Bücher mit dem Tag "coming-out"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "coming-out" gekennzeichnet haben.

64 Bücher

  1. Cover des Buches Will & Will (ISBN: 9783570161036)
    John Green

    Will & Will

     (530)
    Aktuelle Rezension von: Buechersmartiii

    Will Grayson, 17 Jahre alt, wohnhaft in Chicago, Probleme im großen, allumfassenden Bereich Liebe. Und diese Person gibt es doppelt. Zumindest diese oberflächlichen Beschreibungen. Sonst sind die beiden Jungs von Grund auf unterschiedlich. Kennenlernen tun sich die beiden erst kurz vor der Hälfte des Buches.

    Beide Wills müssen erst aus ihrem inneren Versteck hinauskommen und machen somit in diesem Buch eine große Wandlung durch. Beide  brauchen jemanden, der sie einmal kräftig in den Arm nimmt und einfach festhält - sie haben nämlich schon lange aufgehört Schwäche zu zeigen & zuzugeben.

    Ich nenne sie jetzt mal Will1 und Will2. Will1 ist der mit Jane und Will2 der mit Isaac.

    Will1 ist innerlich sehr witzig, aber auch eine Dramaqueen, doch er versteckt sich immer hinter einer coolen Fassade und seinen Regeln. Somit checkt er erst auch gar nichts von seiner Liebe, die anfangs auch irgendwie einem kompliziertem System folgt. Zu Beginn ist er generell allem eher negativ gegenübergestellt. Er kommt einfach nicht aus sich heraus, aber im Laufe des Buches ändert es sich - wie sagt man so schön: Liebe ändert alles!

    Will2 ist meiner Meinung nach etwas spezieller (und das heißt viel, denn Will1 ist auch - individuell!). Er hat Depressionen, daher ist in den Kapiteln aus seiner Sicht eine eher düstere und negative Atmosphäre zu spüren. Nur Isaac und das, was sich daraus ergibt, sind ein Lichtblick für ihn, bis er seine 'Wandlung' durchmacht. 

    Will2s Kapitel sind alle durchgängig in kleiner Schrift geschrieben, daran gewöhnt man sich aber schnell. Dialoge in seinen Kapiteln sind außerdem in Interviewform geschrieben. All das machen seine Kapitel etwas unübersichtlicher zu lesen. 

    Es gibt immer ein Kapitel aus Will1s Sicht und dann abwechselnd eins aus Will2s.

    Fazit: Mit den beiden Charakteren muss man erstmal warmwerden, mit Will1 geht es etwas schneller.

    Es gibt 4 von Anfang an wirklich relevante Nebencharaktere:

    Tiny ist einfach toll! Er tut alles für seine Freunde ohne sich dabei selbst aufzugeben. Er ist einfach komplett extrovertiert, witzig, schließt schnell neue Freundschaften und ist ein guter Tröster. Er will die Welt verändern und kann das mit seinen Ideen auch schaffen. Außerdem ist er laut Will1 der ' schwulste und größte Mensch, denn es auf der Welt gibt.' 

    Jane mag ich total. Sie hat Grips, Humor und versteht Dinge einfach.

    Isaac ist kitschig, aber er schreibt und spricht schön.

     Maura mag ich nicht. Punkt. Aus. Mehr will ich hier nicht spoilern.


    Der Höhepunkt des Buches ist das Musical von Tiny über die Liebe, wobei alles sein Ende findet und es war einfach toll!!!

    Das Buch ist teilweise auch ein LGBTQ+ Buch und es zeigt in ein paar Nebenhandlungen noch Reaktionen auf das Comingout von Will2.

    Der Schreibstil war so gefühlvoll, dass sich mir ab und zu eine Träne in den Augenwinkel schlich oder ich breit grinsen musste.

    Fazit: Zwei unvorhersehbare Lovestorys - gefühlvoller Schreibstil, wunderschöner Plot; alles in allem ein Meisterwerk!

    Es gibt zwar einige negativere Rezensionen, aber von mir gibt es definitiv eine Buchempfehlung!

  2. Cover des Buches Niemand wird sie finden (ISBN: 9783570173343)
    Caleb Roehrig

    Niemand wird sie finden

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Kagali

    Dieser Jugendthriller klang vielversprechend: Eine vermisste Freundin, ein großes Geheimnis und die bittere Erkenntnis einen Menschen doch nicht so gut gekannt zu haben,wie man glaubte. Auch die bisherigen Bewertungen zeichnen ein überaus positives Bild von diesem Buch ab. Kaum eine Rezension bewertet schlechter als 4/5. Was also ist bei mir schief gelaufen?

    Nun das frage ich mich auch, denn so richtig den Finger drauf zeigen kann ich nicht. Was ich sagen kann ist, dass ich bis zum Schluss keinen richtigen Zugang zum Buch gefunden habe. Weder die Charaktere noch die Handlung konnten mich wirklich packen. Mir brannte nicht die Frage unter den Nägeln „Was ist mit January passiert“ Ich war zwar neugierig aber die Ungewissheit ließ mich nicht so mitfiebern wie z.B z.B bei Soul Beach.

    Woran lag mein Mangel an Interesse also? An dem Schreibstil? Wohl kaum, denn der ist locker jugendlich wie in vielen anderen Jugendbüchern auch. An den Charakteren? Bedingt. Wie schon erwähnt fand ich einfach keinen Zugang zu ihnen. Ich fand zwar Flynns und auch besonders Kaz und Micahs Persönlichkeiten sehr interessant und gut ausgearbeitet, es fiel mir jedoch schwer so richtig mitzufühlen. Warum genau kann ich leider nicht genau sagen. January war bis zum Schluss ein sehr mysteriöser Charakter für mich und ich bin mir nicht ganz sicher, ob mir das gefällt oder nicht, kann mir aber gut vorstellen, dass viele Leser January überaus interessant und vielschichtig empfinden werden.

    Auch die Handlung empfand ich nicht als übermäßig spannend und an vielen Stellen ziemlich vorhersehbar. So war mir z.B ziemlich schnell klar wer der Täter war. Pluspunkt gibt es aber für das Ende. Die allerletzte Wendung ind er Geschichte fand ich gut durchdacht und gut umgesetzt. Auch wie mit dem Thema Homosexualität umgegangen wird und insbesondere die Entwicklung des Protagonistin diesbezüglich hat mir sehr gefallen. Hier spreche ich ein großes Lob an Roehrig aus, dass er es geschafft hat dieses sensible Thema gekonnt und für Jugendliche geeignet umzusetzen.

    Fazit:

    Leider konnte mich dieser Jugendthriller nicht mitreißen und war in meinen Augen an vielen Stellen vorhersehbar. Ein Lob verdient das Buch allerdings für seine gekonnte Auseinandersetzung mit dem Thema Homosexualität.


    Folge mir ;)

    Diese und andere Rezensionen (mit zusätzlichem Coververgleich Deutsch/Original) findet ihr auch auf Miss Page-Turner

  3. Cover des Buches Will Grayson, Will Grayson (ISBN: B003FN6FVW)
    John Green

    Will Grayson, Will Grayson

     (136)
    Aktuelle Rezension von: aliinchen
    inhalt
    Das Buch handelt von zwei Will Graysons, die sehr verschiedene Leben haben, doch etwas haben sie gemeinsam und zwar, dass sie sich in der selben Nacht in einem gewissen Laden in Chicago aufhalten. Und sobald die beiden gleichnamigen Jugendlichen aufeinander treffen verändern sich ihre jeweiligen Leben. Doch eins haben sie beide gemeinsam, ausser ihrem Namen natürlich, und das ist: Tiny Cooper, ein schwuler Gigant, der das legendärste Music des Universums plant

    Meinung
    • das Buch war sehr entspannend zum lesen
    • Wie erwartet hat John Greens Schreibweise viele Denkanstösse beinhaltet
    • Die Charakter sind mehr oder weniger sehr sympatisch und ihre Taten waren auch eher nachvollziehbar, jedoch mochte ich den einen will Grayson besser als den anderen
    • das Buch behandelt Themen wie Depressionen und Homosexualität
    • das Buch war für mich sehr lehrreich
    • der Schreibstil war sehr angenehm und fliessend zu lesen
    • das Buch ist vollgepumpt mit Humor und hat mich öfters zum lachen gebracht
  4. Cover des Buches Die Mitte der Welt (ISBN: 9783551583956)
    Andreas Steinhöfel

    Die Mitte der Welt

     (692)
    Aktuelle Rezension von: Current_mood_hiraeth

    In dem Jugendbuch aus dem Carlsenverlag geht es um den 17-jährigen Phil, der zusammen mit seiner eigensinnigen Mutter Glass und seiner zurückgezogen Schwester Dianne in einem alten Haus in Deutschland lebt.
    Mit einer Mutter die regelmäßig wechselnde Liebhaber hat und einer Schwester vor der sich die meisten fürchten, hat er es nicht leicht in seinem Ort.
    Der einzige Lichtblick ist der gutaussehende, jedoch unerreichbare Nicholas in den sich Phil bereits am Anfang des Buches unsterblich verliebt.

    Die Geschichte ist wunderschön, man fiebert mit der Familie und vor allem Phil mit, jedoch führt das an einigen Stellen auch zu großem Herzschmerz. Es ist unglaublich interessant das chaotische Leben dieses queeren Teenagers zu verfolgen. Oftmals hat man das Gefühl diese Familie ist verrückt, aber das macht das Buch angenehm ungewöhnlich.

    Das Buch ist aus der Perspektive von Phil geschrieben, wodurch man sich sehr gut in den Hauptcharakter hineinversetzen kann.
    Mir hat sowohl der Schreibstil, als auch die Geschichte sehr gut gefallen. Ich würde jedem dieses Buch empfehlen, unabhängig davon, was man für gewöhnlich liest. Es gibt Einblicke in eine ganz andere Welt.

    Aufgrund dessen würde ich dem Buch 5/5⭐ geben.

  5. Cover des Buches Spinner (ISBN: 9783257609288)
    Benedict Wells

    Spinner

     (299)
    Aktuelle Rezension von: LarryCoconarry

    "Spinner" war für mich der zweite Roman von Benedict Wells. Nach "Das Ende der Einsamkeit" bin ich mit sehr hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, die dann auch nicht enttäuscht worden.

    Das Buch erzählt die Gesichte von Jesper, der nach dem Abitur nach Berlin zieht, um sein altes Leben hinter sich zu lassen.

    Eingeholt von der Vergangenheit und konfrontiert mit Lebensentscheidungen, irrt der junge Mann durch Berlin auf der Suche nach Spaß, Freundschaft, der richtigen Frau und der Zukunft. Ein sehr lesenswerter Roman, der die Herausforderungen des Erwachsenwerdens treffen beschreibt. 

  6. Cover des Buches George (ISBN: 9783733502096)
    Alex Gino

    George

     (176)
    Aktuelle Rezension von: tienea

    "Ich bin kein Junge, ich bin ein Mädchen", würde George am liebsten laut schreien, wenn ihre Mutter "Mein Junge" zu ihr sagt. Aber sie traut sich nicht. Noch nicht einmal ihre beste Freundin weiß, was mit ihr los ist. Aber eines Tages entscheidet George, dass es alle wissen sollen.


    Transgender.

    Heutzutage ein wirklich wichtiges Thema, welches aber leider viel zu selten angesprochen wird. Besonders im Kindesalter wird es schnell abgeschüttelt: Du weißt doch nicht wovon du sprichst. Das ist doch alles nur eine Phase. Das kannst du doch jetzt noch nicht so genau wissen.

    Dies war bisher das erste Buch welches ich zum Thema Transgender gelesen habe. Ich finde es wirklich super wie das Thema aufgegriffen wird, wie George sich dabei fühlt und wie ihre Mitmenschen darauf meist zuerst zaghaft, dann aber schon unterstützend reagieren.

    Besonders Kelly war immer sehr unterstützend was mir sehr gefallen hat. Ich denke, dass leider viele Trans Menschen und besonders auch Kinder oftmals auf Unverständnis treffen und in diesen Momenten würde jeder gerne eine Freundin wie Kelly an seiner Seite haben wollen. 

    Die Geschichte und so gesehen auch Georges "Comming out" mit dem Theaterstück zu kombinieren fand ich eine wirklich gut gelungene Idee. 

    Alles in allem hat mich das Buch - trotzdem, dass es eigentlich eher ein Kinderbuch ist - wirklich sehr berührt und ich kann es auf jeden Fall nur weiterempfehlen - an Kinder und auch Erwachsene.

  7. Cover des Buches Ich, Adrian Mayfield (ISBN: 9783836957328)
    Floortje Zwigtman

    Ich, Adrian Mayfield

     (84)
    Aktuelle Rezension von: Amilyn
    Der 16jährige Adrian Mayfield lebt mehr schlecht als recht im London des 19. Jahrhunderts. Von 7 bis 21 Uhr arbeitet er in einer Herren-Boutique und teilt sich ein Zimmer mit seinen beiden Kollegen, mit denen er auch seine spärliche Freizeit verbringt. Eines Tages betritt ein außergewöhnlicher Kunde den Laden. Adrian freundet sich mit ihm an, wird in die Londoner High Society eingeführt, kündigt seinen Job und arbeitet als Kunstmodell bei einem reichen jungen Maler. Währenddessen stellt Adrian nach und nach fest, dass er eine Vorliebe für Männer hat...

    Ich habe das Buch für eine Lese-Challenge ausgesucht, bei der ich dieses Jahr mitmache (so wie die meisten anderen Bücher, die ich dieses Jahr rezensiere auch). Der Punkt war ein Buch zu lesen, mit einem Protagonisten, "der eine andere sexuelle Orientierung hat als Du". Also habe ich hier bei lovelybooks.de nach "Homosexualität" gesucht und bin auf Ich, Adrian Mayfield gestoßen.

    Dieses Buch ist der Auftakt einer dreiteiligen Reihe über den jungen Adrian Mayfield, der eigentlich nur auf der Suche nach der Liebe ist. Schwierig genug, wenn man plötzlich feststellt, dass man sich zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlt - noch schwieriger, weil "Sodomie" zu seiner Zeit noch unter Strafe gestellt wurde. 

    Das Buch nimmt sich diesbezüglich viel Zeit, gibt dem jungen Adrian viel Raum, um sich an den Gedanken zu gewöhnen, ein "warmer Bruder" (wie er sich selbst bezeichnet) zu sein, was ich sehr schön fand. Als er es schließlich akzeptiert, ist es auch nicht mehr der Rede wert und wird als selbstverständlich angesehen, was ich ebenfalls als sehr angenehm empfand. Es ist keine Geschichte über einen Mann, der sich unbedingt in einen anderen Mann verlieben will, sondern einfach eine Geschichte über einen Mann, der sich verlieben will.

    Der Schreibstil ist sehr schön, sehr leicht. Da Adrian aus dem "einfachen Volk" kommt, ist seine Sprache nicht steif oder angestrengt, sondern locker und wirklich gut zu lesen. Das einzige, was mich gestört hat, waren die doch sehr anstrengenden Längen. Da nützte auch der schöne Schreibstil nichts mehr - einige Seiten habe ich nur überfliegen können, z. B. als ein Gedicht 6 Seiten lang durchgekaut wurde... Das war mir einfach zu viel.

    Der Roman wird übrigens als Jugendbuch verkauft. Ich selbst würde es aber nicht unbedingt als Jugendbuch bezeichnen, einfach, weil der Schreibstil zwar leicht und sehr gut lesbar ist, aber nicht "jugendlich" genug (ich weiß nicht, wie ich es besser ausdrücken soll). Ja, der Protagonist ist erst 16 Jahre alt, aber in der Zeit, in der er lebt, gilt man mit 16 schon als erwachsen, und auch sonst ist die Geschichte meiner Meinung nach eher etwas für Erwachsene, und ich meine nicht unbedingt die Schilderungen der sexuellen Handlungen (wobei die auch nur ein sehr kleinen Teil der Handlung einnehmen). Ich würde es einfach nicht als eine typische Jugendbuch-Geschichte bezeichnen, daher finde ich die Kategorisierung etwas unglücklich gewählt. Bei mir läuft es unter "Drama" ;)

    Fazit: ein schönes Buch, eine sympathische Hauptfigur, ein bisschen Geschichte, mit ein paar Längen (wenn es Längen hat, dann wirklich sehr anstrengende). Letztendlich aber einfach eine schöne Geschichte. Ein kleines Sternchen weniger wegen der Längen, aber jedes andere der 4**** kommt von mir von Herzen :) 
  8. Cover des Buches Fairy-Tale (ISBN: B00HAZNG2C)
    Rona Cole

    Fairy-Tale

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Der Schreibstil des Schriftstellers ist angenehm und flüssig, jedoch ist das Buch mit über 700 Seiten einfach viel zu lang für diese "seichte" Idee. Deshalb wurde es schnell langweilig. Denn die endlosen Monologe der beiden Protagonisten waren einfach unendlich zäh und wiederholten sich immer und immer wieder und unterschieden sich noch nicht einmal untereinander, weder im Sprachstil noch in ihren Gedankengängen. Sie waren einfach Austauschbar und flach.

    Dazu muss ich sagen, fand ich die beiden Protagonisten waren eigentlich äußerst unterschiedlich (angelegt), dennoch habe ich keine Unterschiede innerhalb ihrer Monologe erkennen können.

    Nach meiner Auffassung fand ich die Aufmachung der Protagonisten einfach (und wieder einmal) klischeehaft: einer war der weiblichere Teil und der andere der Männlichere. Auch die hundertste Geschichte mit diesen bedienten Stereotypen wird nicht spannender dadurch. Ungeachtet dessen hätte man die Figuren noch viel mehr wachsen lassen müssen.


    Das Ende, dadurch das Endlich was passierte, war schneller zu lesen, dennoch konnte ich das Ende nur mit gerunzelter Stirn lesen. Weil Phil sich einfach unverantwortlich, beschränkt und dumm verhält und sein Verhalten echt nicht nachvollziehbar ist. Wenn er Per so sehr liebt, warum hurt er dann mit wirklich jedem daher gelaufenen Kerl rum? Um ihn zu vergessen; naja, vielleicht hätte man nicht nur HIV behandeln müssen, sondern dazu gleich auch noch Phil's Sexsucht.

    Gut dass man HIV behandelt, fand das eigentlich sehr eindrucksvoll, dennoch hat Phil gefühlt nichts daraus gelernt und Per fand's am Ende auch eher Egal, als Schlimm. Also so genau weiß ich jetzt nicht was dieses jähe Abdriften in diese Gefilde sollte, aber nun gut vielleicht war's ein letzter Versuch doch noch was aus der Geschichte zu preßen, um eine Botschaft zum lesenden zu senden (keine Ahnung).

    Auf jeden Fall ist dieses Buch vorläufig mein letztes aus diesem Genre, weil ich bemerkt habe, dass dieses Genre nicht für homosexuelle Männer geschrieben wird.


    Das einzig Positiv zu entnehmende aus dieser Geschichte sind: der Schreibstil des Autors und der (fast vielversprechende) Anfang der Geschichte und wenn man es wirklich noch will, dass Ende mit einer, mehr oder weniger initiierten Botschaft.

    Zu guter Letzt: Wäre das Buch kompakter gewesen, sprich rund 200 Seiten (vielleicht), dann hätte es ein gelungenes Buch werden können und ich hätte es womöglich gut gefunden.

  9. Cover des Buches Eine Welt dazwischen (ISBN: 9783401500430)
    Aline Sax

    Eine Welt dazwischen

     (65)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Ein Monatshighlight. Was als ganz normaler Auswanderungsroman beginnt, entpuppt sich schnell als eine Geschichte mit sehr viel Tiefgang, die eine Problematik der ganz besonderen Art behandelt. Die Ausreise der Familie zum Neuanfang in Amerika ist von Anfang an mit mehr als den üblichen Problemen behaftet, so dass Adrian, der sich bis dahin ja mit seinem Zwillingsbruder Alexander immer als eine unzertrennliche Einheit gesehen hat, sich schlussendlich mutterseelensternalleine in New York wiederfindet. Das Leben dort ist unglaublich brutal und schonungslos, nur die Härtesten überleben. Doch nach einiger Zeit scheint Adrian Glück im Unglück zu haben …

    Selten habe ich ein Buch gelesen, bei dem es einem Autor so ausgezeichnet gelungen ist, mich direkt am Ort des Geschehens zu fühlen. Alines Schilderungen bei der Abreise in Rotterdam und auch bei der Ankunft in New York sind so lebhaft ausgeführt, dass ich meinte, die Hafenluft und den Gestank auf dem Schief riechen zu können. Sie schafft es außerdem die Gefühle der Ankömmlinge in Worte zu fassen, die ihresgleichen suchen. Bilder vom Auswanderermuseum, das ich letzten Sommer besuchen durfte, wurden in meinem Kopf lebendig. Ein wenig wurde ich auch an den Film In einem fernen Land erinnert, in dem Tom Cruise zusammen mit Nicole Kidman aus Irland nach Boston flüchtete.

    Ich konnte das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen und freue mich auf den zweiten Teil, der natürlich gleich auf meiner Wunschliste gelandet ist.

  10. Cover des Buches Offen hetero (ISBN: 9783867876827)
    Bill Konigsberg

    Offen hetero

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Mario-Sponge
    In diesem Buch begleitet der/die Lesende den jugendlichen Rafe in einer Art Neuanfang/Sozialexperiment. Zwar wird er nach seinem Outing von den Leuten seiner Umgebung akzeptiert und von seinen Eltern geliebt und gefeiert, aber er fühlt sich dennoch abgeschnitten, denn das Label 'Homosexuell' scheint alles andere an ihm einfach zu überdecken. Selbst FreundInnen in der Schule sehen in ihm offenbar nur den schwulen Jungen (nicht den Jungen, der schul ist). Ihm ist, als wäre das Label 'Schwul' eine unüberwindbare Barriere, also zieht er für die Highschool in ein Wohnheim acht Bundesstaaten und fast 2000 Meilen entfernt, wo ihn niemand kennt, und legt das Label ab.

    Ohne dass er sich im neuen Umfeld outet, geht man dort davon aus, er sei heterosexuell (Heteronormativität wie Mensch sie kennt). Doch als Rafe die anderen Jungs besser kennenlernt, werden bald kleine Notlügen nötig, um nicht wieder die selbe Situation wie in der Heimat herbeizuführen, und so stellt sich bald die Frage, wie gut man sich eigentlich kennt, wenn man einen Teil von sich verdeckt hält. Hat Rafe eventuell die Barriere des alles überdeckenden Labels doch nur gegen eine seine Sexualität verdeckende Fassade eingetauscht? Wer ist Rafe?

    Von diesem Roman las ich das englische Original Openly Straight, und kann daher zur Übersetzungstechnik in der deutschen Fassung wenig sagen, möchte aber meinen Eindruck von Story und Stil gerne mitteilen.

    Diesen Roman fand ich sehr interessant im Ansatz und unterhaltsam in der Umetzung. Es wird sehr eingängig mit Themen von Identität und Labels gespielt. Vor allem auch der charmante Humor im Buch hat mich angesprochen, und die nicht ganz einfache Liebesgeschichte macht einen authentischen, nachvollziehbaren Eindruck. Das Ende läst einiges an Interpretationsspielraum zu - man könnte aber auch sagen, es bettelte um eine Fortsetzung, welche der Autor ja auch in "Honestly Ben" geliefert hat (leider bisher, 2019, nur in englischer Fassung erhältlich).
  11. Cover des Buches Love, Simon (Nur drei Worte – Love, Simon) (ISBN: 9783551319951)
    Becky Albertalli

    Love, Simon (Nur drei Worte – Love, Simon)

     (612)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Simon geht auf eine ganz normale Highschool und führt ein ganz normales Leben in einem Vorort von Atlanta. Doch was niemand über Simon weis ist, dass er homosexuell ist. Nur Blue, einem unbekanntem Jungen von der selben Schule, mit dem sich Simon anonym Emails hin und her schreibt, hat er davon erzählt. Simon und Blue erzählen einander immer mehr Dinge aus ihrem Leben, ohne dabei ihre Identität preiszugeben. Doch Simon verliebt sich immer mehr in Blue, ohne dass er bis jetzt herausgefunden hat, um wen es sich nun dabei eigentlich handelt. Deshalb achtet er auf jeden Hinweis in den Emails, um der wahren Identität Blues Stück für Stück näher zu kommen. Doch da macht Simon einen entscheidenden Fehler und seine privaten Emails geraten in falsche Hände. Simon wird erpressbar. 

    Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und man kam recht flott durch das Buch. Zwar bin ich eine etwas anspruchsvollere Art von Schreibstil gewöhnt, doch ich finde diesen einfachen einem Jugendbuch besonders angemessen, vor allem weil auch die Geschichte aus der Sicht Simons erzählt wird, und man dadurch eigentlich direkt mit der Geschichte assoziiert wird und mit seinem Problemen und Gedanken konfrontiert wird. Ich muss sagen, dass ich hohe Erwartungen an das Buch hatte, auch wenn es ein Jugendbuch ist, konnten diese voll und ganz erfüllt werden. Ich erhoffte mir irgendwie eine süße Liebesgeschichte, wie wir sie in Büchern schon all zu oft mit straighten Protagonisten hatten, nur halt mit Hauptcharakteren, die nicht alle ganz so straight sind, ohne dass das ganze aber zu cringe wird. Oben drauf bekam ich dann aber auch noch andere Formen der Gesellschaftskritik, was mich wirklich positiv beeindruckt hat. Man findet immer wieder auch Erwähnungen von sexistischen, religiösen und rassistischen Problemen, die leider noch nicht alle Menschen in unserer weiß geprägten Gesellschaft hinter sich lassen können. Auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Simon macht im Laufe der Geschichte eine starke Entwicklung durch und wird einem von Seite zu Seite immer sympathischer. Im Generellen bin ich froh, dass er nicht dieses klischeehaft männliche Aussehen und Verhalten hatte, sondern sehr selbstreflektiert und unglaublich witzig und divers ist. Aber auch die anderen Charaktere kamen nicht zu kurz und wurden von der Autorin sehr facettenreich und authentisch gestaltet. 

    Im Großen und Ganzen bin ich wirklich positiv überrascht und kann das Buch wirklich weiterempfehlen. Das Buch ist einfach eine tolle Liebesgeschichte mit einer wichtigen Thematik und unglaublich tollen Charakteren. Im übrigen kann ich auch den Film dazu empfehlen, da er sich - bis auf wenige Ausnahmen - sehr stark ans Buch gehalten hat. 

  12. Cover des Buches Flug ins Apricot (ISBN: 9783492238021)
    Mirjam Müntefering

    Flug ins Apricot

     (63)
    Aktuelle Rezension von: MissDiamond

    Vordergründig ist Franzi eine typische Jugendliche. Sie lebt in einer wohlgeordneten Mittelschichtfamilie in der Provinz. Steht kurz vor dem Abitur und ist beliebt. Doch sie fühlt sich irgendwie anders als alle Anderen in ihrem Umfeld. Bald soll sie auch erfahren wieso, denn in ihre Klasse kommt eine neue Mitschülerin - Alex. Die sticht hervor und nicht nur, weil sie aus der Stadt kommt. Schnell erfährt Franzi, dass Alex lesbisch ist und lernt durch sie, was es heißt, verliebt zu sein und ihre Gefühle zu ordnen und sie auszuleben…

    Ein wunderbares, romantisches und kluges Buch über Coming-Out und Erwachsen-Werden. Nicht nur für Lesben. Es ist schon länger her, dass ich es gelesen haben, aber es gibt kaum Buch, das mich so sehr berührt hat wie Mirjam Münteferings Flug ins Apricot.

  13. Cover des Buches Stupid Story 03 (ISBN: 9783842001596)
    Anna Hollmann

    Stupid Story 03

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Kerrit
    Obwohl kein 3. Band geplant war, hat sich Anna nochmal die Mühe gemacht und ihn auf Wunsch der Fans produziert.
    Zwar war er mit einer doch etwas längeren Wartezeit verbunden, aber es hat sich gelohnt :)
    Es ist ein schöner Abschluss für die Story, die im 2. Band doch ziemlich offen enden sollte.

    Für alle, die die ersten Bänder noch nicht kennen: Yannik ist mit seinen Eltern frisch umgezogen und möchte an seiner neuen Schule nicht mehr der Nerd sein. Neuer Haarschnitt, Kontaktlinsen, was eben dazu gehört. Doch dieser Traum wird zerstört gleich als er die Schule betritt: Der Schulschwarm Alan schnappt ihn sich wahllos und küsst ihn vor seinen ganzen Fans, mit dem Argument, sie seien ein Paar. Von da an bricht das Chaos aus: Yannik verkleidet sich als Mädchen, in welches sich Alan verliebt, findet aber natürlich raus, dass es Yannik ist - und das ist erst der Anfang!
    Zuerst werden die beiden Freunde, doch Alan muss sich irgendwann seine Gefühle eingestehen und dann liegt es an Yannik wie er damit umgeht.
    Das 2. Band endet damit, dass Alan ein Angebot bekommt, als Profi-Basketballer in L. A. spielen zu können, während Yannik nicht weiß, was er tun soll. Als Alan sich dann jedoch das Bein bricht, seine Schwester Yannik reinlegt und dieser dann Alan besucht, kommt raus, dass Alan nach L. A. geht und argumentiert, dass es ja Yannik nur recht kommt. Dieser muss sich nun wohl oder übel entscheiden und gibt dem ganzen eine Chance.

    Dass man im Abschlussband nun ein Bild davon bekommt, wie die beiden die Trennung von einem Jahr überstanden haben und wie es um die Beziehung steht, ist beruhigend für das Fangirlherz :D
    Und dass sie beide nun auf einer Gefühlsebene stehen ist auch interessant, weil das 2. Band dies eben offen lies.

    Ich persönlich könnte diese Story noch ewig weiter lesen, auch weil Anna's Zeichenstil super schön ist.
    Aber dank diesem Abschlussband kann man die lieb gewonnenen Charaktere guten Gewissens an dieser Stelle verlassen. Sogar Aki kommt durch Zufall zu(m Anfang?) einer (kleinen?) Romanze :)

    Nochmal ein fettes Dankeschön an Anna :)
  14. Cover des Buches George und Joshua: Der Weg der Hoffnung (ISBN: 9781512312867)
    Hannah Ben

    George und Joshua: Der Weg der Hoffnung

     (33)
    Aktuelle Rezension von: LenaLive
    Eine wunderschöne Geschichte über Liebe, Glauben und Probleme des 15-jährigen George, der eine Klosterschule besucht. Mein persönlicher Riesenpluspunkt ist, dass das langsame Eingestehen der Liebe so unglaublich realistisch geschieht, dass es das Herz wärmt. Die Autorin erzählt berührend von den Zweifeln, die ein Junge in George's Situation hat, von verzweifelter Trauer und Eifersucht, aber auch von der nur schwer in Worten zu fassenden Liebe zu Musik. Es ist eines meiner Lieblingsbücher und wird nicht langweilig; bisher habe ich es drei Mal gelesen, und jedes Mal war es traurig und verzweifelt, aber auch hoffnungsvoll und voller Freude, wie man es sich von einem guten Buch erhofft. 
  15. Cover des Buches Eine Frau zu sehen (ISBN: 9783036961033)
    Annemarie Schwarzenbach

    Eine Frau zu sehen

     (12)
    Aktuelle Rezension von: lysala_stern
    Die Ich-Erzählerin verbringt mit ihrer Familie den Winterurlaub in den Schweizer Alpen und dort sieht sie in einem flüchtigen Moment eine Frau im Fahrstuhl. Diese Frau geht ihr danach nicht mehr aus dem Kopf und sie probiert ihe wieder zu begegnen, sucht Freunde, die auch mit der Dame aus dem Fahrstuhl bekannt sind. Bis sie schließlich ein Treffen erzwingt...
    All das in einer Novelle, voller Gefühl, Charme und schönen Worten. Definitiv keine Chick-Lit, sondern eine im klassischen Sinne romantisch bis erotische Geschichte, die nachklingt.
  16. Cover des Buches Apricot im Herzen (ISBN: 9783492238038)
    Mirjam Müntefering

    Apricot im Herzen

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Inhaltsangabe:

    Franzi und Alex sind seit knapp einem Jahr ein Paar. Und obwohl sie sich ihrer Liebe sicher sind, gibt es drückende Probleme. Das Ereignis des „Coming-Out“ schwebt wie ein Damokleschwert über ihnen. Denn Alex‘ Vater hat die beiden vor einiger Zeit erwischt und er war von den vollendeten Tatsachen gar nicht begeistert. Aufgrund dessen fällt es Franzi schwer, es ihren Eltern zu sagen.

    Alex hat auch mit der neuen Freundin ihres Vaters zu kämpfen. Es ist für sie eine neue Situation, denn sie war mit ihrem Vater jahrelang allein. Franzi besucht einen Schreibkurs im Nachbarort und lernt dort die ältere und offene Lydia kennen. Schnell erfährt Franzi, das auch sie lesbisch ist und ihr „Coming-Out“ sie von einer drückenden Last des Versteckspiels befreit hat. Franzi ist von Lydia fasziniert und schnell bauen sich Geheimnisse vor Alex auf.

    Kann sie die Situation noch in die richtige Bahn lenken? Wie weit wird sie mit Lydia gehen? Wird sie es schaffen, es endlich ihren Eltern zu sagen?

    Mein Fazit:

    Es ist zwar die zweite Geschichte um Franzi und Alex, dennoch findet man sich sehr gut zurecht. Vor allem kann man die Probleme um das „Coming-Out“ sehr gut nachempfinden, auch wenn man nicht lesbisch ist. Sensibel und einfühlsam geht die Autorin an das Thema heran und es soll wohl Mut machen, immer sich selbst trau zu bleiben und dazu zu stehen! Das Buch ist wärmstens zu empfehlen!

    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Mai 2002.

  17. Cover des Buches Die ungeheuerliche Einsamkeit des Maxwell Sim (ISBN: 9783421044846)
    Jonathan Coe

    Die ungeheuerliche Einsamkeit des Maxwell Sim

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Maxwell Sim steckt in einer Krise. Frau und Kind haben ihn verlassen, der Job in einem Kaufhaus ist nicht das, was ihn erfüllt, seine Facebook-Freunde sind nicht das, was man hilfreich nennt. Mit einem Wort: Einsamkeit. Die macht ihm zu schaffen. Da eröffnet sich ihm eine Möglichkeit, sein Leben in neue Bahnen zu lenken. Eine Reise, um Zahnbürsten an den Mann zu bringen, als Wettfahrt mit drei Kollegen angelegt und Max muss ausgerechnet auf die Shetlands. Er macht sich auf den Weg und ausgerechnet sein Navi, das er Emma tauft, wird zur engsten Reisebegleiterin. Die braucht er auch, denn so manche Überraschung erwartet ihn auf dem Weg und besonders die Konfrontation mit der Vergangenheit wird zum ernsten Prüfstein, läutet allerdings auch eine Wende in seinem Leben ein.
    Coe, einer der bekanntesten Autoren in der Literaturszene seiner Heimat, ist ein begnadeter Erzähler. Geschichten in der Geschichte machen sein Buch nicht etwa undurchdringlich, sondern bereichern es auf eine spannende Art. Sein Humor trägt den Leser durch die Reise, doch merkt man schnell, dass es Coe um mehr geht, als um pure und gute Unterhaltung. Die Verzweiflung, die Max befällt, wenn er sich seiner Einsamkeit ausgesetzt fühlt, ist beklemmend, die Konforntation mit den Versäumnissen der Vergangenheit sind hart.
    Das Schöne, und das sei hier verraten, ist ein Happy-End. Man wünscht es sich im Laufe der Geschichte, denn der symphatische Max erobert die Herzen des Lesers recht schnell. Die große Kunst des Autors besteht in den vielen Wendungen und unvorhergesehenen Ereignissen im Laufe der Reise. Und auch das Ende ist eines, womit keiner, wirklich keiner rechnen kann.
    Ein bemerkenswert gut komponierter Roman zwischen leichter Belletristik und tiefem Sinn. Ein Buch, von dem man sich nur schwer vor dem Ende trennen kann und somit eine nachdrückliche Leseempfehlung.
  18. Cover des Buches Das Meer in seinen Augen (ISBN: 9783940818041)
    L B Roth

    Das Meer in seinen Augen

     (1)
    Aktuelle Rezension von: JulesB
    Das David schwul ist, weiß er schon lange, aber erfahren darf es niemand. In seiner alten Schule wurde er oft verspottet, obwohl seine Mitschüler sich gar nicht sicher waren, ob er tatsächlich schwul ist. Und auch seine Eltern sind streng konservativ und machen ihm auch so schon genug Probleme.
    Als er umzieht, freundet er sich bald mit dem Nachbarssohn Merlin an, der sich als schwul entpuppt und zu Davids erster großer Liebe wird.
    Aber etwas steht zwischen ihnen: Merlin hat ein großes Familiengeheimnis, dass so ziemlich alles ins Wanken bringen könnte.

    Ich fand dieses Buch nicht besonders gut. Zwar ist es schön geschrieben und die Charaktere wurden alle detailliert dargestellt, aber das große Geheimnis, das Merlin hütet, ist einfach so allgegenwärtig und nervig und für mich teilweise auch einfach nur mysteriös.
    Die Liebesgeschichte der Beiden hat mich allerdings doch überzeugt, weshalb ich nicht sagen würde, dass das Buch schlecht ist.
    Ich würde es allen empfehlen, die ein Buch abseits des normalen Lovestorybereichs lesen wollen.

    Eine ausführlichere Rezension zu meinem Buch gibt es auf meinem Blog: www.julesbunteweltderbuecher.blogpost.de
  19. Cover des Buches Blutige Küsse und schwarze Rosen (ISBN: 9783943678963)
    Irina Meerling

    Blutige Küsse und schwarze Rosen

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Asbeah

    Berührend. Dieses Buch ist ganz anders als es Cover und Genre vermuten lassen, und zwar auf positive Weise! Ich fühlte mich sofort von stimmungsvollen, gelegentlich fast poetischen Worten umhüllt. Dieses wunderbar ruhige Buch schildert einfühlsam eine Geschichte über Freundschaft und Liebe und über erste Erkundungen des Vampir-Daseins und noch verborgener Homosexualität.

    Es ist die Geschichte von Nico, der ungewollt zum Vampir gewandelt und danach sich selbst überlassen wurde. In Elias, der heimlich in Nico verliebt ist, findet er einen guten Freund und nach drei Jahren wandelt er ihn ebenfalls. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach anderen Vampiren von denen sie lernen können und geraten dabei in Gefahr, die ihnen allen Mut und Freundschaft abverlangt. Auch zart aufkeimende Liebe und erste gleichgeschlechtliche Erfahrungen verunsichern die beiden. Eine tiefschürfende Auseinandersetzung mit ihren Gefühlen gab es nicht, so dass mir Nicos aktive Avancen nicht ganz plausibel vorkamen und mir Elias etwas zu passiv erschien. Vielleicht machte dies Unerwartete aber auch gerade das gewisse Etwas aus.

    Mein Fazit: Diese Vampirgeschichte war im herkömmlichen Sinne nicht besonders spannend, hat mich aber berührt und damit gefesselt. Ich würde es als feinsinnige Liebesgeschichte bezeichnen, bei der auch die Erotikszenen nicht ins derbe abrutschen. Somit mag ich es allen empfehlen, die sanfte Romantasy für Erwachsene mögen.



  20. Cover des Buches Desire (ISBN: 9783551786487)
    Maki Kazumi

    Desire

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Maya-chan

    Die Story:
    Achtung: Dieser Abschnitt der Bewertung kann Spoiler enthalten!

    Toru ist schon seit einer halben Ewigkeit in seinen besten Freund Ryoji verliebt. Doch das kann er ihm natürlich nicht sagen, weil er Angst davor hat, dass Ryoji sich dann von ihm distanzieren würde. Da ist es seiner Ansicht nach besser zu schweigen und einfach Ryojis Schulfreund zu bleiben. Doch dann geschieht etwas, womit Toru niemals gerechnet hätte. Ryoji gesteht ihm, dass er ihn unheimlich anziehend findet und nbedingt mit ihm schlafen will. Als Toru das hört, kann er seinen Ohren kaum trauen. Hat sich Ryoji etwa auch in ihn verliebt? Leider muss Toru schnell feststellen, dass Ryojis Interesse für ihn nur auf sexueller Neugier gründet.

     

    Der Zeichenstil:

    Der Zeichenstil ist eher skizzenhaft. Dennoch sind die Charaktere gut voneinander zu unterscheiden. Leider wurde auch an den Hintergründen gepart. Meist bleiben die Panels weiß oder es wird nur mit wenigen Rasterfolien in Grautönen gearbeitet. Das fand ich ein bisschen schade.

     

    Meine Meinung:

    Desire ist keine außergewöhnliche Boys Love Story. Dennoch beinhaltet sie alles, was man sich von einer solchen Geschichte wünscht: Liebe, Eifersucht, widerstreitende Gefühle und natürlich Sex.

    Ich konnte mich sehr gut in die Gefühlswelt von Toru hineinversetzen. Als Charakter ist er sehr ehrlich, aber auch sehr unsicher, was seine Gefühle angeht. So tut es einem teilweise richtig im Herzen weh, wenn man sieht, wie Ryoji mit ihm umgeht. Trotzdem lässt sich Toru immer wieder auf ihn ein. Das fand ich ehrlich gesagt ein wenig unpassend für seinen Charakter und hat der sonst so liebenswerten Figur einen etwas bitteren Beigeschmack verliehen, denn es passt einfach nicht so richtig zu ihm. Schließlich betont er zuvor oft, dass er keine Beziehung mit Ryoji will, die nur auf einer rein körperlichen Basis besteht und dann geht er doch wieder mit ihm ins Bett.

    Ryoji hingegen scheint überhaupt nicht zu erkennen, wie sehr er Toru durch sein Verhalten verletzt. Leider entwickelt sich Ryoji in dieser Hinsicht bis zum Schluss nicht nennenswert weiter. Das macht die Geschichte dann leider auch ein wenig kaputt.

    Die große Gefühls-Wende am Ende der Geschichte, die man sich erhofft, bleibt aus. Zwar sagt, Ryoji Toru, dass er nur noch ihn will, aber wirklich emotional kommt das Ganze leider nicht rüber. Dadurch wirkt der Abschluss der Geschichte nicht ganz rund.
  21. Cover des Buches Frischer Wind am Wolfgangsee (ISBN: 9783897413900)
    Carolin Schairer

    Frischer Wind am Wolfgangsee

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Uli_Meyer_75

    Die Romane von Carolin Schairer sind einfach perfekt. Auch dieses Buch gehört zu den Lektüren, die dem Herzen gut tun. Ich bin fast wieder ein bischen sprachlos, denn Carolin Schairer trifft einfach IMMER die richtigen Worte. Einfühlsam, gefühlvoll, mitreissend..... Man kann fast nicht aufhören, zu lesen. In der Geschichte trifft man auf zwei aussergewöhnlich einfühlsame Frauen, die zusammenhalten. Ich finde gut, dass sich Vanessa zu ihrer Homosexualität bekannt hat, obwohl ihre Eltern dies nicht akzeptieren wollten.

  22. Cover des Buches Tanz ins Flutlicht (ISBN: 9783940611437)
    Lina Kaiser

    Tanz ins Flutlicht

     (24)
    Aktuelle Rezension von: libriabella
    Es ist schwierig, die richtigen Worte für diese Geschichte zu finden. Einerseits bin ich wegen der knallharten Ehrlichkeit und Echtheit wirklich begeistert und doch fehlt mir etwas – das Tüpfelchen auf dem I, der Wow-Effekt.

    Begonnen hat das Buch unglaublich stark – selten konnte mich ein Prolog so fesseln und zum Weiterlesen bewegen. Als Leser wird man sofort in die Geschichte hineinkatapultiert, fühlt, was Katinka fühlt und kann es kaum erwarten, wie es nach diesem tollen Auftakt weitergeht. Nachdem der Prolog so mitreißend war, hat mich der Fortgang der Geschichte ein wenig enttäuscht, lange plätschert alles nur so ein wenig dahin, die Figuren waren zwar größtenteils recht sympathisch, so richtig an Tiefe gewannen sie aber nicht. Einzig und allein in Katinka konnte ich mich gut hineinversetzen und durch ihre inneren Monologe auch gut nachvollziehen, was in ihr vorgeht und wie sie sich fühlt. Das liegt wohl auch daran, dass die verwendete Sprache zum Teil unmodern und steif gewirkt hat und ich mir deshalb schwer tat, eine Beziehung zu jenen Charakteren aufzubauen, deren Gedanken man nicht mitbekommt.

    Sehr sehr gut gefallen hat mir, dass Katinka sich nicht Knall auf Fall und auf den ersten Blick in Emilia verliebt. Schleichend, langsam und zu Beginn kaum vorstellbar, bahnt sich eine zarte Liebe zwischen den beiden an. Für Katinka die erste große Liebe, die ersten großen Gefühle, das erste Mal Herzklopfen und Liebeskummer. Lina Kaiser hat diese Emotionen sehr gut transportiert und dargestellt! Eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle!

    Manchmal bin ich doch zu impulsiv. Schon habe ich wieder meine Krallen ausgefahren, dabei weiß ich doch, dass er nur wenig dafür kann, dass ich mir bloß selbst im Weg stehe.
    Im Abseits der Lichter, Seite 101


    So richtig überspringen konnte der Funken aber nicht – ich hatte das Buch zwar in wenigen Stunden verschlungen, das lag aber viel mehr daran, dass es nur knapp 200 Seiten hat. Ich tat mir zudem schwer mit dem Layout – selten Absätze und laaaange Kapitel.
    Dafür gefällt mir das Cover ausgesprochen gut! Eigentlich bin ich nicht Fan von Menschen in Frontalansicht auf Covern, aber das Buch hier bildet eine Ausnahme! Zudem finde ich es gut, dass die zentralen Themen Fußball und Schauspiel aus dem Buch aufgegriffen und dargestellt wurden.

    Als sich gegen Ende hin alles zuspitzt, auf einen Höhepunkt zusteuert, begann die Geschichte für mich ein wenig übereilt und gewollt zu wirken. Es passierte einiges, das mir ein wenig an den Haaren herbeigezogen erschien – Plottwists der negativen Art.

    Fazit:

    „Im Abseits der Lichter“ spricht das Thema Coming-In feinfühlig und ehrlich an. Katinka ist eine Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt, und bei der es einem leicht fällt, sich in sie hineinzuversetzen!

    Leider blieben einige Charaktere ziemlich oberflächlich, zudem wirkte die von Lina Kaiser verwendete Sprache zeitweise ein wenig unmodern und ungewohnt. 17-19jährige Wörter wie „Ich bin es … Julius. Juli genannt.“ in den Mund zu legen, wirkt einfach ein wenig steif und formell. Hinzu kommt, dass mir gegen Ende hin einige Handlungen übereilt, wirr und ein bisschen zu sehr gewollt erschienen.

    Ich kann mir gut vorstellen, den zweiten Band zu lesen – besonders, weil sich in diesem alles um das Coming-Out dreht und das mit Sicherheit zu einigen Konflikten in ihrem Umfeld führen wird, vor allem in Katinkas Fußballverein. Wird sie zu sich und ihren Gefühlen stehen? Ich bin gespannt!
  23. Cover des Buches Das andere Gesicht (ISBN: 9783934825840)
    Michael Heistermann

    Das andere Gesicht

     (6)
    Aktuelle Rezension von: JulesB
    Elias hat alles was man will: Coole Freunde, seine Freundin Rebecaa und überhaupt ein geregeltes Leben. Im Urlaub dann aber trifft er auf René und dieser wirbelt Elias Gefühlswelt und somit auch sein ganzes Lebn gewaltig durcheinander.
    Sich dessen bewusst, nähern sich die Jungen an und erleben einen intensiven Urlaub, nachdem nichts mehr ist, wie es mal war.

    Teilweise ist die Geschichte ein wenig unrealistisch, aber an sich schon sehr schön erzählt und zumindest geeigent für ein kurzweiliges Leseerlebnis.
    Man bekommt nicht total viel Drama um die Ohren geworfen, was aber auch nicht so störend ist, auch wenn es dadurch vielleicht nicht unglaublich spannend ist.

    Eine ausführlichere Rezension findet ihr auf: www.julesbunteweltderbuecher.blogspot.de
  24. Cover des Buches Wolf Shadow - Tödliche Versprechen (ISBN: 9783802583254)
    Eileen Wilks

    Wolf Shadow - Tödliche Versprechen

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Miia
    Den 5. Teil der Wolf Shadow Reihe mochte ich wirklich gern. Ich finds toll, dass nach und nach Clangeheimnisse deutlicher werden. Ich mag, dass Toby integriert wird.

    Jedes Buch ist eine kleine Geschichte für sich und das gefällt mir wirklich gut. Ich weiß jetzt schon, dass die Reihe nicht die Beste ist, die ich je gelesen habe, aber ich finds gut, dass sich die Themen verändern, im zweiten Teil war es mir noch zu viel Fantasy. Inzwischen gewöhnt man sich aber daran und es wird besser. Das find ich gut.

    In diesem Teil geht es vorallem um Geister die vorher noch noch so oft erwähnt wurden. Was ich etwas merkwürdig finde, dass die Bösen großen Göttinnen nicht mehr genannt werden. Die den wollte doch die Lupi zerstören oder nicht?! Ich finde dass es in den Büchern immer starke Sprünge gibt von wem gerade die Bedrohung ausgeht. Eine Art der Bedrohung fände ich einleuchtender und einfacher zu verstehen. Allerdings würde dann wohl die Vielfalt verloren gehen. Dies ist aber eher Kritik an der alten Reihe und nicht nur an diesem Teil.

    Diesmal habe ich gar nicht viel zu meckern, sondern freue mich einfach nur auf den nächsten Band!

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