Bücher mit dem Tag "die buchfluesterin"
80 Bücher
- John Strelecky
Das Café am Rande der Welt
(1.308)Aktuelle Rezension von: _Cookie_John will nicht hier sein, in diesem seltsamen Café am Rande der Welt. Er wollte nur in den Urlaub fahren, aber das Schicksal hat andere Pläne. Und so landet er in diesem kleinen Café und stellt sich auf einmal nicht nur 3 seltsame Fragen, sondern auch seinem gesamten Leben.
Die Idee fand ich an diesem Buch sehr interessant, aber ich würde hier leider enttäuscht. Der Schreibstil hat war flüssig und ich bin auch gut durchgekommen, für mich war es dann aber auch mit positiven Punkten. Ich fand die Charaktere sehr flach, sowohl John als auch Mike und Anna. Auch die vermittelte "Weisheiten" haben mich nicht überzeugt, leider hatte ich das so schon oft gelesen.
- Anna McPartlin
Die letzten Tage von Rabbit Hayes
(1.207)Aktuelle Rezension von: pudelohnekern"Die letzten Tage von Rabbit Hayes" von Anna McPartlin (übersetzt von Sabine Längsfeld) erzählt die Geschichte von der gleichnamigen Protagonistin Rabbit Hayes, die schon seit einigen Jahren gegen Brustkrebs kämpft. Nun scheint dieser Kampf verloren. Ihre Mutter bringt sie in ein Hospiz und die Ärzte prognostizieren, dass ihr nur wenige Tage bleiben. Ihre Familie, Freunde und Freundinnen stehen ihr in dieser Zeit zur Seite. Dabei behandelt das Buch den Weg zur Akzeptanz des Unausweichlichen, den Umgang der Beteiligten mit dieser schweren Situation und all die Schicksale und Erlebnisse, die Rabbit in ihren letzten Tagen beschäftigen.
Jedes Kapitel widmet sich einer anderen Person aus dem sozialen Nahfeld von Rabbit. Dadurch verstehen wir mehr über die Geschichten, die Ängste und die Gedankenwelt aller Beteiligten. Das Leben von Rabbit Hayes und ihre letzten Tage setzen sich so wie ein Puzzle zusammen, das unterschiedliche Perspektiven einfängt und zu einem Gesamtbild zusammensetzt. Das ist meiner Meinung nach die große Stärke, aber gleichzeitig auch die Schwäche des Romans.
Einerseits konnte der Roman zeigen, dass die Welt auch für den Tod eines geliebten Menschen nicht stillsteht, wie die eigenen Erfahrungen aller Beteiligten den Umgang mit dem Tod formen und dass ein Schicksal, wie das von Rabbit Hayes, viele Menschen berührt. Andererseits gab es mein Empfinden jedoch zu viele Charaktere und zu viele Nebenschauplätze. Der Fokus der Geschichte verlor sich dadurch immer wieder und es war teilweise schwierig, die Charaktere auseinanderzuhalten (Wie viele Personen, deren Name mit J beginnt, können in einem Buch vorkommen?).
Nichtsdestotrotz gefällt mir der zugängliche und gleichzeitig sensible Schreibstil der Autorin sehr. Dadurch fällt es leicht mit den Figuren zu fühlen, zu lachen und zu weinen. Obwohl das Buch ein trauriges Thema hat und mich stellenweise zu Tränen gerührt hat, ist die Stimmung auch tröstlich und humorvoll. Dadurch bekommt der Roman seine Tiefe ohne schwermütig zu werden.
Insgesamt ein wundervoller Roman über den Umgang mit Trauer, über Familie, Freundschaft und Liebe. Ich kann ihn zur Auseinandersetzung mit dem Thema Tod in der Familie empfehlen, aber auch einfach als Buch, das berührt.
Anmerkung zum Schluss: Bei der Übersetzung war ich mir stellenweise unsicher, ob da nicht ein anderes Wort passender gewesen wäre. Besonders aufgefallen ist es mir als an einer Stelle race mit Rasse übersetzt wurde. Ich habe eine Ausgabe von 2016 und hoffe, dass dies in späteren Auflagen überarbeitet wurde.
- Ethan Cross
Ich bin die Nacht
(1.241)Aktuelle Rezension von: Tanja_WueWer gerne Thriller liest, kommt gefühlt nicht an die Bücher von Ethan Cross vorbei. "Ich bin die Nacht " war das erste Buch das ich jetzt gelesen habe und ist auch der Einstieg in die Reihe.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kommt sehr schnell durch. Wirklich gut geschriebener Pageturner. Jedoch waren mir die Charaktere irgendwie nicht greifbar und insgesamt gab es Stellen, die ich nicht abgekaufen konnte, weil es mir zuuu konstruiert war.
Dennoch interessiert es mich wie es weitergeht und vielleicht wird es in Band zwei besser.
- Niklas Natt och Dag
1793
(441)Aktuelle Rezension von: Schmuck_GuggerinIm Stockholm des Jahres 1793 wird ein verstümmeltes Bündel eines Menschen in der Kloake der Stadt gefunden.
Spätestens jetzt sollte man entscheiden, ob man sich noch weiteren bestialischen Schilderungen aussetzen möchte. Wenn ja, dann kann man weiterlesen von sehr genauen realistisch dargestellten Grausamkeiten. Gleich einer Zeitmaschine nimmt uns der Autor mit durch noch viele weitere Abgründe.
Das im Präsens geschriebene Buch verbirgt, trotz einer nüchternen Sprache, keine der damaligen Gefühlslagen der Protagonisten. Alle haben schwere persönliche Schicksale und folgen doch einem Wunsch nach Gerechtigkeit.
Der Roman von Niklas Natt och Dag ist all jenen zu empfehlen, die wissen, worauf sie sich einlassen.
- Kazuo Ishiguro
Alles, was wir geben mussten
(638)Aktuelle Rezension von: dunkelbuchEin großer Sportplatz, freundliche Klassenzimmer und getrennte Schlafsäle für Jungen und Mädchen – auf den ersten Blick scheint Hailsham ein ganz gewöhnliches englisches Internat zu sein. Aber die Lehrer, so engagiert und freundlich sie auch sind, heißen hier Aufseher, und sie lassen die Kinder früh spüren, dass sie für eine besondere Zukunft ausersehen sind. Dieses Gefühl hält Kathy, Ruth und Tommy durch alle Stürme der Pubertät und Verwirrungen der Liebe zusammen – bis es an der Zeit ist, ihrer wahren Bestimmung zu folgen.
Ein Buch, das an das Herz klopft und mit Tränen in den Augen, dieses unglaubliche grausame Szenario mitverfolgt, denn die Kinder sind Klone, die nur geschaffen wurden, um ihre Organe irgendwann zu spenden.
Die Protagonisten schließt man ins Herz, und man ist betrübt über ihr Schicksal.
Eine Welt, die hoffentlich in dieser Form niemals wahr wird.
Das Nachwort von "Claire Messud" ist mehr als großartig, ich würde es gerne hier sichtbar machen, aber es zu lang!
Vielleicht finde ich mal die Zeit für einige Passagen.......
- J.R.Ward
Black Dagger - Nachtjagd
(1.900)Aktuelle Rezension von: AnnaLovesBooksNach Jahren hab ich mal wieder mit Die Nachtjagd angefangen – dem ersten Teil der Black-Dagger-Reihe. Und was soll ich sagen: es hat mich sofort wieder gepackt! 😍
Die Story spielt in unserer Welt, aber mit Vampiren, die sich in einer Bruderschaft zusammenschließen, um ihr Überleben zu sichern. Es gibt Action, Drama, Spice 🔥 und jede Menge düstere Atmosphäre. Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, was die Charaktere echt lebendig macht.
Ein kleiner Haken: Im E-Book merkt man die Perspektivwechsel nicht so deutlich. Anfangs war das etwas verwirrend, aber man gewöhnt sich schnell dran.
Der Schreibstil ist locker, leicht und super angenehm – man fliegt nur so durch die Seiten. Perfekt, wenn man mal was Spannendes, aber nicht allzu Komplexes lesen will.
Fazit: Richtig guter Auftakt, der Lust auf die nächsten Bände macht. Ich werde mir die Reihe nach und nach wieder vorknöpfen. ✨
- Tom Rob Smith
Kolyma
(290)Aktuelle Rezension von: die_solveig_liest„Kolyma“ ist die Fortsetzung des Thrillers „Kind 44“ um den ehemaligen KGB-Agenten Leo Demidow.
Moskau 1956: Die Sowjetunion befindet sich in der sogenannten Tauwetterperiode. Stalin ist tot, und mit der Geheimrede, die Chruschtschow auf dem 20. Parteitag der KPdSU hält, wird die Entstalinisierung eingeleitet. Das Volk ist in Aufruhr und versucht, sich an den alten Machthabern zu rächen – es herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände.
Auch an Leo Demidow will man Vergeltung üben. Schließlich ist er für die Denunzierung und den Tod vieler seiner Landsleute verantwortlich. Seine Tochter wird von Rebellen entführt. Um sie zurückzubekommen, soll Leo sich nach Kolyma begeben, eines der schlimmsten Gulags der Sowjetunion, um dort einen Gefangenen zum Austausch zu befreien. Als er jedoch bereits am ersten Tag erkannt wird, sitzt Leo in einer tödlichen Falle.
Wow – was für ein Buch! Schon von „Kind 44“ war ich hellauf begeistert. Über „Kolyma“, den zweiten Band der Reihe, gab es sehr geteilte Meinungen, weshalb das Buch völlig unberechtigt eine ganze Weile auf meinem SuB verharren musste, bevor ich mich endlich daran gewagt habe.
Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt und nicht mehr losgelassen. Ich war entsetzt über das politische Geschehen, das hier erneut eindrucksvoll und greifbar vor Augen geführt wird. Gleichzeitig ließ mich die nervenzerreißende Geschichte um Leo Demidow immer wieder den Atem anhalten.
Keine Frage: Ein Buch auf höchstem Niveau, ganz wie sein Vorgänger. Man kann es nicht zuklappen, ohne sich anschließend noch lange damit auseinanderzusetzen. - Hannah Kent
Das Seelenhaus
(300)Aktuelle Rezension von: Wolf-MacbethDas Seelenhaus ist ein Roman, der seine Stärke vor allem aus dem historischen Stoff und der rauen isländischen Landschaft bezieht. Hannah Kent erzählt mit Respekt und Sorgfalt, und man spürt die gründliche Recherche hinter jeder Szene. Doch literarisch bleibt der Text auffallend konventionell: handwerklich gut, aber erzählerisch vorhersehbar; sprachlich sauber, aber nicht besonders kunstvoll; solide, aber nicht innovativ.
Die Geschichte zeigt eindrücklich, wie schnell eine Frau zur Täterin erklärt werden kann, wenn eine Gesellschaft ein einfaches Schuldgefüge benötigt. Diese Beobachtung trägt den Roman. Dennoch wirkt die Erzählweise zurückhaltend, beinahe darauf bedacht, für ein breites Publikum zugänglich zu bleiben, statt ästhetische Risiken einzugehen oder sprachlich eigene Wege zu suchen.
So bleibt am Ende ein atmosphärisch überzeugender, gut lesbarer historischer Roman, der ein Schicksal sichtbar macht – ohne sich literarisch dauerhaft einzuprägen.
📚 Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil
- Tom Fletcher
Der Weihnachtosaurus
(272)Aktuelle Rezension von: thewonderlandofbooksEin kleiner Ausreißer zu meinen sonstigen Büchern, aber ich habe dieses Buch wirklich geliebt. Ich habe es schon oft gesehen und gedacht, dass ich es irgendwann lesen möchte, vielleicht sogar zusammen mit meinen Neffen. Dieses Jahr hat es aus Zeitgründen leider nur alleine geklappt und ich habe es absolut genossen.
Ich habe vor Weihnachten angefangen und es in den Feiertagen beendet. Es ist eine super süße Kindergeschichte und hat mich sofort in Weihnachtsstimmung versetzt. Am Anfang war ich ein bisschen überrascht, dass es so dick ist, aber das hat dem Lesespaß keinen Abbruch getan. Ich habe es richtig genossen, mal wieder eine Kindergeschichte zu lesen, weil ich den Stil einfach liebe.
Die Geschichte begleitet einen kleinen Jungen im Rollstuhl, für den ein Dinosaurier alles bedeutet. Durch verschiedene Ereignisse taucht dann der Weihnachtosaurus auf und stellt alles auf den Kopf. Es war unfassbar goldig und hat einfach Spaß gemacht, diese magische Welt zu entdecken.
Die Nebencharaktere, der Weihnachtsmann, der böse Jäger, der Vater, das Mädchen aus der Schule und alle anderen, waren super unterschiedlich und liebevoll ausgearbeitet. Die ganze Story rund um den Weihnachtosaurus ist einfach bezaubernd. Ich fand die Idee so kreativ und liebevoll umgesetzt.
Für mich ist das ein Buch, das man super in der Weihnachtszeit lesen kann, allein oder mit Kindern. Es eignet sich sogar als Adventskalenderbuch. Ich kann es absolut empfehlen, sei es als Geschenk oder zum gemeinsamen Lesen.
Insgesamt ein großartiges Kinder- und Weihnachtsbuch, das ich auf jeden Fall wieder lesen möchte und auch die Reihe weiterlesen will.
- Petra Schier
Das Kreuz des Pilgers
(163)Aktuelle Rezension von: sesEs geht um den jungen Palmiro und seinen Freund Conlin die von ihrer Pilgerreise ein wertvolles Kreuz mitbringen, das viele Geheimnisse hütet und schon einmal viel Unheil angerichtet hat. Gleichzeitig geht es auch um das zusammengebrochene Leben von Rheinhild, die nach dem Tod ihres Ehemanns langsam Gefühle für jemand anderen entwickelt. Obwohl sie weiß, dass ihr Vater eine solche Verbindung nie gutheißen würde.
Das Cover passt sehr gut zu dem Inhalt des Buches und es spiegelt die Handlung gut wieder.
Mir hat der Schreibstil von Petra Schier sehr gut gefallen. Sie entführt den Leser in das frühe Koblenz. Ein historischer Roman mit religiöser Handlung. Die Charaktere werden sehr stark beschrieben, da man das Buch aus unterschiedllichen Perspektiven liest und so einerseits die Gedanken und Hintergründe der Protagonisten kennt und andererseits auch weiß, wie sie auf andere wirkt. Das ist sehr schön, um sich in die Geschichte hineinzu versetzen.
Es ist ein sehr spannendes Buch, über das man teilweise auch viel nachdenken kann. Es fesselt und es beschreibt gut die frühere Zeit. Auch die Sprache, die verwendet wird, stammt von damals. Das ist stark und macht es leichter, die Zeit zu verstehen.
Hilfreich waren auch die Karte von Koblenz und das Personenverzeichnis am Anfang des Buches, da es sonst manchmal etwas verwirrend gewesen wäre.
Es war sehr unterhaltsam, das Buch zu lesen und ich bin froh, das ich mir die Zeit dazu genommen habe. Ich kann es nur weiterempfehlen und gebe fünf Sterne!
- Rachel Caine
Verfolgt bis aufs Blut
(316)Aktuelle Rezension von: Jen_loves_reading_booksHaus der Vampire - Rachel Caine
Band1: Verfolgt bis aufs Blut
Kurz-Meinung:
Dieses Buch ist die Nr. 5 aus meinem #21für21 ( #21für2021) SuB-Stapel und hat mich mehr als überrascht. Die Protagonistin schliesst man sofort ins Herz, die Story ist nicht zu schmalzig. Die Atmosphäre und das Setting haben mir auch sehr gefallen. Der Erzählstil ist schnell und die Story sehr actionlastig. Der Schreibstil ist sehr schlicht und flapsig gehalten und damit schnell und flüssig zu lesen. Obwohl das Buch eher für ( weibliche) Jugendliche angelegt ist, hatte auch ich meinen Spaß. Band 2 liegt schon bereit und da die Reihe 10 Bände hat, werde ich mich wohl noch ein wenig in Morganville aufhalten.
Fazit:
Man sieht mal wieder, das es sich lohnt, mal über den Tellerrand zu schauen und Bücher zu lesen, um die man für gewöhnlich einen Bogen macht. Hier wurde ich kurzweilig gut unterhalten. Allerdings Reihe ist schon etwas älter und die meisten Bände gibt es nur noch gebraucht.
Empfehlung:
Für alle Fans von Jugend-Fantasy geeignet.
Von mir gibt es:
5 von 5 Sterne
- Ambrose Parry
Die Tinktur des Todes
(156)Aktuelle Rezension von: Barbara251Zu Beginn habe ich mit den Figuren etwas gehadert, vor allem mit dem Protagonisten, aber ich bin froh das Buch weiter gehört zu haben.
Der Protagonist heißt Will Raven und ist ausgebildeter Mediziner. Zu Beginn der Geschichte fängt er als mittelloser Hilfsarzt bei dem renommierten Dr. Simpson in Edinburgh an zu arbeiten. Er ist auf Geburten spezialisiert und forscht an neuen Wegen diese für die Frauen leichter zu machen, indem er Anästhetika einsetzt. Bei seiner Arbeit wird er vor allem durch weitere Ärzte unterstützt, aber auch durch Sarah. Sie ist als Hausmädchen bei ihm angestellt, in ihr regt sich jedoch Widerstand gegen ihre Aufgaben, da sie sich eigentlich ebenfalls für die Themen der Ärzte interessiert. Immer wieder kommt sie wegen ihrer Neugierde und Forschheit deshalb auch mit Will in Konflikt.
Während Will an der Seite von Dr. Simpson seine praktischen Fähigkeiten verbessert, geht in der Stadt ein Mörder um. Mehrere Frauen fallen ihm zum Opfer – und aus persönlichem Interesse forschen sowohl Will als auch Sarah nach, weshalb sie sterben mussten.
Der Schreibstil wechselt zwischen durchaus anspruchsvollen und etwas leichteren Passagen, welche die Handlung vorantreiben. Erstere beinhalten vor allem viel Wissen zu historischen Aspekten der Geburt von Kindern und dem Einsatz von Anästhetikum. Das liegt vermutlich daran, dass ein Teil des Autorenduos hinter dem Pseudonym „Ambrose Parry“ ausgebildete Anästhesistin und Medizinhistorikerin ist. Durch eine ihrer wissenschaftlichen Arbeiten kam die Idee zum Buch, welches sie gemeinsam mit ihrem Mann umgesetzt hat.
Durch die Herkunft der Protagonisten aus einer eher niedriger gestellten Gesellschaftsschicht gibt es auch viele philosophische Gedanken zum Thema „Klasse“ und wie sehr diese Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem Frauen noch den Zugang zu Bildung und Arbeit verwehrt hat. Die Gefühle und Motivation von Sarah finde ich hierbei sehr gut nachvollziehbar und so konnte ich ihr die ein oder andere „Frechheit“ besser vergeben als Will, der besonders zu Beginn vor allem einen sehr „geldversessenen“ Eindruck auf mich gemacht hat. Dieser Eindruck hat sich mit der Zeit allerdings gelegt und tatsächlich finde ich im Nachhinein, dass seine Entwicklung im Roman dadurch sogar noch besser zur Geltung kommt. Die Figuren haben ihre Fehler und Probleme – was sie realistischer wirken lässt als „klassische“ Gary Stu’s oder Mary Sue’s, die es meiner Meinung nach zu viel in der gegenwärtigen Literatur gibt.
Das Tempo der Geschichte wurde in vielen Rezensionen kritisiert, ich fand es jedoch sehr angenehm, weil ich ausführliche und detaillierte lieber mag als temporeiche Geschichten mit viel Action. Teilweise wurden jedoch wirklich sehr viele Geburten geschildert, was ja aber auch das „Hauptgeschäft“ des Protagonisten und seines Umfelds darstellt. Allgemein ist die Atmosphäre eher dunkel – der Jahreszeit (winterlich), den Themen (viel Tod & Leid) geschuldet ist. Trotzdem fand ich die Geschichte sehr spannend und an der ein oder anderen Stelle auch wirklich süß, wenn es um Gefühle und Romantik ging.
Die Geschichte regt dazu an sich mit den ethischen Aspekten des Arztseins und auch Medizingeschichte allgemein auseinander zu setzen.Wer sich für einen historischen Krimi im Medizinbereich, mit einem Hauch Gesellschaftskritik und einer kleinen Romanze begeistern kann, der ist bei diesem Buch richtig. Personen, die vielleicht Probleme mit den viel behandelten Themen rund um Geburten haben würde ich dagegen eher abraten das Buch zu lesen.
- Raphael Lang
Drachendieb
(38)Aktuelle Rezension von: Frodo0Vorneweg: Das Buch hat mir gut gefallen und ist eine klare Empfehlung an Jugendliche. Für mich persönlich (20+) zu "einfach".
Die Geschichte war abwechslungsreich und die Ideen mit "Halb Mensch - Halb Tier" sowie die Verbindung zu je einem Menschen gefielen mir gut. Auch wurden die Charaktere schön beschrieben. Das Buch ließ sich einfach lesen und die Handlungen waren nicht zu abstrakt oder schwer zu verstehen. Die Bedeutung von Freundschaft spielt in der Geschichte eine zentrale Rolle. Kritik an dieser Stelle: An einem gewissen Punkt waren Narugar und Kaira plötzlich Freunde, welcher mir nicht wirklich schlüssig war. Diese Entwicklung ging mir zu schnell.
PS: Ein riesen Danke für das toll verpackte Buch und ein großes Kompliment an Raphael Lang.
- Wolfgang Hohlbein
Der Greif
(329)Aktuelle Rezension von: CherubiumDer Greif war das erste "dickere Buch", dass ich als Kind mit 9 Jahren gelesen habe. Und dann habe ich es innerhalb von nur drei Tagen Verschlungen.
Bis heute, über 30 Jahre später, gibt es kein Buch, dass ich öfter gelesen habe. Ich schätze meine Lesungen auf etwa 7 und alle paar Jahre greife ich wieder "für zwischendurch" zum Greif.
Der Greif prägte meine Jugend, durch Ihn fand ich zu Hohlbein. Das war Fluch und Segen zugleich - denn durch Hohlbein kam ich zum Lesen und Hohlbein hat ohne Zweifel unmengen an phantastischer Ideen, leider ist er auch sehr eindimensional in seinem Stil.
Trotzdem: Ich kenne jede Zeile, jedes Wort aus dem Greif und auch wenn ich Hohlbein heute lange nicht mehr so sehr schätze wie als Kind, bleibt der Greif DAS BUCH meines Lebens.
Eine Geschichte, die mich immer wieder tief einsaugt. Ich liebe einfach alles an dem Buch.
Nur einen neue Hohlbein werde ich so schnell nicht lesen. Mein letzter ist bestimmt auch schon 10 Jahre her.
PS: Mein "name" Cherubium leitet sich vom Cherub im Buch ab. Als Kind nannte ich mich bei meinem ersten Ego-Online-Shootern (Unreal Tournament) "Cherubium". Das hat sich bis heute nicht geändert ;)
- Oscar de de Muriel
Das Geheimnis von Windsor Castle
(47)Aktuelle Rezension von: DorGerUm den Mordgelüsten der pathologisch trauernden Königin zu entgehen, sollen die beiden Inspektoren der zersplitterten Hexengruppierung den Garaus machen. Mittlerweile hab ich das Gefühl, dieses Zweiergespann zieht sich gegenseitig in den Abgrund. Der Band war mir zu düster und unheilvoll. Und die Hintergrundgeschichte kommt gar nicht voran, was mittlerweile langweilig wird.
Orthographisch kann bitte nochmal nachgearbeitet werden - und zwar auf den Seiten, die keine Tagebucheinträge zitieren!
- Gordon Mörike
Advent, Advent, der Nordpol brennt
(10)Aktuelle Rezension von: echMit diesem Buch legt der Autor Gordon Mörike eine Anthologie mit 24 bitterbösen und zuweilen auch ziemlich gruseligen Kurzgeschichten vor, die nicht bei den Protagonisten, sondern auch bei den Leserinnen und Lesern für eine eher unheilige Adventszeit sorgen. Dafür ist das Buch bestens geeignet, dem üblichen und unvermeidlichen Stress der Vorweihnachtszeit etwas entgegenzusetzten, ohne dabei gleich selbst ein Blutbad anzurichten.
Wie immer kann in einer solchen Sammlung nicht jeder Beitrag den persönlichen Lesegeschmack zu 100 Prozent treffen, hier lag die Trefferquote aber schon ziemlich hoch. Meine persönlichen Favoriten sind dabei die Beiträge „Werbung kennt keine Tabus“, „Salad now“, „Zwei faule Äpfel“, „Wer einmal lügt …“ und „Singend ziehen sie um die Häuser“. Aber auch die anderen Geschichten weisen durchgehend einen hohen Unterhaltungswert auf und üben ihren ganz eigenen Reiz aus. Als Liebhaber von bösen Schlusspointen bin ich zudem in vielen der Beiträge bestens bedient worden.
Hier sollte daher jeder Liebhaber von bösen Kurzgeschichten den einen oder anderen Beitrag ganz nach seinem Geschmack finden. Mich konnte das Buch auf jeden Fall gut und spannend unterhalten und auch auf die weiteren Werke des Autors neugierig machen.
- Wolfgang Hohlbein
Der Vampyr
(285)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Mittelpunkt der Handlung steht Andrej Delany, der gemeinsam mit seinem Gefährten Frederic erfolglos das Sklavenschiff des Piraten Abu Dun verfolgt, der ihre Angehörigen verschleppt hat. Daraufhin geraten sie an den grausamen Fürsten Vlad Tepesch, der Andrej und Abu Dun zwingt in das türkische Heerlager einzudringen und den Sultan zu töten, was in einem Massaker endet. Die atmosphärische und düstere Handlung ist voller Dynamik und Spannung, was an manchen Stellen zu unruhig/überladen wirkt.
Bei den Protagonisten steht Andrej im Mittelpunkt der Handlung, der durch seine inneren Konflikte sehr glaubwürdig dargestellt wird. Relevante Nebenprotagonisten wie Abu Dun, Vlad oder Frederic sind ebenfalls interessante Charaktere und tragen wesentlich zum Facettenreichtum der Geschichte bei.
Wer düstere und dynamische Fantasy-Geschichten mit historischen Aspekten mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist rasant und sehr bildreich, was wesentlich zur Atmosphäre des Buches beiträgt.
Einziger Minuspunkt: Die erwähnte hohe Handlungsdynamik wirkt an manchen Stellen unruhig, was zu Lasten der Tiefe geht.
Insgesamt kann ich das Buch empfehlen. - Larissa Ione
Eternal Riders - Ares
(84)Aktuelle Rezension von: halo123Wo fang ich nur an. ich habe erst nach dem Kauf gemerkt, dass diese Reihe ein Spinoff zur Daemonica Reihe ist, von der ich auch nur gehört habe sie aber nicht gelesen habe. Dennoch war die Einführung in die Welt in der Dämonen, Engel und Reiter existieren gut gelungen und mit Hilfe des Glossars hinten auch gut verständlich.
Ares einer der vier Reiter macht sich auf die Suche nach einem Höllenhund um sich seinem Bruder zu widersetzen der dem Bösen verfallen ist. Doch dann trifft er auf die Menschenfrau Cara, die ihn in seinen bann zieht und in der mehr steckt als anfangs vermutet. Diese ganze Einbindung von religiösen Elementen, Mythologie und Urban-Fantasy hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich möchte sofort die nächsten Bände der Reihe lesen, in denen Ares Geschwister im Vordergrund stehen. Der holprige Anfang zwischen Cara und Ares und wie sich die beiden näher kommen war interessant und spannend zu lesen, gerade weil immer mal wieder etwas aus der Vergangenheit enthüllt wird. Mir gefiel es auch sehr gut dass im Buch nicht nur die Reiter eine Rolle spielten, sondern auch den Engeln und den Widderköpfen eine gute Rolle zugekommen ist.
Die Höllenhund Storyline war einfach der Hammer.
- Michael Chrichton
Dino Park
(82)Aktuelle Rezension von: Neko_Chans_WorldKann ich jeden empfehlen der auf Gentechnik, was wäre wenn und Dinos steht. 🥰
Wer seinen Lieblingsfilm kaputt machen will, sollte aufjedenfall das Buch lesen. Es ist kein Vergleich zum Film und ist unfassbar gut geschrieben. Alles ist wissenschaftlich erläutert und stellt gegenüber vom Film viel klar. 🩷
Fast jeder Satz im Buch wirk wie von wissenschaftlern erstellt, es waren auch viele daran beteiligt. Oft muss man sein Köpfchen anstrengen um es überhaupt zu verstehen, aber das hat spaß gemacht.
Die Story ist auch eine ganz andere und nimmt viel aus den 2.Filmteil mit. Es war, wie so oft um Welten besser.
- Rahel Hefti
Memoria Damnum Carnival
(15)Aktuelle Rezension von: N_KleinSchon die ersten Seiten des Buches haben mich sehr beeindruckt. Rahel Hefti schreibt unfassbar gut, fesselnd und tiefgründig. Die Geschichte ist gut durchdacht und lässt den Leser, die Leserin, in eine Welt eintauchen, in der nichts ist, wie es scheint. Gerade zur aktuellen Jahreszeit ein perfektes Buch; spannend, mystisch und mitreißend. Von mir eine klare Leseempfehlung!
- Emma Donoghue
Das Wunder
(51)Aktuelle Rezension von: HerbstroseWir befinden uns in Irland in der Mitte des 19. Jahrhunderts, wo die katholische Bevölkerung noch tief gläubig ist. Die englische Krankenschwester Lib (Elizabeth) Wright ist auf dem Weg nach Athlone, einem Dorf, in dem sich angeblich ein Wunder ereignet. Die elfjährige Anna O’Donnell soll seit dem Tag ihrer Firmung vor vier Monaten keine Nahrung mehr zu sich genommen haben, mit Gottes Hilfe aber immer noch gesund und munter sein. Zusammen mit einer Nonne hat Lib den Auftrag, das Mädchen zwei Wochen lang zu überwachen und danach einem Komitee Bericht zu erstatten. Als sie aber nach einigen Tagen die Bewachung abbrechen will, da sie nicht länger zusehen kann, wie sich ein kleines Mädchen unter den Augen des Priesters, des Arztes und der bigotten Eltern zu Tode hungert, findet sie nirgendwo Gehör. Doch dann bekommt sie unverhofft Hilfe von William Byrne, einem ebenfalls angereisten Journalisten …
„Das Wunder“ (2016 The Wonder) ist der neunte Roman der kanadischen Schriftstellerin irischer Herkunft Emma Donoghue. Sie wurde 1969 in Dublin geboren, verlegte nach ihrem Studium in Dublin und Cambridge ihren Wohnsitz 1998 nach Kanada. 2004 erwarb sie die kanadische Staatsangehörigkeit und wohnt heute mit ihrer Lebensgefährtin und ihren Kindern in London/Ontario.
Wie die Autorin in einem Nachwort erwähnt ist die Geschichte frei erfunden, wirkte jedoch auf mich beim Lesen sehr realistisch. Die damalige Zeit in Irland, die nach der großen Hungersnot noch immer vom Elend geprägt war und in der sich Glaube, Aberglaube und religiöser Wahn ausbreiten konnte, ist ausgezeichnet beschrieben und sehr anschaulich geschildert. Unvorhersehbare Wendungen verleihen dem manchmal beunruhigend realen Geschehen seine Spannung und lassen den Leser seine eigenen Vermutungen anstellen. Warum verweigert Anna die Nahrung? Täuscht sie vielleicht ihre Umgebung? Steckt ihr jemand heimlich Essen zu? Wird das Mädchen vom Arzt oder gar vom Priester beeinflusst? Oder ist es vielleicht doch ein Wunder?
Die einzelnen Charaktere sind sehr lebensecht dargestellt, besonders die Beziehung zwischen Lib und Anna ist berührend in ihrer allmählichen Entwicklung. Anfangs bezeichnet die Krankenschwester das Kind noch als Betrügerin, doch nach und nach wächst Anna ihr immer mehr ans Herz und sie sorgt sich um ihr Wohlergehen. Es machen sich auch andere Emotionen breit, besonders Hass auf die gleichgültige Mutter und Ärger auf die Umgebung des Kindes, die sich offenbar keiner Schuld bewusst sind. Man ist als Leser ganz bei Lib und ihren Gefühlen und hofft ständig, dass sich alles noch zum Guten wenden wird. Sprachlich ist das Buch ganz dem Geschehen angepasst, anfangs ist der Schreibstil noch recht nüchtern, mit Fortschreiten der Geschichte wird er mehr und mehr emotional.
Fazit: Ein außergewöhnliches Thema ist hier mitreißend und spannend umgesetzt worden. Schwer verdaulich, dennoch kann ich das Buch wärmstens empfehlen!
- Daphne Niko
DER ZEHNTE HEILIGE
(56)Aktuelle Rezension von: LesebesessenSarah Weston ist Archäologin und arbeitet gerade an einem Projekt in Äthiopien. Per Zufall entdeckt sie etwas abgelegen ein versiegeltes Grab mit Inschriften, die sie nicht übersetzen kann. Als ihr Kollege Daniel vorschlägt den Text zu einem Bekannten zu bringen, erfahren sie etwas über den Inhalt, die eine sehr ernste Warnung enthält. Als dann der Bekannte tot aufgefunden wird, trennen sich ihre Wege.
Meinung:
Ein Krimi mit historischer Geschichte und einem Schuss Science Fiction.
Es beginnt eine sagenhafte, sehr temporeiche Geschichte, in der ständig neue Herausforderungen auftauchen und auch beteiligte Personen sterben. Trotzdem bleibt Sarah auf der Spur ihrer Geschichte und entdeckt dabei einige Ungereimtheiten.
Dass bei dem Grab ein Mensch gefunden wird, der hunderte Jahre tot ist, aber gleichzeitig eine Zahnbehandlung hatte, die auch heute noch niemand kennt, ergibt eine geniale Mischung aus Science Fiction und historischer Geschichte mit archäologischem Hintergrund. Dass dabei parallelen zu Sagen aus den Anfängen der Christenheit reflektiert werden, lässt der Fantasie viel Raum.
Da man bei der Geschichte nie weiß, aus welcher Richtung die nächste Herausforderung oder Prüfung kommt, kann man das Buch nicht aus der Hand legen.
Fazit:
Alles beginnt mit einer archäologischen Ausgrabung und endet in einem sehr spannenden Krimi: fünf Sterne.
- Mike Chick
Vier mal Angst
(30)Aktuelle Rezension von: Booklove91Meine Meinung und Inhalt
"Vier Mal Angst" ist ein sehr spannendes und unterhaltsames Buch. Es geht um Familie Kramers. Diese scheinen das Ebenbild einer perfekten Familie zu sein, da sie miteinander über ihre Probleme reden, bevor sie zu solchen werden können. Alles ist bestens. Bis eines Tages das Schweigen über die vier hereinbricht und aus ihren Ängsten ein Albtraum heranwächst, dem keiner von ihnen entkommen kann. Abwechselnd beschreibt der Autor aus der Sichtweise der einzelnen Familienmitglieder. Hier wird deutlich, welches Päckchen ein jeder für sich selbst zu tragen hat. Die mittlerweile anscheinend doch sehr eingeschlafene Kommunikation untereinander sorgt dafür, dass sich die Wahrnehmungen füreinander verschieben und von verschiedenen Seiten komplett unterschiedlich aufgefasst werden. Missverständnisse, Gefühle der Einsamkeit, unter der Oberfläche brodelnde Wut, Schuldgefühle – alle diese Emotionen brechen nach und nach hervor und bringen einen jeden der Charaktere an ihren eigenen Rand des emotional Ertragbaren. Chick's Schreibstil ist flüssig, nachvollziehbar und spannungsgeladen.
„Die Dunkelheit war so dicht und erdrückend, dass David sich vorkam, als hätte man ihn lebendig in einen Sarg gesteckt und den Deckel zugenagelt. Und wie in einem Sarg, gab es in diesem Keller nur zwei Dinge: Finsternis und jede Menge Zeit. Zu viel Zeit.“ (ZITAT)
Mike Chick ist das Pseudonym für den Schriftsteller und Künstler Antonio Robinia, der in Süddeutschland lebt und arbeitet. Warum das Pseudonym? Um die Kunst, also die Malerei, von der Literatur zu trennen. Beides ist Kunst. Kein Zweifel. Und doch sind es völlig unterschiedliche Dinge. Genießen kann man beides. Egal, ob die Stille in der Betrachtung der Malerei oder die laute Blutrünstigkeit eines Horror-Thrillers. Wenngleich letztere die Angewohnheit haben, zuzubeißen.
- Mikael Lundt
Naglfar
(67)Aktuelle Rezension von: GrueneRonja„Ja, euer Volk hat eine irritierende Neigung zur Selbstzerstörung.“ (S. 286)
Ich wußte bereits, als ich dieses Buch angefangen habe, worauf es hinaus läuft. Ich habe (ausversehen) zuerst den zweiten Teil gelesen, der sich grob immer wieder auf den ersten Teil bezieht. Aber das hat mein Lesevergnügen in keinster Weise beeinträchtigt. Im Gegenteil, ich war gespannt, wie es zu dem kommt, was ich bereits weiß.
Anika Wahlgren ist Archäologin und wird nach Svalbard gerufen, ohne wirklich viel darüber zu wissen, was sie erwartet. Die Geheimhaltungsstufe ist sehr hoch und selbst vor Ort bekommt sie nicht alle Informationen, die sie für ihre Arbeit braucht. Das hält sie jedoch nicht davon ab, die entdeckte Höhle auf eigene Faust zu erforschen und so viel zu dokumentieren, wie ihr möglich ist. Dabei stößt sie immer wieder auf seltsame Zusammenhänge und beginnt, mit den Kollegen aus anderen Bereichen zusammen zu arbeiten.
Neben der hohen Geheimhaltung, spielt auch das Wetter in Svalbard eine wichtige Rolle. So kündigt sie ein gigantischer Sturm an, der die Insel mehrere Tage lahm legen wird, gerade als die Situation auf der Forscherstation anfängt kritisch zu werden.
Dieses Buch ist das erste Abenteuer von Anika Wahlgren. Sie ist nicht nur sehr bewandert auf ihrem Gebiet, sondern hat auch einen großen Informationsdrang. Nebenbei ist sie auch noch ziemlich sympathisch und schafft es selbst in den aufregendsten Situationen absolut logisch zu handeln. Bemerkenswert und lesenswert!























