Bücher mit dem Tag "christopher robin"
2 Bücher
- Alan A. Milne
Pu der Bär. Gesamtausgabe
(19)Aktuelle Rezension von: BookloveAryaIn der Gesamtausgabe sind zwei Bücher von Pu der Bär enthalten. Einmal "Pu der Bär" und "Pu baut ein Haus". In beiden Büchern dreht sich alles um die Bewohner des Hundert-Sechzig-Morgen-Waldes, also Pu, Christopher Robin, Ferkel, I-Ah, Känga und Ruh und noch viele andere.
Pu ist der Bär von Christopher Robin. Erzählt wird die Geschichte vom Vater von Christopher Robin, was tatsächlich auch der Realität entspricht, denn der Autor hat das Buch für seinen Sohn mit genau diesem Namen geschrieben. Und auch die Tiere waren ursprünglich Plüschtiere Christopher Robins, die in das Buch mit eingewoben wurden. Meiner Meinung nach auf eine sehr liebevolle Art.
Die Art des Textes war für mich etwas ungewohnt zu lesen, da es relativ altmodisch geschrieben ist und teilweise wirklich sehr lange Sätze zum Text gehören. Das stört mich normalerweise eher weniger, aber hier musste ich durch die vielen Einschübe auch schon mal zweimal lesen. Für mich war es das erste Mal, dass ich Pu gelesen habe, in meiner Kindheit war ich eher bei den Grimm-Märchen zuhause. Allerdings muss ich sagen, dass ich wirklich begeistert von der Welt bin, die Milne hier geschaffen hat. Es ist zwar etwas umständlicher zu lesen, aber es ist wirklich sehr lustig, wenn man sich bei Pu und Co erstmal reingedacht hat. Das Pu nicht viel Verstand hat, merkt man auch daran, wie Milne ihn präsentiert. Zwar sehr liebevoll, aber auch etwas dümmlich.
Ich kann auf jeden Fall sagen, dass dieses Buch ins Regal kommt und ich mich schon freue, wenn ich diese Geschichten irgendwann auch meinen Kindern vorlesen kann. Und bis dahin lese ich sie einfach immer wieder für mich.
- A. A. Milne
Now We Are Six
(4)Aktuelle Rezension von: MrsFraserA. A. Milne vermag es wie kein zweiter, mit den Augen und Ohren eines Kindes zu sehen und in einfachen Worten die poetischten Situationen zu malen.
Wenn er schreibt
"... The wisest was Sir Thomas Tom.
He multiplied as far as four,
And knew what nine was taken from
To make eleven. ..."
dann wird das junggebliebene Herz kindlich groß vor Bewunderung für diesen tollen Ritter.
Milne lässt uns wieder zu Kindern werden, wenn wir seine Gedichte lesen und lässt uns die kleinen, in Wahrheit doch riesegroßen, Wunder des Alltags neu entdecken.
Der erwachsene, belesen Geist kommt zur Ruhe, lehnt sich genüsslich zurück und genießt die von Zeit zu Zeit eingebauten Wortneubildungen oder grammatikalischen 'Anpassungen' an die Gestalt des aktuellen Gedichts mit einem wohlwollenden Lächeln.
Eine Perle für sich ist alleine schon die Einleitung - das 'Er-h'r'm' eines Buches, wie dem geneigten Leser und möglichen Rezensenten erläutert wird.
Die Gedichte zeugen von einer unglaublichen Nähe zum kindlichen Gemüt und ich bin immer wieder zutiefst enttäuscht, wenn ich daran denke, dass Christopher Milne (Christopher Robin, Pooh's Freund, die real-life Vorlage) keine glückliche Kindheit hatte und sein ganzes Leben lang unter dem Fluch 'Christopher Robin' litt. Sein Vater hätte nicht mit Kindern umgehen können, sagte er als erwachsener Mann. Christopher Milne wurde hauptsächlich von einer Nanny erzogen, sah seine Eltern nur zu festgelegten Zeiten und wurde im Alter von 10 Jahren auf ein Internat geschickt. So scheint es rückblickend, dass sein Vater ihn entweder nur als Inspiration zum Schreiben benutzte und die Familie die geschriebenen Szenen eher nachspielte, eben weil sie so romantisch-schön-idyllisch sind (wobei sie ja auch meistens davon handeln, dass sich das Kind alleine beschäftigt), oder dass A. A. Milne tatsächliche zwischenmenschliche Probleme hatte und die Geschichten um Pooh und die dafür erforderlich abstrakte Beschäftigung mit seinem Sohn der einzige Weg für ihn war, seine Liebe auszudrücken.
Aber ist dieser Hintergrund Rechtfertigung genug, dem Buch einen Bewertungsstern abzuziehen? Ich könnte das noch mal zusätzlich damit entschuldigen, dass bei einigen Versen das Versmaß (zumindest mir als deutschgeborenen, allerdings äußerst englisch belesenen Leserin) irgndwie nicht ganz rund scheint und etwas holprig daher kommt.
Was dann doch wieder die volle Punktzahl bringt: Ich habe eine Version von 1974, in der die wunder-wunder-wunderschönen Zeichnungen ('Decorations') von Ernest H. Shepard noch uncoloriert enthalten sind. Da die Verse an sich sehr nostalgisch und romantisch daher kommen, passt das in meinen Augen pefekt zusammen. Als hätten die beiden Männer nebeneinander gesessen und zeitgleich gearbeitet.

