Bücher mit dem Tag "christlicher roman"

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367 Bücher

  1. Cover des Buches Wo die Liebe ein Zuhause findet (ISBN: 9783986951801)
    Kerstin Sonntag

    Wo die Liebe ein Zuhause findet

    (3)
    Aktuelle Rezension von: UlrikeBode

    Dieses wunderbar gestaltete Cover vermittelt ganz viel Ruhe und ein wenig Melancholie, denn es zeigt Karolina auf einem besinnlichen Spaziergang durch den wunderbaren Schwarzwald.

    Die Protagonisten sind wunderbar beschrieben, mit ihren Charakteren, Emotionen und Ängsten toll ausgearbeitet.

    In ihrem tiefgründigen und empathischen Schreibstil hat die Autorin hier ein Thema aufgegriffen, das immer aktuell ist und sehr belastend ist.

    Hier stellt sich nämlich zum einen die Frage "bin ich genug" und zum anderen geht es um einen Kampf mit Dämonen, die einem jegliches Glück versagen.

    Eine Reise an einen Ort, der ihr aus ihrer Kindheit nur allzu bekannt ist bringt sie ganz langsam wieder zu einem stärkeren ich. Sie wird akzeptiert und ist auf einmal genug, muss sich nicht verbiegen sondern kann sein wie sie ist ohne kritisiert zu werden. 

    Auch Simon kämpft mit seinen Dämonen, hat jegliches Vertrauen in andere Menschen verloren und hat viele Ängste, denen er sich stellen muss.

    Ich habe beim Lesen diese Unaufgeregtheit genossen, Die Dinge, die zwischen den Zeilen stehen und wurde selbst entschleunigt.

    Was für eine wunderbare Geschichte, die Mut macht etwas zu wagen, vor allem wenn man glaubt eh nichts mehr zu verlieren zu haben,

    die den Glauben zurückbringt, der verloren gegangen ist und neue Wege zeigt, an die niemand gedacht oder gar geglaubt hat.

    Ich gebe hier eine ganz klare Leseempfehlung, denn dieses Buch macht Mut, zeigt Wege auf und ist einfach wunderbar zu lesen.

    Vielen Dank


  2. Cover des Buches Himmel über fremdem Land (ISBN: 9783957346803)

    Himmel über fremdem Land

    (91)
    Aktuelle Rezension von: LeseBlick
    Inhaltsangabe
    Am Vorabend des Ersten Weltkrieges geht die Niederländerin Tilla van Campen eine arrangierte Ehe mit einem Berliner Industriellen ein. Ihre 13-jährige Schwester Demy begleitet sie nur widerwillig in die Großstadt. Für das lebhafte Mädchen ist der steife Lebensstil der Familie Meindorff und die strenge Erziehung durch eine Gouvernante die reinste Folter.

    Die Kluft zwischen Arm und Reich und die Standesdünkel vertragen sich nicht mit Demys ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn, und immer wieder eckt sie an. Nur Hannes, der sympathische jüngste Sohn des Hauses, scheint ihr wohlgesonnen. Doch dann beginnt sich die politische Lage in Berlin zuzuspitzen...

    Meine Meinung
    Gleich zu Beginn möchte ich einen Fehler im Klappentext aufdecken. Wie alle wissen, begann der erste Weltkrieg im Juli 1914. Der erste Band der Reihe nimmt uns allerdings mit in die Zeit des Jahres 1908 und endet auch in diesem Jahr.
    Wer also im ersten Band schon auf Kriegsgeschehen hofft, der wird von diesem irreführenden Klappentext enttäuscht.

    In diesem Buch treffen vor allem die Charaktere der niederländischen Familie van Campen und der deutschen Familie Meindorff aufeinander. Wie bereits im Klappentext beschrieben, treffen hier hinsichtlich des gesellschaftlichen Standes zwei Welten aufeinander. Daher soll die älteste Tochter der van Campens, Tilla, in die reiche Familie in Deutschland einheiraten. Aufgrund der Persönlichkeit Tilla’s wäre dies auch kein Problem, würde sie nicht darauf bestehen ihre 13-jährige Schwester Demy mitzunehmen. Hingegen ihrer großen Schwester missfallen Demy Dinge wie Prunk, Steifheit und Unechtsein. Aber Demy muss sich ihrem Schicksal fügen, ihre Heimat verlassen und sich mit Berlin arrangieren.

    In Berlin angekommen, wird dem Leser sehr schnell klar, dass Demy eine große Rolle im Buch einnehmen wird und viele Hindernisse und Probleme auf sie warten, denn Demy ist anders, als es von ihr gewünscht ist: tollpatschig, ein Freigeist und meiner Meinung nach mit 13 Jahren noch ein Kind.
    Die bestehenden Probleme macht sie sich allerdings nicht nur selbst, sondern aufgrund verschiedener Beziehungsverwicklungen rast sie von einer Situation in die nächste. Ob es ihre neue Freundin Lieselotte ist, die an der politischen Situation etwas verändern möchte oder Hannes, der jüngere Sohn der Meindorffs, der sich im Verlauf der Geschichte gegen seine Familie auflehnt.

    Für alle Reiseliebhaber verbleiben wir in diesem ersten Band der Reihe nicht nur in Berlin, sondern machen kurze, für mich persönlich zu kurze Ausflüge nach St. Petersburg und etwas länger verweilt man in Deutsch-Südwestafrika. In St. Petersburg treffen wir auf Anki, die dritte van Campen Schwester, welche meiner Meinung nach erst in den Folgebänden eine größere Rolle spielen wird. Und in Afrika begleiten wir den Pflegesohn der Familie Meindorff, welcher dort als Soldat stationiert ist. Afrika als Setting ist für mich neu, aber ich mochte die Parts sehr. Das Feeling und Themen wie Diamanten waren doch sehr spannend und interessant zu verfolgen.

    Ihr seht also, Band 1 der Reihe hat sehr viel zu erzählen und Elisabeth Büchle erzählt diesen Beginn einer Geschichte mit tollen Worten. Das Buch endet nicht unbedingt mit einem fiesen Cliffhanger, aber man durch die vielen entstandenen Verstrickungen möchte man einfach schnellstmöglich wissen, wie es mit dieser Geschichte weitergeht.

    Von Band 2 erhoffe ich mir ein wenig mehr von meinem Lieblingssetting St. Petersburg und dem dort lebenden Charakter Anki, als auch weitere interessante Charaktere, die außerhalb der beiden Hauptfamilien stehen.
    ____________________________________________________________

    Als Kritik möchte ich es nicht unbedingt anbringen, aber als Begründung, dass dieses Buch mich nicht mit einem Wow-Effekt zurücklässt.
    Zum einen hätte ich nicht so ausschweifende Parts von Hannes benötigt, da aktuell noch zu viele Themenstränge nebeneinander herlaufen, die alle einer gleichen Intensität nachgehen. Demy und ihre Zeit in Berlin ist spannend und gehört häufig erwähnt und auch Philippes Zeit in Deutsch-Südwestafrika spielt eine entscheidende Rolle, aber wenn jedem Charakter eine große Rolle beigemessen wird, kann es schnell zu überhäuft wirken.
    Zu dem ist mir noch nicht ganz klar, warum die Autorin die dritte Schwestern Anki bereits im ersten Band erwähnt, die Geschichte in St. Petersburg hat so nicht wirklich einen Faden.

    Mein Fazit
    Ein Roman über die Liebe, das Leben und das schwierige Drumherum zu einer sehr interessanten Zeit. Elisabeth Büchle erschafft hier wortwörtlich eine Familien-Saga, die man weiterverfolgen möchte.
  3. Cover des Buches Rapha - Die Tore von Ephesus (ISBN: 9783865918918)
    Francine Rivers

    Rapha - Die Tore von Ephesus

    (30)
    Aktuelle Rezension von: Farbenfrohelady

    Wer Hadassa noch nicht gelesen hat, sollte diese Rezension noch nicht lesen. Hadassa's Geschichte geht im Band 2 weiter. Wie durch ein Wunder überlebte Hadassa den Löwenangriff, in der Arena. Marcus, der nicht begreifen kann, wie der Glaube so wichtig sein kann, dass man sogar bereit ist, dafür zu sterben, geht auf die Suche nach diesem unsichtbaren Gott. Er kann nicht fassen, dass seine geliebte Hadassa tot sein soll. Auch der zweite Band hat mich tief berührt und bewegt. Nach wie vor, komme ich aus dem staunen nicht heraus, was Hadassa für einen hingebungsvollen Lebenstil lebt. Obwohl, diese Person fiktiv ist, hat sie mein Herz bewegt und mich näher zu Jesus gebracht. Ihren Glauben und inneren Frieden haben mich durch das Buch angesteckt. Den zweiten Band habe ich durchaus weniger brutal empfunden. Eine Szene ist mir gerade im Kopf, die mir durch Mark und Bein ging. Die Geschichte gefiel mir noch ein bisschen besser, als den ersten Teil. Könnte auch daran liegen, dass weniger Brutalität drin vorkam, wie bereits oben erwähnt. Und trotzdem baut die Geschichte auf den ersten Teil auf und wäre ohne ihn niemals das gleiche. Falls du die Geschichte von Hadassa und Rapha noch nicht kennst, greif unbedingt zu den Büchern. Sie liefern einen grossen Mehrwert.

  4. Cover des Buches Goldsommer (ISBN: 9783961220113)
    Elisabeth Büchle

    Goldsommer

    (50)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Wie willst du im Leben etwas erreichen, wenn du immer sofort aufgibst, sobald dir der Wind ins Gesicht bläst?…“


    Mit diesen Satz war Amrei aufgewachsen. Ihr hatte der Wind mit 14 Jahren das erste Mal ins Gesicht geblasen.

    Die Autorin hat einen vielschichtigen historischen Roman geschrieben. Der Schriftstil ist fein ausgearbeitet. Er gibt die Zeitverhältnisse gut wieder und zeigt die herbe Romantik der Nachkriegszeit.

    Im Dezember 1940 wird Amreis Bruder zum Militär eingezogen. Jetzt steht die 14jährige mit dem Hof, ihrer Großmutter und der Schwägerin, die aus der Stadt stammt und mit Landwirtschaft nichts am Hut hat, allein da.

    Ein britischer Kriegsgefangener versteckt sich in ihrem Stall. Sie gibt ihm eine Decke und Essen. Er kümmert sich um Tiere und rettet ihr das Leben, als sich ein Nachbar an ihr vergreifen will.

    Nach dem Tode der Großmutter nimmt sie eine Freundin der Großmutter auf dem Hof auf. Sie leidet ein leichter Demenz und kommt nicht mehr allein zurecht. Für den Hof aber wird sie zum Segen.

    Amrei bringt den Hof durch den Krieg. Dabei merkt sie, wie sie sich ändert. Sie wird hart und bitter. Sie hat gelernt, sich zu behaupten. Das wird im Dorf kritisch gesehen. Nur ihre Fachkenntnis im Umgang mit Pferden wird gern in Anspruch genommen.

    Einige Jahre vergehen. Der Vater ist gefallen. Vom Bruder fehlt jede Nachricht. Amrei entscheidet sich, eine Reitpension zu eröffnen, da sich die Pferdezucht nicht rentiert. Einer der ersten Pensionsgäste ist Tom. Er fühlt sich zu der spröden und abweisenden Amrei hingezogen. Hat er eine Chance?

    Wenige Tage später steht ihr Bruder Michael auf den Hof. Er ist mit ihrem Vorhaben nicht einverstanden. Außerdem ist er ein gebrochener Mann. Wird Amrei sich durchsetzen?

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Hier wird deutlich, was der Krieg für die Frauen bedeutet hat. .

  5. Cover des Buches Der Sohn des Sklavenmädchens (ISBN: 9783868271379)
    Lynn Austin

    Der Sohn des Sklavenmädchens

    (12)
    Aktuelle Rezension von: riegermilena

    Kitty kennt nichts anderes, schon von Kindheit an ist sie eine Sklavin und verbringt Tag für Tag an der Seite ihrer Herrin um ihr jeden erdenklichen Wunsch zu erfüllen.
    Grady dagegen erinnert sich Tag für Tag an seine Kindheit die sich für ihn so gar nicht nach Sklaverei anfühlte. Doch seit er verkauft und von allem Vertrauten getrennt wurde, wächst sein Hass allen Weißen gegenüber.
    Als sich ihre Wege kreuzen, entsteht eine besondere Verbindung, während die Welt um sie herum brodelt.

    Lynn Austin hat hier einen beeindruckenden historischen Roman geschaffen, der die Sklaverei aus den unterschiedlichen Blickwinkeln verschiedener Sklaven darstellt, sowie einen besonderen Einblick in den Sezessionskrieg bietet.
    Die Geschichte wird abwechselnd aus unterschiedlichen Blickwinkeln - jedoch immer aus der Sicht eines Sklaven - erzählt.
    Sehr eindrücklich fand ich die so grundverschiedene Haltung von Kitty und Grady. Auf der einen Seite der tiefe Hass und die Abneigung allen Weißen gegenüber, andererseits die Selbstverständlichkeit, mit welcher Kitty alles tut, was ihre Herrin wünscht. Vor lauter Erniedrigung die sie von Kindheit an erlebt hat und den Lügen die ihr an den Kopf geworfen wurden, beginnt sie selbst zu glauben, was die Weißen über sie sagen.

    Was die Sklaven in dieser Geschichte erleben und erleiden ist so unfassbar tragisch, dass es umso schwerer fällt zu wissen, dass dieser Teil leider nicht nur eine Geschichte ist, sondern für so viele Menschen bittere Realität war.

    Ein ganz besonderes Buch, das ich von Herzen weiterempfehle!

  6. Cover des Buches Land der Sehnsucht (ISBN: 9783868273342)
    Tamera Alexander

    Land der Sehnsucht

    (16)
    Aktuelle Rezension von: Buchbloggerin

    Mir war seit einiger Zeit wieder nach einem Roman von Tamera Alexander und da habe ich mich für Land der Sehnsucht entschieden. Ich bereue nicht, dieses Buch gelesen zu haben, denn dieses Buch war eine Bestätigung für mich, dass ich in näherer Zukunft nicht zu den Büchern der Autorin greifen werde.
    Das bedeutet aber nicht, dass ihre Romane „schlecht“ sind. Ich habe einige Bekannte, die ihre Geschichten überaus gerne lesen (und die durchschnittliche Bewertung bei Amazon liegt bei 4,7 Sternen!).

    Die elegante Véronique muss ihrem geliebten Paris den Rücken kehren, hat sie doch ihrer Mutter auf dem Sterbebett versprochen, ihren lang verschollenen Vater zu finden. Für die verwöhnte junge Frau wird es die Reise ihres Lebens. Sie führt sie ins wilde, ungezähmte Colorado, wo ungeahnte Herausforderungen auf sie warten.
    Zusammen mit dem ehemaligen Treckführer Jack Brennan sucht Véronique in den Bergarbeiterdörfern der Rocky Mountains nach ihrem Vater, einem Goldsucher und Pelzjäger. Véronique und Jack könnten unterschiedlicher kaum sein. Eigentlich verbindet sie nur eins: Die Sehnsucht nach einer hoffnungsvollen Zukunft …

    Dieser Roman spielt in der Zeit, als Amerika noch im Aufbau war. Es war interessant, zu lesen, wie die Städte damals ausgesehen haben, wie die Menschen gewesen sind, wie viel anders das Leben einfach gewesen ist.
    Es gab noch kein „geregeltes“ Leben, man war selber dafür verantwortlich, dass man Arbeit fand, ein Dach über dem Kopf hatte usw.

    Die Protagonistin, Véronique, ist in Paris aufgewachsen und obwohl sie und ihre Mutter Bedienstete waren, führten beide ein vornehmes Leben. Nach dem Tod ihrer Mutter machte die junge Frau sich jedoch auf den Weg nach Colorado, Amerika, um ihren Vater zu suchen, der sie vor langer Zeit aus ihr unbekannten Gründen verlassen hatte. Doch das war der letzte Wille ihrer Mutter, daher hatte sie keine andere Wahl.

    Véronique war ein wohlhabendes Leben gewohnt, um es kurz zu sagen: sie war verwöhnt und konnte nicht vernünftig mit Geld umgehen, da es für sie immer selbstverständlich gewesen ist, dass es da war.
    Doch in Colorado wurde sie schnell auf den Boden der Tatsachen gebracht, da einerseits die Sitten in diesem Land ganz anders waren, andererseits sie aber auch gezwungen war, endlich selbstständig zu werden.
    Für mich war es schwer, mit Véronique als Person warm zu werden. Sie wurde sehr perfekt dargestellt – sie war schön, einfühlsam, hatte kaum nennenswerte Makel – und um ehrlich zu sein, hat mich das sehr bald schon genervt.

    Die Autorin hat außerdem – für meinen Geschmack – zum Teil Dinge eingebaut, die ich in einem christlichen Roman nie erwartet hätte. Beispielsweise hatte Jack öfter den Gedanken, wie gern er Véronique jetzt küssen würde u. Ä. Das hat mich dann doch sehr enttäuscht, da ich mir mehr gewünscht hätte, dass es mehr um das Glaubensleben der Charaktere gehen würde.

    Es gab aber auch spannende Handlungsstränge, zum Beispiel die Suche Véroniques nach ihrem Vater. Ich habe mich oft gefragt, wie es zu der Zerrissenheit in ihrer Familie gekommen ist und ob sie ihren Vater jemals finden würde.

    Insgesamt war Land der Sehnsucht kein schlechtes Buch, doch ich bin mir jetzt sicher – nach meinem vierten Buch der Autorin – dass ich bei ihr mehr auf unterhaltende, als auf nachdenklich stimmende und erbauende Literatur hoffen sollte. Mithilfe der bereits aufgeführten Gründe bin ich auf eine Bewertung von 3 von 5 Sternen gekommen.


  7. Cover des Buches Sturmwolken am Horizont (ISBN: 9783957346810)
    Elisabeth Büchle

    Sturmwolken am Horizont

    (68)
    Aktuelle Rezension von: LeseBlick
    Inhaltsangabe
    St. Petersburg im Juli 1914: Anki van Campen hat sich in den jungen Arzt Robert Busch verliebt. Doch ihre zarte Romanze wird vom Beginn des Ersten Weltkriegs überschattet. In Berlin werden unterdessen die Lebensmittel knapp, die jüngeren Meindorff-Männer sind an der Front, der alte Patriarch krank. Demy van Campen versucht, gemeinsam mit den Angestellten den Haushalt zusammenzuhalten. Bald beginnt sie, heimatlose Kinder und andere Kriegsopfer aufzunehmen. Noch glauben alle, der Krieg sei bis Weihnachten vorbei. Doch das soll sich als bitterer Irrtum erweisen...

    Meine Meinung
    Allein dieser Fakt ist bei Reihen sehr selten, umso mehr freut es mich. Denn für viele Autoren ist es sehr schwer den ersten Band einer Reihe zu toppen. Egal ob hinsichtlich der Geschichte oder der Charaktere. Es ist eine Aufgabe, die Elisabeth Büchle allerdings gemeistert hat. Dieses Band und allgemein dieses Buch wird in Erinnerung bleiben und bekommt aufgrund seiner Optik einen ganz besonderen Platz im Bücherparadies.

    Nachdem der erste Band der Reihe im Jahre 1908 endete, finden wir die Charaktere im Jahr 1914 wieder. Traten im ersten Band Settings wie Berlin, Deutsch-Südwestafrika und ein bisschen St. Petersburg in Erscheinung, halten wir uns als Leser in Band 2 vor allem in Berlin und St. Petersburg auf.
    Persönlich hohe Ansprüche an die Geschichte hatte ich bei dem russischen Part der Geschichte. Ich liebe die russische Geschichte und das Land an sich, welches einfach diese gewissen Eigenarten hat, welche in der Literatur besonders gut dargestellt werden können. Anki van Campens Leben als Kindermädchen bei einer adligen Familie war sehr schön zu lesen. Ebenso wie die verschiedenen Situationen mit dem berüchtigten Rasputin, als auch die beginnende Romanze mit dem Arzt Robert Busch. Anki und Robert konnten sich in diesem Band zu meinen absoluten Lieblingen herausarbeiten. Sympathie pur und ich freue mich riesig auf ein Wiedersehen mit ihnen im dritten Band der Reihe.

    Der andere große Part nimmt Anki’s kleine Schwester Demi ein, welcher bereits im ersten Band eine entscheidende Rolle zugeschrieben wurde. Auch ihr Werdegang ist spannend zu verfolgen und an ihr hat man die Weiterentwicklung, das Älterwerden am meisten gemerkt. Die erwachsene Demi konnte mich deutlich mehr von sich überzeugen, als die jugendliche aus dem ersten Band. Ihre Anliegen und Ängste in Berlin sind ganz anderer Natur, als die ihrer großen Schwester Anki.

    Die Autorin konnte mir diese Geschichte vor allem aufgrund der vielen kleinen Highlights zu einem ganz besonderen Buch machen. Im Buch angekommen war ich beim ersten Flug in den Wolken mit Demi und Philippe. Viele historische Hintergründe fand ich sehr gut beleuchtet und es gab diese Momente, die einem nahegingen. Wie ahnungslos die Menschen damals waren. Ahnten sie doch, dass der Krieg nur ein paar Wochen, maximal ein paar Monate ging. Doch wie wir heute wissen, kam alles anders. Daraus resultierend konnte Elisabeth Büchle auch die Themen Verlust, Kampf und Mut in ihrem Roman sehr gut darstellen.

    Bei Buchreihen treten vor allem nach dem ersten Band viele Fragen auf, so war es auch hier. In diesem Band beantwortet uns die Autorin schon einiges Offenstehendes, aber die Reihe ist noch nicht vorbei. Da kommt noch was.

    Vom Schreibstil bin ich wie auch schon beim ersten fasziniert. Büchle schafft es mich mitzunehmen, mir bestimmte Dinge vor Augen zu führen. Und auch wenn diese in diesem Buch viel Leid und Schrecken mit sich bringen, so ist es für mich doch ein positiver Punkt. Auch emotional konnte sie mich berühren und vereinzelt ein paar Tränchen hervorlocken.
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    Klingt doch bisher perfekt oder?
    Die folgenden Punkte sollen keine Kritik sein, da entscheidet meiner Meinung nach der Lesegeschmack eines jeden Einzelnen.
    Aufgrund der Vielfalt an Charakteren im ersten Band möchte die Autorin natürlich niemanden aus der Reihe verlieren bzw. vernachlässigen. So bringt sie alle mal um mal wieder in die Geschichte ein. Im Großen und Ganzen war es mir allerdings zu viel. Vielen Charakteren begegneten wir wieder, erfuhren in welcher Situation sie sich befinden und als man neugierig wurde, verlief sich die Geschichte wieder. Ich denke bei einer Familien-Saga kann man nicht an allen Ecken und Enden gleich auf sein.

    Mein Fazit
    Ein zweiter Teil einer Reihe, der mich total in seinen Bann ziehen konnte.
    Die Autorin nimmt den Leser mit in eine andere Zeit und ich habe unheimlich gern in der Geschichte verweilt und freue mich riesig auf den dritten und letzten Band der Reihe.

  8. Cover des Buches Leotas Garten (ISBN: 9783957340801)
    Francine Rivers

    Leotas Garten

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Minje
    "Leotas Garten" von Francine Rivers erschien 2002 im Johannis Verlag.

    Inhalt
    Leota, eine alte Frau, bekommt Unterstützung von Corban, einem Soziologiestudenten und Annie, ihrer Enkelin. Doch Nora, Annies Mutter, gefällt diese Entwicklung nicht.

    Meinung
    Aufbau
    Das Buch ist unterteilt in 25 Kapitel. Die Erzählweise wird unterbrochen bei Nora, bei Leota und Annie durch kursiv gedruckte Gedankengänge/ Fragen an Gott.
    Die Gedankengänge sind für mich nachvollziehbar, da ich lange im christlich freikirchlichen Bereich unterwegs war. Auch den "normalen" Leser könnten sie evtl störend wirken.

    Charaktere
    Mir gefällt vor allen Dingen Annie, und die Entwicklung, die sie durchmacht, wie sie sich immer mehr von ihrer Mutter abgrenzt und versucht, der Wahrheit auf die Spur zu kommen, mit Fragen und mit einer großen Menge an Empathie.
    Was sie tut, tut sie mit ganzem Herzen, was man zum Ende des Romans bemerkt, und das finde ich bemerkenswert.
    Was mich persönlich stört, ist Annies leicht gestörtes Verhältnis zur Männerwelt. Aufgrund ihres Glaubens lässt sie keinen Mann an sich heran. Auch wenn sie etwas fühlt, sie lässt es nicht zu, da der Glaube das Wichtigste für sie ist. Wenn der Glaube eine Stütze und Hilfe im Leben für sie ist, ist das schön. Aber der Glaube kann niemals "Ersatz" für einen Mann sein. Es ist einfach so unrealistisch. Jede Frau wird irgendwann merken, dass sie Sehnsüchte hat, die Gott ihr eben nicht erfüllen kann. Darum ein Stern Abzug.
    Die Mutter Nora finde ich schockierend. Eine Frau, die über alles bestimmen will und die stark kontrollierend ist.Toll, das ihr Mann ihr dann einmal die Meinung sagt:

    "Solange ich dich und Annie kenne, hast du immer versucht, ihr Leben zu bestimmen. Du musstest immer alles kontrollieren, Nora, ist es nicht so? Ich muss dir mal ehrlich sagen: Ich war stolz auf sie, als sie sich endlich auf die Hinterbeine gestellt hat und gegangen ist." (S. 276)


    Pflege zu Hause oder ab ins Pflegeheim?
    Wann muss ein alter Mensch ambulant versorgt werden? Ab wann geht es nicht mehr alleine? Und ab wann muss er wirklich ins Pflegeheim? 
    Wie sieht es aus, wenn die Familie die Pflege übernimmt? Ist das wirklich machbar? Unter welchen Voraussetzungen? Was bedeutet das für den einzelnen?
    Diesen Fragen geht das Buch nach. Da wir in Deutschland den Pflegenotstand haben, und nicht jeder, der Hilfe bräuchte, auch Pflege erhält, eine durchaus aktuelle Thematik.

    Fazit
    Ich empfehle das Buch Christen. Außerdem Personen, die in der Pflege arbeiten.
  9. Cover des Buches Das Lied des Hirten (ISBN: 9783986951719)
    Betsy Duffey

    Das Lied des Hirten

    (29)
    Aktuelle Rezension von: alenadesi

    „Er hatte einmal gelesen, dass es nicht gut sei, zu schnell aus der Dunkelheit ins Licht zu treten. Das Auge könne sich nicht so schnell auf die Helligkeit einstellen, hieß es. So war das wohl auch mit Chancen.“ S. 38


    Kate meint es gut mit ihrem Sohn und schreibt den Psalm 23 in schöner Schrift auf ein hochwertiges Blatt Papier, um es in seine Jacke zu stecken. Doch dann findet nicht ihr Sohn diesen Zettel, sondern ein Angestellter der Wäscherei. Sein Leben ändert sich durch diese Zeilen und der Zettel wechselt fortan 12 mal den Besitzer und reist einmal durch die halbe Welt… 


    Jedes Kapitel befasst sich dann mit einem eigenen Vers des Psalms und einer neuen Person. Dadurch hat das Buch eher den Flair von Kurzgeschichten als eines Romans. Die einzelnen Personen sind jung, alt, männlich und weiblich und lediglich durch den 23. Psalm miteinander verbunden. Leider konnte deswegen bei mir nur sehr wenig Spannung erzeugt werden. Die Übergänge hätten noch etwas detailreicher gestaltet werden können. 

    Zudem war mir die plötzliche Veränderung der einzelnen Menschen etwas zu „einfach“. Natürlich lässt Jesus nie ungeschehen, wenn sich jemand an ihn wendet. Aber zu häufig verändern sich hier Lebensstile, Ansichten und Glauben von einem auf den anderen Satz, was es in Teilen doch recht unglaubwürdig macht.


    Im Großen und Ganzen eine nette Idee, aber kein Buch, das ich empfehlen oder ein zweites Mal lesen würde.

  10. Cover des Buches Die Nacht der Vergessenen (ISBN: 9783038481515)
    Iris Muhl

    Die Nacht der Vergessenen

    (30)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Niki erinnert sich sehr genau an die ersten Abende in der roten Meile. Sie schob sich anfangs erst zögerlich, dann immer forscher durch die dunklen Gassen, an den Menschen vorbei, an Männern, Frauen und Schaulustigen, unerschütterlich...“


    Niki arbeitet in Zürich bei der Heilsarmee. Es ist Heiligabend, als sich Niki mit Heidi zusammen in die rote Meile aufmacht. Dort leben Obdachlose und Prostituierte. Niki und Heidi haben Geschenke für sie dabei. Doch seit langem hadert Niki mit ihrer Aufgabe und mit Gott. Es gelingt ihr nicht mehr, Frauen zum Ausstieg aus dem Milieu zu bewegen. Viele Türen bleiben ihnen verschlossen.

    Die Autorin hat eine bewegende Weihnachtsgeschichte geschrieben. Sehr feinfühlig geht sie mit dem schwierigen Thema um.

    Der Schriftstil ist dem Thema angemessen. Es ist eher ein leises Buch mit behutsamen und taktvollen Worten.

    Schon Nikis Weg ging nicht gerade. Sie wuchs in einem wohlhabenden Elternhaus auf, hat sich mit dem Studium davon gelöst und erst nach Umwegen ihre Bestimmung gefunden. Ihr Mann Markus will nicht, dass sie an den Abend das Haus verlässt.

    Die Unterschiede zwischen Niki und Heidi werden so formuliert:


    „...Heidi ist der Klebstoff, der die Kontakte und Beziehungen zusammenhält, sie unterbricht alle im Satz, unüberlegt und intuitiv. Niki jedoch analysiert, interpretiert und versucht die Umstände,in denen sich die Frauen bewegen, mit scharfer Beobachtungsgabe zu durchschauen...“


    Dann erzählt die Autorin die Schicksale verschiedener Frauen, die auf der Straße leben. Sie haben sich dieses Leben meist nicht ausgesucht. Mit ihrem Verdienst unterhalten die Familien, sei es in Moldawien oder in Brasilien. Aus den Worten der Frauen spricht die Sehnsucht nach den Eltern, nach den Kindern, nach Geborgenheit. Hart sind die Fälle, wo die Familie das Geld nimmt – und die Arbeit verachtet, wenn sie davon erfährt. 

    Und dann ist da Meta, die einem Bordell vorsteht und sich im Auftrag des Zuhälters um die Frauen kümmert. Sie hat für Ordnung gesorgt, entscheidet, wer Zutritt bekommt und hat die Ernährung und die Lebensverhältnisse der Frauen verbessert. Nur eines bleibt unverändert. Die Frauen dürfen das Haus nicht verlassen. Für dies Arbeit aber hat sie einen hohen Preis bezahlt.

    Drei Mal versuchen Heidi und Meta in dieser Einlass in das Haus zu bekommen. Zwei Mal bleibt die Tür geschlossen. Dann geschieht ein Wunder. 

    Auch einer der Zuhälter wird in Buch beschrieben. Selbst hier gibt es kein gut oder Böse.Das Leben ist komplizierter. Er war nicht von Anfang an das, was er jetzt ist. Seine Familie weiß nichts von seiner Arbeit. Sie kennen ihn als Handwerker.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es mahnt uns, vorsichtig mit unserem Urteil und unseren Vorurteilen zu sein. Besonders eindrücklich wirkt das Buch, weil es auf einer wahren Geschichte beruht.

  11. Cover des Buches Schatten des Zorns (ISBN: 9783963621222)
    Dani Pettrey

    Schatten des Zorns

    (11)
    Aktuelle Rezension von: annislesewelt

    Im dritten Teil der Baltimore - Team - Reihe geht es besonders um FBI Agent Declan Grey und die Kriesenberaterin Tanner Shaw.

    Doch auch die anderen des Teams und Freundeskreises gehören dazu.


    Es gibt drei Schwerpunkte die erzählt und beleuchtet werde.

    Zum einen steht ein großer terroristischer Anschlag bevor, dann wird auch noch Declans Mentor tot aufgefunden und Katie sucht immer noch verzweifelt nach ihrer großen Liebe Luke, der spurlos verschwunden ist.


    Anfangs habe ich ein bisschen gebraucht um mir die vielen Namen und die vorherigen Geschehnisse (Band 1 & 2)  in Erinnerung zu rufen, aber dann kam ich gut ins Buch und es las sich flüssig und angenehm.


    Dieses Buch geht direkt spannend los, es wird "keine Seite verschwendet" und zur Mitte hin überstürzen sich die Ereignisse dann.


    Die Geschichte ist rasant, unglaublich aufregend und dann wieder in kleinen Szenen romantisch.


    Die Spannung steigt und steigt und ist kaum noch auszuhalten um sich dann aufzulösen und im letzten Satz erneut zu beginnen.


    Das macht große Lust auf Band vier.


    "Schatten des Zorns" ist großartig und hat mich total gefesselt auch wenn es durch die vielen Geschehnisse meine volle Aufmerksamkeit brauchte. Trotzdem hat es sich leicht und gut lesen lassen.


    Dani Pettrey schafft es sehr spannendes und detailreiche Geschichten zu schreiben die trotzdem logisch klingen, von Anfang an fesseln und Lust auf mehr machen.

  12. Cover des Buches Ein Brautkleid für fünf (ISBN: 9783957341891)
    Eva Marie Everson

    Ein Brautkleid für fünf

    (25)
    Aktuelle Rezension von: Smulp777
    Chicago 1950
    5 Frauen teilen sich eine Wohnung und eine Sehnsucht nach der einzigen und wahren Liebe. Während eines Bummels durch die Stadt fassen sie einen spontanen Entschluss: Sie kaufen ein Hochzeitskleid. Dabei schwören sie einen Eid, dass sie es immer an die nächste weiterschicken werden. Jede erlebt dabei ihren eigenen Traum von der wahren Liebe...

    Faszinierend das es auf einer wahren Geschichte beruht und wunderbar zu lesen.
  13. Cover des Buches Alles aus Berechnung (ISBN: B07QQPWS6X)
    Kirsten Winkelmann

    Alles aus Berechnung

    (26)
    Aktuelle Rezension von: annislesewelt

    In diesem Buch geht es um Madita und Samuel.
    Madita empfand ich Anfangs als arrogant, eingebildet und manchmal fast schon unhöflich, so direkt ist sie nämlich.

    Samuel dagegen war von Anfang an ein wunderbarer Mann mit einem warmen liebevollen Wesen.

    Doch dann geraten beide in die unangenehme Situation sich heiraten zu müssen.
    Sie finden keinen anderen Ausweg und gehen diese Zweckehe ein.

    In dieser Ehe erleben sie so einiges, sie kommen in Gefahr, Samuel wird bedroht, Madita lernt ihn näher kennen und wächst in dieser Ehe über sich hinaus. Sie verändert sich, sie reift und wird stärker.

    Sie ist eine Frau die ihren Weg sucht, doch nun ist sie "gefangen" in einem Leben das sie nie wollte und so steht sie vor Entscheidungen.

    Samuel habe ich bei alle dem bewundert, er hält unerschütterlich an Gott fest. In ihm findet er seinen Frieden und seinen Halt.

    Dieses Buch geht zu Herzen und bewegt. Mit Samuel, einem blinden Protagonisten, hat Kirsten Winkelmann eine toll Figur geschaffen.

    Er ist einfach perfekt mit seinen Fehlern, so real beschrieben, so authentisch und liebenswert.
    auch die Entwicklung Maditas ist grandios und passt zu Charakter.

    "Alles aus Berechnung" ist ein sehr lesenwertes Buch. Ein Buch das mitreißt, voller Spannung, Zerrissenheit, Ängsten, Unsicherheiten, Egoismus, Freundschaft, Versagen und Hoffnung ist.
    Ein Buch das nicht so schnell loslässt.

  14. Cover des Buches Nur wenn ich fliehe (ISBN: 9783765520747)
    Terri Blackstock

    Nur wenn ich fliehe

    (40)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Mein erstes Buch von Terri Blackstock und ich bin begeistert.

    Die Autorin versteht es, den Leser sofort in den Bann zu ziehen.

    Man flieht mit Casey weg von zu Hause. Ihr bester Freund ist ermordet, Casey voller Blut und in Hektik nicht erwischt zu werden.

    Ist sie die Mörderin?

    Schnell wird klar, dass man sehr viele Sympathiepunkte an Casey vergeben muss und sie einem immer mehr ans Herz wächst.

    Thematik von Korruption, korrupte Polizei, posttraumatische Belastungsstörung, Glaube, Hilfsbereitschaft, mutig zu sein, Entführung, Vertrauen, Freundschaft, Glaubwürdigkeit und mehr wird hier geboten.


    Beim Kauf des Buches bzw. Teil 1 und 3 im Buchhandel war mir nicht bewusst, dass es sich um eine Reihe handelt. Da das Ende eine Art "Cliffhanger" hat, würde ich Teil 2 gerne lesen, aber leider ist dieser Teil im Moment weder als Ebook noch Print erhältlich. Das finde ich sehr schade.


    Dennoch gibt es von mir volle 5 Sterne, da ich begeistert von NUR WENN ICH FLIEHE bin. Eine Anmerkung möchte ich noch geben. Obwohl Roman draufsteht, ist es für mich ein packender Thriller.

  15. Cover des Buches Die Kreuzträgerin (ISBN: 9783038480518)
    Lydia Schwarz

    Die Kreuzträgerin

    (24)
    Aktuelle Rezension von: feliSS

    Die Autorin hat sich eine wirklich interessante Zukunftswelt ausgedacht, die es wirklich so in der Realität geben könnte. Anna Tanner, eine Studentin lebt in dieser Welt, bis sie eines Tages ein Hinweis bekommt, der ihr ganzes Leben verändert.

    Die Charaktere sind teilweise ziemlich geheimnisvoll und überraschend, viele Szenen die passieren überraschen dich auch und sind unerwartet, also ein wirklich gutes Buch mit auch guten christlichen Inhalten.

    Ich bin keine Schriftstellerin, aber habe schon sehr viele Bücher gelesen und auch mal ein bisschen geschrieben, sodass ich manchmal ein paar Fehler bemerke die den Lesefluss etwas hindern. Manchmal werden auch die Zusammenhänge nicht ganz klar.

    Sonst ist der Schreibstil wirklich gut und auch bildhaft.

    Aber man merkt auch das sie sich vom ersten Band bis zum dritten Band deutlich verbessert hat. :)


  16. Cover des Buches Das Motel der vergessenen Träume (ISBN: 9783868277098)
    Katie Ganshert

    Das Motel der vergessenen Träume

    (12)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Meinst du nicht, dass wir, wenn wir schon an irgendetwas arbeiten wollen, besser an unserer Ehe arbeiten sollten, Carmen?…“


    Ben, Carmens Ehemann, bringt die Probleme auf den Punkt. Sie leben nebeneinander und nicht mehr miteinander, seitdem in Carmen etwas zerbrochen ist.

    Die Autorin hat einen bewegenden Roman geschrieben. Der Schriftstil ist gut ausgearbeitet. Er bringt die inneren Konflikte auf den Punkt.

    Carmen hat als Wetterfee beim Fernsehen ihren Traumberuf. Sie liebt ihren Mann Ben und hält ihn doch auf Abstand. Ihr Glaube ist an eine Grenze gekommen.


    „...Ben und ich machten alles richtig. Wir folgten Gottes Willen. Warum also funktionierte es nicht? Warum geschah dies hier immer wieder?…“


    Diese Sätze fallen im Prolog, als Carmen erneut eine Fehlgeburt hinter sich hatte. Es ist ein Baby, das ihr zur ihrem Glück fehlt.

    In ihrer Freizeit besucht Carmen regelmäßig ihre Tante Ingrid. Die alte Dame lebt in einen Seniorenheim und leidet an Demenz. Sie war einst Besitzerin eines Motels. Als Carmen nach dem Gebäude sieht, findet sie nicht nur ein Haus, das dem Zerfall preisgegeben wurde, sondern auch ihre 17jährige Halbschwester Gracie, die sich hierhin zurückgezogen hat.

    Gracie lebt bei der Mutter, die nicht vom Alkohol loskommt. Sie wird in der Schule gemobbt, wehrt sich, setzt sich für Schwächere ein und wird so selbst zum Opfer, denn keiner glaubt ihr.


    „...Sadie Hall schikaniert andere. Sie sollten sehen, wie sie Chelsea behandelt...2


    Doch die Worte nutzen nichts. Der Direktor verweist sie für einige Zeit von der Schule, nicht Sadie.

    Carmen nimmt Gracie bei sich auf. Nach einer unbedachten Reaktion wird Carmen kurzfristig von ihrem Arbeitgeber freigestellt. Sie beschließt, zusammen mit Gracie das Motel zu renovieren. Gracie ist skeptisch.


    „...Wenn man mit einem alkoholabhängigen Elternteil groß wird, lernt man ziemlich schnell, dass Hoffnung zu Enttäuschung führt. Versprechen enden als Scherben. Und Veränderungen sind niemals von Dauer…“


    Es dauert, bis die beiden Schwestern wirklich miteinander sprechen. Gracie wirft Carmen vor, sie mit der Mutter allein gelassen zu haben. Und Carmen verschweigt, was tief in ihrem Inneren ihr Problem ist. Das Buch spiegelt das auf und Ab des Lebens.

    Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen.


  17. Cover des Buches Wunder passieren unterwegs (ISBN: 9783963624100)
    Louisa Vogel

    Wunder passieren unterwegs

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Gerdy3788

    🎇Wunder passieren unterwegs🎇


     

    ✒️Autorin: Louisa Vogel

    📚Verlag: Francke 2024

    📖Print: 256 Seiten

    👀Perspektive: Erzähler

    ⭐️: 5/5 Sternen


     

    Wenn der Roadtrip zu einem Herzenstrip wird, dann war das Buch wirklich gut!


     

    🔍 𝗜𝗻𝗵𝗮𝗹𝘁:

    Mia ist zurück in ihrem Heimatdorf. Lebt in einer kleinen Wohnung, die ihre Eltern ihr renoviert haben. Arbeitet in einem Job, den ihre Eltern ihr besorgt haben, und versucht einfach nur, die Vorwürfe, Schuld- und Schamgefühle irgendwie zu überwinden und neu mit Gott voranzukommen. Dann steht plötzlich ein Wohnmobil vor ihrem Haus und ehe sie sich’s versieht, steckt sie in einer abenteuerlichen Reise, die nicht nur für sie, sondern für alle Beteiligten zu einer Reise der Heilung wird. 


     

    🧑🏻👱🏼‍♀️Ü𝗯𝗲𝗿 𝗱𝗶𝗲 𝗣𝗿𝗼𝘁𝗮𝘀:

    Mia: Zunächst habe ich sie nicht ganz greifen können. Sie kam mir wie eine gebrochene Frau vor, die von ihren scheinbar wohlmeinenden Eltern auch abgestraft und kleingehalten wurde, nachdem sie einen Fehler begangen hatte. Doch dann blüht sie auf wie ein Schneeglöckchen mitten im Schnee! Ich habe ihre spontane Aktion gefeiert. Ihre Hartnäckigkeit und Weitsicht bewundert. Ich habe mit ihr gelitten und mich für sie gefreut, als ihr Leben plötzlich einen positiven Boost bekam. 


     

    Finn: Finn ist alleinerziehender Vater und strandet mit seinem Sohn Mattheo vor Mias Ferienwohnung. Notgedrungen quartiert er sich dort ein. Er ist nett und freundlich, doch bald ist klar: Er verbirgt etwas und verhält sich wie ein Tier in höchster Alarmbereitschaft, immer bereit zur Flucht. Seine Handlungen sind oftmals nicht rational, sondern durch seine Ängste gesteuert. Er führt nicht nur einen äußeren, sondern hauptsächlich einen inneren Kampf und muss neu lernen, Gott zu vertrauen, seinen Freunden zu glauben und das Richtige zu tun. 


     

    Mattheo: Ein ganz besonderer Junge, der Freude und Licht in die verzwickteste Situation bringt. Mein Herz ist mit seinem gebrochen und ich habe nur so auf ein gutes Ende hingefiebert.

    Justus: Finns bester Freund und Anwalt. Ihn mochte ich fast am liebsten von allen. An seiner Person wird wunderschön aufgezeigt, was wahre Freundschaft ausmacht. Füreinander da zu sein, aber sich nicht davor zu scheuen, die Wahrheit auszusprechen, auch wenn sie dem anderen nicht schmeckt. 


     

    ❤️ 𝗗𝗮𝘀 𝗺𝗼𝗰𝗵𝘁𝗲 𝗶𝗰𝗵:

    ✅ Eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt. Ungeschönt, schmerzvoll, ehrlich und authentisch. 

    ✅ Die Protagonisten sind nahbar und sympathisch. Die Handlungen, Gefühle und Gedankengänge waren für mich nachvollziehbar und ich habe mich schnell mit ihnen verbunden gefühlt, saß mit im Wohnmobil, lauschte den Gesprächen, begleitete sie bei den Unternehmungen und hätte Finn gerne auch mal meine Meinung gegeigt. 

    ✅ Die Ehrlichkeit in der Geschichte, auch auf das Leben mit Jesus bezogen. Es ist nicht immer einfach zu folgen. Unsere Fehler und unsere Vergangenheit wollen uns oftmals kleinhalten, oder auch andere Menschen halten uns unsere Verfehlungen immer und immer vor, doch Gott ist anders und es lohnt sich, mit ihm unterwegs zu sein. 


     

    💯𝗕𝗲𝘀𝗼𝗻𝗱𝗲𝗿𝘀 𝗴𝘂𝘁 𝗳𝗮𝗻𝗱 𝗶𝗰𝗵:

    Die Schauplätze waren toll und haben trotz der Schwere immer wieder weihnachtliches Feeling gebracht.


     

    💎 𝗗𝗮𝘀 𝗵𝗮𝗯𝗲 𝗶𝗰𝗵 𝗳ü𝗿 𝗺𝗶𝗰𝗵 𝗺𝗶𝘁𝗴𝗲𝗻𝗼𝗺𝗺𝗲𝗻:

    Es spielt keine Rolle, welche Fehler wir in unserem Leben machen. Wenn wir unsere Fehler, Scham und Schuld bei Jesus abgeben, bereit sind, auf seine Stimme zu hören und ihm zu folgen, dann stellt er uns wieder her, macht uns neu und vergibt uns, sodass wir neu beginnen können. 


     

    🎯 𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭:

    Dieses Buch nimmt mit auf eine Reise, die an zauberhafte Orte führt. Man besucht Berge und Weihnachtsmärkte und bleibt doch nicht nur an der weihnachtlichen Oberfläche. Diese Geschichte hat mich ganz tief berührt, sie hat mein Herz in Stücke gerissen und dann wieder neu zusammengesetzt. Ich habe manch eine Träne verdrückt, mich geärgert und dann schmachtend geseufzt. 

    Mit dieser Geschichte nimmt man mehr mit als ein paar nette Lesestunden. Man lernt fürs Leben und ich hätte am liebsten noch viel länger gelesen und wüsste unglaublich gerne, wie es den Protagonisten weiter ergangen ist. 

    Dieses Buch hat es auf die Liste für meine Herzensbücher geschafft und ich möchte sie jedem ans Herz legen.

  18. Cover des Buches Der Klang des Pianos (ISBN: 9783865916631)
    Elisabeth Büchle

    Der Klang des Pianos

    (53)
    Aktuelle Rezension von: Buecherliebe_talk

    In diesem Buch von Elisabeth Büchle begleiten wir Richard und Norah, sowie zahlreiche ihrer Freunde. Alles läuft auf die  Jungfernfahrt der Titanic hinaus. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere spannende und verworrene Ereignisse.


    Dieses Buch ist ganz im Bekannten Büchle-Style geschrieben, spannend, mit einer Prise Humor und mit vielen historischen Fakten. Gewohnt flüssig lässt sich „Der Klang des Pianos“ lesen.


    Mit Richard Martin hat die Autorin einen Deutschen geschaffen, wie er im Buche steht. Und in dem ein oder anderen Charakterzug habe ich mich auch wieder gefunden. Ebenso wie in seinem anfänglichen Unverständnis gegenüber der Irin, welche immer auf dem Sprung zu sein scheint und nie ruhig ist. Norah Casey ist nämlich genau das Gegenteil von Richard - zumindestens zu Beginn des Buches. Ich habe es sehr genossen im Laufe des Buches Norahs „Schichten“ zu entdecken. Von ihrer Hilfsbereitschaft kann sich wirklich jeder eine Scheibe abschneiden! Und das das Richard tut, erleben wir im Buch mit und es ist eine wunderbare, realistische Verwandlung. Diese Veränderung habe ich geliebt!

    Wie zu Beginn erwähnt, gibt es zahlreiche Nebencharaktere. Es fällt aber überhaupt nicht schwer den Überblick zu behalten. Sie sind alle individuell mit ihren eigenen Zielen, Wünschen und Motivationen. Besonders die Menschen des Hafenviertels haben mich bewegt und beeindruckt.


    Jeder Leser weiß selbstverständlich welchen Ausgang die Jungerfernfahrt der Titanic ausging. Doch das nimmt dem Buch keineswegs die Spannung, denn es gibt hier mehrere Spannungsbögen. 

    Zu dem ist dieses Buch, trotz des tragischen Themas, sehr von Hoffnung, (Nächsten)Liebe, Freude und Glaube durchzogen. Letzteres wird vor allem durch die Gebete der Personen und ihr Handeln deutlich.


    Die Abschnitte über die selbstspielenden Kalviere und Orgeln, sowie die Abläufe auf den Schiffen fand ich sehr interessant. Durch diesen Roman ist mir die Klassengesellschaft damals deutlich vor Augen getreten. 


    Zu Beginn hatte ich ein paar Probleme in die Geschichte hinein zu finden. Aber nach dem ersten Drittel war ich dabei. 

    Ich kann euch das Buch wirklich empfehlen, auch wenn ich andere Romane der Autorin einen Tick besser fand.

  19. Cover des Buches Die Hüterin der verlorenen Schätze (ISBN: 9783986951795)
    Elisabeth Büchle

    Die Hüterin der verlorenen Schätze

    (133)
    Aktuelle Rezension von: Agneta_von_agnesliest

    In diesem Roman begleitete ich beim lesen zwei junge Frauen in unterschiedlichen Zeitepochen. Trotz der vielen Figuren und Zeitebenen blieb die Geschichte für mich jederzeit gut verständlich.


    Trixie wird während des Zweiten Weltkriegs als Agentin nach Deutschland eingeschleust, um Kunstschätze zu sichern. Emilia stößt im Jahr 2019 nach dem Tod ihres Urgroßvaters auf ein Familiengeheimnis, das sie gemeinsam mit zwei Historikern auf die Spur verschollener Kulturgüter führt.


    Ich habe dieses Buch geliebt! Beide Zeitebenen waren so spannend erzählt, dass ich mit Trixie und Emilia bis zur letzten Seite mitgefiebert habe. Ich wollte unbedingt wissen, welche Geheimnisse ans Licht kommen und was aus den verschwundenen Schätzen geworden ist. Es freute mich beim Lesen auf mir bereits bekannte Charaktere aus Elly‘s anderen Büchern zu stoßen und wenigstens noch ein bisschen mehr über sie zu erfahren, nachdem ihre eigene Geschichte aus erzählt war. 


    Elisabeth Büchles Schreibstil ist fesselnd und bildhaft. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, einen Film vor Augen zu haben. Die Figuren wirken authentisch und sympathisch, und die zarten Liebesgeschichten fügten sich ganz natürlich in die Handlung ein.

    Wie in ihren anderen Romanen spielt auch der Glaube an Gott eine unaufdringliche, aber wichtige Rolle.


    Zu all diesem verbindet dieser Roman historische Fakten mit Themen wie Kunstraub, Familiengeheimnissen, Mut, Vergebung und Hoffnung.

     Und da ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, gibt es von mir eine klare Leseempfehlung!

  20. Cover des Buches Die Rückkehr des Fremden (ISBN: 9783868272604)
    Tamera Alexander

    Die Rückkehr des Fremden

    (24)
    Aktuelle Rezension von: evelin-petrov

    Die Thematik ist durch die Ehe und den Verletzungen von Larson etwas anders als in vielen anderen Büchern. Die Figuren und der Schreibstil sind einnehmend, sodass ich die ganze Zeit mitgefiebert habe. Gleichzeitig reflektiert man sich selbst, wie man mit einer derartigen Veränderung des Ehepartners umgehen würde. Lesenswert! 

  21. Cover des Buches Rhapsodie der Freundschaft (ISBN: 9783868274004)
    Lynn Austin

    Rhapsodie der Freundschaft

    (19)
    Aktuelle Rezension von: alenadesi

    Dieses Buch habe ich richtig gerne gelesen und zählt neben „Im Sand der Erinnerung“ zu meinem absoluten Lieblingsbüchern von Lynn Austin.

    Die Charaktere sind authentisch und absolut liebenswert. Ich bin ein bisschen traurig, dass ich nicht mehr von ihnen lesen kann.

    Kann das Buch absolut empfehlen, es ist spannend, wunderschön, traurig und beschert absolut entspannte Lesestunden.

  22. Cover des Buches Der Garten (ISBN: 9783775155700)
    A. L. Shields

    Der Garten

    (14)
    Aktuelle Rezension von: Buchbloggerin

    Als Bethanys beste Freundin überfahren wird, glaubt die junge Anwältin erst an einen tragischen Unfall. Doch dann wird der Sohn einer Klientin tot in ihrer Küche aufgefunden. Sie wird des Mordes verdächtigt und ist plötzlich auf der Flucht. Nicht nur das FBI, sondern auch ein gnadenloser Auftragskiller jagen sie quer durch die USA. Langsam erkennt Bethany: Sie ist in die Schusslinie einer jahrhundertealten Geheimorganisation geraten, deren einziges Ziel es ist, das Christentum zu vernichten. Jetzt hängt es an ihr, die uralten Codes zu entschlüsseln, die die Kirche noch retten können.

    Als ich mit dem Lesen dieses Thrillers erst angefangen hatte, war mir nicht klar, welche Entwicklungen und Veränderungen in der Handlung noch geschehen würden. Zu Beginn hatte man noch den Eindruck, das ganze Geschehen wäre mehr oder weniger harmlos, doch dass derartig böse und mächtige Seiten dahinter stehen, hatte ich definitiv nicht vermutet. Man bekommt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven aufgetischt – ganz klar aus der Sicht von Bethany Barclay, aber auch aus der der Guten – dem „Garten“ – und der der Bösen – der „Wildnis“. Außerdem kommt des Öfteren auch der Special Agent Carraway zu Wort, der Leiter des Falls „Bethany Barclay“.

    Die größte Wandlung in der Geschichte macht ganz deutlich die Protagonistin Bethany durch. Von einer angesehenen Anwältin wird sie zu einer verdächtigen und sich versteckenden jungen Frau auf der Flucht – auf der Suche nach dem, was ihre Unschuld an den ihr angehängten Verbrechen beweisen könnte. Sie ist eine beeindruckende, starke Frau, die trotz dem gewaltig hohen Druck, der auf ihr lastet, nicht aufgibt und dem Geheimnis ihrer ermordeten Freundin Anabelle, welches ihre Unschuld ans Licht bringen würde, sobald sie darauf gestoßen ist, langsam aber sicher auf die Schliche kommt. Da sie ihr Vertrauen auf Gott setzt und ihre Klugheit richtig ausnutzt, kommt sie sehr bald sehr weit.

    Die Spannung wird schon auf den ersten Seiten aufgebaut und im Laufe der Handlung steigt sie immer mehr. Auf Fragen, die zu Beginn entstanden sind, findet man langsam Antworten, doch es entstehen dafür umso mehr neue Fragen und unerklärliche Umstände und Geschehnisse. Vor allem sind aber öfters Charaktere eingemischt, von denen man es am wenigsten erwartet hätte. Es treten viele überraschende Wendungen auf, die man nicht vermutet hätte und diese Unvorhersehbarkeit der Handlung macht das Lesen noch viel spannender.

    Klar, die Wahrscheinlichkeit, dass etwas im wahren Leben so geschieht, wie es in Büchern passiert, ist nicht gerade groß, doch ich hatte beim Lesen dieses Buches öfter das Gefühl, dass es mir ein wenig zu viel an Spannung wurde. Es schien mir manchmal zu sehr unrealistisch zu sein (obwohl: was in fiktiven Geschichten ist denn je realistisch?). Naja.

    Der Garten ist ein sehr spannender Thriller, den es sich auf jeden Fall zu lesen lohnt. Hätte ich mitten in der Woche mehr Zeit, würde ich ihn sicherlich schon beendet haben, doch dazu gibt es ja glücklicherweise noch das Wochenende.
    Wer also gerne spannende Romane mit höchst überraschenden und packenden Twists liest, kann mit diesem hier nichts falsch machen. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

  23. Cover des Buches Die Kreuzträgerin: Jenseits des Feuersturms (ISBN: 9783038481034)
    Lydia Schwarz

    Die Kreuzträgerin: Jenseits des Feuersturms

    (17)
    Aktuelle Rezension von: coala_books

    Die Geschichte aus “Die Kreuzträgerin” geht spannend weiter. Es wird empfohlen, erst Band 1 zu Lesen!


    Anna ist die Flucht aus Europa gelungen, nachdem sie dort zu Tode verurteilt wurde und lebt mittlerweile in Afrika. Aber auch dort ist das Leben alles andere als einfach, denn nicht alles ist so, wie bisher angenommen. Anna steht eine harte Zeit bevor und sie muss sehen, ob der Preis nicht vielleicht doch zu hoch war.


    Das Buch packt einen sogleich wieder und man fiebert mit Anna mit, die eine wirklich starke und glaubhafte Hauptperson ist. Sie lässt sich nicht Blenden vom scheinbar gutem Leben im Überfluss, sondern steht für ihren Glauben ein. Zentrales Thema in diesem Band ist aber auch Vergebung, denn Anna stehen wieder so einige schwierige Enthüllungen und Enttäuschungen bevor. Die Story ist wieder gut, wirkt teilweise jedoch etwas zu konstruiert. Den Lesefluss stört das jedoch nur minimal, man muss zudem manchmal über die eine oder andere etwas zu ausschweifende Beschreibung hinwegsehen. Jedoch hat die Geschichte wieder eine sehr schöne Dynamik, der man sich als Leser kaum entziehen kann.


    Der Aspekt des Glaubens kommt wieder sehr gut rüber in diesem Band und fügt sich wirklich perfekt in die Geschichte ein. Unterhaltsam und fesselnd weiß die Geschichte zu unterhalten, auch wenn ihr die bedrohliche Stimmung des ersten Bandes, der mitten im Krisenherd Europa spielt, fehlt. Jedoch kommen viele wichtige Dinge ans Licht und nach einem spannenden zweiten Band hat man so richtig Lust auf den dritten Teil. 
  24. Cover des Buches Dein Licht durchbricht die Dunkelheit (ISBN: 9783957347077)

    Dein Licht durchbricht die Dunkelheit

    (9)
    Aktuelle Rezension von: SeilerSeite

    Eigentlich handelt es sich hier nicht um ein Andachtsbuch im klassischen Sinn. Es ist nicht in Tage oder Wochen aufgegliedert (was gut ist, denn so kann man jederzeit damit anfangen). Es enthält auch keine kurzen geistlichen Texte, Anregungen zur Bibellese oder Impulse zum Weiterdenken. Im Untertitel erscheint die Bezeichnung "Erzählung". Es geht hier um die beiden Frauen Wren und Kit, die man eine kurze Zeit (von Heiligabend bis kurz nach Ostern) auf ihrem Lebensweg begleitet. Wren ist nach dem Tod ihres besten Freundes in eine tiefe Depression gefallen und lebt gerade bei ihrer Großtante Kit.

    Das Buch setzt zu einem Zeitpunkt ein, an dem es der jungen Frau noch sehr schlecht geht und sie eigentlich gar nicht handlungsfähig ist. Kit fängt schließlich an, ihr Briefe zu schreiben, in denen sie sich an ihren eigenen Schmerz der Vergangenheit erinnert, aber auch an ihre Hoffnung und ihren Weg zurück ins Leben. Große Ereignisse wie in einem Roman passieren in diesem Buch nicht. Man geht in kleinen Schritten mit den beiden Frauen durch die Zeit bis Ostern. Nach und nach merkt man kleine Veränderungen. Wren und Kit verändern sich beide und kommen, um einmal den Titel zu zitieren, von ihrer Dunkelheit Stück für Stück wieder ins Licht. Sie gewinnen neue Hoffnung und vor allem Wren auch neuen Lebensmut.

    Da ein Handlungsstrang der Erzählung darin besteht, dass die beiden einen künstlerischen Kreuzweg zusammen gestalten, denken die beiden Personen auch intensiv über die einzelnen Leidensstationen Jesu nach. Dadurch wird der eigene Fokus ganz automatisch auf die Passionszeit gelenkt und man kommt beim lesen ebenfalls ins Nachdenken. Am Ende des Buches findet man eben diesen Kreuzweg aus der Erzählung in einzelnen Andachtsstationen ausgearbeitet. Man kann also die Erzählung lesen und wenn man möchte, am Ende noch den Kreuzweg bedenken. Oder man nimmt sich immer eine Station des Kreuzweges vor und liest die entsprechenden Kapitel der Erzählung zeitgleich dazu. Beides ist möglich.

    Da das Buch nicht an bestimmte Datumsangaben gebunden ist, kann man in seinem eigenen Tempo lesen und starten, wann man möchte. Man könnte den Kreuzweg auch ganz unabhängig von der Erzählung mit Gruppen oder Hauskreisen bedenken. Das Buch bietet also viele Möglichkeiten, für Einzelpersonen ebenso wie für die Gemeinde. Nur einen großen Nachteil konnten wir entdecken: es liest sich so gut, dass man viel schneller fertig ist, als die Passionszeit dauert, so dass wir schon nach zwei Wochen an Ostern angekommen waren! 😊

    Originaltitel: "Remember Me"

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