Bücher mit dem Tag "comedy"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "comedy" gekennzeichnet haben.

201 Bücher

  1. Cover des Buches Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (ISBN: 9783328102366)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

    (5.960)
    Aktuelle Rezension von: annalog

    Wahnsinnig witzige Idee, die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen. Hier gibt es die Geschichte des 100-jährigen, der vor seiner Geburtstagsparty flüchtet und dabei so allerhand erlebt. Es gibt immer wieder Rückblicke auf sein Leben und auch da hat er Dinge erlebt, die mich kopfschüttelnd zurückgelassen haben.
    Mir ist übel aufgestoßen, dass das N-Wort verwendet wurde. Ich hatte hoffentlich noch eine ältere Version und in den neueren ist das hoffentlich überarbeitet?

  2. Cover des Buches Er ist wieder da (ISBN: 9783847905998)
    Timur Vermes

    Er ist wieder da

    (3.405)
    Aktuelle Rezension von: deidree

    Das Buch lag schon lange auf meinem Regal und jetzt weiß ich auch warum ich es von mir geschoben habe. Ich finde einfach keinen Zugang zu dieser Art von Humor, falls da irgendwo einer versteckt sein sollte. 

    „Er ist wieder da“ löst bei mir eher Bauchweh aus. Die Vorstellung jederzeit könnte sich ein ähnliches Szenario wiederholen ist weder witzig noch wünschenswert. Leider ist die Möglichkeit nicht völlig auszuschließen. 

    In meinen Augen hat Timur Vermes wohl eine Satire erschaffen wollen. Bei mir kam diese Bemühung nicht an. Zu lesen fand ich die Geschichte einfach, aber emotional hat sich bei mir alles auf Abwehr gestellt. 

    Zugutehalten möchte ich den Versuch aufzuzeigen, dass eben jederzeit wieder ein Mensch mit gefährlicher Ideologie auftauchen könnte und wir aufgerufen sind, gut hinzusehen. Auch ist der Schreibstil flüssig und flott zu lesen. 

  3. Cover des Buches Mieses Karma (ISBN: 9783499013362)
    David Safier

    Mieses Karma

    (5.101)
    Aktuelle Rezension von: Vinny

    Der Klappentext klang super. Der Einstieg fiel mir zunächst etwas schwer. Als Kim dann als Ameise wiedergeboren wurden ist, ließ sich das Buch für mich leichter lesen.

    Interessant fand ich, als was Kim alles wiedergeboren wurden ist. Allerdings ging mir Kims Verhalten immer mehr auf die Nerven.

    Am liebsten hätte ich sie angebrüllt, damit sie es endlich gut sein lässt.

    Das Ende war anders als erwartet, ich hätte ein anderes Ende besser gefunden.

    Für Zwischendurch ist das Buch in Ordnung.

    Von mir gibt es 2,5 von 5 Sternen.

  4. Cover des Buches Die Känguru-Chroniken (ISBN: 9783548920771)
    Marc-Uwe Kling

    Die Känguru-Chroniken

    (1.258)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt:

    Eines Tages steht ein sprechendes Känguru bei dem Ich-Erzählers vor der Tür. Das Känguru zieht bei ihm ein und bringt Abwechslung, Schwung und Freude in sein Leben. Es ist der Beginn einer wunderbaren und außergewöhnlichen Freundschaft zwischen den beiden. Das Känguru fällt dem Ich-Erzähler aber auch des Öfteren ordentlich auf die Nerven. Es ist nämlich ziemlich frech und beratungsresistent. Außerdem eckt es manchmal mit seinen Ansichten zu gesellschaftlichen und politischen Themen an von denen es andere vehement zu überzeugen versucht… 

    „Was?“ ruft das Känguru. „Natürlich sind wir ein Paar, Mann! Wie Dick und Doof oder wie wie wie Stan & Olli oder oder oder…“ (S. 216)

    Meine Meinung:

    Die Grundidee ist originell und außergewöhnlich und wenn man sich darauf einlässt bekommt man eine erheiternde und kurzweilige Geschichte zu lesen.

    Es gibt keine Handlungshöhepunkte auf die die Geschehnisse zusteuern und daher auch keinen klaren roten Faden der sich durch die Geschichte zieht. Es handelt eher um eine Aneinanderreihung von lustigen und skurrilen Begebenheiten, die der Ich-Erzähler zusammen mit dem Känguru erlebt. In jedem der kurzen Kapitel (jeweils max. 5 Seiten) wird ein lustiger Auszug aus einer Unterhaltung oder ein denkwürdiges Erlebnis erzählt. Diese anekdotenhafte Erzählweise sorgt für eine hohe Dichte an lustigen Momenten. Außerdem wird dadurch verhindert, dass das Buch Längen hat. 

    Der Nachteil dieser Erzählweise ist allerdings, dass man manchmal das Gefühl hat, dass die Geschichte ein wenig „dahinplätschert“. Außerdem lernt man das Känguru und den Ich-Erzähler nur relativ oberflächlich kennen, weil der Schwerpunkt auf spritzigen Dialogen und lustigen Wortgefechten liegt.

    Das Känguru gibt einige wirklich lustige Bemerkungen von sich und stellt auch lustige Dinge an. Die Diskussionen zwischen dem Känguru und dem Ich-Erzähler sind stellenweise ziemlich erheiternd und haben mich für die Geschichte eingenommen. Hier ein paar Beispiele:

    „Das Tolle am Internet ist, dass endlich jeder der ganzen Welt seine Meinung mitteilen kann. Das Furchtbare ist, dass auch jeder es tut.“ (S. 103)
    „Pah“, sagt das Känguru. „Und mein Papa hat immer gesagt: Es ist besser, ein schlechter Gewinner zu sein, als ein guter Verlierer.“ (S. 27)
    „Reden, Hören oder Sehen. Auf was würdest du verzichten?“ – „Das ist einfach“, sage ich. „Aufs Hören. […] Dann müsste ich dein Geschwätz nicht mehr ertragen.“ – „Ach ja?“ sagt das Känguru. „Und ich würde liebend gerne aufs Sehen verzichten, um deine Hackfresse nicht mehr ertragen zu müssen.“ – „Ich finde, du solltest lieber aufs Reden verzichten“, sage ich. „Dann müsste ich nicht aufs Hören verzichten.“ (S. 24)

    Warum vergebe ich trotzdem bloß 3 Bewertungssterne? 

    Das liegt daran, dass mir die Geschichte in einigen Punkten etwas zu skurril, befremdlich und vulgär ist. Hier hat der Humor nicht meinen Geschmack getroffen. Dazu folgende Beispiele:

    Das Känguru pöbelt einen sich vollkommen friedlich verhaltenden Fußballfan an, weil dieser anlässlich eines Spiels der deutschen Fußballnationalmannschaft in Deutschlandfarben gekleidet ist. Das Känguru sagt, dass ein solcher Patriotismus ein Zeichen von Idiotie sei, es von da aus nicht weit bis zum Nationalismus sei und dadurch Rassismus entstehe. Als der Fußballfan deswegen verständlicherweise beleidigt ist und verbal Kontra gibt schlägt das Känguru ihn einfach k.o. und das fand ich wirklich abstoßend und verachtenswert. Leider ist es auch nicht der einzige Fall in dem das Känguru gewalttätig wird. Es schlägt auch noch einen Mann bloß deshalb bewusstlos, weil dieser für die GEZ-Gebühr zuständig ist. Zudem gibt es einem Vorfall im Park. Das Känguru tritt einen Hund, der ihm zu laut bellt, sodass dieser in hohem Bogen über die Weise fliegt. Das alles fand ich nicht lustig.

    Auch sonst verhält sich das Känguru schrecklich unhöflich und respektlos gegenüber Mitmenschen, die ihm überhaupt nichts getan haben. So fängt das Känguru z.B. absichtlich einen Streit mit einem McDonald’s-Mitarbeiter an indem es von diesem einen Whopper fordert, obwohl es genau weiß, dass es den nur bei Burger King gibt. Obwohl der Mitarbeiter höflich erklärt, dass das nicht geht und dem Känguru eine Alternative anbietet setzt es dem Mitarbeiter weiter zu und genießt das sichtlich.

    Außerdem hat es mir gar nicht gefallen, dass das Känguru sich abfällig über die Demokratie äußert und sagt, dass es die deutsche Justiz nicht anerkennt. Hinzu kommt noch, dass das Känguru ein Anhänger von Verschwörungstheorien ist. 

    Hier noch einige weitere Beispiele für Humor, der nicht meinen Geschmack getroffen hat, weil er mir zu plump bzw. vulgär war:

    „Der Titel ist ja total wichtig. Damit steht und fällt der Erfolg eines jeden Buches. Es muss was sein, wo die Leute sofort denken: Interessiert mich! Will ich! Kauf ich!“ Das Känguru nickt. […] „Wie wär’s mit ‚H*TLER, T*RROR, F*CK*N‘?“ (S. 199)
    „Kennt ihr das Bild von Brittney Spears ohne Slip, wo man ihre M*sch* sieht? Dass sollten die lieber hier aufhängen.“ (S. 202)

    Die genannten Beispiele haben das Lesevergnügen leider ziemlich geschmälert.

    Fazit:

    Es handelt sich um ein erheiterndes Buch, das man in kürzester Zeit ausgelesen hat und das einem mit einem positiven Gefühl zurücklässt. Manche der vorlauten Bemerkungen und frechen Aktionen des Kängurus sind richtig lustig. Es gibt jedoch leider auch so einige Stellen an denen die Geschichte meinen Humor nicht getroffen hat. Humor ist nun mal Geschmackssache! Ich bereue es dennoch insgesamt nicht, dass ich das Buch gelesen habe, aber noch einmal würde ich es nicht lesen.

    Zum Schluss noch ein interessantes Zitat aus dem Buch, das erklärt wie das Känguru einst zu seinem Namen gekommen ist:

    „Ich hab gehört, […] dass James Cook, der 1770 als erster Europäer ein Känguru zu Gesicht bekam, einen Aborigine gefragt haben soll ‚Was ist das für ein Tier?‘ – auf Englisch natürlich –, und der Aborigine antwortete ‚Känguru‘, weil er Cook nicht verstand und ‚Känguru‘ in seiner Sprache nun einmal ‚Ich verstehe such nicht‘ bedeutet.“ (S. 255/256)
  5. Cover des Buches QualityLand (QualityLand 1) (ISBN: 9783548291871)
    Marc-Uwe Kling

    QualityLand (QualityLand 1)

    (886)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    Stanislaw Lem wird der Satz zugeschrieben: "Ein Zukunftsroman hat entweder absolut nichts mit den bestehenden Verhältnissen zu tun oder er kritisiert sie." Wilhelm Busch, der unverbesserliche Spaßmacher, schrieb einmal: "Was man ernst meint, sagt man am besten im Scherz." Diese beiden Sätze fielen mir immer wieder ein, während ich "Qualityland" las. Erster aus simplen, zweiter aus komplexeren Gründen, die weiter unten noch einmal aufgegriffen werden.

    Ich habe, nach der erheiternden und teilweise inspirierenden Lektüre von Marc-Uwe Klings neustem Wurf, noch lange über diesen Roman nachgedacht. Irgendwie war ich trotz aller Freude, die ich beim Lesen empfunden hatte (hervorgerufen durch Gags, geniale Einfälle, wunderbare Spitzen und die hier und da eingestreuten Zitate und Verweise auf Popkultur, Geschichte und Wissenschaft, oft mit skurrilem Einschlag), nicht ganz sicher, wie ich das Buch verorten sollte. Sprachlich eher einfach und straight (wenn auch immer wieder mit gekonnten Stilwechseln und einer generellen Sicherheit im Ton, in der Darstellung), die Figurenzeichnung wunderbar komisch, aber nicht gerade tiefgründig und vielschichtig. Es wäre wohl auch unsinnig, solche Maßstäbe an ein Buch anzulegen, das seinen Fokus auf Themen und nicht auf Figuren legt.

    "Peter muss sich nicht die Mühe machen, relevante Informationen zu finden. Die relevanten Informationen machen sich die Mühe, Peter zu finden."

    "Qualityland" ist eine Zukunftsvision, doch ich zögere, es einen Sci-Fi Roman zu nennen, weil die darin beschrieben technischen Errungenschaften mit algorhytmischen Tendenzen im Prinzip nur die ausgewachsenen, (noch) totalsierteren Versionen der Einrichtungen und Systeme von heute darstellen. Natürlich hat Marc-Uwe Kling auch einige schöne Erfindungen erdacht – aber im Prinzip basiert die von ihm erschaffene Welt auf dem Weiterdenken und Zuspitzen derzeitiger Erscheinungen und Entwicklungen; knapp an der Übertreibung vorbei, aber eigentlich sehr realistisch, geradezu gegenwärtig, zeitgeistig; deswegen mein Zögern, „Qualityland“ einen Sci-Fi-Roman zu nennen. Aber auch Bezeichnungen wie „Satire“ würden zu kurz greifen.

    Wie einst George Orwell oder Aldous Huxley, gibt Kling seiner Welt zunächst den Anstrich einer utopischen Ausrichtung (wenn das Buch auch in zwei Versionen erhältlich ist, von denen eine mit utopischen Intermezzos, die andere mit dystopisch-zynisch-satirischen Intermezzos versehen ist; am Ende des Buches befinden sich ein QR-Code und ein Link, mit dem man sich die Inhalte des jeweils anderen Buches ansehen kann, sodass ein doppelter Kauf nicht nötig ist). In dieser Utopie ist personalisierte Digitalisierung in ihre Vervollkommnung eingetreten: jede/r findet den/die richtige/n Partner*in, die richtigen Freund*innen, bekommt die richtigen Gebrauchsgegenstände geliefert, ihm/ihr wird die passende Werbung angezeigt und es gibt eigentlich nichts, was der Mensch noch selbst machen muss, außer sich seiner Prägung entsprechend zu verhalten oder hier und da eine Aufstiegschance zu nutzen oder den potentiellen Abstieg zu verhindern, der ihn zur Nutzlosigkeit verdammen würde.

    Für diese durch-personalisierte Welt, die trotzdem von monopolistischen und totalitären Firmen und Dienstleistern quasi kontrolliert wird und in der es endgültig zu einer klar hervortretenden Klassengesellschaft gekommen ist, hat der Autor viele schöne Beispiele arrangiert, angefangen bei den Nachnahmen der Menschen, die den Berufen ihrer Eltern entsprechen, über einen Date-/Liebesdienst, der die Profile seiner Kund*innen einfach zusammenbringt & die angesprochenen Intermezzi, die meist aus absurd anmutenden Produktwerbungen und Nachrichtenmeldungen bestehen, bis hin zu vielen personalisierten Produkten:

    "In der Schule, sagt Peter, hatte ich mal eine Freundin, in deren Version von Game of Thrones keine einzige Figur gestorben ist. Die haben immer nur eine Sinnkrise bekommen und sind ausgewandert, oder so."

    Diese ganze Charade wirkt immer wieder aberwitzig, ist aber bei genauer Betrachtung selten weit von der Wirklichkeit entfernt, sodass es einen schon ein bisschen gruseln könnte, würde man es nicht gerade so witzig finden, was dem Protagonisten von seiner Umwelt alles zugemutet wird. Allerdings sollte man sich dann auch mal fragen, was einem selbst so alles zugemutet wird – und noch zugemutet werden könnte. Denn Peter Arbeitsloser ist eben nicht nur die Fortsetzung des Kleinkünstlers mit anderen Mitteln – er ist auch der Nachfahre einer Gesellschaft, die sich vom System übervorteilen ließ.

    "-Ich hab es einfach satt, dass immer keiner verantwortlich ist. Immer ist das System schuld. Aber es gibt eben doch auch Leute, die dafür verantwortlich sind, dass das System ist, wie es ist!-"

    Die Herren der Welt, wie Noam Chomsky sie nannte. Bei Marc-Uwe Kling treten sie als Witzfiguren auf, als selbstzufriedene und blöde Fatzkes (wie schon im Känguru, an der Stelle hat sich nix verändert), die entweder nicht den Intellekt haben, die Situation zu durchschauen oder nicht die moralische Integrität, sie zu ändern (manchmal erstaunlicherweise auch beides). Dass es vor allem der Stumpfsinn ist, der in den Köpfen dieser Herr*innen der Welt regiert, der blinde und unreflektierte Systemglaube, ist gleichsam entlarvend, aber hier und da wirkt dieses brachial-plumpe Pochen auf dieser Dummheit auch etwas vereinfacht. Natürlich: wer sich umsieht, wird merken, dass wir in einer teilweise ziemlich pervertierten Welt leben und viele Schriftsteller*innen haben den Fehler gemacht, ihren Charakteren nicht das übliche Maß an Dummheit zuzumuten, das nun mal durchaus in der Welt draußen floriert. Trotzdem: manches, was haarsträubend genug ist, wird so allzu sehr zur Karikatur, hinter der die beunruhigenden Facetten der Machtpositionen nicht mehr ganz hervorlugen.

    Wirklich beeindruckend an „Qualityland“ ist, wie Kling darin immer wieder Dialoge entspinnt, in denen ganz klar die Problematik und nicht nur die Komik des derzeitigen Systems und seiner Entwicklung hervorgehoben wird. Und nicht nur das: es werden konkrete philosophische und soziologische Dilemmata aufgeworfen und diskutiert, mit einer Leichtigkeit und Unwillkürlichkeit, die etwas leicht Gestelltes, aber auch etwas Geniales, Treffliches haben – vor allem wenn das Gespräch zwischen einem selbstfahrenden Auto und Peter Arbeitsloser stattfindet:

    "-Weißt du, was der entscheidende Unterschied zwischen euch und uns ist?-
    -Was denn?-
    -Wenn ein selbstfahrendes Auto einen Fehler macht, lernen alle anderen Autos durch diesen Fehler und machen ihn nicht wieder. Unterschiedliche Menschen machen immer wieder den gleichen Fehler. Ihr lernt nicht voneinander.
    - Ich verrate dir mal was-, sagt Peter. -Oft macht sogar derselbe Mensch den gleichen Fehler noch mal.-

    Diese Zusammenführung von komischer und kritischer Perspektive, von Witz und Nachdenklichkeit, von Lachen und Entsetzen manchmal, ist der bewundernswerteste Zug dieses Buches. Und ebenso erstaunlich ist, dass ich mir immer wieder gewünscht habe, dass es an der einen Stelle mehr ins Kritische, an der anderen mehr ins Komische, Anspielungsreiche geht und am Ende doch sagen muss: die Mischung macht’s. Nicht nur im Hinblick auf die Unterhaltung, sondern auch im Hinblick auf das Kritische. Vielleicht hatte Wilhelm Busch Recht.

    Wer in letzter Zeit wie ich Bücher wie „Was auf dem Spiel steht“ von Philipp Blom oder Noam Chomskys „Requiem auf den amerikanischen Traum“ gelesen hat, wird zweifellos ähnlich zweischneidig auf dieses Buch blicken, wo andere die entlarvende Komik einfach als eigenständige Erscheinung feiern werden – was ja auch wunderbar und vollkommen okay ist. Ich selbst komme, wie schon angedeutet, nicht umhin, eher die inspirierenden, kritischen Ansätze zu bemerken und mich zu fragen: wie ernst werden die Leute nehmen, was Kling hier präsentiert? Werden sie in der Komik das Entlarvende sehen oder doch eher das Überzeichnete? Werden sie in Passagen wie der folgenden (in denen der hyperintelligente Androide und Präsidentschaftskandidat John gerade von einer Wahlkampfveranstaltung fliehen musste) die Pointe genießen oder erkennen, dass sie die darin formulierte Problematik direkt und unausweichlich betrifft?

    "-Ich muss zugeben, es ist schwieriger als ich berechnet hatte-, sagt John.
    -Was genau?-, fragt Aisha.
    -Eine Antwort auf Betrand Russells Frage zu finden.-
    -Wer?-, fragt Tony.
    -Ein toter englischer Philosoph-, sagt Aisha. -Er hat gesagt: Die Frage heute ist, wie man die Menschheit überreden kann, in ihr eigenes Überleben einzuwilligen-"

  6. Cover des Buches Der Schrecksenmeister (ISBN: 9783328107507)
    Walter Moers

    Der Schrecksenmeister

    (1.221)
    Aktuelle Rezension von: Kraszentia

    Der Schrecksenmeister ist ein großartiges Beispiel für Walter Moers' unglaubliche Fantasie und seinen einzigartigen Humor. Die Geschichte von Echo, die aus einem düsteren Schloss fliehen muss, ist spannend, verrückt und voller bizarrer Ideen – typisch Moers.
    Besonders faszinierend ist die Welt der Schrecksen: bizarr, unheimlich und gleichzeitig auf seltsame Weise charmant. Die Figuren sind liebenswert und absurd zugleich, und die Dialoge sprühen vor Witz und Überraschungen. Beim Lesen merkt man, wie geschickt Moers seine grotesken Figuren und Schauplätze miteinander verwebt und so die Neugier auf die weitere Handlung weckt.
    Der Roman ist eine gelungene Mischung aus Humor und fantastischer Weltgestaltung. Für alle Fans von Moers oder bizarrer Fantasy ist Der Schrecksenmeister ein absolutes Muss – ein Buch, das man nicht aus der Hand legen möchte.

  7. Cover des Buches Hummeldumm (ISBN: 9783596512379)
    Tommy Jaud

    Hummeldumm

    (1.491)
    Aktuelle Rezension von: Chiarra

    Eine organisierte Gruppenreise durch Namibia sowie eine gemeinsame Eigentumswohnung soll die Liebe zweier jungen Menschen in ihrem verflixten siebten Jahr krönen. Dies hat Potenzial für eine wahrhaft humorvoll geschriebene Geschichte von Tommy Jaud.

    Doch leider wurde ich enttäuscht: Mag sein, dass ich Glück hatte. Aber auf derart klischeehaft beschriebene Mitreisende bin ich noch auf keiner Reise in geballter Form gestoßen. Dazu war eine Vielzahl an pubertären Verhaltensweisen sowie dem „Dauerschleifenproblem“ mit dem Telefon und Ladekabel fast schon nervtötend. Daher konnte mich das Erzählte nicht wirklich zum Lachen, höchsten einmal hier und da zum Schmunzeln bringen.

    Für mich sind die Bücher von Tommy Jaud entweder Top oder ein Flop. „Der Löwe büllt“ zum Beispiel ist mein unvergessliches Top-Buch des Autors. Bei diesem Buch tendiere ich leider zum Flop. Lediglich das Ende der Geschichte hat mir weitestgehend gefallen, wofür ich den dritten Stern vergebe.

  8. Cover des Buches Der Junge muss an die frische Luft (ISBN: 9783492312394)
    Hape Kerkeling

    Der Junge muss an die frische Luft

    (390)
    Aktuelle Rezension von: SeverusNyssen

    Der Junge muss an die frische Luft“ ist nicht einfach nur eine Autobiografie, sondern eine liebevoll erzählte Erinnerung an die prägenden Jahre des jungen Hape Kerkeling. Von der ersten Seite an nimmt er seine Leser*innen mit in die Welt des Ruhrgebiets der 1970er-Jahre – eine Welt voller Currywurstbuden, Nachbarschaftsleben, rauer, aber herzlicher Menschen und einer Familie, die ebenso Halt wie Bruchstellen bereithält.


    Besonders beeindruckend ist, wie Kerkeling es schafft, kindliche Perspektive und erwachsene Reflexion miteinander zu verweben. Man liest von seiner frühen Begabung für Humor und Imitation, von ersten kleinen Auftritten vor der Familie, und spürt zugleich die Schattenseiten seiner Kindheit: die Depression und den viel zu frühen Tod seiner Mutter, die Leere, die dieses Ereignis hinterlässt, und die Suche nach einem Platz im Leben. Trotz dieser Schwere verliert das Buch nie seinen leichten Ton – es gibt immer wieder Szenen, die zum Schmunzeln bringen, weil sie mit feinem Humor und Selbstironie geschildert sind.


    Das Faszinierende ist, dass Kerkeling weder verklärend noch bitter schreibt. Er blickt ehrlich zurück, ohne zu urteilen. Gerade dadurch entsteht eine Nähe, die berührt: Man fühlt mit dem kleinen Hans-Peter, wenn er in der Enge der Wohnung nach Luft schnappt, aber auch, wenn er durch seine Fantasie ganze Wohnzimmer in Bühnen verwandelt.


    „Der Junge muss an die frische Luft“ ist ein Buch, das zeigt, wie aus Schmerz Kreativität wachsen kann, wie Humor zum Überlebensmittel wird und wie Erinnerungen – so traurig sie auch sein mögen – getragen sind von Liebe und Dankbarkeit. Es ist ein sehr persönliches Werk, das nicht nur Fans von Hape Kerkeling anspricht, sondern alle, die Geschichten über Kindheit, Verlust und die Kraft des Humors schätzen.


  9. Cover des Buches QualityLand 2.0 (QualityLand 2) (ISBN: 9783548064819)
    Marc-Uwe Kling

    QualityLand 2.0 (QualityLand 2)

    (275)
    Aktuelle Rezension von: leseratte_dani

    Peter Arbeitsloser darf nun endlich als Maschinentherapeut arbeiten. Dabei schlägt er sich mit den Beziehungsproblemen von Haushaltsgeräten herum. Kiki Unbekannt versucht währenddessen ihre eigene Vergangenheit aufzuklären, gerät dabei aber ins Fadenkreuz eines seltsamen Killers. Martyn Vorstand möchte stattdessen verzweifelt ein Level aufsteigen, um das Recht auf Vergessen werden nutzen zu dürfen. Aisha Ärztin fragt sich, was aus John of Us wurde, ob es nicht doch eine Lösung für die nervige Klimakrise gibt und wie die Verteidigungs-Algorithmen den Dritten Weltkrieg lostreten konnten.

    Der Schreibstil ist angenehm und bildhaft, wobei er mir im Gegenteil zum ersten Band an einigen Stellen fast zu gestellt witzig war. Neben der Geschichte, die an den ersten Teil anschließt, gibt es zwischendrin auf schwarzen Seiten hervorgehoben Art Werbeanzeigen, Ausschnitte aus Podcasts und andere Kuriositäten aus Qualityland.

    Spannung ist vorhanden, da man nie so richtig weiß, was als nächstes passiert. An manchen Stellen hatte die Geschichte etwas Längen, dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Neben Peter Arbeitsloser trifft man auf viele bereits bekannte Figuren und erfährt mehr über deren Entwicklung.

    Wie schon im ersten Teil ist die Erzählweise eine satirische Dystopie, die dem Leser den Spiegel vorhält, indem gesellschaftlich und auch politisch aktuelle Themen aufgegriffen, aber auf witzige Weise weitergesponnen werden.

    Das Buch regt wie sein Vorgänger zum Nachdenken und zur Reflektion unserer Gesellschaft an. Auch wenn das Buch in meinen Augen nicht ganz mit seinem Vorgänger mithalten kann, kann ich das Buch an jeden empfehlen, der mit Satire umgehen kann und gerne lacht. Man sollte aber den ersten Band kennen, sonst erklären sich nicht alle Situationen.

  10. Cover des Buches The Stranger Times (ISBN: 9783847901570)
    CK McDonnell

    The Stranger Times

    (323)
    Aktuelle Rezension von: Sanne54

    Mit viel Witz, mal trockenem Humor und mal fast schon Klamauk &  schonungslos vorgetragenen Klischees verfolgt man Hannah Willis, die sich nach der Trennung von ihrem äußerst untreuen Ehemann einen Job suchen muss und bei der „Stanger Times“, einem dünnen Nachrichtenblättchen für paranormale Erscheinungen, als stellvertretende Chefredakteurin landet. Und strange sind nicht nur News, sondern auch die Belegschaft, die aber sowohl Hannah als auch man selbst als Leser trotz oder wegen der vielen augenzwinkernden Momente schnell ins Herz schließen kann. Aaronovichs Londoner Reihe wirkt gegenüber McDonnells ebenfalls in England spielender Urban Fantasy fast schon seriös. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt - und ich denke, das ist genau das Ziel dieses Buchs. 

    Tiefgreifendes und ungewöhnliche neue Impulse für den Bereich Fantasy sollte man vielleicht nicht erwarten, aber durchaus eine in sich konsistente parallele Welt mit der die Mitarbeiter der Stranger Times konfrontiert werden. Ich freue mich auf den Folgeband.

  11. Cover des Buches Die Känguru-Offenbarung (Die Känguru-Werke 3) (ISBN: 9783548375137)
    Marc-Uwe Kling

    Die Känguru-Offenbarung (Die Känguru-Werke 3)

    (450)
    Aktuelle Rezension von: MayaB

    Ich habe beim Lesen das ungekürzte Hörbuch gehört, und nachdem ich die ersten beiden Bände teils auch ohne Hörbuch gelesen habe: Das ist auf jeden Fall die richtige Art, diese Bücher zu "konsumieren". Kling arbeitet einfach so sehr mit seiner Stimme und haucht den Texten so viel leben ein, dass lustige Szenen noch lustiger werden, und weniger amüsante Szenen werden amüsant. Ich denke, dass die Geschichte auch ohne Hörbuch vermutlich lesenswert ist, weil ganz viel an dem Humor natürlich auch ohne Stimmen funktioniert, aber es macht einfach einen riesigen unterschied, ob man darüber liest, wie das Känguru und Marc-Uwe versuchen, die Welt zu retten, oder ob man dabei ist, wenn die beiden ihre ganzen Erlebnisse haben.
    Was sich natürlich nicht ändert ist der Inhalt: Systemkritik, viele Witze, Anspielungen auf die echte Welt sowie zahlreiche Bücher und Buchreihen in diesem Band (eins meiner absoluten Highlights, muss ich sagen, fand ich jedes Mal wieder sehr lustig) sind genauso stark wie immer, aber während ich beim Lesen immer eher das Gefühl habe von "ja, kann man mal lesen", bin ich beim Hören wirklich regelmäßig laut am Lachen gewesen und kann mir auch absolut vorstellen, wieder zur Geschichte zurückzukehren (was ich beim Lesen oft eher nicht habe).
    Insofern: Solide Geschichte, die als von Kling gelesenes Hörbuch noch mal einiges an Qualität gewinnt, wenn man mich fragt.

  12. Cover des Buches Die Känguru-Rebellion (Die Känguru-Werke 5) (ISBN: 9783690860208)
    Marc-Uwe Kling

    Die Känguru-Rebellion (Die Känguru-Werke 5)

    (50)
    Aktuelle Rezension von: RaeuberMa2026

    Hörbuch: 

    Mit der Känguru-Rebellion beweist Marc-Uwe Kling einmal mehr sein außergewöhnliches Talent für scharfzüngige Gesellschaftskritik und absurden Humor. Dass er dieses Hörbuch wieder selbst eingesprochen hat, erweist sich als absoluter Glücksgriff für die Ohren, da er die markante Stimme des Beuteltiers und den oft verzweifelten Unterton des Kleinkünstlers in perfekter Harmonie wiedergibt.

    Die Geschichte beginnt gewohnt skurril mit der Rückkehr des Kängurus, das die aktuelle Weltlage trocken als eine Mischung aus vier Fünfteln Kapitalismus und einem Fünftel Imperialismus analysiert. Besonders der Meta-Humor überzeugt in diesem Werk, wenn das Duo über mögliche Buchtitel wie „Doppelt so alt – halb so cool“ philosophiert oder die Ursprünge der Schnapspraline völlig neu erfindet. Marc-Uwe Kling schafft es meisterhaft, komplexe Themen wie soziale Ungleichheit und den Einfluss von künstlicher Intelligenz in messerscharfe Dialoge zu verpacken, ohne dabei den Unterhaltungswert zu verlieren.

    Wortwitze wie die Umdeutung eines Klassikers zu „Der Morgen hat sich in die Welt erbrochen“ sorgen dabei für ein konstantes Schmunzeln während des Hörens. Neben dem Känguru glänzen auch bekannte Nebenfiguren wie Herta, deren Berliner Schnauze und trockene Art für eine vertraute Atmosphäre sorgen. Wer die bisherigen Chroniken geliebt hat, wird auch diese neue Rebellion gegen die Zustände als einen intelligenten und höchst amüsanten Hörgenuss feiern.

    Abschließend lässt sich sagen, dass dieses Hörbuch ein absolutes Muss für alle Fans der Känguru-Saga sowie für Liebhaber von politischem Kabarett und feinsinniger Ironie ist. Wir empfehlen es jedem, der Lust auf kluge Unterhaltung mit einer gesunden Portion Anarchie hat und gern über die Absurditäten unseres Alltags lacht. Ein echtes Highlight, das die volle Punktzahl verdient. 5 Sterne.

  13. Cover des Buches Sean Brummel: Einen Scheiß muss ich (ISBN: 9783596521661)
    Tommy Jaud

    Sean Brummel: Einen Scheiß muss ich

    (261)
    Aktuelle Rezension von: käutzchen

    Eigentlich müsste ich jetzt wie der Autor schreiben: " einen Scheiß muss ich um diese Rezension zu schreiben !" Aber ich mache es trotzdem Mal .. 

    Wie oft denkst man aber wenn gewisse Situationen auf einen zukommen " einen Scheiß muss ich" 

    Und darum geht es genau in diesen Humorvollen Buch das Mann nicht allzu ernst nehmen sollte , aber wie ich finde auch teilweise viele Ratschläge drin stecken wo ein fünkchen Wahrheit steckt ,muss ich annehmen ? Mehr Sport machen ? Eine bucklet list machen ehe ich den Löffel abgebe ? Ein klares Nein von den Autor , man sollte den Muss Monster ( ohhh das kenne ich auch zu genüge, und mag es in manchen Situationen einsperren) auch Mal die Schranken weisen..nicht alles zu ernst nehmen und auch Mal abseits der Norm sein .. gefällt mir , aber leider nicht immer umsetzbar .. 

    Bei jedem Kapitel wird kurz gefasst worum es ging und dann hat man die Möglichkeit seine Unterschrift drunter zu setzten .

    Man sollte schon einen gewissen Humor haben um das Buch zu lesen , wie auch nicht wie man sagt zum lachen im Keller gehen . Jedenfalls fand ich für mich einige Ratschläge gut , die man umsetzen kann oder auch nicht .. 

  14. Cover des Buches Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind (ISBN: 9783328101826)
    Jonas Jonasson

    Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind

    (210)
    Aktuelle Rezension von: baecy

    Das Buch beginnt mit dem typischen Jonasson-Humor, den ich so mag. Leider flacht die Geschichte immer mehr ab, bis sie zum Schluss unspektakulär und fast schon langweilig wird. 

    Der Rezeptionist Per Persson trifft auf die (ehemalige) Pfarrerin Johanna und Mörder-Anders. Die drei beginnen ein Geschäft, wobei sie gegen Bezahlung für andere Menschen "Probleme lösen" - dabei macht ihnen ausgerechnet Mörder-Anders einen Strich durch die Rechnung, als dieser plötzlich religiös wird und sich auf das "Geben" konzentrieren will. 

  15. Cover des Buches Born A Crime: Stories from a South African Childhood (ISBN: 9781473635296)
    Trevor Noah

    Born A Crime: Stories from a South African Childhood

    (51)
    Aktuelle Rezension von: LesenMitHerz

    Für mich definitiv ein Buch das berührt, zum nachdenken anregt und mitfühlen lässt. Gerade, da es nach einer wahren Geschichte erzählt wird. Sehr schön geschrieben, und der Humor kommt dabei auch nicht zu kurz. Ein tolles Buch für alle, die auch ein bisschen über Südafrika und über die Apartheit lernen möchten.

  16. Cover des Buches Gregs Tagebuch 3 - Jetzt reicht's! (ISBN: 9783732508709)
    Jeff Kinney

    Gregs Tagebuch 3 - Jetzt reicht's!

    (370)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Für Greg geht es auch in diesem Band turbulent weiter. Wie kann er das Mädchen aus seienr Klasse, die er schon so lange toll findet, auf sich aufmerksam machen? Mit seinem besten Freund hat er so einige Pläne. Seine Brüder machen ihm aber auch wieder zu schaffen und sein Vater will einen besseren Menschen aus Greg machen. Vielleicht eine Militärschule? Greg muss das verhindern und kommt auf die tollsten, witzigsten und verrücktesten Ideen. Nebenbei muss er noch so einiges in der Schule erledigen und die Gedanken schwirren nur so durch seinen Kopf! Genial und super geeignet auch für lesefaule Jungs ab 10Jahren.


  17. Cover des Buches Du darfst nicht alles glauben, was du denkst (ISBN: 9783462005226)
    Kurt Krömer

    Du darfst nicht alles glauben, was du denkst

    (226)
    Aktuelle Rezension von: crazy_bookgirl

    6⭐️


    Als junger depressiver Mensch, hat mich dieses Buch zu tiefst berührt. An einigen Stellen hat es mich zum Nachdenken an anderen zum Weinen und an wieder anderen zum schmunzeln gebracht. 


    Kurt Krömer hat es geschafft, seine Geschichte mit so viel Gefühl, Tiefe und vor allem Ehrlichkeit zu verpacken, wie ich es selten erlebt habe. Dabei hat er es geschafft einen so fühlen zu lassen, als würde man gerade ein Audio von einem guten Freund anhören- ohne irgendwas zu beschönigen, aber trotzdem Hoffnungsschenkend. 


    Eine ganz große Empfehlung und definitiv ein Jahreshighlight.

  18. Cover des Buches Friends, Lovers and the Big Terrible Thing (ISBN: 9783404060153)
    Matthew Perry

    Friends, Lovers and the Big Terrible Thing

    (108)
    Aktuelle Rezension von: MelB2508

    Matthew Perrys Autobiographie wurde ein Jahr vor seinem Tod veröffentlicht. Lange habe ich mich nicht getraut, sie zu lesen, weil ich Angst vor dem hatte, wie "Chandler" in echt war. Und - das war nicht unberechtigt! 

    Matthew Perry ist teilweise wirklich wie seine Figur Chandler, aber ohne dessen Entwicklung und Reifung und vor allem ohne ein Happy End. 

    Wissend, was mit seinem Leben geschah, nachdem er das Buch geschrieben hatte, ist es natürlich maximal heftig, Sätze zu lesen wie "Ich habe Angst zu sterben" "Ich möchte nicht sterben" oder "Ich suche noch die wahre Liebe und wünsche mir Kinder". All das ist nicht eingetreten, er ist alleine in seinem Whirlpool ertrunken, er ist nicht nüchtern gewesen und nicht drogenfrei. 

    In Matthew Perrys Autobiographie gibt es Stellen, die wirklich sehr Insider-mäßig anmuten. Wir lesen über Castingprozesse, erfahren von Beziehungen und Freundschaften mit anderen berühmten Schauspielern und lesen über seine nicht so glückliche Kindheit und den märchenhaften Reichtum, den er durch Friends erworben hat. Gleichzeitig aber lesen wir auch von den tiefsten Tiefpunkten, von Operationen, Narben, Drogen, von Weinkrämpfen und Einsamkeit, von Verzweiflung und immer wieder von versuchten Entzügen, die entweder fehlschlugen oder später dann doch von den unvermeidlichen Rückfällen. Und das ist auch mein Kritikpunkt. Ich weiß, das Buch ist ehrlich und das honoriere ich auch. Aber es ist keine "schöne" Lektüre. Fernab von anderen Büchern von Menschen, die an einer Sucht litten und diese besiegt haben, wiederholen sich die Rückschläge wieder und wieder, was das Lesen wahnsinnig frustrierend und ein bisschen repetitiv macht. Auch die Selbstreflexion, die der Autor eindeutig hat, bringt ihm nichts und so war ich am Ende des Buches ausgelaugt und frustriert - und ehrlich gesagt, auch wütend. Ein Mensch, der so viel Geld verdient hat - obszön viel Geld! - damit, dass er in einer Fernsehserie mitgespielt hat, der immer nur tiefer sinkt und wieder und wieder die gleichen oder ähnliche Fehler macht, der macht mich am Ende des Buches einfach nur wütend. Er hatte alle Chancen und Möglichkeiten und er war nicht dumm, er wusste, was sein Verhalten bei ihm, seinem Körper, aber auch bei anderen Menschen, die ihm nahe stehen, auslösen würde - und trotzdem tat er es! Das ist etwas, was meinem eigenen Charakter so sehr entgegen steht, dass es mir einfach nicht möglich ist, entspannt damit zu sein. Und auch, wenn ich ein bisschen traurig bin, darüber, wie Matthew Perry gestorben ist und auch darüber, dass seine Wünsche nicht in Erfüllung gegangen sind, kann ich nicht tief mit ihm mit empfinden. 

    Das Buch kann ich auch nur eingeschränkt empfehlen, da es meiner Meinung nach einfach teilweise zu heftig geraten ist. 

  19. Cover des Buches Fuck the Möhrchen (ISBN: 9783746629834)
    Barbara Ruscher

    Fuck the Möhrchen

    (93)
    Aktuelle Rezension von: Alexa-Tim

    Man darf dieses Buch nicht zu ernst nehmen. Häufig finde ich die Aussagen/Witze etwas zu extrem/zu sexuell und das ständig. Oder es geht um die Beziehungsprobleme der Eltern, was extrem nervig war. Ich habe gehofft, dass es ein Buch ist, wo das Baby über sein Alltag lustig erzählt. Aber stattdessen redet es mit Tedydy über Sado-Maso, Brustvergrößerung, Politik, irgendwelche Prominente. Das war mir definitiv zu viel und so gar nicht nach meiner Vorstellung.

    Ich kam nicht mit dem Schreibstil zurecht und auch nicht mit diesem Humor. Ich habe manche Passagen meinen Mann gezeigt, der genauso wenig begeistert war wie ich. Auch er hätte sich darunter etwas besseres vorgestellt.
    Auch das mit den schwulen Teddybären finde ich nicht wirklich toll. Er ist ja nur platonisch mit Mia, dem Baby, befreundet, denn er sei ja schwul und starrt den Hintern vom Pfleger an. Oder diesen Sado-Maso Witz vom Teddy, weil Mia in einer Babyschale "gefesselt" wird. Ganz und gar nicht mein Fall gewesen.

    Ich fand es für mich persönlich schrecklich geschrieben. Ich mochte kein einzigen Protagonisten darin. Nicht einmal das Baby. Es waren mir zu viele anzügliche Witze darin vorhanden. Die zum Babysein überhaupt nicht gepasst haben.

    Ich habe schlussendlich dieses Buch abgebrochen.

  20. Cover des Buches Er ist wieder da (ISBN: 9783838777146)
    Timur Vermes

    Er ist wieder da

    (299)
    Aktuelle Rezension von: Joroka

    Nach einem ersten Schreckmoment und der Befürchtung, einen völligen Fehlgriff getätigt zu haben, fand ich bald großen Gefallen an dieser ungewöhnlichen Produktion. Zunächst schlich sich auch der - nicht ganz unbegründete – Gedanke: Darf man das? - bei mir an. Doch warum auch immer, waren die Zweifel schon bald weggewischt und das Lachen kam ungewöhnlich häufig und überfallartig.

    Im Jahr 2011, nach 66 Jahren also, wacht der ehemalige Führer des Deutschen Reiches mitten in Berlin auf und muss sich erst einmal in der ihm fremd gewordenen Stadt orientieren. Ein Kioskbesitzer nimmt sich seiner an und vermutet einen Schauspieler hinter seiner ungewöhnlichen Erscheinung. Auch die meisten anderen Menschen, denen er begegnet, nehmen ihm natürlich nicht ab, dass er tatsächlich der ist, der er zu sein vorgibt. Auf diese umfassende und so authentisch wirkende Rollenintegrität werden auch die Medien aufmerksam und Herr Hitler landet letztendlich im Fernsehen, wo er sein Wort an das deutsche „Fernseh“-Volk richten kann. Die Massen sind begeistert......


    Das ist nun wahrlich eine nicht gerade leichtverdauliche Wiederauferstehung, die wir das vorgesetzt bekommen. Natürlich sind damit ja einige überaus heikle Themen der deutschen Geschichte verbunden, die auch im Handlungsverlauf nicht ausgeklammert bleiben. Darf man sich darüber lustig machen? Diese Frage begleitete mich durch das komplette Werk und kann von mir letztgültig nicht klar beantwortet werden. Die Figur nimmt auch kaum ein Blatt vor den Mund. So wird die Geschichte zu einer Gratwanderung am sogenannten „guten Geschmack“. Doch für mich kommt es bis zum Ende nicht zum befürchteten Absturz. Versöhnlich stimmt dann wiederum auch, dass die Partei der 'Nachfolger' des besagten Herrn von ihm höchstpersönlich ganz schön ihr Fett abbekommen. Und weitere reale politische Personen haben ihren Auftritt. Ob diesbezüglich Klagen eingereicht wurden?

    Ein Werk zwischen Satire, Medien- und Gesellschaftskritik; eine Anregung für alle freiheitsliebende Menschen, sich an die eigene Nase zu fassen. So kommt fast etwas wie Sympathie für die Figur, die Timur Vermes zeichnet auf. Das könnte der eigentlich größte Schockmoment für viele sein.

    Es handelt sich um eine bearbeitete (gekürzte?) Fassung auf 6 CDs mit fast 7 Stunden Hörvergnügen. Sprecher: Christoph Maria Herbst. Die möglichen Kürzungen sind mir nicht negativ aufgefallen.

    Wie Christoph M. Herbst dass nur durchhält! Man hat tatsächlich oft den Eindruck, den Führer im Original zu hören. Und Herbst spricht ja auch sämtliche andere Rollen, mit deutlichen Unterscheidungsmerkmalen in den Stimmen. Eine ganz herausragende Leistung.

    Fazit: Auf sein Art ein großartiges Werk und die Stimme von Christoph M. Herbst als absoluter Bonus. Empfehle das Werk als Hörbuchversion.


  21. Cover des Buches Achtung Baby! (ISBN: 9783462045765)
    Michael Mittermeier

    Achtung Baby!

    (330)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Michl Mittermeiers "Gedanken" zu Kinderlosigkeit, verändertem Essverhalten bei Schwangeren und Zeugungsvorschlägen aus der näheren Umgebung, alles "humorvoll" unterlegt mit Verweisen auf Zombiefilme, Ghostbusters usw. Des wos a Schmarrn. Alles komplett unlustig und unlesbar, fürchterlich!

  22. Cover des Buches Gregs Tagebuch 2 - Gibt's Probleme? (Disney+ Sonderausgabe) (ISBN: 9783833907791)
    Jeff Kinney

    Gregs Tagebuch 2 - Gibt's Probleme? (Disney+ Sonderausgabe)

    (428)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Die Sommerferien waren für Greg nicht besonders prickelnd und deshalb ist er ganz froh, dass die Schule wieder los geht. Das tolle neue Mädchen, dass er schon mit einer peinlichen Aktion auf der Rollschuhbahn getroffen hat, ist auch noch in seiner Klasse. Er muss sie erobern. Sein Bruder Rodrick weiß von den Peinlichkeiten und Greg befürchtet, dass alles ans Licht kommt. Rodrick möchte an einem Talentwettbewerb teilnehmen, aber durch eine Aktion mit Greg bekommen beide Hausarrest und Verbot aufzutreten. Was kann man jetzt noch machen? Greg grübelt Ein weiterer witziger, spannender und einfach genialer Band der Greg Reihe. Mit den tollen Bildern macht es einfach noch mehr Spaß. Ab 9 Jahren und auch als Hörbuch erhältlich.

  23. Cover des Buches Gregs Tagebuch 1 - Von Idioten umzingelt! (Disney+ Sonderausgabe) (ISBN: 9783833907302)
    Jeff Kinney

    Gregs Tagebuch 1 - Von Idioten umzingelt! (Disney+ Sonderausgabe)

    (790)
    Aktuelle Rezension von: Icedragon

    Gregs Tagebuch kennt wahrscheinlich jeder - Greg hat von seiner Mutter ein Tagebuch bekommen und schreibt nun fleiß0ig auf, was ihn im Laufe des Jahres so beschäftigt. Hauptsächlich ist das sein Freund Rupert, die Schule und seine Familie. Die einzelnen Abschnitte sind mit comicartigen Illustrationen aufgelockert und lesen sich gut. Der Text ist nicht lang und man kommt gut durch, was wohl der Zielgruppe zu Gute kommt. Auch faule Leser fühlen sich bestimmt angesprochen.

    Das Buch hat durchaus Witz, wobei Greg seine Umwelt ziemlich einseitig sieht - es sind nämlich alle gegen ihn. Was in seinem Alter nicht untypisch als Einstellung ist, ist doch manchmal anstrengend. Aber wie gesagt, ich bin auch nicht die Zielgruppe und finde es in Ordnung.

  24. Cover des Buches Miss Blackpool (ISBN: 9783462049077)
    Nick Hornby

    Miss Blackpool

    (98)
    Aktuelle Rezension von: wandablue

    Eigentlich ist „Miss Blackpool“ eine recht intelligent geschriebene Darstellung des Schauspielermilieus, einschließlich dessen, wie es so läuft im ShowBiz, wenn man hinter die Kulissen blickt, wo die Regisseure, Autoren und Produzenten hocken. Es handelt sich darum, wie man Stücke schreibt und hofft, dass sie erfolgreich werden. Und es geht auch darum, wie man sich verändert, wenn man erfolgreich wurde.
    Allerdings wird das in Frage stehende Stück "Barbara (and Jim)" in aller Ausführlichkeit vorgestellt und das ist das "uneigentlich": es interessiert mich nicht. Schauplatz ist London.
    Die Charaktere in „Miss Blackpool“, die Geschichte, von einer, die aus Blackpool auszog, um berühmt zu werden, sind viel weniger glamourös als man sich so vorstellt, aber auch viel authentischer. Wertvoll ist, dass der Roman nicht auf dem roten Teppich endet, wenn man es geschafft hat, sondern auch einen Blick auf die alternden Darsteller wirft. Auch Zeitenwandel wird nebenbei thematisiert, weil man "damals" noch nicht offen über Sexualität schreiben durfte, und offizell Unverheirate gar keinen hatten (haha)- und über Schwule durfte man sowie so nicht öffentlich reden. Deshalb gibt es auch einen Autoren im Buch, der ein Büch über homosexuelle Liebe schreibt;das ist einer der besseren Parts im Roman.

    Fazit: Soweit ok. 

    Kategorie: Gute Unterhaltung
    KiWi, 2014


     

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks