Bücher mit dem Tag "dialoge"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "dialoge" gekennzeichnet haben.

67 Bücher

  1. Cover des Buches Maybe Someday (ISBN: 9783423740180)
    Colleen Hoover

    Maybe Someday

     (1.538)
    Aktuelle Rezension von: Pukkelpop

    Ich habe dieses Buch durch den gewohnt flüssigen Schreibstiel von C. Hoover sehr schnell gelesen. Ich habe das Lesen definitiv genossen. Hoover greift wie so oft ein wichtiges, sensibles Thema auf.

    Die Dynamik die sich zwischen Sydney und Ridge entwickelt ist spannend und hat es mit oft nicht leicht gemacht das Buch wegzulegen. Zwischendurch hatte das Buch zwar Längen, der Leser wurde jedoch dann durch spannende Verläufe wieder entschädigt. 

    Mir gefällt es, dass man aus Sicht von Sydney und Ridge durch die Handlung geführt wird. Als Leser kann man sich so in beide Protagonisten sehr gut hineinversetzt 

    Ich habe mir oft gewünscht mehr von Maggie zu erfahren bzw. auch aus ihrer Sicht einige Abschnitte zu lesen. Jetzt weiß ich ja, dass ihr ein ganzes Buch gewidmet wurde. 

    Mich hat an dem Buch einfach gestört, dass Ridge  viel zu lange für sich oder für Maggie versucht hat an der Beziehung zu Maggie festzuhalten obwohl seine Gefühle eindeutig waren. Ich persönlich kann so Dreieckskonstelationen  nur sehr schwer ertragen weil in den meisten Fällen mindestens einer leidet. 

    Als großer Musikfan fand ich aber das spezielle Extra fantastisch und sowas in der Art war für mich völlig neu. Ich finde die Lieder wundervoll schön und sehr berührend.

    Achso, den Hinweis, dass man die Lieder anhören kann hätte ich mir definitiv zu Beginn des Buchs gewünscht. Ich lese Bücher grundsätzlich immer von vorne nach Hinten ohne groß zuvor durchzublättern und zu stöbern... So hätte ich die Lieder immer parallel zur Story hören können. Das hätte dem Werk und dem Lesen sicher einen großen Mehrwert gegeben, als die Lieder danach einfach nur anzuhören. 

    (Für alle bei denen der Link aus dem Buch auch nicht funktioniert, die Lieder sind bei Spotify zu finden.)

    Irgendwie war dieses Buch aber nicht mein Hoover Highlight. Ich habe jedoch auch noch längst nicht alle gelesen  (habe es aber vor).

    Ich denke ich lese die 2 anderen Bücher der Reihe auch, werde mir aber etwas Abstand gönnen. 


  2. Cover des Buches Das Schicksal ist ein mieser Verräter (ISBN: 9783446240094)
    John Green

    Das Schicksal ist ein mieser Verräter

     (12.689)
    Aktuelle Rezension von: Alltagsbeat

    Ich war zuerst skeptisch als ich den Klappentext las, doch war meine Neugier schon bei der ersten Seite geweckt. Was ich an diesem Buch wirklich liebe und bewundere, sind all die philosophischen Gedankengänge und Gespräche der Figuren. Es klang teilweise als wäre es das leichteste der Welt, so wie die Protagonisten ihre Weisheiten einander erklärten und ich noch Stunden später darüber nachdachte, weil es halt nicht so einfach zu verstehen war.

    Die Geschichte hat mich fasziniert, wie sich die beiden kennenlernten bis zum unerwartenden Ende, welches der Titel passend beschreibt.

    Ich kann dieses Buch den Leuten empfehlen, die etwas über das Leben nachdenken wollen und den einen oder anderen Denkanstoß brauchen und zusätzlich eine bewegende Geschichte lesen möchten.

  3. Cover des Buches Der Besuch der alten Dame (ISBN: 3257230451)
    Friedrich Dürrenmatt

    Der Besuch der alten Dame

     (1.753)
    Aktuelle Rezension von: buecherlesenundleben

    Ich habe das Buch gelesen, weil wir es als Klassenlektüre begonnen haben. Die Schreibweise war sehr interessant. Man konnte in die Sätze der Figuren hineininterpretieren was man wollte. Es lohnt sich sicher das Buch einmal gelesen zu haben. 

  4. Cover des Buches Stolz und Vorurteil (ISBN: 9783596907205)
    Jane Austen

    Stolz und Vorurteil

     (4.087)
    Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincess

    Inhalt: Elizabeth Bennet wohnt mit ihren Eltern und ihren vier Schwestern in ländlicher Nachbarschaft. Als ein junger Gentleman mit Namen Bingley ein Anwesen in ebendieser Nachbarschaft mietet, ist schnell klar: Eine der Bennet-Schwestern soll ihn heiraten. Doch Bingley kommt nicht allein, ist doch der noch vornehmere Mr. Darcy sein ständiger Begleiter. Doch Mr. Darcy ist stolz und sucht nicht die Nähe auch nur einer seiner neuen Nachbarn und Nachbarinnen. Besonders Elizabeth entwickelt eine Abneigung gegen den voreingenommen Edelmann, die von den Erzählungen des Soldaten Wickhams nur bestärkt wird. Doch wer spricht die Wahrheit? 

    Fazit: Ich habe "Stolz und Vorurteil" nun bereits zum dritten Mal gelesen. Ich muss zugeben, dass die Ausgabe, die ich diesmal las, eine weniger angenehme Übersetzung beinhaltete als meine favorisierte Ausgabe. Die Geschichte hat dennoch einen ungebrochenen Zauber für mich. Mr. Darcy ist eine vielschichtige Persönlichkeit, dessen Schüchternheit und soziale Scheu nur noch mehr für ihn sprechen. Ebenso sind Elizabeths Offenheit und Neckereien echte Highlights. Mr. Bingleys Charakter kann ohnehin eigentlich nur geliebt werden. Ich möchte dieses Buch immer und immer wieder lesen! 

    Empfehlung: Ich würde es am liebsten jedem Menschen zum Lesen geben. ❤️

  5. Cover des Buches Die Hütte (ISBN: 9783548284033)
    William Paul Young

    Die Hütte

     (598)
    Aktuelle Rezension von: readingsarah

    Die Hütte beschreibt den Weg eines Mannes zu Gott, allerdings ist es auch für unreligiöse Leser sehr empfehlenswert, da es gute Denkanstöße gibt und Halt in einer Zeit in der vieles haltlos ist.


    Mack ist ein Mann mittleren Alters. Er ist verheiratet, hat einen Job und 4 Kinder. Alles wirkt wie ein normales Leben, allerdings leidet Mack an der „großen Traurigkeit“, was sich mit einer Depression gleich setzen lässt. Ausgelöst wurde diese durch den tragischen Verlust seiner jüngsten Tochter Missy. Diese wurde bei einem Campingausflug entführt und ermordet.

    Drei Kahre danach erhält Mack einen mysteriösen Brief von Gott, der ihn an den Ort des Geschehens einlädt. Getrieben von Neugier und Wut entschließt sich Mack der Einladung zu folgen. Die Erlebnisse dieses Wochenendes mit Gott lassen ihn allerlei hinterfragen. Er vergibt, lässt Gefühle zu und söhnt sich letztendlich mit Gott aus, was dazu führt, dass all seine Beziehungen an Tiefe gewinnen und er den Verlust seiner Tochter verarbeiten und die Depression besiegen kann.


    Das Buch ist wunderbar geschrieben. Man fühlt direkt mit dem Protagonisten. Vor allem die Szenen, wo Missy entführt wird, sind mir als Mutter sehr ans Herz gegangen. Beim Lesen hinterfragt man auch seine eigenen Beziehungen und lernt so einige Dinge über sich selbst.


    Mich hat vor allem der religiöse Aspekt lange abgeschreckt das Buch zu lesen, aber ich bin froh es dennoch getan zu haben. Man benötigt nicht unbedingt einen Bezug zu Gott um viel Gutes aus dem Buch zu ziehen.

  6. Cover des Buches Picknick im Dunkeln (ISBN: 9783446265707)
    Markus Orths

    Picknick im Dunkeln

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Aischa

    Gleich mal vorneweg eine Warnung: Wer nach dem Verlagstext "eine aufregende philosophische Reise, eine urkomische und todernste Geschichte über die großen Fragen des Lebens" erwartet, wird wahrscheinlich etwas enttäuscht sein.

    Das hat dieser kluge, kurze Roman jedoch nicht verdient. Leider werden die Klappentexte jedoch auch hierzulande immer reißerischer, keine Ahnung, was sich die Marketing-Abteilungen davon versprechen. Jedenfalls habe ich in "Picknick im Dunkeln" keine urkomischen Passagen gefunden, wohl aber fein dosierten Wortwitz. Und ja, es geht um den Tod, darum ob und wenn ja was uns danach erwartet, und die philosophischen Betrachtungen sind durchaus ernst, aber deswegen nicht gleich todernst.

    Der Plot mutet zunächst mystisch-skurril an: Stan Laurel, bekannt vor allem als Komiker des legendären Filmduos "Laurel und Hardy"/"Dick und Doof", trifft in einem zappendusteren Gang auf den rund 700 Jahre vor ihm geborenen Thomas von Aquin, seines Zeichens dominikanischer Theologe und Philosoph. Autor Markus Orths schafft eine unterhaltsame und lehrreiche Melange aus einer Doppelbiografie und einem philosophischen Spaziergang. 

    Ich habe das Buch zwei Mal gelesen und kann dies nur empfehlen: Es steckt voller sprachlicher Kleinode, besonders die witzig-beschreibenden Neologismen, wie etwa "Schneckenfühlerfingerchen" haben es mir angetan. Für das bessere Verständnis manch philosophischen Gedankengangs hätten mir etwas mehr einschlägige Vorkenntnisse wohl geholfen. Sehr bereichernd fand ich hingegen die wahre Flut an biografischen Details, vor allem zu Stan Laurel. Daneben ist der Roman aber vor allem auch eine Geschichte über zwei Männer, die aus völlig unterschiedlichen Erfahrungs- und Glaubenswelten stammen, und die dennoch in einen wirklichen Dialog treten. Die den Gesprächspartner erzählen lassen und ihm aufmerksam zuhören, versuchen, ihn zu verstehen, auch das, was zunächst fremd erscheint, ins eigene Denken zu lassen.

    So gesehen ein wichtiges Buch, gerade in einer Zeit, in der sich vorgefasste Meinungen schnell zementieren und Diskussionen oft zum reinen Schlagabtausch statt zu wirklichem Dialog verkommen.

  7. Cover des Buches Gut gegen Nordwind (ISBN: 9783442489336)
    Daniel Glattauer

    Gut gegen Nordwind

     (5.534)
    Aktuelle Rezension von: Lady_of_Roses

    Ich bin fasziniert, dass das ganze nur mit einer E-Mail begann... Doch schnell haben Emma und Leo mehr von dem Schreiben erwartet bzw. sich mitnehmen lassen in die Anonymität und ihre Gefühle frei heraus gelassen. 

    Ich konnte kaum aufhören das Buch zu lesen und bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung... Die es ja zum Glück schon gibt. :) 

  8. Cover des Buches Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei (Bühnenfassung) (Harry Potter) (ISBN: 9783551318367)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei (Bühnenfassung) (Harry Potter)

     (1.934)
    Aktuelle Rezension von: Hoerbuchjunkie

    gehörte Fassung: nicht offizielles Hörbuch eines englisch sprachigen Fans

    Um mein Englisch aufzubessern hatte ich die Harry-Potter-Rheihe auf Englisch gehört, außerdem wurde mir zum 80. Mal der potterless Podcast empfohlen. Ich habe demnach alles abschnittsweise gehört, es war sehr nervenaufreibend, lustig aber auch recht langwierige. Am Ende war jedenfalls klar, ich muss den 8. Teil ebenfalls lesen, da dieser nie als Hörbuch herausgekommen ist. Tatsächlich habe ich aber über reddit die kostenlose inoffizielle Version eines Fans gefunden und gehört.

    Inhaltlich fand ich das Buch recht verwirrend, Albus und Sokrpius Reise durch die Zeit um Cedrik Diggorie zu retten. Die viele Schuljahre die abgehandelt werden. Die Konflikte der einzelnen Protagonisten untereinander, Albus-Harry, Albus-Ginny, das Trio-Malfoy usw.. Wer ist das Kind von Voldemort? Auch diese Frage muss im Laufe des Buchen auch noch beantwortet werden. Es passiert einfach sehr viel in sehr kurzer Zeit, das bringt auch der Schreibstil mit sich. Ich habe das als sehr anstrengend empfunden.

    Die Darstellung der einzelnen Charaktere fand ich teilweise auch eher schwierig, sie wirken teilweise sehr eindimensional, das wird auf der Bühne wohl durch die Schauspieler etc. ausgeglichen, im Buch ist dafür zu wenig Raum. Scorpius fand ich als Charakter tatsächlich sehr sympathisch, Albus hingegen habe ich als ein Vielfaches des Harrys aus Band 5 empfunden, eben ein missverstandener Teenager, der unter der Berühmtheit seines Vaters leidet. Er ist dadurch sehr anstrengend, gerade auch weil ich ihn mögen und verstehen wollte.

    Alles in allem fand ich das Buch ok, es ist keinesfalls mit den Büchern von J.K. zu vergleichen. Es ist nett zu hören, was aus den anderen Protagonisten der Reihe geworden ist, auch wenn ich hier längst nicht mit allem einverstanden war. Die Auswirkungen durch die Zeitreise würde ich da einschließen und die Szene mit der Lady aus dem Hogwartsexpress? Das war für mich einfach völlig überflüssig und sollte wahrscheinlich für etwas mehr Action sorgen. Da es bei den bekannten Charakter aber zumindest eine schöne Entwicklung gibt, sind es für mich nicht 2 von 3 von 5 Sternen.

    Die Ausarbeitung des Hörbuches wollte ich aus der Bewertung herausnehmen, da sie eben nicht offiziell, sondern Fan-Content ist. Mir hat die Ausarbeitung gut gefallen. Der Sprecher hat sich Mühe gegeben seine Stimmlage den Charakteren anzupassen, dennoch liest er die Namen der einzelnen Protagonisten vor, das ist wie beim Lesen etwas seltsam. Trotzdem war es für mich eine gelungene Ausarbeitung, ich weiß nicht ob ich mich sonst hätte durch das ganze Buch quälen wollen.

  9. Cover des Buches Imkersterben (ISBN: 9783839228333)
    Patricia Brandt

    Imkersterben

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Pixibuch

    In diesem Buch ist das Hauptthema die Bienen. Ich muß sagen, dass mir dieses Thema überhaupt nicht fremd ist, da mein Schwiegervater ein begnadeter Imker war. In dem kleinen Ort an der Ostseeküste geht es ziemlich friedlich zu. Oke und sein Kölscher Kollege Gott bei der örtlichen Polizei schieben eigentlich eine ruhige Kugel. Bis eines nachts die Bienenstöcke vom Förster brennen und ein paar Tage später kommt er zu Tode, als er über einen über den Weg gespannten Draht stürzt. Als dann aber auch noch eine Hobbyimkerin das Zeitliche segnet, wird es für Oke und Gott an der Zeit zu ermitteln. Das kommt ihnen aber gerade sehr ungelegen, da sie gerade die Fahrzeugdiebstähle auf den Campingplätzen aufklären müssen. Es wird sehr viel und sehr umfangreich in diesem Buch über die Bienen und das Imkern gesprochen. Der eigentliche Mord kommt erst sehr viel später. Auch wird auf die finanziellen Probleme der Hobbyimkerin Tilda eingegangen und auf die verschiedenen Möglichkeiten, de Honig zu strecken, um mehr Umsatz zu bekommen. Irgendwie ist nicht ganz klar,, wer mit wem zu tun hat, es huscjem zu viele Personen durch das Buch. Jedoch leistet die Autorin am Schluß des Buches eine Glanzleistung, nachdem sie uns den wirklichen Mörder präsentiert. Sehr gut hat mir der Schlagabtausch mit den beiden Polizisten gefallen und deren Dialket. Das Kölsch und das Plattdeutsch: Herrlich. Alles in allem ein gute Unterhaltung. Ganz gut gefallen hat mir das Cover. Ein blauer Himmel und über eine Wiese schwirren die Bienen.

  10. Cover des Buches Kosmetik des Bösen (ISBN: 9783257234756)
    Amélie Nothomb

    Kosmetik des Bösen

     (134)
    Aktuelle Rezension von: letusreadsomebooks

    Jérôme Angust sitzt am Flughafen und wartet, denn sein Flieger hat Verspätung. Der Geschäftsreisende möchte einfach nur in Ruhe lesen, bis es endlich weiter geht, doch ein Mann, der sich als Holländer namens Textor Texel vorstellt, setzt sich zu ihm und bedrängt ihn. Da Angust ihn nicht abschütteln kann, bleibt ihm nichts anderes übrig, als dem eloquenten und in der Philosophie bewanderten Herrn zuzuhören – auch, als die Themen düsterer und die Geständnisse heftiger werden.

    „Was wissen Sie denn?“
    „Sie sind Geschäftsmann. Ihre Ziele lassen sich in Geld beziffern. Das ist billig.“
    „Jedenfalls behellige ich andere nicht damit.“
    „Sicher fügen Sie irgend jemand Schaden zu.“
    „Selbst wenn das stimmen sollte – wer sind Sie, mir das vorzuwerfen?“
    „Texel. Textor Texel.“
    „Das sagten Sie bereits.“
    „Ich bin Holländer.“

    Auf den ersten dreißig Seiten dachte ich noch, dass dieses Buch ganz okay ist, aber zu Nothombs schwächeren gehören könnte – wie hätte ich da ahnen können, wie sehr ich mich irre?
    Es beginnt scheinbar harmlos mit einem Mann, der von einem Quälgeist belagert und geplagt wird – Texel ist unangenehm, aufdringlich und nervtötend, doch anfangs ahnt man sein Potenzial noch nicht. Die Dialoge sind zunächst einseitig, als Angust versucht, auszuweichen und weiter in seinem Buch zu lesen, doch Texel lässt nicht so leicht locker. Schnell entspinnt sich ein Roman, der ein einziger langer Dialog ist – und wie wahnsinnig gut Nothomb diese Form beherrscht, durfte ich bisher in verschiedenen ihrer Bücher bewundern.

    Texel mag den Geschäftsmann vielleicht mit Anekdoten aus der Kindheit langweilen, doch das, was ihm eigentlich auf der Zunge und auf dem Herzen liegt, ist deutlich härterer Tobak. (Achtung, explizite Gewaltszenen!) Aber Nothomb wäre nicht Nothomb, wenn sie die ersten Eindrücke auf sich beruhen lassen würde. Dieses Buch wird vor allem durch zwei große Twists so grandios, die einen – obwohl die Autorin vorher schon dezente Hinweise streut – ganz schön überraschen dürften.

    „Sie sind ja wahnsinnig!“
    „Finde ich nicht. Wahnsinnige sind für mich Menschen, die sich unbegreiflich verhalten. Mein Verhalten kann ich Ihnen in allen Einzelheiten erklären.“
    „Da sind Sie aber der einzige.“
    „Das genügt mir vollkommen.“

    Kosmetik des Bösen ist ein Roman über Moral und Gerechtigkeit, über Vergeltung, Gewissen, Trauma, Verdrängung und die inneren Dämonen. Es ist höchst erstaunlich, wie viele gesellschaftliche, psychologische aber auch mythologische, religiöse oder philosophische Themen die belgische Autorin in ihren schmalen Büchern unterbringen kann, ohne je ihre Leser zu langweilen. Die meisten ihrer Werke umfassen gerade einmal 100 bis 150 Seiten, doch sie nehmen so schnell an Fahrt auf, dass man es gar nicht wagt, sie aus der Hand zu legen, bis der letzte – meist völlig unerwartete Absatz – kommt.

    Es ist wirklich schwierig, über dieses Buch zu schreiben, ohne zu viel Preis zu geben, was bei Nothombs kurzer Prosa zwar oft der Fall ist, bei diesem Werk hier aber besonders zutrifft. Was sich aber ganz klar sagen lässt, ist, dass es ein böses, ein abgründiges Buch ist, ein verrücktes, ein durch und durch amüsantes, trotz der harten Thematik.

    Amélie Nothombs Roman Kosmetik des Bösen beweist wieder einmal, dass ein gutes Buch nicht unbedingt lang sein muss. Zwei skurrile Protagonisten liefern den Lesern ein absolutes Dialog-Feuerwerk, das die menschlichen Abgründe offenbart. Vor allem das Ende ist Nothomb wieder einmal ausgezeichnet gelungen – bei solchen Wendungen kann man das Buch eigentlich nur in einem Rutsch durchlesen!

  11. Cover des Buches Wem die Stunde schlägt (ISBN: 9783596903221)
    Ernest Hemingway

    Wem die Stunde schlägt

     (149)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Ich will und kann hier nichts gegen Hemingway sagen, den alten Mann auf dem Meer fand ich großartig. Dieses Kriegs- bzw. Anti-Kriegsbuch ist sicher auch ein guter Roman, mich hat er nur einfach nicht erreicht und so hab ich, nachdem ich merkte, dass es mir nicht gelingt eine Beziehung zu den Figuren, die Rebellen im spanischen Befreiungskampf, aufzubauen, den Roman abgebrochen. Es gibt zu viele andere Bücher, die auf mich warten.

  12. Cover des Buches Schneller als der Tod (ISBN: 9783596512041)
    Josh Bazell

    Schneller als der Tod

     (285)
    Aktuelle Rezension von: Zeitschnecke
    Schneller als der Tod - an sich schon ein skurril als Titel, denn was kommt schneller und plötzlicher als der Tod?
    Josh Bazell schafft es in einem skurrilen Titel eine noch skurrilere Geschichte zu verstecken.

    Es geht um die Mafia, um einen umgeschulten Arzt und um die Liebe.

    Josh Bazell hat einen tollen Schreibstil der Dinge so präzise wie möglich und Situationen so komisch wie nötig beschreibt. 
    Mit dem Roman "Schneller als der Tod" ist ihm ein Sensationshit gelungen, der es schafft auch nicht Krimi-Leser in seinen Bann zu ziehen! Auf jeden Fall eine Kaufempfehlung für alle Unentschlossenen.
  13. Cover des Buches Savage - Ruf der Instinkte (ISBN: B01MTW7Q26)
    Ally J. Stone

    Savage - Ruf der Instinkte

     (25)
    Aktuelle Rezension von: rita_andotherstories

    Endlich hab ich mit Band 1 angefangen, da ich ja zuerst Band 3 gelesen hatte dank der lovelybooks Leserunde. Und bereits da wusste ich, dass ich auf jeden Fall wissen muss, was es mit Jackson und Love auf sich hat, und vor allen Dingen diese ominöse Nacht ... 


    Ich hab das Buch geliebt: der Schreibstil ist super, die Charaktere sehr gut ausgearbeitet und ich hab mich mit jeder Seiter wohler und wohler gefühlt. Die Geschichte an sich ist nicht das, was ihr vl anfangs denken mögt: Twilight.

    Ja, es gibt Vampire, ja, es gibt Wölfe, aber nein, es ist wirklich nicht Twilight.

    Jackson, Love und die Welt, in der sie leben, ist einzigartig und aufregend, spannend und gefährlich und ich hab es genossen, was sie die Autorin hier alles einfallen hat lassen.


    Die beiden Protas sind amüsant zu lesen, beide stur, beide stolz und beide entwickeln Gefühle, mit denen sie nicht gerechnet haben. Die beiden auf ihrem Weg zu begleiten, war schön, und auch schmerzhaft, und ich fand es wunderbar, dass auch ein solches Verlusts-Thema einen Weg in diese Geschichte gefunden hat. Es geht hier nicht nur um die große Liebe, wobei, das wissen wir eigentlich ja gar nicht, ob sie das denn ist, aber auch um Freundschaft, Vertrauen, Familie. Und dass Familie nicht immer blutsverwandt sein muss.


    Das Ende war überraschend, und endlich konnte ich meine Fragezeichen von Band 3 bzgl. der Nacht klären und kann mich nur wiederholen: Jackson und Love sind stur, stolz und einfach großartig. Ich freu mich auf Band 2.

  14. Cover des Buches Die Buchliebhaberin (ISBN: 9783442726691)
    Tom Petsinis

    Die Buchliebhaberin

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Kopf-Kino

    »Hast du gelernt, die Welt zu akzeptieren, Paul?«
    »Ich habe die Poesie nicht aufgegeben.«
    »Ein Märtyrer des Lebens«, gab er lächelnd zurück.
    »Nein, Arthur, einfach ein Dichter.«

    'Die Buchliebhaberin' Sonya wagt den Sprung in die Selbstständigkeit und erfüllt sich einen Lebenstraum: ein eigenes kleines Antiquariat, um gänzlich in den geliebten Bücherkosmos versinken zu können. Aufgrund der allgemeinen Rezession bleiben jedoch in Bälde die Kunden fern. Als wäre das nicht bereits schlimm genug, eröffnet in ihrer Straße auch noch die Billig-Kette 'Bücher kiloweise' eine Filiale. Als Sonya eines Tages einen goldenen Briefumschlag, der ein handschriftliches Manuskript enthält, in ihrer Buchhandlung findet, spendet ihr die Geschichte sowohl Trost als auch Flucht vor den Existenzsorgen. Der Brief enthält ein Gespräch zwischen zwei Büsten - Marx und Moses diskutieren darin über Religion und den Vergleich zu Kapitalismus/Kommunismus -, aber keinen Hinweis auf dessen Autor. Schon bald taucht die nächste anonyme Geschichte auf...

    Tom Petsinis' Roman ist ein wahrer Ausflug in die Kulturgeschichte gelungen. Die fiktiven Dialoge, die im Laufe des Romans zwischen Schriftstellern, Philosophen und anderen Größen der Geschichte stattfinden, behandeln große Themen, wie Moral, Religion, Literatur, Wahrheit und natürlich die Liebe. Die geistreichen Gesprächspartner, die innerhalb der anonymen Manuskripte aufeinander treffen, reichen von Sokrates bis Kafka, um lediglich zwei zu nennen. Die Gespräche sind stellenweise recht komplex und erfordern beim Lesen eine gute Portion Konzentration ab, da sie den meisten Raum des Romans einnehmen. Somit ist das Buch kein Schmöker für zwischendurch oder nebenbei. Der Autor regt tiefgreifend zum Nachdenken an.

    Wenn eine Kultur noch jung und stark sei, hätten die Künstler keine Angst, tief in ihre Seele zu blicken. Indem sie unsere Ängste ausdrückten, würden sie ihnen etwas von ihrem Schrecken nehmen; indem sie unsere Albträume auf die Bühne brachten, würden sie uns befreien, das Licht des Tages zu genießen. Die Tragödie sei letztendlich die Konfrontation des Menschlichen mit dem, was darüber hinausweise, mit der Freiheit als Belohnung.

    In der Rahmenhandlung schaut der Leser der 30-jährige und schüchterne Sonya über die Schulter, wie sie mit Koffern bewaffnet die Flohmärkte abklappert, Bücher verschenkt, beklaut wird und sowohl vor ihrem Vermieter als auch dem Bankangestellten zittert, die sich die regelmäßig die Klinge in die Hand geben. Zudem begleitet man sie auf der Suche nach dem Unbekannten, der stets mysteriöser wird – er scheint Sonya unbemerkt zu beobachten. Ob Sonya einen Weg findet, sowohl den Urheber zu finden, als auch ihrer misslichen Lage zu entkommen, müsst ihr natürlich selbst herausfinden.

    Der Himmelsschreiber besudelt kostbar öffentlichen Raum! Sonyas Empörung wächst, während er seinen ersten Buchstaben, ein B., vollendet. Inserenten haben schon die Erde mit ihren Wurfsendungen verschmutzt, nun verunreinigen sie auch noch den Himmel, korrumpieren das Alphabet und erniedrigen das Wunder des Lesens, indem sie es dazu missbrauchten, ihre Produkte zu verkaufen. Es sollte zwei Alphabete geben, denkt sie plötzlich. Eines für Texte, die aufklären, das andere für Reklame.

    Der Schreibstil des Autors ist flüssig und weist lediglich innerhalb der Dialoge längere Schachtelsätze auf, die ich generell sehr schätze. Je nachdem zwischen wem der jeweilige Dialog bzw. Disput stattfindet, passt sich der Autor zart der dazugehörigen Sprache, Thematik und Berufung an. Somit fällt beispielsweise die Unterhaltung zwischen Rimbaud und Verlaine recht poetisch aus.

    Die Geschichten innerhalb der Geschichte waren mein persönliches Highlight. Jeder Dialog war für mich ein kleines Meisterstück. Natürlich fand ich den einen interessanter als manch anderen – summa summarum jedoch sagten sie mir alle zu. Manche Thematiken wiederholen sich, werden jedoch je nach Kontext der Dialoge anders beleuchtet.

    Um ehrlich zu sein, interessierte ich mich im Laufe der Geschichte weniger für die Rahmenhandlung, sondern umso mehr für die spannenden Geschichten. Mit 'spannend' beziehe ich mich ausschließlich auf die Spannung zwischen den Wortgefechten und Interaktionen der Beteiligten. Somit könnte manch einem der Roman zu langweilig sein – ich fühlte mich gut unterhalten.

    Ich gebe dem Roman 4 Sterne, da bspw.. manche Figuren, die in der Rahmenhandlung auftreten, zwar charakterisiert werden, dafür jedoch schnell und klanglos von der Bildfläche verschwinden. Manchmal blieb mir Sonya mit ihren Entscheidungen etwas fremd. Wer ein rein detailliertes Buch über das Leben einer Buchhändlerin und deren Liebe zur Literatur erwartet, könnte hier enttäuscht werden - die Dialoge und Gedankenspiele nehmen (zu meinem Glück) den meisten Platz ein. Die Manuskripte bzw. Dialoge sind jedoch erstklassig und raffiniert! Allein deswegen möchte ich diesen Roman wärmstens empfehlen.

    »Das Feuer der Jugend!«, sagte Arthur. »Manche macht es milder und willensstärker, eine Schule des Charakters. Andere verbrennen zu Asche.«

  15. Cover des Buches "Nee, wir haben nur freilaufende Eier!" (ISBN: 9783453601758)
    Felix Anschütz

    "Nee, wir haben nur freilaufende Eier!"

     (74)
    Aktuelle Rezension von: melli.die.zahnfee
    Gut zusammengestellte Beiträge von der Internetseite belauscht.de.Kein sehr gehaltvolles Buch, aber eins was sich wunderbar weglesen lässt . Auf dem Örtchen oder bei einer Magen-Darm Verstimmung. Die kurzen Kapitel laden zum Häppchenlesen ein und man muss keinesfalls nachdenken beim Lesen.Sorgen macht mir nur das Bildungsniveau unseres Landes .Ich hatte direkt vorher ( leider ) "darauf bin ich algerisch" gelesen und so waren sehr viele Begebenheiten doppelt oder schon bekannt.Ich werde aber auf jeden Fall die " passionierten Tomaten " auch lesen.
  16. Cover des Buches Darf ich meine Oma selbst verbrennen? (ISBN: 9783426784273)
    Peter Wilhelm

    Darf ich meine Oma selbst verbrennen?

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Filzblume

    Peter Wilhelm
    Knaur-ebook
    2011

    Ein rundum witziges und informatives Buch zugleich. Der Leser bekommt wichtige Hinweise rund ums Sterben. Oder weis jemand was in einem Vorsorgeordner so alles sein sollte? Wie der Ablauf nach einem Todesfall ist? Welche Unterschiede gibt es zwischen den Bestattungsarten? Das wird an Beispielen gut erklärt, was die Angehörigen so alles bedenken müssen, wie der Bestatter, trotz der merkwürdigen Fragen auf die Belange eingeht.
    Was ist zu tun, wenn man auf einem Bestatter verzichten will? Denn manche Kunden fragen da schon, wie der Titel schon sagt, sehr skurril.
    Der Autor hat auf wirklich sehr geduldige, einfühlsame und witzige Weise den Berufsalltag des Bestatters in wahre Geschichten verpackt. Dies geschieht oft in einem Frage -Antwort- Dialog. Ferner sind die "Telefonate" zwischen Bestatter und Kunde Anekdoten, da habe ich mich wirklich weggeschmissen!
    "Wie verhalte ich mich, wenn ich im Treppenhaus auf eine Leiche treffe?" oder "Kann ich die Knochen meines Opas haben?"

    Mir hat das Buch gefallen, es ist für zwischendurch zum Lesen geeignet.  Ich habe mich gut unterhalten und auch einiges dazu gelernt.

     

     

  17. Cover des Buches Alte Liebe (ISBN: 9783596512027)
    Elke Heidenreich

    Alte Liebe

     (129)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Es kommt einem fast so vor, wie wenn man von einem Nebentisch zwangsläufig ein Gespräch mitbekommt, man sich nicht mehr auf die eigene Lektüre konzentrieren kann und doch die Ohren nicht abwenden kann, weil einem das Erzählte gefangen nimmt. Ganz einfach darum, weil es die meisten Menschen interessiert, wie andere Leute ticken, welchen Umgang sie mit ihren Liebsten pflegen oder welche Gefühle sie bewegen.


    So erzählt dieser Roman die Geschichte von Lore und Harry, einem älteren Ehepaar, welches sich zwar noch immer liebt, aber der Alltag doch immer wieder zu Entfremdungen führt. Unterschiedliche Charakteren und Interessen machen das Zusammenleben nicht einfacher, im Gegenteil, genau dies erfordert stets von neuem die aktive Zuwendung zum Partner und das Verständnis für einander.


    Es handelt sich um eine leicht zu lesende, unterhaltsame Lektüre, bei der man ganz nebenbei noch ein paar Lesetipps der Autorin bekommt.

  18. Cover des Buches Dieses Buch wird Ihr Leben retten (ISBN: 9783462054293)
    A.M. Homes

    Dieses Buch wird Ihr Leben retten

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Dilla_Smilla

    Dieses Buch mochte ich sehr.

    Richard Novak hat eigentlich alles. Arbeiten muss er schon lange nicht mehr, ein riesiges Haus am Meer, lebt Richard in L.A. mit einer Vollzeit Haushaltshilfe und gesundem Essen von seiner Ernährungsberaterin.
    Eines morgens endet er mit unerträglichen und zunächst unerklärlichen Schmerzen im Krankenhaus und steht vor der Frage, wen er denn eigentlich anrufen kann, wenn er nur noch einen Anruf hätte.

    "Er lag da und wurde sich bewusst, wie gründlich er sich von der Welt und allen Verpflichtungen freigemacht hatte, wie blödsinnig unabhängig er geworden war: Er brauchte niemanden, kannte niemanden, hatte in niemandes Leben einen Platz. So gründlich, wie er sich von der Welt der Abhängigkeiten und Verpflichtungen freigemacht hatte, war er nicht sicher, ob er überhaupt noch existierte."

    Er ruft seine Ex-Frau an. Wie auch der Rest des Buches verläuft dieses Gespräch kurios, auf dem Nachhauseweg beschließt Richard, dass es so nicht weitergeht. Die (bisher nicht wirklich vorhandene) Beziehung zu seinem Sohn muss sich ändern und überhaupt sind zwischenmenschliche Beziehungen ein großes Thema in #diesesbuchwirdihrlebenretten.


    Dieses Buch beschreibt so herrlich merkwürdige und liebenswerte Charaktere, reiht eine kuriose Situation und Konversation an die andere und hebt trotzdem nicht ab. Witzig, manchmal traurig und nie oberflächlich. Ich hab es so gern gelesen und wer bei dem Buch keinen Hunger auf Donuts bekommt, dem ist nicht zu helfen.


  19. Cover des Buches Au revoir, les enfants (ISBN: 9783150092903)
    Louis Malle

    Au revoir, les enfants

     (49)
    Aktuelle Rezension von: 1007merle

    Dieses Buch habe ich gerade im Französischunterricht gelesen und bin mehr als positiv überrascht. Das Thema -zweiter Weltkrieg- hat mich schon immer interessiert und dann auch noch in meiner Lieblingssprache! 

    Nach den ersten paar Kapiteln war ich zugegebenermaßen nicht überzeugt, die Handlung war zwar schon interessant und leicht emotional, doch wurde erst gegen Ende so richtig ergreifend. Nach dem Ende hätte ich buchstäblich heulen können, die zunächst distanzierte und kühle aber doch sehr tiefe wahre Freundschaft zwischen den beiden Hauptcharaktern Bonnet und Julien hat mich dabei wohl am meisten mitgenommen.

    Ich habe viel über die dunkle Zeit des Krieges in Frankreich und deren Sicht auf die Deutschen erfahren. Und mittendrin die Geschichte von zwei ganz normalen aber sehr unterschiedlichen Jungen. Viele versteckte Gefühle, Ernsthaftigkeit und Treue, nichts für schwache Herzen.

  20. Cover des Buches Roter Mars (ISBN: 9783453316966)
    Kim Stanley Robinson

    Roter Mars

     (25)
    Aktuelle Rezension von: KKTVCAM
    In diesem Buch beschreibt Kim Stanley Robinson die Kolonialisierung des Planeten Mars. Dabei beschreibt er den Mars sehr blumig und schafft eine richtig tolle futuristische Atmosphäre in die man beim Lesen so richtig eintauchen kann und nicht mehr verlassen will. Die Handlungen sind packen und einfach nur genial! Leider sind die Dialoge etwas schlecht, dies ist aber nicht weiter schlimm da die Atmosphäre dies ausbessert.
  21. Cover des Buches Der erste Tod der Cass McBride (ISBN: 9783522201261)
    Gail Giles

    Der erste Tod der Cass McBride

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Infernalia
    In "Der erste Tod der Cass McBright" geht es um ein Mädchen dass lebendig begraben wurde, und von ihrem Entführer über ein Walkie Talkie aifgefordert wird mit ihm zu sprechen und gequält wird da er sie für den Selbstmord seines Bruders verantwortlich macht.


    Die Kapitel des Buches wechseln im gesamten Verlauf die Sichtweise, mir gefiel besonders gut sowohl aus der Sicht des Entführers, des Opfers als auch der Ermittler zu lesen.


    Die Zeitsprünge und Rückblicke sind sinnvoll gesetzt und nicht verwirrend.


    Das Buch ist spannend bis zum Ende, und endet größtenteils abgeschlossen und quasi ohne Cliffhanger. Nur Kleinigkeiten bleiben offen die aber nicht weiter wichtig für die Story sind.


    Ein spannendes Buch für zwischendurch!
  22. Cover des Buches Auf Messers Schneide (ISBN: 9783257200881)
    W. Somerset Maugham

    Auf Messers Schneide

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Hamlets_Erbin

    "Man lernt unter der Anleitung erfahrener Lehrer rascher. Man vergeudet seine Zeit in Sackgassen, wenn man niemanden hat, der einen führt." (S.52)
     
    Inhalt: Durch seinen Freund Elliott Templeton, einen Snob, lernt Maugham den jungen Larry Darell kennen, der entschlossen ist, sein Leben der Sinnsuche zu widmen. Maugham erzählt von ihm.

    Meinung: Was große Autoren auszeichnet, ist ihre Fähigkeit allgemein verständlich über komplexe Fragen zu schreiben. Maugham gehört zweifellos zu den Großen.
    In diesem Roman beschäftigt er sich mit der Frage nach dem richtigen Leben und der Religion. Dafür stellt er einander zwei Extreme gegenüber: Das Leben des Dandys Elliotts, der allein für die Gesellschaft zu existieren scheint, & das Dasein Larrys, der nach persönlicher Vervollkommnung strebt. Die Art, in der er dabei auf katholische Riten und hinduistische Philosophie eingeht, ist ebenso interessant wie luzide. Darüber hinaus erweist er sich als exzellenter Beobachter. Er präsentiert seine Charaktere in aller Ausführlichkeit -  sowohl optisch als auch psychologisch -  und lässt ihre Eigenschaften auch in seinen brillanten Dialogen zum Vorschein treten.
    Geschickt gewählt ist auch die Präsentationsform: Maugham höchstpersönlich fungiert als Erzähler und gibt vor, über reale Figuren zu berichten, was natürlich immens zur Glaubwürdigkeit der Geschichte beiträgt.  

    Fazit: Anspruchsvoller Roman mit starken Charakteren.

    "Das Leben ist eine Hölle, aber wenn man ein wenig Spaß herausholen kann, dann ist man ein gottverdammter Narr, wenn man es nicht tut." (S.344)

  23. Cover des Buches Das Geheimnis unserer Herzen (ISBN: 9783764506728)
    Marc Levy

    Das Geheimnis unserer Herzen

     (3)
    Aktuelle Rezension von: RenaM

    Um es gleich vorwegzusagen: Der Roman hat seine Spannung und irgendwann fängt diese die Leserin ein. Aber insgesamt ist die Handlung, die uns der erfolgreiche französische Autor hier präsentiert, schon etwas an den Haaren herbeigezogen.

    Protagonisten sind die 35-jährige Eleanor-Rigby, die in England lebt, und der Kanadier George-Harrison. Ja, in beiden Fällen handelt es sich um die Vornamen. Unabhängig voneinander erhalten die beiden, die sich nicht kennen, Briefe eines Unbekannten, der über ihre Mütter offensichtlich bislang Geheimes zu wissen behauptet.

    Die ruhige, etwas verträumte Eleanor, Journalistin bei National Geographic,  ist Zwillingsschwester des autistischen Michel und ältere Schwester der energischen Maggie. Ihre Mutter ist verstorben, die Geschwister haben ein enges, entspanntes Verhältnis zu ihrem Vater. Offensichtlich kennt er die in dem dubiosen Brief angedeuteten Geheimnisse ihrer Mutter, die Eleanor ihm erst nach und nach entlockt. Doch es bleiben Dinge im Verborgenen, weswegen sie schließlich der Aufforderung des Unbekannten folgt und zu einem Treffen nach Baltimore reist.

    Dort begegnet sie George-Harrison. Nachdem ihr Verdacht, er sei der Briefschreiber, ausgeräumt ist, beginnen die Beiden zusammen nachzuforschen. Nach und nach decken sie die gemeinsame Vergangenheit ihrer Mütter auf, erfahren, welche Schicksalsschläge sie erlebten und schließlich auch, welche Taten ihre Mütter begingen. Hinzu kommt, dass George, dessen Mutter unter Demenz leidet, zeit seines Lebens herausfinden möchte, wer sein Vater ist, seine Mutter ihm diese Auskunft aber immer verwehrte.

    Wie eingangs bereits erwähnt, packt die Handlung ab einem gewissen Punkt, will die Leserin wissen, was sich hinter den mysteriösen Andeutungen verbirgt. Auch die sich behutsam entwickelnde, wenn auch erwartbare Liebesgeschichte zwischen Eleanor und George sorgt für zusätzliche Spannung. Doch es dauert eine ganze Weile, bis die Geschichte ausreichend Fahrt aufnimmt. Der Autor verliert sich immer wieder mal in Belanglosigkeiten, in zu üppigen Beschreibungen von Setting oder Handlungen, in zu viel Information. Manches ist dann auch wieder vorhersehbar, an anderer Stelle hingegen überrascht Marc Levy die Leserin mit interessanten Twists. Dabei wirkt der Bezug zu Ereignissen 1944 während des zweiten Weltkriegs dann doch etwas mühsam hergestellt.

    Was aber vor allem auffällt und was leider im Gedächtnis bleiben wird, sind die häufigen Perspektivfehler, die dem Autor unterlaufen. Die Handlung wird wechselweise aus der Sicht von Eleanor und der von George, in beiden Fällen in Ich-Form, erzählt. Und hier kommt es immer wieder vor, dass die Ich-Erzählerin Dinge berichtet, die sie nicht wissen kann, weil sie sie entweder nicht sieht oder nicht dabei war. Und das stört ungemein und zeugt außerdem von mangelnder Sorgfalt bei Autor und Lektor.

    Fazit: ein hinreichend spannender, aber etwas aufgeblähter Roman mit einigen handwerklichen Fehlern.

    Marc Levy – Das Geheimnis unserer Herzen
    aus dem Französischen von Eliane Hagedorn und Bettina Runge
    blanvalet, August 2021
     Gebundene Ausgabe, 444 Seiten, 20,00 €

  24. Cover des Buches Spielverderber (ISBN: 9783844208269)
    Bernd Mannhardt

    Spielverderber

     (16)
    Aktuelle Rezension von: mistellor
    Sechs Theaterstücke von 2011 aus der Feder des Autors .
    Alle Theaterstücke sind wunderbar geschrieben.

    Zum ersten Stück:
    Ein wunderbares Stück mit einer herrlichen Pointe. Hier zeigt sich wieder der leis fiese Humor des Autors.

    Ich kannte das Stück schon aus einem Erzählband des Autors, aber die Erzählung hat als  Theaterstück deutlich gewonnen.
    Dieser wunderbare schwarze Humor, von guten Sprechern gelesen, kann einfach nur vergnüglich sein.

    Zum zweiten Stück:
    Upps, da habe sogar ich schlucken müssen.
    In diesem Stück wird die Loyalität der Angestellten überprüft.
    Das wird  eindringlich erzählt, der Leser wird im Unklaren gelassen, ist aber sehr verwundert, da die Überprüfung  perfide und unmenschlich ist.

    Wie immer ist das Stück brilliant geschrieben und macht Lust auf das nächste Stück.

    Zum dritten Stück:

    Eine Mörderstory mit Gerechtigkeit am Ende.

    Hat mir gut gefallen, da auch hier wieder eine wunderbare Pointe die Geschichte abrundet.

    Zum vierten Stück:

    Ein knallharter Dialog zwischen Männern. man kann wirklich nicht sagen, dass dieses Stück textlastig ist. Aber herrlich geschrieben.

    Wenn auch mit einem kleinen Geschlechterfehler.

    Zum fünften Stück:

    In diesem Stück benötigt man Geometriekenntnisse und muss sich mit so schweren Wörtern wie Hypotenuse, Katheten, Alpha, Beta und Gamma herumschlagen.

    Eine  schräg durchdachte Story.

    Zum sechsten Stück:

    Mein absolutes Lieblingsstück. Voller skuriller Ideen, mit Wortwitz, Phantasie, intelligenten Wortschöpfungen.

    Für diese Geschichte alleine lohnt sich der Kauf des Buches.


    Mir ist es ein Rätsel, dass Bernd Mannhardt kein Bestseller-Autor ist.
    Der mannhardtsche Wortwitz ist schon ein geflügeltes Wort unter Kennern.
    Und um es einmal deutlich zu sagen, es ist kein Nischenpublikum, welches er anspricht.
    Dieser hintersinnige, manchmal sarkastische, aber immer witzige Humor findet man wirklich nur bei Mannhardt.
    Und das Schöne ist, es ist auch noch ein intelligenter Humor, der den Leser zum Nachdenken bringen kann.
    Intelligentes Amusement, wen begeistert das nicht ?

    Er könnte ohne Probleme auch ein Autor für ein breites Publikum sein, wenn ihn endlich mal ein großer Verlag richtig promoten würde.

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