Bücher mit dem Tag "danzig"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "danzig" gekennzeichnet haben.

45 Bücher

  1. Cover des Buches Wenn wir wieder leben (ISBN: 9783426520307)
    Charlotte Roth

    Wenn wir wieder leben

     (108)
    Aktuelle Rezension von: Alex_gedankenwelt

    1964: Die 19-jährige Wanda lebt mit ihren Schwestern, ihrer Mutter „Matti“ und Tante Lore in einer kleinen Wohnung in Berlin. Stets liebevoll umsorgt und gut behütet aufgewachsen, hat sie sich um die vergangenen Jahre nie viel Gedanken gemacht. Ihr Vater ist im Krieg geblieben und zu Hause wird nie darüber gesprochen. Was vorbei ist, das ist vorbei. 

    Kurz nach Beginn ihres Studiums an der Berlins Freier Universität lernt sie den Mitstudenten Andras Goldfarb kennen. Andras, getrieben von dem Wunsch nach Gerechtigkeit, bereitet sich auf einen große Sache vor. Er sammelt Beweise und Unterlagen zusammen für den im Dezember beginnenden Auschwitz-Prozess in Frankfurt. Völlig fasziniert von ihm fängt Wanda an, auch ihre eigene Herkunft zu hinterfragen. Als sie Matti mit der Frage „Was habt ihr von 1933-1945 gemacht?“ konfrontiert, hat sie noch keinen blassen Schimmer davon, welchen schmerzlichen Prozess sie damit in Gange setzt. Wird sie die Wahrheit aushalten können? 

    Mein persönliches Fazit:

     Charlotte Roth hat einen wunderbaren Roman geschrieben. Nach und nach verschmelzen die zwei Handlungsstränge miteinander, Vergangenheit und Gegenwart finden zueinander. Den geschichtlichen Teil dieses Buches finde ich großartig. Die Berichte über Zoppot und Danzig. Die Entwicklung in den Jahren 1933 – 1945. Die Informationen um die Wilhelm Gustloff. Die pommersche Mundart und die dargestellte Lebensfreude, großartig! Die geschichtliche Entwicklung in Zeiten des Krieges, so gut recherchiert. Ich habe dieses Buch wirklich so, so gerne gelesen. 

    Bemängeln muss ich allerdings, die Charakterzeichnung der Wanda. Ein 19 jähriges Mädchen, das 1964 in West-Berlin Geschichte studiert und anscheinend so gar nicht über geschichtliches Hintergrundwissen verfügt. Bis zur ihrer Begegnung mit dem Studenten Andras wusste sie nicht einmal, wo ihr Geburtsort liegt. Zoppot, bei Danzig in Polen. Naiv und unglaubwürdig. Auch andere Charaktere fand ich teilweise etwas unglaubwürdig. Hierfür habe ich einen Stern abgezogen. Trotzdem! 

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 / 5 Sterne. 

     

  2. Cover des Buches Der Verdacht (ISBN: 9783257214369)
    Friedrich Dürrenmatt

    Der Verdacht

     (331)
    Aktuelle Rezension von: variety

    ... dann könnte ich mehr * vergeben! Zu Beginn liest sich die Erzählung nämlich sehr gut und auch die Spannung wird hochgehalten (wer ist der Nazi-Arzt?). Die beiden letzten Kapitel schafften es aber, dass ich das Buch etwas enttäuscht weglege. Soviel philosophisches und umständliches Beschreiben war mühsam zu lesen - und auch die Spannung war völlig weg. Extrem schade.

  3. Cover des Buches Die Blechtrommel (ISBN: 9783423138192)
    Günter Grass

    Die Blechtrommel

     (543)
    Aktuelle Rezension von: Lorenz1984

    Danke Herr Grass für diesen längeren Ausflug in die Welt von Oskar Matzerath. 

    Dieses Buch kann ich definitiv mit nichts vergleichen was ich bisher gelesen habe... 

    Jedem zu empfehlen der Lust auf etwas unkonventionelles hat! 

  4. Cover des Buches Libellenjahre (ISBN: 9782496701500)
    Izabelle Jardin

    Libellenjahre

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Gartenfee-Berlin

    Nachdem der Anfang ein wenig schleppend zu hören war, habe ich mich dann doch gut in die Geschichte eingefunden. Das Leben der Constanze von Wartenberg in Königsberg und Danzig wurde sehr schön und bildhaft geschildert. Die Charaktere fand ich ebenfalls sehr gut beschrieben, so dass es mir eine Freude war, ihren Entwicklungen zu lauschen bis der Krieg kam. Aber auch ab da war die Geschichte geprägt von gut recherchierten Geschehnissen ohne Übertreibungen oder unnützen Informationen. Leider endete das Hörbuch mit einem Cliffhanger, so dass ich möglichst schnell den Nachfolgeband hören möchte.

  5. Cover des Buches Eisiges Blut (ISBN: 9783596185191)
    Robert Masello

    Eisiges Blut

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Frau-Aragorn
    Dieses Buch lag ewig auf meinem SUB, da ich ein großer Thriller Fan bin, und absolut von Cover und Klappentext geblendet war. Als ich dann hier bei lovelybooks mehr über dieses Buch las, stellte es sich als Spannungsgeschichte mit ziemlich viel paranormalen Einschlägen heraus, weshalb ich ganz lange die Finger davon gelassen hab. 

    Was für ein Fehler, denn jetzt nachdem ich es gelesen habe, bin ich sehr begeistert. Alles in allem könnte es ein langes Drehbuch für eine Akte X Folge sein... Ich liebe Akte X!
    Derjenige, der für Covergestaltung und Klappentext verantwortlich war, muss seine Arbeit in einem Zustand der geistigen Umnachtung ausgeführt haben, denn beides passt hier einfach überhaupt nicht zum Inhalt. Was sich der Fischerverlag dabei gedacht hat... wäre es mein Buch, ich wäre stinkend sauer. 

    Ich bin sehr begeistert davon, wie die Geschichte mit realen und gut recherchierten Fakten ergänzt wird. Noch dazu unterstützt durch literarische Einschübe entsprechend der damaligen Zeit. Beispielsweise die Erlebnisse von Floreance Nightingale oder die Schlacht der 600. 
    Die Art, wie der Bogen zwischen den Zeiten gespannt würde gefiel mir auch sehr. 

    Beide männlichen Protagonisten sind gut charakterisiert und authentisch und sympathisch dargestellt. Man kann ihre Denkweisen und Handlungen nachvollziehen. 
    Auch alle weiteren Figuren sind super eingeführt und mit der richtigen Mischung aus Schubladendenken und Individualität beschrieben. 

    Der Spannungsbogen wurde stetig aufgebaut, riss zu meiner Zeit ab und gipfelte in einem sehr spannenden Finale. 
    Einige schrieben hier schon, dass die Geschichte zu lange gebraucht habe,  um in Fahrt zu kommen. Das find ich hat nicht. Ich würde es als sehr gelungenen Storyaufbau beschreiben. 

    Natürlich könnte man sich jetzt um Glaubwürdigkeit und Realitätsnähe sorgen ... aber warum sollte man?!? Es ist ein Thriller mit Science-Fiction/ Paranormal Einschlägen, da kann man etwas Realitätsverlust verkraften. In jedem Fall finde ich es sehr einzigartig und empfehlenswert. 
    Wenn man es schafft sich auf dieses abgedrehte Thrillerformat einzulassen, erwartet einen ein super Buch!
  6. Cover des Buches Die Blechtrommel (ISBN: 9783828980037)
    Günter Grass

    Die Blechtrommel

     (50)
    Aktuelle Rezension von: PiaSol

    Hier geht es um die Lebensgeschichte einer kaschubischen Familie namens Mazerath, deren kleinwüchsiger Sohn Oskar dieselbe erzählt.

    Im Alter von drei Jahren ist Oskar geistig bereits gereift und stellt sein körperliches Wachstum ein.

    Er hat ein Verhältnis mit seiner Stiefmutter, mit der er auch einen Sohn hat und wird im Laufe der Geschichte fälschlich als Mörder verdächtigt und eingesperrt.

    Sprichwörter und Redewendungen der damaligen Zeit ziehen sich durch den Roman und ich stelle mir die Frage, ob der Knabe Oskar mit seiner Schuld Synonym der deutschen Kriegsschuld sein soll.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen, doch ist es eines von zwei oder drei Büchern, bei welchen mir tatsächlich die Verfilmung besser gefallen hat.

  7. Cover des Buches Das Mädchen aus dem Norden (ISBN: 9783453439269)
    Katarzyna Bonda

    Das Mädchen aus dem Norden

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Erdhaftig
    Die Geschichte beginnt anders als ein gewöhnlicher Kriminalroman. Man bekommt einen Einblick in eine Lebenswelt, die einige Seiten später erst Mal keine Rolle mehr zu spielen scheint. Aber das ist natürlich nicht so. Das ahnt man ohne es zu wissen. Nebenbei erfährt man etwas über die Hauptakteurin des Romans, ihren Werdegang und Privatleben plus den Einstieg in eine undurchsichtige Geschichte.

    Wer ist wer und womit haben es die Ermittler eigentlich zu tun? Das stellt sich erst am Ende so richtig heraus. Viele Personen sind nicht, wer sie zu sein scheinen. Ebenso gilt das für manche Tathergänge. Als Leserin fing ich ziemlich schnell an zu rätseln und die verzwickten Einzelheiten zu schätzen. Reich an Details ohne zu sehr ins Detail zu gehen – auch diese Romaneigenschaft macht dieses Buch zu etwas Besonderem. Auf über 600 Seiten bietet Bonda einen hervorragenden Krimi, bei dem fast nichts so ist, wie es scheint.

    Weitere Zutaten bestehen aus einem lockeren Schreibstil, einem durchdachten Skelett samt gut gesetzter Spannungsbögen und Typen, die man sich gut vor dem inneren Auge vorstellen kann. Die letzten Seiten liefern ein kleines Glossar, unter anderem findet man auch die Aussprache der polnischen Namen.

  8. Cover des Buches Tochter des Meeres (Die Töchter der Elemente, Band 1) (ISBN: 9783948684068)
    Abby L. Knorr

    Tochter des Meeres (Die Töchter der Elemente, Band 1)

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Jessica_Diana



    Meinung



    Tochter des Meeres ein Titel, welcher  mir schon oft durch Werbung ins Auge gestochen ist und nach genauerem Hinsehen einem Buch entspricht, welches ich mir näher ansehen sollte. 






    Wie der Titel schon sagt geht es überwiegend um das Element Wasser und das findet man in diesem Bauch in einigen Variationen vor. Auf der einen Seite hinsichtlich des Settings, aber ebenso auch mit magischen Gesichtspunkten, welche in der Regel zum träumen einladen. 






    Die Story rund um Targa beginnt vielversprechend - sie besaß in den ersten Zeilen eine leichte Spur Sarkasmus und brachte mich in manchen Momenten sogar zum schmunzeln. Doch diese Begeisterung hielt auf meiner Seite leider nicht an. Mir fehlte der Bezug, die Verbindung zu der Protagonistin und vor allem das Gefühl, welches im Normalfall Geschichten über Meerjungfrauen, Nixen und Co in mir auslösen.






    Es prasselte nicht auf mich ein, ich schwamm von Seite zu Seite, aber es war eher ein seichtes Plätschern, anstelle eines Wettkampfes. Die Story entwickelte sich abgesehen von den ersten Kapiteln sehr langsam und die Emotionen wirkten auf mich sehr oberflächlich. Targa blieb mir in ihrem Wesen ein Rätsel und egal was ich versuchte und wie oft ich die Passagen auch gelesen habe, ich bekam sie nicht zum greifen.






    Fazit



    Tochter des Meeres war für mich leider kein Highlight und es gab viele Punkten, welche mich nicht wie Bücher dieser Art zur Ablenkung einluden. Die Protagonisten, die Story an sich und auch die unterschiedlichen Elemente schafften es nicht mich zu begeistern. 3 von 5 Sternen 


  9. Cover des Buches Beim Häuten der Zwiebel (ISBN: 9783423136556)
    Günter Grass

    Beim Häuten der Zwiebel

     (97)
    Aktuelle Rezension von: JenniferHilgert
    Die Autobiographie des umstrittenen Günter Grass, der durch seine SS Vergangenheit im Jahre 2006 offenbart, was einem unsterblichen Literat niemals genommen werden kann: Ein Werk, das neben seinen anderen Publikationen nicht vergessen werden darf, ebenso wenig wie das, was niemals stirbt, wenn es nieder geschrieben steht und zwar gänzlich mit dem "rotglühenden Eisen" namens Erinnerung.

    EinBuchEinSatz: http://schriftverkehr.net/2015/12/27/einbucheinsatzrezension-ein-neuveroeffentlichtes-buch/
  10. Cover des Buches Die Serapionsbrüder (ISBN: 9783618680284)
    Wulf Segebrecht

    Die Serapionsbrüder

     (13)
    Aktuelle Rezension von: SiCollier
    Stelle man sich auch an, wie man wolle, nicht wegzuleugnen, nicht wegzubannen ist die bittre Überzeugung, daß nimmer -. nimmer wiederkehrt, was einmal dagewesen. (Seite 9)


    Meine Meinung

    Seit etlichen Jahren lese ich jedes Jahr zu Weihnachten die Erzählung „Nußknacker und Mäusekönig“. Und jedes Jahr nahm ich mir vor, bald darauf die „Serapions-Brüder“, aus denen diese Geschichte stammt, zu lesen. Dieses Jahr nun endlich wurde aus dem Vorsatz die Tat. Hätte ich das Buch ohne Kenntnis des Verfassers gelesen, so hätte ich auf einen viel moderneren bzw. neueren Autor als E. T. A. Hoffmann getippt, höchstens die etwas altertümliche Sprache gibt einen Hinweis auf die Entstehungszeit. Doch die meisten Geschichten, wie auch die Rahmenerzählung, muten ausgesprochen modern an. „Da aber in dieser Welt diejenigen Menschen, welche sehr laut und breit verkündigen, was sie tun wollen, viel mehr gelten als die, welche in aller Stille hingehen und es wirklich tun, (...)“ S. 886) - damals wie heute gültig.

    So recht wußte ich nicht, was mich erwarten würde. Was vielleicht auch ganz gut war. Es ist - so viel war mir durchaus klar - eine Sammlung von Märchen und Erzählungen, zusammengehalten durch eine Rahmenhandlung. Aber man vergesse das „und sie lebten glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage.“ Denn in den meisten der Geschichten schleicht sich das Entsetzen ganz leise durch die Hintertür herein, um plötzlich - und sei es im letzten Absatz - hervorzutreten und den Leser zu schocken. Und so dauert es geraume Zeit, bis eine Geschichte kommt, die wirklich gut ausgeht. Inzwischen bin ich mir nicht mal mehr sicher, ob dieses für „Nußknacker und Mäusekönig“ gilt.

    Wenn man E. T. A Hoffmann liest, braucht man starke Nerven. Denn was da in wunderschöner Sprache beschrieben und beschworen wird, entpuppt sich im Fortschreiten nicht selten als das blanke Grauen. Ein Grauen, das oft im einfachen begründet und auf den ersten Blick nicht gleich zugänglich ist. Erst bei genauerem Hinsehen stellt man fest, an einem Abgrund zu stehen, manches Mal nicht, bevor es die Figuren nicht selbst auch bemerken. Es ist nicht zuletzt Hoffmanns wirklich erstklassiges Deutsch, wie man es heute leider nur noch selten findet, das mich dann bei allem Schrecken immer weiter lesen ließ, welches das Buch überaus lesenswert macht.

    Die Erzählungen der „Serapionsbrüder“ werden durch die Rahmenhandlung der Treffen eben dieser Serapionsbrüder zusammen gehalten, in denen diese über alle möglichen Themen philosophieren und sich austauschen. Literatur, Musik, Theater - und die im Buch enthaltenen Geschichten werden diskutiert. Pate dafür stand der Freundeskreis Hoffmanns, der sich in regelmäßigen Abständen in Weinlokalen traf.

    Vor Jahren sah ich eine Fernsehsendung von und mit Heinz Rühmann. Er erzählte aus seinem Leben und wechselte mitten im Satz zu seiner Darstellung des Hauptmanns von Köpenick. Mir läuft es noch heute eiskalt den Rücken hinunter, wenn ich an diese Szene denke. Selbige kam mir unwillkürlich in den Sinn, als Lothar - einer der Serapionsbrüder - auf Seite 844ff einen etwas seltsam anmutenden Zeitgenossen, der Schauspieler war, beschrieb, der Ähnliches zuwege brachte. Wobei solcher Art unmerklicher Übergang auch hier im Buch vorkommt und sich Erzählung und „Wirklichkeit“ mischen.

    Es wäre zu wünschen, daß das Buch wieder mehr Aufmerksamkeit und Leser findet. Auch, wenn es bisweilen möglicherweise nicht ganz leicht zu lesen ist. Aber wer hat behauptet, daß Lesen immer einfach sein muß? Denn gar vieles Nachdenkenswerte ist hier versammelt und wird, wie Theodor ankündigt, berichtet:
    „Serapion“, rief Theodor indem er aufstand und das vollgeschenkte Glas hoch erhob, „Serapion möge uns fernerhin beistehen und uns erkräftigen, das wacker zu erzählen, was wir mit dem Auge des Geistes erschaut!“ (S. 255)

    Oder, um mit den Worten des Nachwortes zu schließen:
    Es ist möglicherweise das Eigentümliche und Auszeichnende dieses Schriftstellers, der sich der Unruhe einer beginnenden Zeitenwende (!!!, Anm. von mir) nicht entzog, daß er der sozialen Wirklichkeit die gleiche Aufmerksamkeit zuwandte wie der inneren Wirklichkeit des Menschen. Der Zusammenhang der Dinge, den jeder Erzähler benötigt, war ihm nicht mehr sicherer Besitz. Aber er hat nicht aufgehört, nach einem solchen zu fragen und zu suchen in einer Zeit, in der ein solcher Zusammenhang nicht mehr vorgegeben war. (S. 1032)

    Ein in der Tat überaus moderner Schriftsteller.


    Mein Fazit

    „Hoffmanns Erzählungen“ umrahmt von Gesprächen, Reflexionen und Überleitungen, die einen größeren Zusammenhang herstellen. Immer noch und immer wieder lesenswert.


    Meine gelesene Ausgabe:

    1134 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
    Jubiläumsbibliothek der Deutschen Literatur, E. T. A Hoffmann Werke in 2 Bänden, Band 2
    Verlag: Bertelsmann Club, Gütersloh oJ (Lizenz Winkler Verlag, München)

     

  11. Cover des Buches Die Kuckuckstochter (ISBN: 9781976705373)
    A van Groen

    Die Kuckuckstochter

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Streiflicht

    Dieses ganz besondere Buch hat mich von der ersten Seite an begeistert. Es bietet Geschichte in ihrer besten Form an. Nie trocken oder langweilig, nicht fad oder langatmig, sondern kurzweilig und unterhaltsam und quasi nebenbei im Roman. Da ich bisher kaum etwas über die Geschichte Polens wusste, fand ich es unglaublich interessant, Näheres über die politische Situation in Polen-Litauen um 1600 zu erfahren. Sozusagen eine spannende Zeitreise.

    Die Geschichte der Gutstochter Juljana, die aufgrund des Todes ihres Vaters ein bewegtes Leben führt, hat mir sehr gut gefallen. Es ist interessant und spannend, sie auf den verschlungenen Pfaden, die sie in verschiedenste Regionen und Lebensumstände führen, zu begleiten. Als Leser fühlt man mit ihr, freut sich immer wieder sehr und hat auch das eine oder andere Tränchen im Auge.

    Der Schreibstil von Annett van Groen ist detailreich, bunt und wunderbar zu lesen. Mir hat das Buch „Die Kuckuckstochter“ großen Spaß gemacht und mich herrlich unterhalten. Ich hoffe, bald wieder etwas von dieser Autorin lesen zu können.

  12. Cover des Buches Unkenrufe (ISBN: 9783423118460)
    Günter Grass

    Unkenrufe

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Izabelle_Jardin
    Nach den drei Werken der Danziger Trilogie, die sich in der und um die Zeit des 2. Weltkrieges abspielen, erschien mit „Unkenrufe“ 1992 ein neuer Roman, spielend in Grass‘ Heimatstadt. Ein Schulfreund spendet dem Literaten Aufzeichnungen, er möge was draus machen. Macht er!
    Es trifft ein bereits leicht ergrauter Bochumer Kunsthistoriker auf dem Danziger Marktplatz im Jahre '89 auf eine polnische Restauratorin. Ein wenig linkisch wirkt die Annäherungen. Sie drall und möchtegern-jugendlich flirtend, er leise vertrocknet. Beide verwitwet, beide von der Idee der Völkerverständigung auf ganz besondere Art beseelt. Ein Versöhnungsfriedhof soll her. Einer, auf dem die, die einst vertrieben wurden, doch noch zu guter Letzt in Heimaterde ruhen können.
    Die Idee wird vorangetrieben, eine deutsch-polnische Friedhofsgesellschaft entsteht, und stößt auf Begeisterung bei deutschen Vertriebenenverbänden, allerdings auf ein gewisses Grausen bei manchen Polen, die wenig entzückt sind, eine „Armee deutscher Leichen“ die Westprovinzen wiedererobern zu sehen.
    So sehr auch das Unternehmen ins Florieren kommt, so prächtigknorrig sich die Liebesgeschichte entwickelt: Anders, als in Grass‘ erinnernden Romanen bleibt hier die Stadt seiner Kindheit blass. Ob sie „ver“ blasst ist, weil die Zeit sie verändert hat? Weil Gras gewachsen ist? Vielleicht sogar, weil Grass erlaubt, dass Gras wächst über alte Erinnerungen, weil ein halbes Jahrhundert vergangen ist und die Akzeptanz der Tatsachen sich mischt mit einem dann doch nie begrabenen Wunsch des Wiederzusammenfügens, vielleicht nur WiederkehrenKÖNNENS, und seien es auch nur Gebeine, die ruhen können sollen, wo sie „hingehören“, schon immer hingehörten?
    Das Ende des Romans ist so pragmatisch wie erschütternd. „Sie liegen gut da. Laßt sie da liegen!“
    Natürlich! Es bezieht sich auf die beiden ältlichen Liebenden. Vordergründig. Aber es ist ein Grass-Roman!
  13. Cover des Buches Die Rättin (ISBN: 9783423144810)
    Günter Grass

    Die Rättin

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Hipster
    Was für eine Arbeit! Aber fangen wir vorne an. Die Geschichte(n) in Kuirzform. Ein Junge wünscht sich zu Weihnachten eine Ratte. Bekommt diese auch und fängt an mit ihr (eine weibliche Ratte) zu reden. Die Welt wird durch Menschenhand unbewohnbar gemacht und er sitzt mit seiner Rättin in einer rettenden Raumkapsel und schaut sich die Welt von oben an wie sie von Ratten wiederbevölkert wird. Dabei unterhalten sie sich über verschiedene Ereignisse vor der Katastrophe. Mal gucken ob ich die noch alle zurecht bekomme. Sollte ich welche vergessen sei mir dies Verziehen. 1. Oskar Mazerath ist zurück. 1.1.Er ist Chef einer Videoproduktionsfirma. Zusammen mit dem Erzähler und der Ratte entwift er die Idee einer Geschichte in der Hänsel und Gretel die Kinder des Bundeskanzlers sind. Der Bundeskanzler soll eine Rede über den deutschen Wald halten. Da dieser vor dem die Rede stattfinden soll völlig zerstört ist wird er mit riesigen Vorhängen und mit Beschallung aus der Konserve aufgehübscht. Hänsel und Gretel zerstören diese Illusion und flüchten daraufhin inn den Wald. Dort treffen sie auf viele andere Märchengestalten. Die Märchengestalten möchten über die Missstände aufklären und dieses bei den Ministern Jakob und Willhelm Grimm zu Gehör bringen. Doch es läuft nicht so wie geplant. 1.2. Oskar möchte den einhundertundsiebten Geburtstag seiner Großmutter besuchen. Es kommnt zu einen freudigen aber abruptem Ende. 2. Ein Schiff mit erfahrenen Seefrauen ( Sagt man das so?), darunter die heimliche Liebe des Erzählers Damroka, sind auf Forschungstour um die Population der Quallen zu erforschen. 3. Der Maler Maskath muss seine Größte Aufgabe bewältigen. Der komplette künnstlerische Gestaltung einer Kirche. 4. Die Neubesiedelung der Erde durch die Ratten 5. Die biblische Geschichte Noahs aus der Sicht der Ratten. Man sieht man bekommt auf 496 Seiten einiges zu lesen. Das ist am Anfang auch sehr verwirrend. Ich habe wirklich mehr als einmal mit mir gekämpft das Buch nicht weg zu legen. Denn man muss sich in den Lesefluss reinfinden. Wenn es geklappt hat geht das lesen von ganz alleine. Man muss sich einfach dessen bewusst sein das man immer nur stückenhafte Informationen bekommt. Die Geschichten in der Geschichte werdennur durch Absätze getrennt und man kann Günther Grass Willkür bei der Erstellung der kapitel unterstellen. Es wäre definitiv leichter gewesen jeder Geschichte ein Kapitel zu spendieren, aber nein. Trotzdem hat es für mich, als es denn ging, wieder einmal Spass gemacht ein Werk von Günther Grass zu lesen. Die Sparche die er an den Tag legt ist gewiss gewöhnungsbedürftig,aber es ist halt mal was anderes als die Popliteratur die nur mit wenigen Wörtern pro Satz auskommt. Harter Stoff, Schwer zu lesen, aber trotzdem ein schönes Buch. Einen Daumen nach oben!
  14. Cover des Buches Der goldene Pelikan (ISBN: 9783423136327)
    Stefan Chwin

    Der goldene Pelikan

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Gelinde

    Der goldene Pelikan, von Stefan Chwin 

     

    Dieses Buch habe ich geschenkt bekommen und nach dem Klappentext zu urteilen habe ich mir eine spannende und emotionale Lektüre erwartet.

     

    Doch ich persönlich, für mich, wurde enttäuscht. Kein Buch für mich.

     

    Ein sehr blumiger, weit ausholender und zu weit abschweifender Schreibstil machte mir das lesen bis 50 Seiten vor Ende teilweise zur Qual.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass dies für manche Leser „literaisch wertvoll“ ist. 

    Für mich ist es einfach nur anstrengend gewesen.

     

    Immer wieder dreht Jakub die Frage von „Schuld“ in seinem Kopf. Er bespricht sich mit vielen sehr klugen Menschen. Kommt dabei vom Stöckchen aufs Hölzchen. Und oft weiß ich dann seitenlang gar nicht mehr um was es eigentlich jetzt geht.

     

    Kurz vor Ende schließt sich der Kreis, hier wird es auch für mich dann interessanter beim Lesen.

    Der Professor meint sich die Schuld vergeben zu können. Ein neues Glück, ein neues Leben wartet auf ihn,

    Da schlägt das Schicksal wieder zu und eine Situation aus der Vergangenheit, holt ihn wieder ein.

     

    Hierdurch erkennen wir Leser, dass auf jede Situation etwas folgen kann, das wir gar nicht beeinflussen können und aber unglaubliche Auswirkungen auf andere Menschen haben kann

     

    Wie gesagt ich habe mich bis zu den letzen 50 Seiten gequält. Das Thema ist sehr gut, aber die Umsetzung war für mich nichts. Deshalb kann ich persönlich nur 2 Sterne vergeben.

     

  15. Cover des Buches Viva Polonia (ISBN: 9783492306737)
    Steffen Möller

    Viva Polonia

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Forti
    Steffen Möller lebt seit 1994 in Polen und hat sein erstmals 2008 erschienenes Buch "Viva Polonia" nun überarbeitet und neu herausgegeben.

    Das Buch ist eine Mischung aus Autobiographie und Beobachtung. Steffen Möller schreibt von seinem Leben in und mit den Polen. Dabei sagt er selbst, dass seine Charakterisierung Polens subjektiv ist - es ist nun mal auch keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern ein unterhaltendes Sachbuch, das aber dennoch Gehalt hat. Ich finde es ein interessantes Buch, das sowohl Polen-Kenner als auch Neulinge mit Gewinn lesen können.

    Geschrieben ist das ganze sehr kurzweilig, intelligent und sympathisch.
  16. Cover des Buches Bucheckern, Bernstein, Brausepulver (ISBN: 9783946100607)
    Elżbieta Pałasz

    Bucheckern, Bernstein, Brausepulver

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    Dass Günter Grass in Danzig aufgewachsen ist, mag vielen bekannt sein. Doch das er sich sehnlichst einen Hund wünschte weniger. Günter wächst als Sohn eines Kolonialwarenladenbesitzers auf. Wir lernen seine Kindheit kennen, seine Familie auf dem Lande und Onkel Franz, der bei der Post arbeitete. 

    In drei Geschichten, die zwischen 1934 und 1939 angesiedelt sind, folgt Palasz mal autobiographisch, mal fiktiv dem Leben von Grass in Danzig. Sie zeigt uns eine Kindheit geprägt durch Danzig, eine diverse Familie zwischen Deutschen, Polen und Kaschuben und wie sich Günters Wunsch zu Schreiben immer mehr festigt. Nebenher wird auch das zeitgeschichtliche Geschehen - der Beginn der Nationalsozialismus - dokumentiert und dargestellt.

    In verschiedenen Kollagen eingefangen, bietet das Kinderbuch einen kindgerechten Zugang zu Grass und Danzig jener Zeit und ist damit auch inhaltlich schön anzusehen. Wünschenswert wäre allerdings, für jene, die mit Grass' Biographie und Werk nicht so vertraut sind - ein Vor- oder Nachwort, dass bestimmte Aspekte seines Wirkens - die auch im Buch aufgearbeitet sind, ins Licht rückt. Zwar sind Figuren, wie der Junge mit der Blechtrommel ganz typisch für Grass - auch ohne, dass man sein Oeuvre in allen Details kennen muss, aber für Grass-Laien wären solche Werkbezüge kaum zu entschlüsseln.

    Fazit: Für Grass-Enthusiasten sicherlich ein Muss. Für Grass-Laien etwas schwieriger zu deuten. Als Kinderbuch für alle schön. Durchaus lesenswert!

  17. Cover des Buches 1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte (ISBN: 9783957682109)
    Gerd Schultze-Rhonhof

    1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Charlie21

    Ein spannendes Geschichtsbuch das erklärt, wie es zu diesem Krieg gekommen ist. Nach Versailler Diktat und Wirtschaftskrise herrscht in Deutschland der Wunsch nach einer starken Hand und nach Anerkennung. Das Gros der Deutschen folgt Hiltler, der diesem Bedürfnis zu entsprechen scheint. Aber auch andere Staaten haben ein großes Interesse an diesem militärischen Konflikt. Dieser Krieg hatte viele Väter. Lesenswert. 

  18. Cover des Buches Die Schwarze Lady (ISBN: B00W41H4AM)
    Edmunda von Roit

    Die Schwarze Lady

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Der deutsche Freund (ISBN: 9783518463420)
    Christian Dorph

    Der deutsche Freund

     (7)
    Aktuelle Rezension von: lollebolle
    Sehr düster und in einem ziemlich abwegigen Millieu angesiedelt. Wer's mag... Trotzdem spannend.
  20. Cover des Buches Hundejahre (ISBN: 9783869307190)
    Günter Grass

    Hundejahre

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Hipster
    Teil drei der Danzig-Trilogie. Grass erzählt die Geschichte dreier Jungs. Eddi Amsel, Harry Liebenau und Walter Matern. Opfer, Zeuge und Täter. Was bei Die Blechtrommel und Katz und Maus ein steter Lesefluss ist, ist leider bei Hundejahre am Anfang eine arge Anstrengung sich in den Stoff rein zu fuchsen. Denn Eddie Amsel ist noch sehr zurückhaltend mit den Informationen. Aber sobald man die Liebesbriefe Harry Liebenaus an seine Cousine Tulla ließt erschließt sich die ganze Bandbreite. Und wenn man mit den Materniaden abschließt ist man auch teilweise froh das man es geschafft hat, denn leider ist der Abschluß das langatmigste Buch im ganzen Buch. Zwar fügt sich hier alles zusammen das ist relativ belanglos erzählt. Wenn man sich natürlich damit auseinander setzt sind die Scheuchen als Bildnisse für den Menschen zu sehen aber die Moral ist zu direkt und zu sehr gewollt als das man einen Aha-Effekt bekommt. Aber doch hat mir das Buch gefallen. Und das wegen der Liebesbriefe. Grass schafft es jugendliche Sehnsucht aufkommen zu lassen. Sehnsucht nach der großen weiten Welt, sehnsucht nach Liebe, sehnsucht nach Anerkennung. Auch die Überleitungen zu den anderen Teilen der Danzig-Trilogie sind wunderbar in Szene gesetzt. Alles in allem ist Hundejahre ein solides aber nicht überwältigendes Werk. Aber es ist auch schwer in die Riesen Fußstapfen des Erstlings zu treten.
  21. Cover des Buches Pollin - Fragmente einer Kindheit in Pommern (ISBN: 9783828029996)
    Barbara Endres

    Pollin - Fragmente einer Kindheit in Pommern

     (1)
    Aktuelle Rezension von: barbaraendres
    Pollin ist Pseudonym für Hebrondamnitz. Landkreis Stolp. Das Dorf heißt heute Damnica. Die Heimatstadt von "Felix" ist Schneidemühl.
  22. Cover des Buches Die Vertriebenen (ISBN: 9783548750835)
    K Erik Franzen

    Die Vertriebenen

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Toll! Das bereits im Buchhandel erhaeltliche Werk von K. Erik Franzen erfuellt alle Merkmale eines guten Begleitbuches zu einer Fernseh-Dokumentation: viele Hintergrundinformationen, sehr gute Fotos und anschauliche Abbildungen, mutige und differenzierte Interpretationen und eine spannende Erzaehlsprache. Und das alles bei dem bis heute politisch brisanten und emotional aufgeladenen Thema der Vertriebenen. Mich stoert lediglich die Konzentration auf die ehemaligen deutschen Ostgebiete, Polen und die Tschechische Republik. Es gab noch mehr Vertriebene! Dennoch: einschließlich des gelungenen Vorworts von Hans Lemberg ein überaus anregendes Buch, das wie geschaffen scheint, die gegenwaertige Debatte um Erinnerungskulturen zu erweitern.
  23. Cover des Buches Der Butt (ISBN: 9783423144803)
    Rolf Michaelis

    Der Butt

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Gert
    Hatte diesen Klassiker schon vor Jahren gelesen, aber nicht so recht Zugang hierzu bekommen. Nun habe ich ihn wieder hervorgekramt und bin sehr begeistert. Natürlich ist es die Sprache und die Erzählkunst von Günter Grass, die immer wieder fasziniert. Der Plot mit den ewig lebenden Personen in der ganzen Menschheitsgeschichte ist einfach genial. Die Vorherrschaft des Weiblichen als Motor der Männergesellschaft mit dem abschließenden Tribunal des Butts vor der Frauenbewegung. Großartig. Man braucht etwas Zeit, um - wie immer bei Grass - durch den oft recht verwinkelten Erzählstrang zu kommen, aber es ist amüsant und teilweise auch lehrreich.
  24. Cover des Buches Laila bleibt sich treu : Ernstes und Heiteres aus dem Leben einer jungen Gärtnerin. (ISBN: B01KQGQ5W4)

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