Bücher mit dem Tag "deutscher schriftsteller"

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53 Bücher

  1. Cover des Buches Endgültig (ISBN: 9783518425213)
    Andreas Pflüger

    Endgültig

     (189)
    Aktuelle Rezension von: BlueLeo

    Barcelona hat Jenny Aarons Leben in zwei Abschnitte unterteil. Im ersten Leben arbeitete sie als eine der besten und effizientesten Mitarbeiter in einer international operierenden Elitetruppe der Polizei. Im zweiten Leben arbeitet sie nun als Fallanalytikerin und Verhörspezialistin beim BKA. Seit Barcelona ist Aaron blind. Fünf Jahre sind seitdem vergangen und als das Telefon klingelt und ein ehemaliger Berliner Kollege um ihre Mithilfe bittet weiß sie, es ist Zeit sich ihrer Vergangenheit zu stellen.

    Dies ist der erste Teil einer Trilogie und ich muss gestehen, dass es meine absolute Lieblingsreihe ist. Selten habe ich Bücher gelesen, die mich so fasziniert, gepackt, beeindruckt und mitgerissen haben! Es war eine ganz neue Erfahrung ein Buch zu lesen, welches aus der Perspektive einer blinden Person geschrieben ist. Die Atmosphäre, die hierbei erschaffen wird, ist von der ersten Seite an so eindringlich und spannungsgeladen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich war wirklich fasziniert, dass es mir nicht im Geringsten an bildlichen Beschreibungen gemangelt hat. Hinzu kommt, dass die Charaktere einzigartig und sehr detailliert ausgearbeitet sind und dass die Handlung so viel Tiefgang besitzt, dass ich nie das gefühlt hatte, zu wenig zu wissen. Die Geschichte ist dicht gepackt und wird nie langweilig. Die Brutalität in diesem Buch hat mir häufig den Atem stocken lassen.

    Jenny Aaron hat mich beeindruckt wie kein/e Protagonist/in zuvor. Als Blinde vereint sie beinahe alle Fähigkeiten, die theoretisch von Blinden erlernt werden können. Dass es nicht unbedingt realistisch ist, dass eine Person alle Fähigkeiten vereint, hat mich nicht im Geringsten gestört. Vielmehr hat es mich beeindruckt, was überhaupt alles möglich ist. Sie bewegt sich so selbstsicher durchs Leben und beeindruckte mich ein aufs andere Mal. Andreas Pflüger hat eine solch umfassende und tiefgehende Recherche durchgeführt, wodurch der Thriller für mich persönlich zu einem kleinen Meisterwerk der Autorenkunst geworden ist.

  2. Cover des Buches Die unendliche Geschichte (ISBN: 9783522202503)
    Michael Ende

    Die unendliche Geschichte

     (6.903)
    Aktuelle Rezension von: kias_bookpages

    Ich glaub bei diesem Buch sollte man sich dezent an der Leseempfehlung halten. Aus Erwachsenen Augen war das Buch wirklich voller Fantasie & teilweise sehr kindisch. 

    Aber der Protagonist ist 10 Jahre alt und reist in ein Land in den Feen & Elfen noch die unkreativsten Lebewesen sind, daher ist diese kindliche Erzählweise nur verständlich. 

    Mit dem Schreibstil konnte ich mich bis zum Schluss nicht anfreunden und auch wenn der Inhalt für Kinder gedacht ist fand ich diesen auf ein sehr hohes Niveau. 

    Aber jetzt zu den wichtigen Dingen: 

    Ich hab gelacht & mit Atreju und Bastian mit gefiebert. Die Geschichte konnte mich begeistern und der Autor hat mich teilweise sogar überrascht. Dazu waren die Moralischen Aspekte einfach sehr stark und brachten mich manchmal zum grübeln. Nur manchmal zog sich die Handlung etwas und verstrickte sich in Beschreibungen. 

    Auch das Ende, explizit die Szene mit seinem Vater, fand ich etwas unrealistisch. So wie er vorher beschrieben wurde und wie er jedes einzelne von Bastians Worten glaubte ... das war etwas too much. 

    Aber kurz um: Eine schöne Geschichte für Kinder & Jugendliche im Alter von 10 - 14 !

  3. Cover des Buches Die verlorene Ehre der Katharina Blum (ISBN: 9783462031454)
    Heinrich Böll

    Die verlorene Ehre der Katharina Blum

     (831)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    Ich schreibe wahrscheinlich nichts neues, wenn ich über die verlorene Ehre der Katharina Blum berichte, es ist schließlich Heinrich Bölls bekanntestes Werk.

    Der Einstieg in die Lektüre fiel mir nicht leicht. Man wird direkt mit reichlich Namen bombardiert in einem literarischen Szenario, das an Prozessakten erinnert. Abschnittweise wird die Vernehmung der Katharina Blum nacherzählt, die einem flüchtigen Verbrecher Hilfe geleistet hat dem Zugriff der Polizei zu entkommen. Den Mann lernte sie auf einer Feier kennen, nahm ihn mit nach Hause und verliebte sich Hals über Kopf nach einer gemeinsamen Nacht in ihn. Die Loyalität zu ihm zu halten ungeachtet des Verbrechens, das er begangen haben mag, wird ihr zum Verhängnis, als ein sensationsheischendes Tageblatt (im Buch nur die „ZEITUNG“ genannt) ihren Anteil an der Flucht nicht nur veröffentlicht, sondern ihr Privatleben auf eine pervers tatsachenverdrehende Weise ausschlachtet. Aus einer unbescholtenen, unscheinbaren Bürgerin wird dann eine Täterin, als ihr Hass auf den Verantwortlichen der verdrehten Berichterstattung sie dazu treibt den Journalisten der ZEITUNG zu töten.

    Interessant ist wie wenig sich an manchen Methoden seit 1974 geändert hat, als Böll das Buch veröffentlichte. Sein in „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ verarbeitetes Thema ist in einer Zeit, in welcher der Begriff „Fake News“ entstanden ist, aktueller denn je.
    Ein wirklich gutes Buch trotz des gewöhnungsbedürftigen Anfangs!

  4. Cover des Buches Der Krieg der Zwerge (ISBN: 9783492281027)
    Markus Heitz

    Der Krieg der Zwerge

     (582)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Der überwältigende Erfolg der Buchreihe „Die Zwerge“ von Markus Heitz führte dazu, dass die Geschichte des Zwerges Tungdil in andere Medien übertragen wurde. Darunter finden sich ein Brettspiel, eine Comic-Reihe und ein Videospiel, das von der Bremer Firma King Art 2016 realisiert und zum Teil über eine Kickstarter-Kampagne finanziert wurde. Das Rollenspiel folgt der Handlung des ersten Bandes „Die Zwerge“. Heitz war intensiv in die Entwicklung involviert und berichtet, dass die Zusammenarbeit mit King Art erschreckend reibungslos ablief. Er schrieb sogar extra für das Spiel eine neue Begleitfigur, die im Buch nicht auftaucht. Dennoch blieb es bei diesem einen Spiel. Der zweite Band „Der Krieg der Zwerge“ wurde bisher nicht umgesetzt – aber was nicht ist, kann ja noch werden.

    Das Geborgene Land feiert. Der böse Magier Nôd’onn ist besiegt und erstmals herrscht Einigkeit unter Menschen, Zwergen und Elben. Tungdil hofft, endlich ein richtiger Zwerg zu werden. Leider fällt es ihm schwer, sich den strengen Gesetzen der traditionsbewussten Stämme unterzuordnen. Er fürchtet schon, sich niemals unter seinesgleichen einzufügen, doch dann erfährt er von den Freien. Die Gemeinschaft verstoßener Zwerge folgt eigenen Regeln und begrüßt ihn mit offenen Armen. Er schließt sich ihnen an und verlässt seine Freunde, um ein neues Leben zu beginnen. Aber Tungdil wäre nicht Tungdil, stünde er nicht sofort bereit, wird er gebraucht. Denn der Frieden im Geborgenen Land hält nicht an. Orks, Albae und der Zwergenstamm der Dritten säen Angst, Misstrauen und Zwist. Abgelenkt von Scharmützeln und Intrigen entgeht Tungdil und seinen Verbündeten beinahe eine mysteriöse Gefahr, die sich unaufhaltsam von Westen nähert und das gesamte Geborgene Land zerstören könnte. Wollen sie ihre Heimat schützen, bleibt ihnen nur eine Wahl: sie müssen alte Feindschaften überwinden und sich mit denjenigen verbrüdern, gegen die sie seit Generationen kämpfen.

    Ich fürchte, ich bin zu zynisch für „Der Krieg der Zwerge“. Wie schon der erste Band ist diese Fortsetzung sehr klassische, gradlinige High Fantasy und kommt beinahe vollständig ohne versteckte Handlungslinien und komplexe Intrigengeflechte aus. Nicht, weil sich keine Gelegenheiten für Niedertracht und Heimtücke ergeben würden, sondern weil man sowas im Geborgenen Land offenbar einfach nicht tut. Es war, als fehlte (fast) allen Figuren Vorstellungskraft und Wille, um zu lügen, zu betrügen und zu manipulieren. Daher begleitet die Geschichte eine Note von unschuldiger, ehrlicher Naivität, mit der ich hin und wieder ernste Schwierigkeiten hatte, weil ich sehr wohl über die nötige Fantasie verfüge, mir subtile, hinterhältige Schemata auszumalen. Hinter jeder Ecke witterte ich Verrat und erwartete, dass die Figuren für das blinde Vertrauen, das sie ihren Gegenspieler_innen gegenüber zeigen, bestraft werden, worauf Markus Heitz allerdings verzichtet. Gut für sie, irritierend für mich. Ich konnte kaum fassen, dass die vielen Chancen, die bestimmte Charaktere in vorteilhafte Positionen gebracht hätten, hätten sie sich weniger ehrenhaft verhalten, ungenutzt verstrichen. Meiner Meinung nach hängt diese generelle, optimistische Gutmütigkeit in „Der Krieg der Zwerge“ eng mit der Art und Weise zusammen, wie Markus Heitz die Konflikte der Geschichte inszeniert. Er reiht sie auf wie die Perlen einer Kette: sie berühren einander, verwickeln sich jedoch nie. Dadurch wirkte die Handlung unnatürlich geordnet; er schließt jeden Konflikt erst einmal hübsch sauber ab, bevor er den nächsten aus dem Ärmel zieht. Die Übergänge erschienen mir nicht fließend, sondern künstlich und einen echten Abschluss erhält lediglich die Auseinandersetzung mit dem rätselhaften Feind, der das Geborgene Land von außen bedroht. Ich fand es schade, dass Heitz diese sogenannten Avatare nicht einsetzt, um das Worldbuilding außerhalb seines Settings zu erforschen, habe aber bemerkt, dass den Figuren im zweiten Band der Reihe zumindest auffällt, wie wenig sie darüber wissen, was sich hinter den schützenden Bergen ihrer Heimat befindet. Ich kann mir vorstellen, dass diese Überlegung eine Vorbereitung für die Folgebände ist und wir den Inselstatus des Geborgenen Landes durchbrechen, falls es Heitz gelingt, eine Motivation für die Figuren zu formulieren, die sie über dessen Grenzen hinausführt. Ich traue ihm zu, diese Herausforderung zu meistern, weil mir die Charakterentwicklung in „Der Krieg der Zwerge“ gut gefiel. Tungdil steht selbstverständlich im Fokus; aus seiner Perspektive erleben wir eine Variante des Widerstreits zwischen Gesellschaft und Individuum und erfahren interessante Details über die Kultur der Zwerge. Ich freute mich, dass Heitz Tungdils Volk nun doch eine eigene Note verleiht und ihre Gesellschaftsordnung untersucht, denn im ersten Band vermisste ich Neugier und Originalität schmerzlich. Seine Darstellung enthält noch immer eine Menge Klischees, aber ich hatte durchaus das Gefühl, etwas Neues zu lernen.

    Die Fortsetzung „Der Krieg der Zwerge“ gefiel mir etwas besser als der erste Band „Die Zwerge“. Die Geschichte war für meinen Geschmack zwar zu glatt, naiv und einseitig, da die klare, unangefochtene Rollenverteilung meiner Vorliebe für Ambivalenz widerspricht und trotz gewisser Verschiebungen immer eindeutig ist, wer die Guten und wer die Bösen sind, doch die Verfeinerung des kulturellen Worldbuildings und die Weiterentwicklung der Figuren sind Verbesserungen, die „Die Zwerge“ meiner Ansicht nach dringend brauchte. Vermutlich wird mir die Reihe immer etwas simplifiziert erscheinen, weil ich nicht daran gewöhnt bin, dass Charaktere ihre Absichten so offen zur Schau tragen, auf Hinterlist und Tücke verzichten und sich Handlungen eher unkompliziert gestalten. Markus Heitz‘ High Fantasy spiegelt die Mentalität seiner kleinen Held_innen wider: solide, altmodisch und etwas grob, aber dennoch liebenswert.

  5. Cover des Buches Neringa (ISBN: 9783866482456)
    Stefan Moster

    Neringa

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962

    Ein Deutscher, der in London lebt und arbeitet, gerade 50 geworden. Er fängt an über das Leben nachzudenken, über seinen Großvater. Eigentlich weiß er kaum etwas, seine Erinnerungen trüben ein wenig. Ein paar Erzählungen der Eltern noch. Das kann doch nicht alles gewesen sein, was von einem Menschen übrig bleibt? Ihm kommt eine Postkarte in den Sinn. Das ist der Beginn seiner Zeitreise.

    Er beginnt selbst sein derzeitiges Leben zu hinterfragen. Er ist in der IT-Branche sehr erfolgreich, verdient eine Menge Geld. Da er weder Frau noch Kinder hat, fragt er sich selbst, was bleibt von ihm übrig. Der Großvaters war beruflich mit Pflasterarbeiten beschäftigt. Ein harter Job, der aber am Ende des Tages was vorzuweisen hat. Die Steine bleiben, die er gelegt hat. Der Protagonist kann das nicht von sich behaupten. Was stimmt von den Überlieferungen, die erzählt werden.Was sagen Hinterlassenschaften aus, wie Postkarten oder Briefe. Findet man dort die Wahrheiten? 

    Erst als er die junge Litauerin Neringa kennen lernt, da fängt er an etwas zu begreifen und das Leben von einer anderen Sicht zu betrachten. Sie muss Geld verdienen um zu überleben. Aber sie beschäftigt sich in ihrer freien Zeit mit dem Puppenspielen. Er lernt mit ihr die Gegenwart zu genießen und zu leben. 

    Es ist ein Buch über den Sinn des Lebens. Fragen, die sich jeder selbst mal stellen sollte. Mir gefällt es, was Stefan Moster so schreibt. Die Bücher nehmen einen mit auf eine Reise, bei der man sehr viel nachdenken muss. Er selbst hinterlässt auf jeden Fall Spuren mit seinen Büchern, die der Nachwelt erhalten bleiben. 
  6. Cover des Buches Das kleine Gespenst (ISBN: 9783522183642)
    Otfried Preußler

    Das kleine Gespenst

     (545)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Als Kind habe ich so gerne den Räuber Hotzenplotz von Ottfried Preußler gelesen. Warum ich es aber nicht geschafft habe, einmal "Das kleine Gespenst" von ihm zu lesen ist mir ehrlich gesagt richtig schleierhaft. 

    Nachdem dieser Buchklassiker schon seit EWIGKEITEN in meinem Bücherschrank steht, habe ich ihn mir jetzt endlich mal zur Hand genommen und mich gleich in den kleinen Kerl "verliebt"

    Was für eine süße Kindergeschichte. Das kleine Gespenst lebt auf der Burg Eulenstein und geistert dort durch die Räume. Immer bei sich, den Schlüsselbund mit den 13 Schlüsseln, die ihm jede Tür, jedes Tor oder verschlossenen Raum öffnen. Seinem Freund dem Uhu Herrn Schuhu klagt das kleine Gespenst eines Tages sein Leid: es würde sooooo gerne mal den Tag erleben. Keiner der beiden konnte ahnen, wie schnell dieser Traum zur Wirklichkeit für das kleine Gespenst werden würde. Dort erlebt es dann die eine oder andere tolle Geschichte und lernt viele neue Sachen, Dinge, Orte und auch Eindrücke kennen. 

    Ein so schön geschriebenes Buch. Ich war total begeistert und kann es nur jedem weiterempfehlen. So richtig süß und toll, wenn man mit dem kleinen Gespenst auf nächtliche Tour gehen darf. 

     

  7. Cover des Buches Das Dornenkind (ISBN: 9783442486021)
    Max Bentow

    Das Dornenkind

     (212)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Wow - dieser fünfte Band hat mich echt überrascht. Der war ja richtig, richtig gut.

    Der Psycho-Thriller ist gut aufgebaut und hat mit der Person von Wendy Hain eine überragend gut gezeichnete Protagonistin. Inhaltlich haben andere Leser schon viel geschrieben und ich finde, bei diesem Band sollte man vorsichtig sein, sonst kann es leicht zu Spoilern kommen.


    Positives

    Der Roman ist spannend. Die falschen Fährten sind gut angelegt. Die Personen - auch der sonst so selbstzerstörerische Nils Trojan - sind richtig stark. 


    Negatives

    Auch wenn ich die Person der Wendy Hain als richtig gut empfunden habe. An ein paar Stellen reagiert sie doch recht interessant. Welche Stellen ich da genau meine, kann ich nicht schreiben ohne Inhalt preiszugeben. 

    Nach einem gelungenen und spannenden Finale ist Schlussakkord meiner Ansicht nach falsch gesetzt. Was ich genau meine, .....


    Aber trotz allem der bisher beste Band der Reihe und er macht Lust auf den 6. der Reihe.

  8. Cover des Buches Ostende (ISBN: 9783462046007)
    Volker Weidermann

    Ostende

     (81)
    Aktuelle Rezension von: cosima73

    Im Sommer 1936 zieht es Stefan Zweig nach Ostende. Er will arbeiten, in Ruhe, Ruhe haben von seiner Frau, mit der er schon lange nicht mehr glücklich ist, Ruhe haben von dem, was zu Hause abgeht politisch. Er schreibt an seine Sekretärin und Geliebte, Lotte Altmann nach London, sie solle mitsamt ihrer Schreibmaschine nach Ostende kommen. Sie würden da einfach leben. Es ist nicht das erste Mal, dass Stefan Zweig in Ostende ist, es ist ein sicherer Wert, er weiss, wer und was ihn da erwartet: Viele seiner Schriftstellerkollegen und Freunde, die wie er auf der Flucht sind vor einem Regime in einem Land, das das ihre nicht mehr sein kann, weil ihre Bücher da nicht mehr erscheinen dürfen: Joseph Roth, Irmgard Keun, Hermann Kesten, Ernst Toller, Egon Erwin Kisch.

    «Jetzt sind sie Menschen auf der Flucht in einer Urlaubswelt.»

    Besonders mit Joseph Roth verbindet Stefan Zweig eine enge Freundschaft – eigentlich mehr als das. Es ist eine grosse Bewunderung für dessen Schaffen, das er aber am Alkohol zugrunde gehen sieht; und Roth damit. Der jüngere Freund, dem Alkohol durchaus zugetan, steht finanziell und gesundheitlich immer am Abgrund, ist auf die Hilfe seines brüderlichen Freundes angewiesen, kann sie aber doch nicht ganz annehmen, da er sich für die Abhängigkeit schämt und sich nicht unterlegen zeigen will.

    Roth trifft in Ostende auf Irmgard Keun, es ist der Beginn einer zweijährigen Beziehung, welche neben der grossen Liebe (Roth ist wohl Keuns grösste Liebe in ihrem Leben) aus Schreiben und Trinken besteht, die beiden sind in beidem sehr fleissig.

    Volker Weidermann ist ein wunderbares Porträt der Schriftsteller auf der Flucht gelungen. Mit feinem Blick, zielsicherer Sprache und genügend Wissen, die Inhalte auf leichte Art zu erzählen malt er ein Bild einer Oase in der Zeit, welche einerseits die Wunden durchscheinen lässt, andererseits die Kompensationsstrategien der Einzelnen aufzeigt – und dies ohne moralinsaure Stimme, ohne abschätzigen Ton, ohne zu stark zu Psychologisieren.

    Fazit
    Ein grossartiges Buch über die Geschichte einiger Schriftsteller auf der Flucht, das mit viel Hintergrundwissen, Menschlichkeit und einem gut lesbaren Erzählfluss aufwartet. Eine ganz grosse Leseempfehlung.

  9. Cover des Buches Der Jäger (ISBN: 9783426617410)
    Andreas Franz

    Der Jäger

     (199)
    Aktuelle Rezension von: StefanieFreigericht

    1999. Hauptkommissarin Julia Durant ermittelt mit ihren Kollegen Kullmer und Hellmer im Fall der ermordeten Erika Müller. Wie sie von ihrem Chef Berger erfährt, wurde die Frau genau so ermordet, wie vor einem Jahr Juliane Albertz und Carola Weidmann. Alle Frauen weisen Spuren auf von Handfesseln, sie wurden brutal geschlagen, ihnen wurden die Brustwarzen abgebissen, in den Schamlippen steckte eine goldene Nadel – zu sexuellem Missbrauch kam es jedoch nicht. Und, für Empfindliche: das ist der Umfang von dem, was passiert. Im Gegensatz zu bisherigen Büchern der Reihe ist man als Leser jedoch teils „live“ dabei.  

    So im Großen und Ganzen fand ich den „police procedural“ eher gut. Es gibt eine bizzare Darstellung der Toten, die sich nicht gleich erschließt, für das Mordmotiv brauchen die Kommissare reichlich lange, eine Tote (beziehungsweise drei Tote) bleiben nicht lange allein und zur Identität des Mörders fehlt lange der letzte Hinweis. Insgesamt also gute Zutaten.

    Was passt nicht? Julia Durant ist dauergenervt – und das nervte mich. Dauernd. Eventuell war sogar ihr Autor genervt, denn der lässt sie am Ende des Buches unbezahlten Urlaub nehmen. Das interessiert mich da aber längst nicht mehr. Es werden wieder viele Bierchen gezischt und weitere Alkoholika auch während der Arbeit, gerade Durant steigert sich hier. Geraucht wird eh und es bleibt diese Dauerschleife aus Bier, Salami, öffnet die Post etc. Oh, halt, große Variation: Autor Andreas Franz erwähnt, dass Durant ein Frühstück einnimmt, bei dem sie sich etwas gönnt: zu Cornflakes, Zucker, Milch, Kaffee, Gauloises wird dann eine Banane hinzugefügt. Wie ausgefallen!

    Was passt noch nicht? Ermittelt wird hauptsächlich in den Kreisen etwas vermögenderer Zeitgenossen, obwohl etliche der Opfer definitiv nicht aus diesen Kreisen stammten. Egal – es ist wohl interessanter dort, gerade weil die fleißig sexuelles „Bäumchen-wechsel-dich“ spielen, dass ich so schnell den Überblick verloren habe, dass es mich nicht mehr interessierte. Fazit im Buch: das ist typisch, wenn man Geld hat. Danke für die Belehrung, Lieschen Müller. Ach ja, und Dessous tragen auch nur bestimmte Arten von Frauen. Wow, der Siegeszug von „Shades of Grey“ und entsprechenden „Spielzeug-Versendern“ quer durch alle Schichten dürfte die Kommissare schwer geschockt haben. Ach ja, das Motiv – hm.

    Durant setzt sich wieder über alle Gesetze hinweg, ob sie nun den Schmuck eines Opfers mit besten Absichten verteilt, geheime Informationen privat weitergibt oder Reportern Tipps gibt. Hatten wir schon. Was aber genial ist: wie Autor Franz etwas ganz genau vor den Augen des Lesers ablaufen lässt, der dadurch nach Schema F NIE auf die Voraussetzung zur Klärung des Falles gekommen wäre. Im Vergleich mit den Vorgängern: 3,5 Sterne.

    Personal
    Chef Berger
    Julia Durant, geboren am 5.11.
    Frank Hellmer, seine Frau Nadine
    Kullmer (hatte der mal einen Vornamen??)

    Erika Müller, verheiratet mit Bernd Müller
    Renate Schwab und Inge Sperling, Freundinnnen von Erika Müller
    Juliane Kassner, Studentin mit Nebenjob, Mitbewohnerin von Camilla Faun, Studentin, blind
    Juliane Albertz und Carola Weidmann
    Psychoanalytiker und -therapeut Professor Alfred Richter, oft für die Polizei tätig, verheiratet mit der sehr viel jüngeren Susanne
    Viola Kleiber – Patientin von Richter. Ehefrau von Max Kleiber, Bestsellerautor
    Konrad Lewell. Ledig. Esoterischer Lebensberater
    Vera Koslowski, Inhaberin einer Künstleragentur
    Dr. Alexander Maibaum, Dekan der Uni Frankfurt, seine Frau Carmen
    Claudia van Dyck, ihr Mann, ein Filmproduzent, beider Tochter Maria, 19
    Astrologin Ruth Gonzales
    Jeanette Liebermann, Schauspielerin


    #1 Jung, blond, tot 1996: https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Jung-blond-tot-120834581-w/rezension/2681077832/

    #2: https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Das-achte-Opfer-120833824-w/rezension/2681389249/  

    #3:  https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Letale-Dosis-877811592-w/rezension/2682029861/

    #4 dieses hier

    #5 https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Das-Syndikat-der-Spinne-120833825-w/rezension/2684935245/

    #6 https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Kaltes-Blut-144037780-w/rezension/2687987773/

    #7 https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Das-Verlies-120833827-w/rezension/2693637878/ 

     


  10. Cover des Buches Die Leiden des jungen Werthers (ISBN: 9783150192351)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Die Leiden des jungen Werthers

     (1.603)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Dieser 1774 erschienene Briefroman von Johann Wolfgang Goethe gilt als eines der wichtigsten Werke des Sturm und Drang. Die Handlung gilt als autobiografisch und wird von einem auktorialen, fiktiven Herausgeber erzählt. Die lebenslange Naturerforschung des Dichters fliessen im Roman ebenso ein wie seine Abneigung gegen bürgerliche Zwänge und Regeln. Die Beschreibung der hohen Empfindsamkeit des jungen Werther mit all seinen Ausprägungen wie Melancholie, Liebeskummer, Realitätsverlust und schliesslich seiner Neigung zum Suizid, war ein Novum zu dieser Zeit. Die narzisstische Art und die überaus emotional aufgeladenen Reden muten heute teilweise sehr kitschig an. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts begeisterten sie jedoch viele Leser, was unter anderem zum Werther-Effekt führte und viele junge Männer zur Nachahmung veranlasste.


    Es handelt sich um ein bedeutendes Werk der deutschen Literatur, das zu lesen sich lohnt.

  11. Cover des Buches Spinner (ISBN: 9783257609288)
    Benedict Wells

    Spinner

     (311)
    Aktuelle Rezension von: LarryCoconarry

    "Spinner" war für mich der zweite Roman von Benedict Wells. Nach "Das Ende der Einsamkeit" bin ich mit sehr hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, die dann auch nicht enttäuscht worden.

    Das Buch erzählt die Gesichte von Jesper, der nach dem Abitur nach Berlin zieht, um sein altes Leben hinter sich zu lassen.

    Eingeholt von der Vergangenheit und konfrontiert mit Lebensentscheidungen, irrt der junge Mann durch Berlin auf der Suche nach Spaß, Freundschaft, der richtigen Frau und der Zukunft. Ein sehr lesenswerter Roman, der die Herausforderungen des Erwachsenwerdens treffen beschreibt. 

  12. Cover des Buches Faust (ISBN: 9783520863010)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Faust

     (3.358)
    Aktuelle Rezension von: LeserLeserin

    Ein Buch, dass ich alle paar Jahre wieder in die Hand nehme. 

  13. Cover des Buches Abby Lynn - Verraten und verfolgt (ISBN: 9783570401705)
    Rainer M. Schröder

    Abby Lynn - Verraten und verfolgt

     (142)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Sehr spannend und meiner Meinung nach ist Band 3 das spannendste Buch (bis jetzt).
  14. Cover des Buches Irisches Tagebuch (ISBN: 9783423146043)
    Heinrich Böll

    Irisches Tagebuch

     (209)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Heinrich Böll liebt Irland und in diesem, einem Reisebericht ähnlichen „Irischen Tagebuch“ wird es ganz deutlich. Er fährt durch die Landschaft, die unendlich grün, aber auch sehr verregnet ist, mehr Schafe als Einwohner hat und voll herzlicher Gastfreundschaft ist. Er lernt viele Menschen kennen,  alle Kinder sehen hübsch aus und sind höflich und nett.

    Böll ist zeitweise mit seiner Familie unterwegs im Zug und sein größtes Problem ist: Er kann sein Geld nicht tauschen. Doch die Iren sind Menschenfreunde und lassen ihn anschreiben – Heinrich Böll fährt auf Kredit durch dieses Land. Man erfährt Näheres zu den Problematiken durch die weit voneinander existierenden Ortschaften, oder auch nur Häuser, die Trinkgewohnheiten und die Geselligkeit. Ein Bericht, der Lust auf Irland macht, um dieses Land auf eigene Faust zu erkunden.

    In dieser Sonderausgabe von 2017 (es wurde eine Art Hardcover produziert) ist eine umfangreiche Biografie inkl. aller veröffentlichter Titel, Neuauflagen, Wiederauflagen, Adaptionen und Auszeichnungen enthalten. Der Autor war sehr produktiv beim Schreiben und hat sich immer wieder gesellschaftlich und politisch engagiert.

    Ein Buch, das auf keiner Irland-Reise fehlen sollte.

  15. Cover des Buches Theodor Fontane: Effi Briest (ISBN: 9783938484180)
    Theodor Fontane

    Theodor Fontane: Effi Briest

     (1.729)
    Aktuelle Rezension von: LeserLeserin

    Ich musst das Buch damals in der Schule lesen und es ist mir seither im Gedächtnis geblieben. Ich mag den Schreibstil und es wirkt vertraulich und doch distanziert. WIeder gerne gelesen. 

  16. Cover des Buches Sansibar oder der letzte Grund (ISBN: 9783257600551)
    Alfred Andersch

    Sansibar oder der letzte Grund

     (323)
    Aktuelle Rezension von: janaobrist

    Also ich habe tatsächlich dieses Buch freiwillig gelesen und es war keine Schullektüre für mich. Um ehrlich zu sein, habe ich jedoch das Buch nur gekauft weil es 1. so schön aussieht und 2. runtergeschrieben auf 3 Euro war, da musste ich einfach zupacken. Anfangs habe ich wirklich nichts gecheckt, doch mit der Zeit bin ich reingekommen und ich fand es wirklich schön zum Lesen. Vorallem "der Junge" empfand ich als eine schöne Figur und ich konnte ihn mir bildlich vorstellen. Auch ansonsten gefiel mir die Geschichte, sie ist aber eigentlich so langweilig und es passiert fast nichts, trotzdem lies ich gerne weiter. Ich hatte auch meine Zeiten, wo ich nicht mehr lesen wollte und auch einfach keine Zeit hatte und es für eine längere Zeit weggelegt habe. Ich hätte mir gewünscht dass zwischen Judith und Gregor etwas mehr passiert wäre und dass er mit ihr mitgegangen wäre, das war wirklich sad. Das mit Knudsen und dem Jungen jedoch war sooo süss und herzerwärmend. Helanders Ende war Heldenhaft und Bewundernswert. Wieso das Buch "Sansibar oder der letzte Grund" heisst verstehe ich bis jetzt immernoch nicht ganz, aber irgendwie ist es egal. Das mit dem Klosterschüler, diese Figur, dass verstand ich auch bis am Schluss nicht. Ich musste dann im Internet rechachieren und dann konnte ich plötzlich alle Puzzleteile zusammensetzen. Ich würde es kein 2. mal lesen, aber die Erfahrung war es wert. Mein Ziel beim Lesen lag leider fertig zu lesen und nicht zu wünschen das es weiter geht...

  17. Cover des Buches Wolfstod (ISBN: 9783499332890)
    Felicitas Mayall

    Wolfstod

     (68)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010

    Laura hat aktuell keinen laufenden Fall. Der aktuelle Leichenfund macht es ihr nicht leicht, überhaupt einem Verbrechen auf die Spur zu kommen.

     

    Der ältere Herr starb einsam in seiner Münchner Wohnung und war zu Lebzeiten nicht gerade beliebt bei seinen Nachbarn.

     

    Während Laura sich also nach Urlaub in Italien sehnt, hat Guerrini in Siena einen toten Autor auf dem Tisch. Giorgio Altlander war Dichter und Autor. Der Deutsche kommt Guerrini sehr gelegen und gibt ihm endlich die Gelegenheit, Laura im Rahmen der Ermittlungshilfe nach Siena einzuladen.

     

    Laura nimmt ihren Vater mit, der ab dem ersten Kilometer gen Süden in alten Erinnerungen schwelgt.

     

    In Siena angekommen hagelt es Kugeln.

     

    Der tote Autor war einer Enthüllung auf der Spur und das hat ihm zahlreiche Feinde beschert.

     

    Laura und Guerrini bleibt wenig Zeit für ihre frische Liebe. Beide gehen mit völlig anderen Ermittlungsansätzen an den Mord heran und lernen sich immer mehr kennen.

     

    Das Katz- und Mausspiel führt beide in die italienische Modebranche.

     

    Felicitas Mayall lässt im vierten Teil die Kugeln fliegen. Es knallt gewaltig in Siena und das nicht nur vor der Haustüre des Mordopfers. Das Knistern zwischen Laura und Guerrini hört man bis zur letzten Seite und machen natürlich Lust auf den nächsten Teil.  

  18. Cover des Buches Das Fräulein von Scudéri (ISBN: 9783458200277)
    E. T. A. Hoffmann

    Das Fräulein von Scudéri

     (261)
    Aktuelle Rezension von: Hellena92

    Paris, um 1680. Eine mysteriöse Mordserie erschüttert die Hauptstadt. Junge adlige Männer, auf dem Weg zu ihren Geliebten, werden von einem Unbekannten erstochen, die mitgeführten wertvollen Schmuckgeschenke geraubt. Der König bittet seine Hofdichterin, die 73jährige Madeleine de Scudéri, um Mithilfe bei der Verbrecherjagd. Sie findet schnell heraus, dass alle geraubten Schmuckstücke aus der Werkstatt des berühmten Goldschmieds Cardillac stammen. Ist er nicht nur der Schöpfer dieser Kunstwerke, sondern auch ein Mörder und Dieb? Die vielfach ausgezeichnete Künstlerin Lisbeth Zwerger hat E. T. A. Hoffmanns klassische Kriminalnovelle für die Insel-Bücherei illustriert. »Sie ist eine Zauberin, die uns mit Bildern verhext.«


    Mein Fazit:
    Ich mochte die Geschichte bereits in der Schule. Es war die einzige, die ich von den Schullektüren wirklich gut fand. Die Scuderi, als gestandene, ledige Frau. Ein Verbrechen und die Art, wie dem auf die Spur gekommen wird. Ich mochte es einfach. Es war so der erste Roman in der Schule, in der eine Frau die Hauptrolle und dazu noch feministisch und emanzipiert sein durfte. Man muss dies im Kontext der Zeit sehen, in welcher der Roman zu Papier gebracht wurde. Ich hoffe, dass dieser Roman imm er noch Einzug in die Klassenzimmer erhält. 

  19. Cover des Buches Faust. Der Tragödie zweiter Teil (ISBN: 9783736400016)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Faust. Der Tragödie zweiter Teil

     (320)
    Aktuelle Rezension von: PhaedrusBold

    Der sehr anspruchsvolle Schreibstil Goethes machte mir das Verstehen des sowieso schon abstrusen Inhalts quasi unmöglich. 

    Sehr wahrscheinlich muss man sich schlichtweg intensiver mit dem Werk beschäftigen, als ich das getan habe. Jedoch hatte ich nach dem Lesen nicht den Drang mich mehr reinzuarbeiten.

    Trotzdem für mich ein 2-Sterne Werk, da mich der Stil von Goethe Stellenweise begeistern konnte.

    Insgesamt war ich sehr froh das Buch ad Acta legen zu können. Meiner Meinung nach sollte man sich mit dem ersten Teil zufrieden geben und um den zweiten einen Bogen machen.

  20. Cover des Buches Miss Emily Paxton (ISBN: 9783426196564)
    Peter Prange

    Miss Emily Paxton

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Stirbelwurm
    Fortschritt Unrecht Ruhm Hass und Liebe London, 1851. Im Hyde Park, dem Herzen der Hauptstadt, entsteht ein Bauwerk, wie die Welt noch keines gesehen hat: der "Kristallpalast", ein glitzernder Traum aus Glas und Stahl. Hier soll das Fest der ersten Weltausstellung gefeiert werden, ein Paradies auf Erden. Emily Paxton, Tochter des Baumeisters, ist fasziniert von der Vision. Dann aber trifft sie Victor wieder, den vergessenen Freund ihrer Jugend, und das Drama der Weltausstellung wird zum Drama ihrer Liebe. Denn Victor setzt alles daran, den Traum ihres Vater als Albtraum der Menschheit zu zerstören...
  21. Cover des Buches Verbannt ans Ende der Welt (ISBN: 9783641147716)
    Rainer M. Schröder

    Verbannt ans Ende der Welt

     (281)
    Aktuelle Rezension von: Reebock82

    Abby Lynn wird aufgrund eines Missverständnisses 1804 in London ins Gefängnis geworfen und später zu der Sträflingskolonie New South Wales in Australien verschifft. 

    Ich hatte das Buch vor Jahren schon einmal gelesen und konnte mich gut daran erinnern, dass es mich sehr beeindruckt hat. Aus der Schule weiß man ja, dass das 19. Jahrhundert keine rosige Zeit war, aber Abby Lynn in diesem Roman auf ihrem Weg von einer Ungerechtigkeit zur nächsten zu begleiten hat noch einmal einen ganz anderen Eindruck der Zustände zu dieser Zeit vermittelt. Besonders auffällig ist dabei, wie viel Mühe sich der Autor bei seinen Recherchen gegeben haben muss. Alles wirkt genauestens überprüft und gibt einem das Gefühl ein sehr realistisches Buch der Zustände damals zu bekommen. 

    Profitiert hat dabei das Buch von einem flüssigen und spannenden Erzählstil, der einen beim Lesen mit vielen Details direkt in das Gefängnis von Newgate versetzt. 

    Mit Abby hat man eine mutige und sehr genau herausgearbeiteten Charakter, deren Lebenswillen, Mut und Dickköpfigkeit bewundernswert, jedoch nicht vollkommen abgehoben und unrealistisch ist. Auch alle anderen Personen, denen sie Laufe der Geschichte begegnet, sind mit Liebe zum Detail beschrieben. 

    Mit diesem Buch habe ich mich keine Minute gelangweilt, sondern habe die ganze Zeit mitgefiebert. 

  22. Cover des Buches Kabale und Liebe (ISBN: 9783947894918)
    Friedrich Schiller

    Kabale und Liebe

     (1.196)
    Aktuelle Rezension von: mirja94

    Inhalt:

    Luise und Ferdinand lieben sich. Doch Luise entspricht nicht seinem Stand, also hat ihr Vater Angst, dass sie nur seine Mätresse sein soll. Auch Ferdinands Vater, der Präsident, ist von der Verbindung nicht begeistert und spinnt eine Intrige mit Wurm, der selbst ein Auge auf Luise geworfen hat, nach der Ferdinand mit Lady Milford verheiratet werden soll. Doch Luises Frömmigkeit macht einen Strich durch die Rechnung.

    Meinung:

    Ich bin enttäuscht, wie schlecht der Präsident und Wurm darin sind, Intrigen zu spinnen. Die Charaktere sind allesamt recht sprunghaft, das teilweise she unterhaltsam ist. Allgemein ist es ein tolles Beispiel für ein klassisches Drama.

    Fazit: 

    Wer kreative Schimpftiraden lernen will, sollte sich auf jeden Fall mit Schillers Werken befassen. Es hat mich unterhalten, wie ein aufgeführtes Theater, war sehr bildhaft.

  23. Cover des Buches Der goldne Topf (ISBN: 9783745021592)
    E. T. A. Hoffmann

    Der goldne Topf

     (118)
    Aktuelle Rezension von: wordworld

     Der Student Anselmus steht sich oft selbst im Weg — durch kleine Ungeschicklichkeiten und seine Neigung zur Tagträumerei. Am Himmelfahrtstag stolpert er in die Welt der zauberhaften Serpentina, einer kleinen grünen Schlange mit wunderschönen dunkelblauen Augen, in die er sich sofort verliebt. Durch eine Anstellung beim Archivarius Lindhorst, für den er höchst merkwürdige Handschriften kopieren soll, wird er in die magische Welt der Poesie und Phantastik eingeführt und muss sich als geeigneter Ehemann für Serpentina beweisen. Doch auf der anderen Seite steht Veronika, die Anselmus nach Andeutungen ihres Vaters über dessen vielversprechende Zukunft schon als ihren Ehemann sieht. Um Serpentina und ihre Mitgift, den goldenen Topf zu erhalten muss er zum Dichtertum finden und darf sich nicht von der Hexe Veronikas verwirren lassen. 


    Vorangestellt muss ich wohl sagen, dass dieser Klassiker eine meiner Deutsch-Abi-Lektüren war, ich mich also im schulischen Rahmen damit beschäftigt habe. Auch wenn ich mir im Rahmen der Klassiker-Challenge das Ziel gesetzt habe, alten Klassikern eine Chance zu geben, wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen, diese Geschichte zu lesen. Das liegt nicht daran, dass ich sie besonders uninteressant gefunden hätte, sondern vielmehr daran, dass ich E.T.A. Hoffmann vor meinem Deutsch-Unterricht gar nicht auf dem Schirm hatte. Die Prüfungskommission wollte uns das Werk mit der Begründung nahelegen, dass es sich hier im weitesten Sinne um das Genre "Fantasy" handle und das grob fast dasselbe sei wie Harry Potter ;-) Als ich das das erste Mal hörte, musste ich natürlich lachen - denn selbst J.K. Rowling hätte sich diese abgefahrene Geschichte nicht einfallen lassen können. Für meinen Geschmack ist dieses Märchen ein wenig zu entrückt und abgedreht, grundsätzlich konnte es mich aber viel besser abholen als "Faust". Natürlich ist es sehr schwierig ein solches Werk angemessen zu rezensieren. Dennoch würde ich sagen, dass ich mir nach etlichen Klausuren, detaillierter Textarbeit, spannenden Diskussionen und einer Abiprüfung durchaus das Recht verdient habe, das Werk von meinem Standpunkt aus kritisch zu bewerten.


    Wie bin ich mit der Sprache zurecht gekommen?


    Die Sprache ist zwar altmodisch und recht anspruchsvoll zu lesen, da sich Hoffmann aber einprägsamer Sprachbilder bedient, kann man der Handlung sehr gut folgen. Durch sprachliche Mittel, ausschmückende Attribute und wertende Adjektive wird das Erleben der Figuren anschaulich gemacht. Vor allem die Phantastische Welt wird mit viel Dynamik, bunten Farben, hellen Klänge und etlichen Synästhesien beschrieben, wodurch die Subjektivität der Realitätswahrnehmung verdeutlicht wird. Ebenfalls spannend ist, dass die Sprache zur Charakterisierung der Figuren eingesetzt wird. Demnach spricht der langweilige, bürgerliche Paulmann in umständlicher, gespreizter Sprache während die Mitglieder der Fantasiewelt mehrere Stilebenen besitzen. In meiner Ausgabe war zudem am Ende des Buches ein Verzeichnis aller Fremdwörter, sodass ich mir unbekannte Ausdrücke gleich nachschlagen konnte.


    Was trägt die Erzählweise zum Verständnis der Handlung bei?

    Etwas schwierig ist die Unmittelbarkeit, die die Erzählweise bestimmt. So steigen wir ohne Einleitung in die Geschichte des jungen Studenten ein und folgen auch später immer wieder Sprüngen direkt ins Geschehen und bekommen die Situationen erst nachträglich erklärt. Der Erzähler scheint hier also Szenen wie im Theater zu inszenieren. Aufgeteilt ist diese Geschichte jedoch nicht in Akte oder Szenen sondern in 12 Vigilien (=Nachtarbeit), welche immer durch eine Nennung von Schlagwörtern zum Inhalt des jeweiligen Abschnitts beginnen. Auffällig ist auch die Erzählperspektive, da der Erzähler hier nach Prinzip der romantischen Ironie selbst sein Werk stört und die Illusion der Fiktion aufhebt indem er den Leser direkt anspricht und am Ende sogar als handelnde Figur auftritt. Außerdem wir das auktoriale Erzählverhalten, ab und zu durch einen personalen Erzähler mit Figurenrede unterbrochen, der das Geschehen kommentiert. Das machte auf mich zuerst einen etwas befremdlichen Eindruck, ist im Kontext der Epoche betrachtet jedoch sehr passend.


     
    Wie finde ich die Konstruktion der Handlung?

    Im Mittelpunkt der Handlung steht die Polarität der Wirklichkeiten. Wir werden ins Dresen um 1813/14 eingeführt, reale Schauplätze werden jedoch immer wieder durch Anklänge aus einer fantastischen Märchenwelt entgrenzt. Somit spielen Alltags- und Märchenwelt im Setting ineinander und der Fokus wechselt immerzu von der auf realen zur phantastischen Welt. Spannend ist auch, dass der Zustand des Bewusstseins von Anselmus sein Raumerlebnis ändert (Bsp: Kristallflasche, Garten des Archivarius). Auch die exakten Zeitangaben, die eine Grundstruktur für die Handlung bilden, werden immer wieder durch die mythische Welt beeinflusst. Somit sieht man schon in der Raum- und Zeitgestaltung die Ambivalenz zwischen Realistik und Phantastik, was auf Anselmus´ Entwicklungsgeschichte und seinen Grundkonflikt hinführt.

    Zur Konstruktion der Handlung kann ich also einen deutlichen Daumen hoch geben. Was die inhaltliche Ebene der Geschehnisse anbelangt - die hat mir den ein oder anderen Lacher und Stirnrunzeln entlockt. Ich fasse das mal kurz zusammen: ein Student verliebt sich in eine Schlange, deren Vater ein Salamander ist und aus dem Märchenreich Atlantis verbannt wurde. Der Vater des Salamanders ist der Jüngling Phosphorus sowie eine Feuerlilie, sein Bruder ist ein Drache und sein Haustier ein sprechender Papagei. Und als wäre das noch nicht genug ist seine größte Erzfeindin - eine Hexe - auch noch die Tochter einer Feder und einer Runkelrübe. Ich habe da den leisen Verdacht, dass diese absurden Ideen auf E.T.A. Hoffmanns hohen Konsum von Absinth zurückzuführen sind. Mal ehrlich - nüchtern kann sich sowas ja kein Mensch ausdenken, oder? ;-)


    Grundsätzlich weißt die Geschichte viele Merkmale eines Märchens auf. Das Abenteuer eines Helden steht im Vordergrund, das Lösen einer Aufgabe spielt eine große Rolle, Anselmus´ Anstellung erfolgt erst beim dritten Versuch (typisches Märchenschema) und ein glückliches Ende nach einem Weg voller Schwierigkeiten steht in Aussicht. Außerdem kommen Hexen, Geister und andere magische Wesen vor, die in einen Kampf zwischen bösen und guten Mächten verstrickt sind. Auffallend ist jedoch der Realitätsgehalt innerhalb der fiktiven Textsorte des Märchens - nämlich das Setting der realen Stadt Dresden. Im weitesten Sinne ist diese neue Art des Märchens also der erste Urban Fantasy Roman gewesen ;-)


    Kann ich mich mit den Protagonisten identifizieren?

    Im Gegensatz zu meinen anderen Abi-Pflichtlektüren ist der Protagonist Anselmus endlich mal kein älterer Mann in seiner Mid-Life-Crises sondern vielmehr ein junger Student, der nach seiner Bestimmung sucht. Dass ich mich damit besser identifizieren konnte als mit Faust Triebstau muss ich denke ich nicht mehr erklären. Mit seiner Tollpatschigkeit, seinem Pech und der kindlichen Naivität, mit der er sich selbst im Weg steht, wächst er dem Leser schnell ans Herz und man verfolgt seinen Werdegang gerne. Schon zu Beginn ist klar, dass er nicht so recht in die bürgerliche Welt zupassen scheint. Dafür sind sein „kindliches, poetisches Gemüt“ und seine Sehnsucht nach allem Magischen viel zu stark. Als er unter einem Holunderbaum Serpentina begegnet und somit zum ersten Mal Kontakt mit der magischen Welt hat, wird seine Entwicklung zum Poeten in Gang gesetzt. Als Folge fühlt er sich immer mehr zu Wundern der fantastischen Welt hingezogen und hat Probleme, die magische und reale Welt auseinanderzuhalten, weshalb sein Umfeld ihn für wahnsinnig hält.

    Nach etlichem Auf und Ab erwacht durch seine Liebe zum Fantasiewesen Serpentina sein Dichtertum und er entflieht der Begrenztheit des bürgerlichen Lebens und findet seine Freiheit und sein Glück in Atlantis. Anselmus gewinnt also über Stadien der Verwirrung Klarheit über seine Begabung und muss sich damit auseinandersetzen, ob er lieber Teil des Reichs der Fantasie oder der Bürgerlichen Welt sein will, beziehungsweise Künstlertum oder Philistertum bevorzugt. In seiner Geschichte stehen sich beide Welten gleichwertig gegenüber: Anselmus steht zwischen den zwei Welten auf seinem Weg vom bürgerlichen Studenten zum freien Poeten. Wenn man also von diesem eher unüblichen Ende sowie seinen seltsamen, sehnsuchtsvollen Monologen absieht, kann man als Leser die Entwicklung des jungen Mannes mit Spannung verfolgen.


    Auch in den Nebenprotagonisten stehen sich Repräsentanten der bürgerlichen Welt und der phantastischen Welt gegenüber, wodurch die Dualität der Welten nochmal verdeutlicht wird. Die kleingeistigen Philister, die nach kleinbürgerlicher Gemütlichkeit, Materialismus, Karriere sowie der Einhaltung von Konventionen und hierarchischem Denken streben, werden jedoch eher herablassend charakterisiert und erscheinen eher lächerlich.



    Ist das Thema des Romans noch zeitgemäß? Inwiefern lässt es sich auf die heutige Zeit beziehen?

    Die ganze Novelle ist typisch für die Epoche der Romantik, in der das Gefühl als wichtigste menschliche Fähigkeit angesehen und die Intensivierung der Welt durch Poetisierung angestrebt wird. Durch Anselmus´ Schicksal wird deutlich, dass die Selbstverwirklichung des Individuums nur als Außenseiter beziehungsweise Künstler möglich war. Die Sehnsucht der Epoche nach idyllischer, verklärter, ursprünglicher Natur und nach einer heilen Welt wird durch Atlantis und das Anbrechen eines neuen, goldenen Zeitalters, also einem idealen, paradiesischen Zustand der Einheit und der Harmonie mit der Natur dargestellt. Für E.T.A. Hoffmann war die Geschichte wohl eine literarische Artikulation eigener Sehnsüchte und die fantasievolle Märchenwelt Dresdens kann als Flucht aus der bitteren Kriegswirklichkeit verstanden werden. In Anselmus´ Konflikt spiegelt sich außerdem Hoffmanns eigene Polarität zwischen künstlerischem und bürgerlichem Leben wider. Insofern ist der Roman ein Vorzeigebeispiel der Epoche und voll mit dem Geist der damaligen Zeit.

    Auch heute noch ist die Naturphilosophie, also die Annahme eines glücklichen, mit der Natur verbundenen Urzustand, von dem sich Menschen entfremdet haben und die Sehnsucht nach einer All-Einheit des Seins noch populär.

    Außerdem sind die soziologischen, genderorientierten Aspekte wie die Idealisierung der Frauenbilder oder die Frage Zweckehe versus Seelenliebe so relevant wie eh und je. Spannend ist auch, dass nebenbei Themen wie gesellschaftlicher Aufstieg versus Selbstverwirklichung oder Bürger versus Künstler als Lebenskonzept thematisiert werden und Hoffmann eine deutliche Kritik am Bürgertum artikuliert. 



    Gesamteindruck: Ein Klassiker und must-read?


    "Der goldene Topf" ist insofern spannend, dass er ein typisches Produkt der Epoche der Romantik ist und bei genauerem Hinsehen aufwändig und stimmig konzipiert wurde. Die Sprache lässt sich trotz altmodischer Formulierungen und ausschweifenden Naturbeschreibungen gut verstehen und sowohl die Figuren als auch die Zeit- und Raumgestaltung, rücken die Dualität der Welten in den Vordergrund. Insgesamt ist mir aber die wirkliche Handlung viel zu entrückt und abgedreht. Wer etwas von E.T.A. Hoffmann lesen will, was nicht allzu sehr scheint, als wäre es im Drogenrausch entstanden, sollte sich meiner Meinung nach lieber seinem "Der Sandmann" widmen.

  24. Cover des Buches Leonce und Lena (ISBN: 9783518189160)
    Burghard Dedner

    Leonce und Lena

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Leonce, der Prinz vom Reiche Popo, ist ein ewiger Müßiggänger und Taugenichts. Tagein und tagaus liegt er in der Gegend herum und sinniert über die Langeweile. Unfähig Arbeiten zu verrichten und sogar zu faul, um zu lieben, arrangiert sein Vater eine Heirat mit Prinzessin Lena aus dem Reiche Pipi. Doch sowohl Leonce als auch Lena weigern sich verheiratet zu werden, da sie ihren zukünftigen Ehepartner nicht kennen.
    Zusammen mit Valerio unternimmt der Prinz eine Reise nach Italien, wo er der schönen Lena samt deren Gouvernante begegnet. Augenblicklich verlieben sich die beiden ineinander, doch wissen sie weder Name noch Stand voneinander. Der König von Popo verlangt jedoch eine Hochzeit und nur der Narr Valerio scheint eine Lösung für das Problem zu kennen.

    Das in drei Akten verfasste Lustspiel ist eine klassische Verwechslungskomödie, deren Witz sich durch die Verstrickungen innerhalb der Handlung steigert. Büchner hat sich im Gegensatz zu seinem anderen Werken in „Leonce und Lena“ der Epoche der Romantik verschrieben. Dies verdeutlicht vor allem seine Orientierung an Brentanos Lustspiel „Ponce de Leon“. Gedacht war Büchners Drama für einen Literaturwettbewerb des Cotta-Verlags, doch eine verspätete Ankunft des Manuskripts schloss dieses vom Wettbewerb aus. “Leonce und Lena” wurde erst nach Büchners Tod veröffentlicht und zählt heute zu den bekanntesten Lustspielen mit satirischem Beigeschmack.

    Ramona

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