Bücher mit dem Tag "chinese"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "chinese" gekennzeichnet haben.

53 Bücher

  1. Cover des Buches Ferne Ufer (ISBN: 9783426518236)
    Diana Gabaldon

    Ferne Ufer

     (1.087)
    Aktuelle Rezension von: muffin57_

    Claire hat es endlich geschafft nach 20 ist sie wieder im Schottland des 18.Jahrhunderts. Doch als sie Jamie wieder trifft merkt sie das nicht nur für sie 20 Jahre vergangen sind. Während die beiden sich erstmal wieder kennen lernen müssen, hat das Geschehen der Zeit aber andere Pläne. Durch verschiedene Wendungen des Schicksals befinden sich Claire und Jamie schließlich auf dem Atlantik und reisen nach Jamaika um den Sohn von Jamies Schwester zu retten. Bei dieser Reise treffen sie auf den ein oder anderen alten Bekannten und neuen Feind. 

    Wieder einmal ein  fantastisches Buch von Diana Gabaldon. Sie schafft es die Charaktere lebensecht und liebenswert erscheinen zu lassen. Ich bin mindestens genauso in Jamie verliebt, wie Claire. Auch schafft sie es jedes mal ein treffendes Bild der Schauplätze abzubilden.

  2. Cover des Buches Goldstein (ISBN: 9783462043235)
    Volker Kutscher

    Goldstein

     (172)
    Aktuelle Rezension von: reisemalki

              Gereon Rath soll einen amerikanischen Gangster bespitzeln, welcher aus welchen Gründen auch immer in BErlin weilt. Klingt nicht gerade nach einem abwechlungsreichen Job für Rath. Der Roman beginnt aber in einem Kaufhaus, als die beiden minderjährigen Kaufhausdiebe Alex und Benny von der Polizei überrascht werden. Wer hat die beiden verpfiffen und was steckt wirklich dahinter, das einer der beiden sterben musste. Nachdem die beiden ersten Romane "Der nasse Fisch" und "Der stumme Tod" noch in der Weimarer Republik spielten, merkt man in diesem Teil schon längst den drohenden Nationalsozialismus und spürt den aufkommenden Antisemetismus, der Handlung um den eigenwilligen Ermittler Rath und seiner Verlobten oder doch nicht Verlobten Charlotte Ritter tut das allerdings keinen Abbruch. Echt beklemmend beschreibt Volker Kutscher das Berlin der sterbenden "Weimarer Republik". Ermittlungen werden erschwert und durchkreuzt, wenn das Ergebnis nicht passt. Ich habe jede einzelne Seite genossen und freue mich auf weitere Teile.


  3. Cover des Buches Der Chinese (ISBN: 9783552054363)
    Henning Mankell

    Der Chinese

     (329)
    Aktuelle Rezension von: fransen

    Wenn ich ein Buch anfange zu lesen, dann beende ich es auch. Meinen Vorsatz hätte ich bei diesem Buch fast gebrochen.

    Das Buch ist unterteit in mehrere Teile.

    Zunächst wird ein unbeschreibliches Verbrechen in einem kleinen Dorf im Norden Schwedens entdeckt. Die ermittelnden Polizeibeamten waren mir dabei bereits recht unsympathisch und emotionslos mit belangenlosen Dialogen, gleichzeitig lernt man die Hauptprotagonistin Birgitta kennen, die überarbeitete Richterin ist und herausfindet, dass ihre Mutter das Adoptivkind einer der ermordeten Familien im Norden Schwedens war.

    Im zweiten Teil wird über drei Chinesische Brüder berichtet, die zur Zeit des Eisenbahnbaus in Amerika unter brutalen Umständen dorthin verschleppt werden. Man erfährt einiges über die Umstände und Verknüpfungen in die Gegenwart werden eingestreut. Diesen Teil fand ich lesenswert und durchaus interessant.

    Anschließend ist man wieder bei der Richterin, die nun selbst aktiv recherchiert. Immer wieder finden Exkursionen in ihre kommunistische Vergangenheit statt. Dann reist sie selbst nach Peking. Es findet eine Art Katz und Maus Spiel  mit den Nachkommen der im zweiten Teil vorgestellten Brüder statt. Insgesamt sollte man hier sehr an chinesischer Geschichte und aktuelleren politischen Geschehnissen interessiert sein, da es viele ausschweifende Exkurse gibt.

    Zum Ende wird nochmals ein kurzer Spannungsbogen aufgebaut, dann endet das Buch. Da nehme ich jetzt nichts vorweg, denn es gibt sicher jemanden, der es gerne ohne Spoiler lesen möchte.

    Für mich persönlich war es zu viel "Geschichtsstunde" und leider durch mir unsympathische Protagonisten und eine fehlende Spannung auch dadurch nicht aufzufangen.


  4. Cover des Buches Töchter einer neuen Zeit (ISBN: 9783499272134)
    Carmen Korn

    Töchter einer neuen Zeit

     (183)
    Aktuelle Rezension von: melie6a

    Titel: Töchter eine neuen Zeit

    Autor: Carmen Korn

    Seitenanzahl: 560

    Erscheinungsjahr: 2017

    Verlag: Rowohlt

     

    Klappentext:

    Vier Frauen, Zwei Weltkriege, Hundert Jahre Deutschland

    Einer neuen – einer friedlichen – Generation auf die Welt helfen, das ist Henny Godhusens Plan, als sie im Frühjahr 1919 die Hebammenausbildung an der Hamburger Frauenklinik Finkenau beginnt. Gerade einmal neunzehn Jahre ist sie alt, doch hinter ihr liegt bereits ein Weltkrieg. Jetzt herrscht endlich Frieden, und Henny verspürt eine große Sehnsucht nach Leben.

    Drei Frauen begleiten sie auf ihrem Weg: Ida wohnt in einem der herrschaftlichen Häuser am Hofweg und weiß nicht viel von der Welt jenseits der Beletage. Hennys Kollegin Käthe dagegen stammt aus einfachen Verhältnissen und unterstützt die Kommunisten. Und Lina führt als alleinstehende Lehrerin ein unkonventionelles Leben. Die vier Frauen teilen Höhen und Tiefen miteinander, persönliche Schicksalsschläge und die Verwerfungen der Weltpolitik, vor allem der Aufstieg der Nationalsozialisten und der drohende Zweite Weltkrieg, erschüttern immer wieder die Suche nach dem kleinen Glück.


    Meine Meinung:

    Die Geschichte handelt von vier Freundinnen und beginnt in der Nachkriegszeit. Es ist der erste Teil der Jahrhundert-Frauentrilogie.

    Der Erzählstil hat mich total in den Bann gezogen. Ich liebe es wenn Kapitel vor allem kurz sind und immer aus einem anderen Blickwinkel bzw. aus der Sicht von unterschiedlichen Personen erzählt wird. Somit entsteht mehr Spannung. Die verschiedensten Charaktere der Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet. Durch kleine Zeitsprünge bleibt die Spannung aufrecht und die Autorin versteht es äußert überraschende Handlungen und Schicksalsschläge einzubauen.

    Tolles Buch!

  5. Cover des Buches Effi Briest (ISBN: 9783746634869)
    Theodor Fontane

    Effi Briest

     (1.703)
    Aktuelle Rezension von: Jara_Jovanovic

    Einige Kommentierende haben Effi Briest leider schlechte Bewertungen gegeben, weil sie das Thema überholt, oder auch langweilig fanden. Das ist kaum überraschend, denn wie ich erfahren habe, wird dieser wunderschöner Klassiker von übereifrigen Deutschlehrern, Schülern im Unterricht aufgezwungen. Dass diese von der Komplexität des Romans überfordert sind, oder diese gar nicht erkennen können, scheint sie nicht zu interessieren. So verdirbt man den Jugendlichen Lust am lesen und nimmt ihnen die Chance, ein so spannendes Buch unvoreingenommen, zum richtigen Zeitpunkt kennenzulernen. Ich habe dieses Buch jetzt, mit 35 Jahren gelesen. Vor 10 Jahren hätte ich es womöglich als langweilig empfunden, vor 20 Jahren ganz bestimmt. Liebe Lehrer! Es gibt so viele, so gute Bücher, die für Jugendliche besser geeignet sind!

    Ich habe aufgrund so vieler schlechter Bewertungen selbst lange gezögert um diesen Roman zu lesen, da ich langweilige Bücher nicht gut vertragen kann. Fast hätten mich diese Kommentare überzeugt und ich hätte das Buch nicht gekauft. Was für ein Fehler wäre das gewesen

    Es gibt so viele gute Gründe, Effi Briest (im Erwachsenen Alter) eine Chance zu geben. Ich dachte, ich liste sie am Besten auf:

    1) Erzählung selbst. Ein Erzähler wie in einem Dickens'schen Klassiker, der genau abwägt wie viel er uns verraten möchte. Eine Geschichte, die teilweise märchenhaft wirkt, mit gothic novel-Elementen à la Charlotte Brontë und dann wiederum alle Elemente des modernen Gesellschaftsromans, das am ehesten an Buddenbrooks erinnert (tatsächlich ließ sich Thomas Mann von Effi Briest inspirieren - es war einer seiner Lieblingswerke).

    2) Feminismus und Kolonialismus. Ich hatte meine Vorurteile, einen weiteren, von einem Mann geschriebenen Roman über eine unglückliche Frau zu lesen. Tatsächlich aber unterscheidet sich Effi Briest von Klassikern wie Anna Karenina, die Jahrzehnte zuvor geschrieben wurden. Effi ist sympathisch, lebenslustig, unkonventionell und warmherzig. Ihre ganze Geschichte ist aus heutiger Sicht ein Skandal, aber am wenigsten wegen einmaliger Untreue. Dass ein Mann mittleren Alters einen Teenager heiratet, noch dazu die Tochter seiner ersten Liebe, das alles erscheint  aus heutiger Sicht zurecht abstoßend. Die ganze Hochzeitsreise wird zum einem einzigen Mansplaining, wie auch der Rest der Ehe. Doch es ist nicht nur der Altersunterschied, der die Beziehung so schwierig macht. Es ist vor allem der Unterschied zwischen spontanen, ungezwungenen Effi und dem berechnenden Baron, der Altersunterschied vertieft aber diesen Graben, bis zu der Unüberwindbarkeit. Auf der anderen Seite ist der Baron auch stellvertretend für die damalige preußische Elite. Er ist ehrenhaft und grundsatztreu, aber auch antisemitisch, autoritär, ein Zahnrad im damaligen Machtapparats, der sich für die Stütze der Zivilisation hält. Es ist letztlich dieser unbedingte Glaube an die Überlegenheit der vorherrschenden Verhaltensnorm und gesellschaftlicher Verhältnisse und nicht Effis Untreue, die das Verderben bringt.

    3) Einfallsreiche Dialoge. Dialoge im Roman sind zahlreich, witzig und einfallsreich. Sie garantieren einen guten Lesefluss und kontrastieren gegen die anbahnende Tragödie.

    4) Geschichte Preußens und der Zeitgeist. Ich habe mehr durch dieses Buch über Preußen gelernt, alles aus allen anderen Quellen zusammengenommen (zugegeben, ich habe mich auch nie zuvor intensiv mit Preußen auseinandergesetzt). Ich habe immer zwischendurch Begriffe gegoogelt und damit das Bild ergänzt. Es beschreibt auch wunderbar den Zeitgeist - auch über Grenzen Preußen hinaus, aber vor allem Pommern und Brandenburg. Das Aufkommen der Kurorte, der Begriff des "Exotischen", Kriege und Husaren - hier lernt man eine andere, untergegangene Welt kennen.

    Fazit: Ich kann Effi Briest nur weiterempfehlen. Lediglich ein anderes Ende hätte ich mir gewünscht. Und im echten Leben hatte sie dieses auch: Elisabeth von Ardenne, alias Elisabeth von Plotho, dessen Leben als Vorbild für Effi Briest diente, überlebte sowohl ihren Ehemann, als auch Theodor Fontane. Sie überlebte beide Weltkriege und starb 1952 in Lindau. Sie wurde fast 100 Jahre alt. 


  6. Cover des Buches Cathy's Book (ISBN: 9783843200097)
    Sean Stewart

    Cathy's Book

     (234)
    Aktuelle Rezension von: DarkMaron
    Cathy lernt einen Mann namens Victor kennen, doch der will von jetzt auf gleich nichts mehr mit ihr zu tun haben. Da fragt sich Cathy was mit ihm los ist. Mit ihrer Freundin Emma versucht sie herrauszufinden, was sein Geheimnis ist. Cathy findet einige Beweise, doch kann sie sich damit keine Antwort zusammen basteln. Bis Cathy von falschen Polizisten zu jemanden geführt wird und dort taucht auch Victor aus. Nachdem Victor öfters tödlich verletzt wird und immer noch total gesund steht, tut Cathy Victor mit Fragen nerven. Victor beantwortet ihr diese Fragen und Cathy wird bewusst, dass ihr "Freund" unsterblich ist. Am Ende verschwindet Victor und Cathy hofft ihn wiederzusehen.
    Das Buch ist geschrieben wie ein Tagebuch, Cathy ist die Besitzerin und schreiberin. Auf den Seiten kommen auch Zeichnungen und neben Sätze. Im Buch selbst, gibt es jede Menge Kleinigkeiten, die man im Verlauf der Geschichte sich Original anschauen kann, da sie mit ihm Buch beiliegen. Ich fand es ganz gut geschrieben und kann mich auch nicht über den Inhalt beschweren. Die Telefonnummer die auf dem Buch steht, geht heute nicht mehr, da das Buch schon was älter ist. Bin gespannt, wie es im 2. Band weiter geht mit Cathy und Victor.
  7. Cover des Buches Gier (ISBN: 9783492303101)
    Arne Dahl

    Gier

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    „Gier“ von Arne Dahl bildet den Auftakt einer neuen Thriller-Reihe rund um die Ermittlertruppe Opcop, einer frisch einberufenen und eigentlich noch streng geheimen operativen Einheit der europäischen Polizeibehörde Europol.

    Das Arne Dahl auf seine „A-Team“ Reihe aufsetzt und einen Teil der Protagonisten übernimmt, war mir nicht bekannt – es ist mein erster Roman von diesem Autor – ich sehe es aber nicht als großen Nachteil. Die Vielzahl der Charaktere, 13 direkte Ermittler, dazu die Teams in den Ländern, ihre Partner und die vielen Protagonisten in den einzelnen Handlungssträngen erfordern ein hohes Maß an Aufmerksamkeit um hier nicht den Faden zu verlieren.

    Zur Story, im Umfeld des G20 Gipfels in London kommen zwei Menschen auf ungewöhnliche und unterschiedliche Art zu Tode, zunächst stirbt ein junger Chinese bei einem seltsamen Unfall auf der Protokollstrecke - direkt in Armen eines Opcop Beamten, kurze Zeit später wird eine Frauenleiche, die wie ein Kunstwerk drapiert ist, in einem nahen Waldstück entdeckt. Gibt es eine Verbindung zwischen den beiden Todesfällen? Die neue Einheit nimmt verdeckt die Ermittlungen auf und fördert Stück für Stück ein kriminelles Netzwerk zu Tage, das in seiner verschachtelten Komplexität schwer zu überblicken ist. Die Ermittler arbeiten in Teams an verschiedenen Orten und an unterschiedlichen Untersuchungsansätzen, welche nach und nach das Bild eines ungeheuerlichen, hochbrisanten Finanz- und Politikskandals ans Licht bringen und dabei geraten die Beamten auch selbst in Gefahr – einerseits durch Kompetenzgerangel wichtige Information vorenthalten zu bekommen und andererseits ins Visier mächtiger Gegner zu geraten.

    Dem Leser wird einiges abgefordert, „Gier“ ist kein Buch für zwischendurch, es ist anspruchsvoll, man muss sich konzentrieren um in die Handlung in Gänze zu erfassen, man sollte ein wenig Allgemeinwissen zur Finanzkrise haben und man darf kein „Friede, Freude, Eierkuchen Happy End“ erwarten.

    Dafür bekommt man einen beeindruckenden politischen Thriller mit dem Versprechen weiterer Teile.

  8. Cover des Buches Der Mann schläft (ISBN: 9783423140027)
    Sibylle Berg

    Der Mann schläft

     (103)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962

    Wo Bestseller drauf stand, war auch zum Glück Bestseller drin.

    Der Mann liebt die Frau. Die Frau liebt den Mann ebenso. Er ist
    groß und stark und sie kann sich an ihn anlehnen. Findet Geborgenheit
    bei ihm und die Sicherheit, das er abends im Bett neben ihr liegt. Das
    soll immer so bleiben. Denn lange war sie auf der Suche nach dem
    passenden "Deckel". Er ist allerdings 110 kg schwer der Mann, keine
    Schönheit, aber er ist da. Das zählt, egal, wo man mit ihm ist.

    Aber ihre ständige Antriebslosigkeit und ihre eigens empfundene Durchschnittlichkeit ständig präsent, steht ihr im Wege. Sie lebt inzwischen bei ihm im langweiligen Tessin, wo nur Rentner leben, die in der Stahlindustrie tätig waren. Der Gedanke im fast verlassenen Ort die Feiertage zu verbringen grault ihr schon im Schlaf.

    "Ich muss gelassener werden, denn mein Hass der Welt gegenüber ist der Welt
    egal" oder Ich werde immer mit mir zusammen sein, besser, ich versöhne mich mit mir".
     
    Wegfahren ist eine gute Alternative zum Jahreswechsel. Nach China, weit weg. Nachdem sie sich dort in ihre Regelmäßigkeit in der Fremde eingerichtet hatten kommt ihr der Mann abhanden.
     
    Boshaft ehrlich mit einer Prise Zynismus beschreibt die Frau ihre Erinnerungen, die der Gegenwart von Seite zu Seite näher kommt, um sich am Ende zu treffen. Man möchte sie retten aus ihrer auswegslosen Situation. Man hofft auf ein gutes Ende, man lebt die Sinnlosigkeit des Daseins mit. 
    Mich hat diese Autorin dermaßen überrascht mit diesem Roman, das ich einfach nur sagen kann "Muss man gelesen haben" sonst hat man was verpaßt. Allerdings nicht, wenn man gerade selbst am Abgrund steht.
  9. Cover des Buches Die chinesische Sängerin (ISBN: 9783833310256)
    Jamie Ford

    Die chinesische Sängerin

     (59)
    Aktuelle Rezension von: winter-chill
    Von der Suche nach Liebe und Vergebung: Vor dem Hintergrund der Großen Depression im Seattle der 1920er und 30er Jahre erzählt Jamie Ford die Geschichte zweier Menschen, die das Schicksal auseinandergerissen hat. Im Mittelpunkt der Handlung steht zum einen der 12-jährige William Eng, ein amerikanischer Junge chinesischer Abstammung. Seit Jahren lebt er im Waisenhaus. Eines Tages erkennt er seine Mutter auf der Kinoleinwand wieder und reißt aus dem Waisenhaus aus – er muss sie finden, koste es was wolle. Denn er hat nie aufgehört, an ihrer Liebe zu zweifeln. Auf der anderen Seite erzählt Jamie Ford aber auch die Geschichte der schönen Sängerin Willow Frost und wie es dazu kam, dass sie ihr Kind ins Waisenhaus gegeben hat.

    In „Die chinesische Sängern“ geht es aber nicht nur um die dramatische Suche eines Jungen nach seiner Mutter – Jamie Ford skizziert auch sehr treffend und realistisch das Bild der Gesellschaft zu jener Zeit. Nach der Weltwirtschaftskrise von 1929 wurden in den USA tausende Kinder von ihren völlig verarmten Eltern in die Obhut von Waisenhäusern gegeben. Die Armut der Bevölkerung, die Trostlosigkeit und auch den harten Alltag im Waisenhaus schildert Ford so echt, dass sie der Geschichte die richtige Atomsphäre geben. Auch die Verhältnisse in Chinatown – insbesondere die Rolle der Frau – werden natürlich in diesem Roman beleuchtet. Ein weiteres Thema ist das Entstehen der Filmindustrie.

    Die Geschichte um Willow und ihren Sohn William ist durchaus interessant, berührend und dramatisch – ein absolutes Lesehighlight war der Roman für mich aber trotzdem nicht. Dafür war mir der Aufbau des Buches zu wenig spannend. Außerdem ist Ford kein großer Stilist – seine Sprache ist recht einfach und glatt. In der Summe war mir der Roman zeitweise auch etwas zu kitschig, fast schon gefühlsbesoffen – also schlicht und einfach zu amerikanisch.
  10. Cover des Buches Cheng (ISBN: 9783492248747)
    Heinrich Steinfest

    Cheng

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Bellami
     

    Markus Cheng ist Privatdetektiv in Wien. Er ist ein in Wien geborener Chinese, der nicht nur chinesich nicht kann, sondern auch ein Dilettant in beruflichen und privaten Sachen ist.

    Schon bei seinem letzten Fall brauchte er für die Entschlüsserung eines Hinweises auf einem am Zettel die Hilfe eines Sonderschülers, die laut Steinfest, das beste Allgemeinwissen haben.

    (Warum? - das muss man einfach selber lesen? )

    Die Zettelwirtschaft geht weiter, als dieser besagte Klient tot , ebenfalls mit einem Zettel im Einschussloch, aufgefunden wird. Cheng ist involviert ob er nun will oder nicht.

    Seine besondere Gabe hilft ihm. Er ist unter nicht wieder gut zu machenden Verlusten ein Überlebenskünstler ;-)

    ******

    Heinrich Steinfest`s "Cheng" ist eine Köstlichkeit, die phasenweise mit Thomas Bernhard genialer Schreibkunst zu vegleichen ist, nur das Steinfest noch direkter und damit verständlicher und unterhaltsamer schreibt. Nicht, dass man nicht ein bisschen um die Ecke denken muss.


    Nichts ist Steinfest heilig. Sein Schandmaul ;-) nimmt alle auf`s Korn. Als die Wiener ihr Fett abgekommen haben, begibt er sich in die Provinz und lästert über ehemalige Skiweltmeister oder teilt uns seine bizarren Gedanken über Flugzeugabstürze mit.

    Dieser rabenschwarze Humor, dazu dieser eher nebensächliche, aber doch interessante "Fall", dieser fett triefende Sarkasmus und alles wohl dosiert und in die passende Form gebracht, ist ein Leckerbissen.

    Fazit: Steinfest ist ein grandioser Wortkünstler, der mit dem sympathischen Loser Cheng niveauvolle Unterhaltung der besonderen Art bietet.

    Dazu hat mir das gottlose Mundwerk Heinrich Steinfest`s noch einen Heidenspaß bereitet.

    5 dicke fette tief dunkelrote Sterne !!!!



  11. Cover des Buches Was ich euch nicht erzählte (ISBN: 9783423145992)
    Celeste Ng

    Was ich euch nicht erzählte

     (309)
    Aktuelle Rezension von: littlebookgiant

    In der Geschichte geht es um eine asiatisch-amerikanische Familie in den 1970er Jahren. Nachdem die 16-jährige Tochter Lydia verschwindet, beginnt die Fassade der scheinbar glücklichen Familie langsam zu bröckeln.

    Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. In der Erzählerperspektive wechselt die Autorin permanent zwischen den verschiedenen Personen und Zeiten hin und her. Als Leser ist es nicht nur schwierig, diesen Wechseln zu folgen, es ist auch anstrengend und fordert einen gewissen Durchhaltewillen, wenn man das Buch beenden will. 

    Die Handlung beginnt wie ein spannender Thriller und endet unweigerlich in einem tristen Familiendrama. Zusätzlich waren viele Handlungen voraussehbar und äusserst klischeehaft. 

    Weiter beschreibt Celeste Ng die Personen sehr detailreich. Sie schaffte ein lebendiges Bild der Protagonisten und legt viel Wert auf die Gestaltung der einzelnen Beziehungen. Trotzdem empfand ich den Wahn der Eltern, ihre nicht ausgelebten Träume auf die Kinder zu projizieren, mit der Zeit als störend. 

    Alles in allem war "Was ich euch nicht erzählte" zu vorhersehbar. Es fehlten originelle Plot-Twists, sowie die Thriller-Elemente.

  12. Cover des Buches Nacht des Orakels (ISBN: 9783499239878)
    Paul Auster

    Nacht des Orakels

     (141)
    Aktuelle Rezension von: Radagast

    Selten so lange an einem Buch gelesen wie an Paul Auster "Nacht des Orakels". Abgesehen von der zeitweise verwirrenden Geschichte und mehrschichtigen Persönlichkeiten der Protagonisten, war es eine Geschichte die mich nicht sonderlich packte. Es kann auch sein das ich einiges falsch interpretierte und somit auf keinen grünen Leseast kam, aber ich kann diese Geschichte nicht toll finden.

  13. Cover des Buches Briefe in die chinesische Vergangenheit (ISBN: 9783423211734)
    Herbert Rosendorfer

    Briefe in die chinesische Vergangenheit

     (184)
    Aktuelle Rezension von: Beust
    Rosendorfers "Briefe in die chinesische Vergangenheit" sind natürlich Rosendorfers Briefe an die (bayerische) Gegenwart. Indem er den tausend Jahre zuvor aufgebrochenen Kao-tai bemüht, einen Blick auf unser Deutschland zu werfen, hält er ihm einen skurrilen Spiegel vor. Das ist oft sehr witzig, weil Rosendorfer Kao-tai genau beobachten lässt. Allerdings beschlägt der Spiegel rasch, wird zur Masche und verliert den ironischen Witz.

    Das liegt auch und vor allem an dem, was Kao-tai kritisieren soll. Rosendorfer hat sich ja genau überlegt, was Kao-tai kritikabel finden soll, weil es "früher besser" war. Deshalb ist sein Text absolut gesellschaftskritisch zu lesen - und seine Haltung oft sehr konservativ, bisweilen sogar "tümelnd". Da spricht dann kein tausend Jahre alter Chinese, sondern ein 50 Jahre alter, wertekonservativer Bayer, gebürtig aus Bozen. Allein die Klassifizierung der Musik spricht da Bände.

    Damir die Dosis des Lobs der vergangenen Zeit nicht zu groß wird, besser nicht am Stück lsen, sondern den oberflächlichen Witz in kleinen Portionen genießen.

    Und dann den "Papalagi" lesen.
  14. Cover des Buches Effi Briest (ISBN: 9783958625129)
    Theodor Fontane

    Effi Briest

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Nymphe
    Inhalt:
    Deutschland im 19.Jhd.: Die junge Effi Briest wird mit dem viel älteren Baron Instetten verheiratet. Effi muss das Haus ihrer Eltern verlassen und ihrem Mann in die Provinz folgen. Dort langweilt sie sich schnell und lernt den schneidigen Major Krampas kennen. Das Unglück nimmt seinen Lauf...

    Bewertung:
    Der Inhalt selbst ist ein Klassiker und bedarf hier kaum einer weiteren Bewertung. Die von vielen kritisierten Längen empfand ich nicht als störend. Ich mag ausführliche und detailreiche Schilderungen, aber das ist Geschmackssache. Als ich dieses Buch in der Schule gelesen habe, fand ich es ehrlicherweise auch schrecklich langweilig, aber als Erwachsene habe ich mich in das Buch verliebt. Vielleicht braucht man eine gewisse Lebenserfahrung, um die ganze Tiefe des Buches zu verstehen.
    In dieser Version, wird das Buch als Hörbuch vorgelesen von Oliver Rohrbeck. Ich musste mich nur kurz daran gewöhnen, dass er jetzt mal ausnahmsweise nicht Justus Jonas ist und dann konnte ich die Lesung sehr genießen. Er verleiht der Geschichte nochmal etwas mehr Leben und finde immer die richtige Betonung. Ich werde jetzt immer seine Stimme im Ohr haben, wenn ich das Buch lese.

    Fazit:
    Eine gelungene Umsetzung des Klassikers
  15. Cover des Buches Der Unheimliche (ISBN: 9783442000555)
    Edgar Wallace

    Der Unheimliche

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Voyager (ISBN: 9780385335997)
    Diana Gabaldon

    Voyager

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Wiosna
    Ganz große Erzählkunst. Süchtigmachend.
  17. Cover des Buches Flashmans Lady (ISBN: 9783942270960)
    George MacDonald Fraser

    Flashmans Lady

     (1)
    Aktuelle Rezension von: TheRavenking

    Der Roman beginnt scheinbar harmlos mit einem Cricket-Spiel, aber dann muss Harry Flashman nach Singapur und – auf der Suche nach seiner entführten Gemahlin Elspeth, die ihren Entführer gar nicht so übel findet – nach Borneo und Afrika. Im fremdenfeindlichen Madagaskar lernt Harry die gefährliche Königin Ranavalona I. und ihre Eigenarten beim Herrschen und im Bett kennen. Während des anglo-französischen Angriffes auf Fort Tamatave versucht er, mit Elspeth von der Insel zu fliehen.


    Flashmans Lady ist der sechste Teil der Flashman-Papers, Harry Flashmans fiktiver Memoiren, folgt aber chronologisch auf Teil 1.

     
    Worum geht es: Nachdem er durch den ansonsten katastrophal fehgeschlagenen Afghanistanfeldzug zum Kriegshelden aufgestiegen ist, sonnt sich Harry Flashman im Ruhm. Von allen Seiten hagelt es Einladungen, wovon Mrs. Flashman ganz begeistert ist. Man genießt das Gesellschaftsleben der High Society in vollen Zügen.


    Durch einen Zufall entdeckt Flashman seine Liebe zum Cricket-Spiel wieder. Wir erfahren, dass er zu seiner Schulzeit einer der besten im Team war und sogar eine Profikarriere hätte starten können. Nun trifft er auf einen alten Schulkameraden, der ihn zu einem Freundschaftsspiel einlädt. Dort läuft es so gut, dass bald weitere Spiele folgen. Flashman verhilft seinem Team zum Sieg und seine Leistung wird sogar von berühmten Cricket-Spielern gewürdigt.


    Zunächst dreht sich also alles um Sport.
    Ich kenne mich mit diesem beeindruckenden britischen Nationalsport nicht aus, glücklicherweise gibt es aber für Cricket unwissende deutsche Leser einen Anhang, in dem die wichtigsten Begriffe erklärt werden.
    Wussten Sie übrigens, dass Mick Jagger ein großer Cricket-Fan ist? Und sein Bandkollege Keith Richards ist ein großer Fan der Harry-Flashman-Romane. Da haben sich wohl zwei Schwerenöter gefunden.


    Aber bleiben wir bei der Handlung: Abseits des Spielfeldes machen die Flashmans eine interessante Bekanntschaft. Solomon Haslam hat die Manieren eines britischen Gentlemans, verfügt reichlich über finanzielle Mittel und scheint den Flashmans große Sympathien entgegenzubringen, bzw. vor allem Lady Flashman. Der undurchsichtige Ausländer beginnt eine immer größere Rolle im Leben Flashys und seiner Gattin zu spielen. Flashman ist ganz schön eifersüchtig, was ihn nicht daran hindert mit anderen Frauen anzubändeln. Doch seine Untreue wird entdeckt und dann meldet sich auch noch die Wettmaffia bei ihm. Es wird eng für unseren Helden.


    Flashys Zeit in wohltuender Muße ist schon sehr bald wieder vorbei und es geht auf zu einer Weltreise, nach Singapur und Sarawak und ins finstere Madagaskar. In den Kampf gegen Kannibalen und Piraten, wobei Flashman, stets darauf bedacht die eigene Haut zu retten, doch immer tiefer ins Schlammassel gerät.


    Auch diesmal hat Fraser einige faszinierende historische Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts ausgegraben. So wie James Brooke, den weißen Radscha von Sarawak. Der Abenteurer gründete mit nur wenigen Unterstützern ein eigenes Königreich in Borneo und bekämpfte die Piraten und kannibalistischen Kopfjäger, wodurch er die Verehrung der Einheimischen erlangte. Für Fraser stand er für die gute Seite des britischen Kolonialismus. Auch wenn liberale Politiker in daheim zu diskreditieren versuchten.


    Eine weitere interessante Gestalt (wenn auch auf weniger positive Art), die in dem Buch auftaucht, ist Ranavalona I., Königin von Madagaskar, unter deren Schreckensherrschaft Zehntausende zu Tode gefoltert und ermordet wurden. Die furchtbare Herrscherin wurde in den vorherigen Flashman-Bänden immer wieder am Rande erwähnt, nun ist es endlich soweit: Wir erfahren, was Flashman bei ihr widerfahren ist. Fraser erzählt mit großem Vergnügen von den schier unglaublichen Verhältnissen in diesem seltsamen Inselreich, dessen Geschichte heute längst in Vergessenheit geraten ist.

    Flashman über Ranavalona:
    „Ihre Bedürfnisse waren einfach: Sie brauchte nur reichlichen Nachschub an Opfern, die sie verstümmeln und an denen sie sich weiden konnte, dann war sie glücklich. Das merkte man zwar nicht, wenn man sie anschaute, und ich habe in der Tat manche Leute sagen hören, sie sei einfach völlig wahnsinnig und wisse nicht mehr, was sie tue; aber das ist eine alte Ausrede zu der Durchschnittsmenschen Zuflucht nehmen, weil sie nicht glauben möchten, dass es Leute gibt denen es Spaß macht, anderen Schmerzen zuzufügen. „Der ist wahnsinnig“, - sagen sie, aber das sagen sie nur, weil sie in dem Tyrannen auch ein bisschen von sich selbst erkennen und das gern schnell verdrängen möchten, wie sich das für wohlerzogene kleine Christen gehört. Wahnsinnig? Ja doch, Ranavalona war in vieler Hinsicht vollkommen wahnsinnig, aber nicht, was Grausamkeit anbelangt. Da wusste sie genau, was sie tat, war bemüht die Sache noch besser zu machen, und empfand tiefe Befriedigung dabei – und das ist die Expertenmeinung des freundlichen alten Dr. Flashman, der selber ein altgedienter Leuteschinder ist.“


    Doch trotz blutrünstiger Königinnen, Urwaldschlachten und jeder Menge schlüpfriger Szenen ist Flashmans Lady doch ein eher durchwachsenes Leseerlebnis. Das liegt daran, dass (Fraser untypisch) diesmal die Handlung nicht wirklich überzeugen kann. Es fühlt sich eher so an als hätte der Autor drei unabhängige Kurzromane miteinander verbunden. Der Cricket-Teil ist eindeutig zu lang, während der Teil um James Brooke für meinen Geschmack viel zu kurz ausfällt und dann muss Fraser auch noch ganz schön hanebüchene Wendungen aus dem Hut zaubern, um Flashman am Ende noch nach Madagaskar zu bringen. Dafür opfert er auch den Bösewicht, der im finalen Drittel einfach mir nichts dir nichts von der Bildfläche verschwindet


    Fazit: Wer Harry Flashman kennen lernen möchte sollte nicht zu Flashmans Lady greifen. Das ist einer der schwächeren Teile der Reihe, Fans, die Flashy bereits ins Herz geschlossen haben, mögen das Verzeihen, Neueinsteiger dürften dagegen weniger geduldig sein.

     

    P. S.

    Wenn Sie das N-Wort nicht mögen, d. h. selbst in satirischer Form anstößig finden, sollten Sie einen hohen Bogen um dieses Buch machen. Flashman ist zutiefst politisch unkorrekt, sexistisch, rassistisch, feige, egoistisch mitunter sogar grausam. Verständlich also, wenn nicht alle ihn lieben, mir ist der alte Schweinehund mittlerweile aber einfach ans Herz gewachsen.

  18. Cover des Buches Exclusively Chloe (ISBN: 0142412260)
    J. A. Yang

    Exclusively Chloe

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Hände hoch - jetzt wird gelacht! (ISBN: 9783404148318)
    Willy Breinholst

    Hände hoch - jetzt wird gelacht!

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Caro88
    Ein Buch das man sehr gut zwischendurch immer mal in die Hand nehmen kann, allerdings fand ich es blöd, dass außer den ganzen Kurzgeschichten noch eine realtiv lange Story im Buch zu finden war.
  20. Cover des Buches Kondom des Grauens. Bis auf die Knochen (ISBN: 9783897191372)
    Ralf König

    Kondom des Grauens. Bis auf die Knochen

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Das Drehbuch zu der kultigen Horror- und Krimiparodie um Luigi (Lutschi) Mackeroni, hartgesottener Cop mit Migrationshintergrund und Hodenverlust. Besagtes Kondom beißt Freiern im Stundenhotel das beste Stück ab. Brüllend komischer Trash mit Starbesetzung, sehr blutig, und ein Riesenerfolg, der aber leider fast nicht mehr im TV läuft. Deutsches Kino wünscht man sich häufiger so frech-makaber!
  21. Cover des Buches Eon - Dragoneye Reborn (ISBN: 9780142417119)
    Alison Goodman

    Eon - Dragoneye Reborn

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Mein geteiltes Herz (ISBN: 9783499626074)
    Claire Hake

    Mein geteiltes Herz

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Armillee

    459 Seiten voller wahrer Lebensgeschichte. Schon lange habe ich keine so nachhaltige Geschichte mehr gelesen.

    Claire Hake ist eine bemerkenswerte Frau und ich wünschte, ich hätte sie kennengelernt. Sie nimmt den Leser mit auf eine lange Reise voller neuer Eindrücke, der großen und einzigen Liebe und in die Kriege + die Not im 2. Weltkrieg. Aus ihrer Sicht gab es für mich viele Begebenheiten und Zusammenhänge, die vorher nicht klar waren.

    Claire wächst mit ihrer Schwester bei den gestrengen Eltern in St. Gallen (Ch) auf. Schon damals war sie ein Energiebündel und verstand es, hinter die Fassaden der Menschen zu sehen. Die Schwester Viola heiratete den Landsmann Urs, der in Sumatra als Tabakpflanzer bereits eine Existenz aufgebaut hatte. Claire ergreift ca. 2 Jahre später die Chance, dem Elternhaus zu entkommen und reist nach Sumatra, um Viola beizustehen, die ihr zweites Kind erwartet.

    Alleine die Schilderungen der damaligen Reiseverhältnisse im Jahre 1928 waren es wert, dieses Buch aufzuschlagen.

    Dort lernt Claire den Deutschen Gustav Hake kennen und lieben. Auch er ist Tabakpflanzer, doch in der dortigen Hierachie noch nicht gut aufgestiegen. Es gibt viele Neider. Die Region gehört den Holländern. Die Bevölkerung wird ausgebeutet.

    Das Leben ist hart im Urwald. Das ewige Umziehen zu anderen Plantagen, (mind. 2 x im Jahr), die ärztliche Versorgung, Hitze und fehlende sanitäre Anlagen. Die Hackordnung...immer nach unter abtreten, Intrigen. Claire bringt zwei Jungs zur Welt. Kurt und Gustav.

    Im Verlauf der Geschichte fängt es langsam mit der NSDAP in Deutschland an. Propaganda. Hitler. Nachrichten über Juden, Kriegsvorbereitungen und Bündnisse. Dann maschieren die Deutschen in Polen ein.

    Claire ahnt, dass ihr Leben sich bald ändern wird. Ihre beiden Söhne sollen lt. dem Vater zu guten Deutschen erzogen werden und Claire bringt sie schweren Herzens per Schiff nach Holzminden in ein Landschulheim.

    Als dann ohne Kriegserklärung die Niederlande eingenommen werden, und als dann Rotterdam noch gebombt wurde, mit vielen Toten, ist es aus mit dem Frieden in der Kolonie. 

    Ihr Gustav wird abgeführt und es dauert ganze 8 Jahre, bis sie ihn wieder in die Arme schliessen kann.

    Und jetzt beginnt die eigentliche Geschichte...zu was Menschen fähig sein können. Selbst die Verwandten bringen viel Leid über Claire.Es geht später auch um Pearl Habor, Japaner in Schanghai, das die Amerikaner, dann die Chinesen. Die Atombomben in Hiroshima + Nagasaki.

    Die Rückreise Jahre später nach Deutschland und der Schweiz und unmenschliche Bedingungen.

    * * * 

    Im hohen Alter schreibt Claire ihre ganze Lebensgeschichte auf, legt Dokumente und Fotos anbei. Und ihre Enkelin Nikoline veröffentlicht in mühevoller Kleinarbeit und Recherchen diese Geschichte.

    Es gibt zwei Landkarten zur Orientierung und in der Mitte des Buches sind viele Fotos.

    5 Sterne für eine grandiose Geschichte eines Lebens voller Standhaftigkeit, Respekt, Rückgrat und Liebe.

  23. Cover des Buches Bekenntnisse eines Taoisten an der Wall Street (ISBN: 9783426601150)
  24. Cover des Buches Charlie Chan und die verschwundenen Damen (ISBN: 9783453106239)

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks