Bücher mit dem Tag "delfine"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "delfine" gekennzeichnet haben.

40 Bücher

  1. Cover des Buches Meeresflüstern (ISBN: 9783570402214)
    Patricia Schröder

    Meeresflüstern

    (606)
    Aktuelle Rezension von: Sophelliest

    Bereits nach den ersten Kapiteln habe ich überlegt, das Buch abzubrechen. Da die Geschichte so verlockend war, habe ich weitergelesen. Noch immer bin ich mir unsicher, ob es sich gelohnt hat.


    Die Geschichte

    Die Storyline an sich find ich klasse. Dies Mysterien, Meerwesen, eine Fremde auf einer kleinen Insel und ein Mord. Klingt eigentlich ziemlich verlockend. Stellenweise war es wirklich spannend und ich wollte wissen, wie es weitergeht, aber leider hat mich die Umsetzung der Geschichte teilweise abgeschreckt. Dies lag vor allem an der Ausarbeitung der Charaktere. 


    Die Charaktere

    Elodie hat für mich keinen Sinn ergeben. Sie hat große Angst vor dem Wasser. Und um den Tod ihres Vaters zu verarbeiten, fährt sie auf eine Insel? Das war der erste Punkt, der mich gestört hat. Aber gut, ihre Großtante lebt dort, also drücke ich ein Auge zu. Dann fährt Ruby sie fast um und plötzlich sind sie beste Freundinnen, nachdem sie drei Sätze über das Hinterteil einer anderen Person gewechselt haben. Generell ging mir die Entwicklung von Beziehungen in diesem Buch einfach viel zu schnell. Besonders bei ersten Begegnungen waren es oft sehr unangenehme Konversationen, die sehr unrealistisch waren. 

    ACHTUNG SPOILER
    Auch verstehe ich nicht, warum die ersten zwei Kapitel noch auf Frederick herumgehackt wird, dann 200 Seiten lang eine Liebesgeschichte mit Cyril aufgebaut wird und sie sich dann nach zwei Sekunden in Gordian verliebt. Das war für mich einfach nicht nachvollziehbar.

    Auch können sich Elodie und Gordian anfangs nicht küssen, weil...? Ja das wird irgendwie gar nicht aufgelöst. Als sie es dann doch tun, spuckt (?) Gordian ihr aufs Shirt. Jedenfalls ist es dann nass. Am Ende des Buches können sie sich aber plötzlich ohne Probleme küssen. So ganz verstanden habe ich das nicht.

    SPOILER ENDE


    Der Schreibstil

    An sich finde ich den Schreibstil gut. Man wird förmlich in die Welt hineingezogen und kann sich alles gut vorstellen. Allerdings waren die Konversationen zwischen den Charakteren so unangenehm, dass sie mich komplett aus dem Lesefluss gerrissen haben. 


    Fazit

    Eine Geschichte mit viel Potenzial, aber mangelnder Umsetzung, besonders bei den Charakteren und der Entwicklung der Geschichte. Ich werde die Reihe nicht weiterlesen und würde sich auch nicht weiterempfehlen.

  2. Cover des Buches The Sea in your Heart (ISBN: 9783499006647)
    Kira Mohn

    The Sea in your Heart

    (197)
    Aktuelle Rezension von: Mirarim

    Nette Geschichte, die neben der Liebesgeschichte sehr stark den Walfang thematisiert. Alles, was mit dem Walfang bzw. vor allem die Verhinderung von diesem zu tun hatte, fand ich sehr interessant und mochte ich an dem Buch auch sehr.

    Auch Lilja und ihre beste Freundin waren mir sehr sympathisch und ich mochte irgendwie vor allem die Freundschaft zwischen den beiden.

    Jules Wirkung auf Lilja und damit ihr Handeln fand ich an sich eine schöne charakterliche Entwicklung von ihr - weil sie sich selbst etwas getraut hat, das sie bisher nicht hat. Ganz unabhängig von der Walgeschichte, war Jules als Typ irgendwie nicht so meiner. Natürlich muss er mir auch grundsätzlich nicht sympathisch sein, ich finde aber, dass man mit einer Liebesgeschichte schon deutlich, deutlich mehr mitgefiebert, als andersrum. Ich wäre viel eher in Team Ari gewesen, aber ich wurde ja auch nicht gefragt 😅

    Insgesamt fand ich auch etwas schade, dass die Charaktere aus Band 1 quasi nicht vorkamen, rückblickend ist es aber umgekehrt das gleiche gewesen - dass vielmehr die Existenz und der grundsätzliche Zusammenhang da war und weniger der Auftritt.

    Alles in allem: Es war gut anzuhören und auch gut geschrieben, hätte für mich aber auch gereicht Band 1 der Island-Reihe zu lesen.

  3. Cover des Buches Meeresrauschen (ISBN: 9783570402290)
    Patricia Schröder

    Meeresrauschen

    (293)
    Aktuelle Rezension von: leben.lachen.lesen

    Patricia Schröder ist ein guter Einstieg in den zweiten Teil der Reihe gelungen. Er knöpft da an wo der erste Teil endet und somit ist man direkt wieder mitten im gesehen und wird von der Spannung gepackt.

    In diesem Teil trifft man auf die alten Charaktere aus dem ersten Buch. Man lernt sie hier näher kennen und erfährt das ein oder andere Geheimnis von ihnen. Jedoch kommen auch neue Charakter hinzu, was meiner Meinung nach wiederum den Spannungsbogen aufrecht erhält.

    Besonders Elodie macht für mich in diesem Teil eine riesige Entwicklung mit. Von der damals zurückhaltenden und eher in sich gekehrten Person wird sie zu einer starken jungen Frau die ihre Meinung ganz klar vertritt und anderen auch mal die Stirn bietet.


    Alles in allem hat mir der zweite Teil der Trilogie besser gefallen, als der erste. Und meiner Meinung nach ist von Spannung, Romantik und vor allem Fantasie für jeden was dabei.

  4. Cover des Buches Meerestosen (ISBN: 9783570402306)
    Patricia Schröder

    Meerestosen

    (212)
    Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchen

    Es hat jetzt mehrere Jahre gedauert, bis ich mich wieder an Band drei dieser Reihe gewagt habe. Ich hatte ihn bereits mal begonnen und habe nach 50 Seiten einfach aufgehört zu lesen. Jetzt war es soweit und ich habe mich erneut getraut, doch meistens ist es ein Zeichen, wenn ich ein Buch anfange und nicht weiterlesen...

    Wer die Vorgänger nicht kennt, braucht mit diesem Buch gar nicht anfangen, denn es geht nahtlos mit der Story weiter und es fehlt sonst viel zu viel Information. Die ersten beiden Teile 'Meeresflüstern' und 'Meeresrauschen' haben mir richtig gut gefallen. Nicht nur die Idee um Nixen und Halbwesen, sondern auch die Umsetzung und die einzelnen Charaktere. Daher war ich eigentlich recht gespannt auf den Abschluss der Geschichte rund um Elodie und Gordian. 

    Nun, direkt auf den ersten Seiten wird es schnell fade und langwierig. Man schippert sich durch die Geschichte und gab es in den Vorgängern viele Wendungen, Spannung und schön ausgearbeitete Charaktere, so musste ich diesmal leider danach suchen. Gerade Elodie war mir als starke und sich immer weiter entwickelnde Figur in Erinnerung geblieben. Jetzt war sie besessen von Gordian und den immer selben Gedanken an Allianzen und dann doch wieder mal Gordian. Sie ist kraftlos und oft spontan zickig, handelt unbedacht und impulsiv. Das sie das immer auf ihr Haiwesen schiebt hat mir einfach gar nicht gefallen. 

    Die anderen Charaktere sind ebenso schlicht und oberflächlich dargestellt. Leider trifft das auch auf die neu auftretenden Figuren zu, auf die ich mich eigentlich gefreut habe. Schade, dass die Autorin, anders als in Band eins und zwei, auf einmal Augenmerk auf die scheinbar unlösbaren Probleme richtet. Wobei sie sich da immer und immer wieder im Kreis dreht... Womit ich auch schon bei der Handlung wäre. Die ist nicht so spannend und leider oft auch vorhersehbar. Es bedarf solch einer langen Vorbereitung, dass man gar nicht anders kann, als es zu ahnen und tatsächlich ist die Lösung dann scheinbar einfach und viel zu schnell erbracht. Ich konnte daher das Lesen gar nicht richtig genießen. 

    Eines der Probleme, neben der ganzen Nixengeschichte, ist die Verschmutzung der Meere durch den Menschen. Wichtig und gut angebracht, mal aus der Sicht eines Meerebewohners und trotzdem ist das Problem zu schnell und scheinbar auch leicht gelöst. Wäre es doch nur in echt so einfach. 

    Der Schreibstil war soweit in Ordnung, man kann gut durch die Seiten pflügen. 

    Insgesamt hat mir die Trilogie gut gefallen; die Idee mit verschiedenen Nixenarten, Halbwesen, der einbezogenen Krise bezüglich unserer Seen und Meere und zu Anfangs genialen Charakteren ist schlussendlich sehr anregend und lässt sich gut lesen. Lediglich der Abschlussband war für mich der Schwächste, da einfach etwas Tiefer fehlte. 🐬

  5. Cover des Buches Code Genesis - Sie werden dich finden (ISBN: 9783570165355)
    Andreas Gruber

    Code Genesis - Sie werden dich finden

    (52)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Code Genesis ist ein Jugendroman, in dem die Guten von den Bösen auf der Jagd nach Forschungsergebnissen gnadenlos verfolgt werden.

    Der Klappentext hat schon einiges vom Inhalt verraten. Die Geschichte kommt nicht mit großartigen Innovationen daher. Zumindest sind die Muster bekannt. Wir haben es mit einem Katz-und Maus-Spiel auf mäßig hohem Niveau zu tun. Der Kleine gegen den übermächtig Großen. David gegen Goliath. Einiges wirkt leicht überzogen. Aber in welchem anderen Buch oder Film ist es nicht genauso? In einem Buch geht es darum, auch seine Fantasie spielen zu lassen. Daher lässt sich auch einmal darüber hinwegsehen, wenn nicht immer alles hochwissenschaftlich erklärbar abläuft.

    Im Mittelpunkt steht die vierzehneinhalbjährige Terry West und ihre Familie. Nach dem Tod ihrer Mutter wächst sie auf dem Forschungs-U-Boot "Kopernikus" bei ihrem Onkel auf. Terry stürzt ihre Ersatzfamilie durch eine eigenwillige Aktion in ein nachhaltiges Chaos. Der Roman wird hauptsächlich aus Terrys Sicht in der Ich-Perspektive erzählt, es kommen jedoch vereinzelt auch andere Sichtweisen ins Spiel. Faszinierend sind die zunächst noch eher unbekannten Gegner, die alles daransetzen, das Geheimnis, um die Forschungen von Terrys Mutter zu lüften. Dass wir ebenso wie die Protagonistin nicht wissen, wobei es sich hierbei handelt, macht das Ganze umso fesselnder. 

    Das Buch ist einfach und flüssig zu lesen, sodass wir schnell in die Handlung hineinkommen. Es finden sich weder langweilige Passagen noch superspannende. Einige Informationen aus der Vergangenheit werden den Lesern während der Geschichte unterbreitet. Doch nicht alle Geheimnisse werden in diesem Band aufgelöst.

    Es ist kein Geheimnis, das es noch weitere Bände aus der Reihe geben wird, da es sich bei dieser Lektüre um den Auftakt einer größeren Serie handelt. Trotzdem ist jeder Band in sich abgeschlossen.  Irgendwie. Dennoch bleiben viele Fragen offen, die neugierig auf die Fortsetzung machen.

    Hauptprotagonistin ist Terry. Erzählt wird größtenteils aus ihrer Sicht in der Ich-Form. Für die verwendete Perspektive erfahren wir erstaunlich wenig über sie. Die Protagonistin wirkt vielfach wie ein Fremdkörper. Während Simon, Ethan und Johann klare Aufgaben auf dem U-Boot haben, erfahren wir bis zuletzt nicht, welche Aufgabe, außer hin und wieder Putzen, sie innehat. Was sie bewegt und antreibt bleibt ein Rätsel. Auch über markant weibliche Züge verfügt Terry nicht. Da kommt kein „streicht sich eine lange Strähne hinters Ohr“, bindet sich die Haare zu einem Zopf“ oder ähnliches. Terry könnte genauso gut ein Junge sein. Vielleicht daher ihr Name. Sie ist eine sture Protagonistin, welche innerlich jedoch ziemlich unsicher und ängstlich ist. Dass sie nicht viel über ihre Mutter weiß, macht ihr zu schaffen und ihr einziges Foto von ihr, hütet sie wie einen Schatz.

    Die Figur des Johanns, der angeblich schon seit fünfzig Jahren im Dienst der Familie ist, erscheint fragwürdig. Er geht auf die siebzig zu und ist vital wie ein Dreissigjähriger. Häufig wird seine Knastvergangenheit erwähnt. Der Autor relativiert dies zwar nachträglich auf Jugendknast. Doch was wir über seine Knastvergangenheit erfahren, hat mit Jugendknast nicht viel am Hut. Als Jugendlicher wäre er nicht Knast-Boxchampion gewesen, sowie ein erfahrener Schlossknacker, was ihn hinter schwedische Gardinen gebracht hat. Er besäße auch nicht zahlreiche Knast-Tattoos.

    Gehen wir von seinem Alter und seiner Erfahrung aus, müsste er um die dreißig gewesen sein, als er ein Familienmitglied wurde. So wäre er vor etwas mehr als dreißig Jahren in die Dienste von Terrys Großvater getreten.  Zu diesem Zeitpunkt dürften Terrys Mutter und Onkel immer noch Kinder gewesen sein, wenn auch Teenys, so dass der Rest seiner Geschichte stimmig wäre.

    Wir haben auch noch Ethan, Terrys Cousin, ein Computernerd wie aus dem Buche, sowie Onkel Simon, den Forscher.

    Generell lässt sich festhalten, dass der Autor bis weit über die Hälfte der Handlung sich bezüglich der Charaktere bedeckt hält. Am meisten Persönlichkeit hat Frettchen Charlie, der bereits älter ist, als dies seine Artgenossen jemals erreichen werden. Er erweist sich als erstaunlich intelligent und gewinnt rasch die Herzen der Leser. 

    Antagonist und Bösewicht des Buches ist Valerie, die unbedingt Terry, beziehungsweise die Forschungsergebnisse ihrer Mutter in die Hände bekommen will. Zu kritisieren ist, dass die Gründe von Valeries Handeln nicht erklärt werden. Von Anfang an ist offensichtlich, dass Terry keine Ahnung hat. So erteilt die Antagonistin den Befehl, das Mädchen zu eliminieren. Dann baut sie, nachdem Terry entkommen ist, solch ein Konstrukt von Intrigen und Verschwörungen um das Mädchen auf? 

    Die Hintergründe dieser Jagd wurden meines Erachtens viel zu wenig erklärt. Vermutlich kann sich die Serie damit über einige Teile halten, doch wird sie wegen der fehlenden Backstory immer unglaubwürdiger und langweiliger. Da fehlt mir persönlich der Anreiz, noch lange weiterzulesen.

    Der Jugend-Thriller startet zumindest spannend. In einem Prolog wird Terry festgehalten und verhört: 

    “Woran hat deine Mutter geforscht?”

    Ihr liefen die Tränen übers Gesicht. “Woher soll ich das wissen? Ich war vier Jahre alt, als sie gestorben ist.”

    “Wo sind ihre Aufzeichnungen?”

    “Ich weiß es nicht!”, schrie sie verzweifelt.

    “Wo ist sie?” (Code Genesis, Band 1, S.10)

    Code Genesis – sie werden dich finden liefert gute Unterhaltung. Auch wenn die Charaktere eher an der Oberfläche bleiben, so ist vor allem das Setting sehr gut gewählt. Von Miami, nach New York, über die Niagarafälle bis hin zum Bermuda-Dreieck, Andreas Gruber nimmt alles mit! Besonders Technikfreaks werden ihre Freude an “Code Genesis ” haben, wenn die Flucht mittels U‑Boot durch die Weltmeere ihren Anfang nimmt.

    Was sehr deutlich zu merken ist, dass es ein Jugendroman ist, da sämtliche für die Abenteuer auftauchenden Probleme sehr einfach zu lösen waren, und auch einige erschreckende Ereignisse, nicht die "normalen" Gefühlsregungen bei den Protagonisten hervorrufen konnten. Dieser Aspekt ist es, der ein leicht negatives Gefühl nach dem Lesen hinterlässt. Vieles wurde zu leicht abgehandelt und zu einfach geregelt. Ich schätze dies liegt aber hauptsächlich daran, dass das Buch nicht für meine Altersgruppe bestimmt ist. Dazu kommen die flache Figurenzeichnung und die fehlenden Hintergrundinformationen, die doch einiges erklären könnten. Der Showdown war irgendwie auch vorhersehbar. Kein Wunder, wenn einer zu einer Schießerei mit dem sprichwörtlichen Messer auftaucht, muss er sich eine effektive Alternative suchen.

    Da erwarte ich auch bei einem Jugendbuch etwas mehr.

    Für Kinder und Jugendliche ist es dennoch ein großartiges Buch, das sie auch einiges über fremde Länder und bestimmte Orte kennenlernen werden.

    Das Buch war durchaus spannend, weil immer wieder etwas Neues und Unerwartetes geschah, doch teilweise war es auch sehr verwirrend und absurd. Es passiert hier so viel, dass einem gar nicht langweilig werden kann und doch konnte mich die Geschichte irgendwie nicht von sich überzeugen. 

  6. Cover des Buches Seawalkers - Gefährliche Gestalten (ISBN: 9783401604442)
    Katja Brandis

    Seawalkers - Gefährliche Gestalten

    (100)
    Aktuelle Rezension von: Emmy_Teardrop

    Tiago findet bei einem heimlichen Ausflug ins Meer raus, dass er ein Gestaltswandler ist. Da er ein Tigerhai in zweiter Gestalt ist, ist er ein Sewalker, ein Wassertier-Gestaltswandler. 

    Sein Onkel Johnny, ein Zackenbarsch schickt ihn daraufhin in ein Sewalker-Internat in der Nähe. Dort lernt er den Rochen Finny, das Gürteltier Jasper, Tigerpython Ella und Delfin Shari kennen, als er zu einem mysteriösen Auftrag lossoll. 

    Mir hat das Buch gut gefallen, aber es fehlte irgendetwas. 

  7. Cover des Buches Macht's gut, und danke für den Fisch (ISBN: 9783453407831)
    Douglas Adams

    Macht's gut, und danke für den Fisch

    (360)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Band 4 beginnt mit dem Prolog aus Band 1, nur dessen Ende ist ein klein wenig abgewandelt. Ich brauchte wieder einige Kapitel um mich an den Erzählstil zu gewöhnen. Außerdem wurde wieder eine neue „Welt“ kreiert, in der ich mich zurecht finden musste. Es finden sich (wieder) umständliche Schachtelsätze, die versuchen unverständliche Dinge zu erklären, mit Wörtern, die kaum zu lesen oder auszusprechen sind.

    Möglicherweise wäre das Buch unterhaltsam oder interessant für mich gewesen, hätten nicht seine Vorgänger so viel Frustration aufgestaut, dass ich die Reihe einfach nur als gelesen abhaken und hinter mich bringen wollte. Sogar eine gewisse Spur von humoristischen Absätzen glaubte ich zu erkennen.

    Inzwischen ist mir Arthur bisher am sympathischsten. Wenn er auch nicht die hellste Kerze auf dem Kronleuchter ist, wirkt er authentisch und ich kann sein Handeln und die meisten seiner Reaktionen auf die Geschehnisse einigermaßen nachvollziehen.

    Es sind noch eine ganze Menge Fragen offen am Schluss des Buches und ich hoffe sehr, dass es sich lohnt durch Band 5 zu quälen um die Antworten zu erhalten.

  8. Cover des Buches Bretonische Flut (ISBN: 9783462050653)
    Jean-Luc Bannalec

    Bretonische Flut

    (124)
    Aktuelle Rezension von: PageTurnersCat

    "Warnhinweis: Dieses Buch führt zu akuten Hungerzuständen und erhöht die Gefahr, einen Urlaub in der Bretagne zu buchen."


    "Bretonische Flut" aus der Feder von Jean-Luc Bannalec ist der fünfte Fall für den Kommissar Dupin und das erste Buch für mich. Und mir hat es sehr gut gefallen.

     Ein grausamer Mord an einer Fischerin führt Dupin und seine Inspektoren mitten auf die atlantische Inseln. Dem Opfer, einer jungen Fischerin, wurde die Kehle durchgetrennt. Wer war es - oder besser gesagt: aus welchem Grund sollte sie zum Schweigen gebracht werden? Als dann auf benachbarten Île de Sein eine zweite Leiche auftaucht merkt Dupin schnell, dass dieser Fall zu dem vielleicht kniffligsten seiner Karriere werden könnte. 


    Da vom Sommer bei uns dieses Jahr noch nicht viel zu sehen war, musste jetzt ein Buch her, in welchem die Sonne hoch am Himmel steht. Und genauso eines habe ich mit Bretonische Flut bekommen. Bisher hatte ich weder Fisch und Meeresgetier auf der Speisekarte und die bretonische Küste nicht auf der Reisebucketlist - Beides möchte ich jetzt am liebsten sofort ändern. Der Schreibstil ist, trotz der vielschichtigen französischen und maritimen Begriffe, locker leicht und der Autor schafft es auch einen guten Humor unterzubringen.

     Was mich aber komplett verzaubert hat war der Lokalkolorit. Ob Leute, Orte und auch mystische Sagen: Alles konnte ich mir bildlich vorstellen und bin quasi mit dem Kommissar über die Insel flaniert und konnte den Atlantik in der Luft schmecken.


    Einzig für das etwas wilde hin und her gibt es einen kleinen Punkt Abzug. Die stolzen Bretonen mögen es mir verzeihen.

  9. Cover des Buches Die geheimnisvolle Welt der Meere (ISBN: 9783328104308)
    Robert Hofrichter

    Die geheimnisvolle Welt der Meere

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Meine_Welt_aus_Buchstaben

    Ein tolles Buch über das Meer, seine Entstehung, seine Bedeutung und seine Bewohner. Hier gibt es allerhand Zahlen und Fakten. Wissenschaftliche Beweise und verständliche Beispiele. Selbst das Vorwort und die unendlichen Geschichten über das Meer, machen wirklich Lust auf weitere Informationen. Die Völker Zählung des Ozeans gestaltet sich echt langwierig und schwierig. Ein Korallenriff versus Regenwald, ziemlich spannend und aufschlussreich. Doch dieses Wissen steht erst am Anfang des Buches. Ebbe und Flut mal anders beschrieben, doch mit den gleichen Auswirkungen. Seemonster, mit echten Berichten von den ersten Seeleute. Natürlich wissen wir es heute besser. Auch das dass Meer in ständiger Bewegung sein muss. So entsteht ein Kreislauf der nie unterbrochen werden sollte. Auch das Thema Fortpflanzung ist ein großes Thema im Buch. Hier gibt es mehrere Ausführungen die hoch interessant und spannend sind. In der Mitte vom Buch gibt es ein paar Bilder zur Anschauung. Korallen, Haie, Schildkröte und Delfin. Auch Bilder der Menschen, wie sie die Meere und Tiere ausbeuten. Weiter geht es dann mit dem Gift der Korallen und ihre lebensweise. Die Tiefsee und seine Bewohner. Und unsere heutige Speisekarte. Ein wirklich tolles Buch mit vielen spannenden grosen und kleinen Kapiteln. 


  10. Cover des Buches Animox 3. Die Stadt der Haie (ISBN: 9783751205276)
    Aimée Carter

    Animox 3. Die Stadt der Haie

    (81)
    Aktuelle Rezension von: Nephilimleser

    Inhalt:

    Auf der Suche nach dem Stein des Unterwasserreichs, dürfen SImon und seine Freunde ausnahmsweise in das streng militärisch kontrollierte Unterwasserreich. Dort lernen sie auch Jams Schwestern kennen, alles Haie! Und den genau strukturierten Tagesplan und seine Schwierigkeiten. Es ist sehr gefährlich für Simon ohne Jam das Meer zu besuchen. Doch als Orion sich wieder einmischt, bleibt ihm nichts anderes übrig.

    Meine Meinung:

    Komplett anders ist das Reich organisiert als die bisherigen. Daher ist das Unterwasserbuch auch besonders spannend. Meinem Sohn hat das Buch sehr gut gefallen. Er fand es außerordentlich spannend. 

  11. Cover des Buches Die Rückkehr nach Atlantis (ISBN: 9783841500182)
    Marliese Arold

    Die Rückkehr nach Atlantis

    (38)
    Aktuelle Rezension von: Sonnenblume9

    Nachdem mich die geheimnisvollen Unterwasserwelten rund um Atlantis im ersten Band total begeistert haben, habe ich mich gefreut, wieder in diese Geschichte einzutauchen. Leider gefiel mir dieses Buch aber weniger gut als Teil 1. Sheila und Mario reisen in die Vergangenheit, um in Atlantis etwas zu suchen, das Talana in der Gegenwart vor dem Verfall retten soll. Dabei erfährt man viel Interessantes über den Herrscher Zaidon. Meiner Meinung nach kommt die Magie in diesem Teil leider etwas zu kurz und es wird sich in einer Nebengeschichte verloren. Dennoch ist es spannend zu erfahren, wie es mit Sheila und Mario weitergeht. 

  12. Cover des Buches Nächte, in denen Sturm aufzieht (ISBN: 9783839897126)
    Jojo Moyes

    Nächte, in denen Sturm aufzieht

    (27)
    Aktuelle Rezension von: Svenjas_BookChallenges

    Schon ewig habe ich kein Buch mehr von Jojo Moyes gelesen oder gehört – das musste sich ändern! „Nächte, in denen Sturm aufzieht“ lag schon eine ganze Weile auf dem SuB, aber ich habe mich für das Hörbuch entschieden – wie immer gelesen von der wunderbaren Luise Helm, der ich einfach zu gern zuhöre.

    „Nächte, in denen Sturm aufzieht“ ist die Neuauflage eines der früheren Romane von Jojo Moyes, was man dem Buch ein bisschen anmerkt. Die Handlung hat mir insgesamt gut gefallen, allerdings zieht sie sich in der Mitte ein wenig und ist nicht so fokussiert wie in Moyes‘ späteren Büchern. Auch gab es für mich beim Hören keine großen Überraschungen oder Enthüllungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte.

    Trotzdem hat mir das Hörbuch gut gefallen. Nicht nur, weil es so unfassbar gut gelesen ist, sondern auch, weil die Geschichte mit ihren vielen verschiedenen Charakteren und dem wundervollen Setting im verschlafenen Silver Bay in Australien einem einfach die Seele streichelt. In ruhigen, seichten Wellen schwappt sie über einen hinweg und reißt einen gelegentlich mit – ohne einen jedoch in allzu tiefe Gewässer zu reißen.

    Dabei gibt es neben vielen verschiedenen Sichtweisen eine gute Brise Drama, beschauliches und mal nicht so beschauliches Kleinstadtleben, natürlich auch die ein oder andere Romanze und Wale und Delfine. Eine schöne Mischung, die trotz des nicht immer vorhandenen Spannungsbogens dafür sorgt, dass man dranbleibt und sich im Zuhören verliert.

    „Nächte, in denen Sturm aufzieht“ ist daher für mich vielleicht nicht das stärkste Buch aus der Feder von Jojo Moyes, aber definitiv ein schöner Roman zum Wegträumen und Wohlfühlen.

  13. Cover des Buches Die Inselgärtnerin (ISBN: 9783734104909)
    Sylvia Lott

    Die Inselgärtnerin

    (65)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Sonja lebt in Scheidung von ihrem Ehemann Michael, der sich ein eine jüngere Frau verliebt hat. Sie hat die Trennung von ihm noch nicht verwunden, als sie auch noch ihre Anstellung als Landschaftsarchitektin verliert. Sonja steht mit 38 Jahren vor den Trümmern ihres Lebens, hat jedoch vor knapp einem Jahr überraschend von ihrer verstorbenen Tante Sandy ein Anwesen in Florida geerbt. Zur Abwicklung wurde bereits ein Nachlassverwalter engagiert, aber nun nutzt sie die Gelegenheit, um vor Ort die Dinge selbst zu klären und verliebt sich dabei in das altmodische Holzhaus und Dophin Island. Sie träumt schon bald davon, sich dort als Landschaftsarchitektin mit einer eigenen Inselgärtnerei selbstständig zu machen und erhält schon kurz nach ihrer Ankunft den Auftrag, das Anwesen eines Multimillionärs auf Juno Island umzugestalten. Während dieser unverhohlen mit ihr flirtet, ist es Philosoph und Ernest Hemingway-Double Sam, ein Bekannter ihrer Tante, der sie bei den Arbeiten tatkräftig unterstützt.

    Alle Zeichen stehen auf Neuanfang, aber die Gründung der Inselgärtnerei stellt sie vor ungeahnte Schwierigkeiten, denn offenbar ist keine Konkurrenz durch eine Frau aus Deutschland gewünscht.

    "Die Inselgärtnerin" ist ein Roman, der nach einem altbewährten Prinzip aufgebaut ist: Frau verliert Mann und Job, erhält ein Erbe und versucht sich daraufhin mit einem Neuanfang an einem anderen Ort. Dort findet sie schnell Freunde, hat jedoch die ein oder anderen beruflichen Probleme bei ihrem Neustart und findet nebenbei vielleicht noch einen neuen Mann fürs Leben.

    So bietet auch dieses Buch nicht allzu viele Überraschungen, hat deshalb auch seine Längen, überzeugt jedoch durch die anschaulichen Beschreibungen der Insel Floridas und der dortigen Flora. Das Anwesen direkt am Meer, das Sonja, die sich schon bald "Sunny" nennt, geerbt hat sowie die Gärten, die sie zum Schutz von Umwelt und Klima nachhaltiger umgestalten möchte, sind bildlich vorstellbar. Auch die schwüle Hitze in den Frühlings- und Sommermonaten und die Abkühlungen im Golf von Mexiko sind spürbar und machen Lust darauf, diesen Ort selbst einmal zu besuchen. Der Motown-Groove, zu dem im örtlichen Kulturzentrum gesungen und getanzt wird sowie der Ernest Hemingway-Wettbewerb sorgen abseits der Pflanzenwelt für Abwechslung. Stimmiger wären diese Episoden gewesen, wenn sie mehr mit Sonja und vor allem auch mit Sandy zu tun gehabt hätten, von der man trotz bewegter Vergangenheit als schauspielende Schwimmerin an der Seite von Stars und Sternchen nur wenige Einzelheiten erfährt. Hier wären Rücklenden in die 1960er-Jahre zur Erfolgsgeschichte von Motown sehr passend gewesen.

    Das Liebesdreieck von Sunny, Millionär Nick und Philosoph Sam konnte mich wenig überzeugen. Der Flirt mit Nick pinselt zwar Sonjas Selbstbewusstsein, bleibt aber auf eine reine körperliche Anziehung reduziert. Emotionen zwischen Sonja und Sam konnte ich gar nicht spüren, eine platonische Freundschaft zwischen den beiden hätte ich als authentischer empfunden.

    Die beruflichen Herausforderungen als Dünengärtnerin Floridas sind etwas sehr blauäugig geschildert. Noch ohne Arbeitserlaubnis übernimmt Sonja bereits einen Auftrag und macht sich erst später Gedanken über eine Selbstständigkeit und die erforderlichen Schritte dafür. Die Folgen ihrer Unbedarftheit und die gegen sie geschmiedeten Intrigen sorgen dann am Ende aber doch noch für Spannung, wobei die Lösung letztlich sehr glücklich ausfällt.

    "Die Inselgärtnerin" bietet eine wenig überraschende Geschichte über einen Neuanfang in einem anderen Land, ist dabei in Bezug auf die beruflichen Ambitionen jedoch stark vereinfacht beschrieben. Die Handlung bleibt oberflächlich, so dass das Buch im Wesentlichen durch die lebendige Beschreibung Floridas, von Land und Leuten, Flora und Fauna überzeugt.

  14. Cover des Buches Insel der blauen Delfine (ISBN: 9783737355612)
    Scott O'Dell

    Insel der blauen Delfine

    (359)
    Aktuelle Rezension von: Schnee_prinzessin

    Insel der blauen Delfine ist ein unglaublich schönes Buch, das sich trotz seiner kurzen Länge tief einprägt. Die Geschichte wirkt ruhig, ehrlich und berührend und zeigt, wie viel Stärke in einem einzelnen Menschen stecken kann.

    Man lernt Won-a-pa-lei kennen, das mittlere Kind des Häuptlings ihres Dorfes. Nach einem gewaltsamen Angriff verliert ihre Gemeinschaft viele Männer, und schließlich beschließt der Stamm, die Insel zu verlassen. Obwohl Won-a-pa-lei bereits auf dem Schiff ist, springt sie ins Meer, als sie merkt, dass ihr kleiner Bruder zurückgeblieben ist. Aus Liebe und Verantwortung entscheidet sie sich, bei ihm zu bleiben in der Hoffnung, dass das Schiff wie versprochen zurückkehren wird.

    Als sie schließlich ganz allein auf der Insel zurückbleibt, beginnt ein langer Kampf ums Überleben. Won-a-pa-lei baut sich ein Zuhause, lernt zu jagen, sich zu schützen und Nahrung zu finden. Gleichzeitig muss sie mit tiefer Einsamkeit umgehen. Besonders eindrucksvoll ist, wie sie im Laufe der Zeit tierische Begleiter findet und lernt, im Einklang mit der Natur zu leben, statt gegen sie zu kämpfen.

    Der Roman ist ruhig erzählt, ohne große Dramatik, aber gerade das macht ihn so eindringlich. Er zeigt Wachstum, Trauer, Anpassung und innere Stärke auf eine sehr natürliche Weise. Trotz seines Alters wirkt das Buch keineswegs veraltet im Gegenteil: Die Themen Einsamkeit, Überleben und Verbundenheit mit der Natur sind zeitlos.

    Fazit:
    Insel der blauen Delfine ist ein stilles, ehrliches und wunderschönes Buch über Durchhaltevermögen und Menschlichkeit. Ein Klassiker, der auch heute noch berührt und absolut lesenswert ist.

  15. Cover des Buches Das Delfinmädchen (ISBN: 9783649635574)
    Karin Müller

    Das Delfinmädchen

    (25)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar

    https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/das-delfinmadchen-von-karin-muller.html»Marie?› Jan Rehschmidt ließ seinen Blick über den Pier schweifen. ‹Marie›, schimpfte er und rief noch einmal lauter: ‹Marie!›

    ‹Wo steckt sie denn? Die Fähre legt gleich ab!› Frau Rehschmidt stand neben ihrem Mann, die Hände in die Hüften gestemmt.»


    Marie steigt auf ein Schiff nach Teneriffa, ihre neue Heimat. Ihr gefällt es nicht, dass ihre Eltern entschieden haben, in den Süden zu ziehen. Sie spricht kaum Spanisch, muss ihre Freunde zurücklassen, glaubt, eine Insel muss langweilig sein. Dort angekommen findet Marie eine kleine versteckte Bucht, in der sich Delfine tummeln. Dorthin kommt auch Carlotta, die mit den Delfinen befreundet ist. Zwischen den beiden ungleichen Mädchen entwickelt ich eine Freundschaft. Es geht in der Message um den Naturschutz: Schutz des Lebensraums der Tiere, Machenschaften der Touristenboote. In leichter Form wird in dieser Geschichte über Freundschaft ganz nebenbei erklärt, warum man darüber nachdenken sollte, an Besichtigungstouren von Lebensräumen von Tieren im Massentourismus nicht teilzunehmen.


    «Die putzige Villa hatte sechs kleine Zimmer und einen Turm und war direkt in den Hang gebaut. … Da ihre Eltern freiberuflich arbeiteten und das von überall auf der Welt tun konnten, hatten sie aus heiterem Himmel entschieden, in den Süden zu ziehen. Dort wollten sie, um ihre Finanzen etwas aufzubessern, Ferienzimmer anbieten.» 


    Inhaltlich fand ich das Kinderbuch klasse, die gesamte Idee. Doch beim Lesen hat es mich relativ kalt gelassen, was erzählerische Gründe hatte und verärgert, was persönliche Gründe hat. Ich habe das Buch in eineinhalb Stunden durchgelesen, ein dünnes Buch – zu dünn. Teneriffa ist eine wunderschöne Insel mit enorm viel Eigenart: Pflanzen und Tiere, die es nur auf den Kanaren gibt, kulturelle Schrulligkeit, Kulinarisches. Dieser Roman hier könnte allerdings überall auf der Welt handeln, wo es Delfine gibt. Woran liegt das? Dem Buch fehlt Atmosphäre – nichts zu sehen, zu hören, zu riechen, zu fühlen. In einer kleinen Szene werden neben den Delfinen Geckos erklärt – die es allerdings auch überall im Süden gibt. Ich hatte mich auf ein Teneriffaflair gefreut, leider wird rein gar nichts von der Insel ins Buch transportiert. Marie ist ein ängstliches Wesen, jemand er vor Tieren Angst hat, vor Verletzungen und Krankheiten, extrem hygieneorientiert ist, ein Kind, das immer alles parat hat: Kompass, falls man sich verläuft, ein Erste-Hilfe-Set, falls man sich verletzt … Es wird aber nicht in den Charakter hineingegangen, um zu erklären, woher diese Ängste stammen. Es gibt einen Hinweis auf einen Einbruch ins Eis beim Schlittschuhlaufen – womit aber nicht all diese Verhaltensweisen erklärt werden. Keiner der Charaktere wird ausgearbeitet. Carlotta ist ein Wildfang, energisch, mutig, eigensinnig, mehr erfährt man nicht von ihr. Alle Spanier sind unsympathisch und knurrig, angefangen mit den Hafenmitarbeitern bis hin zu Carlottas Mutter, die einen kurzen Auftritt hat. Touristen sind eine Heuschreckenplage, völlig blöde Leute. Das hat mich verärgert. Spanier sind bekannt als die freundlichsten Menschen der Welt – und das ist auch so. Warum werden hier alle Spanier, bis auf Carlotta als bösartige Charaktere dargestellt? Mir hatte das gesamte Buch zu wenige Information, erzählerisch fehlen mir Bilder und inhaltlich ist es mir zu flach. Neben Atmosphäre fehlten mir Informationen: Die Eltern von Marie werden kaum erwähnt. Sie können überall auf der Welt arbeiten. Ja, was machen sie denn genau? Das Haus hat sechs kleine Zimmer – ja, die spanischen Zimmer sind sehr klein. Und sie wollen an Touristen vermieten. Da die Eltern ja beide von zu Hause aus arbeiten wollen – welche Zimmer wollen sie nebenbei vermieten? Einerseits sind Touris eine Heuschreckenplage, doof und verachtenswert (das ist Erwachsenensprache, wiedergegeben von einem Kind, das gerade auf der Insel angekommen ist) – dann lässt man sie eng in die Privatsphäre hinein, um Geld zu verdienen? Aber das ist nicht das einzige Logikproblem in diesem Buch. Ich frage mich auch, warum Carlotta anscheinend nicht in die Schule geht – dem Wetter nach zu urteilen muss es Winter sein (keine langen Sommerferien). Spanische Schule, Deutsche Schule, wie sieht der Alltag aus? Es gibt eine Menge Fragen, die in diesem Plot offenbleiben. Ich bin ja eher für das Streichen, aber hier würde ich raten, ein Drittel bis fünfzig Prozent mehr zu erzählen. 


    «Der Hafen war viel kleiner als der auf dem Festland, aber auch hier herrschte geschäftiges Treiben. Fischer hatten ihre Netze zum Trocknen in die Sonne gehängt. Container wurden ausgeladen und überall boten Männer in kurzen Hosen ihre Waren feil. Plötzlich stutzte Marie. Zwischen all dem Trubel turnte ein Mädchen mit einem kleinen Hund herum. Marie beobachtete es fasziniert aus dem fahrenden Auto. »


    Jetzt kommt der persönliche Teil. Ich habe ein paar Jahre auf Teneriffa gelebt und ich habe das Gefühl, die Autorin hat noch nie diese Insel betreten. Ziemlich lange hält sie sich mit dem Hafen auf dem Festland auf. Kein Wort von der Überfahrt, zwei Tage und Nächte auf einer riesigen Fähre! Das wäre interessant gewesen. Der Hafen in Santa Cruz, in dem die Fährschiffe ankommen, ist riesig, mit dem in Cádiz vergleichbar. Den Zollbereich für Fähren und Frachtschiffe darf man nur mit einem gültigen Ticket betreten. Fischernetze? Bauchläden? Kinder, die dort herumrennen? Ich dachte, ich falle vom Stuhl, als ich das las. Das Kind, was dort herumläuft, ist Carlotta. Ankunft im Hafen, Santa Cruz – Handlung des Plots, dort wo die Delfine leben, im Südwesten bei Puerto Colón und Los Gigantes – also mindestens eine Stunde Autofahrt entfernt. Eine Bucht auf Teneriffa, die niemand kennt – es führt ja sogar ein Weg dorthin? Es gibt eine Menge Ungereimtheiten, die mir aufgefallen sind, die mir im Gesamtbild der Darstellung der einheimischen Bevölkerung übel aufgestoßen sind. Das Buch gab es bereits 2010 mit anderem Titelbild und Illustration bei Coppenrath, dies ist eine Neuauflage und das Kinderbuch wird ab 9 Jahren empfohlen, was für mich in Ordnung geht. 


    Fazit: Hervorragende Message – ohne Frage, sicher interessant für Kinder. Erzählerisch leider flach und ungenau und es wird in keiner Weise in der Darstellung Teneriffa und seinen Bewohnern gerecht. Letzteres wird kaum jemandem auffallen – aber Fragen werden trotzdem offenbleiben.


    Karin Müller wurde in Kitzingen am Main geboren. Sie studierte Angewandte Kulturwissenschaften an der Universität Lüneburg und arbeitete als Redakteurin für Zeitungen, Zeitschriften und Hörfunk. Pferdeleidenschaft, Tierliebe und der Wunsch zu schreiben begannen schon als Kind. Heute arbeitet Karin Müller als Autorin und Seminarleiterin. Sie hat inzwischen mehr als fünfzig Romane und Sachbücher für Kinder und Erwachsene veröffentlicht.


  16. Cover des Buches DelfinTeam III (ISBN: 9783847605010)
    Katja Brandis

    DelfinTeam III

    (11)
    Aktuelle Rezension von: AryaAyla

    Es ist eine gute Idee, allerdings nichts für Leute die keine Liebesgeschichten mögen( dazu gehöre ich nicht) . auch die anderen Delfinteam Bände si

  17. Cover des Buches Findet Dorie (ISBN: 9783505139185)
  18. Cover des Buches Wale und Delfine (ISBN: 9783788609245)
  19. Cover des Buches Das Jahr der Delfine (ISBN: 9783404177417)
    Sarah Lark

    Das Jahr der Delfine

    (40)
    Aktuelle Rezension von: CarlyCookie

    Eine Geschichte über die ca. 30 Jährige Laura die endlich ihrem gezwungenen Ehe-Alltag entflieht und sich ihrem Traum nähert. Sie nimmt einen Job in Neuseeland an und begleitet dort Walwanderungen, Delfinschwimmen und erlebt allerlei Dinge. 

    Für mich eine ganz schön geschriebene Geschichte, bei der man nebenbei noch etwas über Wale und Delfine lernt. Mag ich persönlich ganz gerne. Auch das Ende fande ich größtenteils zufriedenstellend. Ich würde auf jeden Fall noch ein Buch von der Autorin lesen.

  20. Cover des Buches In der Tiefe (ISBN: 9783453318885)
    Michael Grumley

    In der Tiefe

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Dirk1974
    Das Buch In der Tiefe ist der zweite Teil der Breakthrough-Reihe von Michael Grumley.

    Im ersten Buch haben wir die beiden Sonderermittler John Clay und Steve Caesare kennen gelernt. Gleiches gilt für die Meeresbiologin Alison Shaw und die beiden Delfine Dirk und Sally.

    Alison und ihr Team haben ihre Forschungen in ein Labor in Puerto Rico verlegt. Hier haben Dirk und Sally einen direkten Zugang zum offenen Meer. Außerdem wurde das Team um die Gorilla-Forscherin DeeAnn Draper und die Gorilladame Dulce ergänzt. Das ISIS-System wurde erweitert, um nun auch mit Gorillas zu kommunizieren.

    Eines Tages taucht der Milliardär Alves auf und bittet DeeAnn und Alison um Hilfe. Da die Zeit drängt und Alison zusammen mit Dirk und Sally in deren Heimat reisen will, bricht DeeAnn ohne Alison in den südamerikanischen Dschungel auf, um mit Hilfe von Dulce nach Hinweisen ihres vermissten Freundes zu suchen.

    Während dessen werden John und Steve nach Guayana geschickt, wo ein russisches U-Boot gesichtet wurde, dass es offiziell gar nicht mehr geben dürfte.

    Michael Grumley zieht den Leser wieder in seinen Bann. Die Geschichte ist spannend aufgebaut und in drei Erzählstränge aufgeteilt. Nach und nach kommt es zu Verknüpfungen der Stränge. Während John und Steve auf ein großes Rätsel stoßen, traut Alison ihren Augen nicht, als sie mit den beiden Delfin am Treffpunkt eintrifft. Als der Kontakt zu DeeAnn abbricht, machen sich alle Sorgen.
    Und was haben die Chinesen mit all dem zu tun?

    Am Ende der Geschichte stehen alle vor einem großen Rätsel. Doch es stellt sich die Frage, ob die Menschheit schon bereit ist, für dessen Lösung.

    "Hüten Sie sich vor einem Entwicklungssprung!"


    Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich bin schon auf den dritten Teil der Reihe gespannt. Wer dieses Buch lesen möchte, sollte den ersten Teil gelesen haben, da es viele Bezüge zu diesem gibt und viele Protagonisten erneut auftauchen. So darf man sich auf ein Wiedersehen mit Commander Lawton, Will Borger, Captain Emerson und Palin freuen.

    Bisher erschienen sind:

    Breaksthrough (11.09.2017)
    In der Tiefe (12.02.2018)
    Am Abgrund (10.09.2018)
  21. Cover des Buches Geniale Giganten (ISBN: 9783806237900)
    Janet Mann

    Geniale Giganten

    (3)
    Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick


     

    Dass neben den nächsten Verwandten des Menschen, den Menschenaffen, seit langer Zeit auch Wale und Delfine als die intelligentesten Lebewesen auf der Erde gelten, das ist nicht nur den Liebhabern dieser außergewöhnlichen Tiere bekannt.

     

    Schon frühe Aufzeichnungen von Naturbeobachtern haben notiert, dass Wale und Delfine keine gewöhnlichen Fische sind, sondern dass sie außergewöhnlich kluge und intelligente Tiere sind, die Werkzeuge benutzen können, miteinander mittels komplizierter Gesänge kommunizieren und sich selbst erkennen können. Ihre vielschichtigen sozialen Beziehungen sind phänomenal.

     

    All das ist bekannt und auch schon in vielen Büchern und Filmen gezeigt worden. Nun hat die Professorin für Biologie und Psychologie an der Georgetown University, Janet Mann, ein Buch geschrieben, das nicht nur mit 150 beeindruckenden Fotografie diese Erkenntnisse zusammenfasst, sondern auch die neueste Forschungen vorstellt, die zeigen, zu welchen Sinnesleistungen Wale und Delfine fähig sind. Es sind „geniale Giganten“, die für das Selbstverständnis des Menschen unverzichtbar sind. Sie schreibt dazu:

    „Es ist wichtig, die Kultur der Wale zu verstehen. Nur so können wir nachvollziehen, warum sich Wale auf eine bestimmte Art und Weise verhalten und wie sie sich entwickelt haben. Dies hat Auswirkungen auf den Naturschutz, denn ihre Kultur bedingt, wie sie auf menschliche Einwirkungen – von Fischerei über Walfang bis hin zu durch den Klimawandel veränderten Lebensräumen – reagieren. Wenn wir verstehen, wie sich Kultur im Ozean entwickelt hat, können wir möglicherweise Licht auf unsere eigene Herkunft werfen. Wenn wir Wale als kulturelle Wesen wahrnehmen, könnte dies die Art, wie wir mit ihnen und anderen nichtmenschlichen Kulturen umgehen, beeinflussen.“

     

     

  22. Cover des Buches DelfinTeam (ISBN: 9783847606437)
  23. Cover des Buches Das Riff der Delfine (ISBN: 9783800056118)
  24. Cover des Buches WAS IST WAS Erstes Lesen easy! Echt schlaue Tiere (ISBN: 9783788671792)
    Sonja Meierjürgen

    WAS IST WAS Erstes Lesen easy! Echt schlaue Tiere

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Lissi_Filibuster

    Wir haben schon viele Bücher aus der Reihe "WAS IST WAS Erstes Lesen" gelesen und dieses hier ist besonders spannend und interessant!

    Wie immer werden wir von einem Tier durch das Buch begleitet, dem Kranken Kalle, der nach jedem Abschnitt zu einem kleinen Lesequiz auffordert. Mein Sohn liebt diese kleinen Rätsel, die sich immer auf den vorangegangenen Text beziehen.

    In diesem Band werden besonders schlaue Tiere wie Kraken, Delfine oder auch Rabenvögel vorgestellt. Die Fotos sind wirklich klasse und helfen das Gelesene besser zu verstehen.

    Der Text ist für Kinder ab der 1. Klasse super verständlich und mit etwas Übung auch schon selbstständig lesbar. Die Wortwahl ist möglichst einfach gehalten und die Sätze meist sehr kurz, was für Erstleser*innen gerade am Anfang sehr wichtig ist. Auch die Einteilung in mehrere kurze Kapitel ist klasse für das Lesenlernen, da man leicht Stellen zum pausieren finden kann.

    Auch zum Vorlesen oder ersten gemeinsamen Lesen ist das Buch wunderbar geeignet.

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