Bücher mit dem Tag "danzig"
26 Bücher
- Günter Grass
Die Blechtrommel
(567)Aktuelle Rezension von: SM1"Die Blechtrommel" ist wohl das bekannteste Werk des Literatur-Nobelpreisträgers Günter Grass. Es bildet zusammen mit der Novelle "Katz und Maus" und dem Roman "Hundejahre" die Danziger Trilogie.
Die zentrale Figur des Buches ist Oskar Matzerath, der im Alter von drei Jahren aus Protest beschließt, nicht mehr zu wachsen.
Der Roman ist in drei Bücher unterteilt, deren Schauplätze Danzig (Buch eins und zwei) und Düsseldorf (Buch drei) sind.
Aus der Sicht der Hauptfigur wird ein Stück deutscher und europäischer Geschichte auf ungewöhnliche Weise und aus einer ungewöhnlichen Perspektive geschildert.
Auch wenn es sich dabei um alles andere als leichte Kost handelt, ist der Roman größtenteils sehr unterhaltsam, so dass sich die manchmal anstrengende Lektüre letztlich lohnt.
- Günter Grass
Werkausgabe in 18 Bänden / Beim Häuten der Zwiebel
(99)Aktuelle Rezension von: mabo63'Sobald das Abendbrot auf den Tisch sollte, rief der Vater: Vom Lesen ist noch niemand satt geworden!
Die Mutter sah mich gerne 'schmöckern'. Da die bei Kunden und Handelsvertretern beliebte Geschäftsfrau bei aller Neigung zu träumerischen Wehmutstropfen von heiterer und mitunter spottlustiger Natur war, auch gerne einen kleinen Spass trieb, den sie 'Schabernack' nannte, bereitete es ihr Vergnügen dem einen oder anderen Besucher, so einer Freundin aus gemeinsamer Lehrzeit bei 'Kaisers Kaffee', die Abwesenheit des an bedruckte Seiten verlorenen Sohnes zu beweisen, indem sie ein Marmeladenbrot in dass ich während anhaltender Lektüre ab und zu biss gegen ein Stück Palmoliveseife austauschte.
Mit verschränkten Armen und lächelnd, weil erfolgssicher, hat sie das Ergebnis der Tauschaktion abgewartet. Das erheiterte sie, wenn der Sohn in Seife biss und erst nach dem abgrasen einer dreiviertel Buchseite merkte, was er dem gleichfalls belustigten Besuch demonstriert hatte.
Seitdem ist der Geschmack dieses Markenartikel meinem Gaumen bekannt.'
In diesen Erzählungen beginnend aus seiner Jugendzeit in Danzig berichtet Grass von seiner Zeit in der Wehrmacht gegen Ende des 2. Weltkrieges, erzählt wie er als junger Mensch in die Welt der bildenden Kunst kam, von seinem Leben in Paris, seinen Reisen nach Italien, in die Schweiz.
Äusserst glaubhaft geblieben sind mir seine erwähnten drei grossen Hunger die er nach Entlassung aus der Kriegsefangenschaft hatte.
Hunger nach einem Essen welches satt macht.
Hunger nach dem 'Weibe'.
Und sein grösster Hunger damals: der Hunger nach Papier und Bleistift.
Empfehlenswertes autobiografisches Werk.
- Günter Grass
Im Krebsgang
(206)Aktuelle Rezension von: UtahBCNToll, wie Grass den Spagat zwischen neutraler Schilderung des Schiffuntergangs und der emotional aufgeladenen, hier fiktiven Geschichte schafft! Leider ist das Thema Neonazis wieder aktuell, umso besser, dieses Buch als Hintergrund, um unverständliches nicht verständlich, aber nachvollziehbarer zu machen.
- Günter Grass
Der Butt
(50)Aktuelle Rezension von: Marcus_SoikeDas letzte Drittel habe ich nur noch überflogen. Wo sind die starken Bilder der "Blechtrommel", wo der Sprachwitz von "Katz und Maus", wo der satirische Pfiff von "Unkenrufe"? Stattdessen Kochrezepte, Pilzvergiftungen, Schlachtplatte, Blähbäuche durch die Jahrhunderte. Die Sprache wirkt stellenweise so, als wäre Grass von sich selbst übermüdet. Hat mich sehr enttäuscht.
- Charlotte Roth
Ich bin ja heut so glücklich
(27)Aktuelle Rezension von: engineerwifeWer ist Renate Müller? Dem Namen nach kann sie doch höchstens das nette Mädchen aus der Nachbarschaft sein, vielleicht die Schwester von „Lieschen“ Müller? Solche Gedanken mögen einige hegen, wenn sie den Namen zum ersten Mal hören. Und so ganz unrecht haben sie auch nicht. Renate Müller, geboren im Jahr 1906, wächst gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Gabriele und ihren wunderbaren Eltern in einem behüteten Elternhaus auf. Mit umwerfender Schönheit ist sie nach damaligen Standards nicht gesegnet aber ihr sonniges Gemüt, ihr Gerechtigkeitssinn und ihr Antrieb, stets für Schwächere einzustehen, machten dies mehr als wett. Die Eltern haben stets ein offenes Ohr aber auch ein offenes Haus für alle, so dass es immer recht lustig zu geht im Müller‘schen Haushalt. Vater Eugen wünscht sich für seine beiden Töchter eine solide Schulausbildung, gerne verbunden mit einem späteren Studium, um eine anständige berufliche Laufbahn einschlagen zu können. Doch Renate hat ihren eigenen Kopf, der voll von Sehnsucht nach Theater und Leinwand steckt. Entschlossen schmeißt sie die Schule und begibt sich nach Berlin. Mit ihrer etwas pummeligen Statur und dem blonden Lockenköpfchen entspricht sie eigentlich so gar nicht dem Bühnenvorbild der damaligen Zeit, aber schnell gewinnt sie dennoch die Herzen der Regisseure und schließlich auch dem Publikum. Der unerwartete Ruhm, das Geld und das schnelle Leben tun ihr nicht immer gut. Und als schließlich die Nationalsozialisten an die Macht kommen, wird nichts mehr so sein wie zuvor …
Gleich zu Anfang betont die Autorin Charlotte Roth, dass es sich bei ihrem Buch um einen Roman und keineswegs eine Biografie handelt. Über diese Ehrlichkeit habe ich mich gefreut, denn niemand war dabei während Renate ihr leider viel zu kurzes Leben lebte und sie war nicht berühmt genug, um genug Recherchematerial hinterlassen zu haben. Dennoch bin ich mehr als froh, dass Charlotte Renate mit „Ich bin ja heut so glücklich“ ihr nochmal die ganz große Bühne ermöglicht hat. Charlotte schreibt so lebhaft und intensiv, dass ich die großen Silvesterfeiern im Haus der Müllers miterleben durfte, dass ich Renate singen hören durfte und vor allem, dass ich in eine Gefühlswelt eintauchen durfte, die mich sehr bewegt hat. Ich hatte am Schluss Tränen in den Augen und habe um Renate aber auch die Liebe ihres Lebens, ihren Georg, geweint. Verfilmt wurde ihr Leben 1960 in „Liebling der Götter“, aber auch hier konnte die Wahrheit nur erahnt werden. Wie dem auch sein, für den großartigen Roman der talentierten und sehr sympathischen Autorin Charlotte Roth vergebe ich sehr gerne funkelnde fünf Sterne verbunden mit einer uneingeschränkten Leseempfehlung. Schön, dass sich hiermit an Renate Müller erinnert wurde.
- Charlotte Roth
Wenn wir wieder leben
(110)Aktuelle Rezension von: engineerwifeWas für eine Geschichte! Wer hier denkt „Naja, einfach noch mal eine Kriegsgeschichte zum wiederholten Male“ irrt sich in meinen Augen gewaltig, denn diese hier geht wirklich an die Nieren. Immer wenn ich gedacht hatte, nun weiß ich wirklich alles zu diesem Thema, tut sich ein neues Türchen auf und eine ganz neue Variante der Grausamkeit des Krieges präsentiert sich mir. Geschehen hier mit den vier jungen Leuten Julius, Gundi, Lore und Erik, die das Schicksal zusammengeführt hat und die ihr Möglichstes tun, ihm ein fröhliches Gesicht aufzusetzen. Sie gründen eine Band im beschaulichen Ort Zoppot bei Danzig namens die „Piroggen“, und hoffen mit ihrer Musik den großen Durchbruch zu erlangen. Beide Jungs sind in die frech-fröhliche Gundi Sonnenschein verliebt, während deren Halbschwester Lore als scheues Mauerblümchen eher im Hintergrund bleibt. Schließlich geschieht das Heißersehnte. Der Gauleiter Danzigs, Albert Forster, verliebt sich in das Vorzeigelied des Quartetts und ebnet ihnen der Weg zu einer für die Verhältnisse recht steilen Karriere. Während Gundi, die bis dato eigentlich nur ihren Pop geliebt und verehrt hatte, wie ein Schmetterling durchs Liebesleben flattert, braut sich am Horizont ein Gewitter der besonderen Art auf: der Zweite Weltkrieg bricht aus und bald wird nichts mehr so sein, wie es einmal war …
Zwanzig Jahre später wird die junge Wanda mit diesem Thema konfrontiert und versucht verzweifelt – angetrieben von dem fast schon besessenen Andras – die Wahrheit herauszufinden was damals geschah und wie es mit ihrer Familie zusammenhing. Doch für ihre Beharrlichkeit zahlt sie bald einen hohen Preis …
Die wunderbare Autorin Charlotte Roth, die viele eigene Erfahrungen und Erlebnisse in ihren Roman einfließen ließ, hatte mich schon mit den ersten Seiten abgeholt und eingefangen und bald entwickelte das Buch eine Sogwirkung, der ich mich schwerlich entziehen konnte. Danzig und Umgebung mit seiner Sonderstellung, die sich durch die Abgeschnittenheit damals ergab, muss für seine Bewohner etwas ganz Besonderes gewesen sein. Polen, wie Deutsche lebten recht friedlich miteinander bis die Nazis einen Hass zu schüren begannen, der seinesgleichen sucht. Es erschütterte mich über diese hasserfühlte Entwicklung lesen zu müssen, die bald in der friedlichen Enklave zu brodeln begann. Auch brachte die Geschichte der „Gustloff“ mir vieles an neuen Erkenntnissen, kannte ich den großen Pott bisher doch nur als untergegangenes Flüchtlingsschiff. Mit seinen über 600 recht klein bedruckten Seiten ist „Wenn wir wieder leben“ kein Roman zum eben mal nebenher weglesen. Man muss sich einlassen auf die Geschichte, die mich am Schluss sehr nachdenklich und betroffen zurückließ. Ich vergebe auf jeden Fall fünf wohlverdiente Sterne und spreche eine Leseempfehlung an alle diejenigen aus, die diesem Kapitel der Geschichte die verdiente Beachtung schenken möchten. Mal wieder ein absoluter Volltreffer, liebe Charlotte, danke schön dafür!
- Katarzyna Bonda
Das Mädchen aus dem Norden
(26)Aktuelle Rezension von: ErdhaftigDie Geschichte beginnt anders als ein gewöhnlicher Kriminalroman. Man bekommt einen Einblick in eine Lebenswelt, die einige Seiten später erst Mal keine Rolle mehr zu spielen scheint. Aber das ist natürlich nicht so. Das ahnt man ohne es zu wissen. Nebenbei erfährt man etwas über die Hauptakteurin des Romans, ihren Werdegang und Privatleben plus den Einstieg in eine undurchsichtige Geschichte.Wer ist wer und womit haben es die Ermittler eigentlich zu tun? Das stellt sich erst am Ende so richtig heraus. Viele Personen sind nicht, wer sie zu sein scheinen. Ebenso gilt das für manche Tathergänge. Als Leserin fing ich ziemlich schnell an zu rätseln und die verzwickten Einzelheiten zu schätzen. Reich an Details ohne zu sehr ins Detail zu gehen – auch diese Romaneigenschaft macht dieses Buch zu etwas Besonderem. Auf über 600 Seiten bietet Bonda einen hervorragenden Krimi, bei dem fast nichts so ist, wie es scheint.
Weitere Zutaten bestehen aus einem lockeren Schreibstil, einem durchdachten Skelett samt gut gesetzter Spannungsbögen und Typen, die man sich gut vor dem inneren Auge vorstellen kann. Die letzten Seiten liefern ein kleines Glossar, unter anderem findet man auch die Aussprache der polnischen Namen.
- Günter Grass
Beim Häuten der Zwiebel
(5)Aktuelle Rezension von: PongokaterLeider war beim Erscheinen dieses autobiographischen, nicht-fiktionalen Buches im Jahr 2006 die dort genannte Mitgliedschaft des Autors in der Waffen-SS das Hauptthema. Denn zwischen den vielen schwachen Büchern, die Grass leider geschrieben hat, ist dies eine sehr positive Ausnahme. In einigen Passagen erreicht das Werk sogar die Qualität der "Danziger Trilogie". Erfreulich ist, dass Grass immer wieder die Unsicherheit der Erinnerung und die Konstruiertheit des Aufgeschriebenen zum Thema macht. Außerdem schafft er es, seine jüngeren Ichs mit durchaus kritischem Verständnis oder sogar Unverständnis zu betrachten. Er konstruiert sich durchaus nicht als jemand, der immer Recht hatte. Und so kann man den Lebensweg von den ersten Schritten des kleinen "Jünterchen" in den Straßen von Danzig-Langfuhr bis zu den allerersten literarischen Erfolgen in den 50er Jahren anschaulich nachvollziehen. Ein Schwerpunkt ist dabei die Zeit des Krieges. Wenn man die Stimme des alten Grass mag, der aus dem schriftlichen "Harrys erster Tag im Krieg" vorgelesen "Hahries erster Tack im Krick" macht, sollte man auf jeden Fall die Audiofassung wählen.
- Günter Grass
Die Rättin
(46)Aktuelle Rezension von: HipsterWas für eine Arbeit! Aber fangen wir vorne an. Die Geschichte(n) in Kuirzform. Ein Junge wünscht sich zu Weihnachten eine Ratte. Bekommt diese auch und fängt an mit ihr (eine weibliche Ratte) zu reden. Die Welt wird durch Menschenhand unbewohnbar gemacht und er sitzt mit seiner Rättin in einer rettenden Raumkapsel und schaut sich die Welt von oben an wie sie von Ratten wiederbevölkert wird. Dabei unterhalten sie sich über verschiedene Ereignisse vor der Katastrophe. Mal gucken ob ich die noch alle zurecht bekomme. Sollte ich welche vergessen sei mir dies Verziehen. 1. Oskar Mazerath ist zurück. 1.1.Er ist Chef einer Videoproduktionsfirma. Zusammen mit dem Erzähler und der Ratte entwift er die Idee einer Geschichte in der Hänsel und Gretel die Kinder des Bundeskanzlers sind. Der Bundeskanzler soll eine Rede über den deutschen Wald halten. Da dieser vor dem die Rede stattfinden soll völlig zerstört ist wird er mit riesigen Vorhängen und mit Beschallung aus der Konserve aufgehübscht. Hänsel und Gretel zerstören diese Illusion und flüchten daraufhin inn den Wald. Dort treffen sie auf viele andere Märchengestalten. Die Märchengestalten möchten über die Missstände aufklären und dieses bei den Ministern Jakob und Willhelm Grimm zu Gehör bringen. Doch es läuft nicht so wie geplant. 1.2. Oskar möchte den einhundertundsiebten Geburtstag seiner Großmutter besuchen. Es kommnt zu einen freudigen aber abruptem Ende. 2. Ein Schiff mit erfahrenen Seefrauen (Sagt man das so?), darunter die heimliche Liebe des Erzählers Damroka, sind auf Forschungstour um die Population der Quallen zu erforschen. 3. Der Maler Maskath muss seine Größte Aufgabe bewältigen. Der komplette künnstlerische Gestaltung einer Kirche. 4. Die Neubesiedelung der Erde durch die Ratten 5. Die biblische Geschichte Noahs aus der Sicht der Ratten. Man sieht man bekommt auf 496 Seiten einiges zu lesen. Das ist am Anfang auch sehr verwirrend. Ich habe wirklich mehr als einmal mit mir gekämpft das Buch nicht weg zu legen. Denn man muss sich in den Lesefluss reinfinden. Wenn es geklappt hat geht das lesen von ganz alleine. Man muss sich einfach dessen bewusst sein das man immer nur stückenhafte Informationen bekommt. Die Geschichten in der Geschichte werdennur durch Absätze getrennt und man kann Günther Grass Willkür bei der Erstellung der kapitel unterstellen. Es wäre definitiv leichter gewesen jeder Geschichte ein Kapitel zu spendieren, aber nein. Trotzdem hat es für mich, als es denn ging, wieder einmal Spass gemacht ein Werk von Günther Grass zu lesen. Die Sparche die er an den Tag legt ist gewiss gewöhnungsbedürftig,aber es ist halt mal was anderes als die Popliteratur die nur mit wenigen Wörtern pro Satz auskommt. Harter Stoff, Schwer zu lesen, aber trotzdem ein schönes Buch. Einen Daumen nach oben! - Knorr A. L.
Tochter des Meeres (Die Töchter der Elemente 1)
(4)Aktuelle Rezension von: MondtraeumerinIch konnte es kaum aus der Hand lege . Ein tolles spannendes Buch. Die Geschichte ist interessant. Am Anfang versteht Targa die Gefühle und Handlungen ihrer Mutter nicht, doch als sie selbst dazugehört versteht sie ihre Mutter mehr und mehr. Die Gefühlsspannungen von Targa sind so intensiv beschrieben, dass man mitfühlt und am liebsten genauso handeln würde in dieser Situation bzw. sich ihren Emotionen hingeben möchte, wenn sie diese unterbricht.
- A van Groen
Die Kuckuckstochter
(7)Aktuelle Rezension von: StreiflichtDieses ganz besondere Buch hat mich von der ersten Seite an begeistert. Es bietet Geschichte in ihrer besten Form an. Nie trocken oder langweilig, nicht fad oder langatmig, sondern kurzweilig und unterhaltsam und quasi nebenbei im Roman. Da ich bisher kaum etwas über die Geschichte Polens wusste, fand ich es unglaublich interessant, Näheres über die politische Situation in Polen-Litauen um 1600 zu erfahren. Sozusagen eine spannende Zeitreise.
Die Geschichte der Gutstochter Juljana, die aufgrund des Todes ihres Vaters ein bewegtes Leben führt, hat mir sehr gut gefallen. Es ist interessant und spannend, sie auf den verschlungenen Pfaden, die sie in verschiedenste Regionen und Lebensumstände führen, zu begleiten. Als Leser fühlt man mit ihr, freut sich immer wieder sehr und hat auch das eine oder andere Tränchen im Auge.
Der Schreibstil von Annett van Groen ist detailreich, bunt und wunderbar zu lesen. Mir hat das Buch „Die Kuckuckstochter“ großen Spaß gemacht und mich herrlich unterhalten. Ich hoffe, bald wieder etwas von dieser Autorin lesen zu können.
- Martin Kakies, Georg Vollbrecht Hans B. Meyer
Alte Heimat Bernsteinküste - Königsberg - Danzig - Stettin
(1)Noch keine Rezension vorhanden - Günter Grass
Katz und Maus
(301)Aktuelle Rezension von: NosimiKatz und Maus war das erste Buch, das ich von Günter Grass gelesen habe und es ist immer noch eines meiner liebsten. Im Kern ist es eine tragische Coming of Age Story, die sich mit der Frage nach der Schuld an den großen Katastrophen, aber auch der am persönlichen Schicksal des anderen beschäftigt. Dabei ist Grass ein Meister der Formulierung durch seine wunderbare, bildhafte, bunte Sprache. Kaum ein Autor beherrscht es so durch Sprache ein Gefühl für die Protagonisten zu entwickeln und ihnen Tiefe zu geben. Und meinernMeinung nach hat es Grass auch in dieser Novelle perfektioniert. Mit viel Liebe zum Detail ohne überflüssige Worte auf nicht mal 300 Seiten.
- Abby L. Knorr
Tochter des Meeres (Die Töchter der Elemente, Band 1)
(22)Aktuelle Rezension von: Adam_ElkistDieses Buch beginnt schon sehr nah am Anfang mit einem Wechsel des Genres, als ein Flashback von Targa und ihrer Mutter als Sirene aufkommt und Targa selbst eine Sirene wird. Was mir gefällt, ist wie alles irgendwie eine Biologie hat (außer die Verwandlung und die Fähigkeiten eines Elements) (ein Element ist eine stärkere Sirene oder kurz – Sirene-Premium). Der Schreibstil ist flüssig und die Handlung sehr schön beschrieben.
- D.S. Becker
Danziger Geheimnis
(1)Aktuelle Rezension von: ArgentumverdeBei der sonst so ruhigen Familie Wieland herrscht Aufregung. Der Vater von Maria Wieland ist seit drei Ragen verschwunden und Maria selbst fleht ihren Mann an nicht die Polizei zu Hilfe zu rufen ohne ihrem Mann dies aber begründen zu wollen. Als Ted Wieland sich keinerlei Rat mehr weiß, bittet er Hans Dressler, Nachbar und Freund des Ehepaares um Hilfe. Was selbst das Ehepaar Wieland nicht weiß, ist, Das Hans Dressler Detektiv ist und genau der Richtige um ihnen zu helfen. Bereits mit den ersten Sätzen wird der Leser ins damals noch preussische Danzig entführt und während man versucht den Geschehnissen zu folgen, muss zuerst der ungewohnte Schreibstil verarbeitet werden. Denn auch die Wortwahl und Satzbildung ist stark an die damalige Redeweise angelehnt. Während man noch mit Sprache und den ersten Ereignissen vollauf beschäftigt ist, entwickelt sich auf ruhige aber spannende Weise die Suche nach dem verschollenen alten Herren. Man lernt weitere Nachbarn kennen und stellt schnell fest, dass auch diese Teil des Rätsels sind. Die Charaktere sind mit wenigen aber äußerst bildhaften Details beschrieben und schnell fühlt man sich ins Danzig dieser Zeit zurückversetzt. Hat man sich einmal an den Schreibstil gewöhnt so liest sich dieser trotzdem angenehm fließend und bestärkt noch die historisch gut inszenierten Details. Mein Fazit: Ein äußerst lesenswerter, spannender kleiner Krimi in bester Detektivmanier. Auch wenn das Buch noch nicht vollkommen rund in sich ist, so lohnt es sich für die Unterhaltung für Zwischendurch auf jeden Fall. - Hilke Sellnick
Danzig: Zeiten des Sturms
(4)Aktuelle Rezension von: MarySophieHandlung
Für die Familie Forster läuft es gut. Der Bau der Forster-Werft vor den Toren der Stadt läuft hervorragend, erste Aufträge trudeln bereits ein. Ihr Ehemann Berthold und dessen Sohn Pawel sind voller Enthusiasmus dabei, das Geschäft aufzubauen, das erste Schiff wird mit viel Elan gebaut und sie können es kaum erwarten, wenn dieses zu Wasser gelassen wird. Und obwohl Berthold und Pawel die zupackende und engagierte Art von Johanna bewundern, wird sie von anderen Geschäftspartnern oft noch kritisch angeschaut, wenn sie sich als Frau mit den Geschäften der Werft befasst. Vor allem ihrem Bruder Theodor ist die junge Frau ein Dorn im Auge. Immer wieder versucht er, ihr und der Werft Steine in den Weg zu legen...
Meinung
Letztes Jahr habe ich Band eins der Reihe gelesen, auf den ich mich sehr gefreut hatte und der alle Erwartungen erfüllt hat. Es lag ne gute Geschichte vor, die einen vielversprechenden Start der Saga dargestellt und einen positiven Eindruck hinterlassen hat. Aus diesem Grund war ich schon sehr gespannt auf den Fortgang der Handlung, ein ganz herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar, liebes Team vom Bloggerportal von PenguinRandomhouse!
Seitdem ich Band eins gelesen habe, ist ein bisschen Zeit vergangen, die grobe Handlung hatte ich noch im Sinn. Vieles ist mir allerdings entfallen und ich brauchte daher am Anfang ein wenig Raum, um mich in der Geschichte zurechtzufinden, die Protagonisten und deren Charaktere, aber auch die Verhältnisse zu den anderen Figuren wieder einzuordnen. Als dies einmal geschehen war, bin ich flüssiger mit dem Lesen vorangekommen und es fiel mir leicht, mich auf die Ereignisse zu konzentrieren.
Es liegt eine schöne Sprache vor, die anschaulich und locker durch die Geschichte führt. Auf lebendige Weise werden die Szenen gezeichnet, vor allem die Stimmungen sind diesmal besonders stark ausgefallen. Sowohl die Handlungsorte, als auch die Protagonisten haben eine ganz eigene Aura erhalten, die sich durchaus auch verändert und neu angepasst hat und perfekt für die Atmosphäre des Romans ist.
Im Verlauf der Geschichte besucht man mit den Figuren verschiedene Settings, sowohl das feine Patrizierhaus der Familie, als auch Werkstätten oder Werften sind beschrieben und vermitteln dadurch einen ausführlichen Blick. Ich finde, dass die Darstellungen mal mehr, mal weniger intensiv ausgefallen sind, vor allem jene Orte, die auch schon in Band eins vorgekommen sind, wirkten aussagekräftiger und haben einen besseren Eindruck hinterlassen. Den anderen Örtlichkeiten fehlte oft das gewisse Etwas, sie wirken etwas schwächer daneben und konnten nicht so stark überzeugen.
Mit den Protagonisten habe ich mich auch diesmal wieder etwas schwer getan. Viele sind bereits aus Band eins bekannt und nun kann man zwar gut verfolgen, wie sie sich entwickeln. Allerdings finde ich, dass es lohnenswert gewesen wäre, wenn sie noch mehr Platz erhalten hätten, um Gefühle und Gedanken gegenüber dem Leser auszudrücken. Das war zwar im Ansatz vorhanden, für mich hätte es gern noch ausführlicher ausfallen können.
Außerdem habe ich gemerkt, dass ich mich noch immer nicht so recht mit Johanna anfreunden konnte. Sie wirkt für mich viel zu reif für ein so junges Mädel, sie weckt bei mir keine Sympathie und oft kann ich verstehen, wenn die anderen Protagonisten von ihr leicht genervt waren.
Fazit
Ich hatte viel Bock auf die Geschichte und finde, dass sie zu weiten Teilen sehr lesenswert ist. Gut geschrieben, interessant, abwechslungsreich und mit überraschenden Wendungen konnte sie meist überzeugen. Und es wurde definitiv mein Interesse am finalen Band der Saga geweckt, es gibt noch viele offene Enden, die dann hoffentlich einen runden Abschluss finden.
Leider liegt diesmal keine rundum stimmige Erzählung vor, sowohl mit Johanna, der Hauptprotagonistin des Buches, als auch mit den Handlungsorten konnte ich mich nicht so ganz anfreunden, da gibt’s ein bisschen Verbesserungsbedarf. Abgesehen davon gibt’s von meiner Seite nichts zu meckern, ich freue mich definitiv auf die Fortsetzung!
- Renate Feyl
Idylle mit Professor
(10)Aktuelle Rezension von: ArmilleeVic ist 22 Jahre, als sich der gefeierte Professor Gottsched (35) für sie interessiert und ihr den Hof macht. Und sie wünscht sich nichts mehr, als so zu werden, wie Gottsched es sich wünscht. Von den Schülern wird er verehrt als der 'Caesar der Poesie' und es müsste mehr Männer wie ihn geben, die dem Volk zeigen, was guter Geschmack ist.
Ich habe schon viele historische Bücher gelesen, aber noch nie habe ich bei dem untergeordneten Frauenbild in diesem Buch mit so viel Widerwillen die Seiten umgeblättert. Es triefte nur so Unterwürfigkeit, Hingabe und Selbstverleugnung. Und dann dieser ewige Hype, wie toll Gottsched ist, wie alle ihn anbeten, den Unvergleichlichen.
Zum Zweiten hat es mir nicht gepasst, dass hier endlos Bekanntheiten aus allen geschichtlichen Genres der vergangenen Jahrhunderte erwähnt wurden, die überhaupt nix mit der Geschichte an sich zu tun hatten. Oder so gestelzte Sätze wie : und jetzt, da der Hymnus des Lobes noch nicht verklungen ist, wird der Gemahl schon wieder als Flor des deutschen Parnasses gefeiert.
Ab Seite 58 habe ich nur noch hier und da eine der folgenden Seiten überlesen. Es ging durchweg in diesem Ton weiter und für mich war es kein Lesevergnügen. Ich kann also nicht berichten, an welcher Stelle Vic berühmter als ihr Mann wurde und was ihr dann passierte.
- Izabelle Jardin
Libellenjahre
(70)Aktuelle Rezension von: happy_reading_lifeConstanze ist eine starke und eindrucksvolle Persönlichkeit, die sich als Frau in Sorge um ihre Liebsten den Widrigkeiten des 2. Weltkriegs stellen muss - wie so viele in ihrer Zeit. Sie heiratet als Nachkömmling eines alten, ostpreußischen Adelsgeschlecht den Polen Clemens Rosanowski - in ihrer Wahlheimat Danzig sind sie von Anfang an mitten im Kriegsgeschehen. Die Spannung ist dadurch stets gegeben.
Insgesamt hat mir der 1. Teil am besten gefallen. Dies liegt vor allem daran, dass Constanzes Entwicklung als Persönlichkeit sehr eindrücklich dargestellt wird und man intensiv mit ihr fiebert, leidet und sich auch wann immer möglich mit ihr freut. Ihren Werdegang, bedenkt man ihre Herkunft, muss der Leser erst einmal verdauen.
- Elżbieta Pałasz
Bucheckern, Bernstein, Brausepulver
(2)Aktuelle Rezension von: OrishaDass Günter Grass in Danzig aufgewachsen ist, mag vielen bekannt sein. Doch das er sich sehnlichst einen Hund wünschte weniger. Günter wächst als Sohn eines Kolonialwarenladenbesitzers auf. Wir lernen seine Kindheit kennen, seine Familie auf dem Lande und Onkel Franz, der bei der Post arbeitete.
In drei Geschichten, die zwischen 1934 und 1939 angesiedelt sind, folgt Palasz mal autobiographisch, mal fiktiv dem Leben von Grass in Danzig. Sie zeigt uns eine Kindheit geprägt durch Danzig, eine diverse Familie zwischen Deutschen, Polen und Kaschuben und wie sich Günters Wunsch zu Schreiben immer mehr festigt. Nebenher wird auch das zeitgeschichtliche Geschehen - der Beginn der Nationalsozialismus - dokumentiert und dargestellt.
In verschiedenen Kollagen eingefangen, bietet das Kinderbuch einen kindgerechten Zugang zu Grass und Danzig jener Zeit und ist damit auch inhaltlich schön anzusehen. Wünschenswert wäre allerdings, für jene, die mit Grass' Biographie und Werk nicht so vertraut sind - ein Vor- oder Nachwort, dass bestimmte Aspekte seines Wirkens - die auch im Buch aufgearbeitet sind, ins Licht rückt. Zwar sind Figuren, wie der Junge mit der Blechtrommel ganz typisch für Grass - auch ohne, dass man sein Oeuvre in allen Details kennen muss, aber für Grass-Laien wären solche Werkbezüge kaum zu entschlüsseln.
Fazit: Für Grass-Enthusiasten sicherlich ein Muss. Für Grass-Laien etwas schwieriger zu deuten. Als Kinderbuch für alle schön. Durchaus lesenswert!
- Hilke Sellnick
Danzig: Jahre der Freiheit
(5)Aktuelle Rezension von: Susanne_HaarmannWas für eine sagenhafte Triologie. Ich habe die Bücher verschlungen, weil mich die Charaktere dermaßen gefesselt haben, dass ich es gar nicht abwarten konnte, weiter zu lesen. Der Schreibstil ist flüssig., So bleibt das Buch interessant. Die Charaktere sind so gut beschrieben, dass man sich gut in sich hinein versetzen kann zumindest in einige von Ihnen.
- Hilke Sellnick
Danzig: Tage des Aufbruchs
(13)Aktuelle Rezension von: Ana_SchulzDanzig war mein erster Roman von Hilke Sellnick. Es ist der Auftakt einer neuen Familien Saga.
Eine schöne Geschichte aber irgendwie sprang der Funke bei mir nicht so richtig über.
Mir fehlten ein bisschen die Emotionen. Bei der Beschreibung der Stadt habe ich keine richtigen Bilder in den Kopf zu bekommen.























