Bücher mit dem Tag "deutschunterricht"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "deutschunterricht" gekennzeichnet haben.

92 Bücher

  1. Cover des Buches Tschick (ISBN: 9783499256356)
    Wolfgang Herrndorf

    Tschick

     (2.810)
    Aktuelle Rezension von: BraDaPu

    In diesem Buch geht es um einen Roadtrip. Beim gemeinsamen Lesen in der Schule war ich leider die gesamte Zeit gelangweilt. Normalerweise lese ich längere Bücher, aber von diesem Buch würde ich mir keine längere Version antun. Eindeutig keine Empfehlung von mir. Da finde ich Conni Pixie-Bücher unterhaltsamer.

  2. Cover des Buches Das Parfum (ISBN: 9783257069334)
    Patrick Süskind

    Das Parfum

     (10.095)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Guarcello

    Das Parfüm beschreibt ein Mensch, der seiner dunklen Seite nachgibt.. wir alle haben eine dunkle Seite, aber was passiert, wenn wir sie rauslassen? Das Buch beschreibt in einer ganz spannenden Weise die Folgen davon.

  3. Cover des Buches Hüter der Erinnerung (ISBN: 9783423086424)
    Lois Lowry

    Hüter der Erinnerung

     (490)
    Aktuelle Rezension von: Lesekatze-1407

    Das Buch habe ich schon zig mal gelesen – immer wieder ein Genuss. Erstaunlicherweise ist sogar der Film dem Buch gerecht geworden.

    Die Menschen leben in einer sterilen, streng geregelten Welt mit Verboten und starren Regeln. Es gibt keine Träume und Wünsche. Keiner der Bewohner stellt ihr farbloses Leben in Frage.

    Wie ein Teenager das verändern wird, das beschreibt auf sehr spannende Weise dieser Roman.

    Es ist kein Buch, das man liest, weglegt und das nächste beginnt. Die Idee, die dahintersteht zwingt den Leser zum Nachdenken.

    Sind Erinnerungen tatsächlich für das Schlechte verantwortlich?

    Ist eine farbige Welt schlechter als die gewohnte farblose?

  4. Cover des Buches Die Wolke (ISBN: 9783473580149)
    Gudrun Pausewang

    Die Wolke

     (920)
    Aktuelle Rezension von: Frank2

    Ich kennen Eltern, die ihren Kindern die Lektüre dieses Buches untersagen. Nachdem ich mich im Zuge des Deutschunterrichts meiner Tochter mit dem Buch beschäftigt und es gelesen habe, muss ich zugeben, dass die besagten Eltern aus meiner Sicht gute Gründe dafür haben.

    Ich will diese Auffassung begründen.

    Das Buch ist Fiktion, und darf deshalb auch fiktionale, sprich spekulative Inhalte haben. Die Autorin setzt diese fiktive Handlung aber bewusst in einen 100% realen Rahmen. Der Reaktor, die Orte und der Zeitrahmen sind Realität. Damit wird ein Umfeld geschaffen, dass die Handlung sehr plastisch macht und denkbar erscheinen lässt.

    Das ist sie mitnichten. Dafür gibt es 2 wesentliche Gründe:


    1. Das Bild der technischen Katastrophe ist haarsträubend überspitzt, die Darstellung der unmittelbaren Folgen ebenfalls (auf Spätfolgen wird im Buch nicht weiter eingegangen).


    Die Autorin benennt einen Reaktorunfall, der schlimmer sei als der 1986 in Tschernobyl. Sie bleibt aber jedwede Erklärung schuldig, wie ein solcher Unfall einhergehen könnte. Es ist auch schwer vorstellbar, was folgenschwerer sein soll, als, dass der Reaktor eines Kernkraftwerks samt aller ihn umgebenden Hüllen gesprengt wird und der Inhalt des Reaktors in die Umwelt freigesetzt wird – so geschehen in Tschernobyl. Falls man eine thermonukleare Kettenreaktion wie bei einer Kernwaffe in Betracht zieht, so sei gesagt, dass die physikalischen Voraussetzungen dafür in einem Kernkraftwerk nicht gegeben sind, und auch nicht durch die Umstände eines wie auch immer gearteten Unglücksfalls entstehen können.

    Dennoch beschreibt die Autorin unmittelbare Folgen, die ihrer Fernwirkung z.T. weit über die des Atombombenabwurfs über Hiroshima hinaus gehen. So wird z.B. der Protagonistin Janna-Berta eine schwere Strahlen-Krankheit attestiert (Erbrechen und Haarausfall – Strahlenbelastung 2-4 Gy), die sie in 87 km Entfernung zum Unglücksort erlitten haben soll. Das ist vollkommen unrealistisch. In Tschernobyl erlitten nur Menschen diese Schwere der Strahlenkrankheit, die für Aufräumarbeiten unmittelbar am verunglückten Reaktor eingesetzt waren. In Hiroschima war der Radius um den Mittelpunkt der Bombenexplosion, innerhalb dessen man dieser Belastung durch Primär-Strahlung ausgesetzt war, 1 - 2 km. Die Autoren verortet solche Erkrankungen bis 100 km Luftlinie vom Kernkraftwerk entfernt. Auch wenn man den radioaktiven Fallout als Ursache in Betracht zieht, sei darauf hingewiesen, dass es in Hiroshima nur innerhalb des inneren Stadtgebietes, und in Tschernobyl nirgends außerhalb des Kraftwerks selbst zu derartigen Belastungen durch den Fallout kam.

    Nach der Autorin waren ferner die Menschen in der sogenannten Todeszone so verstrahlt, dass sie eine Gefahr für andere Menschen darstellten, weshalb sie den Unglücksort nicht verlassen durften. Eine solche Verstrahlung ist nicht möglich. Eine Strahlungsdosis, die die Elemente im Körper eines Menschen derart aktiviert, dass er selbst zur Strahlungsquelle wird, wäre tausendfach tödlich, und wird weder bei einem Kernwaffeneinsatz, geschweige denn bei einem Reaktorunglück freigesetzt. Die Radioaktivität, die bei einem Reaktorunglück freigesetzt wird, speist sich nahezu ausschließlich aus radioaktiven Nukleiden der Brennstäbe, die an Stäuben durch die Luft transportiert werden, dem Fallout. Dieser haftet oberflächlich an, und kann abgewaschen werden. Damit wären die betroffenen Menschen, unabhängig von der Strahlungsdosis, die sie erlitten haben, selbst „strahlungsfrei“.

    Weiter: In der 10 km entfernten Stadt Schweinfurt hätte keiner überlebt – das ist ebenfalls eine Folgewirkung, die nicht einmal die Hiroshima-Bombe im entferntesten hätte bewerkstelligen können.

    Insgesamt sind alle Beschreibungen der Folgen des Unglücks entweder hoffnungslos übertrieben oder frei erfunden, so gut wie immer aber sachlich falsch.


    2. Der Staat und seine Organe werden durchgehend als korrupt, unfähig oder lächerlich abqualifiziert, die Bevölkerung als weitgehend asozial.


    Die Autorin benennt als Schuldigen an der Katastrophe den Staat und seine korrupte Bürokratie. Dabei bleibt sie jedwede Erklärung schuldig, welches korrupte Verhalten genau zur Katastrophe geführt haben soll. Die Vorwürfe sind immer diffus – sowohl inhaltlich als auch in ihrer Zielrichtung. Dabei werden dem Leser diese Vorwürfe in einem Dauer-Stakkato präsentiert, das eher kindisch als dramatisch wirkt.

    Den Behörden und den ausführenden Kräften wird ferner so weitreichende Unfähigkeit im Umgang mit dem Unglück unterstellt, dass den Beamten der Befehl erteilt wird, die Menschen, die die „Todeszone“ verlassen wollen, zum Schutz der anderen zu erschießen. Abgesehen davon, dass aus o.g. Gründen, vereinfacht gesprochen, eine gründliche Dusche genügt hätte, um diese Menschen zu dekontaminieren und damit die Gefahr für andere zu beseitigen, ist ein solcher Befehl in einem Rechtsstaat wie dem unseren auch in Katastrophenfällen nicht möglich.

    In jeder Situation im Buch, in der Kräfte der Polizei oder des Staatsschutzes auftauchen, werden diese als vollkommen unfähig dargestellt und damit Gewalt gegen diese Kräfte legitimiert.

    Vom Autofahrer, der den kleinen Bruder der Protagonistin überfährt und ungerührt Fahrerflucht begeht bis zu der alten Frau, die Janna-Berta mit Hinweis auf ihre mögliche Verstrahlung ein Glas Wasser verweigert, begegnen dem Leser eine ganze Reihe von egoistischen und kaltherzigen Mitbürgern, die den Eindruck erwecken, die ganze Gesellschaft hätte sich im Angesicht der Katastrophe weitgehend entsolidarisiert. Wer Berichte aus Katastrophengebieten oder auch aus den Weltkriegen kennt, weiß, dass im Allgemeinen das Gegenteil der Fall ist: Extremsituationen führen bei den meisten Beteiligten zur Solidarisierung. Ausnahmen gibt es immer, aber warum die Autorin der deutschen Gesellschaft asoziales Verhalten in einem solchen Ausmaß unterstellt, bleibt unklar. Tendenziell werden zudem die eher hilfsbereiten Mitmenschen in der Gruppe der Kernkraftgegner verortet, die Egoisten (Großeltern - bleiben im Urlaub, während die Familie in höchster Not ist) in die Gruppe der Kernkraftbefürworter. Ebenfalls ein ärgerlicher, billiger, tendenziöser „Kunstgriff“.


    Fazit


    Beim Lesen des Buches wird man das Gefühl nicht los, die Autorin versucht eher, dem Leser Ihre politische Meinung zu oktroyieren, als eine aufrüttelnde Geschichte zu erzählen. Dafür konstruiert sie ein in fast jeder Hinsicht völlig überzogenes Katastrophenszenario in eine reale Umgebung. Sie bleibt dem Leser jede Erklärung für das Unglück und die seltsame Entsolidarisierung der Mitmenschen schuldig. Sie teilt die Menschen in inakzeptabler Weise entlang ihrer jeweiligen Positionierung zum Thema Kernkraft in gut und böse ein. Sie nimmt sich nicht die Zeit, die Charaktere der Hauptprotagonisten zu entwickeln, sondern wirft sie direkt ins Geschehen, was dazu führt, dass der Leser zu den Figuren im Buch kaum eine Beziehung aufbauen kann. Sie schimpft in einer fast grotesken Frequenz auf Politik und Staat, ohne auch nur einmal konkrete Verfehlungen im Zusammenhang mit der Katastrophe näher zu beleuchten.

    Es heißt in vielen Rezensionen, dass das Buch den Zeitgeist widerspiegelt. Das ist nach meiner Meinung viel zu allgemein gesprochen. Es mag der Zeitgeist aus Sicht bestimmter Gruppen sein, sicher aber nicht die Empfindungslage der gesamten Gesellschaft.

    Insgesamt bleibt der Eindruck, dass dieses Buch für Heranwachsende ungeeignet ist. Es polemisiert, polarisiert und zeichnet das Bild einer kaputten Gesellschaft, wie wir sie Deutschland zum Glück nicht haben. Es ist durchzogen von Misstrauen gegen Staat und Mitmenschen. Wäre es eine klassische Dystopie in einer fiktionalen Gesellschaft mit fiktionalem super-gefährlichen Mega-Industriekomplex, in dem es zur Katastrophe kommt – geschenkt, aber hier geht es ganz klar darum, eine politische Botschaft zu transportieren, indem diese völlig unrealistische Katastrophe in das reale Deutschland an reale Orte gesetzt wird.

    Ich bin der Meinung, dass Heranwachsende, die gerade beginnen, sich mit politischen Themen auseinanderzusetzen, und damit noch kaum in der Lage sind, einen neutralen Standpunkt einzunehmen, ein solches Buch nicht lesen sollten. Es ist ein Paradebeispiel für einen unsachlichen, meinungsdiktatorischen Diskurs.


  5. Cover des Buches Die Welle (ISBN: 9783473544042)
    Morton Rhue

    Die Welle

     (2.278)
    Aktuelle Rezension von: worldofbooksps
    Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und kenne auch den Film, finde das Buch aber definitiv besser. Die Botschaft hinter diesem Buch finde ich gut, denn manchmal bekommen wir nicht mal mit das wir manipuliert werden, erst wenn es meist zu spät ist. Der Schreibstil ist sehr schön, man fliegt nur so über die Seiten, das man sich wünschte, das Buch hätte noch ein paar Seiten. Ein Buch, das meiner Meinung nach in jedem Regal stehen sollte.
  6. Cover des Buches Isch geh Schulhof (ISBN: 9783404606962)
    Philipp Möller

    Isch geh Schulhof

     (249)
    Aktuelle Rezension von: melli.die.zahnfee
    Heute ist Klassenausflug. Bowlen - damit die Kinder sich endlich mal so richtig austoben können. Als ich den Klassenraum betrete, stürmen die ersten schon auf mich zu.
    "Herr Mülla, iebergeil!", ruft Ümit. "Isch mache Strike, ja? Schwöre, schmache eine Strike!" Mit wilden Bowling-Trockenübungen steht er vor mir. Wenn er nachher tatsächlich so bowlt, nehme ich mir besser einen Helm mit.

    Aushilfslehrer? Ein lockerer Job, denkt Philipp Möller - bis zur ersten Stunde in seiner neuen Klasse: Musikstunden erinnern an DSDS, hyperaktive Kids flippen ohne ihre Tabletten aus und zum Frühstück gibt es Fastfood vom Vortag. Möllers Geschichten aus dem deutschen Bildungschaos sind brisant und berührend, und dabei immer wieder urkomisch.

    Dieses Buch sollte gerne Pflichtlektüre werden, es ist sehr berührend weil es einen Zustand dieses Landes wiederspiegelt, den wir alle mehr oder weniger kennen die Politik sich aber niemals dazu äußern würde.
    Ich finde den Schreibstil unheimlich faszinierend, da Herr Möller durchaus kritische Töne anschlägt, diese aber duch den locker, flockigen Tonfall niemanden beleidigen können.
    In dem ostfriesischen Dorf in dem ich lebe gibt es diese Problematik nicht, allerdings weiß ich von Bekannten , die in großen Städten leben, dass sich in diesem Buch durchaus eine gefährliche Realität wiederspiegelt.
  7. Cover des Buches Die Physiker (ISBN: 9783257208375)
    Friedrich Dürrenmatt

    Die Physiker

     (3.777)
    Aktuelle Rezension von: Clari52

    Der Klassiker „die Physiker“ ist ein bekanntes Drama in zwei Akten, welches von drei Physikern erzählt, die in einer Irrenanstalt wohnen. 

    Sehr kurzweilig präsentiert sich das Stück mit sehr viel Witz und knappen Dialogen, die einen ab und an schmunzeln lassen. 

    Es lässt sich locker an einem Nachmittag lesen.

  8. Cover des Buches Der Vorleser (ISBN: 9783257261349)
    Bernhard Schlink

    Der Vorleser

     (5.686)
    Aktuelle Rezension von: Alexa-Tim

    Manchmal echt verwirrend wie Bernhard Schlink geschrieben hat. Ich musste erst einmal damit klar kommen, dass er aus verschiedenen Zeitformen innerhalb eines Kapitels schreibt.
    Er schreibt aus der Sicht des Jungen.
    Einmal schreibt er von seiner Erinnerung mit Hanna, was in der Vergangenheit liegt und zum anderen wechselt er in die Gegenwart. Das war anfangs verwirrend, aber damit kam ich schnell zurecht und hatte begriffen, dass er seine Geschichte, die er erlebt hat erzählte.

    Die Geschichte ist in drei Teile geteilt und innerhalb der Geschichte geht ein roter Faden durch. Es ist zwar etwas anders geschrieben, aber dennoch sehr interessant. Die Protagonisten sind faszinierend geschildert.
    Das Ende hat mich echt überrascht und damit habe ich gar nicht gerechnet.

    Ich hätte nicht gedacht, dass ich das Buch gut finden würde. Die Story ist wirklich interessant und spannend. Der Sprachstil natürlich ein anderer als in der heutigen Zeit. Aber dennoch ein guter Klassiker.

    Von mir gibt es 4 Sterne.

  9. Cover des Buches Emilia Galotti (ISBN: 9783518188446)
    Gotthold Ephraim Lessing

    Emilia Galotti

     (877)
    Aktuelle Rezension von: Bionoema

    Lessing gilt als einer der Autoren der Aufklärung im 18. Jahrhundert. Eines seiner bekanntesten Werke und z.T. Mitglied des schulischen Lesekanons ist das Drama Emilia Galotti. Ich mag seinen Schreibstiel sehr gerne, auch die Themen, die er anprangert. Leider ist das Einfühlungsvermögen und die Empathie gegenüber der Figuren recht eingeschränkt, das unsere heutige Gesellschaft über diesen Punkt in der Beziehungsebene seit langem herausgewachsen ist; woran Herr Lessing vielleicht nicht ganz unschuldig ist. Daher war es für mich nicht wirklich unterhaltsam, bereichernd oder nachhallend. Dennoch ein Stück Literaturgeschichte, dass uns mal wieder vor Augen führt, wie weit wir innerhalb der letzten 250 Jahren vorangeschritten sind!

  10. Cover des Buches Maria Stuart (ISBN: 9783518188538)
    Friedrich Schiller

    Maria Stuart

     (551)
    Aktuelle Rezension von: Woerterschloss_

    Schulbuch, Pflichtlektüre... Naja, normalerweise kann mich das, was ich für die Schule lesen "muss" tatsächlich nicht so überzeugen. Nicht, dass ich die Romane/Dramen schlecht finde, auch kann ich bis zu einem gewissen Grad verstehen, warum vieles "älteres" heutzutage noch gelesen werden soll, aber die Geschichten konnten nie dieses brennende Begeisterung in mir wecken, die mich privat dazu bringt, Seite um Seite umzublätter, ohne zu merken wie die Zeit vergeht, gar zu vergessen, dass ich überhaupt lese, und die Figuren nicht nur vor meinem inneren Auge lebending werden, sondern tatsächlich neben mir zu stehen scheinen. "Maria Stuart" war aber wider Erwarten anders als die Schullektüren, die ich bisher gelesen habe. 

    Zugegebenermaßen war ich anfangs recht skeptisch, denn das Lesen von Schillers "Die Räuber" war wirklich ein Kraftakt für mich und auch als ich die ersten Szenen dieses Dramas gelesen habe, hat mir die nicht so leicht zugängliche Sprache zu schaffen gemacht und vor allem wie unfassbar lang ich fürs Lesen gebraucht habe. Auch dass Figuren an verschiedenen Stellen anderes genannt wurden oder über sie gesprochen wurde, während sie nicht anwesend oder überhaupt noch nicht aufgetreten waren, hat es kompliziert gemacht. Das fehlende geschichtliche Hintergrundwissen hat das Ganze nicht vereinfacht.

    Mit diesen Schwierigkeiten bin ich allerdings zunehmend gut zurecht gekommen, was den Lesefluss natürlich ungemein verbessert hat. Ich habe angefangen, weit über die vorgegebenen Szenen hinauszulesen, weil ich tatsächlich wissen wollte, wie es weiter geht. 

    Auch für die Figuren sind immer lebendiger geworden, sodass ich nicht wie anfangs verwirrt war, sondern ein Gefühl für sie bekommen habe, sie einschätzen konnte und gespannt war, welche Entscheidungen sie treffen würden.

    Was auch zu meinem Vorteil war, war, dass mir Schauplatz und Handlungszüge nicht so fremd waren, da ich auch sonst sehr gerne Romane lese, die an Königshöfen spielen, in denen Intrigen und Macht, Familie und Liebe eine große Rolle spielen. 

    Auch das sie Emanzipation der Frau eine so große Rolle gespielt hat, hat mir sehr gut gefallen, da ich das nicht erwartet hätte - gerade da es sich um so ein "altes" Drama handelt. Jedoch waren Maria und Elisabeth beides starke Frauenfiguren und insbesondere erstere auch in anderen Bereichen ein Vorbild. 

  11. Cover des Buches Johann Wolfgang Goethe: Faust I und Faust II (ISBN: 9783486886634)
    Ralf Sudau

    Johann Wolfgang Goethe: Faust I und Faust II

     (167)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    DAS SHLEGGTESTE BUGG ALER ZEITEN. NIEMAND LESEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  12. Cover des Buches Faust (ISBN: 9783520863010)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Faust

     (3.358)
    Aktuelle Rezension von: LeserLeserin

    Ein Buch, dass ich alle paar Jahre wieder in die Hand nehme. 

  13. Cover des Buches Antigone (ISBN: 9783110357615)
    Sophokles

    Antigone

     (544)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Nochmal lesen würde ich es auf jeden Fall nicht, da es mich einfach nicht gefesselt hat. Allerdings mag ich die Charaktere, am meisten Antigone.
  14. Cover des Buches Romeo und Julia (ISBN: 9783960550310)
    William Shakespeare

    Romeo und Julia

     (1.349)
    Aktuelle Rezension von: _AveryAnn_

    Romeo und Juliette- wer kennt die beiden bitte nicht? Ein Capulet und eine Montague die sich beide, trotz der Jahrelangen Feindschaft zwischen ihren zwei Häusern, ineinander verlieben und schlussendlich für ihre Liebe und gemeinsame Zukunft versuchen müssen zu kämpfen.

    Shakespeares Schreibstil ist wirklich einmalig und für viele mag der Schreibstil zu abstrus geschrieben sein, jedoch war er für mich ein Gewinn meines Wortschatzes. Die Sprache ist einfach nur besonders und für mich ein unsagbar tolles Geschenk. Es ist echt ein Glück, dieses Buch überhaupt lesen zu dürfen!
    Natürlich waren viele Situationen (gerade das erste Treffen von Romeo und Julia) zu überspitzt dargestellt, aber was soll’s? Ich hatte damit keine Probleme und die gerade mal 140 Seiten des Stücks sind schnell zu lesen und auch immer wieder lesenswert (auch nach dem zweiten oder dritten Mal).
    Der Ausgang des Buches war sehr dramatisch (wenn auch unnötig ), was sollte man aber bei einem Drama auch anderes erwarten?
    Allumfassend ist das Stück sehr empfehlenswert und ein Geschenk für die Lyrik!
    Es sollte jeder einfach mal gelesen haben! Ein Klassiker, der es verdient hat ein Klassiker zu sein

  15. Cover des Buches Krabat: Roman (ISBN: 9783522202343)
    Otfried Preußler

    Krabat: Roman

     (1.826)
    Aktuelle Rezension von: zebrabuchzeilen

    Krabat ist kein leichtfertiges Buch. der Schreibstil ist etwas schwer und man muss sich erst einmal daran gewöhnen.

    Die Geschichte handelt von Magie, Freundschaft und Selbstfindung. Die Grundidee ist hierbei nicht nur schön sondern auch traurig,

  16. Cover des Buches Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (ISBN: 9783100483430)
    Thomas Sprecher

    Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

     (289)
    Aktuelle Rezension von: Nickmeh

    Es fängt spannend an, wie man es bei Romanen von Mann gewohnt ist. 

    Er erzählt die Geschichte eines Jungen namens Felix Krull, der schon früh für sich entdeckt, wie man durch Lügereien, im Leben etwas erreichen kann. Vor allem der Anfang (bis hin zur Mitte) ist interessant: Felix wird in wohlhabenden Verhältnisse groß, da sein Vater sich aber verspekuliert, todkrank wird und letztlich früh verstirbt, muss er mit seiner Mutter nach Frankfurt ziehen, die in der Nähe des hiesigen Bahnhofsviertels, eine kleine Pension eröffnet. Nach einer Weile wird Felix Hotelpage in einem renommierten Pariser Hotel. Er kommt mit seiner eleganten und redegewandten Art gut bei den Gästen an. Mich als Leser hat immer seine Sensibilität in Bezug auf Natur und Tierwelt imponiert, was vielleicht verwundert, wenn man bedenkt, wie lügnerisch, betrügerisch und kaltschnäuzig Felix zuweilen ist.


    Nach einer Zeit macht er dann eine Weltreise, unter einer falschen Identität. Ihm führt es zuerst nach Lissabon. Nur von dieser Station bekommen wir etwas mit. Der Roman endet abrupt wie zusammenhanglos. Vom Ende bin ich daher wirklich enttäuscht.

  17. Cover des Buches Schachnovelle (ISBN: 9783328106739)
    Stefan Zweig

    Schachnovelle

     (1.281)
    Aktuelle Rezension von: betweenenchantingpages

    Wenn man mitfiebern will, muss man die Schachnovelle lesen.

    Die Charaktere, die Story, das Ambiente; 100% lesenswert.

    Man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus.

    Spielend auf einem Schiff nach Buenos Aires, trifft Dr. B den Schachweltmeister Mirko Czentovic, gegen wen er antritt.

    Dieses Schachspiel bringt für Czentovic Erinnerungen an die Oberfläche.

  18. Cover des Buches Die Judenbuche (ISBN: 9783746042916)
    Annette von Droste-Hülshoff

    Die Judenbuche

     (448)
    Aktuelle Rezension von: Malka_Draper

    Achtung, diese Inhaltsangabe ist komplett und enthält daher Spoiler!

    Die Novelle erzählt die Geschichte von Friedrich Mergel, geboren im 18. Jahrhundert, der in Armut und Verwahrlosung in einer westfälischen Kleingemeinde aufwächst. Sein Vater, ein brutaler Alkoholiker, stirbt schon früh und hinterlässt eine gebrochene Ehefrau. Auch weiterhin scheint F.s Leben unter schlechtem Stern zu stehen und ist von schrecklichen Todesfällen geprägt. Er wird von seinem Onkel Simon in Obhut genommen und hilft ihm bei dessen zwielichtigen Geschäften. F. wird hochmütig und verschafft sich unter den Dorfbewohner Respekt durch Fäuste. Ihm folgt auf Tritt und Schritt der unehrliche Sohn Simons, Johannes.

    Wilderei und Holzdiebstahl stehen an der Tagesordnung und eine kriminelle Gang, die Blaukittel, roden still und heimlich und trotz nächtlicher Kontrollen große Teile des Waldes. Bei einem solchen Überfall stirbt der Förster und F. verheimlicht wichtige Hinweise.

    Auf einem großen Dorffest prahlt F. mit seiner neuen Taschenuhr und wird vom Juden Aaron aufgefordert, seine Schulden für die Uhr zu begleichen. F. flieht und fühlt sich zutiefst gedemütigt. In derselben Nacht verschwindet Aaron und wird drei Tage später tot unter einer Buche im Wald gefunden. F. und J. fliehen und bestätigen den Mordverdacht. Die jüdische Gemeinde trauert um ihren verstorbenen Glaubensgenossen und sich enttäuscht, dass die Tat nicht aufgeklärt werden kann. Sie erwerben die Buche und besehen sie mit einer hebräischen Inschrift, welche die Dorfbewohner nicht lesen können.

    Achtundzwanzig Jahre später taucht ein alter Mann auf, der sich als J. ausgibt und behauptet, der Sklaverei entkommen zu sein. Er wird freundschaftlich im Dorf aufgenommen, verschwindet jedoch spurlos. Er wird aufgehängt an der „Judenbuche“ gefunden und als F. identifiziert. Nun wird die Inschrift übersetzt: »Wenn du dich diesem Orte nahest, so wird es dir ergehen, wie du mir getan hast.«

    Die kurze Geschichte hat nur knapp 40 Seite und liest sich dadurch ziemlich schnell in ein bis zwei Stunden. Das ist aber auch schon fast alles, was ich an Gutem sagen kann. Die Formulierungen sind prägnant und kurzgehalten, es gibt einige beschreibende Landschaftserklärungen, man merkt, dass die Autorin selbst eine große Liebe für die Landschaft hat. Die Handlung ist theoretisch spannend, aber durch die Knappheit sehr sachlich geschrieben, zum Teil mit Jahreszahlen versehen.

    Es ist eine Geschichte, bei der man sich am Ende wundert, wieso man sie überhaupt gelesen hat bzw. was man aus ihr mitnehmen kann. Sie gewährt einen Einblick in eine Kleingemeinde, die aus Abschottung eigene, moralisch verwerfliche, Sitten und Regeln entwirft. Sie zeigt auf, welche Auswirkungen Armut, soziale Diskriminierung und Ausgrenzung auf den Charakter haben können. Sie spielt auf religiöse Riten an und Gottes Sinn für Gerechtigkeit. Ein bisschen Stoff für Interpretationen gibt es wohl doch.

    Das spannendste ist wohl, dass die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht und dass die Lebensgeschichte der Personen sogar noch größtenteils nachvollzogen werden können.

    Insgesamt bin ich froh, dass ich diese Lektüre nicht in der Schule lesen musste!

  19. Cover des Buches Theodor Fontane: Effi Briest (ISBN: 9783938484180)
    Theodor Fontane

    Theodor Fontane: Effi Briest

     (1.729)
    Aktuelle Rezension von: LeserLeserin

    Ich musst das Buch damals in der Schule lesen und es ist mir seither im Gedächtnis geblieben. Ich mag den Schreibstil und es wirkt vertraulich und doch distanziert. WIeder gerne gelesen. 

  20. Cover des Buches Hamlet (ISBN: 9783150204894)
    William Shakespeare

    Hamlet

     (612)
    Aktuelle Rezension von: JohnnyZombie

    Als dem jungen Prinzen Hamlet von Dänemark der Geist seines toten Vaters erscheint und ihm befiehlt, seinen Mord durch Hamlets Onkel zu rächen, stürzt es diesen in eine tiefe Sinnkrise.

    Es ist definitiv ein sprachlich beeindruckendes Stück, auch in der deutschen Fassung. Mal sind die Dialoge schlagfertig und spitzfindig, mal lassen sie sich über ihre Ansichten über das Wesen der Menschen aus, doch immer machen sie klar, warum Shakespeare so angesehen ist.

    Die Handlung an sich ist auch spannend. Es wird viel Wert auf Lügen, Intrigen und Hamlets eigene Zweifel gelegt und der Plot hält auch einige Überraschungen bereit, falls mensch es geschafft hat, nicht vorher aus anderen Quellen davon zu erfahren.

    Vor allem Hamlet als Charakter hat es mir angetan. Seine innerliche Zerrissenheit wird überzeugend dargestellt und seine Überlegungen sind interessant zu lesen. Auch die Nebencharaktere, darunter sogar der mörderische König selbst, haben etwas zu sagen.

    Hamlet ist definitiv auch für Leute wie mich, die eher selten Klassiker lesen, empfehlenswert. Mensch muss kein Experte oder DeutschlehrerIn sein, um hiermit seinen Spaß zu machen.

  21. Cover des Buches Sansibar oder der letzte Grund (ISBN: 9783257600551)
    Alfred Andersch

    Sansibar oder der letzte Grund

     (323)
    Aktuelle Rezension von: janaobrist

    Also ich habe tatsächlich dieses Buch freiwillig gelesen und es war keine Schullektüre für mich. Um ehrlich zu sein, habe ich jedoch das Buch nur gekauft weil es 1. so schön aussieht und 2. runtergeschrieben auf 3 Euro war, da musste ich einfach zupacken. Anfangs habe ich wirklich nichts gecheckt, doch mit der Zeit bin ich reingekommen und ich fand es wirklich schön zum Lesen. Vorallem "der Junge" empfand ich als eine schöne Figur und ich konnte ihn mir bildlich vorstellen. Auch ansonsten gefiel mir die Geschichte, sie ist aber eigentlich so langweilig und es passiert fast nichts, trotzdem lies ich gerne weiter. Ich hatte auch meine Zeiten, wo ich nicht mehr lesen wollte und auch einfach keine Zeit hatte und es für eine längere Zeit weggelegt habe. Ich hätte mir gewünscht dass zwischen Judith und Gregor etwas mehr passiert wäre und dass er mit ihr mitgegangen wäre, das war wirklich sad. Das mit Knudsen und dem Jungen jedoch war sooo süss und herzerwärmend. Helanders Ende war Heldenhaft und Bewundernswert. Wieso das Buch "Sansibar oder der letzte Grund" heisst verstehe ich bis jetzt immernoch nicht ganz, aber irgendwie ist es egal. Das mit dem Klosterschüler, diese Figur, dass verstand ich auch bis am Schluss nicht. Ich musste dann im Internet rechachieren und dann konnte ich plötzlich alle Puzzleteile zusammensetzen. Ich würde es kein 2. mal lesen, aber die Erfahrung war es wert. Mein Ziel beim Lesen lag leider fertig zu lesen und nicht zu wünschen das es weiter geht...

  22. Cover des Buches Aus dem Leben eines Taugenichts (ISBN: 9783458362876)
    Joseph von Eichendorff

    Aus dem Leben eines Taugenichts

     (444)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Der Sohn des Müllers ist ein wahrer Taugenichts. Tag für Tag sitzt er nur herum und genießt den Sonnenschein, sehr zum Missfallen seines Vaters. Dieser hat letztendlich aber genug von der Faulheit seines Sohnes und setzt ihn vor die Türe. So sieht sich der Taugenichts plötzlich einer komplett neuen Lebenssituation gegenüber. Mit seiner Geige zieht er nun übers Land, bis er auf eine schöne und mysteriöse Gräfin trifft, die sein Herz verzaubert. Sie ist zum Zweck seiner Existenz geworden, und so folgt er ihr bis über die Alpen nah Italien, um sein Glück zu finden. 

    Wir mussten das Buch im Deutschunterricht im Rahmen des Themas der Romantik lesen, und ich muss sagen, dass mich die Novelle einigermaßen überrascht hat, sowohl im positiven, wie auch im negativen Sinne. Der Schreibstil war recht angenehm zu lesen, man kommt flott durch die Geschichte, auch wenn es mir für meinen Geschmack manchmal zu flott war. Ich habe es gerne etwas breiter und umschreibender. Was aber schön zur Geltung kommt, sind die eindeutigen Merkmale der Literatur der Romantik, weshalb wir die Novelle auch lesen mussten. Man fühlt sich stellenweise auch ein wenig in die 20er Jahre des 19. Jahrhunderts zurückversetzt, vor allem wenn sich der Taugenichts wieder einmal auf Wanderschaft in der unberührten Natur befindet. Ein wenig zu kämpfen hatte ich allerdings mit dem Taugenichts als Figur. Zwar ist die Geschichte aus seiner Perspektive erzählt, wodurch man einen direkten Zugang zu ihm erhält. Auf der anderen Seite blieb er mir trotzdem ziemlich fremd. Ich glaube hauptsächlich, weil er recht eindimensional gezeichnet ist, und man auch sonst nicht besonders viel über ihn erfährt. Und sympathisch war er mir, um er ehrlich zu sein, auch nicht gerade. Er war mir für meinen Geschmack einfach viel zu unreflektiert, aber vor allem naiv und unbedacht. Zwar freut es mich, dass er aus seinem gewohntem Leben ausbricht, und neues wagt, allerdings konnte er dabei die möglichen Konsequenzen seiner Handlung für sich selbst, aber auch für seine Umwelt nicht einschätzen. Am meisten aber hat mich das Ende gestört, und auch die in der Geschichte immer wieder auftretenden Zufälle. Sowohl die besagten Zufälle, als auch das Ende wirkten mir viel zu sehr an den Haaren herbeigezogen und übertrieben. An manchen Stellen konnte ich nur mehr mit den Augen rollen, und ich hätte beim Genuss, diese Buch zu lesen, auf einige davon verzichten können. Das war dann einfach nicht mehr mein Geschmack.

    Auch wenn die Novelle in meinen Augen einige Schwächen hat, kann ich sie weiterempfehlen, vor allem als Schullektüre, da man hier sehr schön in die Gefühlswelt und Mentalität der Romantiker eintaucht, ohne dass sich das ganze sonderlich ziehen würde.  

  23. Cover des Buches Wilhelm Tell (ISBN: 9783843039543)
    Friedrich Schiller

    Wilhelm Tell

     (503)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Mit Friedrich von Schillers ‘Wilhelm Tell’ wird der Freiheitskampf der Schweizer gegen die Herrschaft der Habsburger dargestellt. Als klassisches Theater wurde das Volksstück 1804 erstmals aufgeführt. Von seinem Freund Goethe inspiriert, nahm Schiller die Tellsage auf und schrieb diese in Blankvers für die Bühne des Weimarer Hoftheaters.

     

    Es geht um Knechtschaft und Freiheit eines Volkes, das sich zusammenrauft und sich von fremden Vögten befreien will. Ein auch zu heutiger Zeit immer noch sehr aktuelles Thema. Wilhelm Tell tritt als eher bescheidener, stiller Held in Erscheinung, seine Person ist aber nicht unumstritten. Sein Menschenbild ist geprägt von Pflicht und Neigung. Als Rechtfertigung für seinen Tyrannenmord an Gessler, schiebt er moralische Gründe vor. Dieser habe ihn zur Notwehr getrieben, weil er ihn auf den Kopf seines Sohnes zielen liess. Handelt Tell jedoch nicht auch im Namen der Freiheit und ist ein Mord nicht immer ein Mord, egal aus welchen Gründen? Als Spiegelfigur betritt Johannes Parricida, Neffe von König Albrecht I. am Schluss des Stücks die Bühne. Auch er hat einen Mord begangen, jedoch aus Habsucht und Rache.

     

    Man kann den Text zudem als eine Auseinandersetzung mit der französischen Revolution verstehen. Über das Widerstandsrecht eines Volkes gegen Tyrannei und die Frage, wann gilt eine Herrschaft überhaupt als tyrannisch, darüber kann diskutiert werden, insofern eine durchaus lohnenswerte Schullektüre.

     

    Wenn man sich auf diese Versform einmal eingelassen hat, ist sie sehr angenehm und leicht zu lesen. Für die dynamische Dramatik und die gesprochene Sprache eignen sich die jambischen Sätze besonders gut. Mir haben auch die gewaltigen Naturbeschreibungen sehr gut gefallen. Insgesamt immer noch lesenswert, wenn man sich für Mythen der Geschichte interessiert und Zusammenhänge, die bis in die heutige Zeit wirken.

  24. Cover des Buches Ansichten eines Clowns (ISBN: 9783423191166)
    Heinrich Böll

    Ansichten eines Clowns

     (453)
    Aktuelle Rezension von: Dolores999

    Allein sprachlich und vom Figurenentwurf, von der Tiefe und Komplexität der Figur, her ist das Buch eine Wucht.
    Fasziniert hat mich auch die Kontroverse Katholizismus- Evang.- Atheismus/ Nichtkirchlich. Die Thematik spielt heute ja nur noch in sehr kleinen Kreisen eine Rolle, weil sie durch andere ersetzt wurde und ersetzt wird. In ein paar Jahren werden wir das Buch wohl als Parabel auf aktuelle quasi-religiöse und nicht minder unvereinbare Konflikte lesen.

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