Bücher mit dem Tag "deduktion"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "deduktion" gekennzeichnet haben.

60 Bücher

  1. Cover des Buches Der Fall Moriarty (ISBN: 9783458176121)
    Anthony Horowitz

    Der Fall Moriarty

     (211)
    Aktuelle Rezension von: Darkkeyy

    Der Fall Moriarty ist sehr spannend und hat einen tollen Schreibstil. Zur Story kann ich nur sagen, dass es gelungen ist, den Leser an das Buch zu fesseln und wird - leider - an spannenden Stellen hingehalten. Die Protagonisten sind ausführlich beschrieben und Inspektor Jones ist ein sehr sympathischer Kerl mit leichtem Drang zur Selbstüberschätzung. Das Ende ist meiner Meinung nach sehr gelungen und hat mir am Ende nochmal sehr deutlich gezeigt, wie sehr man sich doch irren kann. 


    Der Anfang fiel mir etwas schwer, da es meiner Meinung nach etwas schleppend beginnt. 


    Buchempfehlung für Fans der Sherlock Holmes Romane. 

  2. Cover des Buches Der Name der Rose (ISBN: 9783423210799)
    Umberto Eco

    Der Name der Rose

     (1.564)
    Aktuelle Rezension von: Waldspaziergang

    Der Name der Rose enthält viele Gedanken. Gedanken zur Wahrheit und Wissenschaft, die zum Nachdenken anregen, zum Realisieren oder Überdenken seiner eigenen Meinung, seiner Überzeugung zum Thema. Eine Tiefe wird geöffnet in die einzudringen man eingeladen ist. Auch einige Andere Themen werden angesprochen, doch im Vordergrund steht die Suche der Wahrheit.          

    William von Baskerville (eine Erinnerung an Sherlock Holmes weckend) und sein Begleiter Adson ermitteln in einer angesehenen Abtei in Italien, die überschattet wird von der mysteriösen, Nebel umwobenen Bibliothek, deren Betreten allen verboten ist.        
    Eine dunkle Macht scheint umzugehen und immer wieder neue Opfer zu fordern. Hinweise, und Verdächtige gibt es genug. Doch die Zusammenhänge sind verworren. Nutzbringend ist auch nicht die Versammlung Königs- und Papsttreuer Gesandter, zu deren Besprechung William ausgesandt wurde und die zwischen den im Streit liegenden Parteien vermitteln soll. Ihr Ergebnis ist das noch deutlichere Zerwürfnis und die Verhaftung zweier Schuldiger, die die Taten nicht begangen haben, die man ihnen vorwirft.
     Nachdem alle Verdächtige, Einer nach dem Anderen, selbst zum Ofer wurden, blieb letztlich nur noch einer übrig, der von William schließlich gestellt, zum Äußersten schritt und in seinem Wahn die Schrift des Philosophen vor aller Augen bewahren zu müssen, sich selbst mit ihr vernichtet und dabei die ganze Bibliothek in Flammen setzt, mit der schließlich die ganze Abtei zugrunde geht.     

    Ein entmutigendes Ende, wie schmerzlich die Vorstellung von brennenden Büchern und brennendem Fleisch doch ist. Auch William ist entmutigt, muss er am Ende feststellen, dass die Verschwörung, der er auf der Spur zu sein glaubte, nie existierte. Jeder Mord hatte seine eigenen Motive, hing ungebunden und eher zufällig mit den Anderen zusammen.

    Manchmal zeigen mir Bücher neue Gedanken und manchmal helfen sie mir schon vorhandene Gedanken wahrzunehmen. Wie William glaube ich nicht an eine Wahrheit, keine die wir sehen können. Wie William glaube ich an eine Vielzahl, dutzende von Möglichkeiten, die wir nur durch Wahrscheinlichkeiten und Indizien gegen einander abwägen können. Und wie „Der Name der Rose“ so schön veranschaulicht ist am Ende wahrscheinlich keine von ihnen richtig.

    In diesem Gedanken liegt für mich der Hauptwert des Buches. (Ich glaube darin eine Anleitrung für meinen wissenschaftlichen Bericht gefunden zu haben ;)) Daneben gibt es immer wieder mal schleppende Passagen über die Politik, Architektur, Religion der Zeit und die Visionen Adsons, nicht zu vergessen immer mal wieder kleine lateinische Texte, denen ich mit meinem drei Jahre zurückliegendem Schullatein nicht beizukommen vermag. Die Texte sind am Ende des Buches nachzuschlagen und auch die zuvor genannten Passagen, mag man sie sich Satz für Satz zu Gemüte führen und durch Nachschlagewerke ergänzen oder schon ein Vorwissen über die gegebenen Zustände haben, sind gewiss lehrreich. Doch ich sitze abends gemütlich in meinem Sessel warm eingewickelt in meine Decke weit entfernt von Laptop, Handy oder Duden, und so fielen mir genannte Passagen doch eher lästig und seufzend sehnte ich die Seiten mit mehr Absätzen herbei.

    Ein letztes noch: den Titel des Buches finde ich genial! Auf Seite 590 fiel mir auf, dass er sich mir immer noch nicht recht erklären wollte. Ich vergaß darüber und dann auf der letzten Seite, im letzten Satz (den ich auch noch nachschlagen musste) fiel plötzlich alles perfekt ineinander.

  3. Cover des Buches Das Geheimnis des weißen Bandes (ISBN: 9783458359159)
    Anthony Horowitz

    Das Geheimnis des weißen Bandes

     (352)
    Aktuelle Rezension von: CookieBook22
    „Am Abend eines ungewöhnlich kalten Novembertages im Jahr 1890 betritt ein elegant gekleideter Herr die Räume von Sherlock Holmes‘ Wohnung in der Londoner Baker Street 221b. Er wird von einem mysteriösen Mann verfolgt, in dem er den einzigen Überlebenden einer amerikanischen Verbrecherbande erkennt, die mit seiner Hilfe in Boston zerschlagen wurde. Ist der Mann ihm über den Atlantik gefolgt, um sich zu rächen? Als Holmes und Watson den Spuren des Gangsters folgen, stoßen sie auf eine Verschwörung, die sie in Konflikt mit hochstehenden Persönlichkeiten bringen wird und den berühmten Detektiv ins Gefängnis, verdächtigt des Mordes. Zunächst gibt es nur einen einzigen Hinweis: ein weißes Seidenband, befestigt am Handgelenk eines ermordeten Straßenjungen …“ (Klappentext)

    Der Roman ist ein „Auftragswerk“ der Nachlassverwalter Conan Doyles – hier haben selbige mit Anthony Horowitz eine sehr gute Wahl getroffen! Der Autor schafft es nicht nur die Stimmung des viktorianischen Londons einzufangen, sondern auch den Stil so zu imitieren, dass es sich wirklich um eine original Doyle-Erzählung handeln könnte. In puncto Spannungsaufbau geht er meiner Meinung nach sogar über den der Originalerzählungen des britischen Arztes und Autors hinaus. Als Kenner aller Original-Holmes-Erzählungen kann ich nur betonen, wie eindrucksvoll und außergewöhnlich gut es Horowitz schafft, Holmes und seinem Sidekick Dr. Watson neues Leben einzuhauchen und sie in ein spannendes Abenteuer ziehen lässt.

    Kurzum: Alle Erwartungen erfahrener Holmes-Kenner werden erfüllt – in Teilen, durch den sehr gut konstruierten Plot, sogar noch übertroffen. So müssen Holmes und Watson gleich mehrere Rätsel lösen, die sie teilweise auch persönlich hart treffen. Welche Geheimnisse liegen um eine geheimnisvolle amerikanische Gang und welche grauenhaften Geschehnisse verbirgt das „House of Silk“. Es besteht erhöhte Suchtgefahr, da der Roman so spannend aufgebaut ist. Ich habe ihn wirklich fast in einem Rutsch durchgelesen, daher rate ich, dass alle Leser*innen von vorneherein genug Zeit für die Lektüre einplanen.

    Kleinere Kritikpunkte sind lediglich der Anfang der Erzählung, der so ähnlich allzu oft in zahlreichen Holmes-Pastiches verwendet wurde (ein alter Watson, der kurz vor seinem Tod ein letztes Mal zur Feder greift) sowie eine zu stark konstruierte Flucht Holmes’ aus dem Gefängnis, die nicht zuletzt dadurch gelingt, als dass ein gewisser Akademiker (!) Kontakt zu Watson aufnimmt … Diese Kleinigkeiten sind jedoch so marginal, als dass sie zu einem Punktabzug führen könnten.

  4. Cover des Buches Sherlock Holmes - Eine Studie in Scharlachrot (ISBN: 9783596035632)
    Arthur Conan Doyle

    Sherlock Holmes - Eine Studie in Scharlachrot

     (405)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Nach einem Kriegseinsatz sucht Dr. Watson eine Wohnung in London. Durch einen Bekannten lernt er Sherlock Holmes kennen, der einen Mitbewohner sucht. Und Watson bekommt nicht nur einen Mitbewohner, sondern auch einen Detektiv, der der Polizei bei ihren Ermittlungen hilft. So wird die Legende geboren.

    Ich wollte wieder mehr Klassiker lesen – da ich in letzter Zeit alle Filme und Serien bezüglich Sherlock Holmes gesehen habe, fand ich es an der Zeit, endlich mal mit Sir Arthur Conan Doyles Sherlock zu beginnen. Und ich kann sagen, dass es mir gut gefallen hat.

    Normalerweise sind Klassiker immer etwas schwierig zu lesen, weil Sprache sich verändert. Hier fand ich es allerdings nicht schwierig. Der Roman erscheint seltsam modern und ließ sich sehr gut lesen. Meine Ausgabe ist illustriert. Die schwarz-weißen Zeichnungen von Richard Gutschmidt begleiten die Geschichte und sind sehr anschaulich.

    Mit Sherlock Holmes hat Sir Arthur Conan Doyle einen unsterblichen Charakter geschaffen – und darüber bin ich sehr froh. Ich werde die restlichen Bücher über das kriminalistische Genie auch noch lesen!

  5. Cover des Buches Sherlock Holmes - Sämtliche Werke in drei Bänden (ISBN: 9783730601556)
    Arthur Conan Doyle

    Sherlock Holmes - Sämtliche Werke in drei Bänden

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Timothy-Louis
    Einer der weltbekanntesten, wenn nicht sogar der bekannteste Dedektiv, den die Literaturgeschichte kennt, ist zweifelsohne Sherlock Holmes. Wenn Holmes zusammen mit seinem Freund und gleichzeitig seinem "Partner in Crime" ermittelt und dabei allerhand Mordfälle aufklärt, ist Spannung angesagt. Diese Edition umfasst alle Werke über Sherlock Holmes und Dr. Watson, zusammen gefasst in einem schicken Schuber.

    Worum geht es bei Sherlock Holmes?

    Sherlock Holmes ist das beste Beispiel dafür, dass Chaos und Genialität sehr nahe beinander liegen können. So ist Holmes sehr clever und klug, dennoch aber leicht chaotisch. So ist von einer schrecklichen Krankheit befallen. Holmes erquickt immer dann nur dann, wenn ein spannender Fall seinen Intellekt anstrengt und er gefordert wird. Und die 3 Bücher, die in diesem Schuber enthalten sind, verdeutlichen dies auf unzählige Art und Weise.

    Arthur Conan Doyle ist der Verfasser und Erfinder der Figuren Sherlock Holmes und John Watson. Doyle, seines Zeichens britischer Arzt, hat Holmes und Watson erstmalig mit "Eine Studie in Scharlachrot(A Study in Scarlet) das Licht der Welt erblicken lassen. Das zweite veröffentlichte Werk aus Doyles Feder, ein Skandal in Böhmen (A Scandal in Bohemia), konnten leider noch nicht die Aufmerksamkeit bringen, die sich Doyle gewünscht hatte. Als jedoch ein amerikanischer Verleger auf Doyles Werke aufmerksam wurde, begann der große Siegeszug von Sherlock Holmes, seinem Freund John Watson und zahlreichen spannenden Fällen.

    Sherlock Holmes lebt zusammen mit seinem Freund Watson in London, genauer gesagt in der Baker Street 212b. Auch wenn es diese Adresse im realen London so nicht gibt wie in den Büchern dargestellt, ist das Haus trotzdem ein beliebter Ort für Fans auf der ganzen Welt.

    Dieser Schuber umfasst sämtliche Werke von Arthur Conan Doyle für Sherlock Holmes. Das bedeutet, hier finden sich, aufgeteilt auf 3 Bücher, die 4 veröffentlichten Romane und die 56 Kurzgeschichten. Egal ob es ein britische Diplomatendepesche ist, die verschwunden ist und dringend widergefunden werden muss, ob es ein junger Ingeneur ist, der zufällig kriminelle Machenschaften aufdeckt und er dabei seinen Daumen verliert oder ob es eine Geliebte ist, deren Freund urplötzlich verschwindet und nicht wieder auftaucht. Die Abwechselung der verschiedenen Fälle, der Wortwitz, die Spannung, die Romane und Geschichten in diesem Schuber unterhalten sehr gut und sind spannend bis zur letzten Minute.

    Dieses Set ist perfekt für alle Sherlock Holmes Liebhaber und die, die es werden wollen. Zu einem vergleichsweise günstigen Kurs, gibt es hier das Holmes Komplettpaket in einem wertigen Schuber und qualitativer Bindung, mitsamt den Zeichnungen der Ursprungsfassung und vorhandenem Hardcover.
  6. Cover des Buches Sherlock 1 (ISBN: 9783551728845)
    Jay.

    Sherlock 1

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Anna0807

    Ich bin ein großer Fan der Serie und den Sherlock Holmes Filmen. Aber auch die Hörbücher und Hörspiele finde ich toll. Und auch gelesen habe ich schon einiges in diese Richtung.

    Als ich den Comic gesehen habe war ganz schnell klar, dass ich dieser auf jeden Fall bei mir einziehen darf. Und kurz darauf habe ich ihn auch schon zur Hand genommen. Ich muss ehrlich sagen, ich bin sehr froh darüber, dass dieses Buch zu keiner SUB- Leiche geworden ist.

    Insgesamt ist der Comic eigentlich das gleiche wie die erste Folge der Serie Sherlock. Nicht nur die Handlung ist hier gleich, auch die Dialoge entsprechen der Serie. Daher war das Lesen dann leider eher interessant als spannend. Mir fehlte ein bisschen das gewisse Etwas. Der Zeichenstil hat mir aber gut gefallen.

    Für Fans der Serie ist dieser Comic ein nettes Extra, aber so richtig überzeugen konnte er mich nicht. Daher gibt es von mir nur ⭐⭐⭐

  7. Cover des Buches Von Mr. Holmes zu Sherlock (ISBN: 9783442713363)
    Mattias Boström

    Von Mr. Holmes zu Sherlock

     (27)
    Aktuelle Rezension von: lenasupi
    Ich liebe Sherlock Holmes seit ich ein Kind bin. Und dieses Buch gibt Mir Einblick in die Filmwelt und Sherlock's Zeitalter. Wenn ich einen Sherlock Film schaue oder die Serie von BBC, kommen immer mal Fragen auf. Und dieses Buch beantwortet diese größtenteils. Oder wenn man mal Ablenkung möchte  kann man immer interessante Infos daraus entnehmen. Also alles in allem ein Muss für Sherlock Holmes Fans! 
  8. Cover des Buches Sherlock Holmes - Der Geist des Architekten (ISBN: 9781495222092)
    David Gray

    Sherlock Holmes - Der Geist des Architekten

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Lina94

    „Der Geist des Architekten“ ist der erste Teil aus David Grays Reihe um Sherlock Holmes. Diesen Teil finde ich, ebenso wie den zweiten, sehr gelungen. Die Geschichte ist spannend und kurzweilig und bildlich gut vorstellbar. Die Personen sind gut ausgearbeitet und die Geschichte ist von der Art her sehr gut am Original orientiert.

    Wie ich schon beim zweiten Teil anmerkte, kommt Gray selbst in den Büchern vor, was überraschend und anfangs störend ist. Insgesamt wird dadurch aber ein passender Rahmen für die drei Geschichten gesetzt.

    Leider waren vermehrt Fehler bezüglich Rechtschreibung und Interpunktion zu finden. Auch war die Schriftgröße im eBook eher unoptimal – entweder zu groß oder zu klein. Da ich meine Version schon länger habe, sind diese Mängel in einer aktuellen Version möglicherweise nicht mehr zu finden.

    Insgesamt ein spannendes Buch mit vielen Rätseln und unerwarteten Wendungen. Aufgrund der nicht so tollen Verarbeitung muss ein Stern abgezogen werden.

  9. Cover des Buches Holmes und ich – Die Morde von Sherringford (ISBN: 9783423717717)
    Brittany Cavallaro

    Holmes und ich – Die Morde von Sherringford

     (233)
    Aktuelle Rezension von: gedankengarten

    Jamie Watson beginnt sein Schuljahr in einem Internat an der Ostküste der USA. Dort trifft er Charlotte Holmes, die Nachfahrin des brillianten Sherlock Holmes. Wie es das Schicksal so will, zieht es sie immer wieder zueinander, bis sie in einen Mordfall verwickelt sind. Hauptverdächtiger: Jamie und Charlotte! Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als den Fall zu lösen und ihre Unschuld zu beweisen.

    Als absoluter Sherlock-Fan musste ich dieses Buch einfach lesen und wurde nicht enttäuscht. Die Rätsel und Charlottes Verstand sind genauso brilliant und scharf wie die ihres Vorfahren und doch ist diese Geschichte ganz anders als alle, die ich kenne. Jamie und Charlotte sind mir sofort ans Herz gewachsen, ich habe mit ihnen gelacht, gezittert und gerätselt. Brittany Cavallaro schafft es, den Leser auf eine Achterbahnfahrt rund um Wahrheit, Lügen, Spannung und Rätsel mitzunehmen. Und wer glaubt, er hat das Rätsel gelöst, wird sogleich eines besseren belehrt. Absolute Leseempfehlung für alle Krimi- und Sherlock-Liebhaber.

  10. Cover des Buches A Study in Scarlet (ISBN: 9780099530534)
    Arthur Conan Doyle

    A Study in Scarlet

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Weltentraeumerin
    In dem Buch geht es im Wesentlichen darum, dass Sherlock Holmes und Dr. Watson sich kennenlernen, nachdem beide ein WG-Zimmer suchen. Sie ziehen zusammen und der dank des Krieges von sehr schwacher Gesundheit geprägte Watson bekommt mit, wie sein Mitbewohner ein Verbrechen löst. Dieses wiederum stellt eine gefundene Leiche in einem verlassenen Haus dar, mit einem in Blut geschmiertem Wort an der Wand.

    Ich war überrascht davon, wie angenehm zu lesen der Schreibstil ist. Klar, er ist altmodisch, schließlich ist das Buch schon 1887 erschienen, aber er ließ sich erstaunlich flüssig lesen.
    Generell habe ich das Buch, das in meiner Ausgabe auch nur etwa 160 Seiten umfasst, als eher kurzweilig empfunden. Es ist nicht lang, und dann ist es auch noch in zwei Stories aufgesplittet, sodass die Auflösung früher kommt als erwartet. Nach der eigentlichen Geschichte folgt nämlich nochmal die Hintergrundgeschichte zu dem Verbrechen, was ich teilweise als ein wenig redundant empfunden habe, was an sich aber auch ganz interessant sein kann.

    Watson ist an sich kein wirklich aktiver Charakter in diesem Buch. Er ist der Erzähler, aber ansonsten trägt er auch dank seines schwachen Zustands recht wenig zu dem Geschehen bin. Handeln tut eher Sherlock. Das Sherlock'sche Vorgehen ist dabei natürlich sehr unterhaltsam. Obwohl ich versuchte, mitzurätseln, gelang mir das nicht, auch weil essenzielle Details überhaupt erst am Ende enthüllt werden, sodass das eigentlich gar nicht so wirklich möglich ist.

  11. Cover des Buches Sherlock & Watson - Neues aus der Baker Street: Der Somerset-Fall (Fall 4) (ISBN: 9783862315345)
    Nadine Schmid

    Sherlock & Watson - Neues aus der Baker Street: Der Somerset-Fall (Fall 4)

     (11)
    Aktuelle Rezension von: june_london

    Inhalt: Der letzte Fall hat Sherlock völlig ausgelaugt. Er greift sogar wieder zur Spritze. Watson verordnet seinem Freund eine Kur und schleppt ihn zur Erholung mit zu einer Freundin nach Somerset. Während Sherlock eigentlich zur Ruhe kommen und wieder Kraft tanken soll, geschieht in dem beschaulichen Ort ein Verbrechen. Genau das richtige für einen Detektiv im Urlaub.

    Eindruck: Auch dieser Fall hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich mag die Sprecher. Sie passen genau zu den Figuren, die ich mir beim Hören in meinem Kopfkino vorstelle. Die Ähnlichkeit zur Serie SHERLOCK ist unverkennbar, was ich aber nicht schlecht finde. Die Fälle sind trotzdem anders und interessant. Mir gefällt nach wie vor die Erzählweise, dass John seinen Blogbeitrag schreibt und zwischenzeitlich rückblickend in die Geschichte eintaucht, während seine Follower die Handlung immer wieder kommentieren. Dadurch habe ich selbst das Gefühl einer dieser Mitleser zu sein und John Watson beim Schreiben zu beobachten.

    Wichtig: Das Hörspiel bis zur letzten Sekunde anhören. Nach dem Abspann kommt noch ein interessanter Epilog.

    Ich empfehle dieses kurzweilige, unterhaltsame Hörvergnügen allen Sherlock Holmes-Liebhabern und jenen, die es werden wollen. ;)

  12. Cover des Buches Sherlock & Watson – Neues aus der Baker Street: Die Spur des Teufels (Fall 3) (ISBN: 9783862315208)
    Viviane Koppelmann

    Sherlock & Watson – Neues aus der Baker Street: Die Spur des Teufels (Fall 3)

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Cieena

    Handlung

    Der bei den Hörern beliebte Sherlock befindet sich nach einem spannenden Fall mal wieder in seinem allseits bekannten Schwebezustand: die zur Verfügung stehenden Fälle erscheinen ihm zu banal und langweilig, um sich ihrer anzunehmen. Doch dann erfährt der Tag eine interessante Wendung, als völlig unvorhergesehen ein unbekannter Mann auf den Stufen der bekannt, berüchtigten Adresse Baker Street 221b zusammenbricht und eine unverständliche Phrase brabbelt. Sherlock Holmes wittert einen neuen Fall und ich sie es sich versehen befinden sich Sherlock Holmes und Dr. Watson mitten in der Schusslinie einer internationalen politischen Verschwörung, deren Strippenzieher niemand anderes als Holmes´ Lieblingsfeind Professor Moriarty zu sein scheint.

     

    Charaktere

    Da ich bereits die ersten beiden Folgen der Reihe rezensiert habe, möchte ich gar nicht so sehr auf die einzelnen Charaktere eingehen. Wer mehr dazu lesen möchte, sei auf die vorhergehende Rezension verwiesen.

    Sherlock Holmes ist auch in dieser Folge altbekannt schrullig, brilliant und unterhaltsam, wie man es zum einen von der Figur erwarten würde und auch von den ersten beiden Folgen kennt.

    Auch zu Dr. Watson möchte ich an dieser Stelle nicht allzu viel sagen. Verglichen mit den ersten beiden Folgen, handelt es sich hier jedoch schon um einen wesentlich „normaleren“ Dr. Watson, da er sich anscheinend von seiner, in den ersten Folgen thematisierten PTBS, weitestgehend erholt zu haben scheint.

     

    Mein Fazit

    Auch die dritte Folge der Reihe konnte mich wieder überzeugen und begeistern. Die Story ist spannend, atmosphärisch dicht und einzelne Audiosequenzen untermalen immer wieder passend die einzelnen Spannungsmomente. Auch die hochkarätigen Sprecher verstehen es gekonnt, ihre Figuren authentisch in Szene zu setzen und damit den Hörer zu begeistern. Meine immer wieder aufkommenden Bedenken, Holmes´Eigenarten könnten nicht ausreichend umgesetzt werden, konnten auch diesmal wieder restlos ausgeräumt werden, da Johann von Bülow Holmes´Eigenarten sprachtechnisch wieder gekonnt umgesetzt hat.

    „Die Spur des Teufels“ hat mir bisher am besten gefallen und ist in meinen Augen von den ersten drei Folgen handlungstechnisch die Stärkste. Wie man es als guter Sherlock Holmes Fan erwartet, besticht die Handlung mit ihrer Raffinesse und Vielschichtigkeit. Der Hörer trifft neben Sherlock Holmes und Dr. Watson natürlich auch auf weitere, altbekannte Gesichter (oder Ohren?), so darf man sich (unter anderen natürlich) auf eine anwesende Haushälterin Mrs. Hudson und einen diesmal nicht ganz so inkompetenten Inspector Lestrade freuen. Auch Moriarty findet diesmal (sehr zu meiner Freude) etwas mehr Eingang in die Handlung, ich hätte mir an dieser Stelle aber noch deutlich mehr Fundament gewünscht. Der ein oder andere Schlagabtausch zwischen den beiden Figuren wäre sicher noch drin gewesen und hätte zusätzlich sicherlich die Dynamik der Hörspiels noch unterstreichen können.

    Nichtsdestotrotz kommt man hier als Sherlock Holmes Fan vollkommen auf seine Kosten. Der Erzählstil in Blogeinträgen seitens Watsons scheint in dieser Folge „perfektioniert“ worden zu sein und überraschte mich auch dieses mal ihrer originellen Umsetzung. Alles in allem ein tolles Hörspiel, welches ich unbedingt weiterempfehlen möchte. Einzig für den Preis muss ich einen Stern abziehen, da ich 14,99€ (UVP Verlagsseite, Stand 09.04.17) für ein Hörspiel von 1h 26min doch als sehr hoch empfinde. Allerdings sei weiterhin angemerkt, dass die ersten drei Folge der Serie „Holmes & Watson – Neues aus der Baker Street“ aktuell für Amazon Prime Mitglieder ohne zusätzliche Kosten angehört werden können.

    Diese und weitere Rezensionen findet ihr auch auf meiner Website www.zeit-der-buecher.de

  13. Cover des Buches Sherlock & Watson – Neues aus der Baker Street: Ein Fluch in Rosarot (Fall 2) (ISBN: 9783862315192)
    Viviane Koppelmann

    Sherlock & Watson – Neues aus der Baker Street: Ein Fluch in Rosarot (Fall 2)

     (23)
    Aktuelle Rezension von: june_london

    Inhalt: Sherlock Holmes verhält sich zur Zeit besonders exzentrisch, denn er hat gerade keinen Fall. Watson hat demzufolge auch keine Neuigkeiten für seine treuen Blog-Leser, doch die verlangen, dass er ihnen dann eben von alten Fällen erzählt. Also schreibt Watson über seine erste Begegnung mit Sherlock, bzw. ihren ersten gemeinsamen Fall "Ein Fluch in Rosarot".

    Folge 2 der Hörspiel-Reihe um Sherlock&Watson.

    Eindruck: Bis vor kurzem verband ich mit Hörspielen Kindergeschichten wie Benjamin Blümchen, Bibi Blocksberg etc. Hörbücher waren dagegen für Erwachsene. Jetzt weiß ich, dass man das so nicht unterteilen kann. Ich habe mit der Sherlock&Watson-Reihe jedenfalls meine Begeisterung für Hörspiele wieder entdeckt.

    Besonders genial finde ich den Erzählstil. Am Anfang hört man John Watson etwas auf seinem Blog schreiben. Seine Leser kommentieren parallel dazu das Geschriebene/Erzählte. Es sind immer die gleichen Leser, die ich schnell anhand der Stimme, des Schreibstils oder des Usernamens als Johns Frau, Ms. Hudson, Sherlock etc. identifizieren konnte. Dann taucht man richtig in die Geschichte ein und wird nur ab und zu durch die Kommentare der Mitleser daran erinnert, dass man eigentlich immer noch einen Blogeintrag liest. 

    Ich finde die Charaktere wurden gut getroffen. Sherlocks Arroganz, Selbstsicherheit und Genialität werden genauso überzeugend dargestellt, wie Johns Menschlichkeit, Treue und Gutmütigkeit. Eine Ähnlichkeit zur Serie SHERLOCK ist unverkennbar, aber das finde ich nicht schlecht. Die Fälle sind trotzdem neu und interessant gestaltet.

    Mir gefällt diese Hörspiel-Reihe und ich werde sie auf jeden Fall weiter verfolgen


  14. Cover des Buches Sherlock Holmes und der Hund von Baskerville (ISBN: 9783954187065)
    Arthur Conan Doyle

    Sherlock Holmes und der Hund von Baskerville

     (435)
    Aktuelle Rezension von: JenniferKrieger

    Hier geht's zur vollständigen Rezension auf meinem Blog.


    Rezension

    Kann Spoiler bezüglich der ersten vier Teile enthalten!


    Auf dieses Buch habe ich mich so sehr gefreut, dass ich dafür meine anderen Lesepläne über den Haufen geworfen habe. Wie erwartet war es wieder deutlich spannender als die vorherige Kurzgeschichtensammlung. Da nur ein einziger Fall beleuchtet wird, wird er entsprechend langsam und ausführlich aufgebaut. Es gibt mehrere wichtige Personen, sodass ich diesmal bis zur Enthüllung nicht wusste, wer der Täter war. Es hat wieder viel Spaß gemacht, nach Indizien zu suchen und Schlüsse zu ziehen. Vor allem, weil Dr. Watson lange Zeit allein unterwegs ist und daher nicht sofort alle Angelegenheiten ausführlich und korrekt von Sherlock Holmes deduziert werden. Einige Details waren vorhersehbar, aber das hat der Geschichte keinen Abbruch getan. Tatsächlich war das Buch so fesselnd, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte, weil ich unbedingt wissen wollte, wer im Original der Täter ist.


    Ein Teil der Spannung kommt deshalb wohl auch daher, dass ich das Buch die ganze Zeit mit der BBC-Serie „Sherlock“ verglichen habe. Es war sehr faszinierend, nach Parallelen zu suchen. Ich fand es beispielsweise richtig interessant, herauszufinden, wer im Original hinter den Namen steckt. Dabei ist mir zum ersten Mal wirklich aufgefallen, dass die Serie wirklich in jeder Hinsicht modernisiert ist, denn während die Doktoren Mortimer und Stapleton in der Serie Frauen sind, sind die Charaktere im Buch allesamt Männer, abgesehen von den Ehefrauen und Geliebten im Hintergrund. Diese Vergleiche haben das Buch für mich auf jeden Fall noch mal unterhaltsamer gemacht.


    Fazit

    Dieser Fall für Sherlock Holmes und Dr. Watson war wieder richtig spannend. Er wird langsam aufgebaut und hat viele Gelegenheiten zum Miträtseln gegeben. Bis zum Schluss wusste ich nicht, wer der Täter war. Spannung kam für mich auch dadurch auf, dass ich Buch und BBC-Serie verglichen und versucht habe, Parallelen zu finden. Das war sehr interessant und hat das Buch, das ohnehin mitreißend war, noch unterhaltsamer gemacht. „Der Hund der Baskervilles“ hat mir bis auf einige vorhersehbare Details gut gefallen und bekommt dafür vier Schreibfedern.

  15. Cover des Buches Sherlock Holmes - Das Zeichen der Vier (ISBN: 9783596522323)
    Arthur Conan Doyle

    Sherlock Holmes - Das Zeichen der Vier

     (261)
    Aktuelle Rezension von: Papiertiger17

    Mit meinem ersten Sherlock-Holmes-Roman habe ich ordentlich daneben gegriffen. Sicherlich, der Autor liefert ab der ersten Seite einhundert Prozent von dem ab, was man von diesem Ermittlerhelden erwartet, jedoch mit welchem Beigeschmack: Die einzige dunkelhäutige Figur wird als wilde und missgestaltete Kreatur, affengesichtig mit grausamen und bestialischen Zügen und wulstigen Lippen, von widerspenstigem Charakter und abstoßender Natur, mit außerordentlichen Kletterfähigkeiten ausgestattet beschrieben. Diese mordet dann vorzugsweise mittels Blasrohr und vergifteter Pfeile - in London. Allein diesen schwarzen Kannibalen, was auch sonst soll er sein, zu erblicken, reicht aus, dass Holmes und Watson die Revolver auf ihn richten. So endet diese Figur, als einzige der Geschichte, tot und auf dem Grund der Themse. Seinem weißen Komplizen wird nach erfolgreicher Festnahme erst einmal ein Flachmann und eine Zigarre zur Beruhigung gereicht – von Sherlock Holmes. Im letzten Kapitel wird dann noch die Kolonialherrschaft der Briten in Indien, wenn nicht abenteuerlich romantisiert, dann doch zumindest verbrämt. Der Autor übergießt den Leser mit einem ganzen Schwall rassistischer Ideen und Vorurteile, garniert mit einer klischeehaften Darstellung der Damenwelt, die, zartbesaitet bis ins Mark, bei jeder Kleinigkeit sofort erblasst und ständig an der Grenze zur Ohnmacht stehend nach einer stützenden Männerhand sucht. Das alles macht diesen kleinen Roman in hohem Maße unerquicklich.

  16. Cover des Buches Die Abenteuer des Sherlock Holmes (ISBN: 9783596522316)
    Arthur Conan Doyle

    Die Abenteuer des Sherlock Holmes

     (191)
    Aktuelle Rezension von: Alexander_Bally

    Natürlich ist Sherlock Holmes seit Jahrzehnten eine der großen Ikonen der Literatur, so dass man die Bücher nicht gelesen haben muss, um eine klare von Vorstellung von dem Detektiv aus der Bakerstreet 221b zu haben. Ich kannte noch vor unserem ersten Kontakt den Namen als ein Synonym für einen scharfsinnigen Detektiv. Ich war in der sechsten Klasse, als meine Deutschlehrerin ein Heftchen mit einer seiner Kurzgeschichten als unsere erste Klassenlektüre auswählte. Es ging ihr dabei sicherlich weniger darum, uns ein literarisches Qualitätsprodukt erster Güte zu zeigen. Sie wollte wohl vor allem alle in der Klasse für die Geschichte zu begeistern. Auch die, die vor allem bislang Fix und Foxy, Bessy, die Silberpfeilhefte oder Wendy als den Gipfel der Literatur kannten. Es war vor allem Leseförderung, aber wir lernten auch, als Klasse gemeinsam eine Geschichte zu lesen und ein wenig hinter die Handlung zu schauen. Eine Fertigkeit, die wir im Sommer bei unserer zweiten Lektüre – der Löwe Leopold, politische Lyrik eines DDR-Autors – dringend brauchten.

    Das war mein erster direkter Kontakt. Ich mochte dem brilliant-kauzigen Ermittler und die Geschichte mit der überraschenden Auflösung. Sie machte Lust auf mehr. Im heimischen Buchregal fand sich vieles, aber Krimis waren dünn gesät und Holmes war hier nicht daheim. Doch ich hatte ja meinen Büchereiausweis.

    Damals waren Bibliotheken noch recht weihevolle Buchhorte, deren Atmosphäre von einem omnipräsenten „Psst“ bestimmt war. "Unsere Regale", der Kinderbuchbereich war offener und nahe am Tisch, wo man entliehenen Bücher abstempelte. Das war so, damit wir „Kleinen“ uns ja nicht unbeobachtet fühlten. Unter den Augen der ernsten Bibliothekarin Unfug machen oder lachen? Undenkbar!

    Bald wusste ich, auch hier, bei den Kinderbüchern, gab es Sherlock nicht. Doch vielleicht war er im Büchermeer der Erwachsenen zu finden. Doch, durfte ich in diese Reihen vordringen, die nicht für Meinesgleichen bestimmt waren?
    Ich fragte schüchtern die Bibliothekarin, ob ich dort nach dem Detektiv suchen durfte. Sie aber wies mir statt dessen den Weg zum Schubladenschrank mit den Katalogkarten auf Karton. An diesem Nachmittag lernte ich, was Stich- und Schlagworte sind und ergründete erstmals die Geheimnisse der Bibliothekssigel, die dem Eingeweihten den Weg zum Buch wiesen. So öffnete mir Sherlock auch einen Spalt in der Tür zur Buchwissenschaft. Dann endlich hatte ich das Buch, dieses Buch, die Abenteuer, in dem auch die Geschichte aus der Schule stand, in Händen und erlebte weitere spannende Fälle des Meisters.

    Natürlich sind die Geschichten alt und nicht mehr ganz zeitgemäß. Große Fragen der Welt oder des Menschseins werden hier nicht erörtert. Es ist „nur“ Unterhaltungsliteratur, sogar eine gewisse Gleichförmigkeit kann man den Geschichten vorwerfen, stereotype Detektivgeschichten, Serienliteratur, Dutzendware, die man im Englischen pulp fiction nennt. Das ist alles nicht falsch, doch andererseits ist da doch noch mehr.

    Sir Arthur Conan Doyle schrieb zwar Geschichten von der Stange, doch die Erfindung der Detektivpaars und auch der vielen ikonischen Nebenfiguren ist kaum anders als genial zu bezeichnen. Wären sie banal, hätte man sie nicht immer wieder mit Faszination aufgegriffen und weiterentwickelt. Und auch in anderer Hinsicht waren die Bücher genial. Mit Sherlock Holmes begann die Wissenschaftlichkeit in die Kriminalermittlung einzuziehen. Die Fiktion nutze noch vor der Kriminalistik alle Möglichkeiten der Sachbeweise und ebnete modernen Ermittlungsmethoden der Polizei den Weg. Sherlock erst zeigte auch vielen Beamten in unserer Welt, dass es weit bessere Möglichkeiten der Täterüberführung gab, als wirre und widersprüchliche Zeugenaussagen und dem trügereischen Anschein folgende Ermittlungen. Tatortbegutachtung, Beweissicherung, Dokumentation … all das war noch kaum etabliert und es ist unklar, wie sie die Kriminalistik ohne diese Bücher entwickelt hätte. Holmes Lupe, in der Studie in Scharlachrot noch ein verspottetes Kuriosum, wurde binnen Jahrzehnten zum Symbol für den Detektiv, auch im Polizeidienst.
    Und erst die Kriminallitatur … Sie wäre ohne Holmes und Watson kein so großes und reiches Genre geworden. Waren Geschichten der Verbrechensaufklärung bisher eher vereinzelt aufgetreten, wurden sie nun populär. Father Brown, Hercule Poirot, Sam Spade, Jules Maigret, Kalle Blomquist und nicht zuletzt mein Metzgermeister Ludwig Wimmer, sie alle fahren munter in dem Kielwasser, dass die Holmesbücher wie ein Eisbrecher erst fahrbar gemacht hatten.

    Ich finde die Geschichten nach wie vor schön und sie sind trotz ihres Alters immer noch frisch. Das liegt zum einen an dem wunderbaren Erzähler. James H. Watson MD ist tapfer, zupackend und sprachgewandt, und gleichzeitig bescheiden. Er wirkt neben dem Superhirn so wunderbar beschränkt, dass Doyle diesen Topos in immer neuen Variation dem Leser serviert. In den Augen von Watson ist Homes ein Heldengenie. Doch wenn man den Schleier seiner Heldenverehrung nur ein wenig beiseite zieht, zeichnet Doyle in Watsons Beschreibungen einen Asberger-Patienten mit allen Merkmalen: Eingeschränktes, stereotypes Repertoire von Interessen und Aktivitäten, aber keine allgemeine Entwicklungsverzögerung, auch nicht sprachlich, jedoch signifikante Auffälligkeiten bei sozialen Interaktionen. So zeigt er kaum Empathie, sondern bleibt stets rational und ist immer wieder für viktorianische Verhältnisse ein Rüpel. Für Snobismus fehlt ihm der Pedegree. Seine Verstöße gegen die strenge Etikette verzeiht man ihm nur wegen seines einzigartigen Talents und Erfolgs. Dazu neigt er zu exzessiver Kokainsucht, doch all das weiß sein Freund, Sidekick und bewundernde Chronist liebevoll zu bemänteln, ohne es zu leugnen.

    Aus dieser Kluft zwischen der freundlichen Schilderung und der eigentlich krassen fiktionalen Wirklichkeit generiert Doyle eine Energie, die den Charakter bis heute lebendig hält und zu immer neuen, gelungenen oder weniger gelungenen Interpretationen in Buch, Film und Computerspielen anregt. Was stören da ein paar kleine Schwächen oder die Tatsache, dass der Zufall, der in der Kriminalistik nicht ohne Grund den Rang des Kommissars hat, bei Sherlock Homes keine Rolle spielt? Keine so große, dass ich dafür einen Punkt abziehen möchte.

    Rezension auch auf www.perspektivwechsel.webador.de

  17. Cover des Buches Logik (ISBN: 9783150079966)
    Wesley C. Salmon

    Logik

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Emil_Rost
    Der Philosoph Wesley C. Salmon (1925-2001) leistete wichtige Beiträge zu Fragen der Wissenschaftstheorie, Metaphysik und zu Problemen der Kausalität, worunter in gewisser Weise auch die Logik fällt. Salmon war ein Schüler des bedeutenden Physikers und Logikers Hans Reichenbach, der zur logischen Beschreibung der Quantenmechanik die dreiwertige Quantenlogik mit den drei Arten der Implikation, also Standard-, Alternativ- und Quasiimplikation entwickelte. Salmon sieht in seinem Buch – abweichend von manchem anderen – die Logik weniger als eine Lehre vom Schließen und folgerichtigen Denken. Vielmehr betrachtet er sie unter dem Aspekt ihres Gebrauchswertes: Logik widmet sich Fragen des Argumentierens im Diskurs. Das 1. Kapitel widmet sich einführend Fragen nach dem gültigen Schluss und dem Wesen einer Begründung. Das 2. Kapitel geht dann auf die Fragen der Deduktion ein. Auch für den Nicht-Experten anschauliche Beispiele helfen dabei, auch schwierige Sachverhalte zu verstehen. Im 3. Kapitel widmet sich der Autor der induktiven Logik. Hier geht er auch auf Fragen von typischen „Fehlschlüssen“ ein, wie sie sich zum Beispiel häufig bei Interpretationen von Statistiken findet. Das 4. Kapitel geht dann prägnant aber doch tief auf das Thema „Logik und Sprache“ ein. Dabei geht es um das Wesen von Definitionen. Ich empfehle dieses übersichtliche Buch jedem, der sich in kurzer Zeit einen fundierten Überblick über den Komplex der Logik verschaffen möchte.
  18. Cover des Buches Mastermind: How to Think Like Sherlock Holmes (ISBN: 9780143124344)
    Maria Konnikova

    Mastermind: How to Think Like Sherlock Holmes

     (1)
    Aktuelle Rezension von: TheRavenking

    Der Titel lässt auf Großes hoffen. Wird man nach dem Lesen wirklich so brillant sein wie Holmes? Kann derjenige, der dieses Buch in die Hand nimmt, hinterher eine Karriere als Detektiv starten. Vielleicht sogar der Polizei beim Kampf gegen das Verbrechen zur Seite stehen? Oder durch das hier Gelernte glänzende Erfolge im Beruf erringen? Werden die Kollegen im Büro demnächst vor Ehrfurcht erstarren, wenn man den Mund aufmacht? Wird man seine Bekannten mit brillanten Schlussfolgerungen und scharfsinnigen Beobachtungen verblüffen können?

    Ich enttäusche Sie nur ungern, meine Damen und Herren, aber wenn Sie diesbezügliche Hoffnungen hegen, sollten Sie lieber die Finger von dem Buch lassen. Ich glaube kaum, dass es ihr Leben grundlegend verändern wird.

    Es ist ein ganz normaler Ratgeber, der sich einzig dadurch vom Gros ähnlicher Publikationen unterscheidet, dass er die Figur Sherlock Holmes' als Ausgangspunkt für seine lehrreichen Betracthungen nimmt.

    Maria Konnikova ist Psychologin und seit ihrer Kindheit ein Fan des Meisterdetektivs. Sie hat sich gefragt, was Normalmenschen von Holmes lernen können. Die Autorin analysiert also Holmes' Methoden und versucht daraus allgemeine Ratschläge für den Alltagsgebrauch zu destillieren. Konkret sieht das so aus, dass Konnikova Passagen aus dem Holmes-Kanon zitiert und dann minütiös untersucht wie genau Sherlock Holmes im jeweiligen Fall zum Erfolg gelangt ist. Außerdem bedient sie sich der Erkenntnisse der modernen Neurowissenschaft und natürlich der allgemeinen Psychologie.

    Gleich am Anfang etabliert sie ihre Theorie, nach der wir alle über ein System: Watson und ein System: Holmes in unserem Gehirn verfügen. Watson ist der konservative, mechanische Teil unseres Gedankenapparats, der keine Risiken eingehen möchte und höchsten Wert auf Sicherheit legt, während Holmes offen für ungewöhnliche Lösungen und neue Ideen ist. Wir müssen also versuchen, das System: Watson zum Schweigen zu bringen und öfter den Teil Holmes zu gebrauchen. Konzentrations- und Meditationsübungen können dabei behilflich sein.

    Das ist alles ganz amüsanz, aber wenn man schon den einen oder anderen Ratgeber dieser Art gelesen hat, wird man hier wenig Neues finden. Es ist im Grunde nur alter Wein in neuen Schläuchen, der hier dargeboten wird. Wer Sherlock mag, wird der Lektüre sicher trotzdem einige Freude abgewinnen können.

    Sehr schön finde ich allerdings das Cover dieser britischen Penguin-Ausgabe, mit der Silhouette von Benedict Cumberbatch vor dem Hintergrund des modernen London.

    Insgesamt vergebe ich  fünf Sterne für die Idee, drei Sterne für die Umsetzung.

  19. Cover des Buches Die Zeichen der Furcht (ISBN: 9783404171507)
    David Pirie

    Die Zeichen der Furcht

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania
    Achtung, dies ist der zweite Teil einer Trilogie um die Fälle von Arthur Conan Doyle und Dr. Joseph Bell.
    Und dieses Mal geht es um den ärgsten Feind, den Doyle später Moriarty genannt hat.
    Doyle und Bell müssen sich um ein paar eigenartige Morde in den Bordellen der Stadt kümmern, die scheinbar überhaupt keine Motive besitzen. Zeitgleich sorgen sie sich um die Frau des Gönners von Doyles Universität. Sie wird schwächer und schwächer, aber die wahren Gründe dafür dürfen nicht an die Oberfläche gelangen und dann verliebt sich Doyle auch noch in die Schwester. Ein aberwitziger Lauf um die Zeit beginnt.
    Auch im zweiten Teil fühlte ich mich wieder gut unterhalten und kann nicht sagen, dass die Geschichte dieses Mal schwächer war (was ich leider oft bei zweiten Teilen bemerke). Eine solide Grundspannung war auch immer dabei und zusätzlich ein wirklich guter Cliffhanger. Ein Glück, dass ich den dritten Teil schon zu Hause habe, denn sonst müsste ich ihn spätestens jetzt beschaffen.
    Nach wie vor gefallen mir die Figuren und ich finde auch, dass die Stimmung Doyles Sherlock Holmes Geschichten nahe kommt. Ich freue mich auf den Abschluss der Reihe.
  20. Cover des Buches Sherlock Holmes-Die Erdbebenmaschine (ISBN: B002AF68Y0)
  21. Cover des Buches Drogenrausch und Deduktion: Zur Innenwelt des Sherlock Holmes (ISBN: 9783946413431)
  22. Cover des Buches Mr Holmes (ISBN: 9781782113317)
    Mitch Cullin

    Mr Holmes

     (3)
    Aktuelle Rezension von: TheRavenking

    Es ist 1947 und der mittlerweile 93 Jahre alte Sherlock Holmes lebt zurückgezogen in einem Cottage in Sussex. Neben der Bienenzucht, der er sich mit großem Eifer widmet gehört das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten über den Detektivberuf zu seiner Hauptbeschäftigung. Der nun schon im Greisenalter angekommene Meisterdetektiv verbringt die späten Tage seines Lebens in fast vollkommener Abgeschiedenheit.

    Nur eine Haushälterin und deren junger Sohn, Roger, leisten ihm Gesellschaft. Roger zeigt großes Interesse an den Bienen und so bringt ihm Holmes das Imkerhandwerk bei. Aber Roger möchte auch mehr über Holmes‘ Detektivvergangenheit wissen, so schleicht er sich immer wieder in dessen Arbeitszimmer und studiert die dortigen Bücher. Bei einem dieser Ausflüge findet er ein unvollendetes Manuskript, das von einem alten Fall handelt.

    Mr. Holmes erschien ursprünglich unter dem Titel A Slight Trick Of The Mind. Autor Mitch Cullin hat gesagt, dass ihn der Zustand seines eigenen alternden Vaters zum Buch inspirierte. Denn auch der größte Detektiv der Welt ist nicht vor Altersproblemen gefeit. Sherlock Holmes ist nicht mehr die perfekt funktionierende Maschine, die er einst war. Sein Gedächtnis spielt ihm Streiche, er vergisst Dinge, bringt manches durcheinander. Seine nicht mehr einwandfrei funktionierenden Sinnesorgane bringen ihn immer wieder in Verlegenheit.


    Die Handlung von Mr. Holmes spielt sich auf drei verschiedenen Zeitebenen ab. Da ist zunächst einmal die Gegenwart, 1947, Holmes ist gerade von einer Japanreise zurückgekehrt, und erholt sich von den Strapazen der Reise, dann die unmittelbare Vergangenheit, hier erfahren wir über Holmes‘ Aufenthalt in Japan, und schließlich haben wir eine um über 40 Jahre zurückliegende Periode gegen 1903, über die in Holmes‘ Manuskript berichtet wird. Diese drei Ebenen wechseln sich ständig ab: Mal sind wir mit Holmes in Sussex, dann wieder in Tokio und wenn Roger jeweils ein Kapitel des Manuskripts liest, befinden wir uns im London des frühen 20. Jahrhunderts.


    Während das Leben in England recht ereignislos vor sich hinplätschert bieten die Rückblenden mehrere Rätsel. Holmes kommt auf die Einladung eines gewissen Mr. Umezaki nach Japan. Gemeinsam reisen sie durch das zerstörte Land, besuchen auch Hiroshima, den Ort des Atombombenabwurfs. Sein japanischer Gastgeber gibt sich als großer Fan des Detektivs zu erkennen, wobei allerdings eine gewisse Skepsis mitschwingt, ob Holmes wirklich all diese Dinge vollbracht hat, von denen Dr. Watson in seinen Aufzeichnungen erzählte. Aber Mr. Umezaki hat noch ein persönliches Anliegen, nur, ist Sherlock Holmes überhaupt noch in der Lage als Detektiv zu funktionieren? Mr Umezakis Vater ist irgendwann vor Jahren in England verschwunden. In seinem letzten Brief schrieb er, er wäre dem großen Detektiv Sherlock Holmes begegnet. Doch Holmes kann sich nicht mehr an ihn erinnern.


    Vater-Sohn Beziehungen bilden das zentrale Thema in Mr. Holmes. Sherlock Holmes beginnt Roger als den Sohn zu betrachten, den er nie hatte, während Mr. Umezaki, der Japaner, auf der Suche nach seinem lange verschollenen Vater ist.

    Aber Mitch Cullin belässt es nicht hierbei, im letzten Drittel führt er ein weiteres Thema ein: Sherlock Holmes verliebt sich in die Ehefrau eines Klienten.
    Doch hier gilt am Ende: zu wenig, zu spät. Denn Sherlocks Leidenschaft bleibt für den Leser kaum nachvollziehbar.

    Altern, Vergänglichkeit, körperlicher und seelischer Verschleiß – das sind die traurigen Gewissheiten, die uns alle irgendwann im Laufe unseres Lebens erwarten. Auch die größten der Großen sind den grausamen Gesetzen der Natur unterworfen. Die effektivsten Momente des Buches sind jene, in denen Sherlock mit seiner Sterblichkeit ringt. Er spürt wie ihm das Leben langsam entgleitet. Eine tiefe Melancholie zieht sich durch das gesamte Buch.


    Aber die Humanisierung des Meisterdetektivs will trotzdem nicht ganz gelingen. Die kompliziert verschachtelte Erzählstruktur führt vielmehr zu einer gewissen Distanz. Das Werk wirkt durch die verschiedenen Geschichten und Themen etwas überfrachtet.


    Mr. Holmes verdient Respekt für seine Ambitionen, aber es ist schwer das Buch zu lieben.
    Vieles bleibt vage, nur unzureichend erklärt, wer erwartet, dass die verschiedenen Handlungsstränge letztendlich ineinander greifen und ein schlüssiges Ganzes ergeben, wird enttäuscht. Die Mischung aus Drama, Detektivrätsel und Liebesgeschichte geht nicht auf.


    Mitch Cullins Buch ist ein interessantes Experiment, das durch seine ungewöhnliche Herangehensweise zwar aus der Flut von Sherlock-Holmes-Pastiches hervorsticht, bei dem die Umsetzung der Idee aber nicht gerecht werden kann.


    Mitch Cullin wurde in 1968 in Santa Fe, New Mexico geboren. 1984 als er 16 Jahre alt war, widmete ihm ein Magazin einen Artikel als größter Sherlock-Holmes-Fan der Welt. Er ist Autor mehrerer Romane, von denen Tideland (von Terry Gilliam) und nun auch Mr. Holmes (von Bill Condon, mit Ian McKellen) verfilmt wurden.


  23. Cover des Buches The Spirit Box (Sherlock Holmes) (ISBN: 9781781160091)
    George Mann

    The Spirit Box (Sherlock Holmes)

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Sherlock Holmes And the Harvest of Death: A Narrative Believed to Be from the Pen of John H. Watson, MD (ISBN: 9780786277957)

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