Bücher mit dem Tag "deutsche geschichte"

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488 Bücher

  1. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

     (1.223)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte

    Teil I einer Trilogie (Jahrhundert-Saga: Sturz der Titanen-Winter der Welt-Kinder der Freiheit)

    „Die Herrscher Europas haben etwas Schlimmes und Dummes getan, das zehn Millionen Menschen das Leben gekostet hat.“ (S. 899)

    Drei Länder. Drei Familien. Ein Jahrhundert. In seiner Jahrhunderttrilogie nimmt uns Ken Follett mit in ein bewegendes Jahrhundert europäischer Geschichte.

    Inhalt

    Der Auftakt STURZ DER TITANEN beginnt in den Zehner Jahren des 20. Jahrhunderts. In England spüren die Bergleute die Auswirkungen der Industrialisierung körperlich – nie ausbleibende Unfälle, mangelnde Sicherheitsvorkehrungen und ein selbstgefälliger Adel, der die rechtelosen Bürger ausbeutet. Ausbeutung durch die privilegierten Fürsten spürt auch das russische Volk -nachdem 1905 ein Bürgeraufstand blutig niedergemetzelt wurde, brodelt es gefährlich im Zarenreich. Im deutschen Kaiserreich herrscht ein arrogantes Machtstreben nach einem „Platz an der Sonne“ -eine Vereinbarung mit dem Nachbarreich Österreich-Ungarn bringt die Schwarzpulverfässer in Stellung, ein Funke aus Sarajevo entzündet sie. Der Machthunger nach der Vorherrschaft in Europa unter den Obersten der Staaten entfacht einen verlustreichen Krieg und Revolutionen in Politik und Gesellschaft folgen.

    Tipp: lest nicht den Klappentext! Ich bin froh, dass ich ohne viel Vorwissen in die Geschichte eingestiegen bin.

    Schreibstil

    Downton Abbey trifft auf einen Politthriller. Ken Follett, der Stephen King des historischen Romans, erzählt authentisch und so charakterstark wie ein Lew Tolstoi. Seine unterschiedlich angelegten Figuren haben Tiefe, Ausstrahlungskraft und Gefühl. Die Charakterentwicklungen sind authentisch und machen Spaß zu Lesen. Die verwobenen Liebesgeschichten lockern den ernsten Hintergrund auf, aber wirken ab und an etwas zu seicht, schmachtend, groschenromanhaftig. Es hält sich aber noch in annehmbaren Rahmen.

    Protagonisten

    Der Einstieg gelingt leicht. Billy Williams, ein Junge aus dem englischen Volk, erlebt seinen ersten Arbeitstag untertage. Der Leser bekommt ein Gefühl für die miserablen Arbeitsbedingungen und mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen in der Industrialisierung und erlebt im Laufe der Geschichte wie sich eine Arbeiterbewegung etabliert. Billys Schwester, Ethel arbeitet im Gutshaus der adeligen Familie Fitzherbert, was bei mir ein Gefühl von Downton Abbey aufkommen ließ. Das Familienoberhaupt Earl Fitz engagiert sich im britischen Oberhaus, dem House of Lords. Seine Schwester Maud ist Frauenrechtlerin, abwertend: Suffragette. Politische Spannungen sind da vorprogrammiert.

    Durch sein politisches Engagement unterhält Fitz Beziehungen zu Diplomaten und Attachés u.a. aus Deutschland, Österreich und Amerika. Die Männer treffen sich in England, bauen Bekanntschaften, sogar Freundschaften auf. Der Deutsche Sozialdemokrat Walter von Ulrich, der immer wieder gegen seinen konservativen Vater ankämpfen muss, verliebt sich in Fitz Schwester Maud. Walters österreichischer Cousin Robert unterstützt die beiden. Der Amerikaner Gus ist auch noch mit von der Partie, wird aber erst spät in der Handlung interessant.

    Durch seine Ehe mit der Russin Bea unterhält Fitz auch Beziehungen zum Zarenreich, in dem zwei junge Brüder durch das zaristische Regime zu Waisen wurden. Grigori musste schon früh lernen für sich und seinen jüngeren Bruder Lew aufzukommen. Während er unerbittlich für seinen großen Traum -nach Amerika zu emigrieren- schuftet, lebt Lew von einem Tag auf den nächsten und bringt sich in folgenreiche Schwierigkeiten.

    Nach und nach verschachteln sich die einzelnen Handlungsstränge der Protagonisten. Es ist ein Fest, diese Verbindungen nachzuverfolgen, noch dazu, weil auch historische Persönlichkeiten gekonnt einbezogen werden. So kann sich der Lesende über die Auftritte von Woodrow Wilson, König George V., David Lloyd George, Kaiser Wilhelm II, Trotzki und Lenin „freuen“.

    Contra: Gerne hätte ich auch noch eine französische Perspektive gelesen…aber wahrscheinlich hätte das doch den Rahmen gesprengt. Das Buch hat immerhin schon 1020 Seiten…nicht unbedingt ein Buch, dass man überallhin mitnimmt.

    Fazit

    STURZ DER TITANEN von Ken Follett ist ein opulentes Familiendrama rund um den ersten Weltkrieg (Zeit der Handlung: ca. 1911-1923)  mit differenzierten Charakterzeichnungen à la Tolstoi. Follett schreibt polithistorisch fundiert, spannend & gefühlvoll! Politische Spannungen wie in einem Politthriller, Geschlechter- und Standeskonflikte und tragische Liebesgeschichten sind vor dem historischen Setting authentisch verwebt. Dieser Roman ist eine Mahnung zum Frieden und ein Ruf nach Völkerverständigung ganz in der Tradition der Antikriegsromane, jeder sollte es lesen!

    Tipp: Der Roman wird auch grandios vertont von Philipp Schepmann (Lübbe Audio, ca. 37 Std).

     

    STURZ DER TITANEN. Die Jahrhundertsaga. | Ken Follett| aus dem Englischen von Dietmar Schmidt und Rainer Schumacher| Illustrationen von Tina Dreher| Bastei Lübbe Hardcover| 2010| 1020 Seiten| 28,00€ (erhältlich nur noch die Taschenbuchausgabe für 15,00€)

  2. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.491)
    Aktuelle Rezension von: Kajani

    Ich habe die Bücherdiebin irgendwann bekommen und schon soviel davon gehört, dass ich es jetzt doch endlich mal lesen musste.


    Es wird Liesel Memingers Geschichte aus Sicht des Todes erzählt. Die Struktur und auch der Aufbau wie auch die Erzählweise sind etwas anders, als man das gewohnt ist. 

    So wird durchaus an einigen Stellen manches vorweg genommen, wo ich aber nicht das Gefühl hatte, dass das den jeweiligen Ereignissen einen Abbruch getan hat. 

    Manches Mal sind eben die gewählten Wörter und der Weg zu diesen ebenso bedeutsam. 

    Ebenso werden ein manches Mal Dinge nicht klar beschrieben, sondern eher umschrieben; für mich war das tatsächlich kein Problem; es mag aber durchaus Leser geben, die das nicht schön finden.


    Die Idee, den Tod als Erzähler zu nehmen und auch das ganze Setting, mittem im 2ten Weltkrieg sowie einige Dinge, die sich dort so zugetragen haben; finde ich persönlich, geben der Geschichte nochmal einen ganz besonderen Schliff. 

    Ich fand auch beeindruck, wie es auch sprachlich geschafft wurde, dass die Menschen einfach alle Menschen sind in den meisten Situationen. 

    Worte können soviel bewirken, mit ihnen steht und fällt sovieles, auch in diesem Buch.

    Für mich persönlich ist "die Bücherdiebin" eines der Bücher, das meine Sammlung niemals verlassen wird. 





  3. Cover des Buches Honigtot (ISBN: 9783492307253)
    Hanni Münzer

    Honigtot

     (389)
    Aktuelle Rezension von: valls

    Nach einem etwas klischeehaften Anfang, der in der Gegenwart spielt, nimmt die Geschichte ab dem Punkt Fahrt auf, wo sie in die Vergangenheit abtaucht. Ab dem Moment, wo aus der Sicht des halbjüdischen Arztes, seiner Frau und deren Kindern geschrieben wird, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Erste Ereignisse kündigen eine unheilvolle Zukunft für die Familie an, die man ab den ersten Seiten liebgewinnt. Begegnungen mit bekannten Persönlichkeiten wie Goebells etc. werden sehr authentisch dargestellt, was das Buch unendlich spannend macht und die vielen Verstrickungen und Intrigen der damaligen Zeit greifbarer macht. Sehr tolles und bewegendes Buch, bei dem man nebenbei auch noch was lernt und das jeder lesen sollte, ob historisch interessiert oder nicht!

  4. Cover des Buches Er ist wieder da (ISBN: 9783404171781)
    Timur Vermes

    Er ist wieder da

     (3.363)
    Aktuelle Rezension von: worldofbooksps

    Ein Roman der vom ersten Moment an zum Schmunzeln bringt. Man muss sich nur einen Adolf Hitler in mitten Deutsch-Türkischen Mitmenschen vorstellen. Timur Vermes, macht aus einem grauenhaften Mann, einen Mann mit dem man lachen kann. Man darf allerdings nicht außer Acht lassen, dass dieser Roman mit Humor geschrieben ist und nicht um irgendetwas verharmlosen zu wollen. Ich finde die Idee dahinter sehr interessant und bin froh es gelesen zu haben. 

  5. Cover des Buches Als wir unsterblich waren (ISBN: 9783426512067)
    Charlotte Roth

    Als wir unsterblich waren

     (234)
    Aktuelle Rezension von: elycalxa
    Selten habe ich so ein schön geschriebenes Buch über den Ersten Weltkrieg gelesen, man kann sich gut in die Charaktere hineinversetzten und mit ihnen mitfühlen.
    Die junge Paula setzt sich für Frauenrechte und Arbeitsrechte ein. Sie will betroffene Frauen helfen und mietet dafür in den schweren Zeiten Notwohungen für die Frauen und deren Kindern ein. Doch als die Lage in Berlin schwerer wird, sind auch Paulas Mittel begrenzt und sie muss Wohnungen aufgeben. Bis Hitler an die Macht kommt.

    Der Roman ist sehr schön geschrieben, dass Buch lässt sich gut lesen, so dass man es eigentlich gar nicht aus der Hand legen möchte. Dies ist mein erstes Buch der Autorin, aber aufjedenfall nicht mein letztes!!
  6. Cover des Buches Der goldene Handschuh (ISBN: 9783498064365)
    Heinz Strunk

    Der goldene Handschuh

     (261)
    Aktuelle Rezension von: sparks88

    Irgendwie habe ich mir von diesem Buch etwas anderes erwartet - was genau weiß ich nicht. Für mich war es das erste Buch von Heinz Strunk und ich fand die Tatsache spannend, ein Buch über einen echten Mörder zu lesen.

    Insgesamt fand ich das Buch sehr eklig - nicht mal der Morde wegen, sondern der Welt, in der diese Menschen, die Besucher des "Zum Goldenen Handschuh" leben müssen.

    Zu lesen fand ich es recht anstrengend. Kaum hatte ich zwei Seiten gelesen, wusste ich schon nicht mehr so richtig worum es ging.

    Daher bin ich spontan auf das Hörbuch umgesprungen - gelesen von Heinz Strunk selbst.

    Das hat er sehr gut gemacht und so konnte ich der Geschichte besser folgen.


    Das Buch würde ich eher niemandem empfehlen. Die Abgründe menschlichen Denkens und Handelns kommt auch in reiner Fiktion rüber.

    Natürlich schockiert es mehr, wenn man im Hinterkopf hat, dass das so doch passiert sein könnte.

  7. Cover des Buches Die Sturmrose (ISBN: 9783548286686)
    Corina Bomann

    Die Sturmrose

     (231)
    Aktuelle Rezension von: Walli_Gabs

    Corina Bomanns Roman „Die Sturmrose“ handelt von der Werbefachfrau Annabel Hansen, die mit ihrer fünfjährigen Tochter Leonie nach Binz zieht, weil sie auf Rügen ein neues Leben beginnen will. Nachdem die beiden ihr Traumhaus bezogen haben, entdeckt Annabel im Sassnitzer Hafen auch noch ihr Traumschiff: die titelgebende „Sturmrose“, einen alten Kutter, der demnächst versteigert wird. Für Annabel ist es Liebe auf den ersten Blick, doch schnell stellt sich heraus, dass sie einen äußerst entschlossenen Mitbieter hat. Christian Merten trägt einige Geheimnisse mit sich herum, doch auch die „Sturmrose“ hat eine bewegtere Geschichte hinter sich, als Annabel ahnt.

    Als Ich-Erzählerin lässt Annabel die Lesenden an jedem kleinsten Gedanken, jeder aufkeimenden Gefühlsregung teilhaben. Ich habe mir oft gewünscht, dass dem nicht so wäre, bewegt sich doch alles eher auf Soap-Niveau. Besonders fiel das auf, als drei andere Charaktere kapitelweise zu Wort kamen und ihre Geschichte erzählten: Der Stil blieb stets der gleiche, Gedanken und Dialoge waren einfach platt und so wirkten diese anderen Protagonisten ähnlich naiv wie die Hauptfigur, was mich beim Lesen doch ziemlich störte.

    Insgesamt scheinen komplexe Charaktere nicht Bomannns Sache zu sein; es gibt viel Gut, etwas Böse und kaum Schattierungen. Der schmierige Ex-Stasi-Mitarbeiter, der verantwortungslose Exmann, die überaus patente Adoptivmutter und die so goldige wie pflegeleichte Fünfjährige – alle wirkten wie aus dem Bilderbuch. Und auch die Handlung mit ihren dramatischen Wendungen und ein paar unglaubwürdigen Zufällen überzeugte mich nicht, da wurde einfach viel zu viel zwischen die Buchdeckel gepresst: deutsch-deutsche Geschichte, Republikflucht, Adoption, Trennungsdrama, Liebesgeschichte, Schiff-Restaurierung … weniger wäre hier mehr gewesen, auf allen Ebenen. „Die Sturmrose“ konnte mich leider so gar nicht überzeugen.

  8. Cover des Buches Olga (ISBN: 9783257070156)
    Bernhard Schlink

    Olga

     (197)
    Aktuelle Rezension von: lostinbooks

    Leider musste ich das Buch bei der Hälfte abbrechen. Mir persönlich hat das Buch gar nicht gefallen. Es war sehr langweilig und es ist nichts passiert.

    Die Charaktere wurden nur oberflächlich angekratzt, so dass es mir unmöglich war eine Bindung zu den Protagonisten herzustellen. 

    Die Zeitsprünge waren teilweise sehr schnell und unerklärt. Teilweise wusste man nicht in welchem Jahr man sich befand und Charaktere waren plötzlich wieder da, die Kapitel davor weg waren.
    Leider eine Enttäuschung, obwohl die Thematik sehr viel Potential hatte. 

  9. Cover des Buches Die Festung am Rhein (ISBN: 9783404175192)
    Maria W. Peter

    Die Festung am Rhein

     (167)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie

    Der Schreibstil ist gut. Was mir über das ganze Buch hinweg aber etwas schwer gefallen ist war das "Platt" der Leute zu lesen / zu verstehen. Franziska ist eine sympathische Person, die mich direkt mitgerissen hat. Sie ist mutig und klug und scheut sich auch nicht, dies zum Ausdruck zu bringen. Aber auch Rudolph hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Ich musste öfter schmunzeln als er - die Korrektheit in Person - immer etwas weichherziger wurde. Und das Necken der beiden - mal erst mal nicht - war amüsant zu erlesen. 

    Man spürt seine Liebe zu seiner Arbeit. Aber auch Franziska ist sehr engagiert dabei, die Unschuld ihres Bruders zu beweisen. 

    Das Buch war durchgehend spannend und die Atmosphäre der Vergangenheit recht gut vermittelt. 

    Die Rückblenden in die Vergangenheit waren gut, hätte für mich aber auch kompakter ausfallen können.

    Mit dem Ende war ich sehr zufrieden! Insgesamt gibt es gute 4 Sterne von mir für dieses Buch.

  10. Cover des Buches Bühlerhöhe (ISBN: 9783471351260)
    Brigitte Glaser

    Bühlerhöhe

     (147)
    Aktuelle Rezension von: Yolande
    Brigitte Glaser wurde am 18. März 1955 in Offenburg geboren. Sie studierte Pädagogik an der Universität Freiburg und ist heute als Medienpädagogin in der Erwachsenenbildung tätig. Der erste Roman, für den sie als Co-Autorin verantwortlich war, erschien 1996. Brigitte Glaser schreibt vorwiegend Kriminalromane und Jugendbücher. Sie lebt heute in Köln.
    (Quelle: Wikipedia)

    Inhalt (Klappentext):
    Sommer, 1952. Deutschland diskutiert das Wiedergutmachungsgesetz. Konrad Adenauer reist zur Frischzellenkur in den Schwarzwald. Es gibt Morddrohungen aus verschiedenen Richtungen, auch von einer Extremistengruppe aus Israel. Um den Kanzler zu schützen, schickt der Mossad die junge Rosa Silbermann in das Nobelhotel Bühlerhöhe. Rosa konnte vor dem Holocaust aus Deutschland fliehen. Die Ferien ihrer Kindheit verbrachte sie oft im Schwarzwald, sie kennt die Gegend, ihre Orts- und Sprachkenntnisse zeichnen sie aus.
    Als Agentin betritt sie allerdings Neuland und ihre Mission wird dadurch erschwert, dass ihre versprochenen Unterstützung nicht rechtzeitig eintrifft. 
    Die beschauliche Landschaft des Schwarzwalds kann Rosa nicht beruhigen. Als Adenauer schließlich anreist, dauert es nur wenige Tage, bis der erste Anschlag auf ihn verübt wird.

    Ich habe mir das Buch aufgrund des Klappentextes zugelegt und wusste eigentlich nicht so recht, was mich erwartete. Die Geschichte entpuppte sich dann als ein spannender Roman mit zwei starken Frauenfiguren. Das Attribut "Spionageroman" würde ich vielleicht nicht verwenden, das wäre etwas zu hoch gehängt, es handelt sich eher um ein Gegenspiel zweier Frauen mit völlig verschiedenen kulturellen Hintergründen und Vergangenheiten.
    Die Stimmung und gesellschaftliche Atmosphäre der frühen 50er Jahre in Deutschland wird gut transportiert. Die jahrelange Indoktrination der Nazis war noch fest in in vielen deutschen Köpfen verankert, die Annäherung zwischen Deutschen und Juden war nur sehr zögerlich und gerade in Israel, aus verständlichen Gründen, höchst umstritten. Eine spannende und interessante Zeit, von der ich bisher noch nicht allzu viel wusste. 
    Die jüdische Hauptprotagonistin ist sympathisch und ihre ambivalenten Gefühle gegenüber ihrer alten Heimat werden gut beschrieben. Ihre Gegenspielerin ist nicht ganz so vorteilhaft dargestellt, aber ihre Beweggründe werden ebenfalls einleuchtend erläutert. 
    Insgesamt gesehen handelt es sich um ein faszinierendes Psychogramm zweier starker Frauenfiguren garniert mit einer fesselnden umrahmenden Story.



  11. Cover des Buches Das Haupt der Welt (ISBN: 9783404172009)
    Rebecca Gablé

    Das Haupt der Welt

     (323)
    Aktuelle Rezension von: Freyas_Books

    Bei diesem Buch bin ich sehr zwiegespalten. Vor Monaten fing ich an das Buch zu lesen, dann Monate rührte ich es nicht an, weil die Geschichte sich so gezogen und so langatmig war, obwohl die Geschichte um den Otto den Großen mich sehr interessiert hat. Später aber als ich dann weiterlies konnte ich mich noch genau an die Handlung erinnern. Die Geschichte ist zum Schluss leider nicht besser geworden :((
    Leider, Leider, Leider...

  12. Cover des Buches Marlene (ISBN: 9783492309479)
    Hanni Münzer

    Marlene

     (124)
    Aktuelle Rezension von: Jana_Kleine_Bardenhorst

    In dem Buch erzählt Marlene ihre Lebensgeschichte. Nach dem Krieg wurde sie Schauspielerin, aber sie steht schon lange nicht mehr auf der Bühne.

    Marlene kennen wir schon aus Honigtot. Dort ist sie Deborahs Freundin und hilft ihr durch die schwere Zeit. Nachdem sie sich trennen mussten reist Marlene zu Deborahs Haus. Es ist völlig zerstört und Marlene hält die ganze Familie für tot. Jetzt muss sie sich alleine durchschlagen. Dabei landet sie im Konzentrationslager, wird zwangsverheiratet und vergewaltigt. Doch sie erfährt auch tiefe Liebe und Unterstützung.
    Sie tut alles um diesen Krieg irgendwie zu überleben. Die Opfer, die sie dafür bringen muss sind groß.

    Auch dieses Buch hat mich wieder sehr gefesselt. Es ist ein ganz klein wenig schwächer als Honigtot, aber absolut lesenswert.

  13. Cover des Buches Das Haus der schönen Dinge (ISBN: 9783426519370)
    Heidi Rehn

    Das Haus der schönen Dinge

     (149)
    Aktuelle Rezension von: EmiliAna

    Der Roman beginnt im Jahr 1897 mit der Eröffnung des fiktiven Kaufhauses Hirschvogl im Herzen von München und führt den Leser bis in die Nachkriegszeit ins Jahr 1952. Er erzählt die wechselvolle Geschichte dreier Generationen der jüdischen Familie Hirschvogl vor dem historischen Hintergrund des Ersten Weltkriegs, der Weimarer Republik bis hinein in die Zeit nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten und dem unaufhaltsamen Weg in den Zweiten Weltkrieg. Drei Frauen vor allem sind es, die die Geschicke des Kaufhauses über die Jahre lenken: Thea, ihre Tochter Lily und ihre Enkelin Edna. Drei starke Frauen, die mit Phantasie, Tatkraft und einer gehörigen Portion Geschäftssinn das Hirschvogl zum ersten Haus am Platz machen und es auch über schwere Zeiten hinweg erhalten - bis es schließlich, wie alle jüdischen Geschäfte, ein Opfer der bösen braunen Zeit wird...

    Mit fundiertem Hintergrundwissen ausgestattet beschreibt Heidi Rehn die Welt der Kaufhäuser, der Orte, an denen "die schönen Dinge" ihren Platz haben, und ihrer Anfänge. Fasziniert lässt sich der Leser durch die Konsumtempel von einst führen, die exzellente Warensortimente von hoher Qualität zum Kauf anboten oder auch nur zum Schauen einluden. Die Autorin schildert dies so anschaulich und verführerisch, dass bei so manchem Leser der Wunsch geweckt werden mag, eine Zeitreise in die so liebevoll eingerichteten Märkte von damals zu unternehmen, für die das Hirschvogl stellvertretend ist und die so gar nichts mit den Kaufhäusern heutzutage gemein haben, um sich staunend dem Sinnesgenuss hinzugeben.

    Aber es ist nicht nur die schillernde Welt der Warenhäuser, die den Roman so reizvoll macht, - es sind vor allem auch die Charaktere, die Heidi Rehn zeichnet und an deren Schicksal man bis zur letzten Seite lebhaft Anteil nehmen muss, die bewegen, anrühren, beschäftigen, selbst dann, wenn man sie und ihre so unterschiedlichen Handlungsweisen nicht mag noch billigt. Und da die Sprache der Autorin so klar wie prägnant ist, bedarf es nicht vieler Worte, um sich ihre Figuren auf das Lebhafteste vorstellen zu können!

    Von Tragödien bleiben weder die Hirschvogls noch deren treue oder weniger treue Freunde verschont - wie denn auch, in einer Zeit, als den Deutschen jüdischen Glaubens das Leben zunehmend erschwert wurde, sie nicht nur den Schikanen eines unmenschlichen Systems sondern auch unzähliger ihrer Mitbürger ausgesetzt waren. Als Leser kann man hier nicht bloß Zuschauer sein! Man ist, ob man das nun möchte oder nicht, unwillkürlich mittendrin, ist entsetzt, voll ohnmächtigem Zorn und voller Trauer. Dies umso mehr, als man weiß, dass das, was den Hirschvogls zugestoßen ist, keineswegs der Phantasie der Verfasserin entsprungen ist, dass es tausendfach so oder so ähnlich geschehen ist. Auch was die Vorgänge in Hitlerdeutschland anbelangt, erweist sich die Autorin als genaue Kennerin der Materie!

    Als Schriftstellerin von hohem Niveau lässt sie sich zu keinem Zeitpunkt zu Sentimentalitäten hinreißen, ihre Sprache ist immer klar und sachlich, ihre Aussagen sind präzise. Und sicher übt ihr Roman gerade auch deshalb eine so nachdrückliche Wirkung auf mich als Leser aus. Sie zerredet nichts. Vieles lässt sie ungesagt, lässt sie zwischen den Zeilen erahnen. Sie überlässt dem Leser so manche Schlussfolgerung, gibt ihm Raum zum Nach- und Weiterdenken, Raum auch für eigene Interpretationen.

    Gerade das ist es, was für mich den Roman so besonders macht, denn es hebt ihn ab von der Flut der Bücher, die in der gleichen Epoche angesiedelt sind und die mit ausführlichsten Schilderungen der ungeheuerlichen und unfassbaren Dinge angefüllt sind, die keiner Erwähnung mehr bedürfen, weil hinlänglich bekannt ist, wie Nazideutschland mit der jüdischen Bevölkerung umsprang...

    So gesehen ist "Das Haus der schönen Dinge" ein wenig spektakulärer, ein leiser Roman, der gerade deshalb so eindringlich ist, so berührend, dass man ihn nach dem Lesen nicht einfach beiseite legen und rasch vergessen kann. Mir selbst wird er, bedrückend und verstörend, aber nachhaltig, im Gedächtnis bleiben!

  14. Cover des Buches Die Welle (ISBN: 9783473544042)
    Morton Rhue

    Die Welle

     (2.264)
    Aktuelle Rezension von: Kayuri

    Die Welle zeigt ein Experiment eines Lehrers bezüglich des zweiten Weltkrieges.

    Kann es auch heute noch passieren das ein Mensch eine Gruppe Personen so sehr kontrollieren kann das sie nicht mehr nachdenken was sie tun?

    Das Buch ist sehr einfach und schnell zu lesen. Es ist gut zu verstehen.

    Die Figuren handeln nachvollziehbar. Auch heute sieht man noch wie schnell sich Menschen manipulieren lassen. Im Buch wird klar das es hierbei nicht wichtig ist wie intelligent diese Personen sind oder aus welchem sozialen Umfeld sie kommen. 

  15. Cover des Buches Glück und Glas (ISBN: 9783764505431)
    Lilli Beck

    Glück und Glas

     (94)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Der Klappentext dieses Buches stimmt nicht ganz, denn er suggeriert, dass sich Marion und Hannelore fünfzig Jahre lang nicht sehen, um dann an ihrem 70. Geburtstag ein Wiedersehen zu feiern. In Wahrheit haben sich ihre Wege jedoch in den vergangenen Jahren mehr als nur einmal gekreuzt. Doch es stimmt, sie sind wohl einfach zu verschieden, um sich auf Dauer aneinander binden zu können. Eigentlich sah es doch erst so gut aus für Hannelore, die Marion in puncto Aussehen nie das Wasser reichen konnte, dafür aber mit ihrer Intelligenz und ihrer Strebsamkeit eine steile Karriere als Anwältin in Aussicht zu haben schien. Doch dann kam Robert. Marion hingegen konnte weder mit einer guten und glücklichen Familie noch mit guten Noten punkten. Aber sie wollte auch nie studieren, sie wollte Mode schneidern oder am besten gleich Modedesignerin werden. Sie wollte endlich genug Geld zum Leben haben. Und dann kam Joe. So kommt es dann auch, dass die beiden jungen Frauen getrennte Wege beschreiben. Zu unterschiedlich waren die jeweiligen Wünsche an das Leben. Doch immer wieder kreuzen sich ihre Pfade, bevor es schließlich zum großen Zerwürfnis kommt …

    Hört sich spannend an, doch mit diesem für mich dritten Buch aus ihrer Feder, konnte mich Lilli diesmal nicht ganz überzeugen. Sie präsentiert ihren Lesern eine wunderbare Zeitschiene, die einen Zeitraum von siebzig Jahren abdeckt und mit vielen Ereignissen und Gepflogenheiten der jeweiligen Zeit gespickt ist. Beim Lesen kam fehlte mir aber ein wenig Pepp. Fast las es sich manchmal wie eine Aneinanderreihung anstatt einer runden Geschichte. Dennoch war es flüssig zu lesen und oft musste ich ein wenig schmunzeln, wenn ich die Autorin in der Rolle von Marion sah. Sie gibt ja auch an, dass der Roman durchaus auch autobiografische Teile beinhaltet. Das hat mir gut gefallen. Ich werde Lilli Beck auf jeden Fall treu bleiben. 

  16. Cover des Buches Und am Morgen waren sie tot (ISBN: 9783548287034)
    Linus Geschke

    Und am Morgen waren sie tot

     (96)
    Aktuelle Rezension von: wsch

    Wir lesen uns!

    So die letzten drei Worte im Nachwort. In dem Linus Geschke einige Erklärungen zu seinen hervorragenden Recherchen, deren Ergebnisse in seinen Krimi eingeflossen sind, abgibt.

    Diese Recherchen sind derart gut, dass man sich beim Lesen in die reale Landschaft und die heute noch vorhandenen Überreste des 'Westwalls' und der Ardennenschlacht am Ende des Zweiten Weltkrieges versetzen kann. Einschliesslich der NS-Ordensburg Vogelsang, einiger Bunkeranlagen, den teilweise auch heute noch verlassenen Dörfern. Bis hin zur Verwendung der deutschen Wehrmachts'wunder'pille Pervitin („Panzerschokolade“, „Stuka-Tabletten“, oder auch „Fliegermarzipan“ genannt) oder dem Verlauf einiger Strassen in Köln, den Rheinbrücken sowie Landschaft und Strassen in der Eifel.

    Die Handlung ist natürlich fiktiv. Aber auch hier fliesst immer wieder die Realität wie beispielsweise die Morde des NSU ein.

    Dank des Schreibstils von Linus Geschke lesen sich die knapp 400 Seiten sehr flüssig, die Zeit vergeht wie im Flug. Die Wechsel von Handlungsort zu Handlungsort gehen nachvollziehbar ineinander über. Man verliert nie die Zusammenhänge.

    Mein erster 'Geschke' war ein Zufallstreffer. Und was für einer! Die weiteren 'Geschkes' warten darauf, gelesen, nein, verschlungen zu werden.


  17. Cover des Buches Goldstein (ISBN: 9783462043235)
    Volker Kutscher

    Goldstein

     (178)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Dies ist der dritte Band um den Berliner Kommissar Gereon Rath, erschienen erstmals 2010, verfilmt unter dem Titel Babylon Berlin in 2020, was die die Serie berühmt machte. Die wesentliche Handlung beschränkt sich auf einen Zeitraum vom 27.06.1931 und dem 18.07.1931. Ein Tag im September wird dann am Ende noch angefügt. Zwischen den Ereignissen des zweiten und dieses dritten Bandes liegen also eineinhalb Jahre.

    Auch dieser Band ist in sich abgeschlossen, es wird aber immer wieder Bezug genommen auf Ereignisse aus den beiden Vorgängerbänden und die handelnden Personen entwickeln sich weiter. Es ist daher sinnvoll, die Bände in chronologischer Reihenfolge zu lesen. Wie bereits in den Vorgängerbänden sind die historischen Details genau wiedergegeben, diesmal aber nicht so zahlreich. Es werden im Grunde nur die Unruhen und Auseinandersetzungen zwischen den Nazis und den Kommunisten sowie die gegenseitige Bekämpfung der Ringvereine erwähnt.

    Die erzählte Geschichte ist kompliziert mit sehr vielen handelnden Personen und auch die Zahl der Morde ist hoch. Doch es gelingt Kutscher alle gesponnenen Fäden am Ende auch logisch aufzuklären und zu einem Ende zu führen. Das Aufkommen der Nationalsozialisten ist in diesem Band deutlich zu spüren, die sogenannten Kurfürstendamm-Krawalle am 12.09.1931 sind historisch belegt und deuten bereits an, wie es weitergehen wird. Wie es Kutscher immer wieder schafft, historisch belegte Ereignisse elegant in seine Geschichten einzubinden ohne dass das bemüht wirkt, ist große Schriftstellerkunst.

    Mit gefällt auch gut, dass der Autor die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt, so dass man als Leser unterschiedliche Blicke auf die Handlung und die Gefühlswelt werfen kann, was insbesondere bei den Streitereien zwischen Charlotte und Gereon ganz erhellend ist.

     So manchen Schlenker im Fortgang der Geschichte hätte sich Kutscher allerdings sparen können, diese wirken deplatziert und wie Füllmaterial. Ich denke dabei z:B. an die Episode, als eine Hauswirtin ihren unschuldigen Mieter Fleming verdächtigt oder auch die Geschichte um den ermordeten Heinrich Beckmann.

    Insgesamt aber gut gelungen. Vier Sterne von mir.

  18. Cover des Buches Die verbotene Zeit (ISBN: 9783453359215)
    Claire Winter

    Die verbotene Zeit

     (180)
    Aktuelle Rezension von: booksLOVEshare

    Ich liebe generationsübergreifende Familiengeschichten! „Die verbotene Zeit“ von Claire Winter ist daher genau nach meinem Geschmack. Die Geschichte beginnt 1975 in London mit Carla, die nach einem schweren Autounfall an Amnesie leidet und versucht, ihr Gedächtnis wieder zu erlangen. Schnell wird klar, die Journalistin war ihrem eigenen Familiengeheimnis auf der Spur und es gibt ein paar Gegenspieler, die nicht möchten, dass sie ihre Erinnerung rekonstruiert.

    Der zweite Handlungsstrang spielt zwischen 1933 und 1959 und erzählt die Geschichte von und um die beiden Freundinnen Dora und Edith, die in einer schwierigen Zeit erwachsen werden müssen und dabei mit einigen Schicksalsschlägen konfrontiert werden. Es geht um Klassengesellschaften, Verfolgung, Verzweiflung, Mut, Hilfsbereitschaft und wahre Liebe.

    Stück für Stück verbinden sich die Geschichten von Carla, Dora und Edith, bis am Ende die schockierende Wahrheit ans Licht kommt. Nicht alles davon ist unvorhersehbar, dennoch ist die Geschichte einfühlsam und spannend erzählt und lebt von den starken Charakteren.

    Generell habe ich mehr mit den Protagonisten der Vergangenheit mitgefiebert. Die Geschichte von Carla war mir stellenweise etwas zu klischeehaft, aber immer noch unterhaltsam. „Die verbotene Zeit“ von Claire Winter hat mir sehr gut gefallen und war sicher nicht das letzte Buch der Autorin auf meiner Leseliste. Ich vergebe vier von fünf Lesesternen.

     

  19. Cover des Buches Zwei Handvoll Leben (ISBN: 9783426282106)
    Katharina Fuchs

    Zwei Handvoll Leben

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Charlotte_1

    Schreibstil: flüssig und schlicht, Präteritum, auktoriale Erzählperspektive

    Meine Meinung: In alternierenden Kapiteln folgt der Leser Anna und Charlotte auf ihren Lebenswegen, die durch zwei Weltkriege mit vielen Stolpersteinen, Entbehrungen und verlorenen Lieben führen, bis in die 50er Jahre, wo sie sich durch die Vermählung ihrer Kinder kennenlernen. Dabei werden die Kriege nicht in den Vordergrund gerückt, sondern dienen als geschichtliche Kulisse, vor der sich die Protagonistinnen entwickeln. Geschickt webt die Autorin in jedes Kapitel einen Konflikt und/oder Cliffhanger, der die Neugier nach der Fortsetzung des jeweiligen Erzählstrangs weckt. Die Charaktere der Hauptfiguren sind für mich gut greifbar, wohingegen andere Figuren eindimensional bleiben. So werden immer wieder die herzförmigen Lippen und blauen Augen der weiblichen Feltins (Charlottes Familie) betont, aber Charaktereigenschaften werden nicht beleuchtet. Hin und wieder stolpere ich über schnelle Perpektivwechsel innerhalb eines Absatzes, z. B. zwischen Anna und Erich auf S. 63/64 und hätte eine bildhaftere Sprache durch rhetorische Stilmittel statt dieser sehr schlichten Sprache begrüßt.

    Fazit: Berührende Geschichte zweier Frauen vor der Kulisse der 1. Hälfte des 20. Jahrhundert 

    Empfehlung an Leser, die gern biografische Romane und/oder Familiensagas lesen

     

  20. Cover des Buches 1913 (ISBN: 9783596520534)
    Florian Illies

    1913

     (269)
    Aktuelle Rezension von: Annilove

    für Geschichts- und Kunstliebhaber sehr zu empfehlen, wer aber nichts daran sieht der wird in dem Buch auch nichts finden

  21. Cover des Buches Der Vorleser (ISBN: 9783257261349)
    Bernhard Schlink

    Der Vorleser

     (5.664)
    Aktuelle Rezension von: lyla_2912

    »Der Vorleser« von Bernhard Schlink hat mir als Taschenbuch sehr gut gefallen. Ich kannte die Geschichte bereits und habe sie zuvor auch schon im Kino gesehen. 

    Es geht um eine zufällige Begegnung, aus weleher Liebe und eine Art Abhängigkeit wird, als diese abrupt endet und sich beide Leben ihren eigenen Aufgaben zuwenden, ahnt keiner von ihnen, dass sie sich erneut begegnen werden, dann jedoch vor Gericht und der Frage, wie viel man von einem Menschen eigentlich wirklich weiß. 

    Die Geschichte ist spannend geschrieben und kann locker an einem Abend oder einem Tag gelesen werden. Der Schreibstil ist spannend und authentisch, regt zum Nachdenken an. 

    Ich kannte den Ausgang der Geschichte schon, war aber beim ersten Lesen auch sehr überrascht über den Verlauf und die sich aus den Entscheidungen der Charaktere ergebenden Konsequenzen. 

    Absolut lesenswert, nicht umsonst eine Schullektüre! 

  22. Cover des Buches Das Alphabethaus (ISBN: 9783423214605)
    Jussi Adler-Olsen

    Das Alphabethaus

     (522)
    Aktuelle Rezension von: Julius_Caesar

    Die Schrecken des Krieges ganz anders nahe gebracht. Die Beschreibung der Zustände und die perfiden Methoden der Schergen werden hier direkt ‚ unter die Haut‘ des Lesers gebracht. An manchen Stellen schaurig, aber man kann nicht wegsehen. 

    Adler Olsen beweist hier, dass er neben der Serie noch andere Blickwinkel eröffnen kann. 

  23. Cover des Buches Der Apfelbaum (ISBN: 9783548060866)
    Christian Berkel

    Der Apfelbaum

     (153)
    Aktuelle Rezension von: Insider2199

    Leider empfand ich den Roman nur auf durchschnittlichem Niveau. Gestört haben mich hauptsächlich drei Dinge: Erzählstruktur, Schreibstil, Dialoge

    Erzählstruktur: Der Autor erzählt die Geschichte seiner Eltern, fügt jedoch einen Handlungsstrang im Jetzt (2010) ein, in dem er einerseits seine 91-jährige, bereits ein wenig an Demenz leidende Mutter interviewt, anderseits über seine Recherche zu dem Buch berichtet. Dieser Handlungsstrang ist meines Erachtens überhaupt nicht notwendig, ja, er wirkt sich sogar nachteilig auf den Plot aus, denn dieser Strang impliziert, dass der Autor die komplette Geschichte von seiner Mutter erzählt bekommen hat, und das stimmt eben nicht, da er einige fiktive Elemente hinzugefügt hat, um die vielen Lücken zu schließen (da er die Dinge ja nicht selbst erlebt hat); würde der Plot komplett auf der Realität beruhen, wäre es ja kein Roman mehr, sondern ein Sachbuch (Biografie). Außerdem ist der Wechsel zwischen den beiden Handlungssträngen (Jetzt und Vergangenheit) sehr schlecht umgesetzt und für den Leser verwirrend; vielleicht hätten da orientierende Headlines geholfen.

    Schreibstil: Der war leider nicht so meins. Sehr viele kurze Sätze, was den Leserhythmus sehr abgehackt wirken lässt. Viel schlimmer jedoch war für mich die verwirrende Erzählweise, d.h. gedankliche Sprünge, die schwer nachzuvollziehen waren. Ich habe Vieles nicht verstanden und es taten sich zahlreiche Fragen auf, die nie beantwortet wurden. Oder es gab SEHR eigenartige Metaphern, hier ein Beispiel, bei dem die Hauptfigur einen Brief liest:

    "Nie brauchte er viele Worte, aber sie war nun schon auf der zweiten Seite angelangt und begriff immer noch nicht, was er ihr eigentlich mitteilen wollte.
    Ihr war, als würde sie auf eigenartig verschlungenen Pfaden an einen kleinen Flusslauf des Amazonas mitten im Urwald gelangen. Auf dem Wasser trieben – langsam und ruhig – vereinzelte, grobe Holzscheite. Sie wollte sich niederknien, um ihren Durst zu löschen. Da geschah es. Einer der Holzscheite verwandelte sich in einer blitzschnellen Drehung in ein reißendes Krokodil. Mit weit aufgerissenem Kiefer stürzte es auf sie zu.
       Otto liebte sie nicht mehr. Eine andere Frau war in sein Leben getreten. Der Krieg habe ihn um seine besten Jahre betrogen, er könne sich keinen Aufschub mehr leisten."

    Die Tatsache, dass Otto ihr mitteilt, dass er eine andere liebt, wird mit einem Krokodil-Angriff im Dschungel des Amazonas verglichen? Sorry, da komm ich nicht mehr ganz mit und kann ich auch überhaupt nicht gefühlsmäßig nachvollziehen. Auch steht die Metapher so abgetrennt in einem eigenen Absatz und reißt den Leser aus dem Lesefluss.

    Dialoge: Einerseits gab es viel zu viele Dialoge, d.h. oft waren diese sehr trivial und erfüllten keinen großen Zweck. Auch enthielt er viel Dialekt, was mir persönlich nicht so gut gefällt. Ja, ich weiß, es soll damit authentischer wirken, aber ich empfinde Dialekt störend für den Lesefluss, geht vielleicht nur wenigen Lesern so.

    Und schließlich war der Schluss sehr enttäuschend. Da wartet der Leser das ganze Buch hindurch, dass sich die Liebenden endlich wieder sehen und dann wird die letzte Szene einfach nur angedeutet!?

    Fazit: Ganz interessante Geschichte, die man hätte besser erzählen können. Ich vergebe 2,5 Sterne. Trotzdem bin ich neugierig und werde die Fortsetzung "Ada" lesen.

  24. Cover des Buches Der Junge im gestreiften Pyjama (ISBN: 9783596856916)
    John Boyne

    Der Junge im gestreiften Pyjama

     (2.219)
    Aktuelle Rezension von: xAika

    Ich fand die Geschichte sehr gut. Die Sicht eines kleines Kindes ist so gut beschrieben. Die Freundschaft ist sehr stark und mutig.

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