Bücher mit dem Tag "dieb"
149 Bücher
- Leigh Bardugo
Das Lied der Krähen
(1.718)Aktuelle Rezension von: Amber1309Name: Das Lied der Krähen
Autor: Leigh Bardugo
Genre: Fantasy
Alter: ab 14
Beschreibung:
Das kriminelle Genie Kaz Brekker muss ein Team aus fünf gefährlichen Außenseitern zusammenstellen, um einen unmöglichen Raubzug in das bestgesicherte Gefängnis der Welt zu wagen. Ihr Ziel ist die Befreiung eines Gefangenen, dessen Wissen das Schicksal der Welt verändern könnte.
Bewertung:
Zuerst habe ich etwas gezögert,weil mich das Cover und der Titel nicht gerade so angesprochen haben. Aber weil mir das so oft empfohlen wurde, habe ich es mir dann aus der Bibliothek ausgeliehen. Am Anfang war ich etwas verwirrt wegen den vielen Perspektiven, auch dass das Buch aus der Er-/Sie-Perspektive geschrieben wurde, hat dazu geführt, dass es etwas länger gedauert hat, bis ich in die Geschichte reingekommen bin. Die Idee fand ich sehr gut und es war auch gut umgesetzt. Man konnte auch richtig gut den Vibe fühlen. Aber dieser Cliffhanger am Ende😱
Leute,was war das?😭
Ich werde auf jeden Fall Teil 2 lesen😊
- Leigh Bardugo
Das Gold der Krähen
(998)Aktuelle Rezension von: Linahsa„Wie haben sie das bloß wieder geschafft?“, war ein Gedanke, der mir immer wieder in den Kopf gekommen ist, während ich dieses Buch gelesen habe. Wenn man ein Abenteuer mit komplexen Charakteren sucht, ist dieses Buch sicher das richtige!
Fangen wir mit dem Schreibstil an. Er war sehr ansprechend, durchgehend stimmig und hat eine passende Atmosphäre geschaffen, die perfekt zur düsteren, spannungsgeladenen Welt des Buches passt.
Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, die Autorin – oder vielmehr die Charaktere – seien einem immer einen Schritt voraus. Die Handlung war nie vorhersehbar, und man wurde immer wieder aufs Neue überrascht. Ich liebe einfach das Gefühl zu haben, auf jeder Seite wartet eine Überraschung - ein echtes Abenteuer also!
Dabei war die Geschichte in jedem Moment glaubhaft, die Handlungen der Figuren stets nachvollziehbar, und der gesamte Plot wirkte hervorragend durchdacht.
Die Figuren in dem Buch haben mich vor allem begeistert. Sie wirkten authentisch und auf ihre eigene Weise sympathisch. Jeder hatte seine individuellen Stärken und Schwächen, eine Geschichte, eine Vergangenheit, die ihn oder sie geprägt, geformt oder sogar gequält hat.
Man hat das Gefühl bekommen, dass die Figuren nicht nur eine gemeinsame schwer zu meisternde Mission hatten, die sie alle vereinte - sie hatten auch eine persönliche, teils geheime Herausforderung, die sie meistern mussten. Dementsprechend waren viele tolle Charakterentwicklungen dabei!Das Einzige, was mir ein wenig gefehlt hat, war ein wenig Romantik - aber auch nur ein kleines bisschen. Ich fand es zwar sehr angenehm, dass es weder explizite Szenen noch übertrieben, wenig glaubhafte Liebesbekundungen gab. Die romantischen Momente blieben dezent und zwischen den Zeilen, was gut zur Geschichte gepasst hat. Ein Hauch mehr hätte mich trotzdem gefreut.
Letztendlich ändert es aber nichts daran, dass mir dieses Buch sehr gefallen hat und der Plot und der Schreibstil wirklich grandios waren.Insgesamt also eine eindeutige Empfehlung.
Sternebewertung:
Plot: 5/5
Originalität der Geschichte: 5/5
Charaktere und ihre Entwicklung: 10/5
Schreibstil: 4/5
Gesamtwertung: 5/5 - Kerstin Gier
Wolkenschloss
(1.597)Aktuelle Rezension von: Elina_lesemaus
Fanny ist Zimmermädchen im Wolkenschloss und sie liebt dieses Hotel mit all seinen Gästen und zauberhafter Stimmung...
Doch schon bald merkt sie das seltsame Dinge vor sich gehen 🤫
Dieses Buch war meegaaa für zwischendurch!!!😌
Man würde direkt warm mit allen Charakteren und hatte das Hotel mitsamt Personal und Gästen direkt ins Herz geschlossen 🤭🫶🏼
Ich fand vor allem den Schreibstil sehr entspannt aber auch detailliert und ich mochte die Prota sehr gerne😊💕
Auch sind seltsame Dinge passiert, man hatte bis zum Ende hin die Möglichkeit mitzurätseln und dann kam alles doch ganz anders🙂↕️
Klare Leseempfehlung 💕
- Charles Dickens
Oliver Twist
(744)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Oliver musste sehr viele unschöne Dinge durchmachen, die den Leser mitfiebern und mitleiden lassen. Gut aufgebaute Spannungsbögen und ein sehr angenehmer Schreibstil kommen oben drauf. Hinzu kommt, dass ich den Krimi in diesem Klassiker sehr schätze, aber auch, dass gezeigt wird, dass früher alles vom Ablauf her anders war, als es heute der Fall ist. Am besten finde ich jedoch, dass nicht nur nach Olivers Vergangenheit gesucht wird, sondern dass Oliver als Charakter sehr bodenständig und höflich rüber kommt und die Grundwerte, wie sich zu bedanken, jemanden begrüßen etc. nicht unter gehen. Ein Buch, das ich sehr gerne nochmal lesen möchte und das ich hier auch sehr gerne weiterempfehle.
- V. E. Schwab
Vier Farben der Magie
(441)Aktuelle Rezension von: TintenweltenEs gibt vier Farben der Magie: Im roten London befindet sie sich im Gleichgewicht mit dem Leben. Im weißen London wird die Magie versklavt, kontrolliert, unterdrückt. Dem grauen London ist sie fast abhandengekommen. Und im schwarzen London hat sie das Leben selbst vertilgt.
✨
Kell gehört zu den wenigen Magiern, die zwischen den Welten reisen können. Als er ein mächtiges magisches Artefakt in die Hände bekommt, gerät er ins Visier gefährlicher Gegner. Auf seiner Flucht begegnet er der schlagfertigen Diebin Lila, die ihm widerwillig zur Seite steht, dafür aber eine Gegenleistung verlangt.
🤝
Die Atmosphäre des Buches ist düster und gleichzeitig unglaublich faszinierend. Vor allem die unterschiedlichen Versionen Londons haben es mir angetan. Die Magie ist in diesen Welten jeweils unterschiedlich stark ausgeprägt und hat einen anderen Stellenwert inne. Das weiße London ist beispielsweise ein grauenhafter Ort, der einen das Fürchten lehren kann. Es wird immer wieder ziemlich blutig und brutal.
🩸
Wir erfahren die Geschichte hauptsächlich aus den Perspektiven von Kell und Lila. Beide sind unheimlich interessante und vielschichtige Charaktere: Kell, der als Bote zwischen den Welten unterwegs ist, sich aber auch gleichzeitig als Schmuggler einen Namen gemacht hat. Lila ist eine selbstbewusste junge Frau, Diebin und Überlebenskünstlerin. Sie will ihrem trostlosen Leben unbedingt entfliehen, Abenteuer erleben und etwas von der Welt sehen. Zusammen ergeben sie ein tolles Duo. Ich mag die Dynamik zwischen ihnen, vor allem die humorvollen Schlagabtausche.
❤️
Es handelt sich um den Auftakt der Fantasy-Trilogie. Es ist eine Mischung aus Magie, Parallelwelten, Intrigen und Geheimnissen.
🤫
Ich bin ja eigentlich der Meinung, dass das Ende so ganz rund ist. Für mich MÜSSTE es dementsprechend nicht unbedingt weitere Teile geben. Aber das Worldbuilding an sich ist natürlich so interessant, dass man dennoch wissen möchte, wie es weitergeht.
😅
- Jennifer Estep
Das eisige Feuer der Magie
(1.001)Aktuelle Rezension von: ChillysbuchweltBlack Blade stand wirklich lange auf meinem SUB und ich bin sehr froh, dass ich es nun endlich gelesen habe. 🧡
Gleich auf den ersten Seiten wird die Welt schon ganz nebenbei gut erklärt.
Ich mag es sehr, wenn Informationen so natürlich in die Geschichte eingebaut werden, dass man alles versteht, ohne von Erklärungen erschlagen zu werden.
Genau das ist hier wunderbar gelungen und hat mir den Einstieg enorm erleichtert.
Die Geschichte spielt in West Virginia, genauer gesagt in Cloudburst Falls, einer magischen Stadt, die Touristen wegen ihrer besonderen Wesen und Monster anzieht.
Magiebegabte, gefährliche Kreaturen und kleine Pixies, von denen ich übrigens unbedingt eine brauche 😅, sorgen für eine richtig spannende Atmosphäre.
Zusätzlich gibt es mafiaartige Familienstrukturen und bei einigen eine klare Trennung zwischen Magiebegabten und normalen Menschen, die teilweise als weniger wert angesehen werden.
Diese Mischung macht die Welt düster, faszinierend und sehr lebendig.
Lila ist 17 Jahre alt, eine magiebegabte Diebin mit besonderen Talenten.
Sie leidet sehr unter dem Verlust ihrer Mutter.
Anfangs war sie mir tatsächlich erst auf den zweiten Blick sympathisch.
Ich mag ihre große Klappe und direkte Art, aber manchmal wirkt sie auch etwas unfair.
Je besser man sie kennenlernt, desto verständlicher werden jedoch ihre Ängste und ihr Verhalten.
Sie ist eine Einzelgängerin, weil sie große Angst davor hat, erneut jemanden zu verlieren, sobald sie ihr Herz öffnet.
Eine unerwartete Begegnung stellt ihr Leben schließlich komplett auf den Kopf.
Devon mochte ich richtig gern.
Die Verantwortung, die auf seinen Schultern lastet, ist schwer und belastend, und genau das konnte ich beim Lesen deutlich spüren.
Felix mit seinem Plappermaul hat die Geschichte an vielen Stellen wunderbar aufgelockert und mir so manches Schmunzeln entlockt.
Besonders emotional waren für mich die Rückblicke in Lilas Vergangenheit.
Diese Szenen gingen mir sehr nahe und haben die Figuren noch greifbarer gemacht.
Was ich etwas Merkwürdig fand, war die Bezeichnung „Herrenhaus“ für das eigene Zuhause.
Irgendwie wirkte das auf mich etwas seltsam, auch wenn es faktisch natürlich stimmt.
Insgesamt ist es für mich ein spannender, atmosphärischer Auftakt mit einer faszinierenden Welt, interessanten Figuren und einer gelungenen Mischung aus Magie, Action und Emotionen.
Ein richtig guter Start in die Reihe und definitiv eine klare Leseempfehlung. 🧡📖 - Scott Lynch
Die Lügen des Locke Lamora
(231)Aktuelle Rezension von: WanderdracheDieser Reihenauftakt bedient ein ungewöhnliches Setting, das man so nicht oft findet, und verwebt es mit einer spannenden Handlung und glaubhaften Charakteren.
Schreibstil:
Der Text liest sich flüssig, hat einen eigenen Ton, der sich auch an die Figuren anpasst und ist interessant konzipiert (was aber eher zur Struktur gehört). Er funktioniert also sehr gut. Leider ist die Übersetzung weniger gut. Das lasse ich in meine Bewertung nicht einfließen, aber es wirkt eben sehr befremdlich, wenn in einer venezianischen Fantasywelt beispielsweise angekettete Priester "Chains" heißen. Wäre es denn so schwer gewesen, ein passendes deutsches Wort zu finden?
5 Sterne
Charaktere:
Wenn ich mich frage, was ist das Herausragende an den Figuren, musste ich erst einmal überlegen. Aber obwohl nicht alle auf den ersten Blick spektakulär wirken, sind sie doch zu jedem Zeitpunkt vollkommen echt und besitzen ihre eigenen Ambivalenzen.
5 Sterne
Handlung und Struktur:
Der Roman liest sich flüssig und spannend. Dabei wird auch mit Rückblenden gearbeitet, die immer wieder etwas zum Gesamtbild beitragen. Der Großteil der Handlung ist aus Sicht von Locke erzählt, aber auch hier gibt es immer wieder Abweichungen, wenn sie dem Spannungsbogen dienen. Der Roman schafft es dabei auch, geschickt Informationen zurückzuhalten, ohne, dass es künstlich wirkt. Das einzige, was ich bemängle: Manche Hintergründe wurden vielleicht zu breit erzählt und manchmal nahmen die zum Worldbuilding gehörenden Beschreibungen einen sehr großen Raum ein, sodass es zwar immer Tempo gab, aber eben nicht immer rasant zuging.
4,5 Sterne
Tiefgang:
Hier geht es um menschliche Beweggründe, auch um die Absurdität von diesen. Ebenfalls geht es um Leid und Hierarchien. All das ist gut dargestellt. Tatsächlich hätte ich mir aber an manchen Stellen mehr Tiefe gewünscht. Es gibt schreckliche Verluste, aber das Leben geht dann doch schnell weiter. Für mich hätten Schmerz und Verlust stärker thematisiert werden müssen, um der Thematik besser gerecht zu werden.
4 Sterne
Worldbuilding:
Camorr ist wohl von Venedig inspiriert, besitzt aber sehr viele Eigenheiten, sodass es keineswegs wie eine fiktionale Kopie wirkt. Dazu gehört nicht nur, dass Camorr offenbar Haifische liebt, sondern auch das magische Elderglas oder die Botanik, die die Welt um eine Vielzahl mehr oder weniger magischer Pflanzen bereichert (die dann auch bildhaft verspeist werden – Essen ist hier ein großes Thema). Wie ich bei "Handlung" schon schrieb, war es für mich vielleicht stellenweise eine Spur zu viel. Aber ungewöhnlich und kreativ ist es definitiv. Auch muss man anmerken: Obwohl es um Diebe und Gangs geht und dabei viele Motive bemüht werden, die man schon aus Mafiafilmen und Co. kennt, driftet es niemals ins Klischee ab.
5 Sterne
"Die Lügen des Locke Lamora" war für mich ein ungewöhnliches, unterhaltsames Buch, das auf allen Ebenen funktioniert hat. Stellenweise hätte es noch straffer erzählt sein dürfen, stellenweise hätte das Menschliche noch mehr Raum einnehmen dürfen. Aber insgesamt hat mir der Roman gut gefallen und ich werde die Fortsetzungen lesen.
Gesamtwertung: 4,7 Sterne, macht gerundet 5 Sterne
- Sara Wolf
Heartless, Band 1: Der Kuss der Diebin
(534)Aktuelle Rezension von: WauwuschelDas Buch erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die sich in einer Welt voller Intrigen, Machtspiele und verbotener Gefühle behaupten muss. Als geschickte Diebin schlägt sie sich durchs Leben, doch ein Auftrag bringt sie näher an den königlichen Hof, als ihr lieb ist – und plötzlich steht nicht nur ihr Leben, sondern auch ihr Herz auf dem Spiel.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, weil mich dieses Buch emotional wirklich komplett abgeholt hat. Von der ersten Seite an war ich mitten im Geschehen und habe jede Entscheidung, jeden Zweifel und jede Angst der Protagonistin intensiv mitgefühlt. Sie ist keine perfekte Heldin, sondern wirkt unglaublich menschlich – mit Ecken, Kanten und inneren Konflikten, die sie nur noch greifbarer machen. Genau das hat es für mich so besonders gemacht: Ich habe die ganze Zeit mit ihr mitgefiebert, gehofft, gezweifelt und manchmal auch gelitten.
Besonders hervorheben möchte ich die emotionale Tiefe der Geschichte. Die Beziehungen – egal ob freundschaftlich, familiär oder romantisch – sind so vielschichtig und authentisch dargestellt, dass sie mich mehrfach richtig berührt haben. Es gab Momente, in denen ich das Buch kurz zur Seite legen musste, einfach weil es mich so sehr getroffen hat. Gleichzeitig schafft Sara Wolf es, Spannung und Emotion perfekt auszubalancieren, sodass die Handlung nie an Fahrt verliert.
Zera ist eine Person, die mich auf allen Ebenen überzeugt hat und die sich durch ihre Stärke und ihre Empathie auszeichnet. Ihr Herz ist gefangen und trotzdem kämpft sie für ihre Liebsten und der Cliffhanger am Ende war besonders fies. Hier hat mir auch der Fantasy-Aspekt mit der fast unsterblichen Zera und den Hexen sehr gut gefallen, denn genau dadurch hebt sich dieses Buch von vielen anderen ab und wird zu einem einzigartigen Leseerlebnis.
Auch der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Er ist flüssig, mitreißend und schafft es, eine dichte Atmosphäre aufzubauen, ohne überladen zu wirken. Die Welt wirkt lebendig, und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen.
Ein unglaublich emotionales, spannendes und mitreißendes Buch, das mich komplett in seinen Bann gezogen hat!
- Sarah Lark
Im Land der weißen Wolke
(476)Aktuelle Rezension von: MikeyEines vorneweg: Dieses Buch ist in meinen Augen Trivialliteratur. Warum, begründe ich später.
Es ist die Geschichte zweier Frauen, Helen und Gwyneira, die sich auf einem Schiff von England Richtung Neuseeland kennen lernen. Beide haben die Reise angetreten, um sich zu verheiraten. Gwyneira, weil sie ihr zukünftiger Schwiegervater Gerald, seines Zeichens Schafsbaron, für seinen Sohn Lukas mehr oder weniger in einem Kartenspiel gegen ihren Vater „gewonnen“ hat (dies allerdings mit Augenzwinkern, sie hätte auch nein sagen können), Helen, weil sie sich auf eine Anzeige der presbyterianischen Gemeinde in Christchurch beworben hat, die für ihre männlichen Gemeindemitglieder Frauen sucht. Sie finanziert ihre Überfahrt mit der Betreuung einer Gruppe von Waisenmädchen, die für Dienstbarkeiten ansässiger Familien vermittelt wurden.
Daraus ergibt sich die Tatsache, dass beide Frauen nichts über ihre zukünftigen Ehemänner wissen, daraus ergeben sich auch die Komplikationen des Romanes. Zufall soll es sein, dass beider Frauen zukünftige Ehemänner Nachbarn sind, Zufall ist es auch, dass Helens zukünftiger Ehemann Howard und Gerald Erzfeinde bis aufs Blut sind. Damit ist alles angerichtet, was ein Familiendrama braucht.
Es liegt auf der Hand, dass beide Ehekandidaten nicht das halten, was sich die beiden Frauen versprochen haben. Dabei hat Gwyneira eigentlich noch Glück. Lukas ist ein Gentleman durch und durch, stets zuvorkommend, gebildet, an Kunst interessiert… Dumm nur, dass er sich eigentlich mehr für Männer interessiert, was ihm wohl zum Zeitpunkt der Heirat noch nicht recht bewusst war. So kommt es immer wieder zu missglückten Versuchen, die Ehe zu vollziehen; Gerald will nämlich unbedingt einen männlichen Erben, wird nun auch wegen des Ausbleibens immer unleidlicher.
Helen dagegen hat echt in die Schei...e gegriffen, ihr Mann, ehemaliger Kompagnon von Gerald und mit diesem heillos verfehdet, ist jähzornig bis aufs Blut.
Die verzweifelten Versuche von Gwyneira und Lukas, einen Sohn zu bekommen und Geralds zunehmende Aggressivität wegen des Ausbleibens lassen Gwyneira indes nach einem „Ersatzerzeuger“ suchen, natürlich kommt dabei auch die Liebe ins Spiel. Ergebnis der Bemühungen ist (ins Geralds Augen leider) „nur“ ein Mädchen. Helen dagegen gebärt Howard einen Sohn. Als Gerald davon erfährt, dass seinem Erzfeind ein männlicher Erbe geboren wurde, was ihm versagt blieb, kommt es zur Eskalation…
Ich muss sagen, die Geschichte wäre eine gute Vorlage für eine Verfilmung, alles was ein guter Kino- oder Fernsehfilm braucht. Für einen guten Roman ist alles zu glatt. Typisch für diese Art Roman ist die „Kurzgefasstheit“ der Erzählweise. Die Dinge (sag ich jetzt mal) entwickeln sich nicht, sie werden einfach als gegeben erzählt. Alles wirkt sehr sprunghaft. „Zwei Sunden später…“ oder „“Zwei Monate später…“ zum Beispiel war etwas dann so oder so, wie, warum, weshalb wird nicht erzählt. Ich hätte mich vielleicht trotzdem dazu hinreißen lassen, 4 Sterne zu vergeben; die Geschichte ist spannend und 800 Seiten ist ein guter Umfang für eine Familiensaga. Aber mir sind es alles ein paar zu viele „Zufälle“. Helen und Gwyneira bleiben natürlich miteinander verbunden, werden durch ihre Kinder gar zu einer Familie (das wirkt auch gut als Eskalationsstoff, denn das erinnert durch deren verfeindete Väter anfangs sehr an "Romeo und Julia), auch die Geschichte der Waisenkinder grätscht unnötigerweise immer wieder dazwischen. Diese haben entweder totales Glück mit ihrer Anstellung oder totales Pech, dazwischen gibt es nichts.
Was mir aber die 4 Sterne unmöglich zu vergeben gemacht hat, ist das Ende. Nicht nur, dass wirklich alle Akteure, die unsympathisch, schlecht oder einfach unpassend sind, am Ende sterben, es geht alles gut aus wie im Märchen. Und am Ende des Romanes geht alles sehr sehr schnell. Da werden schon mal zwischen 2 Kapiteln Jahre übersprungen. Es bleibt wieder mal das Gefühl zurück, der Author, die Authorin hatte am Ende keine rechte Lust mehr.
Also 3 Sterne.
Dieses Buch ist der erste Teil einer Trilogie. "Im Land der weißen Wolke" ist aber in sich abgeschlossen. Die Bücher der Trilogie scheinen nur sehr lose miteinander zusammenzuhängen. Also kein Grund, weiterzulesen... - Cornelia Funke
Herr der Diebe
(1.098)Aktuelle Rezension von: marie_dHerr der Diebe von Cornelia Funke ist für mich ein ganz besonderes Buch. Es noch einmal als Erwachsene zu lesen und in eine Welt einzutauchen, die ich schon als Kind kennengelernt habe, hatte etwas fast Magisches. Viele Dinge verstehe ich heute anders oder tiefer, und gerade das hat das Wiederlesen zu einer sehr schönen Erfahrung gemacht.
Das Buch vermittelt eine große Gemütlichkeit und Leichtigkeit, obwohl die Themen eigentlich sehr ernst und zeitlos sind – es geht um Verlust, Familie, Zugehörigkeit und darum, seinen eigenen Platz in der Welt zu finden. Trotzdem wirkt die Geschichte nie schwer. Cornelia Funke schafft es mit ihrem Schreibstil, diese Balance perfekt zu halten.
Besonders beeindruckend finde ich, dass sie große Themen erzählt, ohne pathetisch zu werden. Ihre Sprache bleibt zugänglich und warm, sodass die Geschichte sowohl für Kinder als auch für Erwachsene sehr nahbar ist. Genau das macht für mich den Zauber dieses Buches aus.
Für mich bleibt Herr der Diebe eine Geschichte, die nicht nur nostalgische Erinnerungen weckt, sondern auch heute noch eine besondere Atmosphäre von Abenteuer, Wärme und Zusammenhalt vermittelt.
- Laura Kneidl
Das Flüstern der Magie
(505)Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJaneEin Buch, das schon länger auf meinem SuB lag und das ich jetzt endlich gelesen habe. Und was habe ich da verpasst!
Die Idee, Magie flüstern hören zu können und so nach magischen Gegenständen zu suchen, fand ich klasse. Es wurde zwar nur anfangs beschrieben, wie Magie klingt und dann, wenn es „nötig“ war, aber für mich passte das. Schließlich hört Fallon das Flüstern schon ihr ganzes Leben.
Auch die Dynamik zwischen Fallon und Reed hat mir sehr gut gefallen. Dazu der Humor, der durch die Beiden und ihre Gespräche entsteht hat mir sehr gefallen.
Das Tempo der Handlung war meistens ruhig, tröpfelte manchmal förmlich vor sich hin, doch zwischendrin gab es immer mal wieder spannende bis actionreiche Passagen. Trotzdem blieb die Geschichte immer sehr leicht, war zwischenzeitlich sogar sehr süß.
Gegen Ende wurde es dann doch etwas düsterer und die Auflösung hat mich kalt erwischt. Während des Lesens hätte ich niemals damit gerechnet, wer hinter allem steckt, doch im Nachhinein waren die Hinweise schon früh da.
Auf jeden Fall hat mich das Buch dazu gebracht, mehr von der Autorin lesen zu wollen. Und wie es der Zufall will, hab ich noch ein anderes Buch von ihr auf dem SuB liegen.
- Eoin Colfer
Artemis Fowl
(832)Aktuelle Rezension von: Maza_e_KeqeArtemis Fowl (junior) ist 12 Jahre jung und über-überdurchschnittlich intelligent. Sein Vater hat mit reichlich illegalen Methoden einen beachtlichen Reichtum angehäuft, ist jedoch seit einem Jahr verschwunden. Um den finanziellen Status zu erhalten, hat sich Artemis einen besonderen Plan ausgedacht: Er will die Wesen der Unterwelt erpressen: Feen, Elfen, Zwerge, Trolle, Kobolde, Zentauren… es gibt sie nämlich wirklich; fernab der menschlichen Zivilisation unter der Erde lebend.
Die Idee der Geschichte ist hervorragend: ein jugendliches Verbrechergenie gegen Fabelwesen. Auch wie die verschiedenen Welten miteinander verknüpft werden, hat mir sehr gut gefallen. Aus unterschiedlichen Perspektiven wird die Handlung aufgebaut, bis sie schließlich zusammengeführt werden.
Obwohl das Buch inhaltlich sehr abwechslungsreich, die Figuren toll dargestellt und die Spannung gut aufgebaut ist, kann es mich nicht voll überzeugen. Irgendetwas fehlt, aber ich kann nicht benennen, was es ist.
Fazit: kurzweilig und spannend mit skurrilen Figuren.
- Holly Black
Book of Night
(266)Aktuelle Rezension von: Stefanieleben_2.0Charlie ist eine Diebin…im Ruhestand, sie versucht als Barkeeperin über die Runden zu kommen. Sie teilt sich eine Wohnung mit ihrer kleinen Schwester und ihrem Freund. Das Leben könnte also ganz einfach sein, aber Charlie trifft immer die falschen Entscheidungen.
Eine Freundin bitte sie um Hilfe und sie sagt zu trotz schlechtem Gefühl zu, das ist dann der Anfang vom Ende. Denn Charlie lebt in einer gefährlichen Welt, einer Welt mit magischen Schatten. Schatten die belebt werden können und die nicht nur Gutes tun.
Meine Hoffnung war sehr groß an das Buch, leider wurde sie nicht ganz erfüllt. Die Idee mit den belebten Schatten fand ich genial, auch die Story an sich hat mir gefallen. Aber die Geschichte war irgendwie nicht meins. Ständig wurde was ausschweifend erklärt, ständig gab es ewig lange Rückblicke und irgendwie ging dadurch die Spannung verloren. Es tröpfelte nur so dahin und hat mich einfach nicht gefesselt. Trotzdem habe ich es zu Ende gelesen, weil ich wissen musste wie es aus ging. Das Ende hat mir den Umständen entsprechend sogar relativ gut gefallen. Empfehlen kann ich das Buch aber nur so bedingt, es ist mir einfach zu ruhig gewesen.
- Bettina Belitz
Die Diamantkrieger-Saga - Damirs Schwur
(153)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerIch fand die Idee des Romans wirklich sehr interessant, und auch die Charaktere machen einiges her.
So stellt sich während des Romans immer wieder die Frage, was die 17 Jährige Sara nun ist.
Dass dies Geheimgehalten wurde und auch dem Leser nicht verraten wurde, war ja anfangs ganz interessant. Doch nach einer Weile muss ich zugeben, dass es etwas nervig wurde.
Sara ist ein interessanter Charakter, von der ich glaube, dass sie noch viel Potential hat, dass ich hoffe in den nächsten Bänden zu sehen.
- Akram El-Bahay
Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt
(237)Aktuelle Rezension von: die_BuecherschlangeSamir hängt seine Karriere als Dieb an den Nagel, um als Wächter einen ehrbaren Beruf auszuführen. Statt wie in seinen Träumen den König zu bewachen, muss er allerdings in der Bibliothek Paramythia seinen Dienst antreten. Er erkennt schnell, dass Bücher zu bewachen alles andere als langweilig ist, denn die unterirdische gigantische Bibliothek birgt mystische Geheimnisse. Und ehe er sich‘s versieht, erlebt er mit der Dienerin Kani und dem Gelehrten Hakim wundersame und gefährliche Abenteuer.
Ich habe das Buch vor 9 Jahren schon einmal gelesen, aber nicht die restlichen Teile der Reihe. Da ich vieles vergessen habe, lese ich jetzt die komplette Reihe in einem Rutsch durch.
Es hat mich wie damals auch jetzt wieder in seinen Bann gezogen. Die Vorstellung von einer gigantischen Bibliothek, die unter einer Stadt verläuft, mit Geheimgängen und allem was dazu gehört ist faszinierend. Der Schreibstil des Autors gefällt mir gut, er ist flüssig und hält die Spannung fast immer sehr hoch. Den Protagonisten werden nur wenig Atempausen gegönnt. Ich konnte mich gut in Samir hineinfühlen und seine Taten nachvollziehen. Obwohl das Buch nur aus seiner Sicht geschrieben ist, konnte ich mich auch in Kani hineinversetzen und mit ihr fühlen.
Samir hat einen großen Schritt getan, kann sich aber von seiner Vergangenheit nicht so wirklich lösen, und seine Fähigkeiten sind bei seinen Abenteuern sehr hilfreich. Die Menschen aus der Diebesgilde sind ihm sehr wichtig, was er erst richtig erkennt, als er einen gewissen Abstand zu ihnen hat. Die Beziehung, die er mit Kani aufbaut, fügt sich angenehm in die Geschichte ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Ich finde die beiden sehr süß.
Die Charaktere müssen in der Geschichte viel Leid ertragen, aber es gibt auch einen Lichtblick.
Ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung der Story und der Charaktere.
- Jennifer Alice Jager
Moonlight Touch
(323)Aktuelle Rezension von: thesi_readsSheera eine Diebin und Nachtalbe wird als eine der Anwärterinnen für den Thron ihres Landes auserwählt. Dort muss sie nicht nur ihre eigenen Aufgabe erledigen sondern auch andere Intrigen aufdecken.
Dies war das erste Buch der Autorin welches ich gelesen habe und es hat mir gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig, leicht und spannend geschrieben. Die Fantasiegeschichte ist nicht zu komplex geschrieben, sodass man leicht einsteigen kann und auch mitkommt.
Die Charaktere sind interessant und auch etwas geheimnisvoll, sodass man nach und nach immer mehr über sie erfährt.
Sheera gefällt mir als Charakter sehr gut, da sie mutig und ehrlich ist.
Mit dem Ende des Buches passierte dann plötzlich auf einmal sehr viel und das war mir dann etwas zu konfus. Trotzdem gab es ein offenes Ende und ich bin gespannt, wie es in Teil zwei ausgeht. - Juliane Maibach
The Cursed Queen: Seelenmal
(26)Aktuelle Rezension von: globi4711Ich mag es sehr, wenn Aussenseiter und Abgeschriebene zu wahren Kämpfern und nicht zu unterschätzenden Gegnern werden. Zudem mag ich einfach Frauen die etwas draufhaben, Köpfchen beweisen, eine scharfe Zunge haben und sich nichts vormachen lassen. Somit ist mir Elana von Beginn weg super-sympathisch! Ihr Leben im Gefängnis von Tenebris ist hart, gefährlich und man braucht grosses Geschick um zu überleben. Total spannend fand ich auch die Vorstellung der Aethergeborenen und ihrem Kampf um die Vormachtstellung. So etwas wie magische Gladiatorenkämpfe...! Übel, wirklich übel... und doch so gar nicht abwegig... ;-)
Der erste Band von "The Cursed Queen" hat mich von Beginn weg gefesselt, war super-spannend und hatte faszinerende aber auch erschreckende Momente. Auf jeden Fall konnte ich das Buch kaum weglegen und ich bin total gespannt, wie es weitergeht! - Sally Green
Kingdoms of Smoke – Die Verschwörung von Brigant
(305)Aktuelle Rezension von: julia___3,5/5
Ich mochte das Buch und die Geschichte dahinter ganz gerne.
Es zeichnet sich nicht durch rasante Spannung aus, aber es bleibt doch unterschwellig spannend.
Es gibt mehrere verschiedene Sichten, den ein oder anderen Charakter mochte ich mehr den anderen eher weniger.
Was ich wirklich cool an dieser Geschichte fand, dass am Ende ziemlich viel zusammen läuft. Das Wordbuilding ist noch nicht sehr ausgereift, hat aber immens Potenzial und ich bin gespannt was da noch so kommen wird. Ich bin generell neugierig, wie es weitergeht.
- Hafsah Faizal
A Tempest of Tea
(245)Aktuelle Rezension von: SwissmomreadsIch verstehe die schlechten Rezensionen nicht. Ich fand es hervorragend geschrieben. Leicht poetisch und filmisch. Die Tension der verschiedenen Protas haben mir unheimlich gut gefallen. Der Plottwist habe ich zwar hier auch schon früh gerochen, trotzdem war mein Leseerlebnis ganz wunderbar gewesen
- Frank Schätzing
Tod und Teufel
(767)Aktuelle Rezension von: LuliaIn Zentrum des Geschehens steht der Herumtreiber und Dieb namens Jacop, der im Köln des 12. Jahrhunderts zufällig Zeuge eines Mordes an dem Dombaumeister Gerhard wird und auf seiner darauffolgenden Flucht auf eine kleine Gruppe ungleicher Verbündeter trifft, die ihn sowohl verstecken als gemeinsam mit ihm versuchen die Hintergründe des Mordes aufzudecken woraufhin sie in ein Netz aus Intrigen geraten. Die dynamische und sehr atmosphärische Handlung verbindet Spannung und historische Fakten geschickt miteinander.
Bei den Protagonisten steht Jacop im Mittelpunkt der Geschichte, der während der Handlung eine starke positive Entwicklung durchmacht und einen moralischen Kompass entwickelt. Relevante Nebenprotagonisten, wie seine ungleichen Verbündeten, bringen ihre individuellen Facetten in die Geschichte mit ein und bilden zusammen mit Jacop ein harmonisches Gesamtbild.
Wer rasante historische Thriller mit einer authentischen Atmosphäre mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist bild- , detailreich und von einem leisen Humor durchzogen.
Insgesamt kann ich das Buch empfehlen - Catherine Egan
Schattendiebin, Band 1: Die verborgene Gabe
(214)Aktuelle Rezension von: WauwuschelIm ersten Band begleiten wir Julia, eine junge Diebin mit einer ungewöhnlichen Gabe: Sie kann sich unsichtbar machen. Doch ihre Fähigkeit ist Fluch und Chance zugleich. Sie muss sich als Diensmädchen in ein Herrenhaus einschleusen und erfährt dort Geheimnisse, die alles verändern können.
Der Roman ist ein überraschend rasanter Auftakt, der kaum Zeit zum Durchatmen lässt. Besonders überzeugt hat mich die Art, wie Julia als Protagonistin gezeichnet ist: Sie ist keine typische Heldin, sondern geprägt von Misstrauen, Überlebensinstinkt und einer gewissen moralischen Grauzone. Genau das macht sie so spannend. Ihre Vergangenheit als Straßenkind beeinflusst jede ihrer Entscheidungen, und man spürt ständig, dass sie niemandem wirklich vertraut – auch nicht sich selbst.
Die Handlung entwickelt sich dynamisch, ohne überladen zu wirken. Geheimnisse, Intrigen und Gefahren prägen das Buch und die kleinen Plottwists führen dazu, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann. Andere "Magieformen" kommen nach und nach vor und verschönern das Leseerlebnis, Dabei geht es nicht nur um Magie, sondern auch um Cleverness und Täuschung – Aspekte, die perfekt zu Julias Fähigkeiten passen. Besonders gelungen fand ich, wie ihre Unsichtbarkeit nicht als einfache „Superkraft“ dargestellt wird, sondern klare Grenzen und Konsequenzen hat.
Auch die Nebenfiguren sind mehr als bloße Beiwerke. Beziehungen entstehen langsam, oft unter Misstrauen, und wirken dadurch glaubwürdig. Gleichzeitig schwebt über allem ein größeres Geheimnis, das geschickt angedeutet wird, ohne zu viel vorwegzunehmen.
Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, mit genau der richtigen Balance aus Tempo und Detail. Kämpfe, Fluchten und Spannungsmomente fühlen sich intensiv an, während ruhigere Szenen genügend Raum für Charakterentwicklung lassen.
Insgesamt ein packender, kluger Fantasy-Auftakt mit einer starken, unperfekten Heldin – macht definitiv Lust auf mehr!
- Robert Jackson Bennett
Der Schlüssel der Magie - Die Diebin
(91)Aktuelle Rezension von: ChronikskindDank einer Empfehlung durfte ich bereits die andere Reihe des Autors verschlingen - natürlich war ich dann ebenso neugierig auf seine neuste Geschichte. Erwartet habe ich viel und der Autor hat mich auch dieses Mal absolut nicht enttäuscht.
Der Stil ist flüssig und ließ sich trotz der Dicke der Seiten recht flott weglesen. Erzählt wurde die Geschichte aus mehreren Sichten, wobei Sancia den Hauptpart übernommen hat. Man konnte aber so einiges mehr erfahren, ohne sich wirklich in die Handlung zu spoilern. Ich bin sehr gespannt, welche Sichten dann im zweiten Band dabei sein werden.
Am Anfang hat es ein bisschen gedauert, sich in der Welt zurecht zu finden. Der Autor erschafft hier doch ein sehr komplexes Weltenkonzept und man muss manche Dinge auch einfach erlebt haben, bevor man sich wirklich gänzlich greifen kann. Es hat aber definitiv viel Freude gemacht, die Welt zu entdecken und auch hinter die Kulissen zu schauen.
Die Handlung konnte mich vom ersten Moment an begeistern, auch wenn man da noch gar nicht einschätzen konnte, wohin sie eigentlich führen wird. Ist aber auch gar nicht wichtig, man konnte sich einfach gut mitreißen lassen. Es gab viele überraschende Wendungen und zum Ende hin konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Neben der Handlung fand ich die verschiedenen Häuser sehr interessant aufgebaut - und die Intrigen dahinter gut gemacht. Mal schauen, was sich noch alles aufdecken lassen wird.
Sancia, aber auch die anderen Protagonisten haben mir wirklich gut gefallen. Keiner perfekt, aber jeder mit dem Herz am richtigen Fleck. Und ja, manchmal bewegen sie sich auch in der Grauzone, aber das hat gut zu ihnen gepasst. Ich freue mich auf die weitere Entwicklung.
Die Entwicklungen zum Ende haben mir echt gut gefallen - und machen jetzt schon sehr neugierig auf das, was im nächsten Band passieren wird.
Mein Fazit
Wieder konnte mich Robert Jackson Bennett mit einem spannenden und fesselnden Reihenauftakt begeistern! Ich mochte das Weltenkonzept und die Charaktere wirklich gerne und bin gespannt, wie sich beides weiterentwickeln wird. Es gab viele überraschende Wendungen und ich bin sehr neugierig darauf, wie die Geschichte weitergehen wird. - Maurice Leblanc
Arsène Lupin - Gentleman-Gauner
(20)Aktuelle Rezension von: FranklinTummescheitGentleman-Gauner von Maurice Leblanc ist eine Sammlung von Kurzgeschichten über Arsène Lupin, den charmanten Meisterdieb und Verkleidungskünstler. Lupin ist ein Gauner mit Stil, der es vor allem auf die Reichen und Korrupten abgesehen hat. Mit Intelligenz, Witz und einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit trickst er nicht nur seine Opfer, sondern auch die Polizei aus – allen voran seinen ewigen Rivalen, Inspektor Ganimard. Die Geschichten zeigen Lupins schier unerschöpfliche Einfallsreichtum, seine Fähigkeit, selbst aus aussichtslosen Situationen zu entkommen, und seine oft überraschende moralische Seite.
Maurice Leblancs Gentleman-Gauner ist ein unterhaltsames Werk voller cleverer Wendungen und charismatischer Figuren. Besonders beeindruckend ist die Vielseitigkeit Lupins, der nicht nur ein gewiefter Dieb, sondern auch ein raffinierter Psychologe und meisterhafter Schauspieler ist. Die Geschichten sind spannend, oft humorvoll und bieten einen interessanten Kontrast zu Sherlock Holmes – Lupins britischem Pendant (der in späteren Werken als „Herlock Sholmes“ auftaucht).
Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass einige Erzählungen nach einem ähnlichen Muster ablaufen, was den Überraschungseffekt mit der Zeit etwas mindern kann. Dennoch bleibt Gentleman-Gauner eine fesselnde Lektüre für Fans klassischer Kriminalliteratur, die Lust auf weitere Abenteuer mit Arsène Lupin macht.
- Scott Lynch
The Lies of Locke Lamora: Collector's Tenth Anniversary Limited Edition (Gentleman Bastard)
(39)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerMeine Meinung
Ich hatte schon sehr lange vor, diese Reihe endlich anzufangen, und rückblickend bereue ich es, so lange gewartet zu haben. „The Lies of Locke Lamora“ hat mich ein bisschen an die „Six of Crows“-Duologie von Leigh Bardugo erinnert, der Tonfall ist aber noch ein bisschen „erwachsener“.
Scott Lynch wirft den Leser zu Beginn ohne große Vorrede ins Geschehen, mitten hinein in eine rasante, fesselnde Story, die mehr Haken schlägt als ein Hase auf der Flucht vor Verfolgern. 700 Seiten klingen nach viel, haben sich aber selten so kurz angefühlt wie bei diesem Buch. Getreu Murphy’s Law geht bei diesem Abenteuer alles schief, was nur schiefgehen kann, bis Locke und seine Freunde mit dem Rücken zur Wand stehen. Dabei zieht sich der Autor nie auf einfache Deus Ex Machina-Lösungen zurück, sondern treibt seine Figuren an ihre Grenzen und darüber hinaus. Den ganzen Roman über wird immer wieder zwischen der gegenwärtigen Handlung und Episoden aus Lockes Ausbildung zum Meisterdieb gewechselt. Lynch verwebt meisterhaft die beiden Zeitebenen miteinander: Am Anfang sind die Erzählstränge unabhängig voneinander, gegen Ende gibt es jedoch immer mehr Verknüpfungen zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Ebenso viel handwerkliches Geschick beweist der Autor beim Worldbuilding. Er erschafft eine faszinierende, vielschichtige Welt – die Art von fiktivem Universum, die man eigentlich verlassen möchte, aber nicht kann, weil man viel zu gebannt von den Beschreibungen ist. Die Handlung spielt fast ausschließlich in der Stadt Camorr, man erfährt nach und nach jedoch auch eine Menge über die Reiche außenherum. Plumpes Infodumping sucht man hier vergebens, stattdessen werden Informationen geschickt gestreut. Besonders geschickt gemacht ist, dass scheinbar nebenbei erwähnte Details später in der Geschichte wichtig werden. Dieser Roman gehört übrigens nicht ins Jugendbuch-Regal, weil es sich nicht um eine friedliche, rosarote Fantasywelt handelt. Hier wird nicht nur gestohlen, sondern auch gedroht, gemordet und gefoltert, und das ziemlich detailreich.
Trotz Brutalität und vieler tragischer Ereignisse ist „The Lies of Locke Lamora“ jedoch kein deprimierendes Leseerlebnis, ganz im Gegenteil. Das ist vor allem dem Schreibstil des Autors zu verdanken, der selbst in den düstersten Momenten mit herrlich witzigen Dialogen aufwartet. Der ganze Text hat eine wunderbare Leichtigkeit, die die Geschichte vergnüglich, unterhaltsam und gegen Ende manchmal überhaupt erst erträglich macht. Das bedeutet nicht, dass Gewalt hier verharmlost wird, aber in den dunkelsten Stunden ist es eben nur noch mit etwas Ironie und Galgenhumor möglich, weiterzumachen.
Der Protagonist Locke ist kein edelmütiger Robin Hood, der Geld von den Reichen stiehlt und es an die Armen verteilt. Er und seine Band bestehlen tatsächlich nur Menschen, die jede Menge Geld entbehren können, aber nicht aus Gerechtigkeitssinn heraus. Als Kinder sind sie zu Dieben geworden, um zu überleben, als Erwachsene geht es ihnen im Grunde vor allem um den Spaß an der Freude, um die Herausforderung, sich immer waghalsigere Coups einfallen zu lassen. Als Leser mag man Locke nicht aus moralischen Überlegungen heraus, sondern weil man einfach nicht anders kann. Spitzbübisch, schlagfertig und immer auf dem schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn wandelnd, nimmt Locke den Leser, seine Freunde und sogar seine Opfer für sich ein. Eines der Dinge, die diesen Roman zu so einem erfrischenden Lesevergnügen machen, ist, dass die Hauptfigur weder ein durch und durch schlechter Mensch ist noch ein selbstloser Heiliger. Locke tut, was er tun muss, um durchs Leben zu kommen, und hat dabei auch noch jede Menge Spaß.
Auch bei anderen Figuren kommt die Vorliebe des Autors für „graue“ Charaktere zum Vorschein. Oder anders gesagt, dieser Roman ist bis zum Bersten gefüllt mit schillernden Persönlichkeiten. Da ist zum Beispiel der Unterwelt-Chef Capa Raza, der mit Gewalt einen blutigen Bandenkrieg beendet hat, mutmaßliche Verräter den Haien zum Fraß vorwirft, seine Tochter über alles liebt und von ihr geliebt wird. Lockes resoluter Mentor Chains, der tagsüber vorgibt ein blinder Mönch zu sein, seine Lehrlinge mit unkonventionellen Methoden zu Meisterdieben erzieht und Sinn für Luxus hat. Oder Doña Vorchenza, die den Frauen der Oberschicht Ratschläge erteilt und alt, aber alles andere als schwach und gebrechlich ist. Ich freue mich schon darauf, viele dieser Figuren im nächsten Band wiederzutreffen.
Fazit
Ein großartiger Start ins Lesejahr! „The Lies of Locke Lamora“ ist ein spannender, mitreißender Reihenauftakt mit einem im wahrsten Sinne des Wortes vielschichtigen Protagonisten.























