Bücher mit dem Tag "chiemsee"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "chiemsee" gekennzeichnet haben.

34 Bücher

  1. Cover des Buches Das Geheimnis (ISBN: 9783328601968)
    Ellen Sandberg

    Das Geheimnis

     (55)
    Aktuelle Rezension von: angi_stumpf

    Nachdem ich bisher schon alle Romane von Ellen Sandberg (Inge Löhnig) mit Begeisterung verschlungen habe, war ich sehr gespannt auf das neueste Buch. Im direkten Vergleich schneidet „Das Geheimnis“ zwar etwas schwächer ab, aber es ist trotz allem eine sehr spannende und lesenswerte Geschichte.

    Im Mittelpunkt stehen zunächst zwei Frauen: Mutter Helga und deren Tochter Ulla, welche ab ihrem 9. Lebensjahr ausschließlich bei ihrem Vater aufwuchs. Helga hatte bis auf gelegentliche Briefe den Kontakt abgebrochen, worüber Ulla niemals hinweggekommen ist.
    Leider konnte sie auch als Erwachsene die Umstände nicht mehr aufklären, da ihre Mutter bereits 1975 durch einen Unfall ums Leben kam. Ulla war damals erst 15 Jahre alt. Die Ungewissheit hat ihr Leben in vielen Bereichen geprägt, oft sehr unbewusst. So ist zum Beispiel das Verhältnis zu ihrer eigenen Tochter Sandra sehr angespannt.
    Als Ulla sich kurz vor ihrem 60. Geburtstag entschließt, einige Wochen im früheren Haus ihrer Mutter zu verbringen, findet sie dort unerwartet Antworten auf ihre zahlreichen Fragen. Und eine erschreckende Geschichte offenbart sich, deren Tragweite und Auswirkungen leider enorm sind.

    Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr lebendig und mitreißend. Die wechselnden Kapitel aus der Sicht der verschiedenen Frauen machen das Lesen kurzweilig und fesselnd. Neben der Perspektive wechseln auch die Zeiten: wir erleben das Jahr 1975, aber auch die Gegenwart in 2020, sowie aus Erzählungen die schlimme Ära des Krieges während der Dreißiger- und Vierzigerjahre.
    Geprägt ist die Geschichte vor allem von Emotionen, die dank der authentischen Charakterisierung der Figuren auch sehr lebensnah wirken und geradezu zum Mitfühlen anregen. Tatsächlich habe ich einige beschriebene zwischenmenschliche Probleme im eigenen Leben wiedergefunden. Nicht nur deshalb kann das Buch auch zum Nachdenken animieren.
    Neben all den Gefühlsaspekten kommt aber auch die Spannung in diesem Roman nicht zu kurz, gibt es doch zahlreiche Geheimnisse, die es zu lüften gilt. Der Titel hält, was er verspricht. Wobei ich aber zugeben muss, dass ich als geübter Krimileser vieles schnell vorausahnen konnte. Die Hauptthemen sind Flucht, Vertreibung und vor allem Schuld und deren Auswirkungen auf unser Leben und das unserer Umgebung.

    Die wichtigsten Rollen in diesem Roman spielen Frauen, deren Platz in der Gesellschaft im Wandel der Zeit und ihre speziellen Sorgen und Nöte. So richtig anfreunden konnte ich mich aber leider mit keiner der Figuren, obwohl sie durchaus nicht unsympathisch waren. Aber wohl doch etwas zu eigen und ihre Handlungen waren für mich oft nicht gut nachvollziehbar, trotzdem aber im Zuge der Ereignisse auch wiederum nicht unlogisch.

    Bildet euch unbedingt eine eigene Meinung, denn ich bin sicher, dass hier beim Lesen sehr die persönlichen Emotionen und Erfahrungen zum Tragen kommen und die Geschichte wirkt so immer etwas anders, denke ich.
    Es lohnt sich auf jeden Fall, denn ihr dürft eine spannende, wenngleich auch sehr tragische Lebensgeschichte erfahren, die aufwühlend und gleichermaßen unterhaltend ist.

  2. Cover des Buches Drei aus dem Ruder (ISBN: 9783453418912)
    Annette Lies

    Drei aus dem Ruder

     (35)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    sind dazu da, dass man aufgibt oder sie meistert. Das geht am besten zusammen – das jedenfalls merken die drei Frauen, die sich in einer psychosomatischen Klinik treffen. Dabei könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Henriette weiß nicht mehr wer sie ist und was sie überhaupt will – Mieke liebt einen verheirateten Mann und Coco vertraut nur noch der Esoterik…

    Es ist ein unterhaltsamer Roman und der Schreibstil ist locker und witzig. Die drei Frauen sind plastisch und gut vorstellbar gezeichnet und Ihre gemeinsame Zeit wird von der Autorin so locker dargestellt, dass die Seiten nur so dahinfliegen.  Auch ein paar andere Charaktere sind sehr gut gestaltet, so z.B. die Psychologin Küppers, der sogar ich vertrauen würde… 😊

     

  3. Cover des Buches Über alle Grenzen (ISBN: 9783453291881)
    Hera Lind

    Über alle Grenzen

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Laurasbookdiary

    Rezension zu „Über alle Grenzen“


    Was war das letzte Buch, das euch einfach nur geschockt und traurig zurückgelassen hat? Bei mir war es definitiv der neue Tatsachenroman von Hera Lind. 🥺


    Was damals alles in der unscheinbaren DDR passiert ist, schockiert mich immer und immer wieder aufs Neue. 😲


    Mein vollster Respekt gilt all denjenigen, die genug Mumm und Courage gezeigt hatten, den Achso-Allmächtigen die Stirn zu bieten.🧡


    Schon zu Beginn meines turbulenten Leseabenteuers ist mir Hera Linds Talent, einfach großartig mit Worten umgehen zu können, aufgefallen. Ihr Schreibstil vermittelt einem das Gefühl, direkt mit den Protagonisten zu interagieren und ihnen nahe zu sein. Die Gefühle derer selbst im Herzen zu tragen.🧡


    Zum Faktor Spannung muss ich keine großen Dinge ansprechen...es war einfach grandios. Keine langatmigen Szenen oder unwichtige Handlungen. Von Kapitel zu Kapitel wurde es spannender und interessanter - qualvoller und trauriger.🧡🥺


    Da das Buch auf einer chronologischen Zeitenfolge basiert - abwechselnd Vergangenheit und Gegenwart - wird die Geschichte gleich von mehreren Perspektiven beleuchtet. Demnach konnte ich die Beweggründe der Protagonisten besser nachvollziehen.💗


    Die Schlüsselfiguren Lotte, Paul und Bruno waren mir schon von Anfang an sehr sympathisch. Was alle drei durchmachen mussten - egal ob in der Vergangenheit oder der Gegenwart - ist unglaublich. 💗


    Lotte, die Schwester von Bruno, ist ein sehr starker Charakter mit ganz viel Liebe und Lebensfreude im Herzen. Wie sie sich später um ihren kranken Bruder kümmert, ist wunderschön und herzzerreißend.💗💗


    Alle Charaktere sind sehr tiefgründig und lebensnah vorzufinden, dass mich ihr Schicksal sehr getroffen hat. 🙁🧡


    f a z i t: 

    Eine klare Leseempfehlung für jeden von euch. Mit diesen Romanen über den Alltag in der DDR und Fluchtversuchen soll unser Leben in Freiheit viel mehr wertgeschätzt werden.


    klare 5+/5 🌟 & ein wahnsinniges Jahreshighlight

  4. Cover des Buches Sommernachtsschrei (ISBN: 9783401064185)
    Manuela Martini

    Sommernachtsschrei

     (121)
    Aktuelle Rezension von: Sternennebel

    Franziska soll während einer Party ihren Freund umgebracht haben. Ein Jahr später kommt sie an den Ort des Mordes zurück, um herauszufinden, was damals wirklich passiert ist, denn sie kann sich an die Tat nicht erinnern, weswegen sie auch aus dem Gefängnis entlassen worden ist. Die Unterstützung in dem kleinen Ort ist nicht gerade groß und so muss sie auf sich allein gestellt die Wahrheit herausfinden.

    Das Buch "Sommernachtsschrei" von Manuela Martini ist bei Arena erschienen und gehört zur Gattung Jugendbuch.

    Das Cover ist typisch für die ArenaThriller, allerdings finde ich, hat es nicht so viel mit der Handlung zu tun. 

    Sehr interessant ist, dass in diesem Buch weder die Hauptperson das Opfer ist, noch der Mord noch nicht passiert ist. Tatsächlich liegt der Mord schon ein Jahr zurück und die Hauptperson selbst die potenzielle Mörderin, die ihren Freund umgebracht haben soll. Blöderweise kann sie sich an nichts erinnern.

    Normalerweise können mich die Bücher dieser Reihe nicht sonderlich überzeugen, sie sind meist sehr vorhersehbar und nicht wirklich spannend. Hier ging mir das etwas anders, obwohl ich mich leider versehentlich selbst gespoilert habe. Aber trotzdem haben sich für mich dann doch noch einige Ergebnisse herauskamen mit denen ich so nicht gerechnet habe.

    Die Charaktere sind so naja. Franziska ist eigentlich ein sehr intelligentes Mädchen, nur irgendwie nicht was ihre Freundinnen angeht. Diese sind reiche, verwöhnte Mädchen, die normalerweise ohne Probleme kriegen, was sie wollen. Autofahren ohne Führerschein, das Schuljahr bestehen, obwohl die Noten eigentlich nicht passen, alles kein Problem, die Beziehungen der Eltern werden ausgenutzt. Ziska selbst passt nicht wirklich in diese Welt, trotzdem frage ich mich, ob sie sich nicht besser zu ihr passende Freunde gefunden hätte. 

    Schön finde ich, wie Franziskas Gefühlswelt beschrieben wird, dass sie das Gefängnis immer wieder in ihren Träumen, aber auch im realen Leben heimsucht, dass sie mit dieser Ungewissheit nicht klarkommt, ob sie es jetzt war oder nicht und die Angst vor den Blicken und Reaktionen der Leute in Kinding.

    Ein bisschen schade fand ich, dass der "Show-Down" sich bis zum Ende hingezögert hat, der Schluss aber dann sehr abrupt ist.

    Fazit: Ein für die Arena-Thriller überraschend spannendes Buch

  5. Cover des Buches Apfelstrudelküsse (ISBN: 9783548288352)
    Caroline Lenz

    Apfelstrudelküsse

     (19)
    Aktuelle Rezension von: meisterlampe
    Klappentext:
    Mit 35 ist Katharina immer noch Assistenzärztin. Als Alleinerziehende geht es halt nicht ganz so schnell wie bei den jüngeren Kollegen. Doch eigentlich hat Katharina von Hamburg eh die Nase voll. Sie will in die Berge und nimmt kurzerhand eine Stelle am Chiemsee an. Herrliche Landschaft, bessere Arbeitszeiten und wieder mehr Zeit für Tochter Nina. Aber auch im schönen Bayern ist nicht immer eitel Sonnenschein. Zum Glück ist da noch Kollege Felix, ein wahrer Fels in der Brandung im Chaos aus Klinikalltag, intriganten Kollegen und einer pubertierenden Tochter. Katharina merkt, dass eine einzige Veränderung im Leben manchmal nicht genug ist.

    Meine Meinung:
    Katharina hat es  nicht einfach als berufstätige alleinerziehende Mutter, aber sie ist mir zu verkniffen und verhält sich teilweise auch unreif. Die pubertierende Tochter  Nina tut und sagt, was sie will, aber sie sollte meiner Meinung nach etwas Rücksicht auf ihre Mutter nehmen. Beide sollten sich etwas zurücknehmen und dem anderen mehr Zeit und Zuwendung schenken. Ab und zu klappt das ja auch.
    Das ganze hin und her und Konkurrenzgerangel unter den Ärzten ist einfach nur kindisch und nervig; zwischendurch gibt’s eine Prise Sex mit Kollegen- wirklich nicht das, was ich in einem spannenden oder schönen Buch erwarte oder brauche.
    Ebenso dreht es sich auch bei den Landfrauen nicht nur um Kinder, Küche, Kirche, sondern um den bayerischen Spaß der Jungbäuerin, nicht wirklich meins.
    Die Wohltätigkeitsveranstaltung wird groß aufgezogen, den tatsächlichen Ausgang erfährt der Leser leider nicht. Ebenso geht es den Assistenzärzten anfangs sehr um ihre Prüfungen und Vorstellungsgespräche, die aber plötzlich in den Hintergrund rücken.

    Für diesen Roman, der zwar einen witzigen Titel hat, es aber statt Apfelstrudel nur Brezeln oder Leberkäsweck gab, also sehr leichte Kost für zwischendurch, durchwachsen von bayrischem Akzent, kann ich nur 3 schwache Sterne vergeben.

    - - - -
    Außerdem sind mir einige Fehler aufgefallen, die das Lesen sehr erschwert haben und mich mehr als einmal das Buch  zur Seite legen ließen, weil es mir zu anstrengend wurde, ständig über Fehler zu stolpern. Wurde hier nicht Korrektur gelesen?

    Kap.3, 6% im eBook: „Zur Linken gab es ein kleines einladendes Kaffee,...“
    „Kaffee“ ist das Getränk, müsste es nicht „Café“ heißen?

    Kap.3, 6% im eBook: „...die Wartezone der Radiologie, der mit hellbraune Ledersessel und ein überdimensionierter Wasserspender ausgestattet war,...“
    Es müsste „hellbrauneN LedersesselN und einEM überdimensionierteN Wasserspender“ heißen.

    Kap.3, 6% im eBook:
    „Sie waren übersäht mit Farbspuren und tiefen Kratzern.“
    Das Adjektiv übersät für »dicht mit etwas bedeckt sein« leitet sich vom Verb säen ab und wird daher ohne h geschrieben

    Kap.4, 13% im eBook:
    „Ab morgen, wenn der Kollegen Bauer wieder da ist,...“ 
    es müsste „Kollege Bauer“ heißen, ohne N.

    Kap.10, 37% im eBook:
    sollte es tatsächlich so geschrieben werden, bitte ich die „Fehlermeldung“ zu entschuldigen, aber ich kenne „Sacko“ nur als „Sakko“...

    Kap.14, 55% im eBook:
    „... natürlich ahand der leisen, aber unüberhörbaren Pfeifton, der sie begleitete.“
    Es müsste „aNhand“ heißen, außerdem „deS leisen, aber unüberhörbaren PfeiftonS...“

    Kap.19, 83% im eBook:
    „Das dein Freund mich cool findet und so wehrhaft ist.“
    Es müsste heißen: „DasS dein Freund...“


  6. Cover des Buches Die Ludwig-Verschwörung (ISBN: 9783548282909)
    Oliver Pötzsch

    Die Ludwig-Verschwörung

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Kerry
    Antiquar Steven Lukas führt ein ruhiges und zurückgezogenes Leben. Der junge Mann hat sein eigenes Antiquariat in München, doch die Geschäfte laufen nicht allzu gut. Von je her waren alte Bücher seine Leidenschaft, eine Leidenschaft, die schon das gesamte Familienerbe verschlungen hat, doch er kann einfach nicht anders. Professor Liebermann war in diesem Antiquariat, kurz bevor er entführt und ermordet wurde. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt: vor kurzem kaufte er das geheime Tagebuch von Theodor Marot, das er in genau diesem Antiquariat versteckte. An sich erscheint diese Tatsache nicht unbedingt als Mordmotiv, doch Theodor Marot war niemand anders als der Assistent des Leibarztes von König Ludwig II. Die Umstände des Todes von Ludwig II sind bis heute noch sehr mysteriös.

    Kurz nach dem Mord sucht Sara Lengfeld Steven auf. Sie ist die Nichte Liebermanns und berichtet ihm von dessen Ermordung und ihrem Verdacht, dass ihr Onkel etwas in dem Antiquariat versteckt haben muss. In der Tat ist Steven bereits auf ein Buch gestoßen, dass ihm selbst unbekannt ist bzw. von dem er genau weiß, dass es nicht zu seinem Bestand gehört. Noch ehe er und Sara sich diesem geheimnisvollen Buch widmen können, wird Steven überfallen und sein Laden verwüstet. Schnell steht fest: wer auch immer, er ist hinter diesem Tagebuch her.

    Zusammen mit Sara flieht Steven vor seinen Verfolgern, denn er ist nicht gewillt, so mit sich umspringen zu lassen und er ahnt, dass in diesem Tagebuch ein Geheimnis verborgen ist, ein tödliches Geheimnis. Tatsächlich gelingt es den beiden, nach und nach den Code des Tagebuchs zu entschlüsseln und sie tauchen in die Welt von König Ludwig II und seinem Gefolge ein und erfahren so einiges aus dem Leben des Königs, was bisher vor der Welt verborgen blieb. Doch was auch immer in diesem Buch steht, rechtfertigen diese Geheimnisse, auch über 100 Jahre nach dem rätselhaften Tod des Monarchen, Verfolgung und Tod?


    Geheimnisse um Ludwig II! Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Mir hat besonders gut gefallen, dass das Buch, dank der Tagebucheinträge, in zwei Zeitebenen spielt, diese sich jedoch nicht vermischen, sondern klar voneinander getrennt sind. Ich hatte bei beiden Zeitebenen, auf Grund der realistischen Darstellung, jederzeit das Gefühl, direkt vor Ort zu sein. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Beeindruckt zurückgelassen hat mich die Figur der Sara, die wirklich mit allen Wassern gewaschen ist und auch in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf bewahrt. Den Schreibstil kann ich nur als spannend beschreiben, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.
  7. Cover des Buches Die Einsamkeit des Todes (ISBN: 9783734102042)
    Petra Johann

    Die Einsamkeit des Todes

     (27)
    Aktuelle Rezension von: EmiliAna

    Max und Tobias Leitner vom Chiemsee sind so unterschiedlich, wie Brüder nur sein können!

    Max ist ein erfolgreicher Tierarzt, dem scheinbar alles gelingt, während Tobias diverse Ausbildungen abgebrochen hat und ständig etwas Neues beginnt, womit er aber ebenso regelmäßig Schiffbruch erleidet.

    Doch eines verbindet sie: beide lieben dieselbe Frau, Sarah! Das erfährt Max, der mit Sarah verlobt ist, ausgerechnet auf der Hochzeit der gemeinsamen Freunde Andy und Laura.

    Max, außer sich vor Wut, löst augenblicklich die Verlobung, setzt Sarah auf die Straße und bricht jede Verbindung zu Bruder Tobias ab. Bis das Testament seiner verstorbenen Mutter die beiden Streithähne zwei Jahre später dazu zwingt, die Weihnachtszeit gemeinsam im Elternhaus zu verbringen, ohne sich dabei gegenseitig an die Gurgel zu gehen.

    Und ausgerechnet jetzt, als man widerwillig beisammen ist und auch miteinander kommunizieren muss, stellen die Brüder gemeinsam mit den Mitgliedern der ehemaligen Freundesclique fest, dass Sarah seit jener verhängnisvollen Nacht von niemandem mehr gesehen wurde!

    Was ist mit ihr geschehen? Die Fragen häufen sich, Unsicherheit kommt auf, bald auch Misstrauen, das immer stärker wird, als kurz nacheinander zuerst Sarahs Koffer und später eine Leiche im nahen Forst gefunden werden.

    Die Vergangenheit holt alle Beteiligten mit Wucht ein und es kommen Geheimnisse zutage, die besser im Dunkeln geblieben wären....

    Petra Johanns neuer Kriminalroman ist nicht nur spannend von der ersten bis zur letzten Seite, sondern wartet dazu noch mit zahlreichen überraschenden Wendungen und nicht vorhersehbaren Entwicklungen auf.

    Oft genug führt die Autorin den nichtsahnenden aber viel vermutenden Leser in die Irre, lässt ihn rätseln, Theorien aufstellen und wieder verwerfen, mal diesen, mal jenen der Protagonisten verdächtigen, bis zum Schluss niemand mehr auszuschließen ist und der Leser ganz verwirrt auf die Auflösung wartet.

    Diese mag zwar einigermaßen überraschen, ist aber im Grunde logisch und wäre durchaus vorhersagbar gewesen, hätte die Autorin nicht ständig ihre kleinen Fallen aufgestellt, in die man unweigerlich hineintappt.

    Dabei ist die Geschichte nicht einmal spektakulär, - ganz im Gegenteil! Neid, Eifersucht, Angst, Wut, - all das kennt man. Und es bedarf keines außergewöhnlichen Anlasses, solche Gefühle in uns zu wecken. Doch Petra Johann lässt sie in ihrer Geschichte akkumulieren - und schon wird ein Kriminalfall daraus, den zu lösen nicht nur die Leser bemüht sind, sondern auch die damit beauftragten Ermittler.

    Sie sind so durchschnittlich wie der Fall selbst, den sie bearbeiten, zwar stolz auf ihre vermeintliche Intuition, die sie aber leider nur zu oft im Stich lässt.

    Vielleicht sind die so normalen, oft mehr mit sich selbst und den Beziehungen untereinander beschäftigten Gesetzeshüter eine der Stärken des Krimis! Sie wirken zwar wenig sympathisch, aber authentisch und glaubhaft, gerade weil sie so oft im Dunkeln tappen und eher unkoordiniert und wirr agieren als man es von zumeist beinahe übermenschlich kompetenten Krimi-Ermittlern gewohnt ist.

    Aber was für die Polizisten gilt, trifft auch auf die übrigen Protagonisten zu, die allesamt Verdächtige in diesem Kriminalfall sind. Keinem von ihnen fliegen die Herzen zu, keiner ist eigentlich wirklich zu verstehen - und, wenn man ehrlich ist, mit keinem möchte man im wahren Leben befreundet sein!

    Nicht etwa, dass ihnen etwas Böses, Intrigantes, Gefährliches anhaften würde! Nein, sie sind einfach nur nichtssagend, oberflächlich, langweilig und entsetzlich spießig.

    Doch obwohl die Akteure nicht wirklich berühren können, tut das der Spannung des recht umfangreichen, aber zum Glück sehr eingängig geschriebenen Krimis keinen Abbruch - erstaunlich eigentlich, aber für mich ein Beweis dafür, dass die Autorin ihr Handwerk versteht!

    Ein überdurchschnittlicher Krimi mit durchschnittlichen Charakteren, spannend bis zum Schluss - so recht zum Weiterempfehlen!

  8. Cover des Buches Hannas Leichen (ISBN: 9783839223680)
    Alex Buchenberger

    Hannas Leichen

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Jeanette_Lube
    Dieses Buch erschien 2019 im Gmeiner-Verlag und beinhaltet 340 Seiten.
    Es geht in diesem Buch um einen mysteriösen Doppelmord. Lothar Brinkmann, Softwareunternehmer, und seine Freundin werden tot im Pool seiner luxuriösen Villa nahe Burghausen aufgefunden. Hauptkommissarin Hanna Schmiedinger von der Traunsteiner Mordkommission wird in aller Frühe zum Tatort beordert, um zu klären, womit man es hier zu tun hat. Die eigenwillige Kommissarin beginnt gemeinsam mit dem Computerspezialisten zu ermitteln. Jedoch entpuppt sich der Fall als weitaus komplizierter, als sie zunächst angenommen hat.
    Alex Buchenberger hat einen superflüssigen Schreibstil, der es mir ermöglichte, dass ich sofort in der Handlung war. Die Ermittlerin Hanna Schmiedinger ist mir sehr sympathisch, vor allem, weil sie nicht nur einen superguten Verstand, sondern auch das Herz am richtigen Fleck hat. Die Geschichte war sehr spannend und bis zum Schluß wusste ich nicht, wer hier der Täter ist. So muss ein guter Krimi sein! Dieser Krimi ist fesselnd, aufregend und spannend, ich konnte ihn nicht mehr aus den Händen legen. Eine Leseempfehlung für alle Krimi-Fans! Ihr müsst ihn unbedingt lesen, und man glaubt es nicht, es kommt alles ganz anders...
  9. Cover des Buches Still ruft der See (ISBN: 9783784356518)
    Michael Wagner

    Still ruft der See

     (27)
    Aktuelle Rezension von: ann-marie

    Lesetechnisch angezogen von der Kurzbeschreibung, wonach es sich um einen 70er-Jahre-Regionalkrimi handeln sollte, habe ich mich liebend gerne gemeinsam mit dem Ermittlerteam (der 43jährige Frührentner Theo, Sabine, die junge Sängerin einer Band, sowie Lieselotte, ehemals Schulrektorin und jetzt im wohlverdienten Ruhestand) an die Aufklärung eines Todesfalles durch Ertrinken gewagt.

    Selbst in diesen Jahren aufgewachsen, ist mir vieles vertraut und weckt Erinnerungen an diese Zeit und die Lebensumstände. Dies darzustellen ist dem Autor überaus glaubwürdig und überzeugend gelungen und verleiht dem Roman eine große Authentizität.

    Dass die Klärung der näheren Todesumstände nicht unbedingt durch die üblichen kriminalistischen Verfahren bzw. Arbeitsweisen erfolgen, ist zum einen dem bunt gemischten und ohne jegliche kriminalistische Ausbildung bzw. Kenntnisse agierenden Ermittlerteam geschuldet. Wobei mich die Zusammensetzung zum Schmunzeln gebracht hat und sich gerade in der Person von Lieselotte, auf Grund ihrer beruflichen Erfahrungen durchaus in der Lage, das Zepter zu schwingen, für mich als eine besonders gelungene Charaktere darstellt.

    Ein flüssiger Schreibstil lässt die Lesezeit schnell vergehen und hat – zumindest bei mir – das Interesse an den beiden Vorgängerbänden geweckt.

  10. Cover des Buches Tod am Gardasee (ISBN: 9783944936314)
    Marta Donato

    Tod am Gardasee

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Anneja
    Ich war sehr gespannt auf das Buch, da ich den Vorgänger nicht gelesen und auch noch kein Werk der Autorin in den Händen hatte. Zudem interessierte es mich wie eine Zusammenarbeit zwischen Italien und Deutschland aussah, wenn es um einen Mordfall geht. Doch leider wurde ich enttäuscht. Denn am Ende hatte ich keinen AHA-Effekt sondern blieb verwirrt zurück.
    Die Buchbeschreibung verspricht so einiges und lässt aufmerksame Leser bereits erkennen, das es viel zu viel ist. Wo andere Bücher einen Mord haben und dieser für Spannung und Aufmerksamkeit sorgt, haben wir in "Tod am Gardasee" gleich mehrere Baustellen. Gerade die kleinen Nebenbaustellen, wie das Hochwasser, sorgten dafür das ich sehr schnell die Interesse am Buch verlor und mich teilweise zwingen musste weiter zu lesen. Es wurde mir einfach zuviel.
    Die Morde im Buch waren auch nicht der Rede wert und waren für meinen Geschmack einfach zu plump erzählt. Da fand ich es interessanter zu lesen wer korrupt war oder wer wen bestach. Die ermordeten Männer selbst lösten in mir nicht das Verlangen aus, herauszufinden wer sie ermordet hat, da rund um sie herum spannendere Dinge passierten.
    Auch die Kommissare sagten mir nicht unbedingt zu, da diese mehr mit ihren Essenslüsten zu kämpfen hatten. In fast jedem Kapitel ging es ums Essen und wo man es einnehmen könnte. Auch wenn die italienische Küche berühmt ist, so hat sie in einem Krimi, für mich, keinen bedeutenden Wert. 
    Von ermitteln konnte auch keine Rede sein, da die meisten Informationen durch Zufälle zustande kamen. Die beiden Kommissare wirkten dadurch meist sehr träge und gaben mir einfach nicht das Gefühl, das sie wüssten was sie tun.
    Der Schreibstil gefiel mir da doch schon viel besser. Gerade die kleinen einfachen Worte auf italienisch waren gut platziert. Trotzdem hätte ich mich gefreut wenn das Buch mehr Spannung enthalten hätte. Diese fehlte einfach und lies die Geschichte träge wirken.
    Die Personen die im Buch mitwirken, fand ich teilweise sehr gut. Allerdings hätte es realistischer gewirkt, wenn die Figuren nicht all zu extravagant gewesen wären. 
    Wirklich umwerfen konnte mich das Buch leider nicht. Die Geschichte ist überfüllt von Geschehnissen, die am Ende kaum noch auf zu zählen waren. Vielleicht sollte die Autorin einmal überlegen Politik-Krimis/Thriller zu schreiben, den Mord allein beherrscht sie leider nicht so ganz.

  11. Cover des Buches Zipfelklatscher (ISBN: 9783492300261)
    Heidi Hohner

    Zipfelklatscher

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Krimifee86

    Kati ist Fischerin auf der Fraueninsel, einer Insel im schönen Chiemsee. Ihr Beruf – eine Männerdomäne, doch die anderen Männer auf der Insel: Alles Pfeifen. Deshalb beschließt Kati sich um Mitternacht auf fremde Hochzeiten einzuschleichen, mitzufeiern und vielleicht den Mann fürs Leben oder wenigstens für eine Nacht zu finden. Bis der neue Hotelmanager aus der Schweiz ihr einen Strich durch die Rechnung nimmt und Katis Leben plötzlich eine Wendung nimmt. Leider zum Schlechteren. 

     

    Dieses Buch gehört überhaupt nicht in mein Beuteschema, aber es lag in unserer Ferienwohnung in Bayern aus und war irgendwie der perfekte Start in den Urlaub für mich. Die Geschichte rund um Kati hält wenig bis keine Überraschungen bereit. Nach Lesen des Klappentexts kennt man die ganze Story. Aber manchmal ist genau das doch irgendwie das Richtige. Jedenfalls für mich. 

    Ich mochte die bayerischen Klischees und die Stimmung – jemand der aus Bayern kommt wird das wahrscheinlich alles zu viel finden, aber wie gesagt, für mich hat es eine gute Stimmung aufgebaut und das hat mir gefallen.

     

    Ich gebe hier sehr gerne eine mittlere Punktzahl. Das Buch ist mit Sicherheit nichts Besonderes und recht langweilig, in der Situation hat mir das Lesen aber Spaß gemacht und das rechtfertigt für mich 5/10 Punkte. 

     

    Mehr von mir zu den Themen Bücher, Bullet Journal, Essen, Reisen, Fotos, Disney, Harry Potter und noch vieles mehr gibt es unter: https://www.facebook.com/TaesschenTee/

  12. Cover des Buches Gefährliche Täuschung (ISBN: 9783492305181)
    Sabine Kornbichler

    Gefährliche Täuschung

     (78)
    Aktuelle Rezension von: makama
    Emma, eine Kinderbuchillustratorin macht an einem sonnigen Herbsttag eine Radtour.
    Dabei wird sie von einem Unbekannten überfallen und entführt. Ihr Mann muss 100.000 € Lösegeld zahlen bevor sie nach 5 Tagen wieder frei gelassen wird.
    Emma ist geschockt und versucht erst den Mann zu schützen, bevor sie dann doch mit der Polizei zusammenarbeitet.....
    Es gibt keine Hinweise und Emma wird schliesslich verdächtigt, die Entführung inzeniert zu haben.....
    Sie macht sich dann selbst auf die Suche, sehr zum Missfallen der Polizei.
    Und die Entführung hat ihreSpuren hintrlassen .... sie ist extrem ängstlich und verstört --- ein Hund aus dem Tierheim hilft ihr mit ihrem Trauma fertig zu werden.
    Ihre Recherche führt sie nach vielen Misserfolgen, dann doch noch zum richtigen Täter.
    Solider Krimi, mit kaum Höhepunkten, aber nett zu lesen, deshalb 3,5 Sterne, abgerundet auf drei Sterne.
  13. Cover des Buches Frau Maier fischt im Trüben (ISBN: 9783865323408)
    Jessica Kremser

    Frau Maier fischt im Trüben

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Drea62

    Hat mir nicht gefallen. Ziemlich langatmig, wenig Spannung. Vieles wiederholt sich irgendwie. Auch Frau Maier wirkt nicht gerade sehr sympathisch. Eher eine alte Einzelgängerin. Ohne Scharm. Auch die Katze kommt viel zu kurz und die Beschreibung vom Chiemsee ist immer die Gleiche. Erst die letzten 3-4 Kapitel werden dann etwas spannender. Der Krimi hat mich nicht überzeugt.

  14. Cover des Buches Die Holzhammer-Methode (ISBN: 9783499258763)
    Fredrika Gers

    Die Holzhammer-Methode

     (91)
    Aktuelle Rezension von: DramaLama

    Die Holzhammer-Methode von Fredrika Gers

    Cover: Für Krimifans, die Regionalität mögen, ist das Cover sehr ansprechend.

    Schreibstil: Einfach gehalten, leicht zu lesen, dialektische Rede vorhanden 

    Inhalt: Ein Krimi, der mehrere Fäden zieht, die aber am Ende sich gut ineinander fügen. Es gab einiges Lehrreiche z.B. über das Murmeltierfett und die Giftpflanzen. 

    Protagonisten: Holzhammer, der ermittelnde Polizist, scheint eher gemütlich zu sein und sitzt Dinge auch gerne einfach mal aus, was seinem Chef natürlich gar nicht gefällt. Sein Chef, möchte noch gerne etwas reißen und wirkt dadurch sehr ungeduldig. Christine ist in ihrer Ehe unglücklich, da sie betrogen wurde und wird mit in die Ermittlungen gezogen, was für mich nicht immer ganz so klar war, da sie ja selbst noch einen anderen Job hat. Und Holzhammers Kollege, der dann mit Christine anbändelt. 

    Was hat mir gut gefallen? Der Mittelteil des Krimis fand ich gut, da erst dort die Ermittlungen so richtig in Gang kamen. Franz Holzhammer mag ich sehr gern, da er eine gewisse Gemütlichkeit ausstrahlt. Mir hat auch gut gefallen, dass es kein blutrünstiger Krimi war.

    Was hat mir nicht gefallen? Zwischendurch gab es immer wieder träge Stellen, in denen es nur um die Liebelei ging. 

    Fazit: Ein netter, regionaler Krimi für zwischendurch. Deshalb vergebe ich 4 Sterne.

  15. Cover des Buches Hattinger und der Nebel (ISBN: 9783865323903)
    Thomas Bogenberger

    Hattinger und der Nebel

     (5)
    Aktuelle Rezension von: makama
    Das ist schon der zweite Fall mit dem Ermittler Hattinger und seinem Team. Teil eins kenne ich nicht, hatte aber trotzdem keine Probleme, rein zu kommen.
    Kommissar hat es mit einem verzwickten Fall zu tun. Es ist Herbst und am Chiemsee ist quasi Dauernebel. Da wird die Leiche von Georg Beimer, genannt George Best in einem Sandaufen gefunden.
    Der junge Immobilienmakler war in zwielichtige Geschäfte verwickelt.
    Es bleibt nicht bei einem Toten und der Kommissar und sein Team ermitteln in alle Richtungen, da ist der ebenfalls zwielichtige Banker, und der heiße Feger Sarah Beck. Die war beim Mr. Best angestellt.
    Was haben die beiden mit dem Fall zu tun.
    Hattinger fährt jedenfalls voll auf die junge Frau ab....
    Doch das sind nicht seine einzigen Probleme....
    Er wird von Alpträumen geplagt, seine Wohnung wurde gekündigt und ausgerechnet jetzt wil seine Teenietochter Lena wieder beim ihm einziehen.....
    Fazit:
    Der Krimi lässt sich gut lesen, ist nicht uninteressant, aber mancmal etwas langatmig.
    Die bayrischen Dialoge sind durchweg recht gut verständlich.
    Allerdings ganz überzeugt hat mich dieses Buch nicht,
    Ganz nett, was für zwischendurch, aber mehr auch nicht.
    Deshalb 3,5 Sterne.
  16. Cover des Buches Tod am Chiemsee (ISBN: 9783897059856)
    Ina May

    Tod am Chiemsee

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Lesezeichenfee

    Da ich weitergelesen habe, hab ich mir Tod am Chiemsee vorgeknöpft. Bei diesem Krimi ging es um alte „Leichen“. Und darum, ob Schwester Althea eine Mörderin ist oder nicht. Sie ist ja verurteilt und hat ihre Strafe abgesessen. 

     Irgendwie gefiel mir, dass Schwester Althea beliebt ist. So bei jung und alt. Und dass ihr Menschen vertrauen. Das macht ihren Charakter aus. Natürlich ist sie auch meganeugierig und so hilft sie ihrem Neffen, dem Kommissar, bei der Aufklärung. 

    Es war dramatisch spannend. Und ausgerechnet ihre Feindin rettet sie – eigentlich – mehrfach. Nein, ich möchte jetzt nicht spoilern, aber das hätte keiner von uns getan. Zumindest nicht das Erste. 

     Mir gefallen die Charaktere. Die „Seherin“ kommt mir etwas zu kurz in diesem Krimi. Es kommt wie es kommt. Erwartet zwar, aber spannend und einfach eine tolle Serie. Mir gefällt „Tod am Chiemsee“ etwas besser als der „Teufel vom Chiemsee“. 

     Mein  - Lesezeichenfees – Fazit:

    Was für eine tolle Serie. Hoffentlich gibt es da mehr Teile wie 3 und auch mal wieder einen neuen Teil. 5 Sterne hinterlässt die hochzufriedene Fee. 

  17. Cover des Buches Der Weihnachtshund von Venedig (ISBN: 9783352006722)
    Nicole Walter

    Der Weihnachtshund von Venedig

     (1)
    Aktuelle Rezension von: yari
    Es ist kurz vor Weihnachten. Der 12jährige Max trauert zum einen um seine Mutter, die die Familie verlassen hat, und zum anderen um seine Hündin Penelope, die eingeschläfert werden musste und nun im Hundehimmel ist.

    Doch Penelope geht es im Hundehimmel gut, und dort herrschen immer magische Kräfte. Mit diesen Schicksalskräften möchte die Hündin dafür sorgen, dass der kleine Nessuno, ein Niemandshund aus Venedig, sich mitten im Winter auf den Weg macht um wieder Licht und Freude in das Leben von Max zu bringen, und seinen Menschen zu finden, der zu ihm gehört.

    "Der Weihnachtshund von Venedig" ist eine herzerwärmende und bezaubernde Geschichte, die vom Alleinsein und der Trauer erzählt, aber auch von Hoffnung, Wärme, Träumen und kleinen Wundern.
    Nicole Walter ist es wunderschön gelungen, die Geschichte von Max, Nessuno und Penelope bildlich zu erzählen, und den Leser damit zu berühren. Ich vergebe fünf Sterne und eine Leseempfehlung für jeden, der Hunde und herzerwärmende Geschichten mag.
  18. Cover des Buches Weitlings Sommerfrische (ISBN: 9783492303071)
    Sten Nadolny

    Weitlings Sommerfrische

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Bellastella

    Das Cover finde ich sehr schön. Und dann hat mich „Weitlings Sommerfrische“ zuallerest deshalb angesprochen, weil ich, wie Weitling auch, in Chieming aufgewachsen bin und mich deshalb an all den Orts- und Personenbeschreibungen und manchen bayerischen Ausdrücken erfreut habe, die im Buch vorkommen. Manche Ausdrücke , wie „arschlings“ für „rückwärts“ waren mir entfallen gewesen, und ich mußte lachen, als sie mir hier wieder begegneten.

    Aber insgesamt hat der junge Willy ein völlig anderes Leben geführt als ich, ich hätte ihn damals sehr beneidet um seine aufgeschlossenen,  intellektuellen Eltern, den Zugang zu Büchern, das Haus am See...

    Die Zeitreise des alten Richters als Beobachter zurück in seine Jugend finde ich sehr interessant und gut zu lesen.

    Der philosophische Anteil, wie im Klappentext angekündigt, erschließt sich mir allerdings nicht oder kaum. Aber vielleicht deshalb, weil ich das Buch in der „Sommerfrische“ gelesen habe. Die Idee einer Parallelexistenz finde ich sehr interessant und witzig, und in diesem Fall ist das zweite Leben ja sogar noch etwas schöner, wie beruhigend.

    Was ich nicht mag, das sind die weisen, alten Männer, also erst der Großvater, dann Weitling selber. Allerdings sind diese nicht soo unerträglich alterweise und klug wie, ich glaube, er hieß Alberto in „Sofies Welt“, sondern liebenswürdiger, weltfremd, verwirrt , humorvoll.

    Insgesamt hat mir das Buch, das mal ernst, mal humorvoll dahinläuft, sehr gut gefallen.

  19. Cover des Buches Dunkelgelb (ISBN: 9783981728835)
    Eva Altjohann

    Dunkelgelb

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Isabell47
    Es ist eine besondere Art einer Liebesgeschichte bzw. die Art, wie diese erzählt wird, Zwei Menschen lernen einander kennen und verlieben sich, bzw. macht Benedikt ihr Sophia sofort einen Heiratsantrag, den sie aber nicht annimmt. Die beiden kommen sich näher und gleichzeitig nehmen sie Abstand voneinander. Benedikt sieht die Welt in einem leuchtendem Gelb, wenn er Sophia sieht bzw. er an sie denkt. Wenn ich mir als Leser noch denke,...."ich weiss, wie die Geschichte weitergeht" , geht sie ganz anders weiter und überraschte mich.
    Ich will nicht mehr von der Geschichte verraten, denn ich kann sie schlecht in Worte fassen ohne zuviel vorwegzunehmen.
    Mich hat die Geschichte beeindruckt, aber nicht völlig für sich eingenommen, was sehr wahrscheinlich daran liegt, dass ich die Protagonisten nicht als "warm" bzw. sonnengelb empfand. So habe ich 3, 5 Sterne für dieses Buch gegeben, da ich auch nach langem Nachdenken , sehr unentschlossen war, wie ich es bewerten sollte.
  20. Cover des Buches Wünsche fliegen übers Meer (ISBN: 9783505045394)
    Evelyne Kolnberger

    Wünsche fliegen übers Meer

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Perle
    Klappentext: Eine freundschaftsgeschichte Wie ein silberner Vogel stößt die Maschine in den klaren blauen Himmel über der Karibik und läßt die Insel St. Lucia mit ihren weißen Palmenstränden hinter sich zurück. Kim wirft einen letzten Blick auf die Insel, die ein Stück Heimat für sie geworden ist. Voller Erwartung fgliegt sie zu ihrem Vater nach Deutschland. wird sie dort wieder Freunde finden? Und so glücklich sein wie mit Nick. Eigene Meinung: Es war schon eine schöne nette Freundschaftsgeschichte. Die ersten 25 Seiten, wo Kay mit Claudia den letzten Nachmittag verbrachte und den Luftballon fliegen liessen., musste ich an meine Kinder- und Jugendzeit denken, ich war ca. 12 Jahre als ich einen Luftballon fliegen lassen hab und eine Brieffreundschaft mit einer älteren Frau aus der Ex-DDR begann. Sogar Jahre später wiederholte ich das mit dem Luftballon des öfteren, da ich es für eine tolle Idee halte. Und so gefiel mir die Geschichte mit Kay und Kim doch ganz gut. Nur es störte mich dann doch, dass die Jugendlichen, gerade erst 13 1/2 Jahre alt, schon Alkohol tranken. Ich weiß nicht, wie es in anderen Ländern ist, aber hier in Deutschland ist es erst ab 18 Jahren erlaubt, zumindestens in den 80er Jahren, da das Buch aus dem Jahre 1981 ist. Und das mit der Katze gefiel mir auch nicht so. Ich weiß nicht, wie andere das sehen. Ich bin auch Katzen-Fan und habe schon mit einigen Katzen gelebt, aber sowas würde ich nicht machen. In Büchern ist natürlich alles positiv und kommt nicht raus. Im richtigen Leben wäre man garantiert erwischt worden. Ich liebe Schneider-Bücher schon seit Jahrzenten, hab 1980 einige gelesen. Und für Jugendliche wäre dieses Buch und die tolle Freundschaftsgeschichte eine schöne Ferien-Unterhaltung.
  21. Cover des Buches Der Tod des Chiemseemalers (ISBN: 9783740804176)
    Gretel Mayer

    Der Tod des Chiemseemalers

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Schauplatz ist ein kleines Dorf am Chiemsee um 1930. Die Menschen leben beschaulich dahin.

    Als der zugezogene Maler Josef Sachrang ermordet aufgefunden wird, ist nichts mehr wie vorher. Es gibt mehrere Dörfler, die einen guten Grund hätten, den Maler zu töten.  

    Je weiter die Ermittlungen fortschreiten, desto mehr kommen den Polizisten die Tatverdächtigen abhanden, denn der eine oder andere erhält ein Alibi. Dass hierbei auch streng gehütete Geheimnisse aufgedeckt werden, versteht sich von selbst. 

    Wer also hat den Maler auf dem Gewissen? 

    Meine Meinung: 

    Wer hier einen ruhigen Krimi mit zeitgeschichtlichem Flair vermutet, ist hier richtig. Die Autorin beschreibt die Gegend rund um den Chiemsee sehr plastisch. Alles wirkt ein wenig retardiert. Die Zeit scheint langsamer als in München voranzuschreiten.

    Die Charaktere haben Ecken und Kanten. Man kann ihnen ihre Gefühle recht gut abnehmen. Vor allem die Gekränkten und vom Leben Enttäuschten sind gut getroffen.  

    Fazit: 

    Ein ruhiger Krimi mit viel Lokalkolorit und zeitgeschichtlichem Hintergrund. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

  22. Cover des Buches Nacht überm Chiemgau (ISBN: 9783740806637)
    Ina May

    Nacht überm Chiemgau

     (1)
    Aktuelle Rezension von: gaby2707

    Juliane Leitermann, Kommissarin a.D., hat einen neuen Job angenommen. Während Verona und Maximilian Felder auf einer wunderschönen Insel urlauben, hütet sie deren Haus und den Minihund Gretel in ihrer Nachbargemeinde Marquartstein im wunderschönen Chiemgau. Hier wird seit einigen Tagen die junge Antonia Olberding vermisst. Ihr kleiner Bruder Stefan, den alle nur „Bazi“ nennen und ihre beste Freundin Tessa versuchen alles, um eine Spur zu finden. Und wie es nicht anders sein kann, schaltet sich natürlich auch Juliane zusammen mit ihrer Freundin Minerva „Mini“ Meierhofer ein. Hat das Verschwinden der jungen Frau etwas mit den Recherchen zu dem Heimatbuch zu tun, an dem sie zusammen mit Lehrer Konstantin Kohlschreiber arbeitet.

    In diesem Krimi bringt Ina May die ehemalige Kommissarin mit zwei, nein sogar drei Fällen zusammen. Zum einen versucht Juliane Spuren zu der vermissten Antonia zu finden. Zum anderen hat ihre Freundin Mini vor vielen Jahren, genau im Sommer 1959, geschworen, heraus zu finden, was damals mit Ferdi Weber passiert ist. Und dann wird auch noch Bruno Seitlein aus dem Gefängnis entlassen, der sich bestimmt an ihr Rächen will. Im Prozess gegen ihn hat Juliane ein Beweisstück unterschlagen.

    Die Spannung ist hier eher leise im Hintergrund, doch stetig da und hält sich auch bis zum Schluss. Mit ein paar Wendungen, auf die ich nicht gefasst war, hat mich die Autorin auch immer wieder von meinem eingeschlagenen Ermittlungsweg abgebracht.


    Nach „Tod am Chiemsee“ ist dies der 2. Krimi aus der Feder von Ina May, den ich gelesen habe. Ihre Figuren sind lebensecht, gut vorstellbar gezeichnet und haben so ihre Macken oder Geheimnisse. Ich fand es einfach amüsant, als Juliane, die mir von Anfang an ans Herz gewachsen ist, genau so wie ihre Freundin Mini, am Geburtstag ihres verstorbenen Gatten nachts auf den Friedhof schleicht und dort ein Picknick veranstaltet. Die beiden alten Damen sind immer noch neugierig auf Alles und auch ein wenig unangepasst, was mir sehr gut gefällt.


    Das Lokale kommt in diesem Krimi nicht durch die Sprache der Protagonisten zum tragen, sondern durch kleine Sprüche zu Beginn jeden Kapitels. Darunter die Übersetzung ins Hochdeutsche. Mal was anderes – hat mir sehr gut gefallen.


    Wieder ein Krimi, der mir gut gefallen hat, bei dem mir aber die vielen Anknüpfungspunkte und dauernden Wechsel an den verschiedenen Fällen fast schon ein bisserl viel waren. Trotzdem freue ich mich auf die neue Aufgabe, die Juliane ja schon erwartet.

  23. Cover des Buches Rosen für eine Leiche (ISBN: 9783442470730)
    Hannsdieter Loy

    Rosen für eine Leiche

     (7)
    Aktuelle Rezension von: LeseJette

    Das passiert: Joe Ottakring, Kriminalkommissar nicht ganz freiwillig a. D., wird eher zufällig Zeuge eines Mordes: am Ufer des Chiemsees werden in einem Boot ein Mann und eine Frau angetrieben. Zunächst wird ein Mord aus Liebe und Selbstmord vermutet, doch an dieser Theorie kommen schnell Zweifel auf. Als einige Zeit später ein zweiter Mord passiert, der zunächst völlig losgelöst vom ersten Fall scheint, ist Ottakring als Unterstützung wieder ganz in seinem Element als Ermittler.


    So gefällt mir das Buch: Die Handlung wird aus der Sicht des Joe Ottakring erzählt. Der zeichnet aus seiner Sicht Figuren, diese Schilderungen sind eher selten objektiv und gehen nicht immer in die Tiefe. Aber wer von uns kann sich immer von Subjektivität freisprechen und ist nicht auch mal oberflächlich? Dafür Loy hat einen Kriminalkommissar geschaffen, der mit seiner Beobachtungsgabe überzeugt. So kann man sich die Figuren gut vorstellen und entdeckt dabei so manch uriges Original.


    Über die Handlung lässt sich streiten. Die Aufklärung der Fälle zieht sich über Monate hin. Das ist aber durchaus authentisch. Denn wer sich nicht von Kriminalromanen und -filmen täuschen lässt, der weiß, dass etliche Ermittlungen in der Realität nicht binnen weniger Tage oder auch Wochen abgeschlossen sind. Zum Glück hat Loy den Ottakring diese Zeiten mit wenigen Zeilen beschreiben lassen und den Leser nicht unnötig mit völlig langweiligen Schilderungen gequält. Spannung hat dieser Krimi nur bedingt zu bieten. Im Gegenteil: dieser Roman ist eher behäbig und passt gerade deswegen auch gut in die Vorstellung von Oberbayern. Dafür kann die Handlung aber durch Wendungen überzeugen, von denen nur wenige vorhersehbar sind.


    Fazit: Ein Regionalkrimi, der eher ungewöhnlich ist. Ruhig und vollkommen unaufgeregt werden hier zwei ungewöhnliche Morde aufgeklärt. Loy spielt ganz nebenbei mit einigen Klischees und bringt so eine Prise Humor in den Roman.

  24. Cover des Buches Schloss Herrenchiemsee und die Fraueninsel (ISBN: 9783475536489)

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