Bücher mit dem Tag "diagnose"
42 Bücher
- Heike Abidi
Wahnsinn Wartezimmer
(22)Aktuelle Rezension von: sydneysider47Wer das Buch
Wahnsinn Wartezimmer – 28 echt kranke Geschichten
zur Hand nimmt, denkt im ersten Moment wahrscheinlich, dass es sich hier um vorwiegend lustige Geschichten handelt.
Denn der Titel klingt „locker-flockig“, und auch das Buchcover lässt auf einen gewissen Humor schließen. Sehe ich doch kranke Menschen, eine Mutter mit ihrem Baby, eine Krankenschwester und einen Arzt, die alle in einem Comicstil gezeichnet sind.
Dass dieses Buch vorwiegend lustige Geschichten vereint, stimmt nicht ganz. Die 28 Geschichten sind teilweise humorvoll, teilweise ironisch, aber dann auch ernst und zum Nachdenken anregend. Jede Geschichte hat ihren ganz eigenen Schreibstil, ihren ganz eigenen Erzählton. Das liegt daran, dass die Geschichten von verschiedenen Autoren verfasst wurden. Das sehe ich am Ende des Buches, in dem Autorinnen und Autoren und die beiden Herausgeberinnen genauer vorgestellt werden.
Ich bekomme in diesem Buch also eine ausgewogene Mischung an Geschichten. Und genau diese Mischung sagt mir zu.
Besonderheiten:
Das Buch aus dem Verlag EDEN BOOKS ist in sechs Kapitel gegliedert. Jedes dieser Kapitel umfasst Geschichten, die zu diesem Kapitel passen. Sie sind mal aus der auktorialen Erzählperspektive (also kein Ich-Erzähler), mal aus der Ich-Perspektive, mal aus der Du-Perspektive geschildert.
In den Geschichten geht es um Patienten, aber auch deren Angehörige. Ebenfalls um Ärzte und Pflegekräfte. Weiterhin sind diverse Auflistungen vorhanden. Beispielsweise von Sprüchen, die Ärzte ihren Patienten gerne sagen. Oder von seltenen Krankheitssymptomen.
Auf einige meiner Favoriten will ich eingehen, ohne zu viel zu verraten.
Im Kapitel 1 „Symptome“ fiel mir die Geschichte „Aus dem Leben eines möglicherweise Gesunden“ besonders auf. Hier geht es um einen Hypochonder, also eine Person, die der Meinung ist, an gewissen Symptomen und Krankheiten, die behandelt werden sollten, zu leiden.
Der Ich-Erzähler schildert alles, was er schon durchlitten hat und weswegen er Mediziner konsultierte. Auch das Ergebnis dieser Untersuchungen kommt zur Sprache. Diese Geschichte regt zum Nachdenken an – darüber, dass das Leben doch lebenswert ist und wir viele Dinge, die uns zwicken oder bei uns knacken oder uns sonst wie beunruhigen, locker sehen sollten. Nicht alles, was uns beunruhigt, ist gleich eine Krankheit!
Im Kapitel 2 „Wartezimmer“ amüsierte mich die Geschichte „Ehrlich wartet am längsten“. Eine Dame, die im Wartezimmer eines Frauenarztes lange warten muss, ersinnt einige kreative Ideen, damit das Wartezimmer schneller leer wird – und sie also eher in die Sprechstunde des Arztes kommen kann.
Diese Geschichte macht großen Spaß, sie zeigt Unterhaltungen im Wartezimmer – und wohin sie führen könnten. Sicherlich ist diese Geschichte Fiktion und absolut übertrieben – aber genau das macht diese Geschichte lesenswert. Eine Geschichte, die lange im Gedächtnis bleibt – und die man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen sollte, wenn man (mal wieder) lange in einem Wartezimmer warten muss.
Aus dem Kapitel 3 „Diagnose“ möchte ich die Geschichte mit dem Titel „Mercedes Denz“ erwähnen. Hier handelt es sich um eine ernste Geschichte, die mir besonders gut gefällt, weil sie mit sehr viel Feingefühl geschrieben wurde. Es geht um einen älteren Mann, der immer wieder Sachen und Ereignisse vergisst. Er leidet an Demenz. Das verunsichert ihn. Deswegen geht er auch mit seiner Tochter Dorothee zu Ärzten.
Dorothee ist oft überfordert mit ihrem Vater, sie versucht, das Beste daraus zu machen. Ihr Vater würde sich gerne an mehr erinnern, um nicht so hilfsbedürftig und abhängig von seiner Tochter zu sein. Aber er kann es nicht.
Diese Handlung, diese Verzweiflung des alten Mannes und seine Hilfsbedürftigkeit lassen mich nicht kalt. Es ist rührend – aber ich verstehe auch seine Tochter. Sie hat einen stressigen Alltag und nicht viel Zeit.
Im Kapitel 4 „Notaufnahme“ hat mich die Geschichte „Auf jede Nacht folgt ein Morgen“ sehr bewegt. Hier lese ich aus der Sicht einer jungen HNO-Ärztin (Ärztin für Hals-Nasen-Ohrenkrnakheiten), wie stressig es ist, Notdienst in einem Krankenhaus zu haben. Man muss ständig erreichbar sein, blitzschnell Entscheidungen treffen, wie man was behandeln sollte. Die Menschen kommen wegen dringender, aber auch wegen weniger dringender gesundheitlicher Probleme. Dennoch muss man als Arzt Ruhe bewahren und nett zu den Patienten sein.
Wer schon in einem Krankenhaus in der Notaufnahme war, wird beim Lesen dieser Geschichte eifrig nicken und sagen: „Ja, so ist es!“ Aber auch Leute, die noch nie als Notfall in einem Krankenhaus behandelt werden mussten, sollten diese Geschichte unbedingt lesen.
Das Kapitel 5 „Krankenhaus“ bietet weitere Geschichten in einem Krankenhaus – sowohl aus der Sicht von Patienten, als auch aus der Sicht von Pflegepersonal.
In der Geschichte „Ein Job, den ich liebe“ geht es um eine Krankenschwester, die Nachtdienst auf einer Station mit psychisch auffälligen Patienten macht. Sie erlebt einige „Überraschungen“ – muss beispielsweise plötzlich Leute säubern, aber auch einen Brand löschen, der in einem Papierkorb ausgebrochen ist.
Ich bewundere diese Krankenschwester. Gleichzeitig aber bin ich froh, dass ich diesen Job nicht ausübe.
Das Kapitel 6 dreht sich schließlich darum, wenn man „Wieder daheim“ ist. Also Arztpraxen oder Krankenhäuser verlassen hat. Am besten gefiel mir hier die Geschichte „Die weibliche Prostata“. Sie ist humorvoll verfasst, etwas übertrieben, aber genau das macht sie für mich besonders gut. Es geht um eine Frau, die Privatpatientin ist und sich diverser Untersuchungen unterzogen hat. Als sie die Rechnung des Krankenhauses bekommt, fällt sie fast aus allen Wolken. Der Preis ist exorbitant – und nun geht sie Position für Position der Rechnung durch und telefoniert mit dem Krankenhaus. Viele der genannten Positionen sind für sie „Fachchinesisch“ oder nicht nachvollziehbar. Mit viel Schlagfertigkeit und Durchsetzungsvermögen versucht sie zu klären, wofür sie hier bezahlen soll – und was diese Untersuchungen für ihren Gesundheitszustand konkret bedeuten.
Diese Geschichte birgt für mich viel Wahrheitsgehalt. Ich bin zwar nicht privat versichert, kenne aber einige Leute, die eine private Krankenversicherung haben. Wenn man da nicht aufpasst und diverse Untersuchungen auf ihre Nützlichkeit hinterfragt, wenn man nicht eine Rechnung genauestens überprüft, kann das ein wahrhaft „teures Vergnügen“ werden!
Und sonst?
Und sonst gab es auch einige Geschichten, bei denen ich mich ein bisschen wiedererkannt habe. Beispielsweise bei „Ohne Mütze im Wind“ aus Kapitel 3. Eine Frau leidet an Haarausfall und versucht, die Ursache dafür zu ergründen. Sie nimmt eine Odyssee von Arzt zu Arzt vor, sie redet mit Friseuren – jeder hat eine andere Idee, und auch die Frau macht sich ihre Gedanken. Bis sie zum Schluss auf eine erstaunliche Wahrheit stößt…
Ich leide jetzt zum Glück nicht an Haarausfall, aber an einer chronischen Hautkrankheit. Und die Odyssee von Arzt zu Arzt kenne ich selbst nur zu gut. Deswegen konnte ich mich in die Geschichte dieser Ich-Erzählerin besonders gut hineinversetzen.
Besonders gut fand ich ebenfalls die Geschichten junger Eltern, wie zum Beispiel „Babys schreien nun mal“ aus Kapitel 6. Wer selbst Kinder hat, weiß, wovon ich rede. Eltern kommen aus dem Krankenhaus, wo der Tag mit dem Baby genau strukturiert war und man sich irgendwie „behütet“ fühlte, nach Hause und sollen den Alltag mit Kind alleine managen. Einige Leute fühlen sich da zuerst überfordert….
Mein Fazit:
Das Buch „Wahnsinn Wartezimmer“ bietet eine Fülle von Geschichten verschiedener Autoren rund um Ärzte, Krankenhäuser und Krankheiten.
Die Geschichten sind humorvoll, ernst, sachlich, nachdenkenswert. Ich finde, dass sich für jede Leserin/jeden Leser ein oder mehrere Beiträge in diesem Buch finden, in denen sie/er sich wieder findet und/oder mit dem sie/er etwas anfangen kann.
Nicht alle Beiträge in diesem Buch haben mir gleich gut gefallen. Das ist aber ganz normal bei einer Sammlung von Beiträgen verschiedener Autoren, die verschiedene Schreibstile haben. Es gab einige Geschichten, die ich besonders gut fand und finde.
Sicherlich ist dieses Buch interessante Lektüre für Wartezimmer. Ein Buch, das dort sicherlich gerne zur Hand genommen wird. Wer aber einmal hineingelesen hat, wird sich das Buch wohl selbst kaufen. Es gibt viele interessante Beiträge in dem Buch, für die sich der Kauf einfach lohnt – und denen man sich während einer Ruhepause widmen sollte.
Ich vergebe dem Buch fünf Sterne und empfehle es weiter.
- Ava Reed
Whitestone Hospital - Saved Dreams
(115)Aktuelle Rezension von: LenaSchwedIn dem 4 Teil geht es um Jane und Abby. Man erfährt warum Jane nicht zur Gynäkologie gehen will.
- Kathinka Engel
Where the Roots Grow Stronger
(338)Aktuelle Rezension von: abouteverybookNeben dem unglaublich schönen Setting, konnte mich auch die Handlung für sich einnehmen. Zu Anfang gab es viel Drama um den Weggang von Fiona vor ein paar Jahren. Das hat natürlich auch bei mir ein paar Fragen aufgeworfen.
Fiona war mir gleich sympathisch. Zwar ist sie nicht mein Lieblingscharakter – dafür ist Connal einfach zu süß – aber ich konnte mich gut in ihre Gefühle hineinversetzen. Auch wenn sie vor Jahren vielleicht nicht einfach hätte weggehen sollen, hatte das seinen Grund. Zu Anfang konnte ich mir kaum ein Szenario vorstellen, welches diesen Aufbruch notwendig gemacht hätte. Letztendlich war es das meiner Ansicht auch nicht, aber da war die Panik sehr groß, was ich wiederum nachvollziehen kann. Nessa hat es ihr die meiste Zeit unnötig schwer gemacht. Natürlich kann ich ihre Wut und Enttäuschung verstehen, aber letztendlich hat sie ihre Sicht nie verändert, wobei mir da, bis zum Punkt der Enthüllung, dieses Einfühlungsvermögen gefehlt hat.
Connal war am Anfang doch sehr grummelig. Sobald er aber ein kleines bisschen aufgetaut ist, ist mir die Dynamik zwischen ihm und Fiona aufgefallen. Da wusste ich gleich: Es besteht noch Hoffnung! Letztendlich ist Connal einfach mein Lieblingscharakter. Er ist wirklich einfach nur süß und niedlich. Also definitiv: Harte Schale, weicher Kern.
Von Anfang an war mir bewusst in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt, dennoch war da diese gewisse Spannung herausfinden zu wollen, weswegen Fiona damals gegangen ist.
Wie immer hat mir das Buch von Kathinka Engel richtig gut gefallen! Von mir gibt es 5/5 Sterne. Es ist eine wirklich schöne Geschichte und jetzt bald auch sehr passend für den Herbst. Ich freue mich schon auf die anderen Teile! - Marlene Bierwirth
Meine Medizin seid ihr!
(24)Aktuelle Rezension von: labelloprincessDas Foto der Autorin passt in diesem Fall natürlich sehr gut als Cover. Ihr Lächeln zeigt von Stärke.
Man muss auf jeden Fall den besonderen Schreibstil loben. So eine ernste Handlung so auf's Papier zu bringen, dass man nur so durch die Seiten fliegt, ist einfach grandios. Man fühlt sich, wie wenn man die Autorin schon ewig kennt und ihre Geschichte als Freundin mit ihr gemeinsam erlebt.
Ich bin sehr gefesselt und man fiebert natürlich mit Marlene mit. Sie gibt einen sehr guten (menschlichen) Einblick in ihre Geschichte. Gerne hätte ich auch noch ein paar medizinische Details erfahren, da ich die „Wunder“ der heutigen Medizin sehr spannend und faszinierend finde.
Die Zeitsprünge am Beginn des Buches mochte ich nicht so gerne, die verwirrten mich etwas und ich musste mich immer wieder kurz zurechtfinden. Mit der Zeit wurden diese aber weniger und ich war dadurch nicht so verwirrt.
Eine sehr emotionale Geschichte, die aber sicherlich auch enorme Energie und Hoffnung verbreitet. Ich vergebe für das Buch 4,5 von 5 Sterne.
- Jennifer Bright
Almost isn't enough. Whispers by the Sea (Secrets of Ferley 1)
(232)Aktuelle Rezension von: LindzFür mich war es lange ein 3,5-Sterne-Buch. Anfangs hat es mich nicht so in seinen Bann gezogen, ab Seite 150 konnte ich es dann aber kaum noch aus der Hand legen. Dennoch ging mir vieles zu schnell, vor allem die Auflösung rund um den Brand wurde mir zu rasch abgehakt. Insgesamt hat sich die Geschichte stellenweise wie zwei halbe Erzählungen angefühlt, weshalb ich erst kritisch war. Die letzten 150 Seiten haben jedoch so viel herausgerissen und mich überrascht, dass ich am Ende doch bei vier Sternen gelandet bin. Eine schöne Geschichte, die sicher noch nachwirken wird.
- Wendy Wunder
Flamingos im Schnee
(142)Aktuelle Rezension von: Kleeblatt2804Die junge Campbell Cooper hat Krebs. Sie weiß, dass sie sterben muss. Den Lebensmut hat sie bereits verloren. Ihre Mutter führt sie nach Maine. Sie rettet Flamingos im Schnee, kümmert sich um ein Flamingobaby und findet die Liebe ihres Lebens, als sie nicht damit gerechnet hat. - Dennis Lehane
Shutter Island
(287)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderZwei Marshalls kommen nach Shutter Island. Hier soll eine Gefangene Kindsmörderin entflohen sein. Die Insel hat drei große Trakte, wo die psychisch Kranken untergebracht sind. Die Marshalls suchen nach Wahrheit und Hintergründen und alles ist irgendwie seltsam hier. Edward hat immer wieder Alpträume von früher. Seine tote Frau taucht auf und seine Vergangenheit beim Einsatz in den Konzentrationslagern. Er schreckt dann immer aus dem Schlaf auf und irgendwas scheint hier vor sich zu gehen auf der Insel, denn es verschwimmt alles vor seinen Augen und in seinem Kopf und die Migräne wird schlimmer. Aber dann steht Edward vor einem Mann aus seiner Vergangenheit und kommt ins straucheln. Was ist wahr? Wer lügt? Wo gehört er wirklich hin? Der Roman von Dennis Lehane ist eine Wucht und überrascht immer wieder. Die vielen Wendungen, das Legen von Fährten und das eröffnen von sogenannten Wahrheiten, bringt uns Leser auch fast um den Verstand. Es ist wie ein Sog und man kommt von der Insel einfach nicht mehr runter.
- Ruth Olshan
All die schönen Dinge
(117)Aktuelle Rezension von: YoyomausWas, wenn du weißt, dass du sterben wirst?
Was, wenn dein Umfeld damit nicht klarkommt?
Was, wenn du gerade einmal ein Teenager bist?
Was, wenn du dich verliebst, aber eine Liebe keinen Sinn macht?
Zum Inhalt:
Tammie hat eine Vorliebe für Pistazieneis. Und für Sprüche. Genauer gesagt: für Sprüche, die auf Grabsteinen stehen. Ein etwas ungewöhnliches Hobby für eine 16-Jährige. Weniger ungewöhnlich wird es, wenn man weiß, dass Tammie ein Aneurysma im Kopf hat. Es hat sich dort inmitten ihrer Synapsen bequem gemacht und kann jeden Moment explodieren. Oder eben nicht. Das ist die entscheidende Frage und um die kreist ziemlich viel in Tammies Leben. Erst als Tammie eines Tages auf dem Friedhof einen Jungen kennenlernt, der an Grabsteinen rüttelt, ändert sich von Grund auf alles für sie.
Cover:
Das Cover ist recht einfach gestaltet und zeigt einige Post-It Zettelchen auf denen sich der Titel verteilt. Das sagt jetzt rein optisch noch nicht viel zur Geschichte aus und konnte mich von seiner Aufmachung her auch nicht sonderlich überzeugen. Zugegriffen habe ich hier nur, weil mich der Inhalt dann doch neugierig gemacht hat. Mit einem Grabstein, der hier immer wieder eine Rolle spielt, hätte man wohl etwas Besseres zaubern können.
Eigener Eindruck:
Tammie ist mitten in der Pubertät und weiß, dass sie sterben wird. Eigentlich ist sie ein ganz normales Mädchen, aber ein Aneurysma in ihrem Kopf macht sie zur tickenden Zeitbombe und sie weiß, dass sie eines Tages einfach und urplötzlich sterben kann. Es kann überall passieren, jeder Zeit. Und während Tammie es sich zum Hobby gemacht hat nach Grabsteinen zu suchen, die einen wirklich tollen Spruch haben, den sie auch eines Tages auf ihrem Grabstein sehen möchte, geht ihr Umfeld völlig abstrus mit ihr um. Einige meiden sie, andere packen sie in Watte, andere tun so, als wäre alles in Ordnung. Tammie hat sich zurückgezogen, sie macht ihr Ding. Doch eines Tages trifft sie auf einen Jungen der ihre Welt auf den Kopf stellt und der all ihre Ansichten hinterfragt…Die Geschichte von Tammie liest sich recht interessant und einfach. An sich ist es eines der vielen Bücher, die es nun zu Hauf gibt, bei der sich der Protagonist mit einer tödlichen Krankheit auseinandersetzen muss. Ein wichtiges, aber auch schwieriges Thema. Mit der Protagonistin Tammie schafft die Autorin auch einen Charakter, den man einfach lieben muss, aber irgendwie konnte mich das Gesamtpaket nicht packen. Ich bin immer wieder von der Geschichte abgekommen, weil sie mich einfach nicht fesseln konnte. Das Hobby von Tammie ist morbide, aber irgendwie auch cool. Die Dialoge sind bisweilen ein wenig verwirrend für mich gewesen. Die anderen Charaktere konnte ich zeitweise auch nicht gut nachvollziehen und ich bin auch ganz und gar nicht mit Tammies Eltern warm geworden. Was mich auch ein bisschen gestört hat waren die Zeitsprünge. Aufstehen, Schule, abends. Puff. Tag durch. Tja und dann dieses ständige Geschwafel rund um Sex und Verhütung – wichtiges Thema, ohne Frage, aber einige Sätze weniger dazu hätten es auch getan. Sieht man von all dem ab, bekommt man eine Geschichte, die zwar in sich rund ist, aber eben eher nur so dahinrollt. Recht unspektakulär, mal ein Buch für Zwischendurch, aber nichts mit wirklichem Tiefgang. Schade irgendwie.
Fazit:
Obwohl es ein wichtiges Thema ist und die Protagonistin mit ihrer schrulligen Art sehr sympathisch, konnte mich das Buch dann doch nicht packen. Schade.
Idee: 4/5
Charaktere: 4/5
Logik: 3/5
Spannung: 3/5
Emotionen: 3/5
Gesamt: 3/5
Daten:
ISBN: 9783789103711
Sprache: Deutsch
Ausgabe: Gebundenes Buch
Umfang: 288 Seiten
Verlag: Oetinger
Erscheinungsdatum: 22.02.2016
- Henning Mankell
Treibsand
(43)Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecherMankell erkrankt an Krebs und während dieser Krankheitsphase ist dieses Buch entstanden. Es enthält 67 Anekdoten, Zeitgeschichte, Atommüll, seine Zeit in Afrika, Kunst, kritische Anmerkungen zur politischen Lage und vieles mehr. Mir hat das Buch teilweise ganz gut gefallen, da es die unterschiedlichsten Themen waren. Allerdings hat man als Leser das Gefühl, dass einfach alles wahllos niedergeschrieben wurde, was dem Autor in den Sinn kam, daher ist der Titel des Buches Programm. Wie Treibsand verliert man den Überblick und droht unterzugehen.
- Jostein Gaarder
Genau richtig
(57)Aktuelle Rezension von: Johannes_Weber_FotografieFür mich schreibt Gaarder einen sehr einfühlsam "Lebenslauf" seiner beiden Hauptprotagonisten Eirin und Albert.
Kluge Sätze und einfühlsame Aussagen machen das Buch für mich zu einem Juwel.
Kurz, ich bin begeistert.
Exemplarisch möchte ich ein Zitat aus dem Buch hinzufügen:
"Kein menschliches Wesen lebt allein, denke ich."
- Paul Kalanithi
Bevor ich jetzt gehe
(61)Aktuelle Rezension von: Kathi_MoEin bewegendes Memoir eines Neurochirurgen, der im jungen Alter von 36 Jahren mit der Diagnose Lungenkrebs konfrontiert wird. Paul Kalanithi schreibt mit beeindruckender Klarheit und Intelligenz über Leben, Sterben, Identität und den Sinn menschlicher Existenz. Besonders die Passagen über seine medizinische Ausbildung und sein Ringen mit der eigenen Sterblichkeit haben mich berührt.
Allerdings konnte mich das Buch emotional nicht durchgehend abholen. Der Stil ist stellenweise sehr intellektuell und distanziert, was verständlich ist, angesichts seines wissenschaftlichen Hintergrunds, aber dadurch fühlte sich das Buch für mich manchmal eher wie eine philosophische Abhandlung als wie ein persönliches Abschiedsschreiben an. Ich hätte mir mehr Einblicke in seine Gefühlswelt und zwischenmenschlichen Beziehungen gewünscht.
Ein wertvolles Buch mit tiefgründigen Gedanken – aber nicht ganz so ergreifend, wie ich es erwartet hatte.
- Metin Dogru
Pflegers Diary
(22)Aktuelle Rezension von: trollchenPflegers Diary
Herausgeber ist Edition Michael Fischer / EMF Verlag und hat 224 Seiten.
Kurzinhalt: Wenn Metin nach Feierabend mal wieder an seine Kühlschranktür klopft, weiß er, dass an diesem Tag sehr viele Patient*innen nach ihm gerufen haben – Er ist Krankenpfleger durch und durch, und ohne diese Leidenschaft geht das in seinen Augen auch gar nicht. Denn das kaputtgesparte Gesundheitssystem, der stressige Klinikalltag und die mangelnde Wertschätzung machen seinen Job zu einer Herausforderung.
Doch die Patient*innen stehen immer an erster Stelle und das Team hält zusammen. Metin kennt sie alle: die kratzbürstige Schwester Rabiata, ihre Kollegin Uschi, die gute Seele der Station, oder die jungen Auszubildenden, die angesichts des täglichen Wahnsinns versuchen, nicht durchzudrehen. Sie alle entscheiden sich jeden Morgen aufs Neue dafür, ihrem Beruf mit Professionalität und Engagement nachzugehen.
In seinem ersten Buch erzählt Metin (@ metinlevindogru) von einem Berufsalltag zwischen Hoffnung und Verzweiflung, von berührenden Schicksalen und urkomischen Momenten. Seine Geschichten machen deutlich, was schiefläuft, aber zeigen auch, warum Metin trotz allem nicht aufgibt – für uns alle.
Meine Meinung: Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, weil ich den Metin Degru auf den sozialen Medien ihn folge und ich finde, es hat Hand und Fuss , was er erzählt über die Pflege. Das Buch beschreibt die einzelnen Fazetten der pflege, mit denen wir täglich zu kämpfen haben , aber es zeigt auch von ihm die verschiedenen Gesichter, ob es nun Schwester Rabbiata ist ( die ich sehr gern habe, weil ich auch so in etwa bin) oder Schwester Uschi, jeder hat seine Berechtigung in der Pflege zu arbeiten. Ich finde ihn einfach sehr ehrlich und er beschreibt auch nicht nur die negativen seiten des pflegealltags, sondern auch die positiven. Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben und man kann sich gut damit identifizieren, wenn man in der Pflege arbeitet.
Mein Fazit: Ein tolles Buch über den Pflegealltag, der humorig und unterhaltsam geschrieben wurde. Ich werde ihn auf jeden fall weiter folgen und hoffe, dass er noch viele gute Jahre in der Pflege hat. Ich vergebe 5 Sterne und kann das Buch jedem empfehlen.
- Kathleen Flynn
Jane Austen - Jagd auf das verschollene Manuskript
(55)Aktuelle Rezension von: Ilona67Klappentext
September 1815: Rachel und Liam, zwei Zeitreisende, landen auf einem Feld im ländlichen England. Sie tarnen sich als reiche Unternehmer, kommen aber in Wirklichkeit aus einer technologisch fortgeschrittenen Zukunft. Denn Rachel und Liam haben eine kühne Mission: Sie wollen Jane Austen treffen, sich mit ihr anfreunden und ihr verschollenes Manuskript retten - indem sie es stehlen! Über Austens Lieblingsbruder Henry infiltrieren sie Janes Umfeld und kommen der berühmten Autorin nahe. Doch je tiefer die Freundschaft wird, desto schwerer fällt es Rachel, sich auf ihren Auftrag zu konzentrieren.
Da ich ein Jane Austen Fan bin und auch schon in England bei ihrem Grab war und mir dieses Buch immer mal wieder im Netz begegnete habe ich dann irgendwann zugeschlagen. Allerdings war ich sehr enttäuscht. Es geht hier wirklich mehr um die Zeitreise von Rachel und Liam und was dabei alles passieren kann wenn man in die Zeit "eingreift".
- Michael Tsokos
Abgefackelt
(222)Aktuelle Rezension von: LesebegeisterteDer Rechtsmediziner Paul Herzfeld wird vorübergehend versetzt, da er von seinem letzten Fall noch sehr angeschlagen ist. In der neuen Stelle ist der Vorgänger durch ein Feuer umgekommen. Die Umstände des Feuers sind äußerst dubios. Herzfeld beginnt auf eigene Faust der Sache auf den Grund zu gehen. Dann wird eine Leiche am Strand gefunden. Ist der Mann Schneider, jener Mörder der Pauls Leben für immer verändert hat?
Der Thriller wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. Schnell ist klar, der Tod von Herzfelds Vorgänger war kein Suizid, sondern Mord. Durch seine Nachforschungen gerät Paul schnell selbst in das Visier des Mörders. Denn die eiskalte Auftragskillerin schreckt vor nichts zurück.
Fazit: Die Sektionen der Leichen werden sehr detailliert beschrieben, somit nichts für schwache Nerven. Kurze, knackige Kapitel, spannender Schreibstil. Der Leser hetzt von einem Ort zum nächsten. Actionreicher Showdown inklusive. Also ein sehr lesenswerter Thriller. Ich bin schon sehr gespannt auf das nächste Buch. - Mareike Krügel
Sieh mich an
(128)Aktuelle Rezension von: Maiken_BratheDieser Roman hat es geschafft, dass meine Leselust nach Jahren wieder angeknipst wurde. Niemals hätte ich geglaubt, dass dies ausgerechnet durch ein Buch mit Thema "Krebsangst" wäre. Ein Tastfund in der Brust, ein anstrengendes Kind, ein Nachbar mit abgetrennten Daumen... Es klingt nach Chaos, fast schon Slapstick, aber erzählt wird ein Spotlight im Leben von Katharina, die im ganz normalen Leben, mitunter Familienwahnsinn gefangen ist und sich durch die Sorge vor Krebs fragen muss, was bleibt, wenn ich nicht mehr bin.
Mareike Krügel hat einen wunderbaren Sprachstil und sensiblen Humor, der feinsinnig mit einem Thema umgeht, das schwer lasten kann. Mein zweitliebstes Buch von Mareike Krügel.
Meine absolute Empfehlung und ich empfehle noch mehr: Mareike Krügel ist live großartig. Nehmt die Chance war, sie auf Lesungen zu erleben!
- Angelina Boerger
Kirmes im Kopf
(51)Aktuelle Rezension von: ChiruKaioMit der Diagnose: ADHS in der größeren Familie, war es mir ein Bedürfnis mehr darüber zu erfahren.
Natürlich haben wir alle unsere Vorstellungen von den Thema und hier und da was aufgeschnappt.
Dieses Buch stellt sich nicht als pädagogischer oder medizinischer Ratgeber dar. Es ist viel mehr ein Erfahrungsbericht angereichert mit entsprechenden Verweisen zu entsprechender Literatur oder auch aktiven Kanälen um auch neueste Kenntnisse zu erhalten.
Das Buch ist sehr locker geschrieben und Humorvoll geschrieben. Auch wenn einem bestimmte Fachbegriffe holpern lassen.
An nicht wenigen Stellen konnte ich das mit ADHS assoziierte Verhalten beobachten.
Bei der Szene mit dem Bild von Mutter Teresa musste ich herzhaft lachen. Das hätte bei manchen mir bekannten Personen ebenfalls ein Resultat sein können.
Ich denke, dass das Lesen des Buches mein Verständnis für gewisse Verhaltensmuster verändert hat.
Andererseits fehlt es mir aktuell noch zu erkennen wie ich die Informationen nutzen kann um zu Unterstützen. Gerade wenn ein Kind Aufgaben für die Schule tun muss, die es nicht tun will. Schlicht da sie für das Hirn in dem Moment uninteressant sind.
Das Ziel der Aufklärung ist für mich mit dem Buch erfüllt. Doch werde ich weiter gucken müssen, wie ich nicht nur Verstehe wie ein ADHS-Hirn tickt, sondern wie wir es auch für unliebsame Aufgaben motivieren können, ggf. durch eine andere Herangehensweise an das Thema.
Insbesondere wenn das Kind einem nicht sagen kann, wie man unterstützen könnte. Schlicht, da es dies Notwendigkeit noch gar nicht sieht.
- Ylvi Walker
Engelssohn
(37)Aktuelle Rezension von: booksbysilvieDer Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, spritzig und humorvoll, so dass ich bei einigen Passagen lachen oder schmunzeln musste. Das mag ich bei solchen Büchern ganz besonders gern. Auch die Figuren waren mir sympathisch. Sie sind liebevoll gezeichnet, stark und loyal, sie stehen füreinander ein und kämpfen miteinander – auch wenn es noch so aussichtslos erscheint. Das Verweben von Fantasyelementen und Realität hat mir besonders gut gefallen und die Story so authentisch gemacht. Die Handlung blieb von Anfang bis Ende spannend, auch wenn mir die verschiedenen Etappen zwischendurch etwas zu hastig aneinandergereiht erschienen.
Die verschiedenen Fantasywesen, die in die Story eingebracht wurden, haben nicht nur die Handlung vorangetrieben und zu etwas besonderem gemacht, sondern verschafften mir auch einen ganz neuen Blickwinkel. Ich wüsste nicht, wann ich in einem Fantasybuch einen Succubus mal sympathisch gefunden hätte. Und auch die Engel wurden hier mal von einer ganz anderen Seite beleuchtet. Und dann kamen noch die Elementare, die für mich die eigentlichen Juwelen in diesem Buch darstellen. Ich hoffe, dass sie im nächsten Teil auch noch ihren Auftritt haben werden.
Kritisieren kann ich eigentlich nur, dass es mir mit den Gefühlen der Protagonisten etwas schnell ging und ich hin und wieder von den vielen Namen und den unterschiedlichen Fantasywesen etwas verwirrt war und noch mal zurückblättern musste. Zudem haben mich die Gedankensprünge der Autorin manchmal etwas überrumpelt, aber immerhin wurden so meine Gehirnzellen ein bisschen beansprucht.
Fazit:
„Engelssohn“ ist ein toller, überzeugender Einstieg in die Geschichte um Engel, Vampire, Dämonen und viele andere Fantasywesen. Die Charaktere sind sympathisch, die Handlung spannend und der Schreibstil ist flüssig – was will man mehr? Die kleinen Schwächen wiegen da nicht allzu schwer. Ich vergebe 3,5/ 5 Leseeulen und eine Leseempfehlung für alle, die Vampire und Engel mögen – am besten in einem Buch.
Sylvia von Bücher ღ weil wir sie lieben - Amy Baxter
Hold me forever
(104)Aktuelle Rezension von: leseHuhnHold me forever - Reihe Now & Forever - Band 1, von Amy Baxter, erschienen im Lübbe Verlag am 23. Dezember 2021, Taschenbuch 288 Seiten
Klappentext
Nach einem schweren Schicksalsschlag reist Aria nach Florida, um als Housesitter auf eine Luxusvilla aufzupassen und wieder zu sich selbst zu finden. Als plötzlich Tristan in der Villa auftaucht, ahnt sie nicht, dass ihr neuer attraktiver Mitbewohner ein berühmter Schauspieler ist. Tristan ist fasziniert von der jungen Frau, die ihm unvoreingenommen gegenübertritt. Und auch Arias Herz schlägt höher, sobald er in ihrer Nähe ist. Aber kann sie schon wieder echte Gefühle zulassen?Meine Meinung
Ich lese gerne zwischendurch im New-adult Bereich, nicht alle können mich catchen, aber Aria und Tristan haben es geschafft. Ihre Story ist unglaublich gut beschrieben und man erlebt die typischen Ups and Downs einer Beziehung. Mir hat auch ihre Entwicklung sehr gut gefallen, selbst bei Rückschlägen wieder aufstehen und weiter machen. Amy Baxter ist es auch wirklich gut gelungen, Aria und ihren Schicksalsschlag mit allen Ängsten zu Papier zu bringen. Tristans schillernde Welt beschaue ich mir lieber weiterhin von außen an. Sehr gut gelungen ist auch der schon angeteaserte Übergang zum zweiten Band Feel me forever.Fazit
Amy Baxter entführt die Leser ins warme Florida. Man wirft einen großen Blick in die Welt der schillernden Hollywoodstars. Erlebt dabei aber zwei Protagonisten, die mit ihrem Leben hadern und eigentlich Ruhe suchen. Der Schreibstil der Autorin lässt einen über die Seiten fliegen und in die Story versinken. Von mir gibt es 5 🐥🐥🐥🐥🐥 und eine klare Leseempfehlung.Was, wenn ich falle?
Was, wenn du fliegst? - Metin Dogru
Pflegers Struggle
(43)Aktuelle Rezension von: Melli_00Das Cover, passend mit Bild von Metin, ist seinem Genre entsprechend gewählt. Es handelt sich um ein zweites Buch von Metin, ich selbst habe sein erstes nicht gelesen und dieses hier ist auch ohne das andere lesbar.
Metin "kenne" ich schon eine Weile von seinem Instagram Account und dort folge ich ihm sehr gern. Da auch einige aus Familien- und Freundeskreis in der Pflege arbeiten, war ich sehr gespannt auf das Buch.
In dem Buch erzählt Metin von seinen eigenen Erfahrungen und Erlebnissen aus der Pflegewelt, unterstützt mit Berichten von anderen und Einschüben der bekannten "Schwester Rabiata". Es klingt nach einer tollen Mischung, doch leider fehlte für mich an manchen Stellen der rote Faden bzw. der Zusammenhang. Dies tat dem Lesefluss leider einen Abbruch, da im Gegenzug passend dazu der Schreibstil sehr leicht zu folgen war.
Dennoch einen riesen Respekt an Metin, dass er so offen und schonungslos über die Pflegewelt berichtet.
Fazit: ein ehrliches Buch über die Pflege, was ich jedem nur empfehlen kann mal zu lesen. - Stefanie Gregg
Mein schlimmster schönster Sommer
(110)Aktuelle Rezension von: schatziiboo"Mein schlimmster schönster Sommer" hat mich tief berührt und auf eine emotionale Reise mitgenommen. Die Geschichte ist eine wunderschöne Mischung aus Tragik und Hoffnung, die das Leben in all seinen Facetten zeigt. Die Charaktere sind authentisch und man fühlt sofort mit ihnen mit. Besonders gelungen ist die Darstellung der Konflikte und Gefühle, die das Buch so real und nachvollziehbar machen. Die Autorin schafft es, sowohl zum Lachen als auch zum Weinen zu bringen, und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Einzig die manchmal vorhersehbare Handlung und einige Klischees verhindern die volle Punktzahl. Dennoch absolut empfehlenswert!
- Lotte R. Wöss
Sommerschneeflocke
(54)Aktuelle Rezension von: MoniceIch bin von diesem Buch unglaublich berührt. Selbst eine Schwangerschaft die aber Positiv geendet ist, trotzdem nicht einfach war hinter mir, habe ich lang mit mir gerungen Sommerschneeflocke zu lesen.
Jetzt bin ich froh diese schwere Geschichte gelesen zu haben. Auch für mich konnte ich einiges mitnehmen und lernen.
Es ist absolut kein leichtes Thema und wer sich nicht stabil fühlt sollte es sich überlegen zu lesen. Aber alle anderen lest, trauert, habt Emotionen!
Zum Inhalt möchte ich nichts vorweg nehmen, nur so viel. Aus zwei starken Menschen werden Eltern und verwaiste Eltern, welche das schlimmste überhaupt erleben müssen und überstehen.
- Rose Bloom
With your Eyes
(81)Aktuelle Rezension von: Nika488Berührend, tiefgründig und wunderschön erzählt
With Your Eyes ist eine emotionale Achterbahnfahrt, die tief ins Herz geht. Rose Bloom hat mit Suttons Geschichte eine bewegende Erzählung geschaffen, die nicht nur von Verlust und Angst handelt, sondern auch von Mut, Hoffnung und der Kraft der Liebe.
Ein Schicksalsschlag, der alles verändert
Suttons Welt bricht zusammen, als sie erfährt, dass sie erblinden wird. Alle Pläne, Träume und Hoffnungen scheinen mit einem Mal unerreichbar. Doch dann trifft sie auf Blake, der seinen eigenen Kampf austrägt. Zwei verletzte Seelen begegnen sich und stellen fest, dass sie mehr verbindet, als sie gedacht hätten. Ihre gemeinsame Reise wird zu einem intensiven Abenteuer – voller Höhen und Tiefen, Ängste und Glücksmomente.
Warum dieses Buch ein Highlight ist:
- Authentische, tiefgehende Charaktere, die man ins Herz schließt
- Eine fesselnde Geschichte über Akzeptanz, Selbstfindung und Liebe
- Ein wunderschöner, emotionaler Schreibstil, der unter die Haut geht
- Eine Achterbahnfahrt der Gefühle – von Traurigkeit bis Hoffnung
Fazit:
With Your Eyes ist nicht nur ein Liebesroman, sondern eine Geschichte über das Leben selbst – über das Loslassen, das Neuorientieren und das Wiederfinden von Licht in der Dunkelheit. Ein bewegendes Buch, das lange nachhallt. Absolute Leseempfehlung!
- Bernhard Schlink
Das späte Leben
(72)Aktuelle Rezension von: dielesejuleBernhard Schlinks "Das späte Leben" ist ein Roman über die letzten Monate eines Lebens.
📖 Martin erfährt mit 67, dass er unheilbar krank ist und sterben wird. Seine letzen Monate verbringt er mit seinem erst sechsjährigen Sohn und seiner Frau Ulla. Er findet heraus, dass seine Frau einen Affaire mit Gundoldt hat. Martin schreibt seinem Sohn David als Erinnerung Briefe, die von seiner Liebe und seinem Vermächtnis an ihn handeln.
⭐Martins Diagnose und sein Umgang damit hat mich beeindruckt. Trotzdem konnte ich einige Verhaltensweisen nicht nachvollziehen. Das Gespräch mit Gundoldt kam mir zum Beispiel irgendwie wenig realistisch vor.
⭐ Die Briefe, die Martin schreibt, fand ich sehr berührend. Die bewussten letzten Male, letzten Ausflüge, letzten gemeinsamen Unternehmungen machen beim Lesen unendlich traurig.
⭐Alles in allem hab ich die Geschichte zwar in einem Rutsch gelesen, aber es ist nicht so viel hängengeblieben, wie ich es bei dieser Thematik eigentlich annahm. Woran es lag, kann ich nicht so genau sagen. Hmmm.
🗨️ Er hatte sein Leben immer als Erzählung gedacht, die mit allem, was geschah, letztlich stimmig dahin führte, wo er gerade war.























