Bücher mit dem Tag "corona"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "corona" gekennzeichnet haben.

109 Bücher

  1. Cover des Buches Der Wal und das Ende der Welt (ISBN: 9783596523047)
    John Ironmonger

    Der Wal und das Ende der Welt

     (373)
    Aktuelle Rezension von: McOerben

    Das Buch braucht ein wenig bis es fahrt aufnimmt. Allerdings tritt es, aus meines Sicht, sofort wieder auf die Bremse. Das Buch springt zwischen verschiedenen Erzählungen und Handlungssträngen hin und her. 

    Leider fühlten sich vieler dieser Handlungsstränge für mich ziemlich unwichtig für die Handlung an und haben diese auch in keinster Weise bereichert. Die Handlungsstränge die interessant sind, und mehr Zeit verdient hätten, bekommen diese nicht. 





    -- Spoiler Warnung --

    Und dieses unglaublich kitschige und viel zu hastige Ende des Buches hätte es am wenigsten gebraucht!


  2. Cover des Buches Über Menschen (ISBN: 9783630876672)
    Juli Zeh

    Über Menschen

     (177)
    Aktuelle Rezension von: thesmallnoble
    Juli Zeh ist für mich eine der talentiertesten und vielseitigsten deutschen Autorinnen. Ich bin alles andere als ein Nazi-Fan. Aber ich mag auch keine Schwarz-Weiß-Denker, für die alle Rechten böse sind und alle Linken gut – schließlich kann man die Morde der RAF und die Ausschreitungen während des G-20-Gipfels in Hamburg nicht außer Acht lassen. Juli Zeh bringt in ihrem neuesten Roman treffend zum Ausdruck, dass das Gefühl einer ungerechten, jedoch nicht zu ändernden Lebenssituation Wut erzeugt und aus dieser Wut bisweilen Hass erwächst. Gerade deshalb ist es so wichtig, die Argumente der sich am rechten oder linken Rand der Gesellschaft formierenden Menschen anzuhören.

    Die Heldin des Romans, Dora, verfügt über zwei herausragende Eigenschaften. Sie ist sehr intelligent, weshalb sie alles mit einer gewissen Sachlichkeit beurteilt. Sie verfügt aber auch über ein großes Potenzial an Empathie und Herzensgüte, sodass sie imstande ist, sich in ihre Mitmenschen hineinzuversetzen. Demzufolge erkennt sie, dass der Neonazi Gote nicht nur ein eventueller Gewalttäter ist, der als kleiner Junge vom eigenen Vater in das Nazimilieu eingeführt wurde, sondern auch über liebenswerte Charaktereigenschaften verfügt.

    Sehr sensibel zeichnet Juli Zeh Gotes Tochter Franzi, die infolge von Corona zu ihrem Vater aufs Land geschickt wird. Franzis Psyche leidet unter der Trennung ihrer Eltern, weshalb sie anfangs immer wieder in die Babysprache zurückfällt. Doras kleine Hündin scheint jedoch die ideale Therapeutin für diese Störung zu sein, sie wird für Gotes Tochter zu einer unentbehrlichen Spielkameradin. Auch den zunächst stoisch wirkenden, aber durchaus hilfsbereiten, warmherzigen brandenburgischen Menschenschlag versteht Juli Zeh dem Leser nahezubringen.

    "Über Menschen" ist ein wunderbarer, sich in Corona-Zeiten abspielender Roman, den ich jedem, der nicht nur verbohrt in eine politische Richtung zu schauen vermag, empfehlen kann.
  3. Cover des Buches Die Krone der Schöpfung (ISBN: 9783751800068)
    Lola Randl

    Die Krone der Schöpfung

     (51)
    Aktuelle Rezension von: naninka

    Das Alltagsleben zu Coronazeiten in kurzen Abschnitten verfasst mit Lebensfragmenten, kurzen fachlichen Erklärungen oder Definitionen und dann noch kurze Fragmente der Zombiestory, an der die Hauptprotagonisten arbeitet. Es ist wie Zapping und macht uns etwas zappelig... Das auf gekonnte Art. Für mich symbolisiert die Zombiestory den ganzen Trash, den Leute sich im TV reinziehen....

    Die Abhandlung der vielen Themen reflektiert auf unterhaltsame Weise die chaotische Zeit, in der wir uns befinden.... und hält uns Details vor Augen, die wir längst vergessen hatten.


    Irgendwie hinterlässt mich das Buch ratlos - lustig und flockig geschrieben, mit einer grossen und heiteren Prise Zynismus, etwas Zombie-trash, viele Themen in einem Kurzkolumnen-Stil verfasst, Themen unserer Zeit, .... Eigentlich sehr nach meinem Gusto und trotzdem hat es mich nicht erreichen können.... Vielleicht liegt es tatsächlich daran, dass ich sehr Corona-müde bin....

    Vielleicht lag es aber auch daran, dass dieses schmale, kleine Büchlein, das erst noch so ansprechend und originell aufgemacht ist zu viel reinpacken wollte?

  4. Cover des Buches Auf diese Art zusammen (ISBN: 9783644009660)
    Jojo Moyes

    Auf diese Art zusammen

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Kyra112

    Dies ist eine Fortsetzung des bekannten Dreiteilers um Louisa Clark.
    Es ist der Anfang der Corona-Pandemie. Louis sitzt bei ihren Eltern in der Heimat fest und erlebt die Dimensionen der Pandemie von der anderen Seite des Ozeans, getrennt von ihrem Freund.

    Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen, da sie in vielen Teilen Dinge widerspiegelt, die viele in der Anfangsphase der Pandemie auch an sich erlebt haben. Den Umgang mit einer Situation, die so noch nie da war, den Umgang mit fehlendem menschlichen Kontakt und das ständige Reinhören in den eigenen Körper. Eine gute Beschreibung der Situation, mit der wir damals umgehen mussten und mit der wir heute, wieder in veränderter Form umgehen müssen und mit der wir, vermutlich in nächsten Wochen auch wieder in noch veränderter Form umgehen müssen.

  5. Cover des Buches Das Baby ist meins (ISBN: 9783351050894)
    Oyinkan Braithwaite

    Das Baby ist meins

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Carry1980

    Innerhalb eines Tages ausgelesen! Nach "meiner Schwester, die Serienmörderin" hat mich ein weiteres Buch von der Autorin gereizt. Hier geht es ebenfalls wieder um die nigerianische Gesellschaft, Hierarchien etc. 2 Frauen behaupten, dass Neugeborene gehört ihnen. Wer ist die wirkliche Mutter? Sehr spannend geschrieben!

    Man muss dazu sagen, dass dieses Buch mit knapp 120 Seiten natürlich sehr schnell zu lesen ist. Daher finde ich den Preis für das Buch als Hardcover schon recht hoch!

  6. Cover des Buches Ich glaube, ich hatte es schon (ISBN: 9783462001556)
    Michael Mittermeier

    Ich glaube, ich hatte es schon

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Forti

    Das war ja mal überhaupt nicht meins. Ich fand das Beschriebene weder interessant noch witzig. Es geht um diverse Themen unserer Zeit - mit Corona haben diese Beschreibungen oft nur am Rande zu tun. Humor ist halt Geschmackssache - meinen hat der Autor mit diesem Werk nicht getroffen.
    Wladimir Kaminers Buch über die erste Corona-Zeit ("Der verlorene Sommer") hat mir weitaus besser gefallen.

  7. Cover des Buches Das Vierzehn-Tage-Date (ISBN: 9783552072343)
    René Freund

    Das Vierzehn-Tage-Date

     (38)
    Aktuelle Rezension von: NiWa

    Corinna und David haben ein Date. Wie heutzutage üblich haben sie sich über Tinder kennengelernt. Nach wenigen Minuten ist klar: Es wird bei einer oberflächlichen Bekanntschaft bleiben als unvermutet die gemeinsame Corona-Quarantäne beginnt.

    „Das Vierzehn-Tage-Date“ ist ein heiterer Liebesroman, der sich mit einer witzigen Situation, während der Pandemie beschäftigt. Man stelle sich vor, zwei fremde Menschen werden aufgrund der Quarantäne-Verordnung gemeinsam in eine Wohnung gesperrt.

    Bisher hatte ich keine Lust auf Romane, die sich mit der Corona-Pandemie beschäftigen. Doch bei „Das Vierzehn-Tage-Date“ fand ich die Ausgangslage recht amüsant.

    Corinna und David haben sich auf Tinder kennengelernt und treffen sich aufgrund von Lokalsperren im Pandemie-Stillstand in Davids Wohnung. Zwischen den beiden stimmt die Chemie eindeutig nicht. Deshalb beschließen sie, rasch wieder getrennte Wege zu gehen. Trotzdem spricht nichts gegen ein Abendessen zu zweit, daher kommt der Pizzaservice zum Einsatz, was am nächsten Morgen zur gemeinsamen Quarantäne führt.

    David und Corinna sitzen gemeinsam in einem Boot. Dabei könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Er ist der ordnungsliebende Lehrer, der sein Dasein dem Streben nach Perfektion widmet. Hingegen ist Corinna die schlampige Kellnerin, die sich als absolutes Gegenteil erweist. 

    Diese beiden Figuren auf engstem Raum sorgen für eine explosive Mischung, die leider nicht den Knallpunkt erreicht, aber für angenehme Lesestunden sorgt. 

    Die witzige Ausgangslage wird meiner Meinung nach von Corinna überschattet. Ich empfand sie als enervierende Person und hätte es niemals mit ihr in einer Wohnung ausgehalten. Sie trinkt Unmengen an Wein, raucht wie ein Schlot, müllt eine fremde Wohnung zu und ferkelt allgemein auf eine infantile Weise herum, sodass ich keinerlei Sympathie für sie als erwachsenen Menschen aufbringe. 

    David ist ein Musterlehrer, der nicht auf den Tisch haut, sondern eher auf Kuschelfaktor mit Verständnis setzt. Beruflich gesehen finde ich dieses Verhalten akzeptabel, doch in seiner eigenen Wohnung hätte er ruhig mal ein Machtwort sprechen können.

    Autor René Freund schreibt trotz der zugespitzten Charaktere eine amüsante Geschichte, die sich mit den ersten Wochen der Pandemie beschäftigt. Er reflektiert Gedanken und Gefühle, pessimistische Stimmungslagen und optimistische Hoffnungsschimmer, und nimmt der Situation die Angst, die wir zu diesem Zeitpunkt spürten.

    Es hat mir sehr gut gefallen, dass diese Geschichte kein kitschiges Liebesabenteuer zwischen Hund und Katze ist, sondern vom Kennenlernen zweier Menschen erzählt, die im Corona-Wahnsinn gemeinsam eingesperrt sind. 

    Das Ende ist perfekt und hat mich schmunzelnd das Buch schließen lassen.

    Meiner Meinung nach ist „Das Vierzehn-Tage-Date“ ein netter, heiterer Roman für kurzweilige Lesestunden, der sich mit Optimismus dem Entsetzen der ersten Corona-Wochen entgegenstellt.

  8. Cover des Buches Die ersten Monate - Dolores Band 1 (ISBN: B088YJKN8N)
    Benjamin Keck

    Die ersten Monate - Dolores Band 1

     (30)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Die Protagonisten haben die hirnrissige Idee, während der Pandemie in eine Polizeistation einzubrechen, um sich zu bewaffnen. Am Anfang, als die Figuren darüber nachdachten, hielt ich es für eine dumme Idee, auf die man in solchen Situationen kommen kann, die man aber nicht umsetzt, weil sie eben schwachsinnig ist. Wer bricht schon in eine Polizeistation ein? Doch plötzlich sammeln sich vier von ihnen vor der Polizeistation, vermummen sich und wollen planlos einbrechen. So auf gut Glück. Ist ja nur eine Polizeistation.

    Als ihnen dann einfällt, dass sie stattdessen in einen Waffenladen einbrechen können, klatschen sie kollektiv auf die Stirn wie in einem Meme. Im Waffenladen sind sie erfolgreich. Niemand da, kein Konflikt, kein Spannungsbogen und eine extrem lasche Sicherheitsvorkehrung. Der Ladenbesitzer bunkert dort nicht nur Waffen, sondern hat auch Drogen und Stapelweise Bargeld versteckt. Da hätte ich doch erwartet, dass er eine Alarmanlage montiert hat, die bei einem Stromausfall auf Akkubetrieb umschaltet. Stattdessen ist es eine Alarmanlage, die nicht besser ist als eine Schnur mit einer Glocke dran. Sie lässt sich leicht überwinden und die Protagonisten bleiben über zwanzig Minuten im Laden, räumen ihn leer, kommen nach Hause und machen einen Freudentanz über die ganze Beute. Kein Gewissen, keine Zweifel, keine Angst. Als hätten sie im Lotto gewonnen und nicht jemanden beklaut. Allein da wurde mir jede einzelne der Figuren unsympathisch. Ich habe sie richtig zu hassen begonnen.

    Ich weiß auch nicht, ob sie das vorher schon gemacht haben und deshalb so ausgelassen sind. Aber ab diesem Punkt ist es mir auch schon egal. Das Buch ist schlecht, die Figuren unglaubwürdig, es gibt keinen Spannungsbogen, keine Atmosphäre, nichts. Der Autor nimmt auch seinen Text nicht ernst, sondern klopft ihn mit dummen Sprüchen voll und hat einen arroganten Erzähler drinnen, der den Ernst der Lage nicht verstehen will.

    Sein unterschwelliger Humor ist nervtötend, der Erzähler wird keinen Moment lang sympathisch. Ich habe mir gewünscht, dass ihm endlich irgendetwas passiert, damit sein Grinsen verschwindet, aber die ganze Geschichte baut scheinbar darauf auf, dass ihm alles in den Schoss fällt. Er bekommt sogar die Möglichkeit, seine Partnerin nackt zu sehen und danach schwärmt er über ihren Anblick und ich wollte mir das nicht mehr antun.

    Was mir aber gefallen hat, war die Erklärung über die Betonung von Jasmins Namen. Das hat echt gut funktioniert und ich habe, so glaube ich, den richtigen Ton sofort getroffen.

  9. Cover des Buches Als die Welt stehen blieb (ISBN: 9783442770977)
    Maja Lunde

    Als die Welt stehen blieb

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Dirk1974

    "Als die Welt stehen blieb" ist ein Tagebuch der fünfköpfigen Familie Lunde aus Norwegen. Maja Lunde ist als Autorin das Arbeiten im Homeoffice gewohnt. Als in Norwegen jedoch auf Grund der Pandemie ein Lockdown verhängt wird, steht auch sie, wie viele Eltern auf der ganzen Welt vor dem Spagat zwischen Homeoffice und Homeschooling. Plötzlich ist die ganze Familie immer zu hause. Was zunächst nach gemütlichem Familienleben klingt, entwickelt sich zunehmend zu einer aggressiven Stimmung. Alle sind gereizt und genervt. Die Kinder vermissen das Lernen mit den Freunden und den Eltern fehlt die Konzentration beim Arbeiten.


    "Ich habe eine Affäre mit Corona, das ist wie ein Seitensprung, ein destruktives, heimliches Verhältnis, ich sitze hier im Dunkeln, und nur das Display erhellt mein Gesicht, ich bin völlig übermüdet, mein Mann liegt dort drinnen im Bett und schläft, aber ich verbringe all meine Zeit mit der Pandemie, nicht einmal nachts kann ich mich davon losreißen."


    In ihrem Buch beschreibt Maja Lunde gut, wie sie mit dieser für alle neuen Situation umgehen. Das Buch ist als eine Art Tagebuch vom 11. bis 29. März 2020 geschrieben. Während des Lesens sind mir viele Parallelen zu unserem Leben in Deutschland aufgefallen. Maja Lunde gibt in ihrem Buch sehr persönliche Einblicke in ihr Leben. Sie berichtet von der Angst etwas falsch zu machen und ihre Sorge um das Leben der Großeltern. Aber auch von dem Zwang immer die neuesten Informationen zur Pandemie zu haben, so dass das Tablet und Smartphone zum ständigen Begleiter werden. Und am Ende stellt sie die Frage, die wir leider auch heute noch nicht beantworten können, wie lange wird die Pandemie noch andauern. 


    Nun mag sich der eine oder andere fragen, ob wir dieses Buch wirklich brauchen. Ich bin der Meinung, auch wenn es bereits viele Bücher zur Pandemie gibt und wir einfach nur unser normales Leben zurückhaben wollen, so lautet die Antwort ja. Das Buch ist eine sehr emotionale Dokumentation direkt aus dem Leben, geschrieben bevor alles vorbei ist. Es ist ein Buch der Hoffnung, dass die Menschheit auch diese Pandemie überstehen wird. Und vielleicht ist es auch ein Buch für die späteren Generationen, die sich fragen, wie war das damals eigentlich als die Welt stehen blieb. 


  10. Cover des Buches Die große Pause (ISBN: 9783833877544)
    Bastian Bielendorfer

    Die große Pause

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Karschtl

    4,5 Sterne


    Dieses Buch hat geschafft, was ich mir von einem ähnlichen Buch von Michael Mittermeier erwartet hatte: mich köstlich zu unterhalten. Sowohl seine Beschreibungen seiner häuslichen Situation Zwangs-WG mit Schwiegermutter ("tu einfach so als wär ich nicht da") als auch seine Begegnungen mit anderen Mitmenschen 'in freier Wildbahn' (inkl. Nies-Bombe) waren äußerst amüsant. Auch authentisch. Wir haben diese Zeit in der einen oder anderen Weise ähnlich erlebt, haben selbst noch gute Erinnerungen daran - und trotzdem wurde es mir nicht langweilig das Ganze aus der Sicht eines anderen Menschen zu lesen. Und am Ende wurde es sogar noch richtig emotional!


    Ich kannte von Bastian Bielendorfer vorher nur den Namen, und dass er vom Millionen-Gewinner bei Jauch zum Comedian geworden ist. Aber ich habe von ihm vorher weder etwas gesehen, gelesen noch gehört. Das wird sich jetzt vermutlich ändern!

  11. Cover des Buches Und erlöse uns von den Blöden (ISBN: 9783492075008)
    Monika Gruber

    Und erlöse uns von den Blöden

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Jassi1993

    Veganer, Vegetarier,  Feminist*innen, Städter, Fridays for Future-Aktivisten, Eltern mit alternativen Ansichten, Akademiker,  Klimaaktivisten, Leute die vor Corona Angst haben, Leute die sich für den Nichtraucherschutz einsetzen, Leute die sich für mehr Öffi-Nutzung einsetzen, Influencer.


    Alle diese Gruppen und viele andere sind Monika Gruber und Andreas Hock ein Dorn im Auge. Natürlich übertreibens manche, schon klar und viele der genannten Verhaltensweisen bieten ein ausgezeichnetes Ziel für überspitzte Satire. Aber dieser kollektive Rundumschlag gegen jeglichen Fortschritt oder gegen jeden der anders denkt ist meiner Meinung nach beleidigend und wird den Menschen nicht gerecht.  Es scheint man müsse sein Leben halt einfach nur so leben wie es sich Monika Gruber und Andreas Hock vorstellen um nicht unter die von ihnen geschaffene Kategorie der "Blöden" zu fallen. 

    Ich bin wohlgemerkt ein großer Fan von satirischen Humor, aber das Buch verliert von Seite zu Seite seinen Witz. 

    Monika Gruber greift gern auf bayrische oder österreichische Begriffe oder Redewendungen zurück, also bediene ich mich jetzt auch Mal aus dieser Schatzkiste: 

    Wos da Bauer ned kennt, frisst a ned. 

    Frei nach dem Motto "Alles was mir fremd ist und meiner Sichtweise nicht entspricht, halt ich einfach Mal für blöd" ist dieses Buch aufgebaut. Sehr schade. Wenn man ein bisschen mehr Witz und ein satirisches Auge auf somanch eigene Verhaltensweise geworfen hätte, hätten die Themen sicher mehr hergegeben.

    Da wird über Jugendliche gelästert, die keine Flugreise antreten wollen, dort über Akademiker die keinen Job mit ihrer Ausbildung finden und über Frauen die sich vielleicht nicht gerne als Weiber bezeichnen lassen (und die gibt es auch in Bayern) hat Fr. Gruber auch einiges zu sagen. 

    Meiner Meinung nach ein absolut überschätztes Buch. 

  12. Cover des Buches Trotzdem (ISBN: 9783630876580)
    Ferdinand von Schirach

    Trotzdem

     (32)
    Aktuelle Rezension von: GAIA

    Interessant ist an diesem Büchlein (75 Seiten Text in den Abmessungen 10x15cm!) vor allem die Entstehung des Diaglogs zwischen Ferdinand von Schirach und Alaxander Kluge. Beide Juristen, beide auch Schriftsteller. Denn sie haben am 30. März 2020 wenige Wochen nach dem Ausrufen des Lockdowns miteinander zum Thema "Grundrechtseinschränkungen zum Schutze der Menschen" miteinander gechattet. Der Text ist in den Vormittag und Nachmittag des genannten Tages eingeteilt und wechselt zwischen Kommentaren von Schirach und Kluge hin und her.

    Kurz, knapp und prägnant diskutieren sie die Einschränkungen der Rechte des Volkes im Rahmen einer Pandemiebekämpfung. Meiste wird sich der Ball eher zugespielt, um dann mit eigenem Wissen aufwarten zu können. Eine richtige "Diskussion" entsteht weniger. Es gibt einen knappen geschichtlichen Abriss und historische Denkansätze von philosophischen Größen präsentiert. Das ist durchaus interessant, manchmal aber auch langweilig. Gefühlt springen die Juristen hier zwischen den Themen hin und her, kommen aber schlussendlich doch wieder auf die Grundfrage zurück. So wirkt das Buch weniger wie ein realer Chatverlauf, als vielmehr ein in Ruhe durchdachtes Mini-Projekt in Lockdown-Zeiten. Inwieweit die Nachrichten tatsächlich genauso wie abgedruckt zwischen den beiden verschickt wurden, würde mich wirklich interessieren. Ich würde es beieindruckend finden, wenn Menschen so gebildet und pointiert in Echtzeit schreiben und zitieren können.

    Was mich inhaltlich einfach störte, aber an der Stelle schlicht die Meinung von Schirach darstellen kann, und ihm nicht abzusprechen, aber doch zu kritisieren ist, ist ein Kommentar seinerseits zu den "westlichen Werten" in "normalen Zeiten": Diese würden sich in den genannten "normalen Zeiten" "darin erschöpfen, dass wir im Supermarkt zwischen 146 verschiedenen Joghurtsorten wählen können, Oder dass es im Internet für jede erdenkliche sexuelle Verwirrung eine Plattform gibt". Spricht er hier von "sexuellen Verwirrungen" im Sinne sogenannter "sexueller Divianzen" (wie Pädophilie) oder meint er Geschlechtsidentitäten? Das eine oder das andere in einen Topf mit Joghurtsorten zu werfen, finde ich merkwürdig, wenn nicht gar zweifelhaft.

    Nun ja, insgesamt gab es schon ein paar Denkansätze zu philosophischen Theorien der Vergangenheit. Einen bleibenden Eindruck konnte das Buch, eineinhalb Jahre nach Veröffentlichung und bei anhaltender Pandemiesituation sowie nach verschiedensten Maßnahmen zur Eindämmung des Virus nicht wirklich bei mir hinterlassen. Es ist jedoch schnell gelesen und schadet zumindest nicht dem Allgemeinwissen. Fraglich bleibt, ob der Text im Format eines Buches wirklich hat veröffentlicht werden müssen, oder ob dieser Diskurs nicht auch in der Form als Beitrag z.B. im ZEIT Magazin hätte erscheinen können. Meines Erachtens hätte dies auch "ausgereicht".

  13. Cover des Buches Gute Laune glänzt und glitzert (ISBN: 9783965840911)
    Ross Antony

    Gute Laune glänzt und glitzert

     (26)
    Aktuelle Rezension von: wundervolle_buchwelten

    》Gute Laune glänzt und glitzert《   ist bereits die zweite Biografie von Ross Antony. 

    Inhalt:

    Wenn Ross Antony die Bühne betritt, geht förmlich die Sonne auf. Seine gute Laune ist ansteckend – und man fragt sich: Wie macht er das? Was nur wenige wissen: Der vielseitige britische Entertainer hat neben seiner strahlenden Karriere schon viele ernste Lebensphasen meistern müssen. Sexueller Missbrauch in der Kindheit, die Akzeptanz seiner Homosexualität, die harte Ausbildung an der Dramaschule in England oder die schwere seelische Krise nach dem Verlust seines Vaters – trotzdem hat er immer sein echtes und strahlendes Lachen behalten. Humorvoll und tiefsinnig erzählt Ross aus seinem Leben und gibt dabei wertvolle Tipps zum Umgang mit Krisen, nimmt auch aktuelle Probleme wie die Coronakrise in den Blick, spricht über seine Werte rund um Beziehung, Familie und Freundschaft und darüber, wie das Dschungelcamp nicht nur eine ganz besondere Erfahrung, sondern auch wegweisend für seine Zukunft als Schlagerstar in Deutschland wurde. Das Leben ist kurz, erinnert Ross seine Fans stets aufs Neue. Wir sollten das nie vergessen und jeden Augenblick dankbar genießen.

    Meinung:

    Ross Antony ist für mich eine Frohnatur, durch und durch positiv, immer mit einem Lächeln auf den Lippen. In seiner Biografie spiegelt sich das auch sehr gut wieder. Das Glas ist immer halb voll, er ist Optimist durch und durch, doch auch ein Ross Antony ist nicht immer gut drauf. So teilt er mit uns auch seine dunklen und traurigen Momente. 

    Auch wenn nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen bei Ross ist, schafft er es trotzdem sich seine Fröhlichkeit zu bewahren und positive Bilanz zu ziehen. Mehr noch, er lässt uns Leser teilhaben an seinem ganz persönlichen Glücksrezept, gibt Tipps und Ratschläge, die man für sich selbst ausprobieren und umsetzen kann. 

    Er schneidet viele Themen in seinem Buch an, persönliche sowie allgemeine. Natur- und Umweltschutz sind ihm sehr wichtig, denn er liebt die Natur und zieht daraus auch seine Kraft. Auch über seine Zeit im Dschungelcamp und die Corona Situation mit seinen persönlichen Gedanken und Empfindungen berichtet er.

    An einigen Stellen hätte ich gerne noch viel mehr erfahren, an anderen Stellen kam es manchmal etwas trocken und in die Länge gezogen rüber. Aber das ist wie immer reine Geschmackssache.

    Fazit:

    Für Fans von Ross Antony und solche, die gerne mehr über ihn erfahren möchten, ist diese Biografie ideal. Daher klare Leseempfehlung!

  14. Cover des Buches Arthur und der Botschafter der Schatten (ISBN: 9783760751900)
    Gerd Ruebenstrunk

    Arthur und der Botschafter der Schatten

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Bluesky_13

    MEINE MEINUNG:

    Man kann dieses Buch auch lesen, wenn man das erste nicht gelesen hat. Aber ich finde man versteht die Geschichte besser, wenn man den 1ten Teil auch gelesen hat. Man findet sich in der Geschichte schneller zurecht.

    Arthur und Larissa waren auch in diesem Abenteuer zusammen.

    Die beiden werden sich also wieder auf abenteuerliche Reisen begeben. Larissa wollte ja ihre tot geglaubten Eltern wieder sehen und hatte große Hoffnung sie wieder in die Arme zu schließen zu können, wenn sie dem unbekannten Wesen das Buch der Wege besorgen würde.


    Die erste Reise der beiden führt sie nach Cordoba, doch da wartet schon die Gefahr auf sie. Kaum waren sie auf Sevilla aus dem Flugplatz raus, da wurden sie auch schon entführt. Diese Bücher waren nach wie vor heiß begehrt und nun wird auch wieder klar, warum es für diese Bücher einen Bewahrer gibt.

    Diese Bücher in den falschen Händen kann die ganze Welt zerstören.


    Dieses Buch ist in jedem Abschnitt wunderschön illustriert. Wir finden immer zu dem Thema ein gezeichnetes Bild.

    Durch die Illustration können die Kinder bequem tiefer in die Geschichte eintauchen. Die Illustration macht die Geschichte für Kinder etwas transparenter. Kindern liegt das ja noch nicht so sehr, sich in Geschichten rein zu versetzen, doch in diesem Buch schaffen sie es bestimmt.


    Dieses Buch hat trotz der Abenteuer doch nicht den kindlichen Charme verloren. Ich finde das Buch sehr gut und ich kann es auf jeden Fall empfehlen.

    Auch in diesem Buch bekommt man wieder sehr viel von Freundschaft mit. Ohne die Hilfe von Arthur, wäre Larissa verloren gewesen und auch Arthur braucht die Hilfe von Larissa. 

    Ich finde solche Hintergründe in Kinderbüchern immer sehr wichtig, denn so überdenken sie auch mal die bestehenden Freundschaften.



    Eure Bluesky_13

    Rosi      

  15. Cover des Buches CORONA - Als das Virus kam (Corona-Chronik, Band 1) (ISBN: 9798644784905)
    Ludwig Sonnenberg

    CORONA - Als das Virus kam (Corona-Chronik, Band 1)

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Melanie-Schultz

    CORONA eine Factifiction von Ludwig Sonnenberg

    Klappentext übernommen:

    Social distancing,  Ausgangssperre, Shutdown - Panikmache oder reale Gefahr?
    Wer weiß das schon?
    Und wer verdammt soll da noch durchblicken?
    Das fragt sich auch ein junger Mann, während sein Leben um ihn herum zusammenbricht.


    Weder mit seiner Rolle als junger Vater noch als frischgebackener Mathelehrer kann er sich so wirklich identifizieren. Er hat das Gefühl, das ihm sein Leben entgleitet. Und jetzt kommt auch noch Corona. Während seine Frau und seine Tochter bei seinen Schwiegereltern in Quarantäne sind, spürt er, wie mit räumlicher Distanz auch die emotionale Bindung reißt. Wird seine Familie wieder zu ihm zurückkehren? Die Ereignisse ziehen nur so an ihm vorbei. Zunehmend festigt sich in ihm der Entschluss, den Dingen auf den Grund zu gehen. Zusammen mit seinen Homeboys Jo und Nig schlägt er sich durch den Dickicht von Verschwörungstheorien, Tagesschau und FakeNews.


    Es handelt sich um den ersten Teil, der die Monate Januar bis April 2020 beschreibt. Weitere werden noch folgen.

    Der Autor hat die aktuellen Geschehnisse super mit einem Roman kombiniert. 

    Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, sodass das Buch in kurzer Zeit beendet werden kann.

    Ich vergebe gutgemeinte 4 ⭐️⭐️⭐️⭐️ und warte schon sehnsüchtig auf den nächsten Teil.



  16. Cover des Buches Und dann begann plötzlich das Corona Zeitalter: Ein literarisches Sachbuch (ISBN: B09FLNS1YL)
    Dieter Mainka

    Und dann begann plötzlich das Corona Zeitalter: Ein literarisches Sachbuch

     (5)
    Aktuelle Rezension von: yara59

    Es gibt viele interessante Informationen zu dem leidigem Thema Corona. Seinen Ursprung und die Verbreitung. Es werden aber auch andere Themen angeschnitten. Auch Pandemien, die es vor vielen Jahren schon gegeben hat. Es ist auch mit ein wenig Humor gespickt.Es ist angenehm zu lesen. Mir war es nur etwas zu sprunghaft zu den verschiedenen Themen.

  17. Cover des Buches Über dem Cäcilienpark (ISBN: 9783753446226)
    Andreas van Hooven

    Über dem Cäcilienpark

     (12)
    Aktuelle Rezension von: ech

    In diesem Buch versammelt der Autor Andreas van Hooven 12 abwechslungsreiche Kurzgeschichten, die allesamt in seiner Heimatstadt Oldenburg angesiedelt sind und teilweise sogar als kleine Liebeserklärung an die Stadt rüberkommen. Doch auch Nicht-Oldenburger kommen hier durchaus auf ihre Kosten.

    Mit einem eher ruhigen Schreibstil baut er seine Geschichten mit viel Einfallsreichtum und reichlich Liebe zum Detail auf, schweift dabei ab und an auch mal ein wenig ab, findet aber auch immer wieder in die Spur zurück, um die Geschichten zu einem gelungenen Abschluss zu bringen. Dabei greift er völlig unterschiedliche Alltagsthemen auf und lässt auch die Corona-Pandemie immer mal wieder in die Geschichten einfließen.    

    Meine Favoriten sind hier die Geschichten „Das Monster, das ich meine Arbeit nenne“, „Wer beim drögen Hasen grüßt“, „Cafe am Lefferseck“ und die Titelgeschichte „Über dem Cäcilienpark“, die auch erklärt, was der Vogel auf dem Cover im Schnabel hält. Aber auch die anderen Geschichten konnten mich überwiegend gut unterhalten und auch zum Nachdenken anregen. 

    Auch wenn in einer solchen Sammlung erfahrungsgemäß nicht alle Geschichten den persönlichen Lesegeschmack in Gänze treffen können, ist hier die Trefferquote schon ziemlich hoch. Zugleich machen die Geschichten auch neugierig auf das weitere Schaffen des Autoren, dessen Roman „Alles ringsum Sichtbare“ auch sehr zu empfehlen ist.

  18. Cover des Buches Corona 2.0 (ISBN: 9783752669039)
    Franz Xaver List

    Corona 2.0

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    Eins vorweg: Bei Corona 2.0 von Frank Xaver List handelt es sich um eine fiktive Geschichte.. Wie der Titel schon sagt, spielt dabei das Corona-Virus die zentrale Rolle....

    Dabei fühlte ich mich an die aktuelle gegenwärtige Situation erinnert, denn die Ereignisse und aktuellen Umstände sind schon sehr ähnlich, wie es momentan ist..... Vor allem geht es um einen Impfstoff, der mögliche Heilung versprechen kann und den Konflikt zwischen Impfgegnern, Corona-Leugnern und Impf-Befürwortern....

    Protagonist ist der Journalist Christian Wegner, der die Informationen und Beweise enthält, dass eins schnell entwickelter Impfstoff gravierende Nebenwirkungen entwickeln kann.... In der Tat scheint das Impfen den Personen mehr zu schaden, als zu nutzen,  oder liegt das nicht doch eher an einer mutierten Form des Virus, die noch gefährlicher ist und die Bevölkerung so dahinrafft? Das sind zentrale Fragen, um die es in diesem Thriller geht...... Plötzlich schweb Christian in tödlicher Gefahr... 

    Die aktuelle Situation wird dabei u.a. auch aus der Sicht einer Ärztin geschildert, mit deren Bedenken man sich auch sehr gut identifizieren kann....

    Insgesamt ist der Thriller durchweg spannend, innerhalb von wenigen Spunden hatte ich ihn ausgelesen..... Man möchte sich wirklich nicht vorstellen, das in der tatsächlichen Gegenwart Ähnliches passieren könnte und dass ein schockierendes Ende, wie im Buch wirklich eintritt.... Insgesamt ein sehr aktueller Thriller, der sicherlich viele Fragen stellt und gleichzeitig durchaus zum Nachdenken anregt und sehr gut recherchiert ist, in meinen Augen gerade in der heutigen Zeit sehr lesenswert! 

  19. Cover des Buches Ich glaube, ich hatte es schon (ISBN: 9783732418640)
    Michael Mittermeier

    Ich glaube, ich hatte es schon

     (19)
    Aktuelle Rezension von: misspider

    Das Hörbuch wurde als Unterhaltungsprogramm für eine längere Autofahrt ausgewählt und hat seine Aufgabe dann auch ganz ordentlich erledigt. Der Anfang wirkt etwas trocken und fast schon langweilig, wozu leider auch die monotone Stimme des Autors beiträgt. Aber dann scheint er sich endlich warm zu lesen, es kommt "Leben in die Bude" und wird sogar noch richtig lustig. Zwar haben mir nicht alle Witze zugesagt (manches war mir einfach zu platt), aber z.B. die Referenzen auf Filme haben das Ganze dann noch gerettet, auch wenn ich den Eindruck hatte dass hier einiges altes Material recycelt wurde.

  20. Cover des Buches Man sollte öfter mal ausmisten (ISBN: 9783426525678)
    Monika Bittl

    Man sollte öfter mal ausmisten

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Bambisusuu

    "Man sollte öfter mal ausmisten" ist das erste Buch von Monika Bittl, welches ich gelesen habe. Gute Meinungen habe ich bereits gehört und auch ich muss sagen, der Schreibstil ist sehr amüsant.

    Franziskas und Bastians Ehe ist nach 27 Jahren nicht mehr dieselbe. Die Kinder sind aus dem Haus und sonstige Gemeinsamkeiten sind auch nicht mehr vorzufinden. Daher entscheiden sich beide für eine friedliche Scheidung. Doch nicht mit Oma Mathilde! Sie kriegt den Plan heraus und versucht alles Erdenkliche um diesen Vorfall zu verhindern. Auch die Kinder mischen kräftig mit.

    Monika Bittl zeigt das Eheleben nach dem Kinderauszug authentisch und unterhaltsam auf. Die Bedürfnisse und Hindernisse innerhalb der Beziehung sind dabei gut nachzuvollziehen. Vor allem die abwechselnden Perspektiven bringen die verschiedenen Generationen gut zur Geltung. So erhält man tiefgehende Einblicke in die Gefühlswelt von Franziska, Bastian, Vincent, Emma und natürlich Oma Mathilde, die ich besonders in mein Herz geschlossen habe.

    Trotz Auszug können auch Emma und Vincent die Trennung nicht in der Art stehen lassen. Zudem erfährt man auch vieles aus ihrem neuen Lebensabschnitten. Beide stehen vor Herausforderungen, die sie zu bewältigen haben. Oma Mathilde ist ganz schön taff und lässt sich anhand ihres Alters nichts anmerken.

    Die lustige Erzählweise hat mir beim Lesen für einige schmunzelnde Momente gesorgt. An manchen Stellen hatte ich mir etwas mehr erhofft. Insgesamt trotzdem ein unterhaltsamer Roman, der sich perfekt für zwischendurch eignet!

  21. Cover des Buches Die Pest (ISBN: 9783869741536)
    Albert Camus

    Die Pest

     (12)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Parallelen zur aktuellen Pandemie, aber wesentlich geschickter und besser verpackt.


    Inhalt: In der Stadt Oran bricht die Pest aus. Angekündigt durch Ratten, nehmen die Bewohner das Problem zunächst nichts ernst. Doch als dann vermehrt Krankheitsfälle mit gleichem Verlauf auftreten, muss man reagieren.

    Die Kranken werden isoliert und so gut als möglich betreut, doch es werden immer mehr Krankheitsfälle. Das Ganze geht soweit, bis die ganze Stadt abgeriegelt wird. Nichts geht mehr raus und nichts geht mehr rein. Das führt dazu, dass auch Tarrou in der Stadt fest sitzt. Zunächst sucht er noch nach einer Möglichkeit der Abriegelung zu entkommen, aber irgendwann hilft er bei der Pflege und bleibt.

    Die Zeit ist begleitet von vielen Toten. Ein Junge, der Pater der Stadt und zum Schluss auch Tarrou. Fast unmerklich stirbt auch die Ehefrau des Arztes, der sich am Schluss als Verfasser dieser Chronik zu erkennen gibt.

    Eine Erzählung in leichter Sprache, aber mit keinem einfachen Stoff.


    Fazit: Fakt ist mal, dass ich hier etwas ganz anderes bekommen habe, als ich es erwartet habe. Aber am Ende war ich positiv überrascht. 

    Die Erzählung spielt sich komplett in ein und derselben Stadt ab. Die Stadt Oran steht in ihrer Blüte und wird durch die ausgebrochene Pest komplett ausgebremst. Es ist super gut dargestellt, wie das Leben so Stück für Stück lahm gelegt wird. Wie langsam die Erkenntnis in der breiten Masse eine Wirkung zeigt. Irgendwie habe ich mich in erschreckender Weise an die momentane Corona-Situation erinnert. Da waren so viele Parallelen zum Pandemie-Verhalten der Regierung und der Bevölkerung. - In dem Moment hat mir aber leider die Flucht aus der Realität gefehlt, die Bücher bei mir sonst hervorrufen.

    Trotzdem, es war eine nicht sehr actionreiche Handlung, aber unter Strom gehalten hat sie mich doch. Besonders das Schicksal des Reporters hat mich mitgenommen. Es musste ja nun wirklich nicht so enden.

    Ob die Pandemie, die hier beschrieben wurde, wirklich so passiert ist, konnte ich nicht heraus finden. Allerdings habe ich in Erfahrung gebracht, dass Albert Camus ein Veteran des 2. Weltkrieges war und gerade in dieser Story so eine Art Horror über den Nationalsozialismus verarbeitet hat. Demnach gehe ich mal davon aus, dass es zwar die hier beschriebene Stadt gibt, die Story selber aber frei erfunden ist.

    Der Sprecher macht einen super Job. Er hat eine lockere, fast flapsige Art, zu lesen. Das stellt die Story noch einmal in einem ganz anderen Licht dar. Wertet sie in keiner Weise ab, sondern gibt dem allem noch etwas ganz Besonderes. Der Mann beherrscht seinen Job einfach und ich glaube, ich sollte mir den Namen mal merken.

    Ein kurzes Hörvergnügen war es in jedem Fall. Aber so kann eben keine Langeweile aufkommen. - Anders als erwartet, aber in jedem Fall positiv zu bewerten.


    Ich kann das Buch nur empfehlen. Es ist nicht so lang, oder so dick, dass man da jetzt Massen an Zeit verlieren würde und am Ende ist man ob der Einfachheit doch so geflasht. - Zumindest mir ging es.

    Doch doch, tut euch das Buch an. Es ist über Spotify als Hörbuch zu bekommen, somit recht easy.

  22. Cover des Buches Auch das geht vorbei (ISBN: 9783990014158)
    Thomas C. Brezina

    Auch das geht vorbei

     (10)
    Aktuelle Rezension von: ulrikerabe

    „auch das geht vorbei…“
     Lockdown, Ausgangsbeschränkungen, Vermeiden sozialer Kontakte, distance learning, homeoffice, Kurzarbeit…..Alles anders seit mehr als einem Jahr…..“es ist wie es ist“

    Thomas Brezina hat diesen Text zu Beginn der Coronapandemie im Frühjahr 2020 in nur wenigen Tagen verfasst. Man spürt das große Anliegen, an allem was passiert, was vielleicht auf einen zukommen mag irgendwo noch etwas Positives herauszuholen. Die große Coronakrise scheint mittlerweile vorbei zu sein. Wir kehren langsam zur Normalität zurück.

    Der renommierte Kinderbuchautor Thomas Brezina hat selbst schon einige Krisen gemeistert. "Auch das geht vorbei" ist ein kleiner Mutmacher. Eigentlich für die Coronakrise geschrieben und vor allem an Jugendliche gerichtet, motiviert das Büchlein allgemein gültig auch in schwierigen Zeiten glücklich zu bleiben. Wie gehen wir um mit neuen, fremden, beängstigenden Situationen. Worauf sollten wir unsere Kraft richten. Wie gehen wir in dieser Zeit mit unseren Mitmenschen um. Was können wir sogar nachhaltig an unserem Leben verändern.

    Kurz und bündig.

     

  23. Cover des Buches Gemeinsam (ISBN: 9783965841505)
    Luke Adam Hawker

    Gemeinsam

     (10)
    Aktuelle Rezension von: lotte_hofbauer

    Zusammen haben Luke Adam Hawker, ein Künstler aus London und Marianne Laidlaw ein Buch geschaffen welches kurze Texte und wunderschöne Illustrationen zu einem beeindruckenden Gesamtwerk vereint. 

    Das Thema das Buches sind Krisen, in diesem Fall begeht sich das Buch wohl am meisten auf die Pandemie. Sie hält uns nun schon für eine sehr lange Zeit fest in ihren Händen. Für die menschliche psyche ist das, wie wir wohl alle bemerkt haben, sehr schwer. Als Metapher für die Krankheit die uns umgibt und wie eine dunkle Hülle umfängt, ist in diesem Buch ein nicht enden wollendes Unwetter. Die Gesellschaft zieht sich immer mehr zurück in die eigenen vier Wände, es scheint als würden wir uns voneinander entfernen. Doch plötzlich wird vielen klar, was im Leben wirklich zählt. Mehr als jedes Geld der Welt oder teure Besitztümer. Die Gemeinschaft ist das was wir alle brauchen um uns gut zu fühlen. Wir brauchen uns gegenseitig, um schwere Zeiten zu überstehen und nur zusammen können wir Krisen überwinden. Das ist auch genau die Aussage des Buches, wie der Titeln "Gemeinsam" auch schon erahnen lässt. Besonders toll finde ich, neben den Illustrationen und dem hochwertigen Papier die Zeitlosigkeit des Buches. In meinen Augen wird das Buch ewig Relevanz haben. Es ist quasi für jede Krise als Lichtblick geeignet. 

  24. Cover des Buches Vielleicht lässt jemand Wunder regnen (ISBN: 9783438062789)
    Susanne Breit-Keßler

    Vielleicht lässt jemand Wunder regnen

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Nadine_Imgrund

    „Vielleicht lässt jemand Wunder regnen – Ein hoffnungsfrohes Lesebuch“ von Susanne Breit-Keßler & Frank Muchlinsky (Hrsg.)

    Klappentext

    „Es gibt Tage, da fühlt sich das Leben leicht an. Und es gibt andere, da ist nicht alles gut. Da will man nicht so tun, als ob. Die federleichten und poetischen Mutmachtexte dieses Buches sorgen für Alltagslichtblicke an grauen Tagen. Mit Geschichten, Gedanken und Gebeten von Roger Willemsen, Susanne Niemeyer, Andreas Malessa, Susanne Breit-Keßler, Frank Muchlinsky, Matthias Lemme, Martin Vorländer, Siegfried Eckert u.v.a. Und mit sechs liebevoll gestalteten Postkarten zum Verschicken von Hoffnungsgrüßen an Himmelssucher und Lebenspilger. Denn eins ist sicher: Dass es Wunder regnet, kann jeden Tag geschehen…“

    Fazit

    Mir gefällt das ganze Buch einfach ausgesprochen gut.

    Das Format ist toll und ganz besonders. Das Cover ist so fröhlich und bunt und voller Lebensfreude, dass es mir sofort ins Auge gestochen ist. Die 6 beiliegenden Postkarten sind wirklich wundervoll. Man kann sich fast nicht entscheiden, ob man sie an liebe Menschen verschicken oder sie selbst als Motivationskarten behalten möchte.

    Die Innengestaltung mit der grünen Farbe ist ebenfalls sehr ansprechend. Ich mag die unterschiedliche Aufmachung der einzelnen Seiten sehr. So bleibt es interessant. Man weiß nie, was einen beim Umblättern erwartet.

    Das Buch ist insgesamt sehr kurzweilig und eignet sich prima als Zwischendurch-Lektüre.

    Ich mag die kurzen Leseabschnitte. Das ganze Buch ist so positiv und hoffnungsvoll. Besonders gut haben mir die Texte "Du darfst", "Sie stirbt zuletzt" und "Das müde Glück" gefallen.

    Insgesamt haben mich die Beiträge von Susanne Niemeyer am meisten angesprochen.

    Einige wenige Texte klangen etwas altbacken, aber insgesamt hat mir das Buch ausgesprochen gut gefallen.

    Vielen Dank, dass ich dieses Buch im Rahmen der Leserunde bei LovelyBooks kennenlernen durfte!

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