Bücher mit dem Tag "detektivroman"

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195 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596196159)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (5.751)
    Aktuelle Rezension von: misspider

    Zum ersten Mal habe ich den "Schatten des Windes" vor mehr als 10 Jahren gelesen. Damals fand ich das Buch OK, mäßig spannend, oft zu lang und verzettelt, und am Ende konnte ich nicht verstehen warum dieses Buch so einen Wirbel verursacht hatte.
    Jetzt bot sich mir die Gelegenheit, das Buch erneut zu lesen, und da ich mich kaum mehr an irgendwelche Details erinnern konnte, habe ich zugegriffen. Und siehe da: diesmal habe ich das Buch regelrecht verschlungen - trotz seines manchmal gemächlich anmutenden Tempos - und war begeistert von der Vielschichtigkeit und Komplexität. Zugegeben, ich hätte mir noch mehr Details zum Friedhof der Vergessenen Bücher gewünscht, aber die so eng miteinander verwobenen Geschichten von Daniel und Julian waren nicht minder faszinierend. Die Mischung aus bibliophilem Thriller und historischem "Buch Noir" ist beeindruckend, aber ich musste tatsächlich erst in der rechten Stimmung für dieses weitschweifige Werk sein, denn viele kleine, teils banale Details erfordern auch eine gewisse Geduld beim Lesen. Bei mir zumindest hat sie sich dieses Mal gelohnt.

  2. Cover des Buches Der Ruf des Kuckucks (ISBN: 9783442383214)
    Robert Galbraith

    Der Ruf des Kuckucks

     (690)
    Aktuelle Rezension von: EMHobbs

    Als jemand, der nie einen Harry Potter gelesen hat, ging ich recht unvoreingenommen an das buch heran. Hinter dem Pseudonym Robert Galbraith verbirgt sich ja niemand geringerer als J K Rowling.
    Was soll ich sagen: Ich wurde angenehm überrascht, auch wenn mir die deutlich über 600 Seiten einiges an Sitzfleisch abverlangt haben (Normalerweise mag ich 3-maximal 400 Seiten).
    Der mürrische, manchmal ungehobelte Privatdetektiv Cormoran und seine blitzgescheite Aushilfssekretärin Robin haben mich allerdings bereits nach weinigen Seiten so in ihren Bann gezogen, dass ein Entkommen nicht mehr möglich war.

    Galbraith/Rowling entführt in die Welt der Schönen und Reichen, aber ohne Schwärmerei, sondern mit unverstelltem Blick auf ein Verhalten, das allen Menschen innewohnt: Machtstreben, Habgier, Sehnsucht nach Liebe, Anerkennung, Geld. Ein wenig zu dick aufgetragen war mir, dass am Ende die POC's als die strahlenden Moralapostel übrig blieben, im Gegensatz zu ihren bösartigen weißen Mitbewerbern. Aber das ist ja seit längerem in Film und Fernsehen ein Muss: White People Bashing erleichtert scheinbar das Gewissen ;-).

    In Summe ein sehr gut ausgearbeiteter Plot, detaillierte Beschreibungen sowie ein ausgefeilter Stil machten das Buch für mich zu einem Lesegenuss.

  3. Cover des Buches Die Ernte des Bösen (ISBN: 9783764505745)
    Robert Galbraith

    Die Ernte des Bösen

     (235)
    Aktuelle Rezension von: RamonaMarano

    Spannend geschrieben bis zum Ende. Man kann nur erahnen, wer der Mörder ist. Man fiebert ununterbrochen mit den beiden Detektiven mit und kann ihre Gefühle und Handlungen sehr gut nachempfinden. Die Szenen sind so gut beschrieben, dass man meint, dort zu sein. Die Entlarvung des Mörders am Ende ist mir aber ein bisschen zu einfach. Da hätte der Detektiv meiner Meinung nach mehr Indizien gebraucht, um darauf zu kommen. Insgesamt ein toller Krimi den ich auf jedenfall weiterempfehle!

  4. Cover des Buches Der Name der Rose (ISBN: 9783423210799)
    Umberto Eco

    Der Name der Rose

     (1.564)
    Aktuelle Rezension von: Waldspaziergang

    Der Name der Rose enthält viele Gedanken. Gedanken zur Wahrheit und Wissenschaft, die zum Nachdenken anregen, zum Realisieren oder Überdenken seiner eigenen Meinung, seiner Überzeugung zum Thema. Eine Tiefe wird geöffnet in die einzudringen man eingeladen ist. Auch einige Andere Themen werden angesprochen, doch im Vordergrund steht die Suche der Wahrheit.          

    William von Baskerville (eine Erinnerung an Sherlock Holmes weckend) und sein Begleiter Adson ermitteln in einer angesehenen Abtei in Italien, die überschattet wird von der mysteriösen, Nebel umwobenen Bibliothek, deren Betreten allen verboten ist.        
    Eine dunkle Macht scheint umzugehen und immer wieder neue Opfer zu fordern. Hinweise, und Verdächtige gibt es genug. Doch die Zusammenhänge sind verworren. Nutzbringend ist auch nicht die Versammlung Königs- und Papsttreuer Gesandter, zu deren Besprechung William ausgesandt wurde und die zwischen den im Streit liegenden Parteien vermitteln soll. Ihr Ergebnis ist das noch deutlichere Zerwürfnis und die Verhaftung zweier Schuldiger, die die Taten nicht begangen haben, die man ihnen vorwirft.
     Nachdem alle Verdächtige, Einer nach dem Anderen, selbst zum Ofer wurden, blieb letztlich nur noch einer übrig, der von William schließlich gestellt, zum Äußersten schritt und in seinem Wahn die Schrift des Philosophen vor aller Augen bewahren zu müssen, sich selbst mit ihr vernichtet und dabei die ganze Bibliothek in Flammen setzt, mit der schließlich die ganze Abtei zugrunde geht.     

    Ein entmutigendes Ende, wie schmerzlich die Vorstellung von brennenden Büchern und brennendem Fleisch doch ist. Auch William ist entmutigt, muss er am Ende feststellen, dass die Verschwörung, der er auf der Spur zu sein glaubte, nie existierte. Jeder Mord hatte seine eigenen Motive, hing ungebunden und eher zufällig mit den Anderen zusammen.

    Manchmal zeigen mir Bücher neue Gedanken und manchmal helfen sie mir schon vorhandene Gedanken wahrzunehmen. Wie William glaube ich nicht an eine Wahrheit, keine die wir sehen können. Wie William glaube ich an eine Vielzahl, dutzende von Möglichkeiten, die wir nur durch Wahrscheinlichkeiten und Indizien gegen einander abwägen können. Und wie „Der Name der Rose“ so schön veranschaulicht ist am Ende wahrscheinlich keine von ihnen richtig.

    In diesem Gedanken liegt für mich der Hauptwert des Buches. (Ich glaube darin eine Anleitrung für meinen wissenschaftlichen Bericht gefunden zu haben ;)) Daneben gibt es immer wieder mal schleppende Passagen über die Politik, Architektur, Religion der Zeit und die Visionen Adsons, nicht zu vergessen immer mal wieder kleine lateinische Texte, denen ich mit meinem drei Jahre zurückliegendem Schullatein nicht beizukommen vermag. Die Texte sind am Ende des Buches nachzuschlagen und auch die zuvor genannten Passagen, mag man sie sich Satz für Satz zu Gemüte führen und durch Nachschlagewerke ergänzen oder schon ein Vorwissen über die gegebenen Zustände haben, sind gewiss lehrreich. Doch ich sitze abends gemütlich in meinem Sessel warm eingewickelt in meine Decke weit entfernt von Laptop, Handy oder Duden, und so fielen mir genannte Passagen doch eher lästig und seufzend sehnte ich die Seiten mit mehr Absätzen herbei.

    Ein letztes noch: den Titel des Buches finde ich genial! Auf Seite 590 fiel mir auf, dass er sich mir immer noch nicht recht erklären wollte. Ich vergaß darüber und dann auf der letzten Seite, im letzten Satz (den ich auch noch nachschlagen musste) fiel plötzlich alles perfekt ineinander.

  5. Cover des Buches Digby #01 (ISBN: 9783789148095)
    Stephanie Tromly

    Digby #01

     (147)
    Aktuelle Rezension von: june_london


    Mein Lieblingszitat: "Die Vorbereitungen für einen Tag mit Digby ähneln den Vorbereitungen auf den Weltuntergang."


    Inhalt: Zoe ist neu in der Stadt und absolut unglücklich. Ihre Eltern haben sich getrennt, sie musste mit ihrer Mutter in dieses Kaff ziehen und jetzt ist sie auch noch "die Neue" in der Schule. Ganz normale Teenager-Probleme eben. Doch dann steht Philipp Digby vor ihrer Tür und plötzlich ist in ihrem Leben nichts mehr normal. Er will mit allen Mitteln den Fall seiner vor 8 Jahren verschwundenen kleinen Schwester aufklären und spannt Zoe für seine privaten Ermittlungen ein.

    Eindruck: Ich LIEBE diese Reihe. Die Charaktere sind absolut sympathisch und realistisch. Die Geschichte sprüht über vor Wortwitz. Bei dieser Reihe läuft das Kopfkino auf Hochtouren, so gut wird alles beschrieben. Es ist eine Mischung aus Jugendkrimi, Highschool-Drama und Comedy. Bisher gibt es drei Bände (wobei der Dritte bisher nicht ins Deutsche übersetzt wurde).

  6. Cover des Buches Das Geheimnis des weißen Bandes (ISBN: 9783458359159)
    Anthony Horowitz

    Das Geheimnis des weißen Bandes

     (353)
    Aktuelle Rezension von: CookieBook22
    „Am Abend eines ungewöhnlich kalten Novembertages im Jahr 1890 betritt ein elegant gekleideter Herr die Räume von Sherlock Holmes‘ Wohnung in der Londoner Baker Street 221b. Er wird von einem mysteriösen Mann verfolgt, in dem er den einzigen Überlebenden einer amerikanischen Verbrecherbande erkennt, die mit seiner Hilfe in Boston zerschlagen wurde. Ist der Mann ihm über den Atlantik gefolgt, um sich zu rächen? Als Holmes und Watson den Spuren des Gangsters folgen, stoßen sie auf eine Verschwörung, die sie in Konflikt mit hochstehenden Persönlichkeiten bringen wird und den berühmten Detektiv ins Gefängnis, verdächtigt des Mordes. Zunächst gibt es nur einen einzigen Hinweis: ein weißes Seidenband, befestigt am Handgelenk eines ermordeten Straßenjungen …“ (Klappentext)

    Der Roman ist ein „Auftragswerk“ der Nachlassverwalter Conan Doyles – hier haben selbige mit Anthony Horowitz eine sehr gute Wahl getroffen! Der Autor schafft es nicht nur die Stimmung des viktorianischen Londons einzufangen, sondern auch den Stil so zu imitieren, dass es sich wirklich um eine original Doyle-Erzählung handeln könnte. In puncto Spannungsaufbau geht er meiner Meinung nach sogar über den der Originalerzählungen des britischen Arztes und Autors hinaus. Als Kenner aller Original-Holmes-Erzählungen kann ich nur betonen, wie eindrucksvoll und außergewöhnlich gut es Horowitz schafft, Holmes und seinem Sidekick Dr. Watson neues Leben einzuhauchen und sie in ein spannendes Abenteuer ziehen lässt.

    Kurzum: Alle Erwartungen erfahrener Holmes-Kenner werden erfüllt – in Teilen, durch den sehr gut konstruierten Plot, sogar noch übertroffen. So müssen Holmes und Watson gleich mehrere Rätsel lösen, die sie teilweise auch persönlich hart treffen. Welche Geheimnisse liegen um eine geheimnisvolle amerikanische Gang und welche grauenhaften Geschehnisse verbirgt das „House of Silk“. Es besteht erhöhte Suchtgefahr, da der Roman so spannend aufgebaut ist. Ich habe ihn wirklich fast in einem Rutsch durchgelesen, daher rate ich, dass alle Leser*innen von vorneherein genug Zeit für die Lektüre einplanen.

    Kleinere Kritikpunkte sind lediglich der Anfang der Erzählung, der so ähnlich allzu oft in zahlreichen Holmes-Pastiches verwendet wurde (ein alter Watson, der kurz vor seinem Tod ein letztes Mal zur Feder greift) sowie eine zu stark konstruierte Flucht Holmes’ aus dem Gefängnis, die nicht zuletzt dadurch gelingt, als dass ein gewisser Akademiker (!) Kontakt zu Watson aufnimmt … Diese Kleinigkeiten sind jedoch so marginal, als dass sie zu einem Punktabzug führen könnten.

  7. Cover des Buches Sherlock Holmes - Eine Studie in Scharlachrot (ISBN: 9783596035632)
    Arthur Conan Doyle

    Sherlock Holmes - Eine Studie in Scharlachrot

     (405)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Nach einem Kriegseinsatz sucht Dr. Watson eine Wohnung in London. Durch einen Bekannten lernt er Sherlock Holmes kennen, der einen Mitbewohner sucht. Und Watson bekommt nicht nur einen Mitbewohner, sondern auch einen Detektiv, der der Polizei bei ihren Ermittlungen hilft. So wird die Legende geboren.

    Ich wollte wieder mehr Klassiker lesen – da ich in letzter Zeit alle Filme und Serien bezüglich Sherlock Holmes gesehen habe, fand ich es an der Zeit, endlich mal mit Sir Arthur Conan Doyles Sherlock zu beginnen. Und ich kann sagen, dass es mir gut gefallen hat.

    Normalerweise sind Klassiker immer etwas schwierig zu lesen, weil Sprache sich verändert. Hier fand ich es allerdings nicht schwierig. Der Roman erscheint seltsam modern und ließ sich sehr gut lesen. Meine Ausgabe ist illustriert. Die schwarz-weißen Zeichnungen von Richard Gutschmidt begleiten die Geschichte und sind sehr anschaulich.

    Mit Sherlock Holmes hat Sir Arthur Conan Doyle einen unsterblichen Charakter geschaffen – und darüber bin ich sehr froh. Ich werde die restlichen Bücher über das kriminalistische Genie auch noch lesen!

  8. Cover des Buches Mord im Orientexpress (ISBN: 9783455001914)
    Agatha Christie

    Mord im Orientexpress

     (771)
    Aktuelle Rezension von: Surari
    Ich wusste mal wieder nicht viel über die Geschichte und habe bisher auch keine Verfilmung gesehen. 

    Detektiv Poirot ist eigentlich nur ein Reisender im berühmten Orientexpress. Als der Zug allerdings in einem Schneesturm stecken bleibt und in seinem Nachbarabteil eine Leiche gefunden wird fängt er an zu ermitteln. Warum ist der Schlafwagen in dem er reist komplett belegt und die beiden anderen angehängten Waggons so gut wie leer? Wieso hatte der ermordete ihn um Schutz gebeten und war sich sicher auf dieser Reise zu sterben?

    Ich habe bisher noch nie einen Agatha Christie gelesen und weiss auch nicht ob es einen noch bekannteren gibt als diesen hier. Das Buch ist recht kurz aber es war ein wirklich guter Krimi. Vor allem mit dem Ende habe ich nicht gerechnet, wer denn jetzt der Mörder ist und auf was man sich am Schluss einigt. Einfach ein grandioses Ende!
  9. Cover des Buches Der Fall des verschwundenen Lords (ISBN: 9783957282606)
    Nancy Springer

    Der Fall des verschwundenen Lords

     (67)
    Aktuelle Rezension von: MichelleStorytelling

    Rezension

    Mit dem Band Enola Holmes – Der Fall des verschwundenen Lords beginn die Geschichte der kleinen Schwester des allseits bekannten Detektivs Sherlock Holmes. 

    Wenn es nach ihrer Mutter geht, kommt Enola - passend zu ihrem Namen (rückwärts geschrieben „Alone“) - bestens alleine zurecht. Allerdings will sie das gar nicht. Das zeigt sich vor allem am Morgen ihres 14. Geburtstags. Enolas Mutter ist spurlos verschwunden und gegen den Willen ihrer beiden älteren Brüder – Sherlock und Mycroft – reist das junge Mädchen schließlich alleine nach London, wo sie ihre Mutter aufgrund einiger hinterlassener Hinweise vermutet. Dabei ahnt sie nicht, dass ihr so sorgsam durchdachter Plan bereits auf dem Weg in die Hauptstadt ins Wanken gerät.


    Über diese Figuren möchte ich etwas sagen

    Enola – trotz ihres Alters traut Enola sich bereits eine ganze Menge zu, womit sie während dieser Geschichte nicht nur einmal auf die Nase fällt. Dennoch hat sie ein ähnlich gutes Gespür wie ihr Bruder Sherlock, weshalb sie immer einen Weg aus den misslichen Lagen herausfindet. Außerdem es ist auf eine gewisse Art und Weise inspirierend, wie selbstbewusst sie all dies angeht.

    Tewksbury – dieser junge Lord hält sehr viel auf sich selbst und ist sich offenbar nicht bewusst, dass er ohne seinen Adelstitel nicht gerade viel auf die Reihe bekäme. Mit gerade mal zwölf Jahren läuft er von daheim weg, weil er seiner Verantwortung entfliehen will. Natürlich wird nach ihm gesucht und Enola gerät mitten in diesen Fall hinein.

    Sherlock und Mycroft – es hat mich schon wirklich erschreckt, dass die beiden ein so distanziertes Verhältnis zu ihrer kleinen Schwester haben. Sicher, der Altersunterschied zwischen den beiden und Enola ist sicher um einiges größer als es bei Geschwistern für gewöhnlich der Fall ist, aber dennoch. Allerdings muss man Mycroft zugutetun, dass er sich immerhin darum bemüht, seiner Schwester zu helfen – ganz im Gegensatz zu Sherlock, der eher den Eindruck macht, als würde er sich der Situation lieber wieder entziehen.


    Das ist mein persönliches Lieblingszitat

    „So schnell ich konnte, kletterte ich ihm nach und stellte fest, dass er mit ausgestreckter Hand auf mich wartete, um mir aus dem Gefängnis zu helfen. Obwohl er mich eben noch dumme Gans, Dummkopf und Närrin geschimpft hatte, zeigte der Junge Spuren von Edelmut.“ – Enola Holmes (Der Fall des verschwundenen Lords), Seite 149 / 150


    Habt ihr Enola Holmes – Der Fall des verschwundenen Lords bereits gelesen oder den Film dazu auf Netflix geschaut?

    Wenn ja, was haltet ihr von der Geschichte und ihrer Umsetzung?

    Wenn nicht, ist es noch auf eurer Lese-/Watch-Liste?


    Bis bald!

    Michelle :)

  10. Cover des Buches Stalking Jack the Ripper (ISBN: 9780316273510)
    Kerri Maniscalco

    Stalking Jack the Ripper

     (80)
    Aktuelle Rezension von: DaisiesDaffodilsAndOtherLetters

    Liebe Daffy,


    ich habe dir schon häufiger von diesem Buch vorgeschwärmt und nun erreicht dich mein Brief mit einer ausführlichen Review zu Kerri Maniscalcos „Stalking Jack the Ripper“, das 2016 bei Jimmy Patterson Books, einem Unterverlag von Little, Brown and Company erschienen ist.

    Bei meinen Recherchen konnte ich nicht in Erfahrung bringen, ob eine deutsche Übersetzung dieses Buches geplant ist. Wenn ich es richtig verstanden habe, kannst du die Geschichte zusätzlich zum amerikanischen Original auf Französisch, Spanisch und Türkisch genießen. 


    Inhalt

    London im Jahr 1888. Der berüchtigte Serienmörder Jack the Ripper treibt sein schauerliches Unwesen. Niemand weiß, wer der Mörder ist und warum er seine weiblichen Opfer auf das grausamste verstümmelt.

    Die junge Audrey Rose kommt mit seinen Machenschaften in Berührung, weil sie sich nichts sehnlicher wünscht, als Pathologin zu werden. Entgegen der gesellschaftlichen Norm ihrer Zeit darf sie bei ihrem Onkel in die Lehre gehen, welcher mit der Obduktion der Jack the Ripper-Leichen beauftragt ist. Was Audrey Rose nicht ahnt ist, dass sie dem Mörder näher ist, als vermutet.


    Figuren

    Kerri Maniscalco hat in diesem Buch ganz besondere Figuren geschaffen. Ihre Protagonistin Audrey Rose ist eine selbstbewusste, emanzipierte junge Frau voller Visionen und Wünsche. Wie James Patterson im Vorwort schon so treffend schreibt, Kerri Maniscalcos Figur mag zwar im 19. Jahrhundert leben, doch mit ihren Ansichten und ihrer Art ausgesprochen modern daherkommen, die sogar im 21. Jahrhundert ihresgleichen suchen kann.

    Audrey Rose ist meiner Meinung nach eine der am besten gearbeiteten Frauenfiguren, die ich in letzter Zeit in einem Roman kennen lernen durfte. Sie wird zu keinem Zeitpunkt stereotypisch dargestellt, sondern fühlt sich sehr lebendig und mit unterschiedlichen Interessen ausgestattet an. Ihre Begeisterung für Obduktionen und Biologie ist bemerkenswert und sehr plastisch dargestellt. Bei der Arbeit erleben wir sie professionell und der Wissenschaft verpflichtet. Das bedeutet aber nicht, dass Audrey Rose keine Emotionen zeigen kann oder stets nur stur an die Arbeit denkt. Genauso genießt sie es, Zeit mit ihrer Cousine beim Nachmittagstee zu verbringen und über Makeup zu sprechen, neue Kleider zu kaufen und sich zu verlieben. Genau diese Diversität brauchen wir in Buchcharakteren. Stereotypische Darstellungen schaffen relativ wenig Identifikationspotenzial respektive lassen sie die Figuren unmenschlich erscheinen. 

    Audrey Rose gehört hier eindeutig in die Kategorie der vielschichtigen und dadurch sehr menschlichen Figuren. Auch die anderen Charaktere sind gut gearbeitet und bilden einen tollen Cast, der die Geschichte zum Leben erwecken.


    Schreibstil

    Zusätzlich zu den vielschichtig gearbeiteten Figuren, lässt einen Kerri Maniscalcos Schreibstil uns Lesende in die Geschichte eintauchen. Wie bereits erwähnt, gelingt es, das Thema der Pathologie sehr anschaulich darzustellen, aber auch Emotionen und Dialoge realistisch und erlebbar zu machen. Ich kann keine Aussage darüber treffen, ob die Darstellung der biologischen Fakten rund um Obduktionen der Wahrheit entsprechen, es wirkt jedoch so, als hätte Kerri Maniscalco viel Zeit in Recherche gesteckt. Abgerundet wird der Text nämlich mit Fotografien und Zeichnungen, die dem Buch eine ganz besondere Atmosphäre geben. Hier werden zum Beispiel Bilder gezeigt wie das Messer bei einer Obduktion zu halten ist (S.2) oder wie tuberkulöse Lepra aussieht (S.90).Solltest du dich bei solchen Bildern unwohl fühlen, würde ich dir empfehlen, sie beim Lesen zuzuhalten. Denn die Geschichte ist definitiv einen Blick wert und ich möchte dich herzlich dazu einladen, einmal in die ersten Kapitel zu lesen.


    Jack the Ripper

    Die wahren Gegebenheiten rund um die Morde von Jack the Ripper werden in diesem Buch aufgegriffen und in teils eigenen Zusammenhängen dargestellt. Kerri Maniscalco hat ein hoch interessantes Nachwort verfasst, in dem sie die Fakten und ihre Geschichte in einen Zusammenhang stellt. Obwohl ich nicht unwissend an dieses Thema herangegangen bin, konnte ich noch so einiges lernen und bin total begeistert wie die Fälle in dieser Geschichte verarbeitet wurden. Die Spannung war zu jedem Augenblick zu spüren und ich habe einige Plottwists so nicht kommen sehen. 


    Zielgruppe

    Das Buch wird ab 15 Jahren empfohlen und dem würde ich mich anschließen. Da es stellenweise unheimlich und/ oder plastisch beschrieben ist, ist das Buch definitiv auch für Erwachsene eine große Leseempfehlung und kein reines Jugendbuch. 

    Ich kann es dem deutschsprachigen Lesemarkt auch wärmstens ans Herz legen. Kerri Maniscalcos Stil ist flüssig lesbar und das Englisch lässt sich ausgesprochen schnell lesen. Nichtsdestotrotz würde ich mich freuen, wenn sich ein deutschsprachiger Verlag diesem Buch annimmt und eine Übersetzung herausbringen könnte, da „Stalking Jack the Ripper“ den Markt absolut bereichern würde. Wie du schon merkst, ist es nämlich eine große Empfehlung von mir.


    Deine Daisy

  11. Cover des Buches Ein MORDs-Team - Das Böse im Spiegel (ISBN: 9783958341050)
    Andreas Suchanek

    Ein MORDs-Team - Das Böse im Spiegel

     (57)
    Aktuelle Rezension von: SaintGermain

    Priscilla van Straten scheint mangels Beweisen freigesprochen zu werden. Olivia und Randy beginnen bei der Zeitung über sie zu recherchieren. Währenddessen suchen Mason und die Journalistin Sonja nach Cat, die ins Haus der van Stratens eingebrochen und seitdem verschwunden ist. Unterstützt werden sie von der erblindeten Danielle über Funk. Und sie entdecken Überraschendes.

    Das Cover passt wieder hervorragend zum Buch und zur bisherigen Reihe und ist wieder grandios gelungen.

    Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; die Charakter sind gut dargestellt und entwickeln sich stetig weiter.

    Einiges wird aufgelöst, viele Fragen bleiben (noch). Der ganze Fall wird immer komplexer, obwohl man auch schon dem großen Ganzen näher kommt.

    Der Plot ist wieder gut gewählt.

    Die Spannung ist das ganze Buch über auf sehr hohem Niveau und kann so sicher nicht nur Jugendliche, sondern auch ältere Semester in den Bann ziehen. In diesem Teil, wo sich die Freunde aufteilen wird Überraschendes zutage gefördert und so ist auch der Leser das ganze Buch über gespannt und schließlich überrascht. Dabei bleibt es immer logisch und unterhaltsam.

    Fazit: Spannende Weiterführung der Jugend-Krimi-Reihe. 5 von 5 Sterne

  12. Cover des Buches Eine Leiche zum Tee (ISBN: 9783764170820)
    Alexandra Fischer-Hunold

    Eine Leiche zum Tee

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Rosy_Anodiwa

    Ich habe das Buch gerade erst beendet, insgesamt habe ich nur zwei Tage lang daran gelesen, denn ich fand es wunderschön!

    Die Atmosphäre von Ashford-on-Sea ist einzigartig. Jeder kennt sich. Die Nebencharaktere konnten mir sehr ans Herz wachsen, vor allem die alten Damen der Teerunde. Auch die Liebesgeschichte war sehr süß, manche würden sie vielleicht als anstrengend empfinden, weil Amy(die mir übrigens eine sehr sympathische und liebevolle Hauptperson war) oft ihre Meinung über Finn ändert. Soll sie jetzt wütend auf ihn sein, aber er ist doch so nett und hilfsbereit!? Die Geschichte mit der Eifersucht war sehr vorhersehbar, jedoch meiner Meinung nach ziemlich logisch und menschlich, weil man sich wirklich so unsicher ist, wenn man verliebt ist. Dieses Gefühl wurde also echt gut beschrieben! Insgesamt hat mir der Schreibstil wunderbar gefallen, die schon gelobte Atmosphäre ist phantastisch rübergekommen! 

    Mit meinen 16 Jahren habe ich mich aber etwas zu alt gefühlt. Das hat mein Lesevergnügen aber nicht gemindert. Einige Details konnte ich nur  schon schnell vorhersehen. Für 13-jährige aber auf jeden Fall lesenswert! Man kann wunderbar miträtseln wer der Mörder ist😃. Einen Folgeband würde ich auf jeden Fall lesen!

  13. Cover des Buches Der Fall der linkshändigen Lady (ISBN: 9783957282613)
    Nancy Springer

    Der Fall der linkshändigen Lady

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Vaine_Ivy

    Es scheint mein Schicksal zu sein, alle Buchreihen mit dem zweiten Band anzufangen. Umso besser fand ich, dass ich mich schnell in die Umgebung einfinden konnte.

    Enola war mir ziemlich sympathisch und kam ziemlich ausgewogen herüber. Auch den Plot fand ich sehr interessant, werde aber dazu nicht mehr verraten...

    Leider kamen ziemlich viele Klischees über die Viktorianer vor, z.B. einschneidende Korsetts (historisch und wissenschaftlich widerlegt).


    Sonst war ich sehr mit dem Buch zufrieden.

  14. Cover des Buches Zu viele Köche (ISBN: 9783608981131)
    Rex Stout

    Zu viele Köche

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Alexa65
    schade, das es nicht ein Verlag schafft, alle seine Werke herauszubringen. Ich freue mich, das mit Klett Cotta ein neuer Verlag es versucht. Ich drücke ihm die Daumen. 
    Zu viele Köche ist einer der ersten mit Nero Wolfe  und seinem Assistenten Archie Goodwin. Und auch gleich einer seiner seltenen Besuche außer Haus und das gleich mit einer Zugfahrt verbunden. Der arme Nero Wolfe. Was schrecklicheres kann ihm wohl nicht passieren. Es geht zu einem  Wettbewerb der besten Köche und Nero Wolfe wurde von einem dieser Köche eingeladen. Natürlich wird während des Wettbewerbs einer der Teilnehmer ermordet. Und Nero Wolfe muss sich anstrengen den Mörder zu finden, damit er zurück kann zu seinen Orchideen.
  15. Cover des Buches Mord auf dem Golfplatz (ISBN: 9783455651003)
    Agatha Christie

    Mord auf dem Golfplatz

     (131)
    Aktuelle Rezension von: benfi

    KURZBESCHREIBUNG:

    Der Detektiv Hercule Poirot erhält einen merkwürdigen schriftlichen Hilferuf und eilt mit seinem Freund Arthur Hastings nach Merlinville in Frankreich. Überraschend erfahren die Beiden bei ihrer Ankunft, dass Paul Renauld, der den Brief an Poirot schrieb, ermordet wurde. Laut seiner Frau Eloise gab es in der Nacht einen Überfall von zwei maskierten Männern, die sie fesselten und ihren Mann kurz darauf auf dem anliegenden, neuen Golfplatz erstachen! Doch was wollten diese Männer wirklich und warum gibt es unterschiedliche Aussagen zu dem abendlichen Damenbesuch von Madame Daubreuil der Dienstmädchen? Während der kleine belgische Detektiv sich lediglich auf scheinbar unwichtige Dinge konzentriert und offensichtlich teilnahmslos grübelt, müht sich der bekannte französische Ermittler Monsieur Giraud mit großer Hingabe dem Fall. Verdächtig wird schnell Renaulds Sohn Jack, der überraschend in Merlinville auftaucht, sollte jedoch eigentlich auf einer Schiffsreise nach Südamerika sein. Als plötzlich noch eine zweite Leiche auftaucht, ist das Chaos perfekt. Nur Poirot scheint Herr der Lage und geht den Fall auf seine Weise an...


    KOMMENTAR:

    Der Roman 'Mord auf dem Golfplatz' war das dritte Werk der englischen Autorin Agatha Christie, in dem sie zum zweiten Mal den belgischen Detektiv Hercule Poirot ermitteln lässt. Dies geschieht zum einen größtenteils in Frankreich und Poirot wirkt in diesem Roman schon weitaus authentischer als wie in Christies Debüt. Hochinteressant ist der kriminalistische Wettstreit zwischen diesem und dem französischen Detektiv Monsieur Giraud, der wie ein Sherlock Holmes sehr aktiv am Schauplatz des Geschehens agiert, während der Held der Autorin hauptsächlich seine grauen Zellen rotieren lässt. Dies wird heutzutage als Seitenhieb auf die Romane von Sir Arthur Conan Doyle angesehen. Was im ersten Poirot-Roman sowie in dem Agenten-Werk 'Ein gefährlicher Gegner' noch nicht so deutlich war, dass der Leser den Fall selber versuchen konnte zu lösen, wird hier erstmals deutlicher. Mit jeder neuen Information ist es nahezu möglich, seine eigenen Vermutungen zum Tathergang aufzustellen. Doch die interessante Art der Erzählung der Schriftstellerin hatte immer wieder einen Trumpf auf Lager, dass man seine eigenen Mutmaßungen auf den Kopf stellen konnte. Sehr interessant ist bei meinen Nachforschungen gewesen, dass Agatha Christie ihre Charaktere des Captain Hastings gar nicht mochte und nur sehr gerne vermählen und nach Südamerika abschieben wollte. Allerdings war dies nicht so endgültig wie wohl mal angedacht, was die kommenden Hercule-Poirot-Romane bewiesen. Doch dazu später mehr...

    8,2 Sterne

  16. Cover des Buches Nordseenebel (ISBN: 9783740805012)
    Heike Denzau

    Nordseenebel

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Buecherpapst

    Ich hatte ehrlich gesagt keine großen Erwartungen an das Buch. Ich wollte zu meinem Föhr Urlaub nur einen passenden Regionalkrimi. Zwei Bücher standen für mich zur Auswahl und „Nordseenebel“ stand in der Onleihe meiner Bücherei zur Verfügung Jetzt bin ich Fan dieser Krimireihe  und freue mich schon heute auf Band 2. Die Figuren sind wunderbar und nicht überzeichnet. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass sich die Figuren in weiteren Teilen noch weiterentwickeln werden. Es gibt für mich noch einige offene Fragen: Wird Tripple M weiterhin  eine Rolle spielen, werden wir mehr über Avas Vergangenheit erfahren und gibt es vielleicht für sie sogar eine Zukunft mit Johannes oder vielleicht mit Raphael? Vielleicht kommt ja auch Sarah noch einmal in Spiel? Und und und, oder oder oder.

    Ansonsten ist die Handlung an für sich schlüssig.

    Den Roman kann man passend zu seinem Föhr Urlaub lesen, aber auch völlig problemlos, wenn man einfach nur Lust auf einen tollen Krimi hat. 

  17. Cover des Buches Die Oxford-Morde (ISBN: 9783847900474)
    Guillermo Martínez

    Die Oxford-Morde

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Bella5

    „Zwei Symbole sind weiterhin sehr ambivalent.“

     

    Oxford 1993:

    Ein argentinischer Stipendiat schreibt seine Doktorarbeit bei der Mathematik-Koryphäe Arthur Seldom. Der Erzähler („G.“ – der Autor studierte selbst Mathematik in Oxford) bezieht seine Wohnung bei einer netten alten Dame namens Mrs. Eagleton. Diese wird von ihrer Mitbewohnerin/Enkelin betreut. Voller Enthusiasmus beginnt der junge Mann sein Vorhaben, und er findet schnell Anschluss im Universitätsstädtchen - bei einem Tennismatch lernt er seine spätere Freundin, die Krankenschwester Lorna, kennen. Alles könnte perfekt sein. Doch eines Tages findet er seine Vermieterin tot auf dem Sofa vor. Wer hat die alte Frau auf dem Gewissen? Hat ihr plötzlicher Tod etwas mit ihrer Tätigkeit im Zweiten Weltkrieg zu tun? Professor Seldom kannte die Vermieterin und ihre Enkelin gut. Als die Polizei die Wissenschaftler befragt, die Morde sich häufen, und der Mörder kryptische Botschaften (beziehungsweise Symbole) im Gebäude der mathematischen Fakultät hinterlässt, beschließt der Akademiker, gemeinsam mit seinem Schützling den Dingen auf den Grund zu gehen…

    Da mir „Der Fall Alice im Wunderland“ so gut gefiel, musste ich auch „Die Oxford Morde“ lesen. Man kann „Die Oxford Morde“ als Auftaktband einer Reihe rund um ein akademisches Ermittlerduo betrachten.

    Neben der Krimihandlung gibt es auch Einblicke in die akademische Welt und die (Mathematik)Wissenschaft. E-Mails werden ausgetauscht, Textnachrichten oder Social Media spielen noch keine Rolle.  Dieser Aspekt des Krimis gefiel mir besonders gut. Die Figuren hätten jedoch ein wenig mehr Feinschliff vertragen, Feintuning gibt es erst im zweiten Band der Reihe rund um Seldom & G.

    Über die teilweise sexistischen Aussagen des Ich-Erzählers habe ich mich sehr gewundert – sollte so seine Unreife betont werden oder gezeigt werden, dass auch ein kluger „Kopf“ Dummes von sich geben kann („Ihr Kittel, ein ausgesprochen dünner Stoff, spannte sich ausnehmend adrett über ihrer Brust.“)?

    Der Krimi ist ein klassisches Whodunit, die Konstruktion ist nicht schlecht und durchaus raffiniert, ich hatte den Mörder jedoch schon relativ zu Beginn im Visier, meine Vermutung erwies sich am Ende auch als richtig.

     

    Fazit:

    „Die Oxford Morde“ ist ein solider Universitätsroman mit Krimielementen. Einen „Suspensekracher“ darf man jedoch nicht erwarten, obwohl es auch spannende Passagen gibt. Der Folgeband („Der Fall Alice im Wunderland“) gefiel mir besser.

  18. Cover des Buches Der Fall Moriarty (ISBN: 9783833733659)
    Anthony Horowitz

    Der Fall Moriarty

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Svenjas_BookChallenges

    Geschichte und Erzählstil:


    Vor mehr als anderthalb Jahren habe ich Anthony Horowitz' Pastige auf Arthur Conan Doyles "Sherlock Holmes"-Geschichten gelesen - und war begeistert. Für mich war es damals tatsächlich so, als würde ich einen neuen "Holmes" in den Händen halten und deswegen war für mich klar, dass ich auch Der Fall Moriarty unbedingt lesen muss, auch wegen des grandiosen Titels. Und von Anfang an baut Horowitz auch hier wieder diese einzigartige Atmosphäre auf und entführt den Leser in das düstere viktorianische London. Mit seinem Erzählstil trifft Horowitz erneut Doyles Ton genau, ohne ihn aber stümperhaft zu imitieren. 


    Typisch Detektivroman sind auch die Figuren - wir haben wieder einen herausragenden Detektiv (diesmal jedoch leider nicht Holmes, sondern dessen "Fan" Athelney Jones vom Scotland Yard) und seinen nicht ganz so cleveren, dafür aber treuen Begleiter Chase, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Diese beiden nehmen nun die Fährte des untergetauchten Verbrecher-Bosses Devereux auf und jagen diesem quer durch London hinterher. Dabei sind es vor allem die Schauplätze gewesen, die mich unglaublich fasziniert haben. Horowitz stellt das viktorianische London äußerst plastisch dar - fast hat man die schmutzigen Gassen vor Augen, das Rauschen der Themse im Ohr und die eindringlichen Gerüche der Straße in der Nase.


    Die Geschichte selbst konnte mich diesmal allerdings nicht wirklich mitreißen. Ich fand zwar die Ausgangssituation spannend, in der Jones und Chase sich in der Schweiz treffen, um den Leichnam von Professor Moriarty zu inspizieren und durch eine Notiz die Fährte zu Devereux aufnehmen, die Handlung entwickelte sich danach jedoch nicht wirklich weiter. Es wurde bei Weitem nicht so rätselhaft, spannend und überraschend wie das in Das Geheimnis des weißen Bandes der Fall war. Auch die falschen Spuren waren relativ vorhersehbar und obwohl Jones teilweise passable Detektivarbeit leistet, ist er allenfalls ein schwacher Abklatsch seines Idols Sherlock Holmes.


    Man wusste einfach von Anfang an: Irgendwas wird am Ende passieren, dass den gesamten Fall komplett umwirft. So kam es dann auch und ich war zugegebenermaßen nicht sonderlich überrascht. Von der Struktur her und in Bezug auf die Rätsel, die Jones und Chase zu lösen haben, ist mir Der Fall Moriarty insgesamt zu banal und lange nicht so knifflig wie die Fälle des Sherlock Holmes. Ich war also alles in allem doch recht enttäuscht, aber vielleicht kehrt Horowitz ja zu Holmes zurück. Das würde mir, glaube ich, besser gefallen.


    Sprecher:


    Den Ermittlern Jones und Chase gibt der Hörbuchsprecher Uve Teschner eine Stimme. Mir hat seine Interpretation sehr gut gefallen, weil ich finde, dass seine Stimme einfach perfekt zu einem Detektiv im viktorianischen London passt. Ich kann gar nicht genau erklären, woran das liegt, aber Teschner hat für mich die Atmosphäre abgerundet.


    Mein Fazit:


    Nachdem mich Das Geheimnis des weißen Bandes so begeistert hat, war ich doch ziemlich enttäuscht von Horowitz' Der Fall Moriarty. Schauplatz, Erzählstil und Atmosphäre sind zwar wieder einfach großartig, Inspektor Jones und sein Kumpane allerdings ein sehr kläglicher Ersatz für Holmes und Watson. Weder die beiden Ermittler noch die Geschichte und der Kriminalfall konnten mich überzeugen. Ich glaube einfach nicht, dass mir das Buch besonders lange im Gedächtnis bleibt.
  19. Cover des Buches Die fünfte Kirche (ISBN: 9783499249075)
    Phil Rickman

    Die fünfte Kirche

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Betty und Robin Thorogood sind zwei junge Leute, die in das kleine, beschauliche Dorf "Old Hindwell" ziehen. Dass die Uhren dort noch völlig anders "ticken", wenn es um Religionsausübung geht, müssen sie bald am eigenen Leib erfahren, als bekannt wird, dass Betty und Robin keine Christen sind. Sie gehören einer anderen Glaubensgemeinschaft an und sind beide "weiße" Hexen/Hexer.

    Der neue Prediger im Dorf, Nicholas Ellis, der ein Geheimnis verbirgt, lässt nichts unversucht, das Ehepaar sofort zu verdammen und als "Wurzel des Bösen" zu verunglimpfen.
    Die Dörfler, die von Ellis charismatischer Erscheinung beeindruckt sind, lassen sich von ihrem radikal eingestellten Pfarrer blenden und so kommt es bald zu einem gefährlichen "Showdown" in Old Hindwell, als bekannt wird, dass Betty und Robin zusammen mit einigen Gleichgesinnten ein "heidnisches Fest" auf ihrem Grundstück, zu dem auch eine alte verfallene, aufgegebene Kirche zählt, planen.
    Doch glücklicherweise wird Merrily Watkins von ihren Vorgesetzten beauftragt, Ellis einmal vor Ort über die Schulter zu sehen, da selbst die Kirche beunruhigt ist. In dem Dorf gehen einige seltsame Dinge vor sich und schließlich verschwindet eine Frau, die Merrily kurze Zeit zuvor kennen gelernt hatte und deren jüngst verstorbene Schwester mit einem angesehenen Bürger von Old Hindwell verheiratet war.
    Laufen in Old Hindwell alle Fäden zusammen? Wie gut, dass Merrily nicht allein ermitteln muss und sich auf den knorrigen alten Gomer und ihre gewitzte Tochter stützen kann...

    Nachdem man in Band 1 und Band 2 der Reihe viel über die Hauptfigur der Serie, Merrily Watkins und ihr familiäres Umfeld erfahren durfte, geht es in "Die fünfte Kirche" nun etwas rasanter zur Sache, als man es bislang gewohnt war. Beängstigend eindringlich und realistisch schildert Phil Rickman diesmal, wie schnell es redegewandten Menschen gelingen kann, etwa eine ganze Dorfgemeinschaft negativ beeinflussen zu können bzw. eine Hetzjagd auf anders Gesinnte zu veranstalten.

    Es kommt zum religiösen Kampf "Gut gegen "Böse" in Old Hindwell- doch besonders positiv anzumerken ist, dass Phil Rickman nicht in die Falle tappt, eindeutig Stellung zu beziehen, sondern beide Seiten durchleuchtet ohne zu Verurteilen, was den Roman sehr lesenswert macht.

    Die Fans der Serie müssen sich zwar gleich am Anfang von einer liebeswerten Nebenfigur verabschieden, was für ein paar traurige Momente sorgt, dennoch ist dieser Teil der Reihe wie gewohnt, gespickt mit amüsant- zynischen Gedankengängen der Romanheldin Merrily und auch die zahlreichen Dialoge des knorrigen Gomers Parry und seine unverklärte Sicht auf die Dinge, sorgen für viele Schmunzelmomente im Laufe der Story.

    Die Aufklärung des Mordfalls ist ebenfalls sehr spannend geraten, wobei der Ort, an dem die Überführung des Mörders stattfindet, für Gänsehautstimmung sorgt.

  20. Cover des Buches Fandorin (ISBN: 9783866152434)
    Boris Akunin

    Fandorin

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhalt: Russland 1876 Erast Fandorin beginnt seine Ermittlerkarriere eigentlich recht ruhig als Schriftführer. Bald schon erkennen seine Vorgesetzten das ermittlerische Talent in ihm und er darf sich in der Sache eines merkwürdigen Selbstmordes umhören. Bald schon befindet er sich mitten in der Welt des Verbrechens... 

    Meine Meinung: Ich habe ein bisschen gebraucht um mich zurecht zu finden, natürlich bin ich auch immer wieder über die russischen Namen gestolpert. Die ganze Ermittlung gestaltet sich am Anfang sehr ruhig und nimmt erst langsam Fahrt auf. Sehr schnell überschlagen sich dann aber die Ereignisse und ich hatte oft Mühe den Gedankengängen des Fandorin zu folgen bzw. diese nachzuvollziehen. Die Informationen für den Leser hätten ruhig umfangereicher und detailliertet sein können. Das Buch war auch eher Spionageroman als Krimi (den ich mir eigentlich erwartet hatte). Es gab sehr viele Wendungen, was der Spannung zwar zuträglich war, die Geschichte aber dann doch sehr unglaubwürdig wirken ließen. 

    Fandorin als junger Ermittler hat mir gut gefallen - eindeutig ein Pluspunkt. Schlau, mutig, einfallsreich und doch vor der ein oder anderen Dummheit nicht gefeiht, blieb er mir in guter Erinnerung. Andere Personen wurden zwar beschrieben, bekamen aber kaum Tiefe und blieben oft nur Klischeè - schade. Etwas enttäuscht war ich auch von der Auflösung des Falls... 

    Eindeutig angesprochen hat mich das Cover (16. Auflage 2021, Aufbau Taschenbuch), passend zum Inhalt und ein wahrer Blickfang. 

    Fazit: Für mich kein Muss - ich hatte mehr erwartet. 

  21. Cover des Buches Frucht der Sünde (ISBN: 9783499249051)
    Phil Rickman

    Frucht der Sünde

     (99)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Nach dem tödlichen Autounfall ihres Mannes, der zusammen mit seiner Geliebten umkommt, hat die verzweifelte Merrily Watkins in einer kleinen Kirche eine Art Vision und fühlt sich von diesem Zeitpunkt an fürs Pfarramt berufen. Sehr zum Verdruss und Unverständnis ihrer sich im Teenageralter befindlichen Tochter Jane, die nach dem Tode ihres Vaters selbst von Trauer und Unsicherheit heimgesucht wird.

    Für Merrily bietet sich jedoch eine neue Zukunftsperspektive, als ihr, dank des selbstlosen Einsatzes ihres Onkels Ted, in der kleinen, sehr ländlichen Gemeinde Ledwardine eine Stelle als neue Pfarramtsvertreterin angeboten wird. Da sie sich bereits vor Amtsantritt ein Bild ihrer neuen „Schäfchen“ machen möchte, schleicht sie sich heimlich und inkognito bei einem Dorftreffen, einer Veranstaltung eines eher heidnischen Rituals, dass die Dörfler nach langer Zeit wieder aufleben lassen wollen, ein.

    Hier lernt sie drei Dinge- In Ledwardine werden Traditionen gepflegt, Apfelbäume sind mehr als nur einfache Apfelbäume, nämlich magisch; nimmt man einmal die Kommentare der alten, kauzigen Lucy ernst und allem Neuen gegenüber stehen die Dörfler alles andere als aufgeschlossen gegenüber. Obwohl das „Dorftreffen“ tragisch mit einem Selbstmord eines alteingesessenen Bürger endet, nimmt Merrily die Herausforderung an und zieht einige Zeit später mit ihrer Tochter Jane nach Ledwardine um den ihr angebotenen Posten anzunehmen.

    Womit sie nicht rechnet ist, dass sie sich kurz nach ihrer Ankunft gleich mit einem schwerwiegenden Problem konfrontiert sieht- einige Dörfler planen eine Art Cidrefestival, um dem Dorf zu altem Glanz und einer Menge neuer Touristen zu verhelfen. Aus diesem Anlass hat auch ein berühmt-berüchtigter Drehbuchautor angeboten, ein Stück über einen ehemaligen Bewohner von Ledwardine zu schreiben, der dort vor Jahrhunderten als Pfarrer lebte und der wegen Hexerei angeklagt wurde und kurz vor der Verhaftung Selbstmord beging.

    Die Wellen der Empörung schlagen hoch, als bekannt wird, dass dieses Stück in der Kirche aufgeführt werden soll. Auf der einen Seite stehen die aufgeschlossenen Dörfler, die diesen Plan befürworten, auf der andere Seite die Traditionalisten wie auch James Bull-Davies, der reiche Gutsbesitzer, der scheinbar etwas zu verbergen hat.
    An Merrily allein bleibt die Entscheidung, für oder gegen die Kirche als Aufführungsort des Stücks hängen und diese Entscheidung kann für sie weitreichende Folgen haben, die sogar zu ihrer Amtsenthebung führen können.

    Neben dieser großen Sorge kommen noch weitere hinzu, als Janes Mitschülerin und Freundin eines Tages nach ihrer Geburtstagsfeier plötzlich wie vom Erdboden verschwunden ist, ein schüchterner Tatverdächtiger bei Merrily im Pfarrhaus Asyl sucht und sie und Jane von unerklärlichen Visionen heimgesucht werden.
    Die alte Lucy macht für alle Geschehnisse den verwunschenen Apfelgarten neben der Kirche verantwortlich und Merrily muss lernen sich in ihrer neuen Gemeinde durchzusetzen, will sie diese Zeit der Einführung dort überhaupt bestehen...

    „Frucht der Sünde“ ist der erste Teil einer im Original bereits 10 Teile umfassenden Serie, deren weibliche Heldin eine spät berufene Pfarrerin ist, die sich nicht nur mit unerklärlichen Phänomenen, Verbrechen und ihrer pubertierenden Tochter herumschlagen muss, sondern zudem auch mit sturen Dörflern.

    Erfrischend anders ist die Vita der Heldin dieser neuen Serie. Sie ist keineswegs einfach nur eine einfach gestrickte, frömmelnde Pfarrerin, sondern eine ganz normale Frau, mit Ecken und Kanten, die genau wie auch andere Menschen ab und an von Selbstzweifeln geplagt wird. Ihre zum Teil ironische, nüchterne Betrachtungsweise auf die Art der Dinge dürfte dem Leser gefallen und ihr zusätzliche Sympathiepunkte einbringen.

    Ein großes Plus sehe ich zudem in der wunderbaren, feinsinnigen Charakterisierung aller Romanfiguren des Romans. Selbst die Nebenakteure sind sehr unterschiedlich geraten und realitätsnah vom Autor beschrieben worden, so dass man als Leser nach einer Weile das Gefühl bekommt, man würde diese fiktiven Personen persönlich kennen.

    Dieser positive Aspekt führt leider auch zu einem kleinen Manko, denn Phil Rickman verstrickt sich oftmals zu tief in den vielen Dorfintrigen und Dialogen der Nebenfiguren und verliert das Wesentliche ein wenig aus den Augen. Man weiß nicht so genau, wo man diesen Roman einordnen soll. Für einen Krimi wird zu wenig Spannung aufgebaut und der Mordfall gerät zu sehr ins Hintertreffen, auch wenn ich die Langsamkeit in „Landhauskrimis“ eigentlich schätze. Selbst wenn ich den Roman als unterhaltsame Charakterstudie über Dörfler mit paranormalen Elementen gespickt, reduzieren würde, täte ich dem Autor doch ein wenig Unrecht.

    Im Grunde vereint der Autor alle genannten Zutaten zu einem Roman- der keine Frage, trotz einiger Längen unterhaltsam und sieht man ihn einfach als Beginn einer neuen Serie, eine gelungene Einführung in die Welt von Merrily Watkins und ihrer Tochter Jane geworden ist.

    Empfehlen würde ich diesen Roman und die Merrily Watkins Reihe allen Lesern, die keine „Krimi-Schocker“ erwarten, sondern eher amüsante Unterhaltung im Stile von englischen „Häkel“-Krimis. Diesen Lesern wird Phil Rickmans Erstlingswerk, dass in Großbritannien für viel Furore gesorgt hat, sicherlich genauso viel Freude bereiten wie mir.

  22. Cover des Buches Emil und die Detektive (ISBN: 9783855356034)
    Erich Kästner

    Emil und die Detektive

     (600)
    Aktuelle Rezension von: Buechereule

    Da ich nicht genug Platz in der Kurzmeinung hatte, schreibe ich diese Rezension. Dauert auch nicht lang:

    Das Buch ist sehr gut, wie man es erwartet bei Erich Kästner (à propos: Warum schreiben nicht alle Autoren so lustige Vorworte?).

    Jedoch muss ich mich in aller Form beschwerden, dass nur ein Mädchen (Pony Hütchen, deren echten Namen ich nicht kenne), aber hundert (gleichbedeutend mit (sehr) viele) Jungs vorkommen! Und die typischen Rollenklisches (für Mädchen). Aber das kann man verzeihen, wo das Buch doch so alt ist, damals war das wohl noch normal. 

    Soviel ich auch murre: Das Buch ist zu empfehlen, und zwar für alle, nicht nur für (kleine) Kinder. 

  23. Cover des Buches Dunkle Nächte auf Montmartre (ISBN: 9783455000801)
    P.B. Vauvillé

    Dunkle Nächte auf Montmartre

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomarie

    Quentin Belbasse ist Musiker und lebt schon sein ganzes Leben auf dem Montmartre. Er ist mit dem Viertel verwurzelt. Es ist heiß in Paris, die Nächte glühen und Quentin mag sich nach einer durchgemachten Nacht gar nicht rühren, als ihn ein Anruf erreicht. Im Cabaret seines alten, väterlichen Freunds Moulin wurde eine Tote gefunden. Zuerst dachte man, es wäre Daphne, eine Künstlerin des Cabarets, doch es ist eine Fremde, nur genauso geschminkt und angezogen wie sie.

    Moulin gerät – nicht zuletzt wegen seiner bewegten Jugendjahre – sofort unter Verdacht und bittet Quentin um Hilfe.

    Der stürzt sich dann auch sofort in die Ermittlungen. Da er das Viertel und vor allem seine Bewohner wie seine Westentasche kennt und er dort auch bekannt wie ein bunter Hund ist, gelingt es ihm tatsächlich einiges mehr zu erfahren als die Polizei.

    Paris als Krimi-Hintergrund, da kann ja eigentlich nichts schiefgehen, auch wenn der Krimi mich nicht überzeugen konnte, ist die Stadt mit ihrem Flair immer das Lesen wert. Ich wunderte mich, wie ein Neuling sofort in Ermittlungen einsteigt, von der Polizei einigermaßen toleriert wird, bis selbst der ältere Ermittler ihm Respekt für seine Erfolge zollt und die Andeutung einer Freundschaft entsteht. Wie Quentin selbstverständlich die Todesnachricht an die Eltern des Opfers übermittelt, ehe er die Anschrift der Polizei weitergibt. Auch das hat keine Folgen für ihn. 

    Belbasse und seine exzentrische Mutter, die Künstlerin Rosa Kontrapunkt, sind zwei außergewöhnliche Figuren und trotz der Beschreibungen fand ich sie blass geschildert. Das hat mich auch am Sprachstil des Autorenpaars Bertina Henrichs und Philippe Vauvillé gestört. Er wirkt gesucht und affektiert und hat mich nicht richtig angesprochen.

    Es gibt eben Bücher, da merkt man bald, dass man nicht zueinander findet. So ist es mir hier gegangen.

  24. Cover des Buches Sherlock Holmes und der Hund von Baskerville (ISBN: 9783954187065)
    Arthur Conan Doyle

    Sherlock Holmes und der Hund von Baskerville

     (435)
    Aktuelle Rezension von: JenniferKrieger

    Hier geht's zur vollständigen Rezension auf meinem Blog.


    Rezension

    Kann Spoiler bezüglich der ersten vier Teile enthalten!


    Auf dieses Buch habe ich mich so sehr gefreut, dass ich dafür meine anderen Lesepläne über den Haufen geworfen habe. Wie erwartet war es wieder deutlich spannender als die vorherige Kurzgeschichtensammlung. Da nur ein einziger Fall beleuchtet wird, wird er entsprechend langsam und ausführlich aufgebaut. Es gibt mehrere wichtige Personen, sodass ich diesmal bis zur Enthüllung nicht wusste, wer der Täter war. Es hat wieder viel Spaß gemacht, nach Indizien zu suchen und Schlüsse zu ziehen. Vor allem, weil Dr. Watson lange Zeit allein unterwegs ist und daher nicht sofort alle Angelegenheiten ausführlich und korrekt von Sherlock Holmes deduziert werden. Einige Details waren vorhersehbar, aber das hat der Geschichte keinen Abbruch getan. Tatsächlich war das Buch so fesselnd, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte, weil ich unbedingt wissen wollte, wer im Original der Täter ist.


    Ein Teil der Spannung kommt deshalb wohl auch daher, dass ich das Buch die ganze Zeit mit der BBC-Serie „Sherlock“ verglichen habe. Es war sehr faszinierend, nach Parallelen zu suchen. Ich fand es beispielsweise richtig interessant, herauszufinden, wer im Original hinter den Namen steckt. Dabei ist mir zum ersten Mal wirklich aufgefallen, dass die Serie wirklich in jeder Hinsicht modernisiert ist, denn während die Doktoren Mortimer und Stapleton in der Serie Frauen sind, sind die Charaktere im Buch allesamt Männer, abgesehen von den Ehefrauen und Geliebten im Hintergrund. Diese Vergleiche haben das Buch für mich auf jeden Fall noch mal unterhaltsamer gemacht.


    Fazit

    Dieser Fall für Sherlock Holmes und Dr. Watson war wieder richtig spannend. Er wird langsam aufgebaut und hat viele Gelegenheiten zum Miträtseln gegeben. Bis zum Schluss wusste ich nicht, wer der Täter war. Spannung kam für mich auch dadurch auf, dass ich Buch und BBC-Serie verglichen und versucht habe, Parallelen zu finden. Das war sehr interessant und hat das Buch, das ohnehin mitreißend war, noch unterhaltsamer gemacht. „Der Hund der Baskervilles“ hat mir bis auf einige vorhersehbare Details gut gefallen und bekommt dafür vier Schreibfedern.

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