Bücher mit dem Tag "chemiker"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "chemiker" gekennzeichnet haben.

26 Bücher

  1. Cover des Buches True North - Wo auch immer du bist (ISBN: 9783736305601)
    Sarina Bowen

    True North - Wo auch immer du bist

     (486)
    Aktuelle Rezension von: Lieselotte1990

    Ich kenne Sarina Bowen durch die „Ivy-Years-Reihe“ und war begeistert. Ich kann gar nicht so richtig festmachen, warum ich nicht schon viel früher mit „True North“ angefangen habe… Wahrscheinlich habe ich geahnt, dass ich mindestens genauso süchtig werden würde wie bei den Efeus. Tja, ich hatte Recht und jetzt will ich nur noch diese Bücher lesen, obwohl ich doch noch so viele andere auf dem Zettel habe… Nun gut, Sarina Bowen macht mich zu einem schwachen Menschen und ich las in Windeseile diesen ersten Band…

    „True North“ spielt in Vermont, dreht sich im Zentrum um die Großfamilie Shipley und ist unheimlich heimelig. Ich stehe auf solche Romane! Mich begeisterten in diese Richtung bereits die „Redwood-Love“-Reihe von Kelly Moran und die „Lost in Love“-Reihe von Marie Force – die übrigens auch in Vermont spielt und ich nun langsam den großen Drang verspüre, in diesen amerikanischen Bundesstaat zu reisen, um auch einen heißen Apfel-Presser oder sexy Store-Manager abzubekommen… Aber um wieder aufs Wesentliche zu kommen: Ich liebe diese Art von Geschichten, weil sie sich für mich wie eine Kuscheldecke an eiskalten Wintertagen anfühlen. Ich kann absolut Abtauchen im Familien- und Gefühlschaos der Protagonisten und fiebere, weine und ärgere mich mit. Klar werden hier KITSCH und HARMONIE nicht nur groß geschrieben, sondern auch noch bis zum Happy End ausgereizt.

    Das hört sich vielleicht etwas dramatisch an. Und „True North“ ist auch gar nicht so schlimm. Im Gegenteil glänzt es durch eine überaus durchdachte und gut recherchierte Geschichte. Außerdem ist Sarina Bowen eine Meisterin, wenn es darum geht, Figuren und ihre Hintergrundgeschichten zu beschreiben. Sie sind nachvollziehbar und authentisch, wenn auch meist zu schön, um wahr zu sein (vor allem äußerlich). 

    Audrey ist so süß und sympathisch, was sich vor allem aus ihrem Scheitern und ihren Schwächen ergibt. College war ja mal gar nix für sie, den Job, den sie jetzt macht, ist auch so semi ihre Stärke. Aber sie ist eine leidenschaftliche Köchin und glaubt an sich, auch wenn es ihre Mutter nicht tut. Ihr Durchhaltevermögen ist bewundernswert. Ihre Mutter schlagenswert.

    Grummel-Griff. Da hab ich immer ein Grinsen auf dem Gesicht… Er ist ein Familienmensch, ein Kämpfer und ein Brummbär, wenn er nicht bekommt, was er will. Und das ist zu Beginn Sex, den er dann aber noch zu genüge bekommt. Er ist ein leidenschaftlicher Star-Wars-Fan und er und sein Mitarbeiter Zach nennen sich Han und Chewie, was ein unglaublich niedliches Detail ist. Seine Familie ist der Hammer und einfach zum Verlieben.

    Also, ich bin hin und weg. Und natürlich habe ich beim Lesen gerätselt, wer in den nächsten Bänden die Hauptrollen spielen könnten. Ich hätte da ja an die Cousins gedacht, aber im nächsten Band ist es Jude, der ehemals drogenabhängige Erntehelfer. Ich bin ein wenig skeptisch und doch gespannt wie ein Flitzebogen!

  2. Cover des Buches Milchgeld (ISBN: 9783492303002)
    Volker Klüpfel und Michael Kobr

    Milchgeld

     (902)
    Aktuelle Rezension von: Nackt_und_Gluecklich

    Man dachte nach dem ersten Teil vielleicht noch, das könnte was werden, weil es anders war. Stimmt, es ist anders, aber Kluftis Unbeholfenheit in allen Ehren, immer und immer wieder, es nervt irgendwann. Dasselbe mit seinen Selbstzweifeln, seinen Fettnäpfchen, seinem "besten" Freund. Alle vielleicht einmal lustigen Witze werden ausgelatscht bis zum absoluten Gehtnichtmehr. Die Fälle sind okay, aber Klufti als Protagonist ist unglaubwürdig und unsympathisch, vielleicht etwas für die Zielgruppe 60+?


    Drei dieser Romane habe ich gelesen und der vierte wurde dann unerträglich. Fremdschampotenzial ohne Ende.

  3. Cover des Buches Fälschung (ISBN: B009A98NOW)
    Ole R. Börgdahl

    Fälschung

     (38)
    Aktuelle Rezension von: shilo

    Wer ist das kleine Mädchen mit dem Sonnenhut, woher stammt das geheimnisvolle Gemälde, wurde es wirklich von einem Jahrhundertgenie erschaffen? Das Kunst- und Auktionshaus Blammer in München übernimmt den Auftrag zur Versteigerung, doch es ist schwerer als gedacht. Alle Indizien sprechen für die Echtheit des Gemäldes, aber es gibt einfach keinen Herkunftsnachweis, es gibt keine Spur von dem Bild hin zu dem großen Meister. Der Rechtsanwalt Georg Staffa macht sich auf die Suche. Seine Recherche führt ihn bald aus Europa in eine Welt, die er vorher nicht kannte, führt ihn fort von dem Gemälde, hin zu Menschen, deren Geschichte und Schicksal der Schlüssel zu dem Geheimnis ist. (übernommen)

    Schon ab der ersten Seite hat mich dieses Buch gefangen genommen. Mit einem fesselnden und ausdrucksstarken Schreibstil führt der Autor durch diesen Roman. Die verschiedenen Orte sind bildgewaltig dargestellt, so dass ich sie lebhaft vor Augen hatte. Wunderbar und authentisch werden die einzelnen Charaktere beschrieben. Die Handlung ist spannend und das Ende unvorhersehbar. Leider hat das Buch für mich persönlich einige Längen, da auf Nebensächlichkeiten zu sehr und zu langatmig eingegangen wird.

    Mein Fazit:

    Hervorragend recherchiert, spannend und das Wissen bereichernd. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.


  4. Cover des Buches Der Chemiker (ISBN: 9781477822401)
    J.A. Konrath

    Der Chemiker

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Lina94

    „Der Chemiker“ ist der vierte Teil aus der Jack-Daniels-Reihe. Der große Unterschied zu den Vorgängerbänden ist der Verzicht auf extreme Gewaltdarstellungen. Dass es dem Buch dadurch an Spannung oder an Toten mangelt, ist nicht der Fall. Im Gegenteil – die Taten des Chemikers bringen unzählige Menschen ums Leben. Mithilfe verschiedener Gifte bearbeitet er Lebensmittel in Supermärkten und Restaurants. Aber er hat auch andere gefährliche Fallen, vor denen eine Rettung kaum möglich ist.

    Jack Daniels hat nicht nur beruflich zu kämpfen, auch privat kommen einige Schwierigkeiten auf sie zu. So ist sie mit den Ermittlungen dieses Mal mehr auf sich allein gestellt, denn ihr Partner Herb hat genug von dem gefährlichen Leben. Hilfe muss sie leider wieder bei Harry McGlade suchen, der sie erneut dutzende Male zur Weißglut bringt.

    Trotz fehlender Brutalität in Form von z. B. Folter ist das Buch den anderen nicht unterlegen. Aber auch an Humor mangelt es dem Teil nicht. Jack muss sich vielen Aufgaben stellen, bei denen es lustige, aber auch viele gefährliche Seiten gibt. Mich hat der Band sehr überzeugt.

  5. Cover des Buches Die Hexen von Eastwick (ISBN: 9783499248825)
    John Updike

    Die Hexen von Eastwick

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Drei Hexen, eine amerikanische Kleinstadt und magische Vorgängen. So habe ich mir das Buch vorgestellt, leider wurde ich dann ziemlich enttäuscht.

    Jane, Alexandra und Sukie sind geschieden, können dafür aber hexen. Sie leben in einer kleinen Provinzstadt, in der man sich eigentlich nur mittels Klatsch und Tratsch die Zeit vertreiben kann. Das Leben der drei fließt mehr oder weniger träge dahin, immer wieder unterbrochen von längeren oder kürzeren Affären bis ein reicher Kunstsammler aus New York auftaucht und das beschauliche Leben gehörig durcheinanderbringt.

    Dass es dabei um nichts anderes als Eifersucht geht, fand ich schon öde genug. Die Gespräche der Frauen drehen sich ausschließlich um Sex und wer mit dem in die Kiste steigt oder wer wen betrügt. Die Männer kommen durch die Bank schlecht weg und werden trotzdem nacheinander von den Hexen ins Bett gezogen. Ich habe mich während der Telefonate, die die drei führen mehr als gelangweilt und es nur zu Ende gelesen, weil ich es in einer Leserunde gewählt hatte.

    Ich war selten so enttäuscht. Von Magie keine Spur. Außerdem passiert die ganze Zeit über nichts bis ein junges Mädchen mit einer Schicksalsgeschichte aufkreuzt und das Schlechteste in den drei Frauen hervorbringt. Ich hatte mich auch eine schöne Oktober-Halloween-Geschichte gefreut, aber damit konnte ich nun gar nichts anfangen. Ich werde John Updike lieber mit einem anderen Buch noch eine Chance geben.

  6. Cover des Buches Die Kleptomanin (ISBN: 9783455651331)
    Agatha Christie

    Die Kleptomanin

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein weiterer Fall für Hercule Poirot geprägt durch das Verhalten von Studenten. Doch steckt mehr dahinter? Was hat es mit den verschwundenen Gegenständen und Morden auf sich? 

    Wie üblich bei allen Christie Büchern werden uns Wege und Möglichkeiten präsentiert auf die man nie im Leben von alleine gekommen wäre. Die offensichtlichen Beweise die dem Leser immer später klar werden, machen dieses Buch sehr interessant und aufregend zu lesen.

  7. Cover des Buches Kuckuckskind (ISBN: 9783257240122)
    Ingrid Noll

    Kuckuckskind

     (125)
    Aktuelle Rezension von: Amokspiel

    An diese Story muss man ein wenig anders herangehen. Eingefleischte NollFans werden mit diesem Buch wahrscheinlich ein wenig hadern, da es sich meiner Ansicht nach sehr von den anderen unterscheidet. Hier stirbt nicht alle fün Minuten  ein Mensch auf subtile Weise, aber die Kerngeschichte wirkt auf mich durchaus ansprechend. Sie erzählt von menschlichen Abgründen und einer Geschichte, die sich im wahren Leben auch zutragen könnte.

  8. Cover des Buches Ehepaare (ISBN: 9783499114885)
    John Updike

    Ehepaare

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Genau 50 Jahre nach der Erstveröffentlichung in deutscher Sprache habe ich den Roman Ehepaare von John Updike gelesen. Und er hat nichts an seiner Aktualität bei den politischen Randbemerkungen verloren. Spielt sich die Geschichte doch im Zeitraum 1962 bis 1964 ab. Gerade die historischen Hinweise bringen Vergessenes wieder ans Licht. Die Hauptakteure sind immer noch die selben, es kämpfen die gleichen Gruppen mit denselben Mitteln: Mönche verbrennen sich, um auf Unrecht aufmerksam zu machen, Demonstrationen, der Kampf ums Erdöl, Machtmissbrauch in Staatsämtern, die Umweltverschmutzung, schon damals ein Thema.

    Im Mittelpunkt stehen zehn Ehepaare aus Massachusetts, genauer gesagt im fiktiven Ort Tarbox am Meer. Eine Kleinstadt, die immer mehr wachsen will und doch als Rückzugsort gilt. Angeödet von der älteren Generation finden sich diese Ehepaare mehr oder weniger zusammen, um Partys zu feiern, Tennis- und Gesellschaftsspiele zu spielen, gemeinsam in Urlaub zu fahren und die Kinder um sich zu scharen. Sofern man welche hat oder gerade welche bekommt. Es ist eine Mittelschicht, die sich da gefunden hat, die das aufstrebende Amerika von Updike widerspiegeln soll.


    Dabei ist es ein, für die damalige Zeit, erotischer Roman, der sicher viel Aufmerksamkeit gebracht hat, wie man den Interneteinträgen entnehmen kann. Zwei der Ehepaare brauchen keines der heutigen Swingerclubs, sie zeigen deutlich, es geht auch ohne. Dabei bleiben allerdings trotzdem alle irgendwie auf der Strecke, wie auch bei den anderen Ehebrüchen, die vom Autor aufgezeigt werden. Piet Hannema, ein Bauunternehmer, liebt alle Frauen auf ihre Art, findet bei jeder etwas außergewöhnlich schönes und kommt so in vielen Betten herum. Alle Persönlichkeiten haben ihre Macken, keiner kommt ausschließlich positiv davon, Jeder und Jede hat Leichen im Keller. Der Alkohol fließt in Strömen, die Kinder laufen eher nebenbei mit.


    Problematisch wird es, als Piet die schöne Foxy, Ehefrau von Ken, schwängert. Und das kurz nach der Geburt ihres ersten Kindes. Der Zahnarzt soll seine Kontakte spielen lassen, das Kind ist unerwünscht. Die Folgen, die sich daraus ergeben, wirken sich auf den gesamten Freundeskreis aus. Denn Foxy ist ja nicht die einzige der Ehefrauen, die Piet zum Ehebruch verführt hat.


    Auch noch erwähnenswert sind die wunderbar beschriebenen Wetterbedingungen in Tarbox. Ich meine das Meer riechen zu können, die Gischt zu spüren, die raue See im Winter, die Abkühlung im Sommer. Die Hinweise auf Sturmfenster lassen einen erahnen, welche Kapriolen die Bewohner zu erwarten haben, selbst der Schnee fehlt nicht. Ich meine das Knirschen unter meinen Schuhsohlen zu spüren und die klirrende Kälte auf meinen Wangen.

    Ein Gesellschaftsroman, der sich immer noch lohnt beachtet zu werden, wenn man mal einen Klassiker in die Hand nehmen will. Mehr über das Buch beziehungsweise den Autor findet sich zum Beispiel unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Ehepaare oder https://de.wikipedia.org/wiki/John_Updike

  9. Cover des Buches Das Bisschen Flitterwochen (ISBN: 9783802586200)
    Tate Hallaway

    Das Bisschen Flitterwochen

     (20)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Garnet und der Vampir ihres Herzens, der attraktive Sebastian, sind endlich glücklich verheiratet. Doch auf der Hochzeitsreise werden sie vom Pech verfolgt. Als die beiden ins Flugzeug einsteigen wollen, entdeckt Garnet einen Eisdämon auf der Tragfläche. Statt zu einem romantischen Ausflug nach Transsylvanien zu fliegen, hängen Garnet und Sebastian nun also in Minneapolis, Minnesota, fest. Doch damit nicht genug: Einige rachsüchtige Götter treiben in der Stadt ihr Unwesen, und Garnet hat alle Hände voll zu tun, um eine Katastrophe zu verhindern.

    Das letzte Band der Reihe, wie die Geschichten vorher immer wieder gibt es Ärger. Sie lässt einen immer wieder Lachen. Hier passiert nicht nur ein Großes, sondern so viel Action, Spannung und nur die Hälfte wird aufgelöst. Obwohl es dann doch etwas zu viel wurde mit dem Ärger. Trotzdem war ein schöner Abschluss dieser Reihe.

  10. Cover des Buches Das dunkle Haus am See (ISBN: 9783423201414)
    Sarah Smith

    Das dunkle Haus am See

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Eva_G

    1906: Der Biochemiker Baron Alexander von Reisden reist aufgrund einer Tagung von Lausanne nach Boston. Dort kommt er an den Ort des Mordes an William Knight, der in seinem Arbeitszimmer brutal erschossen wurde. Sein Neffe Richard, der in seiner Obhut war, verschwand kurz darauf spurlos und ist nie wieder aufgetaucht. Dass Reisden eine Ähnlichkeit mit Richard hat, lässt sich nicht leugnen und auch Charlie Adair, der frühere Arzt von Richard hält ihn für diesen. Der einzige Verwandte von Richard, der nun noch existiert ist Gilbert, doch dieser hat laut Verfügung seines Vaters William kein Recht auf das millionenschwere Erbe. Dieses Recht kann er nur erlangen, wenn Richard für tot erklärt würde. In ihrer Verzweiflung entwickeln der Anwalt der Familie und Reisden einen Plan...

    Sarah Smith versteht es, ein Buch bis zum Schluss spannend und interessant zu gestalten. Diese Familiengeschichte hat mich bis zum Ende fasziniert, denn dieses Buch hat mehr zu bieten als nur einen Kriminalfall. Die menschlichen Abgründe werden hier teilweise nur allzu deutlich und fesseln den Leser.

    Das Buch hat mir gut gefallen, ich habe mich nie gelangweilt und war wirklich bis zum Ende interessiert, wie es denn nun ausgeht, denn eine Lösung war bis zum Schluss nicht ersichtlich.

  11. Cover des Buches Durst (ISBN: 9783442478408)
    Alberto Riva

    Durst

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Wollte mal was spannendes aus Brasilien lesen, der Funke sprang aber einfach nicht über. Liegt vielleicht auch daran, dass schnell klar war, dass es um anormales Wasser geht. Der Rest war irgendwie wie in den Thrillern in  meiner frühen Jugendzeit. Man bediene bitte alle Klischees, nehme etwas Weltbedrohliches, Tycoone, Umweltschützer, Journalisten, Polizisten, Naturwissenschaftler und Kriminelle und baue daraus eine apokalyptische Geschichte. Man muss dann nur noch Leser wie mich finden, die darauf reinfallen.
  12. Cover des Buches Lena Halberg - London '05 (ISBN: 9783868411300)
    Ernest Nyborg

    Lena Halberg - London '05

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Martina28
    Inhalt:
    Ein Mann hastet auf den Bahnsteig. Er ist zu spät, der Zug rollt bereits aus der Station. Wenige Sekunden später erschüttert der Bahnsteig und ein Geräusch ist zu hören. Es war eine Bombe detoniert.
    Lena Halberg, die Jornalistin recherchiert für eine Story und entdeckt ungeheure Fakten. Ihre Vermutung scheint zu stimmen und diese Detonation der Bombe in der Piccadilly-Line ist ein weitere Anschlag von vielen vorangegangenen.
    Die Nachforschungen führen Lena bis nach Israel. Dort landet sie in einem militärischen Gefängnis. Nach der Entlassung nimmt sie die Spur wieder auf, welche sie zurück nach England führt.


    Cover:
    Das Cover ist in schlichten Farben gehalten. Text und Bild aufeinander abgestummen. Es macht eher einen düsteren Anschein. Der Big Ben weisst auf England hin, wo sich die Geschichte abspielt. Die Schnipselauf der rechten Seite mittig, könnten auf Telegrammanordnungnen hinweisen.


    Schreibstil:
    von Anfang bis zum Schluss ein einheitlicher Schreibstil vorhanden. es wird immer wieder Spannung aufgebaut, welche zwischendurch wieder abflaut. Dadurch ist der/die Leser/in erpicht weiter zu lesen, um herauszufinden was weiter geschieht.
    Fremdwörten werden vom Autor in der Geschichte beschrieben oder auch als Erklärung in der Geschichte genannt.


    Fazit:
    Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt. Als ich zu lesen begonnen hatte konnte ich es kaum mehr aus den Händen legen. Ich kann jedes weiterempfehlen, der gern realitätsnahe Geschichten hat. Die verschiedenen Charaktere sind gut gewählt und sehr ausdrucksstark.
    Der Wechsel der einzelene Szenen und Kapitel sind gut gelungen. Es ist klar zu erkennen um welche Szenen und Charakter es sich im jeweiligen Abschnitt handelt.
  13. Cover des Buches Der süße Wahn (ISBN: 9783257245745)
    Patricia Highsmith

    Der süße Wahn

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Bibbey

    Inhalt

    David Kelsey lebt ein nahezu perfektes Leben. Er hat einen Job, der ihn gut über die Runden kommen lässt und vor allem hat er Annabelle. Die Liebe seines Lebens. Er kocht für sie, denkt jede freie Sekunde an sie. Was er dabei verdrängt ist die Tatsache, dass Annabelle längst mit einem anderen Mann verheiratet ist. Und eben dieser steht eines Tages plötzlich vor Davids Haustür.


    Meinung

    1960 ist “Der süße Wahn” von Patricia Highsmith erschienen, aber er hat noch immer das Zeug zu einem Beststeller. Im neuen Gewand erscheinen im Diogenes Verlag nun diese Klassiker neu, haben aber nichts von ihrer Klasse verloren.

    Es ist wirklich bewundernswert, wie die Autorin es schafft, David Kelsey so zu porträtieren, dass man an vielen Stellen bloß nur noch Gänsehaut hat. Sie schreibt so erschreckend authentisch, dass man die Gedanken des Protagonisten selbst im Kopf hat und dabei trotzdem nie vergessen kann, dass er unaufhaltsam einer Katastrophe entgegenschlittert. Man möchte ihn an den Schultern packen, fest schütteln, ihn anschreien und ihm die Wahrheit sagen, aber stattdessen kann man als Leser nur dabei zusehen, wie David an seinen eigenen Empfindungen kaputt geht.

    Der Roman ist durchaus nichts für schwache Nerven. Nicht im Sinne wie es Thriller sind oder weil er besonders blutig wäre, aber dieses Buch beinhaltet ganz unterschwellig und ohne eine Unterbrechung einen Schauder, der sich nur schwer in Worte fassen lässt. Man weiß als Leser, dass jeden Moment etwas passiert, was David und sein Umfeld erschüttern muss und das macht einen durchaus befangen.

    Psychologisch also ein wirklich fantastisch konstruierter Roman, der für mich sicherlich zu einem Meisterwerk gehört. Dennoch gab es im mittleren Teil des Buches auch ein paar Momente, die ich etwas in die Länge gezogen fand. Auch die konnten nicht aufhalten, was man über David Kelsey schon längst wusste und deswegen hätte es sie für mich nicht zwingend gebraucht.

    Fazit

    Erschreckend, spannend, schaurig. Patricia Highsmith stellt in diesem Roman alles auf den Kopf, spielt mit den Gefühlen der Leser und hat mit David Kelsey eine absolut einzigartige Figur geschaffen, die man gerne einmal packen würde, um ihm zu helfen.

    4 von 5 Buchherzen! ♥♥♥♥

    Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

  14. Cover des Buches Eifel-Wasser (ISBN: 9783894252618)
    Jacques Berndorf

    Eifel-Wasser

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Ireland

    Der Wasserkontrolleur und Naturliebhaber Franz-Josef Breidenbach wird von einer Steinlawine erschlagen. Als Baumeister und Rodenstock bei der Inaugenscheinnahme des Unfallortes jedoch einen abgetrennten Finger zwischen den abgestürzten Steinen finden, sind sie sich einig, dass mindestens eine weitere Person im Steinbruch unterwegs gewesen sein muss. Nun deutet alles auf Mord hin.

    Die nun durchgeführte Obduktion bestätigt, dass Breidenbach mit einem gezielten Schlag an den Kopf getötet wurde. Nun beginnt die Suche nach dem Mörder, doch die gestaltet sich recht schwierig, da nach und nach einige Dinge ans Licht kommen, die mehreren Personen ein Motiv geben, Breidenbach aus dem Weg zu räumen.

    Gewohnt geistreich und witzig gehen Baumeister, seine Lebensgefährtin Vera gemeinsam mit Rodenstock und dessen Frau Emma auf die Suche nach dem Mörder.

  15. Cover des Buches Breaking Bad (ISBN: 9783862653621)
    Ensley F. Guffey

    Breaking Bad

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Der Episodenguide zur allgemein abgefeierten Serie "Breaking bad". Man erfährt Erklärungen zu Fragen, welche Songs werden in der Serie gespielt und welche Aussage treffen diese, welche Metaphern und Symbole werden verwendet und wie sind diese zu deuten, welche Kameraeinstellungen wurden gewählt usw. Bei der Lektüre ist bei mir das "Breaking-bad-Fieber" wieder ausgebrochen, insgesamt ist das Ganze ein gelungener Nachschlag zu der besten Fernsehserie der Welt.
  16. Cover des Buches Kautschuk (ISBN: B002AXX96M)
    Manfred Künne

    Kautschuk

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Die Skylark und die Schlacht um Osnome (ISBN: 9783453044906)
    Edward E. Smith

    Die Skylark und die Schlacht um Osnome

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Im Kino liebe ich Weltraumabenteuer. Ich bin ein großer Fan von „Star Wars“, „Star Trek“ und ähnlicher Raumschiff- und Heldengeschichten. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich mich jedoch noch nie an einem Buch dieses Genres versucht, was ich nun nachgeholt habe. Meine Wahl fiel auf einen echten Klassiker, den ich insbesondere deshalb auswählte, weil er von 1930 stammt. Mich hat brennend interessiert, wie man sich 60 Jahre nach Jules Vernes „Reise zum Mond“ die Weltraumfahrt vorstellte.

    Forscher und Schriftsteller – eigentlich eine interessante Kombination

    Edward Elmer „Doc“ Smith war ein 1890 in Wisconsin geborener amerikanischer Science-Fiction-Autor und Chemiker, der noch bis ins hohe Alter von 80 Jahren Romane veröffentlichte. Als Wissenschaftler, der eigentlich in der Lebensmittelchemie forschte, aber auch einige Jahre in der US-Armee tätig war, befasste er sich schon beruflich mit technischen Entwicklungen auch außerhalb seiner Disziplin und ließ die Erkenntnisse daraus regelmäßig in seine Romane einfließen.

    Zu seinen bekanntesten Werken gehören Der Skylark-Zyklus (1928 – 1935 und 1965), der Lensmen-Zyklus (1934 – 1948) und der d'Alembert-Zyklus (1976 – 1982).

    Weltraumepos über Superhelden mit Superwaffen

    Dick Seaton und Martin Crane sind zwei eng befreundete Wissenschaftler und Draufgänger, die es sich zum Ziel gemacht haben, in ihrem Sonnensystem Frieden zu schaffen und zu bewahren. Gemeinsam mit ihren Frauen Dorothy und Margaret reisen sie im Raumschiff Skylark II durch die Galaxis und kommen dabei mit vielen außerirdischen Völkern in Kontakt. Auf dem Planeten Osnome, wo sie viele Freunde haben, ist Seaton bereits zum Herrscher ernannt worden. Bei einem Besuch, werden sie dort im Orbit von einem riesigen Raumschiff angegriffen, dessen Besatzung sich als Mitglieder der kriegerischen Rasse der Fenachroner herausstellt. Deren einziges Ziel ist es, die gesamte Galaxis mit Gewalt unter ihre Herrschaft zu bringen. Dazu setzen sie Waffen ein, die denen der Osnomer und Menschen weit überlegen sind. Mit einer List schaffen es Seaton und Crane, den Feind zu besiegen und machen sich daraufhin auf die Reise durch das Sonnensystem auf der Suche nach Verbündeten im Kampf gegen diesen übermächtigen Gegner, der geschworen hat die Erde und Osnome zu zerstören. Bei ihrem Abenteuer schlichten sie mal eben Frieden in einem Jahrtausende währenden Krieg, erforschen innerhalb kürzester Zeit neue Strahlenformen und Antriebstechnikern und bauen nebenbei ein noch größeres, noch stärkeres und noch schnelleres Raumschiff, als es sich die Fenachroner auch nur andeutungsweise vorstellen können.

    Geschwätzig, übertrieben, klischeehaft...

    Superhelden, wie sie beispielsweise in den Marvel-Comics vorkommen, haben ihren ganz besonderen Reiz. Sie sind mit herausragenden Kräften versehen und kämpfen gegen ebensolche Gegner. Egal ob Film oder Comic, spürt man jedoch, dass die Autoren dieser Geschichten stets ein Zwinkern in den Augen und ein verschmitzes Lächeln auf den Lippen haben. Denn die Geschichten nehmen sich selbst nicht übermäßig ernst. Außerdem ist uns völlig egal, dass die Superkräfte der Helden zwar deutlich sichtbar sind und zum Wohle der Menschheit eingesetzt werden, aber in den seltensten Fällen erklärt wird, wie sie funktionieren. Wir wollen es gar nicht wissen.

    Und hier liegt einer meiner größten Kritikpunkte an dem Buch „Die Skylark und die Schlacht um Osnome“. Mit einer unglaublichen pseudotechnischen Geschwätzigkeit versucht Edward E. Smith, wissenschaftliche Kenntnisse zu präsentieren, wie sie möglicherweise der Held der Geschichte, Dick Seaton, besitzt. Doch geschieht dies in unendlichen Dialogen, in denen technische Fragestellungen diskutiert werden, die, wenn sie überhaupt Hand und Fuß haben, was ich in meiner grenzenlosen Unwissenheit nicht beurteilen kann, vermutlich niemand wirklich versteht. Ermüdungserscheinungen sind daher vorprogrammiert und sorgen schnell für eine gewisse Trägheit im Handlungsablauf. Würde man die wörtliche Rede völlig aus dem Roman entfernen, müsste man vermutlich das Buch um 80 % kürzen, so umfangreich zumindest fühlt sich die Dialoglast an. Die wenigen beschreibenden Szenen dienen oft lediglich als Überleitung zur nächsten nervtötenden hochtechnischen Unterhaltung zwischen den Protagonisten.

    Dieser dem Lesevergnügen bereits sehr abträgliche Punkt lässt sich durch einen weiteren störenden Faktor ergänzen. Das Lieblingswort des Autors, respektive des Übersetzers Thomas Schlück (Die Übersetzung stammt aus dem Jahr 1976), ist „unvorstellbar“! Ich habe es nicht bewusst gezählt, aber ich möchte behaupten, dass dieses Adjektiv auf jeder dritten Buchseite mindestens einmal vorkommt. „Unvorstellbare Geschwindigkeit“, „Unvorstellbare Entfernung“, „Unvorstellbare Kräfte“ beherrschen die Ausführungen des Autors. Hinzu kommen selbstverständlich passende Abwandlungen und ähnliche Wortgebilde, die auf Superlativen hinweisen. So findet man „unermesslich“, „enorm“, „gigantisch“, „unwägbar“, „gewaltig“ und vieles mehr, das letztendlich nur dem Ziel dient, die Helden dieses Weltraumepos noch heroischer, noch übermenschlicher darzustellen. Alleine im letzten Absatz, der lediglich aus einem einzigen langen Satz besteht, findet man vier dieser unsäglichen Wörter (fürchterlich, unwägbar, unglaublich, monströs).

    Auch wenn der einfache, wenn auch vielfach aus recht langen Sätzen bestehende Schreibstil insgesamt ein einigermaßen lockeres und flüssiges Lesen ermöglicht (wären da nicht die langatmigen technischen Beschreibungen), ist der inflationäre Einsatz superlativer Adjektive einfach nervtötend und erinnert etwas an ein Kinderbuch über Superhelden.

    Zudem strotzt das Skylark-Buch geradezu vor Klischees. Das beginnt bei den beiden Frauen der Helden, die zwar alle Abenteuer miterleben dürfen, aber lediglich als Stichwortgeber und Reflektionsfläche für die wenigen menschlichen Regungen der Hauptakteure dienen. Vermutlich sollte so deutlicher hervorgehoben werden, dass Seaton und Crane eben doch keine Maschinen sind, ein Rückschluss, den ihre Aktionen durchaus zulassen würden. Doch wenn es wirklich zu Auseinandersetzungen oder Kontakten mit Außerirdischen kommt, machen die Frauen genau das, was ein antiquarisches Frauenbild vorschreibt. Wenn sie sich nicht im Hintergrund halten, beschäftigen sie sich mit den Kindern von wohlgesonnenen Aliens, rufen durch ängstliche Blicke und Bemerkungen den Beschützerinstinkt ihrer Männer hervor, kümmern sich um die Küche und den Haushaltsroboter, besichtigen die Räumlichkeiten von Quartieren und machen eben alles das, was Frauen so machen. Aber so war nun mal die Rolle der Frau im Jahr 1930, als dieses Buch entstanden ist. Seltsam nur, dass der Autor zwar technisch versucht hat, weit in die Zukunft zu denken, dabei aber soziale Veränderungen, wie die Rolle der Frau, die sich möglicherweise im Laufe der Zeit ebenso verändert haben könnte, völlig außer acht gelassen hat. So weit schien seine Vorstellungskraft dann doch nicht zu reichen.

    Mit den beiden Hauptprotagonisten Seaton und Crane hat Smith zwei Charaktere geschaffen, die sich nahtlos in die Flut der bereits erwähnten Superlative einreihen. Sie sind hochintelligente Wissenschaftler, deren geistige Fähigkeiten durch diverses technisches Gerät außerirdischer Intelligenzen noch um ein vielfaches erweitert wurde. Und das betonen sie auch immer mal wieder. Sätze wie „Ich weiß ja, dass Du mit einer überragenden Intelligenz ausgestattet bis...“ sind im Kontext keineswegs ironisch gemeint und wirken dennoch lächerlich, insbesondere wenn solche oder ähnliche Formulierung in den Dialogen häufiger vorkommen.

    Kurz gesagt: Männer sind bei Smith echte Männer und Frauen haben sich im Hintergrund zu halten und sich vom echten Mann beschützen zu lassen. So waren sie halt, die dreißiger Jahre.

    Eine unfreiwillig witzige Szene fand sich allerdings doch. Diese allerdings zeigt deutlich, dass Edward E. Smith seinen Helden keinen echten Gegner gegenüberstellen möchte, der möglicherweise die Heroen von ihrem Thron stürzen könnte. Drei Kapitel des Buches widmen sich einem Gegenspieler von Seaton und Crane. Dieser versucht ebenfalls an bessere Technologie zu gelangen, damit er Seaton töten kann. Auch er stößt dabei auf die Fenachroner und wird schon beim ersten Zusammentreffen pulverisiert – ohne Kampf, ohne Dramatik, einfach so. Letztendlich war dies ein völlig überflüssiger und ins Leere laufender Handlungsstrang.

    Für unvorstellbar intelligente Kinder

    Das Buch ist eigentlich recht leicht geschrieben, verstrickt sich aber über ellenlange Dialoge dermaßen in technischem Blabla, dass es dem Leser schwer gemacht wird, der Handlung und vor allem den Gesprächen der Protagonisten zu folgen. Literarisch grobmotorische Heroisierung gepaart mit einer kräftigen Portion Klischees, allerdings ohne das in solchen Fällen wünschenswerte Augenzwinkern, würde den Roman für eher schlichte Gemüter mit konservativem Weltbild als geeignet erscheinen lassen. Dagegen spricht aber die bereits erwähnte technische Überfrachtung. Es ist also weder eine typische Heldengeschichte, wie wir sie als Kinder geliebt haben, noch ein wissenschaftliches Weiterdenken der damaligen technischen Erkenntnisse. So kann ich dieses Buch tatsächlich nur solchen Lesern empfehlen, die sich mit historischen Science-Fiction-Geschichten befassen und deren Entwicklung bis heute analysieren. Für eine Space Opera oder einen Abenteueroman ist das Buch zu geschwätzig und handlungsarm, für einen Blick in die Zukunft aus Sicht des Jahres 1930 zu platt und klischeebelastet. Ich bleibe dann doch lieber bei Science-Fiction-Geschichten im Kino. Die sind zwar auch voller Klischees, versuchen dabei aber zumindest, sich selbst nicht zu ernst zunehmen.

  18. Cover des Buches Butenschön (ISBN: 9783839211069)
    Marcus Imbsweiler

    Butenschön

     (3)
    Aktuelle Rezension von: haTikva
    Bei dem Cover handelt es sich höchstwahrscheinlich um das Gebäude der alten Universität, die sich in der Altstadt von Heidelberg befindet. Im Vordergrund werden Autorenname und Titel, weiß unterlegt, gezeigt. Für mich eher ein unscheinbarer Blickfang, wegen dem ich mir diesen Krimi niemals zugelegt hätte. Da ich allerdings die ersten drei Bände um den Privatdetektiv Max Koller alle gelesen hatte, wusste ich, dass der Autor humorvoll schreibt und es somit sehr witzig zur Sache gehen kann. Und so wollte ich mir Kollers neuesten Fall natürlich auch nicht entgehen lassen. Kurz zusammengefasst geht es in dem Roman um Folgendes: Professor Albert Butenschön ist ein großer Wissenschaftler Heidelbergs, der seine Karriere teilweise im Dritten Reich machte. Zu seinem hundertsten Geburtstag ist alles eingeladen, was Rang und Namen hat. Dazu eine Historikerin, die gleichzeitig eine Promotion über Butenschöns Leben schreibt und dabei vielleicht unschöne Sachen aus der Nazizeit aufdecken könnte. Kurz vor der Fertigstellung ihrer Arbeit erhält sie eine Drohung, der Max Koller nun nachgehen soll. Da jedoch die Studenten regelmäßig protestieren und die naheliegenden Wirtschaftsbauern gegen einen Anbau der Uni sind, scheint für die Betroffene selbst alles klar zu sein. Für sie war diese "Drohung" eher ein Streich von rebellischen Studierenden oder schlechtgelaunten Bauern. Nur Koller vermutet mehr dahinter und nimmt den Auftrag an. Und am Rande wird auch noch bekannt, dass eine stadtbekannte Edelnutte über ihre Freier auspacken möchte. Ob unser Privatdetektiv dort auch noch mitmischt, sollte man allerdings selbst lesen. Das Thema Butenschön, im Besonderen seine Professorenzeit während des Zweiten Weltkrieges, wurde sehr detailliert dargestellt. Auf der einen Seite war die genauere Beschreibung höchst aufschlussreich, auf der anderen Seite war es manchmal zu genau, wenn auch nicht wirklich langweilig. Trocken hingegen war es zwischendurch schon einmal, was für mich schlimm gewesen wäre, hätte es da nicht noch einen wichtigen Charakter gegeben: den Protagonisten und teilweise auch Witzbold Max Koller. Ich empfand es jedes Mal aufs Neue köstlich, wie der Autor immer wieder witzige Worte in Sätze und Formulierungen einbaute, besonders wenn es sich um die Wissenschaftssprache handelte. Dazu wurden von Koller kleine Neckereien und Situationen humorvoll auf die Schippe genommen, wenn er etwas in Gedanken durchging. Situationen, die mit der Nazizeit zu tun hatten, wurden dagegen mit dem gebührenden Ernst erklärt. Zwischendurch gab es natürlich auch noch Dialoge und Gespräche in Kollers Stammkneipe, die ziemlich humorvoll beschrieben wurden. Aber am lustigsten waren immer noch Kollers Gedankengänge, oder wenn er im Stillen seinem Gegenüber etwas antwortete, das derjenige lieber nicht hören durfte. Einfach herrlich! Das lockerte das ganze, eher eintönige Thema über diesen Wissenschaftler aus dem Dritten Reich, sehr auf. Auch wenn es sich vielleicht seltsam anhört, aber durch Kollers Handlungen, seine Selbstgespräche und eine kleine Nebenhandlung wurde die Spannung immer aufrecht erhalten. Auch wenn es nicht dramatisch wurde, so zog mich die Spannung durch die Handlung. Ich wollte immer wissen, was Koller nun wieder aufdeckte, entdeckte oder wie er mich aufs Neue zum Schmunzeln bringen würde. Die Freunde des Privatdetektivs kamen in diesem Roman nur am Rande vor, weswegen sie vermutlich auch nicht groß vorgestellt wurden. Kollers eigene Beschreibung lässt von Fall zu Fall auch etwas nach, bis auf ein Grundwissen über ihn selbst, da der Autor wohl hofft, dass seine Bücher hintereinander gelesen werden. Was meiner Meinung nach aber kein Muss ist, da jeder Krimi in sich abgeschlossen ist. Dieses Werk wurde, wie auch die Vorbände, in der Ichform erzählt, wodurch ich Kollers Gedanken miterlebte, die mich häufig schmunzeln ließen. Dadurch konnte ich mich von Beginn an mit dem Protagonisten identifizieren. Der Schreibstil des Autors war flüssig und durch das ganze Buch hindurch witzig. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge. Aber ein klein wenig mehr Spannung und Dramatik hätte es ruhig geben können. Deswegen bekommt dieser vierte Krimi um "Privatflic" Max Koller vier von fünf Sternen.
  19. Cover des Buches Die Abenteuer der Skylark (ISBN: 9783453044890)
    Edward E. Smith

    Die Abenteuer der Skylark

     (2)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Science Fiction aus den 30/40er Jahren als höher, schneller und weiter und das Aufrüsten noch sehr wichtig war. Das Raumschif Skylark, am Anfang noch wackelig unterwegs entwickelt sich zum hochgerüsteten einen Kilometer Durchmesser fassendes Raumschiff, was allen Bedrohungen strotz - die man vorher nicht wahrgenommen hätte. Dabei der Gute, richard Seaton und der Böse, Marc DuQuesne
  20. Cover des Buches Die Skylark und die Sternenwanderer (ISBN: 9783453044975)
    E. E. Smith

    Die Skylark und die Sternenwanderer

     (2)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Im dritten Teil trifft die Skylark auf übermächtige Geistwesen und auf ein Imperium böser Chloraner
  21. Cover des Buches Rotkäppchen und der böse Wolf (ISBN: 9783596168941)
    Agatha Christie

    Rotkäppchen und der böse Wolf

     (50)
    Aktuelle Rezension von: MarcLehmann

    Ich hab sie halt gern, die Christie Romane, immer stilvoll.

    Der Roman wurde zu Beginn des 2. Weltkrieges geschrieben, der Verlauf war 

    völlig offen und das merkt man dem Buch auch an. Spionage, Gegenspionage,

    wem kann man trauen? Absolut lesenswert!

  22. Cover des Buches Die Skylark und der Kampf um die Galaxis (ISBN: 9783453044982)
    Edward E. Smith

    Die Skylark und der Kampf um die Galaxis

     (1)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Im letzten Teil der Skylark Saga geht es gegen amöbenartige Gegner, inzwischen ist die Skylark schon etwa 1 Kilometer im Durchmesser.
  23. Cover des Buches Wunderwaffe (ISBN: 9783839212516)
    Sebastian Thiel

    Wunderwaffe

     (20)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf
    ... spielt im Jahre 1944.
    Das deutsche Reich steht militärisch unter Druck und die Entwicklung von "Wunderwaffen" soll das Kriegsglück wenden. 

    Nikloas Brandenburg ist als Kriminalpolizist in Paris stationiert und sucht nach Mitgliedern der französischen Untergrundbewegung. Dabei läuft wenig so wie er es sich vorstellt. In dieser Situation erreicht ihn die Nachricht, das sein Jugendfreund Erik anscheinend Selbstmord begangen hat. Ein Selbstmord passt nun so gar nicht zu dem Bild, das Nikolas von Erik hat. Als ihn dann noch eine verschlüsselte Nachricht erreicht, die Erik ihm kurz vor seinem Tod geschickt hat, nimmt der Roman Fahrt auf.

    Der Roman ist gut geschrieben und gut durchdacht. Die Charaktere sind glaubhaft und nuancenreich geschildert. Rückblenden in die Jugend von Erik, Niklas und Martin (dem drittem im Bunde) schildern den Weg der Machtergreifung und der Verführung durch die Nazis glaubhaft. 

    Bei der Handlung gibt es meiner Meinung ein paar Stellen, an denen überzogen wurde; die Flucht aus dem Gestapo-Gefängnis z. B. wurde ja auch schon an anderer Stelle genannt. Ich kann mich dem nur anschließen.

    Aber - ein lesenswerter Roman über ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte und die Rolle, die Industriekonzerne wie IG Farben darin gespielt haben.
  24. Cover des Buches Unnachgiebig: Liebe und Widerstand im Zweiten Weltkrieg (ISBN: B07JNLMVDF)
    Marion Kummerow

    Unnachgiebig: Liebe und Widerstand im Zweiten Weltkrieg

     (8)
    Aktuelle Rezension von: _Dark_Rose_

    Achtung: Band 1 einer Trilogie!

     

    Q ist Wissenschaftler. 1932 wird er – ohne Begründung – beschuldigt ein Spion und / oder Verräter zu sein und Firmengeheimnisse zu stehlen. Es werden keine Beweise gefunden, doch er verliert dennoch seinen Job. Nur wenig später wird er erneut verhaftet und von einer ehemaligen Kollegin aus Rache beschuldigt Kommunist und gegen die Nazis zu sein. Er windet sich heraus aber merkt erstmals wie gefährlich das aktuelle politische Klima ist.

    Hilde ist eine junge Frau, deren Freundinnen plötzlich anfangen ihr von den Nazis vorzuschwärmen – sie finden auch Hitler gutaussehend. Hilde kann damit nichts anfangen und will nichts von Politik wissen.

     

    Leider konnte mich das Buch von Anfang an nicht packen. Ich kann mir zwar vorstellen, dass es einem damals wie Q ergehen konnte mit den unbegründeten Vorwürfen und dergleichen, aber mir kam das alles viel zu abgehackt vor. Anschuldigung, Verhör, Freilassung. Anschuldigung, Verhör, Entlastung. Man erfährt nicht, wodurch die Polizisten anfangs vermuteten, er könne ein Spion sein. Sie waren total davon überzeugt und haben aber gar nichts in der Hand? Warum sind sie dann so sicher? Und warum lassen sie sich durch einen einzelnen Artikel vom Gegenteil überzeugen innerhalb von Sekunden? Das geht alles zu schnell und zu abgehackt für mich. 

    Auch handeln die beiden Protagonisten für mich oft extrem naiv und realitätsfern. Ich meine gerade Q sieht doch überall die wachsende Bedrohung, war selbst schon zweimal angeklagt ein Verräter zu sein und was macht er? Hält er sich bedeckt? Nein, das Gegenteil. Für mich ist das sehr unrealistisch. Ich hätte erwartet, dass er doppelt und dreifach vorsichtig ist, nichts zu tun, was als zweifelhaft oder möglicherweise auch nur im Ansatz verdächtig wirkt. 

    Zudem rennt die Handlung durch die Jahre. In jedem Jahr passiert etwas, dass einem klar macht, wie sehr sich Land und Leute zum Negativen verändern und kaum ist das erledigt, springt man schon ins nächste Jahr. 

     

    Das Buch hat durchaus Potential, allerdings hätte es für mich deutlich länger sein müssen. Ich hätte gern viel, viel mehr über die Charaktere und deren Gedanken und Leben erfahren. Mir fehlt der Alltag. Das wird zwar später im Buch etwas besser, aber mir bleibt der Roman zu schnell und zu oberflächlich. Um seinem Potential, dass durch die wahren Begebenheiten und Personen, auf denen die Geschichte basiert, durchaus gegeben ist gerecht zu werden, müsste das Buch meiner Meinung nach doppelt so lang sein. 

    Ich kann mir denken, dass das schwierig ist, immerhin wird hier die wahre Geschichte der Großeltern erzählt, aber würde mehr Zeit auf Details verwendet – zum Beispiel: wie geht es in Hildes Firma weiter nachdem allen Juden gekündigt wurde? Merkt man das im Arbeitsalltag? Vermisst sie ihre Kollegen? Wie machen sich die neuen Chefs? – dann würde das dem Roman wirklich sehr helfen.

     

     

    Fazit: Ich fand das Buch nicht schlecht, aber leider wurde es seinem Potential durch die Kürze nicht gerecht. Die Handlung rast durch die Jahre und man lernt die Protagonisten kaum kennen. Ich würde so gern mehr über ihren Alltag erfahren! Das ist einfach schade. Gerade diese Informationen von Zeitzeugen aus erster Hand würden dem Ganzen eine besondere Atmosphäre verpassen, aber so bleibt das Buch leider hinter seinem Potential weit zurück. 

    Die Protagonisten erschienen mir oftmals extrem naiv. Sie sehen überall die Gefahr und zeigen sich schockiert, ändern aber nichts in ihrem Verhalten, sind nicht vorsichtiger. Das ist unlogisch.

    Leider kann ich dem Buch nicht mehr als 2 Sterne geben. Ich hoffe aber, dass die Autorin sich vielleicht meine Kritik zu Herzen nimmt und das Buch in einer eventuellen Neuauflage „verlängert“ um die Details, die mir hier fehlen.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks