Bücher mit dem Tag "corona"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "corona" gekennzeichnet haben.

169 Bücher

  1. Cover des Buches Der Wal und das Ende der Welt (ISBN: 9783596714292)
    John Ironmonger

    Der Wal und das Ende der Welt

    (507)
    Aktuelle Rezension von: Ralph-Kerpa

    Ein wirklich schöner Roman, der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr gut. Eine Geschichte aus einer Zeit, in der die Welt unterzugehen scheint. 

    Eine Geschichte, die den meisten bekannt vorkommen dürfte. Eine Geschichte, in der der Zusammenhalt und die Zuversicht den Menschen die Hoffnung gibt, dass eben dies nicht passiert. Der Roman ist kurz vor der Corona Pandemie geschrieben worden, sehr schön geschrieben. 

    Ein lesenswertes Buch, das zum nachdenken anregt.

  2. Cover des Buches Über Menschen (ISBN: 9783442772193)
    Juli Zeh

    Über Menschen

    (443)
    Aktuelle Rezension von: JanaRuh

    Juli Zehs Über Menschen erzählt die Geschichte von Dora, die aus der Großstadt aufs Land zieht, um Abstand von ihrem bisherigen Leben zu gewinnen. Dort trifft sie auf Menschen, die so ganz anders sind als sie selbst – und genau daraus entstehen spannende, manchmal unbequeme, aber sehr menschliche Begegnungen. Ohne zu viel vorwegzunehmen zeigt der Roman, wie schnell Vorurteile entstehen und wie wichtig es ist, hinter Fassaden zu schauen.

    Besonders beeindruckt haben mich die Figuren des Romans. Juli Zeh schafft es, ihre Charaktere unglaublich nahbar und authentisch wirken zu lassen. Niemand ist nur „gut“ oder „schlecht“ – alle tragen Widersprüche in sich, genau wie im echten Leben. Gerade dadurch wird die Menschlichkeit in den Mittelpunkt gestellt.

    Am meisten geblieben ist mir die Botschaft, dass ein „Gutmensch“ nicht unbedingt derjenige ist, der die Welt retten oder moralisch über anderen stehen will. Viel wichtiger erscheint im Roman die konkrete Nächstenliebe: Menschen zuzuhören, Verständnis zu zeigen und trotz unterschiedlicher Meinungen respektvoll miteinander umzugehen. Diese leise, unaufdringliche Menschlichkeit macht das Buch besonders lesenswert.

    Der Schreibstil ist angenehm klar und gleichzeitig tiefgründig. Juli Zeh regt zum Nachdenken an, ohne belehrend zu wirken. Für mich ist Über Menschen ein Roman, der noch lange nach dem Lesen nachhallt.



  3. Cover des Buches Hoffnung auf Papier (ISBN: 9783426529980)
    Stephanie Butland

    Hoffnung auf Papier

    (192)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Stell dir vor, du schlenderst durch die gemütlichen Gassen von York, vorbei an Pubs, die nach Ale und Geschichte riechen, und stolperst plötzlich über ein Antiquariat, das nicht nur Bücher, sondern auch Hoffnung verkauft. Willkommen in Loveday Cardews Welt, in der ein Buch nicht nur Papier und Tinte ist, sondern eine Rettungsleine in Zeiten des Corona-Lockdowns.

    Loveday Cardew, die ungekrönte Königin der Bücher

    Loveday ist nicht deine durchschnittliche Buchladenbesitzerin. Sie könnte glatt als Superheldin durchgehen – wenn Superheldinnen alte Bücher, statt Capes, tragen würden. Als das Schicksal in Form eines Lockdowns zuschlägt, sitzt sie nicht einfach da und liest die Klassiker (obwohl, zugegeben, das auch eine Option wäre). Nein, sie findet eine geniale Idee: Eine Bücherapotheke, die in der Lage ist, jedes noch so gebrochene Herz zu heilen. Wer braucht schon Superman, wenn man Loveday hat?

    Die Bücherapotheke – Heilung auf Rezept

    Die Idee ist so einfach wie genial: Menschen schicken ihre Leidensgeschichten, und Loveday verschreibt die perfekte literarische Medizin. Von "Krieg und Frieden" gegen Einsamkeit bis hin zu "Der kleine Prinz" als Heilmittel gegen Existenzkrisen – Loveday hat für jedes Wehwehchen das passende Buch parat. Es ist fast so, als hätte Mary Poppins beschlossen, statt einem Regenschirm einen Buchladen zu eröffnen.

    Ein Brief, der alles ändert

    Der Auslöser für Lovedays genialen Einfall ist ein Brief von Rosemary und George, einem Ehepaar, das beweist, dass Liebe nicht nur durch den Magen, sondern auch durch gemeinsame Leseabenteuer geht. Dieser Brief ist der Funke, der Loveday dazu bringt, ihr Antiquariat in eine Oase der Hoffnung zu verwandeln. Denn wenn es etwas gibt, das noch ansteckender ist als ein Virus, dann ist es die Liebe zu Büchern.

    Zwischen den Zeilen der Pandemie

    Stephanie Butland schafft es, in "Hoffnung auf Papier" nicht nur eine Geschichte über Bücher zu erzählen, sondern auch ein lebendiges Bild der Pandemie zu zeichnen. Es ist, als würde man einen Roman lesen und gleichzeitig durch ein Fenster in die Seelen der Menschen blicken, die versuchen, ihren Weg durch die Dunkelheit zu finden. Und genau wie im echten Leben, findet man auch in diesem Buch Lichtblicke, die einem das Herz wärmen.

    Fazit: Ein Buch, das beweist, dass Lesen die beste Medizin ist

    "Hoffnung auf Papier" ist mehr als nur ein Roman; es ist ein Plädoyer für die Kraft der Literatur und eine Erinnerung daran, dass in Zeiten der Not Bücher zu unseren besten Freunden werden können. Loveday Cardew ist die Freundin, die wir alle während des Lockdowns gebraucht hätten – eine, die genau weiß, welches Buch uns aufmuntern kann. Also, wenn du das nächste Mal das Gefühl hast, gegen Windmühlen zu kämpfen, erinnere dich an Loveday und greif zu einem Buch. Denn wie sie beweist, kann man selbst in den düstersten Zeiten Hoffnung auf Papier finden.

  4. Cover des Buches I'm a Nurse (ISBN: 9783453605602)
    Franziska Böhler

    I'm a Nurse

    (89)
    Aktuelle Rezension von: Wunderweltensbuecher

    Da ich selber im Bereich der Pflege ausgebildet bin und Franzi zusätzlich von sozialen Medien kannte war ich sehr gespannt auf das Buch. 

    Ich finde es sehr gut strukturiert, mit den verschiedenen Bereichen, die es in der Pflege und im Leben halt so gibt. Sie geht sehr authentisch mit allen Themen um, die einem dabei begegnen. Dabei beschönigt sie nichts, versucht aber trotzdem einem nicht den Mut und die Hoffnung in die Berufsgruppe und das Gesundheitssystem als solches zu nehmen. Die immer wieder eingestreuten Beispiele und Verweise auf Studien usw. machen das Buch sehr lebendig und greifbar. 

  5. Cover des Buches Holly (ISBN: 9783453429680)
    Stephen King

    Holly

    (185)
    Aktuelle Rezension von: Julietta89

    Ich bin eigentlich kein großer Fan von Kriminalromanen, und „Holly“ kommt diesem Genre schon ziemlich nahe. Wenn es kein Buch von Stephen King gewesen wäre, hätte ich es wohl gar nicht erst zur Hand genommen. Umso überraschter war ich, wie sehr mich die Geschichte trotzdem gefesselt hat. King gelingt es hier, auf eine sehr spannende Art und Weise eine Ermittlung zu erzählen, die trotz des klassischen Krimi-Settings so viel mehr bietet.

    Besonders beeindruckend fand ich den Aufbau der Story. Die parallelen Handlungsstränge, die sich nach und nach aufeinander zubewegen, haben mich richtig mitgerissen. Man will unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt, auch wenn man als Leser teils schon etwas mehr durchschaut als die Protagonistin Holly selbst. Das sorgt für eine tolle Spannung, die King meisterhaft steuert. Und das ganz ohne seine sonst so typischen übernatürlichen Elemente – was ich eigentlich interessant fand, auch wenn mir ein bisschen von diesem King-Flair dadurch gefehlt hat.

    Trotzdem ist „Holly“ ganz klar ein Buch, das man als King-Leser nicht verpassen sollte. Es geht tief in die Abgründe der menschlichen Psyche und zeigt, wie komplex und dunkel das Leben sein kann. Für mich war es eine gelungene Überraschung, die mich auch über das Genre hinaus begeistert hat.

  6. Cover des Buches Wuhan Diary (ISBN: 9783455010404)
    Fang Fang

    Wuhan Diary

    (32)
    Aktuelle Rezension von: SaintGermain

    Ende 2019 bricht COVID-19 in Wuhan aus. Anfang 2020 startet der Lockdown in der chinesischen Millionenstadt. "Eingesperrt" ist so auch die Schriftstellerin Fang Fang, die in einem Blog ihr persönliches Tagebuch über 60 Tage führt. 

    Das Cover des Buches ist absolut passend und gefällt mir hervorragend.

    Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet, auch wenn man oft auch merkt, dass es eben "nur" aus einem Blog zusammengestellt ist und so auch kein literarisches Meisterwerk darstellt. Dies meine ich aber nicht negativ, da es dem Buch auch eine noch höhere Authentizität gibt.

    Ich habe das Buch doch jetzt einige Zeit nach der Pandemie gelesen, denn während der COVID-19-Welle hörte, sah und las man ja kaum über anderes. Und ich glaube im Nachhinein betrachtet, zeigt das Buch doch viele interessante Aspekte.

    Die Autorin schreibt eben jeden Tag einen Tagebucheintrag, der meist persönlich gehalten ist, aber natürlich fließen nicht nur die Zahlen der Erkrankten oder Todesfälle ein, sondern die Autorin macht sich auch Gedanken, was alles falsch läuft oder man besser machen (hätte) können.

    So ist auch ein großes Thema, dass am Anfang das Corona-Virus in Wuhan verschwiegen, ja sogar verleugnet wurde und daher die Krankheitsfälle mehr wurden. Denn selbst als man das Virus bekannt machte, wurde kommuniziert es wäre kein Problem und eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung sei unmöglich.

    Was die Autorin allerdings so nicht aufgreift, ist warum das wohl so sei. Sicher wird hier von unfähigen Beamten gesprochen, aber eben auch, dass das Virus seinen Ursprung am Markt für Meeresfrüchte habe, was schon damals im Westen der Welt angezweifelt wurde und mittlerweile fast ausgeschlossen wurde. Hier deutet natürlich viel darauf hin, dass es tatsächlich im Labor entstanden ist.

    Ein weiteres großes Thema neben den Maßnahmen und dem Eingesperrt-Sein ist hier auch die Zensur, denn die Blogs der Autorin werden immer wieder gesperrt und auch negativ kommentiert, was Fang Fang auf die Linksextremisten schiebt. Insgesamt wirkt sie doch sehr regierungsfreundlich, was natürlich auch an der politischen Lage und Zensur liegen kann bzw. wird.

    Am Ende des Buches ist nicht nur eine Chronologie des COVID-Virus (bis Mitte 2020) zu finden, sondern auch eine Erklärung vieler Wörter, Personen und geschichtlichem Hintergrundwissen, das ein Europäer normal so nicht weiß. So ist dies sehr hilfreich.

    Das Buch endet mehr oder weniger mit dem Ende des Lockdowns in Wuhan, während es im Rest der Welt erst so richtig losgeht.


    Fazit: Interessanter Rückblick auf die Pandemie. 5 von 5 Sternen

  7. Cover des Buches Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen (ISBN: 9783548068466)
    Torsten Sträter

    Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen

    (111)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding

    Inhalt:
    In "Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen" versammelt Torsten Sträter eine Mischung aus humorvollen Geschichten, Beobachtungen aus dem Alltag und persönlichen Einblicken. Viele der Texte greifen typische Sträter-Themen auf: absurde Situationen, trockener Ruhrpott-Humor und pointierte Alltagsreflexionen. Darüber hinaus widmet sich das Buch auch ernsteren Aspekten, insbesondere der Corona-Pandemie sowie Sträters eigenen Erfahrungen mit Depressionen und psychischer Gesundheit.

    Meinung:
    Ein wesentlicher Kritikpunkt ist, dass ein Großteil der Geschichten bereits aus TV-Auftritten oder dem Internet bekannt ist. Dadurch fehlt beim Lesen oft der Überraschungseffekt, und das Buch wirkt stellenweise wie eine Sammlung bereits verwerteter Inhalte, anstatt wirklich Neues zu bieten.
    Die ernsteren Themen – insbesondere Depressionen und der Umgang mit psychischer Gesundheit – sind grundsätzlich wichtig und verdienen Aufmerksamkeit. Es ist auch authentisch, dass Torsten Sträter diese Aspekte seines Lebens einfließen lässt. Allerdings entsteht hier der Eindruck, dass diese Passagen nicht die Tiefe erreichen, die sie eigentlich bräuchten. Statt wirklich aufklärend oder intensiv verarbeitet zu wirken, erscheinen sie eher wie ergänzende Einschübe, die das Buch füllen, ohne ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

    Cover:
    Das Cover passt zum Autor und damit zum Buch.

    Fazit:
    Das Buch bietet solide Unterhaltung für Fans, die Sträters Stil mögen und seine Geschichten gerne noch einmal nachlesen möchten. Wer jedoch auf neue Inhalte oder eine tiefgehende Auseinandersetzung mit ernsteren Themen hofft, könnte enttäuscht werden. Daher vergebe ich 3 Sterne, weil sich das Buch gut lesen lässt, aber nicht viel Neues bringt.

  8. Cover des Buches Vierzehn Tage (ISBN: 9783423290029)
    Margaret Atwood

    Vierzehn Tage

    (27)
    Aktuelle Rezension von: Kraatz_A

    Dieser Corona Roman besteht aus Kurzgeschichten der verschiedensten Autoren und Autorinnen .Es ist ein Stück Zeitgeschichte mit einem klasse Ende,  das super passt! 

    Leider wirken manche Geschichten etwas langatmig. Gut gefallen hat mir der weibliche Aspekt mancher Geschichten und dass viele Kurzgeschichten von People of Color sind. 

  9. Cover des Buches Lock Down Under (ISBN: 9783754619575)
    April Wynter

    Lock Down Under

    (62)
    Aktuelle Rezension von: isisbuecherwelt

    Ich kam gut in die Geschichte rein und konnte mich ein Stück weit von ihr fesseln lassen. 

    Ich mochte auch die Erklärungen und Definitionen total gerne. So brauchte man nicht noch googeln und hat alles verstanden.

    An sich war der Schreibstil wirklich toll gewesen. Es ließ sich alles leicht und flüssig lesen. Die bildhafte Beschreibung war wirklich gelungen gewesen. Ich habe alles bildlich vor meinem inneren Auge gesehen. Gefühlstechnisch ist bei mir nichts passiert. Es war mir oft einfach zu nüchtern geschrieben. Auch die Gespräche zwischen den Charakteren waren mir oft etwas zu fachlich.

    Die Idee jedoch war wirklich gut. Diese Geschichte zeigt was man alles erreichen kann, selbst wenn mit mal alles anders kommt wie man denkt.

    Die Charaktere waren auch wirklich gut ausgearbeitet gewesen und ich mochte die Dynamik zwischen ihnen total.

    Eine tolle Geschichte die zeigt, dass es immer Möglichkeiten und Wege gibt.

  10. Cover des Buches Und erlöse uns von den Blöden (ISBN: 9783492075008)
    Monika Gruber

    Und erlöse uns von den Blöden

    (41)
    Aktuelle Rezension von: H-Lsh

    Selten neben Dieter Nuhr habe ich über die Zivilgesellschaft so herzlich gelacht. Wenn die angesprochenen Probleme nicht so ernst und erlebbar wären, könnte ich das Buch als Comic oder leicht beschreiben. Leider musste ich während des Lesens aber oft zustimmen und den Kopf schütteln. Eine amüsante Lektüre für jede Gelegenhei.

  11. Cover des Buches Sonnenkind und Schattenkrieger (ISBN: 9783956512971)
    Bodo Staudacher

    Sonnenkind und Schattenkrieger

    (28)
    Aktuelle Rezension von: AnnettS

    Bodo Staudacher, erzählt uns hier seine Lebensgeschichte. Eigentlich war sein Leben immer ganz in Ordnung, er selber bezeichnet sich sogar als Glückskind. Seine Kindheit war schön, auch sein späterer Werdegang im Berufsleben erfüllend, bis er 2020, mitten in der Corona Pandemie seine erschütternde Diagnose erhielt. Er hat Krebs im fortgeschrittenem Stadium, ein Hodgkin-Lymphom. diese Diagnose reißt ihm den Boden unter den Füßen weg. Er ist erst 35, verheiratet und hat eine kleine Tochter. Wie soll das Leben nun weiter gehen. Aber er hat Hoffnung und die Erinnerungen an schöne Momente in seinem Leben, geben ihm Kraft und Halt. Er innert sich und schreibt all diese Momente danieder. Meiner Meinung nach, etwas unausgeglichen. Seine Reiseerlebnisse, auch seine Arbeit im Ausland, beschreibt er ausführlich, andere Dinge kommen hier etwas zu kurz. Seine Frau und Tochter werden im Krankheitsprozess nur selten erwähnt und wenn, wirkt es wie eine Abhandlung. Hier fehlen mir die Emotionen. Seine Therapie hingegen beschreibt er ausführlich und in seine Gedanken und Gefühle kann man sich sehr gut hineinversetzen. Ab und zu gibt es ein paar Wiederholungen, in Bezug auf die Corona-Pandemie. Das dieses Schicksal ihn nun genau während der Corona-Pandemie passiert ist psychisch noch belastender. Die Geschichte selbst ist interessant, der Schreibstil fließend und ansprechend. Ich denke das diese Geschichte auch hilfreich für Betroffene sein kann. Ich finde es erstaunlich, das er den Mut gefasst, all seine Eindrücke hier zu schildern, denn das ist nicht einfach in so einer Situation.

  12. Cover des Buches Dream Count (ISBN: 9783596711505)
    Chimamanda Ngozi Adichie

    Dream Count

    (76)
    Aktuelle Rezension von: Gingerteabooks

    Das Buch handelt von vier afrikanischen Frauen und ihren Lebenserfahrungen. Chia ist auf der Suche nach der großen Liebe, aber sie gerät immer an die falschen Männer und bleibt dann zu lange. Zikora misst sich an anderen und deren Erwartungen, während sie alleinerziehende Mutter wird. Kadi durchläuft die Hürden und Grausamkeiten der amerikanischen Einwanderung und wird dann vergewaltigt und von der Presse gejagt. Omelogor muss sich damit einschlagen, dass alle ihr sagen, sie solle Mutter und Ehefrau werden, auch wenn sie das nicht will. Das Buch ist feministisch, echt und zeigt Rassismus ohne Scheu. Teilweise ist es grausam, weshalb ich jedem empfehlen kann, erstmal Triggerwarnungen dazu zu googlen. Diese Grausamkeit hat mich aber auch bewegt. Nichts wird durch Metaphern verschönt oder durch Zeitsprünge verkürzt. Man liest das gesamte Ausmaß, mit dem diese vier schwarzen Frauen leben müssen. An vielen Stellen war mir das Buch aber zu langsam. Es hat an Stellen verweilt, die ich mir kürzer gewünscht hätte.

  13. Cover des Buches Pflegers Diary (ISBN: 9783745919387)
    Metin Dogru

    Pflegers Diary

    (22)
    Aktuelle Rezension von: trollchen

    Pflegers Diary

    Herausgeber ist Edition Michael Fischer / EMF Verlag und hat 224 Seiten.

    Kurzinhalt: Wenn Metin nach Feierabend mal wieder an seine Kühlschranktür klopft, weiß er, dass an diesem Tag sehr viele Patient*innen nach ihm gerufen haben – Er ist Krankenpfleger durch und durch, und ohne diese Leidenschaft geht das in seinen Augen auch gar nicht. Denn das kaputtgesparte Gesundheitssystem, der stressige Klinikalltag und die mangelnde Wertschätzung machen seinen Job zu einer Herausforderung.

    Doch die Patient*innen stehen immer an erster Stelle und das Team hält zusammen. Metin kennt sie alle: die kratzbürstige Schwester Rabiata, ihre Kollegin Uschi, die gute Seele der Station, oder die jungen Auszubildenden, die angesichts des täglichen Wahnsinns versuchen, nicht durchzudrehen. Sie alle entscheiden sich jeden Morgen aufs Neue dafür, ihrem Beruf mit Professionalität und Engagement nachzugehen.  

    In seinem ersten Buch erzählt Metin (@ metinlevindogru) von einem Berufsalltag zwischen Hoffnung und Verzweiflung, von berührenden Schicksalen und urkomischen Momenten. Seine Geschichten machen deutlich, was schiefläuft, aber zeigen auch, warum Metin trotz allem nicht aufgibt – für uns alle.

    Meine Meinung: Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, weil ich den Metin Degru auf den sozialen Medien ihn folge und ich finde, es hat Hand und Fuss , was er erzählt über die Pflege. Das Buch beschreibt die einzelnen Fazetten der pflege, mit denen wir täglich zu kämpfen haben , aber es zeigt auch von ihm die verschiedenen Gesichter, ob es nun Schwester Rabbiata ist ( die ich sehr gern habe, weil ich auch so in etwa bin) oder Schwester Uschi, jeder hat seine Berechtigung in der Pflege zu arbeiten. Ich finde ihn einfach sehr ehrlich und er beschreibt auch nicht nur die negativen seiten des pflegealltags, sondern auch die positiven. Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben und man kann sich gut damit identifizieren, wenn man in der Pflege arbeitet. 

    Mein Fazit: Ein tolles Buch über den Pflegealltag, der humorig und unterhaltsam geschrieben wurde. Ich werde ihn auf jeden fall weiter folgen und hoffe, dass er noch viele gute Jahre in der Pflege hat. Ich vergebe 5 Sterne und kann das Buch jedem empfehlen. 

  14. Cover des Buches Auf diese Art zusammen (ISBN: 9783644009660)
    Jojo Moyes

    Auf diese Art zusammen

    (102)
    Aktuelle Rezension von: KarinJ

    Mir hat diese Kurzgeschichte sehr, sehr gut gefallen. Die Autorin Jojo Moyes hat eine Art, einerseits gleichzeitig effizient und anschaulich, andererseits auch überraschend zu erzählen. Es gibt keine detaillierten, langatmigen Beschreibungen z. B. von Handlungen, welche die Vorstellung des Lesers unnötig lenken. Die Autorin erzählt, was auf der Ebene darüber passiert, und eröffnet damit, während die Situation dargestellt wird, Einblicke in Gedanken und Gefühle der handelnden Figuren. Ihre Dialoge haben kleine Einschübe, die auflockern, aber zudem helfen, die Figuren zu charakterisieren. Sehr glaubwürdig beschreibt Jojo Moyes die schwierige Situation des Lockdowns, welche die Hauptfigur Lou einerseits von ihrem Mann trennt, sie andererseit zu einem Leben mit den Eltern zwingt. Angst, der Wille, das Problem zu überwinden, und die Belastungen und Absurditäten der Pandemie werden deutlich. Die Autorin hat es geschafft, dies in überwingend munterem Ton zu schreiben. Wo es traurig wird, konnte sie dem Ganzen einen Anstrich von Zuversicht zu geben, und ist dabei realistisch und glaubwürdig geblieben. Das Ende fand ich etwas hastig. Nur aufgrund der Kürze des Textes vergebe ich keine 5 Punkte, sondern nur 4.

  15. Cover des Buches Abgetaucht (ISBN: 9783426525272)
    Susanne Fröhlich

    Abgetaucht

    (27)
    Aktuelle Rezension von: Mo_Na2

    Eigentlich könnte jetzt ein bisschen Ruhe einkehren bei Andrea und Paul – die beiden sind zurück in Frankfurt und wohnen nun zusammen in einer Wohnung, das Haus ist verkauft. Der Alltag plätschert gemächlich vor sich hin. Doch natürlich bleibt es nicht lange dabei. Wer Andrea kennt, weiß: Der ganz normale Wahnsinn ist nie weit entfernt.

    Paul hat alle Hände voll zu tun mit seiner Praxis – und mit dem Liebesleben seiner Ex-Frau, die er prompt mit einem befreundeten Radiologen verkuppelt. Andrea muss derweil nicht nur den Alltag meistern, sondern auch zwischen familiären Fronten vermitteln: Tochter Claudia ist ungewollt schwanger nach einem One-Night-Stand (und nein, der Vater ist nicht Emil), Sohn Mark studiert vor sich hin, Pauls Tochter Alexa zieht kurzerhand bei Andrea und Paul ein – Reibung ist vorprogrammiert. Aber: Zwischen den beiden Frauen entsteht langsam eine vorsichtige Nähe, fast Freundschaft.

    Während sich der Alltag einpendelt, bringt das Leben wie immer eigene Pläne mit: Ex-Schwiegervater Rudi ist inzwischen mit Malgo liiert – ja, der Malgo, Andreas Lieblingspflegerin mit dem trockenen Humor. Die Beziehung läuft allerdings alles andere als rund.

    Und dann ist da noch Halvar, Andreas kleiner Enkel, der ihre ganze Aufmerksamkeit bekommt. Susanne Fröhlich zeigt hier mit viel Feingefühl (und Augenzwinkern), wie schnell Mütter zu Großmüttern werden, die plötzlich alles für das Enkelkind tun – manchmal mehr, als sie es je für die eigenen Kinder getan haben. Eine Dynamik, die vielen Leserinnen bekannt vorkommen dürfte.

    Besonders spannend und ungewöhnlich: Abgetaucht spielt mitten in der Corona-Zeit, im Jahr 2020. Die Unsicherheit, das Eingesperrtsein, die völlig unterschiedlichen Meinungen – all das spiegelt sich in Andreas Umfeld wider. Mal ernst, mal witzig, aber immer nah an der Realität. Fröhlich trifft dabei genau den richtigen Ton – nicht belehrend, sondern beobachtend und authentisch.

    Der Zeitsprung zum letzten Band ist etwas größer als gewohnt – man fragt sich kurz, was man verpasst hat – aber schnell ist man wieder drin. Die Geschichte bleibt unterhaltsam, lebensnah und manchmal auch berührend. Paul ist als ruhiger Gegenpol zu Andreas Gedankenkarussell wieder sehr gelungen, auch wenn das Liebesleben seiner Ex (und deren neuem Arztfreund Egon) ebenfalls für Gesprächsstoff sorgt.

    Fazit: Abgetaucht ist kein luftiges Wohlfühlbuch, sondern ein kluger, witziger und sehr zeitgemäßer Roman über Patchwork-Familien, Elternrollen, Beziehungsalltag – und darüber, wie sehr uns äußere Umstände (wie eine Pandemie) innerlich verändern. Für Andrea-Fans ein weiterer starker Band – und für alle anderen ein guter Grund, die Reihe endlich anzufangen.

  16. Cover des Buches Die Pest (ISBN: 9783869741536)
    Albert Camus

    Die Pest

    (14)
    Aktuelle Rezension von: TWDFanST

    Inhalt

    In der Stadt Oran gehen merkwürdige Dinge vor sich. Die Ratten kommen ans Tageslicht und verenden massenhaft auf den Straßen. Bald erkranken auch immer mehr Menschen und sterben auf mysteriöse Weise. Schließlich steht fest: Die Pest geht in Oran um. Der Ort wird abgeriegelt, während die Ärzte einen Kampf führen, der nicht zu gewinnen zu sein scheint...


    Bewertung 

    "Die Pest" von Albert Camus habe ich gehört, als Covid sich gerade auf dem Höhepunkt befand. Das war vielleicht ein Fehler, da ich zu dem Zeitpunkt einer Geschichte über eine Seuche nicht so offen gegenüberstand. Die Geschichte, die in diesem Hörbuch erzählt wird, ist grundsätzlich nicht uninteressant und vermittelt gut die Hilflosigkeit angesichts der zahlreichen Erkrankten und Toten. Die Sprache ist natürlich nicht die Modernste, aber das stört mich eigentlich nicht. Ich denke, ich sollte dem Hörbuch noch einmal eine Chance geben, vielleicht ändert sich ja meine Meinung.

  17. Cover des Buches Der gute Samariter (ISBN: 9783442773633)
    Cilla Börjlind

    Der gute Samariter

    (40)
    Aktuelle Rezension von: downey_jr

    Ich gebe zu, dass ich Krimis nicht mehr so gerne lese wie vor vielen Jahren noch. Aber da ich die Krimi-Reihe um Olivia Rönning und Tom Stilton mal begonnen hatte, wollte ich auch den neuesten Fall mit dem Titel „Der gute Samariter“ lesen.

    Hier beginnt es damit, dass Olivia Rönning verschwunden ist. Der Fall spielt während der Corona-Pandemie bzw. des Lockdowns. Zwar ist der Fall ganz gut geschrieben und einigermaßen spannend, überzeugen konnte er mich aber leider dennoch nicht. Irgendwie wurde die Reihe mit jeder Fortsetzung schwächer und ich denke, ich beende sie hiermit für mich. Ich würde keinen weiteren Fall aus der Reihe mehr lesen wollen. Vielleicht ist das einfach nur Geschmackssache. 

  18. Cover des Buches In diesem Moment (ISBN: 9783897414525)
    Carolin Schairer

    In diesem Moment

    (2)
    Aktuelle Rezension von: steffihoh

    Ein Buch ganz im Carolin Schairer Stil. 

    Zwei Frauen, die das "Schicksal" in einer Salzburger zusammenführt. In einer Art und Weise, die keine von Beiden so erwartet hätte. 

    Eine schöne Liebesgeschichte in Zeiten einer globalen Pandemie, die uns alle mehr oder weniger beschäftigt und belastet. 

    Das Thema Corona, Inzidenzen, Maßnahmen der Regierung,... werden von den Protagonistinnen kritisch beleuchtet und diskutiert. Doch glücklicherweise steht die Entwicklung dieser Liebe der beiden Frauen im Vordergrund und Corona begleitet uns Leser*innen nur nebensächlich. 

    Alles in Allem ein gelungener Liebesroman. 






  19. Cover des Buches Vom Mond aus betrachtet, spielt das alles keine Rolle (ISBN: 9783846601907)
    Anne Freytag

    Vom Mond aus betrachtet, spielt das alles keine Rolle

    (110)
    Aktuelle Rezension von: downey_jr

    Nachdem mich kürzlich der Roman „Blaues Wunder“ sowie der Jugendroman „Das Gegenteil von Hasen“ von Anne Freytag sehr, sehr begeistert hatte, wollte ich nun gerne noch mehr von dieser Autorin lesen. Der „All-Age“-Roman „Vom Mond aus betrachtet, spielt das alles keine Rolle“ hat mich vom Titel her stark angesprochen.

     

    Die Hauptperson ist hier Sally, die es gerade nicht einfach hat: Ihre beste Freundin Pia ist weit weggezogen, ihr Freund Felix hat mir ihr Schluss gemacht und wegen Corona sind alle im zweiten harten Lockdown. 

     

    "Anfangs hat es noch Spaß gemacht, das alles. Weil man noch nie einen Lockdown hatte, weil man noch nie so lange zu Hause war, weil es genug gab, das liegen geblieben ist. Aber irgendwann kann man sich nicht mehr an der Oberfläche halten. Und dann sinkt man hinab in einen Teil seines Wesens, den man bis dahin nicht kannte oder bewusst gemieden hat. Isolation macht etwas mit einem."

     

    Sally ist zuhause eingesperrt mit ihrer nicht gerade einfachen Mutter sowie ihren Geschwistern Henry, Franny und Charlie. Zu allem Übel lädt ihre Mutter auch noch ihre Volontärin Leni ein, bei ihnen zu wohnen. Sally begegnet Leni sehr abweisend, doch dann entwickeln sich da ganz unerwartet andere Gefühle.

    Und auch Felix möchte plötzlich wieder mehr als nur ab und zu das Bett mit Sally teilen. Eigentlich hatte Sally ihn sich zurückgewünscht, doch ist das wirklich so?

     

    "Ich wünschte, ich hätte den entscheidenden Schritt gemacht, als mir klar wurde, dass ich nicht mehr ich war, sondern Felix Version von mir. Aber das habe ich nicht."

     

    Sally ist eine sehr sympathische und authentische Protagonistin. Man kann sich gut in sie hineinversetzen, in ihre Unsicherheiten und ihren Wunsch, allen zu gefallen und es allen Recht zu machen. Dabei schluckt sie viel hinunter, auch wenn es ihr damit nicht gut geht.

     

    "Ich finde es anstrengend, wenn Menschen so sind. Wenn man das, was scheinbar ist, ununterbrochen mit dem, was tatsächlich ist, abgleichen muss. Manchmal kommt es mir so vor, als würde ich die Launen meiner Mitmenschen nicht nur wahr-, sondern mich aufnehmen - über die Haut. Oder die Atemwege. Wie ein Gift, das mich langsam hinrafft."

     

    Vor allem Sallys Entwicklung im Laufe des Buches, mehr zu sich selbst und ihren Bedürfnissen hin, fand ich sehr gelungen.

     

    "Es ging nie darum, ob ich geliebt werde, es ging nicht um andere. Es ging um mich. Ich habe mein Umfeld als Spiegel benutzt, um mich selbst sehen zu können - nur dass man im Spiegel nicht so aussieht wie man aussieht."

     

    Es ist ein sehr ruhiges Buch, es passiert nicht viel, alles passiert nur langsam; doch gleichzeitig passiert ganz viel im Innenleben von Sally. Das muss man mögen. Mir hat es ganz gut gefallen, jedoch fand ich die anderen beiden Bücher von Anne Freytag noch stärker. 

     

    Den Epilog mit der Überschrift "Futur 2“ fand ich wirklich sehr gelungen, ein passender Schluss für dieses Buch. Die Liste mit allen im Buch genannten Songs ganz am Ende finde ich eine nette Idee der Autorin.

     

    "Ich weiß, warum ich so geworden bin. Weil jeder in einer Familie eine ganz bestimmte Rolle einnimmt, eine Funktion im Gesamtgefüge. Es können nicht alle gleich sein - nicht alle laut, nicht alle gleich wichtig. Wir besetzen die Nischen, die noch frei sind."

     

    Für dieses ruhige, aber angeheme Leseerlebnis vergebe ich final 3,5⭐️

  20. Cover des Buches Geile Zeit (ISBN: 9783608505368)
    Niclas Seydack

    Geile Zeit

    (100)
    Aktuelle Rezension von: Theblackswan

    Wer ein Loblied und einen Walk Down Mwmory Lane der Millenials erwartet, wird von diesem Buch bestimmt enttäuscht.

    Ja, vor allem in der ersten Hälfte bringt und Niclas noch ein paar nostalgische Momente, die einen schmunzeln lassen. In der zweiten Hälfte ist es dann aver vor allem jammern und eine poor us Mentalität, die bestimmt alle Generationen an den Tag legen. Was am Ende des Tages gefehlt hat war ein gutes Konzept und ein roter Faden, der alles miteinander verbindet.

    Was mir gar nicht gefallen hat war der Schreibstil. Er hat sich weder über die Alterssprunge sehr verändert, noch war er sehr unterhaltsam. Für mich hat er sich leider etwas holprig gelesen.

  21. Cover des Buches Ich wünschte, du wärst hier (ISBN: 9783328110606)
    Jodi Picoult

    Ich wünschte, du wärst hier

    (36)
    Aktuelle Rezension von: Zora2025

    Die Coronathematik war ein Thema des Buches, aber im Mittelpunkt stand für mich das Thema Nahtoderfahrung und die Erkenntnis, dass ein Leben, das für andere nach außen vielleicht perfekt aussehen oder erstrebenswert sein mag, einen selbst aber eventuell unglücklich machen kann und man den eigenen Weg finden soll. Der Schluss ist sehr subtil und hat meine Erwartungen und Wünsche erfüllt. Ich mochte das Buch so gerne und seitdem steht es auch in meinem Regal. 

  22. Cover des Buches Die Frauen hinter der Tür (ISBN: 9783833749674)
    Roddy Doyle

    Die Frauen hinter der Tür

    (18)
    Aktuelle Rezension von: ErikHuyoff

    In den letzten Tagen habe ich auch "Die Frauen hinter der Tür" von Roddy Doyle gelesen. Das Buch ist 2025 im GOYA Verlag in der JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH veröffentlicht worden, die Originalausgabe erschien 2024 unter dem Titel "The Women Behind the Door" bei Jonathan Cape, London. Das Buch ist als Gegenwartsliteratur einzuordnen, für die Übersetzung zeichnet Sabine Längsfeld verantwortlich. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.

    Die 66-jährige Paula Spencer lebt endlich ihr eigenes Leben. Sie ist Mutter, Großmutter, Witwe, trockene Alkoholikerin und Überlebende. Sie hat einen Job bei der Reinigung, der ihr Spaß macht, einen Mann – Joe – mit dem sie ihre Gedanken teilen kann, Freundinnen, die sie so nehmen, wie sie ist, und vier erwachsenen Kinder, die ihre eigenen Familien haben. Sie hat sich den Geistern ihrer Vergangenheit widersetzt und blickt nach vorn. Bis alles durcheinandergebracht wird, als ihre älteste Tochter Nicola vor der Tür steht. Die unabhängige, wohlhabende und liebevolle Ehefrau und Mutter – Paulas Vorzeigetochter – ist auf einmal fest entschlossen, alles hinter sich zu lassen. In den kommenden Tagen vertraut Nicola ihrer Mutter nach und nach an, was diese Krise ausgelöst hat.

    "Die Frauen hinter der Tür" ist nach "Paddy Clarke Ha Ha Ha" mein zweiter Roman des Booker-Prize-Gewinners Roddy Doyle. Zugleich ist es auch ein Sequel der anderen Romane um Paula Spencer - was weithin unerwähnt bleibt und nur durch Zufall bei der Recherche auftauchte, ist Paula doch bereits Protagonistin zweier Romane aus den 90er- und 2000er-Jahren und tauchte sogar erstmals in einer Fernsehserie auf. Dennoch lässt sich der Roman gut als Standalone lesen, die Kenntnis der anderen Bücher hätte aber vermutlich eine noch tiefere Verbindung zur Geschichte geschaffen. Das Buch lässt sich dabei relativ einfach einem Genre zuordnen, ist aus meiner Sicht klassische Gegenwartsliteratur und nicht - wie auf Verkaufsportalen teils angegeben - eine Familiensaga.

    Die Handlung wird dabei aus personaler Sicht von Paula erzählt - und in den ersten zwei Dritteln geht sie auch relativ stringent voran, wenn auch mit größeren Zeitsprüngen gespickt. Dabei erzählt Roddy Doyle die familiären Geschehnisse eingebettet in die großen gesellschaftlichen Entwicklungen der frühen 20er Jahre, nimmt stark Bezug auf die Corona-Pandemie und - zuletzt - auch auf die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Zum Ende hin wird die Handlung jedoch etwas zähflüssig, durchbricht die Stringenz und sorgt für ein sehr antiklimaktisches Ende, das größtenteils auch schon vorweggenommen worden ist.

    Das Setting kann dahingegen wieder überzeugen. So entführt der Autor die Leser:innen ins Irland der Jetztzeit, in eine Stadt, geprägt von der Pandemie, in einen Haushalt, geprägt von den vergangenen Gräueltaten. Durch die Aktualität gelingt es ihm dadurch, natürlich sofort auch bei den Leser:innen Erinnerungen und Erwartungen zu schaffen, sich mit Paula zu connecten und sofort eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Gleichsam ist immer ein irischer Flair vorhanden, sodass der Handlungsort trotzdem prägend verbleibt.

    Die einzelnen Figuren sind im Wesentlichen vielschichtig, haben Stärken und Schwächen, eigene Ziele und Motive. Am stärksten kann hier Mary glänzen, aber durchaus auch Paula schafft es, zumindest phasenweise zu begeistern. Sonst ist der Personenkreis kammerspielartig stark begrenzt. Roddy Doyles Schreibstil lässt sich durchaus flüssig und gut lesen, lediglich mit den Dialogen und ihrer Darstellung werde ich auch weiterhin nicht warm.

    Die Buchgestaltung ist solide. Lektorat und Korrektorat sind Kleinigkeiten durchgerutscht, der Buchsatz ist einfach, insbesondere die Chatnachrichten hätte man ggf. innovativer setzen können. Das Covermotiv ist eher simpel und kein Eyecatcher, farblich wird der Umschlag zur Coverrückseite krass unterbrochen und abgeändert. Insgesamt ist die Gestaltung eher eintönig, die Ausgabe generell sehr schlicht.

    Mein Fazit? "Die Frauen hinter der Tür" ist ein Roman der Gegenwartsliteratur, der mit seinem Setting und seiner Eindringlichkeit punktet, zum Ende hin aber auch etwas abbaut. Für Leser:innen des Genres bedenkenlos zu empfehlen, ab einem Lesealter von 16 Jahren.

  23. Cover des Buches Ostfriesensturm (ISBN: 9783833743597)
    Klaus-Peter Wolf

    Ostfriesensturm

    (33)
    Aktuelle Rezension von: Soeren

    Das Corona-Virus macht auch vor Ostfriesland nicht halt. Während der Pandemie bekommen es Ann Kathrin Klaasen und Frank Weller mit einer neuen Mordserie zu tun. Mehrere Männer werden getötet und verstümmelt. Doch wie sucht man nach Zeugen, wenn alle Orte verwaist sind und generell ein Social Distancing gilt? Im „Ostfriesensturm“ nimmt alle Facetten des Lockdowns unter die Lupe, schildert sowohl die Polizeiarbeit als auch die Probleme von zerrütteten Familien, Cafébetreibern und Künstlern, wie die scheinbar allein lebende Sängerin Bettina Göschl, die diesmal eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Durch die vielen verschiedenen Perspektiven und extra beleuchteten Situationen wirkt auch diese Geschichte (genau wie der vorherige Band) etwas zu lang. Mehrmals scheint die Handlung auf der Stelle zu treten, weil sich der Autor wieder in seinen Schwärmereien für Land und Leute verliert. Dadurch, dass sich durch Corona die ganze Welt im Ausnahmezustand befand, könnte man den „Ostfriesensturm“ fast schon als Sonderband außerhalb der Reihe betrachten. Die meiste Zeit gibt es nur wenige Bezüge zu den vorherigen Bänden. Erst zum Ende hin werden ein, zwei Wochen gestellt, die wohl Auswirkungen auf die kommenden Bände haben werden.

    Im Nachwort erzählt Klaus-Peter Wolf davon, weshalb das Buch sein bisher persönlichster Teil der Reihe ist. Das fand ich recht aufschlussreich.

    Die ungekürzte Hörbuchfassung hat eine Spieldauer von 16h44min und wird wie üblich vom Autor persönlich gelesen.

  24. Cover des Buches Ein Mann zum Vergraben (ISBN: 9783423220804)
    Alexia Casale

    Ein Mann zum Vergraben

    (106)
    Aktuelle Rezension von: _-Theresa-_

    Dieses war das erste Buch, welches ich von dieser Autorin gelesen hab und es hat mir richtig gut gefallen!

    Es hatte alles, was ein gutes Buch braucht, eine spannende Story, tolle, authentische, starke Charaktere und auf jedenfall Humor. Aus meiner Sicht hätte es sogar noch etwas mehr Humor geben dürfen.

    Dieses Buch spricht außerdem sehr wichtige Themen an, was ich sehr toll finde, da dies doch häufiger zu kurz kommt.

    Die 6 Frauen in diesem Buch haben mir als Hauptcharaktere sehr gut gefallen und man hat während des ganzen Buches mitgefiebert.

    Man muss dieses Buch auf jedenfall gelesen haben!

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