Bücher mit dem Tag "comedian"
35 Bücher
- Kurt Krömer
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
(221)Aktuelle Rezension von: MadorinIch tue mich schwer damit, dieses Buch klassisch zu bewerten. Wie könnte ich die persönlichen Erfahrungen eines Menschen mit einer psychischen Erkrankung als „gut“ oder „schlecht“, „spannend“ oder „langweilig“ einordnen? Das fühlt sich weder angemessen noch richtig an.
Stattdessen würde ich dieses Buch vor allem als mutig und hilfreich bezeichnen.
Mutig, weil psychische Erkrankungen noch immer stark stigmatisiert sind und Alexander Bojcan sehr private Einblicke teilt, die nicht jede*r bereitwillig öffentlich machen würde. Hilfreich, weil jede Person, die offen über ihre Depression spricht, zur Entstigmatisierung dieser Erkrankung beiträgt. Das Buch macht deutlich, dass Depression eine Krankheit ist, auch wenn man sie nicht sehen kann. Dass Betroffene nicht einfach pessimistisch, faul oder melancholisch sind und, dass Depression viele unterschiedliche Gesichter haben kann.
Für Menschen, die selbst von Depressionen betroffen sind oder sich bereits intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt haben, bietet das Buch vermutlich keine grundlegend neuen Erkenntnisse. Dennoch kann es ermutigend sein zu lesen, dass man mit diesen Gefühlen nicht allein ist, und es kann helfen, eine andere Perspektive kennenzulernen. Wichtig ist dabei jedoch, dass die Geschichte von Alexander Bojcan genau als das zu betrachten ist, was sie eben ist. Eine persönliche, individuelle Geschichte, basierend auf seinen eigenen Erfahrungen. Es ist kein Selbsthilfebuch und niemand sollte seinen eigenen Weg mit dem des Autors vergleichen oder daraus Erwartungen an sich selbst ableiten.
Leser*innen, die bisher wenig oder keinen Kontakt mit dem Thema hatten, erhalten hingegen einen ehrlichen und greifbaren Einblick in das Leben mit Depressionen. In diesem Kontext kann das Buch sehr lehrreich sein und zu mehr Verständnis und Empathie beitragen.
Einen Stern ziehe ich lediglich für den Schreibstil ab. Zwischenzeitlich empfand ich das Buch als etwas schwerfällig, der rote Faden ging stellenweise verloren. Das mag im Hinblick auf die Thematik sogar authentisch sein, hat den Lesefluss für mich aber dennoch gelegentlich ins Stocken gebracht.
- Michael Mittermeier
Achtung Baby!
(330)Aktuelle Rezension von: HoldenMichl Mittermeiers "Gedanken" zu Kinderlosigkeit, verändertem Essverhalten bei Schwangeren und Zeugungsvorschlägen aus der näheren Umgebung, alles "humorvoll" unterlegt mit Verweisen auf Zombiefilme, Ghostbusters usw. Des wos a Schmarrn. Alles komplett unlustig und unlesbar, fürchterlich!
- Martin Sonneborn
Herr Sonneborn geht nach Brüssel
(43)Aktuelle Rezension von: BuecherbaerchenIn Vorbereitung an die anstehenden EU-Wahlen habe ich mir vorgenommen dieses und das nachfolgende Buch von Sonneborn zu lesen. Während man am Anfang oft kichern und schmunzeln muss, so schockiert ist man doch am Ende, wie der politische Alltag in Brüssel abläuft. Klüngelei, undemokratische Verhaltensweisen und Verachtung des Wählers werden hier humoristisch dargestellt, was auch bitter notwendig ist, um nicht vor Wut umzukippen.
- Anthony McCarten
funny girl
(103)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderAzime ist Kurdin und hat es daheim oft nicht leicht. Ihr jüngerer Bruder sieht sich als Aufpasser und für die junge Frau, die im Trubel Londons ihr zu Hause hat, gibt es viel zu viele Regeln. Heimlich besucht sie Comedy Workshops und lernt dort einen jungen Mann kennen, der sie fördert und ihr so zu den ersten Auftritten verhilft. Aufregung pur, nicht nur bei Azime, denn ihre Familie bekommt Wind davon und ist entsetzt. Als besonderen Gag, trägt sie während ihrer Show eine Burka, aber das erzürnt ihren Bruder und ihren Vater umso mehr. Als dann noch der Guardian über sie berichtet und auf youtube Videos von ihr auftauchen, spalten sich die Lager. Bewunderer, die es toll finden was sie macht und Neider, Hasser, die sie beschimpfen und ihr die Pest an den Hals wünschen. Azime muss sich entscheiden, was sie machen möchte, wo ihr Weg hin geht und ob sie ihrer Familie den Rücken kehrt. Anthony Mc Carten versteht es aufs Neue, uns in den Bann einer großartigen Geschichte zu ziehen. Es ist lustig, aber mit Tiefgang, es ist spannend, aber mit einer Familientragödie, es ist schön, aber mit komplizierten Gefühlen. Jede seiner Geschichten überrascht und fasziniert aufs Neue.
- Oliver Polak
Der jüdische Patient
(22)Aktuelle Rezension von: HoldenOliver Polaks Bericht aus der Psychiatrie, vielen Dank für die Lesung im Alten Schlachthof in Lingen! Was die psychischen Leiden angeht und einem diese Krankenhäuser auch nicht ganz fremd sind, hat man einiges wiedererkannt, so schlimm wie Oliver hatte es mich damals aber zum Glück nicht erwischt. Die Beschreibungen der Verwirrungen, Angstzustände usw. sind schon sehr treffend, mutig so was öffentlich zu machen. Und man ist natürlich nach wie vor sprachlos, mit welchen Gedanken- bzw. Taktlosigkeiten bis hin zu offenen Vorurteilen und Antisemitismen jüdische Menschen in Deutschland klarkommen müssen, wunderbar daß der Autor diese Menschen als das "Dreckspack" bezeichnet, das sie sind. Nur bei der Udo-Jürgens-Verehrung gehe ich nicht mit, auch wenn ich seine sozialkritischen Texte natürlich kenne. Toller Autor, sehr gelungenes Buch!
- Mirja Regensburg
Im nächsten Leben werd ich Mann!
(21)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeEin humorvolles Buch über den kleinen Unterschied zwischen Mann und Frau. Wie wäre es, ein Mann zu sein mit dem Wissen einer Frau!? Haben es Männer wirklich einfacher im Leben oder nehmen sie das Leben leichter?
Ich fand das Buch sehr unterhaltsam, locker und humorvoll. Auch hat es manchmal durchaus zum Nachdenken angeregt.
Lesenswert!
11.01.2026
- Herr Schröder
Instagrammatik
(88)Aktuelle Rezension von: Lysan73Ich kenne Herrn Schröder aus diversen Kleinkunst- und Kabarett- Veranstaltungen. Ich fand ihn stellenweise witzig, nicht immer auf den Punkt kommend aber prinzipiell interessant. Sein Buch habe ich gelesen, da ich selbst - wenn auch nicht als Lehrer - mit Schule zu tun habe und es da - von Ferne betrachtet - definitiv ziemlich viel Material für Satire gibt.
Nun ist leider der Schreibstil des Herrn Schröders überhaupt nicht mein Geschmack. Die Teile in Romanstil haben mir recht gut gefallen, es gab ein paar pregnante Aussagen, die mich mehr als zum Schmunzeln brachten. Aber die whatsapp - und Dialog-Teile waren so gar nicht meins und brachten mich immer wieder raus. Außerdem ist die gesamte Story meines Erachtens dermaßen überspitzt gezeichnet, dass jeglicher Bezug zur Wirklichkeit fehlt. Das ist leider auch in der Darstellung der einzelnen Personen so und das fand ich sehr schade! Fazit: Leider kein Treffer für mich - Man sollte wohl schon Fan sein! - Dieter Nuhr
Gibt es intelligentes Leben?
(220)Aktuelle Rezension von: BuecherkopfkinoIch sag es lieber direkt: Das Buch ist auf meinem SaB (Stapel abgebrochener Bücher) gelandet und wird dort auch definitiv bleiben. Nach Seite 117 habe ich es nur ganz grob überflogen und mir die Bilder angeschaut.
Wer hier auf Wissenserweiterung mit ein bisschen Komik hofft, liegt ziemlich falsch. Es gibt zwar ein paar Informationen aus Studien und Wissenschaft, aber nicht ausreichend, dass es wirklich nennenswert wäre. Die "Witze" kommen einem sehr gezwungen vor und sind gespickt mit Klischees und Vorurteilen.
Leider kein Buch, dass ich empfehlen würde und daher nur 1/5🦉
Irgendwann fand ich Dieter Nuhr mal witzig, habe aber schon ewig nichts mehr von ihm gesehen oder gehört. Vielleicht hat sich mein Geschmack auch geändert. Das sollte ich mal auf die Probe stellen. Das Buch ist übrigens auch schon aus dem Jahr 2006 und somit 15 Jahre alt (wie die Zeit vergeht 🙈), da können sich Meinungen ändern. Das Buch habe ich allerdings irgendwo günstig bekommen oder aus einem öffentlichen Bücherregal und habe mich erinnert, dass ich das Buch mal lesen wollte. Es lag jetzt aber auch schon Jahre auf meinem SuB.
- Pete Johnson
Wie man seinen Eltern das Internet erklärt (Eltern 4)
(7)Aktuelle Rezension von: Vanillakiss86Mein Sohn fand das Buch total super. Er mag generell alle von der Reihe. Ich war neugierig hab es mir auch an einem Abend durchgelesen und muss sagen kein Wunder dass es ihm so gut gefällt. Es ist witzig und ernst in einem. Tolle Sprüche und auch ein Teil Ernst. Was will ein 13jähriger Junge mehr?! Weiter so 😀
- Torsten Sträter
Es ist nie zu spät, unpünktlich zu sein
(5)Aktuelle Rezension von: GaydoensWenn ich an Sträter denke und an die Texte, die mich am meisten faszinieren, dann sind es vor allem die, in denen das passiert, was eigentlich nur in irgendwie merkwürdigen Familien passiert. Also in diesen Familien, die dieses Merkwürdige anziehen wie ein Magnet Eisenspäne. Wenn man nämlich in so einer Familie ist, dann bekommt man das vermutlich auch nie wieder los. Das ist ja mindestens in der Familie seit Omma. So eine Familie wünscht man sich, denn sie zeichnet sich durch eine ganz besondere Herzenswärme aus, durch Menschen, die das ganze Seltsame, was so passiert, einfach mitmacht. Freunde, die das können, sind aber auch ok. Ich fang nochmal an.
Mir gefällt an Sträter und an diesem Buch:
- er bringt mich zum Lachen
- er bringt vieles auf den Punkt, was eigentlich total ernst ist
- er erlebt Dinge, bei denen ich froh bin, dass da ein anderer sie durchlebt - und nicht ich
Doch warum nur 4 Sterne? Da es eine Textsammlung seiner Auftritte ist, hatte er manches Mal wohl Aufträge, die eben nicht zu seinen ganz freien Geschichten führten, sondern einfach einen Hauch zu ernst waren. Die lesen sich auch toll, keine Frage, aber den wahren Unterhaltungswert finde ich eher in seinen recht freien Texten, den Verrücktheiten des Alltags. Und das macht im Buch vielleicht die Hälfte aus. Leider wage ich nicht zu prophezeien, bei welcher Hälfte jemand anderes mehr lachen würde. Bleibt also doch nur, das ganze Buch zu lesen. Viel Spaß dabei!
- Renato Kaiser
Ufpassä, nöd aapassä!
(1)Aktuelle Rezension von: AurelioIn seinem Buch "Uufpassä, nöd aapassä" erzählt der Spoken-Word-Artist Renato Kaiser vom harten Überlebenskampf eines St. Gallers in Bern. Wegen seines Sprachfehlers, er leidet an einem Ostschweizer Dialekt, wird er von den Einheimischen - den Barbaren, wie er diese auch nennt - denunziert und ausgelacht.
Durch eine Annonce angelockt stolpert der Autor in die Fänge der Selbsthilfegruppe "Anonyme Ostschweizer". Deren Anführer erschleicht sich sein Vertrauen und alsbald wähnt sich Renato bei den heimlichen Treffen unter Seinesgleichen in Sicherheit. Doch das wiedererwachte Selbstwertgefühl hält nicht lange an. Als er sich bei einem Anlass offenkundig als St. Galler zu erkennen gibt, treiben die Ansässigen einen üblen Scherz mit ihm, was die zutiefst in ihrem Stolz verletzten Anonymen Ostschweizer nicht auf sich sitzen lassen wollen. Die aufgebrachte Gruppe mutiert zu einem unberechenbaren Rudel angeschossener Wölfe und entwickelt eine Eigendynamik, die bis zur Eskalation führt.
Konsequent dem Motto des Titels folgend hat der Autor sein Werk in Mundart verfasst, was nebenher den Leser dazu einlädt, sich den Gepflogenheiten der Berner anzuschließen und schadenfreudig über den verschnupften Klang zwischen den Silben mit ihnen zu lachen. Die Geschichte, die uns der Autor als dicken Bären aufbindet, trieft vor Humor von leicht bis deftig und ist umgarnt mit feinstofflicher Satire.
Wem sich die Gelegenheit bietet, Renato Kaiser live auf der Bühne zu erleben, sollte sie sich nicht entgehen lassen. Charmant schleicht sich der Comedian in die Herzen des Publikums und beschert ihm mit seiner Performance einen Abend voll lachende Tränen.
- Michael Mittermeier
Die Welt für Anfänger
(18)Aktuelle Rezension von: JourneyGirlMichael Mittermeier erzählt mit Witz Charme und ganz viel Herz von seinen Anfängen als Komiker und wie er die Welt sieht. Einfach ein herzliches Werk, das man unbedingt lesen sollte, wenn man Mittermeier sympathisch findet, so wie ich !
- Michel Birbæk
Beziehungswaise
(6)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderLasse und Tess sind seit sieben Jahren ein Paar. Sie eine absolute Traumfrau und er ein bekannter Comedian, dessen Stern allerdings am sinken ist. Bei Seniorennachmittagen hält er sich über Wasser. Beruflich sind Beide viel unterwegs und so leidet auch die Beziehung und Sex gibt es schon seit längerem nicht mehr. Doch dann scheint sich das Blatt zu wenden denn Lasse gewinnt ein Casting und Tess bekommt ein verlockendes Jobangebot aus China. Soll man sich trennen? Soll man aus der Wochenendbeziehung eine wir sehen uns nur ein paar mal im Jahr Beziehung machen? Eigentlich lieben sie sich schon noch, aber wie soll man sich wieder finden? Da ruft Lasses Vater alle zu sich, denn er liegt im sterben und einer seiner letzten Wünsche ist ein Heiratsantrag von Lasse an Tess. Birbaek beobachtet ganz genau, erzählt nicht das kennen lernen und die große Liebe, sondern das Erwachen danach. Wie schwierig es ist die Gefühle im Alltag zu erhalten oder wieder zu entfachen und wie man mit Karriere Tiefs und Hochs umgehen kann, dass erzählt er mit viel Schwung, Humor und Tiefgang.
- Bülent Ceylan
Ankommen - Aber wo war ich eigentlich?
(30)Aktuelle Rezension von: VoldaronIch würde mich jetzt nicht als totalen Bülent Ceylan Fan bezeichnen, war aber vor kurzem bei einem seiner Auftritte und bekam dieses Buch in die Hände. Es liest sich sehr flott und gibt einen guten Überblick über den Werdegang von Bülent bis zur Corona-Pandemie. Alles in allem lerne ich ihn hier als sehr sympathischen Zeitgenossen kennen, der in seinem Leben bereits mit Höhen und Tiefen konfrontiert war. Für Leute, die Bülent mögen oder ihn besser kennenlernen wollen, ein empfehlenswertes Buch.
- Herbert Knebel
Im Liegen geht's!
(5)Aktuelle Rezension von: MeischenKnebel schafft es, alltägliche Situationen treffend auf den Punkt zu bringen. Die Wochenendfahrt nach Holland, Parkhäuser oder Paketlieferungen - alles wird auf urkomische Art beleuchtet. Das richtige, um einfach mal wieder laut zu lachen oder wenigstens zu schmunzeln. Knebel nimmt sich selbst nicht zu ernst.. Und Lachen ist ja bekanntlich gesund. Klare Leseempfehlung!
- Tina Fey
Bossypants
(14)Aktuelle Rezension von: kristinaliestNachdem ich die Bücher von Chelsea Handler gelesen hatte, habe ich das Buch "Bossypants - Haben Männer Humor?" von Tina Fey in Angriff genommen. Ich ging davon aus, dass das Buch im Stil von Chelsea Handler ist, aber da hatte ich mich wohl getäuscht. Tina Fey erzählt von ihrem Werdegang zu einer der berühmtesten Frau in der Comedy-Branche, also viel von ihrer Arbeit. Es gibt kaum private Geschichten aus ihrem Leben, was ich sehr schade finde. Trotz allem war der Schreibstil sehr einfach zu lesen, aber dennoch hat mich das Buch etwas enttäuscht. - Tom Liehr
Freitags bei Paolo
(34)Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerinMarie und Clemens haben sich auf einer öden Silvesterparty kennengelernt und auf den ersten Blick ineinander verliebt. Sie ziehen bald zusammen, heiraten nach zwei Jahren und bekommen Zwillinge. Sie gelten als Traumpaar, teilen Gemeinsames und ergänzen sich in den Dingen, die sie trennen. Ihre Zweisamkeit ist ihnen wichtig und diese zelebrieren sie jeden Freitag ohne Ausnahme bei ihrem Lieblingsitaliener Paolo. Dort haben sie sich auch gegenseitig einen Heiratsantrag gemacht und die gemeinsame Zukunft zementiert. Doch nach zwanzig Jahren ist die Luft raus und das Paar geht getrennter Weg. Was ist im Lauf ihres Lebens passiert und was hat letztlich dazu geführt, dass das einstige Traumpaar entzweit hat?
Tom Liehr schildert die Entwicklung einer Paarbeziehung authentisch und mit feiner Beobachtungsgabe. Es sind Alltagssituation, Routinen und Banalitäten, die jedoch immer wieder die innige Verbundenheit des Paares zeigen. Beide Charaktere sind eigenwillig, aber nicht unsympathisch, haben ihre Prinzipien und treiben ihre Karrieren voran. Die gemeinsamen Erlebnisse werden vom ersten Freitag bis zum 1000. Freitag unterhaltsam und humorvoll geschildert, auch wenn es natürlich auch traurige und ernste Situationen gibt, die im Leben nicht ausbleiben. Dabei zeigen sich mitunter Zweifel, ein erstes Genervtsein und Überlegungen, wie eine Beziehung mit einer anderen Person aussehe.
Es gibt keinen großen Knall oder konkreten Anlass - Marie und Clemens scheinen ihre Liebe schleichend verloren zu haben. Die Trennung erfolgt kaum nachvollziehbar abrupt, ohne große Diskussion oder die Frage, wie die Beziehung zu retten wäre.
Ein großer Anteil der Geschichte hat das Berufsleben von Clemens, der seinen Schwerpunkt sukzessive auf die Arbeit des Comedians legt. Die Schilderung der Touren und Auftritte empfand ich weniger interessant, an der Stelle hätte ich mir einen größeren Fokus auf die Paarbeziehung gewünscht, um auch die Trennung weniger plötzlich erscheinen zu lassen.
Wie ihr Umfeld können es auch Marie und Clemens nach ein wenig Abstand nicht fassen, dass ihre Ehe nun vorbei sein soll. Machen sie einen Fehler? Haben sie voreilig gehandelt? Waren die Erwartungen zu hoch? Letztendlich erfolgt jedoch keine Auseinandersetzung mit den Gründen der Trennung. Sofern es überhaupt welche gibt, scheinen sie letztlich egal zu sein. Clemens und Marie verstehen sich, mögen sich, lieben sich vielleicht noch, aber eine gemeinsame Zukunft sehen sie offenbar nicht.
"Freitags bei Paolo" ist ein unterhaltsamer und lebendiger Roman, der sich zunächst wie eine Liebesgeschichte liest und die Lebenswirklichkeit eines Paares über die Jahre authentisch abbildet. Der Fokus des Romans rückt ab einem Drittel sehr das berufliche Vorankommen in den Mittelpunkt und setzt sich insbesondere kritisch mit Kunstfreiheit und Zensur auseinander. Diese Richtung empfand ich als zu detailliert und ermüdend.
Zudem verrät der Klappentext zu viel, so dass der Handlungsverlauf in seinen Grundzügen vorweggenommen wird, weshalb die Geschichte an Spannung einbüßt. Die angekündigte Trennung ist dann reichlich vage, unreif und unreflektiert, was nach den vorangegangen Schilderungen der ach so intensiven Liebe des Traumpaares nicht nachvollziehbar unglaubwürdig und enttäuschend ist. - Torsten Sträter
Schnee, der auf Ceran fällt
(21)Aktuelle Rezension von: pardenWORTSPIELE UND CHAOS...
Guten Tag, Sträter hier. Mein drittes Programm. Titel: SCHNEE, DER AUF CERAN FÄLLT . Und das gibt es jetzt auch als Hörbuch. Worum geht’s? Nun ja. Ich bringe ganz ganz frische Geschichten mit, nichts, was Sie vorab schon aus dem TV kennen, und zwischendurch erzähle ich Ihnen, was sonst noch war. Eine Führung durch die ganze Welt der Idiotie, die Einsicht, dass nichts menschlicher ist als das Missgeschick, seltsame Berichte vom Rand der schiefen Ebene, dann ergänze ich den Abend noch mit Schilderungen, die ich mir auf gar keinen Fall verkneifen kann, mache den Sack zum Ende hin mit einer sehr guten Geschichte zu, und wenn Sie dann noch können, hagelt’s Zugaben. Ein seriöses Konzept. Und ich gelobe, es sehr lustig zu gestalten. Und mich so gut zu amüsieren wie Sie. Klingt erstmal ein bisschen krude. Wird aber verhältnismäßig überwältigend. Beste Grüße, Torsten Sträter (Verlagsbeschreibung)
Torsten Sträter ist mir schon länger ein Begriff, ein ganzes Bühnenprogramm habe ich von ihm jedoch noch nie gesehen. Irgendwann begegnete mir die Sendung LOL (Last One Laughing), und da wurde ich wirklich aufmerksam auf den deutschen Komiker und Kabarettisten. Sehr trocken und immer für einen Wortwitz gut, also genau mein Geschmack. Bei diesem Live-Mitschnitt seines Bühnenprogramms (2 Stunden und 28 Minuten) wurde ich deshalb neugierig.
Es war zu merken, dass Torsten Sträter selbst viel Spaß an seinem Programm hatte, ebenso wie das Publikum. Beim Hören fehlen natürlich Gesichtsausdrücke und Gesten, aber die Lacher der Zuschauer kommen trotzdem an. Ich hatte den Eindruck, dass es zwar irgendwie einen roten Faden gab, an dem sich der Comedien orientierte, dass er ansonsten aber auch spontanen Einfällen folgte und dadurch zuweilen vom Höcksken aufs Stöksken kam. ADHS-Gewitter im Kopf oder so, jedenfalls war es so manchesmal erstaunlich, dass Torsten Sträter irgendwann tatsächlich wieder auf den ursprünglichen Gedankengang zurückkam. Den hatte ich zwischenzeitlich nämlich schon wieder vergessen.
Die Wortspiele haben mir wie erwartet gut gefallen, der trockene Humor ebenso, und daher war dies für mich ein sehr kurzweiliges Hörvergnügen. Chaos aber lustig, lautet denn auch mein Fazit. Gerne mehr davon!
© Parden
- David Grossman
Kommt ein Pferd in die Bar
(72)Aktuelle Rezension von: HipsterWas hab ich denn da gelesen?
Kommt ein Pferd in die Bar von David Grossman erzählt von der Show eines Witzeerzählers, aus der Sicht eines Zuschauers.
Doch wirklich lustig und vergnuglich ist der Abend nicht.
Was hier eher langweilig klingt, ist der Tatsache geschuldet, dass jedes weitere Wort ein riesengroßer Spoiler wäre.
Deswegen möchte und kann ich nicht auf die Story eingehen.
Nur soviel als Warnung. Sollte man negativer Stimmung sein, ist dieses Buch genau das falsche, welches man sich zu Gemüte führen sollte.
Das Buch ist eine Tour de Force. Dem Leser werden auf 252 Seiten viel abverlangt und den Zuschauern im Buch erst recht.
Doch ist Kommt ein Pferd in die Bar ein schlechtes Buch?
Ganz im Gegenteil. Es ist fesselnd, den "Seelenstriptease" des Komikers mitzuerleben. Man bleibt am Ball und möchte wissen wie es weiter geht, obwohl David Grossman, bewusst, eine provokant zerstreute Erzählweise gewählt hat. Man erfährt einiges über das Leben in Israel, damals und heute.
Kann ich das Buch empfehlen. Ja mit Sternchen.
Denn das Buch kann einen wirklich runter ziehen. Lest es. Es ist wirklich gut. Aber lest es nicht, wenn es euch psychisch nicht gut geht. Denn Kommt ein Pferd in die Bar lässt einen schwermütig zurück.
- Ross Antony
Backen mit Ross Antony
(27)Aktuelle Rezension von: MissStrawberryMit der Musik von BroSis konnte ich wenig anfangen, aber dass Ross Antony ein Flummi ist, der alle zum Lachen bringt und auch mal nervt, das war klar. Ich finde es wunderbar, dass seine Backleidenschaft so richtig zum Leben erwachte, als er beim großen Promibacken dabei war und er in der Corona-Zeit mit seinem Blog den Kontakt zu den Fans hielt und mit ihnen backte. Dieses Buch ist so typisch Ross, so lebendig, so quirlig, so lustig, so bunt, wie es nur geht.
Aufgeteilt sind die Rezepte in die Kapitel All-Time-Favourites, Very British, Süße Kleinigkeiten, Süß wie ein Sommertag, Wenn Besuch kommt. Es gibt hier reichlich Klassiker, aber auch weniger bekannte, neue Rezepte. Alle Rezepte sind bebildert, was mir persönlich außerordentlich wichtig ist. Ich möchte sehen, was ich da backe! Der Aufbau ist klassisch mit Zutatenübersicht und gut verständlicher Erklärung der Zubereitungsschritte, aber sehr ansprechend und liebevoll gestaltet. Vor jedem Kapitel erzählt Ross ein wenig darüber. Viele der Köstlichkeiten sind für kleine Backformen ausgelegt, so kann man schneller wieder neu backen! Wer aber gleich eine große Form nehmen möchte, findet auf Seite 14 eine geniale Umrechnungstabelle. Die Zutaten sind gut im Einzelhandel zu finden. Das Exotischste dürfte der Muscovadozucker sein.
Zwischendurch zeigt uns Ross einige Familienfotos, ältere und aktuellere, und lässt uns so an seinem Leben teilhaben. Das wirkt kein bisschen selbstdarstellerisch, sondern sehr authentisch und sympathisch. Nährwertangaben gibt es keine. Das würde sonst wohl auch eher auf den Magen schlagen und den Appetit verderben! Mir zaubert das Buch immer wieder ein Lächeln ins Gesicht und ich mag die Rezepte unglaublich gern. Fünf Sterne!
- Hazel Brugger
Ich bin so hübsch
(27)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerIch habe das Buch nur auf Empfehlung einer Freundin gekauft. Ich kenne Hazel Brugger aus der Heute-Show. Schon dort gehörte sie nicht zu den Akteuren, auf die ich mich immer Freitag Abends freue, aber ich dachte, gebe ich ihr eine Chance beim Buch. Was soll ich sagen? Es langweilte mich durchgehend. Ich fand kaum etwas, worüber ich wirklich angetan war.
- Monika Gruber
Hauptsach' Gsund
(2)Aktuelle Rezension von: pardenSEHR UNTERHALTSAM!
Monika Gruber gehört zu den wenigen etablierten weiblichen StandUp-Comedians, die auch oder gerade in Bayern immer noch gern Kabarettistinnen genannt werden. "Hauptsach g'sund" ist ihr zweites Bühnenprogramm aus dem Jahr 2008.
Bayrisch derbes Kabarett - das präsentiert Monika Gruber hier in ihrem 122 Minuten langen Mitschnitt des Bühnenprogramms. Verschiedensten Themen widmet sich die Kabarettistin und nimmt sie auf ihre ganz persönliche Art auseinander. Kein wirklich politisches Kabarett aber durchaus pointiert - und vor allem temperamentvoll! Ja, langweilig ist das Programm definitiv nicht.
Wenn ich des Bayrischen besser mächtig wäre, hätte es hier auch für fünf Sterne gereicht. Aber wenn Monika Gruber so richtig in Fahrt kam, hatte ich ich definitiv keine Chance. Auch nach mehrfacher Wiederholung der Passage hatte ich allenfalls eine Ahnung, was die Kabarettistin gerade so in Aufregung versetzte. Das Publikum jedenfalls verstand sie - es gab hier einen Lacher nach dem anderen.
Sehr unterhaltsam war es trotz einiger sprachlicher Verständnisschwierigkeiten aber in jedem Fall. Ich schaue mich gerne nach weiteren Programm-Mitschnitten um!
© Parden
- Johann König
Kinder sind was Wunderbares, das muss man sich nur IMMER WIEDER sagen
(26)Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertanteManchmal muss es was lustiges sein. Und da mir die Geschichten und Sprüche von Johann König über Kinder und Familie gefallen, dachte ich mir, dass mir sein Buch Kinder sind was wunderbares auch gefallen könnte (SPOILER).
Meine Meinung:
Das Buch von Johann König schaut mit Humor und Ironie auf das Leben mit Kindern. Dabei ist es an der tatsächlichen Familie und deren Erlebnisse von König orientiert. Geschrieben ist es im Tagebuchstil und wenn auch über ca. ein Jahr chronologisch nochmal thematisch in einzelne Kapitel unterteilt. Außerdem gibt es ein paar Runninggags. Vieles kam mir sehr bekannt vor und ich hab viel gelacht bzw. geschmunzelt.
Fazit:
Im Laufe des Buches wiederholt sich manches und wird dadurch mit der Zeit langweilig. Es ist ein super Buch für zwischendurch, ich würde es allerdings nicht am Stück lesen, sondern mit Pausen. Mich hat auch das zweite Buch von Johann König interessiert, weiß aber noch nicht, ob ich das lesen werde.
Bleiben oder Weg? Erst mal bleibt es bei mir.























