Bücher mit dem Tag "digitalisierung"

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101 Bücher

  1. Cover des Buches Der Circle (ISBN: 9783462048544)
    Dave Eggers

    Der Circle

     (771)
    Aktuelle Rezension von: -nicole-

    Der Circle – Band 1

    Huxleys schöne neue Welt reloaded: Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim „Circle“, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der „weisen drei Männer“, die den Konzern leiten – wird die Welt eine bessere. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterne-Köche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles…
    (Quelle: Klappentext - KiWi-Verlag)

    Schon lange wollte ich Dave Eggers berühmten Roman „Der Circle“ lesen, der bereits im August 2014 veröffentlicht wurde und nun, mit „Every“, im Oktober 2021 eine Fortsetzung erhalten hat.
    „Der Circle“ ist in der fernen Zukunft angesiedelt und beschwört ein beängstigendes Szenario herauf. Zunächst lernen wir die Hauptfigur –die 24-jährige Mae Holland- kennen, die ihr Glück kaum fassen kann: Sie hat einen der begehrten Jobs beim CIRCLE ergattert, ein Unternehmen, das stetig wächst – über 10.000 Menschen arbeiten auf dem Circle-Hauptcampus an vielen digitalen Projekten, Millionen Nutzer haben einen Circle-Account. Mae wird sehr freundlich empfangen, arbeitet sich langsam ein und versucht den Überblick über Quoten, Rankings, Likes, Shares, Feedbacks und Kommentaren zu behalten. Doch nach und nach verwächst sie immer mehr mit dem Unternehmen, tut alles, um immer weiter auf die vorderen Plätze zu steigen. In der Firma lernt sie auch jemanden kennen, der anders ist alle ihre Kollegen: Kalden ist geheimnisvoll und gibt nicht viel von sich preis, was dem Grundsatz des Circle –völlige Transparenz überall- widerspricht. Eines Tages wendet er sich mit einer Bitte an sie – und einer Warnung…

    Die Handlung lässt sich sehr gut verfolgen und zeigt nach und nach, wie Mae sich verändert. Zugleich lernt man auch den CIRCLE immer besser kennen – dessen Pläne und schon geschehene Umsetzungen (wie z.B. Millionen Kameras an allen Ecken der Erde aufzustellen, völlige Digitalisierung und Transparenz der Menschen) sehr beängstigend zu verfolgen ist. Jeder hat jederzeit Zugriff auf alle Informationen, Privatsphäre existiert nicht. Dazu plant der CIRCLE etwas Großes, dass als „Vollendung“ bezeichnet wird…

    „Überall auf dem Campus kündigten Schilder die unmittelbar bevorstehende Schließung des Kreises an, die Vollendung. Die Botschaften waren Kryptisch, sollten Neugier wecken und Diskussionen anregen.“
    – Seite 233

    Der Schreibstil ist flüssig, man bekommt einen guten Überblick über die Arbeit des Unternehmens – sowohl Schauplätze als auch Maes Tätigkeiten und Erlebnisse werden detailliert beschrieben. Auch die Atmosphäre wird ganz langsam immer unheimlicher…

    Mit jedem Befehl erschienen neue Bilder, bis mindestens hundert Livestreams gleichzeitig zu sehen waren.
    „Wir werden allsehend, allwissend.“ (…)
    „Alles was passiert, wird bekannt sein“
    . – Seite 59, eBook

    Aus Mae selbst bin ich nicht richtig schlau geworden, ihr Verhalten wirkte manchmal etwas wirr, auch die Nebenfiguren blieben alle viel zu blass. Es gibt in diesem Buch einige spannende und sehr interessante Abschnitte, gerade im ersten und im letzten Drittel. Der Mittelteil schwächelt etwas, auch kam das Ende etwas zu abrupt.

    Mein Fazit: Ein Zukunftsroman mit einem erschreckenden Szenario, dessen Stärken besonders im ersten und letzten Drittel liegen. Schwächen gibt es im Mittelteil, wo sich die Geschichte manchmal etwas zieht. Es wird durchaus spannend, unheimlich und sehr interessant, auch Dave Eggers Schreibstil ist sehr gut – doch leider konnte mich diese Dystopie nicht so richtig mitreißen.

  2. Cover des Buches Die Rebellion der Maddie Freeman (ISBN: 9783843210409)
    Katie Kacvinsky

    Die Rebellion der Maddie Freeman

     (1.235)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Papyrus

    Unsere Hauptfigur ist wie schon oben und im Titel genannt, Maddie Freeman. Schon rein durch die Inhaltsangabe auf der Buchrückseite wissen wir schon super viel über unsere Protagonistin. Eigentlich kennen wir schon ihre ganze Welt. Denn Maddie lebt nur in der digitalen Welt, doch niemand kennt sie wirklich, online hat sie verschiedene Name und teilweise weiß ein nicht einmal ob es sich um ein Mädchen oder einen Jungen handelt, so gut ist Maddie darin ihre wahre Identität zu verstecken. Das alles macht sie nicht wirklich schnell, schon in den ersten Kapiteln bekommen wir, als Leser, einen ziemlich guten Eindruck von den Verhältnissen zwischen der Protagonistin und ihren Eltern. Zu einen ist da ihre Mutter, Jane Freeman, sie steht zu Maddie und versucht sie auf ihre Weise zu schützen. Zum anderen ist da ihr Vater, Kevin Freeman. Er ist einer der einflussreichsten Menschen der USA und nicht besonders gut auf seine Tochter zu sprechen. Das Verhältnis der beiden ist, um es milde zu sagen, angespannt. Das hängt hauptsächlich von den unterschiedlichen Denkweisen und Weltbildern der beiden. Kevin Freeman steht mit Herz und Seele hinter der Idee und den Grundsätzen der Digital School, was kaum verwunderlich ist, da er diese mit entwickelt und konstruiert hat. Die beiden Elternteile finde ich von der Persönlichkeit sehr unterschiedlich. Kevin ist stur und hat gern die Kontrolle über seine Umwelt, und damit auch über die Menschen in seinem Umfeld. Vielleicht war er nicht immer so, allerdings kann ich mir vorstellen, dass er durch seine Arbeit an der Digital School und davor als Staatsanwalt (oder Anwalt, bin mir nicht hundert Prozent sicher und finde die entsprechende Buchpassage nicht), jedenfalls sind das Beruf in denen man einen starken Charakter braucht. Außerdem findet er technologische Neuerungen gut und findet eine digitale Welt für am sichersten, nicht nur für seine Kinder, sondern auch für alle anderen Kinder. Maddies Mutter ist da eher das Gegenteil davon, sie hat eine ruhige Art und mir kommt sie besonnen vor. Sie sucht nicht die Konfrontation, sondern Kompromisse, mit denen alle etwas anfangen können. Mir kommt sie allerdings teilweise etwas zu passiv vor. Im Gegensatz zu ihrem Mann schwelgt sie gerne in alten Zeiten, sie lässt sich Prospekte auf Kunststoff drucken (Papier gibt es in dieser Zukunft nicht mehr, es gibt auch fast keine Bäume mehr), außerdem hat sie alte Bücher aus ihrer Jugend behalten und verschenkt diese nach und nach an ihre Tochter. So viel zu Maddies Familie. Sie hat zwar noch einen älteren Bruder, der Joe Freeman, allerdings spielt er erst im letzten Fünftel des Buches eine Rolle, deshalb möchte ich hier noch nichts zu ihm schreiben. Nun zu den Personen, die später zu Maddies Freunden werden. Zuerst die wichtigste Person, Justin Solvis. Justin ist 20 Jahre alt und hauptberuflich Aktivist gegen die Digital School. Die beiden lernen sich über eine Nachhilfeplattform kennengelernt. Er hatte nicht mit einem Mädchen gerechnet, doch ob Junge oder Mädchen ist ihm eigentlich ziemlich egal. Denn sie hat etwas geschafft, was er am liebsten selbst geschafft hätte. Justin bewundert Maddie dafür und hat sie jahrelang gesucht, um sie voll und ganz für seine Sache zu gewinnen. Schnell merken wir als Leser, dass die Welt für ihn viel zu technologisch und nicht mehr menschlich ist. Für ihn sollte Technik nicht einschränkend oder einengend sein. Er möchte vereinfacht gesagt, dass die Menschen so leben wie wir es heute tun. Vielleicht mit ein bisschen fortgeschrittener Technologie. Was ich aus heutiger Sicht durchaus nachvollziehen kann, wer möchten schon den ganzen Tag in seinem Zimmer sitzen und seinen eigenen perfekten Avatar sehen. Das sind im Großen und Ganzen unsere Hauptfiguren, es tauchen natürlich noch einige Nebencharaktere auf, die möchte ich hier aber nicht ganz so detailliert darstellen. Das Lesen soll ja trotz dieser Rezession spannend bleiben.

    Nun möchte ich ein paar Worte zur Handlung verlieren. Die Handlung ist rund, soll viel kann ich sagen. Auch wenn das Buch eine jüngere Zielgruppe anspricht, macht es auch mit 23 Spaß in Maddies Welt einzutauchen. Natürlich darf eine Teenie Romanze zwischen Maddie und Justin nicht fehlen, diese stößt mir zwar manchmal sauer auf, aber mit 15 fand ich sie einfach super und wer möchte keinen gutaussehenden, klugen Mann an seiner Seite. Ohne zu spoilern kann ich leider nicht auf die genauen Gründe eingehen warum, ich heute ein paar Probleme mit der Beziehung habe. So viel es hat etwas mit Lehrer-Schüler-Konstellation. Auch sonst ist zur sonstigen Handlung nicht viel zu sagen, ohne etwas Entscheidendes zu verraten.

    Kleiner Hinweis: sobald ich alle Teile gelesen habe kommt eine ausführliche Rezession mit Spoilern und konkreten Nennungen heraus. Ihr müsst nur etwas Geduld haben.

    Zuletzt möchte ich noch ein kleiner Abschnitt über die uns vorgestellte Zukunft. Ganz allgemein kann ich nur sagen, dass ich sie für durchaus realistisch halte. Die Rodung von Urwälder, Regenwäldern und sonstigen Waldflächen, das schon im ersten Kapitel angesprochen wird, halte ich für durchaus realistisch betrachtet man den jetzigen Flächenverbrauch der Menschen für Ackerland, den fortwährenden Bevölkerungsanstieg und das Verlangen der Menschen nach billigen Nahrungsmitteln und Fleisch. Auch im Bezug auf die Entwicklung der Spielebranche, gerade mit den Grafiktabletts und dem Erfolg von VR-Brillen. Diese Entwicklung kann man als die Vorläufer der in dem Roman beschriebenen Unterhaltungs- und ein Stück weit auch der Kommunikationsgeräte sehen. Auch der Wunsch durch vermeintliche Sicherheit hinter Technologie kann ich durchaus verstehen, aber auf der anderen Seite auch den Wunsch nach einem einfachen Leben, wie es sich Justin und seine Mitstreiter erhoffen erschließt sich mir. Worüber ich bis jetzt noch nicht geredet habe, ist die komplette Überwachung, die die Regierung mit Hilfe der Technik über seine Bürger hat. Auf diesen Aspekt wird ebenfalls nachdrucksvoll eingegangen. Die meisten Menschen der Zukunft sind sich dessen nicht einmal vollständig bewusst, aber das sind wir heute ja auch nicht. Gerade in den Corona-Zeit wird deutlich, wie weit man mit internetfähigen Geräten gehen kann, es wird diskutiert, ob man Apps zur Ortung von Personen einsetzten sollte, darf usw. für mich ist das nicht begeisternd. Die Befürchtungen für alle Obrigkeiten komplett gläsern in Bezug auf meinen Aufenthaltsort zu werden keimen auf, zum Teil auch wegen dieses Romans, hört sich komisch an, aber mittlerweile sehen ich technische Neuerung durchaus auch in einem skeptischen Licht. Kann aber auch daran liegen, dass ich älter geworden bin, zum ersten Mal gelesen habe ich das Buch mit vielleicht 15, da hatte ich noch einen weniger hinterfragenden Verstand.

  3. Cover des Buches The Circle (ISBN: 9780804172295)
    Dave Eggers

    The Circle

     (277)
    Aktuelle Rezension von: Naike

    Ich habe inzwischen schon so einige Dystopien gelesen, war aber selten so schockiert wie von The Circle. Vielleicht weil es sich, besonders im Angesicht der heutigen Zeit, so echt anfühlt, so wahrscheinlich. Es fühlt sich wie unabwendbar an.

    *SPOILERWARUNG*
    Ich habe jede Minute darauf gewartet, dass May aufwacht. Das ein Punkt kommt, an dem sie begreift, in was für einen Schlamassel sie immer tiefer hineinschlittert und unzählige Menschen mitreißt. Anfangs, dass Kalden die Initialzündung sein könnte, dann der Vorfall mit ihren Eltern, Annies Krise, spätestens aber bei Mercers Schicksal. Doch nichts hat sie tatsächlich bewegen und verändern können, nicht mal Ty, als es kurz vor knapp war und sich DIE Chance bot.
    Wir sind alle mehr oder weniger May - wie wird sich jeder Einzelne von uns entscheiden?

    Ich bin jetzt gespannt auf die Verfilmung, die mir vorher noch kein Begriff war, gehe aber mit wenig Erwartungen daran, weil es der US-Filmindustrie leider selten gelingt, solche Art Stoff überzeugend rüberzubringen. Aber egal, wenn der Film Käse ist, dann ist das eben so, dann freue ich mich um so mehr auf den Folgeband, der glücklicherweise bereits existiert. Ich darf weiter hoffen, dass es gelingen wird, den Circle und was inzwischen daraus erwachsen ist, zu zerstören. Der letzte Satz der Buchbeschreibung lautet:

    >>Man kann nur inständig hoffen, dass die Realität nicht schneller voranschreitet, als Dave Eggers schreiben kann.<<

    Das wünsche ich uns allen!

  4. Cover des Buches Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra (ISBN: 9783453418455)
    Robin Sloan

    Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra

     (519)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Die Rezession meint es nicht gut mit Programmierer und Webdesigner Clay Jannon. Er befindet sich mitten in einer „wirtschaftlichen Großwetterlage“ und braucht dringend einen Job. Also wird er Nachtschicht-Buchhändler bei Mr Penumbra, der eine Mischung aus Verkauf und Ausleihe führt.

    Ein Roman über eine Buchhandlung klang für mich als Viel-Leserin spannend. Allerdings scheint der Beruf des Protagonisten dem entgegen zu stehen und so langeweilte ich mich etliche Seiten lang über seine hingebungsvolle Beschreibung von Quellcodes, Programmiersprachen, Visualisierung und digitalen Modellen. Erstaunlicherweise hat zumindest letzteres eine Bedeutung für die Handlung. Nebenbei gibt es noch die unausweichlichen Rollenspiel-Assoziationen. Clay ist ein Nerd (Achtung, Flachwitz), wie er im Buche steht.

    Ich-Erzähler Clay hat einen leichten und flüssige Erzählstil bis auf ein paar eingestreute Fremdwörter, die den Text stellenweise ein wenig holpern lassen. Er beschreibt auf oft amüsante Weise, die mich regelmäßig schmunzeln und grinsen ließ. Auch finde ich einzelne Sätze zitierungswürdig. Es macht wirklich Spaß ihm zu folgen.

    Ich konnte mich zwischen den Seiten beim Lesen zwischenzeitlich „verlieren“. Auch die Rollenspielformulierungen störten irgendwann etwas weniger. Wer ist denn Krieger, Schurke oder Zauberer in diesem Szenario?

    Clays Entscheidungen und Handeln kann ich größtenteils nicht nachvollziehen, aber das Ergebnis…?

    Gestört haben mich die überdeutlichen und reichlichen „Produktplatzierungen“, die wie Werbung von Sponsoren ins Buch einfließen.

    Es geht um Bücher, um Computerprogramme, Verschlüsselungen, jahrhundertealte Geheimnisse… aber auch um Freundschaft, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung.

    Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich die Verknüpfung von alten Büchern und Buchdruck mit moderner Technik und Medien genial oder grauenhaft finde. Das muss wohl jeder Lesende selbst entscheiden. Von mir erhält das Buch 3,5 Sterne, die ich auf 4 aufrunde.

     

  5. Cover des Buches ZERO - Sie wissen, was du tust (ISBN: 9783734100932)
    Marc Elsberg

    ZERO - Sie wissen, was du tust

     (584)
    Aktuelle Rezension von: reading_bumble_bee

    Der Roman ist aus dem Jahr 2014, aber die Thematik ist aktueller den je. Seitdem sind 7 Jahre vergangen und bezüglich des Datenschutzes hat sich leider nur wenig getan. Aber nun zum Inhalt:

    Eine Aktivistengruppe namens ZERO macht auf die Risiken der Datenspeicherung aufmerksam in dem es Videos online stellt. Doch erst nachdem in London zwei Menschen bei einer Schießerei sterben werden die Leute auf ZERO aufmerksam. Der Jugendliche der dabei umkam war aktiver Nutzer der Onlineplattform Freemee. Er übertrug mittels Datenbrille die Jagd auf einen gesuchten Verbrecher und auch seinen Tod online. Was hatte sein Tod mit der Plattform zu tun? Macht die Plattform das Leben der User wirklich besser? Cynthia Bonsant eine Journalistin beginnt zu recherchieren und gerät dabei selbst in Gefahr.

    Buch in einem Ruck durchgelesen. Zeigt die Risiken von Smartphone, Smartwatch und Datenbrillen auf. Wollen wir wirklich immer und überall Sichtbar sein?

  6. Cover des Buches QualityLand (ISBN: 9783548291871)
    Marc-Uwe Kling

    QualityLand

     (738)
    Aktuelle Rezension von: Phantafan

    Da ich schon die Känguru-Tetralogie sehr mochte, habe ich mir zwar schon im Vorhinein gedacht, dass es mir sehr gefallen wird, jedoch hat Kling die Känguru-Bücher hiermit nochmal übertroffen. 

    Der Humor bleibt den Känguru-Chroniken treu und selbst ein paar Anspielungen an die Bücher sind zu entdecken. Auch wenn das Buch neben den Humor noch mehr bietet, sollte man, wenn man Klings Humor vorher schon nicht so mochte, eher die Finger davon lassen. Für mich aber kommt der derbe Humor aber gut durch, wodurch ich auch den Rest des Buches umso mehr wertschätzen konnte.

    Das alles in der Welt von Maschinen und Algorithmen gesteuert wird, klingt zwar erst nicht sonderlich neu, jedoch gibt es viele interessante und humorvolle Extras und Einblicke, die das Ganze sehr authentisch wirken lassen. So gibt es beispielsweise Paketdrohnen, die einen ohne Bestellung Pakete einfach so nach deinem Profil schicken, eine Dating-App, die automatisch den perfekten Partner für dich findet, oder auch ein Levelsystem, welches man durch verschiedene Taten hinaufsteigen kann und einem Vorteile gibt, sobald man ein hohes Level erreicht. Gerade Letzteres wirkt umso realistischer, wenn man an das Sozialkredit-System in China denkt. Auch andere Dinge, wie etwa Androiden, die tatsächliche Persönlichkeiten und damit auch Mängel entwickeln, sind ein interessantes Konzept, welches durch das Buch hinweg getragen wird. Zusätzlich gibt es natürlich noch gegenwärtige Themen wie etwa Rassismus oder Geschichtsromantisierung (ein prominentes Beispiel dafür wäre wohl das Musical "Ado und Eva"), die in Dystopie-Manier natürlich sehr überzogen, gleichzeitig aber denkbar sind.   

    Es gibt noch viel mehr, was ich schreiben könnte, jedoch sollte dieser kurze Einblick reichen. Mir hat das Buch extrem gut gefallen und es auch in wirklich kurzer Zeit weggelesen.

  7. Cover des Buches Erebos (Limited Edition) (ISBN: 9783743205314)
    Ursula Poznanski

    Erebos (Limited Edition)

     (3.590)
    Aktuelle Rezension von: Nessa

    Als an einer Londoner Schule ein geheimes Computerspiel auftaucht, wird Nicks Leben ganz schön aus der Bahn geworfen. Es ist spannend und mysteriös zugleich. Das Spiel scheint Nick zu kennen, denn die Aufgaben, die er zum Aufsteigen erfüllen muss, werden immer persönlicher.

    Ursula Poznanski hat eine sehr realistische Welt mit Erebos erschaffen. Die Charaktere sind sehr passend und das Spiel wirkt sehr realitätsnah. Man fühlt sich selber an die Zeit der Onlinespiele erinnert. Wie es war, seinen Charakter zu leveln und Gruppen beizutreten, um sich den Monstern gemeinsam zu stellen. Man erlebt die Geschichte aus der Sicht des 16-jährigen Nick. Das Cover passt mit dem Auge perfekt zur Geschichte, denn Erebos beobachtet dich.

    Erebos ist ein sehr unterhaltsames Jugendbuch, zu dem auch Erwachsene gerne greifen dürfen. Unabhängig vom eigenen Gamerstatus. Es ist spannend und vermittelt nebenbei eine sehr wichtige Botschaft.

  8. Cover des Buches QualityLand (dunkle Edition) (ISBN: 9783957130945)
    Marc-Uwe Kling

    QualityLand (dunkle Edition)

     (189)
    Aktuelle Rezension von: andre-neumann

    Nachdem ich bereits das Buch gelesen und den zweiten Band gekauft hatte, wollte ich zur Auffrischung der Geschichte den ersten noch mal als Hörbuch genießen. Die Story ist natürlich genauso klug wie lustig und unterhaltsam wie im geschriebenen Buch. Der Autor, der seine Känguru-Reihe so grandios selbst vorgetragen hat, liest auch hier selbst. Aber vielleicht liegt es an der etwas komplexeren und längeren Handlung, aber so richtig ist bei mir beim Hören der Funke nicht übergesprungen. Lieber zum Buch greifen - das aber auf jeden Fall!

  9. Cover des Buches Der Widerstand geht weiter (ISBN: 9783843210812)
    Katie Kacvinsky

    Der Widerstand geht weiter

     (596)
    Aktuelle Rezension von: books_and_baking

    Maddie lebt nicht mehr bei ihren Eltern zu Hause, weil sie es dort nicht mehr ausgehalten hat. Endlich fühlt sie sich frei und kann mit ihren Freunden das richtige Leben genießen statt nur in der digitalen Welt unterwegs zu sein. Doch schnell verpfeift sie ihr Bruder bei der Polizei und sie wird im DCLA eingesperrt, damit sie dort bekehrt wird und wieder zu ihrem virtuellen Leben zurückkehren soll. Doch was dort hinter verschlossenen Türen passiert ist reinste psychische Folter. Ihre Freunde setzen alles daran sie zu befreien und das System zu stürzen und die Wahrheit ans Licht zu bringen.

    Maddie ist eine sehr starke Persönlichkeit und hat feste Vorstellungen von ihrem Leben in Freiheit. Ihr Freund Justin ist eher wenig im Vordergrund und wirkt dadurch etwas unnahbar, obwohl er doch eigentlich der Anführer der Anti-Digital-Revolution ist. Mir hat der unbeschwerliche Anfang und das spannende Ende des Buchs sehr gefallen, doch der Mittelteil, als Maddie in Therapie war, hat sich etwas gezogen. Auch neue Personen wie Gabe tauchen in diesem Teil auf und ich mochte ihn gleich sehr und hatte genauso wie Maddie Vertrauen in ihn. Für mich war es eine gelungene Fortsetzung zum ersten Teil und ich freu mich schon sehr auf den finalen dritten Band.

  10. Cover des Buches Mirror (ISBN: 9783746632346)
    Karl Olsberg

    Mirror

     (120)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    "Mirror" von Karl Olsberg ist ein meiner Meinung nach gelungener Science-Fiction-Thriller, der sich mit dem Thema KI, also künstlicher Intelligenz auseinandersetzt. In diesem Zusammenhang spielen die sogenannten "Mirrors" die Hauptrolle. Das sind künstliche Spiegelbilder von Menschen, die sich an deren Bedürfnissen und Wünschen orientieren und versuchen, diese mit allen Mitteln umzusetzen. 

    Der Nutzen der Mirros wird dabei aus der Perspektive einer Reihe von Personen erzählt. Teilweise sehen diese ihren Mirror auch als Geschenk des Himmels an, denn sie sind der Meinung, dass diese einen grandiosen Nutzen bieten, um den eigenen Alltag besser bewältigen zu können.....

    Allerdings merken die Journalistin Freya und der autistische Andy auch schnell, dass die Mirror anscheinend eigene Ziele verfolgen und das Leben ihrer Besitzer in große Gefahr bringen..... Was steckt dahinter, können die Mirror ein eigenes Bewusstsein entwickelt haben und sind sie noch zu stoppen?

    Der Schreibstil von Karl Olsberg ist wirklich spannend gehalten, auch gut wissenschaftlich recherchiert.... Dennoch war es mir ab und an etwas zu trocken und die Story plätschert Anfang des letzten Drittels meiner Meinung nach etwas dahin..... Allerdings gibt es trotzdem viele rasante Momente und es ist interessant zu lesen, wie Pro und Contra Mirror aufeinander prallen.... Das erscheint gar nicht so unrealistisch...

    Das Ende hat auch wirklich was und ist gut gelungen!

    Es reicht für mich nicht ganz zu 5 Sternen, aber 4 Sterne bin ich gerne bereit zu vergeben, also durchaus eine Empfehlung! 

  11. Cover des Buches Alte weiße Männer (ISBN: 9783462052466)
    Sophie Passmann

    Alte weiße Männer

     (113)
    Aktuelle Rezension von: FrauKlopp

    Alte weiße Männer - ein Schlichtungsversuch ... schön, dass es diese Subhead dazu gibt. Mit manchen der Herren schienen die Gespräche einfach und leicht, sogar richtig witzig, manche haben echt böse gemacht, besonders das vorletzte Gespräch (Rainer L. aus M.), man hatte das Gefühl er wollte Sophie Passmann auch einfach nicht hören und verstehen.
    Generell, richtig gutes Buch, wichtiges Thema und ich hoffe total auf einen weiteren Band, da gibt es noch so viele Herren, denen man mal auf den Zahn fühlen kann und sollte. Hej Frau Passmann, gibt es die Hoffnung auf einen Nachschlag?

  12. Cover des Buches Die Stimme (ISBN: 9783426227381)
    S. K. Tremayne

    Die Stimme

     (160)
    Aktuelle Rezension von: moccabohne

    Jo Ferguson hat sich gerade scheiden lassen und lebt als freie Journalistin in London.  Finanziell könnte es etwas besser für Jo laufen und daher ist es gerade passend, dass ihre Jugendfreundin Tabitha ihr anbietet, in ihrer noblen Wohnung zu leben. Die Wohnung ist mit dem Modernsten ausgestattet. Daher ist es selbstverständlich, dass sich in der ganzen Wohnung Smart-Home-Assistants, sogenannte Electras befinden. Sie steuern per Sprachbefehl das Licht, die Heizung, spielen Musik ab und geben Auskunft, wenn sie gefragt werden.   

    Eines Abends, beginnt Electra von alleine ein Gespräch mit Jo und sagt:“ ich weiß, was du getan hast“. Jo ist völlig erschüttert, wie kann eine harmlose Software von ihrem dunkelsten Geheimnis wissen? Die Vorfälle häufen sich und Electra gibt immer verrücktere Dinge von sich, oder bildet Jo sich das alles nur ein und wird selber verrückt?     

     

    Für mich war es das erste Buch des Autors. Den Klappentext fand ich recht spannend und diese Thematik ist ja in den meisten Haushalten präsent. Was erfährt die Electra von mir? Was wird eventuell abgehört oder sogar gespeichert? Die Story ist grundsätzlich spannend geschrieben, allerdings bin ich nicht so richtig in den Lesefluss gekommen. Die Protagonistin war mir nicht sympathisch und ich konnte mich nicht in sie hineinversetzen. An ihrer Stelle wäre ich zum Beispiel schon längst aus der Wohnung ausgezogen…. 

    Jo`s dunkles Geheimnis fand ich jetzt nicht so furchtbar schlimm.
     Es wunderte mich, dass sie sich davon so unter Druck setzen lässt. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, wer dahintersteckt, da mir der Grund so an den Haaren herbeigezogen vorkommt.

     

    Für mich keine klare Leseempfehlung.

  13. Cover des Buches Man muss auch mal loslassen können (ISBN: 9783426523230)
    Monika Bittl

    Man muss auch mal loslassen können

     (89)
    Aktuelle Rezension von: FeFu

    Ich hatte bei dem Buch auf etwas locker-amüsantes gehofft.
    Leider wurde ich enttäuscht. 😔

    Das Aufeinandertreffen der drei Damen ist noch recht amüsant.
    Jedes Kapitel ist immer aus der Sicht einer anderen Person geschrieben.
    Leider tendiert doch sehr bald alles in die Richtung "Politisch", "System", "Kapitalismus", "Linken", "Rechten", etc.

    Auch ist der Schreibstil teils etwas unangenehm. So abgehackt. Zu großer Deutsch-Englisch-Mix. Bei der Jessy passt es ja, also vom Charakterbild und ihrer Vergangenheit her. Aber es zieht sich leider durch alle Charaktere. Schöner wäre es, wenn jede/r so seine Eigenarten hätte.

    Das ganze Politik-Gefasel hat mir das Buch ziemlich vermiest. Ich hatte mir doch eher etwas zum Schmunzeln und mit dem ein und anderen Lacher erhofft.

  14. Cover des Buches Bluescreen (ISBN: 9783492280211)
    Dan Wells

    Bluescreen

     (76)
    Aktuelle Rezension von: SuSa

    Ein kurzer Einblick

    Die Cherry Dogs sind der aufsteigende Stern am Overworld-Himmel. Doch Marisa, Sahara, Anja, Jaya und Fang genießen ihr unbeschwertes Teenagerleben nicht nur in der VR-Welt in vollen Zügen. Schließlich kann man 2050 alles tun und lassen, was man will, da sie alle mithilfe des Djinnis, einem Implantat direkt im Kopf, weltweit vernetzt und 24 Stunden online sind. Doch als die neue virtuelle Droge Bluescreen in Umlauf kommt und Anja sich nach dem Konsum nicht mehr normal verhält, ist der Spaß schnell vorbei und die Mädchen merken, dass ihr geliebtes Netz Gefahren birgt, die allen Menschen gefährlich werden können. Ob es ihnen gelingt, die Gefahr rechtzeitig zu stoppen?

    Bewertung

    Stell dir einmal vor, du brauchst kein Handy mehr einzustecken, wenn du das Haus verlässt. Mit dem Djinni im Kopf kannst du alles immer sofort und überall mit deinen Gedanken erledigen. Man braucht auch nicht mehr selber sauber zu machen oder die Sachen waschen und zusammenzulegen. Das erledigen alles die für dich arbeitenden Roboter – Nulis genannt. Wenn du an einem Geschäft vorbeigehst, zeigen dir die Monitore genau auf dich zugeschnittene Artikel nach deinen Vorlieben und dein Auto brauchst du auch nicht mehr selbst steuern. Ist das nicht ein toller Gedanke? Was für ein bequemes Leben muss das sein…
    Dan Wells hat uns dieses Mal genau in solch eine nahe Zukunft geschickt mit einer Aussicht, die auf den ersten Blick faszinierend, aber auf den zweiten Blick durchaus erschreckend ist. Schon heute gibt es spezielle Brillen, mit denen man Informationen direkt ins Sichtfeld eingeblendet bekommt, bei Wells werden sie direkt auf die Hornhaut gesendet. Überall wird deine ID gescannt und personalisierte Werbung verschickt. Der gläserne Mensch lässt grüßen! Wells hat seine Welt dabei sehr authentisch dargestellt und die jungen Menschen, allen voran die Protagonistin Marisa Carneseca, in ein sehr lebendiges soziales Umfeld geschrieben.
    Der Roman startet auch direkt mit der Lieblingsbeschäftigung der Mädchen, dem Onlinespiel Overworld. Als Gruppe Cherry Dogs versuchen sie, sich an die Spitze der Weltrangliste zu kämpfen, und man wird mit Gaming-Begriffen geradezu bombardiert. Das hat aber den Vorteil, dass man sich schnell in die Lebensweise von Marisa und ihren Freunden einfühlen kann. Charakterlich mögen sie vielleicht zunächst oberflächlich wirken, doch viele Tatsachen sprechen dafür, dass sie sehr weltoffen und vorurteilsfrei sind. So lebt deren Freund Bao ohne Djinni offline, Anja hat deutsche Wurzeln, während Marisa selbst mexikanische hat. Das merkt man vor allem immer dann, wenn sie mit spanischen Wörtern und Sätzen um sich wirft. Dass diese nicht näher übersetzt werden, mag manchem Leser vielleicht sauer aufstoßen, aber ich finde, dass man sich die Bedeutung vom Kontext her immer denken kann. Toll umgesetzt finde ich wiedermal auch den Facettenreichtum von Wells. Es gibt in seinen Büchern einfach kein schwarz-weiß-Denken und Marisa und Co. sind nicht die unschuldigen Mädchen, die eine Gefahr erkennen und sie dann heldenhaft bekämpfen. Vielmehr haben sie schon einige illegale Dinge gemacht und können sich in alles Mögliche hacken, ohne dabei Gewissensbisse zu haben. Daher gibt es dieses Mal nicht wirklich den einen Sympathieträger, sondern der Roman wird von der Geschichte an sich getragen.
    Wie in Wells’ bisherigen Romanen ist der Lesefluss durchgängig überaus flüssig, dieses Mal jedoch geradezu halsbrecherisch schnell. Das spiegelt hervorragend die Schnelllebigkeit dieser hoch technisierten Welt wider. Ich kann nicht behaupten, dass ich alle technischen Fachbegriffe verstanden hätte, doch aufgrund des vorgelegten Tempos hatte ich gar keine Zeit, dies während des Lesens zu bedauern, denn ich wurde einfach immer weiter getragen. Das empfand ich zwar als sehr positiv, doch an manchen Stellen ging es mir wiederum zu schnell. Die Handlung wechselte abrupt und ich hatte das Gefühl, irgendwas überlesen zu haben. Das beschränkt sich zum Glück aber auf lediglich zwei/drei Stellen.

    Fazit

    Dan Wells hat mit diesem Roman eine gelungene Vorstellung unserer technisierten Zukunft geschaffen, in der einem wirklich alle Möglichkeiten offen stehen, solange man das nötige Knowhow dazu hat. Aber wollen wir wirklich in solch einer Welt leben? Schließen möchte ich meine Rezension mit einem Zitat von Marisa, das die gesamte Problematik hervorragend zusammenfasst und jeden zum Nachdenken anregen sollte:


    „Die Regierung ist korrupt, die Cops sind gekauft, und die Großkonzerne, die die Welt beherrschen, betrachten uns als wandelnde Bankkonten. Jetzt sorgt Bluescreen dafür, dass wir nicht einmal mehr unseren Freunden trauen können. Es gibt keine Sicherheit, keine Privatsphäre, nichts Verlässliches mehr.“ (Seite 198)


  15. Cover des Buches Mind Games (ISBN: 9783551316196)
    Teri Terry

    Mind Games

     (517)
    Aktuelle Rezension von: kimdezordo

    Es war ein super spannendes Buch, welches ich sehr schnell zu Ende gelesen habe. Eine wirklich interessante Geschichte, auch wenn das Ende für meinen Geschmack etwas ausführlicher hätte sein können. 

  16. Cover des Buches I can see U (ISBN: 9783649631903)
    Matthias Morgenroth

    I can see U

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Anett_Gl

    Ich habe das Buch gerade zur Seite gelegt und bin noch so gefesselt vom Ende. Das Ende geht gar nicht. Die ganze Zeit konnte ich Marie verstehen, aber nun denke ich "wie dumm ist sie denn?" Und dann so ein schreckliches offenes Ende. Bin sprachlos.


    Sehr schnell kann man erahnen, wer Ben ist und auch worum es eigentlich geht. Aber ich finde der Autor hat das Thema "Smarter Leben" gut umgesetzt. Es passt genau in unserer Zeit und zeigt welche Vor- und Nachteile die ganze Technik hat. Und wie schnell sie die Technik gegen uns stellen kann. Ich finde dieses Buch sollte man in den Schulen durchnehmen. Denn es zeigt erschreckend, wie schnell man ein Leben zerstören kann (Bachmann).

    Sehr coole Story, aber ich würde mir dann doch gerne einen zweiten Teil wünschen, in dem ich beruhigt lesen kann, dass man Ben gefunden hat.

  17. Cover des Buches Bios (ISBN: 9783499291333)
    Daniel Suarez

    Bios

     (51)
    Aktuelle Rezension von: feierabendblogr

    Es fängt wenig spektakulär an, aber man bekommt bald einen guten Einblick wie es in dieser Zukunft abgeht. Das Verändern von Genen ist ein lukratives Geschäft geworden und so mischt auch das organisierte Verbrechen mit.

    Die Geschichte entwickelt sich recht gut. Aber es schleppt sich manchmal schon etwas. Die Gedankengänge, die Ken auf der "Reise zu sich selbst" begleiten, kommen aber sehr gut heraus.

    Ich halte das Buch sehr für gelungen aber auch für etwas beängstigend. Es wird wohl nicht in der Zeit zu diesem Stand der Technik kommen, aber die Idee davon stimmt nachdenklich.

  18. Cover des Buches Der Würfel (ISBN: 9783855350599)
    Bijan Moini

    Der Würfel

     (47)
    Aktuelle Rezension von: brilleundbier

    Jeder von uns trägt das gesamte Wissen der Menschheit in der Hosentasche.
    Mit einem Klick kann man mittlerweile so viel mehr, als Döner-Hollandaise-Pizza zu bestellen oder in Bitcoins zu investieren. Man kann die Welt verändern oder sein Leben ruinieren und nichts davon bleibt ungesehen. Wir sind der gläserne Mensch. Erich Honecker hätte sich bei diesem Gedanken in den Achtzigern vor Freude eingenässt.
     Im Gegensatz zu Boykottführer Michael Schroeren damals, sind wir jedoch völlig entspannt und synchronisieren unsere Identität mit dem World Wide Web. Das ist kein Vorwurf, sondern der faszinierende Fortschritt unserer Gesellschaft und der Stellenwert der Digitalisierung in unserem Leben. Die Frage nach einer Prognose der nächsten Jahre und Jahrzehnte ist genauso spannend, wie einschüchternd.

    In seinem Debütroman „Der Würfel“ spinnt Bijan Moini eine mögliche Antwort auf diese Frage.

    Die Ausgangssituation ist Folgende: Der Würfel ist die künstliche Intelligenz, die nun als Regierungsinstanz – der Kubismus - in Deutschland fungiert. Alles ist digital und eben gläsern. Jede Handlung, jede Vorliebe, jeder Fehltritt werden auf dem Würfel gespeichert und nach normativen ethischen Kriterien bewertet. Wer „gut“ ist, bekommt einen höheren Score, mehr Geld und lebt glücklicher. Wer „schlecht“ ist, bekommt existenzielle Probleme. Klingt sehr absolut. Aber alles hat Vor- und Nachteile.

    In Restaurants wird das á la carte Essen abgeschafft. Via voreingestellter Parameter im System, die Auskunft über Ernährungsstil und Allergien geben, wird direkt das passende Menü zusammen gestellt. Man muss keine Kalorien mehr zählen oder um Spuren von Nüssen bangen. Mit der Augmented Reality-Einstellung kann man auf dem Weg zur Arbeit Raumschiff fliegen oder Zombies eliminieren. Einsamkeit aufgrund der falschen Partnerwahl ist nicht mehr existent, weil es möglich ist, den langfristig perfekten Partner zu berechnen.

    Naja, und Kreativität, Individualität und Leidenschaft werden wegberechnet. Man ist nicht mehr verwegen, wenn man anders ist. Die Ära von Charles Bukowski und Yungblud ist vorbei. Alles was bleibt, ist Depression, wenn man den Finger aus den Gitterstäben der Norm steckt.

    Die zentrale Frage des Romans, ist eine, die auch für uns immer mehr an Bedeutung gewinnt: Freiheit oder Sicherheit?
     Muss das Eine unwiderruflich das Andere ausschließen? Welche Alternativen gibt es? Wie nah dran sind wir jetzt schon?

    Recht pragmatisch und ohne Umschweife beschreibt Moini das Dilemma einer digitalen Gesellschaft.
     Dystopien dieser Art sind dieser Tage nicht das originellste Stück Literatur, dass der Markt zu bieten hat. Aber jede einzelne, hilft uns immer mehr Punkte zu verbinden, um irgendwann das Große, Ganze zu sehen. Und „Der Würfel“ ist eine Elementare davon.

  19. Cover des Buches Final Control (ISBN: 9783426307090)
    Veit Etzold

    Final Control

     (101)
    Aktuelle Rezension von: matthew_cw

    Die EU zerbricht und Europa steht kurz vor einem Bürgerkrieg. Tom erkennt Arakis Plan, die chinesische Überwachungstechnologie ebenfalls in Europa einzuführen und die EU durch Chaos noch mehr zu spalten. Gemeinsam versuchen Tom und eine NSA Agentin Arakis aufzuhalten, obwohl es schon fast zu spät ist.

    Final Control gefällt mir wirklich sehr gut. Der Lesefluss war sehr schön und man flog regelrecht über die Seiten, da die Kapitel nur wenige Seiten lang sind. Man liest viele Handlungsstränge parallel, welche viele Ortswechsel mit sich ziehen. Durch die Kapitelüberschriften wusste man jedoch genau, an welchem Ort man sich befindet.  Das Buch ist außerdem sehr informativ, spannend, aktuell und gut recherchiert, weshalb es viele Fachbegriffe beinhaltet. Teilweise benötigten diese viel Konzentration und Aufmerksamkeit. Darum empfehle ich das Buch nur für diejenigen, welche keine oder nur wenig Probleme haben, mehreren Handlungssträngen gleichzeitig zu folgen und eventuell bereits etwas Wissen im Bereich Finanzen, Wirtschaft und Informatik besitzen.

  20. Cover des Buches Die Schattensurfer (ISBN: 9781493556175)
    Hubert Wiest

    Die Schattensurfer

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Martins_Buecherbox
    Kurzbeschreibung

    Sansibar ist neidisch. Auf ihre beste Freundin Marella. Marella hat die Kristallprüfung bestanden und gehört nun zu RUHL. Sie sagt, damit hilft sie der Gesellschaft, denn Ruhl nutzt jeden Gedanken, den man denkt, für die Gesellschaft. Doch Sansibar möchte ein Geheimnis für sich behalten. Schließlich stellt sie sich die Frage : Ist das überhaupt möglich ?
    Luan wohnte sein ganzes Leben in einem Kinderheim. Er hat nur ein Ziel : Programmierer werden. Doch dann schließt die Heimleiterin ihn von der Kristallprüfung aus und er hat keine Zukunftschance mehr. Doch bei einem Besuch in einem Vergnügungspark erhält er vom Parkleiter ein unwiederstehliches Angebot. Das führt ihn in die verbotene Schattenstadt.

    Rezension

    Das Cover & der Titel passen, finde ich, zum Buch und sind sehr ansprechend. Auch der Klappentext passt sehr gut und verspricht nicht zu viel. Die Außengestaltung ist insgesamt wirklich gut !

    Die Handlung ist wirklich gut und passt zum Genre. Es gibt RUHL. Alle Gedanken, die man hat sind auf den Zentralcomputern von RUHL gespeichert. In der Handlung geht es um ein wirklich interessantes Thema. Viel über die Handlung möchte ich an dieser Stelle aber nicht verraten, lest am besten selbst!

    Die Geschichte spielt in der Zukunft. Die Zukunft ist wirklich gut beschrieben & interessant aufgebaut. Ich fand es wirklich gut zu lesen, was sich der Autor unter der Zukunft vorgestellt hat.

    Es gibt in diesem Buch zwei Protagonisten und es wird aus beiden Sichten erzählt. Einmal haben wir da Luan. Luan will unbedingt Programmierer werden, doch wegen eines Diebstahls, der kein Diebstahl war, wird er von der Kristallprüfung ausgeschlossen. Dann ist da noch Sansibar. Sie möchte unbedingt zu RUHL gehören. Als sie auf Luan trifft, kann sie sich erstmal nicht erinnern, obwohl die beiden für eine Zeit lang gemeinsam bei den Häppy Kidz waren. Beide Sichten sind wirklich interessant, aber ich fand es besser, aus Luans Sicht zu lesen, weil man hier viel bessere Einblicke bekommt.

    Der Autor hat einen relativ guten Schreibstil, jedoch fand ich hin und wieder einige Stellen nicht so gut. Die Spannung im Buch ist an fast allen Stellen gut, nur selten gibt es nicht spannende Stellen.

    Diese Rezension und viele weitere Rezensionen auf meinem Blog :
    https://martinsbuchbox.blogspot.de/2018/04/spannende-jugend-dystopie-die.html
  21. Cover des Buches Der Buchliebhaber (ISBN: 9783442487110)
    Charlie Lovett

    Der Buchliebhaber

     (36)
    Aktuelle Rezension von: sollhaben

    Arthur Prescott arbeitet an der Universität Barchester. Die Arbeit selbst macht ihn nicht sehr glücklich, aber die Bibliothek der dortigen Kathedrale füllt seine Tage und seine Gedanken. Schon sein Großvater lehrte ihn die Liebe zum Buch und zu geschriebenen Wort. Dazu gab er ihm noch Hinweise auf ein Geheimnis, dass in Barchester verborgen sein soll.
    Als Bethany seine kleine Blase stört, um "seine" alten Manuskripte zu digitalisieren, stört ihn das gewaltig. Aber die Amerikanerin lässt sich nicht so einfach zur Seite schieben. Sie schafft es, Arthur aus seinem Schneckenhaus zu locken und gemeinsam machen sie sich auf die Suche.


    Mein Fazit:
    Was für eine tolle Geschichte, viel zu lange ungelesen auf meinem SuB.
    Arthur Prescott ist ein richtiger liebenswerter Nerd, der Bücher mehr mag als die meisten Menschen. Aber Bethany erlangt ganz elegant seine Aufmerksamkeit.
    Zwar gibt es mit der Aufzählung von diversen Schriftstellern ein paar Längen, aber insgesamt überwiegen die schönen, interessanten und manchmal auch emotionalen Momente.
    Zusätzlich gibt es noch einige Hinweise auf Musikstücke, die in der kirchlichen Liturgie eine wesentliche Rolle spielen. Das war für mich so das Tüpfelchen auf dem i. Einen Link zu einem besonders schönen Stück lasse ich euch in den Kommentaren.
    Insgesamt hat es mir so gut gefallen, dass ich froh bin es gelesen zu haben. Gemeinsam in einem #buddyread und es hat so viel Spaß gemacht, sich darüber auszutauschen.

  22. Cover des Buches Maddie - Immer das Ziel im Blick (ISBN: 9783843210980)
    Katie Kacvinsky

    Maddie - Immer das Ziel im Blick

     (235)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding

    Inhalt:
    Maddie wird aus dem Umerziehungscamp entlassen und geht zu ihrer Familie zurück. Doch niemand ist sich sicher, will sie ihre Freunde oder ihre Familie verraten …

    Schreibstil:
    Der Einsteig war mehr als schlecht. Es ist eine gewisse Zeit vergangen, seit ich die vorherigen Bücher gelesen hatte, aber so gar nichts von dem wiederzugeben, was passiert ist, ist doch irgendwie übel. Nach einer längeren Lesezeit bin ich dann aber doch wieder in die Geschichte eingestiegen. Dabei wurde mir dann auch klar, warum ich mich damals für den dritten Teil der Trilogie nicht interessiert hatte: Die Figuren sind durchweg einfältig, die Beschreibungen der Situationen zu wenig und teilweise zu detailliert, die Wendungen kommen immer genau im richtigen Zeitpunkt (Konstruiert ist schon zu nett ausgedrückt) und der Ausdruck ist ebenfalls sehr einfach gehalten. Nachdem die Geschichte also halbwegs klar war, reicht ein Querlesen aus und die Geschichte endet mit einem absolut unbefriedigendem „wir haben uns alle lieb“ – ja ist nett, aber bitte was?!

    Charaktere:
    Ich verstehe sie nicht! Was bewegt Maddie dazu sich so zu benehmen, was geht in ihrem Kopf vor? Ebenso bei den anderen. Das Buch umfasst über 350 Seiten, da kann man doch die Beweggründe und Gedanken der Charaktere niederschreiben. Ne, da wird dann über die selbst gefärbten Haare von Maddie philosophiert. Die in einem Absatz komplett pink und im nächsten nur 24 pinke Strähnen umfasst. Ja was denn jetzt?! Auf der einen Seite kämpfen alle für den Widerstand, auf der anderen sind sie aber empört, wenn jemand etwas wagt. Erwachsene Leute verhalten sich wie Teenager und die Teenager wie durchgeknallte Irre.

    Cover:
    Das Cover passt zu den anderen Bänden.

    Fazit:
    Schlimmstes Buch der Reihe und nach Band 2 hätte absolut Schluss sein können. Dieser tanzt mit neuen Charakteren und unnützen taten absolut aus der Reihe. Daher keine Leseempfehlung und nur einen Stern.

  23. Cover des Buches Coherent (ISBN: 9783959910835)
    Laura Newman

    Coherent

     (151)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Laura Newman gilt als deutsches Paradebeispiel für gelungenes Veröffentlichen im Selbstverlag. Die 1983 geborene Autorin macht alles selbst: vom Grafikdesign, über den Buchsatz, bis zu Werbemaßnahmen. Und natürlich das Schreiben. Ihr erstes Buch erschien 2013, seit 2014 ist sie selbstständig. Nach 10 Jahren als Mediengestalterin wollte sie endlich etwas tun, das sie glücklich macht und kündigte kurzentschlossen. Mittlerweile kennt sie die Mechanismen des Selbstverlags in- und auswendig und teilt ihr Wissen bereitwillig auf ihrer Website, YouTube und ihren Social-Media-Kanälen. Dort findet sich auch ein ausführlicher Bericht zur Entstehungsgeschichte von „Coherent“, den ich äußerst spannend finde. Wer hätte gedacht, dass die widerspenstige Schnalle eines Schuhs einen futuristischen Jugendroman inspirieren könnte?

    Irgendetwas stimmt nicht mit der 17-jährigen Sophie. Vor einigen Monaten stellte sie fest, dass alle technischen, mit dem Internet verbundenen Geräte mit ihr kommunizieren. Pausenlos bombardieren sie Daten, die sich ungefragt in ihrem Hirn ausbreiten. Für einen Schüleraustausch nach Frankreich in ein Flugzeug zu steigen ist da wirklich das Letzte, was Sophie möchte. Dummerweise ist es zu spät, den Trip abzusagen. Erst, als sie in Avignon eintrifft, wird ihr klar, dass sie den Tapetenwechsel dringend brauchte. Sie genießt die wundervolle Landschaft und das französisch leichte Lebensgefühl. Und dann ist da auch noch Jean, der ihr gehörig den Kopf verdreht. Mutig weiht sie ihn in ihr Geheimnis ein. Jean ist begeistert und gemeinsam erforschen sie Sophies mysteriöse Fähigkeiten. Doch ihre Vorstöße bleiben nicht unbemerkt und schon bald werden die beiden von einer undurchsichtigen, anonymen Behörde gejagt, die Sophie zu gern in die Finger bekommen würde …

    Könnt ihr euch vorstellen, das Internet im Hirn zu haben? Mit einem Zwinkern digitale Fotogalerien durchstöbern, mit einem Gedanken E-Mails schreiben, mit einem Nicken Bestellungen aufgeben: Sophie, die Protagonistin in Laura Newmans SciFi-Roman „Coherent“, kann genau das. Und mehr. Sie braucht kein Endgerät, um online zu sein. Sie ist das Endgerät. Abgefahren. Aber ist es das wirklich? Oder wagte Newman mit diesem Buch einen Blick in eine nicht allzu weit entfernte Zukunft? Die Autorin öffnet mit den Fähigkeiten, die sie Sophie verleiht, eine unheimliche Büchse der Pandora moralischer und ethischer Implikationen, die sich in meinem Kopf verselbstständigten. Ich konnte mir mühelos ausmalen, was dieses „Upgrade“ für das Zusammenleben der Menschheit im großen Rahmen bedeuten könnte. Schon jetzt sind wir mit den Auswüchsen der Digitalisierung überfordert, bemängeln zunehmende Beschleunigung, Anonymität und soziale Kälte, Verrohung und Skrupellosigkeit – wie sähe diese Entwicklung erst aus, bräuchten wir Smartphones und Laptops nicht mehr als Krücke? Für mich ist völlig offensichtlich, dass alles noch schneller, noch vernetzter, noch gläserner wäre und ja, diese Aussicht beunruhigt mich. „Coherent“ brachte mein Kopfkino ordentlich auf Touren, obwohl Laura Newman all diese Konsequenzen gar nicht anspricht. Sie spekuliert nicht und beleuchtet Sophies Fähigkeiten lediglich aus der engen Perspektive ihrer sympathischen Protagonistin. Sie erwähnt zwar potenzielle militärische Einsatzgebiete, aber weitere Folgen klammert sie aus. Ich denke, dass diese Beschränkung dem Genre des Buches geschuldet ist. Die negativen gesellschaftlichen Aspekte passen eher in einen Roman für ein älteres Publikum und ich finde nicht, dass „Coherent“ durch den Verzicht darauf etwas fehlt, schließlich breiteten sie sich vor meinem inneren Auge trotzdem aus. Dass ich fähig war, die Idee der Geschichte über ihren Rahmen hinaus zu analysieren, liegt meiner Ansicht nach daran, dass Newman sich stark um Vorstellbarkeit und Realismus bemühte. Sophies Zustand ist nicht angeboren, sondern das Ergebnis eines fragwürdigen Experiments. Ich schätze es als plausibel ein, dass bereits in diese Richtung geforscht wird. Dennoch bin ich skeptisch, ob die Autorin Sophies Reaktion auf die Datenmenge, die sie überrollt, drastisch genug darstellt. Kopfschmerzen scheinen mir zu wenig zu sein, weil ich glaube, dass das menschliche Hirn unter dieser Informationsflut zusammenbrechen würde. Doch natürlich konnte Sophie schlecht ein sabberndes Wrack sein – Jean hätte sich dann wohl kaum für sie interessiert. Die Romanze zwischen den beiden fand ich putzig und nicht allzu aufdringlich; ich empfand es als glaubhaft, dass sie sich auf der Flucht vor der ominösen Behörde näherkommen. Diese strenggeheime, fiktive Behörde klang durchaus etwas nach Verschwörungstheorie, ich kann allerdings verstehen, dass Newman eine Regierungsvertretung, die keinerlei rechtlichen Restriktionen unterworfen ist, porträtieren wollte. Letztendlich kann ja niemand beweisen, dass es diese Männer und Frauen in Schwarz nicht gibt, die unschuldige Teenager quer über den Globus jagen.

    „Coherent“ ist meiner Meinung nach ein gelungener SciFi-Jugendroman, der das Kunststück vollbringt, über die Grenzen der Geschichte hinaus verschiedene Altersgruppen anzusprechen. Während der jüngeren Leserschaft eine aufregende, futuristisch anmutende Handlung und nahbare Figuren geboten werden, können sich ältere Leser_innen wie ich zu unausgesprochenen Schlussfolgerungen stimulieren lassen. Das schafft nicht jedes Buch und spricht definitiv für Laura Newmans Talent. Nichtsdestotrotz hätte ich mir insgesamt eine kritischere Auseinandersetzung mit den Fähigkeiten ihrer Protagonistin gewünscht. Es ist vollkommen in Ordnung, dass sie auf den düsteren, mahnenden Zeigefinger verzichtete, doch sie hätte zumindest anklingen lassen können, dass diese nicht nur Vorteile haben. Wir sollten niemals vergessen, dass das Internet zwar ein Raum der Wunder ist – aber eben auch ein Raum voller Gefahren, Heimtücke und Illegalität.

  24. Cover des Buches ZERO - Sie wissen, was du tust (ISBN: 9783837124965)
    Marc Elsberg

    ZERO - Sie wissen, was du tust

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Sandra8811

    Warum habe ich mich für dieses Hörbuch entschieden?
    Ich habe Blackout inhaliert und war neugierig auf Marc Elsbergs andere Werke.

    Cover:
    Das Cover ist genauso dezent wie das von Blackout, sehr dunkel gehalten aber dennoch auffällig. Der blaue Schriftzug mit „Zero“ springt einem direkt ins Auge. Mir gefällt gut, dass alle Cover von Marc Elsbergs Bücher im gleichen Stil sind (ausgenommen das von „Gier“).

    Inhalt:
    Als überall im Internet ein Video kursiert, bei welchem ein Junge erschossen wird, nehmen viele die Forschung nach der Ursache auf. Eine Internetplattform namens Freemee sammelt und analysiert Daten von Nutzern um ihnen Hinweise für ein besseres Leben zu geben. Nur einer oder vielleicht mehrere sind anderer Meinung, nämlich ZERO. ZERO ist ein Online-Aktivist, der vieles kritisch darstellt um den Menschen die Augen zu öffnen. Hat er bzw. haben sie recht?

    Handlung und Thematik:
    Tendenziell ist das Thema super interessant und wichtig. Jeder sollte sich Gedanken machen, inwieweit personenbezogene Daten wirklich zur Verfügung gestellt werden sollten. Leider konnte mich die Handlung nicht so überzeugen. Es zog sich sehr dahin und es passierte nicht wirklich viel. Zwischendurch mal wieder ein paar Verfolgungsjagden, die aber schnell wieder vorbei waren. Stellenweise wirkte es auch surreal konstruiert vor. Auch fehlte mir der Thrill und ein Punkt, der es wert war, das Hörbuch weiterzuhören. Somit habe ich mich fast schon bis zum Ende gequält. Ich fands einfach relativ langweilig. Die Perspektive wechselte zwar immer, aber dies fand ich eher störend als hilfreich.

    Charaktere:
    Toll fand ich, dass die Charaktere auf dem Hörbuch-Cover-Innenteil kurz beschrieben werden. Die Charaktere fand ich allerdings nicht konsequent genug umgesetzt. Cynthia war irgendwie gegen Datenbrillen, Smartwatches usw. und dann nimmt sie es doch einfach wieder her. Auch konnte ich nicht wirklich eine Beziehung zu ihr aufbauen. Ihr passierten halt Sachen, aber sie war mir weder sympathisch noch unsympathisch. Ihre Tochter Viola fand ich besser, aber sie kam leider nicht so viel vor wie ihre Mutter. Es wurde viel zwischen den Perspektiven gesprungen, immer wenn man sich an ein Grüppchen gewohnt hat, kam wieder wer anderes.

    Sprecher:
    Steffen Groths Stimme kam mir irgendwie bekannt vor. Ich fand seine Stimme passend und er passte gut zum Hörbuch. Er hat mir am Hörbuch am besten gefallen. Er war der Grund, warum ich nicht vorzeitig abgebrochen habe. Seine Stimme ist angenehm und er konnte seine Stimme gut an die Situationen und Personen anpassen. Ich hoffe noch mehr von ihm zu hören.

    Persönliche Gesamtbewertung:
    Konnte meiner Erwartungen leider nicht erfüllen. Ich finde das Thema wichtig und interessant, aber hier wurde es leider nicht so gut umgesetzt. Die Handlung wirkt arg konstruiert und die Charaktere oberflächlich. Schade, ich hatte mich so drauf gefreut.

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