Bücher mit dem Tag "chinesische geschichte"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "chinesische geschichte" gekennzeichnet haben.

13 Bücher

  1. Cover des Buches Iron Widow - Rache im Herzen (ISBN: 9783764532888)
    Xiran Jay Zhao

    Iron Widow - Rache im Herzen

    (109)
    Aktuelle Rezension von: JJs_Magical_World_Of_Books

    Der Einstieg war tatsächlich etwas schwierig für mich. Sowohl der Erzählstil als auch die Thematiken verlangten mir vor allem zu Anfang viel ab. Aber als ich mich endlich in die Handlung eingelesen und einen Zugang zur Protagonistin gefunden hatte, konnte mich die Geschichte immer weiter fesseln und am Ende begeistern.

    Was ich außerdem gerne hervorheben möchte, weil wir es allgemein einfach viel zu selten tun, ist die Übersetzung. Dafür ist Michaela Link verantwortlich gewesen, und ich finde, sie ist ihr wirklich gut gelungen.

    Ich empfehle euch also: Wenn euch der Klappentext zusagt, dann gebt dem Buch eine Chance.

  2. Cover des Buches Die Kunst des Krieges (ISBN: 9783848225927)
    Sunzi

    Die Kunst des Krieges

    (61)
    Aktuelle Rezension von: enlightpathreaders

    "Die Kunst des Krieges" ist ein über 2.000 Jahre altes Werk über militärische Strategie und Taktik – und doch aktueller denn je. Sun Tzu analysiert Krieg nicht nur als Kampf, sondern als Kunst, die auf Planung, Intelligenz und psychologischem Geschick basiert. Viele seiner Lehren lassen sich auf moderne Lebensbereiche wie Management, Politik oder Persönlichkeitsentwicklung übertragen.

    Meine Meinung:
    Ich war überrascht, wie klar und klug Sun Tzus Gedanken auch heute noch wirken. Obwohl sich das Buch primär auf militärische Auseinandersetzungen bezieht, bieten seine Strategien viel Stoff zum Nachdenken – ob im Berufsleben, im Konfliktmanagement oder im persönlichen Alltag.

    Besonders beeindruckt hat mich die Aussage: „Der größte Sieg ist der, der ohne Kampf errungen wird.“ Diese Denkweise widerspricht modernen, oft konfrontativen Ansätzen und wirkt in ihrer Ruhe fast weise.

    Die Sprache ist stellenweise nüchtern und die Struktur erinnert an kurze Merksätze oder Maximen – was das Buch gut zugänglich, aber nicht unbedingt emotional macht. Wer hier eine narrative Geschichte erwartet, wird enttäuscht. Wer aber über Prinzipien nachdenken möchte, findet hier einen echten Schatz.

    Fazit:
    Ein Klassiker, der weniger gelesen, sondern studiert werden will. Keine leichte Lektüre, aber eine, die lange nachhallt – vor allem, wenn man bereit ist, zwischen den Zeilen zu lesen. Für Leser*innen mit Interesse an Philosophie, Strategie und Selbstreflexion ein Muss.


    Bewertung: ⭐⭐⭐⭐☆ (4/5 Sterne)


  3. Cover des Buches She Who Became the Sun (Der Strahlende Kaiser I) (ISBN: 9783986662790)
    Shelley Parker-Chan

    She Who Became the Sun (Der Strahlende Kaiser I)

    (47)
    Aktuelle Rezension von: Streifi

    China im 14. Jahrhundert. Mädchen sind nichts wert in einem Land das von Männern regiert wird. Als Vater und Bruder nach einem Banditenüberfall tot sind, entschließt sich die überlebende Schwester das Schicksal des Bruders anzunehmen. Sie geht in ein Kloster und wird am Ende der Anführer der Rebellen gegen die mongolischen Herrscher.

    Die Autorin nimmt hier die Geschichte von Zhu Yuanzhang, dem Gründer der Ming-Dynastie, auf und erzählt sie aus einem anderen Blickwinkel neu. Ein namenloses Mädchen übernimmt das vorgesagte große Schicksal des Bruders um ihrer Bedeutungslosigkeit zu entkommen. So schafft sie es sich in einem Kloster durchzuschlagen, ohne ihre Identität preiszugeben. Und später auch allen politischen Intrigen zu entkommen und als Anführer die herrschenden Mongolen zu vertreiben.

    Das Buch ist wirklich schön geschrieben. Ich konnte mir das Setting gut vorstellen, auch wenn es fremd wirkt. Die Schicksalsgläubigkeit der Menschen und der Glaube an Geister, die die Menschen begleiten, war anfangs etwas ungewohnt, verstärken aber auch das Gefühl, eigentlich einen Fantasy Roman zu lesen. Der queere Ansatz, der sich im Laufe der Geschichte ergibt, hat mir sehr gut gefallen.

    Ich kann das Buch empfehlen. Man kann gut in die Geschichte eintauchen, auch wenn es natürlich ein wenig mehr Vorstellungskraft braucht, wenn man sich mit der chinesischen Kultur nicht so gut auskennt.

    Von mir eine Leseempfehlung.

  4. Cover des Buches Sag nicht, wir hätten gar nichts (ISBN: 9783442770380)
    Madeleine Thien

    Sag nicht, wir hätten gar nichts

    (17)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Maries Eltern leben in Kanada nachdem sie aus China ausgewandert sind. Allerdings hat der Vater  die Familie verlassen und ist nach Hongkong gegangen. Als ihre Mutter im Jahr 1990 erfährt, dass ihr Ex-Mann sich umgebracht hat, ist Marie erst zehn Jahre alt. Als kurz darauf die junge Ai-Ming nach den Demonstrationen auf dem Tiananmen Platz bei Marie und ihrer Ma auftaucht, hoffen Mutter und Tochter, eine Erklärung für den rätselhaften Selbstmord des Vaters zu bekommen. Jedoch hat Ai-Ming eine ganz eigene Geschichte zu erzählen. Und gemeinsam erfahren sie eine Geschichte zweier Familien, deren Leben von der Musik und der Kulturrevolution in China geprägt ist. 


    Sind Marie und ihre Eltern in Kanada heimisch geworden? Allem Anschein nach ist in ihrem Leben eine Leerstelle geblieben. Das gilt wohl in erster Linie für den Vater, der doch sein halbes Leben in China zurückgelassen hat. Ein Teil dieser Hälfte besteht aus Ai-Mings Familie, die auch Verluste zu erleiden hatte. Doch ihren Anfang nimmt die Geschichte in den 1940ern als ein Paar sich findet, über Aufzeichnungen eines Autors und die Affinität zur Musik und einigen großen europäischen Komponisten. 


    Im Jahr 2016 erstmals veröffentlicht zeigt dieser Roman einen Teil der modernen chinesischen Geschichte. Aus einem in sich ruhenden Land wurde eines, dessen Bevölkerung umerzogen werden musste, um zu guten Kommunisten zu werden. Natürlich blieb dabei einiges auf der Strecke. Menschen, die ein musisches Interesse und Talent hatten, oder die eine Liebe zu alten chinesischen Schriften und auch westlichen Büchern hatten, mussten um ihren Status und mitunter sogar um ihr Leben fürchten. Manchmal blieb keine andere Möglichkeit als das Land zu verlassen. Doch auch in der Ferne ist es nicht immer leicht, selbst wenn man keinen staatlichen Zwängen ausgesetzt ist, so ist es doch nicht jedem gegeben, seinen inneren Frieden zu finden. 


    Diese vielschichtige Erzählung mag zwar in manchen Bereichen etwas ausführlich geraten sein, doch fasziniert sie durch ihre geschickte Komposition und die liebevollen Worte zur chinesischen Sprache. Diesen Roman kann man nicht einfach so weglesen, doch die Zeit, die man benötigt, ist gut angelegt.

  5. Cover des Buches Chinas Geschichte im Comic - China durch seine Geschichte verstehen (ISBN: 9783905816792)
    Jing Liu

    Chinas Geschichte im Comic - China durch seine Geschichte verstehen

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Osilla
    Nachdem ich vor einer Weile die Reihe "Der freie Vogel fliegt" von Jidi & Ageng kennengelernt habe, fand ich es sehr spannend mal ein Comic zum Thema Geschichte entdecken zu dürfen. Durch Lovelybooks hatte ich die Gelegenheit, mir die ersten beiden Bände der Reihe "Chinas Geschichte im Comic – China durch seine Geschichte verstehen" näher ansehen zu können.

    Der Autor:
    Jing Liu ist Autor und Zeichner. Er stammt aus Peking und studierte Industriedesign und Ingenieurwesen, bevor er sich auf das Zeichnen seiner Comics verlegte. Seine Reihe "Chinas Geschichte im Comic – China durch seine Geschichte verstehen" umfasst 4 Bände, die den Zeitraum 2697 v. Chr. bis 1912 umfasst. Die wechselnden Herrschaftsverhältnisse der verschiedenen Dynastien werden szenisch dargestellt, aber auch Erfindungen wie der Buchdruck oder die Papierwährung werden aufgegriffen und näher erläutert.

    Inhalt:
    Der zweite Band der Reihe beinhaltet die Jahre 220-907. Die verschiedenen Regierungen, die durch Bürgerkriege sowie ausländische Invasionen geprägt wurden, werden näher beschrieben. Die Entwicklung Chinas war stets eng mit diversen Religionen und mystischen Lehren verbunden. So werden der Buddhismus und der Doaismus näher erklärt.

    Kritik und Fazit:
    Spannend sind hier auch wieder die Parallelen zur deutschen Geschichte. Ein Machtwechsel entsteht meist durch einen Putsch von unten, da die armen ausgebeuteten Schichten aufbegehren. Dann geht einer Weile alles gut, bis wieder Gier und Reichtum die Oberhand haben und neue Unruhen entstehen.
    Besonders erschrecken sind die Zahlen der Menschenleben, die diese Konflikte immer wieder kosteten.
    Auch in diesem Band haben sich leider wieder einige Fehler im Text eingeschlichen, was mich leider immer etwas aus dem Comic herausreißt.

    Der zweite Band ist ebenso informativ gestaltet, wie der erste und bietet komplexe Themen auf knappem Raum, um einen eher groben Überblick der Entwicklung Chinas bekommen zu können. Die ständigen Wechsel der Dynastien machten es mir schwer, den Überblick zu behalten. Eine Zeittafel dazu wäre sehr hilfreich gewesen, auch um die Geschehnisse aus dem ersten Band nochmals kurz rekapitulieren zu können.
    Auch hier findet sich die deutsche Übersetzung gefolgt vom Original wieder.

    Die Reihe "Chinas Geschichte im Comic – China durch seine Geschichte verstehen" bietet einen umfassenden Überblick über die chinesische Geschichte, ohne dabei übermäßig ins Detail zu gehen. Wer sich grob über die Entwicklung Chinas informieren möchte, dabei aber keine Lust auf langweilige und trockene Geschichtsbücher hat, dem sei diese Reihe empfohlen. 
    Hier und da gibt es vielleicht sprachlich ein paar Schwächen, diese werden aber durch die detailreichen Illustrationen, sowie die Darstellungen der Statistiken zum besseren Verständnis der Geschehnisse wieder wett gemacht
  6. Cover des Buches Chinas Geschichte im Comic - China durch seine Geschichte verstehen - Band 3 (ISBN: 9783905816808)
    Jing Liu

    Chinas Geschichte im Comic - China durch seine Geschichte verstehen - Band 3

    (17)
    Aktuelle Rezension von: monerl


    Meine Meinung      

    Dies ist der dritte Band der Reihe über Chinas Geschichte im Comicformat. Ich kenne Band 1 und 2 nicht, was das Verständnis für diesen dritten Band nicht einschränkt. Auf 8 Seiten wird kurz und kanpp zu Beginn dargestellt, was die Epochen in den vorgerigen Bänden ausmacht, die sich zeitlich auf ca. 2697 v. Chr. bis 907 n. Chr. beziehen. Band 3 setzt fließend bei 907 n. Chr. an.

    Viele Kriege und viel Gewalt zeichnen diese Epochen, die sich im Titel auch widerspiegeln. Es war sprichwörtlich eine barbarische Zeit. Um den Überblick über die schnell wechselnden Eroberungen zu behalten, gibt es einige Landkarten, die sehr gut veranschaulichen, wie die Territorien über die Zeit ausgedehnt oder auch abgegeben werden mussten.

    Zu Beginn findet sich ebenso eine tolle Zeittafel, die kurz und knapp zusammenfasst, was bestimmte Jahre ausgemacht hat.

    Der Autor schafft es viele interessante und komplexe Sachverhalte verständlich darzustellen und auszudrücken. Selten habe ich so viel gelernt, wie durch diesen Comic: Über Mikrokreditprogramme für die Bauern, Reisanbau, Wasserbauprojekte, über Erfindungen, die damals getätigt wurden wie z.B. Rettungsringe, Vergrößerungsgläser zum Lesen, Schiesspulver, Spinnräder unvm.

    Verschiedene historisch wichtige Persönlichkeite werden vorgestellt. Die mir bekannteste ist Genghis Khan und das Mongolische Reich. Es war sehr spannend zu erfahren, wie sich seine Herrschaft und das Ende des Mongolischen Reichs auf China ausgewirkt hat.

    Der recht einfache und teilweise kindliche Zeichenstil eignet sich jedoch grandios für die Vermittlung der komplexen und vielfältigen Inhalte. Auch an den passenden Stellen hat Jing Liu Humor eingebracht, der dem Barbarischen etwas Leichtigkeit und Auflockerung verpasst.

    Mit Sprechblasen, etwas längeren und kürzeren Textpassagen führt uns Jing Liu durch den Comic. Vielleicht nicht ganz typisch aber für ein Comic-Sachbuch absolut gut geeignet.

    Liest man das Buch von hinten nach vorne, so findet man den gesamten 3. Band auf Chinesisch. Dies ist ein großer Vorteil für Chinesisch-Lernende, die damit immer ganz leicht zwischen den beiden Comics hin und herwechseln können.

                       

    Fazit                                   

    Eine sehr gelungener  dritter Band, der große Lust auf die gesamte Reihe macht. Informativ, verständlich und anschaulich – Chinesische Geschichte im Galopp durch die Zeit. Die Komprimierung der Themen und Sachverhalte regt an, auf eigene Faust weiter zu recherchieren und Themen damit zu vertiefen. Absolut lesens- und empfehlenswert, für jung und alt, für Comicleser, -anfänger und alle Chinabegeisterte sowie Chinesisch-Lernende!

    Der 4. und letzte Band wird voraussichtlich im Mai 2020 veröffentlicht. Ich freue mich schon sehr darauf, auch den “Weg in die Moderne” zu erkunden.

  7. Cover des Buches Helden der östlichen Zhou-Zeit - Band 2 (ISBN: 9783905816679)
    Uen Chen

    Helden der östlichen Zhou-Zeit - Band 2

    (9)
    Aktuelle Rezension von: LillianMcCarthy

    Die Helden der östlichen Zhou-Zeit-Reihe besteht nicht aus einer Geschichte sondern stellt berühmte Persönlichkeiten der Epoche in Kurzgeschichten dar. Ein Wahrheitsanspruch ist hier allerdings nicht gegeben, weil es sich bei vielen dieser Personen um Legenden handelt und schwer nachvollzogen werden kann, welche Details hierbei der Wahrheit entsprechen. Die Bücher werden wie Mangas gelesen und so musste ich zunächst einmal umdenken. War das geschafft, las sich das Buch sehr gut.

    Ich bin nicht unbedingt ein Fan von Kurzgeschichten und Anthologien, hier hat mir aber die Aufteilung in kleinere Episoden sehr gefallen. Dennoch war es an der einen oder anderen Stelle schwer, historisch durchzusteigen. Das lag aber hauptsächlich daran, dass ich mich mit der chinesischen Geschichte nicht sonderlich gut auskenne und gerade die Zhou Zeit mit vielen Daten und Fakten aufwarten kann. Von Teil 2 war ich jedoch nach und nach sehr enttäuscht. Es ist eigentlich eine direkte Fortsetzung von Band 1, allerdings mit anderen Charaktere. Hier hätte ich mir mehr Innovation gewünscht. Somit hat Band 1 4 von 5 und Band 2 nur noch 3 von 5 Sternen bekommen.

  8. Cover des Buches Shanghai Surprise. (ISBN: B002BMI4OO)
    TONY. KENRICK

    Shanghai Surprise.

    (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  9. Cover des Buches Helden der östlichen Zhou-Zeit - Band 1 (ISBN: 9783905816662)
    Uen Chen

    Helden der östlichen Zhou-Zeit - Band 1

    (16)
    Aktuelle Rezension von: monerl
    Meine Meinung
    Dies ist bereits mein zweiter Comic von Chen Uen und ich stelle fest, dass ich mich so langsam in den Zeichenstil, die Thematik und die Kultur eingelesen habe. Es fällt mir leichter die Bilder zu entziffern und zu deuten, wobei ich hin und wieder manches einfach so hinnehmen musste, da mir die Bedeutung nicht ganz klar war. Womöglich liegt das aber an der Tatsache, dass ich diesen kulturellen Kreis mit evtl. Anspielungen schlichtweg nicht verstehe(n) (kann).

    Auch hier wird wieder der Comic mit einigen farbigen Zeichnungen eingeleitet und es geht dann schlichter mit schwarz-weiß weiter. Was ich sehr, sehr schade finde, denn ich muss zugeben, dass mir die farbigen Zeichnungen um einiges besser gefallen! Sie wirken viel lebendiger, anschaulicher und auch verständlicher, da das Auge durch die Farben viel besser durch das jeweilige Bild geführt wird.

    Es erstaunt mich sehr, wie unterschiedlich der Zeichner die Gesichter darstellen konnte. Ein jeder Charakter ist wiederzuerkennen, auch in ganz kleinen Bildern mit vielen Menschen.

    Im vorliegenden ersten Band der Trilogie bekommen wir acht verschiedene Geschichten präsentiert, die jeweils ein anderes Zeitalter betreffen. Chen Uen arbeitet sich von 770 v. Chr. bis 252 v. Chr vor und erzählt von einfacheren Menschen, die zu Helden wurden, über Konfuzius und Xi Shi, deren Schönheit Jahrtausende überdauert hat bis hin zur Kindheit von Ying Zheng, der der spätere Qin Shinhuangdi ist, alle Reiche unterwarf und als erste Kaiser des vereinten chinesischen Reiches bekannt wurde, und von dem man in der Comic-Biografie "Der erste Kaiser" mehr erfährt.

    Ich staunte mal wieder über diese Masse an Intriegen, die Missgunst, kriegerischen Auseinandersetzungen, manch ausgeprägte Unterwürfigkeit wie auch den Drang zur Selbstopferung unvm, von dem die unterschiedlichen Geschichten handeln. Die letzte Geschichte hat noch eine große Priese Erotik, in die ich unerwartet gestolpert bin.

    Chen Uen gelingt es unglaublich gut in kriegerischen Handlungen und Intrigen die Gewalt als auch den Schmerz in die Bilder zu zeichnen. Als Leser*in bzw. Betrachter*in der Zeichnungen konnte ich mir sehr gut vorstellen, wie furchtbar diese Zeit war und in welcher Angst die Menschen gelebt haben.

    Auch in diesem Band gibt es zu Beginn das Vorwort zur Neuausgabe, sowie Anmerkungen des Übersetzters, in denen man mehr zum Thema und den Schwierigkeiten der Übersetzung erfährt.

    Die Zeittafel als Abschluss des Comics zeigt nochmals schön und struckturiert die wichtigsten Eckpunkte der Frühlings- und Herbstperiode (770 – 476 v. Chr.) und die Zeit der Streitenden Reiche (475 – 221 v. Chr.). Zum Schluss gibt es noch eine ganz kleine Karte, in der die verschiedenen Reiche aus der jeweiligen Epoche eingezeichnet sind. Leider konnte ich mit dieser nicht so viel anfangen, da für mich keine Grenzen sichtbar waren und sie zudem einerseits zu schlicht und andererseits überfrachtet ist mit chinesischen Zeichen, die mir natürlich nichts sagen. Ich hätte mir verschiedene schöne, große Karten gewüscht, aus denen man herauslesen kann, wie sich die Grenzen über Jahrhunderte hinweg verschoben haben.

    Das Buch wendet sich auch an Chinesischlernende, denn der Comic ist auf Deutsch und auf Chinesisch vorhanden. Die erste Hälfte des Bandes macht den Comic auf Deutsch aus, die zweite auf Chinesisch. Man liest das Buch untypischerweise von “hinten” nach “vorne”.

    Ganz am Ende gibt es noch einen Zusatz in Form einer Vokabelliste, die auch den Inhalt in einfacher Sprache zusammenfast.


    Fazit
    Dieser erste Band "Wege zum Ruhm" der Trilogie “Helden der Östlichen Zhou-Zeit” hat mir sehr gut gefallen. Wenn man sich an den Stil der Tuschezeichnungen gewöhnt hat, fällt es nicht mehr schwer, sich auf den Inhalt, den sie darstellen, zu konzentrieren. Auch hier habe ich wieder einiges über Chinas Historie gelernt, wenn auch sehr komprimiert. Doch der erste Schritt zum Verständnis wurde gemacht. Ich fühle mich gewappnet, um nach weiterer Literatur aus diesem Bereich zu suchen, die kein Comic ist. Gerne möchte ich mal einen Roman darüber lesen.
  10. Cover des Buches Der erste Kaiser (ISBN: 9783905816822)
    Uen Chen

    Der erste Kaiser

    (15)
    Aktuelle Rezension von: mamabaer1a

    Dieser Band im Großformat und mit über 500 Seiten ist wirklich etwas Besonderes.

    Dabei ist der Aufbau der Bücher dieser Reihe gleich. In unserer bereits gewohnten Leserichtung (also von hinten nach vorne *zwinker*) kommen erst einmal alle Geschichten in Deutsch. In der zweiten Hälfte kannst du dir dann noch einmal alles im Original, also chinesisch ansehen.

    Wobei der Marc Hermann extra darauf hinweist, das die Übersetzung nicht wortgetreu sondern in unsere Umgangssprache erfolgt ist.

    .

    Der Stil wechseln in diesem Manhua von klaren, kräftigen und sehr detaillierten Zeichnungen  zu grob umrissenen, nur schemenhaft angedeuteten Situationen. Dabei werden besondere Augenblicke aussagekräftig hervorgehoben. Ein besonderer Fokus wird hier auf die Haltung und die Gesichter gelegt. Dies lies mich die Brutalität und Aggressivität in vielen Augenblicken, fast körperlich spüren. 

    .

    Der Manhuas selbst befassen sich jeweils mit einer Zeitepoche und gibt aus dieser Zeit, Erzählungen und Sagen wieder. Wobei auch hier, Marc Hermann noch einmal darauf hinweist, dass vieles auf natürliche Art, mit der Zeit, ausgeschmückt wurde.

    .

    Mit Abstand am besten hat mir die Erzählung von Li Mu, aus dem Band „Der erste  Kaiser“ gefallen. Als er in einer ausweglosen Situation sich seelenruhig hinsetzt und anfängt einen Witz zu erzählen. Doch noch mehr war ich über das Ende des Witzes überrascht und schockiert.

  11. Cover des Buches Im Zeichen der Mohnblume - Die Kaiserin (ISBN: 9783734162312)
    Rebecca F. Kuang

    Im Zeichen der Mohnblume - Die Kaiserin

    (81)
    Aktuelle Rezension von: Schnee_prinzessin

    Ich bin sprachlos. Dieses Buch hat mich in nur vier Tagen komplett mitgerissen. Was Rebecca F. Kuang hier geschaffen hat, ist düster, gewaltig, zerrüttend und absolut brillant.

    Rin lebt aber um welchen Preis? Vom Rachedurst getrieben, stürzt sie sich in den Dienst einer zwielichtigen Piratenkönigin. Doch auch die meint es nicht gut mit der letzten Überlebenden ihres Volk. Rin wird zur Auftragskillerin, zur Söldnerin, zur Spielfigur. Und sie beginnt zu spüren, wie sehr sie sich selbst verliert.

    Als sie von Nezha entführt und zum Drachenkriegsherrn gebracht wird dem Mann, der das Land einen will scheint Rins Rache an der Kaiserin zum Greifen nah. Doch auch die alte Tyrannin lässt sich nicht so leicht töten.

    Immer wieder wird Rin verraten, manipuliert, benutzt. Jeder, dem sie vertraut, spielt sein eigenes Spiel. Der Kriegsherr verspricht Struktur, Entzug von den Drogen, einen Plan aber auch er behandelt sie nur als Waffe. Rins Menschlichkeit steht auf der Kippe. Ihr Wunsch nach Zugehörigkeit und Sinn wird von politischen Interessen zerschlagen.

    Was bleibt, wenn man nicht mehr weiß, wofür man kämpft außer für Rache?

    Ein unglaublich intensiver zweiter Band, der nicht nur das Kriegsgeschehen vorantreibt, sondern auch Rins seelischen Verfall aufwühlend ehrlich darstellt. Es geht um Macht, Kontrolle, Identität und das tiefe Bedürfnis, nicht länger missbraucht zu werden. Doch wer bleibt man, wenn man zur Waffe wird?

  12. Cover des Buches Iron Widow - Seele in Ketten (ISBN: 9783764532949)
    Xiran Jay Zhao

    Iron Widow - Seele in Ketten

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Simply_Another_Bookaholic

    Mit "Iron Widow – Seele in Ketten" liefert Xiran Jay Zhao eine Fortsetzung, die genauso wütend, brutal, emotional und empowernd ist wie Band 1. 

    Zetian ist nun Herrscherin. Endlich hat sie die Macht, ein System zu verändern, das Frauen unterdrückt, benutzt und opfert. Doch was bedeutet es wirklich, gerecht zu regieren? Wie viel Gewalt ist erlaubt, um eine gewaltvolle Welt zu stürzen? Und wie bleibt man sich selbst treu, wenn Götter, Feinde und das eigene Trauma unaufhörlich an einem zerren?

    Die Geschichte ist intensiv, schonungslos und voller gesellschaftskritischer Themen: Patriarchat, Machtmissbrauch, Unterdrückung, Freiheit, Selbstbestimmung und moralische Grauzonen. Xiran Jay Zhao schafft es meisterhaft, Fantasy, Science-Fiction und Feminismus zu einem explosiven, fesselnden Mix zu verbinden. 

    Zetian ist keine klassische Heldin. Sie ist wütend, kompromisslos, verletzlich und radikal. Genau das macht sie so faszinierend. Ihre innere Zerrissenheit, ihre Liebe zu Li Shimin und ihr unerschütterlicher Wille, diese Welt zu verändern, sorgen für eine emotionale Tiefe, die unter die Haut geht.

    Dazu kommt diese wunderschöne limitierte Ausgabe mit Farbschnitt, die das Buch auch optisch zu einem absoluten Highlight macht. Ein echtes Schmuckstück im Regal! 

    Für mich ist "Iron Widow" ein absolut passender Titel und ein düsterer und kraftvoller Roman, der noch lange nachhallt. Für alle, die epische Geschichten mit starken, unperfekten Heldinnen lieben ist das eine definitive Leseempfehlung!

    Ein epischer, atmosphärischer und emotionaler zweiter Band, der zeigt, wie stark Liebe, Vertrauen und Mut selbst durch Zeit und Gefahr tragen können. 

  13. Cover des Buches Helden der östlichen Zhou-Zeit - Band 3 - Der Kranichkönig (ISBN: 9783905816686)
    Uen Chen

    Helden der östlichen Zhou-Zeit - Band 3 - Der Kranichkönig

    (11)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    „Der König bleibt doch der König.“ „Ein Herrscher, der ein so ungeheures Unrecht begeht, hat seine Herrscherwürde verwirkt.“



    Held oder Antiheld? Wieder entführt der taiwanesiche Comiczeichner Chen Uen in die östliche Zhou-Zeit (770 – 221 v.Chr.), eine Zeit, in der Kämpfe, sich bekriegende Reiche aber auch geistige Errungenschaften die Geschichte Chinas prägten. Zeichnerisch aufgearbeitet lassen die einzelnen Kapitel Herrscher, Generäle und ihre Intrigen aber auch eine starke Frau und den Begründer einer neuen Philosophie aufleben.



    Die östliche Zhou-Zeit mit ihrer Mischung aus Chaos, Krieg aber auch kulturellen Errungenschaften bildet die Kulisse, die der Autor und Zeichner für sein dreiteiliges Werk gewählt hat. Das antike China wartet mit den unterschiedlichsten Herrschern und Konflikten auf. Auch hier wurden einige von ihnen – zusammen mit ihren Untergebenen in den Vordergrund gestellt. Neben den kriegerischen Ambitionen sind es höfische Intrigen, die die Eindrücke aus den Herrscherhäusern bestimmen. Ihnen gegenüber stehen hier aber auch Geschichten, die die Kriegskunst im Gegensatz zu anderen Tugenden stellen. So sind es zwar einerseits Krieger, die als Helden aus den Geschichten hervorgehen – in anderen Kapiteln stellen sich aber gerade diese als die Verlierer im Unterschied zu weiseren aber auch friedlicheren Persönlichkeiten heraus.


    Die Zeichnungen enthalten Elemente der klassischen chinesischen Tuschezeichnungen. Manche Bilder zeigen detailreiche Szenen, andere nehmen nur Teile des Geschehens auf und verdichten es auf das Wesentliche. Eindrucksvoll gelingt es dem Künstler die Emotionen der Charaktere durch ihre Gesichter und ihre Haltung zu übermitteln. Immer wieder nimmt er dabei gegensätzliche Persönlichkeiten und stellt sie gegenüber – was durch ihre Aussagen, ihre Handlungen aber auch ihre Darstellung ausgedrückt wird.


    Im Vorwort gibt Chen Uen an, nicht der Meinung zu sein, aus der Vergangenheit viel lernen zu können. Vielmehr schätzt er den Unterhaltungswert der Geschichten. Dennoch hinterlassen die Anekdoten eine moralische Aussage, stellen die unterschiedlichsten Menschen und Taten als Helden dar, sodass sich Fragen und Interpretationen abseits des eindeutig Ausgesagten ergeben.


    Fazit: Die Aufnahme einzelner Schicksale bringt die historische Zeit nahe. Die Zeichnungen bleiben in Erinnerung. Wieder hat der Künstler ein beeindruckendes Werk geschaffen.

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