Bücher mit dem Tag "coming-of-age"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "coming-of-age" gekennzeichnet haben.

484 Bücher

  1. Cover des Buches DARK LOVE - Dich darf ich nicht lieben (ISBN: 9783453270633)
    Estelle Maskame

    DARK LOVE - Dich darf ich nicht lieben

     (1.148)
    Aktuelle Rezension von: shinyJulie

    Eden muss den Sommer bei ihrem Vater in L.A. verbringen und trifft dort auf ihren Stiefbruder Tyler. Eigentlich versteht sie sich überhaupt nicht mit ihm, aber von ihm fernhalten kann sie sich trotzdem nicht.

    .

    Eden ist als Hauptcharakter sehr sympathisch und schafft es sehr schnell, einen in ihre Welt zu ziehen. Im Gegensatz dazu ist Tyler eher ein Problemkind, umso spannender ist es, die Gründe für sein Verhalten zu erfahren. Auch der bereits bestehende Freundeskreis, in den Eden integriert wird, ist toll dargestellt. Obwohl es recht viele Personen sind, werden trotzdem alle sehr unterschiedlich beschrieben. L.A. als Handlungsort ist wirklich toll geschrieben, man bekommt sofort Lust, die Stadt einmal selbst zu erkunden. Auch wenn gerade bei der Handlung sehr viele Klischees eingesetzt werden, wirkt die Geschichte nicht billig, sondern es gibt genügend Punkte, die nicht ein bloßes Abziehbildchen sind. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und passt sich auch gut Edens Alter an. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterlesen.

  2. Cover des Buches Tschick (ISBN: 9783499256356)
    Wolfgang Herrndorf

    Tschick

     (2.779)
    Aktuelle Rezension von: Lesemoni

    So schnell hatte ich noch nie ein Buch ausgelesen, ein absoluter Pageturner. Ich liebe diese witzige Sprache, Herrndorf kann es einfach.
    Man ist sofort in der Szene, muss sich nicht erst einfinden, mich hat das Buch sofort gepackt - auch in die Hauptfigur kann man sich sehr gut einfühlen und die Welt durch seine Augen sehen.

  3. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596196159)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (5.750)
    Aktuelle Rezension von: itwt69

    Gute acht Jahre, nachdem mich "Marina" bitter enttäuschte, hat mich der Friedhof der vergessen Bücher doch noch in seinen Bann gezogen - zum Glück. Eine unheimliche Schauergeschichte mit sehr überzeugenden Charakteren geht etwas langsam los, wird aber immer mehr zu einem packenden Thriller, der in einem Finale furioso gipfelt. Insbesondere der wortgewandte Fermin hat es mir sehr angetan. 4,5 🌟

  4. Cover des Buches Eine wie Alaska (ISBN: 9783446246676)
    John Green

    Eine wie Alaska

     (2.461)
    Aktuelle Rezension von: LovelyPinkCloud

    Habe mich manchmal dabei erwischt, wie mir Tränen geflossen sind beim lesen!

    Wie man es nicht anders von John Green kennt ist auch dieses hier ein Buch, dass sehr tiefgründig ist und einem zum nachdenken anregt. Habe wirklich mit den Figuren geweint und geschmunzelt. So ein hartes Thema wie Suizid in einem Jugendbuch altersgerecht zu behandeln ist wenn man mich fragt eine Kunst für sich, aber es ist hier super gelungen.


    Mir gefiel es wie alle Charaktere ihre eigene Persönlichkeit haben und Gedichte von Lyrikern gezeigt werden.

    Was mir nicht gefiel war dass es manchmal unnötig dramatisch war.

    Insgesamt ist es ein klasse Buch dass ich immer wieder lesen werde!




  5. Cover des Buches Die Farbe von Milch (ISBN: 9783961610006)
    Nell Leyshon

    Die Farbe von Milch

     (339)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Mir gefiel die Geschichte an sich, allerdings hat mich der Schreibstil massiv gestört. Die fast 15-jährige, bildungsarme und dennoch charakterstarke Protagonistin Mary schreibt diese Geschichte- ihre Geschichte. Sie schreibt in einfachen Sätzen mit schwachem Ausdruck, ohne korrekte Zeichensetzung und mit Rechtschreibfehlern. Dieser Umstand hat mich sehr in meinen Lesefluss gestört. Ich verstehe, dass die Autorin diese Art des Erzählens gewählt hat, allerdings fühlte ich mich durch die Eintönigkeit der Sprache schnell gelangweilt.

  6. Cover des Buches Eleanor & Park (ISBN: 9783423626392)
    Rainbow Rowell

    Eleanor & Park

     (1.135)
    Aktuelle Rezension von: Sophie_book_lover

    Hey!!

    "Eleanor and Park" von Rainbow Rowell ist bestimmt eines der süßesten Bücher, die ich seit langem gelesen habe! 

    Genauso mag ich eine Romanze in Büchern! Sie soll langsam und behutsam entstehen, mit  richtigen Bindungen, Spaß und Unabhängigkeit. 


    Diese Teenage-Liebesgeschichte hat mich einfach verzaubert, besonders weil sie sich so unglaublich real angefühlt hat! Denn natürlich ist man unsicher oder streitet manchmal...


    ACHTUNG SPOILER!!

    Am Ende habe ich wortwörtlich "Rotz und Wasser" geheult! Ihre Geschichte hat mich von Anfang an emotional komplett mitgenommen und ich weiß, dass viele mit dem Ende unzufrieden sind, aber meiner Meinung nach, ist das unbegründet. Wie hat Rainbow Rowell so schön gesagt? 16-year olds don't get Happy Endings, they get beginnings."

    Ich bin mir zumindest ganz sicher, dass es Hoffnung für die beiden gibt! Ich finde Eleanor hätte sich schon viel früher melden sollen, aber hey! Besser spät, als nie. Ich werde wohl niemals damit aufhören mich zu fragen, was die drei kleinen Worte auf der Karte sind...


    Ganz liebe Grüße, Sophie! @book_lover080808

  7. Cover des Buches Der Trafikant (ISBN: 9783036959092)
    Robert Seethaler

    Der Trafikant

     (410)
    Aktuelle Rezension von: YvetteH

    Die Geschichte an sich ist gar nicht so schlecht. Eine Zeit, als die Nazis immer mehr in den Fokus geraten, eine interessante Bekanntschaft mit Freud, aber der Hauptprotagonist ist so farblos und naiv...

    Meine Schwester hat mir das Buch empfohlen, aber leider überhaupt nicht meinen Geschmack getroffen. Die Story zieht sich in die Länge und ich weiß echt nicht, was viele an Seethaler so toll finden. Sein Schreibstil ist eher mäßig.

    Mein Fazit:

    Keine schlechte Story, aber viel zu viele Längen, die das Lesen beschwerlich machen. Kann man lesen, ist aber definitiv kein Muss!

  8. Cover des Buches Will & Will (ISBN: 9783570161036)
    John Green

    Will & Will

     (530)
    Aktuelle Rezension von: Buechersmartiii

    Will Grayson, 17 Jahre alt, wohnhaft in Chicago, Probleme im großen, allumfassenden Bereich Liebe. Und diese Person gibt es doppelt. Zumindest diese oberflächlichen Beschreibungen. Sonst sind die beiden Jungs von Grund auf unterschiedlich. Kennenlernen tun sich die beiden erst kurz vor der Hälfte des Buches.

    Beide Wills müssen erst aus ihrem inneren Versteck hinauskommen und machen somit in diesem Buch eine große Wandlung durch. Beide  brauchen jemanden, der sie einmal kräftig in den Arm nimmt und einfach festhält - sie haben nämlich schon lange aufgehört Schwäche zu zeigen & zuzugeben.

    Ich nenne sie jetzt mal Will1 und Will2. Will1 ist der mit Jane und Will2 der mit Isaac.

    Will1 ist innerlich sehr witzig, aber auch eine Dramaqueen, doch er versteckt sich immer hinter einer coolen Fassade und seinen Regeln. Somit checkt er erst auch gar nichts von seiner Liebe, die anfangs auch irgendwie einem kompliziertem System folgt. Zu Beginn ist er generell allem eher negativ gegenübergestellt. Er kommt einfach nicht aus sich heraus, aber im Laufe des Buches ändert es sich - wie sagt man so schön: Liebe ändert alles!

    Will2 ist meiner Meinung nach etwas spezieller (und das heißt viel, denn Will1 ist auch - individuell!). Er hat Depressionen, daher ist in den Kapiteln aus seiner Sicht eine eher düstere und negative Atmosphäre zu spüren. Nur Isaac und das, was sich daraus ergibt, sind ein Lichtblick für ihn, bis er seine 'Wandlung' durchmacht. 

    Will2s Kapitel sind alle durchgängig in kleiner Schrift geschrieben, daran gewöhnt man sich aber schnell. Dialoge in seinen Kapiteln sind außerdem in Interviewform geschrieben. All das machen seine Kapitel etwas unübersichtlicher zu lesen. 

    Es gibt immer ein Kapitel aus Will1s Sicht und dann abwechselnd eins aus Will2s.

    Fazit: Mit den beiden Charakteren muss man erstmal warmwerden, mit Will1 geht es etwas schneller.

    Es gibt 4 von Anfang an wirklich relevante Nebencharaktere:

    Tiny ist einfach toll! Er tut alles für seine Freunde ohne sich dabei selbst aufzugeben. Er ist einfach komplett extrovertiert, witzig, schließt schnell neue Freundschaften und ist ein guter Tröster. Er will die Welt verändern und kann das mit seinen Ideen auch schaffen. Außerdem ist er laut Will1 der ' schwulste und größte Mensch, denn es auf der Welt gibt.' 

    Jane mag ich total. Sie hat Grips, Humor und versteht Dinge einfach.

    Isaac ist kitschig, aber er schreibt und spricht schön.

     Maura mag ich nicht. Punkt. Aus. Mehr will ich hier nicht spoilern.


    Der Höhepunkt des Buches ist das Musical von Tiny über die Liebe, wobei alles sein Ende findet und es war einfach toll!!!

    Das Buch ist teilweise auch ein LGBTQ+ Buch und es zeigt in ein paar Nebenhandlungen noch Reaktionen auf das Comingout von Will2.

    Der Schreibstil war so gefühlvoll, dass sich mir ab und zu eine Träne in den Augenwinkel schlich oder ich breit grinsen musste.

    Fazit: Zwei unvorhersehbare Lovestorys - gefühlvoller Schreibstil, wunderschöner Plot; alles in allem ein Meisterwerk!

    Es gibt zwar einige negativere Rezensionen, aber von mir gibt es definitiv eine Buchempfehlung!

  9. Cover des Buches Fangirl (ISBN: 9783446257009)
    Rainbow Rowell

    Fangirl

     (270)
    Aktuelle Rezension von: Bookstar

    Auf YouTube wurde dieses Buch in den Himmel gelobt, also musste ich es auch mal lesen. 

    Es geht um Cath Avery. Cath liebt Simon Snow (das ist Harry Potter mit mehr angedeutetem Drarry) und schreibt begeistert Fanfiction, meistens gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Wrenn. Bis die Beiden aufs College kommen und Wrenn sich von Simon Snow abwendet. Für Cath nicht nachvollziehbar. Doch sie muss sich nun ihren eigenen Problemen widmen: Sie macht Erfahrungen mit der Liebe, muss sich um ihren Vater kümmern und in Kreatives Schreiben schafft sie es nicht, von der Fanfiction wegzukommen und eigene Welten zu erschaffen. 

    Kurz gesagt, es geht ums Erwachsenenwerden. So richtig kann man das bei Cath aber nicht wirklich nachvollziehen, denn meistens verhält sie sich naiv und mal ganz im Ernst: Nicht einmal der größte Fanfiction-Fan ever würde jemals eine Fanfiction als Aufsatz bei seiner College-Professorin aufgeben, wenn es nicht die Aufgabe ist und dann bei Kritik gleich rumheulen ("Es ist meine Geschichte" Aber nicht deine Charaktere, gurl" - Sincerly, ein Fanfictionschreiber) ! 

    Generell ist Cath das größte Problem, das ich mit diesem Buch habe. Wenn es um die Probleme mit ihrer Mutter geht, kann ich ihre Handlungen und Gefühle zwar sehr gut nachvollziehen und verstehe sie da auch, aber ansonsten finde ich sie ziemlich unsympathisch, weil sie andere Menschen sehr schnell verurteilt und Wrenn ständig beansprucht. Wrenn tut zwar ziemlich dumme Sachen, aber es ist unfair von Cath zu verlangen, dass Wrenn tut, was sie für sie will. 

    Die Idee, Ausschnitte aus Harry P-ich meine Simon Snow am Ende jedes Kapitels einzubauen sowie den fiktiven Wikipedia-Artikel am Anfang des Buches, finde ich sehr gut, weil es einen Einblick in die Welt von Simon gibt. Caths Fanfiction, die an manchen Stellen direkt ins Kapitel reingeklatscht ist, hab ich jedoch, wenn sie mehrere Seiten geht, immer übersprungen, weil ganz im Ernst, es ist mir ziemlich egal, was Cath schreibt, weil das ein ziemlicher Nervfaktor ist. Ansonsten ist das Buch gut: Cath verliebt sich, muss sich um ihren alleinerziehenden, bipolaren Vater kümmern und sich mit ihrer Mutter auseinandersetzen, die ihre Familie verlassen hat. Das Grundproblem ist und bleibt Cath. Ich fand sie einfach furchtbar unsympathisch und hätte mir am Ende mehr Entwicklung bei ihr gewünscht. Es gibt zwar etwas Entwicklung, aber meiner Meinung nach sieht sie nie ein, dass sie manchmal auch die Entscheidung anderer akzeptieren muss.

  10. Cover des Buches Splitterherz (ISBN: 9783839001424)
    Bettina Belitz

    Splitterherz

     (1.736)
    Aktuelle Rezension von: Morgenstern

    Die vollständige Rezension findet ihr unter:
    https://www.emilialynnmorgenstern.de/rezensionen-zu-autoren-mit-b/#Splitterherz

  11. Cover des Buches So wie die Hoffnung lebt (ISBN: 9783426519059)
    Susanna Ernst

    So wie die Hoffnung lebt

     (251)
    Aktuelle Rezension von: Hopeandlive

    Katie und Jonah lernen sich im Waisenhaus kennen, nachdem beide einen schweren Schicksalsschlag erlebt haben, den die zarten Kinderseelen nicht unbeschadet überstehen. Katie hört auf zu sprechen und niemandem gelingt es zu ihr durchzudringen. Jonah will sich nicht einordnen in den Unterricht und weigert sich im Kunstunterricht das zu malen, was alle malen. Er malt alleine und findet damit seine Sprache. Katie beobachtet ihn und fühlt sich zu diesem Jungen und seinen Bildern hingezogen. Jonah schafft es durch sein Einfühlungsvermögen und seinem außergewöhnlichen Talent für die Malerei Katie wieder zum Sprechen zu bringen und zwischen den beiden Kindern beginnt eine tiefe Freundschaft zu wachsen, die sich in der Vorpubertät in eine zarte Liebe verwandelt.

    Doch dann gehen die Wege der beiden auseinander und Jonah, der nie aufgehört hat, Katie zu lieben und in ganz Europa zu suchen, findet sie schließlich. Doch Katie ist verheiratet und  gefangen in einem goldenen Käfig. Ihr Mann ist manisch-depressiv und hochgefährlich. 

    Wieder beginnen die beiden über die Malerei zu kommunizieren und gemeinsam nach einem Fluchtweg zu suchen. Wird es ihnen gelingen?

    Susanna Ernst ist ein ganz wunderbar gefühlvoller Liebesroman gelungen, der es auch an der nötigen Spannung gerade zum Ende hin, nicht fehlen lässt. 

    Lesenswert!

  12. Cover des Buches Der Distelfink (ISBN: 9783442473601)
    Donna Tartt

    Der Distelfink

     (464)
    Aktuelle Rezension von: claudiaZ

    Donna Tartt ist eine bemerkenswerte Schriftstellerin, beim Schreiben lässt sie sich Zeit. So alle zehn Jahre erscheint ein neues Werk von ihr. Seit Ihrem ersten Buch warte ich geduldig auf die Erscheinung des nächsten. 

    Der Distelfink stand demzufolge schon lange in meinem Buchregal. Es haben mich nicht die 1.000 Seiten abgehalten, sondern vielmehr das Wissen, dass mir die Handlung aufgrund der Erzählkunst bzw. des Schreibstils sehr nahe gehen wird. Und tatsächlich die Handlung ist für mich teilweise sehr erschütternd gewesen. Theo ist 13 Jahre alt und verliert während eines Terroranschlags in einem Museum seine Mutter. Von solchen Ereignissen erfahren wir üblicherweise als Momentaufnahme in den Breaking News der Medien. Donna Tartt beschreibt aus der Sicht Theos dieses einschneidende Erlebnis und die Auswirkungen auf sein weiteres Leben. Die Maßstäbe für richtig und falsch haben sich für ihn verschoben, Erwachsene dringen zu ihm in seiner unermesslichen Trauer nicht durch. Gleichzeitig ist er auf die Entscheidungen und das Verhalten der Erwachsenen angewiesen, da diese bis zur Volljährigkeit sein Leben bestimmen können, zum Beispiel ihn an einen anderen Ort verfrachten können. Die Freundschaft zu Boris ist ebenfalls vor diesem Hintergrund zu sehen. Beide sind sich selbst überlassen, können sich auf die Erwachsenen ihres Umfeldes nicht verlassen und begeben sich auf einen selbstzerstörerischen Weg. Dieser wird durch ein weiteres Ereignis jäh unterbrochen und das Leben von Theo nimmt erneut eine Wendung. 


  13. Cover des Buches Hard Land (ISBN: 9783257071481)
    Benedict Wells

    Hard Land

     (274)
    Aktuelle Rezension von: Christina_Unrau

    Benedict Wells hat mit "Hard Land" einen Coming-of-Age-Roman geschrieben, der sich angenehm und flüssig lesen lässt. Es gibt immer wieder humorvolle Szenen und die Atmosphäre der 80er Jahre wird sehr gut vermittelt. Der Plot hält im Grunde keine großen Überraschungen parat, da man als LeserIn von Anfang an weiß, welche zwei grundlegenden Ereignisse in dem beschriebenen Sommer geschehen. Trotz dessen ist das Buch spannend zu lesen, denn Sams Erfahrungen werden authentisch beschrieben. Dieser eine, lebensverändernde Sommer des Protagonisten lässt den/die LeserIn an eine Zeit zurück denken, die ihn oder sie selbst stark geprägt hat - sei es ebenfalls ein bestimmter Sommer oder ein spezielles Lebensjahr. Zudem ist Freundschaft ein zentrales Thema und die Charaktere werden vielseitig und sehr sympathisch dargestellt. Schade ist allerdings, dass einige Emotionen (meines Erachtens nach) nicht so ergreifend rübergebracht werden - insbesondere im Mittelteil -, wie es für diese Geschichte wünschenswert gewesen wäre. Vor allem, da diese Emotionen sehr wichtig für den Roman sind und ihn eigentlich ausmachen. Dafür sind zum Ende hin ein paar durchaus gefühlvollere und rührende Passagen vorhanden. Alles in allem ein schöner Roman über das Erwachsenwerden, dem es aber leider etwas an Tiefgang fehlt.

  14. Cover des Buches Der Goldene Kompass (ISBN: 9783551583406)
    Philip Pullman

    Der Goldene Kompass

     (1.499)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    Lyra Belacqua führt ein unbeschwertes, wildes Leben bei den Gelehrten des Jordan College in Oxford. Immer an ihrer Seite ist Pantalaimon, ihr Tierdæmon. Doch mit der Ankunft von Lyras Onkel, dem düsteren Lord Asriel, beginnt für sie ein gefährliches Abenteuer. Denn es gibt geheime Pläne, die Lyras Welt ins Chaos stürzen: Es geht um gestohlene Kinder und verlorene Dæmonen, um Hexenclans und kämpfende Eisbären – und um eine rätselhafte, weltenverändernde Substanz namens Staub … (Klappentext Band 1 - der goldene Kompass)


    Eine wirklich wunderbare Trilogie, die jedoch trotz der jungen Protagonistin nicht unbedingt für kleine Kinder geeignet ist.

    Der Schreibstil ist zwar flüssig und leicht verständlich, doch je weiter die Handlung voranschreitet und sich verstrickt, desto düsterer und teils auch brutaler wird die Geschichte.

    Der Anfang ist noch unbeschwert, denn Lyra führt ein solches Leben. Die Stadt, die ihrem Pendant in unserer Welt so ähnlich ist, scheint ihr zu Füßen zu liegen. Finstere Gerüchte über verschwundene Kinder gelangen auch an ihre Ohren, doch sie macht sich darum keine Sorgen. Bis eines Tages ihr bester Freund wie vom Erdboden verschluckt ist.

    Damit beginnt für sie eine Reise, die so viel größer wird, als sie erwartet hatte. Die halbe Welt durchquert sie auf der Suche nach ihm, doch auch sie wird verfolgt. Denn sie scheint in einem größeren Plan eine wichtige Rolle zu spielen, von der sie noch nichts weiß. Einige wollen, dass sie ihre Rolle einnimmt. Andere wollen das um jeden Preis vermeiden. Es bleibt ihr nur die Flucht in eine andere Welt, doch damit ist die Geschichte noch lange nicht vorbei.

    Eine rasante Geschichte. Die Seiten fliegen nur so dahin und ehe man es sich versieht, sind die drei Bände durchgelesen.

    Allerdings gab es auch hier Dinge, die mich gestört haben.

    Der Anfang ans ich hat sich ziemlich in die Länge gezogen und ich fand es für mich wirklich schwierig bei der Sache zu bleiben. Außerdem wird so gut wie nichts erklärt und wir Lesenden müssen uns die Welt, wie sie ist, selbst zusammenschustern, nur um mehrere Kapitel später noch ein Bröckchen Information zu bekommen, die alles nichtig macht.

    Im zweiten Band ist das schon deutlich besser, hier kommen allerdings mehrere neue Sichten dazu, die mich anfangs eher verwirrt haben. Natürlich haben diese sich irgendwann verflochten, doch das geschieht teils erst im letzten Band der Reihe.

    Alles in allem fand ich die Trilogie, trotz ein paar kleinerer Schwächen, sehr gut und empfehle sie gerne weiter. Jedoch definitiv nicht an Kinder, obwohl sie vom Verlag als Kinderbücher deklariert werden.

  15. Cover des Buches Die Geisha (ISBN: 9783442735228)
    Arthur Golden

    Die Geisha

     (2.907)
    Aktuelle Rezension von: MagicWitchyBookworld

    1929

    Chiyo und ihre ältere Schwester Satsu leben in einem kleinen Fischerdorf unter armen Verhältnissen. Ihr Vater verkauft sie nach Kyoto und während Chiyo in der Okiya aufgenommen wird, wird Satsu zur Prostitution gezwungen.

    Die Geisha des Hauses, Hatsumomo, spinnt immer wieder Intrigen gegen Chiyo, weshalb ihre Schulden immer weiter wachsen. Die Summe ist so hoch, dass sie es im Leben nie abarbeiten könnte.

    Doch ihr Leben wendet sich, als die Geisha Mameha Chiyo unter ihre Fittiche nimmt und sie ausbildet. Dabei hat Chiyo nur ein Ziel: Den Direktor wieder sehen, den sie als Kind getroffen hat.

    Ich habe zuerst den Film „Die Geisha“ gesehen, die bunten Farben, Kostüme und Bilder. Der Film hat mich einfach nur gepackt und die Musik dazu ging unter die Haut. Ich habe im Abspann dann gesehen, dass der Film auf dem Buch basiert und musste es einfach lesen.

    Das Leben einer Geisha wird in diesem Buch gut beleuchtet. Bestes Beispiel ist eben die Aufklärung darüber, dass eine Geisha eine Künstlerin ist und keine Prostituierte. Doch ist auch hier ein wenig Fiktion mit eingeflossen, wie der Teil mit der Mizuage (Entjungferung).

    Mizuage (jap. 水揚げ) ist eine der Zeremonien, die den Aufstieg einer Maiko zur Geisha symbolisiert. Anders als in dem Film „Die Geisha“ angedeutet, und im Unterschied zu einer nicht Geishas betreffenden früheren japanischen Praxis, handelt es sich nicht um einen sexuellen Akt.

    Die Maiko ändert fünfmal ihre Frisur, um die Schritte zu symbolisieren, die sie auf dem Weg zum Status einer Geiko vollzieht. Bei der Mizuage wird der obere Haarknoten symbolisch aufgeschnitten, um den Übergang vom Mädchen zur jungen Frau zu kennzeichnen. Danach trägt die Maiko eine erwachsenere Frisur. Die veränderte Frisur bedeutete, dass die Maiko in die letzte Phase ihrer Laufbahn als Maiko eingetreten war. Für die Stammkunden war es das Zeichen, dass sich die Maiko dem heiratsfähigen Alter näherte und nun Anträge gemacht werden durften. Anlässlich der Feierlichkeiten wurden den wichtigsten Familien und verwandten Häusern von der angehenden Geiko Geschenke überreicht. Dies diente der Festigung von Beziehungen untereinander und der Information der Öffentlichkeit über die Mizuage. Nach der Mizuage ist der nächste große Übergangsritus im Leben einer Maiko ihre Erikae (襟替え „Wenden des Kragens“).

    Eine Zeremonie gleichen Namens gab es früher auch bei japanischen Kurtisanen und bezeichnete bei diesen die zeremonielle Defloration. Es war üblich, eine bevorstehende Mizuage durch das Verteilen von Ekubo (runde Reiskuchen mit einem roten Punkt in der Mitte) bei den Kunden anzuzeigen, von welchen für das Privileg der Defloration hohe Geldgebote erwartet wurden. Es wird häufig fälschlicherweise angenommen, dass für das Recht auf die Mizuage hohe Summen gezahlt wurden, das war aber in der Regel nicht der Fall. Die Mizuage-danna wurden nach Ansehen und Vertrauenswürdigkeit ausgewählt und die Wahl sollte es für die Maiko so angenehm wie möglich machen. Heutzutage existiert der Mizuage-Brauch nicht mehr.
    (Quelle: Wikipedia)


    Der Roman ist an manchen Stellen sehr trocken geschrieben und weicht vom Film ab. Daher sollte man sich Zeit für dieses Buch nehmen.

    Chiyo ist ein sehr naives Mädchen, weshalb sie oft sehr dumm handelt und Dinge tut, die sie hätte besser wissen müssen. Erst unter der führenden Hand von Mameha ist sie reifer geworden.

    Mameha ist eine sehr gütige Person und strahlt nicht nur im Film viel Wärme aus, während Hatsumomo ein sehr integranter Mensch ist und das Gegenteil. Sie ist ein Biest und dennoch hat auch sie ihre Geschichte mit einer unerfüllten Liebe.

    Die Mutter der Okiya ist nur geldsüchtig und hat nichts anderes im Sinn. Akribisch werden alle Ein- und Ausgaben notiert und festgehalten.

    Das Buch ist an manchen Stellen etwas ausschweifend und zäh, aber dennoch interessant geschrieben.

  16. Cover des Buches Nichts (ISBN: 9783423625173)
    Janne Teller

    Nichts

     (1.028)
    Aktuelle Rezension von: Ann-Kathrin1604

    Nichts, was im Leben wichtig ist - Janne Teller 

    Rezension ohne Spoiler 

    ***
    Der Junge Pierre Anthon ist der Meinung, nichts hätte eine Bedeutung, weshalb es keinen Sinn macht, überhaupt etwas zu tun.
    Daraufhin beschließen seine Mitschüler ihm zu zeigen, dass es durchaus Dinge gibt, die Bedeutung haben. Jeder dieser Schüler entscheidet, was jemand anderem von ihnen besonders viel bedeutet, und genau diese Dinge werden gesammelt.
    Leider nimmt diese Tat grausame Ausmaße an, denn das, was die jungen Schüler/innen „opfern“ müssen ist alles andere als harmlos! 

    ***
    Meine Meinung:
    Ich bin im Nachhinein so schockiert von diesem Buch, dass ich das Ganze erstmal verdauen muss. Für diese kurze Seitenzahl passiert so viel, was nicht in Worte gefasst werden kann.
    Die Geschichte beginnt so harmlos und wird im Laufe immer schrecklicher, damit hätte ich nicht gerechnet!
    Die Nachricht, die sich hinter dem Buch verbirgt, ist wirklich wichtig und hat sich deutlich bei mir eingeprägt. Mir kam beim Lesen immer wieder die Frage in den Sinn: „Was hat eigentlich für mich eine Bedeutung?“ und ich denke, genau das möchte die Autorin auch erreichen.
    Doch viel prägnanter, als diese Nachricht, finde ich wirklich die Tatsache, was die Charaktere in diesem Buch tun und besonders, was sie von ihren Mitschülern verlangen zu tun. Es geht um körperliche Gewalt, Gewalt an Tieren und um eine Menge anderer Dinge, auf die ich niemals gekommen wäre. Diese Boshaftigkeit, die sich im Laufe des Buches bei den Charakteren entwickelt, ist so deutlich zu spüren, dass ich teilweise Gänsehaut hatte. Besonders bleibt mir diesbezüglich eine Person im Sinn.
    Die Geschichte mag dabei aber, so grausam und schockierend sie ist, genauso realitätsfern sein.
    Einige Taten dieser Kinder sind so heftig, dass ich die „Konsequenzen“ daraufhin nicht verstehe. Irgendwie wurde mir vermittelt, dass solche Dinge ruhig passieren können, dann bekommt man halt mal Hausarrest und andere Strafen und die Sache ist gegessen. Da hat mir etwas der Bezug zur Realität gefehlt bei einem sonst so wichtigen und aktuellen Thema. 

    Sonst bin ich einfach nur begeistert und schockiert zugleich und kann wirklich sagen, dass dieses Buch eindeutig zu meinen derzeitigen Highlights in diesem Jahr gehört!

  17. Cover des Buches Gottes Werk und Teufels Beitrag (ISBN: 9783257218374)
    John Irving

    Gottes Werk und Teufels Beitrag

     (985)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Er schafft es immer wieder mit seinem, wie ich finde, trockenen,  unromantischen Stil über seine kuriosen-skurilen Beschreibungen  einen in die Geschichte zu ziehen.  

    Ich möchte den Inhalt nicht widergeben, denn entweder liest man Irving oder halt nicht 😁

  18. Cover des Buches Der Fänger im Roggen (ISBN: 9783499235399)
    J. D. Salinger

    Der Fänger im Roggen

     (1.509)
    Aktuelle Rezension von: JulieG

    "Der Fänger im Roggen" erzählt die Geschichte des sechzehnjährigen Holden Caulfield, der nach seiner Flucht aus dem ungeliebten Internat drei Tage lang durch New York irrt. 

    Ich hatte bereits im Vorfeld viel über das Buch gelesen - vor allem viel negative Meinungen und Bewertungen. Es sei sehr kompliziert zu lesen, der Protagonist sei unsympathisch und eine äußerst schreckliche Person. Lediglich mein Drang danach, soviele Klassiker wie möglich wirklich selbst zu lesen, hat mich dazu gebracht, diesen Roman zu lesen. Und ich habe mit dem schlimmsten gerechnet. 

    Allerdings bin ich nach der Lektüre sehr überrascht und berührt von dem Roman. Ja, Holden ist ein ziemlich komischer Typ. Und ja, er gibt einige unpassende Äußerungen von sich. Aber er ist auch einer, der die Welt um sich herum genau beobacht und versucht, sie zu verstehen. Und dabei merkt er, dass er sie in vielen Punkten einfach nicht verstehen kann. Der Roman zeigt uns also einen Protagonisten, der seinen Platz in der Gesellschaft, auch aufgrund seines Alters, noch nicht gefunden hat und seine Umwelt und die Menschen um sich herum stattdessen analyisert und hinterfragt. Es gab einige Stellen, an denen ich Holdens Gedanken sehr gut nachvollziehen konnte - sowohl aus heutiger Sicht, als auch aus der Sicht meines eigenen 16jährigen Ichs. 

    Gleichzeitig zeigt uns das Buch aus Holdens Sicht auch auf, wie oberflächlich, verwirrend und auch sinnlos manche Gewohnheiten, die wir als Gesellschaft haben, sind. Man wird auf unbequeme Art und Weise gezwungen, über sich, sein Leben und seine Wünsche und Ziele nachzudenken, eben weil man diesem ziellosen Protagonisten durch New York folgt. Genau das hat mir an dem Buch so gut gefallen. 

    Also traut euch und lest "Der Fänger im Roggen". Es ist besser, als ich vorher angenommen hatte!

  19. Cover des Buches Der Club (ISBN: 9783036957531)
    Takis Würger

    Der Club

     (212)
    Aktuelle Rezension von: Hopeandlive

    Hans verliert sehr früh seine Eltern, entwickelt sich zu einem wortkargen und boxenden Einzelgänger und wird von seiner einzigen Verwandten, seiner Tante Alex, auf ein Internat nach Cambridge geschickt. Tante Alex verfolgt einen bestimmten Plan, sie erteilt Hans den Auftrag ein Verbrechen aufzuklären und Hans willigt ein, nichtsahnend auf was er sich dort einlässt. 

    Es erschließt sich ihm eine völlig neue Welt und er wird Mitglied in dem elitären Pitt Club, einem Club reicher Männer in den "Mann" nur auf Empfehlung und persönlicher Einladung gewählt wird. Eine exklusive Gesellschaft, die ihre eigenen Regeln aufstellt und danach lebt und Hans spürt nach anfänglicher Distanz den Sog, den diese Art zu leben auf ihn ausübt und welch Veränderung in ihm vorgeht. 

    Schließlich kommt er an den Punkt wo er sich entscheiden muss, ob er wirklich das Falsche tun muss, um das Richtige zu erreichen und ob Rache legitimiert ist um Gerechtigkeit zu erlangen.....

    Takis Würger ist ein sehr eindringlicher Kriminalroman gelungen, der auf eine ganz besondere Sprache Einblick in die Charaktäre gibt und in diese dem Normalbürger verschlossene Welt der Eliten, die sich aufgrund ihres Reichtums berechtigt fühlen eigene Gesetze aufzustellen, nach denen sie sich berechtigt fühlen zu leben. Doch die Wahrheit und die Gerechtigkeit finden immer ihren Weg.

  20. Cover des Buches Die Herzen der Männer (ISBN: 9783608983135)
    Nickolas Butler

    Die Herzen der Männer

     (154)
    Aktuelle Rezension von: 3lesendemaedels

    Im Sommer 1962 verbringt der 13-jährige Nelson Doughty eine Woche in einem Pfadfinderlager in Wisconsin. Er ist dazu abgestellt, beim Morgenappell die Signaltrompete zu blasen. Trotz seines tadellosen Engagements ist er dem Spott der anderen Jungen ausgesetzt. Nur mit dem wenig älteren Jonathan knüpft er vorsichtig Freundschaft. Dieser überredet ihn zu einer Wette und natürlich enden sie als Verlierer. Die Einlösung der Wettschulden endet für Nelson äußerst demütigend. Aber dennoch setzt dieser Sommer eine Kette von Ereignissen in Gang, die sein Leben bestimmen.
    Im Sommer 1996 nimmt Jonathan seinen Sohn Trevor mit ins Pfadfinderlager. Trevor hat dazu gar keine Lust, denn der 16-jährige will die Ferien lieber mit seiner Freundin Rachel verbringen. Um ihm die Zeit schmackhafter zu machen, organisiert Jonathan ein Abendessen mit Nelson, der das Lager nach seiner Militärzeit im Vietnamkrieg inzwischen leitet. Er stellt ihm auch seine neue Freundin vor und eröffnet ihm, dass er sich von seiner Mutter scheiden lassen will. Trevor ist tief enttäuscht, aber wiederum führt dieser Abend zu weitreichenden Erkenntnissen, die den Lebensweg des jungen Mannes bestimmen.
    Schließlich besucht auch Trevors Sohn Thomas im Jahr 2019 das Pfadfinderlager. Er wird begleitet von seiner Mutter Rachel, die als einzige Frau als Betreuerin angereist ist. Die anderen Männer lehnen sie ab und sie wird massiv verbal belästigt. Allerdings hat sie in Nelson, der sein letztes Jahr als Leiter des Lagers verbringt, einen Verbündeten.
    Der Autor verwebt bewegend zwischenmenschliche Themen, wie Ausgegrenztheit, Ehebruch, Gewalttätigkeit und große Enttäuschungen. Allerdings gibt es von mir einen Punkt Abzug, weil es doch viel um typisch amerikanische Eigenheiten geht: die Besessenheit für Schusswaffen, Baseball und die Heldenverehrung für Soldaten und Kriegsheimkehrer. Dennoch ein Buch über große Männergefühle, an deren Ende aber eine Frau als Siegerin hervorgeht.

  21. Cover des Buches Was man von hier aus sehen kann (ISBN: 9783832164577)
    Mariana Leky

    Was man von hier aus sehen kann

     (627)
    Aktuelle Rezension von: TinaGer

    Hier war ich, obwohl ich fast überhaupt nichts sehen konnte, mitten im Hier und Jetzt statt wie sonst im Wenn und Aber, und ich nahm Frederiks Hand, und dann krachte es laut, und ich war sicher, dass das ein Band war, ein Band, das von meinem Herzen sprang, aber es war der Hubkolben. (S 183)

    WAS MAN VON HIER AUS SEHEN KANN – Immer wenn der Kitsch zu viel wird und man denkt, jetzt geht es nicht mehr, Schluss, dann rettet Leky die Sache und erlaubt dem Leben schnöde Widrigkeit. Es geht um das Loslassen und Zupacken und die Widersprüche des Lebens. Buddhismus und Realismus passen durchaus zusammen. Die Protagonistin lernt, dass sie für die sieben Weltmeere gemacht sein und gleichermaßen vor der Haustür, im Westerwald, die Liebe ihres Lebens finden kann. Wunderbar für alle, die der Kitsch nicht schreckt.

  22. Cover des Buches 4 3 2 1 (ISBN: 9783498000974)
    Paul Auster

    4 3 2 1

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Julia79

    "4 3 2 1" von Paul Auster ist so ein Buch, das man wohl gelesen haben muss, um seinen Sinn ganz zu verstehen und sein Ausmaß zu begreifen.

    Das Buch umfasst 1260 Seiten aufgeteilt in recht lange Kapitel, die aus schier endlosen Sätzen bestehen. Sätze mit über 200 Worten sind auf jeder Seite zu finden, zumeist ist eine Seite daher lediglich mit 3 bis 4 Sätzen bedruckt. Die Länge der Sätze und folglich auch der Umfang des Buches hat zwei Gründe: Paul Auster beschreibt alles haarklein. Sind das Spielregeln beim Baseball oder geschichtliche Zusammenhänge, es bleibt nichts unerwähnt. Der andere Grund ist, es sind eigentlich 4 Bücher.

    Erzählt wird die Geschichte von Archie, der im Amerika der 50er und 60er Jahre aufwächst. Wir lernen seine Familie kennen, seine Freunde, begleiten ihn in die Schule und in den Urlaub, erleben mit ihm Enttäuschungen und Schicksalsschläge. 

    Und das alles vier mal.

    Denn Archies Leben spaltet sich auf in 4 Varianten desselben Menschen, der unterschiedliche Wege einschlägt.

    Durch diese Erzählweise ist es ein einzigartiges Buch, der Aufbau ist verwirrend, ich empfehle, sich Notizen zu machen um die Übersicht zu behalten!

    Alles in allem muss ich sagen, trotz, dass ich mich für amerikanische Politik und Geschichte nicht so rasend interessiere, dass ich großen Respekt vor der genauen Recherche des Autors habe. Es liest sich fast wie eine Biografie.

    Ein erstaunliches Buch, ich bin sehr froh, mich herangewagt zu haben. 

  23. Cover des Buches Der große Sommer (ISBN: 9783832181536)
    Ewald Arenz

    Der große Sommer

     (158)
    Aktuelle Rezension von: Literaturwerkstatt-kreativ

    "Literaturwerkstatt- kreativ / Blog"  stellt vor:

    „Der große Sommer“ von Ewald Arenz

    Eigentlich könnte es ein wunderbarer Sommer werden, wäre Frieder nicht sitzengeblieben. Nachprüfungen in Mathe und Latein stehen an und so fällt der Familienurlaub für ihn aus. Und ausgerechnet bei seinem gestrengen Großvater soll er sich auf die Prüfungen vorbereiten. Aber trotz des Lernens bleibt Zeit für Frieder, sich mit seinen Freunden zu treffen; vor allem mit Beate, dem Mädchen im flaschengrünen Badeanzug, die er im Schwimmbad auf dem Sprungturm kennenlernt.

    „In diesen Wochen erlebt Frieder alles: Freundschaft und Angst, Respekt und Vertrauen, Liebe und Tod. Ein großer Sommer, der sein ganzes Leben prägen wird."


    Fazit:

    Ewald Arenz konnte mich bereits mit seinem Roman „Alte Sorten“ begeistern und „Der große Sommer“ steht dem in nichts nach. Ein toller Coming-of-Age-Roman, der alles beinhaltet, was zum Erwachsenwerden einfach dazu gehört – die erste große Liebe, Freundschaften, Schule, Auseinandersetzung mit der eigenen Familie, unerlaubte Dinge tun und, und, und.

    Der Autor hat einen sehr ruhigen und berührenden Erzählstil, vor allem aber eine sehr wortgewandte und starke Ausdrucksweise. Seine Sprache lässt intensive Bilder und Farben im Kopf entstehen. Ich habe Beate in ihrem flaschengrünen Badeanzug klar vor mir gesehen, aber mich selber auch auf dem 7 ½ Meter Sprungturm im Schwimmbad – ins Becken schauend – wiedergefunden. Beim Lesen des Buches habe ich mich oft gefragt, wann denn mein großer Sommer war. 

    Eins wurde mir beim Lesen wieder sehr deutlich, das wir Jugendlichen zur damaligen Zeit schon viele Freiheiten hatten uns ungezwungen auszuprobieren und auch nicht ständig von den Eltern kontrolliert wurden. 

    Um so nachdenklicher der Roman an manchen Stellen auch ist, Arenz tiefsinniger Humor bringt einen auf jeden Fall auch immer wieder zum Schmunzeln. Aber es ist auf jeden Fall ein Buch, das zum Nachdenken anregt!

    Die große Stärke des Schriftstellers – und das war auch schon bei „Alte Sorten“ so – sind seine durchweg sehr anschaulich geschaffenen Charaktere, – voller Einfühlungsvermögen. Natürlich hat Frieder hier eine Schlüsselposition, aber auch der strenge (Stief)Großvater ist ebenfalls sehr authentisch dargestellt. In so manchen Punkten habe ich auch meinen Großvater dort wieder- erkannt. Männer die im Krieg waren, grausames gesehen und erlebt haben und dann in den Alltag zurückfinden mussten. Aber auch die anderen Protagonisten, allen voran Frieders Großmutter haben mich absolut überzeugt.

    Ich kann jedem diese wunderschöne Geschichte über die erste große Liebe und einen großen Sommer nur ans Herz legen. Ein sehr schöner, interessanter und berührender "Coming-of-Age" Roman! 





    Die ganze Rezi auch auf meinem Literaturblog:

    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2021/06/15/der-grose-sommer-von-ewald-arenz/



    Besten Dank an den „DuMont Buchverlag“ für das Rezensionsexemplar.




  24. Cover des Buches Almost (ISBN: 9783423716710)
    Anne Eliot

    Almost

     (175)
    Aktuelle Rezension von: Lesepinguin33

    Wenn mich jemand nach meinem Lieblingsbuch fragt, dann sage ich „Almost“ von @anneeliot, vom @dtvverlag. Obwohl es zugegebenermaßen eigentlich unmöglich ist nur ein Lieblingsbuch zu haben, weil es so viele tolle Bücher gibt! Nach meiner Aussage gucken dann sogar oft die alteingesessenen Lesefreunde etwas fragend, denn fast niemand kennt das Buch. Ich habe es auch nur zufällig in meiner Buchhandlung des Vertrauens entdeckt. 


    Das Leben von Jess Jordan wurde vor drei Jahren dramatisch zerstört und ihr einziger Weg zurück zur Normalität ist dieses bezahlte Praktikum. Da Grey Porter, der absolut angesagte Typ aus ihrer Schule, der verbliebene zweite Mitbewerber ist und das Praktikum ebenso braucht wie Jess, schließen sie kurzerhand einen Deal: Sie teilen sich den Praktikumsplatz, Gray bekommt das ganze Geld und spielt dafür die ganzen Sommerferien lang Jess‘ Fakefreund. 

    Leichter gesagt, als getan, denn Grey hat eigentlich versprochen, sich von Jess fernzuhalten, steht aber schon seit Jahren heimlich auf sie und war in der verhängnisvollen Nacht vor drei Jahren in den schreckliche Vorfall verwickelt...


    Dieses Buch ist so viel mehr als eine Liebesgeschichte, denn man kriegt hautnah mit, wie Jess und Grey auch nach so langer Zeit noch mit den Folgen der besagten Nacht zu kämpfen haben.

    Obwohl dieses Buch sich mit einem ernsten Thema befasst, war die Stimmung beim Lesen keineswegs gedrückt, sondern eher hoffnungsvoll, dass man trotz allem noch schöne Dinge im Leben erleben kann. Mir hat gefallen, dass die Geschichte abwechselnd aus ihrer und seiner Perspektive erzählt wurde, was in diesem Fall keineswegs störend war, sondern absolut hilfreich, weil man so erfahren hat, was beide Charaktere denken. 

    Ich habe es genossen zu sehen, wie Jess ihr Herz für Gray immer mehr geöffnet hat und wie die Autorin gezeigt hat, wie falsch ihre Vorurteile sind. Nicht nur Jess und Grey habe ich immer mehr ins Herz geschlossen, sondern auch Grey’s Freunde und Jess‘ Familie fand ich sehr sympathisch. Dadurch hat es noch mehr Spaß gemacht „Almost“ zu lesen. Zusätzlich hat sich durch das ganze Buch die Frage gezogen, was genau Grey denn nun in der Nacht getan hatte und wie sich die ganze Geschichte lösen würde. Mit dem Ende war ich dann auch sehr zufrieden.😏😇

    Aber am besten gefällt mir, dass mich, egal zum wie vielten Mal ich das Buch auch lese, die Autorin so oft zum Lachen bringt, wie bei nur wenig anderen Büchern.



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