Bücher mit dem Tag "depressio"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "depressio" gekennzeichnet haben.

24 Bücher

  1. Cover des Buches All die verdammt perfekten Tage (ISBN: 9783809026570)
    Jennifer Niven

    All die verdammt perfekten Tage

     (725)
    Aktuelle Rezension von: tobi101996

    In dem Buch All die verdammt perfekten Tage von Jennifer Niven, geht es um Finch und Violet, eigentlich wollen sich beide vom Kirchtum der Schule stürzen, aber Finch hält sie davon ab. Danach denken alle die beliebte Violet hat den Freak Finch gerettet, sich in den Tod zu stürzen. Irgendwie hat der Moment etwas in Finch verändert und er und Violet kommen sich durch ein Schulprojekt immer näher. Violet sieht Finch nach einer Weile nicht mehr als Freak, sondern als einen lebenslustigen Typ, der wesentlich interessanter ist als gedacht. Finch verändert Violets Leben zu einem guten und Finch selbst merkt, wie ihm trotzdem etwas fehlt und fühlt sich dadurch immer leerer. Wie die Geschichte aus geht sollte selber lesen.


    Meine Meinung:

    Ich fand die Geschichte spannend geschrieben und flüssig zu lesen/ hören. Die zwei Sprecher, die abwechselnd die Geschichte vorgelesen haben, waren von der Stimme angenehm zu hören. Wie die Geschichte geendet hat, war klar, da gab es nicht sehr viel Möglichkeiten wie sie enden konnte. Trotzdem war ich gegen Ende hin trotzdem traurig, weil der Grund dafür nicht einfach ist. Die Autorin hat einen schönen Schreibstil und eine tolle erzählweise um die Geschichte zu erzählen. 


    Fazit:

    Auch wenn das Buch traurig ist und gleichzeitig auch glücklich macht, es ist an manchen Stellen trotzdem nicht einfach.

  2. Cover des Buches Untreue (ISBN: 9783257069082)
    Paulo Coelho

    Untreue

     (222)
    Aktuelle Rezension von: theArtofReading

    Die Handlung scheint in erster Linie verwirrend und unübersichtlich zu sein, da die Protagonistin, Linda, ein scheinbar traumhaftes Leben führt.
    Ihr Leben strahlt im Glanz ihres beruflichen Erfolges und ihrer erfüllten Ehe. Das alles klingt zwar traumhaft doch Coelho legt mit der Handlung dieses Romans die Kehrseiten offen. Linda fühlt sich in ihrer, für sie monotonen und langweiligen, Routine gefangen und verfällt durch diese Belastung in eine Spirale der Unzufriedenheit.

    Für mich war es vorerst nicht nachvollziehbar wieso eine Person mit solch einem Leben diese Art von Depressionen und psychischen Probleme hat, doch der Hintergrund der sich zum Ende des Buches herausstellt ist die Basis für Lindas Suche nach Spannung und Abwechslung. Auf eben dieser Suche geht Linda einen Weg, gepflastert mit Lügen. Schlussendlich geht sie sexuelle Bindungen ein und wird somit untreu.
    Das interessanteste ist, dass sie um ihre Zufriedenheit zu erreichen und sich selbst treu zu sein und ihrem Partner gegenüber untreu sein muss.

    Coelho zeigt in diesem Roman eine interessante Art Und Weise eigene Bedürfnisse über den gesellschaftlichen Normen zu setzen Und somit Prioritäten zu setzen.

  3. Cover des Buches Tage mit Leuchtkäfern (ISBN: 9783548286945)
    Zoe Hagen

    Tage mit Leuchtkäfern

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Kreativer_traum

    Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und wollte es unbedingt haben, nun bin ich ehrlich froh, ein gebrauchtes gekauft zu haben. Ich fand sowohl Klappentext als auch Cover sehr toll, leider konnte mich der Inhalt nicht vollends überzeugen. 

    In "Tage mit Leuchtkäfern" geht es um den Club der verhinderten Selbstmörder. Ich fand die Idee total interessant, leider kam ich unglaublich schwer in das Buch hinein. Im Verlauf wurde es zwar besser, aber mir fehlten Gefühle, Emotionen und Gründe. Die Idee wurde meiner Meinung nach sehr oberflächlich behandelt. Schade. Insgesamt wirkte alles sehr durcheinander. Auch wenn der Schwerpunkt auf der Sicht von Ghandis Gedanken lag, fand ich die Umsetzung oft nicht passend, mir fehlt ein Bezug und Gespräche tauchten plötzlich mittendrin auf. 

    Ich gebe dem Buch trotzdem drei Sterne, weil mir das, was es gab, gefallen hat. Es wäre nur deutlich ausbaufähig gewesen. Vielmehr kann ich leider nicht sagen, weil ich mir von der Idee mehr erhofft hatte. Zugleich bereue ich es aber nicht, zu Ende gelesen zu haben. Ich habe es in einem Rutsch beendet, das muss etwas sagen.

  4. Cover des Buches Mein Herz und andere schwarze Löcher (ISBN: 9783733500511)
    Jasmine Warga

    Mein Herz und andere schwarze Löcher

     (725)
    Aktuelle Rezension von: Lalalenii

    Leider konnte ich der Story von »Mein Herz und andere schwarze Löcher« nichts abgewinnen. Zwar fand ich das Thema von Schuld bei FrozenRobot gut umgesetzt aber das wars auch. Die Prämisse, dass ein Partner bzw. Verliebtsein plötzlich alle Depressionen heilt finde ich unglaublich toxisch und irreführend. Zudem wird in dem Buch mmn. Suizid glorifiziert und romantisiert. Abgesehen davon waren die Figuren relativ eindimensional und die Story öde und vorhersehbar. 

  5. Cover des Buches Die Glasglocke (ISBN: 9783518423653)
    Sylvia Plath

    Die Glasglocke

     (358)
    Aktuelle Rezension von: wandablue

    Sylvia Plath ist mir immer als bekannter Name im Kopf herumgeschwirrt, aber ich konnte sie, bzw. ihren Namen nicht richtig verorten. Als ich „Die Glasglocke“ in die Hand bekomme, ist es mit meinen Kenntnissen über ihre Person  nicht weit her. Entsprechend verwirrt bin ich bei Beginn der Lektüre. Wovon wird hier geschrieben? Vom sexuellen Erwachen der weiblichen Generation Anfang der 1950er Jahre, als das Frauenbild langsam in Bewegung kam, im allgemeinen aber noch ziemlich verstaubt war? So viel feuchte Küsse im Mondschein! 

    Sylvia Plath schrieb ihren bekannten, ja berühmten Roman auf dem Hintergrund ihres eigenen tragischen Lebens. Ich muss „wiki“ bemühen, erfahre dann, dass der Autorin nur ein relativ kurzes Leben vergönnt war (1931 Boston, bis 1963, London). 

     "Die Glasglocke" verarbeitet sicherlich Teile der Lebenserfahrung der Autorin, es ist die Geschichte einer Depression, die aus heiterem Himmel einen jungen Menschen befällt und dem nicht geholfen werden kann, weil in den 1950ern Jahren (und lange danach) die Ärzte wenig über diese Krankheit wussten und weil die Allgemeinheit Depressionen unter „verrückt geworden“ abstempelte und die davon betroffenen Menschen mit Respektlosigkeit und Ächtung bestraften, was bekanntlich kaum zur Gesundung beiträgt. 

    Der Roman „Die Glasglocke“ beschreibt die Erfahrung der jungen Esther Greenwood, die eine begabte junge Collegestudentin ist, die von einem Stipendium zum anderen buchstäblich fliegt, bis sie plötzlich von ihrer Krankheit getroffen und aus der Bahn geworfen wird. Sie weiß nichts über Depressionen und weiß nicht, wie ihr geschieht. Auch ihre Umwelt ist ratlos. Die einsetzende „Behandlung“ in einer psychiatrischen Klinik kann man kaum eine solche nennen, zum Glück ist ihre Mutter klug genug, sie wieder nach Hause zu nehmen. Es gelingt Esther irgendwie der Krankheit davonzulaufen, aber eine Weile später wird sie wieder davon eingeholt. 

    Der Kommentar: 
    Sylvia Plath schreibt gut, anschaulich und phrasenlos. Ihre Welt, die Welt der Schönen und Reichen oder die, die es sein wollen, ist jedoch nicht die meine und es fällt mir deshalb schwer, die Hohlheit dieser Gesellschaft zu ertragen. Davon abgesehen ist „Die Glasglocke“ ein hervorragendes Stück Zeitgeschichte, eine frühe eindrückliche und schnörkellose Schilderung einer Depression. Beeindruckend!

    Was mir fehlt, ist eine sinnvolle Anbindung an den aufregenden ersten Satz: „Es war ein verrückter schwüler Sommer, an dem die Rosenbergs auf den elektrischen Stuhl kamen und ich nicht wusste, was ich in New York eigentlich sollte.“ Möglich, dass S. Plath die Empathielosigkeit ihrer Gesellschaftsschicht damit anprangern will, die weder Mitleid mit einer unmenschlichen Bestrafung hat, noch sich in jemanden einfühlen kann, der „anders“ ist, mit anderen Worten, sich nicht in Menschen mit Handicap einfühlen kann. Trotzdem hängt dieser intensive erste Satz letztlich ein wenig lose in der Luft. 

    Fazit: Ein Klassiker. 

    Erstveröffentlichung 1963, hier: 2005, Suhrkamp.
    Kategorie: Klassiker 

     

  6. Cover des Buches Depression abzugeben (ISBN: 9783404609222)
    Uwe Hauck

    Depression abzugeben

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Arya_Andersson

    ... Wer meint zu wissen, was Depressionen sind oder es belächelt oder sich über diese Krankheit informieren möchte, weil z. B denkt selbst depressiv zu sein oder weil jemand aus dem Umfeld es ist, findet hier eine gute Beschreibung und einen guten Einblick in die Depression. Ich finde, dass es zu jenen Büchern gehört, die gelesen werden sollten

  7. Cover des Buches So bin ich nicht (ISBN: 9783351036287)
    Anneliese Mackintosh

    So bin ich nicht

     (48)
    Aktuelle Rezension von: JohannesGroschupf
    In Macintoshs Stories hört man die Stimme einer neuen Generation: rau, patzig, unbestechlich und verletzt. Die Stimme einer Generation, die in ihrem Leben zu viele To-do-Listen angefertigt hat, die sich im Hamsterrad der Selbstoptimierung totläuft, die nach einem Internet-Artikel die Selbstdiagnose Borderline stellt, die sich im Sportstudio neben anderen Selbstoptimierern perfektioniert, die Motivationssprüche („SEI ALLES WAS DU SEIN KANNST“) auf ihren T-Shirts trägt, die über prekäre Jobs nicht klagt, weil sie nichts anderes mehr kennt, aber im Grunde das Gefühl nicht los wird, von Anfang an verraten und verkauft zu sein.

    Sex gibt es ohne große Umschweife, dafür ist er gleich wieder vorbei. Alkohol gibt es überall, und den Kater danach als Bonus-Track. Jobs gibt es auch, aber sie machen einen so fertig, dass man abends nur noch trinken will. Und nicht zu vergessen die Liebe, die wirkliche und wahrhaftige, doch man nehme sich vor ihr in Acht, denn sie kann schrecklich wehtun.

    Die Texte zeichnen sich durch ihre Kürze aus; Macintosh kommt schnell zum Eigentlichen. In „Wenn ich einmal tot bin“ entwirft sie kurzerhand ihre eigene Beerdigung, anspruchslos, doch überaus detailliert: „Ich meine, machen wir uns nichts vor – ich bin tot, und ich soll eingeäschert werden. Da brauche ich keine Schuhe. Und Mascara könnt ihr weglassen, weil meine Augen geschlossen sind. Aber ein bisschen Aufwand darf trotzdem sein. Schönes Kleid, neue Strumpfhose. Etwas Lipgloss.“
    Dieser leicht zynische Narzissmus endet zwanglos im bescheidenen Wunsch: „Ganz schön fände ich auch, wenn fünf Minuten nach dem Ende der Feier die Welt untergehen könnte. Nichts Luxuriöses. Nur eine kleine Apokalypse.“ Sie wünscht sich nichts Protziges: „Nur eine kurze, diskrete Implosion. Einen ruhigen Ausklang.“

    Nicht leicht zu verdauen, aber wirklich ein tolles Debüt.
  8. Cover des Buches Die Mittagsfrau (ISBN: 9783596175529)
    Julia Franck

    Die Mittagsfrau

     (390)
    Aktuelle Rezension von: Bibi1999

    Helene wächst zu Zeiten des ersten Weltkrieges auf. Während des zweiten Weltkrieges bekommt sie einen Sohn und bringt ihn und sich durch die Kriegsjahre. Nach dem Krieg als alles möglich schien, lässt sie ihn alleine am Bahnsteig zurück. 

    Das Buch umfasst 430 Seiten. Das Buch beginnt mit dem Prolog, welcher einige Jahre später spielt, wie das erste Kapitel beginnt. 

    Der Start in die Geschichte fällt leicht. Verwirrend ist jedoch, dass die wörtliche Rede nicht als solche gekennzeichnet ist. Dadurch kam ich relativ langsam im Buch voran, da es schwierig war zu erkennen, wann etwas gedacht wurde und wann nicht. Helene war mir sehr sympathisch und ich konnte viele ihrer Handlungen nachvollziehen

    Leider passierte der Inhalt des Klappentextes erst ziemlich zum Schluss der Geschichte, was ich sehr schade fand. Zu diesem Zeitpunkt war mir Helene auch nicht mehr wirklich sympathisch. Die Emotionen waren etwas kurzgehalten. Zwischendurch war es leider etwas ziehend.

    Abschließend betrachtet war es ein nettes Buch für zwischendurch, welches meine Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte.

  9. Cover des Buches It's Kind of a Funny Story (ISBN: 078685197X)
    Ned Vizzini

    It's Kind of a Funny Story

     (77)
    Aktuelle Rezension von: daydreamin
    Craig ist 15 und depressiv. Die Krankheit manifestierte sich eher schleichend, aber Craig erkannte die Symptome früh und vertraute sich seinen Eltern an. Trotz regelmäßiger Therapie und Medikation schafft Craig es jedoch nicht, dem schulischen Druck und seiner ständigen Selbstherabwürdigung zu entkommen. Als seine Selbstmordpläne erschreckend konkrete Formen annehmen, fasst er einen mutigen Entschluss: Er begibt sich in die Notaufnahme eines Krankenhauses und weist sich selbst ein. In den folgenden fünf Tagen lernt er viel über sich selbst, das Leben und darüber, was „verrückt sein“ bedeutet.

    Vizzini verbrachte vor der Entstehung dieses Jugendbuches selbst fünf Tage in einer psychiatrischen Einrichtung, um wegen seiner Depressionen behandelt zu werden. Bei It’s Kind of a Funny Story handelt es sich ganz klar um ein Jugendbuch, denn die Zustände in der Klinik werden nicht realitätsgetreu wiedergegeben. In meinen Augen soll die Geschichte um Craig mehr Mut als Angst machen, weswegen hier eine Verharmlosung einer solchen Einrichtung stattfindet. Darüber sollte man sich im Klaren sein, bevor man mit falschen Erwartungen an dieses Buch herangeht und enttäuscht wird.

    "Who hasn’t thought about killing themselves, as a kid? How can you grow up in this world and not think about it?"

    Depressionen werden jedoch wirklich als Krankheit anerkannt und Craigs Gefühlswelt wird absolut authentisch dargestellt. Ich habe mich mit ihm über seine Fortschritte gefreut, aber auch während seiner Rückfälle mit ihm gelitten. Ned Vizzini beschreibt keine Wunderheilung in fünf Tagen. Er lässt Craig viel mehr erkennen, dass er sich nicht für seine Krankheit schämen muss. Die Klinik verlässt er zwar nicht mit einem sehr viel besseren Gefühl, dafür mit Methoden und Möglichkeiten, um die zukünftigen Tiefpunkte besser überstehen zu können. Im Fokus steht in meinen Augen vor allem die Erkenntnis, nicht alleine zu sein und um Hilfe bitten zu können.

    "What’s a triumph is that you woke up this morning and decided to live. That’s a triumph. That’s what you did today."

    Craig lernt während seiner Zeit in der Klinik außerdem viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Problemen kennen. Auch hier zielt Vizzini nicht auf die brutale Konfrontation mit psychischen Krankheiten ab. Viel mehr schneidet er die individuellen Schicksale nur an und stellt dar, wie sich all die verschiedenen Persönlichkeiten im Klinikalltag miteinander arrangieren. Craigs Geschichte hat einen ernsten und berührenden Hintergrund, doch Vizzini sorgt auch dafür, dass das Lesen Spaß und Mut macht. Das Cover kam mir übrigens vor dem Lesen ein wenig chaotisch vor, nach dem Lesen finde ich es umso genialer, denn es hat einen direkten Bezug zu Craig.

    Fazit

    Es handelt sich hier ganz klar um ein Jugendbuch über Depressionen. Wer schonungslose Konfrontationen mit psychischen Einrichtungen und Erkrankungen wünscht, ist definitiv an der falschen Adresse. Craigs Leben mit der Krankheit wird berührend, aber nicht zu ernst dargestellt, sie zieht den Leser nicht herunter, sondern macht Mut. Die wichtige Botschaft „Du bist nicht allein! Du kannst damit leben!“ vermittelt Vizzini in meinen Augen äußerst erfolgreich. Aufgrund einiger Längen am Anfang des Buches gibt es von mir einen leichten Abzug und damit insgesamt 4,5 Sterne.

  10. Cover des Buches Zeit für Eisblumen (ISBN: 9783499269868)
    Katrin Koppold

    Zeit für Eisblumen

     (176)
    Aktuelle Rezension von: katha_dbno

    "Zeit für Eisblumen" hatte in dem Moment meine volle Aufmerksamkeit, als ich sah, dass es in Irland spielt. Seit meinem Urlaub dort bin ich von der Grünen Insel mehr als angetan. Der Autorin Katrin Koppold scheint es ähnlich zu gehen. Stellenweise hat es sich wie ein sehr euphorischer (nicht allzu ausführlicher) Reisebericht gelesen, was für mich ein großer Pluspunkt war. Irland ist einfach eine großartige Insel, deshalb ist die Begeisterung auch absolut nachvollziehbar. Die Orte, die Koppold im Roman erwähnt, waren mir selbst bekannt und ihre bloße Erwähnung hat in mir sofort wieder Sehnsucht nach der Grünen Insel ausgelöst. An der Stelle folgt schon das große Aber: So sehr ich die Landschaftsbeschreibungen Irlands auch zu schätzen wusste, so konnte sie mich doch nicht über die mäßig spannende Handlung hinwegtrösten. Es fehlte der Story einfach an Pfiff. Dabei ist es nicht einmal so, dass nichts passieren würde. Im Gegenteil: Von Fees überstürztem Aufbruch über ihre unermüdliche Suche bis hin zum Finale passiert innerhalb kürzester Zeit eigentlich recht viel. Nur mangelte es an etwas Außergewöhnlichem, an irgendetwas, das in mir so viel Interesse geweckt hätte, dass ich unbedingt weiterlesen wollen würde, oder das mir nach dem Lesen noch im Gedächtnis bleiben würde.
    Höchstwahrscheinlich hatte ich diese Gefühle nicht, weil ich von den Charakteren nicht sonderlich angetan war. Fee empfand ich phasenweise fast schon unsympathisch, da sie zu oberflächlich daherkam und mit allem und jeden unzufrieden war. Sie hat allerdings über ihr Fehlverhalten reflektiert, was wiederum ein Pluspunkt für sie war. Trotzdem bin ich weiterhin skeptisch, dass sie sich dadurch in Zukunft anders verhalten wird. Alle übrigen Charaktere waren - so leid es mir tut - farblos. Sam, David, Milla, ihre Schwestern - sie alle waren auf das Nötigste reduziert, sodass ich einfach kein Gefühl für sie entwickeln konnte. Da es sich allerdings um Teil 2 der "Sternschnuppen"-Reihe handelt, mag das auch daran liegen, dass mir zumindest zu Fees Familie wichtige Informationen aus Teil 1 fehlen. Für David gilt das jedoch nicht. Auf ihn hatte ich mich richtig gefreut, denn bei musikalischen Iren gerate ich automatisch ins Schwärmen - in der Beziehung bin ich wie Fee. Dass beide Eigenschaften jedoch nicht ausreichen, damit dieser Zustand von Dauer ist, war mir natürlich von vornherein klar. Aber zumindest stimmte der Ausgangspunkt. Leider hat David nun auch nicht über die Persönlichkeitsmerkmale verfügt, die mich vom Hocker gerissen hätten. Er war ganz nett, ja, aber mehr könnte ich auch nicht über ihn sagen. Sam wiederum hatte kaum eine Chance, in einem guten Licht dazustehen, da man ihn immer durch Fees Filter wahrgenommen hat und er deswegen nicht ganz so gut weggekommen ist. Deshalb hat mich keine der Konstellationen (Sam/Fee oder David/Fee) sonderlich für sich eingenommen. Da war kein Feuer, keine Leidenschaft, kurz: Der Funke wollte nicht auf mich überspringen. Für mich ist aber genau das bei einem Roman, in dem Liebe ein zentraler Aspekt ist, ein unbedingtes Muss.

    Mein Fazit

    Im Großen und Ganzen waren alle Zutaten vorhanden, um "Zeit für Eisblumen" für mich zu einem tollen Leseerlebnis zu machen: Irland als Handlungsort, ein guter Schreibstil, ein Liebesdilemma als Ausgangspunkt und die Aussicht auf ein romantisches Abenteuer. Leider war das Endprodukt nicht ganz nach meinem Geschmack: Die Handlung konnte mich nicht mitreißen und auch zu den Figuren fehlte mir weitgehend der Bezug.

    Rezension auf Buntes Tintenfässchen

  11. Cover des Buches Der Geschmack des Sommers (ISBN: 9783570309070)
    Sarah Ockler

    Der Geschmack des Sommers

     (66)
    Aktuelle Rezension von: denise7xy

    Erster Satz

    "Claire? Hier Rachel. Ich hab eine schlechte Nachricht."

    Meinung

    Nach acht Jahren kehren Delilah, ihre Mutter und ihre Tante wieder in das verlassene Haus ihrer Froßeltern zurück. Die idyllischen Zeiten sind längst vergessen, die Familie auf Abstand. Delilahs Verhältnis mit ihrer Mutter zerreißt immer mehr und sie selbst verliert sich und einen Plan für's Leben und flüchtet sich ins Vergessen. Die Rückkehr an den Ort, als die Familie noch ganz war, bringt Geheimnisse und unterdrückte Gefühle hervor. Dann trifft Delilah auch noch auf ihren alten Kindheitsfreund Patrick wieder.

    Erzählt von Delilah beginnt die Geschichte am Anfang der Ferien, mit dem Tot ihrer Großmutter und der daraus resultierenden Fahrt ins Haus ihrer Großeltern. Der Schreibstil war flüssig, für ein Jugendbuch passend.
    Besonders zum Beginn ist die Geschichte lange ruhig, die Geheimnisse bleiben verdeckt. Obwohl Delilah immer wieder mehr erfragen möchte, entscheidet sie sich im Endeffekt dagegen. Die Geheimnisse ihrer Familie sind gut konzipiert, einige vorhersehbar, aber dennoch interessant. Am Ende kommen sie nach und nach ans Licht, wobei viele davon jedoch einfach unspektakulär erzählt werden. Das hätte ruhig etwas spannender sein können. 

    Charaktere

    Delilah war weder sympathisch noch unsympathisch. Ihre Art war immer etwas abweisend und es war nur schwer zu ahnen, was sie eigentlich genau wollte. Zwar war zu lesen, dass ihr der Halt fehlte, der Ort an dem sie gehörte, aber zu spüren war das eher weniger. Von selbst wäre ich nur mit Mühe und Not darauf gekommen.

    Fazit

    Die erzählten Gefühle kamen bei mir nicht komplett an. Es fehlte an Überzeugung, die Familiengeschichte war jedoch interessant. 3 Sterne

  12. Cover des Buches Die Rosenzüchterin (ISBN: 9783734109003)
    Charlotte Link

    Die Rosenzüchterin

     (412)
    Aktuelle Rezension von: eriS

    Franca leidet unter psychischen Problemen und Angstzuständen. Ohne ihre Tabletten geht sie nirgends hin. Im Auftrag ihres Mannes fliegt sie nach Guernsey und erleidet da eine nächste Panikattacke nachdem kein Hotelzimmer mehr verfügbar ist. Alan läuft ihr in diesem erbärmlichen Zustand über den Weg und nimmt sie mit zu seiner Mutter Beatrice. Hier findet sie für ein paar Tage Unterschlupf. Der Abstand von zu Hause und ihrem gewohnten Umfeld, dass sie immer mehr runterzieht, tut ihr sehr gut und sie fühlt sich richtig frei. Während ihres Aufenthaltes freundet sich sich mit der Hauptprotagonistinnen Beatrice und Helene an und erfährt deren Geschichte.

    Beatrice ist auf der Insel aufgewachsen und ging bei einem Fluchtversuch ihrer Eltern im Getümmel verloren. Sie ist nun ganz alleine auf der von deutschen besetzten Insel. Erich Feldmann, Mitglied der deutschen Wehrmacht und seine Frau ziehen ins Elternhaus von Beatrice ein und ziehen sie wie ihre eigene Tochter auf. Hier nimmt die gemeinsame Geschichte von Beatrice und Helene ihren Lauf.

    Beatrice erzählt in 'Die Rosenzüchterin' Franca ihre Lebensgeschichte und versucht ihr aus ihrem "Schneckenhaus" zu finden. Leider geraten gegen Schluss beide in eine unschöne Geschichte und das fröhliche Miteinander wird durchgeschüttelt.

    Das Buch ist in zwei Zeitstränge aufgeteilt. Während Beatrice ihre Geschichte erzählt, wird ein Rückblick in die entsprechende Zeitspanne gemacht. Dadurch kann die Geschichte noch viel intensiver erlebt werden. Aus meiner Sicht handelt es sich erst bei den letzten ca. 200 Seiten um einen Kriminalroman, davor gleicht es eher einem historischen Roman, wo der Leser einiges über die Besetzung der Insel zu Kriegszeiten erfährt.

  13. Cover des Buches Meeresrand (ISBN: 9783888974151)
    Véronique Olmi

    Meeresrand

     (65)
    Aktuelle Rezension von: juliettafloria

    Ich habe dieses Buch vor etwa zehn Jahren zum ersten Mal gelesen und nie wieder vergessen. 

    Die Geschichte der depressiven Mutter mit ihren zwei Kindern, der Kampf zwischen Wollen und Können und die eindringliche Stimmung im Buch hat mich die letzten Jahre unaufhörlich begleitet. Insbesondere sind mir einzelne Sätze im Gedächtnis geblieben, die ich für das Leben und seine Herausforderungen als äußerst representativ empfinde. 

    Ein unglaublich lesenswertes Buch, das einen nie wieder loslässt.

  14. Cover des Buches Ich. Neben der Spur (ISBN: 9783442392711)
    Allie Brosh

    Ich. Neben der Spur

     (27)
    Aktuelle Rezension von: bommelschaf
    sie erzählt so schön realistisch wie es ihr so ergeht , man sieht dann welche Probleme es wirklich gibt, wenn man erst euphorisch und dann total down ist. Das Buch gibt Einblicke in die Gedankenwelt warum sie so handelt und wie sie sich dabei vorkommt auf eine trotz des eigentlich schwierigen Themas auf humorvolle Weise. Darum finde ich ist es ein Buch zum Lachen und Weinen und man muss eigentlich jedesKapitel erstmal sacken lassen...je nach eigenem Empfinden....ich war zuerst skeptisch wegen der vielen Bilder, aber war dann doch gepackt es lesen zu wollen...empfehlenswer
  15. Cover des Buches Girl Parts - Auf Liebe programmiert (ISBN: 9783833900242)
    John M. Cusick

    Girl Parts - Auf Liebe programmiert

     (38)
    Aktuelle Rezension von: daydreamin

    Geschrieben im Januar 2013:
    Girl Parts ist ein Buch, was ich schon ewig lange lesen wollte, weil ich die Idee ziemlich interessant finde. David leidet laut seinem Schulpsychologen an Gefühlsarmut und soll daher mit Hilfe eines ‚weiblichen‘ Roboters therapiert werden. Außerdem dreht es sich in der Geschichte noch um einen Jungen namens Charlie, der im Gegensatz zu David ein totaler Außenseiter ist, in Sachen Gefühlen mit der Dame seiner Wahl (Rebecca) auch nicht so recht weiterkommt. Dass da Chaos vorprogrammiert ist, ist klar.

    Ich weiß nicht, was ich erwartet habe. Wahrscheinlich eine ganz normale High School Welt, aber irgendwie bin ich persönlich der Meinung, dass ich das nicht in Girl Parts wiedergefunden habe. David und Charlie leben nicht direkt in einer dystopischen oder utopischen Zukunftswelt mit abgefahrenen Geräten oder Gesetzen, aber so ganz normal empfand ich das von Cusick beschriebene Setting auch nicht. Ich kann es gar nicht so recht erklären, auf jeden Fall herrschte im kompletten Buch eine ganz seltsame Atmosphäre, was vielleicht auch an dem Schreibstil des Autors lag. Das soll nicht negativ klingen, aber es war definitiv mal was anderes.

    Die Charakter fand ich angenehm. Also jeder hatte seine Stärken und Schwächen, aber anders als bei anderen Jugendbüchern gibt es hier keinen, mit dem ich mich sofort mal auf einen Kaffee treffen würde. Normalerweise kann man sich ja recht gut in den ein oder anderen hinein versetzen, aber hier hatte ich das ganze Buch über eine Distanz zu den Charaktern. Das war natürlich nicht der Brüller, aber auch nicht so schlimm, immerhin ging es meist um die Gefühle von männlichen Charaktern und es ist vermutlich normal, dass ich da nicht alles nachvollziehen kann. Trotz allem konnte man ihre Aktionen gut lesen und die ganzen Charakterzüge waren interessant.

    Der Verlauf der Geschichte ist ziemlich undurchschaubar finde ich. John M. Cusick bringt immer wieder neue Handlungsverläufe ein, die man irgendwo im Hinterkopf vergraben halt, weil man sie für unwahrscheinlich hielt, die dann aber doch irgendwie eingetreten sind. Besonders mit dem Ende hatte ich gar nicht gerechnet und irgendwie fand ich das fast schon ein bisschen unzufriedenstellend.

    Fazit

    Irgendwie fand ich das Buch ganz komisch. Ich kann es nicht genauer erklären, aber die Atmosphäre war seltsam. Trotzdem war die Story erfrischend anders, der Verlauf spannend und mit 288 Seiten war das Buch wohl auch gerade lang genug um kurzweilige Unterhaltung zu bieten. 3 Sterne und eine Leseempfehlung, auch wenn es mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen hat.
  16. Cover des Buches Der glücklose Therapeut (ISBN: 9783442749522)
    Noam Shpancer

    Der glücklose Therapeut

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Captured_Inside_Books

    Zum Inhalt:

    David Winter ist ein Psychologe, der sich auf Depressionen spezialisiert hat. Bisher hat er es häufig geschafft, seinen Patienten zu helfen. Doch dann taucht mit Barry Long jemand auf, bei dem sich die Behandlung als äußerst schwierig erweist. Zusammen mit seinen privaten Problemen ergibt sich eine Situation, mit der David komplett überfordert ist.


    Meine Meinung:

    Ich habe mir den Roman “Der glücklose Therapeut“ von meiner Schwester ausgeliehen. Vorher kannte ich den Autor noch nicht. Wir interessieren uns beide sehr für Psychologie und ich habe mich darauf gefreut, etwas zu diesem Thema zu lesen. Leider war dieses Buch überhaupt nicht meins und bin im Nachhinein froh, es mir nicht selbst gekauft zu haben.

    Das Cover entspricht nicht meinen Geschmack und ich hätte in der Buchhandlung wahrscheinlich nicht danach gegriffen. Allerdings kann man darauf eine berühmte Szene erkennen, die die meisten mit der Arbeit von Psychologen verbinden: Ein Patient, der auf der Couch liegt. Das finde ich sehr passend zur Geschichte.

    Mit dem Schreibstil von Noam Shpancer bin ich leider überhaupt nicht klargekommen. Ich fand ihn ziemlich passiv und irgendwie distanziert, sodass ich keinerlei Bindung zu den Charakteren aufbauen konnte. Gleichzeitig war er meiner Meinung nach sehr abschweifend. Es wurden häufig mittendrin die Themen gewechselt, sodass ich teilweise gar nicht mehr wusste, was nochmal die Hauptaussage des vorherigen Themas war. Das hat bei mir zu einiger Verwirrung geführt.

    David Winter ist der Protagonist des Romans. Leider konnte ich mich überhaupt nicht in ihn hineinversetzen und fand ihn auch nicht sympathisch. Ich weiß nicht, ob es am Schreibstil lag oder an seiner Persönlichkeit. Er hat sich häufig selbst bemitleidet und seinen ständig wechselnden Gedankengängen konnte ich kaum folgen. Mal redet er von seinem Patienten, dann geht es plötzlich um seine Familie. Insgesamt konnte ich mich weder auf ihn noch auf andere Charaktere einlassen, was eigentlich schade ist, weil das Buch durchaus Potenzial hatte.

    Ich weiß gar nicht, was ich sonst groß zu dem Roman schreiben soll. Ich möchte nicht unhöflich sein, aber bei mir ist fast gar nichts hängen geblieben, dabei habe ich es eben erst beendet. Die Ansätze an sich waren nicht schlecht. Ich konnte einiges über psychische Erkrankungen lernen und es gab auch ein, zwei Zitate, die ich mir rausgeschrieben habe. Dadurch, dass Noam Shpancer sich in dem Fachbereich auskennt, kann ich darauf vertrauen, dass die Informationen stimmen. Die psychologischen Erklärungen waren leicht zu verstehen. Zudem kann man einen kleinen Einblick in die Schattenseiten der Arbeit eines Psychologen bekommen. Aber der Schreibstil hat für mich leider alles kaputt gemacht. Ich musste mich regelrecht durch dieses Buch quälen und wollte es teilweise sogar abbrechen, weil ich persönlich es einfach nicht gut fand. Da ich aber die Art Leserin bin, die Bücher immer zu Ende liest, weil sie ja doch noch gut werden könnten, habe ich genau das gemacht. Ich habe Ewigkeiten gebraucht und bin wirklich froh, dass ich es jetzt beendet habe.


    Fazit:

    “Der glücklose Therapeut“ ist ein Roman, der durchaus Potenzial hat. Ich persönlich konnte mich leider nicht auf die Geschichte einlassen, da mich der Schreibstil beim Lesen enorm gestört hat. 

    Wenn ihr schonmal was von Noam Shpancer gelesen habt und mit seinem Schreibstil zurechtkommt oder falls ihr euch mit dem Thema besser auskennt, wird euch der Roman sicherlich mehr Spaß bereiten als mir.

  17. Cover des Buches Das Ferienhaus (ISBN: 9783833308857)
    Anna Fredriksson

    Das Ferienhaus

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Krisse

    Zunächst muss ich sagen, dass ich sehr viele Erwartungen in dieses Buch hatte. Leider wurden diese bitter enttäuscht.

    Das Cover ist lebendig und voller Farbe, aber meiner Meinung nach nicht passend zum Buchinhalt, denn die Trauer um die Mutter zieht sich durch das gesamte Buch. Einen Pluspunkt muss ich sagen ist in dem Falle aber, dass sich die Trauer deutlich in der Sprache wieder findet und gut rübergebracht wird.

    Schade finde ich, dass es wenig Entwicklung bei der Geschichte um die Geschwister gibt. Die ganze Zeit habe ich darauf gehofft, dass endlich der große Moment kommt, wo sie über ihre Trauer reden, und vor allem über das, was sie so auseinander gebracht hat. Allerdings gab es immer, auch am Schluss, nur so Anrisse einer ernsten Konversation und keine Aussprache.

    Fazit: Meine Erwartungen wurden zwar nicht erfüllt, aber ich kann mir vorstellen, dass es eine gute Sommerlecktüre für den ein oder anderen sein kann, wenn man es von Anfang an als solche sieht.

     

  18. Cover des Buches Für immer und Sushi? (ISBN: 9783945298701)
    Fiona Kawazoe

    Für immer und Sushi?

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Jana_Zimmermann

    Japan kenne ich bisher nur aus den Medien. Bereisen konnte ich es noch nicht, weder physisch und literarisch. Daher ist der Schauplatz Japans für mich eine komplett neue Umgebung und Erfahrung. Im Roman „Für immer und Sushi?“ von Fiona Kawazoe geht es um die Protagonistin Vanessa, deren Leben in Deutschland etwas aus der Bahn geworfen wurde. Und Knall auf Fall findet sie sich in Japan wieder und beginnt dort, nach und nach ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Und das gelingt ihr außerordentlich gut. Bis hin zum Zweifel, ob sie wirklich wieder nach Deutschland zurück möchte. Wobei ihr die Liebe zusätzlich dazwischenkommt. Der Leser kann die Entwicklung Vanessas vom schüchternen, leicht depressiven Mädchen bis zu einer jungen, selbstbewussten Frau regelrecht spüren. Manches Mal möchte man sie ein klein wenig anschubsen, damit sie endlich in die Gänge kommt. Zumindest ist es mir so ergangen. Aber ich bin ja auch eine ungeduldige Person. „Für immer und Sushi?“ ist eine Geschichte von der Selbstfindung, der Selbstbehauptung und – dem für mich wichtigsten Punkt – der tiefen Freundschaft. Und das aus tiefer Freundschaft und grenzenlosem Vertrauen auch Liebe werden kann, mit all ihren Stolpersteinen, erfahren wir Leser durch Fiona Kawazoe in ihrem Roman „Für immer und Sushi?“ auf liebevolle Art und Weise. Und wer weiß, vielleicht steckt ja hier und da auch etwas Autobiografisches der Autorin zwischen den Zeilen.

  19. Cover des Buches Schwarz oder weiß (ISBN: 9783902963253)
    Svea Kerling

    Schwarz oder weiß

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Liebe Svea.
    Dein Buch ist die pure und nackte Wahrheit über die Borderline Erkrankung. Unverschönt,echt,authentisch. Für Nicht Betroffene wird es sicher erstmals befremdlich sein und unheimlich, aber ich kann sagen,alles,was Du schreibst,geht in unseren Gedanken wirklich so ab.Bei einem mehr, bei dem anderen weniger. Du zeigst mit Deinem Buch richtig klasse, wie unser 2. oder 3. oder....ICH fühlt und denkt wie der Teufel in uns.Der Prolog hat mich zum Lachen gebracht, weil es mal ganz anders geschrieben ist wie alle anderen Bücher, die ich kenne und sowas von stimmig und danach musste ich nur noch schlucken und kämpfen, weil es so schlimm ist.Unglaublich gutes Buch für mich persönlich. Danke.
  20. Cover des Buches Kurt Cobain - Godspeed (ISBN: 9783896024893)
    Barnaby Legg

    Kurt Cobain - Godspeed

     (14)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Zwei Arten von Verfall (ISBN: 9783939557067)
    Sarah Manguso

    Zwei Arten von Verfall

     (2)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    Sarah Manguso war mir durch ihren Gedichtband „Komm her, O Klarheit“ bekannt und irgendwie ist ihr autobiographischer Roman „zwei arten von verfall“ auf meinem Buchregal gelandet. Nun ist die Lektüre einer Krankengeschichte nicht zwangsläufig das, was man lustvoll greift und schmökert und so hat es einige Zeit gedauert, bis ich mich darauf einlassen konnte. Unerwartet flott habe ich in zwei Einheiten die Geschichte ihrer Erkrankung gelesen und wundere mich nun nicht mehr, warum das Buch laut Klappentext im Jahr 2008 in der New York Times Sunday Book Review als eines der besten Bücher genannt wurde.

    Schonungslos offen berichtet Manguso, wie sie von der Autoimmunkrankheit Guillain-Barré-Syndrom im Alter von 21 regelrecht überfallen wird und neun Jahre darum kämpft wieder in eine annähernde Normalität zurückzufinden. Auf eine lyrisch anmutende Art erzählt Manguso und schreckt auch nicht davor zurück zu reflektieren.

  22. Cover des Buches Hallo Schicksal (ISBN: 9781503952126)
    Karen McQuestion

    Hallo Schicksal

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Ani

    Dan ist mittlerweile ein Jahr Witwer. Den Tod seiner Frau Christine hat er allerdings noch längst nicht überwunden. In dieser schweren Zeit steht ihm nicht nur Tochter Lindsay zur Seite, sondern auch seine Hündin Anni. Gerade sie scheint seine Stimmungen zu spüren und gibt ihm Halt. Als Annie direkt vor der Haustür gestohlen wird, bricht Dan und Lindsays Welt erneut zusammen. Der Schmerz, nun auch die geliebte Hündin verloren zu haben, ist beinahe unerträglich. Doch Dan und Lindsay geben die Hoffnung nicht auf, Anni wiederzufinden. Zur gleichen Zeit versucht Andrea, die schmutzige Scheidung von ihrem Ex-Mann zu verkraften. Als die dann eine misshandelte Hündin bei einem Mieter entdeckt und sie spontan rettet, nimmt ihr Leben eine unerwartete Wendung....

     

    Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven betrachtet. Dabei schaut man sowohl Dan, als auch Andrea über die Schulter und kann dabei ein Stück ihres Lebens begleiten. Beide Charaktere wirken sympathisch und äußerst liebenswert. Deshalb fällt es leicht, sich auf das Geschehen einzulassen. Ein ganz besonderer Pluspunkt dieses Romans ist die Hündin Anni. Sie schleicht sich bereits nach wenigen Auftritten ins Herz. 

     

    Natürlich ist die Handlung ein wenig vorhersehbar. Dennoch kann man nicht genau ahnen, wie und wann die Autorin die wechselnden Stränge entscheidend verknüpfen wird. Sie verweben sich zwar manchmal miteinander, doch die wichtigste Verknüpfung lässt fast bis zum Schluss auf sich warten. Einige Zufälle wirken zwar übertrieben und arg konstruiert, doch da Andrea am Anfang des Buchs eine Bestellung beim Schicksal aufgibt und die Handlung so herzerwärmend geschildert wird, kann man großzügig darüber hinwegsehen und diese Geschichte einfach genießen. Das Ende ist schlüssig und lässt keine Fragen offen, dennoch hätte es gerne etwas ausführlicher sein dürfen. Aber so bleibt Platz für eigene Gedanken und Ausschmückungen. 

     

    Ein absoluter Wohlfühl-Roman, mit einer äußerst liebenswerten Hündin, die sich mühelos ins Herz schleicht. 

  23. Cover des Buches Die Tiefe einer Seele (ISBN: 9781495932021)
    Kate Dakota

    Die Tiefe einer Seele

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Jaelle

    James Prescott ist der designierte Erbe des Medienimperiums seiner Familie. Doch er weigert sich noch, diese große Verantwortung zu übernehmen, und reist lieber als Reisejournalist durch Deutschland, dem Heimatland seiner Mutter Silvia.

    Durch einen Stau, den er umfahren möchte, kommt er durch ein kleines Dörfchen und überfahrt beinahe Amelie Johannsson, eine junge, vorlaute und für James äußerst faszinierende Frau. Doch sie hat ein dunkles Geheimnis.

    Dieses wird dem Leser Stück für Stück in Rückblenden offenbart. Amelie leidet unter Depressionen und hat bereits mehrfach versucht, sich das Leben zu nehmen.

    James erschließt sich das nach und nach, aber es schmälert seine wachsenden Gefühle für Amelie nicht. Obwohl er sich vor Jahren sämtliche Emotionen verboten hat, kann er sich nicht dagegen wehren, dass er nicht nur Liebe für sie wachsen fühlt, sondern trotz ihrer Erkrankung voll und ganz für sie da sein möchte.

    Amelie hingegen ist sich da nicht so sicher. Auch sie verliebt sich in James, doch meint sie zu wissen, dass sie nicht gut für ihn ist – gerade wegen seiner entsetzlichen Erfahrungen soll er sich nicht mit ihren Depressionen auseinander setzen müssen.

    Als James wegen einer plötzlichen Erkrankung seines Vaters zurück in die Staaten fliegen muss, nutzt Amelie die Gelegenheit und flüchtet zu ihren Eltern nach Spiekeroog. Diese kämpfen immer noch mit ihren Schuldgefühlen wegen Amelies Selbstmordversuchen und behandeln sie wie ein rohes Ei.

    Dennoch kommt sie nicht zur Ruhe. Als James sich nach einem Streit nicht mehr meldet, ist sich Amelie endgültig sicher, dass ihre Liebe keine Zukunft hat. Doch es ist anders, als sie denkt.

    Kate Dakota hat wunderbare Figuren erschaffen, die voller Tiefe eine einfühlsame Geschichte von Liebe in ihren unterschiedlichsten Formen erzählen, aber auch von Angst, Depressionen und Verantwortung gegenüber sich selbst und anderen.

    Der besondere Reiz an dieser Geschichte besteht in den Gegensätzen. Eine deutsche Pastorentochter aus Spiekeroog trifft auf den äußerst wohlhabenden amerikanischen Erben eines Medienkonzerns. Und trotz aller Gegensätze und Widrigkeiten finden sie zueinander.

    Die Autorin, die ich sehr schätze, schreibt mit Humor und Charme eine bezaubernde Liebesgeschichte. Man spürt, dass ihr die Figuren am Herzen liegen, was sich auch darin äußert, dass noch drei weitere Bände auf den geneigten Leser warten.

    Den vierten Band kenne ich ebenfalls, auf Band 2 und 3 freue ich mich bereits.

  24. Cover des Buches Meine Tassen im Schrank (ISBN: 9783770455119)
    Ellen Forney

    Meine Tassen im Schrank

     (12)
    Aktuelle Rezension von: himbeerbel

    Eine unterhaltsame, informative und autobiografische Graphic Novel der Künstlerin und Schriftstellerin Ellen Forney über ihren Umgang mit der manisch-depressiven Erkrankung.


    Als ihre Therapeutin ihr eröffnet, dass bei ihr eine Bipolare Störung vorliegt, beginnt für Ellen Forney eine Reise in ihre eigene Psyche. Sie muss lernen, sich selbst kritisch zu beobachten und zeigt ihren Weg in dieser autobiografischen Graphic Novel auf.


    Im Gegensatz zum farbenfrohen Cover sind die Zeichnungen im Buch durchgehend schwarz-weiß gehalten. Ellen Forneys Zeichenstil ist lebendig und frisch. Immer wieder finden sich kleine witzige Anmerkungen oder Zusatzdetails in den Bildern wieder, sodass es immer auch beim zweiten Hinsehen noch etwas zu entdecken gibt. Die Autorin geht informativ und offen mit ihrer Krankheit um. Sie hat die Stimmungsschwankungen, die unterschiedlichen Gefühlszustände, Befürchtungen und Ängste gut eingefangen und nachvollziehbar auf eine spielerische Art dargestellt. Sie zeigt den Zusammenhang von künstlerischer Kreativität und psychischen Erkrankungen auf und trotz ernster Thematik kommt auch der Humor in Form von Selbstironie und teilweise tragisch-komischen Ereignissen nicht zu kurz.


    Nicht so gelungen finde ich einzig den deutschen Buchtitel (Original: „Marbles“), bei dem in der Ergänzung lediglich die Depressionen Erwähnung finden. Erst ein Blick auf die Rückseite und ins Buch selbst verrät, dass es darin um die Bipolare Störung geht.
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