Roman über die Liebe zu Menschen, zu Italien, zum Vesuv, der Vergangenheit, oder einfach zu alten Ausgrabungen, und den Geheimnissen, welche sich darin verbergen. Und dann handelt das Buch natürlich noch von den Beziehungen, die wir aus Liebe eingehen, die wir eingehen, weil es unsere Pflicht ist, die wir eingehen weil…… das wissen wir selbst manchmal nicht..... die wir eingehen, obwohl wir wissen, dass es ein Fehler ist, die wir eingehen aus Liebe, aus Gewohnheit, und die wir eingehen, trotz, dass wir andere immer noch lieben und sie nicht vergessen können, und dass uns das Leben, oder manchmal die Vergangenheit, zuflüstert, was in Sachen Liebe für unser Leben richtig ist. Diese Konstellationen im Buch gefallen mir, weil sie so bunt durchgemischt sind, wie es nur das Leben schreiben kann. Und dieses Feiern des Lebens wird uns ganz bewusst, als uns im Buch der Spiegel dessen vorgehalten wird, was das Gegenteil des Lebens ist. Nämlich eine Katastrophe, die den Tod bedeutet, einen mitten im Leben ereilt. Und da wird einem klar, oder in diesem Moment spricht das Buch zu uns, dass das Leben zu kurz ist, um falsche Entscheidungen zu treffen, zu kurz um mit den falschen Menschen das Leben zu verbringen, zu kurz um nicht jeden Tag zu nutzen. Kann uns doch jeden Tag eine Katastrophe ereilen. Und auch wenn es kein Vulkanausbruch ist, so kann diese ähnlich explosiv in unser Leben eingreifen, und alles zerstören, was uns je nahe und lieb war. Ja, die Vergangenheit und die Gegenwart verschmelzen hier miteinander. Statt Romantik stellt das Buch sich eher den Fragen, ob diejenigen, mit denen wir zusammen sind, die richtigen Menschen für uns sind, und das, durch die Gezeiten hindurch. Von der Antike bis in die Gegenwart, und zwischendrin. Denn es ist keine dieser durchgehend und unentwegt romantischen Geschichten in einem Buch, welche sich dauerhaft mit romantischen Gefühlen und durchkommender Leidenschaft beschäftigen. Nein, darum handelt es sich hier wahrlich nicht. Und doch wurde es hier geschafft, dass es diese zarten Gefühle unterschwellig zu spüren gibt. Denn was das Buch hat, das sind MOMENTE. Zwischen all der Asche und dem Stein werden Momente ausgegraben, die es schaffen in genau diesem das zu sein, wofür andere Bücher all ihre Seiten brauchen. Und diese Momente, festgehalten und konserviert im Buch für die Nachwelt, werden ja symbolisch auch ausgegraben.

    Ja, die Geschichte erscheint wie eine dieser lebensfrohen Komödien, die das Leben verehrt, und alles, was dieses Leben lebenswert macht. Verheimlicht dabei aber durch die Thematik von Pompeji auch nicht, wie bitter und schnell dieses lebenswerte Leben, mit all seinen Problemen aber auch Annehmlichkeiten, vorbei sein kann. Und alles läuft auf den Vesuv hinaus, diesen Vulkan, der die Süße des Lebens bringt, nachdem er so viel Tod geschaffen hat. So gesehen sehe ich darin eine kleine süße Lehre darüber, Respekt vor der Natur zu haben. Denn diese kann von einer Sekunde auf die andere nicht nur das eigene, sondern ALLE Leben verändern, und auch vernichten.

    Diese Verwebungen von Vergangenheit und Gegenwart gefallen mir außerordentlich gut. Nicht nur, dass man das Buch, auch wenn es im Heute spielt, nicht direkt einer Zeit zuordnen kann. Es spielt nicht mit moderner Sprache, will nicht cool und hipp sein, maßt es sich aber auch nicht an, in solch einer alten Sprache zu uns zu sprechen, dass wir sie als heutige Leser und Menschen nicht mehr verstehen. Und genau diese Aussage finde ich schön. Das Buch spielt in der Gegenwart, und zeigt uns das pralle Leben mit einer Leichtigkeit, und ausstrahlenden Fröhlichkeit. Und somit auch, dass das Leben immer davon gehandelt hat, egal in welcher Zeitepoche man gelebt hat. Dieser Hauch der Antike ist gar nicht so antik, wie manch einer glauben mag. Zusätzlich erhalten wir noch ein kleines Hintergrundwissen zu einigen Geschichten der antiken griechischen Mythologie. Nicht im Detail. Aber so, dass man erahnen kann, warum die Menschen zur damaligen Zeit diese Geschichten in Freskenform um sich haben wollten (gefunden in den Häusern von Pompeji). Weil sie wohl in irgendeiner Form umgeben sein wollten von „Geschichten“. Und ja, wer könnte das besser verstehen, als Lesende?! Die Verknüpfungen sind also grandios gelungen. Und das nicht nur, weil ich Bücher eben liebe, die an antiken Handlungsorten spielen. Was aus meiner Liebe zu den antiken Handlungsorten an sich liegen mag :D. Man wird eingesogen in die Welt des Buches, und somit ein bisschen auch in die Vergangenheit der Geschichte, und der Geschichten in ihr.

    Und wie einen Vulkan kann man auch Lollos Liebesleben sehen. Die Stille des ruhenden schlafenden Vulkans ist das, was sie mit Stoffel (schon wieder so ein Spitzname :D), ihrem Freund in Deutschland, erlebt. Sicher, nett, lieb…. Aber eben auch ohne vulkanischen Ausbruch und Leidenschaft. Was dies genau bedeutet lernt sie in der Kunst des Daseins und des Lebens in Italien. Und schon rumort das Liebesleben, es bebt, und man spürt, dass es sich bis ans Ende zu einem Ausbruch der Spannung aufbauen wird. Trotzdem. Lollo lernt natürlich nicht nur von den Menschen der Gegenwart, sondern auch aus der Vergangenheit. Und ganz besonders von den Menschen, deren Vergangenheit schon weit zurückliegt. Die damals ebenso wussten, wie leidenschaftlich sie ihr Leben verbringen mussten. Und das im Angesicht dessen, was ihr Leben so jäh beendete. Einem Vulkan.

    Der Schlagabtausch, der immer dann auftaucht, wenn Lollo und Alessandro aufeinandertreffen, macht ein wenig den Reiz der Geschichte aus, davon lebt sie. Lollo Rosso oder Salatkopf, Alexander der Große. Mit Namen und Namensbedeutungen wird hier gespielt. Ich hatte bei der Lektüre an diesen Stellen eine Menge Spaß. An vielen Stellen gibt es diese bildhaft beschriebene Situationskomik, die uns daran teilhaben lässt, gleichzeitig Augenrollen und Schmunzeln wahrzunehmen, weil es gar nicht anders geht. Die Macken der Figuren sind liebenswert, und nicht nervend. Tjaaa. Manchmal sogar mit Dingen aus unserem alltäglichen Leben vergleichbar. Auch fühlt man sich in der Gruppe der Archäologen wohl, weil sie alle bunt durchgemischt sind, und nicht blass bleiben, selbst wenn sie nur kurz erwähnt werden. Unndddd…Es gibt über jedem Kapitel eine schöne lateinische Weisheit, die zum Kapitel passt, und uns netterweise auch noch ins Deutsche übersetzt wird. Es gibt ständig, und das Buch ist durchzogen davon, Anspielungen auf Namen bekannter Römer, Dichter, antiker Geschichte, Götter, und Ereignisse einer Zeit, die trotzdem jeder versteht, der sich für Geschichte und Archäologie interessiert.

    Wäre ich in einem Fantasyroman, dann würde ich besonders die tolle Anschauung der Welt im Buch begrüßen und loben. Da ich mich aber im Buch in Italien befinde, würde ich das Ganze trotzdem beibehalten, und die Autorin loben, dass sie etwas so wundervoll beschrieben hat, dass man gerne sofort in einen Flieger steigen würde, um durch die Ruinen von Pompeji zu wandeln, um alles mit eigenen Augen zu sehen. Trotzdem schafft die Sprache im Buch zusätzlich, dass die Bilder im Kopf sich zumindest so bilden, dass man eine Vorstellung von Land, Leuten, und Landschaft bekommt und hat. Tatsächlich spürt man wirklich fast die Wärme der Sonne auf der Haut, die gnadenlos auf einen scheint, während man durch antike Ruinenanlagen läuft, oder dort gräbt, den Staub unter den Füßen, und das Gefühl, etwas zu betreten, und dort zu laufen, wo schon vor fast 2000 Jahren Menschen gelaufen sind. Und ich kann es nicht anders sagen: Ich habe mich im Buch, in der sommerlichen Atmosphäre Italiens, und gleichzeitig in den alten Ruinen, die doch noch zu uns sprechen, wohlgefühlt. Tatsächlich ist es so, dass man vollkommen von der Atmosphäre eingefangen wird, sich während des Lesens in Pompeji befindet, und nicht nur dort. Auch in Neapel, in den Straßen der Stadt, und dies alles mit dem Blick auf den Vesuv. Dieser Naturgewalt, die so viel Nutzen, aber auch so viel Leid bringt. Bringen kann. Gebracht hat. Wieder bringen könnte? Locker flockig von seiner Sprachwahl, macht es einem unheimlich Spaß, das Gelesene quasi mitzuerleben.

    Das Schöne ist, dass sich hinter einem beschriebenen Italienroman nicht nur das verbirgt, was draufsteht. Wir müssen graben, pardon, uns durch das Buch hindurchlesen, um die Geschichte zu erfahren.  Und es ist eine schöne Geschichte, eine die nicht nur von unserer Gegenwart zeugt, sondern durch das Thema und den Handlungsort auch ein wenig einen Hauch von Vergangenheit in sich hat. Die Liebe zur Archäologie, die Liebe zur Antike, Archäologie, Geschichte, zu Vergangenem, ist unumstößlich in fast jedem Satz zu finden. Grabungsanlagen entscheiden oft selbst, was sie uns heutigen Menschen von sich und der Vergangenheit preisgeben. Sie entscheiden nicht nur, was es zu sehen gibt, sondern auch wann sie sich offenbaren, und etwas ans Tageslicht fördern. Etwas, das uns die Vergangenheit näherbringt, und uns so manches Ding oder eine Erkenntnis zeigt, die bis ins Heute reichen kann, und meist auch tut. Ein bisschen auf dieser Schiene ist der Roman aufgebaut, denn neben der locker fröhlichen Grabungsgeschichte in Pompeji, geht es auch immer ein wenig um die Vergangenheit von Lollos Eltern. Und die Thematik, die alle Menschen durch alle Zeiten hindurch verbindet, nämlich die Liebe. So kann eine Ausgrabung sehr lange dauern, bis sie zu einem Erfolg kommt, eine Liebe aber genauso. So würde ich den Roman nicht unbedingt ins Liebesgenre einordnen, aber trotzdem behaupten, dass Gefühle und Liebe vorkommen. Eben vergraben unter einer Schicht aus Worten, viel Wortwitz, und Plänkeleien, die einfach nur göttlich sind, um beim Thema der alten Götter der Antike zu bleiben. Und so buddelt der Leser sich durch das Buch, was ihm allerdings ungemein leichtfällt, so wie der Archäologe sich durch den Sand und die Ascheschichten von Pompeji gräbt, um Geheimnisse der Vergangenheit zu finden. Mir gefällt das alles. Auch, dass es keine Geschichte ist, wie eine dieser tragischen Familiengeschichten, oder einfach rein auf das Thema Liebe bedacht. Es ist eine Geschichte, die vom bunten Leben erzählt. Und da gehört nun mal einiges dazu, um so ein Leben als schön zu beschreiben. So wird parallel zu einer Ausgrabung auch etwas Anderes ausgegraben. Ein neues Lebensgefühl, die eigene Geschichte der Familie? Ein kleines Geheimnis? Die Wandlung von Lollo? Ein bisschen italienische Lebensfreude? Oder gar alles? Das Schöne am Buch ist diese Klarheit, die uns vermittelt, was Archäologie bedeutet, und dass es nicht einfach nur das Ausgraben von alten Dingen ist. Dem kann ich als Archäologieliebhaber natürlich nur zustimmen. Und wie könnte man anders? Steht das Ganze doch für Erhalt und eine Einsicht in eine Zeit, sie uns so fremd scheint. Wie eine schützende Blase, etwas, das bewahrt hat, wo anderes zerfallen ist. Etwas das überdauert hat, aufgrund dessen, was es zerstört hat. Wir finden im Buch nämlich nicht nur die Liebe zu Ausgrabungen und Archäologie, sondern auch ein wenig die Liebe zu Pompeji an sich. Und wer es nicht liebt, wird es vielleicht nach der Lektüre lieben, oder es zumindest gerne mal näher in Augenschein nehmen. Denn ein kleiner Bonus des Buches ist, dass wir viel über die Arbeit eines Archäologen erfahren, und sehr viel an Infos über Pompeji, die Ausgrabungen, die Gebäude, die Menschen, die Anfänge, die Entdeckungen, das Leben und die Tragödien…….. und alles, was diese Stadt unter der Ascheschicht ausgemacht hat und immer noch ausmacht.

    Das heutige Rezensionslied hat mit Pompeji erstmal eines gemeinsam, nämlich seinen Namen. Und trotzdem beschreibt es auch eine Zerstörung, und die Vorstellung, dass man sich Bilder im Kopf zusammenreimt, wie etwas gewesen ist, und dass die Vergangenheit sich oft nicht so sehr von unserer Gegenwart unterscheidet:

    „And the walls kept tumbling down, In the city that we love. Grey clouds roll over the hills, bringing darkness from above.

    But if you close your eyes, does it almost feel, like nothing changed at all? And if you close your eyes, does it almost feel, like you've been here before?“

  7. Cover des Buches Vergeltung (ISBN: 9783518465004)
    Don Winslow

    Vergeltung

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz
    Auch wenn viele Kritiken hier das Buch etwas zerreissen und es als Winslows schlechtestes Buch darstellen, möchte ich die Kritik daran trotzdem zurückweisen.

    Im Suhrkamp Verlag erschienen. TB Ausgabe 2014 , 491 Seiten
    Vergeltung polarisiert, das ist klar, aber man sollte wissen, was man liest, wenn der Klappentext es einem schon förmlich suggeriert. Dieses Buch ist nichts für Romantiker oder auch nicht für Leute, die eine langsame Geschichte benötigen, die sich dann steigert. Dieses Buch besteht von Anfang bis Ende aus martialischer Action, die hart und auch Brutal eine für mich sehr spannende Geschichte erzählt.

    Dave Collins, ehemaliges Mitglied der Delta Force mit Einsätzen in Mogadishu, Irak, Haiti, Peru und vielen anderen Krisenherden dieser Welt, hat den aktiven Dienst verlassen und ist Sicherheitschef am Kennedy Airport und versucht trotz vieler Alpträume, sein Leben mit seiner Frau und seinem Kind , in den Griff zu bekommen und es endlich zu genießen. Dann geschieht das Unfassbare! Seine Frau und sein Sohn werden beim Start des Flugzeugs von einem Attentäter in die Luft gesprengt. Die Regierung versucht die Tatsache zu verschleiern und redet von einem Unglück. Niemand von der Regierung legt gesteigerten Wert darauf, es als Anschlag zu betrachten. Dave organisiert Geld und heuert eine Söldnertruppe an um, die Attentäter zu fassen.....

    Natürlich besteht die Söldnertruppe aus ehemaligen Kollegen, die allesamt Spezialisten sind und natürlich weiss man durch viele Kontakte, wie die Attentäter zu ermitteln sind und die Jagd geht los.
    Aber wie soll Dave Collins sonst einen Hauch einer Chance haben, das Buch spannend und voller Action zu bestreiten ? Das hier durchaus Stallone, Schwarzenegger und Bruce Willis im Einsatz sein könnten, will ich nicht bestreiten. Das Niveau ist jedoch höher und auch der Schreibstil ist wie immer flüssig. Das es eine große Prise Heldentum und harte Männer hat, bestreitet auch niemand.

    Für dieses Genre gehört dieser Thriller dennoch zu meinen Favoriten und ich habe es Ruck Zuck gelesen und mich bestens unterhalten gefühlt.

    Fazit:  Uneingeschränkte Empfehlung für Leser, die einfach bei einem packenden Buch abschalten wollen und nicht alles auf realitätsnah in Frage stellen. Es ist eine sehr gute Unterhaltung zum Gehirn abschalten und einfach lesen.


  8. Cover des Buches Sommerlese (ISBN: 9783426525135)
    Marie Matisek

    Sommerlese

     (42)
    Aktuelle Rezension von: nasa

    Sommerlese von Marie Matisek ist wieder ein leichter Sommerroman der sich gut und flüssig lesen lässt. Dies ist der dritte Teil ihrer Capri Reihe. Aber meiner Meinung nach steht dieser Teil eher für sich. Es behandelt seine eigene Geschichte. Es kommen aus dem ersten Teil Personen wieder vor doch alles wichtige wird nochmal erwähnt und man hat nicht das Gefühl irgendwas nicht zu kennen. Ich habe bisher auch nur den ersten Teil gelesen und finde das man jedes Buch gut für sich lesen kann.

    Die Geschichte um Hannah ist sympathisch und witzig geschrieben. Hannah ist eine Buchautorin die unter einem Pseudonym einen Besteller geschrieben hat. Nun wo sie einen zweiten Schreiben soll leidet sie unter einer Schreibblockade. Um diese zu lösen schickt ihr Agent sie für 4 Wochen nach Capri. Doch auf dem Weg dorthin findet Hannah einen verängstigten Welpen den sie kurzentschlossen mit nimmt und so alles auf den Kopf stellt.

    Marie Matisek schafft es ihre Leser zu entführen. Die Beschreibungen von Lüneburg aber vor allem von Capri sind sehr plastisch und entführen den Leser in die Ferne. Auch die Protagonisten sind sehr lebendig und liebenswert beschrieben. Nicht nur die menschlichen sondern auch der tierische Protagonist Mimi ist sehr süß beschrieben. Ich konnte Hannah gut verstehen diesen kleinen in Not geratenen Hund mit zunehmen. Auch die damit einhergehenden Probleme hat die Autorin sehr authentisch beschrieben.

    Teilweise plätschert die Story zwar vor sich hin. Aber durch den sehr flüssigen Schreibstil und der sehr gut geschilderten Italienischen Lebensweise lässt es sich trotzdem gut und schnell lesen. Es ist ein toller Wohlfühlroman der zum träumen einlädt und den Leser gut unterhält.

  9. Cover des Buches Watersong - Sternenlied (ISBN: 9783570309476)
    Amanda Hocking

    Watersong - Sternenlied

     (198)
    Aktuelle Rezension von: Aprikosa
    In dem Buch wird die Geschichte von Reese und Mase fortgesetzt. Reese ist nun inTexas bei Mase. Beide  haben in dem Teil viele Sorgen und Eifersucht spielt eine große Rolle. Die Cousine von Mase, Aida, ist auch zu Gast. Ich muss sagen diese fand ich sehr anstrengend. Vor allem, dass Mase wirklich so blind für seine Umgebung ist konnte ich nicht ganz nachvollziehen. 
    In dem Teil  lernt man auch Captain kennen. Dieser spricht Reese an und da er sehr gut aussieht passt das Mase gar nicht. Noch dazu kommt, dass Reese später mit Captain  zusammen arbeitet. Sie weist ihn immer wieder ab, aber Captain lässt nicht locker. Er ist ein sehr sympathischer und liebenswürdiger Charakter. Ich bin schon sehr gespannt auf seinen Band und seine Geschichte.
  10. Cover des Buches Elli gibt den Löffel ab (ISBN: 9783548610498)
    Tessa Hennig

    Elli gibt den Löffel ab

     (86)
    Aktuelle Rezension von: ineszappen

    „Elli gibt den Löffel ab“ – witzig, augenzwinkernd und mitten aus dem Leben gegriffen. Der Bestseller von Tessa Hennig jetzt auch als große TV-Verfilmung im ZDF.
    Ein unerwarteter Brief aus Italien stellt Ellis Leben völlig auf den Kopf: Die liebenswerte 60-Jährige hat eine kleine Pension auf der Ferieninsel Capri geerbt. Als ihr museumsreifer VW-Käfer auf dem Weg in den Süden schlappmacht, bekommt sie ausgerechnet Hilfe von Aussteiger Heinz, der Elli in seinem klapprigen Wohnmobil nach Capri bringt. Aber dort wartet eine unangenehme Überraschung auf sie: Ellis ältere Schwester Dorothea hat es ebenfalls auf das Erbe abgesehen. Ein Schwesternstreit entbrennt, bei dem es nicht nur um die Pension, sondern natürlich auch um Männer geht!

  11. Cover des Buches Exploration Capri: Inferno (ISBN: B00JY39DWU)
    Christian Klemkow

    Exploration Capri: Inferno

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Julia_Kathrin_Matos

    Eine unkonventionelle Erzählart. Die Idee zur Handlung finde ich innovativ. Band 1 „Inferno“ liest sich wie ein Katastrophenthriller, durchbrochen von Charakterstudie. Die Beschreibungen vermitteln Gefahr, Ernsthaftigkeit und Realismus. Dosierte Prisen von Auflockerndem und Humor sorgen dafür, dass man als Leser nicht in depressive Stimmung verfällt. Science Fiction kommt ab Band 2 so richtig zum Tragen. Mir kommt der Ausspruch „Der Weg ist das Ziel.“ in den Sinn. Ich nehme an, Band 1 könnte ebenso gut ein Prequel sein, weil man ihn nicht unbedingt gelesen haben muss, um den Auftakt zur Weltraum-Handlung mit Band 2 zu verstehen. Aber dann würde man viel bildhaft beschriebenes, apokalyptisches Feuerwerk verpassen sowie das behutsame Kennenlernen der Crew der Mission mit Vergangenheit, Ausbildung, Schicksalsschlägen, familiären und freundschaftlichen Banden und Rivalitäten.
    Ich bin froh, Band 1 kennengelernt zu haben, weil ich es mag, mitzuerleben, tief hineingezogen zu werden. Kritische Stimmen werden ihn langatmig finden, weil in vielen Fällen das Wissen um das Ergebnis ausreicht und Details keine Rolle spielen. Dies gilt erst recht, wenn man Figuren begleitet, die wenige Seiten später ergebnislos sterben. Mich persönlich hat das bloß dahingehend gestört, dass der Autor oft vorab nahelegt, wer es nicht schafft, was das Mitfiebern erschwert. Ich war trotzdem zu fasziniert, um querzulesen.
    Die Figurenzeichnung finde ich bis dato solide. Obwohl es ziemlich viele gibt, haben sie sich ganz gut im Gedächtnis verankert. Das Figurenverzeichnis im Anhang habe ich gern als Nachschlagewerk genutzt. Mit Steven, Susannah, Bone, Caren sowie Peter Braun sind Charaktere ausgemacht, die ich reizvoll und spannend finde. Aber auch die anderen Figuren bergen Potenzial, das erst noch entdeckt werden will. Dass keiner für sich allein steht, sondern das Teamgefüge betont wurde, dürfte anstehende Katastrophen umso aufregender machen.
    Ich bin gespannt, wohin mich mein Weg mit Band 2 bis 6 führt.

  12. Cover des Buches Liebe lieber italienisch (ISBN: 9783962151317)
    Claudia Romes

    Liebe lieber italienisch

     (11)
    Aktuelle Rezension von: summersoul

    Zum Inhalt:

    Das Café von Elisabeth und ihrer Schwester Bina läuft gut. Außerdem glaubt Elisabeth in Ilias den richtigen Mann gefunden zu haben. Jedoch hat die Zusammenlegung seines Restaurants und ihres Cafés einiges an Stress mitgebracht, sodass beide kaum noch gemeinsame freie Zeit haben. So kommt die Einladung von Elisabeths Eltern zur richtigen Zeit, denn diese wollen auf Capri heiraten. So freut sich Elisabeth insgeheim auf ein paar schöne Tage mit Ilias. Zudem beschließt sie ihn zu fragen, ob er sie heiraten möchte. Doch alles soll anders kommen, als Ilias das Restaurant aufgrund einer größeren Reservierung nicht verlassen kann und Elisabeth deswegen alleine nach Capri fliegt. Als Elisabeth ihn dann nach dem Junggesellinnenabschied ihrer Mutter Brigitte anruft, geht die neue Aushilfe Maria an sein Handy, im Hintergrund hört Elisabeth einen Mann lachen und eindeutige Schmatzgeräusche, die sie als einen Kuss interpretiert. Betrügt Ilias Elisabeth mit Maria oder ist doch alles anders als Elisabeth denkt?

     

    Meine Meinung:

    Sofort war ich wieder mitten im Geschehen und habe erfahren, wie es Elisabeth, Bina und Ilias ergangen ist. Dabei scheint es Elisabeth auf den ersten Blick gut zu gehen, denn sie ist auf Korfu voll und ganz angekommen und hat in Ilias ihren Traummann gefunden. Doch als die Aushilfe Maria auftaucht, bekommt Elisabeth Zweifel, was ihre Beziehung mit Ilias angeht. Ich konnte gerade aufgrund ihrer Vorgeschichte mit Paul nachvollziehen, wieso Elisabeth gleich von dem Schlimmsten ausgeht und sich am liebsten verkriechen möchte. Weswegen ich mit ihr mitgefiebert, mitgelitten und ihr die Daumen gedrückt habe, dass das mit Ilias doch nur ein Missverständnis ist.

    Zudem gibt es auch im zweiten Teil der Reihe viele humorvolle Stellen. Denn Elisabeths Mutter Brigitte ist so ganz anders als ihre Tochter. Sie ist eine eher flippige und ungezwungene Frau, die im Herzen jung geblieben ist, was man an ihrem Kleidungsstil und ihrem Verhalten sieht. Außerdem finde ich, merkt man, dass sie sich verändert hat und sie durchaus weiß, welche Fehler sie in der Vergangenheit begangen hat. Weswegen ich es schön fand, dass beide Frauen im Laufe der Handlung mehr Verständnis für die jeweils andere aufbringen und sich Brigitte wirklich bemüht, ihre Fehler von damals wieder gut zu machen. Ich finde, beide Frauen wachsen im Laufe der Geschichte immer mehr zusammen.

    Außerdem hat die Autorin es wieder geschafft, die Mentalität der Einheimischen und deren Lebenseinstellung zu verdeutlichen, ebenso wie die Atmosphäre vor Ort einzufangen, sodass ich ein Gefühl dafür bekommen konnte.

     

    Fazit:

    Eine wunderbare Geschichte, bei der wir Elisabeth in einen weiteren Lebensabschnitt begleiten, der für sie mit vielen unvorhersehbaren Schwierigkeiten verbunden ist. Ich fand es schön, dass sich Elisabeth und ihre Mutter weiter angenähert haben, wodurch bei beiden ein gewisses Verständnis für die jeweils andere Frau entstanden ist.

  13. Cover des Buches Die azurblaue Insel (ISBN: 9783426513255)
    Luanne Rice

    Die azurblaue Insel

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Katzenpersonal_Kleeblatt
    Rund 10 Jahre ist es her, dass die 16-jährige Pell und ihre 2 Jahre jüngere Schwester Lucy ihre Mutter das letzte Mal gesehen haben. Sie verschwand nach angeblich überstandenen Depressionen von einem Tag auf den anderen. In der Zeit fand der Kontakt nur sporadisch mit Telefongesprächen und Briefen statt.
    Die beiden wurden von ihrem Vater erzogen, der damit auch die Mutterrolle übernehmen musste. Obwohl es ihnen all die Jahre an nichts fehlte, vermissten sie ihre Mutter schmerzlich.
    Nun ist der Vater bereits 3 Jahre tot und Pell macht sich auf den Weg nach Capri, wo ihre Mutter lebt und will sie zurück nach Amerika bringen, damit sie wieder eine Familie sein können. Sie ist gespannt und neugierig, wie sie von ihrer Mutter aufgenommen werden wird...

    Pell ist erstaunt, dass ihre Mutter nicht wie erwartet in einer schicki-micky Gegend wohnt und mit Party feiern beschäftigt ist. 
    Sie findet eine bodenständige Frau vor, die ein kleines Häuschen hat und selbst gärtnert. Das auch nicht nur für sich, sondern sie arbeitet für andere.
    Nebenan wohnt der Witwer Max mit seinem Enkel Rafe. 
    Lyra, die Mutter, war gut befreundet mit Max und seiner inzwischen verstorbenen Ehefrau, die sie wie eine Tochter behandelt haben.

    Als sich Pell und ihre Mutter nach so langer Zeit wiedersehen, fallen sie sich in die Arme, jede für sich glücklich, der anderen nah sein zu dürfen.
    Lange sparen sie sich das Thema aus, warum Lyra damals weggegangen war und niemals wiederkam. Das brachte für Pell einige Erkenntnisse, mit denen sie nun auch leben muss. Erinnerungen von damals kommen hoch und auch ihren über alles geliebten Vater muss sie nun aus einer anderen Sicht akzeptieren.

    Das Cover suggeriert dem Leser eine Geschichte mit Sommer, Sonne und Capri. Aber ganz so einfach ist es denn doch nicht.
    Die Geschichte beinhaltet einige ernsthafte Themen wie Depressionen und deren Folgen, das Verlassen der Familie und Drogensucht.

    Lyra hat genau wie ihre Kinder darunter gelitten, ihre Kinder nicht zu sehen. Nicht zu erleben, wie sie groß werden und eigene Schritte gehen, muss für eine Mutter schlimm sein. Noch schlimmer jedoch ist die Erkenntnis, dass man sich von ihnen fernhält, um ihnen nicht zu schaden.
    Lyra ruht nach all den Jahren in sich. Sie ist eine ausgesprochen sympathische Frau, die man sich als Mutter wünschen könnte. Auch haben ihre Kinder nur gute Erinnerungen an ihre Mutter, die ihnen niemals weh getan hatte.

    Es gibt viele Fragen, die einer Antwort bedürfen. Warum hat Lyra sie verlassen und wird sie mit Pell nach Amerika zurückfliegen zur anderen Tochter Lucy?

    Aber neben der Geschichte um Lyra und ihre Kinder gibt es auch eine um Rafe, dem Enkel von Max. Auch durch dessen Schuld starb damals seine geliebte Großmutter. 
    Lyra konnte es ihm nicht verzeihen, sie ist schlecht auf ihn zu sprechen und versucht zu verhindern, dass Pell ihm näher kommt als unbedingt nötig.
    Max jedoch liebt seinen Enkel, egal, was passiert ist, womit er so ziemlich der Einzige ist, denn selbst sein Vater hat sich von ihm abgewandt.

    Eine ergreifende Geschichte, die an einem traumhaften Ort spielt. Die Schönheiten der Insel werden durch die genauen Beschreibungen der Autorin hervorragend untermalt. Man fühlt sich nach Capri versetzt, auch wenn man noch nie selbst vor Ort war. Dank der genauen Recherche der Örtlichkeiten ist dies jedoch möglich. 

    Es ist eine sehr rührselige Geschichte, in der die Vergangenheit der Protagonisten aufgearbeitet werden muss.
    Die Charaktere sind sehr vielfältig gestaltet und sehr gut herausgearbeitet, wenn auch Pell einige Male wie eine Übermutter für Lucy erscheint. Für eine 16-jährige vielleicht ein wenig zu stark und nicht ganz glaubhaft.
    Es ist eine Geschichte, die ans Herz geht und den Leser bewegt.
  14. Cover des Buches »Sorry, Ihr Hotel ist abgebrannt« (ISBN: 9783548374109)
    Antje Blinda

    »Sorry, Ihr Hotel ist abgebrannt«

     (100)
    Aktuelle Rezension von: klengt
    Das Buch hat mir gut gefallen. Es ist witzig zu lesen, welche Probleme bei manchen Leuten auf ihren Reisen so aufgetaucht sind. Man freut sich darüber, dass man sowas bisher nicht miterleben musste. Während dem Lesen bekam ich trotz diesen massiven Problemen riesen Lust auch wieder selbst weg zu fahren 😀
  15. Cover des Buches Bittersüße Zitronen (ISBN: 9783257804287)
    Luca Ventura

    Bittersüße Zitronen

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Literaturwerkstatt-kreativ

    „Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor:

    „Bittersüße Zitronen“ (Hörbuch) von Luca Ventura


    Capri

    Agente Enrico Rizzi ist Zeuge, als Elisa Constantini bei einem mysteriösen Unfall auf den Serpentinen Capris stirbt. Ihre letzten Worte waren – es war kein Unfall.

    Enrico Rizzi und seine Kollegin Antonia Cirillo nehmen die Ermittlungen auf, dabei stoßen sie bei ihren Recherchen auf zwei konkurrierende Familien. Einmal die Familie des Unfallopfers, den Constantinis und dann die Familie der Bellinis. Seit Jahrzehnten bauen die Constantinis auf der Insel Zitronen an und beliefern die Bellinis, damit diese ihren berühmten Limoncello nach altem Familienrezept daraus herstellen können.

    „Doch plötzlich liefert die Familie Constantini nicht mehr, sie will auf Bio-Früchte umstellen und diese mit Crowdfarming vertreiben.“

    Die Untersuchungen ergeben, das die Arpe (3rädriges Rollermobil) mit der Elisa Constantini verunglückt ist, tatsächlich manipuliert wurde.


    Fazit:

    Auch der zweite Teil dieser Reihe hat mir wieder gut gefallen. Eine spannende, interessante und sehr unterhaltsame Geschichte. Es gibt eine Vielfalt an Informationen über Capri, den dort lebenden Menschen und ihren landestypischen Speisen. In diesem Fall stehen vor allem die Zitronen im Vordergrund und der daraus hergestellte Limoncello. Sozialkritisch zeigt der Autor aber auch die Schattenseiten der Zitronenernte auf, dass diese Arbeit nämlich hauptsächlich von Erntehelfern aus Afrika gemacht wird und die Arbeiter mit Billiglöhnen abgespeist werden. Das einer der Zitronenpflücker aus Afrika vor Jahren bei den Bellini’s eingeheiratet hat, wird von vielen auf der Insel nicht gerne gesehen. Gerade diese berechtigten kritischen Töne gefallen mir persönlich deshalb, weil sie – auch in Krimis – durchaus angebracht sind. Und ich hoffe das der Autor auch in Zukunft seinen kritischen Blick beibehält.

    Die einzelnen Charaktere haben mir auch diesmal wieder gut gefallen, da der Autor den einzelnen Figuren wieder ein überzeugendes und gut durchdachtes Profil gegeben hat. Hier findet man eine nahtlose Anknüpfung zum ersten Teil. Die Gangart des Krimis ist abermals – wie schon im ersten Teil – eher ruhig einzuordnen, übertriebene Hektik, Mord und Totschlag findet man bei Ventura eher weniger.

    Der Sprecher Johannes Klaußer hat auch diesmal den Text gelesen. Man konnte seiner angenehmen und facettenreichen Stimme wieder gut auch über einen längeren Zeitraum folgen.

    Luca Ventura hat abermals einen interessanten und spannenden Capri-Krimi  geschrieben, mit sehr viel Potenzial für weitere interessante Fälle!





    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2021/05/02/bittersuse-zitronen-von-luca-ventura/


    Besten Dank an den „Diogenes Verlag“ für das Rezensionsexemplar



  16. Cover des Buches Tango mortale (ISBN: 9783955100735)
    Pavel Kohout

    Tango mortale

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Amore, amore! (ISBN: 9783548281179)
    Maria Carmen Morese

    Amore, amore!

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Eva_G

    Valeria begibt sich auf den Weg nach Süditalien zu ihrem Onkel Gianni und ihrer Tante Anne. Diese hat sie seit 18 Jahren nicht mehr gesehen und ist schon etwas nervös vor dem erneuten Wiedersehen. Da sie ihre Gründe für die länger andauernde Reise zu ihrer Verwandtschaft hat, lässt sie sich auch von ihrer Chefin nicht davon abbringen und erklärt sich bereit, regelmäßig eine Kolumne aus Italien zu schreiben. Und nach einer sehr großen Enttäuschung durch ihren Ex-Freund Christian hält sie nichts mehr in Hamburg...

    Sie genießt ihre Zeit in Italien und bekommt sogar eine Stelle bei einer italienischen Zeitung, allerdings ohne Lohn. Doch das stört sie nicht und sie beginnt langsam ihr Leben wieder zu genießen....

    Maria Carmen Morese hat durch ihren kurzweiligen und ständig mit italienischen Vokabeln durchsetzten Text ein wahres Lesevergnügen geschaffen. Es gibt keine langweiligen Stellen, alles passt und unwichtigere Zeitabschnitte werden nur in der Vergangenheitsform kurz abgehandelt. 

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich habe es in kurzer Zeit komplett gelesen. Es wirkte nicht zu übertrieben auf mich, sondern beinhaltet viele Wahrheiten, die aber nur ein Italiener zu erkennen im Stande ist. 

    Eine wirklich kurzweilige Geschichte über die Liebe auf italienisch!

  18. Cover des Buches Exploration Capri: Teil 6 Zorn (Science Fiction Odyssee) (ISBN: 9798619229776)
    Christian Klemkow

    Exploration Capri: Teil 6 Zorn (Science Fiction Odyssee)

     (1)
    Aktuelle Rezension von: gorgophol

    Mit "Exploration Capri: Teil 6 Zorn" hat Christian Klemkow den vorerst letzten und längsten Teil seiner SF-Reihe veröffentlicht. Wer, wie ich, von Anfang an dabei war, blickt durchaus mit Wehmut auf die Tatsache, dass die Geschichte der Explorer und ihrer Crew jetzt zu Ende sein soll. 


    Nachdem die Geschichte ja schon mit Teil 4 ihr, für manchen vielleicht nicht ganz befriedigendes, Ende gefunden zu haben schien, schaffte es der Autor mit Teil 6 jetzt eine wirklich runden und gelungenen Abschluss zu schreiben und das sage ich wirklich selten. Die Handlungsstränge sind auserzählt, die Fragen geklärt, das Ende macht Sinn und funktioniert. Die Reise der Explorer-Crew ist zu Ende, der Staffelstab wird weitergegeben. 


    Was ich gerne hervorheben möchte ist die Tatsache, dass das Buch trotz seiner Länge (wieder einmal) keinerlei Längen besitzt. Christian Klemkow ist ein begnadeter Erzähler, der wunderbar mit Spannung und Action spielt und es dem Leser beinahe unmöglich macht, das Buch aus der Hand zu legen. Wieder einmal ganz großes Kino. 


    Natürlich wohnt jedem Ende ein potentieller neuer Anfang inne. Ich hoffe sehr, dass wir noch viele weitere Bücher des Autors genießen dürfen, ganz egal ob sie an die Capri-Reihe anschließen oder in neue Welten vorstoßen. Ich wäre dabei. 


    Ganz klare Leseempfehlung für Teil 6 und die gesamte Reihe!

  19. Cover des Buches Sommertage auf Capri (ISBN: 9783958184589)
    Roberta Gregorio

    Sommertage auf Capri

     (54)
    Aktuelle Rezension von: BuecherundGedanken

    Roberta Gregorio, die selbst in Süditalien lebt,  nimmt uns mit auf eine Reise und zwar Velia´s Reise von Deutschland über Neapel nach Capri. Dort endet nicht nur Velia´s geographische  Reise, sondern auch ihre ganz private emotionale Reise.

    „Ein Roman so sonnig wie ein Tag an Capris Küste und so frisch wie Zitroneneis“ wird dieses Buch vorgestellt und man bekommt, was man sich erhofft: die Protagnoistin Velia gehört zu den sonnigsten Menschen, die ich mir vorstellen kann. Ihr Herz ist mindestens so gross wie die Sonne (ich denke da nur an die Bootsfahrt mit Salvatore) und Zitronen sind auch allgegenwärtig, sei es der Duft von Caprilu`(Kekse mit Limoncello), die für Capri typischen Sandalen in gelb, Zitroneneis oder Spaghetti al limone.

    Alle Figuren in diesem sonnig-zitronigen Roman sind mir augenblicklich ans Herz gewachsen, sei es der Sandalenschuster Ennio,seine beste Freundin, Sängerin und Angestellte Mariasole oder Franca, um nur einige aufzuzählen.

    Sommertage auf Capri ist ein ein äußerst unterhaltsamer Sommerroman mit ganz viel Herz, wunderschönen Beschreibungen von Capri und auch Spannung, denn auf den letzten Seiten überschlagen  sich die Geschehnisse und erzeuge bei mir noch mehr Sehnsucht nach Capri, als ich ohnehin schon hatte. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir 

  20. Cover des Buches Exploration Capri: Teil 5 Erwachen (ISBN: B07VWD2L58)
    Christian Klemkow

    Exploration Capri: Teil 5 Erwachen

     (6)
    Aktuelle Rezension von: labelloprincess

    Das Cover fand ich sehr interessant, man wird gleich ins Weltall bzw. auf einen fremden Planeten geführt. Der Schreibstil des Autors hat mir wahnsinnig gut gefallen. Die Thematik des Buches ist ja nicht gerade die einfachste, es gibt viele Personen und vor allem Erfindungen, die es bis jetzt bei uns noch nicht gibt. Der Autor hat es aber geschafft, dass man sich immer auskennt und den Überblick nicht verliert. Man wird auch nie mit hochwissenschaftlichen Aussagen überfordert, es wird so präsentiert, dass man es leicht verstehen kann. Auch war das doch etwas längere Buch durchaus immer spannend geschrieben.

    Dieses Buch ist ja schon der 5 von 6 Teilen. Ich kenne die ersten 4 Bänder nur aus der Zusammenfassung hinten im Buch, habe aber keinerlei Schwierigkeiten beim Lesen gehabt. Der Inhalt ist sehr gut durchdacht und man wird von der ersten Seite an begeistert für das Buch und motiviert weiterzulesen.

    Am Schluss gibt es natürlich einen Cliffhanger, der neugierig auf den letzten Band macht. Die letzten paar Kapitel haben für mich dann leider die Hauptprotagonisten eher negativ und unsympathisch wirken lassen, aber man weiß ja nicht noch alles bzw. nicht alle Gedanken der Personen. Ansonsten fand ich das Buch sehr gelungen und ich denke die ganze Reihe wäre es wert gelesen zu werden.

    Ich vergebe für dieses Buch 4 von 5 Sternen.

  21. Cover des Buches Frei und inspiriert (ISBN: 9783938045800)
    Thomas Blubacher

    Frei und inspiriert

     (19)
    Aktuelle Rezension von: TochterAlice

    Vorreiter neuer Denkweisen wie bspw. des Vegetarismus oder Frutarismus - einer Frühform des Veganertums, der Freikörperkultur, neuer politischer oder pädagogischer Strukturen, aber auch solche, die aufgrund ihrer Neigungen wie der Homosexualität zwangsweise an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden - sie alle sammelten sich an bestimmten Orten, in Naturidyllen wie Ascona, Bali, Hiddensee... dazu kamen solche, die aufgrund ihrer Begabung als Autoren, Maler, Musiker neue Wege einschlugen - sie alle sammelten sich an den genannten Orten, doch auch in St. Moritz, Capri und Attersee. Der Autor Thomas Blubacher, bekannt für seine überaus originellen Sachbücher, hat hier quasi einen dokumentarischen Bildband geschaffen, ein Kleinod des Aussteigertums.

    Werden hier unterschiedliche Epochen skizziert, liegt der Schwerpunkt doch eindeutig auf dem frühen 20. Jahrhundert, in dem sich bspw. in Ascona eine Kolonie von Freidenkern zusammenfand, auf Bali Künstler und Homosexuelle in Frieden und Freiheit zu leben versuchten, die Crème de la Crème der deutschen Denker sich auf Hiddensee sammelte. Das alles wird in "Frei und inspiriert" stilvoll, garniert von anregenden, bisweiligen aus heutiger Sicht witzigen Fotos auf den Punkt gebracht.

    Doch ein wenig ergeht sich der Band in Oberflächlichkeiten: Es gibt zwar jede Menge Anekdoten über die Nudistenkolonie in Ancona, über die Komponiertätigkeiten Gustav Mahlers und das eigenartige Gehabe Gustav Klimts in Attersee sowie des homosexuellen Aussteigers Robert Spies auf Bali, doch bleibt dies alles leider an der Oberfläche haften. Thomas Mann und Hermann Hesse in St. Moritz und auf Hiddensee bzw. in Ancona - das ist zwar interessant, doch in die Tiefe geht es hier nicht.

    Ein spannender, aufwendig und attraktiv gestalteter Band, der jedoch mehr Fragen zu den vorgestellten Persönlichkeiten offenlässt als beantwortet. Interessante Anregungen zur weiteren Beschäftigung mit dem Thema - mehr gibt das Buch leider nicht her.

  22. Cover des Buches Garten der Steine (ISBN: B002CB930I)
    Daniil Granin

    Garten der Steine

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Hallogen
    Reiseberichte können durch Beschreibung ähnlicher Verhältnisse und Vorkommnisse Erinnerungen an andere Orte wecken oder aber einem neue Sichtweisen auf einen bekannten Ort eröffnen. Von daher bot es sich an, dieses Werk zu lesen, kenne ich doch die ostdeutschen Städte, in die sich der russische Autor begibt, allesamt. Für einige der Berichte hätte ich fünf Punkte vergeben, für andere vier, für wenige drei, daher muss ich sie doch separat abhandeln: "Anmerkungen zum Reiseführer" berichtet von einer Reise (1967) nach London, die auch nach Schottland führte, und hat mir am besten von allen gefallen, weil Granin die Tatsache, dass über London einfach alles gesagt ist, als Chance versteht und stattdessen die Klischees auflistet, die solche Beschreibungen ausmachen. Zwar besucht er auch selbst solche Standard-Orte wie Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett, doch beginnt er dabei Gedanken zur Starrheit Englands zu entwickeln, über die er zu Charles Dickens Londonbild kommt, was ihn schließlich zu einem faszinierenden Erlebnis aus St. Petersburg führt: mit einem Enkel Fjodor Dostojewskis begab er sich dort auf die Spuren der Romanfigur Raskolnikow, die dieser Enkel ausgemacht haben will, und deren Verfolgung fast schon detektivisch erscheint. Leider ist der Ton (im Bezug auf London) etwas vom Kalten Krieg gefärbt, aber das ist äußert selten auszumachen, zumal er stets um Relativierung bemüht ist. Ansonsten enthält dieser Bericht Beobachtungen zu Denkmälern, Kritik an der globalen abstrakten Malerei, Überlegungen zur Vergänglichkeit von Neuerungen (Brückenbau, Autos) oder auch zur Präsenz von Gegenwart und Vergangenheit. Neben "Garten der Steine" (Reisenovelle zu Japan) und "Vier Wochen mit den Beinen nach oben" (Australien), die ebenfalls recht umfangreich sind, gibt es eine Reihe von Reiseskizzen zur DDR (Warnemünde, Leipzig, Magdeburg, Wernigerode) aus den 1960er Jahren, die stets bemüht sind, aus einem kleinen Detail etwas größeres zu entdecken. So bemerkt er an Bachs Grabplatte, dass dieser – zu Lebzeiten verkannte – Musiker die Jahrhunderte überdauerte, wohingegen all die selbstherrlichen Landesherren reichlich erstaunt wären, erführen sie, dass man sie heute gar nicht mehr kennt. Schließlich waren sie doch in ihrer Zeit die bekanntesten Personen. Diese Skizzen sind v. a. als Blick auf Deutschland interessant (etwa was die Gleichförmigkeit von Autobahnen angeht). Bemerkenswert an Granin ist sein Bemühen um Fairness. So schildert er in Wernigerode ein bewegendes deutsches Soldatenschicksal, ist immer wieder bemüht, zwischen Deutschen und Faschisten zu trennen, d. h. nicht der Pauschalisierung anheim zu fallen. Am wenigsten gelungen scheint mir das sprunghafte "Schauen und sehen", ein Versuch, ein Gesamtbild der DDR als Land des optimistischen Aufbaus zu entwerfen. Am besten ist hingegen "Die schöne Uta" geraten, welches sich zunächst mit der berühmten Naumburger Domfigur auseinander zu setzen scheint, aber in Leutenberg spielt, und eine völlig andere Richtung nimmt als man erwartet: Granin trifft sich mit einem der Männer, die seine Heimatstadt bombardierten! Während er in seinem Inneren diesen Mann, der wenig Reue zeigt, weil er seinen Auftrag in Russland genauso erfüllte wie auch anderswo, am liebsten umbringen würde, ringt er sich äußerlich Fassung ab, obwohl mit der Bombardierung indirekt auch die Tragödie seines Lebens zusammen zu hängen scheint. So ist dies eine interessante Konfrontation, in der es um das deutsch-russische Verhältnis geht, aber auch darum, dass man es sich nicht so einfach machen sollte, und die DDR als Staat der guten Deutschen darstellen sollte (was viele in der SU und anderswo damals taten). So erwähnt er auch westdeutsche Bemühungen um Aussöhnung, berichtet von der Eröffnung der Buchenwald-Gedenkstätte, führt ein fiktives Gespräch mit Goethes Faust und Wagner, besucht die ’Wolfsschanze’ Hitlers, die er am liebsten "anpissen" würde, wundert sich über das Unverständnis von Unbeteiligten des Zweiten Weltkriegs (Australier, Pakistani) für den Widerstand Leningrads, berichtet von den schwierigen Friedhofsritualen und einem extrem tragischen Schicksal, das er aber nur anreißt. Er besucht seinen Kindheitsort Staraja Russja, der völlig zerstört wurde, blickt auf die verschiedensten Städte, erzählt, wie sie im Zweiten Weltkrieg deutsche Soldaten zu ’bekehren’ versuchten und entwirft tolle Bilder von Biographiebrüchen etwa das einer Emigrantin, die nach Dresden zurückkehrt. "Einmal zuschlagen" ist eine Reiseskizze aus den USA, die man wohl eher als Kulturschock bezeichnen müsste, und die trotz Bemühung zur Polemik verkommt. Hier, wie auch in anderen Skizzen, glücken ihm aber manchmal auch tolle Beobachtungen (etwa zu Empfängen oder den straff organisierten Terminen). "Der Fischmarkt" ist eine Reisenovelle aus Japan (nutzt die gleichen Figuren wie "Garten der Steine"), ist aber pure Kapitalismuskritik, die versucht den Umweltaspekt zu thematisieren: "Diese Schönheit muss doch eine andere Bestimmung haben! Außer Profit und Gewinn! Die Natur hatte doch gewiß etwas anderes im Sinn!". Schließlich gibt es zwei Reiseberichte zu Frankreich, von denen "Die Kirche von Auvers" hervorsticht, wohingegen "Place Pigalle" recht politisch erscheint: er betrachtet angewidert das Vergnügungstreiben an diesem Standort, der einst Schauplatz eines Revolutionsversuchs (1871) war. "Über ganz was anderes" ist eine Kritik am Massentourismus Capris, und fast ein wenig albern darin, da es eine Schuh-Szene gibt, die wohl eher fiktiv – und als solche dann recht plump – ist. Das Grundanliegen, den Tourismus zu kritisieren, der nur die Orte im Reiseführer abhakt, ist oft zu spüren und allemal verständlich, denn eine Reise ohne diese Plätze würde Erstaunen hervorrufen (so nach dem Muster: "Was? Du warst in Paris und hast xyz nicht gesehen?"), doch sollte jeder seinen Urlaub so machen, wie er es will, was der Bildungsreisende manchmal übersieht. Seine Reiseberichte brachten mir sofort Bilder von eigenen Reisen ins Gedächtnis zurück, und was kann es schöneres geben, als ein Buch, das dies leistet. Selbst in den schwächeren Skizzen gelingt Granin stets ein tolles Bild, so dass vier Punkte mehr als gerechtfertigt sind.
  23. Cover des Buches Das Geheimnis des Manuskripts (ISBN: 9781503950832)
    Blanca Miosi

    Das Geheimnis des Manuskripts

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Komm, gehen wir (ISBN: 9783104907628)
    Arnold Stadler

    Komm, gehen wir

     (23)
    Aktuelle Rezension von: blueberry7
    Warum muss man Sprache so verkomplizieren? Aus dem Stoff hätte man ein Buch machen können, das bleibt. Aber das hier ist einfach nur Schrott............. einen Stern gibts fürs Titelbild. Mehr nicht!

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