Bücher mit dem Tag "diät"
114 Bücher
- Bas Kast
Der Ernährungskompass
(183)Aktuelle Rezension von: Natascha_WDas Buch "Der Ernährungskompass" ist die perfekte Lektüre, für alle, die tiefer ins Thema Ernährung eintauchen wollen und gut verständliche Erklärungen dafür suchen, was im Körper passiert, was es mit den ganzen Ernährungsmythen auf sich hat und wie man die eigene Gesundheit aktiv verbessern kann.
Bas Kast erklärt mit viel Humor, welchen Aussagen man glauben kann und was man lieber sofort wieder vergisst - untermauert mit den verschiedensten Studien.
Es macht unfassbaren Spaß seine Worte zu lesen und sich von seiner Erfahrung inspirieren zu lassen. Ich habe aus dem Buch unglaublich viel mitgenommen und freue mich auf den Weg, den ich dank meinem neu gewonnenen Wissen, zuversichtlich beschreiten kann.
Sehr schwierig hier eine Auswahl zu treffen, aber dennoch sind dies meine liebsten Stellen aus dem Buch:
• In jedem älter werdenden Menschen, heißt es, schlummert noch dieser junge Mensch, der er einmal war und der sich wundert, was passiert ist.
• Ebenso unproduktiv ist der damit zusammenhängende Hinweis, Übergewicht sei die unweigerliche Konsequenz davon, dass wir mehr Kalorien verzehrt als verbrannt haben. Auch diese "Erklärung" ist sachlich korrekt - und ungefähr so erhellend, wie wenn man Bill Gates' Reichtum damit "erklären" würde, dass er mehr Geld eingenommen als ausgegeben hat.
• Wurst ist eigentlich gar kein Fleisch im engeren Sinne, es ist ein fettreiches Industrieprodukt mit Spurenelementen von Protein.
• Wir überfressen uns an Fetten und Kohlenhydraten auf der Suche nach Protein.
• Sobald Sie zu einem verarbeiteten Lebensmittel greifen, können Sie mit einer gewissen Proteinverdünnung rechnen (die Produkte sind verfettet, verzuckert oder beides).
• Werden unsere Körperzellen ständig zu Wachstum angeregt, ist das auch deshalb so gefährlich, weil ja Krebs ebenfalls nichts lieber tut, als zu wachsen, und Proteinbausteine sind der Hauptrohstoff, aus denen sich neue Krebszellen zusammensetzen.
• Das innere Bauchfett ist, wie erwähnt, ein stoffwechseltechnisch schädliches Fett, das sich im Inneren der Bauchregion anlagert und Entzündungsstoffe aussendet wie eine Drüse, was zu allerlei gesundheitlichen Komplikationen führt.
• Eine dauerhafte zuckerreiche Nahrung führt zur Verfettung der Leber. Die Leber wird daraufhin unempfindlich gegenüber dem Hormon Insulin.
• Aufgrund der Verfettung sind viele unserer Körperzellen insulinresistent geworden, was erhöhte Insulinwerte nach sich zieht, was wiederum dazu führt, dass das Fett nicht als Energiequelle genutzt werden kann, weil Insulin die Fettverbrennung blockiert.
• Je mehr Speckpolster Sie abbauen, desto insulinempfindlicher wird ihr Körper, und desto stärker sollte sich auch die Kohlenhydratunverträglichkeit zurückbilden.
• Weißbrot ist ... "an sich eigentlich kein Nahrungsmittel, sondern das, was übrig bleibt, wenn man aus Brot alle Mineralien, Ballast- und Nährstoffe herausholt".
• Transfette machen fett und krank.
• Übergewicht kann auf diese Weise immer mehr Übergewicht nach sich ziehen, weil unser Hypothalamus in seinem "verschrumpften" Zustand die reichlich vorhandene Energie unseres Körpers nicht mehr wahrnimmt.
• Unser Körper tickt optimal, wenn die Rhytmen von Licht und Dunkel und Essen und Fasten miteinander im Einklang liegen.
- Nadja Hermann
Fettlogik überwinden
(98)Aktuelle Rezension von: BettinaviolabarthWarum dieses Buch noch auf dem Markt ist, zeigt leider nur, wie normalisiert essgestörte Verhaltensweisen ist unserer Gesellschaft weiterhin sind, denn dieses Buch ist nicht mehr als eine Anleitung zur Essstörung, in der eine Person, der aufgrund ihres Berufes fälschlicherweise Experise zugesprochen wird, ihren Weg zu einem schlanken Körper auf essgestörte und ungesunde Art beschreibt. Dieses Buch war ein Grund für meinen letzten Anorexie Rückfall und ist ein Zeugnis für unsere Fettfeindliche und Essstörungen normalisierende Gesellschaft.
- Helen Fielding
Bridget Jones. Schokolade zum Frühstück
(1.104)Aktuelle Rezension von: LuliaIch habe mir das Buch nach dem Schauen der Kinofilme zugelegt, weil die Filme so unterhaltsam waren und ich das nochmal in Buchform erleben wollte.
Die Handlung ist eine Mischung aus romantischem Stolpern, gesellschaftlichem Wahnsinn und innerem Monolog deluxe. Bridget ist die Queen of Overthinking und das macht sie so nahbar und realitätsnah. Die Themen Gewicht, Liebe und Job sind der Dreh- und Angelpunkt der Handlung. Trotz oder gerade wegen des Talents sämtliche Fettnäpfchen auf dem Lebensweg zu finden ist, sie definitiv eine Heldin des Alltags: sie fällt, richtet sich wieder auf, rückt ihr Krönchen zurecht und geht weiter. Ihr unbeirrbarer Optimismus, dass das Leben besser wird ist fast ansteckend. Die Handlung ist realitätsorientiert, mit einem Hang zum Überzeichnen. Sowohl die Hauptfigur als auch die Nebenfiguren sind gut ausgearbeitet und verleihen der Handlung eine schöne Fazette und eine gewissen Abwechslung.
Der Schreibstil ist eingänglich und untersützt ein angenehmes Lesen. Durch den Fokus auf die Hauptfigur kann man sich als Leser sehr tief in diese hineinversetzen und durch die Schreibweise als Tagebuch erhält man eine zusätzliche Nähe zur Protagonistin.
Einziger Minuspunkt: Das Thema Gewicht nimmt im Buch eine viel größere Rolle ein als im Film, was ich manchmal als etwas penetrant oder gar zwanghaft empfinde.
Dennoch kann ich das Buch weiterempfehlen. - Daniela Dröscher
Lügen über meine Mutter
(264)Aktuelle Rezension von: JVA_81Daniela Dröscher beschreibt das Aufwachsen in einer Familie in den 80ern, das beherrscht wird von einem Thema, nämlich dem Gewicht der Mutter. Denn der Vater macht das Gewicht seiner Frau für die Dinge die er nicht bekommt. Beruflichen Erfolg und soziale Anerkennung im Dorf. Aus diesem Grund entscheidet er dass seine Frau abzunehmen hat.
Die Autorin beschreibt dabei eindringlich die Doppelmoral mit welche auf der einen Seite der Ehefrau zur Gewichtsabnahme fast schon gezwungen wird, sich der Vater auf der anderen Seite aber jedwede Freiheit herauskommt.
Herausgekommen ist eine eindringliche Familiengeschichte, die in den intensivsten Momenten schon körperliches Unbehagen hervorruft.
Unbedingte Leseempfehlung.
- Susanne Fröhlich
Moppel-Ich
(227)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeEine kurzweilige Unterhaltung, humorvoll geschrieben und sicherlich auch eine Motivation für viele, die abnehmen wollen. Hat mir gut gefallen.
- Nicole Jäger
Die Fettlöserin
(76)Aktuelle Rezension von: Perse- Details:
Ausgabe: eBook
Erscheinungsdatum: 18.12.2015
Verlag: Rowohlt
Genre: Autobiografie
Seitenanzahl: 286
- Inhalt:
Nicole Jäger erzählt von ihrem Kampf mit den Kilos.
- Meinung:
Das Buch hat nicht meine Erwartungen erfüllt. Ihre Geschichte ist interessant, ehrlich und stark - das möchte ich gar nicht abstreiten, aber eine "Anatomie des Abnehmens" ist es wahrlich nicht. Sie hat lediglich geschafft, ihre eigene Fettlöserin zu sein, keine allgemeine. Wer hier eine Art Ratgeber erwartet, wird enttäuscht sein.
- Fazit:
Das Buch war ansatzweise interessant, aber konnte mich nicht so mitnehmen.
- Empfehlung:
Für alle, die Fans von Nicole Jäger sind und/oder Interesse an Abnehmgeschichten haben.
Keine Kauf- und Leseempfehlung von mir.
- Kerstin Gier
Lügen, die von Herzen kommen
(614)Aktuelle Rezension von: LilyWinterHannah ist völlig aus der Art geschlagen: Sie hat Abitur, da Studium beendet und eine gutenJob in einer Redaktion. Ihre Mutter hat es nicht so mit den weltlichen Dingen, ganz anders als ihr Mann, der glücklicherweise Hannah und ihre Schwestern adoptiert hat. Ihr Bruder Philip ist allerdings gerade dabei, alles in den Sand zu setzen. Doch Hannah ist mit eigenen Problemen beschäftigt: Ihr neuer Chef, ein gutaussehendes A. (vielleicht doch nicht) fordert alle auf, sich in einem Chatroom anzumelden und eine Story daraus zu machen. Hannah lernt prompt Boris kennen und stellt sich ihm als eine Größe 36 vor. Das nächste Problem ist es, eine 36 zu werden. Alle Freundinnen stehen mit Rat und Tat zur Stelle, irgendwie haben alle Diäterfahrung außer Hannah. Die durchgeknallte Freundin ihres Bruder richtet ein Massaker an. Und beim Joggen trifft sie auch noch ihren Chef!
Unglaublich witzig und trotzdem äußerst lebensnah!
- Pippa Arden
Der kleine Laden der großen Träume
(8)Aktuelle Rezension von: AlmeriWir haben für die Leserunde auf Lovelybooks vom Verlag dot.books ein Leseexemplar erhalten. Zum Abtauchen in die Geschichte war die Love-Story zwischen Franzi und Ben genial. Die Autorin Pippa Arden hat einen angenehmen, flüssigen und leichten Schreibstil, den man mit viel Humor, was mich zum schmunzeln brachte, folgen konnte. Ich wurde schon in den ersten Seiten von Franzis Art mitgerissen, man kann sie nur lieben. Wie sie aber den einsamen Mann von der Parkbank, einfach mit heim nimmt, und ihm mit ihrer engelhaften Art zur Hilfe geht, ist MUTIG. Ich würde schon gar nicht einen Fremden mit heimnehmen! Absolute Leseempfehlung. - Johann Lafer
Medical Cuisine
(57)Aktuelle Rezension von: christine_tarotIch verfolge schon seit Jahren den Fernsehkoch Johann Lafer und habe einige seiner Kochbücher im Regal stehen- umso erfreulicher, wenn es ein neues Buch gibt - und zwar zum Thema Gesundheit - dass Lafer immer mit der Zeit geht, hat er auch schon in seinen vergangenen Kochbüchern gezeigt. Hier wird erklärt, warum man sich gesund ernähren sollte - und dass sie im besten Sinne einen zentralen Platz im Leben einnehmen sollte. Die Bilder der Gerichte sind gut dargestellt und auf den Punkt, ich mag es wenn in einem Kochbuch Bilder sind. Die Rezepte klingen lecker und sind einfach nachzumachen.
Natürlich sind die Rezepte nicht neu, aber sie sind ein Wegweiser für gesunde Ernährung.
Ich werde sicherlich den Tabouleh Salat oder die Avocado Creme nachkochen, auch gibt es Rezepte für süße Nachspeisen, wie zum Beispiel Tiramisu.
Gut auch, dass hier nach Portionsgrößen gekocht wird. - Dr. Mareike Awe
Wohlfühlgewicht
(107)Aktuelle Rezension von: aspecialkateDie Autorin Mareike Awe hat mit ihrem Buch "Wohlfühlgewicht" einen Motivations-, Veränderungs- und Ernährungsratgeber der besonderen Art geschrieben. Diäten, Jojo-Effekt, emotionales Essen... Wir kennen ihn alle, den Gewichtskampf, der einen in den Wahnsinn treiben kann. Damit ist nun Schluss, denn die Autorin ist Ärztin und ein Profi in Sachen Ernährung und holt einem aus dem Teufelskreis der Ess- und Ernährungsfallen.
Besonders motivierend und spannend erklärt, schafft Awe mit ihrem Konzept des intuitiven Essens Klarheit, Bewusstsein, Motivation und Abnehmerfolge. Authentisch und ehrlich offenbart sie ihre eigenen Essprobleme und ihre Motivation hinter dem Konzept. Diäten sollte man schnell vergessen, denn es geht vielmehr um das Wohlfühl-Ich im eigenen Körper. Es geht um langfristige Ziele, Prinzipien der intuitiven Ernährung und eine einfache Umsetzung im Alltag.
Das Konzept ist nicht nur eine Ernährungs- sondern auch eine Lebensumstellung und die Einstellung zu dem Ganzen ist sehr bedeutsam. Besonders begeistert hat mich das Kapitel, in dem es um den emotionalen Hunger geht. Die Übungen und hilfreichen Ratschläge sind alltagstauglich und praktisch umsetzbar. Auch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körperbild, Akzeptanz, Selbstkritik und Selbstliebe motivieren und stärken einem bei der Umsetzung. Wer zum Buch einen Begleiter benötigt, der kann zusätzlich an Mareike Awe`s selbst entwickelten intueat Programm teilnehmen. Dies ist vor allem hilfreich, wenn man den Austausch mit Gleichgesinnten schätzt und Inhalte mehr vertiefen möchte.
Fazit: Ein motivierender, lebensverändernder Ernährungsratgeber mit viel Selbstliebe und Wertschätzung dem eigenen Körper gegenüber. - Ellen Berg
Das bisschen Kuchen
(161)Aktuelle Rezension von: Andreia22-
Ellen Berg schafft es auf unvergleichlich humorvolle Art das Leben mit all seinen Facetten zu beschreiben. Und trotz des vordergründigen Humor's sind die Themen ihrer Geschichten nicht die witzigen Dinge des Lebens, sondern die Probleme des Alltags und/oder von Beziehungen.Herrliche Bücher....zum Abschalten Perfekt
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- Sophie Kinsella
Kennen wir uns nicht?
(726)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer„Kennen wir uns nicht?“ von Sophie Kinsella ist wie ein sprudelnder Cocktail, der einen gleichermaßen überrascht und erfrischt. Das Buch hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Die Geschichte ist witzig, charmant und voller überraschender Wendungen, genau das, was man von Kinsella erwartet.
Stell dir vor, du wachst eines Tages im Krankenhaus auf und die letzten drei Jahre deines Lebens sind wie weggewischt. Das ist das Dilemma, in dem sich Lexi Smart nach einem Autounfall befindet. Die letzte Erinnerung, die sie hat, ist eine Nacht im Jahr 2004, in der sie mit ihren Freundinnen unterwegs war. Plötzlich befindet sie sich im Jahr 2007, und alles hat sich verändert – und zwar drastisch.
Lexi stellt fest, dass sie jetzt einen Chefposten innehat, einen millionenschweren Ehemann namens Eric hat und in einem luxuriösen Loft wohnt. Hört sich doch nach einem Traumleben an, oder? Aber der Schein trügt. Sie versteht die Welt nicht mehr: Ihre besten Freundinnen meiden sie, ihre neue beste Freundin ist ein wandelndes Klischee und zu allem Überfluss taucht auch noch ein attraktiver Mann auf, der behauptet, ihr Liebhaber zu sein. Chaos vorprogrammiert!
Kinsella erzählt diese Verwirrungen mit ihrem unverwechselbaren Humor und einer Leichtigkeit, die einem das Lesen zum Vergnügen macht. Lexi ist eine wunderbar sympathische Protagonistin, deren verzweifelte Versuche, ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen, ebenso rührend wie unterhaltsam sind. Besonders witzig fand ich die Szenen, in denen sie versucht, sich in ihrer neuen Rolle als erfolgreiche Geschäftsfrau zurechtzufinden, während sie innerlich noch das chaotische Mädchen von früher ist.
Der Roman lebt von seinen lebendigen Charakteren und den cleveren Dialogen. Kinsella schafft es, die Balance zwischen Romantik und Komik perfekt zu halten. Es gibt Momente, in denen man laut lachen muss, und andere, die einen zum Nachdenken anregen. Besonders gelungen ist, wie Kinsella die Spannung aufrechterhält, indem sie nach und nach die Puzzleteile von Lexis vergangenem Leben aufdeckt. Man fiebert mit Lexi mit, will wissen, wie sie in diese Situation geraten ist und wie sie sich daraus befreien wird.
„Kennen wir uns nicht?“ ist definitiv eines von Kinsellas besten Werken. Die Geschichte ist originell, die Charaktere sind liebenswert und der Schreibstil ist, wie immer, locker und flüssig. Wenn du auf der Suche nach einer leichten, unterhaltsamen Lektüre bist, die dich zum Lachen bringt und gleichzeitig dein Herz erwärmt, dann ist dieses Buch genau das Richtige für dich. Und vergiss nicht: Manchmal muss man sich selbst verlieren, um sich neu zu entdecken.
- Lea Blumenthal
Das Leben ist zu kurz für diesen Scheiß
(27)Aktuelle Rezension von: MarcsbuechereckeDieser Anti-Ratgeber ist für diese Art Literatur wirklich was Besonderes. Mittlerweile ist es ja Gang und Gebe, dass Beispiele in Sachbüchern zu regelrechten kleinen Romanen ausgearbeitet wurden. Diese Art des Storytellings gefällt mir meist aber nur bis zu einem gewissen Grad. Sind es zu viele Passagen, bin ich offen gesprochen eher entnervt. Gerade in Ratgebern auf die ein Fakt in 30 Beispielen belegt werden soll, frage ich mich manchmal – Achtung Bösartig – ob den Autoren einfach nichts mehr eingefallen ist, was sie mir eigentlich mitgeben wollen würden.
Nun habe ich dieses Buch aufgemacht und bin direkt über die Art der Geschichte gestolpert. Dieses Buch ist keine sachliche Aufzählung, sondern ein Roman (eventuell auch eine Biographie?), der an einem Silvesterabend beginnt, wie wir in alle wahrscheinlich kennen dürften: Man sitzt mit Freunden nett zusammen, schaut auf das Ergebnis das Wachs- oder Bleigießens und dann beginnt man sich über die Vorsätze für das nächste Jahr an auszutauschen. Hier kommt aber noch hinzu, dass die Autorin mit ihren Freunden wettet, wer es schafft seine oder ihre Vorsätze auch wirklich durchzuziehen. Mehr werde ich handlungstechnisch nicht verraten.
Blumenthal gelingt es auf diese Art und Weise überraschend gut die Mischung aus „beibringen“ und „erzählen“ an den Tag zu legen, die auch mich hat an der Stange bleiben lassen. Lustigerweise habe ich mich stellenweise sogar dabei erwischt, dass ich regelrecht „mitgefiebert“ habe, wie es mit der Wette wohl weitergehen würde. Schon lustig, irgendwie …
Inhaltlich konnte das Buch mir leider nicht sehr viel Neues verraten. Die Tipps, die Blumenthal in diesem Buch gut verpackt hat, sind einfach schon oft aufgeführt worden in der Ratgeberliteratur. Die lockere Art und Weise aber, war das, was dieses Buch für mich doch zu einem guten Buch gemacht hat.
Fazit:
Dieses Buch ist nicht unbedingt geeignet für jemanden, der schon viele Bücher dieses Genres gelesen hat, aber in meinen Augen ein perfektes Einsteigerbuch.
- Bas Kast
Der Ernährungskompass - Das Kochbuch
(31)Aktuelle Rezension von: SnowbirdNach der enormen Resonanz auf den Ernährungskompass hat Bas Kast diesem in Zusammenarbeit mit Michaela Baur mit dem Kochbuch eine Sammlung von Rezepten als praktische Anleitung hinzugefügt. Den Rezepten vorgeschaltet ist ein theoretischer Teil, in dem er die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Ernährungskompass sowie die 10 Goldenen Regeln (im Kompass sind es 12) zusammenfasst. Dieser Text ersetzt allerdings die Lektüre des Kompasses nicht, macht es aber möglich, beide Bücher in umgekehrter Reihenfolge zu lesen. Besonders gut gefällt mir an dieser Stelle die Kompass-Ampel: eine Übersicht, die den Verzehr von Lebensmitteln in (sehr) gut (= grün) - in Ordnung/neutral (= gelb) und lieber vermeiden (= rot) einteilt. Das ist eine schnell zu erfassende Orientierungshilfe und einprägsame Unterteilung.
Im Hauptteil folgen 111 Rezepte, sortiert in morgens, mittags und abends. Ein kurzer Erfahrungsbericht darüber, was sich nach der Arbeit mit dem Ernährungs-Kompass für den Autor verändert hat sowie ein Register der Rezepte und ein Register der Zutaten runden das Buch ab.
Zur Gestaltung: Die Darstellung der Rezepte ist ungewöhnlich, denn Zutatenliste und Beschreibung werden zusammengefasst. Das ist platzsparend und übersichtlich, mir gefällt das gut. Weniger gut finde ich, dass es zu vielen Rezepten keine Abbildung gibt bzw allenfalls ein sehr allgemeines Systemfoto. Das erscheint mir bei Gerichten, die für mich völlig neu sind, etwas unglücklich, denn da wüsste ich schon gerne, wie sie aussehen sollten, wenn sie fertig sind. Zudem erschließt sich die Lust auf ein Gericht leichter mit den Augen als durch das Lesen eines Rezepts. Ich finde Illustrationen auch gerade für Ernährungsumstellungs-Anfänger wichtig, die erst damit beginnen, sich mit einer neuen Ernährungsart vertraut zu machen. Erschwert wird der Zugang zu den Rezepten für Anfänger auch durch die Verwendung von teilweise eher ungewöhnlichen Zutaten, die man in einem 0-8-15-Supermarkt auf dem Land nicht unbedingt bekommt.
Ich koche schon länger nach den Prinzipien der Mittelmeerküche, deshalb ist mir ein Teil der Rezepte dieses Kochbuches aus der Erfahrung vertraut. Andere Rezepte finde ich gewöhnungsbedürftig. Der Ernährungs-Kompass als theoretische Grundlage ist super, den empfehle ich uneingeschränkt, aber dieses Kochbuch finde ich zum Einstieg in eine neue Ernährungsweise nur bedingt geeignet.
- Lucy Diamond
Diät-Pralinen
(9)Aktuelle Rezension von: Henri3tt3Der deutsche Titel ist leider total daneben, denn das Original heißt "Sweet Temptation", also "Süße Versuchung", was ja eindeutig zweideutig ist. Man sollte es auch lieber im Original lesen, weil in der Übersetzung ein paar Fehler drin sind, die für Verwirrung sorgen. Auch fand ich manche Formulierungen zu derb, was sicher auch an der Übersetzung liegt, weil sie nicht zum Rest des Buches passen. Aber das ist Geschmacksache.
Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Es geht um drei Frauen, die abnehmen wollen. Eine ist geschieden und Single, eine verlobt und eine verheiratet mit Kindern. Also gibt es für jede Leserin eine Identifikationsfigur (falls man sowas braucht). Es dauert in diesem Buch sehr lange, bis die Personen vorgestellt sind und sich kennen lernen und anfreunden, was mir sehr gefällt. Die Perspektive wechselt immer zwischen den Frauen. Lange Bögen, deren Anfang man längst wieder vergessen hatte, werden gegen Ende des Buches wieder aufgegriffen und verknüpft, dabei ist zwar das Ende im Großen und Ganzen vorhersehbar, aber das macht nichts, denn wie es genau dazu kommt, das ist das spannende!
Der Schluss kam für mich etwas plötzlich, als hätte die Autorin keine Lust oder Zeit mehr gehabt, alles auszuführen. Aber wie sie auf wenigen Seiten doch noch alles zu einem Abschluss bringt, finde ich dann doch ganz gut.
Es ist alles dabei: Freundschaft, Liebe, Angst, Spannung, Spaß, Trauer,...Die Personen entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter, das finde ich bei Romanen immer wichtig.
Und Ewig Grüsst das Moppel-Ich
(1)Aktuelle Rezension von: brauneye29Zum Inhalt:
Eigentlich ist es ein Buch zum Buch: Seit ihrem Bestseller „Moppel- Ich“ hat Susanne Fröhlich nicht nur viele neue Fans sondern auch Pfunde hinzugewonnen, eine Tatsache, der vehemente Reaktionen folgten. „Hämisch, gehässig und so drastisch, dass ich erschrocken bin.“ Und so folgt nun das neue Buch, ein kalorienarmer Hochgenuss, deutlich, kritisch und mit der ihr eigenen ansteckenden Lebensfreude.
Meine Meinung:
Ja, ich war gespannt, was Frau Fröhlich uns diesmal für Weisheiten erzählen wird. Schließlich war Moppelich schon sehr amüsant. Es fängt auch interessant an, aber irgendwie ist dieses Buch zuviel von allem. Zu viel ich steh zu mir, zu viel darum ist das so, zu viel Statistik hier, zu viel über wie der BMI sich entwickelt. Aber am allerschlimmsten war spätestens bei CD 3 die Stimme. Ich war genervt von Frau Fröhlich's Stimme. Vielleicht hätte mir eine andere Stimme mehr Freude gemacht, hier war ich froh, als es dann endlich vorbei war.
Fazit:
Kann man hören, ist aber echt kein Highlight- Dr. med. Petra Bracht
Das Kochbuch zum Intervallfasten
(62)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderMit dem Intervallfasten bringe ich meinen Körper zu Höchstleistung und es ist echt eine super Sache. Die Umsetzung ist gar nicht so schwer. Mit dem Buch bekommt man eben super gute Tipps und es wird auch erklärt wie und was im Körper passiert.
Dann folgen eben viele köstliche Rezepte, die man einfach und schnell zaubern kann und die es einfacher machen. Gut zum vorbereiten und einkaufen, super Sache.
- Anastasia Zampounidis
Für immer zuckerfrei
(72)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeAnastasia Zampounidis hat auf jeden Fall meinen Respekt für ihre Durchhaltekraft und Konsequenz. Sie verzichtet komplett auf Industriezucker, und das stelle ich mir in der heutigen Zeit, wo fast überall Zucker beigefügt wird, sehr schwer vor.
Das Buch ist für mich eine Art Erfahrungsbericht, kein Ratgeber. Zwar sind schon ein paar gute Tipps enthalten, aber vordergründig geht es doch um ihren ganz persönlichen Weg aus der Zuckerfalle. Sie schreibt dabei sehr locker und interessant; ich habe das Buch sehr gerne gelesen.
31.12.2023
- Karsten Dusse
Achtsam morden durch bewusste Ernährung
(88)Aktuelle Rezension von: JanetIch habe es geliebt, wie sich der Autor mit dem Thema Ernährung aus unterschiedlichen Perspektiven auseinandersetzt. Er geht auf das Fasten, die Auswirkungen von Fast Food, Vegetarier und vieles mehr ein. Gleichzeitig besucht er nach wie vor seinen sympathischen Achtsamkeitscoach, ist ein krimineller Anwalt und Vater. Das Buch ist wie ein Mehrgangmenü aufgebaut, was lustig ist und wie ein roter Faden zum indirekten Mord am Ende der Geschichte führt. Ich fand es schade, dass das Morden eine nebensächliche Rolle spielt, da der Titel etwas anderes verspricht und ich es anders von den bisherigen Büchern gewohnt bin.
- Morena Diaz
Love your body und schließe Frieden mit dir selbst!
(38)Aktuelle Rezension von: Schneeflamme„Love your Body“ Ist ein Versuch der Autorin den Menschen ein Stück weit mehr Selbstliebe zu bringen. Auf dem Cover ist eine Waage angezeigt, die nach Meinung der Autorin eigentlich weg gehört. Ich frage mich warum wird es dann aufs Cover gebracht? Die Autorin ist selbst ungeschminkt zu sehen und wirkt aber müde. Entgegen der Meinung der Autorin muss nicht jeder Mensch ungeschminkt müde aussehen. Mach ich ja auch nicht und gehe straff auf die 30 zu.
Im Buch schreibt die Autorin viel über sich selbst und ihren Weg und den resultieren Erfahrungen. Es ist jedoch keine Biografie. Die Quintessenzen sind als Fazit nach den jeweiligen Kapitel und seitlich nochmals angebracht. Dazu gibt es viele Exkurse von anderen Instagramern.
Was die Memoikärtchen darstellen sollen ist mir unklar. Dieses kleine Herz, was sonst auch bei Büchern für Kinder drin ist?
Das Buch enthält nichts neues, was man nicht irgendwo bereits gehört hätte. Für mich transportiert die Autorin keine Botschaft der Selbstliebe in diesem Buch. Es wirkt eher als ob sie sich gezwungener Maßen mit der Masse abgefunden hätte. Aber ist das wirklich die Lösung?
Warum Menschen unterschiedlich sind darauf geht die Autorin gar nicht ein. Sie sagt, der BMI ist nicht sinnvoll, weil es verschiedene Menschen gibt und das war es dann schon. Was ist mit Darmtypen? Wassereinlagerungen aufgrund des Zyklus s? Genetischer Disposition? Darauf geht sie gar nicht ein, das Buch ist dahingehend oberflächlich und auch kein Ratgeber. Für sich selbst hat sie zur intuitiven Ernährung gegeben ohne dies genauer vorzustellen. „Essen worauf man Lust“ hat ist es nämlich nicht. Fast Food senkt die Immunabwehr egal, ob es sich um einen schlanken Menschen handelt oder um jemand mit Übergewicht. Zudem beeinflussen bestimmte Lebensmittel unser Gehirn. Essen nach Lust ist also nicht automatisch das was der Körper braucht. Es ist toll, dass man nicht mehr nach Kleidergröße schauen soll aber was ist wenn man keine Klamotten mehr bekommt?
Die Antwort bleibt Frau Diaz der Leserschaft schuldig.
2 nett gemeinte Sterne
- Tanja Janz
Krabbe mit Rettungsring
(67)Aktuelle Rezension von: knisterkaktusDieses Buch strotzt nur so von Klischeehaften Aneinanderreihungen über kräftige Menschen. Der Klappentext des Buches klang ganz witzig, aber im Endeffekt musste ich beim lesen so gut wie nie schmunzeln, sondern eher die Augen rollen.
Die Beschreibung von Nina ist mir von Anfang an unsympathisch. "Hach, ich war immer dünn, wie konnte ich nur plötzlich dick werden?" wundert sie sich gleich zu Beginn des Buches. Verdrückt aber in einer Tour Pasta, Süßes und Nachts wird Kakao getrunken. Das wirkt alles sehr naiv und Klischeehaft, als würde jeder kräftige Mensch sich so ernähren und sich dann noch über das Übergewicht wundern.
Auch die Bekannten und Freunde von Nina sind sehr überzeichnet. Stellenweise habe ich mich wie bei "Schwiegertochter gesucht" gefühlt - z.B. die Katzen-T-Shirt-Tragende Silke!? Das ist nicht mein Humor.
Die Beschreibungen über die Abnehmshow fand ich ganz interessant, auch die Erzählungen über die Schönheit von St. Peter-Ording waren in Ordnung. Der Schreibstil der Autorin war flüssig und gut zu lesen.
Alles in allem konnte mich das Buch jedoch leider überhaupt nicht überzeugen und ich bin froh, dass dies ein Bücherschrankfund war und ich kein Geld dafür ausgegeben habe.
- Claudia Thesenfitz
Sylt oder Sahne
(88)Aktuelle Rezension von: Lily2311„Sylt oder Sahne“ von Claudia Thesenfitz ist eine charmante und unterhaltsame Sommerlektüre, die den Leser auf die malerische Insel Sylt entführt. Die Autorin erzählt die Geschichte einer Frau, die auf der Suche nach einem Neuanfang und ein wenig Ruhe in der Abgeschiedenheit der Nordseeinsel eine kleine Pension übernimmt.
Claudia Thesenfitz zeichnet ihre Protagonistin mit viel Wärme und Humor. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet und die Dialoge sprühen vor Witz und Lebendigkeit. Die Geschichte entfaltet sich vor der idyllischen Kulisse Sylts, deren Landschaft und Atmosphäre die Autorin eindrucksvoll beschreibt. Man spürt förmlich die frische Meeresbrise und hört das Rauschen der Wellen, was das Buch zu einer perfekten Lektüre für Urlaub oder entspannte Stunden zu Hause macht.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig, was das Lesen angenehm und kurzweilig macht. Die Handlung hält einige überraschende Wendungen bereit, die das Interesse des Lesers aufrechterhalten und für Abwechslung sorgen. Die Themen Freundschaft, Selbstfindung und die Herausforderungen des Lebens werden mit einer Leichtigkeit behandelt, die zum Nachdenken anregt, aber dennoch nie zu schwer wirkt.
„Sylt oder Sahne“ ist ein Buch, das gute Laune verbreitet und den Leser mit einem Lächeln zurücklässt. Es ist eine gelungene Mischung aus Humor, Gefühl und einer Prise Romantik, die perfekt aufeinander abgestimmt sind. Claudia Thesenfitz hat eine Geschichte geschaffen, die nicht nur unterhält, sondern auch das Herz berührt. Ein absolutes Muss für alle, die eine erfrischende und inspirierende Lektüre suchen, die Lust auf Meer und mehr macht. - Petra Bracht
Klartext Abnehmen
(4)Aktuelle Rezension von: KlusiWie schon in ihrem ersten gemeinsamen Ratgeber „Klartext Ernährung“, so haben Dr. med. Petra Bracht und Prof. Dr. Claus Leitzmann auch in ihrem neuen Buch wieder eigentlich drei Bücher in einem zusammengefasst.
Buch 1 enthält ein komplettes 4-Wochen-Programm mit veganen Rezepten von Nicole Just. Abgerundet wird dieses Buch durch wirksame Übungen von Roland Liebscher-Bracht.
Das zweite Buch bietet zahlreiche Lösungsansätze und Vorschläge, wie das Abnehmen besser klappt, wie viel und was wir wann und wie oft essen sollten. Hier erfährt man viel Interessantes über die verschiedenen Arten von Nahrung und zu ihren Inhaltsstoffen. Im dritten Buch geht es dann darum, wie sich Abläufe im Körper auf unser Gewicht auswirken können, um den Stoffwechsel, den Einfluss von ausreichend Schlaf, über Stress, Verstopfung, Autophagie und vieles mehr. Hier erfährt man auch Wichtiges zur Bedeutung der einzelnen Nährstoffe für eine gesunde Gewichtsabnahme und zu bestimmten Lebensmitteln, die das Abnehmen unterstützen, während andere es eher ausbremsen. Mit 470 Seiten ist dies ein sehr ausführliches Buch, das man nicht unbedingt in einem Rutsch durchliest, sondern das man immer wieder zwischendurch zu Rate zieht.
Man sollte wissen, dass die Grundlage hier eine vegane Ernährung ist, denn es ist wichtig, sich darauf einzulassen, wenn man wirklich Erfolge erzielen möchte.
Man wird mit seinen Problemen nicht alleine gelassen, sondern kann im Sachregister und im Rezeptregister jederzeit nachschlagen, wenn man zu einem bestimmten Problem Rat benötigt bzw. ein spezielles Rezept sucht. Es ist ein richtiges Arbeitsbuch, und man kann wichtige Passagen immer wieder nachschlagen. Beim ersten Lesen habe ich jede Menge Haftnotizen bei für mich wichtigen Abschnitten angebracht, so dass ich sie leicht wieder finden kann. Das geballte Wissen, das man hier serviert bekommt, kann man gar nicht auf einmal verarbeiten.
Wie gesagt, es ist möglich, anhand des 4-Wochen-Programms einen kompletten Monat mit den Rezepten zu bestreiten. Ich persönlich gestalte mir meinen Wochenplan jedoch lieber selbst, denn oft sind benötigte Zutaten gerade nicht erhältlich, und da variiere ich gerne. Man kann aber ja auch jederzeit einzelne Rezepte herausgreifen und in den eigenen Speiseplan integrieren. Hier hat man keine starre Diät, sondern es geht darum, die Gewohnheiten zu überdenken und eventuell zu ändern. Mit dem Wissen, welches man hier vermittelt bekommt, ist man schon mal auf der sicheren Seite. Manches war mir bereits bekannt, aber ich habe auch sehr viel Neues erfahren. Für mich ist dies ein sehr hilfreicher und nützlicher Ratgeber, der mich langfristig begleiten wird.
- Magda Albrecht
Fa(t)shionista
(40)Aktuelle Rezension von: Durga108Die Autorin, Magda Albrecht, wurde 1986 in Stralsund geboren und wuchs in Berlin auf. Nach ihrem Amerikanistik-Studium ist sie als politische Sprecherin und Journalistin tätig. Sie schreibt regelmäßig für den Blog "Mädchenmannschaft", forscht und hält Vorträge zu den Themen Queer-Feminismus sowie Körpernormierungen und Dicksein. Mehr auf ihrer Webseite: http://magda-albrecht.de/ .
"Schon als Sechsjährige ärgert sich Magda Albrecht über die Kommentare ihrer Mitmenschen, die abfällig über ihren dicken Körper sprechen. Heute will sie das Schönheitsideal verändern, besser: ausdehnen, denn nicht die vielen Pfunde, sondern die Vorurteile sind hartnäckiger als gedacht: Wer dick ist, hat versagt, ist faul und ungebildet. Warum eigentlich?, fragt sich die Autorin nach vielen Jahren der Verunsicherung und verordnet sich seither keine Diätshakes mehr, sondern eine doppelte Portion Selbstbewusstsein. Denn sie hat gelernt, dem Schlankheitsideal etwas entgegenzuhalten: stolze Fatshionistas und die Erkenntnis, dass Diäten nichts bringen — außer schlechter Laune."
Ihre Forderungen hat sie in 10 Wünschen an die Welt genauer definiert:
1. Die Zahl auf der Waage entscheidet nicht über meinen Wert.
2. Ich will Schönheitsideale ausdehnen – und zum Platzen bringen.
3. Essen ist für alle da – und zwar mit Genuss, nicht mit Stress.
4. Ich möchte eine vorurteilsfreie medizinische Behandlung.
5. Ich möchte die Möglichkeit haben, mit meinem Körper eine coole Freundschaft einzugehen – oder sogar eine heiße Liebesaffäre.
6. Ich möchte mich bewegen, weil es mir Spaß macht – nicht, weil ich muss.
7. Ich nehme es nicht hin, dass es mehr Diätprogramme gibt als passende Klamotten.
8. Ich habe ein Recht auf Schutz vor Diskriminierung.
9. Ich will mich in den Medien vertreten sehen – am liebsten mit Kopf und nicht als headless fatty!
10. Ich habe ein Recht auf körperliche Selbstbestimmung – und fordere dieses auch für andere ein.
Das alles hat Potential und macht sicherlich der einen oder anderen "Betroffenen" Mut, zumal Magda Albrecht mit einem humorigen Schreibstil versucht, ihre Anliegen öffentlich zu machen. V.a. im zweiten Teil des Buches schreibt sie selbst als lustige, kumpelhafte Dicke gegen das Klischee der lustigen, kumpelhaften Dicken an. Dadurch kämpft sie jedoch nicht gegen ein Klischee, sondern bedient es auch noch. Ähnlich ging es mir, mit den, nach meinem Geschmack, viel zu häufigen Hinweisen, dass die Autorin so gerne isst: "Ich war ein hungriges Mädchen...", "Der Löffel in der Hand und ich - wir sind ein echtes Dreamteam!" usw. Auch hier bedient sie ein Klischee und zwar das der undisziplinierten, lustgesteuerten und überhaupt nicht gesundheitsbewussten Vielesserin. Vielen Dank Frau Albrecht, der Schuss ging nach hinten los! Genauso wenig lustig finde ich ihre Ausdrücke für essen, Bauch, oder dicke Körper, wie "Wampe", "spachteln", "speckig" usw. Diese empfinde ich abwertend und beleidigend und kann so gar nicht darüber schmunzeln.
Albrecht sagt "Mein Fett ist politisch", aber dann doch bitte politisch-korrekt!























