Bücher mit dem Tag "dasein"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "dasein" gekennzeichnet haben.

40 Bücher

  1. Cover des Buches Sofies Welt (ISBN: 9783423624213)
    Jostein Gaarder

    Sofies Welt

     (4.426)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Guarcello

    Die diverse philosophische Richtungen gehören zu unseren Dasein.. jeder, der sich dafür interessiert, sollte das Buch lesen: leicht und verständlich erklärt Gaarder die diversen Richtungen.

  2. Cover des Buches Der Beobachter (ISBN: 9783442367269)
    Charlotte Link

    Der Beobachter

     (781)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Das Cover find  ich richtig gut, da es gut aussieht und auch perfekt passt. (SPOILER) Als Tara sich im Auto versteckt und Gilian das Auto aus der Ferne beobachtet, sieht Tara nämlich genau das. (SPOILER ENDE)  Besonders die Szenen aus der Perspektive von Anne und Carla fand ich richtig spannend und gruselig. Das fand ich auch am spannendsten.  Den Rest fand ich ok, aber nicht übermäßig gut. Als am Ende (SPOILER) Samson von John ein Job in seiner Firma angeboten wurde (SPOILER ENDE), war ich sehr gerührt und es war wirklich ein schönes Happy End.

  3. Cover des Buches Der Steppenwolf (ISBN: 9783518463550)
    Hermann Hesse

    Der Steppenwolf

     (1.248)
    Aktuelle Rezension von: Miaplacidus

    Ich musste das Buch für die Schule lesen. Vielleicht ist meine Bewertung deshalb ein bisschen von diesem Zwang getrübt.
    Dazu muss ich sagen, dass es schon einige Zeit her ist. Auf jeden Fall empfand ich den Schreibstil als sehr angenehm zu lesen und habe auch anfangs versucht mich in die Rolle des Protagonisten hinein zu versetzen. Gerade am Anfang war die Geschichte noch einigermaßen okay und ich hatte Hoffnung. Leider entwickelte sie sich in eine sehr merkwürdige Richtung. Das einzige was ich davon mitnehmen konnte, war dass der Protagonist depressiv war, einen Drogentrip machte und dann komplett abstürzte. Ich habe keine Ahnung warum man sowas in der Schule lesen muss. Es gibt haufenweise gute Bücher auf der Welt und ich bin überzeugt oder hoffe zumindest, dass es von Hermann Hesse auch noch Besseres zu lesen gibt aber sowas ist für mich wirklich einfach nur ein großes Fragezeichen. Ich bin sehr offen gegenüber allem Möglichen, besonders bei Büchern aber das hat wirklich einen verwirrenden Eindruck hinterlassen. Wenn man ein Buch erst zum hundertsten Mal interpretieren muss, damit eine halbwegs gute Geschichte dabei rauskommt, verstehe ich den Sinn der Bücher nicht mehr.
    Leider habe ich deswegen nur 2 Sterne gegeben. Vielleicht werde ich das Buch in Zukunft noch einmal lesen und schauen, ob ich ihm doch noch etwas abgewinnen kann aber bis dahin bleibt es hierbei. 

  4. Cover des Buches Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen (ISBN: 9783442460779)
    Mitch Albom

    Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen

     (332)
    Aktuelle Rezension von: Mareike_Pfenning

    Ein zu Tränen rührendes Buch über die fünf Menschen, denen der Hauptprotagonist im Himmel begegnet. Gehört für mich zu den Klassikern der Literatur neben dem kleinen Prinz und Dienstaga bei Morrie. Ein Buch, das ich wirklich immer wieder mal lesen kann und das auch für immer einen Platz in meinem Regal haben wird.

  5. Cover des Buches Der Joker (ISBN: 9783570402979)
    Markus Zusak

    Der Joker

     (1.337)
    Aktuelle Rezension von: dascha_87

    Der Protagonist des Buchs ist Ed, welcher, nach dem er einen Banküberfall verhinderte, Spielkarten zugeschickt bekommt. Auf den Spielkarten steht immer eine Aufgabe geschrieben. Und das bring Eds Leben doch ein wenig durcheinander.

    Meiner Meinung nach hat das Buch die 5 Sterne auf jeden Fall verdient. Zuerst war ich ein wenig skeptisch, ob man das Thema (Zivilcourage) gut in einem Roman darstellen könnte, doch Markus Zusak hat alle meine Erwartungen übertroffen. Was mir vor allem gefallen hat war, dass das Buch neben humorvoll auch ziemlich tiefgründig war. Und zum Ende hin hat es mir auch "Glastränen" (S.412) auf mein Gesicht gezaubert. 

    Ich empfehle dieses Buch wirklich jedem, der mal ein Buch zu einem etwas anderen Thema lesen möchte und auch lachen, weinen und über das Buch nachdenken möchte.

  6. Cover des Buches The Invisible Library (ISBN: 9781447256236)
    Genevieve Cogman

    The Invisible Library

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Seitenhain
    Irene ist eine Spionin. Doch nicht irgendeine Spionin, nein, sie arbeitet für eine Bibliothek, die zwischen verschiedenen Alternativwelten existiert und Bücher aus allen Welten versammelt. Kaum hat sie ein Manuskript aus einem Zaubererinternat gestohlen, wird sie mit einem Frischling auf eine gefährliche Mission geschickt: in ein alternatives London, in dem Werwölfe, Vampire, Fae existieren und Zeppeline als Transportmittel genutzt werden. Dort muss sie eine spezielle Ausgabe von Grimms Märchen finden, doch die wurde bereits gestohlen...



    Als wäre das wunderschöne Cover nicht genug (das Bild ist leider sehr schlecht, in echt ist es dunkelgrün mit goldener Prägung), ist das Buch auch noch megaspannend. Man kommt kaum zu Atem, ständig passiert was. Sobald man sich zwei Seiten entspannt hat, finden sie etwas heraus oder es stürmt jemand herein oder Krokodile sprengen eine Party! Huiuiui.

    Dass mit diversen Personen etwas nicht stimmt, wird einem als aufmerksamer Leser recht schnell klar und es ist interessant zu verfolgen, wie Irene langsam jedem von ihnen auf die Schliche kommt (auch wenn ich ihr bei Aubrey eine Theorie voraus war).

    Die magischen Wesen in dieser Welt werden einem nicht aufgedrängt, also die Vampire hängen nicht ständig im Dunkeln rum und trinken Blut, sondern sie sind Aristokraten und haben halt nur zufällig eine spezielle Diät.



    Insgesamt ein irrer Auftakt - es soll wohl eine Trilogie werden -, der einen fast atemlos zurücklässt. Ich glaube, am Ende stand mir beim Lesen im Zug eine Weile der Mund ein wenig offen...



    "The atmosphere of the library soothed her automatically; the rich lantern lights, the sheer scent of paper and leather and the fact that everywhere she looked, there were books, books, beautiful books."

  7. Cover des Buches Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt (ISBN: 9783442713974)
    Haruki Murakami

    Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt

     (526)
    Aktuelle Rezension von: Aischa

    Nachdem mir "Kafka am Strand" gut gefallen hatte, wollte ich mich nun eigentlich an "1Q84" wagen, aber ein Freund empfahl mir, zuvor unbedingt "Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt" zu lesen, es sei quasi ein Schlüsselroman Murakamis, mit dem sich folgende Werke viel besser verstehen lassen würden.

    Anfangs konnte mich das Buch auch durchaus begeistern. Die Geschichte spielt in zwei Ebenen, gleichzeitig, aber räumlich getrennt. Der Plot ist hochkomplex und fordert die ganze Aufmerksamkeit des Lesers, vor allem, wenn es um die geschilderten Hirnmanipulationen und Datenverschlüsselungen geht. Aber Murakami schreibt unterhaltsam und durchaus witzig. Leider geht im weiteren Verlauf die Spannung verloren, die Schilderung der unterirdischen Flucht des Protagonisten dehnt sich über mehrere Kapitel, ohne dass es die Geschichte wirklich voran bringt. Schade auch, dass kaum zu merken ist, dass Murakami ein japanischer Autor ist. Außer dass "Hard-boiled Wonderland" im futuristischen Tokio spielt, sind kaum japanische Anklänge im Roman zu finden, dafür mehr als genug Zitate der europäischen und amerikanischen Kultur, von Bachs Brandenburger Konzerten über die Popgruppe Duran Duran bis zu Hollywoodfilmen. Desweiteren sind zahlreiche sexuelle Abenteuer des Protagonisten eingestreut. Nichts gegen (guten) Sex, aber was es in diesem Plot damit auf sich hat, erschließt sich mir leider nicht. 

    Murakami hat sich große Themen vorgeknöpft: Wie manipulierbar sind wir, was macht unsere Seele aus, wie wertvoll sind unsere Erinnerungen, welchen Preis sind wir bereit, für die Unsterblichkeit zu zahlen? Aber der Roman schafft es nicht, mich wirklich zu fesseln, im Gegenteil, zum Schluss kam ich mir vor wie in einer Mischung aus drögem Märchen für Erwachsene und der Beschreibung eines online-Fantasy-Spiels. Überladen mit Symbolik, seltsam distanzierte Dialoge, einfach nicht mein Ding.

  8. Cover des Buches Golem und Dschinn - Eine Liebe nicht von dieser Welt (ISBN: 9783734101205)
    Helene Wecker

    Golem und Dschinn - Eine Liebe nicht von dieser Welt

     (109)
    Aktuelle Rezension von: BlueLeo

    „Golem und Dschinn“ ist ein Buch, welches dem Genre Historical Fantasy zugeordnet ist. Die Autorin Helene Wecker erschuf eine Geschichte, die ganz anders ist als alles was ich bisher gelesen habe. Das Buch spielt großteils in Manhattan in den Jahren 1899/1900 und die Protagonisten sind, wie der Titel schon erahnen lässt, einen Golem und einen Dschinn. Beide suchen ihren Platz im Leben und vermitteln dem Leser dabei ganz neue Eindrücke von Glück, Freiheit und Liebe. 

     

    Was mir besonders gut gefallen hat sind die Beschreibungen von Charakteren, Orten, Gefühlen und dem Leben an sich. In der Erzählung stecken so viel Liebe und Herz, dass ich es einfach nur genossen habe alle Einzelheiten in mich aufzusaugen. Den Orten wird so viel Leben eingehaucht, dass ich beim Lesen beinahe den Staub in der Luft schmecken konnte. Mit stattlichen 600 Seiten ist das Buch natürlich auch ein ganz schöner Wälzer, wer die lebendigen Beschreibungen jedoch zu schätzen weiß, wird jede einzelne Seite genießen.


    Bis zum Ende bin ich mit den Hauptprotagonisten leider nicht ganz warm geworden, was ich wirklich schade fand. Trotz allem muss ich ihnen zugestehen, dass sie perfekt zur Geschichte gepasst haben. Bei einem so dicken Buch gibt es natürlich auch sehr viele Nebencharaktere, die unglaublich gut ausgearbeitet und beschrieben sind. 

     

    Auch wenn das Buch zum Genre Historical Fantasy zählt, so ist es doch viel mehr als das. Es geht um tiefgreifende Themen wie Freundschaft, Andersartigkeit, Gefühle und Liebe. Das Buch erreicht eine Tiefe, die zum Nachdenken und Träumen anregt. 

     

  9. Cover des Buches Das Flüstern der Seelen (ISBN: 9783404168859)
    Victoria Álvarez

    Das Flüstern der Seelen

     (31)
    Aktuelle Rezension von: tragalibros

    London 1888: Die kleine Annabel wächst auf dem Friedhof Highgate auf, schläft in einem Sarg und rechnet damit, dass ihr Herzleiden ihrem kurzen Leben bald ein Ende setzen wird. Vielleicht ist dieses Dasein zwischen Leben und Tod schuld daran, dass sie mit Geistern in Kontakt treten kann. Zehn Jahre später ist Annabel zum gefragtesten Medium Englands geworden, selbst Königin Victoria hat ihre Dienste schon in Anspruch genommen. Doch ihre Gabe ist gefährlich: Annabel deckt dunkle Geheimnisse auf und wird von Scotland Yard verfolgt. Einzig der Geist von Lord Victor Rosenfield steht ihr bei.


    Ich habe sehr, sehr lange gezögert, bis ich mir dieses Buch vorgenommen habe. Wieso kann ich gar nicht mehr genau sagen, allerdings sehe ich mich nun, nach Beendigung des Buches, darin bestätigt, dass es mir nicht zu 100% gefallen hat. 
    Es sollte natürlich angemerkt werden, dass es sich hier um den Debütroman der Autorin handelt und somit sicher der eine oder andere "Fehler" zu verzeihen ist, trotzdem möchte ich ehrlich sein.

    Der Beginn der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Der Leser lernt Annabel kennen, eine feinfühlige und mit übernatürlichen Gaben ausgestattete Sechsjährige, die an einem schweren Herzfehler leider. Schnell baut man Sympathie zu diesem wunderbar dargestellten Charakter auf. Auch die Handlung ist in diesem ersten von drei großen Abschnitten vielversprechend. 
    Doch bereits beim folgenden Abschnitt ließ der Schwung der Geschichte merklich nach. Zwar war die Idee weiterhin toll, doch die Umsetzung wurde schlechter und schlechter. Zu viele Passagen wiesen unnötige Längen auf, die mir viel von meiner anfänglichen Lesefreude genommen haben. Auch der letzte Part in diesem Roman wurde nicht besser. Hier wurden die Abschweifungen derart langwierig, dass ich mehr als einmal versucht war den Text querzulesen. 
    Auch die Tatsache, dass die beiden Handlungsstränge, die die Autorin erdacht hat, im Grunde kaum Berührungspunkte haben und nicht wirklich miteinander verwoben werden, wirkt sich leider negativ auf meine Bewertung aus. 

    Was die Charaktere in dieser Geschichte angeht, möchte ich aber ein großes Lob aussprechen. Hier wurden viele verschiedene Akteure ersonnen, die sich wunderbar in die Handlung einfügten und so detailiert und fein herausgearbeitet waren, dass es eine Freude war, über sie zu lesen. Ich hatte sehr schnell meine Lieblinge, sodass ich, trotz der vielen Längen, gern an ihren Schicksalen teilgenommen habe. 

    Aus diesem Grund möchte ich drei Sterne vergeben ("Gut"). 
    Das Buch hat seine Höhen und Tiefen, seine guten und schlechten Seiten. Und auch wenn es viele Kapitel gab, die mich gedanklich haben abschweifen lassen, war die Idee wirklich wunderschön. 
  10. Cover des Buches Unten am Fluss - 'Watership Down' (ISBN: 9783548290157)
    Richard Adams

    Unten am Fluss - 'Watership Down'

     (262)
    Aktuelle Rezension von: A_Kaiden

    Inhalt: Dunkle Visionen suchen den seherisch begabten Hasen Fiver heim - die große Kaninchenkolonie wird zerstört werden. Hazel, sein Bruder und bester Freund, rät zur Flucht. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach einem Ort, an dem sie ungestört leben können. Die Reise ist gefährlich und voller Hindernisse: Raubvögel und wilde Hunde, reißende Flüsse, ein despotischer Kaninchengeneral, Intrigen und Treuebruch - Die berühmte Sage vom langen Weg in die Freiheit.

    Ich kannte die Geschichte bereits aus Kindheitstagen - damals konnte ich mich an dem Film nicht sattsehen. Nun habe ich tatsächlich das Buch in einem Bücherschrank gefunden und musste es unbedingt mitnehmen. Das Buch begeistert mich noch mehr als der Film. Es wird mehr auf die Charaktere der Hasen eingegangen, man versteht das Handeln und Denken besser, und es wird viel auf das Naturell der Hasen eingegangen. Ganz große Klasse finde ich auch das Glossar am Ende der Kaninchensprache.

    Der Schreibstil des Autors ist flüssig und gut verständlich. Man sieht die Bilder und Abenteuer der Kaninchen direkt vor sich. Das Buch unterscheidet sich nur minimal, aber in schönen Details vom Film, was es umso besser macht. Wer den Film mag wird das Buch lieben. 



  11. Cover des Buches Das Leben der Wünsche (ISBN: 9783423139830)
    Thomas Glavinic

    Das Leben der Wünsche

     (219)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer


    Das Buch stand auf der Longlist des deutschen Buchhandels und war 2009 für den „Deutschen Buchpreis“ nominiert. 

     

    Zum Inhalt:

    Jonas trifft eines Tages einen seltsamen Mann im weißen Leinenanzug, der sich neben ihn auf die Bank setzt und ihm anbietet, drei Wünsche zu erfüllen. Nach längerer Diskussion willigt Jonas ein, wenn auch nicht völlig überzeugt. Der Mann erklärt ihm: „Es geht nicht darum, was du willst, sondern darum, was du dir wünschst. Als Tipp, bevor er genauso unvermittelt verschwindet, wie er auftauchte, gibt er Jonas noch folgenden Rat: „Geben Sie Ihren Wünschen Zeit, sich zu entwickeln. Sie können sich nichts anderes Wünschen.“

    Dann werden wir als Leser Zeuge eines ganz normalen Lebens, wie es sich überall irgendwo entwickeln könnte, wenn es die Wünsche nicht gäbe.

     


    Bei diesem Buch hatte ich ein besonderes "Verlangen" mich mit jemandem auszutauschen, denn irgendwie war ich am Ende recht durcheinander und mein erster Bauchgedanke war: "Das habe ich jetzt nicht verstanden."

     

    Wobei ich im Grunde sehr glücklich mit dem Buch hätte sein müssen, da es ganz in meinem Sinne ist: keine gedankliche Gängelung durch den Autor, keine zu schnell vorhersehbaren Entwicklungen, keine schnell durchschaubaren Gedankengänge, sondern völlige Freiheit in der Ausgestaltung der Deutung durch mich als Leser. So liebe ich das. Dennoch ist irgendetwas, was mich daran hinderte, das Buch wegzulegen und zu sagen: klasse!

    Im Gegenteil, ich war ratlos und verwirrt.

     

    Dann begann ich das Buch und die Geschichte Revue passieren zu lassen und entdeckte, dass dies eines der Bücher ist, dass erst durch nachträgliches Nachdenken, seinen Sinn entfalten kann. Nimmt man die Geschichte als reine Geschichte, dann ist es eine recht normale, unterhaltsame Darstellung des Lebens eines Mannes zwischen zwei Frauen. Und damit es nicht zu platt wird, hat der Autor an einigen Stellen kleine mystische und übernatürliche Elemente eingeflochten.

    Damit wird man dem Buch aber nicht gerecht.

    Irgendetwas hielt mich am Nachdenken und dann ließ ich meiner Phantasie wirklich freien Lauf und versuchte zwischen den Zeilen, den Kapiteln und den mystischen Elementen zu lesen:

    Was wenn die mystischen Elemente die Wünsche Jonas darstellen, die nie offen von Jonas ausgesprochen werden, aber eventuell vom Leser/Autor in sein Denken gelegt werden?

    Was, wenn sie, da sie Zeit zur Erfüllung brauchen, sich erst sehr viel später erfüllen und daher auch nie passend zum Fortgang der Geschichte beschrieben werden können, sondern erst mit Verzögerung, sodass es dem Leser erscheint, als passe nichts mehr so richtig zusammen?

    Wenn dies so ist, dann ist das Buch in gewisser Weise genial, da sich die Gedanken und Wünsche nicht automatisch ergeben und auch nicht vom Autor offen gelegt werden, sondern uns als Leser erst dann deutlich werden, wenn sie sich erfüllen. Damit erschließt sich der Protagonist nicht nur durch sein aktuelles Leben sondern auch durch seine geheimsten Wünsche. Der Charakter setzt sich wie ein psychologisches Lebenspuzzle nach und nach zusammen.

    Was mir daran so gefällt, ist, dass es so auch im wirklichen Leben ist: Die geheimsten Wünsche, eben nicht nur das, was wir wollen – wie der Fremde es Jonas auch erklärt – werden nie offen ausgesprochen, werden nie kommuniziert und bleiben stets in uns selbst verborgen. Selbst wenn sie sich erfüllen, geben wir sie nicht unbedingt preis.

    Der zweite Bezug zur Realität, ist die Tatsache, dass sich Wünsche nicht sofort erfüllen, sondern, dass sie in der Tat Zeit brauchen, sich zu entfalten. Wenn sie sich dann erfüllen, geschieht es häufig so unverhofft, dass man es manchmal nicht bemerkt oder man es sich nicht erklären kann und sich fragt: „warum gerade jetzt?“

    Glavinic stellt dies in seinem Buch sehr geschickt dar, ohne groß Aufhebens um die Erfüllung dieser Wünsche zu machen – nur erkennbar für Jonas und damit für uns.

    Den dritten Realitätsbezug sehe ich schließlich darin, dass auch unser Charakter zu einem bestimmten Teil durch unsere geheimsten Wünsche geprägt ist/sein kann.

     

    Wenn diese Einschätzung/Deutung meinerseits stimmt, dann ist auch die Schlussszene genial. Denn Jonas wird dann Opfer seines größten Wunsches: unvermittelt und unausweichlich!

     

    Ein tolles Buch, das sich mir erst im Nachhinein geöffnet und erschlossen hat, genau wie sich die Wünsche der Geschichte zeitversetzt erfüllen, so rundet sich das Verständnis für dieses Buch ebenso zeitversetzt ab. Auch das finde ich sehr gut und sehr gelungen – ob vom Autor beabsichtigt oder nicht!!

     

     

     

     

     

     


  12. Cover des Buches Der wunderbare Massenselbstmord (ISBN: 9783404170708)
    Arto Paasilinna

    Der wunderbare Massenselbstmord

     (245)
    Aktuelle Rezension von: eletroe

    Hat mir nicht zugesagt, bin einfach nicht warm geworden mit dem Buch. Hab es dann aufgegeben .. 😔

  13. Cover des Buches Wer bin ich - und wenn ja wie viele? (ISBN: 9783442313617)
    Richard David Precht

    Wer bin ich - und wenn ja wie viele?

     (647)
    Aktuelle Rezension von: Faidit

    Precht hat seine Abhandlung in drei Abschnitte eingeteilt. Den ersten Abschnitt könnte man zusammenfassen mit: Ich habe ein Gehirn, mit dem ich denke und fühle, also bin ich. Ob man seine Persönlichkeit nur auf diese graue Masse beschränken will, sei jedem selbst überlassen. Ich für meinen Teil sehe das nicht so. Aber es scheint, dass die Philosophie die Beantwortung der großen Fragen eines jeden sinnierenden Menschen ohnehin nicht endgültig beantwortet, sondern nur Anreize gibt, wie auch Precht in seinem Buch. Der Autor packt unter diesem sinnpr“e“chtigen Titel sämtliche anerkannten Größen der Philosophie und Psychologie sowie auch der Medizin im Bereich Hirnforschung mit kurzer Darstellung ihres Lebens und ihrer persönlichen Lehre zusammen, sodass dieses Werk eher zu einem Sachbuch der Historie der Geisteswissenschaften wird. Das Buch hat sich zur Mitte hin, als der Autor auch aktuelle Themen wie Sterbehilfe, Tierversuche usw. angepackt hat, sehr gesteigert, ist zum Ende hin aber leider wieder abgeflacht. Precht verpackt wissenschaftliche Inhalte höchst unterhaltsam. Da gibt es dann schon mal den einen oder anderen Lacher. Leider konnte ich von ihm keine persönlichen Einsichten, keine eigene philosophische Meinung zu den Fragen des Lebens finden, die er zumindest gegen Ende hätte äußern können, damit das Ganze nicht nur vergangene Größen aufzählt. Immer wieder kommt Precht auf die Hirnfunktionen des Menschen zu sprechen, von einer Seele und Geist wird kaum etwas erwähnt bzw. erwogen, dass der Mensch mit mehr denken und fühlen könnte als mit vergammelndem Fleisch. Die Frage nach dem Sinn des Lebens kann scheinbar überhaupt nicht beantwortet werden und wird darum zur sinnlosen Frage degradiert, die lt. Nietzsche und Freud nur stellen könne, wer eine körperliche oder geistige Schwäche habe. Das hat mich doch schon sehr verärgert, denn ich sehe den Sinn des Lebens eindeutig darin, Liebe zu geben und anzunehmen und Hass und Angst deshalb immer weiter aus unserem Leben „abzutrainieren“. Da kommt dann schon die nächste Frage auf, die der Autor ebenfalls nur körperbezogen beantwortet: Was ist Liebe wirklich? 

    Ist „ich denke, also bin ich“, die Antwort, die uns befriedigt? Wohl eher nicht, sonst würden wir nicht weitersuchen. Tatsächlich regiert unser vielgerühmter Verstand unser Leben nämlich nicht. Denn selbst nach Tausenden von Jahren funktioniert dieses Konzept ja noch immer nicht und die Menschen lernen aus ihren Fehlern nicht dazu.

    Die Frage im Buchtitel des Autors würde ich persönlich mit „Alles“ beantworten. Weshalb? Darüber kann sich jeder selbst seine Gedanken machen. Doch da unser ICH nicht zu erfassen in der Lage ist, ist es wichtig zu wissen, dass man nichts weiß…

  14. Cover des Buches Jetzt! Die Kraft der Gegenwart (ISBN: 9783958833340)
    Eckhart Tolle

    Jetzt! Die Kraft der Gegenwart

     (126)
    Aktuelle Rezension von: KatieCat

    Mir wurde Eckhart Tolle empfohlen, und nach einigen Videos habe ich mir schließlich Jetzt! Die Kraft der Gegenwart bestellt. Mein erster Eindruck von Tolle wurde verstärkt: Schnörkellos bringt er die Tatsachen auf den Punkt und unterstreicht,  was wir alle eigentlich so gern ins Unbewusste drängen: der einzige Moment, in dem wir lebendig sind, ist IMMER das JETZT. 

    Da es hilft, auch Vergangenes aus anderem Blickwinkel zu betrachten,  wirkt sich die Literatur positiv auf meine PTBS aus. Ich habe durch JETZT! Die Kraft der Gegenwart nicht sehr viel Neues gelernt, aber Wissen vertieft und neue Strategien entwickelt, was auch wichtig und nützlich ist.

    Dadurch, dass dieses Buch auf esoterischen Klamauk verzichtet und stattdessen seine Botschaft klar und leicht verständlich vermittelt, ist es ein ansprechendes Werk auch für jene,  die sich bislang nicht für vergleichbare Themen interessierten.

  15. Cover des Buches Die Schule der Egoisten (ISBN: 9783596169603)
    Eric-Emmanuel Schmitt

    Die Schule der Egoisten

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    "Dies alles rief indes den allgemeinen Eindruck hervor, daß er eine Philosophie des Egoismus vertrat, dernach einzig er selbst existierte und die Welt, Sie ich, Paris und ganz Frankreich nichts als Schöpfungen seiner Phantasie waren." (Schmitt, S. 56).

    Vom doktorieren müde, beschließt ein Philosophiestudent, abseits seines Fachgebiets zu stöbern. Er entdeckt einen vergessenen Exzentriker, Gaspard Languenhaert, der seine eigene philosophische Schule aufgemacht hatte: Die Schule der Egoisten. Angefixt von dieser Doktrin macht der besagte Doktorand sich auf die Suche nach Langenhaerts Vergangenheit und wird immer tiefer in dessen Lebensgeschichte hineingezogen.

    Schmitts "Die Schule der Egoisten" ist ein kurzweiliger Roman, über das Stöbern, das Suchen und Finden, das Doktorieren und über Geschichte, die manchmal ganz zufällig über einen hereinbricht. Amüsant folgt man Langenhaerts Lebensweg, der sich nach und nach offenbart und so einige philosophische Entwürfe über den Haufen wirft. Und darin liegt der Charme dieses Büchleins. Schmitt schafft er gekonnt die Vergangenheit aufleben zu lassen und leicht verpackt, schwere Inhalte zu vermitteln. Gleichzeitig kann man mit einem Schmunzeln, Sätze wie diese lesen:

    "Die Schädel dachten. […] Sie lasen; wie eine reglose Eidechse ein Insekt verdaut, nahmen sie Wissen in sich auf, ließen sich durchdringen vom Gedächtnis der Welt, gebannt vom Wesentlichen."

    Sätze, die die Essenz des Forschens, des Doktorierens einfangen und die wohl jeder Wissenschaftler nachvollziehen kann.

    Fazit: Ein kleines, feines Buch. Kurzweilig, amüsant, spannend. Lesenswert.

  16. Cover des Buches Wer bin ich - und wenn ja, wie viele? (ISBN: 9783837109276)
    Richard David Precht

    Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Bommerlinda
    Ja, ich bin eine Spätzünderin, bzw. eine Spätleserin.

    Fünf Jahre steht die philosophische Reise des Herrn Prechts bereits in meinem Bücherregal, aber ehrlich gesagt, habe ich nie so richtig Lust verspürt, dieses Buch zu lesen, warum auch immer. Das hat sich nun geändert und so schlimm, wie ich es mir zeitweise ausgemalt habe, ist es dann doch nicht zu lesen.

    Der Inhalt des Buches gibt auf unterhaltsame Art und Weise Antworten auf Fragen, mit denen sich Philosophen so im Allgemeinen beschäftigen müssen. Hier besitzt Herr Precht die Fähigkeit, manch tiefgreifende Erkenntnis so prägnant auf den Punkt zu bringen, dass viele Philosophen noch etwas lernen können.
    Allerdings behandelt Precht vor allem die modernen Philosophen des 19. und 20. Jahrhundert. Wer einen wirklichen Überblick über die wichtigen Philosophen haben möchte, der kommt um andere Bücher nicht drumrum, so wird beispielsweise Sokrates, der Begründer der Philosophie, nur kurz erwähnt. 

    Übersichtlich und kompakt umfasst jedes Kapitel um die zehn Seiten. Die Sprache ist verständlich, und jedes Thema wird sehr klar dargestellt und fast immer mit einem Beispiel aus dem heutigen Alltag belegt, so dass die Gedanken Prechts sehr anschaulich vermittelt werden.
    Der Autor bietet dem Leser einiges, nämlich die drei Pfeiler der Philosophie: die Ethik die Erkenntnistheorie sowie die Metaphysik.
    So gesehen ist die philosophische Reise mit Precht zwar unterhaltend und lehrreich, meines Erachtens führt sie aber letztendlich in ein Nirgendwo.

    Wer sich allerdings nur für Zusammenhänge aktueller ethischer Fragen interessiert, für den ist dieses Buch sicherlich spannend, aufschlussreich und durchaus lesenswert.
  17. Cover des Buches The Power (ISBN: 9783426656877)
    Rhonda Byrne

    The Power

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein weiteres wundervolles Buch vom Rhonda Byrne. Für mich eine perfekte Fortsetzung zu „The Secret“. Hier vertieft man sein Wissen und bekommt einen tieferen Einblick wie das Gesetz der Anziehung/Liebe funktioniert und wie man es anwendet. Jedoch sei gesagt das es auch unabhängig von „The Secret“ gelesen werden kann. Den das Buch offenbart auch hier das Geheimnis jedoch empfehlenswert ist es The Secret gelesen zu haben MIR hat es enorm weitergeholfen!  DANKE für das wundervolle Buch 

  18. Cover des Buches Das Spiel ist aus (ISBN: B00282HRA4)
    Jean-Paul Sartre

    Das Spiel ist aus

     (244)
    Aktuelle Rezension von: Schnuppe

     

    Sartre hat dieses Drehbuch bereits 1943 geschrieben, und es weiß immer noch zu begeistern. 

    In einem faschistischen fiktiven Staat treffen sich Ève und Pierre in einer ungewöhnlichen Situation. Sie sind gestorben, müssen in einem Büro dafür quittieren und können sich fortan in der Welt bewegen, ohne von den Lebenden wahrgenommen zu werden. (Das man als Toter weiterhin ungesehen und unbeachtet sein Lebensumfeld weiter bewohnt, mag ich mir nicht weiter ausmalen.)

    Beide sind gewaltsam aus dem Leben geschieden, weil sich jemand daraus einen Vorteil erhoffte, beide können jetzt nur noch zusehen, was weiter geschieht, Einfluss nehmen können sie nicht. 

    Als wäre ihre Situation nicht bereits kompliziert und quälend genug, verlieben Ève und Pierre sich ineinander. Das sie aus völlig gegensätzlichen Lebensverhältnissen kommen, ist ein weiteres Problem. Sie war eine reiche Dame, er ein politischer Aktivist. 

    Aufgrund eines bürokratischen Fehlers dürfen die Beiden für 24 Stunden in ihre Leben zurück, wenn ihre Liebe dort besteht, dürfen sie bleiben. Begeistert stimmen sie zu. 

    Die Probleme sind vorprogrammiert: jeder möchte die Probleme seines Lebens lösen, dabei gilt es hauptsächlich die Liebe zu beweisen und die sozialen Unterschiede zu überbrücken. Die Zerrissenheit, der die Protagonisten ausgesetzt sind, ist gut herausgearbeitet. Egal, wie sie sich entscheiden, das Scheitern ist unausweichlich.

    Ève und Pierre treten von Anfang an als Verlierer an, aber sie kämpfen für ihre Ziele in einer gleichgültigen, grausamen Welt, die ihnen zu spät die Wahrheit offenbart. Der Titel des Werkes ist überaus passend gewählt.

  19. Cover des Buches Replay - Das zweite Spiel (ISBN: 9783641105495)
    Ken Grimwood

    Replay - Das zweite Spiel

     (150)
    Aktuelle Rezension von: Soeren
    Im Nachwort von "Der Anschlag" erwähnte Stephen King zwei Zeitreise-Romane, die ihn bei der Arbeit an dem Buch beeinflusst haben. Ken Grimwoods "Replay" war einer davon. Zu Recht, wie ich finde, denn die Geschichte von dem Mann, der immer wieder im Oktober 1988 stirbt und in seine Jugend in den Sechzigern zurückkehrt, hat es wirklich in sich. Es war seit langem endlich wieder einmal ein Roman, bei dem ich absolut keine Ahnung hatte, wie er ausgehen könnte (im Gegensatz zu all den Krimis, wo klar ist, dass am Ende der Bösewicht überführt wird, wer auch immer es sein mag). Es ist eine faszinierende Geschichte, die zum Nachdenken anregt und auch nach dem Lesen nachwirkt. Mehrmals ertappte ich mich dabei, wie ich über verschiedene Aspekte des Buchs nachgrübelte.
    Irritierend war es, dass die Handlung manchmal übereilt daherkommt (wenn ein Kapitel abrupt endet und das nächste etliche Zeit später spielt oder anderes im Telegrammstil abgehandelt wird), zwischendurch gelegentlich aber auch einige Längen enthält (zum Beispiel, als Jeff mit Pamelas Kindern einen Segelflug unternimmt und dies fast minutiös geschildert wird). Doch da bei einem Umfang von 400 Seiten ein gutes Mittelmaß zu finden, wäre äußerst schwierig. Außerdem nimmt jeder Leser diese Punkte und ihre Wichtigkeit anders war. Mir persönlich hätte es gefallen, wenn der Autor seine Was-wäre-wenn-Szenarien noch weiter ausgelotet hätte (zum Beispiel das mit der Kennedy-Ermordung), aber vermutlich hätte auch das den Rahmen von "Replay" gesprengt und zu sehr von der Haupthandlung weggeführt. Trotzdem war es alles in allem ein sehr guter Roman, den zu lesen mir sehr viel Freude bereitet hat.

  20. Cover des Buches Herbst - Läuterung (ISBN: 9783902607157)
    David Moody

    Herbst - Läuterung

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Jacynthe
    Achtung! Dieses Rezension enthält Spoiler!

    Inhalt


    Ein Großteil der Überlebenden aus der Stadt hat es in den unterirdischen Militärbunker geschafft. Hier hausen sie nun im unkomfortablen Hangar, denn weil die Soldaten nicht immun gegen das Virus sind, müssen die Überlebenden, deren Zellen voll davon sind, sich von ihnen fernhalten. Gerüchte entstehen. Ist es wahr, dass die Soldaten sie zwingen wollen, für sie an die Oberfläche zu gehen? Es könnte stimmen, denn mehr und mehr Kadaver verstopfen die Lüftungsschächte und schließlich ist ein Handeln unumgänglich. Doch die Operation geht schief und die Überlebenden sind wieder auf der Flucht. Dann erscheint ein Pilot samt Hubschrauber und gibt den Menschen neue Hoffnung.



    Meine Meinung


    Dieser Band hat mir bisher am besten gefallen. Hier ist einfach alles vertreten - Auswegslosigkeit und Hoffnung, Tod, Verderben, aber auch ein Neuanfang. Zudem ist er spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

    Die Leichen haben sich, wie zu erwarten war, noch weiter entwickelt, was die Lage von Tag zu Tag gefährlicher macht. Dadurch und durch die Tatsache, dass sich die Überlebenden nach ihrer überstürzten Flucht aus dem Militärbunker auf ein großes gemeinsames Ziel hinarbeiten, empfand ich das Buch als sehr temporeich. Die ganze Zeit flüsterte ich ein leise drängendes  "Jetzt macht schon, Leute!" im Kopf, so sehr hoffte ich, dass alles schnell und sicher vonstatten gehen würde.

    In diesem Band werden noch einige weitere Charaktere stärker herausgearbeitet. Ich finde, Moody hat hierbei einen guten Mittelweg gefunden, um viele Akteure zu haben, den Roman aber nicht zu überladen. Viele werden nur mit Namen genannt und es wird kurz erwähnt, was sie normalerweise zur Gruppe beisteuern. Die, die näher beleuchtet werden, begleitet der Leser dann auch mal in abgelegene Ecken, wo sie über sich selbst, die Vergangenheit und die aktuelle Situation nachdenken.

    Die Lösung, die sich den Überlebenden in der Mitte des Buches präsentiert und auf die sie dann stetig hinarbeiten, birgt einen gewissen Aha-Effekt in sich. Ich denke, in einer postapokalyptischen Welt wie der von Moody geschaffenen, kann man sich fast keinen geeigneteren Ort vorstellen, um die Gefahr auszusitzen, auch wenn sich auf Dauer zwangsläufig andere Probleme ergeben würden. Andererseits... bisher hat sich noch jeder Ort, den die Überlebenden als sicher auserkoren hatten, als zu schwach erwiesen.

    Das Ende lässt viel Platz für die eigene Fantasie. Ich dachte, es würde in Band 4 weiterhin um diese Gruppe Überlebender gehen, doch bisher war das nicht der Fall und es sieht so aus, als bliebe es bei der Geschichte von Emma und Michael, wie ich es gerne nenne, bei einer Trilogie. Doch es bleibt ja noch Band 5. Ich bin gespannt, was Moody noch aus dem Hut gezaubert hat, denn bisher gab es in jedem Band etwas Neues zu entdecken.

    Negativ aufgefallen ist mir übrigens, dass sich Übersetzungsfehler zunehmend häufen. Fehlende Wörter oder falsche Übersetzungen sind mir mehrfach aufgefallen und die Tendenz steigt. Das ärgert mich ziemlich, denn es nimmt den deutschen Übersetzungen einiges von ihrer Qualität.

    Nichtsdestotrotz vergebe  5 von 5 Wolken für diesen Roman. Die Rezensionen zu  Band 1 und  Band 2 findet ihr unter dem jeweiligen Link.
  21. Cover des Buches Kommt ein Mann ins Zimmer (ISBN: 9783644015418)
    Nicole Krauss

    Kommt ein Mann ins Zimmer

     (37)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly
    Manchmal wünscht man sich wieder Kind sein zu dürfen, alle diese Erfahrungen, Entscheidungen im Erwachsenenleben hinter sich zu lassen, frei von Verantwortung, fröhlich in den Tag hinein zu leben, behütet von Mama und Papa...Samson Greene, Englischprofessor in New York macht eine ähnliche Erfahrung. Eines Tages wird er orientierungslos in der Wüste Nevadas aufgefunden, ohne Erinnerung, ohne Vergangenheit. Als sich dann nach ersten Untersuchungen herausstellt, dass ein kirschgroßer Tumor daran Schuld trägt und auch recht schnell seine Ehefrau Anna und somit seine Identität gefunden wird, ist schnell klar, dass eine Operation Abhilfe schaffen soll. Die OP hilft Samson wieder an Erinnerungen zu kommen, dummerweise beziehen sich diese ausschließlich auf seine Kindheit bis zum Alter von ungefähr zwölf...keine Erinnerung an die Liebe zu Anna, ihr Eheleben, den Tod seiner Mutter, Freunde, Bekannte, seine Professur, die Kollegen, Studenten...alles ausgelöscht. Samson ist in seinem kindlichen Erinnerungsstadium gefangen, beinahe froh, manchmal wäre es ihm am liebsten er könnte sich aller Erinnerungen entledigen..."Die Leere, über die ein Neugeborenes in den allerersten Momenten verfügt, wenn die Bewusstwerdung beginnt wie die Antwort auf eine nie gestellte Frage."..."Und wenn nur eine hätte bleiben können, welche hätte ich behalten?". Für Anna bricht eine Welt zusammen, sie hat alles verloren und spürt schnell, dass Samson mit seinen Erinnerungen an ihre Beziehung auch viel mehr verloren hat. In gewissem Sinne ist er ein anderer Mensch geworden. Als ihn ein Arzt und Wissenschaftler für seine Experimente der modernen Hirnforschung gewinnen kann beginnt für Samson eine Reise ins Ungewisse, aber was ist in diesem Leben schon gewiss? Eine fesselnde Geschichte, aber auch eine traurige Geschichte. Nicole Krauss schreibt so realistisch und aufmerksam, sie kleidet die Geschichte detailiert aus und findet ganz oft auch in dunklen Momenten die kleinen Lichtblicke. Ich habe bei ihren Geschichten immer das Gefühl es handele sich um eine reale Story. Der Grund hierfür ist wohl, dass sie unverblümt und mit einer großen Portion Menschenkenntnis Charakteren Leben einzuhauchen versteht. Es wirkt nie aufgesetzt oder abgehoben. Dennoch hat mir "Die Geschichte der Liebe" besser gefallen, aber ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch "Das grosse Haus". Es bleibt die Frage "Wer bin ich ohne meine Erinnerungen?".
  22. Cover des Buches Crashed (ISBN: 9783732005970)
    Robin Wasserman

    Crashed

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Isbel
    "Crashed" ist der zweite Band der Gripped-Trilogie von Robin Wassermann. Es wurde 2016 beim Imprint script5 des Loewe Verlags veröffentlicht. Der zweite Band war gut, die Konflikte mit den Gegnern und unter den Mechs kamen zum Vorschein, Lia erhält langsam Einblicke in die Vergangenheit der anderen Mechs, aber sie selbst hat mich total genervt und ich habe sehr oft beim Lesen pausiert, weil ich keine Lust hatte, weiter zu lesen. Insgesamt bekommt das Buch von mir 3 Lilien.

    Lia hat am Ende des ersten Bandes ihre Familie verlassen und lebt mit den anderen Mechs auf einem riesigen Anwesen zusammen. Der Anführer Jude versorgt sie mit neuer Technologie und mit Dreamern. Ein Art Drogen fürs Mechs, die das System überlasten und dafür sorgen, dass sie etwas fühlen. Lia hält sich von den Dreamern fern und ich weiß nicht, ich hatte, dass Gefühl, dass sie immer unzufriedener wird. Jude und die anderen verheimlichen immer noch viel von ihr, ihr ehemals bester Freund Auden hat sich nach den Geschehnissen in Band eins den Erleuchteten angeschlossen und hilft Rai Savona dabei, den Hass und die Abneigungen gegen die Mechs zu verstärken. Als dann auch noch ein Anschlag geschieht, bei dem Menschen sterben und sich Mechs zum Attentat bekennen, wird die Stimmung immer gefährlicher.

    Nachdem der erste Band sich größtenteils um Lias Gefühlsleben gekümmert hatte, hatte ich hier gehofft, dass sich Lia mit ihren neuen Freunden darum kümmert, die Gefahren, die von den Erleuchteten ausstrahlt zu hinterfragen und auch mal bei BioMax mehr zu forschen. Die haben ja auch ihre Geheimnisse. Vor allem als herauskommt, was mit den ersten "Freiwilligen" der DownloadTechnologie passiert ist. Da war ich ja schon entsetzt. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass sich Lia dafür gar nicht wirklich interessiert. Sie war immer noch so selbstbezogen, hakte nicht genug nach. Sie nervte mich mit ihrer Art.

    Die Handlung, die um die Konzerne und um die Erleuchteten gesponnen war, fand ich viel interessanter als Lia. Es war einfach grausam, wie die Konzerne mit den Menschen umgehen, wie Rai Savona und Auden die Massen manipulieren und ihre Propaganda durchs Network schicken. Allerdings gingen die für mich spannenderen Sachen bei Lias Selbstzweifeln einfach unter. Das war total schade. Dank Lia konnte und wollte ich das Buch sogar immer wieder weglegen. Aktuell habe ich auch keine Lust den letzten Band zu lesen.
  23. Cover des Buches Das Gesicht im Spiegel (ISBN: 9783312008124)
    Renate Welsh

    Das Gesicht im Spiegel

     (2)
    Aktuelle Rezension von: elRinas
    (als Buch zwischendurch) wunderbar einfühlsam und nachvollziehbar, und zum Weiterdenken anregend; Auch in der Rolle des geschiedenen Vaters gelesen, hilfreich ... Der junge Mensch an seinen Grenzen: Wer bin ich, wer bist (letztlich) Du als Elternteil - sind wir nicht alle (als Gast auf Erden) mehr oder weniger ADOPTIERTE unserer Soziologie? JA ich hatte eine gute Kindheit und meine Eltern taten ihr bestmögliches - Aber: Kennt mich mein Vater? Kannte mich meine Mutter? Was vermag denn ich noch wahrzunehmen von meinen Kindern? Sogar von Weggefährten, Freunden, Partnerin(en) - hat man denn einander erkannt; kennt man einander denn? Was hätte ich vom Leben begriffen, wenn ich in Vorwürfen stecken bliebe?
  24. Cover des Buches Der irdische Kelch (ISBN: 9783945370025)
    Michail Prischwin

    Der irdische Kelch

     (1)
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