Bücher mit dem Tag "das böse"
36 Bücher
- P.C. Cast
Gezeichnet
(3.767)Aktuelle Rezension von: Wortzauber34Zoey Redbird ist 16 und führt ein durchschnittliches Leben, bis sie diesen geheimnisvollen Halbmond auf ihrer Stirn bemerkt – das Zeichen, dass sie nun im House of Night, einem Internat für junge Vampyre, ausgebildet werden soll. Und Zoey ist nicht irgendein Jungvampyr: Nyx, die Vampyrgöttin, hat sie mit ganz besonderen Gaben versehen. The Thriller? Ihr Stiefvater versteht viel zu wenig von Kindern, ihre Mutter wirkt wie eine Schattenfigur, und Zoey muss sich in einer Welt voller Rituale, Geheimnisse und gesellschaftlicher Strukturen behaupten.
Die Mischung aus Vampir-Magie, Mentor*innen, Ritualen und einer Schule, in der jeder Schritt über Leben und Tod entscheiden kann, zieht dich sofort hinein. Zoey ist stark, aber sie ist auch verwirrt, verletzt, neugierig – genau menschlich genug, um mitzufühlen. Die Rituale, die Machtspiele innerhalb der Schüler-Clans und der Einfluss der Göttin Nyx geben dem Ganzen Tiefe – auch wenn manches Jugenddrama etwas klischeehaft wirkt. Der Schreibstil ist locker, flüssig und voller Flair, eine große Stärke für ein Jugendbuch.
Fazit:
Ein magischer, atmosphärischer Auftakt voller Herz, Mut und Geheimnis. - Cody McFadyen
Die Stille vor dem Tod
(635)Aktuelle Rezension von: belli4charlotteDas Cover passt hervorragend zur düsteren Atmosphäre des Thrillers und fügt sich stimmig in die Reihe rund um Smoky Barrett ein. Es wirkt ansprechend, geheimnisvoll und unterstützt den Titel sowie die Grundstimmung des Buches sehr gut.
Inhalt:
Smoky Barrett und ihr Team werden zu einem grausamen Fünffachmord gerufen. Am Tatort entdecken sie eine blutige Botschaft, die sich direkt an Smoky richtet – eine Einladung oder Warnung, die sie tief in einen Strudel aus Gewalt, psychischer Belastung und persönlicher Bedrohung zieht. Der Fall entwickelt sich in drei Abschnitten:
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Teil 1 beginnt klassisch mit einem brutalen Mordfall, der Smoky und ihr Team auf den Plan ruft.
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Teil 2 taucht tief in Smokys innere Welt ein – geprägt von Träumen, Erinnerungen und emotionalen Zusammenbrüchen.
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Teil 3 führt zurück zur Jagd nach dem Täter, mit viel Blut, Grausamkeit und intensiven Szenen, die definitiv nichts für schwache Nerven sind.
Der Thriller bietet zahlreiche Wendungen, psychologische Elemente und Einblicke in die Abgründe der menschlichen Seele. Besonders Fans von Profiling und Serien wie Criminal Minds kommen auf ihre Kosten.
Meinung:
Der Schreibstil ist flüssig, gut verständlich und schafft es, sowohl Spannung als auch emotionale Tiefe zu transportieren. Die Charaktere – allen voran Smoky – sind vielschichtig und glaubwürdig dargestellt. Gerade die intensive Auseinandersetzung mit ihrer Psyche verleiht der Geschichte eine besondere Tiefe.
Allerdings gibt es auch Schwächen:
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Manche Passagen wirken zu ausschweifend, besonders Smokys innere Monologe, die sich teilweise über halbe Seiten ziehen und den Spannungsfluss bremsen.
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Einige Leser könnten die Brutalität als zu extrem empfinden – selbst für einen Thriller dieser Reihe.
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Die Struktur des Buches wirkt stellenweise ungleichmäßig, da der Mittelteil stark von introspektiven Szenen dominiert wird.
Trotzdem bleibt der Fall spannend, logisch aufgebaut und mit überraschenden Twists versehen. Die Mischung aus Ermittlungsarbeit, psychologischen Einblicken und persönlicher Entwicklung macht das Buch zu einem intensiven Leseerlebnis.
Fazit:
Ein starker, atmosphärischer Thriller mit viel Tiefgang, brutalen Szenen und einer emotional verletzlichen Smoky Barrett, die man hier von einer neuen Seite kennenlernt. Trotz einiger Längen und überflüssiger Gedankenausschweifungen überzeugt die Geschichte insgesamt und bietet spannende Unterhaltung.
Für Thrillerfans, die komplexe Figuren und psychologische Tiefe schätzen, ist dieses Buch definitiv eine Empfehlung – solide 4 von 5 Sternen.
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- Mats Strandberg
Zirkel
(439)Aktuelle Rezension von: MeinbuecherregalZirkel (Band 1) von den Autoren Elfgren und Strandberg aus dem Cecilie Dressler Verlag
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🔮 Inhalt
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Sechs unterschiedliche Mädchen aus einer kleinen Stadt treffen nachts aufeinander und erfahren von einer Prophezeiung und das sie besondere Kräfte besitzen sollen.
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🔮 was mir gefallen hat
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Mit knapp 600 Seiten haben es die Autoren geschafft sich Zeit für die Geschichte zu nehmen... ohne zu langweilen. Man lernt die Mädchen kennen. Sie haben Zeit sich zu entwickeln. Sie erfahren von der Prophezeiung und müssen nicht gleich auf der nächsten Seite zum finalen Kampf in Bestform sein.
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Trotz vieler Protagonisten haben es die Autoren geschafft den Leser mitzunehmen. Ich war beim Lesen nicht überfordert.
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🔮 was mir nicht so gut gefiel
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In diesem Buch wird auch das Thema Selbstmord beschrieben.... und hier bin ich der Meinung, dass die Geschichte somit nicht zu jedem passt oder von jedem gelesen werden sollte. Eine Warnung oder eine Hotline bzw. Internetadressen zu dem Thema wäre meiner Meinung nach wichtig gewesen.
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🔮 Fazit
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Ein Buch, was mich in seinen Bann genommen hat. Ein Buch irgendwo zwischen Jugendbuch und Erwachsenenbuch. Es war spannend und überraschend. Die Protagonisten waren normale Jugendliche mit Ecken und Kanten und Zweifeln. Die Folgebände möchte ich sehr gerne lesen.
- Cassandra Clare
Die Legenden der Schattenjäger-Akademie
(253)Aktuelle Rezension von: halo123Als ich das Buch angefangen habe wusste ich nicht genau worum es ging. Nach den ganzen Shadowhunter Büchern dachte ich, dass es sich um mehrere Short Stories handelt von vergangenen Shadowhuntern (was ja auch stimmt) aber von Simons Handlung und seinem Training zum Shadowhunter hatte ich nichts gewusst.
Die Geschichte knüpft an die Ereignisse des letztens City of Bones Buchs an und Simon ist nun wieder ein Mensch und hat seine Erinnerungen verloren.
Wir sehen wie er trainiert und wie seine Beziehungen zu Clary, Jace und Isabelle sich wieder entwickeln.
Simons Handlung hat vor allem Einblicke in die Mentalität von jungen Shadowhunters gegeben die aus privilegierten Familien kommen und die auf alle "anderen" herabblicken.
An einigen Stellen macht das Buch einen wirklich emotional, gerade wenn man die vorherigen Bücher gelesen hat (City of Bones und die Clockwork Reihe). Einfach die Widerkehr von bestimmten Charakteren, neue Geschichten aus ihrem Leben für die in den Reihen einfach kein Platz war und kleine Einblicke in das Leben und die nächsten Stufen von aktuellen Paaren.
Tessa zusammen mit Will und Jem gehören einfach zu meinen Lieblingcharakteren aus dem ganzen Shadowhunters-Universum, darum waren die extra Geschichten und Szenen mit ihnen einfach Goldwert und ich würde einen ganzen weiteren Band mit ihnen lesen.
- Kim Kestner
Anima
(202)Aktuelle Rezension von: Crazygirl1Guter, flüssiger Schreibstil der nicht zu längen neigt.
Beim ersten Perspektivwechsel war ich etwas verwirrt, da dieser nur mit einem Absatz zwischen den Zeilen kam. Schön wäre da ein kleiner Hinweis gewesen. Allerdings ist es relativ schnell klar, dass es sich plötzlich um eine andere Person handelt um die es grad geht.
Das ganze hat keine Actionreiche Spannung, sondern eine angenehme dahin fließende Atmosphäre. Das Spiel von Gut gegen Böse, mit dem dezenten Hinweis, dass es jede Menge dazwischen gibt.
Das Abby so schnell an Juspinn hängt (im wahrsten Sinne) finde ich etwas übertrieben, auch wenn es dafür etwas später eine Erklärung gibt. Er ist quasi der "Böse" und macht viele Dinge die Abby als "Gute" gegen den Strich gehen und trotzdem dackelt sie ihm etwas zu sehr hinterher.
Das Ende war mir allerdings zu schnell und einfach abgehandelt. Ich hätte schon ganz gerne erfahren, was da eigentlich zwischen dem Teufel und Abby passiert ist.
Insgesamt aber eine schöne Geschichte, die ich gerne gelesen habe.
- Jan Beck
Dorn. Hotel der Angst
(186)Aktuelle Rezension von: SchnauziOk - jetzt versteh ich die Begeisterung für das Buch! Somit mein erstes Highlight für das Jahr 2026.
Der Anfang ist mir etwas schwer gefallen, aber umso mehr passiert ist, umso mehr habe ich angefangen mitzufiebern und konnte das Buch gar nicht mehr weglegen.
Jan Beck schafft es, die Leser quer durch Deutschland und bis nach Österreich zu schicken und man will immer wissen, wie es weitergeht.
Der Twist am Ende ist super gelungen und ich bin schon gespannt, wie es mit Dorn, dem Dornwald und Wagner weitergeht.
- Nina F. May
Imaginate
(96)Aktuelle Rezension von: TimeFliesAwayMir gefällt sehr, wie Raizel eigentlich die Protagonistin ist, aber dann doch manche Kapitel ohne sie oder auch nur kurz mit ihr auskommen.
Das Ganze wird in der 3. Person geschrieben, man verfolgt aber wie gesagt nicht nur einer Person dem Geschehen, sondern mehreren gleichzeitig bzw. hintereinander.
Jeden Charakter fand ich sehr authentisch und individuell in sich – sogar der eine emotionslose/geistlose.
Ebenfalls gefällt mir sehr, was die Autorin mit den Fantasy-Wesen gemacht hat bzw. wie sie sie verstellt hat, damit sie nicht der Menschen-Vorstellung entsprechen, irgendwie doch, aber dann trotzdem eigene Eigenschaften besaßen, die aus unseren Märchen/Sagen definitiv nicht kommen würden.
Jeder Charakter verhält sich seiner Spezies getreu und keiner bekam plötzlich die Kräfte alle Spezies vereint, sodass er, wie ich es so oft gelesen habe, unbesiegbar wird bzw. alle auf einmal rettet und zum Superheld wird. Dies kann man zum Glück hier nicht finden, denn jeder Charakter trägt zum Happy End seinen Teil bei.
Ps: die ‘erfundene’ Sprache der Balden fand ich großartig! - Fuminori Nakamura
Die Maske
(54)Aktuelle Rezension von: Gallert-OktaederFuminori Nakamura entwickelt sich immer mehr zu einem meiner Lieblingsschriftsteller. Vom ersten Satz seiner Erzählung an, hat mich diese Geschichte in ihren Bann gerissen.
„Was ich dir zu sagen habe, wird für dein Leben von großer Bedeutung sein.“
Der elfährige Fumihori, das jüngste Kind der mächtigen Kuki-Familie wird von seinem alten Vater zu sich gerufen. Dieser eröffnet ihm, was er für das Leben seines Sohnes vorgesehen hat.
„Ich will ein Geschwür in die Welt setzen. Unter meiner Obhut wirst du zu diesem Geschwür heranwachsen. Ein Stachel des Bösen, sozusagen.“
Fuminori Nakamura offenbart in Die Maske sein ganzes schriftstellerisches Können. Über 350 Seiten fühlte ich mich so, als steckte ich in der Haut des Hauptprotagonisten und fieberte mit ihm mit, ob er seinem scheinbar in Stein gemeißelten Schicksal zu entrinnen vermag oder nicht. Eines Tages soll er mit seinen Taten die ganze Welt ins Verderben stürzen. Und der Schlüssel dazu wird ihm von seinem Vater, dessen übermächtige, drohende Präsenz die Buchseiten förmlich durchdringt gleich mitgegeben. Das Waisenmädchen Kaori, in das sich der junge Fumihiro verliebt.
Die Maske ist ein beeindruckendes erzählerisches Meisterstück, indem das Wesen des Bösen unter einer neuen Perspektive betrachtet wird und beleuchtet wird in wieweit Mord die Natur des Menschen auf ewig verändert.
- Paulo Coelho
Der Dämon und Fräulein Prym
(304)Aktuelle Rezension von: Lisaliebt„Der Dämon und Fräulein Prym“ hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Die Geschichte wirkt wie eine moderne Fabel, enfach zu lesen, aber mit einer Tiefe, die weit über das Offensichtliche hinausgeht. Paulo Coelho schafft es, zeitlose Fragen nach Moral, Gut und Böse, Mut und Angst in eine spannende Handlung zu verweben.
Besonders beeindruckend fand ich, wie viel Raum das Buch für eigene Gedanken lässt. Man kann es auf unterschiedliche Weise deuten und für sich selbst Antworten finden, oder neue Fragen. Die Figuren sind facettenreich, und ihre Entscheidungen regen an, über das eigene Handeln nachzudenken.
Für mich war es ein Buch, das nicht nur unterhalten, sondern auch inspiriert hat. Es bleibt im Kopf – und im Herzen – noch lange nach dem letzten Satz.
- Stephen Chbosky
Der unsichtbare Freund
(132)Aktuelle Rezension von: Kitty_CatinaAls ich die Gesamtbewertung zu diesem Buch gesehen habe, war ich zugegebenermaßen schon etwas zwiegespalten, letztendlich habe ich es aber dennoch gelesen und oh man, was für eine krasse Geschichte habe ich da eigentlich gelesen? Ich bin auf jeden Fall noch immer ziemlich verwirrt und gleichzeitig beeindruckt, denn das hier war auf spezielle Weise etwas Neues für mich.
Im Grunde geht es hier um den Kampf zwischen Gut und Böse, aber gleichzeitig auch um viel mehr. Denn da ist eine liebende Mutter auf der Flucht und ein kleiner Junge, der erst verschwindet und dann plötzlich unerklärliche Fähigkeiten entwickelt, während auch die Stadt ringsherum sich verändert, die Menschen scheinbar krank werden, immer ängstlicher und aggressiver. Dabei beginnt die Geschichte noch relativ ruhig und gelassen, spitzt sich aber immer mehr zu, bis die Gefahr förmlich aus den Seiten trieft. Zudem ist die Geschichte aber auch noch sehr komplex, mit ineinander verschachtelten Nebenhandlungen, wie die, in der von Christopher ein Skelett gefunden wird oder in der ein scheinbar unbescholtenes Mädchen plötzlich schwanger ist. Das alles wird auch noch aus ganz verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass man am Ende ein riesiges Gesamtbild bekommt. Es geht außerdem um die Liebe zwischen Mutter und Sohn, um Freundschaft und gegenseitiges Vertrauen. Vor allem aber steht dieser vorher schon genannte Kampf zwischen Gut und Böse im Vordergrund, wobei man nie so ganz weiß, was es mit verschiedenen, teil sehr mysteriösen Elementen in der Geschichte auf sich hat, wer gut ist und wer eigentlich böse.
Dazu kommt, dass das Buch gerade am Anfang super spannend ist, aber nicht auf eine reißerische Art, sondern eher, weil man so verwirrt wird und nicht so richtig weiß, worauf die ganze Geschichte eigentlich hinaus will. Zudem gab es recht kurze Kapitel, welche oftmals mit einem kleinen Cliffhanger endeten. So musste ich einfach immer weiter lesen. Nur gegen Ende hin gab es hier und da leider ein paar Längen und manchmal war ich auch etwas mehr verwirrt, als nötigt. Im Großen und Ganzen aber war die Geschichte super packend und mitreißend, mit sehr vielschichtigen Charakteren, vor allem einem kleinen, super liebenswerten und mutigen Protagonisten. Ich kann mir aber auch vorstellen, warum das Buch teilweise doch etwas schlechter bewertet wurde, denn man muss den ganzen Aufbau der Geschichte und die Komplexität wirklich lieben, außerdem sie Skurrilität hier und da.
Alles in allem war dieses Buch für mich bis etwa über die Hälfte ein riesiges Highlight und auch mit den Längen gegen Ende fand ich es noch immer richtig gut. Ich kann es also durchaus empfehlen, da es einfach großartig ist, irgendwie anders und sich trotz der über neunhundert Seiten relativ schnell weglesen lässt.
- Astrid Lindgren
Mio, mein Mio
(404)Aktuelle Rezension von: makamaBo ist 9 Jahre alt und wächst in einer lieblosen Pflegefamilie auf. eines Tages geschieht etwas merkwürdiges - er bekommt einen goldenen Apfel und reist in das Land der Ferne. Dort trifft er seinen Vater und der ist der König -Bo heißt nun MIO, denn das ist sein wirklicher Name und endlich lernt er Liebe und Geborgenheit kennen. Auch einen neuen Freund findet er - "JumJum". Doch das Land der Ferne, wo alles so schön und heiter ist, wird bedroht - vom grausamen Ritter Kato. Und nur Mio kann das Land von ihm befreien - dazu muss er seinen ganzen Mut zusammen nehmen. Gemeinsam mit JumJum und seinem Pferd wag er das gefährliche Abenteuer ......
Fazit und Meinung: Ein wunderschönes Märchen von Astrid Lindgren. Es geht um Mut, sich seinen eigenen Ängsten stellen und sie zu überwinden, um Zusammenhalt, um Freundschaft. Die Geschichte ist wunderschön erzählt und die schönen Illustrationen von Ilon Wikland machen das Buch zu einem Erlebnis. Natürlich geht die Geschichte gut aus, sie ist spannend. Es gibt aber auch so einige Wiederholungen, und das finde ich etwas nervig. Von mir gibt es deshalb 4 gute Sterne für dieses Buch.
- J.R.Ward
Schattentraum
(363)Aktuelle Rezension von: ZahirahDie Geschichte von Tohrment und No'One geht in die zweite Runde. Die Erzählung geht hier nahtlos nach „Liebesmond“ weiter.
Tohrment fühlt sich körperlich sehr zu No'One hingezogen aber gleichzeitig wehrt er sich vehement, muss er doch ständig an Wellsie denken, seine verstorbene Shellan. Aber No'One versteht es, und beide lassen es langsam angehen, bis sie das Unvermeidliche nicht mehr ignorieren können. Parallel dazu tritt ein alter Feind der Brüder aus der Versenkung ans Licht und beginnt einen brutalen und blutigen Kreuzzug.
Auch in diesem Abschnitt der Reihe passiert wieder sehr viel und es wird nicht langweilig. Ich bin immer noch hin und weg von der Serie und vergebe deshalb auch wieder volle 5 Sterne.
- Catherine Shepherd
Kalter Zwilling: Thriller
(74)Aktuelle Rezension von: käutzchenNach den ersten und zweiten Fall von Bastian in der Vergangenheit und Oliver in der Gegenwart wahr ich auf den dritten Fall gespannt, ob er mich noch mehr fesselt und er das rausholt was mir bei den Vorgängern fehlte. Da kann ich nur zu sagen ja dieser Krimi wahr genau mein Geschmack, spannend und teilweise auch verwirrend...
In der den schönen Städtchen Zons belegt eine Frau einen fluch auf eine junge Frau, die später Zwillinge zur Welt bringt , einer trägt das böse in sich und sieht seine Erfüllung beim qäulen und morden vom Mensch und Tier... Wird der Stadtwächter Bastian ihn zu fassen bekommen ? Nebenbei werden gefälschte Gulden gefunden .. hängen die morden und die gefälschte Gulden zusammen ?
Später in der Gegenwart, erwacht der Fluch wieder im beschaulichen Zons , ein böser Zwilling treibt sein Unwesen , werden Oliver und seine Kollegen ihn fassen können ?
Wie auch in den anderen zwei fällen vom Bastian und Oliver verwebt die Autorin Catherine shepherd Vergangenheit und Gegenwart zu einen , was den Krimis der Reihe um so spannender macht , zumal der Ort Zons wirklich existiert und man heute dort noch einiges aus der Vergangenheit erkunden kann ..
Jetzt bin ich auf den vierten Fall von Bastian und Oliver gespannt, was ich in naher Zukunft lesen werde ..
- Nicole Böhm
Die Chroniken der Seelenwächter - Band 27: Im Rausch der Elemente
(35)Aktuelle Rezension von: Mirabellahammer12•Die Chroniken der Seelenwächter - Im Rausch der Elemente von Nicole Böhm•
Wieder geht ein weiterer Band der Chroniken der Seelenwächter zu Ende. Wieder war es erschütternd, spannend und emotional. Wieder hat man unentwegt mitgefiebert und um das Leben der Charaktere gebangt. Wieder kann ich nur sagen, dass ich diese Reihe liebe!🖤
Immer wenn ich denke, dass die Spitze des Eisberges schon erreicht ist, packt Nicole Böhm noch einen rauf und macht mich komplett sprachlos. So war es hier wieder einmal mit dem Fortgang der Geschichte. Ich bin wieder absolut sprachlos, was die Entwicklung der Story angeht. Nun geht es wieder so richtig los mit den Ereignissen, dem Chaos.
Besonders die Geschehnisse rund um Will und Anna haben meine Aufmerksamkeit für sich gewinnen können. Ich kann das, in das Will sich hinein begeben hat, so gar nicht einordnen und fand jede Minute höchst mysteriös. Genau wie die Tatsache, dass Anna sich ihm anschließt. Dass Coco mal wieder ihre Finger im Spiel hatte, hat mich eher weniger überrascht, auch wenn es ein harter Kampf war. Nichtsdestotrotz frage ich mich, worauf Will und Anna sich da eingelassen haben und was das für ein Ort ist. Ich bin total gespannt, was daraus noch wird.
Aber auch die Ereignisse am Flughafen und bei Jess und ihrer Mutter waren total spannend und kaum zu glauben! Das Chaos hat einfach ein anderes Level erreicht und mir den Atem geraubt. Ich konnte es kaum glauben, was dort bei Akil, Marisol, Aiden und den anderen am Flughafen passiert ist. Kedos hat das alles wirklich komplett auf den Kopf gestellt. Mit so einer Entwicklung hätte ich niemals gerechnet! Und die Seelenwächter tun mir so unfassbar leid! Bei Jess hingegen haben sich bei mir einige Frage aufgetan, allen voran, wer dieser mysteriöse Mann war. Ich bin schon gespannt, wann das aufgeklärt wird. Momentan kreisen meine Gedanken auf jeden Fall sehr wild!
Fazit: abschließend gebe ich dem 27. Band der Chroniken der Seelenwächter 5 von 5 Sternen. Mittlerweile weiß ich eigentlich schon, dass mich der nächste Band umhauen wird. Ich freue mich schon riesig auf Band 28!
- Laura Purcell
Die stillen Gefährten
(149)Aktuelle Rezension von: Anja_Anja1Wenige Wochen nach der Hochzeit mit Rupert stirbt er und Elsie zieht auf sein abgelegenes Anwesen „The Bridge“. Dort findet sie lebensgroße Holzfiguren, die „stillen Gefährten“. Sie wirken sehr realistisch, wechseln scheinbar ihren Standort. Was anfangs noch etwas unheimlich wirkt, entwickelt sich zum Albtraum. Was ist noch Einbildung und was ist schon die Realität?
Der Roman besticht für mich durch seine herrlich unheimliche Atmosphäre in dem alten, verfallenen Geisterhaus. Diese merkwürdigen Figuren und die bedrückende Stille passen da perfekt. Langsam wird die Spannung aufgebaut mit einem eher subtilen als blutigem Horror. Es wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Das war für mich manchmal etwas verwirrend, klärt sich dann aber immer mehr auf. Der Roman ist insgesamt eher ruhig. Setzt viel auf die unheimliche Stimmung. Gothic Horror wird hier ordentlich geboten. Der Roman wirkt fast schon wie ein klassischer Gruselroman.
Für alle Fans von viktorianischen Gruselgeschichten eine Empfehlung.
- Marc Stehle
Dunkler Herrscher
(9)Aktuelle Rezension von: ThijaraMenden ist mit Leib und Seele Paladin. Er dient seinem Orden und beschützt die Bewohner der sechs Reichen Thersias.
Der Autor schmeißt den Leser direkt mitten ins Geschehen. Ein Dorf, wird von einer verunstalteten Tiermenschenrasse angegriffen und die Paladine des Feuerordens allen voran Menden und seine Freunde Edmûnd und Denzél kämpfen mutig und entschlossen, um die Bewohner zu retten. Der Heldenmut der Drei findet ausgerechnet in den eigenen Reihen in Person von Lorkirk und seinen Getreuen nicht nur Zuspruch, sondern trifft auf Neid und Missgunst. Die Dörfler haben noch ein weiteres Problem dessen sich die Paladine annehmen sollen, eine Hexe. Während Menden sich für die Freilassung der jungen Frau einsetzt, ist Lorkirk skeptisch und würde sie Frau am liebsten direkt vor Ort töten.
Marc Stehle hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Mir hat die Abwechslung extrem gut gefallen: am Anfang wird man direkt in die Handlung geschmissen, dann kommen immer wieder Abschnitte, in denen sich die Ereignisse schier überschlagen und Abschnitte, in denen sich der Autor mit viel Liebe zum Detail dem Setting widmet und man Menden und die vielen weiteren Charaktere, Rassen und Landstriche Thersias mit gut dosierten Informationen besser kennen lernen kann. Vieles bleibt bewusst unklar, welche Rolle hat Stefanie Menden zugedacht? Soll er Thersias für sie ins Chaos stürzen oder retten? Im Verlaufe des Buches zeichnet sich auch ab, dass die Guten einiges zu verbergen haben.
Ein sehr gutes Fantasy Buch ich bin gespannt, wie es weiter geht.
- Jørn Lier Horst
Wisting und der Atem der Angst
(49)Aktuelle Rezension von: MellchenAuf dem Cover der Cold Case Krimis steht immer der Hinweis: "Der beste Kommissar Norwegens ermittelt". Dem kann ich mich nur anschließen. Es gibt wenige Reihen, bei den so phantastisch der Pegel hochgehalten wird. Die Krimis sind einfach toll. Spannung von Anfang bis Ende, tolle Protagonisten, flüssiger Schreibstil. Ich freue mich schon auf viele weitere Teile der Reihe.
- Ken Krimstein
Die drei Leben der Hannah Arendt
(63)Aktuelle Rezension von: Trishen77Sie war ein unabhängiger Geist und daran hat sie immer festgehalten, sich festgehalten. Bis heute sind ihr Werk und ihre Person umstritten. Sie war eine Philosophin, die die Philosophie hinter sich lassen wollte, Essayistin mit einem Hang zur Epik und eine jüdische Intellektuelle, die es sich mit den meisten anderen jüdischen Intellektuellen ihrer Zeit verscherzte. "Am Leben zu sein und zu denken ist ein und dasselbe", so lautete ihre Überzeugung und sie hat viele Gedankengebäude in ihrem Leben ent- und verworfen, immer auf der Suche nach einer Wahrheit, aber letztlich mehr auf der Suche nach den Konsequenzen, die zu ziehen sind, aus dem, was geschieht - ohne falsche Scheu, ohne metaphysischen Über- oder Unterbau.
In seiner Graphic Novel "Die drei Leben der Hannah Arendt" zeichnet Ken Krimstein den Weg der großen Denkerin nach, von der Jugend bis zu ihrem Tod. Im Prinzip ist das Buch eine bebilderte Biographie, gespickt mit einigen komischen bis faszinierenden Eigenheiten. Aufgebaut ist es sogar wie eine Autobiographie, denn erzählt wird immer aus der Perspektive von Arendt.
Der Stil des Comics ist der einer schnellen und doch ausgefeilten Bleistiftskizze. Die einzige Farbe, die dann und wann vorkommt, ist Grün; meist als Farbe des Kleidungsstücks von Arendt. Krimstein arbeitet viel mit Zitaten und inszeniert Arendt gerne im Zwiegespräch. Er hat außerdem einen Faible für Namedropping und immer wieder wird Arendt als Teil einer Runde von großen Namen dargestellt.
Darüber hinaus gelingt es ihm, ein sehr anschauliches und einfühlsames Bild von Arendts Leben und Denken zu zeichnen, mit allen Zweifeln und Fragwürdigkeiten. Ihre Obsession für Heidegger ist natürlich bspw. ein nicht ganz unwichtiges Motiv.
Es wird aber vor allem deutlich, was für eine herausragende Gestalt Arendt tatsächlich war: eine der zentralen Wahrheitssuchenden ihres Zeitalters. Ein Zeitalter des Traditionsverfalls, in dem sich viele noch fester an Traditionen klammerten, während sie nach neuen Wegen suchte, nach neuen Ansätzen, neuem Umgang.
So lässt Krimstein sie am Tag des Kriegsendes, als alle anderen feiern, sagen: "In der Welt ist etwas im Gang, das die Menschen veranlasst, ihre eigene Freiheit zu kannibalisieren, und während sie dies tun, verwandeln sie andere Menschen in eine Deponie."
Sehr viel Raum gibt Krimstein der Darstellung ihrer Theorien zu Pluralität und Natalität, zu privatem und öffentlichem Raums. Eichmann und "Die Banalität des Bösen" lässt er, obgleich dieser Punkt natürlich behandelt wird, ein bisschen außen vor. Trotzdem hat man das Gefühl, zum Kern von Arendts Denken vorzustoßen.
Letztlich ist es ein bemerkenswertes Buch, weil Krimstein ein fesselndes und doch sehr auf Arendts Philosophie eingehendes Portrait gelingt. Wo mancher Biograph vielleicht der Versuchung erlegen wäre, Arendts Leben vor allem entlang der Skandale und vor dem Hintergrund der Shoa und der Liason mit Heidegger zu inszenieren, setzt Krimstein lieber auf eine ausbalancierte und vielseitige Darstellung, die dem Denken ebenso viel Platz einräumt wie dem Leben.
"Aus dem Jenseits spricht Hannah Arendt zu uns: Obgleich das Leben in der Welt der Pluralität und Natalität kein Spaziergang ist, haben wir, wenn wir Auschwitz oder den Gulag oder die Mauer oder Pol Pot oder Gefängnisrevolten wie die von Attica oder der Isis vermeiden wollen, als Gattung keine Wahl, dieses anzunehmen und auszuhalten.
Mit anderen Worten: es gibt keine einzige Wahrheit. Keinen Königsweg des Verstandes, nur einen gloriosen, nie enden wollenden Schlamassel. Der nie enden wollende Schlamassel echter menschlicher Freiheit." - Julia Corbin
Die Bestimmung des Bösen
(144)Aktuelle Rezension von: kleine_leseeckeInhalt:
Die junge Mannheimer Kriminalhauptkommissarin Alexis Hall und ihr Kollege Oliver Zagorny bekommen es mit einem äußerst grausamen Doppelmord an zwei Frauen zu tun. Pervers zugerichtet und in Szene gesetzt, werden die Leichen aufgefunden. Gemeinsam mit der Kriminalbiologin Karen Hellstern begibt sich das Trio auf eine Jagd, wie sie härter nicht sein könnte. Vor allem, als Alexis merkt, dass es sehr persönlich wird. Ihre Vergangenheit sollte unbedingt geheim bleiben.
Mein Eindruck:
Gleich zu Beginn werden wir in die Geschichte geschmissen. Langes Vorgeplänkel gibt es nicht und die ersten kriminalbiologischen und rechtsmedizinischen Fakten kommen unumwunden und äußerst ausführlich auf den Tisch. Gerade bei Letzterem ist mir immer wichtig, dass es faktisch korrekt dargestellt wird. Das hat die Autorin mit Bravour gemeistert. Trotzdem hätten die Passagen ruhig etwas kürzer gehalten werden können. Für weniger Interessierte dieser Thematik könnte das hier sonst schnell langatmig werden.
Im weiteren Verlauf versucht uns die Autorin über zahlreiche Protagonisten sowie Zeitsprünge in die Irre zu führen. Besonders die Hauptrolle der Kommissarin Alexis Hall war mir extrem unsympathisch in ihrer Art. Von Selbstbewusstsein keine Spur und ständig wird auf deren Vergangenheit herumgeritten, wie schlimm es doch wäre, wenn diese ans Licht käme. Über den gesamten Mittelteil rückt der Fall leider viel zu sehr in den Hintergrund. Erst gut 60 Seiten vor Schluss nimmt der Plot so richtig an Fahrt auf. Auf einmal: Spannung pur. Es gab sogar eine kleine Wendung, die mich überraschen konnte. Warum nicht gleich so?
Insgesamt gebe ich gute 3 🌟 um der Geschichte Raum zur Entwicklung zu geben. Schließlich erwarten mich noch 2 Bände, in die ich große Hoffnung lege.
- Eva Lirot
Seelengruft
(28)Aktuelle Rezension von: Jasminh86"Seelengruft: Ein grausamer Gegner"ist der dritte Jim Devcon Thriller von Eva Lirot.Hier geht es um einen äusserst gestörten
Psychophaten,der verschiedene Personen zu einem angeblich "sozialen Experiment"einlädt und ihnen dafür 50 Euro verspricht.Als Schüler bzw. Lehrer sollen sie sich mit den Auswirkungen eines Gehorsamkeitstests auseinandersetzen, der leider böse Folgen hat. Jim Devcon und sein Team werden wieder mit Leichen
konfrontiert,die auf unterschiedliche, grausame und brutale,teilweise mysteriöse Weise um ihre Leben gebracht wurden. Doch dem Täter ist dies nicht genug,er stellt die verschiedenen Videos zu seinen Experimenten ins Internet.
Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und Devcon ist schnell überzeugt,wer hinter diesen grausamen Taten steckt und sucht ihn im Alleingang auf,mit sehr schweren Folge für ihn und seiner Kollegin Tatjana Kartan. Dies ist wieder ein unheimlich spannender und mitreißender Psychothriller,hier war ich quasi bei den Morden live mit dabei.Diese Story ist definitiv nichts für schwache Nerven. Die körperlichen Foltermethoden des Täters sind grausam,die seelischen umso mehr.Ich konnte die Angst und das Leiden der Opfer in den jeweiligen Szenen spüren und habe bei jedem einzelnen mitgezittert.Die Spannung ist von der ersten Seite an vorhanden,aber am meisten lebt die Spannung von den Protagonisten.Der Thriller ist aus mehreren Sichtweisen geschrieben,ich war bei den Ermittlungen dabei wo sich nicht jeder an die Regeln hält und der Fall somit immer mehr zur Gefahr für Devcon wurde.Auch die gestörten Gedanken des Täters wurden hier sehr gut beschrieben,die die Spannung noch höher gemacht haben. Der Schreibstil ist wie immer sehr spannend,flüssig,rasant und detailiert,sodass der Thriller beim lesen zum Film wurde.
- Robert R. McCammon
Swans Song: Nach dem Ende der Welt
(38)Aktuelle Rezension von: NiWaDie Welt nach der Atomkatastrophe. Verwüstete Städte, verstrahltes Land und die Zivilisation existiert nicht mehr. Wenige Überlebende sind den Abgründen der Menschlichkeit ausgesetzt, und sehen dem absoluten Bösen ins Gesicht.
Robert McCammons „Swans Song. Nach dem Ende der Welt“ ist ein Endzeit-Thriller par excellence. Schon in den 1980er-Jahren veröffentlicht, schildert er die Welt, wenn sie vom nuklearen Winter heimgesucht wird.
Der Einstieg in die Story ist mir schwergefallen. Gleich zu Beginn ist man mittendrin im Oval Office des Weißen Hauses, und bezeugt, wie eine schwerwiegende Entscheidung getroffen wird. Hier hat mir gefallen, wie McCammon diesen Prozess beschreibt. Der Autor veranschaulicht, dass es führenden Politikern und Ministern keinesfalls leicht fällt, auf den roten Knopf zu drücken. Dennoch habe ich mich von der Situation und den Gedankengängen überfordert gefühlt.
Als das Ende der Welt hereinbricht, war ich live dabei, und ab diesem Zeitpunkt in der Geschichte gefangen.
Mehrere Perspektiven führen durch das düstere Geschehen, das an Brutalität durchaus der Realität entsprechen kann:
Titelgebende Protagonistin ist das neunjährige Mädchen Swan. Sie ist mit ihrer Mutter auf der Flucht und sie werden unterwegs vom Ende der Welt überrascht. Im Verlauf der Handlung erweist sich, welche tragende Rolle Swan bei der Apokalypse zugestanden wird.
Der Wrestler Joshua zeigt, das rohes Aussehen und Gewalt nicht unbedingt dem Wesen eines Menschen entsprechen. Er steht meiner Meinung nach für den Fels in der Brandung, ist ein Mann mit Prinzipien, und tut, was getan werden muss.
Sister Creeper habe ich anfangs als verrückte Alte wahrgenommen, die nach und nach in den Fokus des Interesses rückt. Sie ist ein faszinierender Charakter, der mitten in New York den atomaren Endschlag erlebt.
Zudem gibt es Charaktere, die sich ganz auf die Überlebenskunst und das Ende der Welt einstellen, und daher dem Atomkrieg - im schützenden Bunker sitzend - zuversichtlich entgegensehen. Hier zeigt Robert McCammon, dass der schlauste Plan an der Umsetzung scheitert.
Anhand dieser Figuren betritt der Leser die nukleare Wüste, und steht einer verrohten, brutalen Menschheit gegenüber. Dabei spart der Autor nicht an Gewalt, grausamen Entstellungen, schmerzhaften Erfahrungen und einer atomaren Brise beängstigender Übernatürlichkeit.
Hinzu kommt die Beschreibung der Welt beziehungsweise was nach dem finalen politischen Schlag von ihr übrig bleibt. Sprachlos bin ich durch Asche und Ruinen marschiert, über bizarr verformte Leichen gestiegen und habe betroffen dem letzten Wimmern Sterbender zugehört.
Thematisch stehen die Konsequenzen der Atompolitik des Kalten Kriegs im Vordergrund, das mögliche Ende der Zivilisation und der damit eingehende Verlust der Menschlichkeit. Konträr stellt McCammon Hoffnung, Liebe und Freundschaft in den Mittelpunkt, die der einzige Sinn des Überlebens sind.
Trotz meiner Schwierigkeiten zu Beginn war ich gefesselt, fasziniert und bin im Ende der Welt versunken. Die unterschiedlichen Perspektiven enthüllen einen epischen Verlauf, der absolut mitreißend erzählt ist, und in einem Lese-Sog mündet.
Mit Robert McCammons „Swans Song. Nach dem Ende der Welt“ hält man einen dystopischen Klassiker in den Händen, an dem ein Genre-Freund unmöglich vorbei gehen kann. Empfehlung!
Die Dilogie:
1) Swans Song. Nach dem Ende der Welt
2) Swans Song. Das scharlachrote Auge
- Peter Laws
Sühneopfer
(13)Aktuelle Rezension von: katiandbooksDer ehemalige Pfarrer und jetziger Universitätsprofessor, Matt Hunter, unterstützt die Londoner Polizei ab und an bei religiös motivierten Verbrechen als Sachverständiger. Als seine Frau die Chance bekommt, in einem kleinen Ort bei Oxford eine Kirche architektonisch neu zu gestalten, zieht die kleine Familie temporär aufs Land. Der hiesige Pastor der evangelikalen Gemeinde ist nicht nur Matts ehemaliger Studienkollege, hier bekommt es Matt auch noch mit einem Serienmörder zu tun, der seine Opfer kurz vor dem Tod tauft, um sie ins Paradies zu bringen.
Den Beginn des Buches fand ich super. Man steigt genretypisch bei der Ermordung des ersten Opfers ein, kennt sofort das Motiv des Täters und lernt anschließend einen sehr sympathischen Matt Hunter kennen, der für die Polizei im Einsatz ist. Auch die Familie des Protagonisten mochte ich sehr, und die Nebenfiguren, die nach und nach eingeführt werden, haben mir gefallen. Alles in allem war es ein sehr guter Start, und ich bin die ersten 100 bis 150 Seiten nur so durch die Story gerauscht.
Dann begann sich das Ganze zu ziehen, und weitere Probleme traten auf.
Ein Grund dafür, dass die Geschichte etwas langatmig wird, ist sicherlich der, dass sich der Autor sehr in unnötigen Kleinigkeiten verliert. Matt Hunter beschreibt sich immer wieder selbst als Nerd, der auf Superhelden, Comics und Co. steht, doch so richtig erleben tut das der Leser nicht und so wirkt sein Nerdsein eher auf den eigentlichen (und gut ausgearbeiteten) Charakter des Protagonisten draufgesetzt statt organisch, und die immer wieder eingestreuten Anekdoten wirken unpassend bis gar penetrant.
Weiterhin gibt es viele Dinge, die seitenweise Erwähnung finden, die für die Handlung selbst aber vollkommen irrelevant sind. Beispielsweise will Matt mit seinem früheren Kommilitonen ein Gespräch führen. Der Leser erlebt dann jedoch eine von Informationen über Begräbnisse und die Arbeit eines Bestatters übervolle, drei Kapitel lange Beerdigungsszene, in der es letztendlich wieder nur darum geht, dass Matt, der seinen Glauben vor langer Zeit verloren hat, doch bitte wieder konvertieren soll.
Insgesamt gab es auch dazu viel zu viele Gespräche. Irgendwie drehte sich alles nur darum, bitte an Gott zu glauben oder eben bitte nicht, je nachdem, wer gerade sprach, und jeder war entweder fanatisch gläubig oder eben krampfhaft nicht. Zudem fand ich Matts Atheismus als zwiespältig erklärt: einerseits glaubt er nicht an Gott, weil er irgendwie ja nie geglaubt hat und in den Pfarrerberuf nur so "reingerutscht" ist, andererseits gibt es ein Ereignis in seiner Vergangenheit, das ihn seinen Glauben verlieren ließ. Das wirkte auf mich sehr inkonsequent.
Ebenfalls zwiespältig war der eigentlich sehr gute und sehr flüssige Schreibstil, der sich in einigen Sätzen aber holprig las und mich überlegen ließ, ob hier bei der Übersetzung vielleicht etwas nicht ganz geklappt hat. Da waren Sätze dabei, von denen man genau lesen kann, dass sie im Englischen gut funktionieren, im Deutschen jedoch kaum. Das war bei weitem nicht immer der Fall, aber hin und wieder hat mich das regelrecht aus dem Lesefluss gerissen.
Letztendlich war mir leider auch die Identität des Täters, sein Problem und die Ursache für sein Handeln viel zu offensichtlich. Wenn man sich im Thrillerbereich schon etwas auskennt - ob man liest oder Filme/Serien schaut -, hat man den Fall leider sehr schnell gelöst.
Fazit: Ein Reihenauftakt mit viel Luft nach oben, der vor allem durch seine sympathischen Figuren und die interessante Thematik punktet, die jedoch nicht optimal ausgearbeitet ist. Viele Nebensächlichkeiten und sich wiederholende Gespräche bremsen außerdem die Handlung aus. Für den ersten Teil dieser Reihe mit Potential vergebe ich 3***.
- Tad Williams
Das Herz der verlorenen Dinge
(122)Aktuelle Rezension von: SunnySue"Wir sind grimmige Wesen, wir Menschen. Wir opfern unser Leben, auch wenn es noch so kurz und kostbar ist, der Rache - nein, der gerechten Vergeltung. Kein Wunder, dass uns die Unsterblichen fürchten."
Mit "Das Herz der verlorenen Dinge" kehrte Tad Williams nach 20 Jahren wieder nach Osten Art zurück. Und damit kam er den vielen Bitten und dem Drängen von Freunden und Fans nach. Diese Novelle ist ein Zwischenband, der die erste Reihe Osten Ards mit der neuen Reihe verbindet. Im Kern beschäftigt sich dieses Buch mit der Frage, was eigentlich nach dem Krieg gegen den Sturmkönig geschehen ist.
"Das Böse ist in dem, was Sterbliche ... und Unsterbliche ... tun. Der Ort selbst ist nur ein Ort."
Der Krieg ist zu Ende. Der Sturmkönig vernichtend geschlagen. Die noch lebenden Nornen sammeln sich, um sich in den Norden zurückzuziehen. Doch sie werden verfolgt und gejagt von einer Übermacht an menschlichen Kämpfern, die nur ein Ziel haben: Alle Nornen auszulöschen! Keiner dieser Teufel darf überleben. Inmitten der Menschen befindet sich auch eine Sitha namens Ayaminu, die Herzog Isgrimnur mit Rat zur Seite steht. Doch welche Pläne verfolgt sie wirklich?
"Wir ziehen uns zurück. Wir verstecken uns. Wir werden immer weniger. Irgendwann wird es uns nicht mehr geben, außer in alten Geschichten. Und das werden nicht unsere Geschichten sein."
Von den Nornen haben wir in der Osten Ard Reihe nicht allzu viel erfahren. Wir wissen, dass sie und die Sithi ein und dasselbe Volk sind, welches sich jedoch wegen Unstimmigkeiten entzweit hat. Die Nornen sind der düstere Part: Mysteriös, mit mächtigen Zauberkräften und gnadenlos. Daher hat mir nun ganz besonders gefallen, dass wir auch die verletzliche Seite der Nornen zu sehen bekommen. Zu sehen, dass sie Ängste haben, ihre Kinder schützen wollen und letztlich ja auch nur das Recht haben möchten zu leben. Plötzlich bekommen sie eine Seele. Vertrieben aus ihren alten Landen, trauern sie dem Verlorenen Garten nach.
Tad Williams ist ein wirklich großartiger, begnadeter Geschichtenerzähler! Sein Gespür für den Weltenbau, seine unglaublich authentischen Figuren und die epischen Schlachten sprechen da für sich. Was mir bei ihm immer wieder auffällt ist der intensive Einblick, den er uns in seine Figuren gibt. Wir können ihnen ins Herz schauen. Lernen ihre Beweggründe kennen und bekommen ihre Stärken und Schwächen vor Augen geführt. Gerade das und das Zusammenspiel der Figuren mit- und gegeneinander, machen diese Reihe für mich so besonders.
Im Bereich High Fantasy sind Tad Williams Osten Ard Bücher definitiv ein Must Read! - Mark Silving
Volarus Erbe (Aemeas: Das Feuer der Schuld)
(9)Aktuelle Rezension von: AnnejaAuch wenn das Buch 600 Seiten hat, verflog die Zeit nur so beim Lesen. Ich las und las und las und bis zu meiner ersten Pause waren schon 120 Seiten weg gelesen. Besonders der Genre-Mix aus Fantasy, Science Fiction und Erotik ist dem Autor, in seinem Erstlingswerk , mehr als gelungen.
Wir verfolgen die Geschichte aus 2 Sichtweisen. Zum einen aus der von Chad, der in Myrion lebt, in der es Aemeas-Begabte gibt, welche, so kommt es einen vor, zaubern können. Sie haben Kräfte, für die sie gerade von Chad, stark beneidet werden. Zum anderen erleben wir die Geschichte von Asaria, die in Chas´s Welt eine Art Heilige ist. Sie lebt auf einer Insel, die der Gott Khi schützt. Ihr Volk, die Ziawi, leben in Einklang mit der Naturund nutzen die Mittel die sie haben um ein angenehmes Leben führen zu können. Wir erleben Asaria aus der Sicht von Chad, der ihre Geschichte während eines Rituals erfährt.
Chads Welt überraschte mich mit etwas von dem ich noch immer nicht sagen kann ob es gut oder schlecht ist. Denn wenn man in Myrion vergeben ist und fremd geht, gibt es ein Gesetz das besagt das man den Seitensprung innerhalb der nächsten 24 Stunden beichten muss. Tut man dies nicht und es kommt heraus das man fremd gegangen ist, wird man verurteilt. Kommen wir zu den Charakteren selbst. Trotz der sehr kurzen Sequenzen, erfahren wir sehr viel über Chad. Er scheint Einzelgänger zu sein, der aber mit Frauen kein Problem zu haben scheint. Bis jetzt fand er leider nicht die Richtige, da er einfach immer das Gefühl hatte, sich selbst von ihnen ab zu stoßen. Trotzdem wirkt er sehr clever und lässt sich seine eigene Meinung nicht nehmen.
Über Asaria erfahren wir um so mehr. Sie ist die Häuptlingstochter und trägt immer ein Amulett um den als Hals. Dieses Amulett besteht aus einem Stück Knochen, welches einem Vorfahren ihres Stammes gehört hatte, nämlich von Volaru. Sie ist clever und bildet sich ihre eigene Meinung, auch wenn ihr Stamm an Gebräuche und Rituale glaubt, die eingehalten werden sollten. Im Verlauf der Geschichte wurde sie für mich zu einem immer stärker werdenden Charakter, dem ich nur Respekt zollen kann.
Norman, ist der Fiesling der Geschichte. Er kommt eines Tages in Asaria´s Dorf und behauptetet ein Gesandter Khi´s zu sein. Er scheint sehr mächtig, da er Blitze erzeugen kann oder unmenschliche Kraft beweist. Er bringt dem Ziawi neue Sachen bei, wie die Metall- oder Glasherstellung. Auch wenn er das Böse ist, so passt seine Figur einfach wundervoll in die Geschichte. Man will einfach erleben wie er gestürzt und zu Fall gebracht wird.
Mit Ryan kam dann doch noch das Gute ins Dorf, genau wie viele Antworten, die man erst so nach und nach verarbeiten muss, da man überhaupt nicht mit ihnen gerechnet hat. Zudem möchte Ryan Norman stürzen und wirkt dabei so aufrichtig und ehrlich, das man ihn einfach lieb gewinnen muss. Genau wie Norman passte er toll in die Story und versprühte seinen ganz eigenen Charme. Zudem kommt mit Ryan der Science-Fiction-Faktor im Buch erst richtig in Fahrt.
Zum Schreibstil kann ich nur sagen, das ich begeistert bin. Herr Silving schaffte es trotz der 600 Seiten die Spannung aufrecht zu erhalten und in den richtigen Momenten Action oder Gefühle auf erstehen zu lassen. Man konnte nicht mehr aufhören zu lesen und wünschte sich selbst nach dem Ende sofort mit dem nächsten Teil beginnen zu wollen. Zum Glück erscheint dieser noch 2017. Was mich jedoch besonders faszinierte war der Erfindungsreichtum, den der Autor an den Tag legt. Er gehört vieles dazu um sich so eine fabelhafte Geschichte einfallen zu lassen.
Ich bin sehr angetan von dem Buch und werde auch die Nachfolger, die bis 2019 jährlich erscheinen, weiterhin verfolgen. Mir gefiel die Idee und die Umsetzung einfach zu gut. Man möchte garnicht glauben, das dies der Debütroman des Autors ist.























