Bücher mit dem Tag "daten"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "daten" gekennzeichnet haben.

131 Bücher

  1. Cover des Buches ZERO - Sie wissen, was du tust (ISBN: 9783734100932)
    Marc Elsberg

    ZERO - Sie wissen, was du tust

     (557)
    Aktuelle Rezension von: ZDo

    Zero war mein erster Thriller und hat  mir gezeigt warum ich dieses Genre eigentlich nicht so gerne lese.

    In Zero wird man in die Zukunft geführt, in ein ziemlich heftige Zukunft finde ich.

    Egal was man macht, wo man ist oder mit wem man redet, man wird überwacht. Überall sind Kameras und nicht nur durch sie wird man überwacht. Eine App steuert, wenn man ihr vertraut, dein komplettes Leben, alles was du entscheidest, alles was du machen möchtest wird durch diese App gesteuert. Man wird nicht offensichtlich gesteuert sondern so, dass man es nicht merkt.

    Ich finde es gruselig wenn man sich vorstellt keine Privatsphäre mehr zu haben.

    Das Buch hat sehr lange Kapitel, was ich nicht so doll mag, denn ich höre nicht gerne mitten in einem Kapitel auf. Ich fande den Schreibstil nicht so toll und auch das Buch an sich war nicht    gerade spannend. Ich fande, dass es zu viel Statistik war. Eigentlich mache ich wenn ich ein Buch lese keine Pause sondern lese es durchgehen, aber dieses Buch konnte ich nicht durchgehend lesen.    Ich habe mitten im Buch aufgehört und musste eine lange Pause machen bevor ich das Buch weiterlesen konnte. Ich habe nur wieder angefangen, weil ich wissen wollte ob sie Zero finden. 

  2. Cover des Buches Numbers - Den Tod vor Augen (ISBN: 9783551520166)
    Rachel Ward

    Numbers - Den Tod vor Augen

     (490)
    Aktuelle Rezension von: mylittlelibrary14

    Klappentext: 01.01. 2028. An diesem Tag werden sie sterben. Hunderte, Tausende von Menschen. Adam weiß es. Denn wenn er in fremde Augen schaut, erkennt er darin das Todesdatum seines Gegenübers. Diese Gabe, diesen Fluch, hat er von seiner verstorbenen Mutter geerbt. Und offenbar hat auch sie irgendetwas über die bevorstehende Katastrophe gewusst. Adam trifft eine mutige Entscheidung: Er wird das Schicksal herausfordern und versuchen das Schlimmste zu verhindern. Koste es, was es wolle. 

    Der erste band konnte meine hohen Erwartungen leider nicht erfüllen, weshalb der zweite lange ungelesen im Regal stand. Dann habe ich ihn spontan mal aufgeschlagen, und.. was soll ich sagen...

    Die Story hat mich gepackt, der Schreibstil war toll und hat die Emotionen der Protagonisten gut rübergebracht. Besonders durch die wechselnden Sichten habe ich Adam und Sarah auch gut kennengelernt und konnte durch ihre Gedankengänge ihre Handlungen nachvollziehen.

    Ich habe das Buch in wenigen Tagen verschlungen. Es hat mich umgehauen. Es war spannend, mitreißend, erschreckend und hoffnungsvoll. Die Autorin hat nicht unbedingt schöne Worte benutzt um die Gecshiche zu erzählen, es war eher etwas schonungslos und ehrlich.

    Das ganze Buch läuft auf ein bestimmtes Ereignis hinaus und ich war einerseits unglaublich gespannt auf das Ende, andererseits hatte ich etwas Angst, dass es mich enttäuschen würde, wie das Ende des ersten Bandes. 

    Kurz vor dem "Finale" sah es echt nicht gut aus, und selbst als es dann soweit war, sah es so aus, als würde es auf's schlimmste hinauslaufen, aber letztendlich hat die Autorin es geschafft, ein echt spannendes Finale mit einem Ende zu schaffen, mit dem ich echt zufrieden bin. 5+⭐! 

  3. Cover des Buches Never Too Close (ISBN: 9783736311220)
    Morgane Moncomble

    Never Too Close

     (382)
    Aktuelle Rezension von: SusyRie

    Wow was für ein Buch!
    Violet hat eine außergewöhnliche Bitte an ihren besten Freund Loan, der erst einmal garnicht begeistert ist. Er soll ihr ihre Unschuld nehmen, da sie diese jemandem schenken will, dem sie vertraut. Aber kann ihre Freundschaft es überstehen?
    Das Cover des Buches ist mir sofort durch die Farbwahl und den ansprechenden Titel ins Auge gefallen! Der Klappentext hat mich so neugierig gemacht, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Ich muss sagen, dass mich der Anfang nicht sofort gepackt hat, danach kam ich aber super in die Geschichte rein und konnte das Buch nichtmehr aus der Hand legen. Also wenn es dir genauso geht - durchbeißen! Es lohnt sich auf jeden Fall.
    Am Schreibstil hat mir besonders gefallen, dass die Erzählung zwischen Loan und Violet gewechselt hat, so dass man einen Einblick in beide Köpfe und ihre Intentionen bekam. Außerdem gab es immer wieder Rückblicke, die den Weg der beiden hin zu diesem Moment beschrieben und einen Einblick in die Dynamik ihrer Freundschaft gaben.
    Und verdammt, hat es da gefunkt! Die Anziehung zwischen beiden hat sich langsam aufgebaut und war nicht einfach auf einmal da, so dass man die Geschichte gut nachvollziehen konnte.
    Obwohl es einige echt heiße Szenen gab, war es nicht überladen an Erotik, was ich sehr wichtig finde.
    Und - es gab viel Backstory, die nicht mit der Bitte zutun hatte, sondern einfach mit ihrer Freundschaft und Vergangenheit, sodass man die Figuren richtig ins Herzgeschlossen hat! Außerdem gewann das Buch dadurch an Tiefgründigkeit, indem einige ernste Themen und Ängste angesprochen wurden.
    Freue mich sehr, dass es einen zweiten Teil über Jason und Zoe gibt!
    Hat für mich auf jeden Fall Lieblingsbuch-Potential!

  4. Cover des Buches Britannica & ich (ISBN: 9783548607757)
    A. J. Jacobs

    Britannica & ich

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Maki7
    A.J. macht sich langsam Sorgen, um seinen Abstieg in die Verblödung, schliesslich arbeitet er bei Entertainment Weekly und beschäftigt sich ausschliesslich mit der Popkultur, toupierten Stars und umoperierten Sternchen. Ausserdem hegt er seit jeher den Wunsch, der klügste Mensch der Welt zu werden und nebenbei will er seinen Vater übertrumpfen. Also beschliesst er, die Encyklopaedia Britannica, den Everest unter den Nachschlagewerken, zu lesen. Von A-ak bis Zywiec. Sind ja nur gerade mal 32 Bücher, 33'000 Seiten, 44 Millionen Wörter.

    Wort für Wort folgt man A.J. auf seinem Weg von A bis Z, gespickt mit skurrilen Informationen oder Anekdoten aus seinem Leben. Er will unbedingt in den Mensa-Club (für Intelligenzbestien), bei Jeopardy oder "Who Wants to Be a Millionaire" mitmachen und er und Julie versuchen ein Kind zu kriegen. Sein Umfeld belächelt zuerst sein Vorhaben, ist aber bald mal von seiner Klugscheisserei genervt. Seiner Frau Julie muss er jedesmal einen Dollar abdrücken, wenn er sie wieder mit unnötigem Wissen behelligt.

    Mir hat es sehr viel Spass gemacht, dieses Buch zu lesen. Es ist herrlich witzig, selbstironisch und sympathisch geschrieben. Hab oft lauthals gelacht und dazu immerhin noch was gelernt. Also auf jeden Fall zu empfehlen.
  5. Cover des Buches Naschmarkt (ISBN: 9783426511206)
    Anna Koschka

    Naschmarkt

     (220)
    Aktuelle Rezension von: Lesebegeisterte

    Anna Koschka ist ein Pseudonym der Autorin Claudia Toman. „Naschmarkt“ ist ihr erster Roman und ich fand das Buch super! Der ideale Roman für verregnete Nachmittage auf dem Sofa. Dotti ist witzig und schreibt sehr bissig über das Thema Internetdating. Ich war sehr gefesselt von dieser Geschichte. Natürlich hofft man, dass Dotti sich so richtig verliebt und die große Liebe findet. Ob dieser Fall eintrifft müsst ihr selbst herausfinden!! Die Seiten flogen nur so dahin und ich war sehr neugierig, wer sich hinter „djfleming“ verbirgt.  Ich hoffe es gibt schon bald noch mehr Abenteuer mit Dotti.

  6. Cover des Buches Das Ting (ISBN: 9783423230063)
    Artur Dziuk

    Das Ting

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Linker_Mops

    Dziuk ist hier ein klasse Roman über die heutige Gesellschaft bzw. die Start-Up-Szene gelungen. Er hat gut die Auf und Abs dargestellt sowie was so ein Leben mit dem Gründer:innen macht.

    Was hat mich an dem Buch gefesselt? Zum einen der Schreibstil: Dziuk gelang es mich an das Buch zu binden, die Seiten flogen unter mir nur hinweg.
    Zum anderen die Charaktere: Sie waren alle vielfältig, so dass man sich immer mit jemanden identifizieren konnte. Sie machten Entwicklungen durch, so dass es auch immer überraschenden Wendungen gab.
    Und er hat immer wieder Fragen in seinen Plot eingebaut, die man unbedingt beantworten haben wollte. So dass der Druck zum weiterlesen immer da war. ;)

    Kleine Kritik muss aber sein: Das Ende war mir ein wenig zu offen. Wie geht es mit Adam weiter? Wird das Ting am Ende marktreif? Welche Konsequenzen hat Linus und Nius Flucht auf das Unternehmen? Wird Kasper sein Handeln bereuen?
    So war das Ende nicht ganz in sich geschlossen. Dennoch ist das im Gesamtbuch nur eine marginale Kritik für mich. 

    Mein Fazit: Unbedingt lesen, es lohnt sich.

  7. Cover des Buches Diabolus (ISBN: 9783404175031)
    Dan Brown

    Diabolus

     (1.656)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Anfangs ist die Geschichte sehr langatmig und nimmt kaum an Fahrt auf. Grund dafür sind die vielen Fachbegriffe, mit denen Dan Brown um sich wirft. Doch nicht nur die Fachbegriffe, sondern auch die gefühlten endloslangen Erklärungen sind zäh wie Kaugummi und machen den Start für Laien ziemlich holprig. Die Thematik an sich ist jedoch spannend und trifft auch heute noch einen wunden Punkt. 

    Alles in allem, erfährt man so einiges aus der Welt der Kryptologie und Cyberspionage. Leider scheinen die Fakten im Buch, nicht ganz der Wahrheit zu entsprechen (laut Wikipedia). Hierzu sollte man bedenken, dass dieses Buch kein Sachbuch darstellt, sondern der Unterhaltung dient. Deswegen ist es legitim, dass auch Fiktion und Fantasie darin eingewoben sind. Einige andere Fehler hätten jedoch durch bessere Recherche ausgemerzt werden können (z.B.: Die Atombombe von Hiroshima hieß Little Boy und nicht Big Boy). Ansonsten ist das Buch sowohl kulturell und auch wissenschaftlich gut recherchiert. 

    Trotz der Startschwierigkeiten lohnt es sich, am Ball zu bleiben. Ab etwa der Hälfte nimmt die Geschichte rasant an Fahrt auf, bietet Spannung und interessante Wendungen. Insbesondere die kurzen und knackigen Kapitel aber auch die verschiedenen Handlungsstränge treiben die Geschichte voran und halten die Spannung aufrecht. Es lohnt sich also dranzubleiben.

    Die Charaktere und Handlungen sind für mich nicht immer zu 100% stimmig. Zum Beispiel stellt sich Susan, entgegen ihrem IQ von 170, manchmal doof an und ist schwer von Begriff, was ungläubiges Kopfschütteln zur Folge hat. Das Ende selbst, wirkt in die Länge gezogen und völlig unrealistisch. Denn, während die gesamte Elite der NSA (sozusagen die Besten der Besten) versucht den Code zu knacken, springt selbst einem Laien die Lösung direkt ins Auge. Ein weiteres grosses Fragezeichen tut sich bei mir auf, als Hacker versuchen, in die Datenbank der NSA einzudringen. Ist es nicht sinnvoll die Datenbank vom Internet zu trennen, damit die Hacker nicht mehr darauf zugreifen können? Oder auch David Becker, Partner der Chefkryptographin Susan, mutiert zu einem wahren Actionhelden und entkommt mit viel Glück allerlei brenzligen Situationen. Oder der Profikiller, der jedes seiner Opfer mit nur einem Schuss tötet, schiesst plötzlich mehrere Male daneben. All solche Dinge wirken nicht stimmig.

    Zudem fehlt hier ein Abschluss. Meiner Meinung nach wirkte der Schluss abgehackt. Viele Fragen bleiben offen und ungeklärt (wie z.B.: Wie geht es jetzt mit der Kryptologie-Abteilung weiter?).

    Fazit/Empfehlung:

    Obwohl die Geschichte teils sehr langatmig ist, war es ein spannender Thriller und für mich ein toller Zeitvertreib, weshalb ich den Thriller gerne allen Dan Brown- und Thriller-Liebhabern weiterempfehle.

  8. Cover des Buches Drohnenland (ISBN: 9783462046625)
    Tom Hillenbrand

    Drohnenland

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Land_aus_Glas

    Der Autor zeigt uns hier eine nahe Zukunft in der die technischen Möglichkeiten so weit fortgeschritten sind dass man mit Hologramtechnik an fremde Orte gehen kann. Das liest sich sehr realistisch! Technisch hat der Autor wirklich tiefe Kenntnisse! 

    Mit dieser Technik können Polizeibeamte an Tatorte "gehen" ohne wirklich dort zu sein. Ein Kommissar ermittelt in einem Fall, in dem zwischen dem Hologramm-Bild und der Realität Diskrepanzen bestehen. Als er das publik macht wird er in eine Intrige bis in das höchste Machtzentrum hineingezogen.

    Gleichzeitig ist der Roman auch eine sehr realistische Zunkftsvision was z.B. das STeigen der Meeresspiegel betrifft. Ich fand das auch wieder sehr realistisch.

    Ein super Buch! Düster, spannend, bedrohlich, man kann es nicht aus der Hand legen!

  9. Cover des Buches Jägerin der Dunkelheit (ISBN: 9783453533097)
    Christine Feehan

    Jägerin der Dunkelheit

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Mimabano
    ACHTUNG! 1.TEIL der Schattengängerreihe Ich bin extrem enttäuscht von diesem ersten Teil!Der Klappentext passt irgendwie auch nicht zum Inhalt des Buches.Die ganze Geschichte dreht sich nämlich nur um die Flucht der Schattengänger und wer denn jetzt Dr. Whitney ermordet hat.Leider fand ich die zwei Hauptprotagonisten total langweilig und nichtssagend!Gewisse Nebencharaktere haben mir gefallen , fand ich sogar lustig.Die ganze Geschichte ist dermassen in die Länge gezogen und das ständige Geplapper und die unnötigen Wiederholungen machten das lesen zu einer Tortur.Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl ich sei wieder am Anfang weil immer das gleiche kam.Ich dachte immer:das gleiche habe ich doch vorher schon gelesen!Bis die Männer nur schon geflüchtet sind ging es ewig.Die Flucht selber war so langweilig geschrieben das ich das Buch währendessen mal weggelegt habe.Und als Höhepunkt gibts zwischen den total langweiligen Abschnitten noch da und dort die obligate Erotik die nebenbei erwähnt auch beim fünften Mal genau gleich ablief.Mir ist durchaus bewusst das im Einführungsteil einer Reihe dies und das erklärt werden muss.Aber es wurde wirklich immer nur geredet und ich dachte immer : So, gut ist und jetzt mach es endlich!Die Idee finde ich gut aber sie ist langweilig und unnötig ausschweifend umgesetzt. Da hätte man getrost 200 Seiten weglassen können! Von mir gibts gutgemeinte 3 Sterne. Klappentext:Sie sind die Schattengänger ,eine Gruppe herausragender Kämpfer ,deren Begabung von dem brillanten Wissenschaftler Dr.Whitney verstärkt wurden. Doch dann gerät das geheime Experiment ausser Kontrolle und etliche Männer kommen auf mysteriöse Art ums Leben.Ihr Anführer Captain Ryland Miller ahnt,das er das nächste Opfer sein wird.Als Dr.Whitney ermordet wird ,ist Millers letzte Hoffnung dessen junge ,geniale Tochter Lilly.Von der ersten Sekunde an sind sie wie voneinender gebannt.Was niemand weiss :Auch Lilly besitzt übersinnliche Fähigkeiten...
  10. Cover des Buches Homo Deus (ISBN: 9783406727863)
    Yuval Noah Harari

    Homo Deus

     (125)
    Aktuelle Rezension von: DieChristina

    Super interessantes Buch mit spannenden Thesen. Sehr zu empfehlen für alle, die beim Lesen mal ein bisschen gefordert werden möchten.

  11. Cover des Buches Ready Player One (ISBN: B07166WK8T)
    Ernest Cline

    Ready Player One

     (61)
    Aktuelle Rezension von: katzenminze

    Wir schreiben das Jahr 2044 und es sieht ziemlich düster aus: Erdöl und Jobs sind Mangelware, Armut für die meisten Menschen an der Tagesordnung. Der einzige Ort, der das Leben des 18jährigen Wade erträglich macht, ist die OASIS. Eine riesige virtuelle Welt in der er zur Schule geht, seinen nicht ganz so perfekten Körper hinter einem muskulösen Avatar verstecken kann, mit Freunden abhängt und theoretisch alle möglichen Abenteuer erleben könnte. Doch für das Reisen innerhalb der Oasis fehlt ihm das Geld. Aber Wade ist auch ein Jäger: Denn Halliday, der Erfinder der OASIS hat, irgendwo ein Easter Egg versteckt, das dem Finder Reichtum und die Kontrolle über die gesamte OASIS verspricht. Dieses Easter Egg hätte auch der ein oder andere Konzernboss gerne. Und so entspinnt sich ein temporeicher Kampf zwischen Gut und Böse.

    Über diese zukünftige und doch gut vorstellbare Welt mit all ihren Besonderheiten zu lesen hat mir  Spaß gemacht. Auch die vielen Referenzen auf die Popkultur der frühen 80er Jahre haben mir gefallen. Cline verbindet hier gekonnt ein futuristisches Szenario mit ganz viel Nerd-Nostalgie. Weniger gelungen fand ich die Umsetzung mit den jugendlichen Hauptfiguren und der eher platten Sprache. Entweder, ich habe erwachsene Leser, die die Referenzen verstehen oder ich habe jugendliche Leser, die näher an den Charakteren sind. So habe ich nicht ganz verstanden, welche Zielgruppe Cline hier im Auge hatte. Auch ein bisschen Medienkritik hätte dem Roman gut getan.

    Schlimm wird es, wenn typisch Jugendbuch das Teeniegekabbel losgeht und Wade seine Pseudocoolness heraushängen lässt:
    „Ganz richtig, ich habe dich einen Poser genannt, du Poser!“ Ich stand auf und rückte ihm auf die Pelle. „Du bist ein ignoranter strunzdoofer Tweak. Nur weil du's ins 14. Level geschafft hast bist du noch lange kein Jäger. Dazu muss man nämlich ein wenig Peilung von der Materien haben.“ „Wohl wahr!“ sagte H und nickte zustimmend. Wir schlugen die Fäuste gegeneinander […]. "

    Bei solchen Dialogen kann man sich nur an den Kopf packen vor lauter Fremdscham. Aber zum Glück wird nicht so viel geredet und nicht jeder Dialog ist ist katastrophal wie der oben genannte. 

    Des öfteren habe ich mich gefragt, wie um Himmels willen Wade mit nur 18 Jahren dieses Wissen angehäuft hat. Da können diverse Filme fast auswendig mitgesprochen werden, Serien der 70er und 80er wurden komplett geschaut, Musik gehört und natürlich Konsolen- und Automatenspiele mehrfach bis zur Perfektion durchgespielt. Das Wissen rund um das Leben des   Kultprogrammierers Halliday gar nicht erst mitgerechnet. Hat diese Junge irgendwann geschlafen?

    Ready Player One ist aber trotz seiner Schwächen sehr unterhaltsam und vor allem in der Hörbuchversion von David Nathan wunderbar gelesen! Wer mit den im Buch erwähnten Spielen und Filmen etwas anfangen kann dürfte hier noch wesentlich mehr Spaß haben aber auch ohne dieses „Insiderwissen“ ist es gut lesbar. Mir haben vor allem die Rätsel, die es zu lösen gilt gefallen.  Ob ich die Sprache in der Printversion bis zum Ende ertragen hätte ist fraglich. Als Hörbuch ist dieser Kultroman aber durchaus einen Versuch wert.

  12. Cover des Buches Germany 2064 (ISBN: 9783257243642)
    Martin Walker

    Germany 2064

     (28)
    Aktuelle Rezension von: ivitroja

    Inhalt

    Der Kommisar Bruno ermittelt in diesem Zukunftsthriller mit seinem Partner Roberto in einem Entführungsfall. Das Besondere – sein Partner ist ein Roboter der neusten Generation. Doch war der Entführer vielleicht auch ein Roboter? Wenn ja, wie weit kann er seinem eigenen Partner vertrauen? Und was steckt tatsächlich hinter der Entführung?

     

    Eigene Meinung

    Der Autor hat hier ein Bild der Zukunft gezeichnet, welches nicht bloß auf pure Fantasie und eigenen Ideen beruht, sondern die konkrete Sachlage der aktuellen Zeit mit einbezieht. So ist das eigentliche Geschehen, nämlich die Entführung einer Sängerin, häufig eher schon Nebensache wenn über längere Abschnitte beschrieben wird wie sich die Welt in den letzten 50 Jahren entwickelt hat.

    Gleichzeitig eine große Stärke des Buches, sorgt es doch gleichzeitig für meinen einzigen Minuspunkt. Die Geschichte nimmt dadurch leider keine Fahrt auf (ausgenommen das letzte Kapitel). So interessant ich die durchaus realistischen Ansätze des Autors finde, so schade finde ich es keinen „Thrill“ erlebt zu haben.

     

    Fazit

    Trotz geschichtlichen Schwächen finde ich es einen gelungenen realistischen Zukunftsthriller, der sich mit den Folgen unseres heutigen Handelns beschäftigt und auch philosophische bzw. ethische Ansätze von künstlicher Intelligenz und der hieraus entwickelten Robotern betrachtet. Für wen das Thema interessant ist – klare Kaufempfehlung.

  13. Cover des Buches Wem gehört die Zukunft? (ISBN: 9783455503180)
    Jaron Lanier

    Wem gehört die Zukunft?

     (30)
    Aktuelle Rezension von: dominona
    Ich bin ehrlich, ich habe nicht alles zu 100 Prozent gelesen, sondern manche Teile nur überflogen, u.a. auch, weil mit der Schreibstil nicht zugesagt hat. 
    Informativ ist das Buch auf jeden Fall. Ich weiß jetzt mehr über Google, Facebook usw. und auch, was ein Sirenenserver ist. Ob die vom Autor vorgeschlagenen Lösungen funktionieren, kann man nicht wissen ohne sie auszuprobieren. Manches über die Funktionsweise von Big Data ist auch interessant und ich mache mir Gedanken über das aktuelle Musikgeschäft. 
    Das Geschäft mit den Daten wird noch lange ein Thema sein und das hier nicht das letzte Buch zum Thema.
  14. Cover des Buches QualityLand (ISBN: 9783548291871)
    Marc-Uwe Kling

    QualityLand

     (674)
    Aktuelle Rezension von: yezz

    Wahnsinn, was heute alles möglich ist. Onlinehändler schlagen mir vor, was interessant für mich sein könnte. Basierend auf Religion und Lebensstil bekommt man maßgeschneidert Nachrichten geliefert. Perfekt, oder?

    Dieses Buch zeigt ganz deutlich die Schattenseiten von dieser Entwicklung. Sie zeigt mit sehr viel Humor aber auch Intelligenz, was für eine Gesellschaft daraus entstehen könnte.

    Vieles wird hier durch den Kakao gezogen, doch immer bleibt dem aufmerksamen Leser im Kopf, dass  im der absurden Werbetext z. B. Leider etwas mehr als nur ein Funken Wahrheit steckt. Gesellschaftskritisch, klug und mit sehr viel Humor.  

  15. Cover des Buches Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt (ISBN: 9783442713974)
    Haruki Murakami

    Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt

     (519)
    Aktuelle Rezension von: Aischa

    Nachdem mir "Kafka am Strand" gut gefallen hatte, wollte ich mich nun eigentlich an "1Q84" wagen, aber ein Freund empfahl mir, zuvor unbedingt "Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt" zu lesen, es sei quasi ein Schlüsselroman Murakamis, mit dem sich folgende Werke viel besser verstehen lassen würden.

    Anfangs konnte mich das Buch auch durchaus begeistern. Die Geschichte spielt in zwei Ebenen, gleichzeitig, aber räumlich getrennt. Der Plot ist hochkomplex und fordert die ganze Aufmerksamkeit des Lesers, vor allem, wenn es um die geschilderten Hirnmanipulationen und Datenverschlüsselungen geht. Aber Murakami schreibt unterhaltsam und durchaus witzig. Leider geht im weiteren Verlauf die Spannung verloren, die Schilderung der unterirdischen Flucht des Protagonisten dehnt sich über mehrere Kapitel, ohne dass es die Geschichte wirklich voran bringt. Schade auch, dass kaum zu merken ist, dass Murakami ein japanischer Autor ist. Außer dass "Hard-boiled Wonderland" im futuristischen Tokio spielt, sind kaum japanische Anklänge im Roman zu finden, dafür mehr als genug Zitate der europäischen und amerikanischen Kultur, von Bachs Brandenburger Konzerten über die Popgruppe Duran Duran bis zu Hollywoodfilmen. Desweiteren sind zahlreiche sexuelle Abenteuer des Protagonisten eingestreut. Nichts gegen (guten) Sex, aber was es in diesem Plot damit auf sich hat, erschließt sich mir leider nicht. 

    Murakami hat sich große Themen vorgeknöpft: Wie manipulierbar sind wir, was macht unsere Seele aus, wie wertvoll sind unsere Erinnerungen, welchen Preis sind wir bereit, für die Unsterblichkeit zu zahlen? Aber der Roman schafft es nicht, mich wirklich zu fesseln, im Gegenteil, zum Schluss kam ich mir vor wie in einer Mischung aus drögem Märchen für Erwachsene und der Beschreibung eines online-Fantasy-Spiels. Überladen mit Symbolik, seltsam distanzierte Dialoge, einfach nicht mein Ding.

  16. Cover des Buches Im Feuer der Nacht (ISBN: 9783802582264)
    Nalini Singh

    Im Feuer der Nacht

     (426)
    Aktuelle Rezension von: BookW0nderland
     Ich hänge mit der Psy Changeling Reihe noch sehr hinterher, aber ich freue mich darauf, die ganzen Bücher nach und nach zu lesen.

    Eines Abends trifft Clay, der Wächter der Dark River Leoparden auf seine Jugendfreundin Talin, die eigentlich vor vielen Jahren gestorben sein soll. Damals kam sie nicht mit seiner tierischen, wilden Seite zurecht, doch jetzt braucht sie seine Hilfe. Immer mehr Kinder verschwinden und nur Clay und sein Rudel können helfen. Zwischen den beiden liegen zwanzig Jahre, die sie sich nicht gesehen haben und Clay weiß nicht, ob er ihr seine Lügen verzeihen kann.

    Clay kennt man aus den vorherigen Bändern und ich fand ihn als Charakter immer sehr interessant, da er seine animalische Seite sehr stark war. Leider konnte ich mich hier nicht so wirklich mit ihm anfreunden, da er schon sehr ungehobelt war. Auf der einen Seite lag das natürlich an der Wildheit in ihm und dass er sich fast in ihr verliert. Man hat auch einen Einblick in seine Vergangenheit bekommen und die Gründe erfahren. Leider konnte ich mich nicht in ihn hineinfühlen und er konnte mich auch nicht wirklich überzeugen.

    Das gleiche Problem hatte ich leider auch mit Talin. Sie war mir vom ersten Moment an unsympathisch und ich habe sie einfach nicht verstanden. Erst täuscht sie ihren Tod vor und nach zwanzig Jahren ist er plötzlich der einzige, der ihr helfen kann. Das war für mich nicht nachvollziehbar, da sie sich das letzte mal als Kinder gesehen hatten. Sie hat viel durchgemacht und dass das seine Spuren hinterlässt ist natürlich verständlich. Leider hatte ich das Gefühl, dass es oft nur um sie und ihre Ängste ging und weniger um das um sie herum.

    Dadurch dass ich die Liebesgeschichte fast schon störend fand, fand ich diesen Teil auch ziemlich langatmig. Wäre die Story an sich nicht so interessant gewesen, dann kann ich nicht sagen, ob ich die Geschichte wirklich zu Ende gelesen hätte. Aber die entführten Kinder und eine noch größere Einsicht in die Welt der Medialen und Gestaltwandler und deren Vergangenheit haben es doch sehr packend gemacht. Die Welt, die man im ersten Teil kennen gelernt hat, bricht immer mehr auseinander und ich denke, dass es in den weiteren Bändern noch sehr spannend werden kann.

    Insgesamt fand ich die Geschichte interessant, auch wenn mich die Protagonisten nicht überzeugen konnten. Es war aber schön, dass auch die vorherigen Charaktere eine Rolle gespielt haben, denn vorallem Sasha und Lucas finde ich wirklich klasse. Ich freue mich trotz dieser kleinen Enttäuschung auf den nächsten Band.
  17. Cover des Buches Lieber George Clooney, bitte heirate meine Mutter (ISBN: 9783551583000)
    Susin Nielsen

    Lieber George Clooney, bitte heirate meine Mutter

     (43)
    Aktuelle Rezension von: JenniferKrieger
    Klappentext:
    Da hat Violets Mutter doch tatsächlich schon mal mit George Clooney zusammengearbeitet, zwar nur, um ihm die Haare zu machen – aber immerhin. Doch auf die Idee, dass er der perfekte Stiefvater für Violet und ihre Schwester Rosie sein könnte, kommt sie nicht. Also muss Violet die Sache selbst in die Hand nehmen. Und beschließt den verhassten Besuch bei ihrem Vater und dessen neuer Frau in Hollywood für ein Treffen mit dem Filmstar zu nutzen. Für irgendwas muss es ja gut sein, dass ihr Vater gerade an einer neuen Fernsehserie arbeitet. Und so schwer wird es doch wohl nicht sein, in der berühmtesten Filmstadt der Welt auf einen Filmstar zu treffen.

    Einordnung:
    Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

    Rezension:
    Das Buch beginnt etwas ruppig, weil die beschriebenen Szenen mit jedem Absatz (also teilweise alle fünf Zeilen) wechseln. Das liegt wohl daran, dass die Erzählung etwas in der Vergangenheit beginnt und der Leser zunächst auf den aktuellen Stand der Dinge gebracht werden muss. Dabei informiert die Protagonistin Violet auf den ersten acht Seiten in einem halsbrecherischen Tempo über alle Geschehnisse des bisherigen Tages. Der Leser rennt geradezu durch das nachträgliche Weihnachtsfest, das sie mit ihrer Schwester bei ihrem Vater und dessen neuer Frau verbracht hat. Auch wenn es nett ist, kurz in die Situation eingeführt zu werden, ist der Einstieg durch dieses Tempo nicht so richtig gelungen.

    Vielleicht entstand auch dadurch anfangs der Eindruck, dass es sich um ein ganz lustiges, aber nur mäßig interessantes Kinderbuch handeln könnte. Doch nach und nach entwickelt sich eine wirklich tiefgehende, berührende Geschichte. Da die Handlung aus der Perspektive der 12jährigen Violet geschildert wird, erfährt der Leser hautnah, wie sie mit der Scheidung ihrer Eltern umgeht, was sie von den neuen Freunden ihrer Mutter hält und wie ihr die Verantwortung für ihre kleine Schwester auf den Schultern lastet. Es gibt keine übertriebene Dramatik und keine niederschmetternden Schicksalsschläge, aber einige Szenen werden so eindringlich und emotional beschrieben, dass mir Violets mit Händen greifbare Verzweiflung wirklich die Tränen in die Augen getrieben hat. Ich habe lange nicht mehr so mit einer Protagonistin gelitten.

    Mir persönlich haben außerdem die vielen (vor allem korrekten!) psychologischen Details in der Geschichte gefallen. Nicht nur Violet entwickelt nach der Scheidung ihrer Eltern eine psychische Störung, auch ihre kleine Schwester Rosie reagiert mit Problemen wie Bettnässen. Hinzu kommt Violets beste Freundin Phoebe, deren Eltern Psychologen sind, sodass auch von dieser Seite immer wieder Verhaltensanalysen erfolgen, nicht zuletzt auch zu Violets Bemühungen, George Clooney als Stiefvater zu gewinnen. Die Darstellungen sind alle korrekt, aber trotzdem wirkt es nicht überpsychologisiert. Die Probleme und Reaktionen sind vollkommen normal in die Erzählung eingebunden, sodass das Buch eindeutig nicht als Oberlehrer daherkommt, um über die Emotionen und Gedankengänge von Scheidungskindern zu belehren. Diese Details sind einfach nur einige und vielen.

    Fazit:
    Anfangs schien es sich um ein lockeres Kinderbuch zu handeln, doch ziemlich bald hat sich daraus eine berührende Geschichte entwickelt. Die Verzweiflung der Protagonistin Violet hat mir Tränen in die Augen getrieben, denn sie ist vollkommen machtlos gegen die Scheidung ihrer Eltern und die neuen Freunde ihrer Mutter. Eindringlich beschriebene Szenen werden mit psychologischen Details ausgeschmückt, ohne das Thema Scheidungskinder jedoch zu überpsychologisieren. Lediglich der Beginn der Geschichte ist für meinen Geschmack zu hektisch und zu ruppig. Daher bekommt „Lieber George Clooney, bitte heirate meine Mutter“ insgesamt vier Schreibfedern.
  18. Cover des Buches Watermind (ISBN: 9783426501276)
    M. M. Buckner

    Watermind

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28
    Einlagerungen von Giftmüll, High-Tech Schrott und genetisch veränderten Bakterien lassen in den heißen Sümpfen Louisianas eine völlig neue unbekannte Lebensform entstehen. Die kluge aber excentrische und eigensinnige Wissenschaftlerin CJ Reilly, Tochter eines berühmten Wissenschaftlers untersucht die neue Spezies und macht die Entdeckung, dass die offenbar intelligente Lebensforme durch Musik zu kommunizieren vermag und verseuchtes Abwasser in reinstes Trinkwasser verwandelt. Die neue Lebensform wächst immer größer. Bald gibt es es ein erstes Todesopferpfer in den Sümpfen. Der Millionär Ramon Sacony, Chef der Firma Quimicron, auf deren Gelände das Wesen enstand , will die unheimliche Wesensform loszuwerden - er will "Watermind", wie es inzwischen genannt wird, vernichten. Doch dieses ist mittlerweile in den Mississippi entwichen und wächst immer weiter... ! CJ Reilly möchte das Wesen lieber studieren als umbringen , aber es gibt weitere Tote. Ist die Lebensform eine Bedrohung für die Menschheit? Die Autorin ist durch ihre bisherigen SF-Geschichten nur einem kleinen Fachpublikum bekannt, Trotzdem hat sie sich mit diesem Buch auf das Thema eines Science-Fiction-Wissenschafts-Thrillers eingelassen. Mit nur mässigem Erfolg. Die Protagonisten als auch das Umfeld in dem diese handeln wirkt klischeehaft und wird durch eine recht müde Liebesgeschichte aufgepeppt. Die am Anfang noch vorhandene Spannung verflacht zusehends. Alles in allem eher enttäuschend - und in keinster Weise mit Schätzings "Der Schwarm" zu vergleichen.
  19. Cover des Buches Statistisch gesehen (ISBN: 9783711002495)
    Klemens Himpele

    Statistisch gesehen

     (5)
    Aktuelle Rezension von: wsch

    ... das steht nachvollziehbar auf Seite 65. Wobei hier die vielzitierten Schulden des Staates gemeint sind. Nicht die, die entstehen, wenn man sich als Jugendlicher eine Mobilfunkrechnung von 900,00 oder 1.000,00 Euro einhandelt. Und auch nicht die, die man wegen eines viel zu teuren Autos anlacht.

    Denn den Schulden, die der Staat macht, stehen ja durchaus bleibende Werte gegenüber: Schulen, Hochschulen, gut ausgebildete Lehrer, Professoren, Straßen, Radwege, Krankenhäuser, öffentliche Verkehrsmittel und so weiter. Vieles davon kann an die kommende Generation 'vererbt' werden. Den stets negativ betrachteten Staatsschulden kann also durchaus ein bleibender Sachwert gegenüber stehen. Kritisch wird es in dem Moment, wenn die Zinsbelastungen nur durch weitere Kreditaufnahme, also durch Erhöhung des Schuldenvolumens finanziert werden können.

    Diese Erkenntnis geht in der öffentlichen Diskussion meist unter. Hier ist stets nur vom negative konnotierten 'immer weiter wachsenden staatlichen Schuldenberg' die Rede - eine sehr einseitige Betrachtungsweise.

    Mit diesen und vielen weiteren Aspekten, unter denen statistische Werte betrachtet (und überdacht) werden sollten, berichtet Klemens Himpele in seinem Buch. Wobei er sich vornehmlich auf die Vergleiche zwischen Österreich und Deutschland bezieht. Sei es bei der Altersvorsorge (wie hoch sind die prozentualen Ausgaben für eine vernünftige Altersvorsorge hier wie dort), sei es die Geburten- beziehungsweise Sterberate. Die Arbeitslosigkeit, prekären Arbeitsstellen, Ausgaben für die Bildung, das Wohnen etc.

    Was durchaus amüsant ist, sind die vielen Informationen über Österreich und seine neun Bundesländer: wie viele Ehen werden geschlossen, wie viele werden statistisch betrachtet während einer knapp neunstündigen Zugfahrt von der am weitesten westlich gelegenen Landeshauptstadt, also Bregenz an die am weitesten östliche gelegene, Eisenstadt, Hauptstadt des Burgenlandes, geschieden. Unter Angabe der prozentualen Verteilung der Scheidungsgründe.

    Wie lange muss wo für ein international direkt vergleichbares Gut, nämlich einem Big Mac gearbeitet werden. Und so weiter und so fort.

    Das Buch in einem Rutsch zu lesen ist etwas ermüdend. Weil es statistische Werte ohne Ende gibt. Was andererseits aber auch hellhörig werden lässt, wenn jemand mit irgendwelchen Statistiken um sich wirft.


  20. Cover des Buches Cypherpunks (ISBN: 9783593399133)
    Julian Assange

    Cypherpunks

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Der digitale Tod (ISBN: 9783658156510)
    Tobias Schrödel

    Der digitale Tod

     (8)
    Aktuelle Rezension von: MyriamErich
    Eines Tages bin ich tot und dann?! Was passiert mit meinem liebevoll gepflegten Instagram-Account, mit meinem bunten Facebook-Profil, mit meinen Snap-Chats, …? Diese Frage stellen sich die wenigsten. Warum auch, wer denkt schon an den Tod, wenn man seine Online-Profile mit Leben versieht?

    IT-Experte Tobias Schrödel hat sich diesen Fragen gestellt. Sein Buch „Der digitale Tod“ ist eine Reportage über den Versuch, das Handy einer verstorbenen zu knacken, um an deren Daten heranzukommen. Es ist ein Ratgeber, wie man mit Daten von Verstorbenen umgehen kann. Es ist ein Nachschlagewerk, um sich rechtlich über das Thema Daten und Tod auseinanderzusetzen. Und nicht zuletzt ist es ein Appell an jeden einzelnen, vorausschauend mit den eigenen Daten umzugehen und sich zu überlegen, wie wichtig einem die eigene Privatsphäre ist.

    Schrödel glänzt mit schwarzem Humor, der es aber sehr treffend auf den Punkt bringt: Wir denken nicht zuende. Weder unser eigenes Leben noch beim Datenschutz. Wir lassen uns treiben in dem Wust an Daten, den wir tagtäglich in die Welt hinaussenden und den wir selbst empfangen. Wir machen Selfies, Videos, füllen Messenger-Dienste mit Belanglosigkeiten, ohne darüber nachzudenken, wer unsere Daten jetzt schon abfangen kann und was nach unserem Tod damit passiert.

    Der Autor verknüpft Ernst und Ironie. „Der digitale Tod“ ist jedoch kein banales Sachbuch, das auf die Gefahren der Digitalisierung hinweisen möchte. Es ist ein spannender Roman, gespickt mit sachlichen Informationen, die Schrödler aus einer Ansammlung von Interviews mit Experten geführt hat. Daher behandelt er nicht nur rechtliche, sondern auch ethische und moralische Themen.

    Ein durchweg aktuelles Buch, mit Spannung, Witz und Sachlichkeit!
  22. Cover des Buches Bibliomania (ISBN: 9783257237818)
    Christian Detoux

    Bibliomania

     (51)
    Aktuelle Rezension von: seschat
    Das 160 Seiten starke Buch von Steven Gilbar ist ein wahres Kleinod für alle Büchernarren bzw. Bücherfreunde. Obschon es bereits 2014 erschienen ist, hat es nichts an Aktualität und Faszination eingebüßt. Im Gegenteil, hier kann der passionierte Leser noch einiges Spannendes wie Wissenswertes rund ums Thema "Buch" erfahren, was nicht nur Statistikfans jubilieren lässt. 
    Inhaltlich wird viel und vor allem Fakten in Listenform geboten. Ob es nun um die Entstehung des ersten Buchs, die ältesten Bibliotheken, das schwerste Buch, schreibende Mediziner, Autorenpseudonyme, Nobelpreisträger, die ISBN oder bekannte Zitate oder Begriffe aus der Literatur- und Verlagswissenschaft geht, der Autor Steven Gilbar hat an wirklich alles gedacht und sich dabei nicht ausschließlich mit der deutschen Literaturszene beschäftigt, sondern auch die internationale Buchkultur berücksichtigt. 

    Mich hat Gilbars detailreiche sowie sehr gut lesbare Liebeserklärung an das immer noch aktuelle Medium Buch ab der ersten Zeile begeistern können. Allerdings sei auch verraten, dass ich selbst an Bibliomanie und -philie leide :-)

    FAZIT
    Ein faktenreiches Buch für Büchernarren, das sich schnell und mit Gewinn lesen lässt. PS: Der Untertitel ist Programm. 
  23. Cover des Buches Zu nah (ISBN: 9783961090570)
    Olivia Kiernan

    Zu nah

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Ramses18
    Die Geschichte spielt in Dublin in Irland. 

    In einem Haus wird eine Frauenleiche gefunden, die sich erhängt hat. Es ist sehr untypisch, dass eine Frau Selbstmord durch erhängen wählt und schnell wird auch klar, dass es ein Mord war. Frankie und Baz ermitteln. Frankie ist noch schwer gezeichnet von ihrem letzten Einsatz. Sie wurde dabei fast getötet. Die Spur führt in die S/M Szene. Bald darauf wird eine weitere Leiche gefunden. Die Ermittler tappen im Dunkeln und erste Wege führen zum Ehemann der erhängten Frau. Die Ermittlungen sind zäh und es kommt gut rüber, wie die Verzweiflung und der Frust an Frankie nagen. Die Ermittler werden nur oberflächlich beschrieben, somit kommen bei mir auch keine Sympathien auf. 

    Das Hörbuch gefällt mir gut, weil es sehr kurze Tracks hat. Die Sprecherin hat eine sehr angenehme und ausdrucksstarke Stimme. Mich hat am Anfang verwirrt, dass der ehemalige Fall sowie der momentane Fall von Frankie immer wieder beschrieben werden, was aber durchaus Sinn macht. Es ist ein spannendes Hörbuch, das uns einige angenehme und spannende Stunden gebracht hat. Es hat mich nie so richtig gefesselt und gepackt wie manch anderer Thriller, aber es blieb bis zum überraschenden, zu schnellen und etwas gekünstelten Schluss spannend. 

    Schade fand ich als absoluter "Irlandfan", dass sehr wenig über Irland und die Iren berichtet wurde. 

    Trotz allem zu empfehlen.
  24. Cover des Buches Das Erwachen (ISBN: 9783492313872)
    Andreas Brandhorst

    Das Erwachen

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Axel Krohn hat viele Namen. Er arbeitet hauptberuflich in der Software Branche und nebenbei sozusagen auch als Hacker im Darknet. Als er einen Verkauf abwickeln will, stößt er auf 2 Leichen- und findet einen Stick mit Daten. Was er da genau in Gang setzt, als er sich die Daten zu Hause auf dem Rechner anschaut wird Auswirkungen auf die gesamte Menschheit haben.
    Erzählt wird immer wieder aus verschiedenen Perspektiven. Die Abschnitte sind sehr gut gekennzeichnet mit den Namen der erzählenden Personen.
    Ebenso mit einer Art Countdown- doch was hat das ausgelöst und was passiert, wenn dieser auf null geht?
    Dann kommt in einer Art kursiven Schrift auch etwas anderes zu Wort. Etwas das erwacht. Doch was ist das? Was passiert nun?
    Durch einen Virus kommt es zu Störungen im Stromnetz.
    Hier wird deutlich, was passiert, wenn die Menschheit keinen Strom mehr zur Verfügung hat- Abhängigkeit von dieser Form der Energie? Aber auch die Abhängigkeit der Menschheit von elektronischen Geräten, speziell Computer, die ein Netz der gesamten Welt bilden- doch was passiert, wenn dieses Netz nicht mehr unter Kontrolle ist?
    Ich mochte zu Beginn des Buches schon die vielen Zitate, u.a. von Hawkings zu künstlicher Intelligenz- KI. Das macht schon nachdenklich.
    Das Buch hier und seine Geschichte spielt vielleicht noch in einer möglichen Zukunft der Menschheit- aber ist es vielleicht eine wirkliche Zukunft?
    Es tauchen im Buch auch immer mal wieder Informationen und Textstellen zu Computern auf. Ich fand es durchaus auch informativ.
    Ansonsten war die Idee hinter dem Buch genial spannend verpackt in dieser Geschichte. Die Figuren sehr gut dargestellt und die Geschichte konnte mich sofort fesseln.
    Mit Axel Krohn hat der Autor eine Figur geschaffen, die nicht nur positiv dargestellt wird, sondern auch wirklich eine Art kriminelle Vergangenheit hat. Mit Giselle, die mir als Figur anfangs etwas blass war, wird es ein spannendes Duo, dass hier durch die Geschichte leitet. Auch die Szenen zwischendrin, die immer mal einen Ausblick auf die Welt und die Veränderungen geben, fand ich sehr spannend in die Geschichte verpackt.
    Das Buch entwickelt einen absoluten Lesesog und danach schaut man seinen Computer ein wenig mit anderen Augen an.
    Spannendes SF, thrillerartige Anteile, zum Nachdenken anregend, fesselnd- ist so etwas vielleicht auch wirklich möglich in der Welt?

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