Bücher mit dem Tag "david foster wallace"

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16 Bücher

  1. Cover des Buches Unendlicher Spaß (ISBN: 9783499249570)
    David Foster Wallace

    Unendlicher Spaß

     (172)
    Aktuelle Rezension von: DenisVonLichtenfels

    Darf man es wagen, zu gestehen, dass man nach etwa 200 Seiten langsam, aber sicher das Interesse verloren hat? Wie lange darf sich ein Autor Zeit nehmen, um den Leser für sich zu gewinnen? Handelt es sich hier eventuell um ein Buch, das man sich vor allem deshalb ins Regal stellt, um zu beweisen, wie smart man ist? Nicht dass ich dem Meister das Talent absprechen würde. Aber die Wahrheit ist: Er war auch ein intellektueller Poser, der einem ziemlich auf die Nerven gehen kann.

  2. Cover des Buches Das hier ist Wasser / This is Water (ISBN: 9783462044188)
    David Foster Wallace

    Das hier ist Wasser / This is Water

     (124)
    Aktuelle Rezension von: Dekanda
    Wie schreibe ich eine Rezension über ein Buch, das so schön an Sinn und Worten ist, dass es (meiner Meinung nach) wirklich jeder lesen sollte? Ich meine so wirklich. Jeder.
    Es dauert auch nicht lang, höchstens, für Langsamleser, ein Stündchen.

    Dieses Buch beinhaltet eine Rede, die ein Autor, Mathematiker, Künstler, Professor ... schlicht Lebenskünstler vor Studienabsolventen hielt. Das sie in ein Buch gepackt und in viele Sprachen übersetzt wurde, sagt schon einiges aus.

    In kurzen prägnanten Sätzen, gespickt mit Alltagshumor und fern von moralinsaurem Getue, geht es um Achtsamkeit sich selbst und anderen gegenüber.
    Der Autor ruft dazu auf die Fähigkeit des Denkens wirklich zu nutzen, egal wie anstrengend es ist. Dem Alltag nicht die vollkommene Macht über sich zu geben und auszubrechen aus den Widrigkeiten des Lebens, für die man die anderen verantwortlich macht (Staus, Schlangen an der Kasse, Unfreundlichkeit)
    Es geht darum, das Leben zu nutzen und sich jeden Tag aufs neue bewusst zu machen, eine Wahl zu haben.

    Ich nehme mir vor, dieses Buch einmal im Jahr zu lesen. Am besten an Neujahr, wenn das Gefühl etwas Neues zu beginnen am Stärksten ist ;-P


    Fazit:
    Investiert die Zeit und lasst euch inspirieren.
  3. Cover des Buches Schrecklich amüsant (ISBN: 9783462048209)
    David Foster Wallace

    Schrecklich amüsant

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Shimona
    Dieses Buch sollte man schon gelesen
    haben. Allein wegen des trockenen Humors 
    von Foster Wallace.

    Ein wunderbares Buch zur Zerstreuung,
    mit Esprit geschrieben. Außerdem habe ich 
    bisher noch nie ein Buch gelesen, dass 
    so viel ausladende Fussnoten enthält.

    Ich habe schon lange nicht mehr solch 
    Tränen gelacht. 

    Der Autor nimmt das Klischee des 
    Kreuzfahrttouristen gehörig auf die Schippe.
    Und zwar genau so wie ich's mag. 

    Ich wäre sehe gespannt, Meinungen von 
    anderen Lesern gerade zu DIESEM Buch zu
    hören, da es doch sehr von der Norm 
    abweicht und das Genie des
    Verfassers durchscheinen läßt.

    Es hat mich nicht nur inhaltlich imponiert. 
    Da ich die illustrierte Prachtbandausgabe
    von der Büchergilde Gutenberg zur 
    Verfügung gestellt bekam, so Konnte ich 
    die herrlichen Illustrationen genießen.
    Das Buch ist optisch und inhaltlich eine 
    Meisterleistung. Chapeau Monsieur 
    Foster Wallace (der ja leider 2008 Suizid
    beging)! 
  4. Cover des Buches Der Besen im System (ISBN: 9783499237591)
    David Foster Wallace

    Der Besen im System

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Die Geschichte fängt sehr gut an, aber lässt leider zum Ende hin sehr stark nach. Für mich passt die Liebesgeschichte zwischen der Hauptfigur Lenore und dem am Ende auftretenen Vorzeigemann Andy nicht in das Gesamtkonzept. Ansonsten ist der Romanaufbau sehr gut gelungen. Die verschiedenen Schreibstile, die die Charaktere der einzelnen Figuren beeindruckend widergeben, machen das Lesen sehr lebendig. Hier ein kurzer Abriss der Geschichte: Lenore ist ein junge Frau mit vielen Neurosen und Familienproblemen. Ihr Freund ist nicht weniger neurotisch und schwer eifersüchtig, was ihn dazu bringt Lenore permanent zu berdrängen und einzuengen. Zu den daraus resultierenden Beziehungsproblemen kommt dann gleich zu Beginn des Romans das Verschwinden ihrer Urgroßmutter hinzu, die Im Altenheim wohnt. Auf sich allein gestellt, weil scheinbar alle ihr die Hilfe verweigern oder die Infos verheimlichen, versucht sie auf vergangenen Wegen ihre Oma zufinden. Dabei tauchen immer wieder Personen aus der Vergangenheit auf und führen zu Verbindungen, die nichts Gutes ahnen lassen. Zum Ende hin spitzt sich alles zu einem dramatischen Liebeshöhepunkt zu.
  5. Cover des Buches Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich (ISBN: 9783866481473)
    David Foster Wallace

    Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich

     (180)
    Aktuelle Rezension von: Christopher_B
    Man hätte es wissen können. Nachdem David Foster Wallace im März 1995 eine Karibik-Kreuzfahrt unternommen und darüber geschrieben hat, hätte man es wissen können. Eine Zeitung hatte ihn beauftragt, eine »persönliche Doku-Postkarte im Breitwandformat« zu schreiben. Er hat sich der Sache angenommen und allen, die noch niemals eine Luxuskreuzfahrt unternommen haben, erklärt, was da passiert, wie es sich anfühlt und wen man dabei trifft.

    Und das, obwohl ziemlich schnell klar wird, dass David Foster Wallace sich niemals von selbst auf das Deck des Luxusliners Nadir von Celebrity Cruises Inc. verirrt hätte. Hut ab, dazu gehören Mut und enorm viel Überwindung, so weit über den eigenen Schatten zu springen. Und sympathisch macht es ihn obendrein. Das Buch hätte gern doppelt so lang sein dürfen – wenn das nicht zugleich bedeutet hätte, dass Wallace auch doppelt so lang an Bord hätte bleiben müssen.

    Beeindruckend sind der Witz, die Klugheit und der Charme, mit denen Wallace die Situation an Bord beschreibt: eine real gewordene Phantasie, die so perfekt ist, dass die Gäste binnen Kurzem vergessen, dass es sich um eine Illusion handelt. Als wäre man ein Baby: Essen, Schlafen und Spielen, wann man möchte. Und vor allem: ohne sich um das Geringste sorgen zu müssen. Es fällt nicht schwer, die Luxuskreuzfahrt als die extremste Auswucherung des Massentourismus zu sehen, die es momentan auf der Welt gibt. Hedonismus in Reinform, aber dennoch gefragt. Ein Riesengeschäft. Was zum Teufel ist mit uns los?

    Am beeindruckendsten finde ich, dass es Wallace gelingt, während der gesamten Kreuzfahrt innerlich einen gewissen Abstand zu bewahren, stets ein wenig außen vor zu sein, zu beobachten und mit scharfem Auge mitzuteilen. Er versinkt nicht in der dargebotenen Luxus-Entertainment-Urlaubs-Welt, in der es zwischen acht und neun Mahlzeiten täglich gibt, in der der Room-Service nie länger als 15 Minuten braucht und in der Handtücher so schnell gewechselt werden, dass das Auge kaum nachkommt.

    Er bleibt der Kritiker dieser obszönen Welt, ein Funken Vernunft, vielleicht der letzte an Bord. Und wir sitzen auf seiner Schulter und fragen uns: Brauchen wir das alles? Ist es existentiell wichtig, dass wir mitten auf dem Pazifik Tontauben schießen können? Dass es Eisskulpturen am Buffet gibt? Dass das Bullauge zu unserer Kabine täglich von außen gereinigt wird?

    Man hätte es wissen können. Wenn man Wallace‘ Buch aufmerksam gelesen hätte, wären einem zwischen den Zeilen die ausbeuterischen Verhältnisse der Angestellten an Bord aufgefallen, die für einen mageren Lohn 12-Stunden-Schichten schieben müssen, fern von ihrer Familie, allzeit freundlich und lächelnd, weil sie wissen, dass sie sonst ihren Job verlieren. Man hätte die enorme Vergeudung von Ressourcen (Nahrung, Öl, Wasser …) sehen können, die dieses Luxusleben verursacht, angetrieben von nichts anderem als Eitelkeit und Feierlaune.

    Und wofür das alles? Für nichts. Unser Überleben auf diesem Planeten ist nicht abhängig davon, dass es Luxuskreuzfahrten gibt. Falls jemand in ein paar Jahren fragen sollte, warum unsere Welt zu Grunde geht – bei David Foster Wallace kann man es nachlesen. Man hätte es wissen können.
  6. Cover des Buches Jede Liebesgeschichte ist eine Geistergeschichte (ISBN: 9783462046717)
    Daniel Max

    Jede Liebesgeschichte ist eine Geistergeschichte

     (6)
    Aktuelle Rezension von: michael_lehmann-pape
    Hervorragend zu lesende Biographie

    Komplexität ist das Kennzeichen von David Foster Wallace. Getreu dem Motto seines ersten Professors für Literatur, „Zeigen statt erzählen“ flossen aus Wallace Feder intensive, ins Kleinste vorangehende Beschreibungen.

    „Worte sind Bilder“, diese Überzeugung prägte zumindest den jungen Wallace in der Anfangszeit seiner schriftstellerischen Tätigkeit. Wobei eine Komplexität der Sprache und der Bilder jeweils entstand, die jede Übersetzungsarbeit von Werken des Autors zu einer Mammutaufgabe machten.

    „Einer der klügsten, wenn nicht der klügste Student, der je in Amherst studiert hat“. Mit dieser Bewertung aller seiner Professoren (und insgesamt 10 akademischen Auszeichnungen am Ende seines zweifachen summ cum laude am Ende der ersten Studien) beendet Wallace seine Zeit in Amherst und wendet sich einem weiteren Studium des „kreativen Schreibens“ zu.

    Jener Tätigkeit, wie Max flüssig erzählt, von der Wallace sagt, dass sie ihm „90 % Kick“ gäbe, statt der „50% Kick“ des Philosophiestudiums.

    Von der Kindheit und Jugend über die Studienjahre, die ersten Veröffentlichungen, die Belletristik, die Philosophie bis zum „gestandenen“ Schriftsteller und Professor für kreatives Schreiben. Von der (langsameren) privaten Entwicklung über die (schon in jungen Jahren starken) Depressionen (aufgrund derer Wallace sein erstes Studium bereits zweimal unterbrechen musste) bis zum Freitod des Schriftstellers führt Max den Leser minutiös durch dieses außergewöhnliche Leben und Werk.

    In besonderer Weise öffnet Max dabei die Augen für die grundlegenden Wurzeln der spätere Persönlichkeit. Die besondere Familiensituation, die Eltern mit jeweils ihren ganz eigenen Ausprägungen und ebenso je eigenen Erwartungen an ihre Kinder, die „dunklen Schatten“, die Wallace in seinem ersten Roman vielschichtig und sprachintensiv mit Worten „bebildert“, der ungeheure Ehrgeiz als Student, all dies liest sich flüssig, intensiv und, nebenbei, sehr unterhaltsam in dieser fundierten Biographie.

    Wobei „das schwarze Loch mit Zähnen“, die Depression als „Lebensbegleiter“ des Autors nicht unendlich breit getreten wird, aber dennoch in ihrer zentralen Bedeutung beständig im Hintergrund mitschwingt.

    „Gegen Ende eines sonst schönen Sommers bekam er akute Angstattacken“. Aus dem nichts heraus, vielleicht erklärbar durch manche Konstellationen seiner Kindheit.

    Eine dichte Beschreibung eines außergewöhnlichen Werkes, einer fast „gewöhnlich“ (mit einigen Besonderheiten versehenen) Kindheit und Jugend, einer hohen Begabung und Arbeitsbereitschaft und eines lebensbegleitenden „Dämons“, die sich flüssig liest und kompetent Informationen über dieses Leben vermittelt.
  7. Cover des Buches Kurze Interviews mit fiesen Männern (ISBN: 9783499231018)
    David Foster Wallace

    Kurze Interviews mit fiesen Männern

     (41)
    Aktuelle Rezension von: einMalTee
    Wann ist ein Autor wirklich genial und eine wirkliche Ausnahme? Jonathan Franzen sagt selbst, David Foster Wallace sei ein Genie. Ohne Frage sind viele seiner Geschichten und sein Opus Magnus „Infinite Jest“ außerordentlich gute und neue Begegnungen in der Literaturwelt. Gibt es Kritikern dennoch gleich das Recht, alles von ihm per se zu loben und hervorzuheben? Ich bin mir da nicht so schlüssig. Zugleich bin ich ein großer Fan von DFW, seine Kurzgeschichten in „Kurze Interviews mit fiesen Männern“ schwanken zwischen Ironie, Groteske, Tragik, Gesellschaftskritik und teils auch Unverständlichem. Um insgesamt 23 kleine Episoden haben sich vier Übersetzer gestritten, allen voran Marcus Ingendaay, dem es jedoch nicht zuteil wurde „Infinite Jest“ ins Deutsche zu übertragen. Das zeigt, dass Wallace begehrt und beliebt ist und höchstwahrscheinlich nicht leicht ist zu übersetzen. Das zeigt am deutlichsten sicher bei „Tri-Stan: I(ch) sol(l) d(i)e Sissee Nar an Ecko verkauft ham“. Was soll das bedeuten? In der Geschichte geht es – soweit ich das beurteilen kann – um klare Kritik an der Medienindustrie, die vollgesprickt ist mit dreckigen Geschäften und unangenehmen Charakteren. Der Anspruch dies zu lesen ist allerdings sehr hoch und lässt mich an überschwenglichen Lobeshymnen zweifeln. Das Kernelement des Erzählungsbandes bilden die regelmäßig auftauchenden und titelgebenden Interviews mit diversen Männern. So gut wie alle berichten über ihr Sexualleben, ihre Maschen, wie sie Frauen anmachen und ins Bett bringen. Einige sind einfach nur schräg, wie derjenige, der beim sexuellen Höhepunkt seine Partnerin mit den Worten „Sieg den Kräften der demokratischen Freiheit“ anschreit. Doch auch andere außergewöhnlich gute Geschichten wie „Die depressive Person“ oder „Auf dem Totenbett, deine Hand haltend, bittet der Vater des jungen gefeierten Off-Broadway-Stückeschreibers um eine Gefälligkeit“ machen dieses Buch sehr lesenswert. Zum Lesen an sich sollte man sich doch viel Ruhe und Konzentration nehmen, sonst gehen schnell einige versteckte Pointen unter.
  8. Cover des Buches In alter Vertrautheit (ISBN: 9783499245787)
    David Foster Wallace

    In alter Vertrautheit

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    So kann es gehen. Da raschelt es wegen der Ankündigung einer opulenten Neu- veröffentlichung im Blätterwald, wird das nächste große Ding angekündigt und dann das. Beim "Ausprobieren" des neuen Geheimtipps, also beim Lesen eines seiner Bücher will nicht die rechte Durchhaltestimmung aufkommen. Zweifellos bedient Wallace ein neues Genre mit seinen Storys, doch zu gewöhnungsbedürftig ist sein Stil. Wortgewalt und Kenntnis um den Aufbau einer Geschichte sind ihm nicht abzusprechen, doch seine überlangen Sätze ermüden schnell und bauen nicht den Fluss auf, den man bei der inhaltlichen Aufnahme eines Textes nun mal braucht (ich zumindest), um "bei der Stange zu bleiben. Die Vorstellung, dies über 1600 Seiten, die sein Hauptwerk beinhalten, durchhalten zu müssen, hat etwas leicht grenzwertiges. Nun wird man mir vorwerfen, ich sei einfach nicht in der Lage, großartiges zu entdecken und ich habe ja auch nur eines seiner Bücher gelesen, aber sorry, lesen ist nun auch mal eine subjektive Erfahrung und mich spricht es nicht an. Deshalb keine Wertung.
  9. Cover des Buches Vergessenheit (ISBN: 9783499248320)
    David Foster Wallace

    Vergessenheit

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Letzter Erzählband von Wallace, der nach seinem "Unenendlichen Spaß" auch bei uns in Deutschland endlich zu seiner Fangemeinde gekommen ist. Dass er in Amerika zu den ganz Großen gehörte, ist seinem teilweise ungewöhnlichen Stil zuzuschreiben. Ein wenig mühsam ist so manche Geschichte von ihm schon, wenn die Sätze über eine halbe Seite gehen. Aber lohnenswert allemal, wenn sich beim Lesen eine einmalige hintergründige Komik mit einem rabenschwarzen Sarkasmus kreuzt. Der wortverliebte Wallace kommt auch immer auf Themen, auf die sonst keiner kommt. Ein Mann, der Kunstwerke scheißt, das muss einem erstmal einfallen. Nichts ist dem Autoren heilig, um die Absurdität des menschlichen Daseins genüsslich darzustellen und sie wiederum der Lächerlichkeit öffentlich preiszugeben. Vielleicht ein guter Grund, auch die anderen Bücher des zu früh verstorbenen Autors zu lesen, ganz besonders empfohlen seine Erlebnisreise mit einem Kruezfahrtschiff.
  10. Cover des Buches Unendlicher Spaß (ISBN: 9783844527070)
    David Foster Wallace

    Unendlicher Spaß

     (4)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly
    Bei diesem Hörbuch handelt es sich um den Live-Mitschnitt einer Lesung des über 1500 Seiten stabilen Romans von David Foster Wallace "Unendlicher Spass". Anmerken muss ich, dass ich es immer noch nicht geschafft habe, das Buch zu lesen. Warum eigentlich? Naja, immer wieder kommt eine schlankere Leseverlockung daher und dann verfalle ich meiner angeborenen Bequemlichkeit und lege Foster Wallace wieder zur Seite. Nach dem brüllend-vergnüglichen, schnief-traurigen, aber überaus Augen-und-Ohren-öffnenden Hörerlebnis dieser Lesung muss ich mich beschämt abwenden. Ich gelobe Besserung! Zur Einführung in die Lesung begrüßt der Verleger Helge Malchow und bereits wenige Minuten später prasselt diese Wortgewalt, vorgetragen durch namhafte Charakter, wie Zapatka, Wieninger, Król oder Schrader, auf mich ein. Ein Peitschenknall und die Aufmerksamkeit konzentriert sich uneingeschränkt auf die Lesung. Sehr eindringlich und von Empathie getragen auch die Gespräche zwischen Elmar Krekeler und dem Übersetzer der deutschen Fassung Ulrich Blumenbach oder dem Kritiker Scheck und dem Herausgeber Malchow. Es gibt kein Argument mehr für einen weiteren Aufschub der Lektüre und so reiht sich "Unendlicher Spass" in meinen kleinen Lesestapel ein. In zum Bersten gespannter Erwartung der Dinge und Erkenntnisse, die mich überfallen werden. Dem Hörgenuss der Lesung schon mal die volle Sternzahl.
  11. Cover des Buches Am Beispiel des Hummers (ISBN: 9783462041262)
    David Foster Wallace

    Am Beispiel des Hummers

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Tookalook
    Im Jahre 2003 erhielt Wallace den Auftrag des Magazins “Gourmet – The Magazine of Good Living” zum “Maine Lobsterfestival” in Neuengland zu fahren und darüber zu berichten. Das, obwohl 1997 sein viel gelobtes Werk “Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich.” in Amerika erschien, in dem er auf ironische und kritische Weise den Luxuskreuzfahrttourismus beschrieb. “Für Wallace war der Aufenthalt an Bord ein infernalisches Gepiesacktwerden von den teuflischen Erfindungen des organisierten Vergnügens.”, so die Zeit. Das Festival, das unter dem Motto “Leuchtturm, Lobster, gute Laune” läuft, zählt in diesem Jahr 100.000 verkaufte Tickets und 25.000 Pfund Hummer, die, nachdem sie im größten Hummer-Kochtopf der Welt waren, verkauft wurden. Anschließend auf Styroportellern gegessen, den Sitznachbarn mit Fett bespritzt und die Finger vollgesifft haben. Gut, dass hier kaum Servietten gibt! Wallace schafft es dieses “besonders tolle Gourmetfest” durch und durch in seine Einzelteile zu zerlegen und zu kommentieren. Mit seiner ausgesprochen amüsanten Fußnotentechnik schafft er es über mehrere Seiten, seinen eigenen Kommentar auf süffisante Art preiszugeben. Dabei scheut er sich nicht den Verleger anzugreifen, der die Fußnoten ja eh wieder löschen wird. “Humanismus auf Hummerbasis. Am Beispiel des Hummers.” Am Beispiel des Hummers ist ein Auftragsessay für das Gourmet-Magazine, das sich allerdings als kritische Analyse der amerikanischen, aber auch westlichen, Esskultur entpuppt. So beschreibt er nicht nur das Fest als solches sondern auch jedes Detail an und um Hummer. Hierbei scheut er sich auch nicht die Leser des Magazines selbst zu adressieren und ihr Verhalten kritisch zu hinterfragen. Der kritischste Part beginnt bei der Frage der Zubereitung und Behandlung der Hummer, die bekanntlich lebendig zubereitet werden und als Beispiel für unsere gesamte Nahrungswirtschaft dienen. Er sucht hier nach der Haltung hinter dem Verhalten bzw. wie wir den Konsum von Tieren rechtfertigen. Ein kurzes aber anregendes Buch! Das durch subtilen Humor Freude bereitet und im Nachgang zum Denken anregt. Genau das richtige für solche, die nicht nur gerne lesen sondern auch mal nachdenken wollen. Der Autor ist kein Vegetarier, somit ist das Buch auch kein Ratgeber für Vegetarismus. Meine Empfehlung! www.tookalook.de/literatur/david-foster-wallace-am-beispiel-des-hummers/
  12. Cover des Buches Avenue Montaigne (ISBN: 9783462401264)
    Harald Schmidt.

    Avenue Montaigne

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Deutsche? So uncool! Die Doppelausgabe zur Schmidtschen Kolumne im "Focus", 2007 in Bielefeld begonnen und jetzt beendet. Im Rückblick ein toller Überblick über die Politik der Nullerjahre, Riester und Struck, vor AFD und Trump die "gute alte Zeit". Im Kern sind die Deutschen einfach verbissener verglichen etwa mit Franzosen und Italienern, auch wenn diese natürlich übertrieben-klischeehaft dargestellt werde. "Savoir-vivre" und "dolce vita" sind einfach nicht zu übersetzen. "Verbissenheit" eventuell als Alternativtitel? Würd mich freuen, ihn wieder mehr in der Glotze zu sehen.
  13. Cover des Buches Kleines Mädchen mit komischen Haaren (ISBN: 9783499231025)
    David Foster Wallace

    Kleines Mädchen mit komischen Haaren

     (63)
    Aktuelle Rezension von: muffin
    Fünf kurze Geschichten von David Foster Wallace. Fünf unterschiedliche Sichten auf die Welt, auch fünf unterschiedliche Stile oder Stilarten. Delikate und prägnante Kurzgeschichten - nicht jedermanns Sache
  14. Cover des Buches Infinite Jest (ISBN: 9780349139050)
    David Foster Wallace

    Infinite Jest

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Anatol_Schulz

    Nicht nur in diesem Buch, sondern auch in seinen anderen Büchern schweift David Foster Wallace gerne mal ab. Manchmal so weit das man vergisst worum es gerade ging.
    Streckenweise anstrengend zu lesen, sehr oft viel zu viele Gedankengänge die versucht werden gleichzeitig präsentiert zu werden - und gerade deswegen erinnert mich das Buch daran, wie mein eigener Kopf funktioniert. Der kommt auch immer mal wieder von Hölzchen auf Stöckchen und versucht doch sich eigentlich auf das wesentliche zu konzentrieren.

    Dazu kann D F W einfach mit Wörtern umgehen....meine Rezension bezieht sich auf das englische Original. Ich weiß nicht wie die deutsche Fassung ist.

  15. Cover des Buches The Pale King (ISBN: 9780141046730)
    David Foster Wallace

    The Pale King

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Weiter weg (ISBN: 9783499259517)
    Jonathan Franzen

    Weiter weg

     (15)
    Aktuelle Rezension von: dominona

    Essays sind immer ungewöhnlich und hier spricht ein Schriftsteller über seinen besten Freund, sein größtes Hobby, Unarten von Menschen und über die Bücher anderer Schriftsteller. Leider komme ich mit seinem Stil in den Essays nicht gut klar, aber er hat eine merkwürdige, fast psychiatrische Nähe zu den Dingen, über die er schreibt und das war mir manchmal zu viel.  

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