Bücher mit dem Tag "commissario montalbano"
23 Bücher
- Andrea Camilleri
Die Form des Wassers
(197)Aktuelle Rezension von: WelpemaxDer erste Roman einer Serie von Krimis mit Kommissar Montalbano, welches auf Sizilien spielt. Kommissar Montalbano untersucht den Tod eines hochrangigen sizilianischen Politikers und dann hat es zwar Spannung, aber ist auch viel mit familiären Verstrickungen und hat mich mehr ermüdet als begeistert, aber erwähnenswert sind die ganzen Gerichte die der Kommissar verputzt.
- Andrea Camilleri
Die Nacht des einsamen Träumers
(42)Aktuelle Rezension von: kassandra1010Commissario Montalbano kommt ist Grübeln.
Ein weiterer Kurzgeschichtenband über Commissario Montalbanos Ermittlungen und dessen Hang zur Dramatik und wirklich gutem Essen.
Hier wird über tote Ehepärchen, ermordete anständige Prostituierte und über wahre kriminalistische Meisterleistungen erzählt und wer Montalbano und sein Team kennt, der weiß, das hier kein Fall ungelöst bleibt.
Die Methoden des Commissarios sind zeitweise etwas gewöhnungsbedürftig und meist endet der Fall mit einem lauten Knall. Catarella ist im Büro stets bemüht, Fazio hat seinen Block gezückt und Mimi hat wieder einmal nur Augen für die Frauen.
Für Camilleri ist Montalbanos Sicht auf die Welt eine ausgezeichnete Art und Weise, auf die Misstände in der Welt und ganz besonders in seinem Land hinzuweisen. - Andrea Camilleri
Das Nest der Schlangen
(23)Aktuelle Rezension von: JochenBenderBisher war ich ein Fan von Camilleri, weil er so einen ganz eigenen, hoch unterhaltsamen Stil hat. Kriminalistisch fand ich seine Bücher schon immer schwach und auch über seinen reichlich selbstverliebten, patriarchalen Stil sah ich großzügig hinweg. Mit diesem Band tat ich mir von Beginn an schwer, weil er sich im Kern um Altmänner-Phantasien über Sex mit jungen Frauen dreht. Ich störe mich an übertriebenem Moralismus, an erhobenen Zeigefingern von Autoren, solche Bücher kommen bei mir schlecht weg. Ich mag grundsätzlich Figuren wie Camilleris Commissario Montalbano, die auch mal lügen und nicht so ganz korrekt sind. Aber wenn Montalbano meint, ein Mord aus Angst den Partner zu verlieren sei ein Mord aus LIEBE, dann ist das mehr als verquer. Genau hiermit rechtfertigen Männer den Femizid an einer Frau, die sie verlassen will. Sorry, das geht gar nicht!
- Andrea Camilleri
Der Dieb der süßen Dinge
(90)Aktuelle Rezension von: Karin_KehrerZwei Morde geschehen in Vigáta, einem malerischen Städtchen an der sizilianischen Küste, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Commissario Montalbanos Ermittlungen führen jedoch zu einem Bindeglied – der schönen Tunesierin Karima, die verschwunden ist und ihren kleinen Sohn zurückgelassen hat. Dieser Junge ringt dem Commissario ein folgenschweres Versprechen ab.
Die Reihe um den mürrischen, bindungsscheuen Commissario Salvo Montalbano und seiner Vorliebe für gutes Essen ist mittlerweile Kult. Dies ist der dritte Band, in dem der Commissario einen Entschluss fasst, der sein Privatleben gehörig umkrempeln wird.Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich diesen Charakter mag, der durch seine unvermuteten Gefühlsausbrüche und verbalen Spitzen nicht wirklich sympathisch ist.Der Schreibstil ist ebenfalls ein wenig gewöhnungsbedürftig – oft fragmentarisch in Dialogform, ohne Überleitungen, muss man sich die Informationen auch selbst zusammensuchen.Die Atmosphäre in dem kleinen sizilianischen Städtchen ist allerdings gut geschildert, ebenfalls die vielen kulinarischen Köstlichkeiten, auf die man beim Lesen Appetit bekommt.Der Fall selbst verläuft eher unspektakulär und ruhig. Krimifans, die Spannung lieben, werden hier nicht auf ihre Kosten kommen.
- Andrea Camilleri
Die Spur des Lichts
(19)Aktuelle Rezension von: claudiaZEs werden wieder einmal gekonnt verschiedene Erzählstränge miteinander verbunden. Denn auch in diesem Band gilt es für Commissario Montalbano in mehreren Fällen zu ermitteln. Natürlich ist auch ein Mord aufzuklären. Interessant ist, dass der Mord nicht gleich zu Beginn des Buches, sondern erst im weiteren Verlauf der Handlung passiert. So steht es schlecht für den Täter, da Montalbano und sein Team bereits im Umfeld des Mordes ermitteln.
Das Ende des Buches ist sehr überraschend. Montalbano wird dabei von der Vergangenheit eingeholt. Hier war es hilfreich, schon lange die Reihe begleitet zu haben.
- Andrea Camilleri
Die Form des Wassers / Der Hund aus Terracotta / Der Dieb der süßen Dinge
(8)Aktuelle Rezension von: Rose75Rezension zum SWR Hörspiel ( hier leider nicht gelistet)
Die Krimireihe um den Commissario Montalbano habe ich erst spät für mich entdeckt und höre/lese mich so langsam durch. Als Hörspiel hat die Geschichte noch einen besonderen Flair durch die zahlreichen Sprecher.
In diesem ersten Band lernen wir den Commissario Salvo Montalbano erstmal nur oberflächlich kennen. Den Frauen gefällt er und er ist kein Kostverächter. Gelegenheiten nutzt er, hat aber eine große Liebe. Manche Dialoge sind recht vulgär, aber das störte mich nicht.
Der Fall selber ist recht unspektakulär. Ein Lokalpolitiker wurde tot auf einem Platz gefunden, der bekannt ist für Prostitution. Alles deutet auf einen natürlichen Tod, aber der Commissario hat Zweifel. Er ermittelt auf eine sehr eigenwillige, aber durchaus glaubwürdige Art und kommt zu einem sehr tragischen Fazit.
Das Hörspiel hatte eine Laufzeit von 110 Minuten und war somit eine nette Nachmittagsunterhaltung.
- Andrea Camilleri
Das Labyrinth der Spiegel
(20)Aktuelle Rezension von: claudiaZIn diesem Band läuft Commissario Montalbano Gefahr in die Irre geführt zu werden. Seine Gegner verkalkulieren sich jedoch. Montalbano durchschaut das Verwirrspiel und kann seinerseits eine Finte legen, die zur umfassenden Aufklärung des Falls führt. Dies gelingt ihm mithilfe seines Teams, auf dass er sich auch in heiklen Situationen verlassen kann. Die Charaktere der einzelnen Personen sind sehr authentisch gezeichnet, so dass es immer wieder ein wahres Lesevergnügen ist, wenn die Eigenheiten in einzelnen Szenen sichtbar bzw. in Dialogen hörbar werden.
- Andrea Camilleri
Das Lächeln der Signorina
(20)Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzickDer vorliegende Roman mit Commissario Montalbano aus Vigata in Sizilien ist der nunmehr 17. ins Deutsche übersetzte einer Reihe, die ihr Schöpfer Andrea Camilleri, mittlerweile 91 Jahre alt, in Italien schon auf 24 Bände ausgeweitet hat.
Ich habe alle bisher erschienenen Bände vom ersten Band „Die Form des Wassers“ bis zum dem aktuellen vorliegenden in Italien zuerst 2010 erschienenen gelesen, und ich muss sagen, dass ich selten in einer Krimireihe (die meisten mit deutlich weniger Bänden) so wenig qualitative Unterschiede gesehen habe wie bei Camilleri.
Obwohl die Besetzung bis auf unwesentliche Veränderungen in seinem Ermittlerteam immer gleich bleibt, ist es jedes Mal ein Genuss zu lesen, wie Montalbano etwa seinen Vorgesetzten mit dessen eigenen Mitteln austrickst oder wie sein tolpatschiger Assistent Catarella jeden Namen verwechselt, der ihm unter die Nase kommt.
In den letzten Bänden spielt Camilleri immer wieder mit dem Thema Alter. Montalbanos Zwiegespräche mit seinem Alter Ego deren sich immer mehr um seine Vergesslichkeit und seine abnehmende Energie.
Doch dann zeigt sich der auf sie sechzig zugehende Commissario wieder wie im vorliegende Band von seiner besten Seite, lässt sich von ermittlungstechnischen Sackgassen nicht entmutigen und stellt wieder einmal fest, dass seine Libido noch nicht erloschen ist.
Eine Serie von Diebstählen sorgt dieses Mal für Aufregung im sizilianischen Vigàta. Als Commissario Montalbano im Rahmen der Ermittlungen Bekanntschaft mit der jungen Angelica Cosulich macht, fühlt er sich schlagartig in seine Jugend zurückversetzt: Mit ihrem wallenden Blondhaar erinnert ihn die schöne Angelica an die Heldin selben Vornamens aus Ariosts Epos Der rasende Roland, die ihm seinerzeit die Träume versüßt hat. Doch hinter dem betörenden Lächeln der Signorina verbirgt sich ein gefährliches Geheimnis und Montalbano kann sich nur mit Mühe aus ihrer Anziehungskraft lösen.
Wie er mit Hilfe seiner Kollegen, hauptsächlich aber durch seine Kombinationsgabe, mit List und mit gut eingesetzter Hilfe seines Journalistenfreundes Nicolo den Fall so löst, dass die Schuldigen die Sache unter sich selbst ausmachen, ist wunderbar spannend und witzig beschrieben. Warum Montalbano allerdings immer noch jeden Abend mit seiner Freundin Livia telefoniert, obwohl er jedes Mal mit ihr in einen Streit gerät, weiß wahrscheinlich nur Camillieri selbst. Montalbano scheint sie durch die Zeiten aufrichtig zu lieben und bei einer ihrer seltenen Begegnungen bekommt der Leser auch einen Eindruck davon.
Ich habe das Buch im Urlaub an einem schönen Nachmittag auf der Liege in einem Zug ausgelesen. Eine bessere Erholung und Unterhaltung hätte ich mir nicht wünschen können.
Auf insgesamt sechs in Italien schon erschienene, aber noch nicht ins Deutsche übersetzte Bände können sich alle Freunde dieses Commissarios, der nach wie gutes Essen und guten Wein goutiert, in den nächsten Jahren freuen.
- Andrea Camilleri
Eine Stimme in der Nacht
(17)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerAn seinem Geburtstag kommt es knüppeldick für Commissario Montalbano. Zuerst wird er von einem Verkehrsrowdy fast von der Straße gedrängt, dann wird er zu einem Einbruch in einen Supermarkt gerufen, weil sich dessen Geschäftsführer vom Vice-Commissario unter Druck gesetzt fühlt. Da der Supermarkt über Strohmänner eigentlich zum Mafiaclan der Cuffaros gehört, gibt sich Montalbano äußerst vorsichtig, zu recht, wie sich später erweist, denn es wird eine Intrige gegen ihn gestartet, als sich der Geschäftsführer vermeintlich selbst umbringt. Gleichzeitig muss Montalbano in einem Mord an einer jungen Frau ermitteln, tatverdächtig ist ausgerechnet der Verkehrsrowdy, mit dem er es an seinem Geburtstag zu tun hatte. Doch in der korrupten Welt Siziliens ist nichts so, wie es zu sein scheint. Aber Montalbano erweist sich als wahrer Meister der Gegenintrige.
Wieder einmal legt Andrea Camilleri mit "Eine Stimme in der Nacht" einen unterhaltsamen Roman der Montalbano-Reihe vor. Einziger Wermutstropfen: das Buch ist schnell gelesen, und das bei einem recht happigen Preis. Offensichtlich kommt dem Lübbe-Verlag die Beliebtheit der Serie bei seiner Preisgestaltung entgegen.
- Andrea Camilleri
Eine Stimme in der Nacht
(2)Aktuelle Rezension von: WedmaDen neuen Fall mit Montalbano habe ich gern gehört. Es ist nicht nur ein nettes Wiedersehen mit Montalbano& Co. Hier ist doch einiges anders.
Klappentext beschreibt den Inhalt ganz gut: „Im sizilianischen Vigàta verschwindet eine stattliche Summe aus der Geldkassette eines Supermarkts, der von der Mafia kontrolliert wird. Tags darauf findet man den Geschäftsführer erhängt. Wenig später erhält Commissario Montalbano Besuch von Giovanni Strangio, dem Sohn eines einflussreichen Lokalpolitikers. Strangio hatte nach der Rückkehr von einer Geschäftsreise seine Lebensgefährtin ermordet in der Wohnung aufgefunden.
Während der Polizeipräsident aus Furcht vor einem Skandal manchem Schwur nur allzu gerne Glauben schenkt, bleibt Montalbano unbeirrt von wasserdichten Alibis. Und läuft zur Bestform auf, wenn es darum geht, skrupellose Mörder mit seinen ganz eigenen Methoden in die Falle zu locken“Eigentlich ist alles wie gehabt, es gibt aber kleine Abweichungen:
Die Haushälterin Adelina kocht wie gewohnt ihr vorzügliches Essen, das Montalbano abends auf seiner Terrasse genießt. Diesmal aber immer allein. Mir fehlte ein wenig die Gesellschaft, die man in anderen Fällen schon als illustre, skurril, umwerfend schön, immer trinkfest, aber auch bereichernd für die Geschichte erlebt hatte.
Der Gerichtsmediziner ist immer noch mürrisch. Er überrascht aber hier auch mal mit einem Freundlichkeitsanfall.
Dr. Tomaseo fährt immer noch sehr unsicher. Dies wird hier mit einem Satz abgehandelt. Seine Macke wg schöner Frauen kam hier wie in vorigen Fällen fast unverändert wieder vor.
Fazio greift, wie schon oft, vor, er erledigt viele Vorarbeiten der Ermittlung von selbst. Was Montalbano in dieser Folge stets zur Weißglut bringt, wenn Fazio cool verkündet: schon erledigt.
Mimi Augelo bleibt wiedermal im Hintergrund und wirkt hier eher blass und unnütz.
Catarella verdreht die Namen immer noch ganz fleißig, hilft Montalbano in technischen Sachen, aber diesmal gibt es kein Türenknallen. Wie er ins Büro seines Chefs kommt, bleibt in dieser Folge konsequent ausgeblendet.
Livia ist da, aber nur am Telefon, um z.B. ihren Liebsten zu erinnern, dass er Geburtstag hat.
Diesmal verdreht keine schöne Frau Montalbano den Kopf. Es wird aber ein brutaler Mord an solcher Frau ermittelt. Bis auf die Szene, in der die Tote geschildert wird, gibt es keine Schilderungen der nackten Frauen oder die lüsternen Gedanken eines alternden Mannes, was ich als sehr wohltuend empfand.
Die alte Rivalität von zwei Mafia-clans und ihr Einfluss auf das Leben in Vigata ist unverkennbar. Ihre Verbindungen reichen bis in die oberen Etagen der lokalen Politikerkreise.
Pipo Ragonese mit seinem Hühnerarschgesicht ist auch da, diesmal ist er sehr deutlich als Handlanger der korrupten Machtstrukturen unterwegs und verbreitet ihre verdrehte Sicht der Ereignisse. Nach dieser Interpretation ist Montalbano angeblich schuld.
Montalbanos Journalisten-Freund bei Tele Vigata hilft ihm ungemein, seine, Montalbanos Sicht der Ereignisse an die Zuschauer auszustrahlen uvm.
Was mir gleich aufgefallen war: als ob das Ganze eine Verjüngungskur erhalten hätte. Da wird mit Elan und Lust an die Arbeit rangegangen, Monatlbano ist sehr gut in geistiger Form und hat Spaß am Rätseln und den Ermittlungen.
Mir gefiel auch, wie die Geschichte erzählt wurde, erinnerte mich an die früheren Folgen, u.a. durch das erzählerische Können und schöne, klare, aussagestarke Sprache.
Bodo Wolf hat auch diesmal den Fall wunderbar vorgetragen, aber auch bei ihm, und gerade am Anfang, hörte ich eine Aufbruchstimmung heraus, was insg. recht positiv auffiel.
Die knapp 4 St 50 Min. der gekürzten Ausgabe waren zu schnell um, der Schluss fiel etwas zu plötzlich aus, vllt durch die Kürzung.
Fazit: Ein ganz guter Fall, der in die höheren Politikerkreise führt und in dem deutliche Kritik an die korrupten Vertreter der Medien deutlich wird, bei dem aber auch die schöne kulinarische Seite nicht zu knapp ausfällt. Hat mir insg. ganz gut gefallen.
- Andrea Camilleri
Das kalte Lächeln des Meeres
(58)Aktuelle Rezension von: Daphne1962Andrea Camilleri war ein italienischer Krimiautor der leichten Art, so würde ich es mal kurz beschreiben. Seine Bücher sind auch verfilmt worden. 2019 ist er im hohen Alter von 94 Jahren verstorben.
Um seinen Kopf frei zu bekommen, denn der ist mit derzeitigen Polizeiproblemen behaftet, schwimmt er leichtsinnigerweise im kühlen Meer hinaus. Dabei findet er eine im Meer treibende Leiche. Schnell begreift er, es war kein Unfall. Obwohl die Leiche schlimm zugerichtet ist, gibt es Anhaltspunkte für Folter. Kurz nach diesem Vorfall hat Commissario Montalbano eine ungewöhnliche Begegnung mit einer Flüchtlingsfamilie.
Es war der 1. Krimi von Andrea Camilleri, den ich gelesen habe. Obwohl der Autor mir durchaus bekannt war, ist mir vorher noch kein Buch in die Finger gekommen. Nun habe ich eines bekommen und mit dem 7. Band der Serie begonnen. Bis man sich mit Commissario Montalbano und seinem Team vertraut gemacht hat, dauerte es ein wenig.
Der Leser wird hier mit dem Problem der Flüchtlingswelle, die die Italiener hart getroffen hatte, konfrontiert. Man hört auch durchaus Kritik an der Politik heraus. Dafür soll der Autor auch bekannt gewesen sein.
Die Story war durchaus lesenswert, allerdings von zu vielen Zufällen gespickt und man konnte die Geschichte zu leicht erraten. Man merkte recht schnell, worauf es hinaus laufen wird. Der 8. Band steht auch hier im Regal, den werde ich dennoch lesen und hoffe, es gibt etwas mehr Spannung.
- Andrea Camilleri
Das Ritual der Rache
(31)Aktuelle Rezension von: MenervaFür mich war dies der erste Roman von Camilleri. Im Grossen und Ganzen ein spannender und gelungener Krimi. Der Schreibstil war für mich jedoch ziemlich ungewöhnlich und gefiel mir nicht immer. Kommissar Montalbano ist außerdem ein sehr spezieller Charakter, was dir ganze Geschichte unterhaltsam macht. Leider waren seine Handlungen, Gedankengänge und Emotionen für mich nicht immer ganz nachvollziehbar. Auch gestört hat mich, dass gewisse Hinweise zum Mordfall und daraus hervorgehende Zusammenhänge für mich offensichtlich waren, vom Comissario jedoch nicht sogleich festgestellt wurden. Am Schluss ging jedoch alles schön sinnvoll auf und führte zu einem befriedigenden Ende. Pluspunkte gibt's für den Schauplatz Sizilien, der mit all seinen Eigenheiten sehr authentisch wiedergegeben wird. Auch gut gefallen hat mir der Bezug zur Mafia, der dem Roman für mich das gewisse Etwas verlieh. Ich würde auf jeden Fall ein weiteres Buch aus der Montalbano-Reihe lesen.
- Andrea Camilleri
Die Passion des stillen Rächers: Commissario Montalbano stößt an seine Grenzen
(60)Aktuelle Rezension von: JochenBenderEine junge Frau wird entführt. Ihre Eltern haben kein Geld, ihre Mutter liegt im Sterben. Commissario Montalbano ergründet die Familiengeschichte, in der die Ursache des aktuellen Falles verborgen liegt. Am Ende steht er vor einer Gewissensentscheidung.
Der Kriminalfall ist Nebengeschichte, hauptsächlich mag ich es, wie Camilleri über die Personen und das Leben schreibt. Vermisst habe ich in Band 8 Ingrid. Hoffentlich taucht sie in Band 9 wieder auf. - Andrea Camilleri
Das Spiel des Patriarchen
(79)Aktuelle Rezension von: haberleiZwei scheinbar unzusammenhängende Fälle in ein und demselben Haus rufen die Polizei auf den Plan. Ein junger Mann wird vor der Haustür erschossen und ein altes Ehepaar ist verschwunden.
Commissario Montalbano und sein Team verfolgen beide Fälle und die verschiedensten Spuren und stoßen auf seltsame Ungereimtheiten: eine heimliche Liebschaft des jungen Mannes, eigenartiges Benehmen des alten Ehepaares bei einem Busausflug, ein unerklärlich hohes Sparkonto der alten Leute, ein Mafiaboss kontaktiert Montalbano mit kryptischen Andeutungen. Aber letztendlich gelingt es Montalbano, die Fäden zusammenzuknüpfen und den Fall einer überraschenden Lösung zuzuführen.
Abgesehen von der interessant aufgebauten Handlung gefiel mir auch der Schreibstil. Einerseits die teils humorvollen Dialoge zwischen Montalbano und Augello, seinem Vize, auch deren freundschaftlichen Umgang miteinander, andererseits auch die sehr anschaulichen und stimmungsvollen Landschaftsschilderungen, wenn Montalbano z.B. unter dem Olivenbaum oder am Meer sitzt.
Montalbanos 5. Fall gefiel mir aus dieser Reihe bislang am besten.
- Andrea Camilleri
Die Flügel der Sphinx
(51)Aktuelle Rezension von: kassandra1010Commissario Montalbanos elfter Fall!
In Vigata steht die Welt der Ermittlungen still. Die gefundene Leiche ist nicht zu identifizieren, das Gesicht völlig entstellt. Einzig ein kleines Schmetterlingstattoo scheint die einzig verbleibende Möglichkeit zu sein, dem jungen Opfer einen Namen zu geben.
Montalbano gibt nicht auf und trifft auf eine Gruppe junger Russinnen, die zum Arbeiten nach Italien gekommen sind. Die Vermittlungsagentur "Der gute Wille" lässt Montalbano und sein Team vermuten, dass hier mehr Schein als Sein vorliegt.
Der Chef der Vermittlungsagentur bekommt Montalbanos Gemüt mehr als einmal zu spüren. Privat ist er mit seiner Beziehung zu Livia und deren gemeinsamer Kinderlosigkeit beschäftig. Dieser Zustand reizt ihn gewaltig und treibt selbst Fazio und Catarella auf die Palme.
Camilleri lässt auch in diesem Roman nicht davon ab, von der nicht ganz so heilen Welt in Italien zu erzählen. Prositution, Menschenschmuggel und Gier trüben das so lieb gewonnene Bella Italia! - Andrea Camilleri
Der Kavalier der späten Stunde
(68)Aktuelle Rezension von: kassandra1010Commissario Montalbanos sechster Fall!
Der Magier der Finanzen, Emanuele Gargano, zeigt den Sizilianern, wie man schnelles Geld an der Börse macht. Als die Anleger ihre Ausschüttungen erwarten, ist Gargano sowie das liebe Geld spurlos verschwunden.
Das Geschrei ist groß, eine gewaltige Suchaktion wird in Gang gesetzt und nur Commissario Montalbano sitzt seelenruhig auf seiner Sonnenterasse und genießt die Meeresbrise? Wer Camilleri kennt, der ahnt spätestens hier, dass der sture Ermittler schon seine eigenen Schlussfolgerungen gezogen hat und er nur darauf wartet, seinen Plan umsetzen zu können.
Ein weiterer Teil aus der so erfolgreichen Krimireihe um Commissario Montalbano, bei dem ein gewaltiger Rachenebel über das Meer und über die Küste von Vigata zieht, der nur mit feinem Gespür und klarer Sicht auf die Dinge gelöst werden kann. - Andrea Camilleri
Der Hund aus Terracotta: Commissario Montalbano löst seinen zweiten Fall
(112)Aktuelle Rezension von: WelpemaxBand 2 startet ungewöhnlich, weil ein Mörder um seine Verhaftung bittet und es kommt wie es kommen muss denn der Mörder wird Opfer eines Mordes. Kommissar Montalbano futtert sich auch in diesem sizilianischen Krimi durchs Buch (Rezepte sind hinten tatsächlich aufgelistet). Insgesamt finde ich diesen zweiten Teil geringfügig besser als Band 1, aber es bleibt auch weiter viel Luft nach oben. Wenn Band 3 mir noch zufällig in die Hände fällt lese ich natürlich weiter, aber insgesamt habe ich die Serie schon mehr oder weniger ad Acta gelegt. Irgendwie ist der sizilianische Lokalkolorit zwar ganz nett, aber trotzdem hakt es bei mir gewaltig mit dem Inhalt. Die Art und Weise des Erzählens erschöpft mich mehr als das ich von der Storyline gefesselt bin.
- Andrea Camilleri
Die schwarze Seele des Sommers
(57)Aktuelle Rezension von: kassandra1010Commissario Montalbanos zehnter Fall!
Eine alte Villa hat es Montalbano angetan. Ein Urlaubsgast wird vermisst und auf der Suche nach dem kleinen Jungen rund um das Feriendomizil, welches Montalbano für seine Bekannten herausgesucht hat, zieht ihn diese alte Villa magisch an.
Nach erfolgreicher Suche stoplert er quasi im Keller über einen alten Koffer mit einer Frauenleiche darin. Als wäre das nicht schon schlimm genug, steht Montalbano fast alleine auf weiter Flur. Es herrscht Urlaubszeit und auf dem Revier gähnende Leere. Erst als eine mysteriöse Frau mit ihm in Kontakt tritt, gerät die Ermittlung so langsam ins Rollen.
Für Montalbano kommt es nun Schlag auf Schlag und dass kann er überhaupt nicht leiden. Livia beschwert sich über die mangelnde Freizeit mit ihm, die Baumafia macht ihm wegen der alte Villa zu schaffen und die mysteriöse Frau scheint ihr ganz eigenen Spielchen mit dem Commissario zu treiben...
Ein gelungener Krimi der Reihe um Commissario Montalbano, der mit feinem Gespür die Macht, Gier und den Hass der Menschheit erneut gut verpackt.
- Andrea Camilleri
Die Rache des schönen Geschlechts
(51)Aktuelle Rezension von: Lilli33Taschenbuch : 315 Seiten
Lübbe; 10. Aufl. 2004 Auflage (23. November 2004)
ISBN-13 : 978-3404921713
Originaltitel: La paura di Montalbano
Übersetzung: Christiane von Bechtolsheim
Preis: 11,00 €
auch als E-Book erhältlich
Erzählungen aus Vigàta
Dieser Erzählband enthält 3 kurze, bereits in verschiedenen Zeitungen veröffentlichte Erzählungen und drei längere, die davor noch nicht veröffentlicht wurden. Mir haben sowohl die kurzen als auch die langen Geschichten gefallen. Jede ist anders, aber alle irgendwie spannend und auf gewisse Weise reizvoll und vor allem unterhaltsam. Dramatische Hochspannung darf man allerdings nicht erwarten. Vielmehr lernt man Land und Leute kennen, und vor allem den Commissario Montalbano, der ein dankbarer Protagonist ist, denn er besitzt jede Menge Ecken und Kanten, an denen seine Mitmenschen sich stoßen können - sehr zum Vergnügen der Lesenden.
Der Titel passt allerdings nur auf zwei der Erzählungen. Die anderen handeln nicht von der Rache einer Frau.
★★★★☆
- Andrea Camilleri
Die dunkle Wahrheit des Mondes
(54)Aktuelle Rezension von: kassandra1010Ich muss gestehen, ich bin ein großer Fan von Montalbano!
Angelo Pardo, ein gefeierter Frauenheld wird tot in seiner Wohnung aufgefunden. Er wurde von seinem Mörder wunderbar dahindrapiert.
Als Montalbano mit den Ermittlungen beginnt und die zahlreichen Liebschaften Pardos befragt, ist er von so viel sinnlicher Weiblichkeit hin- und hergerissen. Da Livia ihm natürlich nicht täglich mit Rat und Tat zur Seite steht und sein Leben im schönen Vigata festigt, sieht er diesen Fall als eine Art Prüfung an.
Durch einen weiteren Mord gelingt es Montalbano und dessen Team eine Verbindung zum örtlichen Drogenmillieu aufzutun. Montalbano, dem so langsam klar wird, das auch er altert, umkreisen von nun an schon morgens vor dem ersten Espressi Gedanken um den Tod, was ihn allerdings nicht davon abhält, diesen wirklich leidenschaftlich melancholichen Fall endlich abzuschließen.
Das Montalbano wie auch sein Erschaffer Camilleri altern macht mir die Geschichte noch ein wenig sympatischer. - Andrea Camilleri
Der Tanz der Möwe
(27)Aktuelle Rezension von: kassandra1010Livia hat sich für ein ganzes Wochenende angekündigt und möchte unbedingt mit ihm einen Kurztripp ins Hinterland machen. Montalbano muss sich also ganz schön was einfallen lassen, um aus dieser Sache wieder herauszukommen. Da kommt ihm sein vermisster Kollege Fazio ganz recht.
Als Fazio jedoch auch nicht am Folgetag auftaucht, macht sich Montalbano große Sorgen. Gemeinsam mit Catarella versucht er Fazios vorletzten Tag zu rekonstruieren. Doch wie immer ist das mit Catarella nicht gerade ein einfaches Spiel.
Die Spur führt zu einem alten Schulfreund Fazios und einem alten landwirtschaftlichen Grundstück mit zahlreichen ausgedörrten Brunnen.
In den ersten beiden ausgetrockneten Brunnen werden sie fündig. Doch bei den Toten handelt es sich nicht um Fazio. Der hat nichts Besseres zu tun, als bei seiner Rettung auf Montalbano und Galluzo zu schießen.
Im Krankenhaus wird schnell klar, dass Fazio an Gedächtnisverlusst leidet und nur mühsam seine letzten Stunden zusammenbringt.
Doch dann hat Montalbano die zündende Idee.
Andrea Camilleri lässt auch dieses Mal Montalbano gehörig gegen die Obrigkeit aufstoßen.
Macht und Reichtum hat den zähen Ermittler noch nie aufgehalten und so lässt dieser an Ende der Ermittlung schön brav alle nach seinem Regiebuch tanzen. Und das alles nur wegen einer tanzenden Möwe am Strand vor Vigata.
- Andrea Camilleri
Die Spur des Fuchses
(39)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderCommissario Montalbano träumt von einem Pferd und als er aufwacht, sieht er ein totes am Strand liegen. Was hat es damit auf sich? Als er anfängt zu ermitteln kommt er in eine für ihn fremde Welt des Pferdesports und die dortigen ganz eigenen Gesetze.
Gewohnt spannend und auch kulinarisch geht es bei Montalbano zu und genau das ist das Problem. Es ist alles irgendwie schon zur Gewohnheit geworden bei Camilleri und die großen Überraschungen bleiben aus. Kein schlechter Krimi, aber halt immer das gleiche Muster. Für alle Montalbano Fans aber bestens geeignet.
- Andrea Camilleri
Die Stimme der Violine
(79)Aktuelle Rezension von: JochenBenderEine wohldurchdacht komponierte und gekonnt erzählte Geschichte. Camilleris Krimis tragen stets auf den ersten Blick sperrige und ungewöhnliche Titel, die jedoch im Laufe des Buches immer sinn und Bedeutung erhalten. Für mich persönlich liefert dies ein kleiner, feiner Extragenuss beim Lesevergnügen. Einzig die Person des Kommissars Montalbanos, der für meinen Geschmack zu sehr ein selbstverliebter Macho ist, stellt einen kleinen Wehrmutstropfen dar. - 8
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