Bücher mit dem Tag "computer"
203 Bücher
- Jennifer L. Armentrout
Obsidian 1: Obsidian. Schattendunkel
(6.145)Aktuelle Rezension von: WiebkeKLGefühlt bin ich ständig über dieses Buch gestolpert, deshalb wollte ich irgendwann selbst wissen, was hinter dem Hype steckt. Der Einstieg fiel mir leicht, das Buch liest sich flüssig und Katy wirkt zunächst sympathisch.
Mit zunehmender Seitenzahl haben mich allerdings einige Dinge immer mehr gestört. Vor allem die Dynamik zwischen Katy und Daemon dreht sich für meinen Geschmack zu lange im Kreis. Daemon schwankt ständig zwischen arrogant, unfreundlich und fürsorglich, während Katy immer wieder zwischen Ablehnung und Anziehung hin- und hergerissen ist. Nach einer Weile wirkte das auf mich eher anstrengend als spannend.
Dazu kommen viele bekannte Klischees, die man aus Jugendfantasy und Romantasy bereits kennt. Vieles bleibt eher an der Oberfläche, wodurch die Geschichte für mich nicht die Tiefe erreicht hat, die ich mir gewünscht hätte.
Erst in der zweiten Hälfte nimmt die Handlung spürbar Fahrt auf. Die Geheimnisse rund um die Lux werden interessanter, die Spannung steigt und einige Figuren gewinnen etwas mehr Profil. Das hat das Buch für mich insgesamt noch einmal aufgewertet.
Insgesamt eine unterhaltsame Jugendfantasy mit guten Ansätzen, die mich aber nicht vollständig überzeugen konnte.
- Marc Elsberg
BLACKOUT - Morgen ist es zu spät
(1.616)Aktuelle Rezension von: OHanfEin gut geschriebener Thriller der es schafft den Leser in eine intensive Endzeit Athmosphäre zu versetzen. Terroristen legen das halbe Globale Strom lahm und die Welt versinkt im Chaos. Sehr gut dargestellt und erzählt vor welchen Problematiken die Welt in so einem Fall steht. Der Verfall der Emphatie und Menschlichkeit weil Menschen Gruppensozial verkommen sind wenn es an die eigene Suppe geht. Muss man nur mal auf Facebook schauen da braucht es keine grossen Gründe!
Ich war auf jeden Fall von Marc Elsberg wieder mal gut unterhalten. Was ich nicht so ganz bei 540 Seiten verstanden habe warum die Agressoren in der Geschichte fast garnicht vorkamen eigentlich auf den letzten 20 Seiten beim zweiten Showdown. Fand ich schade da hätte man anstatt der etwas vielen Randdramen lieber die Agressoren in verschiedenen Kapiteln einbauen können das hätte für mich absolut Mehrwert gehabt. Auf jeden Fall trotzdem lesenswert!
- Sebastian Fitzek
Passagier 23
(3.138)Aktuelle Rezension von: leniisbooksMit Passagier 23 liefert Sebastian Fitzek einen Thriller mit einem ungewöhnlichen und beklemmenden Setting. Das Kreuzfahrtschiff als zentraler Schauplatz sorgt für eine besondere Atmosphäre und hebt die Geschichte von vielen klassischen Thrillern ab. Gerade die Vorstellung, dass jedes Jahr Menschen auf Kreuzfahrten verschwinden oder diese Reisen als letzten Ausweg aus ihrem Leben nutzen, verleiht der Handlung eine zusätzliche düstere Ebene.
Im Mittelpunkt steht Martin Schwartz, dessen Verlust sich spürbar durch die gesamte Geschichte zieht. Seine Trauer und seine psychische Zerrissenheit wirken emotional und authentisch, auch wenn seine Entscheidungen nicht immer nachvollziehbar erscheinen. Gerade diese Widersprüchlichkeit macht ihn jedoch glaubwürdig, weil er wie eine Figur wirkt, die längst an ihren Grenzen angekommen ist.
Besonders spannend ist zunächst die Grundidee rund um verschwundene Passagiere und die Geheimnisse des Schiffs. Vor allem die Enthüllungen darüber, was auf der „Sultan of the Seas“ über Jahre hinweg passiert ist, sorgen immer wieder für starke Momente. Gleichzeitig verliert die Geschichte zwischendurch etwas an Spannung, da die Handlung häufig springt und lange Zeit nur wenige neue Erkenntnisse liefert. Dadurch wirkt der Spannungsaufbau eher wechselhaft, obwohl die Atmosphäre konstant bedrückend bleibt.
Auch viele der Nebenfiguren tragen zu diesem Gefühl des Misstrauens bei, weil kaum jemand wirklich vertrauenswürdig wirkt. Dadurch entsteht permanent das Gefühl, dass hinter vielen Charakteren verborgene Absichten stecken könnten.
Die Mischung aus psychologischem Thriller und Ermittlungsstory funktioniert grundsätzlich gut, auch wenn die Umsetzung nicht durchgehend die Intensität erreicht, die die Grundidee verspricht. Besonders gegen Ende zieht die Spannung jedoch wieder deutlich an. Die Auflösung überrascht zwar, wirkt insgesamt aber nicht vollkommen rund.
Fazit:
Passagier 23 überzeugt vor allem durch sein ungewöhnliches Setting, die düstere Atmosphäre und einen emotional gezeichneten Protagonisten. Auch wenn die Spannung nicht konstant gehalten wird und die Handlung stellenweise etwas sprunghaft wirkt, bleibt der Thriller durch seine Grundidee und die beklemmende Stimmung fesselnd.
- Ursula Poznanski
Erebos (Limited Edition)
(3.809)Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJaneDa von dieser Reihe bald der 3. Band erscheinen sollte, wollte ich sie noch einmal in „Vorbereitung“ lesen. Das letzte mal liegt auch schon etliche Jahre zurück und ich war gespannt, wie sich mein Blick auf das Buch verändert hat.
Insgesamt fand ich es noch immer klasse!
Das Vermischen des realen Lebens mit der Spielwelt aus Erebos war genial umgesetzt. Und als die Aufträge des Spiels in die reale Welt gewechselt haben, bin ich wieder völlig in den Bann des Buches (oder des Spiels) geraten und habe mitgefiebert und gerätselt - obwohl ich das Ende ja eigentlich schon kannte!
Was mir dieses mal allerdings unangenehm aufgefallen ist, war die Art, wie der Protagonist teilweise über Mitschüler gesprochen hat. Es passte zwar irgendwie zu seiner Art und meiner Vorstellung, wie Jungs in dem Alter miteinander und anderen umgehen, aber es hat mich trotzdem gestört. Denn es klang für mich nach Mobbing. Das hatte für mich einen faden Beigeschmack.
Trotzdem hat mir das Buch noch immer sehr gut gefallen und ich kann es unabhängig vom Alter der Lesenden empfehlen. Wer Games mag, kommt hier noch einmal mehr auf seine Kosten, doch auch so ist die Geschichte fantastisch.
- Sebastian Fitzek
AchtNacht
(1.604)Aktuelle Rezension von: Lauras_bunte_buecherregalDer Schreibstil ist toll. Ich mag die Art und Weise wie der Autor Geschichten erzählt. Ich muss dazu gestehen, dass ich die Inspirationsquelle (Film - „the Purge“) nie gesehen habe. Die Grundidee fand ich sehr faszinierend, vor allem die ethische Sichtweise.
Der Handlungsfaden war an manchen Stellen etwas verwirrend für mich. Ich habe tatsächlich bis zum Ende mit gerätselt und versucht mir die ein oder andere Frage zu beantworten. Am Ende habe ich tatsächlich auf alle Fragen eine Antwort bekommen und wurde sogar überrascht.
Ben war ein fesselnder Charakter. Die zwischenmenschlichen Beziehungen und vor allem die zu seiner Tochter waren interessant zu verfolgen. Rückblickend fand ich die ethische und soziale Perspektive sehr interessant in dem Buch.
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne. - Karen M. McManus
ONE OF US IS LYING
(1.235)Aktuelle Rezension von: JBreathEin spannendes Grundkonzept mit wechselnden Perspektiven, das vor allem im ersten Teil gut funktioniert. Die verschiedenen Blickwinkel der vier Verdächtigen machen das Rätseln interessant und halten die Spannung über weite Strecken aufrecht.
Die Figuren sind zwar teilweise etwas klischeehaft angelegt (Streberin, Sportler, Problemkind etc.), aber insgesamt solide umgesetzt. Gegen Ende lässt das Buch jedoch nach: Der Fokus verschiebt sich stärker auf eine Figur und ihr Liebesleben, was die eigentliche Spannung etwas abschwächt. Auch das Ende wirkt stellenweise unnötig konstruiert, besonders im Hinblick auf die Auflösung und den Epilog.
Der Twist ist grundsätzlich interessant, passt aber nicht ganz zum Titel, der dadurch etwas irreführend wirkt. Insgesamt ein gutes, unterhaltsames Buch, das aber sein starkes Niveau nicht ganz bis zum Schluss halten kann.
- Douglas Adams
Per Anhalter durch die Galaxis
(3.305)Aktuelle Rezension von: AndreasWIch habe Per Anhalter durch die Galaxis gelesen, weil ich mal etwas anderes als klassische Fantasy wollte – und genau das bekommt man hier auch.
Die Geschichte startet direkt ziemlich absurd:
Die Erde wird zerstört, und der Protagonist stolpert mehr oder weniger zufällig in ein intergalaktisches Abenteuer.Und genau das beschreibt das Buch eigentlich am besten:
👉 ein chaotisches, völlig unvorhersehbares Abenteuer durch das Universum.Humor & Stil
Der Humor ist das zentrale Element.
Er ist:
- trocken
- absurd
- teilweise komplett sinnlos – aber genau das macht ihn aus
Man merkt schnell, dass das Buch sich selbst und das gesamte Genre nicht wirklich ernst nimmt.
Handlung
Die Handlung ist eher locker aufgebaut.
Es gibt kein klares „Ziel“ wie in vielen anderen Geschichten.
Stattdessen reiht sich ein verrücktes Ereignis an das nächste.Das muss man mögen.
Wenn man eine klare Story erwartet, wird man hier eher nicht fündig.
Wenn man sich aber darauf einlässt, macht genau das den Reiz aus.Charaktere
Die Figuren sind bewusst überzeichnet und teilweise komplett absurd.
Gerade dadurch bleiben sie im Kopf.
Sie funktionieren weniger über Tiefe, sondern über ihre Eigenheiten und den Humor, den sie mitbringen.
Stärken & Schwächen
+ sehr eigener, einzigartiger Humor
+ kreative und verrückte Ideen
+ leicht zu lesen– kaum klassische Handlung
– nicht jeder kommt mit dem Humor klarFazit
Per Anhalter durch die Galaxis ist kein klassischer Roman.
👉 Es ist eher ein humorvolles, chaotisches Gedankenexperiment im Gewand einer Geschichte.
Wer auf trockenen, absurden Humor steht, wird hier viel Spaß haben.
Wer eine klare, strukturierte Handlung sucht, eher weniger. - Ursula Poznanski
Layers
(683)Aktuelle Rezension von: Nadine21Dorian ist obdachlos, seit er bei seinem Vater abgehauen ist. Eines Morgens erwacht er neben einem anderen Obdachlosen, der offenbar ermordet wurde? Dorian kann sich an nichts erinnern. Könnte er der Mörder sein? In seiner Not erscheint ihm Hilfe in Form eines Wohltäters, der obdachlose Jugendliche aufnimmt und ihnen in seiner Villa ein Dach über den Kopf bietet. Doch warum macht er das? Und warum müssen die Jugendlichen Flyer und andere Sachen verteilen?
Für mich ein solider Roman von Ursula Posznanski, aber nicht ihr bester. Die Spannung und die Frage nach dem Warum war immer da, aber im Mittelteil hat für mich die Handlung etwas nachgelassen. Es gab viele Wiederholungen und die Geschichte rund um die Villa war auch etwas undurchsichtig.
Das Ende fand ich dann zwar logisch, aber irgendwie auch unrealistisch. Es kam auf jeden Fall alles viel zu schnell und war dadurch etwas ruckelig.
Insgesamt aber ein gutes Jugendbuch der Autorin. Von mir eine bedingte Leseempfehlung. Vielleicht eher für Leser, die schon ein paar Bücher der Autorin kennen.
- Marc Elsberg
ZERO - Sie wissen, was du tust
(630)Aktuelle Rezension von: _jamii_London. Bei einer Verfolgungsjagd wird ein Junge erschossen. Sein Tod führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der gefeierten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die der Online-Newcomer einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones kann man sich nicht verstecken …
Der Schreibstil ist interessant und packend ab der ersten Seite. Im Verlauf der Geschichte werden mehrere Charaktere begleitet, man muss etwas bei der Sache sein, um jeweils die Hintergründe und Beziehungen untereinander präsent zu haben. Dafür erfährt man aber viel über die Motive der jeweiligen Personen.
Häppchenweise erfährt man mehr über die wahren Motive von Freemee, wenige Fragen werden beantwortet, viele neue tauchen auf. Die Spannung hält sich über das ganze Buch.
Das Thema ist hochaktuell und nicht weniger beängstigend. Dass Grosskonzerne unsere Daten munter sammeln, verwerten und verkaufen ist ja bekannt. Auch dass sie uns entsprechend manipulieren (können). Hier dann zu lesen, was alles daraus resultieren kann, ist erschreckend.
Zero agiert als Organisation im Hintergrund, welche die Menschen auf die Wichtigkeit ihrer Privatsphäre aufmerksam machen will.
Äusserst realitätsnah, erschreckend und spannend!
- Marc-Uwe Kling
QualityLand (QualityLand 1)
(889)Aktuelle Rezension von: Sanne54Eingangs war ich fast ein wenig überfordert mit der Geschichte um Peter Arbeitsloser, der in QualityLand dem Job des Maschinenverschrotters nachgeht und in der Level-Einordnung als „Nutzloser“ eingestuft ist. Grund dafür war, dass quasi in jedem Satz irgendeine satirische Anspielung steckt. Kling arbeitet insgesamt eine beachtliche inhaltliche Breite in seinem Roman ab, so dass sie erst nach und nach ein Kernthema herauskristallisiert. Peter bekommt - wie in QualityLand üblich - ungefragt Lieferungen von TheShop. Mit der Lieferung eines rosafarbenen Vibrators in Delfinform beginnt er sich zu fragen, ob etwas mit dem Algorithmus nicht stimmt und zum Rebellen wird er, weil es ihm nicht gelingt, das Teil wieder zurückzugeben - warum auch: Der Algorithmus irrt nie.
Parallel dazu bekommt man als Leser eine Einführung in die skurrile Welt des in allen Bereichen optimierten QualityLands und seiner nicht ganz so optimierten Bewohner, in dem aktuell Wahlkampf zwischen einem Androiden und einem rechtspopulistischen Politiker läuft.Faszinierend ist für mich die schier grenzenlose Flut an Ideen, die in diesem Buch verarbeitet wurden - und wie dabei ein sehr treffendes Bild einer Welt entsteht, die vielleicht doch gar nicht so absurd ist, wenn man die Anlagen in unserer aktuellen Gesellschaft betrachtet. Am Ende ist es aber ein Plädoyer für das menschliche Denken und die Freunde an der Unberechenbarkeit. Auf jeden Fall ist es auf den ersten Blick auch ein witziges Buch, wobei ich dann irgendwann eigentlich gar nicht mehr darüber Lachen konnte, weil es doch eigentlich sehr ernst ist.
Ein klug und gut beobachtetes Zukunftsszenario.
- Walter Isaacson
Steve Jobs
(238)Aktuelle Rezension von: OguzhanDas war meine erste Biographie das ich über einen gelesen habe, und ich habe mit Walter Isaacson sofort einen Meister gefunden der gnadenlos ehrlich über alle Bereich von Steve Jobs schriebt. Man taucht in das Leben von Steve Jobs ein, höhen und Tiefen. Es war eine wundervolle Reise es zu lesen das mich teilweise emotional tief mitgenommen hat.
- Dan Brown
Origin
(630)Aktuelle Rezension von: Mitterwallner
Das Thema der Geschichte, wo wir Menschen herkommen und wo wir hingehen ist hochaktuell. Ein bekannter Wissenschaftler wird kurz vor der Enthüllung seiner bahnbrechenden Erkenntnis zum Ursprung ermordet. Es deutet sich schon früh an, dass die katholische Kirche etwas gegen seine Pläne gehabt haben könnte. Der Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion ist auch in dieser Geschichte dominierend.
Wie vom Autor gewohnt, rasant spannend, ohne Unterbrechung. Den einzelnen Figuren wird gekonnt Leben eingehaucht, was sie gleich authentisch macht.
Ein klassischer Dan Brown – gerne das nächste Buch!
- Frank Schätzing
Die Tyrannei des Schmetterlings
(175)Aktuelle Rezension von: JosseleDer Roman, mittlerweile der achte des Autors, erschien 2018 und beschäftigt sich im Gewand eines Thrillers mit den Möglichkeiten, Risiken und Gefahren von Künstlicher Intelligenz (KI). Im Geäst eines Baumes über einer Schlucht wird eine Frauenleiche gefunden. Die Ermittlungen führen den Undersheriff Luther Opoku zur „Farm“, einem Gelände, auf dem die Firma Nordvisk mit KI experimentiert. Und was dann passiert, hätte sich der Polizist in den kühnsten Träumen nicht vorstellen können.
Und genau das ist auch ein Problem des Romans: es passieren zu viele Dinge, die man sich in den kühnsten Träumen nicht vorstellen kann, die völlig abwegig sind und die deshalb irgendwie die Spannung zerstören, weil einfach alles möglich ist, bis hin zu unendlich vielen Paralleluniversen. Schätzing geht in seinen Gedankenspielen aus meiner Sicht zu weit. Er spricht das sogar im Buch selbst an, wenn er den Chef-Programmierer Elmar Nordvisk zur neuen Mitarbeiterin Pilar Guzmán über das „Tor“ sagen lässt „Alles, was du bisher gesehen hast, wenn du in deinem Kopf gereist bist – dort ist es real! Plus ein paar Sachen, auf die dein Kopf nie kommen würde.“ (Fischer Tb, Oktober 2019, S. 448) Zwar wird das Klonen von Menschen, das ebenfalls thematisiert wird, vermutlich in naher Zukunft möglich sein und die KI wird Dinge realistisch machen, die man sich jetzt noch nicht vorstellen kann, aber auch mit KI geht eben nicht alles.
Hinzu kommt, dass sich der Roman sehr zäh liest, fast alles, was passiert wird ausführlichst geschildert und breitgetreten, teilweise aber so, dass man sich als Leser nicht wirklich etwas darunter vorstellen kann, was ebenfalls nicht zur Spannung beiträgt, weil es sehr wirr daherkommt.
Schätzing bedient sich stellenweise eines humorvollen, spöttischen Sarkasmus, der mir gefällt. Ein Beispiel: „Die kleine Disponentin wiegt sich in den Hüften, über denen ein knallenger Jeansrock um den Erhalt seiner Nähte kämpft.“ (ebd., S. 461) Das ist ein Pluspunkt.
Leider driftet der Roman dann bisweilen auch viel zu sehr in das Fantasy-Genre ab und aus der realen und zukünftigen KI und ihren Möglichkeiten wird pure Märchenerzählerei.
Insgesamt aus meiner Sicht eines der schwächsten Werke, die ich von Frank Schätzing gelesen habe. Die ausgedehnten Phantasmen im letzten Kapitel haben mir dann den Rest gegeben, auch und gerade, weil die Diskussion zwischen Elmar und Jaron über die Konsequenzen aus der Existenz einer dem Menschen haushoch überlegeneren Maschine furchtbar oberflächlich bleibt. Ein Stern.
- Ernest Cline
Ready Player One
(769)Aktuelle Rezension von: LesetropfenWenn man mit den vielen Referenzen auf die 80er Popkultur nichts anfangen kann, dann kommt einen das Buch zwischendurch etwas öde vor. So ging es mir. Bei meinen ersten Versuch habe ich das Buch abgebrochen. Aber nun nach einigen Jahren habe ich dem Ganzen nochmal eine Chance gegeben. Zwischendurch liest man auch ein paar recht düstere Passagen über die Menschheit und die moderne Technik. Will ich den zweiten Teil lesen ? Da bin ich mir noch nicht ganz sicher. Das erste Buch ist okay. Nochmal werde ich es aber nicht lesen wollen.
- Ursula Poznanski
Thalamus
(765)Aktuelle Rezension von: Andrea_BlaurockEs war faszinierend aus den Augen Timos den Unfall zu erleben, das Aufwachen aus dem Koma. Da zeigte die Autorin einmal mehr ihr grandioses Einfühlungsvermögen speziell die jungen Erwachsenen betreffend.
Als den eigentlichen Horror empfand ich Timos Unvermögen, seine Gedanken in Worte zu fassen. Faszinierend ist das geniale im doppelten Sinne generationsübergreifende Figurenensemble, samt Namenswahl.
Poznansky liefert einmal mehr den Beweis, das Gedanken genauso rasant sein können wie vermeintliche Verfolgungsjagden a la James Bond.oder weniger Nicht zuletzt katapultieren mehr oder weniger schuldige Ärzte und Wissenschaftler den Science Fiction in die Realität.
Ich wünsche diesem tollen Buch noch ein großes Lesepublikum
Andrea
- John Ironmonger
Der Wal und das Ende der Welt
(507)Aktuelle Rezension von: Ralph-KerpaEin wirklich schöner Roman, der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr gut. Eine Geschichte aus einer Zeit, in der die Welt unterzugehen scheint.
Eine Geschichte, die den meisten bekannt vorkommen dürfte. Eine Geschichte, in der der Zusammenhalt und die Zuversicht den Menschen die Hoffnung gibt, dass eben dies nicht passiert. Der Roman ist kurz vor der Corona Pandemie geschrieben worden, sehr schön geschrieben.
Ein lesenswertes Buch, das zum nachdenken anregt.
- Andreas Eschbach
NSA - Nationales Sicherheits-Amt
(366)Aktuelle Rezension von: Hanns_Steffen_RentschlerAndreas Eschbach hatte eine geniale Idee.
Also wirklich.
Was wäre, wenn die Nazis schon Computer gehabt hätten?
Eine dieser Fragen, bei denen man als Leser das Popcorn fallen lässt und denkt:
„Holy shit – das wird böse.“
Aber was kommt?
Ein Roman wie ein eingeschlafener Systemadministrator.
Eschbach öffnet die Hölle – und macht dann erstmal ein Backup.
Er ersetzt Goebbels durch Google, Himmler durch Hashwerte und den totalen Krieg durch eine sehr gründliche Datenbankpflege.
Widerstand? Fehlanzeige.
Konsequenz? Abgemildert.
Technologischer Impact?
So revolutionär wie eine Fritzbox im Reichstagsbunker.
Denn wer glaubt, man könne dem Dritten Reich digitale Macht geben, ohne die Welt gleich mit in den Abgrund zu ziehen, der schreibt nicht spekulativ – der schreibt feige.
Statt einer rasenden Neuinterpretation der Geschichte gibt’s kleinteiliges Hackerpathos, moralisches Rumschleichen und ein bisschen Metaethik auf Unterhaltungsniveau.
Eschbach will warnen – aber bitte so, dass es niemandem den Schlaf raubt.
Die Vision bleibt brav. Die Dystopie harmlos.
Die Pointe?
Technik ist gefährlich.
Danke. Das wussten wir schon.
Eschbach zeigt mal wieder wie ungefährlich Literatur bleibt –
wenn sie ihre eigenen Ideen nicht zu Ende denkt.
Stell dir vor, Hitler hat Zugriff auf Big Data – und Eschbach macht daraus einen Roman über Datensparsamkeit.
- Tad Williams
Otherland. Band 1
(320)Aktuelle Rezension von: Drachenbuecherhort„Otherland – Stadt der goldenen Schatten“ ist der erste Band der gleichnamigen dystopischen Science-Fiction-Reihe von Tad Williams. Dieses Buch entführt uns in eine faszinierende virtuelle Welt, die sowohl die kühnsten Fantasien als auch die schlimmsten Albträume beherbergt.
Die Geschichte spielt in einer nahen Zukunft, in der das Internet zu einem riesigen, allumfassenden virtuellen Netzwerk namens Otherland weiterentwickelt wurde. Dieses Netzwerk wurde von einer geheimen Gruppe, der sogenannten Gralsbruderschaft, geschaffen. Ihr Ziel ist es, die Menschheit durch dieses Netzwerk zu kontrollieren. Die Handlung folgt einer Gruppe von Menschen, die sich in dieser virtuellen Welt zusammenfinden, um gegen die Machenschaften der Gralsbruderschaft zu kämpfen.
Trotz der Tatsache, dass „Otherland“ eher eine jüngere Zielgruppe anvisiert, ist Tad Williams’ Schreibstil anspruchsvoll und erfordert konzentriertes Lesen. Die vielen Handlungsstränge und Perspektiven können zu Beginn verwirrend sein, aber sobald man sich in die Welt eingelesen hat, entfaltet das Buch seinen vollen Zauber. Williams’ Fähigkeit, eine so komplexe und detaillierte Welt zu erschaffen, kommt auch hier wieder beeindruckend zur Geltung und macht das Lesen zu einem intensiven Erlebnis.
Während „Otherland – Stadt der goldenen Schatten“ durch seine komplexe Handlung und tiefgründigen Charaktere besticht, gibt es auch Passagen, die sich in die Länge ziehen. Tad Williams nimmt sich oft viel Zeit, um die virtuelle Welt und ihre zahlreichen Details zu beschreiben. Diese ausführlichen Beschreibungen können zwar die Immersion verstärken, führen aber auch dazu, dass die Handlung manchmal ins Stocken gerät. Besonders in den mittleren Kapiteln kann es vorkommen, dass die Spannung nachlässt und die Leser sich durch langatmige Abschnitte kämpfen müssen, bevor die Geschichte wieder an Fahrt aufnimmt. Diese Passagen erfordern Geduld, belohnen aber letztlich mit einer reichhaltigen und tiefgründigen Erzählung.
Die Charaktere in „Otherland“ sind vielfältig und vielschichtig. Von einem alten Mann in einer Garnison über eine junge Universitätsmitarbeiterin bis hin zu einem Buschmann und einem zehnjährigen Jungen – jede Figur bringt ihre eigene Geschichte und Perspektive mit ein. Diese scheinbar unabhängigen Geschichten werden nach und nach miteinander verwoben, was die Komplexität und Tiefe der Erzählung erhöht.
Ein zentrales Thema des Buches ist die Macht und Kontrolle durch Technologie. Williams stellt die Frage, wie weit Menschen gehen würden, um Macht zu erlangen und zu behalten. Die virtuelle Welt von Otherland dient dabei als Metapher für die reale Welt und die Gefahren, die mit der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung einhergehen.
„Otherland – Stadt der goldenen Schatten“ ist ein großartiger Roman der Science-Fiction-Literatur. Es fordert den Leser heraus, bietet aber auch eine reiche und lohnende Erfahrung. Für Fans von komplexen Geschichten und tiefgründigen Charakteren ist dieses Buch ein absolutes Muss. Es regt zum Nachdenken an und bleibt lange im Gedächtnis.
- Catherine Jinks
Teuflisches Genie
(455)Aktuelle Rezension von: angies_bücherDas Cover des Buch ist ein echter Hingucker und wirklich toll. Auch der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen.
Leider war es das mit dem Positivem. Die Geschichte selbst ist vollkommen verrückt, wirr und unterm Strich auch sehr langweilig. Außerdem vollkommen unrealistisch und an den Haaren herbeigezogen. Bis zum Schluß habe ich auf eine Auflösung oder etwas, was die Geschichte doch noch lesenswert macht gewartet. Für mich ist das Buch wirklich eine totale Enttäuschung.
Und das schlimmste ist, dass Band 2 und 3 auch noch bei mir im Bücherregal stehen! Weiß noch nicht, ob ich denen noch eine Chance gebe. Ich habe mich durch diesen ersten Band wirklich über Wochen durch gequält. Sehr schade.
- Dan Brown
Diabolus
(1.699)Aktuelle Rezension von: LuliaAls der Entwickler eines unknackbaren Codes namens Diabolus unter mysteriösen Umständen stirbt, wird die Kryptografin Susan Fletcher gerufen um das Rätsel zu lösen. Während Susan im Hochsicherheitszentrum der NSA gegen einen unsichtbaren Verräter kämpft, jagt ihr Verlobter David Becker in Spanien einem Ring hinterher, der den Schlüssel zum Code enthalten soll. Die rasante und spannende Handlung springt zwischen diesen beiden Handlungssträngen hin und her, was der Haupttreiber für die Dynamik des Buches darstellt.
Bei den Protagonisten stehen Susan und David im Mittelpunkt der Handlung, die sympathisch und nahbar dargestellt werden. Relevante Nebenprotagonisten bereichern die Handlung und steuern ein angenehmes Facettenreichtum bei.
Wer rasante Thriller mit einem originellen Thema mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist filmartig, klar und vermittelt komplexe technische Zusammenhänge sehr verständlich.
Einziger Minuspunkt: Manche kleinere Logiklücken und etwas zu konstruierte Zufälle mindern den Lesespaß ein wenig.
Insgesamt kann ich das Buch empfehlen. - JP Delaney
The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.
(386)Aktuelle Rezension von: Gin_ahab das buch im urlaub gelesen und es war schon fesselnd und eine interessante idee. auch die abwechslung zwischen der vorherigen und der jetzigen frau und auch, dass beide charaktere eine gewisse tiefe besitzen. jedoch war es teilweise ein wenig zu lang, und ohne die gänsefüßchen bei den rückblicken war mein lesefluss ein wenig unterbrochen.
die idee, eines hauses mit system, minimalismus und alles war jedoch interessant und ich denk auch nach dem beenden das buches teilweise darüber nach- natürlichen nur bis zu einem gewissen grad, aber was brauchen wir eigentlich wirklich? was ist unverzichtbar?
naja, ob ich das buch empfehlen würde, weiß ich dennoch nicht. Da gibt es doch spannendere Bücher, mit einem angenehmeren Lesefluss und Schreibstil. Schlecht war es jedoch auch nicht, deshalb 3 Sterne.
- Daniel Suarez
DAEMON
(311)Aktuelle Rezension von: StephanvaDieses Buch weiß wirklich zu überzeugen. Auch wenn es inhaltlich schon etwas in die Jahre gekommen ist, ist die Idee dahinter sehr spannend. In der Fortsetzung "Darknet" wird die packende Geschichte zu Ende erzählt.
Daniel Suarez zeichnet eindrücklich ein Bild von einer sich verändernden Gesellschaft, wenn der Einsatz von virtueller Realität die "reale" Welt unterläuft. Geschickt erzählt er, wie verschiedene technische Innovationen ganze Gruppen verändern können. Dabei zeigen die verschiedenen Charaktere sowohl die hellen als auch dunklen Seiten der Menschen, die eine solche Veränderung mit sich bringt.
Deamon und Darknet sind eine absolute Leseempfehlung!
- Kate Harrison
Soul Beach (Band 1) – Frostiges Paradies
(664)Aktuelle Rezension von: LesebegeisterteAlice Schwester wurde ermordet. Am Tag der Beerdigung erhält sie eine Mail von ihrer Schwester. Zunächst glaubt Alice an einen schlechten Scherz, doch folgt sie der Einladung in eine virtuelle Welt namens Soul Beach. Diese Welt zieht Alice sofort in ihren Bann. Doch wer steckt hinter dieser Welt? Warum sind alle Menschen auf Soul Beach so toll? Fragen über Fragen die sich nach und nach beantworten.
Teil 1 von 3. Ich fand den Schreibstil sehr unheimlich, mysteriös aber unglaublich spannend. Konnte das Buch kaum zur Seite legen! Der Schluss ist schon sehr spektakulär! Bin gespannt, wies es weiter geht.
- Ursula Poznanski
Cryptos
(467)Aktuelle Rezension von: Tine_1980Jana ist Weltendesignerin und in ihrer und den anderen Welten können Menschen aus der Realität fliehen. Denn in der Wirklichkeit ist die Welt nicht mehr, wie sie mal war. Das Klima ist gekippt und den Leuten bleibt nur die Flucht ins Virtuelle. Doch Kerrybrook, eine sehr friedliche Welt von Jana gehen komische Dinge vor sich und als auch noch ein Mord passiert, ist Jana gezwungen zu handeln.
Jana ist eine taffe, junge Frau, die für Mastermind arbeitet, die die Onlinewelten innehaben. Sie designt Welten und hat diese immer gut im Blick. Doch als in Kerrybrook ein Mord geschieht, bemerkt sie, dass etwas im Argen liegt. Als sie dann verfolgt wird und sie durch eine Gruppe Menschen Dinge herausfindet, kann sie nicht mehr so weitermachen wie bisher. Etwas muss sich ändern.
Die Menschen steigen täglich in ihre Kapseln und reisen in die virtuellen Welten, die sehr vielfältig waren. Von Fantasy-Welten, harmonischen Städten oder aus einer anderen geschichtlichen Epoche bis hin zu einer Reise zu Vampiren oder Dinosauriern war alles gegeben.
Ich fand die Idee der Onlinewelten sehr gut beschrieben. Die Welt, die am Ende ist, zu viele Menschen für zu wenig Ressourcen. Die Flucht in die Onlinewelten, um dort zu essen, eine schöne Zeit zu haben oder Abenteuer zu erleben.
Man konnte sich die Welten perfekt vorstellen und Jana ist durch einige transferiert. Es gab für jede Vorliebe eine Welt und diese waren sehr detailliert beschrieben.
Auch die dystopische Welt in der Realität war sehr real und es ist erschreckend, wie die Zukunft aussehen könnte. Dies ist gar nicht so abwegig, da die CO² Problematik gegeben ist und die Erderwärmung immer mehr ansteigt.
Die Spannung war sehr schnell da, nach einer kleinen Einführung, ging es direkt ins Geschehen und diese Kurve nach oben war stets gegeben. Die Ideen, die in die Welten einfließen und die Jana und ihre Freunde aufbauen war super.
Es war eine spannende, actionreiche Story, die in einer Zukunft spielt, die es so tatsächlich geben könnte. Erschreckend, beklemmend und mitreißend! Unbedingte Leseempfehlung!























