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- Aaron James
Arschlöcher
(6)Aktuelle Rezension von: NespavanjeDer Titel dieses Sachbuches hat mir und meinen Buchhändlerkollegen ein Schmunzeln herausgelockt und so manche Kunde konnte den Titel nur mit errötendem Gesicht nennen. Ich persönlich finde einen kurzen knackigen Titel wie „Arschlöcher“ schon mal viel besser, als die ellenlangen Titel, die sich sowieso niemand merken kann und will. Meine Erwartungen, so aufrührerisch der Titel nun auch sein mag, waren eigentlich sehr niedrig und was soll ich sagen: Mir hat es gut gefallen.
Gleich im ersten Teil erwartet dem geneigten Leser eine genaue Definition des Begriffes Arschloch und nun kann ich sagen, dass nicht jedes Arschloch auch tatsächlich eines ist! Es werden einige interessante Überlegungen angestellt, aber so wie im Untertitel versprochen, wird man sie nicht unbedingt zum Schweigen bringen können. Allerdings hilft es in den meistens Fällen bereits einen Mitmenschen als solches zu erkennen und dann dementsprechend darauf zu reagieren. Aaron James geht darauf ein, weshalb das Arschloch meist männlich ist und wie es mit dem weiblichen Pendant dem Miststück aussieht. Der Autor dieses Sachbuches promovierte an der Harvard University und hält eine Professur für Philosophie an der University of California. Seine Beispiele entspringen oft der amerikanischen Kultur und Gesellschaft. Meist wird man das eine oder andere Beispiel für den europäischen Kulturkreis nicht ummünzen können, allerdings wird der aufmerksame Leser schon merken, auf was Aaron James hinauswill. Arschlöcher ist ein kurzweiliges, philosophisch angehauchtes und humorvolles Sachbuch über einen besonderen Mitmenschen und zum Schluss will ich mich natürlich bei dem Leser meiner Rezensionen entschuldigen: Das Wort Arschloch hab ich vielleicht ein wenig inflationär benutzt, allerdings würde ich, nachdem ich dieses Sachbuch nun gelesen habe, gerne wissen, wie oft Aaron James es benutzt hat. Ich hab mir aber nicht die Mühe gemacht sie zu zählen, aber vielleicht macht das ja noch jemand.




