Bücher mit dem Tag "cold case"
244 Bücher
- Jussi Adler-Olsen
Erbarmen
(4.215)Aktuelle Rezension von: HarryPlotterDie Figuren sind sehr gut ausgearbeitet. Man möchte ihre Geschichten weiterverfolgen, selbst wenn sie voller Bitterkeit und Hoffnungslosigkeit sind. Warum müssen Figuren eigentlich verbittert und unglücklich sein, um für Leser interessant zu wirken? Es scheint in vielen Romanen ein wiederkehrendes Muster zu sein. In diesem Fall ist das Leben von Carl Morck ein einziges Desaster.
Was mich an diesem Roman jedoch stört, ist, dass ich die Handlung nicht wirklich glauben konnte. Sie ist mir zu kompliziert. Ich möchte nichts verraten, aber ich fand sie nicht überzeugend.
Insgesamt hat mir das Buch dennoch gefallen.
- Jussi Adler-Olsen
Schändung
(1.582)Aktuelle Rezension von: lesen_hoeren_rezensierenSchändung ist der zweite Teil des Sonderdezernats Q und hat nichts von seiner Spannung seit Erscheinen eingebüßt. Ich habe die Reihe damals gelesen und nun höre ich mir die Reihe nach und nach noch einmal an.
Ich stelle fest, das vieles nicht mehr präsent gewesen ist und ich das Buch tatsächlich neu entdeckt habe, geht euch das auch so? Wir auch immer, in Band 2 kommt Rose ins SQ, eine Akte verschwindet und Carl und sein Team wird untersagt in dem Fall weiter zu ermitteln…. Die Internatskids von damals sind heute alle mehr oder weniger erfolgreich und schnell steht fest, hier wird was vertuscht.
Der Schreibstil von Olsen ist immer noch aktuell und spannend, die Dialoge bissig, amüsant und ironisch und auch wenn seit erscheinen mehr als 10 Jahre vergangen sind, ist die Reihe ein echtes Lesehighlight. Neben den Ermittlungen werden immer wieder das Dänische Sozialsystem, die Migrationspolitik und gesellschaftliche Themen aufgenommen – heute genauso aktuell wie damals!
Die ungekürzte Lesung von Wolfram Koch ist definitiv hörenswert, er verleiht dem ganzen die nötige Stimmung und die Charaktere werden dadurch verstärkt. Ich mochte die Kombination Buch und Sprecher hier sehr gerne!
Fazit:
Spannend, aktuell und tolle Protagonisten, die einen gut ausgefeilten Cold Case lösen müssen. Tolle Wendungen und ein starkes Finale! Wer die Reihe nicht kennt, der sollte das Nachholen!Schändung: Der zweite Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q - Jussi Adler-Olsen
Ungekürzte Lesung, 16:09 Stunden, gelesen von Wolfram Koch
Der Audio Verlag, 14,99€, - Jussi Adler-Olsen
Erlösung
(1.266)Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicisKlappentext / Zusammenfassung:
Ein rätselhafter Fund stellt Carl Mørck und sein Team vom Sonderdezernat Q vor eine erschütternde Aufgabe: In einer alten, verstaubten Flaschenpost, die vor über 15 Jahren angeschwemmt wurde, entdecken sie eine mit Blut geschriebene, kaum noch lesbare Botschaft – ein stummer Hilferuf zweier Jungen, die offenbar entführt wurden. Doch das mutmaßliche Verbrechen scheint nie angezeigt worden zu sein. Warum hat niemand diese Kinder vermisst?
Die Ermittlungen führen das Team in ein Milieu aus religiösem Fanatismus, abgeschotteten Gemeinschaften und einem Netz aus Angst und Schweigen. Mit zunehmender Intensität verfolgt das Sonderdezernat Spuren, durchleuchtet Familienstrukturen, ideologische Abgründe und sektenähnliche Organisationen – bis es zu einem dramatischen und beklemmenden Höhepunkt kommt.
Meinung:
Für mich ist Erlösung bisher der spannendste Band der Reihe. Jussi Adler-Olsen gelingt mit dem dritten Fall für das Sonderdezernat Q ein düsterer, atmosphärisch dichter Thriller, der sich tief in psychologische Abgründe und das Thema manipulativer Machtstrukturen vorwagt. Die Geschichte bewegt sich in einem komplexen Spannungsfeld aus persönlichem Trauma und religiösen Dogmen.
Die Handlung wird auf mehreren Zeitebenen erzählt. Die Ermittlungen in der Gegenwart werden ergänzt durch Einblicke in das Leben des Täters sowie Rückblenden in dessen Vergangenheit. Diese Erzählstruktur ist anspruchsvoll und erfordert Konzentration – verleiht dem Roman jedoch Tiefe und einen vielschichtigen Spannungsbogen.
Adler-Olsen setzt nicht auf schnelle Action, sondern auf eine stetig wachsende Spannung, die sich manchmal zwar nur schleichend, aber unaufhaltsam verdichtet. Kleine Hinweise, scheinbar nebensächliche Details und psychologisch präzise gesetzte Szenen entfalten nach und nach ein erschütterndes Gesamtbild. Zwar ist der Aufbau stellenweise recht langsam – besonders dann, wenn sich die Ermittlungen festfahren –, doch gerade das wirkt authentisch und realitätsnah. Man braucht zu Beginn etwas Geduld, wird aber später mit einer dichten und intensiv erzählten Geschichte belohnt.
Die Figuren sind – wie in den vorigen Bänden – vielschichtig und glaubwürdig. Carl Mørck bleibt ein ambivalenter Protagonist mit Ecken, Kanten und einem trockenen Humor, der ihn sympathisch macht, ohne ihn zu idealisieren. Assad ist nicht nur für sprachliche und kulturelle Reibungspunkte zuständig, sondern auch ein cleverer, aufmerksamer Beobachter, dessen Rolle im Team zunehmend an Bedeutung gewinnt. Doch seine Herkunft wirft immer mehr Fragen auf – wer ist er wirklich? Rose bringt mit ihrer kratzbürstigen, aber eigenständigen Art frischen Wind ins Team und offenbart neue Facetten ihrer Persönlichkeit.
Besonders eindrucksvoll gelingt Adler-Olsen die Darstellung des Täters. Er wirkt über weite Strecken beinahe übermächtig – hochintelligent, manipulativ, mit einem perfekt ausgearbeiteten Plan und erschreckender psychologischer Kontrolle. Trotz (oder gerade wegen) dieser Überhöhung bleibt seine Figur fesselnd, weil ihre Beweggründe glaubwürdig aus einer gewalttätigen Kindheit und einem ideologisch geprägten Umfeld erwachsen.
Der Schreibstil ist klar und hochgradig atmosphärisch. Adler-Olsen versteht es, Spannung aufzubauen, ohne in übertriebene Effekthascherei zu verfallen. Die Schauplätze sind greifbar, die Stimmung ist durchgehend beklemmend – und genau das verleiht dem Roman seine Wirkung.
Fazit:
Erlösung ist ein vielschichtiger, psychologisch intensiver Thriller, der durch seine durchdachte Konstruktion, seine beklemmende Atmosphäre und seine klug gezeichneten Figuren überzeugt. Jussi Adler-Olsen erzählt eine verstörende Geschichte über Schuld, Verdrängung und zerstörerische Machtverhältnisse – leise, aber nachhaltig. Wer Krimis mit Substanz, Tiefe und emotionaler Wucht schätzt, findet hier einen der stärksten Bände der Reihe.
- Charlotte Link
Die letzte Spur
(1.171)Aktuelle Rezension von: Gute_NachtInhalt
Elaine Dawson ist vom Pech verfolgt. Als sie nach Gibraltar zur Hochzeit einer Freundin reisen will, werden sämtliche Flüge in Heathrow wegen Nebels gestrichen. Statt in der Abflughalle zu warten, nimmt sie das Angebot eines Fremden an, in seiner Wohnung zu übernachten – und wird von diesem Moment an nie wieder gesehen.
Fünf Jahre später rollt die Journalistin Rosanna Hamilton den Fall neu auf, da es plötzlich Hinweise gibt, dass Elaine noch lebt. Als Rosanna diesen Spuren folgt, ahnt sie nicht, dass sie selbst bald in Lebensgefahr schweben wird …
Fazit
Etwas langatmiger, dennoch spannender und gelungener Thriller. Ein zweites Mal würde ich das Buch jedoch nicht lesen.
- Romy Hausmann
Liebes Kind
(1.124)Aktuelle Rezension von: makamaEine einsame Hütte irgendwo im Wald im Niemandsland zu einer Grenze, alles ist abgedunkelt - niemand darf raus, nur der Mann hat Kontakt zur Außenwelt, geht arbeiten..... doch die Frau und die Kinder nicht - doch dann eine Flucht - die Frau schwer verletzt - das Mädchen verstört - doch wo sind der Mann und der Junge .....
Fazit und Meinung ---- ein Thriller ist das nicht - aber das Buch ist sehr verstörend. Es ist aus der Sicht von verschiedenen Personen geschrieben - und langsam - ganz langsam kommt die ganze düstere Wahrheit ans Licht. Am Ende wird es noch mal sehr dramatisch und das ganze Ausmaß dieser Welt, die sich auf die dunkle Hütte, den Mann, die Kinder und die "Mutter" bezieht kommt ans Licht. So ganz weiß ich nicht was ich davon halten soll - das Buch hat mich fasziniert und abgestoßen - gebe 4 Sterne
- Jussi Adler-Olsen
Erwartung DER MARCO-EFFEKT
(635)Aktuelle Rezension von: marysfavouritebooksIch habe die Reihe bis zu diesem Band förmlich verschlungen. Aber hier hatte ich wirklich Mühe. Ich hatte das Buch bereits zwei Mal angefangen und wieder abgebrochen. Irgendwie kan ich leider überhaupt nicht rein. Jetz habe ich es endlich im Rahmen meiner SUB Abbau Challenge geschafft. Zwischenzeitlich war es sehr langatmig - das war ich mir von seinen anderen Büchern nicht gewohnt. Das liegt vielleicht auch daran, dass Bandenkriminalität, Clans und Korruption generell Themen sind, die ich nicht besonders interessant finde. Ich bin froh, ist es durch. Gegen Ende wurde es aber dann doch noch einigermassen spannend. Jetzt freue ich mich auf die restlichen Bücher.
- Nele Neuhaus
Im Wald (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 8)
(638)Aktuelle Rezension von: KeksTrommelEin Fuchs und ein Junge verschwinden. Jahre später wird eine totkranke Frau ermordet. Wollte sie ihr Gewissen erleichtern und drohte die Wahrheit ans Licht zu kommen? Oder hat beides nichts miteinander zu tun? Es bleibt nicht der einzige Mord.
Das Cover finde ich ganz passend gestaltet, wenn man mehr von den Geschehnissen Kenntnis erhält.
Es war mein erstes Buch von Nele Neuhaus. Das war aber nicht weiter schlimm, da es ein unabhängiger in sich geschlossener Fall war.
Das Buch wurde aus verschiedenen Sichtweisen erzählt.
Der Fall an und für sich war spannend erzählt, das Ende war schlüssig.
Ganz Ruppertheim war hier im Fokus, weil die ehemaligen Kinder zusammenhielten und über die Geschehnisse der Vergangenheit schweigen. Auch Bodenstein ist tief in den Fall verwickelt.
Mir gefallen die Charaktere. Pia ist noch etwas unsicher, als sie die Leitung übernimmt. Das merkt man ihr an und das ist für mich als Leser nachvollziehbar. Das Bodenstein dennoch ermittelt, weil der damals verschwundene Junge sein Freund und der verschwundene Fuchs sein Haustier war, ist für mich ebenso nachvollziehbar.
Das Buch hat mir viele spannende Lesestunden geboten, auch wenn es am Ende etwas in die Länge gezogen wurde, weshalb ich es weiter empfehlen kann.
- Jussi Adler-Olsen
Verheißung Der Grenzenlose
(522)Aktuelle Rezension von: Ulrike_OzdemirDer sechste Fall von Carl Morck und seinem Team versprach zunächst wieder eine gute Kombination aus Spannung, Humor und Charakterstudie. Leider ziehen sich die beiden Hauptstränge, in denen einerseits die Polizeiarbeit, andererseits eine gescheiterte Frau, die einer vor 17 Jahren gegründeten Sekte vorsteht, so in die Länge, dass man irgendwann nur noch hofft, dass Carl, Assad und Rose endlich kapieren, was man selbst schon vor gefühlt tausend Seiten verstanden hat.
Die Umsetzung der Idee hätte wirklich gut sein können, aber leider hat sich der Autor in seinen eigenen Netzen verfangen.
- Andreas Gruber
Todesurteil
(666)Aktuelle Rezension von: witchqueenBibliographische Angaben
Titel: Todesurteil
Autor: Andreas Gruber
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 16.02.2015
Taschenbuch, 575 Seiten
Zum Inhalt / Klappentext
Wenn eine falsche Spur direkt in den Abgrund führt …
In Wien verschwindet die zehnjährige Clara. Als sie ein Jahr später völlig verstört am nahen Waldrand wieder auftaucht, ist ihr gesamter Rücken mit Motiven aus Dantes „Inferno“ tätowiert – und sie spricht kein Wort. Indessen nimmt der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder an der Akademie des BKA mit seinen Studenten ungelöste Mordfälle durch. Seine beste Schülerin Sabine Nemez entdeckt einen Zusammenhang zwischen den Fällen – doch das Werk des raffinierten Killers ist noch lange nicht beendet. Und die Spur führt nach Wien …
Meine Meinung:
Wieder ein raffiniert ausgeklügelter Thriller aus der Feder von Andreas Gruber. Anfangs hat man es mit zwei völlig unterschiedlichen Handlungssträngen zu tun, die auf den ersten Blick so gar nichts miteinander zu tun haben. Unterschiedliche Handlungsort, unterschiedliche Fälle, unterschiedliche Charaktere. Zwei völlig voneinander losgelöste Geschichten. Nach und nach verstricken sich diese beiden Handlungsstränge immer mehr, bis es am Ende ein großes Ganzes ergibt.
Man wird schon auf den ersten Seiten regelrecht in dieses Buch hineingesogen und nicht mehr losgelassen. Beide Handlungsstränge sind äußerst spannend. Man wird immer wieder zum mitraten und mitermitteln animiert. Jedes Mal wenn man denkt: So könnten die Handlungen zusammenpassen … zack, kommt es anders. Wenn man dann langsam hinter die Zusammenhänge kommt, läuft es einem kalt den Rücken hinunter, wie absolut boshaft doch der Mensch sein kann.
„Todesurteil“ ist der 2. Band um den charismatischen Profiler Maarten S. Sneijder und seine Kollegin Sabine Nemez. Daher sind die Hauptcharaktere auch bekannt. Da das Buch aber in sich abgeschlossen ist, kann man es auch als Einzelband lesen. Vorkenntnisse aus dem 1. Band sind nicht (zwingend) erforderlich. Alle Handlungsorte und weiteren Charaktere sind bestens beschrieben. Man hat zu allem und jedem direkt ein Bild vor Augen. Das Kopfkino bekommt von der ersten Seite an reichlich zu tun. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Sehr flüssig und kommt zügig voran. Aufgeteilt in 69 Kapitel (plus Pro- und Epilog) kann dieses Buch auch bequem in mehreren Abschnitten gelesen werden. Wenn man es denn aus der Hand legen kann. Mir ist das nicht gelungen.Mein Fazit:
Ein Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Tolle Fortsetzung des 1. Bandes. Meine absolute Leseempfehlung mit 5. Sternen. - Jussi Adler-Olsen
Selfies
(397)Aktuelle Rezension von: Daniela_Beilner"Selfies" ist der 7. Teil der Reihe rund um das Sonderdezernat Q - dieses Mal erfahren wir endlich mehr über den Hintergrund zu Rose - dazu warum sie ist wie sie ist und was sie alles erlebt hat und erdulden musste und warum sie immer wieder wie eine durchgeknallte wandelnde Zeitbombe wirkt. Nach diesem Buch habe ich Verständnis für Rose, ich hatte Mitleid mit ihr, war wütend und geschockt und jetzt hoffe ich für sie dass alles wieder gut wird - soweit das überhaupt möglich ist ... aber das erfahren wir wohl erst im nächsten Teil
Der Fall um den es in diesem Buch geht ist wie gewohnt verzwickt und es gibt mehrere Handlungsstränge die am Ende zusammenfinden und ein großes Gesamtbild ergeben. Normalerweise beginnt das Sonderdezernat Q in einem Cold Case zu ermitteln und dann ergibt sich die Verknüpfung zu einem aktuellen Fall - dieses Mal ist es umgekehrt ... durch einen aktuellen Fall ergibt sich eine vage Verbindung zu einem Cold Case und Carl, Assad und co beginnen zu ermitteln
Parallel dazu erschüttern mehrere Fälle von Unfällen mit Fahrerflucht Kopenhagen und als Leser bekommt man hier die Sicht aus Tätersicht zu lesen
Das Ende was die Fälle angeht fand ich sehr gelungen und ich musste sogar schmunzeln - wie sagt man so schön "Karma schlägt zurück"
was Rose angeht ist das Ende relativ offen und ich hoffe sehr dass man im nächsten Teil noch einiges erfährt - und wenn es vielleicht nur in Form von einem "Rückblick" ist
- Jussi Adler-Olsen
NATRIUM CHLORID
(204)Aktuelle Rezension von: koechlZum neunten Mal ermitteln Carl Mørck und seine Kollegen vom Sonderdezernat Q bereits. Ihre Gebiet sind sogenannte Cold Cases - Fälle, die niemals aufgeklärt wurden. Oder - wie im vorliegenden Fall - noch nicht einmal als Mordfälle identifiziert wurden, da von einem Unfall oder Selbstmord ausgegangen wurde.
Carls Vorgesetzter Marcus möchte nach dem Selbstmord einer Frau, dass das Sonderdezernat noch einmal einen alten Fall untersucht. Alles sah nach einem Unfall aus, doch ein Detail störte: Am Tatort fand sich ein Haufen Kochsalz. Das Team macht sich auf die Suche und entdeckt, dass ein Serienmörder seit Jahren unerkannt am Werk ist. Die Ermittlungen werden zu den bisher gefährlichsten und schwierigsten. Denn nicht nur Corona erschwert die Ermittlungen, auch die Vergangenheit holt Carl ein.
Natriumchlorid liest sich - wie alle Bände der Serie - sehr gut, was natürlich auch wieder an dem besonderen Mitarbeitern des Dezernats liegt. Sie sind mir über die Jahre sehr ans Herz gewachsen. Der Fall ist spannend, auch wenn ich ihn streckenweise etwas konstruiert fand. Mir ging es mit den Ermittlungen teilweise auch etwas zu glatt und schnell: trotz aller Behinderungen ist der Täter schnell identifiziert, obwohl er davor wirklich jahrelang unerkannt war. Ich kann das für den Spannensaufbau natürlich verstehen, finde es aber doch ein wenig unrealistisch.
Das Buch hat mir aber bei weitem besser gefallen als der Vorgänger (den ich am schlechtesten von der ganzen Reihe fand), es reicht aber dennoch nicht ganz an die früheren Titel heran.
Auf den zehnten und leider letzten Band bin ich nun extrem gespannt. - Michael Robotham
Amnesie
(322)Aktuelle Rezension von: LidenKeine Leseempfehlung
Datum : 29.07.2025
✨Handlung✨
Ein Ermittler wird schwer verletzt in der Themse (Fluss) aufgefunden. Nach diesem Ereignis erlitt er eine Amnesie. Zuvor war er an einem wichtigen Fall (Kindesentführung) dran und vermutet, das es ein geplanter Unfall war.
✨Protagonisten✨
Charaktere : 1 / 5
Vincent war der Protagonist und man erfährt so ziemlich alles sehr genau und detailreich über ihn … auch wenn es dich nicht interessiert und den Fall auch nicht weiterbringt.
✨Setting✨
Unterhaltung : 1 / 5
Tatsächlich hab ich diesmal den/ die Antagonist(in) vorhergesehen. War nen bisschen stolz auf mich 🤣 langsam werde ich zum alten Thrillerhasen 😎 es geht um das Amnesie (Gedächtnisverlust) und Kindesentführung. Der Thriller spielt sich in England ab.
✨Schreibstil✨
Spannung : 1 / 5
Ich werde mit dem Schreibstil nicht warm. Dieses ständige Ausschweifen an unnötigen Details hat mir jederlei Spannung genommen. Nach knapp 200 Seiten hab ich den Rest nur noch überflogen.
✨Fazit✨
Der Michael und ich, wir werden keine Freunde. Fand das erste Buch (Adrenalin) schon nicht so doll, dachte aber das starke Ausschweifen war gewesen, damit wir die Charaktere besser kennenlernen. Nun, er schreibt nunmal sehr detailreich und ausschweifend - was für mich ein kO Kriterium für nen guten Thriller ist. Ich möchte Spannung, interessante Themen und das Bedürfnis haben, das Buch nicht weglegen zu wollen.
- Hideo Yokoyama
64
(88)Aktuelle Rezension von: BloodyMarge666Ein faszinierendes Buch – ruhig, aber durchgehend spannend. Wer allerdings Action im Sekundentakt erwartet, ist hier fehl am Platz. „64“ entfaltet seine Spannung auf fast 700 Seiten langsam, aber stetig. Es gibt vereinzelte spannende Szenen, doch der wahre Twist kommt erst am Ende – und der sitzt. Schon während der Handlung erleben wir Wendungen, die das Bild zunehmend komplexer machen. Besonders die Einblicke in den Alltag eines Polizeireviers und dessen Abgründe sorgen für eine dichte Atmosphäre voller Intrigen, Vertuschungen und Machtspiele.
Im Zentrum steht Herr Mikami – ehemals Kriminalbeamter, nun in die Pressestelle versetzt. Durch seinen scharfen Verstand beginnt er, die Merkwürdigkeiten und politischen Ränke innerhalb seines Reviers zu hinterfragen. Parallel kämpft er mit einem ganz persönlichen Trauma: Seine Tochter ist verschwunden. Diese private Tragödie überschneidet sich zunehmend mit einem alten, nie aufgeklärten Fall – eine Entführung vor 14 Jahren, die damals in einer Tragödie endete. Mikami war damals Teil der Einheit 64, die sich mit dem Fall befasste. Noch heute lässt ihn das Geschehene nicht los.
Was „64“ besonders macht, ist nicht die Action, sondern die psychologische Tiefe, das politische Geflecht und die schleichende Erkenntnis, dass vieles anders ist, als es scheint. Die Entwicklung Mikamis – von einem „alten Denken“ hin zu neuen Perspektiven – spiegelt auch die gesellschaftlichen Veränderungen wider, die sich im Hintergrund des Romans abzeichnen.
Ein Hinweis: Das Buch enthält sehr viele Namen und dienstliche Begriffe, die anfangs etwas verwirrend wirken können. Glücklicherweise hilft ein Glossar am Ende, um den Überblick zu behalten.
Fazit: Ein stiller, aber hochspannender Krimi, der ohne Effekthascherei auskommt und bis zum Schluss fesselt. Für alle, die sich gerne Zeit für eine tiefgründige, komplexe Geschichte nehmen – absolut empfehlenswert!
- Rainer Löffler
Der Blutnäher
(262)Aktuelle Rezension von: LeseRolliMeine Rezension ist auf die angesprochenen Themen im Buch bezogen. Jede Autorin und jeder Autor, macht sich Gedanken, welche Themen im Buch angesprochen werden. Ich bin der Meinung, dass wir uns viel mehr mit diesen auseinandersetzen sollten.
Häusliche Gewalt ist ein erschreckendes und oft unsichtbares, aber schwerwiegendes Problem. Allein in Deutschland ist jede 3. Frau, Opfer von häuslicher Gewalt. Aber auch die Opferzahlen bei Männern steigt jährlich. Jedes einzelne Opfer, ist eines zu viel.
Betroffene leben in ständiger Angst, dass ein weiterer Gewaltausbruch vom Täter ausgeübt wird. Den ersten Schritt zu machen und sich Hilfe zu suchen, wird Opfern oftmals erschwert, weil die Täter, ihr „Objekt“ in einer Art Isolationshaft halten. Meistens können Betroffene nur befreit werden, weil Menschen hinsehen und die Gefahr erkennen. Es ist eine gesellschaftliche Pflicht, auf unsere Mitmenschen zu achten und ihnen zu helfen, wenn diese Hilfe benötigen, schließlich kann jede Person in solch eine Situation geraten.
In fast jedem Beruf gibt es Menschen, die der Meinung sind, dass sie die Besten sind. Dies kann in einigen Berufen aber sehr gefährlich werden, da wichtige Details übersehen werden können. In Berufen, wie z.B. als Polizist, sollte man ein gesundes Selbstbewusstsein besitzen, aber dies darf niemals in Überheblichkeit und Oberflächlichkeit ausarten.
Als Eltern geht man oftmals mit Versprechen, gegenüber der eigenen Kinder, leichtfertig um. Versprechen sind für Kinder etwas Magisches und bedeuten, dass sie Hoffnungen entwickeln. Werden Worte aber gebrochen, entsteht oft ein Schatten auf der Seele und kann tiefe Verletzungen zur Folge haben.
Kinder lernen dadurch, dass ihre Bezugspersonen, ihre Worte nicht in die Tat umsetzen und, dass es nicht schlimm ist, wenn sie diesem Beispiel folgen. Die Auswirkungen können fatal sein, schließlich können dadurch Freundschaften kaputt gehen und eine gewisse Einsamkeit entstehen.
Wir alle haben unsere Fehler. Niemand von uns ist perfekt und dies ist auch gut so. In Partnerschaften ist es wichtig, sich untereinander anzupassen. Dies bedeutet, dass die Fehler des anderen akzeptiert werden, aber auch, dass wichtige Entscheidungen gemeinsam getroffen werden müssen.
Sollte jemand die Entscheidung hinauszögern, kann dies eine Partnerschaft zerstören. Dabei dürfen wir niemals vergessen, dass Menschen, die uns ein Zuhause schenken, unbezahlbar sind. Solch ein Glück ist nicht selbstverständlich und sollte immer geachtet und gepflegt werden.
- Charlotte Link
Dunkles Wasser
(153)Aktuelle Rezension von: WortgefuehlIch bin ein großer Fan der Romane von Charlotte Link, und auch Dunkles Wasser hat mich nicht enttäuscht. Die Geschichte entfaltet ihre Spannung eher langsam und irgendwie leise. Aber auch gerade diese ruhige Erzählweise hat mich gepackt und bis zum Schluss nicht losgelassen. Ein sehr guter Krimi mit spannenden Elementen.
- Romy Fölck
Totenweg
(318)Aktuelle Rezension von: MeinbuecherregalTotenweg von Romy Fölck aus dem #lübbeverlag
Band 1 - unabhängig zu lesender Krimi
.
Dieses Buch spielt in Norddeutschland in der Marsch… musste ich natürlich auch endlich einmal lesen.
.
Leider leider fand ich es gar nicht so gut 😅 aber das ist nur meine persönliche Meinung
.
Ob es nun in der Marsch oder im Allgäu spielt… mir fehlte hier mehr Lokalkolorit. Mehr Insiderwissen. Mehr landestypische Eindrücke.
.
Frida, die Protagonistin, mag ich nicht. 18 Jahre hat sie geschwiegen. 18 Jahre hat sie nichts gesagt. 18 Jahre hat sie nichts getan. … Ich könnte sie schütteln.
.
Ihre Ermittlungen… sie tappt im Dunkeln. Ich ahne schlimmes.
.
Die Auflösung. Wer warum und mit wem? Und wo. Fand ich hier nicht so beeindruckend. Erinnert an eine Soap.
.
Vergebe 3 Sterne.
- E.O. Chirovici
Das Buch der Spiegel
(362)Aktuelle Rezension von: DoraLupinIm Buch geht es um mehrere Personen, die ihre Geschichte und ihre Recherchen zu einem einzigen Mord erzählen, der schon 25 Jahre zurück geht. Dabei sagt der eine das Gegenteil vom andren und es bleibt bis zum Schluss rätselhaft was denn eigentlich passiert ist in der Mordnacht.
Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden auf Grund des Covers. Ich finde es toll gemacht wie die Stadt sich spiegelt und dazu der Titel des Buches, passt perfekt.
Es war zunächst eigenartig diesen Roman aus Sicht von 3 Protagonisten bzw erzählen zu lesen aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Ist auf jeden Fall eine super Idee und für mich noch nie dagewesen wie der Autor diesen Mordfall erzählt. Man ist vor jeder Person auf der Hut, die in Verbindung zum Mordfall steht.
Sehr spannend gemacht, eine ganz eigene Idee, eine ganz eigene Schreibweise. Etwas sehr neues!
Nur das Ende hat mich etwas ratlos zurück gelassen, da hätte ich gern nochmal die Sicht aus dem Manuscript gehabt....deshalb einen Stern Abzug. Ansonsten sehr gut gemacht! - Karin Slaughter
Die gute Tochter
(233)Aktuelle Rezension von: Pascal_MaessRezension: Die gute Tochter von Karin Slaughter
Direkt von Anfang an packend – die Geschichte zieht einen sofort in ihren Bann. Der Spannungsbogen ist gelungen und die Handlung gut aufgebaut. Besonders die Hauptcharaktere sind beeindruckend stark gezeichnet: Ihre Entwicklungen sind nachvollziehbar, ihre Gefühle greifbar, und die Beziehungen untereinander sind fein ausgearbeitet. Man begleitet ihre emotionale Reise so intensiv, dass man die Figuren nach dem Ende des Buches beinahe vermisst.
Allerdings wirken die Rückblicke in die Vergangenheit stellenweise etwas langatmig und scheinen gelegentlich nur Seiten zu füllen. Zudem können sie an manchen Stellen verwirrend sein. Auch die Handlung fühlt sich hin und wieder ein wenig zu zufällig an, als ob bestimmte Wendungen eher konstruiert als organisch wirken.
Das Ende bietet zwar keine allzu große Überraschung, aber der Fokus auf die Charaktere steht klar im Vordergrund – und genau hier liegt die Stärke des Romans.
Fazit:
Die Story ist solide, doch was Die gute Tochter wirklich auszeichnet, sind die vielschichtigen, lebendig gezeichneten Charaktere.
⭐️⭐️⭐️⭐️ (4 von 5 Sternen)
- Charlotte Link
Einsame Nacht
(189)Aktuelle Rezension von: lenkaschulzEinsame Nacht hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Charlotte Link schafft es wie kaum jemand sonst, eine dichte, beklemmende Atmosphäre zu erzeugen. Man spürt die Kälte und Einsamkeit des winterlichen Nordenglands auf jeder Seite.
Die Geschichte baut sich langsam auf, aber genau das mochte ich: Man lernt die Figuren wirklich kennen. Besonders Kate Linville ist mir ans Herz gewachsen – ruhig, klug, aber auch verletzlich. Sie wirkt unglaublich echt.
Manche Stellen sind etwas ruhiger, doch zum Ende hin wurde es richtig spannend und emotional. Ich habe das Buch mit einem Kloß im Hals beendet.
Fazit: Kein typischer Thriller mit viel Action, sondern ein tiefgehender, psychologisch intensiver Krimi über Einsamkeit, Schuld und Vertrauen. Für mich eines der besten Bücher von Charlotte Link.
- Gytha Lodge
Bis ihr sie findet
(260)Aktuelle Rezension von: martina400Inhalt:
SechsFreunde verbringen eine Nacht zeltend im Wald. Eine der sechs bringt ihre Schwester mit, die an diesem Abend verschwindet. 30 Jahre später werden ihre Knochen gefunden - genau an dem Platz, wo alle zelteten. Doch niemand will etwas mitbekommen haben, obwohl es keine anderen Personen in diesem Wald gab und sie definitiv ermordet wurde.
Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut. Die Farbgebung ist genau meins und durch den Wald und Titel weiß man gleich, dass es sich um einen Thriller handelt.
Meine persönliche Meinung:
Ich kam irgendwie nicht gut in die Geschichte rein. Irgendwie waren es zu viele Ermittler und Verdächtige. Obwohl eigentlich die Zahl von 6 Freunden und ein paar Polizisten recht überschaubar war. Trotzdem konnte man zu niemanden einen Bezug herstellen und ich war immer wieder verwirrt, wer nun wer war. Am interessantesten waren noch die Kapitel aus der Sicht der Ermordeten vom besagten Abend. Der Klappentext klingt richtig spannend. Die Spannung konnte leider im Buch überhaupt nicht gehalten werden. Ich habe es nur zu Ende gelesen, weil es mich dann doch interessierte was an diesem Abend geschah und wer tatsächlich etwas wusste.
Fazit:
Ein Thriller, der spannend klingt, aber verwirrend und langatmig ist. - Joël Dicker
Die Affäre Alaska Sanders
(177)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannWas zeichnet die Romane des Schweizers Joël Dicker aus, was macht sie so besonders? Es ist vor allem dieser ruhige Stil, diese frei flotierende Erzählweise, dieses Verknüpfen von verschiedenen Geschichten, die sympathischen Ermittler und nicht zuletzt ein detailreich in Szene gesetzte Kriminalhandlung.
Gleich zwei seiner Romane fließen in den aktuellen Titel ein. Es ist nicht nur, wie der Untertitel ankündigt, „Die Fortsetzung des Weltbestsellers ‚Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“, sondern auch sein Roman über „Die Geschichte der Baltimores“. Es schadet also nicht, diese Romane bereits zu kennen.
Neben der gelungenen Verzahnung dieser Romane wird auch jene zwischen Autor und (in diesem Fall) ermittelnder Schriftsteller (Marcus Goldman) immer mal wieder Thema. Negativ gedeutet, könnte man auch von einer subtilen Werbekampagne für die eigenen literarischen Werke sprechen: „Weil Sie [Marcus Goldman versus Joël Dicker] eine außergewöhnliche Gabe haben. Ihr Buch ist wunderbar, und ich [Verleger] ahne, dass die nächsten noch besser werden!“ Durch die Vermischung von realer mit fiktiver Autorenschaft entsteht hingegen eine noch ausgeprägtere Identifizierungsmöglichkeit mit dem Ich-Erzähler.
Zahlreiche Cliffhanger lesen sich allerdings wie ein „offenes Buch“, sind aber durchaus so geschickt angewandt, dass man zum Weiterlesen quasi genötigt wird, der Lesehunger nie ganz befriedigt wird. Auch wenn die „Fortsetzung“ nicht ganz an den „Fall Harry Quebert“ heranreicht, so sorgt doch auch dieser Roman für ein paar entspannte und unterhaltsame Lesestunden.
(12.6.2023)
- Ragnar Jónasson
DUNKEL
(459)Aktuelle Rezension von: Nicola89Eine junge Frau suchte Sicherheit, doch was sie fand, war der Tod…
Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, soll frühzeitig in Ruhestand gehen, um Platz für einen jüngeren Kollegen zu machen. Sie darf sich einen letzten Fall, einen cold case , aussuchen – und sie weiß sofort, für welchen sie sich entscheidet. Der Tod einer jungen Frau wirft während der Ermittlungen düstere Rätsel auf, und die Zeit, um endlich die Wahrheit ans Licht zu bringen, rennt. Eine Wahrheit, für die Hulda ihr eigenes Leben riskiert …"Dunkel" ist der erste Teil dieser Reihe und hat mich von Beginn an gefesselt, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.
Die Protagonistin Hulda hat als einzige Frau in ihrer Dienststelle mit dem Patriachat zu kämpfen und scheint auch bei so mancher Beförderungsmöglichkeit übergangen worden zu sein. Gleich zu Beginn der Geschichte wird man Teil eines von ihr geführten Verhörs und ihre dabei getroffene Entscheidung lässt sie einerseits empathisch wirken, andererseits ist dieser Weg absolut falsch. Trotz so vieler Jahre Berufserfahrung wirkt sie im Verlauf der Ermittlungen manchmal doch etwas leichtgläubig.
Das Buch wurde in drei Teile gegliedert: erster Tag, zweiter Tag und letzter Tag. Im mittleren Teil bekommt man mehr und mehr Einblick in Huldas bisheriges Leben, was für den Ausgang der Geschichte durchaus relevant ist. Zudem bekommt man Einblick in die Geschichte einer weiteren Person, die mit dem Fall in Verbindung steht. Hier möchte ich aber nicht spoilern und gehe deshalb nicht weiter darauf ein.
Das Ende war absolut unerwartet, aber irgendwie auch sehr passend und konsequent.
Wie ich aus den Klappentexten der Folgebände entnehmen konnte, scheint Huldas Leben bzw. ihre Karriere rückwärts erzählt zu werden und endet quasi mit ihrem ersten Fall. Diese Erzählweise ist mal etwas ganz anderes und macht mich sehr neugierig.
- Cilla Börjlind
Die Springflut
(216)Aktuelle Rezension von: Sandra51Eine schwangere Frau wird vor einer Springflut am Strand eingegraben, so dass sie während der Flut ertrinkt. Mit diesem Cold Case beschäftigt Olivia Rönning sich in den Semesterferien während ihres Polizeistudiums. Ihr bereits verstorbener Vater hat damals in diesem Fall ermittelt – er konnte nie geklärt werden. Während ihrer Nachforschungen wird sie immer weiter in den Sumpf der Verbrechen hineingezogen – während der Gegenwart werden Obdachlose verprügelt und ermordet, Kinder kommen mit unerklärlichen blauen Flecken und Verletzungen nach Hause – was geht da vor sich?
Es handelt sich um den Auftakt zur Reihe „Rönning und Stilton“. Das Buch lässt sich von Anfang an fesselnd und spannend lesen. Die gewählten Charaktere finde ich sehr interessant – die ermittelnde Polizeischülerin und den beteiligten Obdachlosen, der Croupier der zum Detektiv wird – die Komplexität der einzelnen Personen werden sehr gut dargestellt.
Der Schreibstil des Autorenduos ist ein wenig anders, da kommen die erfolgreichen Drehbuchautoren durch. Es wird sehr oft die Szene gewechselt und andere Punkte werden beleuchtet. Auch gibt es einige Handlungsstränge welche aus unterschiedlichen Perspektiven und aus der Sicht jeweils anderer Personen erzählt werden. Am Schluss werden die einzelnen Handlungsstränge zu einem nachvollziehbaren Ende zusammengeführt. Hat man sich erst einmal an diesen Schreibstil gewöhnt und sich auf die Geschichte eingelassen erwartet einen eine fesselnde und spannende Story. Einziger Kritikpunkt: durch die Vielzahl der Handlungsstränge kamen mir einige ein wenig zu kurz. Ein bis zwei weniger hätten der Story meiner Meinung nach nicht geschadet.
Mein Fazit: Ein super Auftakt für die Reihe mit einigem Potential für die weiteren Teile. Ich wird mir heute gleich mal den nächsten Teil aus der Bibliothek holen – ich bin neugierig wie Olivia und Tom (der Obdachlose ehemalige Polizist) sich weiter entwickeln.
- John Katzenbach
Die Grausamen
(139)Aktuelle Rezension von: Frenx51Ein nobler Vorort an der US-Ostküste: Schon unzählige Male ist die dreizehnjährige Tessa, den kurzen Weg von ihrer Freundin nach Hause gelaufen. Doch in dieser Herbstnacht kommt sie dort nicht an und verschwindet spurlos. Die Stadt ist schockiert, Angst breitet sich aus und Tessas Familie zerbricht daran, denn Tessa wurde nie gefunden. 20 Jahre später müssen zwei “ausrangierte” Ermittler sich mit Cold Case Ermittlungen befassen. Und dabei stoßen sie auf eine bislang unentdeckte Spur, doch schnell wird klar: Wer nachforscht, spielt mit seinem Leben.
Die beiden Ermittler wurden dorthin versetzt, wo sie hoffentlich am wenigsten Ärger bereiten. Gabriel wird von einer Familientragödie verfolgt und ist Alkoholiker. Marta eine ehemalige Drogenfahnderin, die versehentlich ihren Partner erschossen hat. Beide haben ein Trauma und niemand rechnet damit, dass sie in den alten Fällen noch etwas herausfinden können. Jedoch haben mich beide auch nicht so richtig angesprochen. Verkorkste Ermittler können ja oft auch interessant sein, aber bei den beiden hat mir irgendwas gefehlt.
Das Buch war an vielen Stellen sehr langatmig und ausschweifend, was ja auch schon die sehr beachtliche Seiten zahl zeigt. Leider konnte es dadurch nicht immer mit Spannung überzeugen. Auch wenn ich die Idee hinter dem Buch und die Geschichte an sich sehr interessant fand. Für mich ist es jedoch kein Thriller sondern eher ein Kriminalroman, da viel auf die Ermittlung und das Sammeln von Indizien gelegt wird, aber weniger auf ein schnelles Tempo, kurzweilige Geschichten, Spannung und je nachdem auch eine gewissen Grausamkeit gelegt wird.
Interessante Geschichte, aber zu langatmig.























