Bücher mit dem Tag "charles bukowski"

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33 Bücher

  1. Cover des Buches Mann mit der Ledertasche (ISBN: 9783462034301)
    Charles Bukowski

    Mann mit der Ledertasche

     (237)
    Aktuelle Rezension von: Susanna_Schober

    Post, ganz viel POST! JA, Hank ist Angestellter der Post, na ja, vorerst ist er nur ein 'Aushilfs-Postler', bis er es endlich zum richtigen Post-Beamten schafft, vergeht einige Zeit. Charles Bukowksi schreibt über das Leben eines Mannes, der irgendwie festsitzt, und dann doch nicht. Er lebt, er säuft, er wettet auf Pferde, er *sorry* - vögelt - und zwar nicht zu knapp. Sein Leben besteht zum Großteil aus genau diesen Dingen. Arbeit-saufen-schlafen-vögeln. Dazwischen gibt es nicht viel. Jedoch kann er dieses Fenster bis zum Schluss nicht durchbrechen. Ich hatte stets den Eindruck, Hank würde seinen Willen durchsetzen wollen, oft sagt er einfach, was ihm durch den Kopf geht, aber dennoch, will er es immer allen recht machen. Obwohl er oft plump wirkt, es auf den Leser vorerst so wirkt, als hätte er kein anderes Interesse an Frauen, als sich zwischen ihre Beine zu legen, ist er doch sehr liebevoll, wenn es seiner aktuellen Partnerin nicht gut geht. Damit schafft er irgendwie einen Kontrast, zwischen dem, was er sagt und dem, was er tut. Manchmal, muss ich zugeben, war ich mir nicht sicher, ob er sich all dies nur einbildet. Da waren diese vielen Frauen in seinem Leben, immer, wenn er eine traf, schien es, als wollte jede sofort mit ihm ins Bett. Desöfteren fragte ich mich: 'Wie sieht dieser Kerl aus?'. In meiner Vorstellung, malte ich mir einen Post-Beamten aus, in seinem typischen Aufzug, zwischen 38-55 Jahren, Säufer, mittelgroß, zwischen 80-100kg. Was die Damen in diesem Buch wohl an ihm gefunden haben? Aber zurück zur wirklichen Thematik - der Post! Wow, er erzählte wirklich ewig darüber. Teilweise fehlte mir das 'dazwischen'. Vielleicht, weil ich eine Frau bin, die normalerweise Liebesromane liest? Wer weiß! Dennoch muss ich Bukowksi's Schreibstil loben. Ich war sofort 'dabei'. Seine lockere Art, einfach zu schreiben, was er sich denkt, gefiel mehr außerordentlich gut. Erinnerte mich tatsächlich an jemanden aus meinem Umfeld. Dieses Buch hat mich daran erinnert, dass man sein Leben verschwenden sollte.

  2. Cover des Buches Das Liebesleben der Hyäne (ISBN: 9783423211062)
    Charles Bukowski

    Das Liebesleben der Hyäne

     (128)
    Aktuelle Rezension von: TerenceHorn
    Henry Chinaski hat Erfolg bei den Frauen. Es läuft, wenn man so will und die Damen lieben ihn. Mit viel Witz erzählt Charles Bukowski über den Wahnsinn der Beziehungen zwischen Mann und Frau und gerade wie er es erzählt mach ihn so besonders. Hart und unbarmherzig ehrlich, der Meister eben.
  3. Cover des Buches Jeder zahlt drauf (ISBN: 9783423119917)
    Charles Bukowski

    Jeder zahlt drauf

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Beagle
    Bukowski hat eindeutig bessere Storys geschrieben. Es fehlt an dem Besonderen, für seine Verhältnisse sind sie nicht "derb" genug, es fehlt an Sex und leichten Frauen. Zwar sind einige gute Geschichten wie z. B. "Szenen einer Ehe" dabei, aber das Meiste ist eher mittelmäßig. Leute, die sich für Buk´s Geschichten interessieren, sollten mit anderen Büchern beginnen.
  4. Cover des Buches Das Schlimmste kommt noch oder Fast eine Jugend (ISBN: 9783423209632)
    Charles Bukowski

    Das Schlimmste kommt noch oder Fast eine Jugend

     (180)
    Aktuelle Rezension von: LeenChavette

    In "Das Schlimmste kommt noch" erzählt Charles Bukowski von seiner Kindheit und Jugend in den 30er bis 40er Jahre, welche er an der Westküste der USA verbrachte.

    Eine schöne Kindheit mit Wohlstand und Harmonie im Golden State, ist hier leider nicht zu erwarten. Bukowski wird als Kind von dem Vater mit einem Lederriemen verprügelt, wenn er auch nur einen Grashalm nach dem Mähen stehen gelassen hatte. Hilfe von seiner Mutter bekommt er nicht, sie ist dem Vater hörig. Auch sie wird von ihm misshandelt und regelmäßig betrogen.

    Die Erzählungen seiner Jugend lassen erste Alkoholprobleme erkennen. Im Kollege nähert er sich dann dem Schreiben an, bricht dieses dann jedoch ab. 

    Der Schreibstil von Bukowski ist klar und wirkt ehrlich. Für mich persönlich ist er zu sehr, und fast schon pubertär, auf das männliche Ejakulat fixiert. Mehr hätte ich lieber über seine Schreibanfänge und seinen Zugang zur Literatur erfahren. Deswegen gibt es von mir auch nur 4 Sterne.

  5. Cover des Buches Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen (ISBN: 9783548609362)
    Francesc Miralles

    Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen

     (143)
    Aktuelle Rezension von: Marie1971
    Samuel hat sich den Menschen verschlossen und lebt allein und einsam sein Leben. Bis eine Samtpfote sich langsam aber sicher in sein Herz stiehlt. Als wenn diese eine Mauer Stein für Stein abtragen würde, erweckt sie Samuel wieder zum Leben. Was wär das Leben ohne wunderschöne Geschichten, die tief ins Herz gehen und die Seele auf wundersame Art streicheln. Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen ist eines dieser Bücher, dessen Inhalt sich einem so offenbart. Es ist, als ob es Gefühle regnen würde. Wort für Wort legt sich die Geschichte wie zarter Blütenstaub auf den Leser nieder und verschmilzt zu einem unzertrennbaren Ganzen in seinen Gedanken. Die Protagonisten fügen sich mit einer Selbstverständlichkeit ins Bild, wie wenn es keine andere Möglichkeit gäbe. Es ist als stünde man neben ihnen und könnte sie mit der Fingerspitze berühren. Zu keinem Moment wagt man zu zweifeln, dass sich alles genauso abspielen könnte. Die Fiktion ist sehr nahe an dem eigenen Wunschdenken. Für alle Leser, die mit dem Herzen sehen.
  6. Cover des Buches Fleckenteufel (ISBN: 9783499274817)
    Heinz Strunk

    Fleckenteufel

     (177)
    Aktuelle Rezension von: winter-chill
    Dieses Buch habe ich nach zwei Kapiteln abgebrochen und normalerweise rezensiere ich keine abgebrochene Bücher. Hier muss ich aber eine Ausnahme machen und meine Hintergründe erläutern: Bislang habe ich von Heinz Strunk "Fleisch ist mein Gemüse" und "Heinz Strunk in Afrika" gelesen und war von beiden Romanen extrem begeistert. Was beide Geschichten so ausgezeichnet macht, ist Heinz Strunks ganz spezielle Art von Humor: Niemand verbindet tiefe Depression und Witz so gekonnt miteinander wie er. Generell haben die meisten seiner Bücher immer etwas Tragikomisches: Einerseits muss man mit den Figuren fast Mitleid haben, weil ihr Leben so trost- und sinnlos ist und sie nur vom Pech verfolgt zu sein scheinen. Auf der anderen Seite sind die Figuren aber auch extreme Menschenhasser, die knallhart und voll bitterer Ironie über ihre Mitmenschen herziehen und deren Schwächen aufdecken. Die Beobachtungsgabe die Strunk dabei an den Tag legt, ist ein weiterer Punkt, warum mir beide Bücher so gut gefallen haben. Im Endeffekt treffen diese Attribute auch auf „Fleckenteufel“ zu. Und trotzdem konnte ich den Roman nicht weiterlesen, was ausschließlich am Inhalt liegt: Protagonist ist diesmal der 16 Jahre alte Thomas Bruhn, der in den 1970er Jahren an einer zweiwöchigen evangelischen Familienfreizeit an der Ostsee teilnimmt. Wie man das bei so einer Geschichte erwartet, kommen natürlich auch peinliche Gruppenspiele, trostlose Jugenddiskoabende und dergleichen vor. Zu 90 Prozent dreht sich Thomas Gedankenwelt und somit auch der Roman aber um seine Verdauungsprobleme und pubertäre Sexphantasien. Mehr muss ich dazu glaub ich nicht sagen – schlicht und einfach: Mir wurde es beim Lesen richtig schlecht und ich hab mich furchtbar geekelt. Mehrfach habe ich jetzt gelesen, dass „Fleckenteufel“ wohl Heinz Strunks Antwort auf „Feuchtegebiete“ von Charlotte Roche sein soll. Roches Roman habe ich bewusst nicht gelesen, weil ich solche Ekel- und Fäkalthemen einfach nicht vertrage. Und auch „Fleckenteufel“ muss ich ad acta legen.
  7. Cover des Buches Zähne und Klauen (ISBN: 9783423211949)
    T. C. Boyle

    Zähne und Klauen

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Karokoenigin
    Ich weiß gar nicht wirklich, was ich über dieses Buch sagen soll, wenn ich mal ganz ehrlich bin. Aber erst einmal ein bisschen Formalitäten. Das ganze ist eine Zusammensetzung von Kurzgeschichten - genau genommen 14 Stück - die, wie dem Klappentext zu entnehmen ist - alle mit menschlichen Schlamasseln zutun haben. Das ganze ist auch nach einer dieser Kurzgeschichten benannt, allerdings spiegelt diese kaum die Inhalte der anderen Kurzgeschichten wieder, wie ich finde, doch mit Ausnahme von einer anderen, haben alle ihren Ursprung in zuviel Alkohol oder anderen verbotenen Substanzen. Ebenfalls mit Ausnahme von einer Kurzgeschichte, sind sie aus der Sicht eines Mannes geschrieben und die Frau übernimmt im Großen und Ganzen eine eher nebensächliche, wenn nicht sogar negativ belastete Rolle. Alles hat seinen Ursprung in zuviel Tragik oder unglücklichen Zufällen. "Ich sagte ihm nicht - vielleicht wusste er es ohnehin -, dass Jimmy die Krematoriumsschachtel mit der Asche seines Sohnes im Krankenhaus in Empfang genommen und in den Kofferraum seines Chevrolet Suburban gestellt hatte, dass er nach Hause gefahren war, wo seine Frau steif und vollgepumpt mit Beruhigungsmitteln im großen Doppelbett im ersten Stock gelegen hatte, und dass er die Schachtel die ganze Nacht hindurch an die Brust gedrückt hatte." (S. 28) Ich muss gestehen, dass ich das Buch ziemlich anstrengend zu lesen fand und auch nicht so begeistert davon bin, wie der Klappentext es vielleicht verspricht. Der Schreibstil ist ziemlich anstrengend zu lesen und beruht auf vielen Details, wie sie in Kurzgeschichten nun einmal oft vorhanden oder versteckt sind.
  8. Cover des Buches Faktotum (ISBN: 9783423123877)
    Charles Bukowski

    Faktotum

     (131)
    Aktuelle Rezension von: enii

    Ich liebe einfach jedes Buch, das ich bisher von Bukowski gelesen habe. Er zieht einen dermaßen in seinen Bann und schafft es, dass man auch mit dem allerschlimmsten seiner versoffenen und arbeitslosen Protagonisten noch identifizieren kann. 

  9. Cover des Buches Den Göttern kommt das große Kotzen (ISBN: 9783462039474)
    Charles Bukowski

    Den Göttern kommt das große Kotzen

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Beagle
    "Ich fühlte mich geehrt wegen der Einladung zum Konzert. Es ist schön, dass Rockstars meine Bücher lesen, aber ich bekomme Briefe von Männern in Gefängnissen und Irrenhäusern, die auch meine Bücher lesen. Ich habe keinen Einfluss darauf, wer mich liest. Aber was soll´s." Das Tagebuch der späten Jahre von Charles Bukowski - ehrlich und direkt wie eh und je, jedoch ein klein wenig leiser, was seine sonst so berühmte Derbheit angeht. Er schreibt über das Schreiben, das Altern, von seinen geliebten Pferderennen und über die Begegnungen mit seinen Mitmenschen. Für Bukowski-Fans ein absolutes Muss!
  10. Cover des Buches Hot Water Music (ISBN: 9783462045833)
    Charles Bukowski

    Hot Water Music

     (53)
    Aktuelle Rezension von: faddy
    Eines der großartigsten Bücher die jemals geschrieben wurden. Bukowski sagt es wie es ist. Er redet nicht um den heißen Brei herum, und nimmt dabei auf niemanden Rücksicht. 


    Diese Sammlung von Kurzgeschichten drehen sich zwar größtenteils um Alkohol, Sex und den Versuch irgendwie durchs Leben zu kommen, aber seien wir mal ehrlich, geht es uns nicht allen so?


    Ich habe die deutsche und englsiche Version des Buches gelesen und muss sagen, das die deutsche Version dem original leider nicht ganz gerecht wird. Wer Englisch kann sollte es in Englisch lesen, da es ehrlicher, authentischer und, ja ich sehe das so, charmanter ist.


    Meine Begeisterung spiegelt sich sogar als bekanntes Bandlogo, gleichnamiger Punkrockband, als Tattoo auf meinem Oberarm wieder. 
  11. Cover des Buches Nie wieder Frieden (ISBN: 9783959960069)
    Clint Lukas

    Nie wieder Frieden

     (8)
    Aktuelle Rezension von: hapedah

    Die Kurzgeschichten, die Clint Lukas in diesem Buch zusammen gestellt hat, sind nichts für zarte Gemüter. Der Protagonist erzählt ohne jede politische Korrektheit über Sex, Alkohol, Drogen, diverse Jobs und skurrile Begegnungen. Einige der Geschichten lassen schmunzeln, viele regen zum Nachdenken an, live vorgetragen bei Poetry-Slams kommen sie sicher am Besten zur Geltung. Die Spießer, die angepasste konsumierende Gesellschaft werden dabei teilweise hart aufs Korn genommen, vieles im Buch regt zum Nachdenken an.

    Beim Lesen habe ich den Spießer in mir entdeckt, nicht mit allen Storys konnte ich mich wirklich anfreunden, vielleicht weil das beschrieben Leben sehr weit von meiner eigenen Realität entfernt ist. Daher bewerte ich es mit 3 Sternen.

  12. Cover des Buches Aufzeichnungen eines Dirty Old Man (ISBN: 9783596522378)
    Charles Bukowski

    Aufzeichnungen eines Dirty Old Man

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    Erst vor kurzem bin ich bei einer Zugfahrt auf Charles Bukowskis Roman, Fucking Machine gestoßen und nach kurzer Recherche im Internet hab ich gewusst, dass Bukowski ein Schriftsteller meiner Kragenweite ist. Fucking Machine hab ich noch nicht gelesen, dafür aber - Das Schlimmste kommt noch - oder Fast eine Jugend - und - Die letzte Generation -, wobei letzteres in der Kritik steht keine Gedichtband zu sein, sondern Kurzgeschichten. Und um es mit den Worten eines anderen großen Meisters zu sagen: "Was ist ein Name? Was uns Rose heißt, wie es auch hieße, würde lieblich duften." Ob es nun Kurzgeschichten sind oder Gedichte, gefallen hat mir bisher ausnahmslos alles von Bukowski.

    Er schrieb für eine Zeitung, die es längst nicht mehr gibt, eine wöchentliche Kolumne und in - Aufzeichnungen eines Außenseiters - hat er Kolumnen aus annähernd 14 Monaten zusammengestellt. Es geht darin um Obsessionen wie Trinken, Rauchen und um Sex, dabei bedient er sich einer rohen und  gewaltvollen Sprache, die wohl nicht jedermanns Sache ist. Er stellt sich selbst als Underdog hin und beinahe möchte man ihm das auch glauben. Der deutsche Titel - Aufzeichnungen eines Außenseiters - passt deswegen, meiner bescheidenen Meinung nach, nicht völlig, was aber auch der Fischer Taschenbuchverlag erkannt hat. Die neuere Deutsche Auflage hat den Titel - Aufzeichnungen eines Dirty Old Man - angelehnt an den englischen Titel. Wobei mir diese Mischung aus Deutsch und Englisch, noch weniger gefällt.

    Zwischen den Zeilen offenbart sich ein klarer Geist, nicht benebelt oder betrunken, der manche Situationen mit einer Ehrlichkeit beschreibt, dass man eine Gänsehaut bekommt. Er gibt aber auch Einblicke in Politik und Literatur, seine gestörte Beziehung zu Frauen. Was hier aber autobiografisch ist und was auf reiner Fiktion beruht, weiß er der geneigte Leser nicht. Er bricht meisterlich Konventionen auf und ein oder zwei Geschichten waren auch sehr amüsant. Ich denke da an den Mann der in einen Telefonhörer masturbiert, aber ich will hier nicht zuviel verraten. Am besten man probiert selbst einmal ein Buch von Bukowski aus, am Besten dieses hier. Damit besiegelte er seine Berühmtheit und damit entscheidet der geneigte Leser, ob er ihm gefällt oder nicht.

  13. Cover des Buches Über das Schreiben (ISBN: 9783462049183)
    Charles Bukowski

    Über das Schreiben

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Es gibt nur wenig einflussreiche und beliebte Autoren, von denen so viel Material existiert. Das liegt auch daran, dass Bukowski eine Unmenge davon hinterlassen hat und schon zu Lebzeiten zahlreiche Veröffentlichungen vorzuweisen hatte. Ein Vielschreiber, dessen Qualität eigentlich nie besonders abfiel und dessen zwanghaftes Schreiben Dimensionen angenommen hat, die bei einigen heutigen Autoren wohl nur noch ein ungläubiges Kopfschütteln hervorrufen können.

    „Kult“ ist der unmögliche Begriff, mit dem man Menschen und Kulturströmungen bezeichnet, die sich prägend auf ihre Zeit ausgewirkt haben. Mit „Kultfiguren“ lässt sich gutes Geld machen. Bukowksi hatte zu seinen Lebzeiten schon ein wenig vom „sweet smell of success“ mitbekommen, was ihn nicht sonderlich beeindruckt, sondern nur noch in seiner Produktion beflügelt hat. Nach seinem Tod fand die übliche Resteverwertung statt, wobei nicht nur die alten Bücher neu aufgelegt, sondern so mancher Schatz gehoben wurde. Ob man nun alles veröffentlichen muss, was man in die Hände bekommt, sei dahingestellt, verhindern kann man das nicht und der geneigte Leser muss sehen, was ihm einzelne Beiträge aus dem Nachlass wert sind.

    Mit „Über das Schreiben“ ist ein Buch erschienen, dass sich in jeder Hinsicht lohnt. Es ist eine Sammlung von Briefen von 1945 bis 1993 an Verleger, Kollegen, Unterstützer und Freunde, die mehr über Buk und sein Schreiben mitteilen als jede Biografie. Seine emotionalen Hintergründe beim Schreiben, die Freude und die Schwierigkeiten, die Verbindungen zu seinem „realen Leben“, das alles kommt in diesen Briefen, in denen der typische Bukowski-Stil zu erleben ist, ungeschminkt und ohne viel theoretisches Brimborium zum Ausdruck. Bukowskis Einstellung zum Schreiben war ziemlich klar und einfach zu verstehen. Seine Auffassung von der Literatur muss man nicht teilen, doch wenn man in sich geht, dann gibt man ihm öfter recht, als man vermutet und auch zur Kunst im allgemeinen hatte er eine sehr einfache und logische Einstellung.

    Dass man in diesen Briefen immer wieder Zitate findet, die man rot unterstreichen und mit Ausrufezeichen versehen kann, versteht sich von selbst.

    Für jeden Buk-Fan ist dieses Buch ohnehin ein Muss. Für Menschen, die nur auf und hinter das Werk des Autoren schauen wollen, ohne den Personenkult um den Ausnahmeschreiber zu beachten, ist es eine großartige Hintergrundinformation. Umfassender als der Schreiber selbst kann man doch ein Werk nicht beurteilen.

    Eine Fundgrube ist das und gleichzeitig ein intimer Einblick in die Welt des Charles Bukowski. Von allen posthum erschienenen Büchern vielleicht das wichigste, ganz sich aber das interessanteste.

  14. Cover des Buches Das Leben und Sterben im Uncle Sam Hotel (ISBN: 9783596905133)
    Charles Bukowski

    Das Leben und Sterben im Uncle Sam Hotel

     (44)
    Aktuelle Rezension von: aus-erlesen
    Kurz und knackig soll eine Kurzgeschichte sein. Was so einfach klingt, ist die Königsdisziplin in der Literatur. Wenn die Geschichten dann auch noch für jedermann verständlich sind, die meisten ansprechen und vor allem unterhaltsam sind, ist man der Gott der Literatur. Oder das Arschloch! Wie im Fall von Charles Bukowski. 
    Er würde in der heutigen Zeit mehr provozieren als Donald Trump. Und vor allem mehr gegen ihn wettern als Robert De Niro. Das wäre ein Spaß. Doch Charles Bukowski ist nicht mehr. Seine Werke jedoch haben bis heute Fans, die dem direktesten aller Schreiber die Treue halten. 
    Die Sammlung von Kurzgeschichten in diesem Buch könnte man fast als eine Aneinanderreihung von Kapiteln ein und desselben Buches halten. Alles beginnt in Los Angeles, wo er (mal ist es der Autor selbst, mal eine fiktive Person mit einem anderen Namen, die Buk aber in Nichts nachsteht) und Linda leben. Im Portemonnaie herrscht Ebbe. Wie immer. Im Kühlschrank auch. Alles halb so schlimm, wäre nicht auch der Schnapsvorrat auf Diät gesetzt. Was tun? F… Klar, was sonst. Immer wieder, zwei-, drei-, viermal. Bis es nicht mehr geht. Auch wenn Linda sehr geschickt ist.
    Die rüde Reise in die befleckten Seiten geht weiter. Tucson, New Orleans, Tijuana, San Diego. Überall dasselbe Bild. Es fehlt an Kohle, um an Stoff zu kommen. Und der Stoff, der da ist, stört nur beim … naja, wobei wohl?!
    Schonungslos offen kaputtiert sich Buk durchs Leben. Ist er desillusioniert? Nicht im Geringsten. Das Leben hat ihn angenommen, der Tod reibt sich schon lüstern die Hände. Einen wie ihn hat selbst er noch nicht erlebt. Und der Teufel ist der einzige, der einen ebenbürtigen Gegner neben sich akzeptiert.
    Schulden und Wettgewinne sind für die Figuren in den Geschichten zwei getrennte Sachen. Ein Gewinn wird gebührend gefeiert. Schulden nur im äußersten Notfall getilgt. Zum Beispiel dann, wenn der Ladenbesitzer droht nicht mehr anzuschreiben. 
    Hier sitzt jeder Satz, jedes Wort, jede Silbe. Sie dringen wie Silberpfeile ins Herz des Lesers. Dort verdampfen sie in wabernden Wolken und setzen sich fest im Gedächtnis fest. Nicht die einzelnen Worte, oder gar Sätze. Es sind Impressionen, die man nie wieder vergessen wird. Wie die Erstbesteigung des Eiffelturms, oder die ersten Seiten von Tom Sawyer. Unvergesslich. Charles Bukowski gehört auf jede Bucketlist. Also eine Liste von Dingen, die man getan haben muss. Wer Buk nicht gelesen hat, wird für immer in der Zwangsjacke der political correctness gefangen bleiben. Wer die Zeilen aufsaugt wie ein Schwamm, wird mit einer wortgewaltigen Waffe gegen den Zynismus der standardisierten Welt in den Kampf ziehen können. 

    Diese Rezension bezieht sich auf die dritte Auflage des Buches vom Maroverlag, Februar 2001, ISBN 3-87512-098-1. 
  15. Cover des Buches Fuck Machine (ISBN: 9783596522361)
    Charles Bukowski

    Fuck Machine

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Readrat
    Puhh! Was für abgedrehte Stories... .
    Ich habe bis jetzt noch nie was von Bukowski gelesen. Diese Stories sind auf jeden Fall ziemlich abgefahrener „Kram“!
    .
    Geschichten jenseits des American Dreams... Gewalt, Dreck, Drogen, Absteigen, Sex, Schlachthöfe, Blut, Gestank, Suff - um nur ein paar Stichworte zu nennen 🙈. .
    Die Geschichten sind brutal, eklig, obszön, siffig, rutschen auch mal ab in Richtung Fantasy. Sie sind verwirrend, einige traurig, alle abgründig und auf unterschiedliche Weise mehr als derb!
    .
    Muss man abkönnen, muss man mögen. Ich fand es, naja, recht interessant, eben mal was anderes. Habe aber auch bisher nur 8 der 11 Stories gelesen (irgendwann hat es mir gereicht 😐) und ob ich noch mehr von ihm lesen möchte, bin ich mir eher unsicher.
  16. Cover des Buches Kaputt in Hollywood (ISBN: 9783596522712)
    Charles Bukowski

    Kaputt in Hollywood

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Raven

    Das Buch "Kaputt in Hollywood" von Charles Bukowski ist 128 Seiten lang und über Fischerverlag erschienen. 

    Das Buch wurde in einer Softcoverausgabe, Ebookausgabe, Hörbuch sowie als Taschenbuch in Kleinformat.

    Das Hörbuch geht etwas über eine Stunde und wird von einem Mann gelesen mit alter, sehr rauchiger, bissiger Stimme. Absolut passend!

    Kurzgeschichten aus den gesellschaftlichen Absteigen Amerikas.

    Bukowski schreibt ungefiltert, vulgär, krass und verstörend. Seine Zeilen sind nichts für schwache Gemüter. Er fängt den alltäglichen Albtraum der Randschicht ein. Die Geschichten klingen noch lange nach und regen zum Nachdenken an. Sie schockieren und sensibilisieren. Ein Meisterwerk!

    Fazit: Krasse, ungefilterte Sicht auf gescheiterte Existenzen. Unbedingt Lesen!

  17. Cover des Buches Pittsburgh Phil & Co. (ISBN: 9783423101561)
    Charles Bukowski

    Pittsburgh Phil & Co.

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Beagle
    Wunderbare Erzählungen des Meisters der Short Story
  18. Cover des Buches Hot Water Music (ISBN: 0876855966)
    Charles Bukowski

    Hot Water Music

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Ein Profi (ISBN: 9783423101882)
    Charles Bukowski

    Ein Profi

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Eltragalibros
    Das Leben von seiner anderen Seite, einer schlechten, grausamen oder armseligen Natur. Keine Helden, sondern Antihelden als Protagonisten; so, wie man selbst nie sein möchte.
  20. Cover des Buches Hollywood (ISBN: 0876857632)
    Charles Bukowski

    Hollywood

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    INHALT: Der alternde Schriftsteller Henry Chinaski bekommt den Auftrag für Regisseur Jon Pinchot ein Drehbuch zu schreiben. Chinaski hasst Hollywood: diese ganzen windigen Typen, die selbstverliebten Stars, die reichen und fetten Produzenten. Aber er sagt zu, immerhin winken jede Menge Dollars und Freibier ohne Ende. Mit Ach und Krach liefert er das Buch (eine Säufergeschichte aus seiner eigenen Jugendzeit) und der Film bekommt grünes Licht. Die Dreharbeiten drohen jedoch, zu einem riesigen Debakel zu werden. Ständig gibt es Unterbrechungen, Gelder werden gestrichen, Produktionsfirmen gewechselt, Anwälte, Erpressungen, das ganze Programm. Immer wieder steht der Film kurz vor dem Aus, bis es dann doch noch zur Premiere kommt. Chinaski torkelt in all dem Treiben wie ein Verirrter umher, wird hierhin und dorthin geweht, und bleibt doch als einziger auf dem Boden.

    FORM: Da ist er wieder, der gute alte Buk mit seiner Säuferpoesie. Die Sätze knapp und klar, authentisch und unprätentiös. Man muss ihn einfach lieben. HOLLYWOOD ist ein Schlüsselroman – es ist die Geschichte der Dreharbeiten zu BARFLY (1987) von Barbet Schroeder mit Mickey Rourke und Faye Dunaway in den Hauptrollen. Allerdings ist der Schlüssel aus Glas; die meisten Namen sind so wenig verfälscht, dass es nicht weiter schwierig ist, zu erahnen, wer gemeint ist. Tom Pell und Ramona sind Sean Penn und Madonna, und bei Namen wie Wenner Zergog und Tab Jones musste ich schon fast lachen. Überhaupt ist der feine Sarkasmus zwischen den Zeilen mal wieder herrlich.

    FAZIT: Es war mir wie immer ein Fest. Ab und zu tut ein kräftiger Schluck Bukowski ganz gut, um wieder auf den Boden der Tatsachen zu kommen und zu erfahren: So wichtig und ernst ist das alles gar nicht! 5 Sterne.

    *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

  21. Cover des Buches Bret Easton Ellis und die anderen Hunde (ISBN: 9783455001075)
    Lina Wolff

    Bret Easton Ellis und die anderen Hunde

     (4)
    Aktuelle Rezension von: blaustrumpfine

    Die schwedische Schriftstellerin Lina Wolff hat einen katalanischen Roman geschrieben, in dem es um die Irrungen und Wirrungen der Liebe heute geht. Araceli lebt mit ihrer Mutter in Barcelona und studiert an der Schule für Übersetzer und Dolmetscher in der Nähe des Park Güell. Sie verbringt ihre Zeit damit, die wechselnden Liebhaber ihrer Mutter zu typisieren – da gibt es den Jogginghosenmann, den Tatarmann und den Kanarienmann – und die unter ihnen wohnende exzentrische Schrifstellerin Alba Cambó mitsamt ihrer Haushälterin Blosom zu beobachten. Obwohl sie selbst außer dem Studium nicht viel erlebt, selbst ihren Sommerurlaub verbringt sie nur als Anhängsel ihrer Studienfreundin Muriel und deren Freunds, hat sie eine hervorragende Beobachtungsgabe und kann Personen scharfzüngig charakterisieren. 


     Als Alba Cambó, die an Krebs leidet, mit ihrem Freund zusammenzieht, sucht sie eine neue Bleibe für Blosom. Diese wird Aracelis Mutter als unersetzliche Haushaltsperle quasi aufgedrängt, obwohl sie sie gar nicht bezahlen kann, und verdrängt dann ihrerseits mit einer entschiedenen Ansage Araceli aus ihrem Zimmer. Blosoms Weg aus einer guatemaltekischen Kleinstadt nach Spanien, der Verfall der Ehe eines Bekannten von Alba Cambó und eine schräg-romantische Begegnung von Araceli mit einem „Candyman“ am Strand von Perpignan, der ihr einen ganzen Eiswagen organisiert, als es sie danach gelüstet, stellen weitere Episoden dar, die sich um die Leben von Araceli und Alba ranken. Wunderbar beschrieben sind außerdem die Übersetzungslehrerin Elaine Moreau und ihr Widersacher, der Schulwirt mit dem schönen Namen Camillo Pochintesta, die sich in Aracelis Schulalltag einen unterhaltsamen Kleinkrieg liefern. Madame Moreau biedert sich schließlich Alba Cambó als Freundin an und erklärt sich nach deren Tod zu ihrer Vermächtnisverwalterin.
     

    Am Ende rundet sich alles zu einem großen Bogen, der das Leben von Alba Cambó aus verschiedenen Perspektiven wiedergibt. Auf den letzten Seiten erfahren wir, dass Araceli nach einem erfolglosen Versuch, bei einer Escortagentur tätig zu werden, von Albas Geliebtem damit beauftragt wurde, einen Nachruf auf seine verstorbene Freundin zu verfassen – das Buch war also ein Versuch, deren Leben durch das Zusammensetzen vieler verschiedener Mosaiksteinchen zu beschreiben, in denen sich das Leben der Erzählerin gleichsam spiegelt. Ein lässiger, kunstvoll verschlungener Roman mit allerlei Bukowski-Zitaten, der sich auch auf Deutsch ausgezeichnet liest!

  22. Cover des Buches The Year of Reading Dangerously: How Fifty Great Books Saved My Life (ISBN: 9780007255764)
  23. Cover des Buches Schreie vom Balkon (ISBN: 9783943330021)
    Charles Bukowski

    Schreie vom Balkon

     (16)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Die letzte Generation (ISBN: 9783462019025)
    Charles Bukowski

    Die letzte Generation

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden

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