Bücher mit dem Tag "der blaue engel"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "der blaue engel" gekennzeichnet haben.

6 Bücher

  1. Cover des Buches Marlene und die Suche nach Liebe (ISBN: 9783746635064)
    C. W. Gortner

    Marlene und die Suche nach Liebe

     (47)
    Aktuelle Rezension von: JackieBrown

    Erstmal vorweg, sehr untypisch für die Reihe, der Autor ist männlich 😆 Daher war ich schon sehr gespannt, ob das funktioniert. Und was soll ich sagen, es funktioniert von Anfang bis Ende. Ein absolut spannender Einblick in einen gut gewählten Ausschnitt, des Jahundertstars. Marlene kämpft mit allen Mitteln für ihre Ziele, egal ob es für die Schauspielerei oder gegen den Krieg ist. Dabei wird sie erfrischen menschlich dargestellt, greift selbst als Hollywoodstar zu Putzmitteln und serviert selbstgemachte Hausmannskost. Oft als Diva bezeichnet wird in diesem autobiographischen Roman die komplizierte Beziehung zu ihrer Mutter thematisiert und dadurch bestimmtes (vermeintlich divenhaftes) Verhalten aufgeklärt.
    Ich habe das Buch bis zur letzten Seite geliebt ❤

  2. Cover des Buches Im Licht der Zeit (ISBN: 9783492058865)
    Edgar Rai

    Im Licht der Zeit

     (13)
    Aktuelle Rezension von: YukBook

    Der Tonfilm – für uns das Selbstverständlichste der Welt, in den 1920er Jahren eine Erfindung, die als revolutionär gefeiert wurde. In diesem Roman schildert Edgar Rai die Entstehung des ersten großen deutschen Tonfilms "Der Blaue Engel", der mit dem Oscar-Preisträger und Egomanen Emil Jannings und der noch völlig unbekannten Marlene Dietrich verfilmt werden soll. Bis dahin ist es für die Revue-Sängerin, die ihre Laufbahn als Geigenspielerin begann und vergeblich auf einen Durchbruch als Schauspielerin wartete, ein weiter Weg.

    Von Anfang an faszinierte mich die Figur der Marlene, die Rai in all ihren Facetten zum Leben erweckt: Einerseits ist sie eine verführerische und vergnügungssüchtige Frau, die sich ohne jede Scheu nimmt, was sie begehrt; andererseits eine unglückliche und schuldbewusste Mutter, die unter der Kühle ihrer Tochter leidet; in jedem Fall aber eine schlagfertige und selbstbewusste Frau, die ihre Stärken zu ihren Gunsten einzusetzen weiß.

    Ihre Wandlung von einer unbedeutenden Revuenummer zum Publikumsliebling vollzieht sich inmitten eines quirligen Settings, in dem für jeden Beteiligten, vom Darsteller über den Drehbuchautor und Regisseur bis hin zum Ufa-Boss, alles auf dem Spiel steht und die menschlichen Reibereien und kochenden Emotionen in jeder Zeile zu spüren sind. Der Autor gibt nicht nur jeder Figur genügend Raum zur Entfaltung, sondern zeichnet uns auch ein üppiges Bild der Berliner Künstlerszene, die durch Unterhaltung, Zerstreuung, Leichtfertigkeit und Zügellosigkeit geprägt war. Für Cineasten und Fans der Goldenen Zwanziger ein wahrer Lesegenuss!

  3. Cover des Buches Professor Unrat oder Das Ende eines Tyrannen (ISBN: 9783596903528)
    Heinrich Mann

    Professor Unrat oder Das Ende eines Tyrannen

     (183)
    Aktuelle Rezension von: winter-chill
    Treffend kritisiert Heinrich Mann in seiner gesellschaftskritischen Satire „Professor Unrat“ die Doppelmoral des Bürgertums und beschreibt die Denkweise der Menschen in der wilhelminischen Ära. Der kurze Roman ist in diesem Sinne ein ganz gutes Zeitdokument. Sehr gelungen ist Mann dabei die Charaktergestaltung. Vor allem Professor Raat und sein Wandel vom einzelgängerischen Tyrannen zum Lebemann und sein Fall werden extrem gut beschrieben. Die Geschichte an sich ist zwar ganz gut, die zähe Sprache und die vielen Zitate in norddeutscher Mundart erschweren das Lesen allerdings etwas. Und die legendären Szenen im "Blauen Engel" sind natürlich aus heutiger Sicht nicht mehr wirklich skandalös oder schlüpfrig. "Professor Unrat" ist ein Klassiker, der es verdient, gelesen zu werden, aber kein überragender.
  4. Cover des Buches Meine Mutter Marlene (ISBN: 9783570017579)
    Maria Riva

    Meine Mutter Marlene

     (28)
    Aktuelle Rezension von: GDFrank

    Das Buch hat starke Emotionen ausgelöst, besonders bei seiner Veröffentlichung kurz nach Marlene Dietrichs Tod. Ein Teil der Fans war entsetzt, manch einer fühlte sich an das Strickmuster von "Meine liebe Rabenmutter" der Tochter Joan Crawfords erinnert. Ein anderer Teil des Publikums fühlte sich bestätigt und glaubte, immer gewusst zu haben, wie das Leben dieser Frau verlaufen sein musste. Man darf bei seiner Einschätzung nicht außer Acht lassen, dass dieses Buch sich ohne den Faktor der Skandalisierung vermutlich sehr viel schlechter verkauft hätte. Nur arbeitet sich der Text an einer Person ab, die ohnehin schon, quasi als Markenkern, eine gewisse Skrupellosigkeit, gerade in Fragen der damals geltenden Moral, verkörperte. Und man erfährt sehr viel über die Empörungen der Tochter Maria über diese Fehlerhaftigkeit, also über die Emotionen einer Person, die nur als Anhängsel ihrer Mutter ein wenig Bekanntheit erreicht hat. Wegen dieser Unausgewogenheit, und weil man auch in Betracht ziehen muss, dass die Autorin (existierte wohl ein Ghostwriter?) es relativ leicht hatte, einen Text zu verfassen, angesichts der zahllosen Biografien, die es vorher schon gab, ist dieses Buch ein wenig unergiebig, außer, man schwärmt für die Kinder von Prominenten.

  5. Cover des Buches Marlene Dietrich (ISBN: 9783894873615)
    Renate Seydel

    Marlene Dietrich

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  6. Cover des Buches Karambolagen (ISBN: 9783548364940)
    Hellmuth Karasek

    Karambolagen

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Peter_Waldbauer

    Das ideenärmste Buch, das man sich vorstellen kann. Karasek zählt einfach alle prominenten Namen auf, die er in seinem Journalistenleben kurz gestreift hatte. Billy Wilder, über den er eine Biographie geschrieben hatte, gleich dreimal. Steven Spielberg, Günter Grass (zweimal), Peter Handke, Friedrich Dürrenmatt, Heinz Rühmann, Romy Schneider, Marlene Dietrich, Wolf Biermann, Helmut Kohl und andere.

    Aggressives Namedropping, getragen von Geltungsbedürfnis, denn die kurzen Essays von zwei, drei Seiten sind an Banalität kaum zu überbieten. Zwei Fälle seien hierfür exemplarisch gewählt.

    Seine Begegnung mit Brigitte Bardot beschränkte sich darauf, dass er sie, den Wunschtraum seiner Jugend, beim Urlaub in St. Tropez einmal am Strand von weitem gesehen habe. Von weitem!

    Laut Karasek habe B.B. ihm zugenickt und gelächelt. Oder hat Karasek sich dies nur eingebildet? Haben zwanzig Jahre die Erinnerung womöglich verklärt?

    Karasek schlief auch nicht im Bett von Marilyn Monroe, wie er in der Kapitelüberschrift suggeriert. (Schon gar nicht gleichzeitig mit ihr, wie mancher Leser vielleicht vermuten könnte.)

    Karasek übernachtete in einer luxuriösen Bungalowsuite des Beverly Hills Hotel. Die Monroe „soll“ dort vor sechsundzwanzig Jahre auch übernachtet haben. Ob es genau die gleiche Suite-Nummer war, ist ebenso wenig bewiesen, wie die Frage, ob Maryiln Monroe in demselben Bett schlief wie Karasek.

    Die Monroe könnte zwar im Hotel abgestiegen sein, aber woanders geschlafen haben. Oder das Bett könnte in den sechsundzwanzig Jahren ausgetauscht worden sein.

    Zum Thema Bett berichtet Karasek noch stolz, er habe beim Dreh von Regisseur Woody Allen zusehen dürfen. Natürlich „eine sehr intime Szene, wo eine Frau und ein Mann miteinander ins Bett gingen“. Besagte Szene habe Woody Allen dann aber später aus dem fertigen Film herausgeschnitten, bedauert Karasek.

    Und erst sein Schreibstil. Kein verrissener Autor des Literarischen Quartetts könnte jemals so schlecht formulieren wie Karasek. Sehen Sie sich einmal diesen Satz an (Seite 91, im Kapitel über Peter Handke, es ging um eine Tagung der Gruppe 47):

    „Ich war erst zum zweiten Mal dabei und noch nicht so eingeschliffen in den Chor des als Regen über die Autoren nach der Lesung niederprasselnden Kritiker-Parlandos.“

    Wo war bloß der Lekor?

    „...in den Chor des als Regen über die Autoren nach der Lesung...“

    Wieviele Substantive (nur durch Präpositionen getrennt) will Karasek denn noch aneinanderreihen?

     Schließen wir mit den Worten von Elke Heidenreich. Die frühere Moderatorin der ZDF-Büchersendung Lesen wurde im Focus gefragt, ob sie sich vorstellen könne, Hellmuth Karasek in ihre Sendung einzuladen.
    „Nee“, antwortete sie.
    Focus: „Warum nicht?“
    Heidenreich: „Da hatten wir ja nun genug davon, all die Jahre. Das reicht erst mal.“

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