Bücher mit dem Tag "denunziation"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "denunziation" gekennzeichnet haben.

45 Bücher

  1. Cover des Buches 1984 (ISBN: 9783548234106)
    George Orwell

    1984

     (3.848)
    Aktuelle Rezension von: lesemaus1998

    Das Buch „1984“ von George Orwell ist eine Dystopie, welche mir von vielen Leser*Innen empfohlen wurde. Um genau zu sein, habe ich es sogar geschenkt bekommen, da ich eigentlich nicht unbedingt begeistert von dem Klappentext war. So lag das Buch auch einige Wochen bei mir auf dem Stapel ungelesener Bücher. Meine Erwartung wurde immer weiter erhöht, weil ja jeder mir sagte, wie toll das Buch war aber irgendwie war genau das mein Problem. Für mich war das Buch höchsten falls Mittelmaß. Insgesamt erhielt das Buch trotzallem noch 3,5 Sterne von mir.

    Das Cover ist recht schlicht was zu dem Inhalt des Buches passt. Schlicht und einfach wie die Welt in der unser Protagonist lebt. Der Klappentext ist ebenso wenig aussagekräftig was jedoch in dem Fall nicht negativ ist. Wenn ein Klappentext zu viel verrät, ist dies ebenfalls nicht gut. 

    Die Idee der Geschichte hat mir eigentlich gefallen. Ich finde dystopische Settings immer sehr interessant weswegen ich mich selten scheue. 1984 kam mir nur weniger wie eine Dystopie vor weil es in der Vergangenheit spielt und nicht in der Zukunft. Ich wusste, wie die Zukunft aussah. Damals war dieses Buch sicherlich eine Dystopie doch jetzt, konnte ich nicht viel damit verbinden. Der Schreibstil des Autors hat mir leider nicht gefallen. Dies ist jedoch Ansichtssache weswegen man hier nicht viel Urteilen kann. Für mich zog sich das Buch gerade wegen des Schreibstils sehr hinaus wodurch ich lange an dem Buch saß und mich teilweise durch gequält habe. Den Hintergrund konnte ich für mich ebenso wenig erkennen. Mir fehlte ein Ziel hinter dem ganzen. Es fühlte sich so an, als ob wir einfach einen Charakter in seinem Lebensalltag folgten.

    In Bezug auf die Charaktere kann ich mich positiv äußern. Die Charaktere haben für mich das vermittelt, was das Buch ausdrücken sollte. Vollkommene Leere und Emotionslosigkeit was hierzu passt. An manchen Stellen entdeckt man eine Gefühlsregung die genau abgepasst wurde. Deswegen haben mir die Charaktere, vor allem der Protagonist, sehr gut gefallen. 

    Das Ende kam für mich ein wenig überraschend und doch hatte ich das Gefühl, dass man leicht hätte eine Fortsetzung schreiben können. Die Spannung war jedoch über das komplette Buch sehr gut zu erkennen und zu spüren. Der Spannungsbogen wurde, auf seine eigene Art und Weise, auf einen Höhepunkt getrieben bei dem er sich dann entladen hat. 

    Abschließend kann ich sagen, dass dieses Buch eine recht gute Dystopie ist, die für seine Zeit sicherlich sehr gut war. Jetzt konnte ich mit dem Buch jedoch nicht so viel anfangen. Die Stärken lagen vor allem in den Charakteren und die Schwächen im Bereich des Schreibstils. Insgesamt erhält es von mir 3,5 von 5 Sternen. Erschreckend ist, dass es beispielsweise in Nordkorea immer noch so ist, also wenn man das bedenkt, was nach Außen sickert. Ich will nicht wissen, wie es wäre, in so einem Albtraum wie 1984 zu leben.

  2. Cover des Buches Töchter einer neuen Zeit (ISBN: 9783499272134)
    Carmen Korn

    Töchter einer neuen Zeit

     (183)
    Aktuelle Rezension von: melie6a

    Titel: Töchter eine neuen Zeit

    Autor: Carmen Korn

    Seitenanzahl: 560

    Erscheinungsjahr: 2017

    Verlag: Rowohlt

     

    Klappentext:

    Vier Frauen, Zwei Weltkriege, Hundert Jahre Deutschland

    Einer neuen – einer friedlichen – Generation auf die Welt helfen, das ist Henny Godhusens Plan, als sie im Frühjahr 1919 die Hebammenausbildung an der Hamburger Frauenklinik Finkenau beginnt. Gerade einmal neunzehn Jahre ist sie alt, doch hinter ihr liegt bereits ein Weltkrieg. Jetzt herrscht endlich Frieden, und Henny verspürt eine große Sehnsucht nach Leben.

    Drei Frauen begleiten sie auf ihrem Weg: Ida wohnt in einem der herrschaftlichen Häuser am Hofweg und weiß nicht viel von der Welt jenseits der Beletage. Hennys Kollegin Käthe dagegen stammt aus einfachen Verhältnissen und unterstützt die Kommunisten. Und Lina führt als alleinstehende Lehrerin ein unkonventionelles Leben. Die vier Frauen teilen Höhen und Tiefen miteinander, persönliche Schicksalsschläge und die Verwerfungen der Weltpolitik, vor allem der Aufstieg der Nationalsozialisten und der drohende Zweite Weltkrieg, erschüttern immer wieder die Suche nach dem kleinen Glück.


    Meine Meinung:

    Die Geschichte handelt von vier Freundinnen und beginnt in der Nachkriegszeit. Es ist der erste Teil der Jahrhundert-Frauentrilogie.

    Der Erzählstil hat mich total in den Bann gezogen. Ich liebe es wenn Kapitel vor allem kurz sind und immer aus einem anderen Blickwinkel bzw. aus der Sicht von unterschiedlichen Personen erzählt wird. Somit entsteht mehr Spannung. Die verschiedensten Charaktere der Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet. Durch kleine Zeitsprünge bleibt die Spannung aufrecht und die Autorin versteht es äußert überraschende Handlungen und Schicksalsschläge einzubauen.

    Tolles Buch!

  3. Cover des Buches Kältezone (ISBN: 9783404157280)
    Arnaldur Indriðason

    Kältezone

     (161)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010
    Der sechste Teil des Erlendur-Ermittlerteams.

    Eine Leiche taucht im wahrsten Sinne des Wortes nach der Schneeschmelze auf. Das Skelett scheint schon sehr lange dort eingefroren zu sein, die weiteren Funde am "Tatort" weisen darauf hin, dass es sich um einen Ex-Militär oder um einen Spion handelte. Die Ermittlungen gehten in der Zeit weit bis in den zweiten Weltkrieg zurück und bringen überraschende Dinge ans Licht.

    Sehr gut ermittelt!
  4. Cover des Buches Nachtauge (ISBN: 9783453437760)
    Titus Müller

    Nachtauge

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Doscho

    Unter dem Codenamen „Nachtauge“ versucht eine deutsche Spionin, Meldung an die Briten zu machen. Dies muss im Deutschland des Zeiten Weltkriegs verhindert werden.

     

    Vor dem Hintergrund des Angriffs auf die Möhnetalsperre im Jahr 1943 erzählt „Nachtauge“ von der Jagd auf eine deutsche Agentin, die gegen die Briten arbeitet. Dies wird spannend und sehr detailliert erzählt, so dass der Roman stellenweise eher ein Krimi, als ein historischer Roman ist.

    Apropos Historie: Natürlich darf hier nicht vergessen werden, dass Titus Müllers Roman während des Zweiten Weltkrieges spielt. Auch wenn ich mich bei historischen Romanen eher für die frühere Geschichte interessiere, war ich dennoch fasziniert und zugleich erschreckt von der Absurdität und der widersprüchlichen Doppelmoral des Dritten Reiches, die man entweder nicht bemerken konnte oder wollte.

    Zentral ist hier aber, wie so oft bei Müllers Romanen, eine Liebesgeschichte vor historischem Spannungsfeld. Hier ist es die Liebe eines deutschen Lagerarbeiters zu einer ukrainischen Zwangsarbeiterin, die allen Spannungen und Widerständen zum Trotz sich ihren Weg bahnt und jeden Lesenden mitleiden lässt.

     

    So gelingt Titus Müller mit „Nachtauge“ trotz der schweren Thematik ein lesenswerter Roman, der nicht nur für diejenigen, die gerne Romane über den Zweiten Weltkrieg lesen, interessant sein dürfte.

  5. Cover des Buches Fegefeuer (ISBN: 9783442742127)
    Sofi Oksanen

    Fegefeuer

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Mein erstes Buch von Sofi Oksanen, meine erste Finnin. Eine heftige Geschichte, die ich leider auch ein wenig genau so erwartet habe: Stalinismus, Missbrauch, Propaganda, Parteizugehörigkeit, Verrat. Der Familie Pekk bleibt nichts erspart.

    Aliide Truu lebt in einem alten Bauernhaus mitten in der Provinz von Estland. Sie hat ein schweres Leben hinter sich, von dem sie stark gezeichnet ist. Eines Tages taucht ein Mädchen vor ihrer Tür auf. Obwohl Aliide skeptisch ist und stets das Schlimmste befürchtet, nimmt sie das Bündel von Mensch mit in ihr Haus.

    Das Bündel Mensch entpuppt sich als eine junge, russische Frau namens Zara, die auf Grund scheinheiliger Versprechungen in den Westen geflohen ist und dort ein leider sehr übliches Schicksal erleiden musste: Sie gerät in die Prostitution. Die beiden Frauen haben Schwierigkeiten miteinander zu kommunizieren, dabei verbindet sie eine recht ähnliche Leidensgeschichte. Während Zara sich also bei Aliide versteckt, versucht sie gleichzeitig herauszufinden, ob es sich bei Aliide tatsächlich um die Schwester ihrer Großmutter handelt.

    Ein Buch, bei dem mich das Gefühl beschleicht bestimmte Nationalitäten schreiben stets über bestimmte Themen. Gab es tatsächlich nichts anderes als politisch auf der richtigen Seite zu stehen? Macht? Unterdrückung? Folter und Missbrauch? Es scheint wohl so.

    Die Geschichte beider Frauen erscheint mir so typisch. Warum trifft es immer die Gleichen? Warum setzen sich diese Leiden in der gesamten Familie fort? Ist es wie ein Teufelskreis, dem man einfach nicht entfliehen kann?

    Eindringlich beschrieben bleibt man doch betroffen zurück und ich kann wirklich nicht sagen, ob es am Ende ein gutes Buch war.

  6. Cover des Buches Corpus Delicti (ISBN: 9783641242701)
    Juli Zeh

    Corpus Delicti

     (413)
    Aktuelle Rezension von: buchstabenwald

    „Ich entziehe einer METHODE das Vertrauen, die lieber der DNA eines Menschen als seinen Worten glaubt.“ - Mia Holl. 

    Es fällt mir sehr schwer für dieses unglaublich vielschichtige Buch die richtigen Worte zu finden. Das Buch vermittelt auf wenigen Seiten viel Gedankengut, wobei ich mir schwer tue, die Essenz dessen jetzt herauszufiltern.

    Mias Bruder Moritz wurde trotz seiner Unschuldsbeteuerungen wegen Mordes verurteilt. Das Urteil wurde durch die eindeutige Beweislage der METHODE gefällt. Denn die METHODE ist unfehlbar, die METHODE als totale Regierungsform garantiert den Menschen in dieser Dystopie körperliche und geistige Gesundheit, basierend auf dem unbedingten Lebenswillen jedes einzelnen Lebewesens. 

    Mia, eine analytisch denkende Naturwissenschaftlerin und Verfechterin der Methode, gerät in eine Zwickmühle. Als Schwester glaubt sie an die Unschuld ihres Bruders. Als Naturwissenschaftlerin glaubt sie an die Unfehlbarkeit der Methode. Basierend auf diesem Zwiespalt gerät Mia selbst in den Fokus des ‚Methodenschutzes‘, wird ungewollt zur Revolutionärin und beginnt zu hinterfragen.

    Dieser kleine Überblick kratzt nur an der Oberfläche des Inhalts dieses Buches. Es gibt wirklich viele weitere Aspekte und Gedanken, die ich hier gerne aufschreiben würde. Der wichtigste für mich aber ist: Was bedeutet Freiheit? Und wieviel ist Freiheit wert? Das Leben in der Gesundheitsdiktatur bietet die totale körperliche Sicherheit, Körperfunktionen und -werte müssen per Gesetz ständig überwacht werden um einen funktionierenden Staatsapparat zu gewährleisten. Der Überwachungsstaat reduziert jedoch die persönliche Freiheit auf ein Minimum, das einzelne Individuum wird zur Massenware. Ist für eine funktionierende Gesellschaft das Ausleben eines Extrems von Nöten? Und findet ein Individuum selbst das Gleichgewicht zwischen rational und emotional?

  7. Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783442481859)
    Tom Rob Smith

    Kind 44

     (745)
    Aktuelle Rezension von: Nimmie_Aimee

    In der Sowjetunion unter der Macht von Stalin gibt es offiziell keine Verbrechen. Und die Verbrechen die Begangen werden, werden als Unfall deklariert. So auch in Moskau 1953 als der Sohn von dem besten Freund des Geheimdienstoffiziers Leo Demidow tot aufgefunden wird. Der Obduktionsbericht ist deutlich, es kann kein Unfall gewesen sein. Nach und nach tauchen weitere Morde auf, die nicht als solche Ausgewiesen werden und Leo beginnt zu ermitteln. Damit stellt er sich aber dem Regime entgegen und gerät so selbst in Gefahr.

    Ein super tolles Buch! Ein packender Thriller, der einen nicht loslässt. Es lässt sich sehr gut lesen, sodass man richtig in die Geschichte eintauchen kann. Die Geschichte ist grausam und brutal über die Ermordung von Kindern. Die Zeit in der Sowjetunion wird gut und glaubhaft dargestellt. Man kann sich gut vorstellen wie es dort wohl tatsächlich gewesen ist.

    Eine absolute Leseempfehlung!

    Es gibt auch einen Film dazu, den ich nach dem Buch gesehen habe. Mir hat er gut gefallen, tolle Schauspieler (Tom Hardy, Noomi Rapace, Gary Oldman) und das schreckliche Verbrechen wird gut umgesetzt. Man sollte das Buch aber vorher gelesen haben, da sonst einige Sachen die wichtig sind nicht deutlich genug rüberkommen. Der Film allein ist also etwas schwer verständlich. Aber in Kombination mit dem Buch ist er gut.

    Kind 44 ist der erste Teil (meines Wissens) einer Trilogie. Die anderen Bände habe ich noch nicht gelesen, freue mich aber schon drauf, denn ich bin gespannt wie es weitergeht. Man kann das Buch aber auch gut alleinstehend lesen.

  8. Cover des Buches Die verlorene Ehre der Katharina Blum (ISBN: 9783462031454)
    Heinrich Böll

    Die verlorene Ehre der Katharina Blum

     (820)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    Ich schreibe wahrscheinlich nichts neues, wenn ich über die verlorene Ehre der Katharina Blum berichte, es ist schließlich Heinrich Bölls bekanntestes Werk.

    Der Einstieg in die Lektüre fiel mir nicht leicht. Man wird direkt mit reichlich Namen bombardiert in einem literarischen Szenario, das an Prozessakten erinnert. Abschnittweise wird die Vernehmung der Katharina Blum nacherzählt, die einem flüchtigen Verbrecher Hilfe geleistet hat dem Zugriff der Polizei zu entkommen. Den Mann lernte sie auf einer Feier kennen, nahm ihn mit nach Hause und verliebte sich Hals über Kopf nach einer gemeinsamen Nacht in ihn. Die Loyalität zu ihm zu halten ungeachtet des Verbrechens, das er begangen haben mag, wird ihr zum Verhängnis, als ein sensationsheischendes Tageblatt (im Buch nur die „ZEITUNG“ genannt) ihren Anteil an der Flucht nicht nur veröffentlicht, sondern ihr Privatleben auf eine pervers tatsachenverdrehende Weise ausschlachtet. Aus einer unbescholtenen, unscheinbaren Bürgerin wird dann eine Täterin, als ihr Hass auf den Verantwortlichen der verdrehten Berichterstattung sie dazu treibt den Journalisten der ZEITUNG zu töten.

    Interessant ist wie wenig sich an manchen Methoden seit 1974 geändert hat, als Böll das Buch veröffentlichte. Sein in „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ verarbeitetes Thema ist in einer Zeit, in welcher der Begriff „Fake News“ entstanden ist, aktueller denn je.
    Ein wirklich gutes Buch trotz des gewöhnungsbedürftigen Anfangs!

  9. Cover des Buches Jeder stirbt für sich allein (ISBN: 9783746767086)
    Hans Fallada

    Jeder stirbt für sich allein

     (293)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3
    Nach ein paar Anläufen, bei denen ich einfach nicht in der passenden Verfassung war, habe ich dieses Buch gelesen, von der ersten bis zur letzten Seite, auch den kompletten Anhang. Es hat lange gedauert, weil das Buch so intensiv ist und ich oft lange brauchte, um das Gelesene zu verdauen, aber es verging keine Woche, in der ich nicht wenigstens ein Kapitel gelesen hätte.

    "Jeder stirbt für sich allein" ist die Geschichte des Widerstandes der kleinen Leute im Dritten Reich. Aber es ist auch eine Liebesgeschichte. Es ist flüssig und lebendig geschrieben, die Charaktere entwickeln sich im Laufe der Handlung weiter. Nun ja, längst nicht alle, aber die wichtigen.

    Ich empfehle jedem, wirklich uneingeschränkt jedem Erwachsenen, dieses Buch zu lesen. Aber bitte unbedingt die neue Ausgabe von 2011, also die ungekürzte Originalfassung, denn der Lektor hat damals unheimlich viel im Manuskript herumgepfuscht und unverzeihliche Änderungen vorgenommen. Und falls es Euch nicht gefällt, legt es weg und gebt ihm zu einem späteren Zeitpunkt eine zweite oder dritte Chance. Es lohnt sich!

  10. Cover des Buches Stella (ISBN: 9783446259935)
    Takis Würger

    Stella

     (312)
    Aktuelle Rezension von: Raiden

    Hauptsächlich nur auf Effekthascherei aufgebaut. Düsteres Nazi 2. WK Setting wie schon oft wieder gegeben. Das ist  unterhaltungsmäßig überhaupt nicht mein Fall. Die Charaktere sind durchwegs naiv und unsympathisch. Der "Zweck" des Schockierens wird erfüllt aber das war es für mich leider auch schon.

    Der Schreibstil war gut.

  11. Cover des Buches Jugend ohne Gott (ISBN: 9783744830072)
    Ödön von Horvath

    Jugend ohne Gott

     (518)
    Aktuelle Rezension von: Rose75

    Dieses Buch wurde erstmals 1937 veröffentlicht und es warnt deutlich vor einem totalitären System.  Es geht um einen jungen Lehrer ( 34 Jahre), der in einer Knaben-Klasse  Geschichte und Geographie unterrichtet.   

    Nach einer Grundsatz-Diskussion über 'Neger' hat er einen schweren Stand in der Klasse und geht eher widerwillig mit den Burschen in ein Zeltlager. In diesem Zeltlager  sollen die Jungen erste militärische Erfahrungen machen. Am Ende des Zeltlagers geschieht ein Mord und für den Lehrer stellen sich existenzielle Fragen. 

    Der Name des Lehrers wird nicht genannt und die Jugendlichen nur mit Anfangsbuchstaben.   Z, N, T, ...       Das hat mir gut gefallen, ich kann aber   nicht erklären warum. 

    Mich hat die Geschichte nachdenklich gemacht und ich kann mir gut vorstellen, dass ich dieses Buch nochmals lesen werde. Außerdem werde ich mir die aktuelle Verfilmung anschauen.

  12. Cover des Buches Die niedrigen Himmel (ISBN: 9783518465936)
    Anthony Marra

    Die niedrigen Himmel

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Valilu
    Anthony Marra schreibt in seinem Debütroman „ Die niedrigen Himmel“ von den absurden Grausamkeiten der beiden Tschetschenienkriege, menschlichem Elend und alles überdauernder Liebe.

    Die achtjährige Hawah verliert innerhalb weniger Tage ihren Vater, ihr Zuhause und sämtliche Gewissheiten. Die Ärztin Sonja gibt ihr sorgenfreies Leben in London auf, um bei ihrer Schwester zu sein und sich in Woltschansk als letzte Chirurgin um die vielen Kriegsopfer zu kümmern. Der Historiker Chassan redet seit Jahren nur noch mit seinen Hunden, nachdem sein Sohn das halbe Dorf an die Föderalen verraten hat.

    Keiner der Protagonisten kann sich dem Krieg und den damit verbundenen Grausamkeiten entziehen. Besonders eindrücklich dabei ist, wie das Schicksal scheinbar jeden Menschen verändern und brechen kann. Und wie selbst Verrat der eigenen Freunde und Familienmitglieder nachvollziehbar wird. Gleichzeitig – und das ist die für mich noch wichtigere Botschaft des Buches – bringt der Krieg jedoch auch neue Formen von Anteilnahme und Selbstlosigkeit hervor.

    Mich hat das Buch beeindruckt. Ich bin sicher, dass es mir nicht so schnell aus dem Kopf geht und mich noch das ein oder andere Mal daran erinnern wird, dass unsere Sicherheit hier keineswegs selbstverständlich, sondern ein großes Glück ist.

    Die Geschichte ist dadurch gekennzeichnet, dass sie zwischen den Jahreszahlen, und damit auch zwischen den Kriegs- und relativen Friedenszeiten, hin und her springt. Obwohl mir chronologisch verlaufende Handlungen meist lieber sind, finde ich die Idee hier sehr passend und toll umgesetzt. Die Zeitleisten am Anfang jedes Kapitels waren beim Lesen sehr hilfreich, um die Übersichtlich zu behalten. Durch die zusätzlichen Sprünge zwischen den unterschiedlichen Handlungssträngen werden die Leben der Protagonisten nach und nach miteinander verwoben, was einige unerwartete Verbindungen zum Vorschein bringt und die Handlung insgesamt belebt.

    Die Sprache des Buches ist sehr komplex, setzt sich oft aus ausgedehnten Schachtelsätzen zusammen und ist stellenweise sehr bildhaft. Einige Anspielungen werden auch erst im Laufe der weiteren Geschichte richtig verständlich und vieles zwischen den Zeilen bleibt bis zum Schluss frei für eigene Interpretationen. 

    Die Darstellung der Charaktere ist schlicht grandios. Anthony Marra versteht es, die Protagonisten mit all ihren Licht- und Schattenseiten in den Fokus zu rücken, ihre Lebenswege miterleben zu lassen, und dabei selbst noch ein gewisses Verständnis für Verräter zu wecken.

    Ich möchte das Buch unbedingt weiterempfehlen. Indem es dem Leser die Grausamkeiten der Kriege anschaulich vor Augen führt, löst es einerseits Sprachlosigkeit ob der sinnlosen Opfer aus; andererseits vermittelt es aber auch die Hoffnung, dass selbst in der Hölle des Krieges menschliches Mitgefühl überdauern und Leben retten kann. 
  13. Cover des Buches Der heilige Schein (ISBN: 9783548376813)
    David Berger

    Der heilige Schein

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Interessant mal hinter den Kulissen der Katholischen Kirche zu blicken
  14. Cover des Buches Die Macht der Worte (ISBN: 9783924491154)
    Katrin Dördelmann

    Die Macht der Worte

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783785736616)
    Tom Rob Smith

    Kind 44

     (50)
    Aktuelle Rezension von: MAZERAK

    Leo Demidow ist Geheimdienstoffizier in Moskau. Als ein kleiner Junge grausam ermordet an den Bahngleisen gefunden wird, hält man ihn zurück: Denn im Nachkriegs-Russland 1953 gibt es keine Morde. Als ein zweites Kind, auf gleiche weise zugerichtet, umgebracht wird, nimmt Leo heimlich Ermittlungen auf und stürzt sich und seine Frau damit in tödliche Gefahr.

    Ich habe die Hörbuchfassung genossen und mich ordentlich gegruselt. Moskau im Winter, Nachkriegszeit, das bedeutet eisige Kälte, völlige Armut und Hunger für die Menschen, die noch dazu der gewaltsamen und tödlichen Willkür der Miliz ausgesetzt sind. Leo, selbst im Geheimdienst tätig, macht sich mit seinen Nachforschungen schnell Feinde und gerät zunehmend unter Druck. Aber was er dann, hartnäckig und unter größter Gefahr, aufdeckt, übersteigt alle grausigen Erwartungen…

    Das Hörbuch wird gelesen von Bernd Michael Lade, bekannt aus den Leipziger „Tatorten“. Er gibt dieser ohnehin schon unheimlichen und bedrückenden Geschichte den perfekten Klang. Rau und düster erzählt er von Leo’s Entdeckungen, den Bedrohungen, welchen er ständig ausgesetzt ist und haucht dabei den Protagonisten Leben ein, so dass man sie vor dem geistigen Auge sehen kann. 

    Kind 44 ist ein absolut spannender Krimi, der durch die Umstände der Nachkriegszeit und die andauernden Bedrohungen für die Menschen zusätzlich düster, schaurig und einfach bedrückend ist. Die Handlungen sind nicht vorhersehbar, man wird überrascht und ist schließlich völlig schockiert!  Ein ganz besonderer Krimi, der einem wirklich nahe geht. Absolut empfehlenswert!

  16. Cover des Buches Accusatory Practices: Denunciation in Modern European History, 1789-1989 (Studies in European History from the Journal of Modern Histo) (1997-06-01) (ISBN: B01FJ06THI)
  17. Cover des Buches Denunziation (ISBN: 9783892956167)
    Günter Jerouschek

    Denunziation

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Papillon (ISBN: 9783596212453)
    Henri Charrière

    Papillon

     (112)
    Aktuelle Rezension von: Lynn11

    Auch wenn diese Geschichte im autobiographischen Schreibstil verfasst wurde, so mag ich doch sehr daran zweifeln, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt. Die Story ähnelt einem Abenteuerroman, in welchem sich die Szenerie einige male wiederholt. Für mein Empfinden etwas zu platt, zu künstlich und zu oberflächlich. Ja, als Klassiker sollte man das Buch einmal in seinem Leben gelesen haben. Gehört zu den Abenteuerromanen: Tarzan, Mobby Dick, Robinson Crusoe u.a.

  19. Cover des Buches Die Hexe von Zeil (ISBN: 9783505120152)
    Harald Parigger

    Die Hexe von Zeil

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Bamberg, 1627: Vor einem Jahr wurde die Mutter der 18-jährigen Ursula als Hexe hingerichtet. Nun gerät ihr Vater, der Bürgermeister, ins Visier der Hexenverfolger. Er wird eingekerkert. Ursula möchte ihm helfen, doch fast alle Freunde wenden sich von ihr ab und es dauert nicht lange, bis auch Ursula denunziert und verhaftet wird. Während ihr Vater in Bamberg eingekerkert wurde, wird Ursula nach Zeil gebracht, so dass die beiden keinen Kontakt miteinander aufnehmen können. Ursula muss Folter und Demütigungen ertragen, doch niemand will ihr glauben, dass sie keine Hexe ist…

    Mein Leseeindruck:

    Sehr anschaulich und spannend wird hier die Geschichte der jungen Ursula erzählt, die als Hexe verhaftet wird und verurteilt werden soll. Das Besondere an diesem Buch ist, dass eine Vielzahl der handelnden Figuren historisch belegt ist und wirklich gelebt hat.

    Obwohl das Buch also eine fiktive Geschichte erzählt, ist doch ein gutes Stück Wahrheit drin und man erfährt sehr anschaulich etwas über die damalige Hexenverfolgung. Das Buch richtet sich an junge Leser ab 12 Jahren. Alleine durch die Thematik ist die Handlung zum Teil natürlich grausig, wobei sich der Autor aber bemüht hat, die Grausamkeiten relativ sachlich zu erzählen und nicht auszuschmücken. Trotzdem ist die Handlung aber nicht trocken oder langweilig; im Gegenteil wird hier Geschichte besonders für junge Leser lebendig erzählt.

    Mir hat es sehr gut gefallen, und ich werde sicherlich noch weitere Bücher von Harald Parigger lesen.
  20. Cover des Buches The "Crucible" (ISBN: 9781444121421)
    Arthur Miller

    The "Crucible"

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Darcy
    Arthur Miller uses this play about the witch trials, haunting the Puritan community of Salem, Massachusetts in 1692 and leading to the deaths of many innocent people to criticise on the so called "McCarthyism" during the 1950s, when the US Senator Joseph McCarthy started a modern witch hunt against Communists in the country. Rumour has it that witchcraft is being practised in Salem as Betty, the ten-year-old daughter of the town minister Reverend Samuel Parris has gone into a mysterious stupor. Parris has already sent for Reverend John Hale of Beverly, an acknowledged expert on witchcraft, hoping that the latter will deny any unnatural cause for his daughter's sickness. Hale soon arrives at Parris' house. Abigail Williams, Parris' seventeen-year-old niece, who also lives at his house since her parents are both dead tells that the night before she was dancing in the woods with some other girls, Betty being one of them and Parris' Negro slave Tituba. In their strict community, where children are treated the same as adults and any kind of enjoyment is discouraged this is regarded as a crime. Therefore, being afraid of harsh punishment Abigail says that she and her friends have been bewitched by Tituba, who then "confesses" to be a witch and claims to have seen Sarah Good and Goody Osbourn with the Devil. Throughout the course of the play many people and not only women are accused by the group of girls with Abigail as its ringleader. Some of them are Elizabeth Proctor, Martha Corey, who often reads books at night and the elderly, virtuous and widely respected Rebecca Nurse. So their husbands John Proctor, Giles Corey and Francis Nurse try everything to save them and to end the madness and hysteria that has overcome Salem, knowing that Abigail and her friends are only pretending. Proctor and Abigail had a romantic affair, when she was working at the Proctors' house seven months ago. Elizabeth has been acting coldly towards her husband ever since he has told her about it. Now she fears that Abigail wants her dead in order to replace her. Besides, Proctor, who openly criticises and dislikes Reverend Parris and has been absent from service on Sundays many times, does not know all Commandments and has not had his youngest child baptised. At court the defendants can only save themselves from being punished to death by confessing to witchcraft. However, some refuse to do this, fearing that they will end in hell for lying. The relentless judges Hathorne and Danforth are determined to have all the witches in the province killed. To them "spectral evidence", which means one of the girls telling to have seen someone with the Devil, is sufficient to announce a verdict. I really enjoyed reading this play! There is a great number of characters in it, which was sometimes confusing but the main ones were very complex and I developed strong (positive and negative) feelings towards them. I really loved the intelligent and courageous John Proctor as well as Reverend Hale, who in the end realises that what is happening in Salem, is terribly wrong and tries to use his position to put an end to it. The character I found most repelling was Abigail. Her actions can be partly understood as she has had a very hard life and seems to long for love, which she has never felt. Yet she is a mean, egoistic and manipulative person, who does not care at all about the consequences of what she and her friends are doing. Besides, I disliked Reverend Parris, who seems to turn more and more into some kind of religious fanatic. Shockingly, a great part of the events depicted in this play are based on historical facts as some of its characters really existed. Many people in 1692 Salem accused their neighbours out of reasons that had nothing to do with religion or piety of witchcraft, often because they had thrown an eye on someone else's land or to take revenge. To me this play is a very interesting and suspenseful piece of literature. I was hoping until the very end that Proctor and Hale would manage to stop the terrible killing of innocent people and save their loved ones. "The Crucible" shows very well the abyss of human behaviour. It can easily serve as a warning of all kinds of past and future acts of tyranny and ignorance.
  21. Cover des Buches Von allem Anfang an (ISBN: 9783518456347)
    Christoph Hein

    Von allem Anfang an

     (8)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Meat (ISBN: 9783453433724)
    Joseph D'Lacey

    Meat

     (57)
    Aktuelle Rezension von: mandalotti
    Das war mal nicht der typische Thriller, wo ein Irres rumrennt und irgendwen abmetzelt. Dieses Buch war etwas tiefgründiger und ich denke einiges kann man auch auf die heutige Fleischproduktion anwenden, auch wenn die Kühe hier nicht das waren, was sie zu sein scheinen... Lesenswert!!!
  23. Cover des Buches Wilde Schwäne (ISBN: 9783426300855)
    Jung Chang

    Wilde Schwäne

     (163)
    Aktuelle Rezension von: Amy86
    Ich liebe autobiographische Geschichten, kurz vor diesem Buch habe ich Federn im Sturm von Emily Wu gelesen. Stellenweise ist das Buch etwas zäh zu lesen (Ortswechsel!) aber es hat mir in allem gut gefallen. Es beleuchtet die Gesellschaft Chinas zu Zeiten des Jahrhunderwechsels (gebundene Füße) aber auch zur Zeit der Kulturrevolution sehr gut. 
  24. Cover des Buches La Vita Seconda (ISBN: 9783959916202)
    Charlotte Zeiler

    La Vita Seconda

     (93)
    Aktuelle Rezension von: lovelines
    „La Vita Seconda“ von Charlotte Zeiler habe ich schon vor einer ganzen Weile gelesen, der Roman ist meiner Meinung nach ein sehr besonderer, daher möchte ich euch dieses Buch gern ans Herz legen 🤗 
    Nicht nur, dass man hier zwischen zwei verschiedenen Zeiten pendelt, man erlebt verschiedene Geschichten ganz intensiv mit und immer wieder tauchen neue Fragen auf, deren Antworten wieder Fragen aufwerfen... Man ist also ständig auf der Suche nach Antworten, man findet und erfährt besonders gefühlsmäßig (zumindest erging es mir so) so unglaublich viel! Es gibt viele sehr interessante Einblicke und die Geschichten der Protagonisten empfand ich als sehr emotional und mitreißend. Die Szenerien außenrum ergaben ein großes Ganzes, das einfach nach meinem Empfinden ganz besonders war. „La Vita Seconda“ ist ein außergewöhnlicher und sehr verzaubernder Roman, der mich von Anfang an abgeholt und mitgenommen hat in ganz unterschiedliche und doch verbundene Geschichten.

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