Bücher mit dem Tag "chirurgie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "chirurgie" gekennzeichnet haben.

18 Bücher

  1. Cover des Buches Anatomy (ISBN: 9783743223103)
    Dana Schwartz

    Anatomy

    (496)
    Aktuelle Rezension von: Noemi_Sievert

    ⭐ 4,5 von 5 Sternen – Gelungen, düster und überraschend

    „Anatomy – Eine Liebesgeschichte“ von Dana Schwartz war für mich eine rundum gelungene Geschichte. Die Handlung ist interessant, stellenweise düster und konnte mich mit einigen unerwarteten Entwicklungen wirklich überraschen – auch wenn ich manches schon kommen sah.

    Besonders gefallen hat mir, dass die Liebesgeschichte ohne unnötig spicy Szenen auskommt. Gleichzeitig sollte man wissen, worauf man sich einlässt: Die chirurgischen und teilweise blutigen Szenen sind recht präsent. Wer mit Blut, Operationen und anatomischen Beschreibungen nicht gut umgehen kann, für den ist das Buch vermutlich eher nichts.

    Mein grösster Kritikpunkt ist der Schreibstil. Dieser war mir stellenweise einfach zu träge und hat für mich immer wieder Tempo aus der Geschichte genommen. Genau deshalb reicht es am Ende nicht ganz für fünf Sterne – und ich bin mir auch noch unsicher, ob ich die Fortsetzung lesen möchte. Dafür hat mich die Geschichte trotz allem nicht genug gepackt.

    Insgesamt aber eine besondere, atmosphärische und etwas düsterere Liebesgeschichte, die ich definitiv weiterempfehlen würde – besonders für Leserinnen und Leser, die historische Geschichten mit ungewöhnlichen Themen mögen.

  2. Cover des Buches Racheherbst (ISBN: 9783442487950)
    Andreas Gruber

    Racheherbst

    (326)
    Aktuelle Rezension von: Holla_Die_Waldfee

    Ich bin bekennender Andreas-Gruber-Fan und bisher hat mich noch keines seiner Bücher enttäuscht. Auch mit „Racheherbst“ hat er in meinen Augen wieder grandios abgeliefert!

    Schon von den ersten Seiten an ist die Geschichte unglaublich spannend und Gruber schafft es tatsächlich, diese Spannung über die mehr als 500 Seiten hinweg aufrechtzuerhalten. Dabei verfolgen wir zunächst zwei Handlungsstränge: Auf der einen Seite ermittelt Walter Pulaski in Leipzig im Mordfall an einer jungen Frau, auf der anderen Seite gerät die Wiener Anwältin Evelyn Meyers in einen weiteren äußerst brisanten Fall. Nach und nach fügen sich die beiden Geschichten zusammen und ergeben ein immer komplexer werdendes Gesamtbild.

    Pulaski hat es mir wieder angetan. Er ist einfach unglaublich sympathisch und sorgt mit seiner zynischen Art immer wieder für herrlichen Humor. Ich liebe diese Mischung aus spannender Handlung, düsteren Fällen und trockenem Humor.

    Die Handlung ist packend, und die verschiedenen Perspektiven sorgen für ordentlich Tempo. Dazu kommt Grubers gewohnt hervorragender Schreibstil: flüssig, bildhaft und unglaublich fesselnd.
    Das Finale setzt nochmal eins drauf, und ist absolut rasant.

    Ich habe die über 500 Seiten in gerade einmal zwei Tagen gelesen. Und ich denke, das sagt eigentlich schon alles. Wenn ein Thriller mich dermaßen an die Seiten fesselt, hat der Autor definitiv alles richtig gemacht.

    Für mich ist Andreas Gruber ohnehin einer der Autoren, die viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätten! „Racheherbst“ hat meine Begeisterung für seine Bücher wieder komplett bestätigt.
    Von mir gibt es daher eine ganz klare Leseempfehlung!!!

  3. Cover des Buches Der Horror der frühen Medizin: Joseph Listers Kampf gegen Kurpfuscher, Quacksalber & Knochenklempner (suhrkamp taschenbuch) (ISBN: 9783518470589)
    Lindsey Fitzharris

    Der Horror der frühen Medizin: Joseph Listers Kampf gegen Kurpfuscher, Quacksalber & Knochenklempner (suhrkamp taschenbuch)

    (177)
    Aktuelle Rezension von: xdexx7

    Kurzbeschreibung: In dem Buch geht es um die Karriere des englischen Chirurgen Joseph Lister. Er wurde dadurch bekannt, dass er als einer der ersten Chirurgen die Lehre der Desinfektion vertrat. Anders wie seine Kollegen, befasste er sich mit der hohen Sterblichkeit der Patienten und versuchte dieser entgegenzuwirken. Das dieses Unterfangen nicht von Anfang an mir Erfolg gesehnt war ist voll klar. Trotz aller Kritik und Gegenwehr, gelang es im eine wirksame Methode zur Desinfektion von Mensch, Wunde und Material zu finden und seine verdiente Reputation zu erlangen.

    Meinung: Meiner Meinung nach ist der Titel etwas schlecht gewählt. Der Titel besagt, dass es um den Horror der frühen Medizin geht, dabei geht es aber um einen Chirurgen die zu dieser Zeit nicht mal als Mediziner angesehen wurden. Der Untertitel macht genau so Probleme, dieser suggeriert mir, dass Joseph Lister aktiv gegen Kurpfuscher, Quacksalber und Knochenklempner vorgegangen. Dies ist jedoch überhaupt nicht der Fall. Er hat "nur" eine neue Methodik zur Desinfizierung entwickelt und hat sich somit mit alteingesessenen Medizinern angelegt. Diese waren nämlich der Meinung, dass seine Lehre und Methodik unnötig und falsch sei.

    Fazit: Erwarten sie sich keine Veranschaulichung von Horrorgeschichte über die frühere Medizin des 19. Jahrhunderts. Es geht hier eher um die Revolution der Arbeitsweise der damaligen Chirurgen und wie diese sich auf die Zukunft der Schulmedizin ausgewirkt hat. Trotz allem muss ich sagen, dass es ein sehr unterhaltsames Buch ist, welches sich schnell, spaßig und unkompliziert lesen lässt. Lässt sich auch gut mit dem zweiten Buch "Der Horror der frühen Chirurgie" kombinieren.

  4. Cover des Buches Die Charité: Hoffnung und Schicksal (ISBN: 9783499274527)
    Ulrike Schweikert

    Die Charité: Hoffnung und Schicksal

    (323)
    Aktuelle Rezension von: Nira_cole

    Als Krankenschwester interessiert mich jede form der Historischen Geschichten im Bereich der Medizin. Um so schöner war es die Charite zu Lesen und zu erfahren wie sie versuchen Verschiedene Krankenheiten in der Damaligen Zeit zu bekämpfen. Es ist toll geschrieben und auch für Leute die keine Ahnung von Medizin haben super nachvollziehbar. Wer wissen will wie es früher war sollte diese Bücher lesen. Alle Toll

  5. Cover des Buches Die Ärztin - Eine unerhörte Frau (ISBN: 9783746635736)
    Sabine Fisch

    Die Ärztin - Eine unerhörte Frau

    (29)
    Aktuelle Rezension von: Renate1964

    Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Die fiktive Amelie von Liebwitz kehrt 50 jährig aus Amerika zurück und erinnert sich an ihr Studium und die Ausbildung ab 1908. Der teil überwiegt und beschreibt sehr spannend die schwierige Lage der ersten Frauen im Studium und ganz toll auch Operationen und die damaligen Narkosetechniken. Inhaltlich sehr gelungen. Ein Wermutstropfen waren die vielen Wiederholungen und 

  6. Cover des Buches Kopfarbeit (ISBN: 9783426302484)
    Peter Vajkoczy

    Kopfarbeit

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Sandra1975


    Ich habe das Buch mit der grössten Faszination gelesen. Als Germanistin hätte ich nie gedacht, dass ich mir jemals ein Buch zulege, in dem es um Operationstechniken geht, wo das OP-Besteck minutiös beschrieben wird und man es mit Menschenschicksalen zu tun bekommt, die unter die Haut gehen. 
    Das Buch besticht durch die Haltung des Chirurgen zu seinem Fach, die in der Detailtreue der Schilderungen durchdringt. Man hat es hier mit jemandem zu tun, der dem Dünnsten und Zerbrechlichsten des menschlichen Körpers mit Ehrfurcht begegnet. 



    Die Demut des Chirurgen sowie dessen Entmystifizierung - ein Leitmotiv des zügig, aber dennoch sorgfältig verfassten Textes, den man besser mehrmals lesen sollte. 



    Während der ersten Lektüre hatte ich als Nichtmedizinerin den Impuls vorzublättern, wenn es medizinisch zu sehr ins Detail ging. Doch dann nahm ich das Buch ein zweites, ein drittes und ein viertes Mal in die Hand und las die einzelnen Schritte der Operationen als eine Art Meditation, in die auch der Chirurg während eines Eingriffs gerät. 



    Hier wird nichts nach Schema F vollzogen, jeder Schritt ist wohlüberlegt und zugleich intuitiv, geführt von der Notwendigkeit der jeweiligen Umstände. Das Gehirn gibt den Ton an. Der Arzt öffnet den Schädel, danach weiss er nicht, was ihn erwartet - eine Gefässverzwickung, die auf dem Röntgenbild nicht zu sehen war, eine unerwartete Blutung, eine Gefässwand, die sich zu schnell verhärtet und das Nähen unmöglich macht. 
    Der Chirurg ist hier nicht über die Natur erhaben, vielmehr stellt er sich ihr, wie ein Feuerwehrmann, der einen Waldbrand zu löschen versucht, ohne Scheu, das eigene Leben dabei auf Spiel zu setzen. 



    Professor Vajkoczy beschreibt eindrücklich, wie auch der Chirurg der Leidtragende ist. Den Tod eines Patienten, um dessen Leben man nächtelang gerungen hat, gilt es zu verarbeiten. Durch Fehleranalyse im Team. Durch Selbstreflexion. Eine sanfte und gutgemeinte Berührung kann eine fatale Kettenreaktion zur Folge haben. Das hat man weder beabsichtigt noch kommen sehen. Es geht nicht spurlos am Menschen Vajkoczy vorbei. Und das, schreibt er, ist eine Haltung, die es zu kultivieren gilt. Das Talent, die Gefühle an sich heranzulassen. Nicht abzustumpfen, sondern empfänglich zu sein für die Reise ins eigene Innere, auf die einen die Operation am Gehirn mitnimmt. Dieses Talent will genauso diszipliniert erlernt werden wie das Führen des Messers und das Bedienen des Bohrers. Talent, so lässt Vajkoczy durchblicken, geht mit Leidensfähigkeit um eines höheren Zwecks willen einher. Hier geht es um das Leben des Patienten, seiner Angehörigen und nicht zuletzt auch um den Einsatz vieler Menschen. 



    Bis zu zehn Menschen bringen ihre Fähigkeiten im OP ein, davor beginnt die Vorbereitung schon bei der Frage nach korrekten Auswertung der Röntgenbilder. Auf den Eingriff folgen Visite, Reha und die Wiedergewinnung des Alltagslebens. Die OP ist keine auf eine sonstige Problematik aufgepfropfte Behandlung, wie im Falle einer Grippe, die kommt, behandelt wird und vergessen geht. Die OP ist eingebettet in ein komplexes Gefüge zwischenmenschlicher Beziehungen, vor und nach dem Eingriff an sich. 



    Es ist diese wohlproportionierte Mischung aus fachlichem Wissen und Können sowie die Ermahnung, über die Beherrschung der Instrumente, die Menschlichkeit nicht zu verlieren, die das Buch für mich zum Wertvollsten macht, was ich in letzter Zeit gelesen habe. Ein Korrektiv für uns alle, in dieser emotional abgebrühten Welt des 21. Jh.


  7. Cover des Buches Schneekind (ISBN: 9783944258096)
    Silke Nowak

    Schneekind

    (77)
    Aktuelle Rezension von: Monika_D_Kunze

    Aus der Sicht der Protagonistin erzählt, legt die Autorin kleine Spuren und lenkt den Leser in diverse Richtungen, um schließlich doch zu überraschen - und das völlig. Hier haben wir einen Krimi, der sich zur Weihnachtszeit abspielt und auf eine gewisse Weise für Stimmung sorgt, kann man anhand der Beschreibungen sich gut in die schön beschriebene Umgebung hineinversetzen. Und doch ist da dieses Unbehagen, denn es sterben Menschen. Mehr kann ich zum Inhalt im Grunde nicht schreiben, ohne zu viel zu verraten. Mir wurde dieses Buch herzlich empfohlen und das tue auch ich. Die Schreibweise hat mir gefallen und das Buch las sich flüssig und schlüssig, mit einem klaren Blick auf Details. Es hat mir gefallen und ich empfehle es gerne weiter.

  8. Cover des Buches Schnitt! (ISBN: 9783426301005)
    Arnold van de Laar

    Schnitt!

    (24)
    Aktuelle Rezension von: Kimsieve

    Das Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen und man hat es auch als nicht Mediziner gut verstanden. Die Erklärungen des Autors waren gut gewählt und ich würde es sofort wieder lesen 

  9. Cover des Buches Der Horror der frühen Chirurgie: Von der Autorin des Bestsellers »Der Horror der frühen Medizin« (suhrkamp taschenbuch) (ISBN: 9783518472798)
    Lindsey Fitzharris

    Der Horror der frühen Chirurgie: Von der Autorin des Bestsellers »Der Horror der frühen Medizin« (suhrkamp taschenbuch)

    (77)
    Aktuelle Rezension von: Kagali

    Lidsey Fitzharris nahm mich schon mal mit Der Horror der frühen Medizin mit, auf eine abenteuerliche Reise durch die Medizingeschichte (und ließ mich mehr als dankbar sein, im Zeitalter von Desinfektionsmittel, Penicillin und anderen Antibiotika zu leben). Daher war ich sehr neugierig auf ihr neustes Buch, in dem es dieses Mal um die Anfänge der plastischen Chirurgie geht.

    Eine Disziplin, geboren aus dem Terror des 1. Weltkrieges

    "Ab dem Moment, als an der Westfront das erste Maschinengewehr ratterte, stand eines fest: Die Fortschritte in der Militärtechnologie stellten die Medizin vor ungeahnte Herausforderungen."

    (Der Horror der frühen Chirurgie von Lindsey Fitzharris, Suhrkamp Verlag, 2022, S. 17)

    Wenn man Plastische Chirurgie heutzutage hört, denken die meisten Menschen zuerst an Brustvergrößerungen, Fettabsaugungen, Lippen aufspritzen und Hautstraffungen, kurz an Schönheitsoperationen. Die Medizin im Dienst des schönen Scheins. Doch die Anfänge dieser Fachdiszplin liegen ganz woanders, an einem Ort der in etwas so weit weg von Schönheit war, wie das Ende der Milchstraße von unserer Erde, nämlich in den Schützengräben des 1. Weltkrieges. Als das Töten und Verstümmeln von Menschen zur automatisieren, technisierten Wissenschaft wurde, verloren tausende Soldaten auch dann ihr Leben, wenn sie nicht starben, nämlich vor allem dann, wenn Kugeln und Granatenspliter ihnen die Gesichter zerfetzten und zerstörten. Diese “Entstellten” stießen in der Heimat zumeist auf Ekel, Verachtung und Angst, wie es Autorin Lindsey Fitzharris treffend in ihrem Prolog beschreibt:

    "Anders als Amputierte wurden Männer mit entstellten Gesichtern nicht unbedingt als Helden gefeiert. Während ein fehlendes Bein Respekt und Mitgefühl auslöste, rief ein zerstörtes Gesicht häufig Ablehnung oder sogar Ekel hervor. […] Gesichtsverstümmelte Soldaten lebten nach der Heimkehr aus dem Krieg oft in selbstgewählter Isolation vor der Gesellschaft. […] Die Leben der betroffenen Soldaten waren oft so zerstört, wie ihre Gesichter. Ihrer Identität beraubt, wurden sie zum abschreckenden Symbol einer neuen mechanisierten Form der Kriegsführung […] die tragischsten aller Kriegsopfer, fremd sogar sich selbst."

    (Der Horror der frühen Chirurgie von Lindsey Fitzharris, Suhrkamp Verlag, 2022, S. 22ff.)

    Und diesem Leid versuchte der Chirurg Harold Gillies etwas entgegen zu setzten, indem er in kürzester Zeit die plastische Chirurgie um Meilen voranbrachte. Er rekonstruierte Nasen, schloss Löcher und Krater in Wangen, stellte ganze Kiefer wieder her und gab den Soldaten damit wieder eine Identität und auch wenn nicht immer alles perfekt lief, immerhin arbeitete er nahezu immer experimentell mit neuen Techniken, gab er ihnen vor allem eins: Hoffnung.

    Lindsey Fitzharris hat ihr Handwerk verbessert
    Kommen wir zum Literarischen. Wie bereits erwähnt, ist dies nicht meine erstes Buch von Lindsey Fitzharris. Ihr Debütwerk, Der Horror der frühen Medizin fand ich sehr spannend, aber man merkte schon, dass es ein Erstlingswerk von jemanden ist, der bisher viel wissenschaftlich gearbeitet hat. In dem Buch neigte Fitzharris zum Abschweifen, was damals mein Grund für einen Punkt Abzug war. Mit dieser Kritik war ich auch nicht allein und ich habe mich sehr gefreut, dass die Autorin sich diesen öfters genannten Kritikpunkt offenbar zu Herzen genommen hat, denn über Der Horror der frühen Chirurgie kann ich nur sagen: Es ist on point!

    Fitzharris schreibt weiterhin sehr mitreißend und unterhaltsam und dieses Mal bleibt der Fokus stets auf Harold Gillies, sein Schaffen und seine Patienten. Natürlich gibt es ergänzende Informationen zum 1. Weltkrieg und speziell der Versorgung der Verletzten, aber diese Hintergrundinformationen sind bei diesem Buch meinem Gefühl nach immer wirklich nützlich und informativ und ergänzen die Aussagen, statt abschweifend zu wirken. Wirklich eine tolle Verbesserung.

    Gleichzeitig bleibt die Autorin bei dem, was sie auch schon in ihrem Debütwerk großartig gemacht hat: Fakten und Medizingeschichte spannend erzählen. Indem sie Einzelschicksale beleuchtet und mit zahlreichen Tagebucheinträgen, Briefe etc., ergänzt, liest sich dieses Buch sehr bewegend. Es ist unvorstellbar, zu welchen Grausamkeiten Krieg führt, welches Leid selbst diejenigen widerfährt, die nicht im Schützengraben ihr Leben ließen. Fitzharris scheut sich nicht, diese absurde Brutalität ungeschönt zu schildern. Daher ist das Buch definitiv nichts für schwache Nerven und ich bin überzeugt, selbst die hartgesottesten ThrillerleserInnen und SplatterfimliebhaberInnen werden hier schlucken müssen, denn als LeserIn weiß man ja, das hier war real. Die im Buch erwähnten “Vorher-nachher” Fotoaufnahmen lassen sich problemlos finden (suchen auf eigene Gefahr) und es läuft einem eiskalt den Rücken herunter, was Menschen anderen Menschen antun können.
    Doch das Buch ist nicht nur düster und traumatisch, an vielen Stellen zeigt es auch immer wieder Lichtblicke und Momente der Hoffnung. Das Engagement, mit dem sich Harold Gillies und sein gesamtes Klinikpersonal für ihre Patienten einsetzten, ist inspirierend und zeigt einmal mehr, dass wir alle den Leuten in medizinischen Berufen unseren größten Respekt schulden (und Arbeitgeber mehr Lohn!)

    Abschließend bleibt mir nur zu sagen: Ihr mögt Sachbücher? Dann lest dieses Buch. Ihr mögt keine Sachbücher? Dann probiert es mit diesem Buch. Ich jedenfalls freue mich jetzt schon sehr auf Lindsey Fitzharris drittes Buch, dass im Oktober im Original erscheinen wird und in dem es anscheinend um Seuchen und Pandemien geht und hoffe inständig, dass auch dieses übersetzt werden wird.

    Fazit:

    Mein Monatshighlight im Mai! Der Horror der frühen Chirugie ist ein großartiges Sachbuch über ein düsteres, aber für die Betroffenen lebensveränderndes Kapitel der Medizingeschichte. Fesselnd erzählt, aber Thema bedingt nichts für schwache Nerven. Eine Sachbuchempfehlung für alle, die Sachbücher nicht mögen, es aber trotzdem mal mit einem probieren möchten.


    Folge mir ;)

    Diese und andere aktuelle Rezensionen (mit zusätzlichem Coververgleich Deutsch/Original) findet ihr auch auf meinem Blog Miss PageTurner (https://miss-pageturner.de)

  10. Cover des Buches Der Nachtschattenmann: Thriller (ISBN: 9783944676630)
    Catherine Shepherd

    Der Nachtschattenmann: Thriller

    (129)
    Aktuelle Rezension von: LadyIceTea

    In einer kalten, dunklen Nacht wird Rechtsmedizinerin Julia Schwarz zu einem grausamen Mord gerufen. Auf den Stufen einer Tanzschule liegt eine tote Frau mit einem winzigen Ballerinaschuh in der Hand. Ihre Arme sind erhoben, als wolle sie selbst im Tod noch tanzen. Während Julia und Kriminalkommissar Florian Kessler fieberhaft nach dem Täter suchen, erwacht die seit Wochen vermisste Johanna aus der Narkose. Doch als sie in den Spiegel schaut, blickt ihr eine Fremde entgegen. Jemand hat ihr Äußeres verändert – und sie ist nicht das einzige Opfer. Je tiefer Julia und Florian in den Fall eintauchen, desto klarer wird, dass sie es mit einem Serientäter zu tun haben, der nur im Schutz der Dunkelheit zuschlägt. Doch wie fängt man einen Schatten, wenn jede Spur ins Nichts führt?

     

    „Der Nachtschattenmann“ ist der neunte Teil der Reihe um die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz von Catherine Shepherd.

    Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden, machen aber in der richtigen Reihenfolge noch mehr Spaß.

    Der Schreibstil der Autorin nimmt mich jedes Mal aufs Neue gefangen. Die Bücher sind einfach Pageturner und auch „Der Nachtschattenmann“ steht den vorherigen in nichts nach.

    Julia und ihre Assistentin sind schnell wieder tief in die Ermittlungen involviert und kommen dem Täter näher als gedacht. Florian als leitender Ermittler gibt ebenfalls sein Bestes um diesen Serienmörder zu stellen.

    Den Fall fand ich besonders klasse, weil es durch die Nebenstränge so einige Zusatzinfos gab und man dadurch viele Fährten hat, die mich ganz schön am Rätseln gehalten haben.

    Die Wendungen haben die Spannung aufrecht gehalten und viele gute Details und interessante Figuren haben die Ermittlungen vorangetrieben und mich nicht locker gelassen.

    Ich musste einfach weiterlesen.

    Die Auflösung war auch ganz nach meinem Geschmack.

    Ich mag die Reihe unheimlich gerne und freue mich jetzt schon auf weitere Fortsetzungen.

  11. Cover des Buches Bertil bis zum Hals im Schnee (ISBN: 9783630621333)
    Tiina Krohn

    Bertil bis zum Hals im Schnee

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Ulf_Borkowski
    Bei einer winterlichen Gartenparty in einem extravaganten Stadtteil Helsinkis läßt sich der Chirurg Bertil Salomaa bis zum Hals im Schnee vergraben. Kurze Zeit später ist der Arzt tot. Ist dies nur das tragische Ende eines Partygags oder steckt doch mehr dahinter? In einer Rückblende führt die finnische Autorin Tiina Krohn den Leser zurück zur ersten Begegnung des Arztes mit seiner späteren Frau Amanda, einer sensiblen, erfolglosen Komponistin, um dann über weitere Episoden der Beziehung, das Geheimnis Bertil Salomaas zu lüften. In der weiteren Handlung nach dem Tod Bertils wird Amanda Salomaa auf die Spur ihres verstorbenen Ehemannes und seiner geheimen Nebentätigkeit geführt. Fesseln konnte mich dieser Roman nicht, die Protagonisten bleiben oberflächlich, die Story flach, die ganze Atmosphäre wirkt bizarr. Den Anspruch des Klappentextes erfüllt dieser Roman jedefalls nicht.
  12. Cover des Buches Der Chirurg und die Spielfrau (ISBN: 9783404179374)
    Sabine Weiß

    Der Chirurg und die Spielfrau

    (24)
    Aktuelle Rezension von: KiraNear

    Titel: Der Chirurg und die Spielfrau

    Autor*in: Sabine Weiß

    Erschienen in Deutschland: 2020

    Originaltitel: -

    Erschienen in -: -

    Übersetzer*in: - 

     

    Weitere Informationen: 

    Genre: Historisch, Drama, Hetero

    Preis: € 11,00

    Seiten: 592

    Sprache: Deutsch

    ISBN: 978-3-404-17937-4

    Verlag: Bastei Lübbe AG

    Rezensionsexemplar: Nein

     

    Inhalt:

    1217. Weil sein Vater ihn ans Kloster geben möchte, flieht der junge Bremer Adelige Thonis und schließt sich einem Kreuzzugsheer an. Doch er kommt nicht weit: Schon auf dem Weg ins Heilige Land erblindet er, wird zum Sterben zurückgelassen. Dass er gesundet, verdackt er allein dem betörenden Gesang einer Spielfrau, der ihn am Leben hält, und der Kunst des Chirurgen Wilhelm. Fasziniert lässt sich Thonis selbst zu Chirurgen ausbilden und spürt die Frau auf, die ihn einst rettete: Elena, eine Sklavin. Beide wollen sie den Menschen helfen - und geraten in einer Zeit der Kreuzzüge und Ketzerverfolgung in eine tödliche Gefahr ...

     

    Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

    Ich bin mir ehrlich gesagt nicht mehr so ganz sicher, wann und wo ich mir das Buch gekauft habe, entweder wars in einem Supermarkt oder in einem Buchladen, denn ich habe es für 4,99 Euro als preisreduziertes Mängelexemplar kaufen können. So groß war der Mangel jetzt auch nicht, auf der Rückseite sind ein paar Kratzspuren vom Auspacken, aber das ist jetzt in meinen Augen echt nichts wildes. Hat mich am Lesespaß überhaupt nicht gehindert.

    Apropos Lesespaß, ich hätte das Buch fast genießen können, bzw von Anfang bis zum Ende genießen können, aber leider war das nicht der Fall. Was allerdings mal nicht an den Charakteren liegt, nein, die waren alle schön verschieden und voller Persönlichkeit, es war schön Thonis' Aufstieg zu sehen. Und ich habe mit Elena mitgelitten, besonders wegen ihrer Mutter und als sie versucht hat, in Freiheit zu kommen. Keine Sklavin mehr zu sein. Und auch die Charaktere, die ich nicht mochte, stachen recht gut heraus. Lediglich mit den vielen Adeligen kam ich durcheinander und habe sie ständig verwechselt, wer nun welche Rolle spielt. Die damalige Zeit hatte für mein mieses Namensgedächtnis einfach viel zu viele Adelige XDD

    Nein, es lag dieses Mal leider am Anfang und am Ende. Der Großteil der Geschichte war angenehm zu lesen, sehr angenehm, hatte die richtige Mischung aus traurig und schön, spannend und grausam, unterhaltsam und dramatisch. Der Anfang dagegen suppt erstmal vor sich hin, kommt nicht wirklich in die Pötte. Ich hatte mich schon gefragt, wann das Buch endlich loslegen würde^^°

    Mit seiner Krankheit, so fies es vielleicht auch klingt, fing das Buch dann an, richtig gut zu werden und hat das Niveau auch halten können, was sehr stark war. Ich habe mich immer darauf gefreut, da noch ein wenig darin lesen zu können bevor es ins Bett geht, wenn ich es nicht lesen konnte, dann weil ich mal wieder zu müde dafür war. Und selbst da habe ich es nur ungern ausfallen lassen.

    Das Ende dagegen, als die meisten Konflikte passiert ist, verwässert das alles wieder, als wäre sich die Autorin nicht so ganz sicher gewesen, wie sie das Ganze beenden soll. So kehrt Thonis nach langer Zeit in seine Heimat zurück und ist nur so halb willkommen, je nachdem, wen du da gefragt hättest, hättest du eine ganz unterschiedliche Antwort bekommen. Es war auch ein wenig undurchsichtig, ob sie nun gehen oder nicht. Hier hatte ich auch wieder das Problem mit den Adeligen und ihren Namen, dass ich mir dann mit viel Mühe merken musste: Wer war wer und war lag mit wem nochmal im Streit?

    Es geht zwar gut für die beiden aus, mit einem halboffenen Ende, dennoch: Der Teil davor hätte nicht unbedingt sein müssen. Denn Thonis und Elena haben sich so ein schönes Leben aufgebaut und Thonis hat den Kontakt zu seiner alten Familie vor so langer Zeit verloren, dass ein Wiedersehen jetzt nicht so viel Sinn macht in meinen Augen.

    Hinten im Buch gab es dann auch ein Glossar, welches die wichtigsten Wörter erklärt, die im Verlauf des Buches vorkommen, sowas finde ich immer wieder super und praktisch. Auch gab es eine Karte, am Anfang und Ende des Buches, welches beide die gleiche Karte zeigen. Es sind alle Orte eingezeichnet, an welchen die Story spielt und das sind doch recht viele, da Thonis in seinem Leben viel herumkommt. Warum allerdings 1:1 die gleiche Karte zweimal drin sein musste, verstehe ich ehrlich gesagt nicht so ganz.

     

    Fazit:

    Der Anfang und das Ende waren wie gesagt ein wenig schleppend, da habe ich mich geduldig durchziehen müssen, aber ich habe es geschafft. Und 5/7 des Buches haben mir ja sehr gut gefallen, also kann ich da nicht so viel mehr dazu sagen. Es war eine angenehme Mischung aus den beiden Perspektiven und ich hatte (fast) jedes Mal Spaß beim Lesen. Auch war es interessant, mal einen Einblick in das medizinische Leben von damals zu werfen, wie die damaligen Ärzte praktiziert haben, was man damals behandeln musste und wie man es getan hat, das hatte schon was.

    Von mir bekommt das Buch insgesamt vier Sterne und eine Lese-Empfehlung. Hier ist das Karma zwar nicht so offensichtlich stark verteilt wie bei den Büchern von Iny Lorentz, aber dennoch können Fans des Autorenpaars hier auch ihre Freude finden. Diese mutige Behauptung stelle ich jetzt einfach mal so auf.

  13. Cover des Buches Doktor med. Erika Werner (ISBN: 9783453000957)
    Heinz G. Konsalik

    Doktor med. Erika Werner

    (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Auf ewig dein (ISBN: 9783732590629)
    Kelly Parsons

    Auf ewig dein

    (35)
    Aktuelle Rezension von: Literatur-Universum
    Das Buch spricht einen auf Anhieb an: Ein Arzt, der einen Fehler macht und ein Patient, der aus dem daraus ergebenen Resultat stirbt.
    Doch birgt dieser eine Satz viele aufschlussreiche und infernalische Gegebenheiten in sich. Denn so einfach macht es der Autor nun auch nicht. Natürlich packt er das Gesamte in eine brisante und authentische Story. Der Autor Kelly Parsons ist selbst Arzt. Außerdem Dozent an einer Universität. Was ihm die komplette Machenschaft in die Hände legt, um solch einen Thriller zu schreiben. Man merkt äußerst schnell, dass er sich auf diesem Gebiet sehr gut auskennt.

    Die Anekdote ist im Endeffekt simpel. Wäre nicht ein Labyrinth darüber gesponnen worden. Es geht um den Arzt Steven, der ein idyllisches Leben führt. Er ist am Aufstreben. Hat noch große Ziele. Vor allem will er unbedingt an einer Universität unterrichten. Hierfür muss er sich jedoch erst profilieren. Er gilt als ein fantastischer Arzt. Sehr geschätzt unter den Kollegen. Und natürlich auch bei seiner Frau und seinen zwei kleinen Töchtern.
    In der höchsten Flugphase seines Lebens passiert ihm jedoch ein gravierender Fehler. Er übersieht, dass einer seiner Patienten auf ein Medikament allergisch ist, welches er ihm verabreicht hatte. Dieser Patient, bei dem nur ein Routineeingriff vollzogen wurde, befindend sich daraufhin, während der OP, in einem kritischen Zustand. Alles wegen eines Fehlers.
    Nur einen Tag später stirbt er. In dieser schockierenden und niederschmetternden Phase, lässt sich Steven auch noch mit einer Medizinstudentin ein, und hat eine Affäre mit ihr.
    Doch wäre das nicht schon schlimm genug, kommt er schließlich zum Ergebnis, wie der Patient gestorben ist. Beziehungsweise, was den Tod tatsächlich gebracht hatte.
    Er fühlt sich nicht verantwortlich für den Tod des Patienten.
    Wer aber trägt die Verantwortung für den Todesfall?

    Auch für einigen Humor, in der ansonsten düsteren Geschichte, sorgt der Autor: "Ein Freund von mir auf dem College meinte mal, dass es mit Pizza so ähnlich wäre wie mit Sex: Wenn es gut ist, ist es göttlich und wenn es schlecht ist ... immer noch ziemlich gut."

    Das Buch lässt sich sehr rasch lesen und hat einen spannenden Plot gepaart mit einigen Schwächephasen, in denen viele Szenen zu lange gezogen wurden. Alles in allem ist es kein Meisterwerk, jedoch ein Buch, welches man für die Entspannung zwischendurch lesen kann.
  15. Cover des Buches Dr. med. Erika Werner (ISBN: B0000BKE0B)
    Heinz G. Konsalik

    Dr. med. Erika Werner

    (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Chicago Doctors: Herzstolpern (ISBN: B0C79M1F6M)
    Annie Eisenhardt

    Chicago Doctors: Herzstolpern

    (32)
    Aktuelle Rezension von: christiane_brokate

    Das Cover ist Hot, in diesen Body kann man sich echt verlieben. Beim Lesen und wie ich Sebastian besser kennen gelernt habe, muss ich sagen war ich es vielleicht ein sogar ein bisschen. Er ist einfach ein Mensch, den man mag, er wirkt kompetent. 


    Anna ist gerade ausgelernt und bekommt eine Stelle als Assistenzärztin, die meisten der Männer in ihrem Leben trauen ihr diesen Job nicht zu. Sie zeigt es aber allen, ich finde sie mutig und ich wäre gerne manchmal gerne so taff wie sie. Aber man macht mit ihr aber auch schwache Momente mit, es war ein Wechselbad der Gefühle. Sehr interessant war die Liebesgeschichte in diesem Buch sie ging ans Herz, war abwechselnd und hat mich abgeholt. Ich war verliebt in das Buch, in das Band was Anna und Sebastian aufbauen, es war romantisch, spannend und manchmal tragisch. Ein toller Roman für zwischendurch, ob das medizinische alles realistisch war, ist garantiert nicht so, aber es war trotzdem gut zu lesen.

  17. Cover des Buches Doktor med. Erika Werner. Der Dschunkendoktor. Privatklinik (ISBN: 9783404250240)
  18. Cover des Buches Eine bessere Welt (Die Abnormen 2) (ISBN: B015JBLBRU)
    Marcus Sakey

    Eine bessere Welt (Die Abnormen 2)

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Ro_Ke
    Klappentext (Lovelybooks):

    Seit 1980 kommt ein Prozent aller Kinder mit Gaben auf die Welt, von denen wir bis dahin nur träumen konnten. Sie können die intimsten Geheimnisse eines Menschen wahrnehmen, Börsenbewegungen voraussagen oder sich fast unmerklich fortbewegen. Seit dreißig Jahren wächst die Kluft zwischen diesen außergewöhnlichen Menschen... und uns anderen. Nun hat ein von Genialen organisiertes Terrornetz drei Städte lahmgelegt. Die Regale der Supermärkte sind leer, Notrufe werden nicht beantwortet, Menschen werden bei lebendigem Leib verbrannt. Nick Cooper kämpft seit jeher darum, dass seine Kinder einst in einer besseren Welt leben können. Selbst ein Genialer, ist er auch Berater des US-Präsidenten und gegen alles, wofür die Terroristen stehen. Doch während Amerika in einen verheerenden Bürgerkrieg schlittert, muss Cooper sich auf ein Spiel einlassen, das er nicht verlieren darf. Denn seine Gegner haben ihre eigene Vorstellung von einer besseren Welt.

    Meine Meinung:

    Nachdem ich beim Auftakt schon bemängelt hatte, dass er für mich zu sehr „Agententhriller“ war und leider nur wenig ausgeschmückte Sci-Fi Anteile beinhaltete, entwickelt sich die Fortsetzung zu einem recht theoretischen „Politthriller“, bei dem, begleitet von allerlei Widrigkeiten, Missionen geplant werden, um einen Bürgerkrieg zu verhindern. 

    Die Geschichte bietet sicher einen fesselnden Spannungsbogen, jedoch konnte sie mich thematisch nicht gänzlich erreichen und ich musste feststellen, dass derart Thriller für mich auf der Leinwand gut funktionieren, ich sie aber weniger gerne lese bzw. höre.

    Dazu trägt leider auch der eher nüchterne/sachliche Schreibstil des Autors bei, der bei mir im Kopf nicht so recht zünden wollte. 

    Wirklich berühren konnten mich dafür aber die wenigen Momente, in denen Markus Sakey die Liebe des Protagonisten zu seinen beiden Kindern darstellt, deren Schutz als Antrieb für seinen Einsatz dient. 

    Fazit:

    Der Epilog stellt sehr geschickt die Weichen zu Teil 3 aber insgesamt war es mir, trotz gutem Spannungsaufbau, oft zu langatmig. 3,5 ★

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