Bücher mit dem Tag "cold case"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "cold case" gekennzeichnet haben.

156 Bücher

  1. Cover des Buches Erbarmen (ISBN: 9783423212625)
    Jussi Adler-Olsen

    Erbarmen

     (4.083)
    Aktuelle Rezension von: Daniela_Beilner

    ERBARMEN - der erste Teil der Reihe rund um Carl Mørck und das neu gegründete Sonderdezernat Q ist ein wirklich toller Reihenauftakt

     Bevor der eigentliche Fall so richtig ins Laufen kommt erfahren wir die Hintergründe warum das Sonderdezernat gegründet wird und Carl Mørck dieses als one man Show „übernimmt“ wobei ... so ganz stimmt das ja nicht ... ihm zur Seite steht Assad der sich vom Hausmeister zum heimlichen Assistenten von Carl entwickelt

     Assad ist auch meine Lieblingsfigur in diesem Thriller und ich bin schon sehr gespannt mehr über ihn und vor allem über seine Hintergründe zu erfahren - denn da gibt’s einiges was es aufzudecken gilt 🤩

     Die Szenen aus der Sicht von Merete gehen wirklich unter die Haut - sind bedrückend und gleichzeitig war ich fasziniert von der Stärke dieser Frau ...

     Einen kleinen Abzug gibt’s von mir für das Ende das für mich nicht so Mainstream hätte sein müssen - da hätte ich mir mehr Mut vom Autor gewünscht

  2. Cover des Buches Verheißung - Der Grenzenlose (ISBN: 9783423280488)
    Jussi Adler-Olsen

    Verheißung - Der Grenzenlose

     (455)
    Aktuelle Rezension von: AnasBuchsammlung

    Inhalt: Die Füße auf dem Tisch und die Zigarette in der Hand hängt Carl Mørck am Telefon. Der Anrufer sagt, sie hätten schon mal zusammengearbeitet und er brauche jetzt Carls Hilfe. Er bittet Carl, sich den Fall doch genauer anzuschauen, den er selbst jahrelang nicht lösen konnte. Damals wurde ein junges Mädchen tot in einem Baum gefunden, das Fahrrad wenige Meter entfernt. Was als Unfall behandelt wurde, war in Wahrheit ein Mord. Da ist sich der Anrufer sicher. Für Carl hört sich das nach einer Menge Arbeit an. Er ist nicht interessiert und verweist den Anrufer an eine andere Stelle. Der legt auf – und erschießt sich kurze Zeit später selbst. Damit zwingt er Carl und sein Team, sich dem Fall von dem toten Mädchen doch zu widmen und gemeinsam reisen Carl, Assad und Rose nach Bornholm um zu ermitteln.


    Meinung: Von diesem Band war ich ziemlich enttäuscht. Die Handlung war von Anfang an flach und es gab keine Spannungskurve, die sich nach oben oder unten bewegt hat. Erst auf den letzten 100 Seiten ist sie angestiegen, meiner Meinung nach aber nur leicht.

    Mit den Charakteren konnte ich diesmal auch nicht viel anfangen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sich die Hauptcharaktere irgendwie weiterentwickelt haben. Zwar gab es immer wieder Ansätze davon, aber am Ende ist nichts daraus geworden. Carls Sarkasmus und chronische Unlust gingen mir diesmal auch öfter auf den Keks, als dass ich sie lustig fand. Auch die Personen, um die sich dieser Fall dreht, fand ich ziemlich stereotypisch. Die Idee der Geschichte und ihrer Player war gut, aber meiner Meinung nach miserabel ausgeführt.

    Der Schreibstil ist konstant geblieben und das Ende kann man zwar für schlüssig halten, schien mir aber der „easy way out“ zu sein, also auch eher schwach. Wer die Reihe bereits kennt, kann sich den Band sicher durchlesen. Einsteigern möchte ich aber nicht empfehlen, mit „Verheißung“ zu beginnen, da man sonst schnell die Lust an der Reihe verlieren kann.

  3. Cover des Buches Das Buch der Spiegel (ISBN: 9783442314492)
    E.O. Chirovici

    Das Buch der Spiegel

     (344)
    Aktuelle Rezension von: NicoleP

    Literaturagent Peter Katz erhält den Anfang eines Manuskripts von Richard Flynn. Im Mittelpunkt steht der Mordfall an Professor Joseph Wieder, der vor 25 Jahren geschah und nie aufgeklärt wurde. Katz ist so sehr von der Geschichte fasziniert, dass er wissen möchte, wie sie weitergeht. Doch Flynn ist zwischenzeitlich verstorben. Katz macht sich auf die Suche nach dem restlichen Manuskript.

    Das Buch ist in drei Teile untergliedert. Neben Peter Katz wird die Geschichte noch durch zwei weitere Charaktere und deren Perspektive fortgesetzt. Alle Figuren sind interessant und gut ausgearbeitet. Die Spannung bleibt über das gesamte Buch auf einem guten Level.

    Der Kriminalroman zeigt sehr gut auf, wie unterschiedlich die Sicht auf Geschehnisse sein kann. Oft sind es die eigenen Gedanken, die einer anderen Person ein Verhalten unterstellen, welches diese wahrscheinlich nicht hat. So ergeben sich im Laufe des Buches mehrere mögliche Tatgeschehen und Täter. Jede dieser Varianten scheint möglich.

    Geschickt schafft es der Autor, bis zum Schluss Wendungen zu bieten, die überraschen. Es ist ein interessanter Roman, den ich gerne weiterempfehle.

  4. Cover des Buches Schändung (ISBN: 9783423214278)
    Jussi Adler-Olsen

    Schändung

     (1.501)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Wieder ein unglaublich spannendes Buch von der ersten bis zur letzten Seite !

    Eine Clique von reichen Internatsschülern macht skrupellos anderen Menschen das Leben zur Hölle, falls diese das überhaupt überleben. Inspiriert von Clockwork  Orange überfallen sie wahllos Leute. Jahre später sitzt Carl Morck im Keller des Polizeipräsidiums und leitet das  Sonderdezernat Q ,welches zunächst nur aus ihm und seinem Assistenten besteht und eher aus Verlegenheit gegründet wurde, um Carl irgendwo unterzubringen. Von hier aus versucht er alte Fälle zu bearbeiten. In diesen Fall beißt er sich fest und je mehr jemand an höherer Stelle versucht, ihn davon abzuhalten, sich damit zu beschäftigen, desto mehr stachelt es ihn an, zu ermitteln.

    Die Charaktere  finde ich klasse. Es macht großen Spaß, das Buch zu lesen und man möchte unbedingt wissen, wie es mit ihnen weitergeht. Auch die Bösen und alle anderen Figuren sind gut dargestellt. Es ist flüssig geschrieben und liest sich wie von selbst. Und es ist so spannend, dass die Seiten nur so dahin fliegen. Bei der Handlung bleibt einem manchmal die Luft weg und man muß erstmal sacken lassen, was man grade gelesen hat. Ein Buch, nach dem man erstmal Luft holen muß.

    Die reißerischen Titel haben mich lange abgeschreckt, aber nun bin ich ein Fan der Reihe (auch wenn ich die Titel immer noch scheußlich finde).

    Klare Leseempfehlung für alle, die es spannend lieben.

  5. Cover des Buches Die gute Tochter (ISBN: 9783959671101)
    Karin Slaughter

    Die gute Tochter

     (203)
    Aktuelle Rezension von: Marisa_Saiano

    Also dieses Buch hat mich nicht überzeugen können. Bis zur Hälfte des Buches habe ich darauf gewartet, dass mich die Geschichte mitreißt. Bis zum Ende ist das nicht passiert. Es ist natürlich gut geschrieben, aber ich finde Karin Slaughter hat viele bessere Bücher geschrieben (zum Beispiel die Sara Linton Reihe).

  6. Cover des Buches Grausame Nacht (ISBN: 9783596032631)
    Linda Castillo

    Grausame Nacht

     (189)
    Aktuelle Rezension von: Hortensia13

    Ein Tornado kann vieles zerstören. Doch dieser, der über Painters Mill hinwegfegt, hinterlässt nicht nur viele Schäden, sondern deckt ein lang gehütetes schreckliches Geheimnis auf. Unter einer eingefallenen Scheune werden die Überreste eines menschlichen Skeletts gefunden. Was ist geschehen? Wer ist der Tote? Die Polizeichefin Kate Burkholder nimmt die Ermittlungen auf, die sie in die Amisch-Gemeinde von Painters Mill führt und zu einem altem Familiengeheimnis.

    Dies ist der siebte Fall rund um die Polizeichefin Kate Burkholder und ich bin immer noch ein Fan. Gewohnt flüssig geschrieben, lässt sich die Geschichte schnell lesen. Bei diesem Fall fand ich die Kombination von Spannung und Emotionen sehr gelungen. Privates und Geschäftliches vermischt sich bei Kate übergangslos. Ich freue mich schon auf Band 8 und bin gespannt, wie sich alles weiterentwickelt.

  7. Cover des Buches Der Näher (ISBN: 9783404174546)
    Rainer Löffler

    Der Näher

     (245)
    Aktuelle Rezension von: Christianes_Buecherschatzkiste

    Mensch, Mensch, Mensch was ein Buch. Es ist der dritte Thriller um Fallanalytiker Marten Abel. Für mich war es kein Problem das ich die anderen beiden Bücher nicht gelesen habe, da der Fall hier für sich alleine spielt. Abel wird von seinem Vorgesetzten in die Nähe von Köln geschickt um sich dort bei einem ruhigeren Fall vom letzten zu erholen. Kaum angekommen steckt er schon mitten im Schlamassel und es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und ein Kampf gegen so manch eine Windmühle. Der Inhalt der Geschichte und der Schreibstil haben mich sofort in den Bann gezogen. Die Spannung lies nirgends nach und ich musste einfach immer weiter lesen. Manch eine Szene gingen mir aber auch an die Nieren oder verschafften mir ein Übelkeitsgefühl. Es ist das erste Buch das ich nicht während meiner Mittagspause beim Essen lesen konnte und das will schon was heißen. Definitiv nix für schwache Gemüter, wer aber psychische Abgründe, Qualen und Blut mag dem kann ich es wirklich empfehlen. Ich fand es grandios dafür gibts volle Sternenzahl.

  8. Cover des Buches Unbarmherzig (ISBN: 9783548290973)
    Inge Löhnig

    Unbarmherzig

     (258)
    Aktuelle Rezension von: Simi159

    Wer die Tino Dühnfort Reihe von Inge Löhnig kennt, der kennt auch Gina Angelucci. Sie ermittelte mit Tino zusammen, dann wurden sie ein Paar und Eltern. Jetzt leitet sie die Abteilung für Cold-Cases der Münchner Kripo und hat ihre eigene Reihe…ja auch im deutschen Krimi gibt es Spin-Offs. 

    Unbarmherzig ist der zweite Fall für Gina, die frisch aus der Elternzeit zurück sich um einen Fall in Altbruck kümmern muss. Dort werden in einer Kiesgrube zwei Leichen gefunden, die schon mehrere Jahrzehnte vergraben waren. Eine davon stammt aus dem Baltikum, doch die Intensität bleibt ein Rätsel. Waren es zwei Zwangsarbeiter, die in der ehemaligen Munitionsfabrik dort gearbeitet haben? 

    Gina möchte den Mörder finden und durch die Klärung der Identität für eine, wenn auch späte Totenruhe sorgen. Doch ich allen in Altbruck gefallen die Ermittlungen und vielen Fragen nach der Vergangenheit….


    Fazit: Wie auch schon in der Reihe um Tino Dühnfort, erzählt Inge Löhnig auch in dieser Reihe in einen ruhigen und gelassenen Ton. Eher wie ein friedliches Plätschern baut sich Kapitel für Kapitel Spannung auf. Stück für Stück deckt Gina Angelucci den alten Fall auf und bastelt die einzelnen Teile zusammen. 

    Eingeschobene Rückblicke nehmen die Leser immer wieder mit ins Jahr 1944 und lassen so die Zusammenhänge besser verstehen und sorgen gleichzeitig für Spannung wegen falscher Fährten und überraschender    Wendungen.


    Die Charaktere sind sympathisch und auch in ihrem Handeln authentisch. Wer Gina mag, wird auch die Reihe um Tino Dühnfort mögen. 


    Ich hätte diesen Spinn-Off generell nicht gebraucht, für mich kann auch ein Paar weiter ermitteln…egal, für Unbarmherzig gibt es 


    4 STERNE.

  9. Cover des Buches DUNKEL (ISBN: 9783442758609)
    Ragnar Jónasson

    DUNKEL

     (311)
    Aktuelle Rezension von: Bookilicious

    *Inhalt*
    Hulda Hermannsdóttier ist eine 64-jährige Dame, die kurz vor der Pensionierung steht, sich zum Ende hin aber nochmal einen "Cold Case" aussuchen darf - also ein Fall, der bereits ad-acta gelegt wurde, wird neu aufgerollt und nach neuen Erkenntnissen gesucht. Hulda entscheidet sich für den Fall von Elena, einer russischen Asylbewerberin, die vor über einem Jahr tot aufgefunden wurde. Ihr Kollege schloss diesen Fall als Selbstmord, Hulda jedoch glaub nicht daran und beginnt erneut zu ermitteln. Dabei bringt sie sich selbst mehr in Gefahr, als ihr bewusst ist...

    *Erster Satz des Buches*
    ">Wie haben Sie mich gefunden?<", fragte die Frau.
    - RAGNAR JÓNASSON - DIE HULDA TRILOGIE 01 - DUNKEL -

    *Meine Meinung*
    Eigentlich tue ich mir mit nordischen Krimis etwas schwer, denn die oft komplexen Namen wollen mir meist einfach nicht im Gedächtnis bleiben. Dennoch lockte mich der Thriller "DUNKEL" irgendwie und ich muss sagen: es hat sich gelohnt.

    Im Gegensatz zu vielen anderen Trilogien ist der Auftakt gleichzeitig das Ende, soll heißen, die erste Geschichte ist Huldas letzter Fall. In Band 2 und 3 gehen wir zeitlich in die jüngeren Jahre der Ermittlerin, nämlich 15 und 10 Jahre zurück. Dies wurde in einigen anderen Rezensionen schwer kritisiert, ich persönlich finde diesen Schachzug aber ehrlich gesagt äußerst clever.

    Hulda ist eine ungewöhnliche Protagonistin, weit entfernt von den üblichen knallharten und jungen Ermittler/innen, die man sonst so kennenlernt. Sie steht kurz vor der Pension und ist alles andere als gut vernetzt; gegen ihre männlichen Kollegen musste sie sich in all den Jahren durchsetzen und wurde augenscheinlich nie recht in ihrer Rolle als Ermittlerin akzeptiert. Alles in allem ist Hulda eine einsame alte Dame, die nicht mehr recht Anschluss finden kann/will; einzig mit Petúr, einem pensionierten Arzt hat sich sich angefreundet und verbringt hin und wieder etwas Zeit mit ihm.

    Das Setting ist eher düster und sehr auf die Protagonistin fokussiert, es gibt kaum relevante Nebencharaktere, die einen größeren Raum einnehmen und die man daher als Konkurrenz zur Protagonistin betiteln könnte.

    Die Geschichte wird aus der Sicht eines Erzählers geschildert, einmal begleiten wir Hulda, einmal das Opfer (hier wird der Text kursiv gedruckt) und einmal eine Mutter mit Kind, deren Bedeutung für die Geschichte uns lange nicht bewusst ist.

    Auch wenn "DUNKEL" nicht übermäßig spannend ist, fesselt es mich auf eine Weise, die ich nur schwer schildern kann. Es ist wohl die Kombination aus außergewöhnlicher Ermittlerin, düsterem und teils verschneitem Setting, ungeklärtem Todesfall und packendem, aber doch schlicht gehaltenem Schreibstil, der dieses Buch zu etwas besonderem macht.

    Gerade zum Ende hin sind die Entwicklungen regelrecht erdrückend und ich hätte mit allem gerechnet - aber nicht mit so einem Finale.

    *Infos zum Buch*
    Seitenzahl: 384 Seiten
    Verlag: btb Verlag
    ISBN: 978-3-442-75860-9
    Preis: 15,00 € (Broschiert) / 9,99 € (Ebook)

    Reihe:
    Dunkel
    Insel
    Nebel

    *Infos zum Autor*
    Ragnar Jónasson, 1976 in Reykjavík geboren, ist Mitglied der britischen Crime Writers‘ Association und Mitbegründer des »Iceland Noir«, dem Reykjavík International Crime Writing Festival. Seine Bücher werden in 21 Sprachen in über 30 Ländern veröffentlicht und von Zeitungen wie der »New York Times« und »Washington Post« gefeiert. Ragnar Jónasson lebt und arbeitet als Schriftsteller und Investmentbanker in der isländischen Hauptstadt. An der Universität Reykjavík lehrt er außerdem Rechtswissenschaften. Die preisgekrönte »Hulda-Trilogie« erscheint bei btb erstmals auf Deutsch. (Quelle: Verlagshomepage)

    *Fazit*
    Ein ungewöhnlicher, aber sehr fesselnder Roman mit düsterem Setting und fesselndem Schreibstil. Für Thriller Fans, die gerne mal über den Tellerrand hinausblicken wollen!


    Wertung: 5 von 5 Sterne!


  10. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453438200)
    Stieg Larsson

    Verblendung

     (6.184)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Hier geht's zur vollständigen Buchbesprechung: https://buchklub.podbean.com/e/stieg-larsson-verblendung/

    Vorsicht, Spoiler!

  11. Cover des Buches Die Lichtung (ISBN: 9783548286365)
    Linus Geschke

    Die Lichtung

     (210)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Linus Geschke bringt mit „Die Lichtung“ seinen Debütroman und den ersten Teil der Jan-Römer-Reihe auf den Markt. Erzählt wird ein Kriminalfall der sich vor Jahren ereignete und nie geklärt werden konnte. Jan ist Journalist und soll für seine Zeitung in der Rubrik „Ungelöste Kriminalfälle“ darüber berichten. Brisant an der Story ist allerdings, dass er die Beteiligten kennt - es sind seine Jugendfreunde. Jan beginnt also zu recherchieren. Dabei erhält er Hilfe von Stefanie Schneider, genannt „Mütze“, einer ehemaligen Volontärin und jetzigen Freundin. Gemeinsam  bringen sie Ungereimtheiten ans Tageslicht. Durch zahlreiche Rückblenden in die 80er Jahre gelingt es dem Autor die Handlung spannend zu halten. Das Ermittler-Duo besticht durch ihre gegensätzlichen Charaktere, die aber gerade deswegen hervorragend miteinander harmonieren. Man fiebert dem Ende durchaus entgegen und wird mit der überraschenden Auflösung nicht enttäuscht. Das Buch/der Autor war für mich eine positive Überraschung. Ich kann dieses Buch absolut allen empfehlen die einen spannenden und toll geschriebenen Krimi lesen möchten. Ich vergebe volle 5 Sterne.

  12. Cover des Buches Erlösung (ISBN: 9783423214933)
    Jussi Adler-Olsen

    Erlösung

     (1.197)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Schreckliches ist in dem alten Bootshaus geschehen. Doch es gelingt, eine Flaschenpost abzusetzen. Jahre später landet diese im Sonderdezernat Q für ungelöste Fälle. Es sind nur noch wenige Buchstaben zu erkennen. Ist sie ein Hilferuf ? Und kommt nicht jede Hilfe zu spät ? Carl Morck verbeißt sich wiedermal in einen Fall und sein Instinkt gibt ihm recht. Langsam setzt sich ein Bild zusammen und es scheint, als triebe der Mörder immer noch sein Unwesen. Und er hat sich auf Kinder spezialisiert.

    Der dritte Fall mit Carl Morck und seinem Assistenten Assad. Wieder sehr spannend und kaum aus der Hand zu legen. Ich mag die Charaktere, den Humor und den Erzählstil. Auch dieses Buch habe ich wieder verschlungen und werde gleich das nächste starten. Man möchte auch wissen, was es mit Assad auf sich hat und wie es mit dem Team, das in diesem Buch noch mehr Zuwachs erhält, weitergeht und was damals wirklich geschah, als Carls Kollege erschossen und sein anderer Kollege Querschnittsgelähmt wurde. Aber vor allem will man wieder so einen tollen Thriller lesen. Nur die reißerischen Titel stören mich bzw. haben mich lange davon abgehalten, diese Reihe zu lesen. Doch davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Wer Spannung liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Ich kann gar nicht sagen, ob mich Band 2 oder Band 3 mehr begeistert hat. Und die Bösen sind immer so abgrundtief Böse und gestört, dass einem manchmal echt die Luft wegbleibt. Auch hier tun sich wieder Abgründe auf angesichts der Schicksalsschläge und Kindheitserfahrungen.
     

  13. Cover des Buches Erwartung, DER MARCO-EFFEKT (ISBN: 9783423216203)
    Jussi Adler-Olsen

    Erwartung, DER MARCO-EFFEKT

     (579)
    Aktuelle Rezension von: Sir_Gerry_63
    Inhalt:
    Marco ist fünfzehn und hasst sein Leben in einem Clan, dessen Mitglieder von ihrem teuflischen Anführer Zola in die Kriminalität gezwungen werden. Als Marco es eines Tages nicht mehr aushält, fasst er einen folgenschweren Entschluss: Auf der Flucht vor Zolas Männern stößt er in einem Erdloch im Wald auf eine stark verweste Männerleiche – und setzt damit eine Spirale von Ereignissen in Gang, die ihn immer wieder in Lebensgefahr bringen…. Die Suche nach den Mördern des Mannes im Wald führt Carl, Assad, Rose und Gordon, den Neuen im Sonderdezernat Q, tief hinein in das Netzwerk der Kopenhagener Unterwelt, in den Sumpf von Korruption und schweren Verbrechen in Politik und Finanzwelt – und sie zieht Kreise bis in den afrikanischen Dschungel.
    Meinung:
    Mit dem 5.Band zum Sonderdezernat Q in Kopenhagen mit dem Vizepolizeikommissar Carl Mørck und seinen Assistenten Assad und Rose sowie neuerdings Gordon ist Jussi Adler Olsen wieder einmal ein toller Thriller gelungen.
    Diesmal macht er einen Ausflug in die Bankenkriminalität sowie die Unterwelt in Kopenhagen und verwendet als Bindeglied die Person Marco. Bereits zu Beginn des Buches wird der Leser Zeuge eines drei Jahre vor den eigentlichen Ermittlungen stattfindenden Mordes an einem Kameruner in Afrika. Dieser war Helfer eines staatlichen dänischen Entwicklungshilfeprojektes. Dass einer der Hauptpersonen ebenfalls dort ist, kann man zu Beginn nur erahnen. Warum dieser ermordet wird, erfährt der Leser dann auch kurze Zeit später. Denn hier geht es um Betrug und Manipulation im großen Stil und sehr viel Geld. Geld treibt die Menschen zu äußersten Taten, man geht dabei buchstäblich über Leichen. Die Fäden im Hintergrund ziehen dabei ein hoher Beamter im Außenministerium sowie ein Vorstand und ein Aufsichtsratsvorsitzender einer Bank, die sich teilweise seit den Schultagen kennen.
    Marco muss wie andere Kinder in einem ausländischen, verbrecherischen Großfamilienclan seinen Lebensunterhalt in der Kopenhagener Innenstadt mit Bettelei und Taschendiebstählen verdienen. Zola, das Clanoberhaupt, regiert mit eiserner Hand und Gewalt.
    Nachdem Marco aus dem Clan geflohen ist, versucht er sich ohne Kriminalität durchzusetzen. Sehr viele Stationen muss er durchlaufen, er findet und verliert Freunde und ist ständig auf der Hut vor Zolas Männern. Durch einen Zufall entdeckt Marco eine Suchanzeige des Mannes, den er tot in einem Erdloch gefunden hat und versucht verzweifelt, aber geschickt und mit Köpfchen, heimlich Kontakt zu Carl Mørck aufzunehmen, so dass dieser Informationen und Hinweise für die Aufklärung des Mordes erhalten kann. Die Geschichte nimmt zunächst nur langsam Fahrt auf. Aber sie ist spannend und klug durchdacht. Immer wieder kommt es zu Verfolgungen und stets kann Marco entkommen. Des weiteren wird intensiv und nachvollziehbar geschildert, wie auch die Drahtzieher im Ministerium und in der Bank Marco auf die Schliche kommen und hinter ihm her sind, sogar ehemalige Kindersoldaten werden ins Spiel gebracht. Das halte ich zwar ein wenig weit her geholt, erhöht aber zusätzlich die Spannung im Buch. Man fiebert mit Marco mit, wie er versucht, sich trickreich den Häschern zu entziehen.
    Die Personen im Buch sind wie immer sehr detailliert und sympatisch dargestellt. Insbesondere dass private Leben von Carl Mork wird intensiver als zuvor dargestellt. Seine Gedanken sind stets bei Hardy, der seit einem Polizeieinsatz vollständig gelähmt ist. Er fühlt sich immer noch dafür verantwortlich. Seine Beziehungen zu Mona und zu einer anderen Frau spielen seine innere Zerrissenheit wider. Jussi Adler Olsen bringt reichlich Humor in das Buch, in dem er uns an Mørck ’s Gedanken teilhaben lässt, wenn Assad oder Rose Ermittlungsergebnisse und Theorien präsentieren. Ich habe mich immer köstlich amüsiert, wenn es wieder knuffige Reibereien mit Rose gab. Ganz toll und weiterhin mysteriös stellt Jussi Adler Olsen Assad dar. Ich habe immer gelacht, wenn Assad seine Anekdoten über Kamele bringt, wie beispielsweise, dass manchmal das Kamel den Kameltreiber jagt oder wenn er Sprichwörter verwendet, die nicht ganz passen. Neu im Team und demgemäß noch etwas blass in der Darstellung ist Gordon, ein Grünschnabel, der Mørck vor die Nase gesetzt wird und auch noch mit Rose versucht anzubandeln. Ich bin gespannt, wie es mit diesen Personen in den nächsten Büchern weitergeht.
    Ein Wort noch zum Untertitel: der Marco-Effekt. Ich hatte zu Beginn des Buches darüber gegrübelt, was das wohl bedeuten könnte. Im Buch kommt irgendwann der wohl weltweit bekannte Satz (sinngemäß), dass das Flattern eines Schmetterlings auf der anderen Seite der Erdkugel einen Sturm entfachen kann. Das kann ich so unterschreiben.
    Das Buch hat viele spannende Elemente, ruhige Seiten und viel Humor und Witz. Die Balance zwischen allen ist gut gelungen. Ich konnte das Buch eigentlich fast durchgängig lesen, man wird nicht müde, die über 40 Kapitel in dem Buch zu lesen. Der ständige Perspektivwechsel von Marco zu Zola, den Hintermännern und dem Ermittlerteam lässt nie Langeweile aufkommen.
    Wie immer ist das Buch auch äußerlich ein Hingucker. In schwarz gehalten, wird der Name Jussi Adler Olsen blau hervorgehoben und der Titel des Buches in weißer Farbe gehalten. Um das Buch herum – so erscheint es mir jedenfalls – erscheint eine rötliche Feder, die auf der Rückseite – auch aus meiner Einbildung heraus – sich zu einem teuflischen Gesicht stilisiert. Wie immer sehr genial.
    Fazit:
    Ein rundum gelungenes und spannendes Buch mit einem besonderen Thema und einem Jungen namens Marco, dem man die Daumen drückt, heil aus den Verfolgungsjagden heraus zu kommen. Ob dies gelingt, erfahren die Leser, wenn sie das Buch lesen. Ich gebe dem Buch auf jeden Fall 4 von5 Sternen und freue mich auf weitere Thriller von Jussi Adler Olsen.
  14. Cover des Buches Im Wald (ISBN: 9783548289793)
    Nele Neuhaus

    Im Wald

     (574)
    Aktuelle Rezension von: Mia80

    Oliver von Bodenstein zählt die Tage bis sein lange herbeigesehntes Sabbatjahr beginnt. Sein letzter Fall vor der Pause wird zugleich sein persönlichster bisher. 

    In dem kleinen Ort Ruppertshain, in dem er aufgewachsen ist, werden kurz hintereinander mehrere Personen, die Bodenstein alle seit vielen Jahren kennt, ermordet. 

    Die Kripo steht zunächst vor einem Rätsel. Doch dann kristallisiert sich heraus, dass alles mit einem alten Fall zusammen hängen könnte. Vor über 40 Jahren ist Olivers bester Freund Arthur verschwunden. Kann es sein, dass dieses Verbrechen bis heute vertuscht wird und seine Kreise zieht?

    Bodenstein beginnt zu graben. Nicht nur die Angst vor einem erneuten Zuschlagen des Mörders sondern auch seine Schuldgefühle, die er sein ganzes Leben mit sich herum trägt, werden für Bodenstein zur Belastung. Oliver spielt eine sehr zentrale Rolle in diesem Band. Noch nie sind wir ihm als Leser so nahe gekommen. Seine Emotionen werden sehr realistisch und nachvollziehbar beschrieben. Obwohl ich schon einige Teile dieser Serie gelesen habe, wurde mir erst bei „Im Wald“ so richtig bewusst, wie attraktiv und sympathisch ich ihn finde. 

    Da von Bodensteins Privatleben eine so große Rolle einnimmt, kam das von Pia dieses Mal etwas zu kurz. Auch ihr Ehemann kam quasi nicht vor. Ich fand es etwas schade, dass wir von ihr dieses Mal keine häuslichen Szenen gesehen haben.


    Die Krimis von Nele Neuhaus lese ich immer wieder gerne. Ich mag ihren Schreibstil und es  fällt mir leicht, mir das Gelesene vorzustellen. Für „Im Wald“ habe ich verhältnismäßig lange gebraucht. Insbesondere das erste Drittel empfand ich als relativ zäh. Es gibt sehr viele Personen und familiäre Verwicklungen, die man alle auseinander halten muss. Auch als es mir nach einer Zeit besser gelang, in die Handlung einzutauchen, empfand ich den Spannungsbogen als eher flach. Dies ist kein Pageturner, den man nicht mehr aus der Hand legen kann. 

    Hinzu kommt, dass die Seiten in einer sehr kleinen Schrift sehr eng bedruckt sind. Ich finde, hier hätte man nicht so am Papier sparen sollen. Die Geschichte hätte sich angenehmer gelesen, wenn sie auf ein paar mehr Seiten verteilt gewesen wäre. Bei einem Umfang von ohnehin 550 Seiten hätte es keine große Rolle gespielt, diesen auf 600 zu erhöhen. 

    Was mir gefallen hat war, dass auch dies wieder ein sehr vielschichtiger Krimi war. Es gibt nicht einfach nur einen Mörder sondern komplexe Strukturen, die sich über die Jahre immer weiter verselbständigt und verkompliziert haben. Der Fall zeigt auf erschütternde Weise, was Schweigen alles anrichten kann. 

    Für Fans der Reihe ist „Im Wald“ auf jeden Fall ein Muss. Für Neueinsteiger würde ich eher zu anderen Teilen (wie zum Beispiel „Schneewittchen muss sterben“ oder „Muttertag“) raten. 

  15. Cover des Buches Das Lied der toten Mädchen (ISBN: 9783548289311)
    Linus Geschke

    Das Lied der toten Mädchen

     (150)
    Aktuelle Rezension von: Schnick

    Es gibt Bücher... Es gibt Bücher, da ist mir von Anfang an klar, dass ich nicht allzu viel zu erwarten habe und trotzdem bleibe ich bei ihnen hängen und obwohl sie (scheinbar) eher schlicht gestrickt sind, sind sie doch unglaublich unterhaltsam oder fesselnd. Für mich sind das Guilty-Pleasure-Bücher: Ich genieße sie auf eine ganz sonderbare Weise, obwohl ich rein objektiv weiß, dass sie kein Knaller sind. Linus Geschkes "Das Lied der toten Mädchen" gehört für mich in diese Kategorie.

    Es fängt mit dem meiner Meinung nach eher unbeholfen wirkenden Schreibstil an (obwohl Geschke ein bekannter Autor ist), der Lesefluss ist eher holprig, die Kapitel sind eher kurz, die Charakterzeichnung tendenziell auch eher schlicht. Und trotzdem hat mich das Buch von Anfang an gefesselt. 

    Der 20 Jahre zurückliegende Fall ist spannend erzählt und ich konnte das Buch schnell lesen. Großartig nachdenken muss man nicht, mitgerätselt habe ich natürlich trotzdem. Und damit komme ich zu dem Punkt, den ich Geschke hoch anrechne: Die falschen Fährten haben funktioniert. Das ist heutzutage - wo jeder drittklassige Schriftsteller meint, eine falsche Fährte legen zu müssen, die aber mittlerweile so offensichtlich sind, dass mir noch bleibt, die Augen zu verdrehen - eine so großartige Erfahrung, dass ich Geschke dafür wirklich dankbar bin.

    Den Fall selbst fand ich streckenweise arg konstruiert und zwischendurch war es mir dann doch ein bisschen zu viel des Guten, aber am Ende bin ich alles in allem zufrieden gewesen.

    Merke: Es muss nicht immer hohe Kunst sein, die dich unterhält. Wer von diesem Kriminalfall nicht zu viel erwartet, wird gut unterhalten. Ich freue mich, das Buch gelesen zu haben.

  16. Cover des Buches Knochen lügen nie (ISBN: 9783896674531)
    Kathy Reichs

    Knochen lügen nie

     (106)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Aus einem Cold Case wird ein hoch interessanter Fall, bei dem dann auch der nächste Akt bevorsteht. Ein Kampf gegen männliche Windmühlen darum, ernst genommen zu werden.


    Inhalt: Tempe wird zu einem Gespräch gebeten, in dem ein Cold Case wieder aufgenommen werden soll. Doch schnell wird klar, dass auch aktuelle Morde nach diesem Muster ablaufen. Immer noch werden junge Mädchen tot aufgefunden.

    Schnell ist eine Verdächtige klar und nun muss Tempe sie nur noch finden - Nur ist ein wenig untertrieben, denn irgendwie scheint mans ie und ihren Verdacht nicht ernst zu nehmen. Doch dann kristallisiert sich ein Muster heraus. Demzufolge ist der nächste Mord nicht mehr weit entfernt. Tempe will genau das verhindern.

    Einmal mehr hat es hier Verstrickungen in das Privatleben von Tempe. Das macht alles noch einmal um Längen spannender.


    Fazit: Die allgemeinen Gegebenheiten waren mir noch sehr gut aus den voran gegangenen Bänden bekannt. Daran hat sich, zum Glück,  auch nichts geändert und ich bin sofort wieder in die mir bekannte Welt der Tempe Brennan eingetaucht. So war es ein leichter Anschluss und ich war ganz schnell wieder in der Story drin.

    Auch der Schreibstil ist genau so, wie ich ihn von Kathy Reichs, bzw. von ihrer Übersetzerin gewohnt bin. Knapp, manchmal erschreckend knapp und schnell. Zu keinem Zeitpunkt kam in irgendeiner Form Langeweile auf. Unnötige Längen hatte es einfach nicht. - Die Handlung schritt die ganze Zeit zügig voran und ich war immer in Spannung und habe mit gerätselt, wie sich das Ganze denn nun aufklärt.

    Leider hatte ich nur stellenweise ein Kopfkino. Schuld daran waren die französischen Ortsnamen und die wirklich für mich ziemlich komplizierten Bezeichnungen der verschiedenen Institutionen. Zwar werden sie stellenweise erklärt, aber das waren dann so Momente, wo ich nur überlesen habe, weil ich es auf Dauer sowieso nicht behalten habe. - Aber dieses Manko ist dem Buch nicht anzulasten. Das ist einzig und allein mein persönliches Empfinden.

    Die Spannung war trotzdem von Anfang bis Ende vorhanden. Ich habe die ganze Zeit lang die Indizien mit hin und her gewälzt, ich war auch auf der falschen Fährte und ich war über das, was am Ende rausgekommen ist, mehr als überrascht. Und am Ende war ich schon etwas verärgert, da Tempe die ganze Zeit auf der richtigen Spur war und einfach von den dämlichen Kerlen nicht ernst genommen wurde. Wohl ein Problem, was die Frauen noch heute haben. Stellenweise zumindest.

    Auch die privaten Probleme der Tempe Brennan sind hier super in die Handlung integriert. Super interessant hier der Aspekt der Mutter, die zwar krank ist, aber sich trotzdem in die Arbeit der Tochter irgendwie einmischt und damit auch noch einen nicht zu verachtenden Beitrag leistet. Das unterscheidet diese Tempe von der in der Fernsehserie. Denn da wird das Privatleben in den ersten Serien fast komplett raus gelassen und eine Mutter hat sie schon gleich gar nicht mehr. - Auf jeden Fall trägt dieser private Aspekt hier einen nicht unerheblichen Teil zur Handlung bei. Das hat mir sehr gefallen.


    Ich kann nicht nur dieses Buch, sondern auch die komplette Serie wirklich nur wärmsten Herzens empfehlen. Hier ist alles drin, was ein gutes Buch braucht. Anfangen bei einer spannenden und runden Story, über Spannung und Winkel und geschickte Schachzüge, die den Leser auf Trab halten.

    Es handelt sich hier um den 17. Teil einer Serie, die man aber nicht unbedingt in der chronologischen Reihenfolge lesen muss. Alles Wichtige wird erklärt und der Leser kommt auch so super mit.

    Ich hoffe, da kommen noch ein paar mehr Bücher, dieser Reihe.

  17. Cover des Buches Die Grausamen (ISBN: 9783426306031)
    John Katzenbach

    Die Grausamen

     (130)
    Aktuelle Rezension von: 0904

    Bis zum Schluss glaubt man nicht, dass es so etwas gibt. Spannend!

  18. Cover des Buches Böses Blut (ISBN: 9783764507688)
    Robert Galbraith

    Böses Blut

     (83)
    Aktuelle Rezension von: FraukeMeurer

    In "Böses Blut" wird Cormoran Strike gebeten, die 1974 verschwundene Margot Bamborough aufzufinden. Auftraggeber ist ihre Tochter. Obwohl der Fall bereits 40 Jahre zurückliegt und es somit wenig Hoffnung auf noch heiße Spuren gibt, ist Strikes Neugier und Ehrgeiz geweckt, sodass er und Robin den Fall annehmen. Bei den Ermittlungen stoßen sie auf mysteriöse Theorien, die Tarotkarten beinhalten, nicht sehr vertrauenswürdige Zeugen und einen psychopathischen Serienkiller...


    Es ist der nunmehr 5. Teil um das Detektivduo Cormoran Strike und Robin Ellacott, allerdings ist es ihr erster Cold Case. Dies tut der Spannung des Falls aber keinen Abbruch, ganz im Gegenteil, für mich war es der bisher spannendste Teil der Serie. Dies liegt zum einen an der erstklassigen Ermittlungsarbeit, die die beiden leisten, um Aussagen, die 40 Jahre zurückliegen zu überprüfen. Zum anderen aber ganz klar an der privaten Entwicklung von Cormoran und Robin. Robin steckt mitten in der Scheidung, die alles andere als einfach verläuft und natürlich gibt es auch ein Wiedersehen mit Cormorans Exfreundin Charlotte. Die Freundschaft zwischen Robin und Cormoran entwickelt sich durch den Fall und ihre privaten Umstände weiter, es macht Freude das beim Lesen über die Teile zu verfolgen.

    In diesem Teil stehen außerdem noch die weiteren Fälle der Detektei mehr im Vordergrund als sonst. So lernt man auch die weiteren Angestellten der Detektei näher kennen und schließt sie unweigerlich ins Herz. J.K. Rowling hat in meinen Augen ein Händchen dafür, liebenswerte und zugleich besondere Charaktere zu erschaffen. Der Schreibstil ist, wie gewohnt, detailliert und atmosphärisch.

    Man könnte meinen, dass 1200 Seiten etwas viel für einen Krimi sind und dabei zwangsläufig Längen entstehen. Dies ist in meinen Augen keineswegs der Fall. Die Spannung der verschiedenen Fälle ist gleichbleibend hoch, die vielen verschiedenen Erzählstränge und Ermittlungsansätze, die nach und nach zusammenlaufen laden zum eigenen Ermitteln ein und es werden immer wieder gekonnt Fährten gelegt, die trotzdem noch überraschende Wendungen zulassen. 

    Das Buch erfüllt also alles, was ein guter Krimi haben muss: ein spannender Fall, sympathische Ermittler und eine mysteriöse Atmosphäre.
    Ich kann euch die Reihe einfach nur ans Herz legen. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil.

  19. Cover des Buches Und am Morgen waren sie tot (ISBN: 9783548287034)
    Linus Geschke

    Und am Morgen waren sie tot

     (96)
    Aktuelle Rezension von: wsch

    Wir lesen uns!

    So die letzten drei Worte im Nachwort. In dem Linus Geschke einige Erklärungen zu seinen hervorragenden Recherchen, deren Ergebnisse in seinen Krimi eingeflossen sind, abgibt.

    Diese Recherchen sind derart gut, dass man sich beim Lesen in die reale Landschaft und die heute noch vorhandenen Überreste des 'Westwalls' und der Ardennenschlacht am Ende des Zweiten Weltkrieges versetzen kann. Einschliesslich der NS-Ordensburg Vogelsang, einiger Bunkeranlagen, den teilweise auch heute noch verlassenen Dörfern. Bis hin zur Verwendung der deutschen Wehrmachts'wunder'pille Pervitin („Panzerschokolade“, „Stuka-Tabletten“, oder auch „Fliegermarzipan“ genannt) oder dem Verlauf einiger Strassen in Köln, den Rheinbrücken sowie Landschaft und Strassen in der Eifel.

    Die Handlung ist natürlich fiktiv. Aber auch hier fliesst immer wieder die Realität wie beispielsweise die Morde des NSU ein.

    Dank des Schreibstils von Linus Geschke lesen sich die knapp 400 Seiten sehr flüssig, die Zeit vergeht wie im Flug. Die Wechsel von Handlungsort zu Handlungsort gehen nachvollziehbar ineinander über. Man verliert nie die Zusammenhänge.

    Mein erster 'Geschke' war ein Zufallstreffer. Und was für einer! Die weiteren 'Geschkes' warten darauf, gelesen, nein, verschlungen zu werden.


  20. Cover des Buches Die Springflut (ISBN: 9783442748204)
    Cilla Börjlind

    Die Springflut

     (186)
    Aktuelle Rezension von: TheaWolf30

    In einer vorherigen Rezension steht: "Schreiben können sie ja. Aber erzählen?" Ich kann mich diesem Urteil nur anschließen. Das Autorenduo  gehört laut Zusatz zum Klappentext zu den berühmtesten von Schweden; Schwerpunkt bisher: Drehbücher. Ich wurde während des Lesens das Gefühl nicht los, dass die beiden vorrangig auf spektakuläre Bilder setzen, weniger auf die glaubhafte (!) Ausschmückung der Charaktere. 

    So beginnt das Buch mit einer spektakulären Szene: eine Schwangere wird in Sand eingegraben und von der herannahenden Springflut ertränkt, und das am einsamen Strand einer abgelegenen Insel. Nur ein kleiner Junge ist Zeuge dieser Szene. Der Fall wird nicht aufgeklärt. 23 Jahre später wagt sich eine Polizeischülerin an diesen "Cold Case" heran, trifft bewusst oder zufällig auf allerlei merkwürdige und relevante Persönlichkeiten und führt die Ermittler mit Hilfe eines obdachlosen Ex-Polizisten zum Mörder. Zufällig, rein zufällig, offenbart sich für die Polizeischülerin dann noch ein tiefgreifender, persönlicher Zusammenhang zu diesem nun aufgeklärten Fall.


    Ich habe drei Bände der Krimi-Reihe um die Polizeianwärterin Olivia geschenkt bekommen; dies war der erste.  Leider las er sich zäh wie Kaugummi; ich habe gut einen Monat für dieses Buch gebraucht und erst das letzte Zehntel des Buches war für mich spannend. Die Vielzahl der eingeführten Personen war teilweise verwirrend, genauso wie die diversen Handlungsstränge. Plausibel und nachvollziehbar war das alles nicht immer. Ohne 1001 Zufälle wäre sowieso keine Geschichte zu Stande gekommen. Das traurigste an diesem Buch war jedoch leider, dass kein einziger Charakter wirklich sympathisch war, am allerwenigsten die selbstherrliche, schroffe Olivia.


    Zuletzt möchte ich noch feststellen, dass der grausame Tod der Katze für die Geschichte völlig irrelevant und auch unnötig ist. Irgendwer von den beiden Autoren hat sich da schriftstellerisch wohl gerne ausgetobt.

    Ich kann nur hoffen, dass die anderen beiden Bände etwas schwungvoller und realitätsnäher sind.

  21. Cover des Buches Der Donnerstagsmordclub (ISBN: 9783471360149)
    Richard Osman

    Der Donnerstagsmordclub

     (120)
    Aktuelle Rezension von: nonostar

    Die luxuriöse Seniorenresidenz Coopers Chase scheint perfekt für Joyce geeignet um dort ihr restliches Leben zu verbringen. Doch dann lernt sie Elizabeth, Ron und Ibrahim kennen, die zusammen den Donnerstagsmordclub bilden. Als vor ihrer Haustür eine Leiche gefunden wird, wird Joyce kurzerhand Mitglied in diesem Club und die vier Senioren begeben sich auf Mörderjagd.

    Richard Osman hat einen sehr leichtgängigen Schreibstil der das Abtauchen in diese Geschichte wirklich leicht macht. Die vier Senioren haben mir ein paar unterhaltsame Lesestunden beschert und für mich Nicht-Krimi-Leserin war es auch nicht zu vorhersehbar. Osmans Figuren sind alle toll geschrieben, alles mit einem britischen Touch und der Humor größtenteils sehr amüsant.

    Die Geschichte an sich ist kein spannungsgeladener Actionball aber das Ermitteln mit den vier macht viel Spaß. Die Idee, Joyce das ganze in Form von Tagebucheinträgen festzuhalten und so den Leser nochmal direkt auf den aktuellen Stand der Ermittlungen zu bringen, war ganz interessant, hätte es aber nicht unbedingt gebraucht für mich.

    Leider war mir auch der Schluss etwas zu überstürzt und im Vergleich zum Rest auch etwas zu abgeklärt was weitere Tode betrifft. Dennoch habe ich den Donnerstagsmordclub gerne begleitet und bin gespannt, welche Verbrecher sie als nächstes jagen.

  22. Cover des Buches 64 (ISBN: 9783855350179)
    Hideo Yokoyama

    64

     (45)
    Aktuelle Rezension von: marpije

    Dieses Buch laut Cover soll ein Thriller sein, aber wer sucht ein  gewöhnliches Thriller - fellanzeige, hier ist fast kein Spannung vorhanden, die Atmosphäre hat auch nichts " thrillerartiges " in sich und Gänsehaut bleibt weg, aber wer mag Thriller von anderen Art ist hier sehr gut bedient.

    Der Autor hat uns sehr gut ausgebaute Geschichte vorgestellt, wo der Krimi Fall einer Entführung nur im Hintergrund steht, das was wir kriegen als Hauptthema ist ein Beschreibung der japanischen Verhaltens und Umgangsform wo Pflicht , Loyalität und Unterwerfung auf die erster Stelle sind wo Macht von der Vorgesetzten besonders groß und wo im Kampf gegen Gesichtsverlust die Familie rückt weiter nach hinten.

    Das Buch bietet der Leser eine sehr starke, komplexe Geschichte wo durch die Logik und Intelligenz der Fall zum überraschenden Auflösung kommt und der Protagonist erkennt dass auf seiner Seite " jemand besonders " steht , jemand welche immer und egal was passieren wird eine helfende Hand für ihn hat, Hand welche Trost und Liebe schenkt.

  23. Cover des Buches Je tiefer man gräbt (ISBN: 9783746633619)
    Mary Ann Fox

    Je tiefer man gräbt

     (80)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Mags hat sich als Gärtnerin selbständig gemacht und arbeitet in und um Rosehaven, einem malerischen Dorf in Cornwall. Als sie den Auftrag bekommt, eine Führung durch die Gärten des Herrenhauses The Shelter zu leiten, findet sie vergraben unter einem Hortensienbusch die Überreste einer seit Jahren vermissten Frau. Emily war damals spurlos verschwunden – und mit ihr der Schmuck der Familie.

     Ein Kriminalroman voll südenglischem Flair, so wird der Roman beschrieben. Und genau das bekommt man. Dabei ist der Fall nicht besonders spektakulär und auch die Auflösung nicht sehr überraschend, aber das Buch liest sich nett und die Dorfbewohner sind liebenswert. Gerne hätte ich mehr über Mags vorheriges Leben gewusst, aber das kommt vielleicht in einem neuen Fall.

    Hier stehen auf jeden Fall die Gärten Cornwalls und der Welt im Vordergrund. Mags ist eine Gärtnerin aus Leidenschaft und der Leser bekommt einen guten Einblick in englische Vorführgärten. Das hat Spaß gemacht, aber wie gesagt: Der Fall ist nicht sehr spektakulär.

    Wer auf Cosy Crime steht, wird hier bestens bedient. Die Charaktere sind sympathisch und sehr britisch, die beschriebene Umgebung ist nett, der Fall ist nicht sehr überraschend und auch der Täter nicht, aber das Buch hat mich trotzdem recht gut unterhalten!

  24. Cover des Buches Schneewittchen muss sterben (ISBN: B004WSO6A6)
    Nele Neuhaus

    Schneewittchen muss sterben

     (1.782)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Wow, was für ein spannendes Buch ! 

    Nach 10 Jahren Haft kehrt Tobias in sein Heimatdorf zurück. Ihm wurden damals die Morde an zwei Mädchen zur Last gelegt. Das Dorf versucht ihn zu vertreiben mit allen Mitteln. Als die Polizei wegen einer anderen Sache ermittelt, stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens und ein massives Lügengeflecht. Was genau ist damals geschehen und wer lügt warum.

    Habe selten ein so packendes Buch gelesen, mit wirklich immer neuen überraschenden Wendungen, temporeich, authentischen Figuren und einer Handlung, bei der sich wahre Abgründe der menschlichen Seele auftun. Das Privatleben der Ermittler wurde auch nicht übermäßig ausgewalzt, sondern war OK. Ich hatte schon zwei Bücher der Autorin gelesen, die ich als eher zäh und langatmig empfand. Um so überraschter war ich von diesem Pageturner. Sogar, wenn ich arbeiten war, hat es mich nicht losgelassen und ich habe mich danach gesehnt, endlich weiterlesen zu können. Das habe ich selten bei einem Buch. Ein richtig spannender Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks