Bücher mit dem Tag "deutschlandreise"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "deutschlandreise" gekennzeichnet haben.

18 Bücher

  1. Cover des Buches Tschick (ISBN: 9783499256356)
    Wolfgang Herrndorf

    Tschick

     (2.810)
    Aktuelle Rezension von: BraDaPu

    In diesem Buch geht es um einen Roadtrip. Beim gemeinsamen Lesen in der Schule war ich leider die gesamte Zeit gelangweilt. Normalerweise lese ich längere Bücher, aber von diesem Buch würde ich mir keine längere Version antun. Eindeutig keine Empfehlung von mir. Da finde ich Conni Pixie-Bücher unterhaltsamer.

  2. Cover des Buches Generation Doof (ISBN: 9783404605965)
    Stefan Bonner

    Generation Doof

     (660)
    Aktuelle Rezension von: hannaxp

    Ich hab das Buch “Generation Doof” sehr sehr lange vor mir her geschoben und war auch nicht wirklich positiv überrascht. Der Schreibstil ist ziemlich langweilig und zieht sich sehr in die Länge, was ich persönlich nicht sehr gut fand. Am Anfang musste ich ab und zu mal lachen, aber danach wurde es irgendwie immer “schlechter”. Ich gebe dem Buch trotzdem 3 Sterne, weil der Gedanke für dieses Buch eigentlich sehr gut und kreativ war und es sich trotzdem mit einem wichtigem Thema befasst. 

  3. Cover des Buches Fallers große Liebe (ISBN: 9783492272148)
    Thommie Bayer

    Fallers große Liebe

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Dolores999

    Eins der allerschönsten Bücher, ohne Kitsch, mit viel Gefühl und Menschlichkeit. Und vielen wird auf sanfte Weise der Spiegel vorgehalten.

    Es endet so schön, dass ich zum ersten Mal seit einer Ewigkeit Tränen in den Augen hatte.

  4. Cover des Buches Faserland (ISBN: 9783462301465)
    Christian Kracht

    Faserland

     (371)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Das Buch fühlt sich so an, als hätte es ein Kleinkind geschrieben. "Ich mag die eine Frau sehr", "Ich mag das nicht", "mein Arsch ist klebrig" und natürlich wird in jedem Kapitel gekackt, gepisst und gefurzt. Der übermäßige Brauch von dem Wort "dass" macht auch eindeutig klar, dass der Autor die Schönheit der deutschen Sprache nicht zu würdigen weiß.

    Die Handlung beschränkt sich auf Saufen und Rauchen, irgendwo kommt auch ein bisschen Sex und natürlich sind da auch Drogen dabei. Was wäre schon ein nihilistisches Buch ohne Drogen? Die Figur selbst ist reich und oberflächlich, eine Zutat, die man in so vielen Drecksbüchern schon gelesen hat, dass das einem aus dem Hals hängt. Warum dürfen sich die Reichen alles erlauben und werden dafür geliebt, während die Arme für jede Handlung gehasst werden?

    Ich will nichts in ein Buch interpretieren. Ich will nicht den tieferen Sinn darin suchen, sondern ich lasse mich immer vom Autoren leiten, von einem Satz zum nächsten und das hier fühlte sich schon wie eine Beleidigung an. Ich habe mich zu tote gelangweilt. Soll der Protagonist seine geliebte Jacke sonst wohin stecken. Seit American Psycho können mich solche Bücher nicht schockieren.

  5. Cover des Buches Ein deutscher Wandersommer (ISBN: 9783890293936)
    Andreas Kieling

    Ein deutscher Wandersommer

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Hundertmorgenwald
    Inhalt:

    Andreas Kieling läuft mit seiner Hündin Cleo, zum 20. Jahrestag des Mauerfalls, die ehemalige innerdeutsche Grenze ab. Vom Dreiländereck (Tschechei, DDR, BRD) bis hoch an die Ostsee - 1400 Kilometer. Eine Entfernung, wie von Bremen nach Florenz.
    Für ihn wird es eine sehr emotionale Erfahrung, da er in der DDR aufgewachsen und mit 16 Jahren alleine geflohen ist.

    Andreas Kieling ist einer der bekanntesten deutschen Tierfilmer und arbeitete früher als Förster und Jäger.
    So erfahren wir viel über die Natur und die Tiere. So gibt es auch in Deutschland Flussperlenmuscheln und er erklärt eindrücklich, was für Folgen die Pestizide auf die Umwelt und die Tiere haben. Wir lernen einiges über unsere Wald und was es (negatives) aussagt, wenn wir eine Wiese voller Pusteblumen sehen.

    Natürlich lernen wir auch einiges über die Grenze und die DDR.
    1 Kilometer Grenze soll die DDR eine Millionen DDR-Mark gekostet haben. 30.000 Soldaten hatten täglich Dienst, dazu 3000 "freiwillige Helfer". 872 Todesopfer.
    Im Ort Mödlareuth mit 40 Einwohnern führte die Mauer 41 Jahre mitten durch die Ortschaft.
    Kieling begegnet auch einem Mann, der 2 Jahre Knast bekommen hat, weil er 5 Flaschen Bier aus seiner Lieblingskneipe im Osten holen wollte.

    Er erzählt auch von seiner schwierigen Kindheit und wie ihm schließlich die Flucht gelang.

    In der Mitte des Buches sind einige Fotos von unterwegs abgebildet.

    Meine Meinung:

    Für mich war es eine sehr informative und unterhaltsame Reise.
    Wobei ich die erste Hälfte des Buches spannender fand als die zweite.
    In der ersten Hälfte haben sich die Naturerzählungen/-erklärungen stark mit den DDR-Geschichten abgewechselt. Ich würde auch sagen, der Schwerpunkt des Buches liegt auf der ersten Hälfte des Weges. Nachdem er in Niedersachsen angekommen ist, passiert nicht mehr ganz so viel.

    Spannend fand ich auch, mehr über Cleo als Schweißhund zu erfahren und wie die Ausbildung aussieht.
    Ich habe mich eh in Cleo verliebt. Cleo stellt immer wieder so einiges an und bringt dadurch Humor in die Geschichte. An einer Stelle habe ich mich vor Lachen gar nicht mehr eingekriegt.

    Ich habe schon "Bären, Lachs und wildes Wasser" von ihm gelesen, doch das hier hat mir noch viel besser gefallen.

    Fazit:
    Ein sehr lehrreiches Buch mit Unterhaltungswert.
  6. Cover des Buches Bummel durch Deutschland (ISBN: 9783492247672)
    Mark Twain

    Bummel durch Deutschland

     (19)
    Aktuelle Rezension von: UteSeiberth
    Ich fand es recht amüsant,wie Mark Twain die Deutschen beobachtet und beschreibt.In diesem Band ist er hauptsächlich im Süden Deutschlands unterwegs,was ihn auch zu witzigen Beschreibungen über Heidelberg bringt und die Rituale der "schlagenden" Studenten . Es ist für mich erstaunlich,wie viel sich Twain zu Fuß durch Süddeutschland bewegt hat und ich glaube,das wäre heute so nicht mehr möglich.Sehr amüsant fand ich auch im Anhang einen Artikel über die furchtbar schwierige und komplizierte deutsche Sprache! Ich finde,da hat er nicht ganz unrecht! Es war ein Buch zum Schmunzeln und Nachdenken!

  7. Cover des Buches Deutsches Theater (ISBN: 9783442541911)
    Benjamin von Stuckrad-Barre

    Deutsches Theater

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Das was hier aus deutschen Städten und von deutschen Menschen in Geschichten erzählt wird, fand ich weniger interessant.
  8. Cover des Buches Mein deutsches Dschungelbuch (ISBN: 9783442459452)
    Wladimir Kaminer

    Mein deutsches Dschungelbuch

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Wladi schildert seine erste Lesereise im Anschluß an "Russendisko" und berichtet humorvoll und pointiert über das,. was er in der provinz erlebt hat. Das Ganze ist subjektiv von seinem Standpunkt aus geschrieben, und ihninteressiern eher die persönlichen Eindrücke als die Stadtgeschichte o.ä. Der Leser staunt, grinst und wünscht sich, daß W.K. auch seine eigene Stadt besucht hätte.
  9. Cover des Buches Speisende soll man nicht aufhalten (ISBN: 9783499622274)
    Patrik Stäbler

    Speisende soll man nicht aufhalten

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Lissy
    Patrik Stäbler nimmt sich drei Monate Zeit, um alle 16 Bundesländer zu bereisen und jeweils die dortigen Spezialitäten zu probieren. Beim Buch "Speisende soll man nicht aufhalten" berichtet er von seinen Erlebnissen. Man erfährt von Tramp-Erlebnissen wie der Fahrt im Leichenwagen mit "Fahrgast hinten" und der Autor stellt tolle Menschen vor, die er beim Couchsurfen kennen gelernt hat. Und, nicht zuletzt: er berichtet vom Essen. Teichelmauke, Dibbelabbes und Stopsel kommen auch den Teller und ganz ehrlich gesagt bin ich positiv überrascht von dem, was unsere Republik zu bieten hat! Normalerweise wandern meine Bücher nach dem Lesen weiter, dieses bleibt bei mir. Ich habe richtig Lust, die Rezepte nachzukochen! 
  10. Cover des Buches Deutschlandalbum (ISBN: 9783499240522)
    Axel Hacke

    Deutschlandalbum

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Krimifee86
    Inhalt: Also, die Idee war, ein Album über Deutschland anzulegen, mit Fotos und kleinen Geschichten, manchmal nur einem Satz oder einem Bild. Man tut das ja mit der Familie auch, fotografiert die Kinder und die Alten, schreibt ein bisschen was dazu? Später schaut man alles an, lacht und staunt und ist gerührt und sagt: So war das. Hatte ich schon ganz vergessen. Das fängt ganz harmlos an, und doch dient es der Frage: Was macht uns eigentlich aus? Wie sind wir so geworden? Und was verbindet uns? Was ist trennend?

    Cover: Für das Cover muss ich leider massive Punktabzüge geben, weil ich es irgendwie total blöd finde. Ich meine, das machen ja viele Comedians und andere Promis, die Bücher schreiben, dass sie Bilder von sich selbst fürs Cover wählen. Das ist auch in gewisser Weise in Ordnung, denn diese Bücher verkaufen sich über die Namen der Promis und nicht über den Inhalt. Beim „Deutschlandalbum“ hingegen finde ich es irgendwie schade, dass der Autor es nötig zu haben glaubt, sich selbst auf dem Cover präsentieren zu müssen. Meiner Meinung nach ein Schuss in den Ofen.

    Schreibstil: Der Schreibstil ist teilweise gut, teilweise nicht. ^^ In der Kürze liegt bekanntlich die Würze und so ging es mir auch mit den meisten der Geschichten aus diesem Buch. Die Kurzen waren richtig gut, amüsant, nachdenklich, manchmal traurig. Bei den langen Geschichten bin ich manchmal nicht mehr mitgekommen, worum es eigentlich gerade geht, da der Autor dann dazu neigte, von der eigentlichen Geschichte abzukommen.

    Die Story: „Die Story“ an sich gibt es nicht, da das Buch in mehrere Kurzgeschichten zu Deutschland unterteilt ist. Einige davon waren richtig gut. Zum Beispiel die Geschichte zum Thema Lachen, zum Thema Eis oder „Frau Loose“. Ebenso super war „Der letzte Knecht“. Die Geschichte schildern Dinge, von denen man überrascht ist, dass es so etwas in Deutschland (noch) gibt. Ich finde es faszinierend, was für Menschen Axel Hacke für dieses Buch „aufgetrieben“ hat.
    Manch andere Geschichte fand ich nicht so gut. Auch nicht so gut fand ich, dass ein Großteil der Geschichten zu DDR-Zeiten spielt, bzw. sich damit beschäftigt oder in Berlin. Es gibt auch noch viele andere Ecken Deutschlands, die meiner Meinung nach zu wenig Erwähnung gefunden haben.

    Fazit: Ein Buch das mich sehr überrascht hat, das ich aber in seiner Gesamtheit nur schwer bewerten kann. Manche Geschichten hätten eine glatte Fünf verdient, andere waren wiederum nicht so gut. Für das Cover muss ich Punkte abziehen und gebe insgesamt drei Punkte.
  11. Cover des Buches Deutschland (ISBN: 9783835333130)
    Heinrich Heine

    Deutschland

     (254)
    Aktuelle Rezension von: GersBea

    Inhalt (Klappentext)

    »Denk ich an Deutschland in der Nacht,
    Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
    Ich kann nicht mehr die Augen schließen,
    Und meine heißen Tränen fließen. «

    So beginnt Heimes Gedicht ›Nachtgedanken‹, das im Sommer 1843 entstand. Die Sorge um die politische Entwicklung in der Heimat, die ihm den Schlaf raubte, und  die Sehnsucht, seine 72 Jahre alte Mutter wiederzusehen, waren die Gründe, die ihn veranlassten, wenige Monate später seinen Aufenthalt im selbstgewählten französischen Exil zu unterbrechen und nach Deutschland zu reisen. Aus den Eindrücken dieser reise, die über Brüssel, Amsterdam und Bremen nach Hamburg und auf der Rückfahrt nach Hannover, Minden, Paderborn, Köln und Aachen führte, entstand ›Deutschland. Ein Wintermärchen‹, eine der bedeutendsten politischen Dichtungen in deutscher Sprache. Heine verflocht hier nicht nur mit großer Kunst Komik und Pathos, Elegisches und Humor miteinander, er übte vor allem ätzende Kritik an den politischen und gesellschaftlichen Zuständen Deutschlands, das, wie er ahnte, am Vorabend einer politischen Erhebung stand.

    Dieter Klieschs vielschichtige Farbbilder (Crayon und Aquarell) betonen die Aktualität von Heines Dichtung. Der Maler hat aus der Perspektive unserer Zeit Heines Reise nachempfunden und im Bild festgehalten, was ihm auffiel, ihn in Rage, in Wut versetzte, seine Kritik herausforderte; denn wenn sich auch manches nach 140 Jahren verändert hat, die Verhältnisse sind längst nicht so, wie sie sein sollten.

    Ausgabe

    Büchergilde Gutenberg, Frankfurt/M.,
    1989.
    203 S.
    mit zahlreichen Bildern von Dieter Kiesch
     - Mit einem Essay von Walter Grab. -
    ISBN  3 763235574

    Meine Meinung

    Obwohl ich ein solides Grundwissen über deutsche Geschichte habe, fand ich das Lesen oft mühsam. Meine Ausgabe enthält viele Anmerkungen zum Text, Farbbilder von Dieter Klietsch sowie einen Essay von Walter Grab zum Wintermärchen.

    So kann ich nachvollziehen, warum das Spottgedicht zu den bedeutendsten politischen Dichtungen deutscher Sprache gehört.

    Im Rahmen der Klassiker Lesegruppe habe ich das Buch gelesen. Sicherlich ist es als Quellendokument über die Zeit aufschlussreich.

    Fazit

    Ich vergebe 3 Sterne und eine Empfehlung nur für Leser, die an der geschichtlichen Dimension der Zeit interessiert sind.

    Tipp: Laut lesen!

  12. Cover des Buches In meinem kleinen Land (ISBN: 9783499332814)
    Jan Weiler

    In meinem kleinen Land

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Ingrid-Konrad
    Immer wieder. Ich werde es einfach nicht müde, diese kleinen, köstlichen Geschichtchen über deutsche Städte zu lesen, die teilweise so witzig sind, dass ich einfach laut loslachen muss. Neulich im Zug waren meine Nachbarn kurz davor, mir die Lektüre aus der Hand zu reißen, weil auch sie endlich etwas zu Lachen haben wollten...
    Dieses Buch ist etwas Besonderes für mich. Eine Jan-Weiler-Essenz. Vergnüglich. Mitten aus dem Leben. Und sehr inspirierend. Gehört unbedingt ins Reisegepäck. Oder in das Tool-Kit zur Anbahnung neuer Bekanntschaften...
  13. Cover des Buches Deutschlandreise. Mit dem Rad einmal rund ums Land (ISBN: 9783746709642)
  14. Cover des Buches Das Kartell (ISBN: 9783426308547)
    Don Winslow

    Das Kartell

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Igno

    Nachdem er Adán Barrera, den mächtigsten Kartellboss Mexikos, in einem US-amerikanischen Hochsicherheitsgefängnis untergebracht hat, zieht sich Art Keller aus dem Drogenkrieg zurück. Sein Exil hat er in einem Kloster gefunden, in dem er Bienen züchtet. Doch der Drogenkrieg geht weiter. Adáns Einfluss reicht so weit, dass er einen Deal für sich abschließen kann, der ihn von den USA in mexikanische »Haft« bringt. Wenig später gelingt ihm die »Flucht« und Arts Ruhestand endet abrupt, als sein alter Chef Tim Taylor ihn um Hilfe bittet. Sein Wissen über die Kartelle und die Barreras speziell ist zu unentbehrlich, um in der Bienenzucht zu vergehen.

    Don Winslows zweiter Teil der Trilogie um den Drogenkrieg um die und jenseits der Südgrenze der USA erschien 2015 bei Droemer. Das Kartell umfasst 832 Seiten und schließt chronologisch an Tage der Toten an.

    Das Buch dreht sich um den US-amerikanischen Drogenkrieg, hauptsächlich in Mexiko. Es gibt Exkurse nach Guatemala und zur ‘Ngrangheta in Europa, außerdem zu den Verwicklungen zum islamistischen Terrorismus. Der weitaus größte Teil der Geschichte spielt aber in Mexiko. Das Buch ist, wie schon Tage der Toten, intensiv recherchiert und orientiert sich im Rahmen an der historischen Realität, die Geschichte selbst allerdings ist Fiktion. Behandelt wird der Zeitraum der Nullerjahre und ein Stück darüber hinaus.

    Wieder zurück im Geschehen muss Art Keller feststellen, dass sich die Kartelle in Mexiko zunehmend brutalisieren. Waren zivile Opfer früher eher die notwendige Ausnahme, nutzt eine zunehmende Zahl von Kartellen sie mehr und mehr als normale Strategie im Krieg. Mexiko wird zum Schlachtfeld – Betonung auf der ersten Silbe -, Städte werden entvölkert, die Kartelle bauen sich paramilitärische Armeen auf und die staatlichen Behörden sind entweder Nutznießer der Kartelle, sehr schnell ausgelöscht oder stehen den Kartellen in Brutalität und Willkür in nichts nach. Im wahrsten Sinne des Wortes zerrieben wird dazwischen die Bevölkerung.

    Auch das Geschäftsfeld der Kartelle beginnt einen Wandel. Ging es früher noch hauptsächlich um Drogenproduktion und -transport, sowie Geldwäsche, etwas Schutzgelderpressung und Straßenkriminalität im Allgemeinen, so wandelt sich dies hin zu den großen internationalen Feldern. Öl wird interessant, ebenso globaler Waffenhandel. Die Kartelle haben astronomische Vermögen aus ihrem Kerngeschäft gezogen, dieses Geld muss irgendwo arbeiten. Gerade das Öl verschärft die Kämpfe um ölreiche Regionen in Mexiko. Winslow nimmt, um die Folgen des Drogenkrieges für die Bevölkerung schonungslos zu verdeutlichen, Ciudad Juárez zu einem seiner zentralen Handlungsorte. Die Stadt litt tatsächlich schwer unter dem Krieg zwischen Kartellen und Behörden und die Handlung ist in all ihrer Brutalität stark an die historischen Ereignisse angelehnt.

    Auch in Das Kartell schwebt zwischen den Zeilen immer Winslows Kritik an der kriminalisierenden Drogenpolitik. Und wie schon im ersten Band zeigt er wieder schonungslos auf, wie alle Kriegsparteien letztendlich von dieser Politik profitieren – auf Kosten der Bevölkerung. Gegen Ende spricht er seine Kritik auch nochmal explizit aus. Eine hervorgehobene Rolle bekommen Journalisten, die nun gezielt Opfer werden, und die Frauenmorde von Ciudad Juárez.

    Anknüpfend an den ersten Teil ist auch Das Kartell zwar ein sehr dickes Buch, wird aber nicht langweilig. Winslow schreibt flüssig, erinnert stilistisch wieder ein wenig an Sin City. Seine Figuren stellt er ausführlich dar, so werden auch die Beweggründe der größten Unsympathen zwar nicht akzeptabel, aber verständlich. Auch die Zivilbevölkerung bekommt durch eigene Figuren und Handlungsstränge viel Raum, um ihr Leid zu vermitteln. Gerade das Dilemma der Journalisten, die ab einem gewissen Punkt entweder gar nicht mehr oder mit der Stimme der jeweiligen Besatzer berichten können, nimmt eine zentrale Rolle ein. Winslow zeigt, wie sich in den Nullerjahren daraus das Aufkommen der Bloggerszene als Parallelfeld des klassischen Journalismus’ entwickelt.

    Das Kartell ist epochal, wie sein Vorgänger Tage der Toten. Der behandelte Zeitraum ist zwar deutlich kürzer, die Handlung dadurch aber nicht weniger mächtig. Das Buch ist lang, erschlägt die Lesenden aber nicht. Und es gibt tiefe Einblicke in ein Stück Geschichte der amerikanischen Kontinente, die wir hier nur am Rande erlebt haben. Absolut lesenswert.

  15. Cover des Buches Durch Deutschland wandern (ISBN: 9783866907034)
    Andreas Kieling

    Durch Deutschland wandern

     (1)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese

    In seinem bebilderten Sachbuch "Durch Deutschland wandern" zeigt uns Andreas Kieling die Flora und Fauna unserer Heimat. Das Buch erscheint im National Geographic Deutschland.

    Bei seiner Wanderung durch seine deutsche Heimat erlebt der bekannte Dokumentarfilmer Andreas Kieling mit seiner Hündin Cleo abenteuerliche Begegnungen mit Tieren in Hülle und Fülle.

    Auf Helgoland beobachten sie Kegelrobben, brütende Schwarzstörche in der Eifel, sie erleben die Hirschbrunft in Brandenburg und sehen die seltenden Steinböcke in den Alpen.

    Wildtiere kann man in allen deutschen Landschaften entdecken, Andreas Kieling gelingt das natürlich besonders nah und intensiv.  

    Seine Touren führen Kiehling quer durch Deutschlands Wildnis, er sieht Wisente im Rothaargebirge,  Rotwild und sogar Elche, entdeckt Sumpfohreulen auf Helgoland und hört den Balzgesang der Birkhühner. Ihm bleibt scheinbar nichts verborgen, doch natürlich ist auch ein langes Ansitzen oder Schleichen durch Unterholz nötig, ein Aushalten der widrigen Witterungsbedingungen. Kiehlings Wanderungensind keine Spaziergänge, gemeinsam mit seiner Hannoverschen Schweißhündin Cleo setzt er sich immer wieder Strapazen aus, die man einfach bewundern muss. So war bei seiner siebenwöchigen Tour entlang der 1400km langen Strecke des Grünen Bandes ein täglicher Marsch von 30 - 40 km erforderlich. Das darf man nicht verkennen und es zeigt, dass Andreas Kieling schon ein ganz besonders hartgesottener Typ ist, der für seine Naturbeobachtungen auch seine Gesundheit aufs Spiel setzt und dem das Wandern im Blut liegt. 

    Auch im Wattenmeer und auf Helgoland ist er unterwegs und erkärt wissenswertes über Deutschlands größe Beutegreifer, die Kegelrobben. Die jungen Robben werden nach der Säugezeit im Alter von etwas mehr als zwei Wochen von der Mutter entwöhnt und sich allein überlassen. Eine enorme Leistung für junge Tiere ohne Jagderfahrung. 

    Die Treffen mit vielen Naturschutzbeauftragten bringen Insiderwissen und so ist es Kieling immer wieder möglich, besondere Tierbeobachtungen zu machen. 

    Extra erwähnen muss ich die hervorragenden und gradiosen Fotos, die aus nächster Nähe besondere Tierbegegnungen abbilden und den Leser aufs Beste erfreuen. 

    Andreas Kieling hat mich mit seinen lockeren Erzählungen, seinen interessanten Ausführungen zu Tier- und Naturwissen und den schönen Bildern von seinen Wanderungen durch Deutschlands Wildnis einfach begeistert. Mir geht beim Ansehen dieser einzigartigen Landschaften und wunderschönen Tierbilder einfach das Herz auf und ich möchte am liebsten sofort selbst die deutschen Gegenden durchstreifen. Den anschaulich gehaltenen Texten merkt man an, wie sehr Andreas Kieling die Natur und die hiesigen Tiere Deutschlands am Herzen liegen und er kann mit seinen Beschreibungen den Leser regelrecht begeistern und animieren, selbst die Natur zu erkunden. 

    Am Ende des Bildbandes präsentiert Andreas Kieling seine magischen Orte: etwa seinen Lieblingsplatz in der Eifel oder das winterliche Elbsandsteingebirge. Ein kleiner Wildnis-Knigge erläutert wichtige Tipps für eigene Wanderungen und Waldaufenthalte. 

     

    Deutschland bietet vielseitige Landschaften und eine große Artenvielfalt, die uns Andreas Kieling in diesem Buch näher bringt. Man ist irgendwie hautnah dabei, wenn er durch die Gegend streift und Naturbeobachtungen mitteilt. Für Wanderer, Natur- und Tierliebhaber eine tolle Geschenkidee. 


  16. Cover des Buches Deutschlandreise (ISBN: 9783257701760)
    John Irving

    Deutschlandreise

     (21)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    John Irvings Deutschlandreise in den neunziger Jahren – die Süddeutsche Zeitung, München wird auf dem Klappentext mit „Man sollte eigentlich alles von John Irving gelesen haben.“ – Nun ich habe jetzt alles von ihm gelesen und fühle mich tatsächlich bereichert alles von ihm gelesen zu haben. 

    Irving hier auf seiner Deutschlandreise und in seiner sehr persönlichen kleinen Berichterstattung begleiten zu dürfen, ist für mich immer noch etwas Besonderes. Wenn er von der Begegnung mit Elisabeth Mann-Borgese schreibt oder von den beiden Hunden (einer davon kann Schreibmaschine schreiben, der andere Klavier spielen), dann spüre ich, mit welchem feinfühligen Blick für die Details und Individualitäten er durchs Leben geht. Dies fand ich auch in seinen Büchern wieder, in denen diese sehr speziellen Charaktere auftauchen, die auf mich immer sehr authentisch und lebendig gezeichnet erschienen.

    Gerne hätte ich eine Zeitmaschine, um an einer seiner Lesungen teilnehmen zu dürfen, auch wenn er aufgrund einer Schnittverletzung und der benötigten medizinischen Versorgung nicht in Höchstform wäre, wie in Deutschlandreise so offen von ihm beschrieben.


  17. Cover des Buches Draußen nur Kännchen (ISBN: 9783426622575)
    Susanne Frank

    Draußen nur Kännchen

     (6)
    Aktuelle Rezension von: nic
    ... ist für eine Zugfahrt oder einen Nachmittag in einem Wartezimmer ganz ok. Wirklich überzeugt haben mich die Kurzgeschichten nicht. Die ein oder andere ist ganz gut, es gibt allerdings mehr weniger gute Geschichten, die sich dahinschleppen und den Gedanken aufkommen lassen, das Buch lieber nicht weiterzulesen.
  18. Cover des Buches MC Rene: Alles auf eine Karte (ISBN: 9783499629693)
    René El Khazraje

    MC Rene: Alles auf eine Karte

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Zuerst das Interessanteste: Rene hat mal in einer WG mit Klaas Heufer-Umlauf gewohnt und ist mit dem damals noch weitestgehend unbekannten Luke Mockridge auf Tour gegangen, und außerdem mit Beppo Pohlmann, Komponist der "Kreuzberger Nächte" und Bruder von Clemens Pohlmann, Krankenpfleger im "Hügelhaus" in Osnabrück... Rene kündigt seinen verhaßten Job und entschließt sich, mit der Bahn durch Deutschland zu tingeln und überall als Comedian aufzutreten, wo man ihm zuhören möchte. (Ich hatte den Text auf der Rückseite erst so verstanden, daß er wirklich auch in Zügen auftreten wollte, aber dem ist nicht so.) Er berichtet von Erfolgen und kleinen bis größeren Enttäuschungen, von einer Pornosynchronisation in Düren und vom nächtlichen Günzburg. Gut geschrieben, durchweg sympathisch, perfekt als Lektüre auf einer langen Bahnfahrt.
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